Arndt! Ach Philipp, Länderspielwochenende. Triste Woche ist das immer, ne? Wenn du nur so zwei Spiele hast oder irgendwelche komischen Qualifikationsspiele zur Euro 2008, kann ich mich früher noch dran erinnern, dass man so geflucht hat, dass die Bundesliga nicht gespielt hat. Also ein bisschen wie Karfreitag, wo nicht getanzt werden durfte. Länderspielwochen waren immer extreme, ereignislose, öde Wochenende. Oh, ich hasse das. Mir wird es immer am schmerzlichsten bewusst, wenn ich Sendungen habe und dann ganz kurz vor meiner Verabschiedung mein Redakteur zu mir sagt, denk dran, nächste Woche ist keine Sendung. Und dann denke ich, ach Scheiße, ist wieder eins dieser Wochenenden. Ja, und ich kann mich noch erinnern, wie früher dann immer noch in der Sportschau angeteast wurde. Ja, freuen Sie sich nicht nur auf Deutschland gegen Polen, sondern auch auf die Tschechoslowakei gegen Rumänien, die wir nochmal auch mit allen Toren haben. Also das war immer ganz, ganz schrecklich. Wir gehen trotzdem rein in diese Folge und in diese Länderspielwochenende. Aber jetzt erst einmal, jetzt erst einmal. Er muss ja. Bitteschön, den Trailer. Es hilft ja nichts. Also es ist alles vorbereitet. Jetzt geht's los.

So, jetzt. Wir hatten übrigens irgendwann mal so eine neunmal kluge Zuschrift, warum das denn überhaupt Länderspielpause heißt, weil eigentlich machen doch die Länderspiel gar keine Pause, deswegen ist es doch eigentlich Bundesliga-Pause und nicht Länderspiel-Pause. Und dann habe ich ihm aber sehr, sehr treffend geantwortet, das ist ja eine Trinkpause, eine Pause, wo man nichts trinkt. Ist ja auch Quatsch. Oh, der Germanistik-Professor, da ist er. Gut gegeben, oder? Gut gegeben.

Klassischer Enthauptungsschlag. So, erstmal müssen wir über Personalien reden, Weil die Länderspielpause, das ist ja auch das Schöne, die Pause in der Länderspiele stattfinden, wird auch immer genutzt zum Großreinemachen. Sämtliche Kader, sämtliche Funktionäre werden erstmal geschasst. Unter anderem beim BVB, Sebastian Kehl ist weg. Und ich möchte mal sagen, ich habe es schon vor Jahren gesagt, dass Sebastian Kehl keine gute Ergänzung zu Lars Ricken ist, weil, und das möchte ich ganz kurz erklären, wir ihn irgendwann mal bei uns zum Podcast hatten. Und da war dann auch so ein Manager dabei, so ein leichter, leichter, wichtiger Heimer. Ich hatte vor allem das Gefühl, dass Sebastian Kehl jetzt niemand ist, der die Leute so mitreißt. Also, dass er niemand ist, wo alle nochmal sagen, das hat er jetzt nochmal gut gesagt, jetzt bin ich auch mal ergriffen. Oder dass man so die Erbel hochkremmelt und sagt, guck mal, Gänsehau. Und Sebastian Kehl hat gesprochen, alles das nicht. Insofern etwas überraschend. Schon vor zehn Jahren hast du ihm keine große Zukunft prophezeit. Mit anderen Worten. Es ist immer komisch, wir haben ja auch den Fall Jörg Schmadtke noch in der zweiten Liga bei Hannover, dieses Sportdirektor-Thema. Es wird immer spekuliert, woran es gehakt hat. Meistens kommt man darauf, dass der mit irgendjemandem anders im Verein nicht konnte. Also im Fall Kehl und Ricken wahrscheinlich nicht.

Aber so ganz genau weiß man es nicht. Und da wird er gedankt, wobei bei Jörg Schmadtke, dem ist, glaube ich, nicht mal gedankt worden, als er gegangen ist, jetzt nach vier Wochen oder wie lange der da war. Und man fragt sich immer, was genau ist, Macht eigentlich der Sportdirektor? Frag ich mich immer. Man macht den immer für den Kader verantwortlich, aber dafür gibt es ja eigentlich auch einen Kaderplaner. Also man weiß gar nicht so genau. Ich habe immer das Gefühl, der ist immer so ein Bauernopfer, wenn man irgendeinem irgendwas vorwerfen will und der Trainer ist jetzt nicht in der Schlusslinie, muss der Sportdirektor ja schuld sein. Das ist der, der die Verantwortung übernehmen muss. Ich glaube, die Jobbeschreibung ist, er hält den Kopf hin. Er hält den Kopf hin in jeder Hinsicht, selbst wenn die Angestellten irgendwas verbockt haben, ganz zum Schluss mit dem Sportdirektor rausgeschmissen werden, um Handlungsfähigkeit zu zeigen.

Wir erinnern uns an Werder Bremen unter anderem, wo ausnahmsweise mal der Nachgeordnete gehen musste, weil er das mit den zu ausleihenden Spielern oder zu verpflichtenden Spielern nicht so ganz genau verstanden hatte. Ansonsten ist es aber bei Jörg Schmadtke so, dass man sich ein bisschen gewundert hat, weil man dachte, jetzt ist ja endlich eine wirklich ordentliche Personalie bei Hannover 96. Martin Kind versteht sich wahrscheinlich richtig gut mit ihm und Christian Titz hakt sich auch mit ihm unter. Stattdessen muss es offenbar Zerwürfnisse gegeben haben zwischen Titz und Schmadtke, der, möchte man sagen, zumindest ein komplexer Charakter ist. Ein streitbarer Mensch. Ein streitbarer Mensch, der möglicherweise auch dem einen oder anderen Konflikt nicht aus dem Weg gegangen ist. Aber was man so hört, in der Hannoveraner Presse ist es wohl so gewesen, dass der Kollege Schmadtke gesagt hat, ja, möglicherweise steigen wir mit dem Geld, liebe Vorstandschaft oder liebe Geschäftsführer, lieber Martin Kind, mit dem Geld steigen wir möglicherweise nicht auf. Und das hat größere Nervosität dann offenbar in den Vorstandsetagen ausgelöst und zack, ist er weg. Puff die. Interessant ist die volkstümliche Meinung über Schmattke, weil man hat ja bei dem wirklich im Kopf immer, der hat schon ganz viel gemacht und ganz viele Sachen auch irgendwie nicht zu Ende gebracht, auf eine komische Weise oft. Es gab dann Leute so bei Transfermarkten in den Foren, die gesagt haben, ja, der hat auch noch nie irgendwas gewonnen und nie irgendwas gerissen und er verpisst sich dann immer. Und dann haben wir aber andere Leute und die haben, glaube ich, einen Punkt darauf hingewiesen, doch, der hat sehr viele gute Sachen erreicht. Der hat also, ist mit Alemann in Aachen aufgestiegen und ins Pokalfinale gekommen, hat im Europacup gespielt. Man hat in Wolfsburg jetzt auch nicht so ganz erfolglos gearbeitet. Also er hat so ein paar Jobs gehabt, wo er durchaus gut was bewegt hat.

Aber es ist wirklich so, dass er offenbar sehr klare Vorstellungen hat, wie er mit wem zusammenarbeiten möchte und dann immer auch ganz schnell sagt, nee, das macht für mich aber so keinen Sinn. Und er ist jemand, der nicht stromlinienförmig ist. Es gibt ja sehr, sehr viele von diesen smarten Joghurtfressern, so Typen, die auf dem Spobis immer eine gute Figur machen und nochmal sagen können, wo sie irgendwelche Kennzahlen erreicht haben. Jörg Schmadtke ist streitbar. Jörg Schmadtke ist ja seit seinen Fortuna-Düssellauf-Tagen eigentlich, als er ja rumlief, wie so ein Paradiesvogel, also mit sehr, sehr bunten Torwarttrikots und schon dort, glaube ich, immer sehr meinungsfreudig gewesen. Das hat er sowohl bei Hannover 96 als auch bei Allemannia Aachen und diversen anderen Klubs immer mal wieder protegiert. Muss man sagen, ja auch beispielsweise bei Wolfsburg, wo er ja auch durchaus immer seine Meinung gesagt hat.

Insofern sperrig und insofern möglicherweise für Klubstrukturen, in denen es den einen starken Mann gibt, der aber alles bestimmen möchte, ein bisschen schwierig. Aber erstmal eher einer der schillernden Figuren in der Bundesliga und überhaupt nicht verkehrt, finde ich. Und jetzt soll aber Ole Bog auch eine schillernde Figur werden, der jetzt die Kehl-Nachfolge antritt. Kommt von Elversberg Er hat noch keine Bundesliga-Erfahrung, hat übrigens interessanterweise die Vorgeschichte, dass offenbar, so kolportiert ist die Sportbild, vor wenigen Jahren Schalke drüber nachgedacht hat, ihn zu holen. Und dann sind aber Bilder von ihm aufgetaucht, wie er in einem BVB-Trikot irgendwo rum sitzt oder rum steht. Und dann haben die Schalker gesagt, machen wir mal lieber nicht, die kommen bestimmt raus, die Bilder, das können wir unseren Fans nicht verkaufen. Und er hat offenbar auch wirklich... Eine Aufstiegsklausel bei Elfersberg gehabt, die nur für Borussia Dortmund galt. Also er muss da unbedingt hingeholt haben. Das ist auch nicht besonders überraschend. Das ist nicht besonders überraschend. Also die Jugendliebe BVB, die ist bei dem Kollegen Burg verbürgt, auch aus dem Familienkreis. Und ich glaube, dass man dann, möglicherweise auch als FC Schalke, dann irgendwann einfach mal die Arschbacken zusammenkneifen muss und sagt, komm, den holen wir trotzdem. Das ist auch dann egal. So hält man es inzwischen auch sehr, sehr häufig so bei RB Leipzig-Epigonen. Also wer irgendwann mal sein Notabitur in der RB-Schule gemacht hat, Der ist jetzt nicht für alle Ewigkeiten verbrannt auf dem Fußballmarkt. Bei Boke ist es aber auch so, dass man sich fast ein bisschen gewundert hat, warum den nicht schon früher mal jemand weggekauft hat. Denn man kann natürlich immer sagen, das ist ein Zusammenspiel von ganz vielen Faktoren, aber unbestritten ist, dass das Diamantenauge der Perlentaucher Boke.

Möglicherweise doch sehr, sehr viel dazu beigetragen hat, dass Elversberg jetzt seit Jahren in der zweiten Liga oben mitmischt und jetzt möglicherweise sogar aufsteigt. Mich hat die Pressekonferenz etwas ratlos hinterlassen, die ich jetzt mal quergelesen habe, wo er vorgestellt wurde. Ich zitiere mal, Fleiß ist die Basis des Scoutings. Das Scouting ist die Basis der Kaderplanung. Und die Kaderplanung ist die Basis des Erfolgs. Und er hat auch gesagt, sie wollen also eigentlich darauf achten, dass sie wirklich nur gute Spieler verpflichten. Sinngemäß, ich paraphrasiere jetzt mal. Und er gilt als Diamantenauge. Und ich frage mich aber in Zeiten von einem völlig gläsernen Scouting weltweit mittlerweile. Jeder hat Zugriff auf die gleichen Daten. Und das Ganze wird noch KI-gestützt mittlerweile auch. Längst welche Spieler wo gebraucht werden. Welchen Spielraum hast du überhaupt als Diamantenauge oder als Perlentaucher noch? Irgendwelche Spieler zu entdecken, die kein anderer findet. Das ist doch längst passé. Ja, das denkt man ja immer. Alle hoffen ja trotzdem, dass sie irgendwo in der A-Jugend auf dem Land noch einen finden. Wie früher bei Donald Ford noch ein Tor, dem lustigen Taschenbuch, wo Franz Dribbelbauer entdeckt wird. Kannst du dich noch daran erinnern? Es gab mal irgendwann einen wunderbaren Fußballband von den lustigen Taschenbüchern, da wurde Franz Dribbelbauer entdeckt. Also irgendwie sowas, was man denkt. Wenn wir ehrlich sind, dann wird dieser Name, taucht in unserem Podcast genauso oft vor wie Niklas Fülkeruk oder so. Ja, stimmt. Ja, gut. Es mag sein, dass wir das schon erzählt haben. Will nur sagen, wahrscheinlich ist die Möglichkeit, dass du dann doch noch mal jemanden entdeckst, den wirklich niemand, niemand, niemand beim Sichtungsturnier auf dem Zettel hatte, eher gering. Aber vielleicht musst du dann eben auch immer den finden, der zu deiner Mannschaft passt. Das ist vielleicht das Geheimnis, dass du nicht keinen hast, der irgendwie auch mal linksfüßig einen Ball annehmen kann, sondern einen.

Der wunderbar ins System nach Elversberg passt. Aber dazu musst du erstmal ein System haben. Ich finde allerdings, diese ganzen Sätze, Fleiß ist die Bedingung für Erfolg, das sind so Ecki-Häuser-Sätze von früher.

Wenn so ein Teaser gemacht wird für Bayern gegen Dortmund, Fleiß ist die Bedingung für Erfolg. Ich stehe für mutigen und offensiven Fußball, hat er auch gesagt. Siehst du mal, wer steht nicht für mutigen und offensiven Fußball? Oh, ich stehe für ängstlichen und defensiven Fußball. Ich stehe für so ein Weicheier-Fußball, den keine Sau angucken will. Das wäre doch meine Einstiegsregel. Ja, genau. Also ich möchte mal sagen, das ist aber andererseits auch so, das sind genau die Zitate, die du dann hinterher in der WAZ oder in der Westendee oder anderen Portalen auch natürlich gerne liest. Oh, mutig, oh, offensiv, oh, riskant, das ist ja toll. Das ist doch genau unsere DNA, das ist unsere Mentalität. Also er weiß, wie es geht. Er weiß einfach, wie es geht. Aber die Frage ist natürlich auch, wenn man sagt... Man ist ein Zwerg, der auf den Schultern von Riesen steht. Dann ist so ein bisschen die Frage, wird der jetzt alles ummodeln oder wird der jetzt einmal aufräumen? Weißt du, so diese klassischen Aufräumer, die erstmal 30 Leute rausschmeißen und sagen, ab sofort wird hier aber anders gearbeitet.

Ich glaube da nicht so dran. Also wenn es Bog gelingt, mal so ein kleines bisschen die Kaderpladung zu verändern und dieses ganze Konstrukt BVB, mit dem sie ja momentan nicht so zufrieden sind, so ein bisschen zu verändern, ist glaube ich schon viel erreicht. Pass auf, wir machen jetzt gleich mal einen nicht abgesprochenen Versuch. Ich lese jetzt hier weiter und es ist wirklich, da kommen Sätze. Wir werden den Kader analysieren, was wir leisten, was wir bieten und wie wir erfolgreich sein wollen. Über allem steht der Erfolg der Mannschaft. Das ist kurz-, mittel- und langfristig zu sehen. Für alle Perspektiven sehe ich mich verantwortlich. Wir werden nicht nur die jüngsten Spieler der Welt suchen, aber das ist auch wichtig für die Marke Borussia Dortmund. Der neue Weg soll von einer gewissen Attraktivität und Offensivstil geprägt sein. Gleichzeitig brauchen wir kurzfristige Erfolge. Das klingt ja, als hätte JetGPT das gesagt. Was soll er sonst sagen? Also allein, dass du sagst, allein den Satz, ich meine, wir können ja auch sagen, dass wir kurz-, mittel- und langfristig am Erfolg unseres Podcasts arbeiten, das stimmt ja auch. Ich würde jetzt mal gerne... Ich habe keine Ahnung, ob das jetzt gut wird oder ob wir den Teil gleich rausschneiden. Wenn ich jetzt Chatschipiti mal frage, pass mal auf.

Moment. Also, ich bin Sportdirektor bei einem großen Traditionsverein geworden, der sehr erfolgreich ist, aber noch erfolgreicher werden möchte. Was soll ich der Presse erzählen, was meine Ziele sind mit dem neuen Verein, welche Sätze sollten unbedingt vorkommen? Und während du das machst, lieber Arndt, unterhalte ich mich jetzt mal mit mir selber über Dieter Hecking und sage, dass Dieter Hecking möglicherweise eine kleine Karrieredelle gerade beim VfL Wolfsburg einlegt. Sie haben nicht verloren gegen Werder Bremen, dem Lieblingsverein von Arndt Zeigler, der ein oder andere mag das schon mal gehört haben und ich bin ein bisschen traurig, weil irgendwie habe ich so gedacht, das ist so eine Erfolgsstory, aber ich glaube leider Gottes hat diese große Story schon aus Fischer geschrieben in Mainz, also der neue Trainer, der kommt und plötzlich laufen alle wieder und haben große Freude. Mainz ist sogar im Europapokal weiter. Und Mainz ist jetzt, glaube ich, auf Platz 11. Und die waren auf Platz 18. Also Urs Fischer macht das, was ich dem Kollegen Hecking, Dieter Hecking, zugetraut hätte. Schade, schade, schade, schade. Und jetzt hoffe ich mal, dass der lieber Arndt Chatschibiti befragt hat. Aber vielleicht muss er dafür erstmal einen Account eröffnen und ein Abo abschließen. Oder wieso dauert das so lange, lieber Arndt? So, pass auf. Also, ich habe ja gesagt, ich bin gerade Sportdirektor geworden. Chatschibiti antwortet also. Herzlichen Glückwunsch. Ich würde der Presse ehrlich, aber ambitioniert begegnen. Sagt zum Beispiel, wir bauen auf unsere Tradition, aber richten den Blick klar nach vorne. Mein Ziel ist, die Mannschaft nachhaltig weiterzuentwickeln, junge Talente einzubinden. Und du könntest der Presse auch sagen, dass du Tradition und Erfolg in die Zukunft führen willst. Junge Talente fördern, nachhaltigen Erfolg anstrebst und den Fans eine Mannschaft bieten willst, auf die sie stolz sein kann.

Und dann kommt, wichtig ist, dass du es dann in deine eigenen Worte packst und glaubwürdig rüberbringst. Am Ende zählt, dass die Fans und der Verein spüren, dass du es ernst meinst. Und wenn du jetzt live sprichst, bring deine persönliche Note rein, dann passt das perfekt. So nämlich, so nämlich. Nämlich, und das kurz-, mittel- und langfristig. Genau so hat er doch seine Worte gesucht, oder? Ja, exakt. Also, ich sag mal, so Chat-GPT zu fragen ist nie gut, das heißt Fahri Adem und das weiß sicherlich auch der Kollege Bok. Wahrscheinlich hat er sich so ein bisschen doch ein bisschen zurechtgelegt, das ist ja immer ein bisschen die Frage, wenn gerade die gnadenlose Ruhrgebietspresse kommt und nochmal richtig nachbohrt und löchert, dann kann das ja auch aussehen.

Thomas Doll weiß davon, ein Lied zu singen. Aber glaubst du jetzt, dass alles besser wird beim BVB? Also bedeutet, Mentalität ist plötzlich da und jetzt greifen sie die Bayern nochmal richtig an? Ja, ich muss ja ganz ehrlich sagen, als Außenstehender versteht man ja gar nicht so genau, was die Konfliktherde waren. Es wird ja zum Beispiel darüber geredet, dass man im Verein nicht ganz glücklich mit manchen Transfers war. Dann wurde aber im Nachhinein gesagt, ja, das waren aber irgendwie auch Spieler, die wollte Niko Kovac auch haben. Da kann er also Kehl recht wenig dafür. Also wir blicken da nicht hinter jede Fassade und deswegen kann man auch nicht sagen, was da jetzt alles besser wird. Akut ja sowieso nichts. Ich weiß auch nicht, ob die jetzt eine ganz andere Einkaufspolitik verfolgen. Sie werden nach wie vor das Ding haben, dass sie relativ viel Geld haben, gemessen an anderen Vereinen, aber eben nicht. Mithalten können mit den Bayern auf dem Transfermarkt. Das heißt, daran wird sich überhaupt nichts ändern, vermutlich. Das vermute ich mal auch. Ich stelle aber auch fest, dass es so eine leicht atmosphärische Änderung gibt, seitdem Aki Watzke das mit seiner Kriegsheimkehrer-Ruhrgebietsflöte, ich war mit der Kipplochereien-Gesicht, nicht mehr so einfach so weggrubeln kann. Also er ist ja immer so einer gewesen, wo man dachte, dem will man jetzt nicht noch mehr Kummer bereiten. Da kritisiert man ihn mal lieber nicht. Das ist jetzt bei dem jungen, agilen, ein bisschen glatten Carsten Kramer natürlich ein bisschen anders, Vorsitzender der Geschäftsführung. Also bin ich mal gespannt, wie so in Zukunft so die Kritik sowohl der Presse als auch der Mitglieder adressiert wird. Bin ich mal gespannt. Das ist faszinierend. Wenn du Aki Watzke weinst, kommt immer ein Wehrmachtsbezug. Im selben Satz. Na ja, du kriegst einen Kehrer. Er ist dann nicht mehr Wehrmacht, er ist Ex-Wehrmacht jetzt. Na gut, so ein Pavlovscher Reflex bei dir. Ganz, ganz interessant.

Ja, genau. So, zweite große Personalie, Lukas Kwasnjok ist weg. Das hier wird doch ja alles. Obwohl er so, so sehr geliebt werden wollte, obwohl Lukas versucht hat, schon allein wegen des Vornamens, richtig so in diese Kölsche, Brauhaus-Päffken-Gemütlichkeit reinzukommen, zack ist er weg, zack ist er weg und er wurde nicht so richtig geliebt und die Frage ist, ist das jetzt einfach zu den Umständen geschuldet oder sind es in Köln einfach nur sauer, dass es dann doch nicht die Champions League geworden ist oder hat er selber Fehler gemacht? Deine Analyse bitte. Wir sollten uns nochmal anhören, was er nach dem Derby 3 zu 3 geredet hat. Es war eine sehr bemerkenswerte Pressekonferenz, wo er sich nochmal ganz weit eine eigene Sache aus dem Fenster gelehnt hat und nochmal hat durchblicken lassen, wie wichtig es ihm wäre weiterarbeiten zu dürfen. Also da hing ihm wirklich was dran und wir hören mal, was er gesagt hat. Das Allerallerwichtigste, wenn du einen Trainer irgendwo hast in einem Verein, Das ist die Überzeugung von dem Kollegen, der vor der Mannschaft steht. Und ich kann nur sagen...

Man muss erst mal einen finden, der mehr Überzeugung in sich trägt. Und das spüre ich bei der Mannschaft. Wir sind ein Team zu 100 Prozent. Und ich habe das schon vor acht Wochen gesagt, ich werde um diesen verdammten Job hier kämpfen mit allem, was ich habe, weil ich absolute Überzeugung bin. Ich bin der richtige Mann am richtigen Ort, mit der richtigen Mannschaft, im richtigen Verein. Kein Verein in der Bundesliga ist öfter abgestiegen als der 1. FC Köln, seit 1997, 1998. Das finde ich immer super, so richtige Kampfesreden. und kurz danach siehst du ihn dann schon mit dem gewaschenen BMW vom Vereinsgelände heizen. Ach, das ist auch immer bitter. Manchmal denke ich auch so, dass das für so normale Arbeitnehmer auch gar nicht so richtig nachzuvollziehen ist, dass du immer nur zwei Jahre irgendwo arbeitest und dann einfach vom Hof gejagt wirst wegen Erfolglosigkeit. Wenn ich überlege, dass unser einer bei Arbeitsstellen schon total deprimiert ist, wenn im Jahresgespräch so gesagt wird, da könntest du noch ein bisschen was drauflegen und Fußballtrainer werden einfach gefeuert. Da sitzt dann so ein Geschäftsführer und sagt, oh ja, das war es nicht. Hier hast du deine Abfindung und mach einen Abgang. Das ist schon ganz schön bitter. Schön ist auch, dass der Geschäftsführer vom FC hinterher noch sagen musste, ich habe noch nicht mit dem Assistenztrainer geredet, sondern es war irgendwie der Fitnesscoach oder so ein Ernährungsberater, der hat die gleiche Frisur.

Also beim FC passieren immer Dinge, die passieren nirgendwo sonst. Überall sonst wird das einigermaßen professionell gehandhabt. Beim FC hast du immer das Gefühl, immer Seifenoper, immer Seifenoper. In den letzten Wochen beschäftige ich mich sehr mit dem Thema Negativserien, auch aus eigener Berührung hier in Bremen. Und ich finde interessant, dass man bei Lukas Kwasnjok gesagt hat, ja, der hat aber jetzt im letzten halben Jahr nur zwei Spiele gewonnen und so weiter. Wo ich dann aber sagen würde als Gegenrede, ey, wenn die aber im halben Jahr als Neuling nur zwei Spiele gewinnen und trotzdem sind sie über dem Strich und haben sogar noch einen gewissen Abstand auf die direkten Abstiegsplätze, dann muss das, was er davor gemacht hat, ja richtig gut gewesen sein. Sonst wären sie ja jetzt schon abgeschlagen. und es wird in meinen Augen zu wenig darauf geachtet, dass Serien einfach dazugehören und ich habe jetzt mal nochmal geguckt, es haben in der Bundesliga alle Vereine ab Freiburg abwärts haben irgendwann mal eine Negativ-Serie gehabt. Bei Freiburg waren es fünf Spiele, beim HSV waren es mal sechs, bei Mainz waren es mal zwölf, bei Werder waren es 13, bei St. Pauli 10. Wolfsburg hat jetzt 10, Heidenheim hat 14. Du reagierst aber sehr unterschiedlich drauf. Manche haben dann ihren Trainer entlassen und einige auch großen Erfolg gehabt, wie Mainz zum Beispiel oder auch Augsburg. Wo es völlig verpufft ist, ist Wolfsburg, die schon zweimal den Trainer entlassen haben und wo beides überhaupt ohne Effekt geblieben ist.

Dann haben aber manche Vereine den Trainer eben auch nicht entlassen. Und man fragt sich auch, ist das nicht vielleicht bei Union Berlin oder bei St. Pauli auch der Grund, weshalb es einigermaßen, also bei St. Pauli weiß man nicht, wie die Saison ausläuft, aber ich würde mal sagen ... Sie würden mit dem Trainerwechsel auch nicht deutlich besser dastehen als jetzt mit Alexander Blessin.

Der HSV hat seinen Trainer nicht entlassen, spielt auch für eine aufsteigernde, stabile Saison. Also es kann beides richtig, beides falsch sein. Aber ich glaube eben Aktionismus und aus deinem Verein so einen Chaosverein zu deichseln, der wirklich jetzt permanent Trainer entlässt, das ist nie gut. Aber ich glaube, es gibt den feuchten Traum von Funktionären, dass es wirklich einfach nur am Trainer gelegen hat. Das hast du ja bei Urs Fischer, wo alle Leute denken, warum haben sie den nicht schon vorher geholt und der passt so super nach Mainz und diese Siegeserie, das ist doch mal wieder der Beleg dafür, dass man einfach dann nochmal auf neue Besen setzen kann. Aber es funktioniert halt vielerorts nicht. Ich bin jetzt nicht so, weil du jetzt schon über Dieter Hecking auch so den Stab gebrochen hast, nicht so sicher, ob das nicht doch noch was wird. Möglicherweise kommen sie dann doch nochmal aus der Kiste raus, aber gleichzeitig stellt man schon mal fest, also dieser sofort Hallo-Wach-Effekt, der tritt ja wirklich selten ein und guck dir mal deine Tune an, ne? Also nach zwei oder drei Spielen bei Werder hätten wahrscheinlich auch schon wieder ein paar Hitzköpfe und die Deichstube gesagt, der muss auch weg, da kommt, da passiert ja auch nichts mehr. Und das ist natürlich kurzfristig und es ist kurzatmig, aber ich glaube auch, man kann ja nicht denken, dass in der Presse oder bei Leuten wie uns oder beim normalen Volk jetzt so wahnsinnig viel Analyse unterwegs ist. Ich meine, wir gucken uns das an und denken, ja, warum lässt er den ja nicht spielen? Der hat doch gut trainiert. Aber dass wir jetzt uns in der Exegese 150 Stunden damit beschäftigt hätten, irgendwie wie eine Mannschaft nur funktionieren könnte, so ist es ja auch nicht. So ist es ja auch nicht. Nee, ich wollte auch nicht den Stab über Hacking brechen. nicht. Doch. Es ist nur halb bislang. Nein, nein. Sie haben Simonus entlassen, sie haben Bauer entlassen und jetzt ist Hacking down. Es hat einfach nichts Positives bewirkt und zwar unabhängig davon, ob es jetzt Hacking ist oder seine Vorgänger.

Und man muss dann natürlich fragen, wenn es wirklich, wenn eine so teure Mannschaft, ich komme wieder gerne auf den Marktwert zurück, so underperformed und so abkackt in der Liga, muss man sich natürlich fragen, ob es dann wirklich an dem einen Trainer liegen kann und ob man dann wirklich schwuppdiwupp irgendwas besser macht, wenn man den entlässt. Ich war ja in Wolfsburg am Wochenende. Es war ja das Schicksalsspiel meines Vereins. Ja, how was it? Wie war es denn? Ich muss ganz ehrlich ich sagen, ich war wirklich.

Ein bisschen erschüttert, wie die Atmosphäre da war. Weil es war ja so, wie gesagt, beim letzten Heimspiel haben die Wolfsburger Fans, haben wir auch schon mal gesprochen, angekündigt, wir unterstützen die nicht mehr. Dann haben sie wohl vor dem Spiel gemerkt, naja, aber wir haben ja wieder ein Heimspiel, irgendwas müssen wir ja machen. Dann haben sie ein Transparent, ein über die ganze Kurve gehendes Transparent angefertigt, nicht für irgendwelche Spieler, wir singen nur für unseren Verein. Was ja durch die Blume heißt, ey, ihr Spieler seid uns völlig egal. Es spielt keine Rolle, wer da auf dem Rasen steht, ihr seid uns Wumpe. Das ist natürlich für so ein Schicksalsspiel keine so gute Startvoraussetzung. Dann hast du als 17. ein Spiel gegen den 15. Also ein richtiges... Ein richtiges, dickes, dickes Spiel, mit dem du ganz viel gerade ziehen kannst. Das Stadion war zwar als ausverkauft gemeldet, war aber gefühlt zum Drittel leer. Also wie man das aus Wolfsburg aus dem Fernsehen auch oft sieht, dass da wirklich unfassbar viele Plätze frei sind. Es war eine Null-Atmosphäre und es war vor allem eine Mannschaft, wo du das Gefühl hast, ey, da sind so viele Spieler da, die haben Spieler für 20 Millionen gekauft, die sind nicht mehr im Kader. Die haben eine so teure Mannschaft zusammengeklaubt und da war überhaupt nichts zu sehen. Also die haben zwei, drei Torchancen gehabt, ja, da hat Werder auch Glück gehabt, aber das war überhaupt keine Mannschaft, die jetzt auf Biegen und Brechen in der Liga bleiben will, sondern du sahst das, was ich ganz oft bei Wolfsburg auch als Kirchenpsychologe beobachte, du hast das Gefühl, vielen Spielern ist der Verein echt egal, die spielen da für ihr Geld, die laufen da ein bisschen rum.

Eriksen hat sich Mühe gegeben, war so der beste Spieler in den Reihen der Wolfsburger, aber ansonsten war das teilweise echt eine komplette Nullleistung und zwar nicht nur jetzt rein sportlich, sondern auch so in Sachen Körpersprache, Haltung und so weiter. Da hast du nichts gesehen von Abstiegskampf. Die Fans haben ihre Unterstützung mehr oder weniger halb entsagt und das Stadion war halb leer. Und das war wirklich, wo du dachtest, warum wollen die überhaupt in der Bundesliga bleiben, wenn dir das so wenig interessiert, was da passiert? Ich würde, was da in Wolfsburg passiert, mal als Ermüdungsbruch beschreiben. Also ich glaube, dass auch die ganzen letzten Jahre, in denen es schon immer hieß, oh, die Mannschaft hat einen viel zu hohen Marktwert für das, was sie da leistet und immer wieder wird teuer eingekauft, dann kommt wieder ein neuer Wundertrainer, ein neuer Wundersportdirektor, der das jetzt alles richten soll und den Kader begradigen soll. Und dann gibt es nochmal 30 Millionen mehr und dann guckst du auf das Transferminus und so weiter. Und dann stellst du eben fest, dass es seit vielen, vielen Jahren eigentlich keine Mannschaft mehr in Wolfsburg gibt, mit der sich das Publikum auch so richtig identifizieren kann. Ich finde es auch ein bisschen problematisch, wenn du quasi als Fankopf schon vorher sagst, also für euch.

Jubeln wir nicht. Ich würde in der Gedichtinterpretation nicht so weit gehen, dass ich sage, denen ist alles egal, aber zumindest so diese Distanzierungsbemühungen von der eigenen Mannschaft, das macht das alles ja auch so ein kleines bisschen lächerlich, indem man sagt, pass mal auf Leute, wir jubeln zwar, aber nicht für euch. Also bezieht das nicht auf euch. Denkt nicht, dass wir euch mögen. Und das finde ich macht gerade im Abschließkampf, wo du dich ja irgendwie unterhaken musst, wo du irgendwie sagen musst, komm Dieter Hecking und die Fans und die ganze Stadt, meinetwegen auch noch der VW-Vorstand, wir geben jetzt alle mal zusammen Gast. Stattdessen hast du das Gefühl, Totale Agonie, das sah man ja schon in den vergangenen Wochen, bevor Dieter Hecking installiert wurde, wie dann irgendwie die Ultras dann noch irgendwie versucht haben, so ein bisschen Feuer reinzubringen und dann standen die da auch alle so, als ob wir sie unter Beruhigungsmittel gesetzt hätten. Was für uns, muss man auch mal sagen, in Köln leider Gottes genauso war. Da hast du da einen wild gewordenen Purgs gehabt, der mit einem Megafon vor den Spielern stand in Köln und denen in brachialer Lautstärke so Drill-Instructor-Klamotten irgendwie ins Ohr gebrüllt hat.

Und die Spieler dachten auch, ey, in was für einer Kirmesveranstaltung bin ich denn hier? Also ich finde, im Abschließkampf passieren viel zu viele richtig peinliche Dinge. Und das ist leider Gottes dann auch kein großer Unterschied, ob das dann Köln oder Wolfsburg ist. Wir müssen noch reden über die Vorkommnisse vorm Stadion in Wolfsburg, wo es schwierig ist, ganz genau zu ergründen, was nun genau passiert ist. Es gibt aber auch einen großen, sehr guten Artikel bei Elf Freunde darüber, also es gab keine Ultras von Werder im Stadion, weil die bei der Kontrolle ihrer Ansicht nach unverhältnismäßig angegangen worden sind. Die Polizisten und Ordnungskräfte sagen, die haben sofort aggressiv reagiert, deswegen du weißt überhaupt nicht, wem du jetzt glauben sollst, weil wahrscheinlich gab es da so das absolute hundertprozentige perfekte Wohlverhalten auf beiden Seiten, nicht?

Und dann ist aber auch interessant, dann fällt so in Gesprächen mit aktiven Fans und so und mit Fanvertretern fällt dann immer wieder so der Begriff oder die Anmerkung.

Naja, also zwischen Wolfsburg und Werder gibt es eigentlich keine Rivalität und dann fällt zwei Sätze später die Anmerkung, eigentlich hat Wolfsburg mit überhaupt niemandem irgendeine Rivalität, was die Fans angeht. Und das ist ja auch wieder so ein Egalpunkt, dass du irgendwie denkst, okay, die haben so ein bisschen Rumzickerei mit Hannover und Braunschweig, wobei aber Hannover und Braunschweig sagen, nein, nur wir gegeneinander ist die richtige Rivalität, Wolfsburg ist uns egal, also du hast das Gefühl, es ist wirklich egal, es ist so ein... Luftlicher Raum da. Ja, ich habe ja meine eigene Theorie, was jetzt mal passieren müsste, um dem ganzen Verein so ein bisschen mehr Leben einzuhauen und das würde, glaube ich, Kontrollverlust für VW bedeuten, nämlich, dass man diesem Verein.

Der er ja nicht ist, ist ja nur so ein Club, ist ja quasi eine Tochter des VW-Konzerns, man müsste quasi diesem Verein mal wieder eine Chance geben zu atmen, es müsste sich mal wieder eine Art Vereinsleben entwickeln können, möglicherweise mal ein paar Dinge, die man auch selber entscheiden kann als Mitglieder und ähnliches, aber ich glaube, so weit ist der VW-Konzern dann auch gerade nicht. Die haben wahrscheinlich auch gerade andere Probleme, was Werksschließungen angeht und so weiter. Aber du hast schon ganz recht, also wenn du allen so egal bist, wenn die Braunschweiger und Hannoveraner sagen, wir machen das mal unter uns euch und mischt euch da besser mal nicht ein. Und ansonsten hast du da auch nicht so allzu viele Rivalitäten. Da musst du dir wahrscheinlich irgendwann Salzgitter aussuchen als den großen Rivalen. Dann ist das natürlich alles ein bisschen deprimierend. Ich will noch kurz nochmal zu den unschönen Szenen vor dem Stadion sagen, dass man natürlich selten Wohlverhalten auf allen Seiten hat. Das geht natürlich genauso an die Fankurven wie an die Polizei. Wir können aber einfach mal feststellen, dass sich diese Berichte und da glaube ich eben nicht an Zufall seit dieser unseligen Innenministerkonferenz im Dezember häufen. Du hast unendlich viel mehr Auseinandersetzungen, die, wie ich das beobachte, nicht allzu häufig von den Fans ausgehen. Es gibt eine deutlich härtere Gangart.

Mich würde wirklich auch mal interessieren, vielleicht könnte sich ein investigativer Journalist mal dransetzen und mal gucken, wie hoch die Mannstärke inzwischen eigentlich bei den ganzen Einsätzen in der Bundesliga ist. Das würde mich nicht überraschen, wenn das deutlich mehr Polizisten sind, die jetzt unterwegs sind. Und gerade bei so einem Spiel Werder gegen Wolfsburg, da gab es ja vorher, das hast du sicher auch mitgekriegt, noch von beiden Pressesprechern den Hinweis, dass doch bitte schön im Heimbereich man aufpassen muss, wenn man sich da als Werder-Fan zu erkennen geben muss. Wir haben ja darüber schon mal gesprochen, weil es so unschöne Erlebnisse von Werder-Fans bei Union Berlin gab. Das gab es jetzt wieder. Es gab jetzt keine Hauereien oder keine übergriffigen Ordner. Aber das ist schon, finde ich, ein Problem, wenn du das ganze Stadion quasi fast als Heimbereich labelst und dann sagst, da sitzt jetzt aber wirklich nur jemand, der mit großem Herzblut für den VW Wolfsburg ist. Davon findet man wahrscheinlich gar nicht so viele in der Stadt. Also irgendwie unwirtlich. Ich hab mich auch schlauer gemacht. Wir waren im neutralen Bereich und ich hab aber auch meine Leute bei Werder gefragt, sag mal, weißt du eigentlich, ob ich da einen Schal tragen darf? Und der Tino war dann, mach mal lieber nicht. Wir wissen das nicht so genau. Es kann sein, dass es da Probleme gibt.

Wie gesagt, ich will überhaupt nicht schönreden, dass es, wenn es Gewaltausübungen von Fans gegen Ordnungskräfte gegeben haben sollte, überhaupt nicht schönreden. Aber auf der anderen Seite war es so, dass bekannt gegeben worden ist, die Kontroverse entstand, weil illegale Gegenstände ins Stadion geschmuggelt werden sollten. Da ging es aber dem Vernehmen nach nur um eine Fahne, die eigentlich schon durch die Ordner durch war, wo dann irgendeiner hinterher der Meinung gewesen ist, nee, das sind schon zu viele Fahnen, den setzen wir jetzt mal fest an so einer Plexiglasscheibe und den halten wir fest und drücken ihn an diese Scheibe und dann haben die Fans reagiert. Also man weiß immer nicht, Huhn oder Ei, was da zuerst da war, aber es fällt auf, dass in Wolfsburg, sehr aufgeregt reagiert wird auf Fans. Also es war so, dass der Sonderzug aus Bremen von einem Polizeihubschrauber begleitet worden ist, als wenn es da um ein Hochrisikospiel geht, wo sich alle wahnsinnig auf die Fresse hauen. Dann gibt es sofort, wenn man in Wolfsburg im Zug ankommt und aus dem Bahnhof kommt, gibt es sofort Stress.

Da wirst du als jemand, der was Grün-Weißes trägt, wobei Wolfsburg ja witzigerweise auch grün-weiße Sachen trägt, wirst du sofort auch notfalls erstmal eingekesselt, um zu gucken, was passiert. Also das ist ganz unschön hochgeschaukelt in den letzten Wochen. Und du kannst als Werder-Fan nach Wolfsburg nicht mehr entspannt fahren, ohne dass da irgendwelche Sachen im Vorfeld diskutiert werden, wo man nicht genau weiß, ob es da nicht irgendwie krachen könnte. Das ist kein guter Weg. Ja und vor allem, wie albern ist das ja auch einer der Auswüchse des modernen Fußballs, dass du wegen Fahnen so einen Geschiss machst. Es gibt ja überall auch unter anderem so Fahnenpässe, also einen eigenen Ausweis dafür, dass du eine Fahne mit ins Stadion nehmen kannst, die möglicherweise ein bisschen mehr ist als diese klassischen Plastik- und Kaisersupermarkt-Fähnchen, die du möglicherweise dann einfach so schwenken kannst, weil sie bei dir auf dem Sitz liegen. Also das ist so ein Auswuchs, der mit lebendiger Fankultur überhaupt nichts mehr zu tun hat. Das finde ich auch so mega lächerlich, aber es zeigt eben auch, was Planer im modernen Fußball wollen. Also die wollen einfach, dass die Leute da mit Winkehändchen und diesen Mützen, wo oben dann irgendwie so eine Comicfigur Bugs Bunny noch die Hände zusammen klatscht. Das hätten sie am allerliebsten, wenn alle Leute da so rumsitzen. Und wenn du mal eine Fahne zu viel mitnimmst, dass das dann Anlass ist, um solche polizeilichen Maßnahmen durchzuführen. Das ist ja auch hochnotpeinlich. Es ist aber einfach auch total frustrierend, das Thema ist dir ja oder euch als Redaktion auch ganz oft begegnet.

Es steht dann hinterher immer Aussage gegen Aussage und du musst dich dann immer in diesem Dschungel zurechtfinden, was ist denn nun wirklich passiert, wer hat sich denn scheiße verhalten und es schieben immer alle auf die anderen und du weißt wirklich nie, was passiert ist und deswegen ist es auch so furchtlos, solche Diskussionen, du weißt einfach auch nie, wie sollst du argumentieren, man kann ganz klipp und klar sagen, welches Verhalten man nicht will, das kann man aber auf beiden Seiten sagen und trotzdem passiert sowas immer wieder und hinterher gibt es wieder unterschiedliche Darstellungen und du stehst wieder da und weißt nicht, es ist so hoffnungslos. Ja, es ist hoffnungslos. Womit wir bei der Nationalmannschaft wären, perfekte Taf-Überleitung.

Denn dort gab es schon wieder Aufsehen, weil Julian Nagelsmann den Kader benannt hat für diverse Spiele und Antonio Rüdiger ist dabei. Und die Deppen haben immer Ausgang. Mario Basler meldete sich dann gleich mal zu Wort und sagte, ich gebe alles zurück, mein Tränenschein und meine Berechtigung, im Doppelpass am Sonntag zu sitzen und so weiter und so fort. Weil das kann doch wohl nicht sein, dass Antonio Rüdiger wieder für die Nationalmannschaft nach diesen Ausfällen, dass der wieder berufen wird. Das ist ja wohl eine absolute Frechheit. Und dann dachte ich, es gibt immer noch mal einen dümmeren Take und Mario Barca liefert ihn jeden mal wieder. Ich sage es mal so, ich finde es auch nicht gut, was Antonio Rüdiger so in den letzten Monaten alles an unschönen Szenen hatte. Den deswegen nicht mehr für die Nationalmannschaft zu berufen, halte ich gleichzeitig für total albern. Und so ein Boulevardreflex, wie er übler nicht sein konnte. Aber ansonsten, du hast die alle jetzt so gesehen, dann wurde ein bisschen gemeckert. Warum ist bitte schön der junge Torhüter vom FC Bayern dabei? Und warum gibt es da niemanden anders? und warum ist Antonio Rüdiger dabei? Warum ist die Mannschaft nicht noch ein bisschen anders zusammengesetzt? Was war denn so dein erster Reflex, als du auf diesen Kader geschaut hast?

Na jetzt zu Rüdiger noch mal ganz kurz. Ich finde Rüdigers eigene Ausführungen etwas merkwürdig, weil der ja eingeräumt hat, ja, da war ich ein bisschen drüber in der Szene, es sah nicht gut aus und gleichzeitig hat er aber gesagt, nee, aber das war nun auch völlig lächerlich, dass es da so eine Aufregung gab und ich spiele nun mal so. Also ich glaube, er ist sich selbst nicht so ganz klar, wie er das für sich labelt, was er da macht auf dem Platz und ich glaube, er weiß, dass er ... Sehr grenzwertig rüberkommt, oft, aber auf der anderen Seite will er sich da auch nicht so richtig an die Diskussion stellen. Ja, ich glaube, das ist so eine Neuköllner Haltung, guck dich mal an, ne? Also so eine ganz klassische Nummer, dass du erstmal nicht zugibst irgendwie, dass du möglicherweise selber auch mal einen Fehler gemacht hast. Finde ich jetzt auch nicht so wahnsinnig souverän. Gleichzeitig finde ich aber auch, dass du jetzt sagst, der, der darf nicht mehr mitspielen, zumal du jetzt ja auch eine Mannschaft brauchst, die sich irgendwie so ein kleines bisschen wenigstens eingroovt auf die WM. Da kannst du jetzt ja nicht in den letzten Spielen sagen, den lässt du mal weg. Bloß weil, wie gesagt, diese Szenen im Verein nicht so nett waren. Wie gesagt, trotz allem, er kann natürlich da auch ein bisschen selbstkritischer mit diesen Sachen umgehen. Das sehe ich schon genauso. Aber ansonsten, auf der Torhüterposition, wo bleibt Stefan Ortega? Und stattdessen so ein Jungspund vom FC Bayern, der nie spielt. Was ist das? Ja, aber auch Mio Backhaus, wenn ich das mal so sagen darf, bringt mittlerweile Leistungen, dass man ihn auch ins Gespräch bringen könnte. Bei Mio Backhaus ist es interessant, dass er noch nicht weiß, ob er für Japan oder für Deutschland spielen soll. Weil er könnte von den Vorfahren her auch für Japan spielen.

Und jetzt sagen schon manche Leute, ja, wenn der mal irgendwie in die Premier League geht oder so, die haben ja ein ganz großes Interesse am japanischen Markt. Dann wäre es interessanter, wenn er für Japan spielen würde. Jetzt spielen solche Faktoren da schon rein bei der Entscheidung für einen Verband. Und der Typ ist Anfang 20, spielt wirklich eine großartige Saison und sagt jetzt auch, ich weiß auch nicht, was ich machen soll, weil es ist irgendwie alles falsch, was ich mache. Egal, wie ich mich entscheide. Das ist, glaube ich, nicht aufzulösen. Das ist nicht aufzulösen, weil du natürlich für alles gute Argumente hast. Das große Problem ist, dass du in einer Fußballnation, wie es Deutschland nun einmal ist, Immer das große Problem ist, dass dir natürlich niemand garantieren kann, dass du in die Nationalmannschaft eingeladen wirst. Und du kannst jetzt ja auch nicht so massenhaft Leute einladen, die dir einmal spielen lässt und haben sich festgespielt. So funktioniert es ja auch nicht. Hat natürlich auch viel mit Identität zu tun. Wir haben gerade bei Elffreunde eine große Geschichte drüber gemacht, der Kollege Max Dinkelacker, die aber eine Geschichte auch meiner Meinung nach noch nicht ganz herausgearbeitet hat. Nämlich das ist die Frage, wie viel eigentlich allgemeine Identifikation mit Deutschland da eine Rolle spielt. Also ich würde immer denken, wenn ich... Muss mich jetzt natürlich reinversetzen, weil ich ein alter, weißer Mann bin, aus Westenland, aus dem Freien Westen, um das nochmal zu erwähnen. Ist es natürlich für mich ein bisschen so, ich kann mir vorstellen, dass wenn ich ein migrantischer, junger Spieler bin, der die Möglichkeit hat, entweder für Deutschland oder für die Slowakei oder für Kroatien oder für Serbien zu spielen. Und ich habe das Gefühl, dass ich hierzu gar nicht so richtig gewollt bin. Und ich habe vor allen Dingen dieses Beispiel, dass natürlich auch ein komplexes ist, wie Mesut Özil, wo dann natürlich Özil nach 2018 sofort der Sündenbock für alles war. und man sich so ein bisschen fragt, habe ich da drauf Bock?

Wenn es gut läuft, bin ich das Integrationsbeispiel Nummer eins und wenn es schlecht läuft, bin ich einfach nur der Ausländer, der dem Deutschen den Startplatz wegnimmt in der deutschen Nationalhilfe. Also ich denke schon, dass solche Gedanken zumindest so im Hintergrund auch immer eine kleine Rolle spielen. Du hast mich nach meinen Gedanken gefragt. Ich finde interessant, dass jetzt, glaube ich, sechs Stuttgarter dabei sind nach den Nachnominierungen. Finde ich auch völlig gerechtfertigt, weil man muss ganz ehrlich sagen, ich finde, dass im Moment der Vorfeld Stuttgart mit den schönsten Fußballern der Bundesliga spielt. Also wenn du irgendein Spektakel sehen willst mit tollem Offensivfußball und tollen Spielern, dann musst du bei Stuttgart zugucken. da wirst du gut bedient mittlerweile, dass du bei UNDAF überhaupt darüber diskutierst, ob der mitfahren soll oder nicht, finde ich völlig absurd. Wie angepisst er ist, wie angepisst er war, als er zunächst irgendwie dachte, er spielt jetzt gar keine Rolle mehr, fand ich irgendwie auch ganz gut. An UNDAF mag ich ja, früher hat man gesagt, keine Haare am Sack, aber im Puff drängeln, so ein Typ ist das.

Der ist einfach einer, der auch, ich weiß gar nicht, ob der so vor Selbstbewusstsein strotzt, aber der ist so einer, der lässt sich nichts gefallen. Du hast ja auch so andere, so liebe Typen, die dann, ach, da muss der Bundestrainer selber mal schauen und ich respektiere natürlich seine Auswahl und seine Argumente. Nee, Dennis Undorf ist sauer und man sieht es ihm an und er rempelt auch im Kabinengang hin und her. Also das ist ein richtig geiler Typ. Und was mir bei dem Kader noch für ein Gedanke gekommen ist, ist auch Wenn die Spieler alle an ihrem oberen Leistungslevel spielen, dann haben wir eine richtig gute Nationalmannschaft. Wenn wiederum Spieler schwächeln, auf die wir angewiesen sind, dann kann es eine ganz schwierige WM werden. Aber wenn du dir anguckst, wem wir da vorne alles stehen haben. Wir haben also einen Wirz, wir haben Havertz, wir haben Gnabry. Das sind alles schon mal nicht so schlechte Leute. Wir haben sowieso traditionsgemäß einen guten Torwart. Und in der Abwehr haben wir Leute wie Schlotterbeck. Und wenn er eben mal richtig Fußball spielt, Rüdiger und Kimmich usw. Das ist eine gute Nationalmannschaft. Jonathan Tay, nicht zu vergessen. Das ist eine gute Nationalmannschaft. auch mit jungen Leuten, die nachgekommen sind.

Interessant finde ich übrigens, als ich über die Torhüter nachgedacht habe, der Nübel ist ja dabei. Der Nübel. Der Nübel. Der Nübel, der ja immer noch geliehen ist. Der seit 15 Jahren geliehen ist von den Bayern an den VfL Stuttgart und eine komische Karriere hat irgendwie, weil er ist ja in Stuttgart eine ganz feste Größe, jetzt Nationalspieler und bei Bayern hat er ja noch nie eine Rolle gespielt und ist da aber immer noch unter Vertrag. Der Nübel. Ich glaube, er verdient wahnsinnig viel Geld, was möglicherweise weiteren Karriereschritten ein bisschen im Wege steht. Gleichzeitig kann man aber auch mal darauf hinweisen, dass der FC Bayern, glaube ich, dafür, dass er eine so unfassbare Saison spielt, möglicherweise sogar ein bisschen unterreparantiert ist. Ich möchte übrigens, nachdem du jetzt den Kader so sehr gelobt hast, einmal kurz Joshua, Joshua, Jocki Kimmich zitieren, der gesagt hat, wir haben einen sehr guten Kader, aber wir haben nicht den besten Kader der Welt. Hat natürlich auch niemand behauptet, aber ich glaube, es geht mehreren Spielern gerade so ein kleines bisschen darum, die Erwartungen zu dämpfen. Denn ich habe auch schon ein bisschen das Gefühl, einerseits sind die Leute angepisst von der Nationalmannschaft, von der WM, von USA, Mexiko und so weiter und so fort. Gleichzeitig denken die aber auch, also wenn sie sich jetzt mal anstrengen, dann geht es jetzt nicht nur über die Vorrunde, sondern ist Halbfinale und Finale ja auch mal Pflicht. Und ich glaube, soweit ist die deutsche Mannschaft nicht.

Trotz deines Lobes. Wer übrigens ein guter Fußballer ist, ist David Raume. Aber ich habe heute in der Sportbild ein Bild von ihm gesehen, wo man so fast alle Tätowierungen sieht, die er hat. An beiden Beinen und beiden Armen. Und das sieht aus, als hätte man ihn in einem Raum festgebunden und hätte 20 Zehnjährige mit verbundenen Augen auf ihn losgelassen, mit einem Edding in der Hand und hätten gesagt, ihr dürft ihn jetzt bemalen. So sehen die Beine und die Arme aus. Wie so ein Notizblock, ne? Wie so ein Notizblock. Dann denkst du irgendwie, Junge, guck doch einmal in den Spiegel so.

Ein bisschen gibt es doch diesen Comic, wo der eine auf dem Rockertreffen dem anderen Harley-Davidson tätowiert. Und hinten kommt einer und zischelt zu. Nicht mit weh! Nicht mit weh! Harry Davidson. Na gut, bei dem Witz muss er dabei gewesen sein. Wollte nur sagen, die Tattoos sind sehr, sehr häufig, sehr, sehr häufig richtig räudig und bei David Raum, der ist, du hast das Gefühl, wie so ein Tattoo-Azubi, ne? Nee, mach nochmal.

Da passt auch noch was hin. Da kannst du noch einen Kringel machen. Irgendwie. Ja, und dann noch eine Knasträne und dann Camping-Tisch auf der anderen Seite. Und die SS-Rigma-Rigmas und noch was, auch nochmal eine nackte Frau und so weiter. Ey, ganz schön finde ich auch diese Hals-Tattoos, die wirklich bis unter die Kante kommen, ne? Oder hier Marco Richter, so diese Flügel hinten auf dem Nacken. Schlimm, schlimm. Ey, Flügel auf dem Nacken sind natürlich schlimm. Natürlich machst du dich bei manchen Mallorca-Auswanderern übers Arschgeweih lustig, aber ey, bei David Raubner, zack, bis hoch zur Halskrause. Ich meine, wenn der in meinem Alter irgendwie dann auch mal ein bisschen aus der Fassung gerät und dann noch so ein dickes Doppelkinn hat, dann muss er wahrscheinlich das Doppelkinn auch nochmal tätowieren. Ahnung, was er da macht. Wahrscheinlich so ein Hängebauchschwein noch hin. Schön ist aber auch, dass die ja alle ein bisschen auffassen müssen. Ich habe ein Interview mit Mats Hummels gelesen und der hat gesagt, er hätte ja wirklich nach der Karriere es erstmal richtig schleifen lassen. Und hat er dann wohl schon so eine richtige Pocke und dann hat er jetzt wieder was getan. Und jetzt tut er ein bisschen was. Achso, hast du das gesehen, die große Magenta-TV-Vorstellungs-Arie? Nein. Mit Laura von Tocher und Jürgen Klopp und Thomas Müller und Wolfgipfus und Hügelich Fuß und so weiter? Ja, also ich möchte mal sagen, nix gegen die Kollegen. Aber diese Werbeveranstaltung und nicht ein einziges kritisches Wort. Alles leuchtet. Was wird das die geilste WM aller Zeiten? Und kein Wort darüber, dass das gerade zu so einer dicken, fetten Autokratie umgewandelt wird, dass in Mexiko sich die Gangs gegenseitig bekämpfen. Nix, kein einziges Wort. Es wird einfach nur alles geil. Es wird einfach alles geil. Wir wissen ja übrigens seit letzter Woche, dass du auch hinfahren wirst oder hinfliegen wirst. Hast du eigentlich ein mulmiges Gefühl? Nein.

Ich hab noch, das kann ich noch sagen, ich hab noch einen Termin im Konsulat. Und jetzt frage ich mich so ein bisschen, in Frankfurt? Nee, in der Clay Allee, glaube ich, in Berlin. Das ist übrigens total lustig. Wir haben ja früher mal ein Videoformat gehabt bei Elf Freunde. Und das Schöne war, da hatten wir immer so einen großen Tisch, so eine Art Taktiktisch. Und wir wollten mit dem Taktiktisch in die US-Botschaft rein. Und damals war ein XY Murphy, so ein Freund von Obama, der ihm so Millionen gespendet hatte, war damals Botschafter. Und mit dem haben wir das zusammen gemacht. Und da standen da so zwei dicke amerikanische Soldaten mit Maschinengewehren im Anschlag Vielen Dank. Und sagten, ja, dieser komische Taktiktisch, der muss auf jeden Fall, auf jeden Fall durch die Elektronikschranke. Aber der passte einfach durch diese scheiß Elektronikschranke nicht durch. Und dann kam irgendwann mit großem Handstreich der Botschafter einfach und riss eine Tür auf und sagte, schieb mal hier rein. Und irgendwie haben wir uns dann schön vorgestellt, wie das wäre, wenn sich unser Tontechniker damals radikalisiert hätte. Und einfach mal so vier Kilo Plastiksprengstoff einfach unter den Taktiktisch drunter geklemmt hätte und irgendwie mit Aluakbar weggerannt wäre. Aber es war dann eine ganz tolle Aufzeichnung, zumal der Botschafter, was ganz lustig war, der musste dann auch mal die Bundesliga tippen und der hat einfach immer für alle Mannschaften getippt, wo ein Armeestandort war. Kaiserslautern, oh, K-Town, 1-0, so war das.

Naja gut, auch eine Geschichte ohne Pointe. Wir kommen mal möglicherweise jetzt doch mal zur Frage, muss man ein bisschen kritischer sein, was die USA angeht? Also ich habe keinen Schiss, aber ich kann nur sagen, so richtig, dass ich jetzt sage, das wird jetzt das beste Turnier aller Zeiten, sehe ich eigentlich nicht. Das wird ganz schön eklig teilweise. Ja, das ist ja der Punkt. Ich meine, die Playoffs sind ja auch noch gar nicht alle gespielt. Das ist ja diese Woche unter anderem noch. Du weißt zum Beispiel noch nicht, ob Italien dabei ist. Du weißt überhaupt nicht, was mit Iran passieren soll. Die werden ja im Leben nicht antreten bei der WM jetzt. Und was du auch hast, Haiti ist qualifiziert und es dürfen keine Fans aus Haiti nach Amerika, weil Trump im Handstreich erstmal diese ganzen Leute aus dem Land verbannt hat und irgendwie von der Visa-Liste gestrichen hat. Das ist natürlich eklig. Man muss auch nicht erzählen, dass die Welt da jetzt irgendwie zusammenkommt, um das große Fußballfest zu feiern, wenn er selber entscheidet, wer denn möglicherweise zu dieser Welt, die da in den USA genehm ist, überhaupt dazugehören. Uns was ganz lustig ist, was ja eine Standardübung der Leute gerade ist, jemanden nach Curaçao schicken. Jürgen Klopp war offenbar da oder die Wontorras oder so, wenn ich das richtig verstanden habe. Thomas Wittelsberger war auch schon in Curaçao. Ich glaube, es sind momentan mehr deutsche Journalisten und irgendwelche Leute, die sich da mal umgucken wollen auf Curaçao als Curaçaoaner selber. Also das ist auch so mega langweilig, finde ich. Oh, da wollen wir uns mal den deutschen Gruppengegner vorstellen lassen. Und dann hast du dann einen Platz, den die FIFA noch gebaut hat und alle grinsen und dann geht's wieder weg von der Insel.

Ja, weiß der Geier. Ja, ja, ja, absolut. Weiß der Geier oder weiß er nicht. Ganz egal, ich liebe dich, lieber Arndt. Die Frage ist jetzt noch, Entschuldigung, wie machen wir weiter? Ich hab Faden verloren. Ich würde gerne, ehe jetzt manche Leute wieder mit Magendurchbrüchen zuhause sitzen, nicht über ein VR reden, aber über ein Thema aus der dritten Liga an diesem Wochenende. Jaaa! Und zwar gab's das Spiel Mannheim gegen Aue. Für Aue ging's um alles. Sagen wir es, wie es ist, Terence Boyd hat kurz vor Schluss den Ball an die Latte geschossen und der Schiedsrichter hat gesagt, war Tor. Also der Ball ist eigentlich wirklich sowas von eher vor die Linie geprallt. Das sind jetzt viele interessante Ebenen. Also zum einen ist es so, der sehr bedauernswerte junge Schiedsrichter stand natürlich mega im Feuer, unter anderem von Austrainer Christoph Dabrowski, der sich jetzt vor dem DFB verantworten muss, weil er ein paar kritische Worte gesagt hat.

Dann hat er aber interessanter, und das fand ich interessant, Alex Feuerherd, es tut mir ja leid, dass der immer hier abkriegt, Grüße Alex, Alex hat über den Schiedsrichter gesagt, ja, also er hat das Tor natürlich, das hat er schlecht gesehen, aber von der Torentscheidung mal abgesehen, hat er eine gute Leistung gebracht. Wo ich dann denke, ey, das war ein Tor, das kann den Abstiegskampf entscheiden. Das hat ein Spiel entschieden in der 90. Minute, der sieht einen Lattenschuss und gibt Tor. Alex sagt dann, ja, war trotzdem ganz gut. Also bis auf die Szene war er ganz gut. Geiler Typ. Auch ein schwieriger Umgang. Hast du die Szene gesehen? Also es war so bizarr. Ja, ich habe es gesehen und man sieht eindeutig, der Ball ist nicht im Tor. Aber es ist natürlich dann auch großartig, wenn du dann den Jubel trotzdem hast. Und irgendwie würde ich mich, glaube ich, auch als Schiedsrichter davon anstecken lassen. Oh, die jubeln ja, dann wird das wohl ein Tor gewesen sein. So, pass auf, jetzt kommt ja aber der interessante Spin. Jetzt sagen bestimmt wieder Leute, ja, sonst seid ihr doch immer so gegen VAR. Aber da wünscht ihr euch jetzt ein VAR oder was? Nein, da wünsche ich mir eine Torlinientechnologie. Die hätte ja auch alles gelöst. Und selbst wenn es die nicht gäbe, ist mir so ein Fehler immer noch tausendmal lieber als irgendwelche ständigen VRR-Diskussionen sonst. Also können wir uns diesmal auch schenken. So nämlich.

Auch dritte Liga, sehr viel schöner ohne VR. Gut, dass wir darüber geredet haben. Nein, ich bin ja auch möglicherweise, wenn Arminia jetzt nächstes Jahr wieder dritte Liga spielt, bin ich eigentlich auch ganz froh, dass du nicht wieder auf irgendwelchen Ergebnisdiensten liest, 1 zu 0 für Arminia und dann springt die Anzeige wieder zurück, was ja das absolut perverseste ist. Du bist schon auf dem Sofa halbnackt und jubelst und umarmst alle und hast ein Bier geköpft und sitzt da irgendwie mit Sektkelch und dann zack, ja, der viele Schiedsrichter hat nochmal drauf geguckt und da war dann nochmal ein Sack Haar über der kalibrierten Linie.

Hast du diese wundervolle Mail gelesen, wo es um Dödel-Content geht und um Frimpong und um unser Frimpong-Dschingel und um den Mann, der in der Umkleidekabine laut ist? Haben wir das zum Vorlesen? Ein guter Hinweis, mein Lieber, denn jetzt, wir sehen eine leuchtende Showtreppe und wir sehen erwartungsvolle Blicke im Publikum. Wir sehen zwei doch sehr, sehr erwartungsfrohe Hostel und wir sehen vor allen Dingen einen, der mit seinem Glitzerpaillettenanzug oben an der Showtreppe steht und schon unruhig tänzelt, wie ein nervöses Rennpferd. Und hier ist er, der junge Mann, der möglicherweise jetzt noch einen riesigen Sack auf dem Rücken trägt, nämlich mit den Laserbriefen. Hallo, grüß euch. Ja, da ist er ja. Ja, aber der Leserbrief hat er nicht dabei. Er hat eben schon, das konnten leider unsere Hörer und unsere Leser nicht sehen, er hat eben schon so bedauernd, bedauernd mit den Achseln gezuckt. Aggressiv mit den Achseln gezuckt hast du. Also ich versuche das mal wirklich ganz knapp wiederzugeben mit meinen Worten. Es war einer unserer Leser, der diesen Jingle so liebt. Er hat dann irgendwann, ich glaube, er war in irgendeiner Umkleidekabine und dann hat er seine Kopfhörer abgesetzt. Halbnackt. Ja, halbnackt. Dadurch klang das Jingle, hörte man laut durch die Umkleidekabine Und dann hat ein für ihn nicht einsehbarer Mensch aus einem Flur gerufen, Albanien. Und dann hat er nicht gewusst, wie er antworten soll, dann hat Dödel zurückgerufen. Und dann fiel ihm erst ein, dass das komisch aussieht, wenn man Dödel durch eine Unkletterkabine ruft und selbst keine Hose anhat.

Das war so die Story im groben Zügen. Ich habe in dieser Story erst begriffen, was Albanien inzwischen für eine Funktion hat. Da geht es wieder darum, dass man weiß, wo Albanien liegt. Und dann gilt es auch nicht unbedingt als Hinweis, dass man sich freut, dass die bei der Euro24 eine große Rolle gespielt haben. Sondern wenn man Albanien sagt, das ist wie so ein Moin-Moin-Willkommensgruß, glaube ich, an alle, dass man sich wiedererkennt. Das ist genauso. Ich habe es ja sehr, sehr gerne, wenn ich irgendjemanden sehe, der elf Freunde liest, irgendwie im Zug, dann würde ich ja am liebsten auch einfach nochmal von hinten auf die Schulter klopfen und sagen, Supermagazin. Und genauso ist es, wenn mir einer halb besoffen um zwei Uhr nachts noch Albanien durch den Hauptbahnhof entgegenschreit, dann freue ich mich. Aber sag mal, du hast das doch bestimmt auch bei Auftritten, dass manchmal an irgendwelchen Stellen, wo du nicht damit rechnest, im Publikum irgendeiner Albanien ruft. Oder ich weiß da nie, wie ich reagieren soll, weil ich immer nicht weiß, wie viele andere Leute jetzt gerade völlig innerlich zusammenbrechen, weil sie nicht verstehen, was hier passiert. Ja, aber wir hatten das in Heidelberg und in Freiburg, da brüllten jeweils Albanien-Leute rein. Es gibt natürlich immer, sagen wir mal, 70 Prozent der Leute, die dann sagen, was ist das denn, was ist das denn, was ist das denn, was ist das denn. Aber die 30 Prozent, die freuen sich dann doch und dann umarmt man sich und sagt, oh, das ist doch schön, könnt ihr euch erinnern an die tolle Euro 24. Also von daher macht das immer wieder gerne und selbst wenn wir ein bisschen panisch oder ratlos gucken, das hat nichts zu bedeuten, das hat nichts zu bedeuten. Also wir freuen uns, man kann auch auf Albanien einfach mit Dödel antworten, finde ich auch nicht schlecht. Ansonsten, Frimpong, wir quatschen hier schon wieder, du bist ja jetzt gerade, hast dir gerade die Hose weggerissen. Lass knacken. Ja.

Und dann stehe ich da und gucke drumrum und dann geht es doch noch lustig weiter. Du hörst dich wahnsinnig erkältet an. Nicht aggressiv, aber erkältet. Was ist los? Ich war erkältet und die Nebenhöhlen halten sich ganz hartnäckig. Ich werde es irgendwie nicht los. Das klingt nicht so toll. Du Armer. Du Armer. Aber nun gut. Was hast du denn mitgebracht? Mal wieder drei spannende Zuschriften. Die erste von Felix. Sehr schön, Frimbo. Überraschenderweise. Ja, oder was habt ihr erwartet? Sagen wir mal was anderes. Keine Ahnung, Kunststück oder sowas. Ja, wir haben ja noch eine Überraschung am Ende. Ja, klar. Felix schreibt uns. quasi während meiner gesamten Fußballsozialis...

Wir wissen, welches Wort du sagen möchtest. Das geht nicht mit den Nebenwürfen. Quasi während meiner gesamten, Fußballsozialisationszeit. Damals, als ich Fan geworden bin, sag ich das. Späte 90er. Ich kann das Wort nicht sagen. Fußball so zieht jetzt... Heuwegelchen. Kennt ihr das, wenn in manchen Gegenden Deutschlands die Leute ein Heuwegelchen sagen, wenn sie sich dreimal verhaspelt haben, um sich selbst zu beruhigen? Heuwegelchen. Quasi während der gesamten Zeit, in der ich mit Fußball groß geworden bin, späte 90er, beginnende 2000er Jahre, kam keine Sportschau und kein Live-Kommentar ohne den Hinweis aus, dass der Gefaulte nicht selbst zum Elfmeter antreten dürfe. Eine Fußball-Weisheit, die unhinterfragt auf mich als Heranwachsenden wie ein ehrenes Gesetz wirkte, dass es gebetsmühlenartig zu reproduzieren galt, wenn ein Strafstoß gefiffen wurde. Nun erscheint es mir so, dass dieser alte Kommentatorenreflex heute ausgestorben ist. Ich kann mich nicht daran erinnern, in den vergangenen Jahren noch einmal daran erinnert worden zu sein, dass der so eben gefaulte Spieler sich nun doch aber keinesfalls selbst den Ball zurechtlegen dürfte. So, teilt ihr meine Beobachtung? Philipp, du hast ihm geantwortet, sehr kompetent. Ja, ich habe ihn sehr kompetent beantwortet, ich will es hier nochmal paraphrasieren. Ich finde es total logisch, also früher gab es ja nur einen Elfmeter, wenn dem Stürmer von hinten die Beine weggetreten wurden oder der so richtig umgemäht wurde, dass der drei Wochen nicht wieder aufgestanden ist oder erst mal zehn Kilometer latschen musste, bevor er wieder ans Stehen gekommen ist.

Heutzutage ist es so, der Kontakt war da. Meistens stehen ja dann die gefahrten Spieler sofort wieder auf. Du hast keine Blessuren, du hast keine blauen Flecke, du hast kein durchtretenes Meniskusband, sondern du bist einfach nur mal so geschubst worden und dann kannst du natürlich selber schießen. Also ich glaube, die Regel kam irgendwie daher, dass damals die Leute, die jetzt nicht humpeln, zum Elfmeterpunkt kriechen sollten, um dann geschwächt diesen Ball ins Tor zu schießen, sondern dann doch lieber irgendwie den Kollegen den Vortritt zu lassen. Das ist jetzt anders. Und deswegen, weil nur der Kontakt schon ausreicht, deswegen darf er natürlich inzwischen auch als Gefoulter selber schießen. Klare Kante von Knallertköster, gut erklärt. Wie bei der Sendung mit der Maus. Es gab jetzt mal eine sehr schöne Sache, da war glaube ich Berti Vogts noch Nationaltrainer. Da wurde er mal genau zu diesem Thema gefragt. Und er hat aber dann ständig das Wort verwechst und hat nicht gesagt, der Gefoulte soll nicht selber schießen, sondern der Schütze soll nicht selber schießen. Und er hat gesagt, ja, ich weiß auch nicht, ob der Schütze selber schießen sollte. Und unter der Voraussetzung könnte ruhig der Schütze ruhig selber schießen. Sehr schön. gucken, ob ich den Ton noch irgendwo habe. Aber ich finde, ich finde, dass wir das jetzt sehr, sehr gut beantwortet haben, vor allem mich. In der Tat. Ja, finde ich auch.

Ich finde, dass uns in der Champions League durch diesen neuen Modus und das neue Losverfahren etwas ganz Wichtiges genommen wurde. Ich meine damit die Vorfreude auf die Auslosung, meist am Freitag nach den K.O. Spielen. Früher konnte man immer noch wild mit Kollegen diskutieren und man war immer am Hoffen, einen leichten Gegner zu erwischen. Inzwischen ist es leider so, dass man während des Spiels schon denkt, oh Mist, in meinem Fall jetzt als Bayern-Fan, nächste Runde wartet Real Madrid. Ich finde, dadurch wurde uns als Fußballfans wieder richtig was genommen. Wie seht ihr das? Ja. Stimmt. Finde ich auch. Es ist irgendwie immer blöd, wenn du so eine Auslösung hast und dann steht dann, ja, in der nächsten Runde kommen sie dann gegen den Gegner aus dem Spiel und dann aus dem. Das nimmt dem Fußball einiges, finde ich auch. Ja, ich finde auch, dass du jetzt nicht unbedingt eine Auslösung haben musst, wo dann 540 Klubdelegierte nach Genf oder Lyon oder nach Zürich oder sonst wo reisen. Das finde ich völlig okay. Aber was ich eben auch jetzt ein bisschen lahm finde, ist, wenn du so eine Art Turnierbaum hast, wo du genau weiß, was jetzt als nächstes kommt, finde ich auch völlig unnötig. Ich muss allerdings gleichzeitig sagen, es ist umso viel genommen worden durch den modernen Fußball. Das ist jetzt auch so Platz 23 von dem. Ich habe schon wieder Hass auf die Gruppenphase. Ich habe Hass auf den Videobeweis, Hass auf das komische Freischussspray, mein Hass auf die bereits feststehenden nächsten Paragraphen. Wie gesagt, Platz 23. Das liegt aber glaube ich auch daran, dass ich nie eine Mannschaft habe, mit der ich mitzitter. Gut, das war Meld 2 von 3. Und jetzt kommt noch etwas, da bin ich gespannt, ob ihr das auch so schlagfertig und genau beantworten könnt.

Bernd, schreibt, was zur Hölle geht neuerdings in den Mannschaften vor, die Torabstöße nicht in aller Ruhe lang nach vorne zu bolzen. Obwohl drei oder vier wutschnaubende Gegenspieler an der 16-Meter-Linie lauern.

Muss nun doch panisch den Ball wegdreschen, um nicht mit diesem zusammen in den Boden gestampft zu werden. Wo also liegt der Vorteil gegenüber der früheren Variante? Mir bleibt dann auch mal das Herz stehen, ehrlich gesagt, wenn ich das von meinem Verein sehe. Es ist natürlich nachvollziehbar, wenn du traumwanderisch sicher hinten raus spielst und völlig egal ist, wie viele gegnerische Spieler da auf dich zurennen und so, und du hast eine dermaßen coole Ruhe, dass du wirklich da einen super Spielaufbau starten kannst, dann ist das alles völlig legitim. Aber wenn du siehst, wie manche Mannschaften das machen und denen geht sofort die Düse, sobald sie den Ball da einmal abgespielt haben und so, und du siehst, es entsteht jedes Mal eine Stresssituation, oft fühlst du dann dazu, dass du den Ball dann am Ende doch nur wieder zum Torwart spielst, der ihn dann weit nach vorne pölt. Da denke ich immer, das hättest du auch einfacher und schneller haben können. Ich würde auch mal, was ich ja sonst sehr, sehr ungern mache hier in dem Podcast, differenzieren. Nämlich einerseits gibt es da die ersten fünf der Erstligatabelle.

Wo, glaube ich, alle das auch können, wo sie den Ball auch am Fuß haben können und sehr, sehr schnell abspielen können und auch so sich dann aus Situationen befreien können. Und ich glaube, das ist ja eigentlich Sinn und Zweck, warum das überhaupt gemacht wird, nämlich, dass man versucht, jetzt nicht diese Ballung im Mittelfeld zu haben, wo du dich dann erstmal durch drei oder vier Abwehrreihen durchkämpfen musst, sondern drei, vier so weit in die eigene Hälfte reinzuziehen, dass es dann leichter ist, nach vorne zu spielen, wenn du erstmal diese erste Reihe, diese erste Angriffsreihe überspielt hast. Aber wenn du dann so fußnahme Kreismeister hast, die in der zweiten Liga im Abstiegskampf noch denken, sie müssten jetzt irgendwie Maradona und Pelé und Beckenbauer auf einen Haufen sein, das geht natürlich immer schief. Dann hast du dann immer diese Sachen, die dann gleich im Jahresrückblick landen. Also ich finde, wenn du FC Bayern bist oder Dortmund oder möglicherweise noch, ja gut, die CSG Hoffenheim schon nicht mehr, aber die ersten beiden, dann kannst du das machen. Ansonsten lässt du das einfach und langholst nach vorne. Ich meine, das ist seit vielen, vielen Jahrhunderten, um mit der Fußballgeschichte zu klettern, ist das jetzt irgendwie die Spieleröffnung. Einfach nach vorne und dann hilft der liebe Gott. So soll es auch sein und bleiben. Ja, wir können jetzt noch nicht weitermachen, weil ich muss eben schon aufschreiben. 26. März 2026, Philipp Köster hat differenziert. So kenne ich dich ja gar nicht Ihr Lieben, wisst ihr, was jetzt nicht gleich kommt? Gleich kommt mein Impulsvortrag und ich möchte mal sagen Da werde ich richtig frech um mein kleines Wortspiel zu machen. Ui, und wir müssen auch über die Schangeliga reden. Ja, dann mach das doch vorher. Ja, erzähl doch mal. Ja, wer führt denn?

Es wurde nämlich mehrmals angemahnt, dass wir ja schon lange nicht mehr über die Schangeliga geredet haben. Und es ist richtig. Von uns? Von uns jetzt. Achso, also das ist erstaunlich, weil es wechselt so schnell. Es schien ja mal so, als hätte Tim sich vorne festgesetzt. Mittlerweile ist Tim auf Platz 1617 mit 816 Punkten. Ich bin der Zweitbeste von uns mit auf Platz 1284 und Philipp ist unter den Top 1000. Auf Platz 971. Da muss ich sagen, Serviette Senf. Unser Vorjahressieger ist fürchterlich abgestürzt. Auch steht auf Platz 1402 gerade. Serviette Senf, da frage ich mich, auf was das anspielt. Wo kommt der Name denn her? Serviette Senf. Ich verstehe jetzt auch nicht.

Wer führt denn, sag mal? Flemming Paulsen führt. Und zwar mit einem komfortablen Vorsprung von 80 Punkten ungefähr. Jetzt gucken wir uns mal Flemming Paulsens Mannschaft an, okay? Warum der so gut ist. Wen hat der denn in der Mannschaft, Flemming Paulsen? Der hat vorne Ache und Aslani. das ist nicht so schlecht, das sehe ich ein. Johannesson, Majer, Kaminski und Amiri im Mittelfeld. Raum, Kufall, Orban und Braun und im Tor Kaua Santas. Nicht schlecht. Und als Ersatztorwart Backhaus, der wahrscheinlich wenig Geld gekostet hat. Das ist natürlich eine Hammeraufstellung. Das sehe ich ein. Hat er gut gemacht. Und das Flemming-Pausen-Handitspiel, toll. So lange nach seiner aktuellen Karriere. Liebe Grüße. Passt auf, und dann haben wir ja schon immer mal gesagt, wir wollen mal die besten, die klangvollsten Namen zusammenfassen. Da sind wir auch aufgefordert worden. Ich lese die einfach mal so runter. Friedel Funkhelm, Dr. Walter Frosch, interessanterweise Lodi Romberg, ein sehr unspektakulärer Spieler bei Werder Bremen, der auch nur eine sehr kurze Karriere hatte. Und eine Legende ist dadurch, dass er jetzt in den Niederlanden offenbar ein Bordell betreibt. Der taucht zweimal auf. Einmal als Lodi Romberg und einmal als Lodi Romberg SVW. Frimpong Schätzlein haben wir auch als Spieler.

Stiftung Wadentest. Dann haben wir Zickzack Roggensack, Nilsson Schmielson, was ein Album ist des alten Songwriters Harry Nilsson. Spielvereinigung Wadenkrampf Atemnot 2, dann ein Spieler namens Weiß der Geier, Suarez sein linker Schneidezahn, FC Bierbauch Erkelenz, Renania Sprühstuhl, finde ich auch schön. Und dann haben wir noch rechtslastig schleifender Hängehoden als Teilnehmer. Das finde ich gut, das ist mein zweiter Account. Damit entlasse ich euch jetzt in den Rest der Sendung.

Oder wieder Dödel-Content. Impulsvortrag bitte jetzt. Ja, aber auch erst nach einem weiteren Jingle. Das ist ja eine total verjingelte Sendung. Vielleicht noch eine Werbung dazwischen, eine von sieben. Bitte schön. Bis euer Wahnsinn.

Da ist er, der Impulsvertrag. Ja, der Impulsvertrag. Und ich möchte mal sagen, ich rede mal mit einer Mischung zwischen Willi Milowitsch und möglicherweise, wen haben wir noch als rheinische Frohnatur? Dirk Bach. Horst Schlemmer, irgendwie sowas. Also es geht um Frechen 20, eine Gemeinde westlich von Köln im rheinischen Braunkohlerevier. Der Tagebau ist ja inzwischen erschöpft, das werden viele inzwischen wissen. Das war früher eine ganz massive Fläche und der Abbau hatte eine maximale Tiefe von 250 Metern, was ich ganz spektakulär fand. Frechen mag vielen nicht so viel sagen, aber Garzweiler und Hambach. Da gab es ja neulich nochmal die großen Hauereien. Da wird ja heute noch von RWE gebuddelt. Und noch eine touristische Anmerkung, ganz wichtig, damit wir Frechen jetzt nicht einfach nur so en passant und ein bisschen abschätzig betrachten. Bis 650 wurde der Bartmannskrug erschaffen.

Das ist so Steinzeug hier wie der Bambel von Heinz Schenk. Und der ist richtig berühmt und steht heute in Museen von Amsterdam bis London. Habt da wieder was gelernt. Also Frechen 20 wurde gegründet 1920 als Frechner-Klub für Rasenspiele und hieß dann nach einer Fusion schnell Spielvereinigung Frechen 20 wie heute. Also wirklich ein Traditionsklub. Man muss deswegen darauf hinweisen, weil der FC Ingolstadt 04 ja auch eine Jahreszahl stolz im Wappen trägt, aber erst 2004 gegründet worden ist. Also tatsächlich 1920. Frechen spielt heute in der Mittelrhein-Liga und im Kurt-Bornhof-Stadion. Das war ein örtlicher Bürgermeister. Auch genannt Stadion an den sieben Bäumen. Klassisches ist das Leichtathletikstadion mit roter Tartanbahn. Da denkt man leider weniger an prickelnde Fußballatmosphäre als daran, wie man damals nur drei Meter bei den Bundesjugendspielen gesprungen ist. Also nicht so ganz so schön. Es gab mal ganz kurz so ein kleines Wurmloch. Also diese Mannschaft ist eigentlich immer gependelt zwischen dritter Klasse, fünfter Klasse, zwischendurch auch mal die Kreisliga in den 80er, 90er Jahren. Also alles nicht so richtig nett.

Aber 1973 gab es, wie gesagt, dieses historische Wurmloch. Der hätte Frechen an der Ausstiegsrunde zur Regionalliga West teilnehmen können. Das haben sie aber nicht gemacht und stattdessen zur Amateurmeisterschaft angemeldet. Und da gab es erst einen Sieg gegen Eintracht Nordhorn, dann eine Pleite gegen den Büdelsdorfer TV. Und Arnd, du bist doch Nordlicht. Wo liegt Büdelsdorf, ist die Frage?

Nicht in meiner Nähe. Soll ich mal googeln schnell? Schleswig-Holstein. Ja, im Kreis Rendsburg-Eckernförde. Ja, ach Mann. Ich weiß es. Aber mich hier bloßstellen, na toll. Na gut, auf jeden Fall dann zwischendurch die üblichen Irrungen und Wurrungen. wahnsinnig viel Geld mit verschuldet und so weiter und so fort. Einmal auch eine Qualifikation für den DFB-Pokal 1980-81 und das ist dann lustig, da haben sie in der ersten Runde den DSC Wanner Eicke geschlagen, um dann in der zweiten Runde und dann denkst du ja immer schon, da kommt dann spätestens jetzt der Bundesligist, sind sie ausgeschieden, ausgerechnet gegen den Bünder SV. Also deprimierend und nicht allzu viele sportliche Höhepunkte, aber ich möchte mal sagen, so ein netter Stadtverein und wir können mal noch kurz drauf gucken, dass es ein paar wirklich berühmte Spieler gab, die Station in Frechen gemacht haben, unter anderem Gerd Strack vom 1. FC Köln, ihr erinnert euch, möglicherweise, oder zumindest die älteren, Arndt. Ja, Tor gegen Albanien. In der WM-Qualifikation irgendwann mal. Oder war es EM? Nee, das war eine EM-Qualifikation. Ich komme da gleich zu. Und ich glaube, Dieter Kürten hat gerufen, da ist es. Quatsch. Ich glaube, in Saarbrücken. Ja, es ist gefährliches Halbwissen. Also Gerd Strack sah ja immer ein bisschen aus wie so eine bulgarische Hammerwerferin und war auch ein richtig knüppelharter Spieler. Er hat uns nämlich zur EM 1984 geschossen, beziehungsweise geköpft gegen Albanien in Saarbrücken, glaube ich. Und es war Wolfram Esser im ZDF. Und Reh Strack Das ist es. Und da hören wir nämlich mal kurz rein. Oh ja, stimmt. Da ist es.

Strack. Da ist es. 34. Minute der zweiten Halbzeit. Außerdem, was lustig ist, Frechen 20 unter anderem auch Heimat gewesen für Rainer Kallmund und für Herbert Wiedmeier. Sagt dir der noch was, Arndt? Ja, auch DFB-Trainer. Und der erste entlassene Trainer der Bundesliga-Geschichte in Nürnberg 1963. Ja, genau. Ja, muss man sagen, es ist wirklich eine lange Zeit beim 1. FC Nürnberg gehabt. Und mir ist bei Herbert Wiedmeier aufgefallen, was das für Biografien früher waren. Nämlich Herbert Wiedmeier war später Trainer bei Nürnberg, aber er ist im Zweiten Weltkrieg zweimal als Pilot eines Kampffliegers abgeschossen worden, in britische Gefangenschaft geraten. Kam dann wieder nach Deutschland, als seine Frau bereits im Sterben lag und sein Bruder Werner, der war Nationalspieler bei Holstein Kiel, in Russland gefallen waren. Also es waren teilweise sehr tragische Biografien. Und dann gab es noch Heinz Simmet. Heinz Simmet auch vom 1. FC Köln. Ich glaube, ist ja ganz klar, dass Köln da so ein bisschen abgefischt hat, was entsprechend kicken konnte. auch so ein harter Bursche, da finde ich sehr, sehr schön, der wird in Biografien immer als kompromissloser Kämpfer beschrieben, dass er so einer, der dann gerne mal Achillessehen gelocht hat, bei den Gegnern ohne zu fragen. Was ich ein bisschen schade finde, ist, dass es die Chance vergeben wurde und damit bin ich auch schon am Ende meines Impulsvortrages, dass Frechen 20 sich als Maskottchen nicht einen kleinen Frechdachs gegönnt hätte. Das hätte ich schön gefunden. Naja, nur gut.

Gutes Beispiel. Achso, den müssen wir noch. Jetzt müssen wir aber einen noch erwähnen. Karl Lambertin, sagt dir das noch was? Ja. Der hat 2000 Spiele gemacht mit fast 2000 Toren. Das ist, glaube ich, in Köln ein totales Fußballoriginal. Und da gibt es ganz viele Geschichten. Pass auf, das Scheng-Löhring, das Scheng-Löhring, hat quasi einmal sich anerkennt geäußert. Und der Scheng-Löhring hat sich über nicht so wahnsinnig viele Leute anerkennt geäußert. Und er hat gesagt, der Karl hat alles, was ihm als Spieler geschenkt worden ist, zurückgezahlt. Solche Kerle braucht der Fußball. Also der war wie Scheng-Löhring bei Fortuna Köln, war Karl Lambertin alles, alles bei Frechen 20. Insofern schaut mal gerne vorbei im Stadion an den 7 oder 17 oder 23 Bäumen. Es lohnt sich sicher, auch wenn ihr jetzt nicht hochklassigen Fußball geboten bekommt, dann doch jede Menge lebendige Fußballgeschichte. Und ich bin ja so gespannt, wen ich jetzt nicht so gut bekomme.

Das Rad bleibt stehen bei TUS Koblenz. Oh, die TUS Koblenz. Genau, die Turn- und Sportvereinigung oder so. Ey, das ist aber sowas, die AS Roma, die TUS Koblenz. Das ist auch so für Fußballintellektuelle. Früher hat man auch immer Man U gesagt, aber dann kamen immer ein paar Bescheid, weil sie gesagt haben, in England sagt keiner Man U. Da sagen alle Man United. Hier geht das sowieso auch auf den Sack, dass Kommentatoren mittlerweile immer Elftal sagen. weil sie beweisen wollen, dass sie das Wort gelernt haben. Liebe Freunde, Sie hören uns nächste Woche. Dann möglicherweise auch mit den Nationalmannschaftsergebnissen der Elftal und der Deutschen Nationalmannschaft. Wir wissen, ob Antonio Rüdiger, Antonio Rüdiger und Jonathan Tate performt haben. Tschechien gegen Rumänien, oder was war das? Ja, in voller Länge. Ihr Lieben, macht's gut. Bis nächste Woche. Ich freue mich. Tschüss. Also in diesem Sinne, bleibt gesund. Alles Gute und bis demnächst. Danke. Das war Zeigler und Köster, der Fußball-Podcast von Elf Freunde.