Arnd, willst du jetzt mit mir sprechen? Hello Love. Ich hatte für wenige Tage einen Fake-Account bei Facebook, den die Leute aber daran erkannt haben, dass er sein einziges Posting mit Hello Love begonnen hat. Der hat unter meinem Namen, mit meinem Profilbild was gepostet, wollte Leute kennenlernen und hat ein Meet & Greet mit mir in Aussicht gestellt, auch mit romantischen Treffen und das Posting begann mit Hello Love und es haben sich Leute gewünscht, dass ich mit dir bitte in Zukunft auch so sprechen soll. Ja, das finde ich auch natürlich sehr, sehr schön, aber du hast gar nicht auf meine aggressive Begrüßung reagiert, die ich versucht habe. Nochmal. Wir tun so, als hätte es das nicht gegeben. Hallo, Laf. Also du sagst. Arnd, willst du mit mir reden oder was? Ja, was ist denn für eine Tour jetzt hier? Weißt du, was das war? Das war die Antwort von Antonio Rüdiger, als er durch die Mixzone marschiert ist am wunderbaren Champions League-Abend. Real Madrid gegen den FC Bayern und Antonio Rüdiger war so geladen, war so genervt davon, dass diese ganze Saison bei Real Madrid jetzt so implodiert ist durch das Aus in der Champions League. Also ich habe gedacht, ich bringe diese Aggressivität von Antonio Rüdiger mal hinein in diesen Kuschel-Podcast. Oh, weißt du was? Ich kann das nicht mehr sehen. Dieses ganze schlecht gelaunte Rumgepeste wegen Schiedsrichterentscheidung, wie in allem. Wir haben jetzt die Champions-League-Spiele alle gesehen und gefühlt ging es immer nur darum, dem Schiedsrichter irgendwie zu unterstellen, dass er ja böse ist und mutwillig die Spiele zerstört hat. Müssen wir gleich drüber reden. Es war natürlich guter Fußball, es war ein faszinierendes Spiel gestern Abend. Aber diese ganzen Begleiterscheidungen nerven einfach nur noch ab. Dann spielt doch einfach, geht's raus, spielt's Fußball. Oder wie wir jetzt hier sagen könnten, geht's raus, spielt's Intro. Also es ist alles vorbereitet, jetzt geht's los. Zeigler und Köster Der Fußball-Podcast von Elfabon. Tja, das war tatsächlich ein Tag der offenen Tore. 4 zu 3 am Ende der FC Bayern gegen Real Madrid gewonnen durch ein wunderschönes Tor von Ulisse. Ganz zum Schluss, da bebte die Allianz Arena ungewohnt euphorisch. Und wir können mal festhalten, dass es immer, immer und immer wieder, du hast es ja vor dem Vorspann schon angemerkt, Ärger gibt um Schiedsrichter, wird debattiert. Rudelbildung hinterher noch um den armen Referee, weil er in der 86. Minute eine gelb-rote Karte gegeben hat, von der alle gesagt haben, das gibt es doch wohl gar nicht. Der wusste gar nicht, dass er ihn vorher schon verwarnt hat und so weiter und so fort. Aber wir beginnen mal, zäumen das Pferd von vorne auf und beginnen mit Manuel Neuer, von dem wir alle gesagt haben, der ist ja Weltklasse. Und das kann doch nicht sein, dass wir so eine Schießbudenfigur wie Oliver Baumann ins Tor der Nationalheft stellen, wenn wir diesen Weltklasse-Keeper haben. Nach 37 Sekunden, ich möchte mal sagen, die erste Rufschädigung, der erste Kratzer am Lack, der erste Taubenschiss auf dem Denkmal, weil eine verunglückte Passaktion von ihm, zack, stand schon 1-0 für Real. Und hinterher war er auch nicht so richtig souverän. Nach 37 Sekunden, Ada Güler hat er natürlich gut gemacht. Aber auch da, ich finde diese Aufgeregtheiten immer. Ich fand weder, dass es überraschend war, dass er beim Hinspiel so stark war. Ich wusste vorher schon, dass der dass es ein guter Torwart ist, aber er ist jetzt noch nicht auf einmal. Echt? Okay, okay. Ja, ich hatte da so meine Kenntnisse. Aber er ist jetzt auch nicht auf einmal ein schlechter Torwart. Also es ist irgendwie so ein Quatsch, weil es war ein schlechter Pass. Danach bei dem Freistoß, da bin ich mir nach wie vor nicht ganz sicher, ob er den halten kann oder nicht. Aber vor einer Woche war er wirklich der beste Torwart, der mit zur WM muss. Und ich fand auch diese ganzen Interviews so unbeholfen, weil die Interviewer, die mussten das irgendwie fragen. Und er wusste ganz genau, er muss auch irgendwas antworten, aber er weiß auch gar nicht so genau, wie. Das war alles so ein bisschen linkisch, fand ich. Wie hast du das empfunden? Ja, ich glaube, dass ihm insgesamt das Thema nicht so wahnsinnig genehm ist. Was soll er machen? Nochmal andeuten, dass er eventuell doch nochmal angreift oder dass er super fände, den Urlaub in den USA zu verbringen. Er will ja auch seinen Nachfolger jetzt nicht inkommodieren. Andererseits ist er natürlich auch gut und ich glaube, er freut sich auch darüber, dass er irgendwie im Alter von gefühlt 75 mit hochgezogenen Stützstrümpfen trotz allem immer noch eine richtig gute Leistung bringt. Es zieht ein Bein nach, muss man noch sagen. Ja, es zieht das Bein nach. Das ist eine klassische, köstliche Argumentations-Ellipse. Zieht das Bein nach, Stützstrümpfe, Schnabeltasse auch gerne mal erwähnt. Nee, aber ich glaube, dass es eigentlich ganz gut ist, weil die Diskussion um Manuel Neuer so ein bisschen erdet. Und ansonsten können wir einfach mal feststellen, bevor wir bei Real Madrid ablästern, dass der FC Bayern im Halbfinale steht. Und das ist, auch wenn es jetzt möglicherweise zum vorgezogenen Finale gegen PSG kommt, ist das schon eine ordentliche Leistung. Also sie haben Reife bewiesen, also wenn du dreimal zurückliegst gegen Real Madrid und immer wieder kommst und zum Schluss 4 zu 3 gewinnst, das ist schon, möchte man sagen, ein Qualitätsnachweis. Du hast eben dieses Ulise-Tor schon erwähnt, also am Ende das Siegtor. Ich fand, das war ein unglaublich perfekter Fußballmoment, weil er kriegt da den Ball, es steht 3-3, das 3-3 würde reichen. Die meisten anderen Spieler würden wahrscheinlich zur Eckfahne gehen oder versuchen, irgendwie die Zeit runterzuspielen. Und er sagt, nee, komm, ich gehe da nochmal einen Strafraum, ich habe zwar drei Leute gegen mich, aber den mache ich rein. Und dann macht er ihn rein und zwar so, angeschnitten links oben im Winkel. Ich finde ohnehin, dass man ... Um es metaphorisch zu sagen, den Unterschied zwischen Real Madrid und Bayern München sehen kann, wenn man sich Vinicius und Ulisse anguckt. Das ist so der Unterschied zwischen den beiden Vereinen. Du hast zwei Weltklassespieler, aber der eine hat einen Pfeil im Kopf und neigt zu merkwürdigen Aktionen und ist deswegen irgendwie auch ein Störfaktor. Also du guckst ihm ja eigentlich gerne zu, weil irgendwie geht er dir auch immer auf den Sack. Und bei Ulisse hast du das Gefühl, du hast nur das Positive. Du hast einfach nur die guten Aktionen. Du weißt gar nicht, nach wie vor nicht, wo die beiden den einfach hergezaubert haben. Du hast jetzt in ihm den vielleicht aktuell besten Bundesligaspieler oder einen der besten auf jeden Fall. Und bei Vinicius hast du halt immer diesen Stressfaktor auch mit. Und will man das? Ich weiß nicht. Ey, das knüpft ja nahtlos an die Hassrede von der letzten Folge an. Stimmt natürlich auch. Wir können ja auch gleich nochmal über die ganzen Szenen reden, die meiner Meinung nach auch dazu führen, dass sich die Madrilenen nicht so wirklich benachteiligt vom Schiedsrichter fühlen können. Aber bei Ullise war es wirklich auch dieser Ausbund an Klasse. Er hätte ja wirklich, wie es der Kommentator auch schon gesagt hat, in Richtung Eckfahner abdrehen können. Er hätte die letzten 30, 40 Sekunden mit Zeitspiel hinter sich bringen können. Nee, macht er nicht. Städtis und dreht er nach innen und setzt den Ball wunderbar in den Winkel, knallt noch gegen den Pfosten. Das war wirklich ein perfekter dramaturgischer Abschluss dieses großartigen Champions-League-Viertelfinales. Und wir können einfach mal feststellen, dass selbst wenn PSG wahnsinnig gut besetzt ist Und selbst wenn sie Titelverteidiger sind und selbst wenn sie auch in Frankreich wirklich das Maß aller Dinge sind, zack, die Bayern sind fast sogar ein bisschen eine Art von Favorit im Halbfinale. Ich finde, sie sind die konstanteste, beste Mannschaft in diesem Wettbewerb bisher, haben sich auch bei Widerständen und gerade jetzt gegen Real Madrid, gegen den schwersten Gegner, der da so unterwegs war, durchgesetzt. Also das ist schon alles richtig beeindruckend. Wenn wir mal auf diese Diskussion gucken, die es jetzt gab, also insbesondere die gelb-rote Karte, da hat Max Eberl sich hinterher, finde ich, durchaus mit einer schlüssigen Argumentation zu Wort gemeldet. Ich habe jetzt die Argumente gehört, dass gesagt wurde, wenn er gewusst hätte, dass er schon Gelb hat, hätte sie nicht gegeben. Jetzt drehe ich es einfach um. Es war für ihn eine klare Gelbe, weil er eben 0,0 darüber nachgedacht hat. Nachher ist es ihm aufgefallen. Aber ich kann nichts dafür, wenn der Spieler den Ball in die Hand nimmt. Es gibt diese Regel. Er hat es davor schon mal gemacht, er hat es noch mal gemacht. Sorry, ist nicht unser Problem. Ja, hat er natürlich recht. Und während deines etwas länglichen Statements vorher hat übrigens Tim, den ich schon sehen kann, ganz lange gegähnt. Tim hat erstens seine schicken Bühnenklamotten noch nicht an. Er kann ja auch mit uns noch nicht reden jetzt. Und er hat ganz lange gegähnt. Das macht er übrigens immer so in diesem ersten Teil, wenn er noch nicht so showfertig ist. Das ist dir schon aufgefallen, wie oft der gähnt? Ja, sehr, sehr oft. Aber ich glaube, dass dieses Gähnen auch... So lang? Nee, ich glaube, es ist die Vorstufe zu wahnsinnigen Aggressionen, die sich hinterher dann so Bahn bricht. Der ist ja der neue Tim. Er hat sich ja neu erfunden als der aggressive Tim. Und wir hören ihn dann ja noch nicht. Aber ich bin sicher, dass so ein lautes Gähnen so ein... Oh, das sieht ganz schlecht aus. Ganz, ganz schlecht. Ja, genau. Sodass alle im Büro auch so ein bisschen zusammenzucken, weil sie denken, oh, Tim ist eigentlich noch im Tiefschlaf, aber zack, jetzt kommt er aus der Kiste mit seiner Chippendale-Sole. Aber ich freue mich schon voll auf nachher, wenn er nicht mehr gähnt und wenn die Musik kommt. So weit sind wir ja noch nicht. Also wir sind bei der gelb-roten Karte. Ich finde auch, ich finde es so ein bisschen einfallslos, sich darüber so aufzuregen, weil es war erstens nicht so, dass sie dann 35 Minuten Unterzahl gespielt haben, sondern die war an der 86. Minute, glaube ich. Und es war vor allen Dingen wirklich keine Fehlentscheidung. Der hat gelb, begeht einen Foul und nimmt den Ball noch mit. Da muss man nicht gelb-rot geben, aber man kann und dann sollte man auch nicht den eigenen Spieler aus der Verantwortung nehmen. Wieso sagen die nicht, Kammerwinger ist ein Trottel, dass der in so einer Szene, wenn er schon gelb hat und das Spiel steht, spitz auf Knopf, Warum nimmt er dann den Ball und warum begeht er noch einen Foul und sonst was? Ich merke dann immer sehr so eine Selbstwahrnehmung, die ein bisschen kritischer ist und die sich nicht immer gegen den Schiedsrichter richtet. Also wie wir es bei allen Champions-League-Spielen eigentlich hatten. Ja, ich muss sagen, als ich das gesehen habe, war mein erster Impuls auch zu sagen, dass ich die eher für unberechtigt gehalten habe. Nicht, weil der Schiedsrichter das vergessen hatte, dass er schon mal gelb gezückt hat, sondern eher, weil für das Foul plus ein bisschen Ball wegtragen eigentlich keine Verwarnung gegeben werden muss. Andererseits, man muss eben sagen, man muss den Schiedsrichter hinterher nicht so bedrängen. Er hat Real ja nicht klar benachteiligt, hat vieles laufen lassen. Als Beispiel sei er nochmal diese Schubserei von Vinny Junior gegen Kimmich genannt. Also da reagieren ja andere Referees deutlich humorloser. Also dahinterher so rumzurübeln und beim Schiedsrichter so zu tun, als ob man irgendwie aufs Hütchenspieler reingefallen wäre, ist so eine klassische madrilenische Art, die ja, muss man auch sagen, für den Background in Spanien sehr, sehr häufig in der Kritik stehen, weil sie ihrerseits auf... Meiner Meinung nach eher unmoralische Art und Weise die Schiedsrichter zu beeinflussen. Aber es war das, was uns an der Champions League so fasziniert. Also das ist dann wirklich Fußball auf allerhöchstem Niveau, jeder einzelne Spieler wunderbar, was die inhaltliche, was die Qualität angeht. Aber was mir auch hinterher aufgefallen ist, in diesen Expertenrunden, das ist ja unerträglich, wie diese Spiele alle zerquatscht werden. Aki Watzke hat es ja gerade nochmal gesagt, du musst ja inzwischen den zweiten Expertentisch anbauen, weil da so viele Leute sind, die da reinlabern. Das fand ich von Aki Watzke sehr treffend. Also ich Ich muss sagen, der innere Watzke in mir sagt das genauso. Also ich brauche nicht 35 Leute, die mir in unterschiedlichen Worten immer das Gleiche erzählen, nämlich dass Bayern ein gutes Spiel gemacht hat und dass Real sich nicht so anstellen soll. Ja, hast du hinterher auch Khedira und Balak noch gesehen? Ich habe wirklich, wenn ich Balak sehe, ich habe jetzt nichts persönlich gegen Balak, aber ich glaube, der hat in seinem ganzen Leben noch nie etwas Lustiges gesagt und auch noch nie etwas wirklich Geistreiches, sondern es ist immer so, wie du und ich uns so mit 13 vorgestellt haben, wenn wir ein Spiel analysieren würden, würden wir auch so reden wie Balak nach dem Spiel. Und bei Khedira hast du immer das Gefühl, dem ist irgendwie alles eigentlich zu doof. Der redet so ein bisschen mit und sagt so ein paar Sachen und ja, ist ja richtig, aber so richtig entflammt ist der auch nicht für das Spiel. Und der macht halt so auch so, dann hast du da Ballack und Khedira und die analysieren das Spiel. Ich weiß nicht, ob man da als Spieler auch Bock drauf hat, hinterher da noch Fragen gestellt zu bekommen. Nee, da hätte ich auch nicht so Bock drauf. Ich finde aber gleichzeitig, dass gerade Ballack auch jetzt nicht für die großen Sprachaufschwünge bekannt ist. Also der hat noch nie so was Überraschendes gesagt. Das finde ich bei Chris Kramer durchaus manchmal so, dass man denkt, oh, das ist ja mal ein spannender, interessanter Gedanke, auch wenn das manchmal so ein bisschen sehr ins Banale abdriftet, aber das finde ich ja noch ganz unterhaltsam, aber Michael Ballack hat das Gefühl, da kommt ja nie irgendwas Spannendes und da kann ich auch noch kurz die eine kleine Anekdote erzählen, die ich mal mit Michael Ballack hatte. Vor dem Spiel 2007, 2004, 2008, irgendwann muss das gewesen sein, da spielte Deutschland in der Schweiz und wir hatten vorher mit einem großen Sponsor, bei dem Ballack unter Vertrag stand, so eine Art Meet and Greet mit einem unserer Leser ausgemacht und Michael Ballack kam dann in dieses Hotel in der Schweiz rein und war so unendlich lustlos und auf alle Fragen, die dieser natürlich etwas schüchterne Fans auch stellte, antwortete, Michael Ballack in so Thomas Schaaf-Manier mit Ja, nee, weiß ich jetzt nicht. So antwortete er die ganze Zeit. Der Kollege vom Sponsor stand auch noch dabei. Nach so einer Viertelstunde Ja, Nein, vielleicht Antworten von Michael Ballack, sagte der Typ vom Sponsor, ich möchte mal mit dem Michael ganz kurz rausgehen. Und dann gingen die raus. Nach zwei Minuten kamen die wieder und Michael Ballack war wie ausgewechselt. Launige Aphorismen rausgehauen. Super eingegangen auf den Laser. La la la. Und was machst du denn noch so? Und da wünsche ich euch ganz viel Spaß. Dann habe ich hinterher den Sponsorenvertreter gefragt, was er so gesagt hätte. Naja, ich habe ihn daran erinnert, dass wenn er nicht sein Verhalten sofort ändert, wir die nächste Rate nicht überweisen. Da siehst du mal, da geht es ums Geld. Wir haben ja über den ersten Wettwerbespot mit ihm schon geredet, mit dem die Fans sind nicht nur Zuschauer. Das ist ein Teil des Spiels. Ich finde den zweiten Jahr noch schlimmer, wo er in diesem Studio steht mit dem DAZN-Kollegen und der DAZN-Kollege ihn so ganz aufgeregt fragt, und meinst du, sie haben noch eine Chance? Und Ballach mit so ganz wissenden Lächeln sagt, ich habe das schon gespielt. Ich weiß, wie krass das sein kann. und dann fragt der Reporter, glaubst du, sie haben noch eine Chance? Und dann sagt Balak, ich hab da so ein Gefühl. Und das ist so, oh... Ich weiß nicht. Also würde ich überdenken, diesen Spot. Oder nochmal machen. Einfach nochmal ran gehen. Einmal nochmal drüber gehen. Kennst du das Gerücht, dass einmal ein Werbespot nachsynchronisiert werden musste, weil er so stark gesächselt hat zu seiner Spielerzeit? Würde mich jetzt nicht so überraschen. Ja, aber ich fand es ganz lustig, dass es irgendwie so eine markante Stimme von so einem Fernsehsprecher geben musste, weil er wohl selber die ganze Zeit gesagt hätte, na, ich bin auch dabei. Das war, glaube ich, bei der WM 2006. Er hat irgendwie dann rumgesetzt. Ich glaube, er kommt ja aus Karl-Marx-Stadt oder Chemnitz, wie wir früher gesagt haben. Also von daher, Michael Ballack möglicherweise so der drittbeste Experte am gestrigen Abend. Nach Samy Kedira natürlich und den anderen. Ansonsten war auch eine wunderbare Stimmung in der Allianz Arena. Da ist es ja sonst oft so, dass so eine mittelgute und eher so ein bisschen Opernhausartige Atmosphäre herrscht. Bis auf die Südkurve, dass dann sehr, sehr viele Leute da doch eher sitzen und sehr situativ klatschen, um es mal fröhlich zu sagen. Und dass meistens diese Kurven der Gäste, die ganz oben unter das Dach gepresst worden sind in der Allianz Arena, die eigentliche Stimmung machen. Dem war nicht so. Also es war eine richtig flirrende Europapokal-Atmosphäre. Und es wäre eigentlich der Allianz Arena und auch der Südkurve zu wünschen, dass da mehr Leute mitmachen und sich mehr Leute begeistern lassen. Aber wie gesagt, wir haben ja auch schon gesagt, spielerisch war das 1A. Und wir hatten in der letzten Folge, glaube ich, auch schon festgestellt, dass der Unterschied zu Werder Bremen und zu Aminia ist, dass die einfach keinen Quatsch machen. Die machen eigentlich immer die richtigen Sachen. Und auf diesem hohen Niveau geht es dann mal sowas und mal so. Haben wir letzte Woche schon anklingen lassen. Es ist einfach auch, du guckst so einer Leistungsshow zu. Und es ist auch toll, toller Fußball, tolle Spieler, faszinierende Momente, tolles Niveau. Aber dann denkst du eben, okay, und die müssen aber in der heimischen Liga gegen deinen Verein spielen. Die sind so weit aufgerüstet und aufgeplustert und aufgeblasen, dass sie mit den besten Mannschaften der Welt locker mithalten können. Und die meistens auch schlagen, im Fall der Bayern, also die anderen besten Mannschaften der Welt. Und dann spielen sie aber in deiner Liga gegen deine brave Mannschaft, die nicht annähernd, wie gesagt, auch nur so viel Geld hat, um sich einen Ersatzspieler der Bayern leisten zu können. und trotzdem musst du in einem Wettbewerb spielen und so tun, als sei das spannend. Ja, aber was willst du machen? Also das ist natürlich eine Krux. Du hast diese ganzen Wettbewerbe, in denen du meiner Meinung nach auch gar nicht gefordert wirst. Er guckt immer die Bundesliga an, die können jetzt nächstes Wochenende, können sie Meister werden. Kann der FC Bayern Meister werden, hat glaube ich jetzt irgendwie gefühlt 300 und deutlich über 100 Tore erzielt, hat keine Mannschaft gegen sich, die sie irgendwie in irgendeiner Weise fordert oder wirklich ans Limit bringt. Wie willst du da reingehen? Da kannst du ja auch nicht als Trainerkompanie sagen, ja, also gegen Heidenheim, da müssen wir jetzt nochmal die letzten Körner rausholen und da müssen wir mal richtig Gas geben. Thema ist schon wiedergegehend. Aber das nur am Rande. Ich habe ja gestern bei so einer Wirtschaftsveranstaltung in Düsseldorf gesessen, neben Klaus Allofs und neben einem Wirtschaftsprofessor, der erklärt hat, das war mir gar nicht so ganz klar, dass in England natürlich bei dem vielen Geld das unterwegs ist, der Faktor des Geldes, was der erste kriegt im Vergleich zum letzten Geldempfänger. Ich glaube nur 5 ist. Und in Deutschland ist er glaube ich 13 oder so. Das heißt, in Deutschland ist einfach erstens weniger Geld unterwegs, aber das, was unterwegs ist, geht eben alles nach oben. Deswegen ist die Tabelle auch so, wie sie ist. In England hast du ja trotz allem eine spannende Meisterschaft meistens. Und du weißt eben nicht immer die eine oder wenn nicht, dann wird es die andere Mannschaft, sondern du hast vier oder fünf Titelkandidaten und du hast da auch Überraschungsmannschaften, die da oben reinstoßen und so. Und das liegt daran, dass das Geldgefälle in England nicht so groß ist wie in Deutschland. Und das wäre vielleicht ein Ansatz, einfach in Deutschland dafür zu sorgen, dass die nationale Meisterschaft, auch wenn die Champions-League-Vereine natürlich reüssieren wollen und auch mit Real Madrid und Manchester City mithalten wollen, dass du trotzdem... Zu nichts Gruppen gelangen wirst, wenn du die Liga weiter so veröden lässt und so langweilig bleiben lässt, wie sie ist. Ja, die Premier League hat natürlich trotz allem auch das Problem, dass es einfach zu viel Geld ist. Ich glaube, dass sich die Unterschiede natürlich auch deswegen nivellieren, weil alle Klubs so unendlich viel Geld haben, dass es wahrscheinlich irgendwann alle ein Level erreichen, an dem die 30 oder 50 oder 80 oder 100 Millionen, die man in diesen Kader pumpt, dann auch nicht mehr wichtig sind. Das siehst du bei Crystal Palace, das siehst du bei Tottenham, die jetzt nun irgendwie in Abstiegsgefahr sind, bei West Ham und anderen Vereinen, denen ist ja eigentlich fast egal, wen sie da alles holen, weil ohnehin unendlich viel Geld vorhanden ist, gerade durch die internationale Vermarktung, die Werbeeinnahmen und so weiter. Da ist immer ein bisschen die Frage, ob das jetzt ein Modell für Deutschland ist, einfach alle so sehr mit Kohle zuzuscheißen, dass es einfach irgendwann egal ist, wer dann da möglicherweise Meister wird. Da darf man auch nicht vergessen, da steht jetzt am Wochenende auch die große Entscheidung an. Manchester City hat ja noch ein Spiel weniger als Arsenal und man trifft aufeinander. Und Arsenal, ich weiß nicht, hast du die auch gesehen? Also dieses Spiel gegen Arsenal und Sporting war ein Kick. Also ehrlich, da würde ich als rechte Inhaber sofort bei der UEFA vorstellig werden, um die Ware zurückzugeben. Also das ist wie wenn du irgendwie hochwertige Diamanten aus Antwerpen bestellt hast und dann kriegst du so Katzengold von Bijou Brigitte aus der Fußgängerzone. Das war Ballgeschiebe, das war nominell zwar ein Viertelfinale, aber taktisch und qualitativ war das bohrend langweilig. Also auch weil Arsenal gar keine Ambitionen hatte, das Spiel irgendwie schnell zu entscheiden. Das war auch ein wirklich komischer Kick, beide in so einem Verwaltungsmodus. Vielleicht ein bisschen wie der Witz über die beiden Beamten, die sich auf dem Flur begegnen und der eine sagt zum anderen, na, kannst du auch nicht schlafen. So war das. So war das zwischen Arsenal und Sporting. Also muss man sagen, eigentlich kein richtiges Viertelfinale und richtig langweilig. Also von daher war das schon die richtige Entscheidung, sich Bayern gegen Real Madrid anzuschauen. Moin, hier ist Tim. Ich grätsche einmal schnell dazwischen, um euch zu sagen, dass wir während der Aufnahme technische Probleme hatten und es leider erst im Nachhinein bemerkt haben. Ihr werdet Arndt in etwas schlechterer Qualität hören. Unsere Produzentin Henni gibt ihr Bestes, dass man das Ganze trotzdem noch gut hören kann. Wir bitten euch, uns das nachzusehen und ich wünsche euch trotzdem weiter viel Spaß mit der Folge. Sag mal, gab es eigentlich eine Konferenz der Spiele? Ich habe nämlich gestern vergeblich versucht, eine Konferenz zu gucken. und ich hab dann, also vorgestern am Dienstag, und hab dann in einem Zimmer das eine Spiel laufen lassen und am anderen das andere Spiel, um das irgendwie verfolgen zu können. Aber ich find's nach wie vor sehr intransparent, welcher Sender wann, wo, welches Angebot genau anbietet. Das kostet alles viel Geld und du musst Abos abschließen ohne Ende, aber mal hast du irgendwo eine Konferenz, mal hast du eine deutsche Konferenz. Mal hast du nur das eine Spiel, mal hast du alle Spiele. Ich find das nach wie vor kein gutes Geschäftsmodell. Also ganz ehrlich, bei dem russischen Piratensender, den ich schaue, um solche Kicks sich anzuschauen, Sondern dann kann ich immer froh sein, wenn nicht 70% des Bildschirms von der Soljanka-Werbung verdeckt sind. Ansonsten ist es aber auch so die Frage, ob man beispielsweise zwei Spiele miteinander gemixt überhaupt Konferenz nennen kann. Also Konferenz war ja früher für mich auch, dass sich Hageleit und Bräugmann und Hansch und Luchtenberg und so weiter aus dem Stadion gemeldet haben. Ich finde ja auch... Ganz kurze Kulturkritik abseits des Themas. Diese The Zone-Konferenz, wo da zehn Leute in so einem gruseligen Verwaltungsgebäude hocken und so tun, als ob das prickelnde Fußballstimmung ist und wo die sich immer noch so kumpelhaft gegenseitig so annecken und mal rüberschauen. und ha ha, jetzt gehen wir mal nach Stuttgart. Und dann sitzt der Typ aus Stuttgart zwei Meter neben dir und hat seinen schlechten Atem noch irgendwie direkt neben dir und rührt ins Mikrofon. Das ist ja wirklich nur eine Karikatur dessen, was man früher sagte, nämlich, dass man dann so hin und her geschaltet hat, atemlos zwischen den Stadien. Ich meine zum Beispiel Günter Koch damals in dieser legendären Schlusskonferenz, wo er sagte, wir melden uns aus Nürnberg und wir melden uns vom Abgrund. Es muss ja nicht immer so poetisch sein, aber sowas kannst du ja auch nicht mehr sagen. Da verarscht ja die Leute, wenn dann ein Typ zwei Meter neben dir in Unterführing sitzt und sagt, ich melde mich aus Nürnberg, ich melde mich vom Abgrund. Also sowas ist ja gar nicht mehr möglich. Mein Kaufargument, mein allererstes Premiere-Abo abzuschließen, war, als die irgendwann angefangen haben, Premier League zu zeigen. Und ich war ganz furchtbar enttäuscht, als dann klar wurde, okay, die sind aber nicht in den Stadien, sondern die sind irgendwo im Studio und kommentieren das von da aus. Und ich bin auch übrigens immer peinlich berührt, oder nicht peinlich berührt, ich bin aber immer berührt und negativ berührt, wenn ich hier im Stadion in meiner Sprecherkabine sitze. Vor mir sitzt übrigens immer genau der Kommentator. Also direkt, wenn ich aus der Scheibe rausgucke, sehe ich auf den Hinterkopf des Kommentators. Und wenn das so Spiele sind, aber wo der Sohn gar keinen geschickt hat, sondern wo der Kommentator gar nicht da ist, das ist ein ganz komisches Gefühl. Du sitzt da im Brennpunkt und bist dran und du weißt ganz genau, der Sohn-Kommentator sitzt 800 Kilometer weg und kommentiert jetzt dieses Spiel. Also ich meine, das kann ich mir natürlich ökonomisch kann ich mir das noch darstellen, aber ich finde es total doof, wie du sagst, also dann so vorzugaukeln, man ist mittendrin und hey, was hier los ist, das ist ja nicht zu fassen, was ist denn hier los? Es ist alles sehr aseptisch. Ich denke auch, dass es nur noch wirklich eine Frage der Zeit ist, bis dann auch so andere Sachen nur noch vorgetäuscht werden, wie wenn der Experte runter gehen muss, das ist ja inzwischen immer so drei Minuten vor Ende heißt es, ja, ich muss jetzt mal runter. Wahrscheinlich wird das dann auch gefakt mit so Geräuschen von so Treppensteigen, wenn Dorsten Matuschka runter geht. Das war früher nämlich so, wir hatten bei uns ja bei Elfreunde hatten wir dann irgendwann ja auch so einen Online-Shop, ne? Und da riefen dann hin und wieder dann auch mal so Kunden an. Unser Kollege Matthias hat immer so getan, als ob er im Lager nachschaut. Also er war selber das Lager. Und dann sagt er, ja, ich muss mal im Lager nachschauen. Ich muss mal im Lager nachfragen. Und dann ging er immer einmal um den Schreibtisch rum und ging dann wieder dran. Ja, ich hab im Lager nachgefragt. Ist nicht mehr da. So war das früher. Naja, und so wird das wahrscheinlich auch sein. Der Experte geht runter. Der Experte geht runter. Wahrscheinlich wird er dann so wahrscheinlich durch so ein Treppenhaus in Unterföhring verfolgt. Das ist auch doof, dass die mal runtergehen. Also ich finde das wirklich immer störend, wie man jetzt mittlerweile sagen muss, Crunch-Time, auch so ein Scheißwort übrigens, dass die dann immer runtergehen müssen, wenn du noch gar nicht weißt, Nachspielzeit ist noch gar nicht festgelegt, wahrscheinlich noch drei Minuten, vielleicht auch noch neun und dann muss man gerade schon runtergehen und. Das widerspricht, finde ich, jeglicher Emotionen, die man beim Fußball gucken hat, dass man einen hören will, der genau da, wenn es spannend wird, runtergeht und dann wahrscheinlich erst mal vier Minuten unterwegs ist, ein bisschen was verpasst vom Spiel und hinterher erklärt er mir, was passiert ist. Das einzige poetische Runtergehen, was mir aus der Fußballhistorie bekannt ist, ist das von Jules Rimet, der frühere FIFA-Präsident war das, genau. Und der ist nämlich mal runtergegangen, als es, glaube ich, 1 zu 1 zwischen Brasilien und Uruguay bei der WM 1950 stand, im riesigen Maracaná, noch vor 200.000 Zuschauern. Wollte dann runtergehen, glaube ich, beim Stand von 1 zu 1 oder 0 zu 0. Auf jeden Fall war Brasilien zu dem Zeitpunkt Weltmeister. Und dann hat Jure Mier in seiner Biografie beschrieben, wie er durch die Katakomben des Maracaná-Stadions runtergegangen ist und währenddessen. Das ganze Stadion verstummt ist, weil Uruguay das entscheidende Tor gemacht hatte. Und er meinte, er wäre in diese Stille, er wäre bereit gewesen, Brasilien den WM-Pokal zu geben. Und in diese Stille hinein wäre er wieder dann ins Stadion reingekommen. Und da wäre klar gewesen, die ganz große Katastrophe ist passiert. Und Uruguay bekam dann den Pokal. Großartige Stimmung. Das war ja die einzige WM ohne Endspiel, weil die vier letzten verbliebenen Mannschaften eine Gruppe noch ausgespielt haben. Das hätte auch eine Infantino-Idee sein können. Einfach so zu sagen, wir schaffen das Endspiel mal ab, das ist eh zu spannend. Und wir können noch ein paar Spiele mehr machen, wenn wir so eine Endrunde machen. Deswegen hätte Brasilien unentschieden gereicht im letzten Spiel. Es war gar kein Finale. Das ist echt auch irre, komplett irre. Ja, das ist ja ohnehin eine Geschichte, die nur der Fußball schreiben konnte, weil auch der brasilianische Torhüter, der das Tor hineingelassen hat, wirklich über Jahrzehnte lang noch angefeindet worden ist von der Bevölkerung. Und was ich auch wirklich beängstigend fand, war, dass von den 200.000 Menschen, so sagt es jedenfalls die Historie, acht auf den Rängen des Stadions liegen geblieben sind, mit Herzinfarkt, mit einem Messer zwischen den Rippen. Also es hat auch acht Menschen an das Leben gekostet. Also Fußball auf Leben und Tod. Und noch ein Funfact, ein bisschen Halbwissen, aber ich glaube, ich habe recht. Dieses Spiel ist, glaube ich, der Grund, weshalb Brasilien nicht mehr in Weiß spielt. Die haben früher immer in Weiß gespielt und haben dann irgendwann gesagt, wir können in diesen Loser-Trikots, das können wir niemandem mehr zumuten, wir spielen ab jetzt immer in Gelb und Blau. Und ich weiß nicht mehr genau, wie es war, ob es bei der ersten WM 1930 war, die in Uruguay stattfand oder 1950, dass es auf jeden Fall diese Schifffahrten gab von Mannschaften. 1930, genau, wo sie sechs Wochen unterwegs waren. Ja, und dann teilweise, dass er voll schlank ankam. Also haben sich dann wohl mit Boccia und anderen Kegelspielen die Zeit auf Deck, Bortspielen die Zeit vertrieben und kamen dann sehr, sehr vollschlank an und haben dann dementsprechend auch nicht reüssiert. Aber wir halten mal ganz kurz fest, um diesen großen Themenblock Champions League abzubinden. PSG gegen den FC Bayern, was hast du denn da für ein Gefühl? Oh, das wird richtig heikel. Also das wird auch noch spannender als gegen Real, glaube ich. Bei Real hatte man vorher schon so ein Gefühl, dass die Bayern da noch ein bisschen mehr bei sich sind und das gewinnen würden und können. Aber bei PSG spielen sie jetzt wirklich gegen den gefühlten Favoriten. Oder zumindest mit Favoriten. Und gegen die Mannschaft, die völlig verdient auch den Titel gewonnen hat. Das wird auf jeden Fall noch spannend. Was ich übrigens noch nachschieben möchte, ist, wie gesagt, Dienstag habe ich geguckt, weil ich mich nicht entscheiden konnte zwischen Atletico gegen Barca oder Liverpool. Habe dann deswegen beides so ein bisschen geguckt. Aber ich habe mehr Atletico-Barca geguckt. Und ich habe mir jetzt nochmal aufgefallen, wie unfassbar mir Diego Simeone auf den Sack geht. Dass der wirklich beim Platzverweis für Barca jubelnd durchs Stadion läuft und mehr jubelt als bei seinen eigenen Toren. Das muss ja ein guter Trainer sein. Aber er würde mir dermaßen auf den Sack gehen, wenn ich mit dem ständig zu tun hätte. Und ich bin froh, dass ich dich dauernd in der Bundesliga sehen muss. Aber ist das nicht so ein Signature-Move? Genauso wie ja Antonio Rüdiger, der ja auch einfach immer Angst und Schrecken verbreiten will, ob es in der Mix-Saison ist oder auf dem Spielfeld. Hinterher, ich glaube, war Pavlovic, der dann auch noch meinte, irgendwie, das müssen wir uns mal anhören, das müssen wir uns mal anhören, weil er versucht zu verklausulieren, was Antonio Rüdiger zu ihm gesagt hat, aber er sagt auch. Was gesagt, was jetzt nicht so fein war. Wir hören mal kurz rein. Ja, es ist genau nur ein Wort gefallen und das zweimal. Aber Sie können ja selbst fragen, was er gesagt hat. Vielleicht sei er Mann genug, um es zuzugeben. Ich will jetzt nichts sagen, weil ich bin keiner, der irgendwie ein bisses Blut will. Und ich nehme es auch nicht persönlich. Für mich ist die Sache auch gegessen. Aber ich finde, so etwas gehört sich nicht. Egal, ob man jetzt gegeneinander spielt oder ob man sich kennt oder nicht. Nur ein Wort ist das gewesen. Das macht es ja irgendwie noch mysteriöser für dich. Ein Wort. Arsch oder so. Du Sau. Also keine Ahnung, man möchte auch nicht genau wissen, was das ist. Auf jeden Fall muss man auch sagen, dass Antonio Rüdiger dieses Spiel ja nun auch wirklich nicht genutzt hat, um noch so ein bisschen Sympathie im Heimatland zu sammeln. Also er steht ja ohnehin schon unter Beschuss. Es gab sehr, sehr viele Basler-eske und Effenberg-eske Aussagen im Doppelpass und anderswo, dass er doch bitteschön jetzt mal daheim bleiben soll und nicht mehr nominiert werden soll. Da muss ich ganz ehrlich sagen, so ein ganz kleines bisschen konzillanter könnte er sich schon geben, finde ich. Aber das ist nicht nur beim FC Bayern gegen Real Madrid, sondern prinzipiell, irgendwie legt das so ein bisschen drauf an. Macht ihn jetzt auch nicht wirklich sympathischer, muss man sagen. Muss man mal sagen. Muss man mal sagen. So. Und das finde ich absolut auch ganz, ganz schlecht. Wie empfindest du denn, weil du ja dich oft auch etwas blumig bei ihnen äußerst, wie empfindest du denn Ansi Flix? Was die Konferenzen nach den letzten Spielen? Nach wie vor, nach wie vor kann ich ja nur noch mal sagen, dass Heiko Westermann im Dienste des FC Barcelona auf der Trainerbank ist, ist für mich nach wie vor die absolute Jahrtausendkarriere. So wie Frank Kramer bei Arminia Bielefeld. Ein Match made in heaven. Auf jeden Fall finde ich, dass Hansi Flick so... Angenehm genervt inzwischen ist. Also es gab ja ganz, ganz viele Jubelartikel, es gab im Spiegel so ein Riesending, Hansi Flick, der Fußballgott, wie er sich Barcelona jetzt untertan gemacht hat. Man merkt so, dass er inzwischen immer angepisst ist. Also er hat jetzt auch diese Spätphase der Nationalmannschaft, wo man merkte, die Wildgänse fliegen nicht und Katar ist eine Katastrophe und die Amazon-Doku kommt jetzt auch nicht so richtig positiv rüber. Auf dem Level ist er in Barcelona inzwischen schon. Also er ist jetzt auch ausgeschieden und ist nicht gut gespielt und dann hat er da den 103-jährigen Lewandowski irgendwie als den großen Stürmer da und so weiter. Also es läuft alles so mittelsuper. So mittelsuper und wie gesagt, der genervte Flick gefällt mir eigentlich besser als dieser Kuschelflick. Ich finde ihn gut. Er hat, glaube ich, so sein Spirit Animal in sich selbst erkannt. Er ist einfach angepisst. Gefällt mir gut. Wir sind, um das abschließend zu sagen, jetzt an dem Punkt angelangt, wo die Champions League Spaß macht. Und wir hätten uns ganz viel sparen können von dem, was bisher war. Es sind ohnehin jetzt auch wieder die gleichen Mannschaften da, die wir da erwartet haben, bis auf vielleicht Atlético. Warum machst du diese 400 Spiele vorher? Kommen wir mal zu einer Mannschaft, die von mir ja wirklich mit unbändigen und finde ich auch inzwischen doch fast unerträglichen Hass verfolgt wird. Der BVB ist wieder da mit einer Vertragsverlängerung. Nico Schlatterberg nach etwa vierjährigen Verhandlungen über die Verlängerung seines Vertrages für drei weitere Monate mit Ausstiegsklausel und so weiter und so fort, hat endlich verlängert und Und stattdessen er auf einer Sänfte durchs Westfalenstadion getragen wird und alle Leute ihm noch die Hände küssen und ihn statt Norbert Dickel als großen Helden feiern und so weiter. Ausgepfiffen. Er wird ausgepfiffen wegen der Ausstiegsklausel. Und ich muss sagen, ich verstehe es. Ich verstehe es. Wenn du dich so lange zierst, wie der Papst im Puff, und dann kommst du um die Ecke und sagst, ich habe verlängert, aber es gibt ein, zwei, drei, vier Mannschaften, für die würde ich dann doch abhauen. Das ist kein so richtig überzeugendes Statement. Ja, jein. Also erstens, möchtest du Schlotti genannt werden? Ich finde das ein bisschen entwürdigend. Also Schlotti, aber ich finde eben auch, dann sei halt kein Fan von Borussia Dortmund. Wenn du das nicht erträgst, dass deine Spieler für viel Geld nur verlängern und möglicherweise noch eine Ausstiegsklausel haben wollen, die du ja, du bist ja verwöhnt bei Borussia Dortmund, weil die haben ja über viele Jahre gar keine Ausstiegsklauseln akzeptiert. Und jetzt gibt es diese Ausnahmen. Und ich finde, ja, natürlich willst du einen Spieler haben, der aus purer Romantik für das gleiche Geld oder vielleicht sogar für weniger, weil er weiterhin vor den Fans spielen möchte, seinen Vertrag verlängert mit Tränen in den Augen und auch sagt, ich möchte auch nicht weg und ich brauche keine Ausstiegsklausel. Aber da sind wir halt nicht. Also jedenfalls nicht bei Borussia Dortmund. Und dann ist es halt wirklich moderner Fußball, zu sagen, wir halten den jetzt. Und es gibt so ein paar Geschäftskniffe, die hat er sich offen gehalten. Die sind vielleicht ein bisschen lästig, aber so ist es halt. Ich bin mal gespannt, wie er jetzt weiter behandelt wird. Ja, was kommt jetzt für ein schlauer Satz von dir? Nein, aber wie hämisch. Wie hämisch du über Fußballromantiker wie mich redest. Was ich mir gewünscht hätte, wäre eine ordentliche Vertragsverlängerung, wo Schotterberg gesagt hat, ich möchte hier bei Borussia Dortmund meine Karriere beenden und ich möchte mit 67 zum Ende meiner ordentlichen Lebensarbeitszeit möchte ich einen Zinnteller kriegen und danach eine ordentliche Rente kriegen. So hätte ich mir das gewünscht. Und dann stattdessen, ja, ich muss ja gucken, ob ich mich in einem Jahr nicht doch beruflich verändere. Man soll sich das ja auch wünschen, aber man soll eben auch nicht zu erstaunt sein, wenn es ein Wunsch bleibt. Ich hätte ihn, glaube ich, zugeschissen mit Kohle, glaube ich, weil er auch, sagen wir mal so, der ist, glaube ich, dann wirklich so ein bisschen so, wenn du so ein Diadem hast, dann ist der schon so der große Smart da drin. Also der ist jetzt niemand, den du mal so noch nebenher verpflichtest, sondern einer, der vor allen Dingen im Gegensatz zu manch anderen trägen Gesellen beim BVB den Kampfgeist immer quasi in den Pupillen geschrieben hat. Einer, der, glaube ich, sich immer reinhaut. Und die Frage ist ja wirklich, und ich glaube, die Sehnsucht ist ja bei Dortmund auch groß, endlich, endlich dann doch mal wieder auch den Angriff zu wagen. Und ohne den wirst du das nicht hinkriegen. Ich weiß nicht, vielleicht hätte ich die Ausstiegsklausel auch einfach, vielleicht hätte ich die verschwiegen. Vielleicht hätte ich gesagt, nee, nicht reingucken. Ich habe verlängert, ist alles super. Warum haben sie das? Das hat man doch früher auch nicht gemacht. Früher hast du gesagt, hier, komm, hier ist der Vertrag. Da hätte ich doch niemals gesagt, hier, ich habe noch eine Klausel für, keine Ahnung, Arminia, VWL Bochum und FK Pirmasens. Ich finde es sehr wichtig, was du sagst. Warte mal, was hat da geklingelt? Gleich nochmal an. Moment. Das ist live, Podcast. Das ist live. Und es ist wieder DHL. Es ist DHL mit... Es ist natürlich DHL. Das kann nur sein, dass ich Zoll bezahlen muss, deswegen gehe ich mal runter. Es bleibt alles drauf. Tim, ich glaube, das werden Sachen aus dem Bereich der Ehehygiene sein. Ja. Eingeholt, alles gut. Koppel wieder hoch, schwer atmen. Arndt. Arndt, machst du mit mir nochmal, wie wir jungen Leute sagen, einen Haul. Pack doch mal aus. Was ist das denn? Was hast du? Hast du also so Kuchenbedarf oder Ehehygiene oder dänische Porno-Heftchen? Ich glaube, das ist nichts Spannendes. Ich kann es aber doch, ich kann es ja sagen. In dem einen sind Ringbücher drin, mit denen ich endlich viele rumliegende antike Fußballcards wegsortieren möchte. Ringbücher? Aber so mit Taschen? Also so mit durchsichtigen Taschen? Ja, genau. Gut, ist auf meine Aufnahme jetzt aber eh nicht drauf. Insofern, was wollte ich jetzt eigentlich sagen? Wo waren wir zuletzt? Schlotti, ich finde es einen ganz wichtigen Punkt, den du da anbringst, weil wenn du überlegst, wem Borussia Dortmund alles verloren hat in den letzten Jahren. Reus ist nicht mehr da, Hummels ist nicht mehr da. Diese ganzen Leute, mit denen du viel Identifikation hast, Stattdessen hast du vorne Geras hier rumlaufen, mit dem sie nicht so richtig warm werden. Du hast das Experiment mit Süle gehabt, wo du kurz dachtest, boah, wir haben Süle bekommen und dann ganz schnell keine große Freude mehr mit ihm hattest. Und wenn du dann so einen Schlotti hast, finde ich, dann musst du ihn versuchen, mit Geld zuzuschmeißen und zu halten, wie du sagst. Also, trotz allem kann man sich nicht wundern, dass er jetzt nicht nur mit warm, herzigen Applaus begrüßt worden ist, sondern dass es die eine oder andere kritische Stimmung gab. Also, wir fassen mal zusammen. Borussia Dortmund wird sicher in der Champions League sein. Danach wird sich RB Leipzig da wahrscheinlich auch einsortieren. Viel spannender, viel spannender, um diese wunderbare Taf-Überleitung zu machen. Es ist unten im Tabellenkeller, wo ich mich noch erinnere, lieber Arndt, dass du vor einer Woche sagst, ja, jetzt kommen ja so ein paar direkte Konkurrenten oder so Leute aus dem unteren Tabellendrittel gegen die sollte Werder Bremen schon gewinnen. Das hat in Köln nicht ganz so gut geklappt. Trotz allem gibt es noch Vereinen, denen es noch schlechter geht. Unter anderem der FC St. Pauli, der sich ja wirklich hat filetieren lassen vom FC Bayern, wo hinterher alle sauer waren, nicht weil sie verloren haben, aber weil sie sich so haben abschlachten lassen und zum Schluss nur noch als Statisten rumstanden, während die Bayern die Tore gemacht haben. Und der VfL-Wazburg, wir haben ja so große Lobesgrenze für Dieter Hecking geflochten, aus Fenchel und aus Lorbeer, wie damals bei Asterix. Es hat nicht geholfen. Sie kommen einfach nicht raus aus der Kiste. Nee, vor allen Dingen jetzt sind sie so weit, dass wirklich eigentlich nur noch die Relegation denkbar ist, wenn überhaupt. Und wenn jetzt aber St. Pauli zwischendurch nochmal ein Spiel gewinnt und Wolfsburg schafft es nicht, also Wolfsburg spielt jetzt bei Union, müssen wir auch gleich noch drüber reden, und hat dann, lass mich mal gucken, wenn St. Pauli gegen Heidenheim spielt, wo sie ja vielleicht punkten, hat Wolfsburg-Gladbach. Und ich glaube, an dem Spieltag, das Spiel gegen Gladbach, ist die allerletzte Chance für den VfL Wolfsburg. Nochmal einzugreifen. Gladbach ist natürlich auch etwas durchwachsen, was die jetzt so zusammenspielen. Ich glaube, wir wissen in zwei Spieltagen mehr. Dann hat entweder St. Pauli Heidenheim nochmal reingeholt, das könnte ja auch nochmal hochspannend werden. Oder St. Pauli holt die Punkte in Heidenheim und ist dann mindestens auf Kursrelegation. Also unsere fachliche Expertise können wir jetzt ja dann tatsächlich vielleicht ein bisschen vertagen, weil wir nicht genau wissen, wie es ausgeht. Das ist manchmal beim Fußball so. Aber wir können mal festhalten, dass sich zumindest beim VfL Wolfsburg gegen das allgemeine Wolfsburg und VfL-Bashing so ein ganz kleines bisschen Widerstand erhebt. Also ich habe einen VfL-Podcast gehört, wo so, ich glaube, örtliche Redakteure von den Wolfsburger Nachrichten oder von der Wolfsburger Depesche mokierten darüber, dass es ausgerechnet aus Braunschweig, aus der Nachbarschaft Braunschweig, Häme gibt. Da ging es los. Die haben doch den Kommerz erst reingebracht in die Bundesliga mit dem Jägermeister Dingeln und also mit dem Hirsch auf der Brust. Das Einzige, was in Braunschweig Tradition hat, das ist Erfolgslosigkeit und außerdem, wir waren auch eine Mannschaft, die es eigentlich gibt, seit es die Stadt überhaupt gibt, die Kraft durch Freude, Kraftwagen, Stadt und so weiter. Also ich sag mal so, in Wolfsburg ist man ein bisschen angepisst, dass sich jetzt alle so lustig machen. Aber ich glaube, das hat man sich redlich verdient, das muss man aushalten. Macht dich die 2. Liga eigentlich nicht wahnsinnig, hab ich dich, glaub ich, schon mal gefragt. Ich finde, über diese Live-Tabellen oder so, dann hast du in den Tabellen 17 und dann schießt du ein Tor, zack, plötzlich Zwölfter. Der 13. kassierte Tor, zack, plötzlich auf 16. Und das geht ja wahrscheinlich noch ein paar Wochen so. Die sind ja nach wie vor nur vier Punkte getrennt, der Elfte vom 18. Da kann jede Woche mal alles wieder komplett durcheinander porzeln. Ja, das ist ja meine große Befürchtung. Das ist meine große Befürchtung, dass Arminia, die war nie auf einem Abstiegsplatz die ganze Zeit. Aber sie navigieren immer einen Punkt oder eineinhalb Punkte über der Wasserlinie. Und ich habe irgendwie gedacht, das ist so Arminia-esk. Das nach Pokalfinale und Aufstieg. Wir am allerletzten Spieltag noch auf Platz 16 oder 17 rutschen, weil wir irgendwie 2-1 zu Hause gegen Hertha verlieren. Also die Angst ist groß, aber die Angst ist bei allen da. Also es wird Nägel gekaut in Braunschweig, in Dresden, in Kiel, in Münster sowieso, in Düsseldorf außerdem, wo man, ja, da dürfen wir eigentlich nicht reden über die ganzen Namenswitze, die ja nun wirklich jeder gepostet hat, wirklich jeder, jeder, jeder, jeder, man dort ja auch richtig verzweifelt ist. Also das ist die verrückte Zweitligasaison aller Zeiten, zumindest im Abstiegskampf und im Tabellenkeller. Aber nur kurz ein Satz, Alexander Endezone ist Nachfolger von Markus Anfang, das hat die Kategorie Wolfgang Wolf, Trainer in Wolfsburg. Das ist so, das gibt es eben ganz selten sowas. Ja, oder Fabian Nürnberger in Nürnberg, fand ich auch schön. Stimmt, ja. Der US-Hamburger ist, ne? Das ist auch so ein Ding. Da sind wir beim Thema Zweite Liga. Nee, wir wollen von der Bundesliga noch gar nicht weg. Wir müssen über Marie-Louise Eta reden. Ach so, ja. Was ist denn da los? Habe ich gar nicht so mitgekriegt. Habe ich gar nicht so mitgekriegt. Aber die Frage ist, müssen wir... Also da gibt es ja jetzt gerade unterschiedliche Handlungsstränge und unterschiedliche Meinungen. Es gab natürlich die Verkündung. Dann gab es ganz schnell die Neandertaler in sozialen Medien, die sexistischen Müll ausgeschüttet haben in irgendwelchen Kommentaren. Dann gab es Union, die sich sehr klar dazu verhalten haben. Dann gab es auch viele Leute, die gesagt haben, ey, mach doch da nicht so ein großes Thema draus, lass die doch einfach mal machen und vielleicht ist das eine gute Trainerin, nur die gewinnt ihr erstes Spiel und dann ist gut. Und dann halten viele Leute endlich den Sabbel, wie man hier im Norden sagt. Gut, wir wollten, haben wir im Vorgespräch gesagt, über die Kommentare, die erwartbar waren, jetzt nicht zu detailliert reden. Was ich mich nur immer wieder frage, ist bei Leuten, die der Meinung sind, sie müssen Dreck ausschütten über so eine Personalentscheidung, weil jetzt eine Frau auf der Trainerbank sitzt. Die haben mit Sicherheit eine Mutter, die haben, wenn sie Pech haben, auch noch Töchter Die haben vielleicht auch noch eine Partnerin, wenn sie Glück haben, wenn die Partnerin Pech hat, haben sie eine Partnerin. Wollen die das wirklich, dass man Frauen gegenüber so respektlos auftritt? Haben die das mal gelernt so, dass man das so macht? Und fänden die das gut, wenn man ihre Töchter auch so behandelt? Oder was geht da ab in solchen Leuten? Also ich glaube, solche moraltheologischen Fragen werden da gar nicht gestellt, sondern es sind Leute, die einfach ihren ganzen Unrat und ihre Minderwertigkeitskomplexe ins Internet husten. Ich bin auch ein Verfechter der These, dass man diesen Leuten einfach nicht viel Aufmerksamkeit widmen sollte. Es sind immer die gleichen 50 oder 100 Idioten und Primaten und Amöben und Einzeller, die sowas machen. Ich kann ja nur sagen, also wenn ich jetzt mal so in die breite Fußballszene hineinschaue, wie die Reaktionen auf die Bestallung von ETA als Cheftrainerin bei Union sind, die sind durchweg positiv, durchweg ermutigend und wir reden tatsächlich dann mit Horst Held vor der Kamera und anderen nur über diese 50 Vollidioten, die da das Internet vollschmieren. Das ist einfach so. Damit muss man, glaube ich, leben. Dazu gehört auch ein bisschen Medienkompetenz. Du hast das ja inzwischen auch bei Twitter und anderen Diensten. Wenn irgendjemand was Progressives schreibt, irgendwas, was Sinn macht. Du kannst 20 Minuten abzählen. Nach 20 Minuten kommen die ganzen Ritterkreuzträger und Typen mit goldenen Retrievern irgendwie im Profilbild oder Leute, die selber aussehen, als ob sie, ganz egal, ob es aus West- oder aus Deutschland kommen, irgendwie die menschgewordenen Wendeverlierer sind. Also alles totale Vollidioten, die noch nicht mal Orthographie können, die noch nicht mal Hauptsätze bilden können. Wollen wir uns über die wirklich noch so lange echauffieren? Ist doch super, dass die da ist. Und ich finde, viele, gerade Frauen haben mir das richtig gesagt, einfach arbeiten lassen, sich darüber freuen, dass der 1. FC Union diesen Schritt geht. Und damit ist gut. Also sie wird wie alle anderen auch am Erfolg gemessen werden. Es ist ihr zu wünschen, dass sie das hinbekommt. Und ich muss sagen, die Ausgangslage, die ist ja jetzt nicht, sagen wir mal, Düsseldorvesk oder nicht wie bei Münster in der 2. Liga, sondern die haben noch ordentlich Vorsprung. Sie wissen, dass da unten eine ganze Menge Mannschaften drin sind, die gerne mal mit dem Hintern einreißen, was sie mit den Händen aufgebaut haben. Du hast St. Pauli, du hast Wolfsburg. Die werden mit dem Abstieg nichts zu tun haben und die wird das schon hinbekommen, nur St. Pauli. Jetzt so einen riesigen gesellschaftlichen Überbau drüber zu pflanzen, ich glaube, das mag sie selber nicht und das wird ihr auch nicht gerecht. Man muss dazu sagen, sie ist bislang U19-Trainerin gewesen. Also es ist nicht so, dass sie aus dem Universum irgendwie runtergepurzelt ist. Man hat ins Überlegspiel, man nimmt mal eine Frau, weil es eine Frau ist, sondern die hat da gute Arbeit geleistet und sie würden ihr diesen Job nicht antragen, wenn sie ihr das nicht absolut zutrauen würden. Und ich finde eben das Ding an solchen Kommentaren, um es ein letztes Mal zu thematisieren, du kannst die ganz schnell ins Leere laufen lassen, indem du die Leute, die so einen Kommentar schreiben, einfach fragst, Weshalb glaubst du denn, kann die das nicht? Weil sie als Frau zu doof ist? Warum? Und dann muss ja irgendeine Antwort kommen. Dann stellst du dich natürlich selbst ganz schnell selbst in den Senkel, wenn du sagst, ich halte Frauen grundsätzlich für zu dumm, um Fußballtrainer zu sein. Dann bewegst du dich auf einer Ebene, da brauchst du nicht mehr viel zu diskutieren. Arnd, du bist ein wahnsinniger Optimist. Du gehst doch tatsächlich davon aus, dass diese ganzen Volltrottel an Dialog interessiert sind. Daran sind sie überhaupt nicht interessiert. Die wollen auch keine Debatte führen. Die wollen sich auch nicht überzeugen lassen. Das sind Leute, die auch wahrscheinlich bei Wahl-Timmy noch irgendwie am Strand stehen und sagen, gib dem doch mal ein Luftkissenboot. Und das sind Leute, oder die bei Chico damals 2015 bei dem Kampfhund, der eingeschläfert wurde, eine Demo gemacht haben in Hannover. Also das sind solche Leute, an die kommst du argumentativ, glaube ich, gar nicht ran, weil die wahrscheinlich so ein IQ knapp über Zimmertemperatur haben. Ich glaube, einfach weitermachen, ignorieren, weil Öffentlichkeit und Wahrnehmung und Empörung, das ist ja das Ziel all solcher Beiträge. Man kann aber auch mal festhalten und lobend festhalten, dass der 1. Zirr Union das auch nicht nur deswegen gemacht hat, weil die gerade auch noch im Staff da war und einen ordentlichen Arbeitsvertrag hatte. Sondern, und da muss man in der 1. FC Union wirklich mal loben. Frauenfußball dort einen anderen Stellenwert hat als in anderen Klubs, wo die sich auch irgendwie sagen, ja, Teilhabe muss ja sein und wir brauchen jetzt auch eine Frauenmannschaft, um attraktiv zu bleiben. Beim 1. FC Union hat es eine große Präsenz. Es ist auch kein Zufall, dass so viele Zuschauer auch zur Frauenmannschaft kommen, die in der 2. Liga spielt. Kein Zufall, dass dort man sich auf Augenhöhe begegnet. Das machen sie richtig gut. Und das ist, glaube ich, auch der Weg, wie es funktionieren kann. Dass du nicht einfach nur Geld reinballerst und sagst, gehört halt irgendwie dazu, sondern das wirklich auf Augenhöhe machst und letztlich ist deswegen auch innerhalb dieses Vereins diese Bestallung und diese Personalie nicht so merkwürdig, wie sie möglicherweise, sag ich mal, bei Bayern wäre oder bei HSV oder anderswo, wo das möglicherweise nicht so gelebt wird. Jedenfalls spielen die jetzt gegen Wolfsburg und das wird, glaube ich, eins der ganz großen Spiele, was die Aufmerksamkeit angeht, an diesem Wochenende. Wollen wir jetzt, ist er jetzt, geht der noch oder kannst du es sehen? Ja, für mich ist eigentlich eine andere Frage, denn es gab durchaus einen einzigen in unseren Spotify-Hörer- und Leserkommentaren, der gesagt hat, bitte den kleinen Verein vor den Leserbriefen präsentieren. Und das ist ein bisschen die Frage, behalten wir das jetzt bei, bloß weil einer es gesagt hat, man nennt das ja auch anekdotische Evidenz, einer hat es gesagt, oder schieben wir es wieder ans Ende. Was sagst du, Arndt? Du darfst entscheiden. Och, ich könnte den kleinen Verein auch jetzt schon nehmen. Ja, dann machen wir jetzt mal schnell den kleinen Verein. Und ich möchte mal sagen, es ist wunderschön, es ist wunderschön, was es zu erzählen gab, weil ich hatte es ja schon in der letzten Ausgabe erwähnt, dass der beliebte Kabarettist Klaus Hafenstein, den wir aus dem Gong kennen, weil er den kleinen Gong dort gehostet hat und überhaupt auch jemand war, der sportlich sich sehr gut auserkannt hat. Der hat einen Namensvetter in Böhlen und zwar beim kleinen Verein. Liebe Freunde, es geht um die BSG oder inzwischen den SV, die Sportvereinigung Chemie Böhlen. Und Böhlen liegt südwestlich von Leipzig und ist irgendwie ein typischer DDR-Klub und ist zugleich kein typischer DDR-Klub. Und ich werde dieses Mysterium auflösen, denn der Klub hat die typischen Umbenennungen der frühen DDR-Zeit mitgemacht, als sich die ganzen Betriebssportgemeinschaften formiert haben. Es gab erst die BSG Benzinwerk und die BSG Brennstoff, dann Aktivist West und Aktivist Mitte. Und schließlich wurde aus beiden die BSG Aktivist Böhlen. Und dazu muss man auch wissen, dass Bölen ab der 20er Jahre schon eine Stadt war, in der massiv Braunkohle abgebaut worden ist. Und der Tagebau Bölen, so jetzt kommt es, hättet ihr nicht gedacht, war der damals größte Tagebau der Welt. Also nicht Sachsens, nicht Deutschlands, sondern der Welt. Mit ein paar anderen superlativen mehr, nämlich noch wie der längsten Förderbrücke weltweit und so weiter. Also wirtschaftlich prosperierend, hinterher natürlich immer so ein Niedergang, wie das immer bei Braunkohle-Tagebau so ist. Auf jeden Fall gab es eine große sportliche Zeit von Schimibölen und das war eine DDR-Oberliga. Also die oberste DDR-Liga gegen die ganzen Branchengrößen gekickt und zwar von 77 bis 79, 80, 81 und 82, 83. Wirklich gegen den 1. FC Magdeburg, gegen Lok Leipzig und andere gekickt. Großartige Derbys, großartige Spiele und einmal sogar gegen den 1. FC Magdeburg mit 1 zu 0 gewonnen. Das war das größte Spiel und der größte Triumph von Chemie Böhlen. Es ging also immer wieder rauf und runter und besonders bemerkenswert war, dass Klaus Habenstein 77, 78 mit 15 Treff- und Torschützenkönig geworden ist, Obwohl er zwischendurch auch Libero gespielt hat. Und um die Atmosphäre ein bisschen einzufangen, hier ein paar zeitgenössische O-Töne. Die Auer-Elf scheint den Böhlener zu liegen. Denn von den bisherigen 7-Punkt-Spielvergleichen konnten sie 5 siegreich gestalten. 5 Minuten vor Spielende klückte dem eingewechselten Bittner gar das 4 zu 0. Dazu gehörte der 33-jährige Klaus Hafenstein von Semiböhlen. Hafenstein schoss nach einer Viertelstunde das 1 zu 1. Konzentration beim ersten Strafstoß. Besonderes Togesprüher bewies einmal mehr der Böhlener Hafenstein gegen Dresden. Reaktionsschnell auf den Stand. Jetzt steht der Böhlener Alleskönner bei acht Toren, wobei er unter anderem auch zwei Freistöße direkt verwandelt hat. Sein zehntal. Einer der Helden des gestrigen Tages, Hubert Suchanke, Torhüter der BSG Chemie Böhlen. Hubert, das war ja ein tolles Ding, was sie da gemacht haben. Ich höre vor allen Dingen das grüne Tramwort, das war es hier unvorbereitet. Also damit könnte ja niemand rechnen. Arnd, du könntest durchaus ein bisschen begeisterter gucken. Für mich ist es auch sechste Stunde. Es geht weiter mit dem herrlich schnodderigen Ton des Reporters. Ihr habt es eben gehört. Wir haben das Spiel nicht gesehen. Erzählen Sie doch mal. Das hat mir sehr, sehr gut gefallen. Was übrigens auffällt beim Betrachten der DDR-Oberliga in diesen Jahren. Arnd, ich weiß nicht, ob dir das auch mal aufgefallen ist. Das ist ja eine kuriose regionale Verteilung damals gewesen. Also es gab so eine Art umgedrehtes Match-Gener-Problem. 85 Prozent der Klubs kamen damals aus dem Süden der DDR. Also Halle, Leipzig, Gera, Karl-Marx-Stadt, Zwickau, Erfurt, Jena, Dresden und Gera. Alles in so, glaube ich, 150 Kilometern Entfernung. Und im Norden war nix. Kannst du dir das erklären, warum das so war? Hat man im Norden nicht Fußball gespielt? Das ist mir noch nie aufgefallen, ehrlich gesagt. Aber jetzt, wo du es sagst. Ja. Aber Hansa Rostock war so eine Fahrstuhlmannschaftszeit, war ja nicht dann. Ja, das war ja das Kuriose, dass Hansa Rostock genau zum Ende der DDR-Oberliga, also die Wendezeit war, plötzlich angefangen hat, erfolgreich zu sein. Und die zogen dann ja in die Bundesliga ein. Also das war genauso wie im 1. FC Union und NG Cottbus. die Gnade des späten Erfolges. Also, will nur sagen, das war damals ein bisschen kurios, diese Verteilung. Es gab ein paar berühmte Kicker, die vor oder nach ihrer großen Zeit bei der DSG Chemie in Bölen angeheuert haben. Fällt dir irgendjemand ein? Was denkst du, wer kam aus Bölen? Alter, ähm... Schwierig. Frank Rost, mein Lieber, Frank Rost kam aus Bölen, beziehungsweise hat dort, er hat in seiner Jugend in Bölen gespielt und außerdem Bernd Hopsch. Da gab es noch ein paar andere, wie Frank Baum, den Mannschaftskapitän von Lok Leipzig in den 80ern, aber Bernd Hopsch Und ich zitiere mal aus der Chronik, der gelernte Maurer bestritt 29 der 34-Punktspiele und wurde mit elf Treffern zusammen mit Urgestein-Klaus-Havenstein Torschützenkönig der Mannschaft. Ist das nicht schön, dass es das früher noch gab? Der gelernte Maurer. Stell dir mal vor, wenn das heute noch so wäre, der gelernte Elektroinstallateur Jamal Mouziala zum Beispiel. Fände ich irgendwie schön. Er hat wirklich ganz wenig Technik gehabt, aber alles durch Mentalität. Der wollte einfach immer alles. Und es war ein wirklich sehr limitierter Spieler, aber ein ganz toller Stürmer eigentlich. So nämlich. Es gab dann nach der Wende noch ein paar bizarre Wolken, weil bei so vielen Klubs gab es auch bei Chemie Böhlen kein Geld mehr. Und dann zwischendurch hieß der benachbarte Konkurrent Chemie Leipzig. Danach wurde ja so wahnsinnig viel umbenannt. Auch BFC Dynamo hieß dann glaube ich FC Berlin plötzlich und hatte das Brandenburger Tor im Wappen. Auf jeden Fall gab es Chemie Leipzig nicht mehr, sondern die wurden der FC Grün-Weiß-Leipzig und der kam sportlich nicht von der Stelle und war sogar noch hinter Böhlen und zack wurden beide Klubs fusioniert zum FC Sachsen-Leipzig. Das war glaube ich auch der Laden, wo dann Michael Kölmel einstieg und da Geld reingeballert hat, bevor er das Stadion glaube ich an Fuschel am See verkauft hat. Böhlen gab dann zehn Spiele ab, also den Kern des Kaders und die restlichen Spieler traten das SV Chemie-Böhlen in der Bezirksliga Leipzig an. So, und jetzt ist Ende des Impulsvortrages. Zum Ende dieses fesselnden Vortrags kommt eine etwas tragische Note rein, denn der ruhmreiche SV Chemie Bölen hat derzeit keine Herrenmannschaft. Und jetzt kommt die hoffnungsvolle Duftnote, einen sehr rührigen und engagierten Jugendbereich. Und sie haben inzwischen immerhin einen Jugendunterbau bis zur C-Jugend. Und das wird jetzt immer weiter wachsen. Und irgendwann gibt es wieder eine ruhmreiche Herrenmannschaft. Und dann, lieber Arndt, denn ich hatte Kontakt zu André, einem der Kollegen, die dort den Jugendbereich machen, es ist dein Geläster über das Wappen, über das sehr, sehr hässliche Wappen, wurde dort mit Unverständnis und Traurigkeit aufgenommen und möglicherweise wird, wenn irgendwann ein bisschen wieder Kapazität ist, ein neues Logo geschaffen, wegen dir. Das ist auch deprimierend. Ich habe ja die ewige Tabelle der DDR-Oberliga aufgerufen, da stehen sie auf 28 hinter Stahl-Altenburg und vor Stahl-Eisenhüttenstadt und diese unteren Vereine aus der DDR-Oberliga-Geschichte, die gibt es fast alle nicht mehr oder sie spielen eine so kleine Rolle. Da ist kaum ein Verein, der gesund noch überlebt hat. Da sehen wir Kreisliga, Saale-Kreis. Ach doch, Vorwärtschwerin spielt Oberliga Nordost, immerhin. Und Lichtenberg spielt Regionalliga Nordost, aber ansonsten ganz viele Vereine aufgelöst oder ganz weit unten. Es scheint ein schweres Wasser zu sein. Definitiv, sage ich dazu. Und jetzt, liebe Freunde, sehe ich schon wieder einen tänzeln hinter den Kussen. Vielleicht hat er sich auch diese wunderbare Maxime gemacht, dass man immer erst mal aufs Klo muss, kurz bevor man auf den Auftritt kommt, damit man angespannt ist. Beim Auftritt, hat mein Burgschauspieler gesagt. Er hat möglicherweise auch noch einen Notdorf zu verrichten, aber jetzt zieht er sich seine Chippendale-Hose an und sein glitzerndes Jackett und er nimmt das Mikrofon in die Hand und jetzt kommt er hinuntergetänzelt. Die Show treibt. Grüße euch. Grüße euch. Du musst hier jetzt mal lachen. Gar nicht aggressiv, ganz toll, dass du da bist. Ja, ich habe gerade noch ein paar alte Leserbriefe abgeheftet, während du hier den Vortrag gemacht hast. Ist ja gewonnene Zeit für mich alles. Sollen wir direkt wieder auslosen, das Glücksrad drehen? Ja, bitteschön. Schmeißen wir es an. Na klar, los geht's, drehen wir es. So. Wer ist es denn? Wer ist es denn? Es bleibt stehen beim Bonner SC. Bonner SC? Da habe ich mal studiert. Du hast beim Bonner SC studiert? Ja, ich habe im Bonner SC studiert. Insolvenzkunde. Nein, aber ich war mal natürlich zu Gast im Sportpark Nord mit diesen wunderbar bewaldeten Tribünen. Herrlich. Gut, da fällt mir natürlich ein, deutscher Meister der Damen damals noch. Einer der ersten offiziellen. Mit Beverly Ranger. Als Superstar und Torschütze des Monats. Aber bei den Männern. Ich hatte mal eine sehr nette Begegnung mit Männern, mit Kollegen vom Bonner SC bei einem Auftritt. Ja, die spielen in der Regionalliga auf jeden Fall wieder. Ich weiß aber gar nicht, wie gut es Ihnen gerade geht, aber das werden wir nächste Woche dann alles ergründen hier. Also, liebe Leute von Bonner SC, habt ihr einen guten O-Ton, guten Vereinssong, irgendeinen Vereinsheron, der sich äußern möchte, meldet euch doch einfach. Ja, ich weiß nur noch Hans Viol, der wunderbare Präsident, der dann 840 Kubaner nach Bonn verschiffte, um dort zu reüssieren. Das hat aber auch nicht so richtig hingehauen. Aber wir kommen zur Leserpost. In einem riesigen Jutesack präsentiert von Frimpong Timmerenke. Ja, starten wir mal rein. Veit hat uns geschrieben. Seit einiger Zeit und stetig wachsend, wird bei persönlich gelungenen Abwehraktionen gern ein brüllendes Ja! Ausgestoßen. Wichtig dabei ist offensichtlich ein Gesichtsausdruck wie ein Barbar, der sich gleich auf Römer stürzen wird. Freude sieht jedenfalls anders aus. Was soll das? Stellt man sich damit heraus oder fliegt der Druck raus? Auf Kreisfußball-Ebene habe ich auch schon Spieler erlebt, die brüllen, wenn der Gegner übers Tor schießt. Was haltet ihr von dieser neuen Unart? Hm. Ich bin mir unsicher. Prinzipiell finde ich es schon ganz gut, wenn die Grätsche, die Blutgrätsche, also auch gerade mit klarer Verletzungsabsicht auch mal wieder gefeiert wird. Also diese klassische Uli Borowka-Spielweise aus den 80er Jahren mit leichter Einschüchterung des Gegners, finde ich gar nicht so verkehrt. Andererseits nutzt es sich natürlich auch schnell ab, wenn du irgendwie jeden ins ausgekickten Ball so feierst, als ob du gerade ein Tor gemacht hättest. Ich glaube, es ist so ein bisschen das Bedürfnis von Abwehrspielern auch wahrgenommen zu werden. Ansonsten ist die Schreierei, aber das kann ich jetzt nur aus sehr, sehr vielen auch betrachtenden Kreisfußballspielen auch in der Jugend sagen, hat sich durchgesetzt. Also die Leute brüllen sich inzwischen ja auch an, wenn sie ein Tor schießen. Also früher wurde so ein Tor durch das Hochrecken der Arme angezeugt. Inzwischen brüllen sich auch in der Jugend zehn Spieler wahnsinnig laut an und brüllen alles raus. Also ja, ist so eine Mode, ist so eine Mode, wird sich möglicherweise auch ein kleines bisschen verflüchtigen wieder. Aber ist doch okay, die können nicht so oft über Tore jubeln und brauchen das aber vielleicht mental, keine Ahnung, vielleicht ist das wichtig. Mussten wir mal einen Abwehrspieler fragen. Ja, Frimpong musste nicht so verurteilen, musste ja gar nicht so aggressiv sein. Ich verurteile da gar nichts. Schade. Ich habe das gestern sehr gern gesehen, wie Upa Mikano, als er Vinicius Junior abgekocht hat, einfach alles rausgebrüllt hat. Ich finde es total gut, es gibt es ja auch im Basketball und so, nach einem richtig guten Block, dass da einfach mal alles rausgeschrien wird. Ich finde es auch total verdient, warum soll man nur Tore bejubeln? Also, wir sind 3 zu 0 gegen den Leserbriefschreiber. Punkt. Also das ist wirklich, das ist ja von gestern. Das kann man ruhig heute mal so machen. Und Jorma hat uns geschrieben, wo ich erst dachte, gibt es nicht eine Fußballschuhmarke, die so heißt? Nein, Jorma ist dieser Laden, wo du so billigen Kaffee kriegst am Münchner Hauptbahnhof. Das ist blau-gelbe Logo, Jorma. Stimmt, und die Schnittlauchbläze. Da wird gerade umgebaut. Ich weiß nicht, ob es das immer noch gibt. Ja, die Schnittlauchbläze. Es geht nämlich um das Thema Fußballschuhe. Ich dachte, das wäre so versteckte Werbung, die wir uns hier reinholen. Hallo Jorma. Aber wir wollen es auch gar nicht mal Namen lustig machen. Nein. No jokes with names. Schlitter genauso wie Fußballer in modernen Fußballschuhen. Darum geht es nämlich. Mir ist schon seit einiger Zeit aufgefallen, dass Spieler unendlich viel rutschen und keinen Stand haben. Aktuelles Beispiel Kaiserslautern gegen Bochum. Ich finde, dass es im Millionengeschäft ein No-Go ist, dass man sich nicht auf die Beschaffenheit des Platzes einrichtet, sondern einfach seine extrem teuren Modedesign-Schuhe spazieren trägt. Wo ist der Zeugwart, wenn es schon die Profis nicht hinbekommen? Das ist Kreisliganiveau. Es gibt andere Sportarten, die sich komplett mit Material beschäftigen. Ist vielleicht der Schuh, obwohl super teuer, als Arbeitsmaterial einfach unwichtig geworden? Hauptsache, er sieht gut aus. Ach, Quark, Jorba. Das würde ich mal auch ins Reich der Fabel verweisen. Also ich habe jetzt nicht so wahnsinnig viele ausrutschende Spieler gesehen. Früher, wenn so der Rasen noch mal extra bewässert wurde, gab es ja mal das ein oder andere Rutschen. Aber ist mir ganz, ganz selten aufgefallen. Dir ahnt, also dass die durch die Gegend schlittern, wie auf so einer Eiskunstlaufbahn? Also gar nicht. Also ich glaube, dass ganz im Gegenteil so ein Prozess ist, wo doch sehr, sehr genau geguckt wird, was nehme ich denn jetzt gerade? Nämlich die Noppen oder die 24er Alus? Also ich habe das Gefühl, es wird ganz im Gegenteil wahnsinnig viel Geschiss gemacht, um Schuhe irgendwie in den richtigen Bodenbelag und so weiter. Quarkjorma ist, glaube ich, so eine indische Nachspeise, so leicht säuerlich. Machst du mir mal zwei Quarkjorma noch? Ja, ich finde, es gibt wenig irritierendere Sachen, als wenn deine Mannschaft ständig ausrutscht und der Gegner nicht. Das ist selten so. Also ich glaube auch, da wird sich eigentlich sehr akribisch drum gekümmert. Deswegen kann ich auch da der Such dieser Theorien auch nicht viel Erhellendes beisteuern. So, 3 zu 0 auch hier gegen dich, Jorma. Es gibt übrigens Joma, ich belag gar nicht so falsch, ein spanischer Sportartikelhersteller. Nah dran, nicht ganz. Kommen wir zu Leonhard. Leonhard grüßt aus Wien und wir grüßen zurück. Seit dem Finale des Afrika Cups, bei dem die Balljungen dem senegalesischen Torhüter permanent das Handtuch weggenommen haben, beschäftigt mich dieses unsportliche Eingreifen spielfremder Personen etwas. In der Ausgabe des aktuellen Sportstudios wurde thematisiert, wie ein Balljunge im WM-Qualifikations-Playoff Bosnien-Italien den Notizzettel der Elfmeterschützen weggenommen haben. Bei den Bosnien wurde das meiner Auffassung nach etwas weggelacht. Naja, war unsportlich. Ich persönlich finde eigentlich, dass solche Aktionen sanktioniert gehören. Wie seht ihr das? Ist das unsportliche Mitwirken von Unterstützern wie Balljung Teil des Spiels und eine Erweiterung des Heimvorteils? Oder nehmen solche Übergriffe überhand und müssen strenger sanktioniert werden? Wie war der Begriff eben Spiel? Was? Spiel? Spielfremd? Spiel? Das war wie ein... Spielfremde Personen. Spielfremde Personen. Wie der DFB-Spielausschussvorsitzende bei der Auslosung der DFB-Pokal noch sagt, das Spielfremde Personen auf gar keinen Fall. an der Auslosung teilnehmen dürfen oder so. Aber auch da, das sind alles, ja, das ist passiert, aber ist das so, nimmt das so wirklich so überhand, dass es ein Riesenproblem wäre? Ich möchte, ich winteriere das nächste 3 zu 0, oder? Nein, 2 zu 1. Denn ich bin ein absoluter Vertreter der Ausgrenzung von Balljungen. Ich finde, dieses Genre ist in den letzten 10, 15 Jahren völlig ausgeufert, dass Balljungen nicht mehr ihrem Job nachgehen, nämlich den Ball zuzuwerfen, sondern glauben, irgendwie noch so eine Aktion liefern zu müssen. Also es gab ja sehr, sehr viele Situationen, kannst du dir ja ganze zusammengeschnittene Clips im Internet angucken, wo Balljungen versuchen, den Ball möglichst schnell einzuwerfen oder ihn verstecken vor den auswärtigen Spielern. Da finde ich eine absolute Unart. Ich finde es deswegen auch sehr, sehr gut, dass es jetzt offenbar auch in der Bundesliga ja so sein soll, dass überall so Bälle am Seitenrand einfach platziert werden, auch so Hütchen. Und dass sich die Spieler die selber nehmen können, sodass du keine Balljungen mehr brauchst. Das mag ein oder zwei Situationen gegeben haben. Entschuldigung, ich werde ja auch gerne auch nochmal zu Ende sprechen dürfen. Aber es ist doch kein Riesenproblem, oder? Doch. Doch, ich hasse so naseweiße 10-, 11-Jährige, die dann glauben, irgendwie den Max markieren zu müssen. Also eine richtige Unart ist das. Das muss ich mal so als Benimmlehrer sagen. Ich finde, die haben einfach den Ball zuzuwerfen und gut ist. Das ist so ein bisschen so, wir haben auch schon drüber gesprochen, Stadionsprecher müssen irgendwie sich ihrer Rolle bewusst sein, Balljungen auch. Ich finde, auf dem Spielfeld kannst du dir so gegenseitig irgendwie vor die Mappe hauen und kannst du sein wie Antonio Rüdiger oder wie Vinny Junior oder wer auch immer. Aber ich finde Balljungen, dass die jetzt auch noch denken, sie müssten quasi spielentscheidend sein. Das sind spielfremde Personen, wie der DFB-Kontroll-Ausschuss sagen würde. Spielfremde Personen. Insofern bin ich hier auf der Seite des Leserbriefschreibers. Punkt. Es wurde eine Zeit lang leider auch sogar so abgekultet. Die super Aktion des Balljungen hat, glaube ich, noch irgendjemand mit dem eingeschlagen. Da gibt es ja Videos von, da wird ja auch ein total falsches Verhalten irgendwie befördert. So nämlich. Ich muss auch sagen. Es steht 2 zu 1 gegen dich, Arndt. 3 zu 1, wenn wir den Leserbriefschreiber noch mitrechnen. Also erstens diese Vorlage des Balljungen bei dem deutschen Tore, bei dem Eckball da gegen Italien. Das war kurz lustig und dann aber ganz schnell, als er dann irgendwie 20 Mal interviewt wurde, nicht mehr. Und was ich ganz unangenehm fand, ist gerade diese, ich kenne noch diese Szene noch im Kopf, wo der Balljunge von, ich weiß nicht, was Eden Azar getreten wurde und es wurde ein Riesen-Politikum draus. Du saßt darauf vor, dass der Balljunge nichts anderes vorhatte, als mal ins Fernsehen zu kommen, um sich einmal da irgendwie zu produzieren. Da habt ihr recht. Okay, doch 3-0. Du bist ja auch bereit, deine Position zu verändern. Ja, muss ich immer hinterfragen. Gerade in unserem Alter sollten wir die Flexibilität noch zeigen, lieber Art. Gut. Sack ist leer. Keine weiteren Briefe. Schickt gerne neue Hot Takes, Meinungen, was auch immer für die nächste Woche. Darf ich mal fragen, warum ich auch nur leicht schwimmelige sexuelle Andeute machen müssen und sofort kommt der Dödel-Content-Jingle und bei Sack ist leer läuft nix? Dankeschön. Da muss er auch hin. Los jetzt! Und, liebe Freunde, hätte diese Folge schöner enden können als mit dem Döddel-Content-Jingle, der so oft gefordert wird. Genauso oft, wie gefordert wird, dass die Frimpong-Einlaufmelodie endlich auf MP3 rauskommt, damit wir endlich mal in die Charts durchstarten können. Das machen wir vielleicht nächste Woche. Dann sind wir wieder da, wissen möglicherweise auch schon, wie es im Abschiebskampf aussieht, ob Werder Bremen möglicherweise schon gerettet ist. Man weiß es ja nicht. Gegen wen spielt ihr überhaupt am Wochenende? Gegen den HSV. Oh, gegen den HSV. Ja, das ist ja spannend. Das ist ja spannend. Da sind wir mal gespannt und hoffen natürlich, dass ihr euch errettet, Zumindest mit einem knappen Unentschieden. Und sind nächste Woche wieder da. Jutje Laund, würde ich mal sagen. Jutje Laund und nicht so aggressiv wie der Frington, diese Ausgabe. Du wünschst es. Macht's gut, ihr Lieben. Na toll. Na, immerhin, mein Lieber. Man muss kleine Brötchen packen. Ciao, macht's gut. Tschüss. Also in diesem Sinne, bleibt's gesund. Alles Gute und bis demnächst. Danke. Das war Zeigler und Köster, der Fußball-Podcast von Elf Freunde. Ihr hörtet eine Produktion im Auftrag von RTL+. Unser Redakteur im Studio heißt Tim Pomerenke, Audioproduzentin und Sprecherin Henni Koch und am Mikrofon saßen bei Zeigler und Köster, wenig überraschend, Arndt Zeigler und Philipp Köster.