Und Philipp, es klingt jetzt schon dramatisch und wir haben auch gar nicht angefangen. Was ist los mit dir? Ja, ich klinge schlechtgewissig, weil ich gerade ich persönlich zynisch und besserwisserisch die Champions League klein geredet habe, schlecht geredet habe. Dabei ist die Champions League ein Premium-Produkt, wie wir es am Dienstag gesehen haben, am Mittwoch gesehen haben. Berauschende Spiele, insbesondere am Dienstagabend, neun Tore zwischen PSG im Parc des Princes, wie wir Franzosen sagen, gegen den FC Bayern. Und Luis Enrique hat hinterher gesagt, dass er das beste Spiel gewesen, das er als Trainer jemals gesehen hat. Und da können wir uns nur anschließen. Ja, gestern habe ich gar nicht gesehen, Atletico gegen Arsenal. Konnte aber nicht ganz anstinken gegen das Bayern-Spiel, oder? Nein, konnte aber nicht anstinken. Wir bei Elffreunde haben getitelt, ein Spiel der Ideen. Was immer heißt, es ist nicht so wahnsinnig viel passiert auf dem Rasen. Offenbar zwei Systeme. Für taktische Genießer, hätte Gerd Rubenbauer gesagt. Ich muss tatsächlich sagen, dass das Einzige, was gestern bei mir hängen geblieben ist, wie sehr ich Diego Simeone hasse, dieses ewige Gefuchtel. Dann ging es, als es den Handelfmeter für Atletico gab, ein wildes Pantomime-Gezappel von Simeone, was immer und über das Jahr und über die Jahre hinweg immer unerträglicher ist. Das hat mich gestört. Ansonsten war es ein ganz nettes Spiel, aber hat nicht standgehalten. Aber wir reden über alles, über die Champions League, über Handelfmeter, natürlich auch über den Abstiegskampf in der Bundesliga, warum Bremen gerettet ist und jetzt auf die Conference League chillt und so weiter und so fort. Alles, alles, alles. Nach der Champions League-Hymne, nein! Nach dem Intro. Eine unnatürliche Gitarrenbewegung. Also es ist alles vorbereitet. Jetzt geht's los. So, also, alle sind berauscht von PSG gegen die Bayern, 5 zu 4. Da ist natürlich die Frage, es drehen ja immer alle sofort frei, sobald viele Tore fallen. Da kommt immer, was ist denn hier los? Wird immer sofort ein Spektakel draus gemacht, wobei die Fußballtaktiker immer sagen, naja, wenn so viele Tore fallen, dann sind auch viele Fehler gemacht worden. Aber ich finde ja, bei dem Spiel gab es gar nicht so viele Fehler. Es waren einfach wirklich richtig, richtig gute Offensivleistungen. Tolle Tore und tolle Stürmerleistungen. Und es war jetzt nicht so, dass ein Abwehrspieler nach dem anderen über den Ball gehauen hat. Außer bei dem, hast du im Vorgespräch richtig angemerkt, beim Ulise-Tor war es ein bisschen seltsam. Ja, beim 2 zu 2 durch Ulise hatte man das Gefühl, der kurv da durch die Abwehrspieler von PSG wie früher Franz Klammer auf der Streif an den Slalom-Toren vorbei. Das war wirklich beeindruckend, dass man ihn da so hat einfach frei spielen lassen. Ansonsten war es unglaublicher Tempo-Fußball, insbesondere diese überraschenden und wahnsinnig pfeilschnell vorgetragenen Konter von PSG nach dem 2 zu 2 und insbesondere so in der ersten Hälfte der zweiten Halbzeit. Das war einfach beeindruckend schöner Fußball. Und selbst wir Zyniker, die immer sagen, das ist ja nur was, wenn da dem Baumwolltrikot und mit dem alten Lederball gespielt wird. Das war dem nicht so. Also man hat die ganze Schönheit des modernen Fußballs gesehen in diesem Spiel. Und naja, ich sag nicht so, dass ich deswegen diese räuberischen Erpresser von The Zone unbedingt mit Geld unterstützen wollen würde. Aber ich war kurz davor, gestern Abend nochmal ein Abo abzuschließen. Ja, man muss ja auch sagen, es gab diese spielerische Phase als wirklich PSG, wie du sagst, als sie das 4 und das 5 zu 2 gemacht haben. Wo du dachtest, oh, das kann jetzt auch 7 zu 2 ausgehen, wenn das so weitergeht. Und dann aber als Bayern nochmal zurückzukommen, ähnlich wie sie in Mainz zurückgekommen sind, haben die nach dem 5-2 in Paris ja offenbar gesagt, nee komm, so jetzt hier nicht und dann schießen die einfach noch zwei Tore. Also das ist eine unglaubliche Stärke, die sie bewiesen haben, denn mit dem 5-2 wären sie jetzt rausgewiesen. Ich glaube, da hätte man sagen können, das kann nichts mehr werden. Jetzt ist es ein richtig spannendes Rückspiel, auf das wir uns freuen können. Und wirklich eine große mentale und auch spielerische Stärke der Bayern. Aber wie gesagt, neun Tore fallen normalerweise auf höchster Ebene im Fußball nicht. Nee, zumal, glaube ich, inzwischen die Matchpläne von Analysten und von Co-Trainerinnen so fein zisilliert sind, dass sowas eigentlich gar nicht mehr vorkommen kann, dass du von der Taktik des Trainers wahnsinnig überrascht wirst. So war es allerdings zwischendurch offene Scheunentore. Natürlich sind die Bayern jetzt froh gestimmt und wenn man hinterher den Bankettreden gelauscht hat, vom Vorstandsvorsitzenden, von Kallo Rummenigge und so weiter und so fort, die dann alle gesagt haben, das Bayern und wirklich der FC Bayern, wie er leibt und lebt. Es ist trotzdem, glaube ich, ein schmerzhaft schönes Fazit, dass Kompanie von dieser ersten Halbfinalpartie ziehen muss, weil fünf Tore zu kassieren ist gleichzeitig auch ein ganz schöner Hammer. Wenn man sich anschaut, dass das schon seit langer, langer Zeit nicht mehr passiert ist, dass die Bayern da zwischendurch mal so verprügelt wurden, muss einem das ein paar Sorgenfalten machen. Kompanie hat jetzt eine sehr, sehr flammende Ansprache gehalten, hat gesagt, wir brauchen alle, wir brauchen die Fans, wir brauchen die Supporter. Das klang ehrlich gesagt natürlich ein bisschen schablonenhaft, wie Trainer das eben so immer sagen, da brauchen wir das Publikum, so richtigen emotionalen Zugang hat er, glaube ich, dazu dann auch nicht unbedingt. Aber klar ist, das wird möglicherweise genau wieder so eine enge Partie, wie es auch das Rückspiel unlängst gegen Real Madrid war. Also ich glaube, darauf kann man sich freuen. Und ich weiß nicht, wie das bei dir war, aber man hatte ja wirklich das Gefühl, das ist eigentlich das würdige Finale. Das sind die beiden stärksten Mannschaften dieses Wettbewerbs. Und es ist fast ein bisschen schade, dass die jetzt schon im Halbfinale zusammengeführt werden. Ja, das hast du total gedacht, finde ich. Das wäre ein Traumfinale gewesen, von dem man in 50 Jahren noch geredet hätte, wenn es das Finale gewesen wäre. Es ist ja wirklich immer, ich bleibe mal bei den vielen Toren, es ist ja wirklich immer, die Mutter aller Spektakel ist ja immer das WM-Halbfinale Deutschland-Italien 1970, wo immer alle sagen, das war das Jahrhundertspiel. Das ist 3 zu 4 ausgegangen aus deutscher Sicht, aber das ist ausgegangen so, weil wirklich ein Abwehrspieler nach dem anderen nicht mehr konnte irgendwann, bei furchtbaren Temperaturen in Mexiko City. weil die alle über den Ball geschlagen haben und Bälle zum Gegner gespielt. Und Gerd Müller war überhaupt nicht zu stoppen. Der hat teilweise Bälle reingestolpert. Wir hören mal den legendären Moment. Ich glaube, Ernst Huberti ist der Reporter. Ich sage immer Ernst, Soberti oder Rudi Michel, da hat man eine 50-50 Chance, das stimmt. Machen wir nie was falsch. Ein maximal reduzierter Kommentar hier und ich glaube, dass das auch ein kleines bisschen das Sinnbild war dieser Partie, die ja gar nicht so super war. Also vor dem Aztekenstadion in Mexiko City gibt es ja bis heute eine große Plakette, die an dieses großartige Spiel erinnert. Und es war ja tatsächlich so, dass erst in der Verlängerung alle Grenzen, alle scheuen Tore offen waren. Die 90 Minuten waren eigentlich nicht gut anzuschauen. Franz Beckmore ist mal gefragt worden, was er vom Jahrhundertspiel hatte. Der sagte, das konntest du dir überhaupt nicht angucken, das Gekicke. Und Sigi Held, der ja auch dabei war, habe ich mal gefragt, wie er das Spiel empfunden hätte. Da hat er zuerst sehr, sehr spröde unter seinen riesigen Augenbrauen gesagt, ja, ich habe doch mitgespielt, weiß ich doch nicht. Und zum Schluss hat er dann gesagt, ja, so groß war das Spiel auch nicht. Ich war ja dabei, ich kann es beurteilen. Also ich glaube, die Spieler haben da durchaus einen realistischen Blick drauf, dass es unfassbar heiß war. Der maximale Radius jedes Spiel, das sich ungefähr bei eineinhalb Meter bewegte und deswegen auch Stürmer nicht ordentlich angegriffen wurden. Aber ich habe sie alle noch parat. Da sieht man trotzdem mal, wie das Fußballgedächtnis funktioniert. Gerd Müller Tore gemacht und Riva und Rivera und so weiter und so fort. Ja, pass auf. Und Siege Held hat das 2 zu 2 verschuldet durch Burgnitsch. Er hatte den Ball direkt vor die Füße nach dem Eckball, glaube ich. Und du hörst es richtig, wie neben dem deutschen Reporter einer Nein! Ruft in dem Moment, wo das reingeht. Ich hatte übrigens damals, ich glaube, du warst zu jung dafür, ich hatte das Sprengel-WM-Album von Ernst Huberti über die Weltmeisterschaften 66, 70 und 74. Und ich werde nie vergessen, ich habe das auswendig gelernt natürlich. Und bei dem Spiel Deutschland-Italien gab es in Knöchelhöhe über dem Boden Temperaturen von 80 Grad. Das war mittags. Ja, damit haben wir einen Vorgeschmack übrigens auf die WM 2026, wo es ja immer wieder Trinkpausen geben wird. Die natürlich, haha, böser Gedanke, alle vier Minuten eine Trinkpause, die dann natürlich auch für Werbeeinspieler genutzt wird. Das hat die FIFA eben auch schon bekannt gegeben. Womit wir wieder eine wunderbare Brücke in die Jetzt-Zeit geschlagen haben und wir einfach nochmal ganz kurz... Ja, Moment, Moment. In die Jetzt-Zeit ganz kurz nochmal zum Spiel der Bayern. In Paris. Keine Angst, ich will keine VAR-Diskussion aufmachen, aber es gab viele Diskussionen über den Handelfmeter, den die Bayern bekommen haben, kurz vor der Pause zum 3 zu 2. Durch Alphonso Davies war es, glaube ich, der bizarrerweise die Arme erst auf dem Rücken hatte und sie dann im Moment der Flanke aber rausnimmt und mit dem einen Arm, der dann vorkommt hinterm Rücken, den Ball aufhält. Da kann man natürlich sagen, ganz klar, wenn er den Arm da vornimmt hinterm Rücken, dann ist es Handspiel. Aber erstens geht der Ball, glaube ich, erst noch an einen anderen Körperteil, ich glaube irgendwie Bauch oder so, und geht dann an die Hand, wo man dachte, ja, wenn der einen anderen Körperteil geht. Aber da sagen dann die Experten plötzlich, ja, aber er hat seine Flugbahn nicht deutlich genug verändert. Also spielt da, ist eine der weiteren 105 Ausnahmen, die die Schiedsrichter drauf haben müssen. Und man muss ja wirklich andersrum sagen, die unnatürlichste Handbewegung ist, wenn die Spieler die Hände auf dem Rücken haben. Wo ja alle sagen, das wollen wir doch auch nicht. Das war also kurz der Fall und dann kurz nicht. Und deswegen gab es den Elfmeter angeblich oder eigentlich ja zu Recht, aber es war trotzdem ein völlig absurder Bewegungsablauf und absurd, dass es solche Szenen gibt. Ich habe bei dem Handelfmeter von Davis gedacht, ich bin jetzt einfach mal raus aus diesem ganzen Spiel, beurteile mal, ob das ein Handelfmeter ist oder nicht. Denn man wusste sofort, als man diese Bilder gesehen hat, erst den Kollegen Davis mit dem auf dem Rücken verschränkten Arm, ganz zuck diese Hand raus, ganz kurz und sofort hattest du auch Lutz Wagner, den legendären hessischen Idiomsprechenden Schiedsrichterexperten, der dann sofort sagte, ja, ich denke mal, das ist ein klare Strafstoß. Und dann dachte ich, wenn es so weit ist, dass einer noch nicht mal seine Hände einigermaßen locker neben dem Körper hängen lassen kann im Strafraum, sondern dass er eigentlich ohne Arme geboren werden müsste, damit es keinen Handelfmeter gibt. Da habe ich gedacht, dann kannst du den ganzen Bude eigentlich auch zusperren. Ich konnte verstehen, dass da protestiert wurde. Den kann man den ganzen Bums zumachen, du. Meine Meinung. Klare Kante von Krellertköste. Aber ich will nur sagen, wenn wir auf dieser Ebene sind, dass wir solche... Sagen wir mal, auch abprallenden Bälle von irgendwelchen Körperteilen an Hände für klare Handelfmeter nutzen, dann ist meiner Meinung nach diese ganze Diskussion komplett aus den Fugen geraten und dann erfüllt die Regel auch nicht mehr ihren Sinn. Ich finde, man kann ja alles immer danach überprüfen, dass man fragt, entspricht das dem Geist und dem Sinn des Spiels? Das ist ja bei der Abseitsregel genauso, wo wir über Millimeter inzwischen debattieren und das ist bei der Handspielregel genauso. Ja, und vor allem, das ist doch das, was das größte Problem ist, was entstanden ist, dass wir gar nicht mehr wirklich originär über den Fußball und seine Bewegung und seine Zweikämpfe nachdenken, sondern wir gucken nach, wo ist das Trefferbild? Ist der Treffer fünf Zentimeter zu hoch vom Knöchel aus gesehen? Weil dann ist es rot und wenn er fünf Zentimeter tiefer ist, ist es nur ein grobes Foulspiel und nur gelb. Da reden wir jetzt darüber, dass die Hand zwar vom Körper weg ist, aber eigentlich eine natürliche Handbewegung, aber trotzdem gehen wir mal Handelfmeter, weil es da irgendeine Ausnahme gibt. Dann haben wir, hast du mir erzählt vorher, ich habe ja Arsenal gegen Atletico oder Atletico gegen Arsenal nicht gesehen, Da gab es dann auch wieder zwei Elfmeter, das heißt eigentlich sogar drei und einer wurde zurückgenommen und da wurde wieder über Kontakt geredet. Wir reden gar nicht mehr über Foul, wir reden über Kontakt und wir reden über Trefferbild und wir reden über Handbewegungen, wo es 95 Ausnahmen gibt. Also du bewertest gar nicht mehr eine Szene, sondern du guckst nach, welche Winkelzüge muss ich jetzt anwenden, um wie zu entscheiden und das kann kein Schiedsrichter mehr leisten. So und dazu hören wir uns jetzt mal kurz den DAZN-Experten an. Der hat meiner Meinung nach sehr, sehr schön versinnbildlich durch seine Sprache, was das größte Elend eigentlich ist. Ich bin bei dir, dafür rausgeschickt zu werden, ist Wahnsinn, weil der Kontakt ist da, es ist keine krasse Fehlentscheidung. Es ist wie beim ersten Elfmeter, es ist zu soft, es ist ein Stück weit zu wenig, um im Champions League Halbfinale so zu entscheiden, aber es liegt eine Berührung vor. Wenn du dich dafür entscheidest, als Schiedsrichter zu sagen, ich sehe den Kontakt und ich pfeife es direkt. Ich glaube, dieser Expertenkommentar macht sehr, sehr klar, dass wir uns so weit davon entfernt haben, was der einfache Fußballfan noch versteht. Also wenn von Körpervergrößerung die Rede ist. Lutz Wagner verwendete 33 englische Vokabeln, die keiner verstanden hat. Und das Ganze eben noch mit hessischem Idiom, das hat das Ganze noch reizender gemacht. Ich glaube, die große Stärke früher war, dass die Leute im Stadion und vor den Fernsehern etwas gesehen hatten und sich nicht von dem Dialog abkoppeln mussten, weil sie nicht mehr verstanden haben. Diese Körpervergrößerung, die unnatürlichen Körperbewegungen und so weiter und so fort. Das ist doch alles eine Parallelwelt, in der niemand Zugang mehr hat zu irgendwelchen rationalen Argumenten und ich finde, dann soll man es doch einfach sein lassen, dann kann man einfach auch alles als Hand abpfeifen. Früher war das so, dass du einen Handelfmeter gekriegt hast, wenn einer den Ball durchs Stadion gebaggert hat oder den Ball rausgepritscht hat aus dem Strafraum. Inzwischen hast du das Gefühl, dass jeder, der sich wirklich nicht die Hände mit einem Kabelbinder hinten auf dem Rücken zusammengebunden hat, dass der dann sofort Gefahr läuft, einen Elfmeter zu verursachen. Das ist eine Erfüllung. Eine unsittliche und unschöne Entwicklung, die endlich gestoppt werden muss. Und vor allen Dingen, du hast vorhin Abseits auch schon kurz erwähnt, da haben wir ja wirklich jetzt ohne Übertreibung Szenen, wo dann geguckt wird, ob der Schnürsenkel des Abwehrspielers weiter vorne ist als das Ohrläppchen des Stürmers, gar nicht mal so sehr übertrieben. Du siehst ganz oft diese Auflösung dieser Computergrafik und selbst auf den Auflösungen erkennst du nicht, okay, aber welches Körperteil soll das denn jetzt sein? Und vor allem, wir reden dann ja ganz oft über Szenen, die entscheiden Wettbewerbe. Das kann ja sein, dass ein Stürmer frei durch ist und ein Spiel entscheidet und der ganze Wettbewerb. Es kann sein, dass die WM so entschieden wird, durch irgendein Ohrläppchen, was irgendwo vorguckt. Das ist so unbefriedigend, so unschön, dass wir dahin geraten sind. Übrigens ganz wichtiges Thema auch in der Bundesliga gewesen beim Spiel in Köln gegen Bayer Leverkusen. Martel, Handelfmeter, habe ich in meiner Sendung gesagt, ist für mich ein ganz klarer Handelfmeter, weil der geht mit dem ganzen Körper zum Ball, wehrt ihn aber letztendlich mit dem Oberarm ab, der angelegt ist. Aber er bewegt sich ja in die Richtung. Da haben mich mehrere FC-Fans, sehr, sehr nett übrigens, angeschrieben und gesagt, nee, komm, also da konnte man keinen Elfmeter geben. Und ich finde aber doch, das ist ein klassischer Elfmeter, wenn du mit dem Oberarm in die Flugbahn des Balles gehst, auch wenn der angelegt ist. Und ich glaube, dass wirklich ganz Deutschland durchgedreht wäre, wenn, angenommen, wir hätten mal wieder ein WM-Halbfinale gegen Spanien oder so und ein Spanier verhindert so einen Schuss aufs Tor, da wäre ganz Deutschland hätte komplett einen Wut-Armoglauf gestartet und dann kommt aber das Interessanteste Dann hast du diesen Elfmeter und Leverkusen verwandelt ihn und am Tag danach, ohne jede Not, meldet sich der DFB und sagt, na, da hätte man eigentlich keinen Elfmeter geben müssen. Und Alex Feuerherz sagt, da hätte man keinen Elfmeter geben müssen, weil man ja sieht, dass der den Arm noch wegnehmen will. Wo ich dann denke, ey Leute, seit Jahren, sage ich, wenn man sehen kann, dass der Abwehrspieler den Ball noch wegnehmen will, dann gibt doch keinen Elfmeter. Und trotzdem gibt es die 150 Mal, dass du siehst, Abwehrspieler zieht den Arm weg, wird noch irgendwie leicht touchiert, zack, Elfmeter. Auch da wieder eine Ausnahme, die keiner versteht. Ich teile deine Empörung, muss aber sagen, dass Alex Feuerherd wahrscheinlich in diesem Podcast noch mehr abgestrafft wird als der arme, unselige Robby Hunke. Ja, der arme Alex Feuerherd. Ja, Robby Hunke und Alex Feuerherd können aber eine Selbsthilfegruppe aufmachen. Leute, die ungerecht beurteilt werden im Zeigler-Köster-Podcast. Mein Lieber, wir müssen mal ganz kurz über den Abschießkampf in der ersten Liga reden. Bremen ist gerettet, wir haben es jetzt einfach mal festgestellt, und schielt eher in Richtung Conference League auch, weil der FC St. Pauli schminkt. Ja, ist doch so, ist doch so. Ich gucke auf die Tabelle und sehe, Union Berlin muss sich keine Sorgen mehr machen, Werder Bremen muss sich keine Sorgen mehr machen. Einfach, weil es da unten zwei Mannschaften gibt, die sich beschlossen haben, dass sie das einfach austrudeln lassen, alles. Der VfL Wolfsburg und der FC St. Pauli, die haben irgendwie gar keinen Bock mehr. Ich habe den FC St. Pauli beim FC Heidenheim gesehen und habe gedacht, geht es gegen den Abstieg oder seid ihr auf einem lockeren Mittelfeldplatz und guckt mal, dass eventuell nach der UI-Cup drin ist oder bereitet euch auf die Intertoto-Runde vor. Die Empörung ist ja beim FC St. Pauli auch groß und zum ersten Mal schlägt so ein bisschen die Stimmung um. Die Leute sagen, so kannst du eigentlich im Abschließkampf nicht auftreten. Hat dich das nicht auch ein bisschen gewundert, dass das nicht so eine Mannschaft ist, die schon nach fünf Minuten irgendwie zwei Schneidezähne weniger hat und Blut auf dem Trikot und so weiter. Da war wenig Kampf und sehr, sehr viel so, ach, läuft gerade nicht gut. Drei Punkte gegen Heidenheim verlieren. Naja, vielleicht machen wir es ja nächste Woche besser. Ja, die haben nur einmal aufs Tor geschossen, glaube ich, oder so. Ja, ungefähr so, ja. Aber ich finde auch, das Absurde ist ja, du sagst, im Prinzip lassen die es austrudeln, ganz so ist es ja nicht, weil das Erstaunliche ist ja, du hast aufgezählt Union und Werder so gut wie gerettet, Gladbach auch, mit 32 Punkten. Aber die Mannschaften, die 31 Punkte haben, die müssen eigentlich sogar noch zittern, der HSV auf 15, wenn St. Pauli nämlich jetzt gegen Mainz gewinnt, haben die 29 Punkte. Und der HSV hat ein sehr schweres Restprogramm, der HSV spielt an diesem Wochenende in Frankfurt und dann haben sie noch zu Hause, glaube ich, glaube ich nicht, ich gucke einfach nach, dann haben sie zu Hause Freiburg als machbarstes Spiel noch und am letzten Spiel, da müssen sie nach Leverkusen. Und lass die mal null Punkte holen, was ja nicht völlig absurd ist. Und St. Pauli noch zwei Spiele gewinnen, was auch nicht völlig absurd ist, weil St. Pauli hat am letzten Spieltag Wolfsburg, das Hammerspiel schlechthin, das am letzten Spieltag St. Pauli gegen Wolfsburg spielt. Also der Abstiegskampf ist ganz bizarr und ich stimme mit dir überein, dass man mit 32 Punkten wahrscheinlich gerettet ist. Du hast erwähnt, diese Conference League-Nähe, das ist ja auch noch ein Ding, dass in diesem Jahr Platz 9 für die Conference League reichen kann. Und zwar, ich habe mir das extra drauf geschafft, wenn Deutschland im UEFA-Ranking Spanien noch überholt. Sie liegen, glaube ich, hauchdünn hinter Spanien. Und sie können ja theoretisch, wenn Bayern Champions-League-Sieger wird und Adetico jetzt rausfliegt im Halbfinale. Ich weiß nicht, wie viele Punkte das ausmacht. Aber vielleicht ist das ja noch möglich. Der DFB-Pokalplatz, der wandert in die Liga, weil beide Finalisten höchstwahrscheinlich in der Champions-League spielen werden. Wenn der SC Freiburg dann die Euroleague gewinnt, was zwar jetzt erst mal absurd klingt, aber ja so absurd auch gar nicht ist, und in der Liga 8er wird, dann reicht der 9. Platz für die Conference League. Und dann sind plötzlich in der Bundesliga einige Mannschaften dichter an der Conference League als am Abstiegskampf. Wenn nämlich Augsburg am Wochenende in Bremen verliert, dann hat Augsburg 37 Punkte und Werder hätte 35. Mainz kann es dann noch schaffen, wenn sie gewinnen sollten, dann hätten sie 37. Also dann wird plötzlich Platz 9 ausgerufen. Und dann sagen aber alle wieder, ich weiß gar nicht, ob es so gut wäre, in der Conference League zu landen. Das wird auch wieder dann schwer in der Bundesliga. Aber ist es nicht auch grundsätzlich pervers, dass 9 Mannschaften die Hälfte der Bundesliga international spielen könnten, wenn alles so läuft. Das will man doch eigentlich gar nicht. Die Conference League, da sage ich inzwischen, ja, was ist das für ein geiler Wettbewerb? Einfach, weil auch mal die Mittelklasse, die weniger gut situierte Mittelklasse der Bundesliga da auch mittun darf. Ich habe lange drüber gemeckert, aber als ich gesehen habe, wie West Ham-Fans abgegangen sind, als ihr ansonsten relativ erfolgloser Klub in den letzten Jahrzehnten dann doch mal was gewonnen hat, habe ich natürlich auch sofort opportunistisch umgeschwenkt. Was ganz schön ist, muss man mal sagen, ist, dass manche Mannschaften dann doch noch mal wieder ein Saisonziel haben. Also ihr Bremer hättet ja ansonsten einfach auch nur die Gelegenheit, ja, auf Platz 12, 13, 14 irgendwie rumzuschippern. Zack, jetzt plötzlich noch Conference League. Arnd Zeigler. Fernsehgelder, aber Fernsehgelder auch wichtig. Ja, so, aber Arnd Zeigler träumt auch schon, dass er mit AIDA irgendwie zu den Ferro fährt, um dort ein Auswärtsspiel in der Conference League zu bestreiten. Ich freue mich für dich. Ich freue mich für dich, dass du international spielst nächste Woche. Nein. So. Aber guck mal, guck mal, guck mal. Die Conference League, Da hast du das Halbfinale Schachtjahr Donetsz gegen Crystal Palace und Valle Cano gegen Rassing Straßburg. Das klingt einerseits nicht nach ganz großem europäischen Fußball, aber geil ist es schon. Jedes dieses Spieler würde ich hinfahren. Ja, und ich kann nur sagen, Straßburg immer wieder eine Reise wert. Münster gibt es da ganz wunderbare Fachwerkhäuser. Es ist wirklich eine schöne Reise wert. Und bei Rassing Straßburg wird man als deutscher Klub dann ja gerne auch mal ein bisschen auf dem Platz verprügelt. Und außerhalb auch. Insofern eine gute Reise. Ansonsten will ich aber noch kurz auf das Phänomen des Tabellenrechners eingehen, weil ich festgestellt habe, der ist teuflisch. du gehst auf den Tabellenregner und weil du ja ein geborener Zyniker und Pessivist bist, tippst du Für deinen eigenen Verein, nein, wir alle generell, ich verallgemeine. Und wenn du zuhören würdest, würdest du das auch merken, ich verallgemeine. Also wir als Anhänger sind so zynisch und pessimistisch, dass wir sagen, unser Verein holt in den letzten sieben Spielen keinen Punkt mehr. Wobei man bei anderen Vereinen immer mal wieder Außenseitersiege annimmt. Oh, wir holen keinen Punkt mehr, aber Heidenheim holt noch drei Siege in Folge. Die haben alles verloren bisher, nur gegen St. Pauli gewonnen. Egal, die holen noch drei Spiele, drei, neun Punkte. Also ich glaube, man holt ja selber auch immer noch den einen oder anderen Punkt. Zum Beispiel der HSV, klar müssen sie sich ein bisschen Sorgen machen, aber die werden schon irgendeinen Punkt irgendwo holen. Und wenn es irgendwas Ergaunertes auswärts ist. Insofern würde ich mir jetzt als HSV auch nicht so große Sorgen machen. Gerade weil ich weiß, dass der FC St. Pauli auch noch da ist. Weißt du was, wie es total spannend ist? Viele von uns sind ja in Kicktipp-Runden. Und bei Kicktipp kannst du dir aber deinen Tipps angucken, wie die Tabelle aussehen, wenn die Spiele immer so ausgegangen werden, wie du getippt hast. Und dadurch kannst du sehen, welche Mannschaft du notorisch zu gut und welche du zu schlecht beurteilst. Und das ist total spannend. Da gibt es manche totalen Ausreißer, wo du siehst, okay, weil bei mir hat, glaube ich, Heidenheim nur fünf Punkte geholt bislang in der Saison. Du kannst also auch sehen, ich glaube, Eintracht Frankfurt bewährt dich viel zu gut. Über die müssen wir überhaupt auch mal reden, finde ich. Das heißt, du kannst ganz genau sehen, bei welchem Spieltag du wie darauf achten solltest, damit du den vor allem mal nicht zu schlecht oder zu gut bewertest. Du kannst sehen, psychologisch, welche Mannschaft du seit der ganzen Saison schon unterschätzt eigentlich. Das ist auch sehr, sehr interessant. Du hast eben Eitan Frankfurt erwähnt. Dort gibt es natürlich die ganze Zeit Ärger, weil irgendwie so ein bisschen der Lack ab ist beim neuen Trainer Riera. Da haben alle gedacht, diese sehr, sehr forsche Haudrauf-Art von wegen, ich springe vom Balkon und alle Leute hier hinterher, dass das jetzt die Mannschaft aufrüttelt nach dem viel zu braven Dino Topmüller. Das hat nicht so richtig funktioniert. Ein bisschen hat man das Gefühl, als ob dieser, ich will es mal nicht sagen, aber dieser Höhenflug, also dieses pausenlose, es geht nochmal höher und dann verscheuern wir wieder einen für 300 Millionen oder 2 Billionen an irgendeinen französischen oder spanischen Erstligisten und wir haben nochmal wieder einen, den hat niemand vorher auf der Rechnung und auf dem Zettel gehabt und den verkaufen wir wieder und so weiter. Also, dass dieses Prinzip so ein bisschen am Ende angekommen ist. Und das ist natürlich immer ganz spannend, wenn du so einen totalen Hype hattest und plötzlich die ganze Region noch sagt, die Eintracht, Zubay, Frankfurt, Handkiss mit Musik und Europa League, Zubay und im Herzen von Europa. Und dann zack, merkst du plötzlich, alles funktioniert nicht mehr so, wie du dann reagierst. Ich glaube ja sogar, unpopular opinion. Dass der Typ gar nicht so schlecht ist. Ein Hot Take? Ein Hot Take, sehr kontrovers. Ich glaube, dass der ganz gut zur Eintracht gerade passt, der Kollege Riera. Nicht, weil er einer ist, der so wahnsinnig draufhaut oder nochmal einen Spruch parat hat, sondern dass ich eigentlich denke, dass diese Idee von Fußball, die der spielen will, so aggressiv, auch mal wieder ein Risiko betont, als es Glasner und auch Topmüller gemacht haben, dass das eigentlich keine so schlechte Idee ist für die Eintracht. Ja, und ich Hot Take glaube das aber gar nicht. Also wenn du jetzt gerade mal Riera bei Google eingibst und bei News suchst, dann hast du die Überschriften, riesen Eklat um Riera, Riera überwirft sich mit Burkhardt. Rieras rätselhafte Entscheidung, am Beispiel Mario Götze, neue Spannung in Frankfurt um Riera. Also ich glaube auch, dass das ein interessanter Typ ist. Aber diese ganzen Probleme, die man ihm nachgesagt hat, in seinen zurückliegenden Trainerstationen, die sind ja nicht von der Hand zu weisen. Und die siehst du jetzt auch in Frankfurt. Und du musst ja ganz ehrlich sagen, auch wenn man in Frankfurt wahrscheinlich dachte am Schluss mit Topmüller, das ging irgendwie auch nicht mehr, das war kein guter Fußball mehr. Ich glaube, als Topmüller entlassen wurde, hatten sie sechs Punkte Rückstand auf die Champions-League-Plätze und jetzt haben sie 14. Also da ist keine gute Entwicklung im Gange. Ich weiß nicht, also ich bin jetzt weit weg von Frankfurt, aber die haben elf Siege, zehn unentschieden, zehn Niederlagen. Für eine Mannschaft mit einem sehr guten und sehr teuren Kader ist das sehr, sehr wenig. Naja, er hat den Kader ja auch nicht zusammengestellt und vieles von dem, was da gerade die Bilanz ist, ist möglicherweise auch nochmal die Bilanz seines Vorgängers. Insofern würde ich ihm so ein bisschen Zeit lassen, das Team zu entwickeln. Bei allem Wahnsinn, der ihn natürlich auch ein bisschen umrauscht, ist er zumindest einer, der eine klare Spielidee hat. Insofern würde ich doch mal vorschlagen, dass man ihm noch ein bisschen Zeit gibt. Mal wird ihn ja auch zum Saisonende hoffentlich jetzt nicht expedieren. Und ja, wie gesagt, wir können ja im Heim ja noch mal drüber reden. Und dann möchte ich, dass du mir auf die Schulter klopst und sagst, Mensch, schade, dass ich das damals nicht gesehen habe. Wie kurz ich gedacht habe. Sie haben Topmüller entlassen mit sieben Siegen, sechs Unentschieden, fünf Niederlagen. Und Riera hat jetzt vier Siege, vier Unentschieden, fünf Niederlagen. Das ist kein Quantensprung, wenn ich das mal so sage. Keine Erfolgsstory. Natürlich ist das keine Erfolgsstory. Und trotzdem sage ich, das ist zumindest mal erfrischend. Es gibt ja auch diese ganzen Sachverwalter, die Typen, die am liebsten noch einen Leitsordner unterm Arm mit aufs Spielfeld schleppen würden. Da mag ich ihn, weil er so eine leicht verkrachte Existenz ist. So einer, der mal draufhaut, sich auch mit den Leuten anlegt. Mir gefällt es unter Boulevardesken Gesichtspunkten. Katlin Krüger wird möglicherweise Nachfolgerin von Stefan Kunz beim HSV. Was machen wir da draus? Freuen wir uns auf die Kommentare schon. Jetzt, oder? Hey, Arnd, hast du das jetzt gerade bei Kicker? Nein, nein, nein, habe ich gestern gesehen. Ballerzeit war mal sein. Ja, ich meine, ich finde es gar nicht so schlecht. Die taucht ja immer mal wieder in der Berichterstattung auf. Aber meistens so als, wie gesagt, Teammanagerin beim FC Bayern. Da hatte man das Gefühl, die schleppt so die Trigos hinterher. Bälle auf Pumpe und Hütsche auf Stelle, wie Uli Stielicke früher gesagt hat. Jetzt wird sie in verantwortlicher Position beim HSV tätig. Man hat ja lange gewartet und immer gedacht, wer kommt denn jetzt als Nachfolger? Man hatte ja schon fast das Gefühl, Katja Kraus kommt zurück oder Bernd Hoffmann. Zack, eine überraschende Lösung, finde ich auch gar nicht so schlecht. Hat einen gewissen Charme. Sie sollte jetzt nur hoffen und bitten, dass sie nicht einen Zweitliga-Trupp irgendwie beaussichtigen muss und dass sie den Klassenerhalt schaffen. Das ist wirklich so erstaunlich. Ich frage mich mal, wie man das so hinkriegt. Wenn man wie der HSV eigentlich dachte, man spielt eine sehr passable Bundesliga-Saison und jetzt machen sich alle plötzlich wahnsinnige Sorgen und sagen alle, um Gottes Willen, um Gottes Willen, vielleicht steigen wir doch noch ab. Ich glaube, diesen Switch hinzukriegen ist gar nicht so einfach. Ja, vor allen Dingen, sie wurden ja wahnsinnig gehypt noch vor sechs Wochen oder so, wo es dann hieß, die sind jetzt so gut wie gerettet und fantastische Kaderplanung und Vuskovic, der Überspieler und so, der ist auch viel zu gut eigentlich für die untere Tabellenhälfte, aber jetzt muss man sagen, okay, Vuskovic erstens ist geliehen, muss ersetzt werden, wird nicht verpflichtet werden können, ist jetzt verletzt und ohne den ist der HSV wirklich gefühlt 50 Prozent schlechter und sie haben auch ansonsten jetzt eine Menge Leihspieler, sie haben also ein ähnliches Problem wie Werder Bremen. Auf die mit dem Finger gezeigt wurde, weil sie zu viele Leihspieler haben und sie haben eben jetzt wirklich auch noch kaum Punkte geholt und sie holen auch nicht mehr so sehr viele wahrscheinlich. Also du hast eine ganz, ganz sensible Lage in Hamburg. Ich habe mich gefreut, dass wir wieder Nordderbys hatten. Das waren zwei brisante Spiele und die haben die Liga auch bereichert, aber der HSV muss echt aufpassen. Wenn du wirklich am Schluss die Situation haben solltest, okay, HSV oder St. Pauli gehen in eine Relegation, das ist was, das hatten wir so auch noch nicht. Das sind aber auch so schlecht gelaunte Sätze. Der HSV muss aufpassen. Da würde ich erstmal auch richtig mies gelaunt in die nächsten Tage gehen, wenn man denkt, um Gottes Willen, möglicherweise jetzt nochmal eine Niederlage, noch mal mehr Sorgen. Ich glaube, der HSV sollte es einfach so machen, dass er Fiete Arp zurückholt. Das ist so ein populistischer Move, dass du jetzt bekannt gibst, Fiete Arp kommt zurück. Wo ist er denn jetzt nochmal? Bei Odense oder Odense, wie wir früher gesagt haben. Heißt es Odense oder Odense? Odense. Der dänische Klub. Odense. 22 Spiele, 8 Tore, das klingt nicht so schlecht. Ja. Er könnte die Lücke schließen, die Voskowitsch reißen wird. Ich finde ja ganz toll, das haben wir glaube ich auch schon mal irgendwann gesagt, ich finde ja ganz toll, dass er seinen Weg so jetzt gefunden hat. Dass er ganz kurz nach den Sternen gegriffen hat bei Bayern und sich wie Icarus die Flügel verbrannt hat. Und dann über den Umweg Holstein, Kiel und Udenso ist er jetzt ein guter Bundesliga, nee, überhaupt ein guter Profi. Aber ganz ehrlich, er hat seinen Weg gefunden, das klingt auch ein bisschen nach Psychiatrie-Patient, kurz nach der Entlassung. Ja, mach doch jetzt jeden meiner Sätze runter, sind wir schon wieder so weit in Deutschland. Dass ich mir jetzt für jeden meiner Sätze, meine Güte. Es ist kalt geworden in Deutschland. los mit dem. Also ich möchte einfach nur sagen, eine populistische Forderung meinerseits, Fiete abzurückholen, so ein bisschen Bodenständigkeit, dass die Leute das Gefühl haben, es sind wieder echte Hamburger, die wir im HSV kicken. Nächstes Jahr natürlich wieder Erste Liga. Dann, pass auf, Hot Take. Schalke ist wieder da. Ja. Sag mal, Schalke. Aber ey, was für ein Spiel wird das? Samstagabend das Topspiel der Zwei-Liga-Schalke gegen Düsseldorf. Ja. Und Düsseldorf wirklich am Rande des Abgrunds. Und Schalke braucht nur noch einen Punkt, glaube ich. Ja, gewinnen sollten sie. Nee, die müssen gewinnen. Ja, ja. Aber es gibt ganz viele Mannschaften, auch ganz viele spektakuläre Mannschaften. Osnabrück braucht nur noch einen Punkt für den Aufstieg in die zweite Liga. Meppen braucht nur noch einen Punkt. Unsere Freunde aus Meppen brauchen nur noch einen Punkt für den Drittliga-Aufstieg. Fortuna Köln braucht nur noch einen Punkt, glaube ich. Und Lok Leipzig braucht auch nur noch einen Sieg, um die Relegation zu schaffen. Das ist ja übrigens noch ein Ding, ne? Hast du das mitbekommen mit der Regionalliga Bayern, wo wir letztes Mal noch gesagt haben, oh, da sind drei Mannschaften oben. Nürnberg hat schon verzichtet auf den Aufstieg. Und jetzt hat Unterhaching als Zweiter auch verzichtet. Und jetzt stehen die Würzburger Kickers schon als Dritter, stehen schon fest als Teilnahme an der. Dann gegen mutmaßlich Lok Leipzig. Auch komisch, komische Liga. Ja, sehr, sehr komische Liga und befeuert natürlich auch immer noch mal die Frage, sollte unbedingt die Regionalliga Bayern weiter alleine existieren oder gibt es ja diverse Kompass-Modelle und was es da alles gibt. Also ich bin dafür, dass man zumindest diese Liga radikal auflöst und guckt, dass man die eingliedert in irgendwas Wettbewerbsfähiges. Das ist ja kein gutes Zeichen, wenn du so, oh, dritte Liga, nee, das brauche ich einfach nicht. Ansonsten freue ich mich für Lok Leipzig. Ja, klar, 100.000 Probleme, rechte Fans und so weiter. Aber ich freue mich, dass Lok Leipzig wieder da ist. und möglicherweise in der Relegation endlich, endlich auch aufsteigt, die haben ja immer so ein wahnsinniges Pech. Insofern drücke ich da ganz, ganz kräftig die Daumen, weil ich einfach finde, dass Leipzig auch, die Region Leipzig, auch einen höherklassigen Klub verdient hat. Das darf man nicht vergessen. Ja, ja, und sie spielen dann auch gegen Mehrmannschaften aus dem Freien Westen, muss man sagen. Ja, genau, die über die Sektorengrenze, über Helmstedt, in die sowjetisch besetzte Zone kommen. Wenn wir mal ganz kurz nochmal bei Schalke bleiben, das hast du ja leider Gottes so ein bisschen umschifft, indem du da aufgezählt hast. Ich finde es einfach schön, dass Schalke dann wieder da ist. Es wird das Revierderby gefehlt. Ich habe auch das Gefühl, dass der ganze Wahnsinn, den es rund um Schalke gibt. Dass der der Bundesliga unbedingt guttun wird. Unser Lieblingsschlagersänger Breitner wird jetzt, glaube ich, am 1. Mai auch seinen Baby-Bell-Song mit einer Schalke-Version neu veröffentlichen. Da freue ich mich auch sehr drauf. Und man hat das Gefühl, dieser ganze, ganze große Wahnsinn, der diesen Klub umweht, der bricht gerade wieder schön raus. Ja, also vor allem, die haben ja wirklich alle, gefühlt alles richtig gemacht mit Eden Dzeko geholt, der übrigens am Wochenende anscheinend wieder spielen kann. Also der kann auch nochmal eingreifen mit diesem unfassbar tollen Trainer, den sie da haben, wo wir am Anfang ja schon dachten, ey, der wirkt ganz cool und mittlerweile haben wir gesehen, der wirkt nicht nur ganz cool, der ist wirklich offenbar genau der Trainer, den Schalke gebraucht hat und der da einfach unfassbar gut reinpasst. Sie haben jetzt sieben Punkte Vorsprung vor Hannover. Brauchen, wie gesagt, noch die drei gegen Fortuna Düsseldorf. Fortuna Düsseldorf komplett im Eimer eigentlich, obwohl sie jetzt mal gepunktet haben. Aber die haben nur 34 Punkte und hinter ihnen lauern Magdeburg und Fürth mit 33. Das heißt, sie können auf 17 durchgereicht werden. Wie hast du euer Abstiegsduell gesehen in Münster, wo ihr ja zurückgelegen habt? Und da habe ich echt an dich gedacht und dachte, wie geht's dem Philipp jetzt? Und dann habt ihr auch gewonnen. Und vor allen Dingen, ihr habt ja den Gästeblock dann in Arminia-Farben hinterlassen. Das war ein richtig großes Spiel für die Arminia, oder? Ja, es war natürlich erstens ein Derby, zweitens war es ein Nervenkrieg nach zwei Minuten. Ich möchte dir keine Einblicke in unsere WhatsApp-Gruppe liefern, aber ich möchte mal sagen, Zynismus und Weltuntergangsstimmung waren noch sehr, sehr geschönte Begriffe dafür. Ich glaube, es war am Ende vor allen Dingen die Schwäche des Gegners. Also sich drei Tore einschenken zu lassen gegen eine Mannschaft, die selber nervös ist, die selber wahnsinnig unruhig spielt und keine ordentliche taktische Formation hat, Das war deprimierend für Preußen Münster. Die muss man ja auch leider gut sagen, wenn man mal realistisch ist, jetzt als erster Absteiger so gut wie feststehen, weil sie die nächsten Spiele jetzt auch nicht durchgehend punkten werden. Ansonsten war es aber, glaube ich, so ein Selbstvergewisserungsspiel. Man kann es ja nochmal erklären, das ganze Stadion, das ja noch unfertig ist, die Gegend gerade existiert noch nicht, ist ja schwarz-weiß-grün angestrichen. Und dann sind Anhänger von Arminia Bielefeld hingegangen und haben wirklich ganz, ganz viel Klebefolie mitgebracht und haben alle, alle, alle, alle, alle Sitze und die Stehplatzränge, die unteren, also dort, wo es grüne war, in blau eingekleidet. Und selbst das örtliche Fanmagazin musste Zähneklischen zugeben, dass das doch eine ganz fantasievolle Aktion ist. Die Ordner wohl auch einfach gesagt, ach, das ist Choreomaterial. Das winkt man mal einfach durch. Das erinnerte so ein bisschen an die, ich glaube, die Magdeburger Anhänger, die ein eigenes Sofa mitgebracht hatten und das ganze Stadion, was weiß ich wo, angestrichen hatten. Und insofern war es ein wichtiger Sieg. Und ich glaube, ohne das wären die Nerven jetzt sehr, sehr blank bei uns. So ist es irgendwie so, dass wir auch den Tabellenrechner angeworfen haben. Das wird jetzt noch ein heißer Ritt. Und wir müssen gegen Bochum gewinnen am Wochenende, gegen unseren anderen Erzrivalen. Aber trotz allem bin ich inzwischen wieder ganz froh gestimmt, dass wir das schon irgendwie schaffen werden. Zumal, wie gesagt, Fortuna Düsseldorf da ist. Und ich weiß nicht, kennst du das, dass du Clubs gegen die du überhaupt nichts hast? Also ich habe überhaupt nichts gegen Fortuna Düsseldorf. Und ich mag die Stadt, ich mag den Club, ich mag die ganze Geschichte mit Flingerbruch. Und ich kenne auch viele Leute bei der Fortuna. Aber wenn die ganz kurzzeitig ... Wenn Konkurrenten im Abstiegskampf gegen deine eigene Mannschaft sind, dann hasst man die ja aus tiefstem Herzen. Ich habe wirklich gedacht, ja, super. Dann wird Fortuna erstmal bei Schalke schön abgefiedelt. Schön in den Hintern versorgen. Ja, schön in den Hintern versorgen. Und richtig demütigen, dass die nicht mehr aufstehen. So, das ist auch ein unschöner Zug, finde ich, an uns Fußballfans, dass du so kurzzeitig so Vereine in den negativen Fokus geraten, die es überhaupt nicht verdient haben. Ja, was soll ich denn sagen? Ich meine, wir müssen St. Pauli-Niederlagen wünschen, mit denen Werder eine Fanfreundschaft hat. Schweine! Ich will auch, dass der HSV drin bleibt. Auch da muss ich die als Konkurrenten erstmal jetzt, den 1. FC Köln, den ich auch mag, muss ich auch als Konkurrenten sehen. Also es ist wirklich eine psychische Grenzsituation, in die man gebracht wird als Fan. In der 3. Liga, um das noch abzuschließen, stehen an diesem Wochenende wahrscheinlich alle 4 Absteiger schon fest. Havelse und Ulben kommen wahrscheinlich jetzt dazu. Zu Schweinfurt und Aue, die schon feststanden. Also dann sind wirklich 3 Spieler auf den Schluss schon alle Absteiger eingetütet. Interessanterweise 2 Neulinge, die wieder absteigen, aber auch ein Absteiger mit Ulben, der komplett durchgereicht worden ist. aus der 2. in die 4. Liga dann. Und Nürnberg, Duisburg als Neuling, kann noch aufsteigen. Oben überhaupt interessante Mannschaften mit Osnabrück, die es schon so gut wie geschafft haben. Cottbus, Essen und Duisburg. Und kleine Chancen noch für Hansa Rostock. Also da sind schon Mannschaften, da kann man sagen, die sind in der 2. Liga jetzt auch nicht so falsch aufgehoben. Ne, alle fünf Mannschaften so, dass man sagen würde, freut man sich drauf, da hinzufahren. Sogar Rostock und Cottbus natürlich einfach, um Pele Wollitz nochmal begütigend über seine Sparkasse oder Neiße Käppi zu streichen. Das fände man schon schön. Außer Brück ist die Euphorie schon riesig. Was lustig war bei Havelse, die waren ja so abgestiegen fast. Und dann haben sie, glaube ich, gegen Stuttgart 2 oder gegen Hoffenheim 2 so ein totaler Kullerball, wo sich aber auch der Torwart so wunderschön zeitverzögert eine halbe Minute später in die Ecke warf. Das sah komisch aus. Selbst die Kommentatoren konnten nicht so genau fassen, dass dieser Ball noch reingegangen ist. Also da ist möglicherweise der Abstieg noch mal kurzzeitig verhindert worden. Aber natürlich wird es da den Weg runter in die Viertklässigkeit geben. Was schade ist, dass Erzgebirge Aue absteigt. Schon allein, weil dann der Präsident nicht mehr. Werdet Mütter, tragt die DNA zu Wismut Aue. Glück auf! Das würde mir fehlen, wenn nur noch in der vierten Liga solche Ansagen kommen. Ich glaube, der ist auch gar nicht mehr Präsident. Aber das gucke ich mir jeden Morgen nochmal an. Werdet Mütter, Werdet Mütter. Fand ich sehr, sehr schön. Das ist irgendwie, finde ich, auch so geliebte Fußballgeschichte. Havels hat die letzte kleine Chance, wenn sie bei Ferl gewinnen und Hoffenheim 2 nochmal verliert in Regensburg, dann hast du das Hammerspiel am Sonntag mit MSV Duisburg gegen Energie Cottbus. Da freue ich mich jetzt auch schon drauf. Bisschen schade ist ja, dass der MSV Duisburg so, von denen ich eigentlich dachte, nachdem sie diese großartige Regionalligasaison absolviert haben, dass sie auch irgendwie durchstarten. Ich dachte, die hält jetzt keiner mehr auf. Da ist die Mega-Euphorie und da ist im ganzen Rumgekrepel da über viele, viele Jahre lang, herrscht jetzt Euphorie und das trägt die Mannschaft dann eben auch zum weiteren Aufstieg, aber ich glaube, Rotweiß Essen ist sehr stabil und wie gesagt, Osnabrück ist so ein bisschen so eine Mannschaft aus einer anderen Liga. Da hat Timo Schulz übrigens sehr, sehr gute Arbeit geleistet, der musste das ganze Umfeld ja auch mal ein bisschen beruhigen und da ist wieder herrliche Stimmung, ich habe mir sehr viele Videos angeguckt von der Bremer Brücke, für die habe ich ja auch einen Softspot. Ey, weißt du, was schlimm ist? Das muss ich mal ganz kurz sagen, im Alter hat man immer mehr Softspots für andere Vereine. Ich war so von 10... Jetzt warte doch mal kurz. Den BVB. BVB, da komme ich auch noch zu. Aber ansonsten, du hast ja sehr viele Vereine, früher die jetzt mit der Kneifzange nicht angefasst haben. Inzwischen gucke ich manchmal so Spiele anderer Vereine und denke, dass ich altersmilde werde. Ich habe einen Softspot für den ganzen Wahnsinn auf Schalke. Ich habe durchaus Sympathien dafür, wenn ich sehe, was für ein Wahnsinn beim 1. FC Köln los ist. Selbst den VfL Osnabrück, da musst du ja eigentlich als Bielefelder sagen, oh, das ist Konkurrenz. Aber ich mag den VfL. Das ist ein sehr, sehr schönes, enges Stadion. Die Leute sind nett. die brüllen auch immer so einfach auch ohne dass daraus ein fankoral werden muss einfach mal aufs spielfeld drauf kennst du diese altersmilde auch bei dir dass du sagst du wirst ein bisschen weich es ist es ist vor allem. Ich werde jetzt gleich wieder grob diffamiert für den satz den ich jetzt sage aber es ist einfach die liebe auch zum fußball dass man sagt manchmal möchte ich aber auch einfach ja manchmal möchte ich möchte dann einfach auch die sachen funktionieren und dann ist mir auch egal ob ich den verein früher mal mochte oder nicht mochte, Genau wie wir jetzt auch über Bayern reden, das wäre für zehn Jahre nicht möglich gewesen, dass wir so große Wertschätzung haben, einfach nur, weil die einen tollen Trainer haben, weil die diesen Fußball spielen und weil die eine Mannschaft haben, wo man einfach auch, Hansi Flügler spielt halt nicht mehr. Und solche Sachen, übrigens noch ganz kurz, weil wir MSV Duisburg noch erwähnt haben, auch ein Verein, wo sich wirklich viele Leute wünschen, dass die mal wieder hochkommen. Mein Lieblings-MSV-Duisburg-Moment der letzten Jahre war übrigens als Dietmar Hirsch, der Trainer, mal, ich glaube, da gab es einen Fan-Marsch oder so, jedenfalls ganz tolle Bilder. und er wollte eigentlich sagen, wenn ich das sehe, dann habe ich aber auch ein bisschen Pipi in den Augen. Er sagte aber, da habe ich Pipi in der Hose. Das war ein schöner Trainer. Dietmar Hirsch, das ist so das Ruhrgebiet, wo du einfach auch merkst, dass sehr, sehr häufig gerade im Fernsehberichten die Gedanken schon geäußert sind, bevor sie quasi im Hirn verfertigt worden sind. Das finde ich immer sehr schön. Das ist das Ruhrgebiet. Das ist das echte, authentische Ruhrgebiet. Sag mal, Philipp, noch eine ganz andere Frage. Ich bin ja wieder auf Tour gerade, während wir aufnehmen, kurz vor dem Aufruhr nach Karlsruhe. Gestern Abend bin ich in Künzelsau aufgetreten. Wie reagierst du, wenn in einer größeren Menschenmenge Menschen auf einmal Albanien rufen? Ich weiß das immer nicht, was ich machen soll. Ich rufe dann immer Albanien zurück und denke immer, ja gut, aber jetzt haben ganz viele Leute überhaupt nicht verstanden, worum es geht. Denen musst du das jetzt eigentlich erklären, mache ich aber nicht. Ich habe das Gefühl, bei jedem meiner Auftritte warten Leute darauf, in einer Lücke einfach Albanien zu rufen. Ja, ich glaube, die Leute denken, dass du dann eine lustige Handbewegung machst oder sowas oder die Albanien-Fahne rausholst. Man kann damit oft nicht dienen. Das ist ja so wie sonst sind ja die Begegnungen sehr, sehr gerne mal halb drei nachts an irgendwelchen Hauptbahnhöfen, dass dir besoffene Leute entgegenkommen und das brüllen. Ich glaube, es ist den Leuten ein Bedürfnis und es ist den Leuten auch ein Bedürfnis, dass du genau so antwortest. Ich glaube, dass das. Merkwürdig auf alle anderen wirkt und das muss man aushalten können. Man muss diesen Moment der Stille, das große Fragezeichen zu den Köpfen sehr, sehr viele andere Besucher, was soll das denn jetzt? Ist das ein Geheimcode oder ist das irgendwie die Tempelritter und hat man nur Eingang, wenn man das ruft? Ich glaube, man muss das aushalten. Das ist meine Antwort darauf. Was wirklich auch toll ist, ich habe es wirklich immer öfter, dass Leute wirklich im Albanien Trikot, ich habe es auch so in Albanien gesagt, im Albanien Trikot oder in einem selbstgemachten Albanien T-Shirt oder mit einer Albanien Flagge zu Auftritten kommen und ich finde, wir können uns, das ist vielleicht für deine Auftritte auch okay, Wir können uns darauf einigen, es ist völlig okay, wenn an einer Stelle des Programms einfach mal alle Leute Albanien rufen, die das wollen, an einer ausgesuchten Stelle. Und wenn einer Albanien ruft, sollen alle anderen auch, die das Bedürfnis haben, auch einmal Albanien rufen. Und dann kann man das einmal richtig abhandeln und es ist einmal ein schöner Albanien-Moment. Und dann aber geht man weiter im Programm. Es ist nicht gut, wenn zehn Leute das innerhalb von zehn Minuten machen. Ich muss aber sagen, dass es nicht der schlimmste Zwischenruf ist, den man kassieren kann. Ich habe es gerade zu Beginn, als wir noch so Lesungen gemacht haben und ich noch relativ aufgeregt war, dann habe ich über viel zu schnell vorgelesen. Und ich weiß noch, dass ich bei einem Auftritt in Hamburg war, wo ich vorgelesen habe und ohnehin nervös war. Und irgendwann meldete sich eine einzelne ältere Frau aus dem Publikum, die rief, langsamer. Und ich habe derart den Faden verloren, dass ich nur mit Mühe, mit großer, großer, großer Mühe diese Lesung zu Ende gebracht habe. Langsamer, wie so eine Grundschullehrerin. Langsamer. Ja, unschön. Um Albanien abzuschließen, was übrigens auch nicht funktioniert, das haben wir mal kurz überlegt, ist, wenn man Romina Power zurückruft, das funktioniert nicht. Das macht die Situation noch konfuser. Nein, der Punkt ist ja, man kann ja daraus keinen subtilen Wortwitz machen. Das ist ja stumpf vom Zuschauer gemeint, man muss stumpf antworten, das funktioniert das nicht. So, mein Lieber, wir müssen jetzt mal den Impulsvortrag machen. Ich bin so aufgeregt. Ja. Die Ferieninsel. Mit diesem merkwürdigen Verein. Die Ferieninsel Sylt. Wo ich mich gewundert habe, wie der überhaupt auf unserem Glücksrad drauf sein konnte. Aber trotzdem ist er gelost worden. Wie heißt der Verein genau? Team Sylt. Team Sylt. Und ich kann nochmal darauf hinweisen, dass Frimpon Timmerenke ihn eingeführt hat, weil ich mal vermute, er irgendeinen Deal mit dem örtlichen Tourismusverband hat. Wahrscheinlich mal eine schöne Ferienwohnung auf Westerland oder auf Hörnum, in Hörnum auf Sylt versprochen bekommen hat. Irgendwie so. Klingt aber wie irgendwas, wo Christian Lindner seine Finger drin hat und was auch so ein Joint-Venture noch ist mit irgendwas anderem und so, als wenn das gar nicht so, das klingt gar nicht nach Fußball. Ich glaube, dass Frimpong Timmerenke mit so einem Privatflieger in dieser Doku, die Jochen Breyer gedreht hat über die Superreichen, da sieht man dann plötzlich Frimpong Timmerenke aussteigen. In so einem T-Shirt. Ja, mit so einer 14-jährigen arroganten Tochter noch, von der er uns auch nichts erzählt hat. Und die dann auch sagt, ich weiß gar nicht, wie die anderen nach Sylt kommen. Über den Hindenburgdamm, was ist das denn? Und er hat seinen Pullover und dabei um die Hüfte geknotet. Nein, nicht um die Hüfte geknotet, um die Schulter. Um die Schulter, achso, okay. Mein alter Freund Thorsten Schaar hat das den Sylt-Wichser-Knoten genannt. Und daran erkennst du jeden Besucher, der über den Hindenburgdamm rauch auf die Insel Sylt fällt. Das ist ein guter Episodentitel, der Sylt-Wichser-Knoten. Herzlich willkommen auf Sylt und dem Sylt-Wichser-Knoten. Also, ich fange jetzt mal an mit dem Team Sylt. Ist euer Wahnsinn. Ja, liebe Freunde, das Team Sylt, der Vereinsname, klingt erstmal ein bisschen komisch, wie so eine Freie Wählergruppe, die im Gemeinderat mal so richtig einen dicken Max machen will und Jürgen Klopp so ein Rieddachhaus wegnehmen möchte. Aber Quatsch ist natürlich ein Fußballverein und ein Fusionsklub, jetzt kommt es, aus dem TSV Westerland, dem TSV Tinnum, dem TSV Morsum und den Sportfreunden List. 2002 gab es diesen fußballerischen Gangbang und seitdem gibt es dort gepflegten Kreisklassenfußball, Kreisklasse C, die spielen in einer Neunermannschaft, was ich mir auch erstmal anlesen musste. Die demografische Entwicklung, immer weniger Spieler, also treten viele Mannschaften nur noch mit neuen Spielern an und das ist beim Team Sylt genauso. Gekickt wird im Sportzentrum Sylt-Ost in Tinnum, niegelnahe neuer Kunstrasenplatz. Trotzdem war ich ein bisschen enttäuscht, weil ich dachte, dass das Team Sylt im Sylt-Stadion spielt. Das ist ein Stadion, direkt am Strand, hat der eine oder andere Urlauber vielleicht schon mal gesehen. Und das war früher ein richtiges Spektakel, weil der Westwind den Ball schon mal so merkwürdige Flugkurven hat machen lassen. Es gab viele Gegner, die sich dann über irreguläre Bedingungen beklagt haben. Das Syltstadion wird jetzt allerdings zu einem Sportpark ausgebaut und das ist dieser ganze räudige Freizeit- und Fun-Sport. Der soll jetzt auch seine Heimat auf dem Areal finden. Ist für mich keine gute Entwicklung, weil ich immer denke, ich will ein ganz normales Fußballstadion. Ich möchte nicht, dass gebouldert oder geturnt wird. Ich brauche keine Volleyballfelder oder irgendwelche Fitnessparcours oder Sprintstrecken. Ich will einfach einen Platzen und Tribüne mit Stufen und Getränkestand mit einer leistungsfähigen Zapfanlage. Insofern sollte man diese Baupläne nochmal eventuell überdenken. Man darf nicht vergessen, das würde ich auch noch mal kurz sagen. Inselfußball ist nicht so außergewöhnlich, weil auf Helgoland gibt es den VfL Fossite, dann gibt es, ich weiß nicht, auf welche Inseln fährst du, Arndt? Borkum, Spiekeroog, sowas? Nord-Onai meistens, wenn ich auf die Insel fahre. Gibt es da auch Fußball? Weiß ich gar nicht. Weiß ich gar nicht. Da war früher immer Trainingslager von Werder. So nämlich, so nämlich. Es gibt auch den TUS Borkum, es gibt auch den SV Spiekeroog. Und da habe ich gefunden, dass es beim Spiekeroog auch Public Viewing in der evangelischen Ortskirche zu großen Turnieren gibt. Und da hat der evangelische Pastor einen Besucher zitiert mit den Worten, auch der liebe Herr Jesus will Fußball gucken. Und da habe ich nur gedacht, der liebe Herr Jesus. Und im Herbst denkt er dann an dritte Liga und schaut mal rein bei Regensburg gegen Rostock. Also auch natürlich Quatsch. Team Sylt spielt in der Kreisklasse C, ich habe es schon erwähnt. Aber wer sich jetzt unter den ganzen Kickern so vierschrötige Raimund-Harnstorff-Leute vorstellt, die so mit einer rechten Hand noch vor dem Anpfiff eine Kartoffel zu drücken, ist natürlich nicht so. Das sind die gleichen John-Reed-Leute wie überall sonst auch. Der Club hat eine tolle Jugendarbeit, auf der Insel ist das keine Selbstverständlichkeit und die haben zugleich große Probleme mit den Kosten. Und wenig überraschend sind es vor allen Dingen die Reisen aufs Festland, also die Zugtickets, die alles sehr verteuern. Und lustig ist, dass in jedem Spielbericht die Gegner die Festländer genannt werden. Das klingt immer wie so eine Mischung aus Mordor und Amrum, also sehr, sehr abschätzig. Wie so pestkranke Wegelagerer, wie Max Gold sagen würde. Es gab mal Konkurrenz, das ist ganz lustig, und zwar den FC Sylt. Der wurde 2008 von einem wohlhabenden Hotelier Volker Koppelt gegründet, mit dem ehrgeizigen, zu höherklassigen Fußball zu gründen. Und das war so ein ganz klassischer Sylter. Es gibt so Fernsehberichte, so graumeliertes Haar und ziemlich viel Kohle. Was mich daran erinnert, dass wir letzte Woche ja über diese Arschgeigen, die ich beim FC Bayern gesprochen habe. Ich kann nur mal sagen. Pfingsten auf Sylt, da machen sich, glaube ich, bundesweit sämtliche neureichen Angeber und Arschgeigen auf in Richtung Insel, um sich im Go-Gärtchen dann Aperol Spritz über die Barberjacke zu kippen. Ohne inhaltlichen Zusammenhang zurück zu Hotelier Koppelt. Der hat eine schöne Feindschaft mit dem Team Sylt gepflegt und wir hören mal in einen zeitgenössischen Bericht hinein. Dabei gibt es ein angemessenes Stadion direkt in Westerland. Doch das ansässige Team Sylt will mit dem Retorten-Verein von Koppelt nicht vermischt werden. Jahrelange persönliche Abneigung einander gegenüber haben dazu geführt, dass beide Vereine einfach nicht zusammenfinden. Wir machen Werbung für Sylt ohne Ende durch ganz Schleswig-Holstein, aber dürfen auch Sylt nicht spielen. Und es gab eine wunderbare Zuschrift von Torb Siebrecht. Der hat nämlich mal den FC Sylt als Gegner gehabt. Und er schreibt, der ganze Verein und das Verhalten von Volker Koppelt war so unseriös, dass es schon fast filmreifer. Koppelt lockte Spieler mit kostenlosen Urlauben in seine Sylter Hotels zum Verein. Spieler wurden vor dem Spiel in der Kabine in Bar bezahlt und es gab keinen festen Trainingsplatz. Einer meiner Mitspieler war mal für eine halbe Saison Spieler des FC Sylt und wusste sehr viel Abenteuerliches berichtet. Außerdem wechselten die Orte für die Heimspiele alle paar Wochen und so weiter und so fort. Das ist die Konkurrenz, die hat dann glaube ich 2012 oder 2014 den Betrieb eingestellt. Und den größten Erfolg, den es einer der Vorgängertrupps hatte, nämlich den TSV Westerland, Die haben 1970 mal DFB-Pokal gespielt. Und zwar gegen Borussia Dortmund. Da gab es Probleme mit dem Austragungsort, weil sich die Dortmunder geweigert haben, auf dem Grandplatz in Westerland zu spielen. Also gab es auch noch das neue Sylt-Stadion nicht. Und deswegen wurde das im Grenzland-Stadion in Leck ausgetragen. Das ist auf dem Festland, wie man sagt. Also damals wurden dann übrigens noch 400 Anhänger rübergebracht mit Sonderzug und per Schiff und so weiter und so fort. Das war ganz rührend. Und ist eine schöne Geschichte. Team Sylt, wie gesagt, Kreisliga-Ziel. Vielleicht geht es ja noch ein bisschen raus. Und ansonsten würde ich sagen, wir sehen uns Pfingsten auf Sylt. Ich habe übrigens mal eben parallel die Webseite vom Team Sylt aufgemacht. Erstens, schlimmes Wappen. Also Wappen, wie wenn du Chat-JPT sagst, mach mal irgendeinen Wappen. Schwierig. Mach mal irgendeinen Fußballwappen. Dann haben sie eine Shop-Seite, da steht aber nur Coming Soon. Und dann war ich auf der Trainerseite, wo die ganzen Trainer aufgelistet sind. Und der Teamleiter der A&B-Jugend heißt Kolle von Böhlen. Das klingt wie eine Figur aus Knacks, finde ich. Kolle von Böhlen. Ich weiß genau, wie der aussieht in Knacks. Wahrscheinlich eine Mischung aus Pomfriedl, Pomfritz und Fetz Braun. Ja, und Kalle von Böen. Und Kalle von Böhl. Grüße. Grüße gehen raus. Grüße gehen raus. Man kann aber sagen, dass Tim Sylt bisher der absolut unterklassigste Verein überhaupt war, den wir bisher gewürdigt haben. Jetzt drehen wir mal das Glücksrad und ich würde sagen, dafür, drehen wir es selber oder holen wir Tim dafür rein? Nein, wir holen Tim rein. Keiner macht das so gut wie Tim. Dann müssen wir erst das wunderbare Intro von Tim spielen und danach das Glücksrad nehmen. Du musst wieder beschreiben, wie er aussieht. Du kannst das so gut. Ja, ich glaube nicht, dass er Chibnales-Hosen anhat. Ich glaube eher, dass er diesmal hat so eine schöne Boller-Latzhose an, wie man früher zum Ostermarsch getragen hat und schwere Stiefel und mit denen kommt er jetzt die Schautreppe heruntergepoltert. Begrüßt mit einem großen Applaus den etwas lustlosen, aggressiv anmutenden. Hier ist er. Tim, ich habe das Gefühl, wir kriegen jetzt jede Woche Anfragen wegen dieser Musik, weil Leute sagen, ich will das als Klingelton haben. Ja, die Leute werden richtig aggressiv schon. Ja, wie du. Ja, wahrscheinlich. Das ist genau das, die Geister, die ich gerufen habe, wie ihr sie mit Albanien gerufen habt. Man muss damit irgendwie einen Umgang finden. Im Handel nicht erhältlich. Aber nein, ist nicht erhältlich nach wie vor. Wir haben nachgefragt, auch bei der Band, die hat sich mittlerweile aufgelöst. Ist ganz schwierig, die Situation. Naja, ich fand das ein ganz tolles Thema mit Sylt, muss ich sagen. Also das war wirklich ein guter Vortrag. Das muss ich auch sagen. Ja, das ist wirklich gut, dass wir da mal drauf zu sprechen gekommen sind. Und ich kann dir nur sagen, Frimpong, ich sehe dich ja auch schon mit Sylt-Wichser-Knoten über den Hintenbockdamm in deinem offenen Cabrio fahren und dort wirst du vom Hotelier Volker Koppelt begrüßt. Frimpong, schön, dass du da bist. Na gut, so ist das halt heute im modernen Journalismus. Es ist alles käuflich. Die Zuschriften, mein Lieber, von Lesern und Hörern. Wollen wir nicht erstmal noch kurz das Glücksrad drehen, damit wir auch wissen, was nächste Woche kommt. Ja, stimmt, stimmt, los geht's. Man, stimmt ja, das Glücksrad. Alles ist durcheinander, aber na gut, Wir haben jetzt diese Ordnung. FSV Frankfurt. Der Bornheimer Hang. Ja. Verrückt. Da war ich nur mal ganz oft in Bornheim. Ich fände es ganz gut, wenn Arndt nicht den Vortrag macht und dann Lutz Wagner zusammen mit Harald Stenge. Das fände ich super. Zwei Hessen, die mal beschreiben, wie das so super ist in Bornheimer Hang. Ich fände es gut. Ich mach das alleine. Harald Stenger, geboren in Bornheim, seh ich gerade. Grüße gehen raus, nochmal. Grüße gehen raus an Harald Stenger. Darf ich nur mal erzählen, dass ich Harald Stenger in meinem Urlaub getrumpfen habe? Nein. Das werd ich nie vergessen, wie er mit nacktem Oberkörper aus dem Gebüsch gebrochen kam in Südfrankreich. Und sagte dann, wenn das mal nicht der Herr Köste von Elffreunde ist, damals haben wir uns noch nicht geduzt, wenn das mal nicht der Herr Köste von Elffreunde ist, ich kann Ihnen nur empfehlen, sagt er, wenn Sie was zum Essen suchen, dann fahren Sie nach Egmont, Egmont, so ein französischer Ferienort, fahren Sie nach Egmont, da gibt es ein Pankasiusfilet auf dem heißen Stein. Fand ich schön. Hast du es gemacht? Pankasiusfilet auf dem heißen Stein. Nein, natürlich nicht, aber eine langjährige Freundschaft. Grüße gehen raus, Harald Stenger. Jut, Frimborg, die Leserzuschriften. Ja, kommen wir zur Ersten. Das ist eine Zuschrift von Torben. Es geht um das internationale Schiedsrichterwesen. Ich habe diese Saison nicht zu viel internationalen Fußball geguckt, aber immer wieder beschleicht mich das Gefühl, dass die internationalen Schiedsrichter ein viel selbstbewussteres Auftreten haben als die deutschen Kollegen. Ja. Er zieht den Vergleich zur Bundesliga, wo ihn das ein bisschen stört, dass man das Gefühl hat, dass es deutlich mehr Eingriffe gibt und dass international doch viel besser geregelt ist, dass man da viel mehr auf den Punkt ist, schneller entscheidet und klarer ist. Teilt ihr diesen Eindruck? Also nicht, dass ich das Gefühl hätte, dass die internationalen Schiedsrichter jetzt alles richtig entscheiden, aber sie wirken zumindest nicht so hasenfüßig wie die deutschen Schiedsrichter. Da ist immer das Gefühl, dass die immer eine große Sinnkrise starten, sobald sie irgendeine Entscheidung getroffen haben, die möglicherweise nochmal vom Kölner Keller, Frankfurter Separi und so weiter überprüft werden könnte. Insofern, das selbstbewusste Auftreten, das gibt's. Bessere Entscheidungsqualität weiß ich nicht, aber auf jeden Fall dauert normalerweise der Entscheidungsprozess. Also, dass dann nochmal einer von der Kaffeemaschine zum Bildschirm läuft in irgendeinem komischen Keller, das dauert kürzer, habe ich das Gefühl. Es gab ja auch in der Champions League noch so ein AHA-Erlebnis und zwar, glaube ich, bei dem gegebenen Handelfmeter in dem PSG-Spiel. Ich glaube, da haben viele Leute hinterher gesagt, also englische Fußballfans, also bei uns hätt's den nicht gegeben. Und dann hat aber Lutz Wagner, glaube ich, gesagt, ja, die haben einfach andere Regeln da in England, die pfeifen anders. Wo ich dann denke, ey, warum ist denn das schon wieder so? Warum pfeifen die in England-Elfmeter nicht, die anderswo gewiffen werden? Und warum wird aber in Deutschland gesagt, das ist schon ganz richtig so, wie wir es machen, weil gibt's halt mehr Elfmeter? Also es gibt eine uneinheitliche Linie offenbar zwischen europäischem Fußball. Philipp macht gerade Audio-Kommentar. Philipp verzieht gerade das Gesicht und macht lustige Selfies, während ich hier versuche, ernsthafte Wortbeiträge zu liefern. Ich habe nicht zugehört, mein Lieber. Nee, ich weiß. Also du hast das Gefühl, es gibt wirklich unterschiedliche Regelauslegungen, international und in der Bundesliga. Und das stört so ein bisschen, weil du das Gefühl hast, wenn es da Elfmeter gibt, die es da nicht gibt und du rechtfertigst sie auf der einen Seite und sagst auf der anderen Seite, bei uns pfeifen wir das halt anders, das ist halt auch irgendwie doof. Mach ruhig noch ein paar lustige Fotos, Philipp, ehe du weiterredest. Ja, nächste Zuflucht, mein Lieber. Machen wir mal schnell weiter, oder? Ja, ganz schnell. Mit Jürgen. Jürgen schreibt, ich persönlich liebe es, wenn ich auf den Autobahnen des Landes unterwegs bin, durch mit Graffiti in Vereinsfarben bemalte Autobahnbrücken zu bemerken, im Einzugsgebiet welches Vereins ich mich jeweils gerade befinde. Ob ich mich von Hannover aus nach Braunschweig bewege und die Autobahnbrücken irgendwann gelb-blau werden, ich Richtung Westen fahre und irgendwann das Lila vom VfL Osnabrück sehe, in der Nähe meiner alten Heimat dann die Autobahnbrücken das Dunkelblaue des VfB Oldenburg annehmen, und das kann man jetzt ewig weiterführen. Habt ihr dabei ähnliche Gefühle oder ist das für euch Vandalismus und zu verurteilen? Nein, auf jeden Fall. Also ich finde auf diesen endlosen Autobahnkilometern, wenn du irgendwie von Hamburg nach Berlin fährst oder von Berlin nach München, du merkst immer, in welchem Einzugsgebiet du gerade bist. Du merkst, wenn zwischen Hannover 96 und Braunschweig die Rivalität wechselt, weiter unten im Osten hast du das natürlich auch. Gerade so rund um Leipzig hast du Lok Leipzig, Chemie Leipzig und so weiter. RB siehst du eher selten aus Gründen, wie ich sagen würde. Und ich finde das schön. Ich habe zwischendurch mal überlegt, ob man sich mal so einen Atlas anlegen sollte, der genau die Einflussgebiete wie Deutschland irgendwie in den Grenzen von 1782, diese Kleinstaaterei, wo das Einflussgebiet des eigenen Vereins anfängt und wo es aufhört. So einen Atlas fände ich sehr, sehr schön. Da wüsste man genau, oh, ich bin hier im Braunschweiger-Gebiet, ich bin hier im... Im Kölner Gebiet, im Frankfurter Gebiet und so weiter. Ich finde das super. Kein Vandalismus, sondern künstlerisch. Hast du das auch manchmal vor Live-Veranstaltungen, wenn du so an kleineren Orten bist, dass du dich manchmal vorher fragst, welcher Verein ist wohl hier der große Verein, weil du es nicht weißt. Also ich gestern in Künzelsau, dann waren im Publikum ganz viele VfB Stuttgart Trikots. Da wusste ich, okay, das ist anscheinend VfB-Land hier. Da helfen natürlich deine Autobahnbrücken auch sehr bei der Orientierung, dass du weißt, welcher Verein da sozusagen die Vorherrschaft hat. Ja, dass man sich da bei der Veranstaltung nicht in die Nessel setzt. Ich glaube, gerade in dem Grenzgebiet zwischen Baden und Schwaben ist das ein großes Thema. Im großen Bereich Frankfurt ebenfalls. Da muss man immer aufpassen, ob man gerade in Offenbach, in Darmstadt oder in der Kreisstadt Frankfurt ist. Also das ist, glaube ich, immer ganz schön heikel. Und deswegen finde ich super, dass sich die Fans die Arbeit machen. Ist ja auch manchmal durchaus ein bisschen heikel, wenn man da auf Autobahnbrücken herumklemmen muss. Andererseits muss man sagen, dass die Autobahnmeistereien und Polizisten auf Autobahnen nicht so diesen riesigen Ehrgeiz, wie beispielsweise bei S-Bahn-Zügen haben, das dann auch wieder wegzumachen. Also ich sehe Graffiti immer mal wieder und die es da schon auch seit Jahren gibt, also da kommt niemand und überpinselt das, insofern ist das glaube ich auch so dankbar für Leute, die ein bisschen nachhaltig arbeiten wollen in den Fanszenen. Aber manche Fans machen das offenbar wirklich auch unter Einsatz ihres eigenen Lebens. Wenn du das siehst, das sind ja nicht nur Brücken, sondern das sind ja manchmal auch die Rückseiten dieser blauen Schilder, die gefühlt in neun Meter Höhe über der Fahrbahn, wo die dann irgendwie offenbar nachts auf der Rückseite dieses Schildes hängen, wo die Autos drunter durchfahren. Also ich weiß nicht, wie viele Graffiti-Sprayer da schon ihr Leben gelassen haben, man hört sehr selten davon, aber es ist schon ein großer persönlicher Einsatz, der da waltet. Ja, also allen Respekt. Mitunter ist das ja auch ein bisschen liederlich gezeichnet. Oft sind es aber auch sehr, sehr aufwendige und sehr, sehr kunstvolle Graffiti. Also das muss man, finde ich, dann auch immer mal anerkennen. Also wie gesagt, wer mit mir an einem Atlas arbeiten möchte, genau solcher Stromkästen und Autobahnschilder, um die Einflusssphären deutscher Fanszenen klarzumachen, immer mal wieder gerne. Ich nicht. Ich bin raus. Das haben wir auch gedacht. Und Fring Pogba auch, ihr beiden. Wir sind da raus. Ja, für ganz normale Arbeit viel zu schade. Das sind Pomerenke und Zeigler. Ja, weiter. Wir kommen zum Thema Torhymnen. Oh. Und da hat Thomas nämlich eine starke Meinung zu. Ich finde, es macht einen riesigen Unterschied, ob ein Verein eine Hymne mit lokalem Bezug hat oder einfach irgendein austauschbarer Chart-Hit nach einem Tor läuft. Gerade die Beispiele aus Bremen mit dem Nebelhorn zu Beginn oder Köln und Mainz mit Karnevalsliedern zeigen doch, wie viel Atmosphäre und Identität dadurch ins Stadion kommt. Selbst Madrid ist mir da sympathischer. Mich würde interessieren, wie seht ihr das? Sollte es mehr Mut zu lokalen, vielleicht auch unperfekten, aber dafür authentischen Torhymnen geben? Oder ist der Trend zu bekannten Hits einfach der Zeitgeist, dem sich die Vereine anpassen? Wo bleibt da die Identität? Ich finde Austauschbarkeit da immer ganz schlecht und lokalen Kolorit finde ich immer total gut. Also wenn man irgendwas eigenes hat, wie das Nebelhorn in Bremen, mag ich sehr, wenn das ertönt, weil dann eben auch mal ein Tor gefallen ist. Aber ich finde eben so Chart-Hits oder so finde ich ganz schlimm. Oder eben Sachen ganz ohne Bezug. Ich fand es auch komisch, als der HSV Coldplay hatte. Das haben sie ja inzwischen nicht mehr meines Wissens. Oder eben wirklich irgendwelche. Gassenhauer, einfach nur weil es funktioniert. Ganz schlimm finde ich wirklich auch Herbert Zimmermann und sein Torschrei von Helmut Rahn Siegtour 1954. Hat Schalke das eigentlich noch? Weiß ich jetzt gerade gar nicht, wer das hatte. Finde ich ganz furchtbar. Ich bin ohnehin gar kein großer Anhänger von Torhymnen. Ich brauche es eigentlich auch nicht, sondern ich fände es auch völlig okay, mal den Stadionjubel für sich stehen zu lassen. Ach, das hört schon wieder so alt. so verbockter Hardliner an, aber tatsächlich kann meiner Meinung nach auch in den modernen Charts nochmal gesucht werden, ob du da eine tolle Torhymne hast. Ich muss ja leider auch sagen, guilty pleasure, dass mich die Scooter-Hymne beim HSV so ein ganz kleines bisschen abholt, finde ich irgendwie dann doch irgendwie ganz lustig. Ja, mag ja sein, hast ja recht, aber ich bin auch so ein Alleshörer, deswegen ist es auch egal. Ansonsten, ich brauche es einfach nicht. Ich brauche keine Torhymne. Also die HSV-Hymne ist nur wirklich gut, oder nicht? Was haben die denn jetzt? Die haben wir auch nicht bei Codeplay. Was haben die denn jetzt noch? Always Hamburg von Scooter, adaptiert auf den Verein. Ich finde, das hat schon was. Es hat halt zweimal so einen Moment, wo es richtig losgeht. Wisst ihr, wogegen ich eine ganz große Antipathie habe, ist Fangesänge, wo du schon beim Anfang des Gesangs hörst, okay, aber das geht doch gleich, wenige Töne später geht das doch hoch und da werden sie mit der Stimme nicht hinkommen. Und dann fangen sie so in bestimmten Tonhöhe an und weißt du ganz genau, okay, gleich müssen sie eine Oktave runtergehen, weil sie es nicht hinkriegen. Wie zum Beispiel bei dem, jetzt kommt Nerdwissen, bei Tornero von Isanto California. Das ist das, was so losgeht. Und dann müsst ihr eigentlich kommen, dann kommt immer dann gehen sie wieder runter, weil sie wissen, so hoch kommen sie nicht. Das finde ich problematisch gesanglich. Mehr Frauen in die Stadien, dann klappt es auch mit den hohen Tönen. So, das weiß noch mal was richtig Emanzipatorisches. Und ich blicke auf meine riesige sündhaft teure Herrenuhren, stelle fest, wir sind schon weit über der Zeit. Wir wollten ja eigentlich auch noch über die Thematik des VfB Lübeck reden, da gibt es ja richtig Beef, aber das werden wir nächste Woche machen mit einer Art Themenschwerpunkt. Da ist auch die Beef und du bist mittendrin. Ja, lass uns das gerne nächste Woche nochmal richtig bequatschen. Das wird jetzt auch ein bisschen spät. Ja, das wird auch ein bisschen spät. Also, liebe Freunde, wir hoffen, wir haben euch eine vergnügliche Stunde bereitet mit dem großen Fußball, mit dem kleinen Fußball, mit dem Sylt-Wichser-Knoten und natürlich auch mit unserem neuen Verein FSV Frankfurt, den Arndt Zeigler zusammen mit Harald Stenger und Lutz Wagner in der nächsten Folge würdigen wird. Wir verabschieden uns bis nächste Woche und freuen uns, wenn ihr dann wieder dabei seid bei Zeigler und Köster und Frimm.Tiberenke. Ich fand es eine ganz schöne Vorderung. Du kannst es gar nicht beurteilen, weil du die meiste Zeit nicht zugehört hast, sondern gepost hast vor deinem Handy. Aber es war trotzdem eine ganz nette Folge. Grüße gehen raus, an alle. Ciao, macht's gut. Tschüss. Also in diesem Sinne, bleibt gesund, alles Gute und bis demnächst. Danke. Das war Zeigler und Köster, der Fußball-Podcast von Elf Freunde. Ihr hörtet eine Produktion im Auftrag von RTL+. Unser Redakteur im Studio heißt Tim Pomerenke, Audioproduzentin und Sprecherin Henni Koch Und am Mikrofon saßen bei Zeigler und Köster wenig überraschend Arndt Zeigler und Philipp Köster.