Arndt! Philipp! Ich habe wieder ein normaler Anfang hier. Ja, grüß dich. Ein fast normaler. Ich vermute, es soll bayerisch sein. Ja, es soll bayerisch sein, weil wir sind jetzt natürlich solidarisch mit dem deutschen Vertreter, der ausgeschieden ist. Ausgeschieden gegen die Schurken vom PSG und außerdem gegen den schurkischen Schiedsrichter, der natürlich die Pariser, die Franzosen hat, bevorteilt. Und da sind wir ungerecht und sind wir wütend. Das ist schön, dass wir vor der Aufzeichnung gesagt haben, du vorgeschlagen hast, lass uns mal heute nicht so viel über den Schiedsrichter reden. Und zack, nach vier Sekunden wird es thematisiert. Ich habe dann wiederum argumentiert, wir müssen heute über den Schiedsrichter reden. Wir machen es nicht so episch lang wie sonst immer in jeder Folge. Aber das geht heute nicht ohne. Wir müssen aber natürlich auch erstmal über das Spiel reden. Die Qualität des Spiels ist ja fast in den Hintergrund getreten. Das machen wir aber erst nach dem Vorspann, oder? Ja, jetzt geht die Mussi los. Also es ist alles vorbereitet. Jetzt geht's los. Was sind das für Leute? Was sind das für Leute? Das sind ja Juni. Hoffnungslose Leute. Ja, leg mich. So, jetzt rede ich auch wieder normal. Und wir müssen natürlich über dieses Spiel reden, weil es so viele Emotionen hervorgebracht hat. Laura Vontora hat es mit dem Mauerfall verglichen, dieses Spiel. Da sieht man mal, gnadenlose Überhöhung. Aber irgendwie stimmt es natürlich auch. Alle mega nervös vorher gewesen. Und alle haben erwartet, dass es ein riesiges Schützenfest wird. Wurde es aber gar nicht. Es war eher eine Abwehrschlacht. Ich sag mal so, alle Erwartungen waren eigentlich untertroffen, oder? Ich finde interessant, dass sich ganz viele Experten ja vorher zu Wort gemeldet haben. Und die einen haben dann gesagt, im Rückspiel hat PSG keine Chance, die Bayern werden das klar machen. Und die anderen haben gesagt, die Bayern haben keine Chance, statt einfach zu sagen, ey, in dem Spiel kannst du überhaupt nicht wissen, was passiert ist. Es hätte ja alles passieren können. Und PSG hat das aber sauber nach Hause gespielt. Oder ich streiche das Wort sauber. Sie haben es nach Hause gespielt durch dieses frühe Tor, was total toll rausgespielt war. Natürlich wird jetzt irgendwie als Nebenkriegsschauplatz, wird jetzt ganz viel über den Schiedsrichter geredet. Aber es war alles in allem das Spiel der beiden besten Mannschaften in diesem Wettbewerb höchstwahrscheinlich. Und es war ein sehr frustrierender Abend für die Bayern, aber es war trotzdem kein unverdienter Sieger. Nee, war es absolut nicht. Gleichzeitig wird man natürlich mal abwarten müssen, sollte Arsenal das Finale in Budapest, das Endspiel gewinnen, ist natürlich das ganze Gerede vom vorgezogenen Finale auch schon wieder ein bisschen obsolet, weil dann auch möglicherweise Peuge mal die Grenzen aufgezogen bekommen hat. Klar ist aber, dass dieser Paukenschlag zu Beginn dieses Spiel schon entschieden hat, was niemand gedacht hätte, weil alle dachten, jetzt fallen noch mindestens vier bis fünf Tore. Ich muss aber sagen, dass ich bei Dembélé immer wieder erstaunt bin. Ich hatte den trotz seiner spielerischen Brillanz und alle haben gesagt, das ist ein Riesentalent, aber ich habe irgendwie gedacht, gerade weil er sich dann so weggestreikt hat und so, Also, dass das so ein zweiter Emil Penzer wird, der dann doch nicht durchstartet. Jetzt ist der Weltfußballer und ist so kaltschnäuzig und ist so brillant und ist auf so einem hohen Niveau. Also der, muss ich sagen, ist jetzt mal von allen Spielern, die da auf dem Platz waren, für mich die allergrößte Überraschung. Du meinst, ein schlampertes Genie? Ja, ein schlampertes Genie. Hätte, glaube ich, der Kaiser gesagt. Ein verrückter Hund, ein verrückter Hund. Geht mir genauso, geht mir genauso. Man hat immer die Brillanz schon, man hat sie immer nur aufblitzen sehen. An guten Tagen sehr oft, aber eben nur aufblitzen. Und dass das auf Strecke ein so spielentscheidender Spieler sein kann, der auf so hohem Niveau immer noch herausragend ist, hätten wir zu seinen Zeiten in der Bundesliga nicht gedacht, in der Tat. Ich kann ja den georgischen Spitzenstürmer an der Seite von Debelé nie aussprechen, deswegen nenne ich ihn im privaten Kreis immer Kratochvilova nach der großartigen... Ja, Mila Kratochvilova. Ja, Mila Kratochvilova. Die genau wie Marita Koch, glaube ich, auf der Mittelstrecke sehr, sehr gut unterwegs war. Und Marlies Oelzner. War das nicht Marlies Gör? Die hieß später Marlies Gör. Ihr Mädchenname war Marlies Oelzner. Später hieß sie dann nach ihrer Heirat Marlies Gör. Da sieht man mal wieder, Irrens. Da sieht man mal wieder, dass wir uns nicht nur im Freien Westen gut auskennen, sondern auch bei den ostdeutschen gedobten Athleten. Siehste mal. Aber wir kommen zurück in die Allianz Arena, die ja vor Erwartunglose strotzt. Also ich glaube, die Erwartungshaltung war fast so groß wie beim legendären Finale de Horm. Man hatte das Gefühl, das ist jetzt absoluter Peak Champions League und dann merkte man, die Bayern sind verwundbar und ich weiß noch, dass ich bei diesem Schlachtfest im Prinzenpark, als die zwischendurch 2 zu 5 zurücklagen, schon dachte, ist das jetzt möglicherweise der entscheidende Moment, dass die diesen Rückstand nicht mehr aufholen können und das hat sich dann ja so ein bisschen bewahrheitet, weil PSG war, wenn du es jetzt mal über beide Spiele siehst und wenn du mal anschaust, wie sie reagiert haben auf das, was die Bayern können, waren sie einfach summa summarum die bessere Mannschaft. Und sie sind zum zweiten Mal hintereinander im Finale, sie können den Pokal auch zum zweiten Mal hintereinander gewinnen, nachdem ja über viele Jahre man dachte, dieses viele Geld nützt ihnen gar nichts, weil die trotzdem keine am Ende mehr siegreiche Mannschaft auf den Rasen bringen, weil es da irgendwie dann trotzdem irgendwo immer hakt. Diesen Punkt haben sie überwunden, sie sind jetzt eine der besten Mannschaften, wenn nicht gerade die beste der Welt. Das hat man gestern auch wieder gesehen und ich bin auch gespannt gegen Arsenal, wie es ausgeht, weil ich bin ja ein Arsenal-Mensch. Das ist meine Mannschaft in England schon seit vielen, vielen, vielen Jahrzehnten. Und ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass Arsenal in der jetzigen Verfassung eine Chance hat gegen PSG, aber ich würde es mir natürlich wünschen. Ich glaube es auch nicht. Arsenal finde ich in allen Belangen. Erst einmal, wenn du einfach nur auf die Marktwerte schaust, wenn du auf die spielerischen Vermögen guckst, wie die Leute in Form sind, hast du das Gefühl, dass Arsenal zu sehr mit sich beschäftigt war in den letzten Wochen. Das wurde ja auch nochmal spannend im Titelrennen, bevor Man City jetzt mal gepatzt hat gegen Everton. Trotz allem ist es natürlich ein offenes Spiel. Die Bayern sind jetzt allerdings deprimiert, weil das ist ja die Krux einer Mannschaft, die sich über die Bundesliga hinaus bewegt hat, die nur noch auf globale Märkte schaut und auf den internationalen Wettbewerb. Für die ist das jetzt so eine unvollendete Saison. Die spielen eine großartige Meisterschaftssaison. Sie werden aller Voraussicht nach auch gegen den VfB Stuttgart den DFB-Pokal holen. Und trotzdem bleibt es so ein bitterer Nachgeschmack. Man denkt sich, oh, ja, ist Vincent Kompany möglicherweise doch überschätzt. Also ich denke es nicht, aber möglicherweise las man sowas auch in den Instagram-Kommentarspalten. Das ist eigentlich unschön, dass man sich wegen eines verlorenen Halbfinales vielleicht jetzt nicht mehr so über diese großartige Saison freuen kann beim FC Bayern. Ja, aber das wäre ja nun Quatsch. Also die beiden Spiele hätten auch andersrum laufen können, dann würde man jetzt auch nicht Luis Enrique in Frage stellen. Also das muss einfach mal erlaubt sein, dass im Spiel gegen einen solchen Gegner, das man auch mal in zwei Spielen verdient, vielleicht ausscheidet. Ich finde interessant, jetzt müssen die nach Wolfsburg. Am Wochenende haben die da Bock drauf, nach Wolfsburg zu fahren. Und dann vor allem im Pokalfinale hast du schon angeschnitten. Das wird ja dann wieder, und das finde ich dann auch wirklich unangenehm, wieder so ein Trostpreisspiel für die Bayern. Die werden dahinter jubeln, weil man nach dem Pokalspiel nur mal jubelt, wenn man gewinnt. Aber du weißt ganz genau, sie werden es als Trostpreis empfinden, weil sie eigentlich die Champions League gewinnen wollten. Und damit hast du dann wieder so ein Pokalfinale, wo du eine Mannschaft hast, die sich deutlich weniger freut, als sich die andere freut, der dir mutmaßlich dieses Spiel verlieren wird. Das ist immer so ein bisschen die Krux, dass man bei den Bayern das Gefühl hat, Die einzelnen Titel zählen gar nicht mehr, es zählt nur noch das Anhäufen von mehreren Titeln, erst dann wird es richtig gut, die Saison. Ja, und das ist natürlich auch ein bisschen unhöflich gegenüber Vincent Kompany, aber ich fühlte mich so ein ganz kleines bisschen an diese Felix-Magger-Zeiten erinnert. Der wurde dann ja immer zwischendurch Meister und Pokalsieger und trotzdem dachten alle, oh, ist das langweilig, ich schlafe gleich ein, oh Gott, ist das wegsedierend. Also von daher ist natürlich jetzt die Erwartungshaltung groß, dass Vincent Kompany mit dem FC Bayern nochmal einen draufsetzt. Da müsste natürlich auch als großes Signal dann erstmal auch eine Transfer-Offensive her, dann müsste nochmal geschaut werden, wie können wir dann wirklich auf Augenhöhe mit PSG kommen. Aber das wird natürlich komplex, weil diese unbegrenzten Geldmittel, die durch die Qatari in Paris reingebuttert werden, die gibt es natürlich dann trotzdem beim FC Bayern nicht. Muss man ja nicht wieder mit dem alten Festgeldkonto ankommen, aber gibt ein gewisses Limit. Insofern wird es schwierig, zumal die anderen Mannschaften wie Manchester City, wie Real Madrid, wie der FC Barcelona ja aus der etwas enttäuschenden Champions-League-Saison auch ihre Konsequenzen ziehen werden. Insofern, es wird im nächsten Jahr eher schwieriger, ins Halbfinale zu kommen als in diesem Jahr. Aber jetzt, lieber Arndt, jetzt müssen... Moment, nein, nein, nein, nein, nicht. Eine Sportliche, sag doch. Ich habe mich gestern mal dem Gedanken ertappt, dass ich es eigentlich schön gefunden hätte, wenn Manuel Neuer nochmal unser WM-Torwart gewesen wäre. Ich will diese Diskussion nicht wieder aufmachen, es wird keine Diskussion mehr, er wird es nicht machen, es wird auch nicht in Frage kommen, wir haben auch keinen Torhüter-Notstand, weil Oliver Baumann das auch gut macht. Ich hätte es gut gefunden, wenn er zum Abschluss seiner Karriere in der Verfassung, in der er jetzt ist, und er hat auch gestern ein paar unfassbare Dinger gehalten, wenn das einfach nochmal unser Fels da hinten drin gewesen wäre für dieses WM-Turnier und wir hätten es nochmal ein Turnier mit Manuel Neuer gehabt und dann danach irgendwelchen jüngeren Torhütern die Chance gegeben, wäre schade gewesen für Oliver Baumann. Aber ich finde, Manuel Neuer hätte das echt nochmal drin gehabt, dieses Turnier. Und jetzt willst du gerne, dass wir doch noch kurz über den Schiedsrichter reden. Darf ich den Monolog beginnen? Ja, du darfst gleich einen hasserfüllten Monolog beginnen. Wir können einfach nur mal feststellen, dass wir, glaube ich, in diesem Spiel noch einmal gesehen haben, dass diese Handspielregelung, die internationale Auslegung. Völlig auf den Hund gekommen ist. Also es ist so weit, dass man bei einer so harmlosen Sache eigentlich, nämlich dass der Ball im Strafraum gegen die Hand oder den Arm eines Abwehrspielers klatscht, dass wir das so verkompliziert haben, dass niemand, niemand mehr weiß, was richtig und was falsch ist. Es gab hinterher noch vom notorischen Manuel Gräfe einen, zumindest in der Hinsicht, fachlich ganz kundigen Vortrag, der trotz der offenkundigen Regel, dass wenn der Ball vom eigenen Spieler kommt, dann nicht gepfiffen wird, das zumindest doch mal relativiert und nochmal interpretiert hat. Aber wie hast du da drauf geblickt? Klare Elfmeter oder einfach weiterspielen? Ich habe es erst gesehen und dachte natürlich, wenn du daneben stehst, als Beinspieler drehst du durch, wenn du da keinen Elfmeter kriegst, aber es ist ja, wie wir jetzt dann mit ein paar Stunden Abstand alle gelernt haben, ein regelkonformer Nicht-Elfmeter gewesen, weil es zwar nicht in den Handspielregeln steht, aber eine Ansage des IFAP ist, dass wenn es ein eigener Spieler ist, der den Ball einem eigenen Mitspieler an den Arm schießt, dann ist es egal, wo der Arm ist, dann wird es nicht als Elfmeter gepfiffen. Was du über die Handspielregel sagst, ist ja seit vielen, vielen Jahren unser Thema. Wir kommen nicht umhin, klar zu definieren, ob die Absicht ein Kriterium ist oder nicht. Die Absicht muss das A und O sein beim Erfassen eines Handspiels. Denn, ich meine, ein unabsichtlicheres Handspieler ist das gestern, kann es ja nicht geben, wenn ein eigener Mitspieler den Ball aus dem Strafraum ballern will und du kriegst deinen Arm dazwischen. Es ist doch völlig klar, dass der Abwehrspieler nicht den Ball aufhalten wollte, Jean Neves was, dass er den Ball nicht daran hindern will, den Strafraum zu verlassen, den sein eigener Mitspieler gerade rausballern will. Das ist doch völlig klar, dass das keine Absicht ist. Aber witzigerweise dann versucht es, in der offiziellen Handspielregel zu finden, wo das drinsteht mit eigenem Spieler, steht da nicht drin. Das ist wirklich eine IFAB-Vorgabe. Das heißt, es ist eine Ausnahmeregel. Und das ist das ganze E-Lehrt. Ich habe mir nämlich auf bundesliga.com mal die offizielle Handspielregel durchgelesen. Das sind mittlerweile, wenn du das komplett liest, dreieinhalb Minuten. Und das beginnt mit der eigentlichen Handspielregel und dann mit Ausnahmen. Und dann mit Ausnahmen von den Ausnahmen. Also welche Ausnahmen zum Tragen kommen, damit die anderen Ausnahmen nicht angewendet werden. Das ist völlig gaga. Ich wiederhole das bis weit nach meinem Tod. Der einzige Satz, der hilft, ist, willst du dir absichtlich einen Vorteil verschaffen mit deiner Hand oder nicht, dann ist es Handspiel. Das kann man in jeder Szene sagen. Man kann das bei Alphonso Davies Handspiel im Hinspiel sagen, man kann das bei dem Handspiel von gestern sagen. Und es muss so sein, dass wenn du dir nicht absichtlich einen Vorteil verschaffst, ist es eben kein Elfmeter. Dann war es gestern auch keiner. Aber, um das Rad weiterzudrehen. Ich finde trotz allem, auch wenn der Elfmeter zu Recht nicht gegeben wurde, hat der Schiedsrichter in einer Art und Weise das Spiel beeinflusst, die einfach ganz, ganz schlecht war. Denn es fing ja an mit diesem voreilig abgefiffenen Abseits von Harry Kane, ich glaube nach einer knappen halben Stunde, wo er den Ball auf der linken Angriffsseite kriegt, noch in einen Zweikampf verwickelt ist und dann wird abseits gepfiffen. Wenn er diesen Zweikampf für sich entschieden hätte, wäre er allein aufs Tor zugelaufen. Und es gibt eine eindeutige Ansage, dass solche Szenen eben abgewartet werden sollen, damit du das Abseits hinterher prüfst. Und du siehst hinterher, dass an der Mittellinie noch ein Spieler der Franzosen steht, der das möglicherweise aufgehoben hätte. Das wäre also eine ganz klare Bayern-Chance gewesen, die abgefiffen worden ist. Und eklatant war natürlich auch die nicht gegebene gelb-rote Karte für Nuno Mendez gegen Leimer. Wo du sagen musst, das sind Szenen in einer Häufung, die sind alle unglücklich und die sind aber in einem so wichtigen Spiel, im größten Spiel des Jahres, einfach unwürdig. Also es ist unwürdig, das Spiel in eine Richtung zu lenken, indem du mehrere Kannentscheidungen so triffst, wie du sie triffst. Wie gesagt, den Elfmeter zu Recht nicht gibst, aber dann das Abseits abpfeifst, die gelb-rote Karte nicht gibst. Und im Übrigen, da musst du mir mal weiterhelfen, Philipp, heißt es ja, ab nächster Saison werden gelb-rote Karten geprüft. Ich habe mich aber bei der Szene gestern gefragt, werden denn die nur geprüft, wenn sie gerade verhängt worden sind? oder wird auch geprüft, wenn eine nicht verhängt wird, ob man eine verhängen müsste. Weil ich glaube, dass das nicht der Fall sein wird. Und da hätte es gestern auch mit VR keine gelb-rote Karte gegeben. Ach so, ich war zwischendurch Kaffee holen. Ich habe nur noch die letzten Worte gehört, kann aber sagen, dass du da voll inhaltlich recht hast. Danke. Das war schon eine deftige Batsche, eine deftige Klatsche. Batsch macht's. Ich glaube, der Denkfehler, der Denkfehler der Referees und der ganzen Funktionärsebenen ist, dass sie immer weiter versuchen, dieses Spiel noch beherrschbarer, noch in Unterpunkte von Unterpunkten, von Ausnahmeregeln, von Ausnahmeregeln beherrschbar zu machen und regelbar zu machen. Fakt ist einfach, eine große Zerteil der Faszination des Fußballs entsteht dadurch, dass unerwartete Dinge auf dem Spielfeld passieren. Das können manchmal hochgereckte Arme sein, das können Fouls sein, das können besonders überraschende Zweikämpfe sein und so fort. Und alles, alles, was da passiert, zum Beispiel auch das immer weitere und exzessive Prüfen von gelb-roten Karten, von gelben Karten, von nicht gegebenen gelb-roten Karten, führt nur dazu, dass die Verwirrung, die babylonische Sprachverwirrung in diesem ganzen Konstrukt immer größer werden und wir werden in jeder Folge eine halbe Stunde drüber debattieren können, war das richtig, war das falsch. Am Ende führt es nur dazu, dass den Leuten der Spaß am Fußball verdorben wird. Und deswegen, glaube ich, braucht es eigentlich eine radikale Abkehr davon zu glauben, dass man Maschinen und Analysen und super, super Zeitlupen und nochmaligen Wiederholen und Kameraeinstellungen trauen sollte, wenn es darum geht, ein Spiel zu beurteilen, das jeder auf dem Platz auch sehen kann. Ich spreche manchmal nach einem Spiel im Weserstadion, nach dem Spiel noch ein paar Sätze mit den Schiedsrichtern. Und ich habe, und ich nenne keine Namen, keine Angst, zwei, drei Schiedsrichter gehabt, die mir gesagt haben, also ja, ich muss ganz ehrlich sagen, bis ins letzte Detail verstehe ich die Handspielregel auch nicht mehr. Oder Schiedsrichter, die mir gesagt haben, ja, ich weiß, dass das völliger Quatsch ist, aber ich muss das so pfeifen, sonst kriege ich Ärger. Und das darf so nicht sein. Nein, natürlich darf das so nicht sein. Aber gleichzeitig frage ich mich natürlich auch, wie es um die Kritikfähigkeit der deutschen Referees bestellt ist. Da ist ja inzwischen auch so eine Wagenburg-Mentalität. Patrick Ittrich im Doppelpass, wo er wirklich jede leise Kritik an Schiedsrichtern dazu nutzt, sofort mental komplett aus dem Sand zu gehen und seine Leute zu verteidigen. Ich habe mich so gefragt, ob das irgendjemand was bringt, wenn einerseits Schiedsrichter ständig verkünden, wie kritikfähig sie sind und dann hinterher zu sagen, die Kritik ziehe ich mir aber nicht an. Das führt meiner Meinung nach auch zu einem ersterbenden Dialog, sowohl zwischen Spielern und Funktionären und den Referees. Und da hilft meiner Meinung nach auch nicht noch die 540. Referee-Cam, was ich ohnehin überhaupt nicht mehr sehen kann. Da hast du irgendwelche verschwitzenden Großaufnahmen in Fischauge-Perspektive von irgendwelchen Spielern und du hast keifende Schiedsrichter, die sich dann in Einwort setzen, verständigen mit den Spielern. Das brauche ich alles nicht. Es wäre viel schöner, wenn es eine gewisse Kommunikationsfähigkeit gäbe zwischen Referees und dem Rest der Fußballrepublik. Ich weiß auch nicht genau, wir müssen auch an der Stelle, glaube ich, mal deutlich sagen, wir sind manchmal ein bisschen gemein zu Alex Feuerherd, aber wir meinen das ja gar nicht persönlich. Doch! Du meinst es persönlich nicht. Nein, Quatsch! Letzte Folge haben wir ihn wieder kritisiert. Alex Feuerherd ist ein toller Fachmann und ein hochintegerer Typ. Es geht darum, dass wir, glaube ich, alle sehr empfindlich reagieren, wenn du das Gefühl hast, sehr kontroverse Schiedsrichterentscheidungen werden gefühlt immer irgendwie gerade gebogen und hingebogen. Und auch da werden dann immer Ausnahmen gesucht, warum eine völlig abstruse Entscheidung, die jeglichem sportlichen Empfinden widerspricht, dann doch wieder irgendwie richtig ist. Das hat auch nichts mit Alex Feuerherr zu tun. Das stört jeden Fußballfan, bei jedem Schiedsrichter oder bei jeder Aussage irgendeines Offiziellen. Also das ist das, was uns so weit weggebracht hat vom Schiedsrichter. Und ohne jetzt wieder mit einer VR-Kritik anzufangen, viele Sachen, die jetzt entschieden werden und die einfach völlig absurd vom Eifep festgelegt werden, haben wir nur durch den VR. Viele Entscheidungen hätte es ohne VR früher so nicht gegeben, weil eben wirklich vieles jetzt optisch so festgezurrt wird, dass man ganz genau sagen kann, okay, da vier Zentimeter und da und da eine Nasenspitze und da ein Ohrläppchen, das können wir jetzt alles jazizieren, deswegen machen wir es auch und das ist Quatsch. Und ich muss tatsächlich, überraschend, hier mal eine Lanze für ein paar Leute brechen, die noch ein bisschen die Stimme des Volkes sind. Aki Watzke zum Beispiel, bei dem hatte ich... Oh, das ist überraschend, das kommt jetzt sehr überraschend. Naja, bei aller inhaltlichen Kritik, die ich an dem guten Mann auch immer hatte, ist er zumindest jemand, der in einfachen und klar verständlichen Sätzen reden konnte. Ich weiß nicht, hast du das Kicker-Interview mit den beiden DFL-Geschäftsführern gelesen, in dem sie nochmal über die Lage der Nation und der DFL geredet haben? Ja, aber was meinst du jetzt konkret? Konkret nichts. Es war tatsächlich ein gesamtes Interview und sämtliche Statements, die sich anhörten, als ob die einen Geschäftsbericht vorlesen. Ja, tun sie auch. Ja, tun sie auch. Aber dann denke ich immer so, da war ja auch Christian Seifert, dem ich ja auch nicht ohne Kritik begegnet bin, immer nochmal anders, dass er sich zumindest klar verständlich und in deutscher Sprache ausdrücken könnte. Also diese gewundenen Sätze, von denen du siehst, da sind hinterher nochmal drei Presseoffiziere drüber gegangen und haben das geglättet und haben geschaut, dass man bloß niemandem wehtut. Das war tatsächlich ein Interview voll dieser Stanzen und voll dieser inhaltlichen Aussagen. Also wenn man möchte, dass die DFL oder dass die Bundesliga-Clubs jetzt endlich mal einen Schritt vorwärts gehen, dass man sagt, Leute, ihr müsst Reisen in die USA machen und nach Asien und sonst wo und ihr müsst mehr Geld in die Nachwuchsförderung stecken, dann kriegst du das nur hin, indem du Klartext sprichst oder klare Sätze sprichst und nicht dem so du gewunden verkündest, ja, da müssten mehr Investitionen folgen und so weiter. Also deswegen lobe ich mir die Funktionäre und davon gibt es ja auch nicht so wenige in der Bundesliga, die das mal einigermaßen klar und verständlich formulieren können und nicht so rumschwurbeln. Und das wäre, wie gesagt, nicht nur bei den Referees ganz gut, sondern auch bei den Funktionären. Ich finde ja übrigens, dass es keinen deutschen Fußballfunktionär jemals gab, der so eloquent und gut reden konnte wie Christian Seifert. Das ist ein brillanter Redner gewesen und warum lachst du da an der Stelle? Was kommt jetzt? Ja, weil es immer eine sehr schöne Situation ist. Es gab ja einmal einen Neujahrsempfang der DFL. Christian Seifert hat ja jeden dieser Neujahrsempfehler genutzt, um den anwesenden Funktionären, Anführungsstriche unten, die Leviten zu lesen, Anführungsstriche oben. Also er hat immer quasi einen schonungslosen Bericht zur Lage gegeben, es war immer alles schrecklich, die Liga hinkt hinterher, wir verlieren den Anschluss an die Premier League und selbst die usbekische und die georgische Liga überholt uns jetzt und so weiter. Und die Gesichter. Die Gesichter der ganzen Funktionäre im Publikum, die sich das überhaupt nicht anhören wollten, es sollte ja auch so eine flirrende Sektstimmung herrschen und Christian Seifert hatte dann immer so ein 20-minütiges Impulsreferat, in dem er sagte, alles scheiße Leute und ihr müsst euch anstrengen und da war die Laune immer erstmal, ich sag mal so weit unter Gefrierpunkt und man musste zum Kühlschrank, um sich aufzuwärmen und dann entspannte sich das im Laufe erst wieder. Also war ein schönes Ritual, die Leviten gelesen zu bekommen, aber das hat Christian Seifert immer ganz gut hingekriegt. Wollen wir die Champions nicht abhaken? Nein, nein, nein. Wir müssen unbedingt noch über etwas reden, nämlich über Szenen, die sich vor dem Spiel abspielten im noblen Scheck-Club in Unterföhring. Dort wurde nämlich Paddle gespielt und die vier Kontrahenten auf dem Paddle-Platz waren Pezebos Nasser Al-Khelaifi, Semih Khedira und zwei The Zone-Kommentatoren. Und in dem Moment habe ich gedacht, ey, geht's noch? Abends mimen sie die knallharten Journalisten und Experten und nachmittags schwingen die zusammen, die Peddelschläger und Unterführing. Also da habe ich echt gedacht, also wie weit muss denn die Kumpelei abseits des Fußballplatzes noch gehen? Dann hat Sami Khedira auch noch über den PSG-Boss gesagt, wir kennen und wir schätzen uns. Und dann stellt sie sich abends hin und will der Experte sein. Also ich finde, wie siehst du das? Also ich finde, das passt nicht zusammen. Lass mich das interpretieren. Du findest, es hat ein Geschmäckle. Ja, es hat ein Geschmäckle, weil es für mich nicht zusammenpasst. Also man kann nicht so tun, als ob man der harte Experte ist oder jemand ist, der unabhängig und überparteilich über Sachen urteilt und nachmittags kumpelst du mit dem Rum und Scherz und knallst die Paddelschläge aneinander. Ich finde, das schließt sich aus. Ja, es sieht nicht gut aus. Es sieht komisch aus. Vielleicht sind wir da auch zu hart. Vielleicht muss man auch sagen, ja gut, wenn die sich nun mal kennen, warum sollen die nicht auf ... Man sagt übrigens nicht Paddle, ne? Sondern? Ja, es ist kein englisches Wort. Man sagt durch Paddel eher oder so. Oder Paddel. Ja, ich glaube Paddel sogar. Alle Leute, die es cool aussprechen wollen, sagen Paddle. Aber selbst wenn es ein englisches Wort wäre und man würde es so schreiben, würde man ja Paddle sagen und nicht Paddle. Ey, das heißt Paddel? Ich glaube, ja. Also ich glaube, wenn man es korrekt ist, sagen alle Paddle. Aber es ist falsch. Paddel. Oh, oh. Ja gut, was mich übrigens zu der Frage bringt, wie spricht man Ildiko von Kürti aus? Ildiko von Kürti oder Ildiko von Kürti? Ist da nicht sogar so ein Akzent über dem I? Ich weiß es doch nicht. Sag du doch mal, wie sprichst du sie aus? Ich behelfe mir dann immer so, dass man hinter mir überhaupt nicht sagen kann, welche Silbe hat er jetzt betont eigentlich? Ildiko von Kürti. Da kann man alles rein. Ildiko von Kürti. Von Kürti ist klar. Ja, gut. Pass auf, aber jetzt müssen wir trotzdem nochmal, also weil das mir wirklich auf den Zeiger geht, diese unerträgliche Herumkumpelei zwischen Moderatoren, Experten, Spielern und Trainern am Spielfeldrand. Einmal abgesehen davon, dass da inzwischen 19 Experten am Spielfeldrand stehen. Unter anderem, was ich absolut absurd finde, Michael Ballack, der der Berater von Lennart Kahl ist, der Berater von Lennart Kahl, von einem Spieler dort und der redet über Lennart Kahl und andere. Geht's noch? Pass auf, pass auf. Das Ding ist, ich konnte das Spiel ja gestern nur ohne Ton sehen, weil ich auf der Bühne gesessen habe, in Bonn, im Brückenforum. Über deine Bonner Zeit wolltest du ja auch noch uns ein paar Schnurren erzählen. Aber auf jeden Fall ist es so, mir haben ganz viele Leute geschrieben, ey, Ballack. Teilweise haben die auch einfach nur das eine Wort geschrieben, Ballack. Es ist wohl so gewesen, mehrere Leute haben mir geschrieben, der hat quasi das ganze Spiel kommentiert am Schluss, weil er irgendwie permanent geredet hat. Und ich hab dann ganz kurz in die Zusammenfassung nochmal reingeguckt, spät nachts. Und ich fand interessant, es waren ja nur Plattitüden. Es kam ja nichts von Gehalt. Das war ja nur so, nach dem Gegentor war es das einzig Gute ist, dass die Bayern jetzt noch ganz viel Zeit haben, das wieder gerade zu biegen. Und so auf dem Niveau war das das ganze Spiel. Also für mich besteht Michael Ballack zu 10 Prozent aus Knochen und Knorpel und Bluten und Gedärmen und der Rest ist tatsächlich auswendig gelernte Stanzen. Er ist jemand, der meiner Meinung nach überhaupt gar keine Wortmächtigkeit hat, mit der er mal so ein Spiel mit Leben füllen kann, warum der Experte ist. Und gleichzeitig, wie gesagt, dann auch noch im Personalunion Berater mit seiner Lucky 7 oder Lucky 13 Agentur. also ich finde, das hat noch sehr viel mehr ein Geschmäckle als das sportliche Rumgekumpel mit dem PSG-Boss, finde ich. Hm, hm. Oder jetzt Anzeigler, vielleicht sind wir auch einfach zu hart. Nein, nein, nein, nein, nein, nein. Ich finde, Arndt, das passt nicht zusammen. Das passt nicht zusammen. Also es ist ja auch immer so, es ist aber lustig, die geben ja die Entertainer, die alten Zirkuspferde, die nochmal in eine Manege müssen, die ganzen Kommentatoren und Präsenter. Und wenn sie dann irgendwann mal von Spielern angepolt werden, sagen sie, das muss ich als Journalist fragen. Also das ist ja nur eine bizarre Simulation von Journalismus. Wenn du die ganze Zeit irgendwie den Zirkusklauen gibst, der in Roncalli nochmal in der Manege und sich den Applaus des Publikums abholt und abends oder irgendwann stellst du eine unangenehme Frage, ich muss das fragen. Als Journalist. Und dann denke ich, ja Leute, gebt euren Ausweis ab, das wäre mega peinlich. Das muss ich auch nochmal sagen, ich bin jetzt gerade in der Wut drin. Da gab es nochmal diesen Vorfall bei dem Spiel gegen Atalanta, wo die ganzen Bayern-Spieler an den TV-Experten von Prime vorbeimarschiert sind. Und dann Mats Hummels und Christoph Kramer begrüßt und Doppelfäustchen und Zungenküsse und so weiter und Tabea Kämme wurde ignoriert. Wenn nicht Tabea Kämme gewesen wäre, die sich hinterher aufgeplustert hat und ja, das ist ein strukturelles Problem, da würde ich doch sagen, Arschlecken, ich will die gar nicht jetzt noch handshaken und will mit denen nicht noch rumkummeln. Ist doch gut, wenn die mich nicht irgendwie jetzt nochmal behandeln, als ob ich deren Kumpel aus der Kabine wäre. Also dieses, hey, ich will Teil des Ganzen sein und ich möchte irgendwie noch mit dem Paddeltennis spielen oder ich möchte mit dem noch irgendwie auf der Playstation zocken und einen Privatflieger nach Mailand, um dort zu shoppen. Als ein total kranker Scheiß, jetzt sag ich auch schon kranker Scheiß, ich korrigiere mich, nein, also es ist einfach peinlich, so, Punkt. Kennst du diese Momente bei guten alten Rockkonzerten, wo der Schlagzeuger neun Minuten Solo spielt und der Rest der Band von der Bühne geht, damit er in Ruhe seinen Solo spielen kann? So fühle ich mich, wenn du solche Monologe hältst. Für den möchte ich am liebsten aus dem Bild laufen, dich in Ruhe zu Ende reden lassen und dann wiederkommen und sagen, Philipp, Kräster! Und dann brandet der Beifall auf und dann schlägt noch das Solo zu Ende. So war das eben. So ist es, wenn du solche Monologe hältst. Arn Zeigler. Arn Zeigler, vielleicht sind wir auch zu hart. So, reden wir mal über Bonn-Beul, meine alte Heimat, fünf Jahre Studienstadt. Im Brückenforum. Im Brückenforum. Im Brückenforum im Beul. Es war ein toller Auftritt, tausend Leute da, es hat ganz viel Spaß gemacht. Das Problem ist, ich sehe seitdem nichts mehr, weil am Anfang ein Beamer aufgehängt war, ein Laserbeamer, der auf Augenhöhe hing und ich habe da einmal reingeguckt und war für den Rest des Abends quasi blind und bin es auf dem einen Auge immer noch so ein bisschen. Sie haben dann auf meinen Drängen hin, weil ich gesagt habe, ich werde mein Augenlicht verlieren, wenn dieser Beamer da hängen bleibt. Haben wir einen Notbeamer aufgestellt. Das haben die Leute gestern vor Ort überhaupt nicht gemerkt. Aber dann ging der Auftritt. Aber ich sehe nach wie vor nicht gut. Und ich kann zum Beispiel meine sehr akribisch gemachten Aufzeichnungen überhaupt nicht lesen, weil ich immer noch geblendet bin von diesem Beamer. Ich hoffe, das geht heute im Laufe des Tages wieder weg. Aber Arndt, du bist wahrscheinlich einer der Letzten, die noch Steno können. Nee, nicht. Leider nicht. Aber sag mal, Bonn-Brückenforum, wo ich gestern war. Bist du da auch immer von Fahrradfahrern umgenietet worden, wenn du versucht hast, da reinzugehen? Nein, ich bin zu meinem Beginn der Studienzeit, bin ich immer nach Bonn-Boll gegangen, weil dort im Brückenforum auch die Arbeitsvermittlung für Studenten waren. Ich kam aus Bielefeld, wo ich einen super Job hatte als Wochenendhilfe in der Psychiatrie, bin ich dann nach Bonn gekommen und plötzlich war die Kohle alle. Und dann bin ich jeden Morgen um sechs, stand ich als erster mit fünf ghanaischen Studenten am Brückenforum in Beul und hab mir einen Job besorgt. Das war dann sehr, sehr häufig so in der Landesvertretung Niedersachsen. Bonn war ja damals noch Hauptstadt für den betrunkenen Gerd Schröder die Vitrinen für eine Ausstellung säubern. Oder in der sachsen-anhaltinischen Landesvertretung das köstrische Schwarzbier von der Party vom Vorabend wegräumen. Solche Sachen. Auf jeden Fall waren da immer mit mir diese fünf ghanagischen Studenten. Ich glaube, die jetzt auch nicht vor hatten, noch einen Abschluss zu machen, sondern eher quasi ohne Steuern einigermaßen arbeiten zu können. Und das Schöne ist, das ist, glaube ich, inzwischen verjährt. Ich habe damals bei der Telekom am Landgrabenweg beinahe einen Großbrand ausgelöst. Da war es nämlich so, da wurden Schreibtische in den ersten Stock gebracht, das waren ungefähr 500 Schreibtische. Und ich habe damals noch so Gelegenheitsgeraucht, glaubt man heute auch nicht mehr. Auf jeden Fall war es dann so, dass es ein strenges Rauchverbot gab, weil es ganz, ganz viel Papierkrams, der um die Schreibtische rum war, unten gelagert wurde. Und dann weiß ich noch, wie ich einmal lässig eine Zigarette. Aus diesem ersten Stock rausgefeuert habe. Und fünf Minuten später war ein Großbrand. Ich weiß nicht, ob meine Zigarette quasi das ausgelöst hat. Aber es gibt heute, glaube ich, noch einen Brandfleck im Landgrabenweg bei der Telekom. Also das war ich, das war ich. Ich finde es sehr schön, dass nach deiner Enthüllung von eben, das wusste ich ja alles so gar nicht in der Tragweite, dass man jetzt immer verkürzt sagen kann, wenn du wieder irgendwie verhaltensauffällig was äußerst, sag mal, der Köster, der war doch mal in Bielefeld in der Psychiatrie, oder? Das kann man dann ja so sagen, ist ja nicht verkehrt. Ey, da habe ich auch Sachen erlebt. Das war wirklich so, ich habe im Langzeitbereich an der Psychiatrie gearbeitet... Und der Stationsvorsteher hatte am Anfang nochmal gesagt, Philipp, du machst dich hier nicht tot, hier wächst so mancher Fußnagel ungeschnitten vor sich hin. Und dann dachte ich, das ist so eine klassische Alterspsychiatrie, wo gar nichts passiert. Und fünf Minuten, an meinem ersten Tag, stand ich schon in so einer Menschenkette von Pflegern auf dem Dach, auf so einem Wellblechdach und hab einem Psychiatriepatienten davor bewahrt, sich runterzustürzen. Und direkt danach wurde das dann auch abgeschafft, dass Pfleger sich da so in Gefahr bringen mussten. Also es war sehr aufregend, 18 herrliche Monate, von denen ich heute noch zehre. Unter anderem hat einer, der aussah wie Hans Albers mal bei der örtlichen Vertretung in Bielefeld, einen Porsche bestellt. Der hat einen Porsche bestellt und der ist so überzeugend aufgetreten, dass der Porsche-Händler schließlich mit dem nahen neuen 911er vor der Psychiatrie stand und den Chefarzt sprechen wollte, als der er sich ausgegeben hatte. Und dann mussten wir ihm sagen, dass das ein Patient bei uns auf der Station war und alle haben sich totgelacht, bis er über den Porsche-Händler. Vielleicht war es ja auch wirklich Hans Albers und er hat einfach sehr viel Geld. Nein, nein, nein, der Kollege war auf Zimmer 17 und ist immer sehr früh aufgestanden. Der war auch Lebensmittelsammler, der hat immer so Mortadellascheiben als Lesezeichen ins Buch reingetan. Naja gut. Nun gut. Pass auf, wir reden mal ganz kurz über den Abschießkampf. Ihr seid der Sorgen ledig, aber nicht aus eigener Leistung. Jein. Also das Ding ist ja, Wolfsburg spielt ja am Wochenende gegen wahrscheinlich lustlose Bayern. Das ist überhaupt ein schwieriges Spiel, finde ich psychologisch, weil die Bayern dürfen sich ja nicht abschießen lassen von Wolfsburg. Die dürfen nicht keinen Bock haben, weil Wolfsburg spielt am letzten Spiel gegen St. Pauli. Das heißt, wenn die Wolfsburger gegen Bayern punkten, sieht es für St. Pauli schlecht aus. Und übrigens ist dann Werder dann doch noch nicht durch, weil Werder hat Hoffenheim auswärts und Dortmund zu Hause. Da kannst du auch mal null Punkte holen, wenn alles ganz dumm läuft. Und dann hast du sechs Punkte Vorsprung vor Wolfsburg, wenn sie drei gegen Bayern holen und dann am Millern-Tor gewinnen, dann sind wir punktgleich. Oder es sind fünf Tore Unterschiede, das ist auch nicht die Welt. Ja, aber Arndt, es wäre ja ein Treppenwitz der Geschichte, wenn eine Mannschaft wie Gladbach drin bleibt, die die ganze Saison nur rumgegurkt hat. Und ihr habt auch rumgegurkt, aber ihr seid doch alles keine Absteiger. Wenn du St. Pauli hast, wo der Baum total brennt, Wolfsburg, die sich wirklich lustlos und hilflos von Spiel zu Spiel mit diesem megateuren Kader hangelt, da würde Bremen nicht absteigen. Damit rechnet ihr doch nicht ernsthaft. Apropos Baum brennt, ich habe es mir nicht nehmen lassen und Manuel Baum letzte Woche gratuliert und ihm gesagt, Oh Gott, was für eine Überleitung hat. Überleg mal, was der Mannschaft gemacht hat. Das war ja wirklich ein desolater Haufen. Nachdem Sandro Wagner entlassen worden ist und so weiter. Und dann ist Manuel Baum geholt worden. Alle haben gesagt, Manuel Baum. Das ist ein so beschissen unangenehm zu spielender Gegner geworden. Die jetzt ja, glaube ich, in der Rückrunde quasi die Bilanz eines fast Champions-League-Teilnehmers haben. Jedenfalls nicht weit weg von internationalen Plätzen, was sie an Punkten geholt haben. Da habe ich wirklich, wir sind ja beide Gegner von unnötigen Trainerwechseln. Aber bei dem musst du sagen, also Manuel Baum hat den Verein komplett, die Mannschaft komplett auf links gezogen und zwar im bestmöglichen Sinne und hat aus einer komplett desolaten Mannschaft eine richtig gute Bundesligamannschaft gemacht in der Rückrunde. So leid es mir tut am Samstag. Aber da habe ich gesagt, also das ist als Trainer so aus der Versenkung zu kommen und dann ein Verein, zu dem man eine alte Verbundenheit hat, nicht als Feuerwehrmann, sondern einfach von Grund auf auf solide Füße zu stellen. Das ist richtiges Trainerkunstwerk, Kunsthandwerk. Und ich muss ja sagen, ich habe sehr, sehr häufig hässlich über den FC Augsburg geredet. Das nötigt mir großen Respekt, aber ich muss auch sagen, dass Manuel Baum sonst für mich immer so ein Trainer, wo ich dachte, den verpflichtest du. Und dann bist du drei Spieltage vor Schluss schon wieder so ratlos und sagst, ja, das hat auch nicht gezündet. Aber der hat diese Mannschaft wieder vom Kopf auf die Füße gestellt, mal abgesehen davon, dass das auch ein großer, großer Verdienst ist in Augsburg, dass die einfach ruhig geblieben sind. Also was für eine Hektik überall herrscht und man hat gemerkt, diese Mannschaften. Die man ja auch kritisieren mag, ob es der FSV Mainz 05 ist oder der FC Augsburg, die vielleicht jetzt nicht unfassbar viel zur historischen, fußballerischen Patina der Liga beitragen, aber die einfach wirklich, wirklich, wirklich solide Arbeit abliefern und inzwischen ja auch gerade in Mainz, aber auch in Augsburg irgendwie eine durchaus begeisterungsfähige Publikumsmasse hinter sich haben, das haben sie echt richtig gut gemacht. Also ich wüsste, du könntest ein Lehrbuch drüber schreiben, wie sich der FC Augsburg aus dieser Krise befreit hat. Unter Manuel Baum, muss ich auch leider mal sagen. Und es ist wirklich, wenn man den Abstiegskampf nochmal nehmen, ich habe Wolfsburg Bayern zitiert, Wolfsburg hat ja nochmal eine kleine Chance. Sie müssen aber wirklich eigentlich gegen die beiden punkten oder am Millian-Tor gewinnen. St. Pauli habe ich gesehen am Wochenende, mir 90 Minuten angeguckt am Sonntag. Die waren so schlecht. Ich weiß gar nicht, was mit der Mannschaft passiert ist über die Saison. Die haben eine super Saisonstart gehabt. Die sind so hilflos und so ausgebrannt mittlerweile. Und so, also gegen die haben alle anderen Mannschaften unten einen Paradesturm. Weil da ist vorne gar nichts mehr. Also das kann eigentlich nicht mehr gut gehen. Aber ich würde mir natürlich wünschen, weil ich St. Pauli eigentlich gerne mag, dass sie es irgendwie noch hinbiegen und Wolfsburg, ohne dass es jetzt eine blanke Antipathie sein soll, den verdienten Abstieg dann doch mal erleiden muss, so sehr ich auch Dieter Hecking mag, der wiederum ja als Sportvorstand im Gespräch ist und Alexander Blessin als Trainer. Also der Gegnertrainer am letzten Spieltag ist als Trainer im Gespräch, ich weiß nicht, wie konkret das ist, aber das ist noch eine der letzten verbliebenen spannenden Geschichten und spannend ist natürlich auch, dass Albert Reguera ein Endspiel bekommen hat, am Freitag in Dortmund. Auch eine merkwürdige Geschichte der letzten Wochen. Ich muss ja auch sagen, meine Statements, meine Verteidigung für den Kollegen, ich würde sagen, schlecht gealtert, weil offenkundig inzwischen alle in Frankfurt ihn hassen. Das ist ein bisschen schade, weil ich finde, er hat eine Unterhalts- und Boulevardeske-Note in diesen Betrieb reingebracht, deswegen habe ich ihn ja auch verteidigt. Aber ich würde sagen, er hat die Mannschaft nicht besser gemacht. Aber wir müssen mal kurz beim FC St. Pauli bleiben. Da lese ich im Hamburger Abendblatt die absolute Doofmannsüberschrift Freistellung von Trainer Blesin könnte Impuls bringen. Also der Konjunktiv ist ja ohnehin immer sehr schön. Dann dieses Gegeier nach einem Impuls, wo dann irgendwie noch so ein Jörg-Berger-Typ kommt und sagt, komm, für ein Spiel übernehme ich euch nochmal und wir wechseln die Taktik und die ganzen Systeme, die wir bisher gespielt haben, die lassen wir jetzt, weil ich weiß es viel besser. Wieder mit Lieberu. Ja, oder mit Mittelläufer und halb rechts und halb links und vielleicht noch einer draußen und zwei, die Stinkstiefel, die dürfen auch mitmachen, wie Peter Neuroer immer die Stinkstiefel hat mitspielen lassen, damit die Teamchemie stimmt. Also, ich will nur sagen, das ist halt ein Gequatsche, das kannst du dir auch nicht ausdenken. Gleichzeitig ist es aber auch so, dass rund um den Klub ganz, ganz viel schlechte Stimmung ist. Selbst Ewald, unser lieber alter Kumpel Ewald, hat sich in seinem Podcast zu einer Motzerei hinreißen lassen. Ich weiß, ich habe die Kritik nicht genau verstanden, weil ich mich taktisch nicht so auskenne, aber es wird zu wenig über die Flügel spiel. Ich glaube, ich fasse mal den 30-minütigen Ewald-Monolog. Es wird zu wenig über die Flügel. Das wird es gewesen sein. Ansonsten fände ich es sehr, sehr schade, wenn er St. Pauli absteigt, weil ich finde... Wir hatten ja schon mal drüber geredet, dass sich Blessin und Polzin ja so anhören wie so eine Wanderung durch die Mark Brandenburg. Das sind so wunderschöne Städte oder Dörfchen aus der Uckermark. Oder Medikamente gegen Sud brennen. Keine Ahnung, ich weiß nicht. Theodor Fontane wandert durch die Mark Brandenburg und sagt, von Fürstenberg bin ich nach Polzin gewandert und habe bei einer Rast im beschaulichen Blessin eine Gewürzgurke einverleibt. Irgendwie sowas war das ja immer. Oder wenn es in der Speiseröhre kneift, Polzin faute. Ja, genau. Pass auf. Zu Risiko und Nebenwirkungen fragen Sie Ewald Lieden. Ja, wir müssen ganz kurz nochmal über Albert Riera sprechen. Ich glaube auch wirklich, dass sie, ohne das jetzt zu wissen, aber dass in Frankfurt ganz viele Leute das da rumlaufen und sagen, wie werden wir den jetzt wieder los? Und ich finde interessant, ich weiß nicht, ob ihr diese Pressekonferenz, dieses Skandal umwitterte vor dem HSV-Spiel gehört habt. Ich sage jetzt schon mal ihr, weil Tim schon seinen Dress anzieht. Er hat ihn noch nicht ganz an, aber er kommt bald dazu. Da ist ja, dieser Wutausbruch ist ja viral gegangen, aber er hat unter anderem im Rahmen seines Statements auch gesagt, was ich sehr merkwürdig fand, als Trainer bin ich nicht so gut, Trainer mache ich erst seit 5 Jahren, da muss ich noch viel lernen, aber in der Menschenführung, da bin ich brillant, da rieche ich jedes Problem, du kannst dich doch nicht hinstellen und sagen, ja, Trainer bin ich nur so mittel, also, und vor allem weil es ja anscheinend auch stimmt, das ist das Schlimme daran, der hat wirklich so viel verbrannt und wir haben wirklich, ich komme nicht umhin, wir haben ja wirklich ganz selten recht, aber als er Trainer wurde und wir haben gesagt, ey, dem Alter hat ein ganz komischer Ruf voraus, alle sagen, der ist respektlos, der kann nicht mit Menschen umgehen, der. Überwirft sich mit allen Menschen in kürzester Zeit und keiner will mit dem zu tun haben und alle hassen den irgendwie am Spielfeldrand, Und da, wo er herkommt, das ist jetzt alles in Frankfurt in kürzester Zeit so zum Tragen gekommen. Und er hat genau die Entwicklung genommen, die man ihm im Ausland prophezeit hat, hier in Frankfurt. Ja, aber ich muss gleichzeitig sagen, was ist denn die Alternative? Also du hast ja manchmal sonst diese Trainer auf diesen Spieltagskonferenzen am Donnerstag, wenn sie dann sagen, ja, wir wollen uns belohnen, wir wollen den nächsten Schritt machen, wir wollen kompakt stehen, wir wollen unser eigenes Spiel durchbringen. Also diese ganzen Phrasen, ehrlich gesagt, ist mir dann so ein... So ein irrlichternder Quasselkopp dann doch lieber. Also solche Pele-Wollitze. Aber als Spieler auch? Werde das als Spieler, als Spieler, wäre der ein irrlichternder Quasselkopp auch lieber? Also die Einzagspieler sind mir egal. Also ich sehe den nur und ich mag es, wenn du so diesen rollierenden Wahnsinn hast. Also ich mag es nicht so wie Tim Walter, der dann da dreist sitzt und die ganzen Journalisten anpault. Das finde ich nicht so geil. Aber einer, der so 500 vergurkte Aphorismen und schiefe Metaphern hat, der festständig irgendwie so Jürgen Höller-mäßige Sachen rauspault hat. Und das finde ich unterhaltsamer. Du musst es doch wirklich mal sagen, unter Entertainment-Aspekten ist doch so ein Typ wie Riera echtes Gold. Ja, aber Philipp, wie weit muss man von diesem Planeten entfernt sein, wenn man auf dieser schon erwähnten Pressekonferenz am Schluss beim Rausgehen dem Bild-Reporter sagt, wenn du den Verein nicht liebst, geh. Dem Bild-Reporter, der soll den Verein lieben, gefährlichst. Ja, aber ich finde es gut. Ich mag es. Ich mag es. Also dieser grassierende Wahnsinn. Ich fand das ja auch bei, Verbeek hieß der, glaube ich, der Trainer von Bochum, der Holländer. Ja, ja, genau. Der dann den Bild-Zeitungstypen anpaulte. Ihr schreibt eine Scheiße. Und der hörte auch gar nicht mehr auf. Das war schön. Das war so ein bisschen, wir haben nochmal festgestellt, dass Pelle Wollitz sich von seinen eigenen Monologen triggern lässt. Genauso war es bei Fabi. Da hast du das Gefühl, der ist immer wütender geworden bei dem, was er gesagt hat. Du schreibst eine Scheiße. Du weißt es. Du schreibst eine Scheiße. Scheiße schreibst du. Und der sah aus wie Rod Stewart. Das war auch toll. Fabi, das muss man ganz so sagen, das war so ein geiler Typ. Den haben wir mal begleitet. Der hat irgendwo in Holland oder in Wattenscheid oder so hat er so ein eigenes Haus gebaut. Und dann haben wir ihn dabei porträtiert, wie er so metergroße Pflastersteine geschleppt hat. Also den fand ich einen wirklich beeindruckenden Typ und vielleicht sogar noch ein bisschen sympathischer als Riera. Ja, was macht der jetzt eigentlich, Gert-Jank Fabik? Ey, was machen die Leute? Es gibt so viele Leute, von denen ich die Frage, was machen die inzwischen? Kannst du dich noch an Mike Walpurgis erinnern? Oh Gott, ja. Mike Walpurgis, wir haben uns neulich mal in meiner Amina WhatsApp-Gruppe gefragt, was macht der inzwischen? Und jetzt kommt's raus, Mike Walpurgis macht nix, er ist arbeitslos. Stempelt quasi. Das war auch eine Zeit lang mal eine ganz heiße Traineraktie, oder? Ja, nicht ganz oben, aber so im oberen Zweitliga-Bereich. Aber so untote Personalien. Ich habe jetzt gehört, dass Dietmar Beiersdorfer in Ingolstadt gefeuert worden ist. Hattest du auf dem Zettel, dass Dietmar Beiersdorfer in Ingolstadt arbeitet? Nein. Erstaunlich. Ja, siehst du mal. Ich gebe einmal hier Gert-Jan Verbeek ein. Jetzt kommt es. Arbeitet bei der Kapitolversicherung. Ich habe hier ein ganz langes Internet. Ganz langsames, meine ich. Moment, akzeptieren. Es scheint offenbar seit vier Jahren keinen Klub mehr zu haben. Ich möchte auch einen letzten Gedanken, weil du den Abstiegskampf hier ans Spiel gebracht hast, sagen. Der HSV bleibt drin, der RSF Cöln bleibt drin, Schalke steigt auf, eventuell steigt auch noch Hannover auf. Es gibt jetzt schon viele Leute, die sagen, mit diesem Stadion, mit diesem Fan-Aufkommen, werden wir nächste Saison Zuschauerrekorden, All-Time-Zuschauerrekorden der Bundesliga bekommen, weil diese großen Vereine wieder da sind. Die von dir ja so schmählich diffamierten Heidenheimer müssen ja höchstwahrscheinlich runter. Ja, das wird eine große Bundesliga nächstes Jahr. Diese Attraktivität, die wir jetzt vor zwei Jahren immer über die beste Zweite Liga der Welt, die uns so gefallen hat, die beste Zweite Liga der Welt ist jetzt quasi wieder in die Erste Liga hochgewandert. Nächste Saison wird niemand mehr von der besten Zweiten Liga aller Zeiten reden, aber die Bundesliga wird wahrscheinlich eine ganz große Nummer mit dem Zuschauerzuspruch, den wir haben werden. Ja, insbesondere die Elbersberg, die ja auch als Zweiter aufgehen. Insofern wird es sicher ein Zuschauerrekord. Nein, ich will auch sagen, ich bin ja froh, dass Schalke wieder da ist, obwohl da schon wieder so wunderbar Wasser in den Wein gekippt wurde. Auf der Schalker Meile, riesen Party, alle nackte Ärsche aus dem Fenster und so weiter. Und was lesen wir in der Zeitung? Peter Neururer, dieser Aufstiegskader ist nicht Bundesliga-tauglich. Ach, guck mal an, guck mal an. Das gibt es doch gar nicht. Peter Neururer, erzähl uns mehr davon. Übrigens, Peter Neururer hat ja so eine Story aus der Schalker Arena gemacht und sich erst mal mit Herbert Grönemeyer und Bochum unterlegt. Was möchte ich mal sagen? Treffliche Musikausfall. Vielleicht hat er es ja ironisch gemeint, man weiß es nicht. Peter Neururer, Grüße gehen raus. Er hat mich auch einmal begeistert, als er mal eine Instagram-Story gepostet hat. Er postet ja ganz oft sich auf dem Motorrad und so. Und er hat einmal eine Instagram-Story gepostet und hat im Rausch des Postens die Musik ohrenbetäubend laut gemacht. Du hast kein Wort verstanden, was er gesagt hat, aber er hat es trotzdem so gepostet und auch online gelassen. Also nicht hinterher gesagt, mach ich nochmal, versteht man nicht, sondern du hast einfach ihn gesehen, wie er den Lippen bewegt und hast irrenohrenbetäubende Kirmesmusik im Hintergrund gehört. Bei Schalke nochmal ganz kurz, ich würde total gerne mal mit meinem alten Bremer Kollegen Frank Baumann reden, wo ja niemand verstanden hat, als er nach Schalke gegangen ist, aus seinem Sabbatical heraus. Dann hat er Muslic geholt und bei Frank Baumann hast du ja jetzt den Eindruck, der hat eine ganz klare Vorstellung gehabt, was er aus Schalke machen kann und hat das dann einfach auch umgesetzt. Also wahrscheinlich ist das der Punkt gewesen, der früher in den letzten Jahren immer irgendwie im Wahnsinn endete, wenn irgendeiner aus Schalke was machen wollte. Und diese Saison sitzt da dieser knochentrockene Frank Baumann und hat einfach einen Plan und hat das gemacht. Und im Übrigen, ich möchte noch eine Perspektive mit dir oder eine Personalie mit dir diskutieren. Kenneth Eichhorn, Hertha, 16 Jahre alt. Größte Aktie der 2. Liga, wird richtig teuer und um ihn buhlen nur die ganz großen Bayern, BVB, Leipzig und Leverkusen wollen ihn haben. Und jetzt fand ich sehr erstaunlich, dass ich gehört habe, von der Seite des 16-jährigen Kenneth Eichhorn, Er hat jetzt schon festgelegt, der Verein, zu dem er geht, der muss seinen favorisierten Spielstil spielen. Er muss Einsatzzeiten kriegen, er darf in der Winterpause nicht verliehen werden und er muss Champions League spielen. Das sind schon so die Bedingungen, die du jetzt als 16-jähriger Zweitligaspieler stellen kannst, wenn du auf dem Markt einfach gut notiert bist. Das ist schon interessant. Ja, das ist erstaunlich und gleichzeitig wird dieser ganze Transfersommer natürlich gerade von Hertha BSC extrem nervös betrachtet, weil mal wieder auch ein bisschen Geld fehlt, wenn man das richtig verstanden hat, weil der Hauptsponsor nicht zahlt. Der Hauptsponsor hat offenbar seit ein paar Monaten die Überweisungen eingestellt, gibt wohl, wenn man den Presseberichten glauben darf, nicht so eine richtige Bürgschaft dafür. Das kann ich mir überhaupt nicht vorstellen, dass bei Hertha mal ein Hauptsponsor nicht zahlt. Was ist denn da los? Naja, ich will mich alle hämischen Kommentare enthalten. Ich will nur feststellen, dass es eben so ist, dass gerade für Zweitliga-Klubs inzwischen dieses Verkaufen von Leistungsträgern, von Jungtalenten inzwischen knallhart zum Geschäftsprinzip dazugehört. Also die Vorstellung, dass sich Spiele entwickeln, dass sie erstmal die ersten Schritte beim Heimatverein gehen, dass sie dann zwei, drei, vier Jahre auch in einer Mannschaft spielen, um dann erst weiterverkauft zu werden. Das hat jetzt bei Maza schon bei Hertha BSC nicht so geklappt. Der ist auch sehr, sehr schnell weg gewesen. Und so wird es bei Eichhorn jetzt genauso sein. Insofern, damit muss man sich, glaube ich, als finanziell etwas unseriös, nicht unseriös, aber zumindest etwas knapp aufgestellter Verein, einfach gewöhnen. Bei Amina Bielefeld ist es genauso. Da hat man einen jungen Stürmer namens Momolu, den man ja von Hannover 96 fest verpflichtet hat. Jetzt heißt es schon wieder, Amina winkt eine Millionenablöse. Und da ist natürlich überhaupt gar keine Frage, dass der jetzt sagt, nein, ich sehe meinen Karrierefrühling weiter in Bielefeld. Also da wird überhaupt nicht drüber debattiert, dass dann die Spiele auch gehen und woanders hinwechseln. Wollen wir jetzt Tim reinholen oder hast du noch was? Ich habe noch was. Ich habe ganz kurz noch was. Zur dritten Liga, weil dort ist es auch so wahnsinnig dramatisch. Du hast Duisburg, die plötzlich wieder stark sind, weil sie 2-2 gegen Cottbus gewonnen haben. Du hast Rot-Weiß-Essen, die sich haben richtig, richtig, richtig eine Klatsche geholt. Nämlich 6 zu 1 bei Stuttgart 2. Unter anderem durch einen Dreierpack, durch Arevalo, den Ecuadorianer, der 7,5 Millionen Euro wert ist. Also mehr als der ganze RWE-Kader zusammen. Der hat RWE richtig abgeschossen. Und Uwe Koschinat steht jetzt ein bisschen in der Kritik, weil sie immerhin jetzt drei Spiele hintereinander verloren haben. Und ich möchte es einfach nur nochmal sagen. Solange Pele Wollitz nach jedem Spiel mit seiner großartigen Sparkasse oder Neiße-Kappe aufläuft und über alles wütet, was nicht bei drei auf den Bäumen ist, wünsche ich mir einfach, dass Enneke Cottbus endlich in die zweite Liga aufsteigt. Also mein Lieblingseinlauf wäre, Osnabrück ist eh aufgestiegen, Platz zwei Enneke Cottbus, damit es nicht so eine Rumnerverei gibt und auf Platz drei können sich dann entweder Duisburg oder Essen balgen. Da wäre ich über beide glücklich. In Duisburg gibt es ja auch eine ganz große Euphorie und die haben möglicherweise jetzt so etwas mehr den Lauf, den Flow, wie man so sagt. Hätte nicht aber eine Relegation Magdeburg-Kottbus auch einen gewissen Charme? Ja, einen gewissen Charme, aber wahrscheinlich für Horrorfilmproduzenten und alle Leute, die gerne nochmal herumfliegende Leuchtraketen sehen wollen. Wobei man immer sagen muss, das ist nicht nur eine Ostproblematik. Es gab beim Spiel von Düsseldorf auf Schalke eine scheußliche Situation, in der man sah. Wie aus dem Fortuna-Gästeblock eine Leuchtrakete quasi waagerecht geschossen im nebenanstehenden Schalkeblock landete, ist wohl auch ein Mensch durchaus ernsthaft verletzt worden. Und da frage ich mich wirklich, was genau, selbst wenn du 7,5 Restpromille irgendwie im Kanister hast und selbst wenn du wütend bist und frustriert bist, was bringt dich dazu, eine Leuchtrakete zu nehmen und die in den Nachbarblock zu schießen? Das verstehe ich auch mental, geistig, seelisch nicht, wie man sowas machen kann, auch in dem Wissen, dass das jemanden wirklich schwer verletzen kann. Das ist mir völlig unbegreiflich. Und da brauchst du auch gar nicht über die generelle Verwendung von Pyrotechnik in Blöcken zu reden. Das ist ja quasi im kriminellen Sektor. Also das hat ja nichts damit zu tun, dass du irgendwie eine Leuchtrakete oder ein bengalisches Feuer abbrennst oder sonst was. Dass Pyrotechnik nicht die Hand verlässt, ist ja nun einer der ehrenden Grundgesetze jeder Fankurve. Und ich hoffe, dass es innerhalb der Fortuna-Fanszene genau diese Debatte gibt und dass man dafür sorgt, dass sowas nicht mehr passiert. Zumal man ja weiß, was der Mann nicht gedacht hat. Er wird nicht gedacht haben, hoffentlich treffe ich keinen. Nein. Einfach in die Menschenmasse hineingefeuert. Das Ganze ist auch noch auf dem Video zu sehen. Und das Entsetzen, das Allgemeine, man hört dann tatsächlich aus dem Fortuna-Blog auch noch mal stimmen, ey, das ist doch scheiße, das ist doch Mist, lass das doch. Aber ich finde, das ist, sagen wir mal, verbal noch an der untersten Kante zu dem, was man zu dem Typen sagen sollte. Das werden wir wieder die zwei Fraktionen kriegen bei unseren Kommentaren. Die einen, die sagen, ja, Silvesterfeuer weg ist erlaubt, aber im Stadion wollt ihr es weghaben oder was? Und die anderen, die sagen, nee, Pyrotechnik ist immer verboten, muss ganz raus aus den Stadien. und ich verstehe gar nicht, dass ihr den Rest der Pyrotechnik so schön redet, das ist alles gefährlich, das muss alles raus. Diese beiden Lager werden sich jetzt wieder unversöhnlich gegenüberstehen. Und wir mittendrin, und mittendrin, nicht nur wir beide, um diese wunderbare Galileo-Überleitung zu machen. So, eine Überleitung, denn jetzt steht es schon da und es, wie gesagt, es wurde oft moniert, dass wir zu einfallslos ihn einleiten. Fremdpunkt Timerenke steht da schon, er hat nichts an, außer einem neckischen Elefantenunterhöschen. Hatte er diesen Hut schon immer? Nein, er hat keinen Hut auf, er hat nur ein Elefantenhöschen an und das Gemächt schön in den Rüssel verpackt. Und jetzt kommt er heruntergetänzelt. Der junge Mann, der Showstar. Frimpong Timbering. Hier ist er. Hier ist er. Hier ist er. Ich versuche immer wieder, euch outfit-technisch zu überraschen. Ist es mir gelungen. Hier ist er. Aber ist er voll gelungen. Dieser Hut, oder? Hier ist er. Was ist denn für ein Hut? Ihr müsst euch auch mal einig werden, welche Storyline das ist. Laut Abend habe ich doch einen Hut auf. Nein, du hast ein Elefantenunterhöschen an. Nicht mehr. Ach, das sah von hier aus aus wie ein Hut. Na gut. Aber du kannst ja nicht so gut gucken nach dem Beamer-Vorfall, oder? Ich kann ja nicht mehr gucken, genau. Ja, pass auf, aber ich muss ja wirklich sagen, dass das immer quasi in den 70er und 80er, das werden die jungen Leute nicht mehr wissen, aber in diesen ganzen Illustrierten von so Sexshops gab es als Inbegriff des erotischen Höschen immer das Elefantenunterhöschen. Also links und rechts die Ohren und in der Mitte halt der Rüssel. Na gut. Okay. Frippon, was hast du mitgebracht? Zwei Zuschriften. Eine von Andreas, mit der ich mal anfange. In der vergangenen Folge war ich geradezu schockiert, als Arndt nicht wusste, ob auf Norderney ernsthaft Fußball gespielt wird. Oh. Habe ich doch gar nicht gesagt, oder? Aber sowas von. Habe ich doch gar nicht gesagt. Doch. Doch. Die Leute denken sich das doch nicht aus. Da habe ich wahrscheinlich gerade nicht zugehört, weil du wieder vorher gehetzt hast und ich habe einfach weggehört. Jetzt kommt aber noch ein kleiner Hinweis, den wollte ich nämlich auch schon geben in der Folge, aber das macht jetzt Andreas. Um euer Fußballwissen entsprechend zu erweitern, empfehle ich deshalb die wirklich grandiose NDR-Reportage über die Inselkicker, die das legendäre Inselderby zwischen Borkum und Norderney zum Thema hat. Wirklich ein fantastischer Film über eines der heißesten Nachbarschaftsduelle im deutschen Fußball. Arndt ist einfach so einer, der nur so ein Gewohnheitsmensch ist, der immer nur auf Spiekeroog ist und Norderney quasi so abschätzig betrachtet, so genau wie Wangerooge und Langerooge. Das stimmt doch gar nicht. Norderney war immer meine ostfriesische Insel. Ja, aber da wird kein Fußball gespielt oder was? Ich habe das nie gesagt. Im Gegenteil, ich war da mal mit meinem Sohn. Werder hatte da früher mal Trainingslager auf dem großen Stadion da. Natürlich wurde da Fußball gespielt. Habe ich nie gesagt. Wir hören aber einfach etwas zerstreut. Es ist alles gut dokumentiert. Wir werden uns nicht die Mühe machen, da rein zu hören, aber es steht jetzt Aussage gegen Aussage. Habe ich nie gesagt. Nun gut, es wird Fußball gespielt und wir schauen mal rein in die Doku. Nächste Zuschrift. Die kommt von Andi. Wir haben heute einen Andreas-Schwerpunkt. Warum muss Deutschland immer den Appendix des oberen Bundesliga-Drittels in die Conference League schicken? Dieses Jahr droht uns da im schlimmsten Fall sogar Augsburg, deren Begeisterung sich so in Grenzen halten wird, wie die der Mannschaften, gegen die sie spielen. Gegen Vorschlag. Gebt dem Zweitligameister den Startplatz. Der Vorschlag ist jetzt nicht durch die Schalke-Feierlichkeiten angeschoben, wird dadurch aber auch nicht gebremst. Wir könnten der in den letzten Jahren so starken 2. Liga eine weitere Aufwertung verschaffen und auch da die Motivation um den 1. Platz manchmal etwas länger hochhalten. Außerdem würde einem Zweitliga-Aufsteiger etwas mehr finanzieller Schwung für das erste Jahr im Oberhaus mitgegeben. Zur Erinnerung, die letzten Zweitligameister Köln, St. Pauli, Heidenheim, Schalke, Bochum, Bielefeld. Ja, und hätte er diese Mail auch geschrieben, wenn Elversberg gerade Tabellenführer wäre, das ist die Frage, die mich gerade umtreibt, ich glaube nein, aber wir wissen es nicht. Kategorischer Imperativ, man muss es so machen, dass es jederzeit Maßgabe allgemeiner Gesetzgebung werden kann, so, sage ich mal als alter Philosoph. Aha. Deswegen Quatsch. So. Was? Echt? Ich hab's gelesen und fand das eigentlich ganz gut. Ey, der Zweigermeister, warum denn nicht gleich der Drittliga-Zweite? Fände ich natürlich auch ganz geil, wenn Pele Wollitz auf Auslandstour müsste. Der Botschafter deutscher Fankultur. Pele Wollitz. Ich fände's schön. Kann man ja auch sagen. Oder Amina ist immer qualifiziert. Oder Hannover 96. Oder Karlsruhe SC. Quatschregel, sag ich. Na gut, okay. Und dann gibt's noch ein Thema. Da kamen ein paar Zuschriften jetzt über die ganze Zeit, ob ich mich nicht noch mal zur Situation in Lübeck äußern möchte. Ja! Möchte ich hiermit tun? Ja! Also, es gab diesen Bruch in der Szene, ja, das habt ihr ja vielleicht mitbekommen. Da gab es eine Eskalation im Heimspiel, das war Mitte März gegen den HSV. Da gab es eine größere Schlägerei im Umfeld der sogenannten Pappelkurve. Das ist so der geteilte Bereich für die Lübecker Szene, in der die Gruppierungen zusammenstehen, wo auch Unbeteiligte zu Schaden gekommen sind. Gegenüber standen sich da das UKL, also das Ultrakollektiv Lübeck, was so die größte Gruppe in der Kurve ist, und deren Freunde, die Castaways vom HSV und die andere Gruppe waren die Halunken. Ey, was ist denn der Name auch? Klingt wie so Kitas aus Lübeck-Nord. Wenn dann noch die Klabaut-Domänner dazukommen, dann wird es richtig heftig. Ja, nehmen wir das jetzt mal ernst. Nehmen wir das mal ernst, bitte. Entschuldige. Und es gibt eine Vorgeschichte auch, es gab in Hannover schon einen Angriff auf die HSV-Ultras, die halt dabei waren. Und jetzt gibt es zwei Positionen, nachdem es diese Schlägerei gab. Das UKL sagt, das ist so eine Eskalation des lang anhaltenden Richtungsstreits. Das gab über viele Jahre Grenzüberschreitungen, du hast es auf Auswärtsfahrten vor allem auch viel miterlebt, was da so an Homofeindlichkeit war, an Sexismus, Rassismus, was irgendwie Unbeteiligte in Zügen. Ordnerinnen, gegnerische Fans, also was da kommt, es ist jetzt nicht unüblich, ein Lübecker Problem spezifisch, aber das ist halt schon, recht klar Leuten zuzuordnen. Vandalismus, hatte ich das Gefühl, ist in den letzten Jahren immer noch stärker dazugekommen, dass wirklich jedes Klo zertrümmert werden muss. Und dass es auch gezielte Einschüchterungen von Einzelpersonen der Gruppe gab durch die andere Seite. Und die Halunken sagen, das war halt ein unerwarteter Angriff. Das war ein Riesenverrat in der Fanszene. Und die prangen jetzt an, dass diese Nazikeule geschwungen wurde. Eje, darf ich mal ganz kurz fragen? Die Nazikeule, das ist auch so ein schreckliches Wort. Die Nazikeule klingt, das höre ich eigentlich immer nur von Leuten, bei denen die Nazi-Keule sehr, sehr gerne und sehr häufig und sehr berechtigt geschwungen werden sollte. Das ist immer wie Nazi-Keule, da werden wir alle in der rechten Ecke gestellt. Ja, die Berichterstattung fokussiert sich, muss man sagen, sehr auf diese körperliche Auseinandersetzung. Geht so ein bisschen unter, die Vorgeschichte. Die handfesten Maßnahmen war, glaube ich, eine Strafanzeige. Eine Fantrennung gibt es, die Gruppierungen stehen jetzt in unterschiedlichen Blöcken im Stadion. Und seit ein paar Spielen gibt es keine Auswärtsfans mehr. Wie steht der VfB Lübeck eigentlich da gerade in der Regionalliga? Unter ferner Liefen. Also mittelmaß. Sportlich ist gar nichts los. Also völlig unter den eigentlichen Ansprüchen, würde ich mal sagen. Es ist so eine Zwischenphase, glaube ich. Hoffe ich, bevor man sich mal wieder fängt und oben angreift. Könnte man nicht mal festhalten, dass solche Diskussionen und solche Konflikte auch sehr, sehr gerne aufploppen und sehr, sehr intensiv ausgetragen werden, wenn es sportlich gerade nicht so ganz große Schlagzeilen gibt. Da hat man das Gefühl, da können sich die Leute mit möglicherweise ein paar anderen Sachen noch beschäftigen als mit der sportlichen Situation und mit dem Anfeuern. Ja, ich weiß gar nicht, ob das, das hätte auch wahrscheinlich in allen anderen Phasen passieren können. Ich glaube, das war mehr oder weniger mal überfällig, dass irgendwas passiert. Da sieht man mal immer mal wieder, dass diese Strukturen in Fanszenen sehr, sehr komplex sind. Mitunter ja auch so, dass man als Außenstehender nicht mehr so richtig durchblickt, warum die sich alle gerade befeinden. Insofern ganz gut, dass du das mal aufgeklärt hast. Am Ende muss halt das Ziel sein, dass es eine Kurve gibt, in der sich alle willkommen fühlen, egal wer du bist, dass es kein Klima gibt, wo du sagst, das Stadion wird dominiert irgendwie von Angst und Anfeindungen. Und ich glaube, wenn dieses Verhalten jetzt mal so offen angeprangert wird, dass es halt nicht geht, dass es Gruppen gibt, die das wirklich ausstrahlen, wenn du dafür einstehst, dann bist du auf jeden Fall auf der richtigen Seite. Absolut, sehe ich genauso. Ich denke, das sollte auf jeden Fall das Ziel sein, dass alle in einem angstfreien Stadion gehen können und nicht denken müssen, wo stelle ich mich denn jetzt hin, damit ich nicht was auf die Glocke bekomme. Ansonsten müssen wir unbedingt mal in den nächsten Folgen auch nochmal über die merkwürdige Barotte sprechen, dass inzwischen jede auswärtige Fanszene als allererstes nicht auf den Block geht oder mal zum Bier stand, sondern in die Sanitärbereiche, um dort Waschbecken aus der Wand zu reißen. Einer der bescheuertsten Trends, die man in den letzten 15, 20, 30 Jahren in Fanszenen gesehen hat, fasst man sich auch tatsächlich an den Kopf. Lieber Arndt, ich schaue mal auf meine riesige, überteuerte Herrenuhr und stelle fest, es ist schon ganz schön Zeit ins Land gegangen. Und damit du genügend Zeit hast, möglicherweise eine halbe bis dreiviertel Stunde über deinen kleinen Verein zu reden, verschieben wir das einfach mal auf nächste Woche. Der FSV Frankfurt wird es dann. Ich habe mir jetzt schon ganz viel Mühe gegeben, aber ich kann ja meine Aufzeichnung auch nicht mehr lesen. Insofern ist es ganz gut. Dann hören wir nächste Woche was über den FSV Frankfurt. Arndt, könntest du das Ganze aber bitte auch schön im Harald-Stänger-Ton dann... Wir begrüßen den Elfeshof Frankfurt von Bornheimer Hang. Bernheimer, sagt man übrigens mal. Man sagt Bernheimer Hang. Okay. Hab ich jetzt gelernt. Oh, von wem hast du das denn gehört? Von Harald Stenger oder von Lutz Wagner? Nur, dass ich schon mal demonstrieren kann, ich wäre vorbereitet. Das ist nicht wie früher, wenn man keine Schularbeiten hatte, sondern ich bin vorbereitet. Ich könnte, aber wir schieben verschieden so auf nächste Uhr. Ah, und darf ich dir übrigens sagen, dass bei Spotify las ich einen Kommentar und da drin stand, Ahn gibt sich beim Impulsvortrag immer sehr viel mehr Mühe als Philipp. Ja. Ja, habe ich nicht gelesen, aber freut mich natürlich und stimmt natürlich auch. Es hat ein Z.Aigler geschrieben. Ich denke, das ist immer andersrum. Ich denke, wenn ich das höre, Philipp gibt sich viel weniger Mühe als ich. Aber es ist Ansichtssache. Es stimmt beides. So, liebe Freunde, wir lecken die Wunden der Bayern und hoffen, dass sie Wolfsburg abschießen. Wir hoffen, dass Bremen in der nächsten Woche bereits gerettet ist, genauso wie Gladbach und der ganze andere Bums. Wir schauen natürlich, dass Pele Wollitz mit seiner roten Kappe möglicherweise als Zweitliga-Aufsteiger feststeht und vieles, vieles mehr in dieser, um mit Frank Kramer zu geben, der Crunch-Time der Saison. Bis dahin verabschieden wir uns und sehen nächste Woche wieder da. Freuen uns auf euch. Frimpong hat dann wieder neue Klamotten an, einen Hut und möglicherweise wieder sein Elefantenhöschen. Und wir freuen uns drauf. Bis dahin. Bis dahin. Oder wie Ewald Lieben am Schluss seines Podcasts sagen würde, tschüss Leute. Tschüss Leute. Tschüss. Also in diesem Sinne, bleibt gesund, alles Gute und bis demnächst. Danke. Das war Zeigler und Köster, der Fußball-Podcast von Elf Freunde. Ihr hörtet eine Produktion im Auftrag von RTL+. Unser Redakteur im Studio heißt Tim Pomerenke, Audioproduzentin und Sprecherin Henni Koch und am Mikrofon saßen bei Zeigler und Köster, wenig überraschend, Arndt Zeigler und Philipp Köster.