Und Philipp, wir reden ganz anders, wenn Tim nicht dabei ist. Ja, viel offener. Denn diese Woche sind wir alle Hamburger, weil wir wollen ja doch nicht, dass der FC St. Pauli absteigt. Oder? Wie siehst du das? Ihr seid doch befreundet, ihr Vederane. Und der FC St. Pauli. Jo, du. Ne, ich will das auch nicht, aber ich kann mir vorstellen, dass auch gerade in Hamburg, manche Leute gibt, die das wollen. Das ist ja eine schwierige Gemengelage. Ja, um das Wort mal ganz früh zu bringen. Eine sehr, sehr schwierige Gemengelage. Ja, genau. Also wir reden über das Abstiegsduell zwischen dem VfL Wolfsburg und dem FC St. Pauli, über den wie der Zombie aus der Kiste gekommenen FC Heidenheim und über die dramatische Situation der zweiten Lieder. Ich kann nur spoilern, Armin, er ist noch nicht gerettet. Eine prallvolle Folge wird es diesmal. Und umso schneller sind wir jetzt dabei, endlich mal wieder das Intro zu hören. Mit der Gitarre, mit dem Akkordeon, mit der Zitter und allem anderen. Ab dafür. Ja, da ist es. Also es ist alles vorbereitet. Jetzt geht's los. Fußball-Podcast von Elf Freunde. So, ich muss nur jetzt sagen, ich weiß nicht, wie es dir geht, aber ich habe mich letztes Mal, nachdem der Spieltag gespielt war, echt konzentrieren müssen, um zu gucken, okay, wie ist denn jetzt die Konstellation? Wer muss denn jetzt wie? Und der Heidenheim-Sieg hat alles verändert, alles. Weil Heidenheim muss ja jetzt nur genauso spielen wie St. Pauli, um vor St. Pauli zu landen. Exakt so. Und wenn Heidenheim gewinnt, kann St. Pauli auch gewinnen, sie müssen aber eigentlich höher gewinnen als Heidenheim. Das hat alles verändert. Ich muss gestehen, dass ich mich mit den tabellarischen Umständen gar nicht so auseinandergesetzt habe, sondern eher mit der Psychologie, weil ich es doch erstaunlich finde, dass du zwei Mannschaften mit St. Pauli und dem VfL Wolfsburg hast, die einfach gar keinen Bock auf die Bundesliga zu scheiden haben. Also gerade was da in Hamburg passiert, vielleicht kannst du mir das moralpsychologisch nochmal erklären. es ist für mich schwer verständlich. Das ist ja kein Team, das für besonders Spielkultur bekannt ist. Stärken liegen ja eher so in taktischer Disziplin und Kampfgeist. Und da habe ich so gedacht, eigentlich müsste diese Truppe doch auftreten wie, keine Ahnung, wie der FC Wimbledon 87 mit Vinnie Jones. Also Eierkneifen, Todesgrätschen, Gegner solche Angst machen, dass sie schon im Spielertunnel einnässen. Solche Sachen. Stattdessen hast du das Gefühl, ach, jetzt mal so ein Jahr Zweite Liga wäre auch nicht verkehrt. Für welchen der Vereine jetzt? Für Heidenheim oder für St. Pauli? Nein, ich habe über St. Pauli geredet. Achso, toll. Da scheint meine Argumentationen ja super angekommen zu sein bei dir. Ja, ich war so in der Mitte, wie war ich raus. Ich finde, St. Pauli spielt einfach eine so seltsame Saison, weil sie haben ja wirklich gut angefangen und jetzt haben sie einen dermaßen erbarmungswürdigen Angriff, ohne das jetzt an einzelnen Personen festmachen zu wollen, aber die haben 28 Tore geschossen. 28 Tore in 33 Spielen, dagegen haben Heidenheim und Wolfsburg und sogar Werder einen Paradesturm. Und das will ja was heißen da unten. Also es ist so, dass die, die haben einfach irgendwann aufgehört, vorne torgefährlich zu sein. Und dann kannst du natürlich nicht mehr viel holen. Eine erstaunliche Stimmung herrscht auch so am Millern-Tor. Da wird sehr, sehr viel gemeckert. Klar, die Kugelschrauber-Hooligans und die ganzen Internet-Terroristen, die dann alles vollstenkern. Das ist ein Phänomen, das es ja nicht nur beim FC St. Pauli gibt, aber so, dass die Stimmung so schnell umschlägt. Also alle waren ja noch vor einem Jahr voller Euphorie, Bundesliga und das ist ja ein ganz toller Ausflug für uns. und jetzt hast du das Gefühl, Defetismus überall, wo man hinguckt. Normalerweise müsstest du ja vor so einem letzten Spiel gegen den VfL Wolfsburg auch nochmal alles mobilisieren. Du musstest ja sagen, jetzt geben wir nochmal richtig Gas. Stattdessen, also richtig hasenfüßig sogar, tatsächlich noch so ein bisschen verzagter als der VfL Wolfsburg. Man soll ja auch so Internetstimmungsströmungen nicht überbewerten, auf gar keinen Fall oder überbetonen. Aber bei St. Pauli scheint es ja jetzt so zu sein, dass viele auch sagen, ja, dann steigen wir halt ab und dann muss der Trainer auch endlich weg. Jetzt gehen die mal den Weg und entlassen mal ihren Trainer nicht. Machen in meinen Augen auch das Richtige, weil sie sind ja total von ihm überzeugt. Jetzt ist das auch wieder verkehrt. Ich finde es auch interessant, wenn wir uns Alexander Blessin angucken, das ist ja wirklich eigentlich auch eine hochgehandelte Traineraktie gewesen. Also nicht nur in Deutschland, sondern auch wieder in England und überall. Und ich finde interessant, an ihm nochmal, das geht jetzt über die Grenzbereiche der Fußballphilosophie, abzulesen, das ist ja jetzt nicht auf einmal ein schlechter Trainer geworden. Nur weil die Saison jetzt den Bach runtergeht, der hat tolle Ansätze gehabt, der hat auch tolle Sachen erreicht am Anfang, der hat auch vorher bei seinen letzten Trainerstationen tolle Sachen erreicht und jetzt hat er halt eine komplett dysfunktionale Mannschaft anscheinend. Ist das sein Verschulden oder ist das manchmal einfach so, dass du dich als Trainer auf den Kopf stellen kannst und du bist aber in einem Negativlauf, den kannst du einfach nicht stoppen, so kommt mir das vor von außen. Ja, ich glaube, es hängt immer von der öffentlichen Wahrnehmung ab. Manchmal hast du ja Trainer, die offenkundig auch schlechte Arbeit leisten, wo es aber einfach alle sich auf den Sportdirektor eingeschossen haben und sagen, was soll er mit dem Kader den auch machen? Und bei manchen anderen Trainern hast du es so, dass der Ruf so schwankend ist. Also nimm mal Florian Kohfeldt zum Beispiel, der ja bei Werder Bremen fantastische Arbeit geleistet hat. Dann war das zum Schluss vielleicht nicht mehr ganz so super. Dann kam ja irgendwann auch dieses Abenteuer da in Eupen, dieser von Katar gesteuerte Klub, wo einfach alles gruselig war. Das hat ja einfach gar nicht gut geklappt. Jetzt ist er in Darmstadt und da sagen die Leute natürlich auch, ey, warum haben den Aufstieg nicht geklappt? Sind die jetzt unzufrieden mit Kohfeldt? Aber nee, die haben einen Marktwert, der so glaube ich so um Platz 11, 12 herumschwirrt in der zweiten Liga bei Darmstadt 98. und die sind, glaube ich, sehr, sehr zufrieden damit, dass die dann jetzt auf Plutz 5, 6, 7 anlanden. Es hängt wahnsinnig, finde ich, viel ab vom Spielermaterial. Oh, man soll nicht spielen, vom Personal. Und natürlich davon, wie funktioniert das alles zusammen? Also wie ist auch die taktische Grundordnung? Also das ist, finde ich, manchmal so volatil, ob du jetzt einen Trainer gerade richtig scheiße oder richtig gut findest. Es ist aber so, beim FC St. Pauli dachtest du, den können sie nicht halten. Blessin, den können sie nicht halten. Und jetzt, ach ja, wenn der absteigt, so gut scheint er doch nicht gewesen zu sein. Ich glaube jetzt, ohne dass es jetzt zu phrasig klingen soll, kein Trainer ist bei jedem Verein immer und überall gleich gut. Vor allen Dingen, was die meisten Leute verkennen ist, deswegen stören mich auch so Worte wie das, hat er vercoacht. Weißt du, in der Natur des Trainerjobs liegt es, dass du Dinge ausprobierst und manchmal funktionieren die, manchmal nicht. Und auch wenn sie dreimal hintereinander nicht funktionieren, bist du deswegen kein schlechter Trainer, sondern du hast halt den Ansatz gewählt. Und sich hinterher hinstellen und sagen, ja, da hat er aber jetzt komplett daneben gelegen, ist auch immer verkehrt. Und bei St. Pauli finde ich eben wirklich, du hast einfach nicht viele Mittel, wenn du es nicht hinkriegst, irgendeine Sturmformation hinzustellen, die Tore schießt oder die richtig torgefährlich ist, dann bist du so limitiert in der Art und Weise, wie du spielen lassen kannst. Dann kommt halt nicht viel daraus. Und sie kriegen ja selten die Bude voll, sie verlieren meistens knapp. Das heißt, irgendwie Mittel scheint er schon zu haben, ein Spiel zu kontrollieren, aber er hat eben vorne nicht die Leute, die die Buden machen. Und wie sehr es auch dann noch einen Unterschied macht, was für Leute du so eingekauft hast, siehst du ja beispielsweise bei Dynamo Dresden. Die haben im Winter fantastisch eingekauft und genau die Schwachstellen ausgebessert, die sie hatten und haben eine ganz passable, wunderbare zweite Halbserie gespielt, ohne dass der Trainer jetzt so, sagen würde, jetzt nochmal so Wunderdinge vollbracht hätte. Und nimm mal Mitch Kniat bei Arminia Bielefeld. der Trainer des Pokalfinalisten, der Trainer des Drittliga-Aufsteigers in die zweite Liga. Und alle sagten, ja, der ist spätestens so halbsehretischer neuen Verein. Und jetzt glaube ich nicht, dass die Leute Schlange stehen und sagen, hey, den brauchen wir jetzt unbedingt. Wobei ich dieses ganze Gerede auch teilweise so mühselig und unverbraucht finde, wenn es immer heißt, diese Mannschaft ist entschlüsselt oder dieser Trainer ist entschlüsselt. Also wenn du ein einigermaßen professioneller Trainer bist, dann hast du möglicherweise eine Handschrift, Aber du hast möglicherweise noch vier, fünf unterschiedliche Matchpläne, die du je nach Gegner und je nach eigenen Stärken dann auch ausspielen kannst. Also dass es dann so quasi den einen Schlüssel gibt, um diese ganze Mannschaft zu entlarven als Rosttäuscher und Hütchenspieler, ist ja auch Quatsch. Und jetzt muss ich dich mal pieken, jetzt kommt ja die Situation, dass es theoretisch sein kann, dass Heidenheim sich noch rettet und Elversberg aufsteigt. Ich würde dann ja wieder sagen, ja, wenn die gute Arbeit leisten, dann ist das halt so. Die leisten ja aber gute Arbeit. Das ist ein stinklangweiliger Klub, aber sie leisten sehr gute Arbeit. Für sehr gute Arbeit kriegst du keinen Aussetzblock vor. Die belohnen sich für die gute Arbeit. Ja, sie belohnen sich für die gute Arbeit. Ja, natürlich. Und ich bin auch gar nicht jetzt mit Schaum vom Mund vor Elversberg oder vor Heidenheim. Frank Schmidt und der geschätzte Frank Schmidt, der großartige Frank Schmidt, hat ja tatsächlich nach dem Spiel gegen euch, wo er verloren hatte. Da hat er ja verkündet, wir haben keine Chance mehr. Wir sind abgestiegen, wir gucken auf die Tabelle, wir sind Realisten, wir können nicht mehr drinnen bleiben, es ist einfach nicht mehr möglich. Und ich nehme ihm das sogar ab, dass er das ernst gemeint hat. Er hat das ganz, ganz ernst gemeint, er muss ja nur auf die Tabelle gucken, muss er sagen. Ja, sie hatten zehn Punkte Rückstand und sie konnten ja nicht davon ausgehen, dass Wolfsburg ein Spiel nach dem anderen verliert. Dass selbst jetzt ein Pauli ein Spiel nach dem anderen verliert. Also wenn die beiden anderen Teams auch nur ansatzweise ein bisschen performt hätten, wie wir Frank Kramer jünger sagen, dann hätten wir überhaupt nicht drüber reden müssen, dass Heidenheim noch eine Chance hat. Jetzt haben sie noch eine. Das ist natürlich auch so ein kleines Märchen. Glaubt man ja auch an so eine self-fulfilling prophecy, also an irgendwie so eine Art Fußballmärchen, das jetzt einfach konsequent zu Ende geschrieben wird, wäre natürlich jetzt, möchte man sagen, ein Downer, ein fußballromantischer Downer, wenn es jetzt der VfL Wolfsburg schafft. 3-0 beim FC St. Pauli und Schicht oder so. Kann er auch sein. Ja, und seine Relegation gegen Hannover, dann auch irgendwie. Da muss man übrigens mal sagen, ein lobenswertes zum VfL Wolfsburg, da gab es jetzt etwas, womit ich nicht mehr gerechnet hätte, denn wenige Stunden vor dem Bundesligaspiel gegen Bayern hat der VfL Wolfsburg verkündet, dass das markante Zinnenwappen, also ein burgartiges W mit Zinnen, endlich wieder als offizielles Vereinsemblem zurückkehrt. Wie viele Jahre haben die drum gekämpft? Ja, die Fans haben gekämpft, muss man sagen, aufopferungsvoller Kampf der Fanszene und man darf ja nicht vergessen, dass dieses neue Logo, das ja nach oben offen sein sollte, das Fortschrittsglaube und Dynamik zeigen sollte, das sah ja aus, als ob das von einer durchgegoksten Düsseldorfer Werbeagentur kurz vor Feierabend designt worden wäre. Und jetzt gab es dann eine wunderschöne Szene, dass ein Fan auf das Spielfeld stolzierte und dort die Eckfahne mit dem alten Logo rausnahm und das neue Fähnchen mit dem alten Wappen einpfropfte. Und einer kommentierte nur sehr, sehr abschätzig bei Twitter drüber, Ey, der tut so, als ob er gerade die Fahne in den Mond gerammt hätte oder als ob er das olympische Feuer entzündet hätte. Der soll sich mal nicht so anstellen. Aber es wurde sich ja auch ein bisschen mokiert tatsächlich über diese großen Emotionen, die da zu sehen waren in Wolfsburg. Die haben ja wirklich gefallen wie nach der Meisterschaft, weil dieses Logo wieder da war. Ich fand das total verständlich. Also wenn dir bei deinem eigenen Verein ein Teil der Vereinsidentität unter dem Hintern weggerissen wird und du kämpfst Jahre darum, das wiederzukriegen und plötzlich ist er wieder da, das ist schon emotional. Also das ist nicht nichts. Du kannst natürlich dann immer sagen, konzentriert euch mal auf den Nicht-Abstieg, ihr Vögel. Aber ich fand es auch gut. Mich hat es richtig gerührt. Ich habe in meiner letzten Sendung schon vorgelesen, ich möchte das aber hier auch nochmal vorlesen, die Pressemitteilung, als sie das Wappen modernisiert haben von Peter Panda und so weiter. Ich will mal kurz gucken, an die richtige Stelle gehen. Was bis dato das Vereinswappen war, wird in Zukunft die Marke VfL Wolfsburg sein. Die Kreisform, die das W umschließt, ist geöffnet und besitzt nun eine deutlich dynamischere Komponente. Nach oben offen, wie die gesamte Entwicklung des Bundesliga-Fußballs in Wolfsburg. Und jetzt kommt's. Bei aller gebotenen Entschiedenheit der Veränderung des VfL-Zeichens ist dieser Relaunch eher als Evolution, denn als Revolution ausgefallen. Alle bisherigen Elemente sind grundsätzlich erhalten, lediglich begradigt und formal reduziert. Entscheidend ist dabei der Erhalt der Farbigkeit. Das kräftige Grün war und ist ein starkes Wiedererkennungsmerkmal des Vereins. Ey, das ist doch albernd. Das war doch ein total hässliches Grün, war das. Ja, ich glaubt. Das alte Grün war doch viel schöner. Und pass auf, jetzt zusätzlich ist der Markenauftritt des VfL Wolfsburg um einen Slogan ergänzt. Und zwar, weißt du, mit welchem Slogan? 18 Jahre lang gearbeitet. Nein, dabei sein. Oh. Dabei sein war der Slogan. Da haben sie für 6 Millionen eine Agentur dran gesetzt und die kamen dann mit, hey, wir haben dabei sein. Alter. Ich glaube, dass all die Idioten in Werbeagenturen, die früher diese komischen Stadtslogans gemacht haben, Bielefeld, die freundliche Stadt am Teutoburger Wald oder Solingen, die Klingenstädter. Das war auch immer schön. Union Solingen. Die Farbenstädter. Leider schon lange verschieden. Die Farbenstädter und Und die Klingensteller gab es auch noch mal. Was ich nur sagen wollte ist, was besonders schön war, dann blendete irgendwann die Kamera, die Führungskamera auf die Tribüne. Und da gibt es doch diese wunderbaren Drillinge beim VfL Wolfsburg-Demos abfeiern. Und das Schöne war, die saßen auf der Tribüne und hatten alle einen Sylt-Wichser-Knoten um. Also sie hatten alle ihre grünen Pullis mit Sylt-Wichser-Knoten um die Schulter rum. Fand ich schön. Um das mit dem Vereinswappen abzuschließen. Ich finde ja bei dem bis letzte Woche gültigen VfL Wolfsburg-Wappen, das sah aus wie so ein ganz schlecht von Chad GPT nicht hinbekommendes Original-Wappen. Also wo du die KI dransetzt und sagst, mach mal ein VW Wolfsburg Wappen und da kommt so ein Ding raus mit oben offen, komisches Grün und so ein ganz hässliches W, wo du dann sagst, nee komm, das musst du nochmal machen. Und da hat sich aber eine Agentur dran gesetzt und wahrscheinlich wirklich sehr viel Geld gekriegt dafür, dass sie sich dieses Rotzwappen ausgedacht haben. Ja, das erinnert mich so ein ganz, ganz bisschen an Kraftwerk, die bei der Expo 2000 in Hannover noch, glaube ich, 17 Milliarden dafür bekommen haben, dass sie dreimal ins Keyboard gegriffen haben, lustlos. Zack, schön auch abkassiert. Das war schön. Expo 08 war das, ne, glaube ich? Nee, es war Expo 08. 2000. Und danach haben sie irgendwas gesampelt. 2000. Übrigens, wo wir gerade noch mal bei der Wahrnehmung von Trainern sind. Marie-Louise Eter hat ja ihren ersten Sieg eingefahren. Glückwunsch, natürlich. Und ich guckte dann ins weltumspannende Netz und da gab es ganz viele Glückwünsche. Ja, ein Meilenstein, ein historischer Sieg. Und da muss ich ganz ehrlich sagen, dass mich die mediale Begleitung irgendwann auch ein bisschen genervt hat, wie sich alle total überschlagen haben, dass da tatsächlich mal eine Frau als Trainerin ein bundes Spiel gewinnt. Völlig überraschend. Da kneife ich mir mal in den Arm, das gibt es doch gar nicht. Die Druckmaschinen, das gibt es doch gar nicht. Ich frage mich wirklich, wie die Rezeption wo gewesen wäre, hätte ETA bis zum Saisonende nur unentschieden eingefahren. Hätten dann alle gesagt, das war doch keine so gute Idee zu verpflichten. Die Frauen, die können es halt nicht. Ich denke, dass ETA hatte niemandem über etwas zu beweisen und sie wäre auch jetzt ohne Sieg eine kompetente, unfähige Trainerin gewesen. Also dieses ganze peinliche Gejubel zeigt ja eigentlich so ein bisschen, was das für eine Männergesellschaft einfach noch ist. Mal gucken, und ob die das kann. Und erst ein Sieg verleiht ihr erstmal die Wein, wirklich Bundesliga-Trainerin zu sein. Also, das fand ich alles ein bisschen albern, wobei ich mich auch echt gefreut habe. So ist es ja nicht. Also, er hat sich ja richtig gut geschlagen und hat den Klassenerhalt geschafft. Wobei, ich glaube, die hätten auch alles verlieren können. Alles verlieren können, dann wären sie es trotzdem nicht in Gefahr gekommen. Ja, wobei ich finde sie auch total eloquent. Also, wenn du die Reden hörst, das ist einfach gut. Und ich denke eben auch, und da vertraue ich dann auch Vereinsverantwortlichen, die waren ja schon noch abstiegsbedroht, als sie kamen. Also das hätte ja auch furchtbar schief gehen können. Ein bisschen, ein bisschen. Aber wenn du dann in so einer Situation eine Frau holst, dann weißt du doch, das ist kein Marketing-Gag. Du weißt doch, das machen die nicht, um irgendwie Schlagzeilen zu generieren oder sonst was, sondern weil sie wirklich von der überzeugt sind. Und das Urteil würde ich dann halt von Leuten im Verein schon immer über das Stellen von irgendwelchen Schreihelsen im Internet, auf jeden Fall. Was ich doch unbedingt sagen möchte ist, kennst du den Song Taschenrechner von Kraftwerk? Den hatte ich auf so einem Sampler drauf, auf so einem neudeutsche Wellesampler namens Tanz mit dem Herzen. Der fängt an mit, ich bin der Musikant mit Taschenrechner in der Hand. Und da kommt eine gesprochene Passage, da sagt der Sprecher auch mit diesem Effekt auf der Stimme, reisen, Zeit. Medizin und der Erhaltung. In so einer ganz komischen Betonung. Das ist ein toller Song. Ich mag Kraftwerk. Hört sich an wie so ein Fraktus-Sequel, würde ich mal sagen. Wir blicken mal kurz. Expo 2000 in die 2. Liga nach Hannover. Die aufsteigen können und die andererseits noch zwei andere Mannschaften haben, die es ebenfalls machen könnten. Nämlich Elversberg und Paderborn. Paderborn, merkwürdige Schwäche, haben ja eine ganze Zeit lang grandios gespielt und plötzlich schmieren sie ab, haben irgendwie auch keinen richtigen Bock mehr. Elversberg, hätte es ganz locker machen können und lässt sie in Düsseldorf 3 zu 1 abfrühstücken. Alle wollen nicht. Alle wollen nicht außer Schalke. Das hätte ich auch nicht gedacht, dass wir das sagen müssen irgendwann mal in dieser Saison. Interessant ist übrigens, weil wir ja wirklich alle schwärmen von diesen drei punktgleichen Mannschaften hinten. Das hat es zuletzt, glaube ich, 2017 oder so gegeben, dass am letzten Spieltag eine Mannschaft auf Platz 18 stand, die sich noch retten konnte. Aber die ganzen letzten Jahre kranken eigentlich ein bisschen daran, dass fast immer irgendeine Mannschaft hinten komplett abgegangen ist. Das haben wir ja dieses Jahr überhaupt nicht. Ich will mal kurz gucken, wer das in den letzten Jahren war. Na gut, letztes Jahr Bochum, das war nicht ganz so schlimm. Dann haben wir 23, 24, Darmstadt, 98, mit nur 17 Punkten sind sie abgestiegen am Ende. Dann haben wir 22, 23, ging auch das Hertha, abgestiegen, aber nicht ganz so schlimm. Aber davor gab es immer eins und total, Kreuter führt 18 Punkte 2022. Dann haben wir 2021 Schalke, 16 Punkte. Also du hast immer irgendwann eine Mannschaft, die komplett den Faden verliert. Paderborn ist mit 20 Punkten abgestiegen vor sechs Jahren. Wirklich, das war so das Symptom der letzten Jahre. Haben wir wirklich immer eine Mannschaft gehabt, die einfach nicht mithalten konnte. Und das haben wir dieses Jahr überhaupt nicht. Aber ich möchte eine ganz wichtige Sache sagen, weil du hast mich jetzt noch gar nicht zu Werder Bremen gefragt, die jetzt ja seit letzter Woche endgültig gerettet sind. Ja, stimmt ja. Ich meine, es ist eine wirklich schlechte Saison gewesen. Und du bist wirklich froh als Werder-Fan, dass sie vorbei ist. Und es sind ganz viele Sachen nicht aufgegangen. Aber wo ich echt zu viel kriege, ist bei den ganzen Schlaumannern, die sich hinstellen und sagen, ja, die bleiben ja nur drin, weil neue drei Mannschaften noch schlechter sind. Und die bleiben ja ohne eigenes Zutun, bleiben die an der Liga. Wo ich dann denke, na gut, die waren vor sechs Wochen Tabellen 17. Jetzt sind sie Tabellen 15, haben sechs Punkte Vorsprung. Für ohne eigenes Zutun ist das ganz gut. Das ist trotzdem kein Glanzstück. Aber sie haben schon Punkte geholt, um da jetzt zu stehen, wo sie stehen. Und um sechs Punkte mehr zu haben, als die anderen drei da hinten drin. Aber wie ist denn jetzt die Stimmung bei euch? Ist das jetzt so, dass sie sagen, jetzt muss Tabula rasa, jetzt muss alles auf den Prüfstand. Jetzt muss mit hartem Besen ausgekehrt werden. Ich warte... Von den Stadionsprechern, den können sie mal austauschen. Da kommt jeder Saison immer drauf, dass endlich die Schlagzeile kommt. Meistens kommt sie von der Bild hier in Bremen. Ein weiter so darf es nicht geben. Das kommt immer. Das kommt aber eigentlich bei allen Vereinen, die sich knapp retten. Kommt immer ein weiter so darf es nicht geben. Ein letzter Warnschuss. Jetzt muss jeder Stein umgerührt werden. Toll ist auch immer der Satz, wenn du bei den Neueinkaufen ein bisschen sparsam bist. Ein Abstieg wäre noch teurer. Auch das ist so ein Satz, wo ich denke, ey Leute. Das ist auch immer so schön. Da lüftet Jean-Julien Bär wahrscheinlich jetzt schon den Hosenbund um, um nochmal so eine richtig steile These rauszuholen. Aber es ist, glaube ich, überall so. Du kommst knapp da. Es war der letzte Warnschuss. Das nächste Mal geht es schief. Das ist ein Ritt auf der Rasierklinge und so weiter. Sie müssen jetzt aus ihren Fehlern lernen. Das kommt auch immer gerne. Sie müssen jetzt, wo die Vereine ja von allein nicht drauf kommen würden, aus Fehlern zu lernen. Die Vereine haben ja sagen immer, wir haben keinen Bock, aus Fehlern zu lernen. Wir möchten noch so eine Saison. Nein, da wird jeder Stein umgedreht und ein weiter so wird es nicht geben. Es ist ja schön, dass du meine zweite Liga-Überleitung so hemmungslos abmoderiert hast. Sorry, jetzt können wir gerne mit dem Ruhm mit dir reden. Als erstes nochmal kurz, Philipp, du darfst dir ein Thema wünschen. Nein, pass auf, ich möchte mir ganz kurz erst einmal nochmal meine Fehlentschätzung von vor zwei Wochen korrigieren. Was habe ich nicht mich in die Bresche geworft für den guten Kollegen Rieger? Fehler, Einschätzung, du? Ja. In Frankfurt, weil ich dachte, ach, so ein durchgeknallter, so ein Quartalswahnsinniger, das ist doch eigentlich richtig gut für Liga. Ich glaube, er wird es nicht mehr lang machen. Es hat sich irgendwie auserzählt, alles sind so mega genervt von ihm. Ein bisschen geht er jetzt, das haben wir schon ein bisschen prophezeit, dieses Frankfurter Dauermärchen zu Ende, dass du immer gesagt hast, du hast irgendeinen Teufelskerl, den du da verpflichtest und dann für drei Milliarden und 50 Cent ins Ausland gerne in die Premier League oder in die Serie A oder in die La Liga weiter verhökerst und wirst trotzdem immer Champions Liga, mindestens Europa League und jetzt siehst du aus, dass das möglicherweise ganz das europäische Geschäft einfach sein lassen können. Ich glaube, das wird ihm dann zum Verhängnis. Also ich glaube, du darfst die Leute nur nerven, wenn du gleichzeitig Erfolg hast. Ja, ich habe ja letzte Woche schon darüber gesprochen, zitiert, was über ihn im Ausland gesagt worden ist, bevor er nach Frankfurt kam, da haben alle gesagt, ey, der respektloseste Typ, der hier rumlief und der ist vollkommen gestört und den darfst du niemandem zumuten. Also wie du den freiwillig holst und an die Seiten, die du stellst. Das waren natürlich Sachen, die sind mit Vorsicht zu genießen, aber leider hat er das ja alles gerechtfertigt. Also wenn du den siehst, denkst du auch, hättest du als Spieler Bock jeden Morgen in dieses Gesicht zu gucken? Andererseits, du guckst auch, weißt du, du gehst morgens an einen Kiosk, da guckt ja auch immer der gleiche Typ raus. Ja, aber der hat mir nichts zu sagen, da kauf ich mir nur die Zeit um. Ey, wie viele Leute ich auf der Arbeit habe, wo ich denke, oh ne. Quatsch, nein, alle super Kollegen. Aber das Interessante ist auch, die Entwicklung ist ja ganz ähnlich, eigentlich sogar komplett deckungsgleich wie bei Tim Walter vor drei Wochen oder vor vier Wochen, als er diese unsägliche Pressekonferenz gegeben hat. Und du hast hinterher gemerkt, okay, den haben sie jetzt so richtig auf den Pott gesetzt und eingenordet. In der nächsten Pressekonferenz war er lahmfromm und war total freundlich. Und bei Riera war das auch in der letzten Pressekonferenz, dass er beim letzten Mal plötzlich ganz normal war und Fragen beantwortet hat und sogar zu Taktik was gesagt hat, obwohl er ja gesagt hat, über Taktik will er in Pressekonferenz nicht reden, jedenfalls nicht mit Journalisten. Offenbar haben sie ihn da auch ins Gebet genommen, hat aber nichts mehr genützt. Diese Mannschaft musst du erst mal so kaputt kriegen. Bei Dino Topmeiler waren alle wirklich unglücklich, ey, wir kriegen jedes Spiel drei Gegentore und wir haben sechs Punkte Rückstand auf die Champions-Sieg-Plätze. Jetzt haben sie 19, glaube ich. Vor allen Dingen, du hast ja eben das Erfolgsrezept schon grob skizziert. Es war ja wirklich auch in den letzten Jahren immer so, du verkaufst einen Spieler irgendwann für 90 Millionen, kaufst drei Spieler für 30 und die verkaufst du dann jeweils auch wieder für 90 Millionen. Das hat so ein paar Jahre funktioniert und jetzt zum ersten Mal nicht mehr und jetzt wird es schwierig. Weißt du, dass ich das übrigens total verwirrend finde, ist, wenn zum Beispiel in diesen großen Boulevardzeitungen gibt es dann ja oft so Meldungen und dann steht, dieser Trainer steht jetzt bei Frankfurt ganz oben und dann ist das bebildert mit dem Bild von Markus Krösche. Und ich kriege es kognitiv nicht zusammen, dass ich auf das Bild gucke und denke, dieser Trainer, die wollen Markus Krösche als Trainer verpflichten? Aber es ist natürlich ein ganz anderer. Sie müssen die Spannung ja aufrechterhalten, weißt du? Na gut, das ist nur meine kognitive Schwäche. Aber der Punkt ist schon, du merkst, es funktioniert nicht. Und viele Mannschaften oder viele Vereine sind dann immer so... Dass sie dann immer hektischer werden und dann doch einen rausschmeißen und noch einen rausschmeißen und irgendwie dann die Linie verlassen. Also ich glaube, das ist wirklich bei Eintracht Frankfurt, Eintracht Frankfurt muss jetzt aus seinen Fehlern lernen. Ein weiter so darf es nicht geben. Nein, da muss jeder Stein umgedreht werden. Das sind übrigens nur 18 Punkte Rückstand, das will ich korrigieren. Und bei Riel Raff fand ich wirklich faszinierend, in dieser Pressekonferenz, in dieser Rundumschlag, da hat er unter anderem einen Satz gesagt, den ich überhaupt nicht verstanden habe, den mir aber hinterher jemand erklärt hat. Und zwar hat er gesagt, wir hatten, als wir kamen, Tordifferenz minus 5, jetzt haben wir plus 3. In Wirklichkeit hatten sie immer noch minus 2, aber er hat halt vorgerechnet, so ähnlich wie Donald Trump ausrechnet, wie viel 100% Medikamente billiger werden. Er hat ausgerechnet, wir hatten minus 5 und jetzt haben wir minus 2, also haben wir plus 3 gemacht. Das war seine Rechnung. Das war das Beste, was er sagen konnte über seine Bilanz in all diesen Monaten. Und ich bin sicher, bei Eintracht Frankfurt haben sie wirklich, intern, da haben die Köpfe geraucht und sie haben ganz oft gedacht, ey, was haben wir uns denn da für einen geholt? Wie werden wir den wieder günstig los, ohne dass es jetzt zu schlecht aussieht? Also ich glaube wirklich, dass der ganz schnell ganz viel Porzellan zerschlagen hat, auch nicht imstande war, in irgendeiner Form diplomatisch zu sein und sich dem Verein anzupassen. So, und jetzt kommt eine super Überleitung. Sagt dir das astronomische Prinzip des schwarzen Lochs was? Erzähl. Pass auf, meine Überleitung ist, unser schwarzes Loch ist der SC Freiburg. Die erreichen nämlich das Europa-League-Finale und die beiden Erzählonkels würdigen es einfach nicht. Der SC Freiburg kommt einfach nicht vor. Entweder nehmen wir früh auf, sodass wir nicht mehr mitkriegen, dass sie ins Finale kommen. Oder wir sagen, die sollen immer nicht so anstellen und die verkacken ohnehin. Aber das ist schon beeindruckend. Es gab einen riesigen Jubelsturm im Breisgau. Wobei ein Leser auch ganz richtig angemerkt hat, ey, die spielen in Rot der SC Freiburg und alle haben Weiß auf der Tribüne an wie der Gegner aus Braga. Was ist denn das für eine Scheiße? Also das kann ich akzeptieren. Aber ansonsten ist das ja unfassbar. Erste Saison irgendwie nach Christian Streich. Ist es die erste Saison, muss ich überlegen? Ist es die erste oder zweite Saison nach Christian Streich? Ich weiß auch gar nicht. Es ist schon so, als wenn Julian Schuster schon so lange da wäre, jetzt gefühlt. Ey, gefühlt ist Julian Schuster schon seit 15 Jahren da. Wir lassen es einfach mal drin, diese faktische Schwäche von mir. Aber man muss einfach mal sagen, der junge Mann ist als Nachfolger des größten Trainers, nach Volker Finke natürlich, weil Volker Finke demnächst sicher in Freiburg heilig gesprochen wird, ist nach Christian Streich angetreten und kommt als nächstes zum größten Erfolg der Vereinsgeschichte. Wie unfassbar und wie unwahrscheinlich ist das denn? Er ist seit zwei Jahren schon Trainer übrigens, ich habe jetzt nachgeguckt. Aber weißt du, das ist auch so ein Trainer, wo du... Im Prinzip hat man doch gar keinen Zweifel, dass das funktioniert, oder? Weil du hast Julian Schuster gesehen und hast gesagt, ja, der gehört da hin, der ist so wie der Verein und der passt da hin und der macht das. Ich mag den total. Aber es sind so viele Leute mit einer guten Ausstrahlung, wo du das Gefühl hast, sie ruhen so in sich und der ganze Verein ruht so in sich. Und dieser Verein gehört ja zu dieser Kategorie von Bundesliga-Vereinen, die so eine Nische füllen zwischen den ganz großen Vereinen und dem Mittelfeldverein. Also er ist besser als Mittelmaß, ist kein Champions-League-Verein, aber ist ein Verein, der aus seinen Möglichkeiten immer genug macht, um auf Platz 5, 6, 7, 8 zu landen. Da wahrscheinlich auch hingehört, also da wahrscheinlich auch mittelfristig bleiben wird. Also das ist auch ein Verein, wo ich sicher bin, die wäre nächstes Jahr nicht 13. Und das haben wir zum Beispiel gehabt mit Eintracht Frankfurt auch über Jahre. Aber wer es nicht hinbekommen hat, ist Union Berlin und Mönchengladbach, die ja auch mal ganz kurz in diesem Dunstkreis waren, international spielen, sogar Champions-League spielen, die es nicht geschafft haben, das zu konservieren. und Freiburg schafft das seit vielen Jahren nachhaltig die Mannschaft aufzubauen. Also hast du eigentlich ein Bonbon im Mund oder warum klingst du so komisch? Ich bin erkältet. Du hast einfach eine dicke Backe. Ich bin erkältet. Ach, das ist der Bonbon. Ach so, okay. Dolo-Dobinan. Die ganzen Leute fragen sich seit einer halben Stunde, warum spricht der denn so? Jetzt, okay, erkältet. Also Freiburg, höchst respektabel. Jetzt stehen sie vor Eintracht Frankfurt, können Siebter werden und ich werde übrigens in Istanbul dabei sein. Ich freue mich total. Ich bin bei dem Finale dabei. Oh, hey. Machst du hier eine? Wer macht hier auf dicke Backe? Bin ich das, der Halsschmerz hat? Nein, ich habe nicht mehr. Entschuldigung, was machst du denn am nächsten Mittwoch? Ach, ich bin in Istanbul. Und weißt du was? Jetzt sage ich was ganz Schlimmes. Ich bin ja auch bei euch beim Elffreunde-Saison-Rückblick in Berlin. Bin ich auch dabei. Ja. Und am Tag danach ist ja das Pokalfinale. Und das ist ja auch so ein Klassiker, dass man dann auch zum Finale geht. Meine Agentur hat mir gesagt, ja, dann frag ich aber auch nach Finalkarten. Und dann habe ich überlegt und gesagt... Ich will da eigentlich gar nicht hin. So nämlich. Also das ist ein Finale, das reicht mir vollkommen, das im Fernsehen zu gucken. Na, ich bin ohnehin ein bisschen traumatisiert, nachdem wir letztes Jahr ja selber im Pokalfinale standen. Und es tut jetzt einfach zu weh, den Finalgegner vom letzten Jahr wiederzusehen, aber mit einem anderen Gegner. Also ich war jetzt vor ein paar Tagen schon mal im Olympiastadion, da wurde das schon aufgebaut, das große Wippzelt, wo sie sich dann irgendwie so die Kaviar und den Shampoos kredenzen lassen und so weiter. Und das tat richtig weh. Da habe ich gedacht, oh Mann, ey, wir hätten das letztes Jahr irgendwie doch reißen sollen. Insofern habe ich so ein bisschen wehmütige Schmerzen, weil es letztes Jahr so schön war. Ansonsten ist es aber auch so, dass man weiß, es gibt auf jeden Fall eine Ohrfeige für den VfB. Man strafe mich hinter Lügen, aber ich habe irgendwie das Gefühl, der FC Bayern wird es sich auf keinen Fall nehmen lassen. Und es wird auf jeden Fall eines dieser deprimierenden Finals, wo relativ früh klar ist, dass es da gar keine Chance für den Gegner des FC Bayern gibt. Die werden das ganz, ganz locker einfahren. Insofern reißt es mich jetzt auch nicht so wahnsinnig. Aber um da kurz beim FC Freiburg zu bleiben. Manchmal begegne ich dem ja so ein bisschen missgünstig. Ich denke dann, Mann, die könnten doch mal so einen kleinen Skandal leisten. Auch so dieses Skandalfreie. Irgendjemand, der besoffen bei der Jahreshauptversammlung von so einem Preisboxer umgehauen wird. Oder Fritz Keller wird noch irgendwie ertappt dabei, dass er in eine Kasse greift. Oder mit Weinflaschen Bowling spielt oder irgendwie sowas. Dass es so ein kleines Skandälchen gibt. Oder Volker Finke noch irgendwie Maisbieten seinen Strandkopf versteigert. Irgendwie sowas. Nichts davon. Man hat das Gefühl, es ist ein völlig skandalfreier Verein. Wahnsinnig unaufgeregt. Wir beide hatten ja mal das Vergnügen, jeweils schon mal aufgetreten zu sein auf der Jahresendfeier des SC Freiburg oder beim Neujahrsempfang. Bei mir war es 125 Jahre. Ach so, Neues Anfang auch vor vielen Jahren, ja, stimmt. Und es ist ja alles so grundsympathisch. Es sind ja auch gar keine Arschgeichen. Du hast ja ganz viele Vereine, ich will da gar niemanden nennen, wo du aber mindestens so eine, wir waren ja mal bei der Arschlochquote, der Arschgeichenquote von 25 Prozent von Leuten, irgendwelchen Typen, die dir sagen, äh, verpiss dich oder keine Ahnung, wie auch immer. Ist ja auch egal, auf jeden Fall. Du hast auf jeden Fall ein paar unsympathische Leute und das hast du beim SDF Freiburg nicht. Leider. Das ist leider auch so. Jetzt muss ich auch nochmal, da das ein bisschen abräumen, das ist beim FC Augsburg ja auch so. Weißt du, ich rede vom FC Augsburg immer als Zombie der Liga, den du einfach nicht totkriegst und so weiter. Wenn du vor Ort bist, sind die leider alle immer sehr, sehr sympathisch. Das ist das Doofe. Und sie haben auch wirklich eine sehr, sehr hohe Trefferquote an Leuten, die sie holen. Und wo du dann merkst, ja, das ist ein Freiburg-Spieler. Das ist so ein klassischer SC-Freiburg-Spieler. Der Matanovic. Bei St. Pauli haben sie den irgendwie auch verflucht, weil der zu viele Chancen ausgelassen hat. Und gesagt, den können wir nicht gebrauchen. Bei Freiburg, Granate. Oder als Maxi Eggestein von Bremen nach Freiburg gegangen ist, habe ich sofort gesagt, ja, das ist ein Christian-Streich-Spieler. Das ist so ein totaler SC-Freiburg-Spieler und davon haben die einige. Nimm Vincenzo Grifo, nimm solche Leute, nimm Matze Ginter, nimm Artubolu, auch wenn er wahrscheinlich nicht mehr lange da sein wird. Aber das ist eine faszinierend zusammengebaute Mannschaft einfach. Ja, und du kannst dich mit den Leuten vor Ort vernünftig unterhalten, was du auch nicht in jedem Club kannst. Du hast ja, und das sage ich aus 26 Jahren elf Freunde, ich habe mich schon mit wahnsinnig vielen Leuten unterhalten, also Spielern, Funktionären, Managern, Beratern, die gerade mal in der Lage sind, unterfragen, welche Hauptsätze zu bilden. Das ist in Freiburg tatsächlich anders. Also alle sehr, sehr nett und das muss man auch mal so sehen. Wenn ich sage, dass jemand sehr nett ist, dann ist das ja ein bisschen was anderes als... Wir haben zum Beispiel bei uns so Kollegen in der Redaktion, die finden alle immer nett. Die finden alle immer nett. Die werden auch im Führerbunker ach, die sind ja eigentlich alle ganz nett. Und so bin ich ja nicht. So bin ich ja nicht. Ich bin ja durchaus missgünstig. Hast du eigentlich auch manchmal Leute, wo du sagst, der ist so nett, da muss irgendwas faul sein. Irgendwas ist da komisch. Also so nett ist eigentlich sonst niemand. Das ist irgendwie, das ist eine Spur drüber, was der an Nettigkeit hat. Das sage ich ja zu jedem. Der Arndt, der ist auch ganz nett und der Fremdkong, der ist auch ganz nett. Aber ich meine es nicht so. Ich meine es nicht so, ich hasse eigentlich alle. Freundlichkeit ist Hass, hat Stromberg schon gesagt. Pass auf, die Folge wirkt nicht so, aber wir haben uns eine kleine Struktur überlegt vorher. Und bei der ersten Liga fehlt jetzt noch Kathleen Krüger. Kathleen Krüger, Sportvorständin beim HSV jetzt, Nachfolgerin von Stefan Kunz und eigentlich auch wieder so ein Stück Normalität, dass du jetzt nicht den großen Aufschrei machst, sondern dass kurz nach Marie-Louise Eta jetzt eine Frau Sportvorständin beim HSV wird, wie selbstverständlich. Ich meine, die hast du ja, glaube ich, kennengelernt als Teammanagerin der Bayern oder was war sie am Anfang. Du hast es gemerkt, Die hat immer das Gefühl vermittelt, die ist da hochkompetent, die wird von allen total respektiert. Dann haben wir jetzt ja gehört, Pep Guardiola wollte sie nach Manchester holen. Und augenscheinlich ist sie aber in Deutschland geblieben, weil sie gesagt hat, nee, ich will nicht als Anhängsel von Pep Guardiola da in Manchester auftauchen, sondern ich will richtig Verantwortung übernehmen und gestalten. Und das wird sie jetzt beim HSV machen, das wird auch spannend. Ja, und ich glaube, dass es genau der richtige Karriereschritt ist. Mir hat ja nicht so richtig gut gefallen, wenn von Kathleen Krüger die Rede war, Dann hieß es, sie sei die gute Seele beim FC Bayern gewesen. Und die gute Seele, da hat er ein bisschen was von Clementine, die dann deine Hand noch ins Spielmittel taucht und so. Also das fand ich ja, dieses gute Seele, da sollte man als Frau oder als Mann immer aufpassen, dass man dann nicht so... Nein, das ist Tilli. War das mit Clementine? Was war denn mit Clementine? Clementine ist von Ariel. Nicht nur sauber, sondern rein. Das ist Clementine. Oberflächlich betrachtet. Das sind so die 60er-Jahre-Werbungen. Da hast du sicher besseren Einblick. Also pass auf, was ich nur sagen wollte, ich glaube, dass es jetzt sehr, sehr gut ist, dass sie sportliche Verantwortung übernimmt. Es ist auch, muss man sagen, genau der richtige Weg, um aus dieser ganzen düsteren Stefan-Kunz-Causa auch rauszukommen, die uns auch irgendwie so im Sande verlaufen ist. Man hört überhaupt nichts mehr. Gibt es da noch einen Gerichtsschaffer an? Gibt es da noch irgendwie einen Film? Die zwölf Geschworenen against Stefan Kunz? Man weiß es nicht genau. Auf jeden Fall, wie ich nur gesagt habe, ich finde es gut, die Personalie macht Sinn, dass sie sportliche Verantwortung übernimmt. Es gab ja mal schon eine Frau beim HSV, nämlich Katja Kraus, vor der, glaube ich, heute auch noch alle zittern. Ja, aber das ist super. Mit der habe ich mal einen Podcast aufgenommen. Das war eine der beeindruckendsten Stunden meines Lebens, was Fußball-Podcasts angeht. Außer natürlich jeder Folge mit dir, entschuldige. Großartig. Die habt ihr doch auch mal bei irgendeiner Veranstaltung gehabt, oder? Ja, ja, natürlich. Katja Krause. Katja Krause. Katja Kraus. Oh Mann, was ich nur gesagt haben wollte ist, Kette Kruse ist eine ganz tolle Frau gewesen, Katja Kraus war jemand, glaube ich, wo sie heute auch noch in Gedanken die Haken zusammenknallen beim Hamburger SV, aber Katlin Krüger ist auch wieder Kaka, wie Klaas Klever. Klaas Klever, Katja Kraus und Katlin Krüger. Klaus Kinski. Katlin klingt ein bisschen nach Kattler, sagt dir das noch was? Die Brüder Löwenherz, das Ungeheuer? Nee. Da bin ich raus. Das sind die 80er. Da warst du schon zu alt. Nun gut. So, pass auf, jetzt war zweite Liga. Eine allinäre Sau, eine ganz primitive Sau. Primitive Sau, ja. Pass auf, auf jeden Fall, in der zweiten Liga, ich kann nur sagen, Amina Bielefeld, höchst abstiegsgefährdet, sich in Kaiserslautern eine Niederlage geleistet, als die Mutter aller Niederlagen, einfach mal nach 20 Minuten, nach 25 Minuten 0 zu 2 zurückgelegen, danach keine einzige Torchance mehr, alle total entgeistert und das ist eine Mannschaft. Wir standen 32 Spieltage, 33 Spieltage nie auf einem Abstiegsplatz. Und jetzt plötzlich. Und ich möchte mal sagen, diverse Leute bei mir in der WhatsApp-Gruppe unkten. Das könnte die Mannschaft möglicherweise überfordern. Und es gibt einen Podcast des örtlichen Radiosenders mit der örtlichen Zeitung, in dem nur rumgemosert wurde. Also da war, wir haben gegen Hertha keine Chance am letzten Spieltag und in der Relegation. Egal gegen wen wir spielen. Ob gegen Duisburg, gegen Essen, gegen Cottbus, Selbst wenn wir gegen Hoffenheim 2 spielen würden oder gegen Tuss Lotte oder sowas, Sportfreunde Lotte, das wäre alles egal, wir würden auf jeden Fall verlieren. Also so ist die Stimmung in den Medien. Ich glaube, wir Anhänger haben so ein bisschen Schwierigkeiten dieses... Himmel hoch jauchzen und was ist das für eine geile Truppe, Pokalfinale, aufgestiegen und jetzt wieder Abstiegskampf. Es ist so, es fühlt sich irgendwie so ein bisschen unwirklich an. Ja, aber guck mal, auch da mein Lieblingsthema ist, der Mitch kniert jetzt auf einmal ein schlechter Trainer und war vorher ein guter? Oder ich meine, das ist doch Quatsch. Da gab es in dem Podcast, gab es so zwei Typen, so ein bisschen wie das Dopaphon, nur eben aus Ostwestfälisch, also noch zynischer und noch deprimierender. Und die so O-Ton, also beziehungsweise sinngemäß, er kniert, der kann nichts und dann sollen sie sich endlich mal einen echten Trainer holen. Ich meine, tatsächlich, ja, irgendwie Pokalfinale genossen, aber jetzt ist es eine totale Blinse und irgendwie eine totale Niete. Das ist natürlich auch totaler Quatsch, aber da merkst du einfach. Am Ende ist es so, du guckst auf alle Leute immer nur, wie der aktuelle Erfolg ist. Ey, du kannst ja Champions League geholt haben, ne? Du kannst als, keine Ahnung, mit Hoffenheim 2 kannst du irgendwie aufgestiegen sein, was auch immer. Ist alles egal, wenn du aktuell verlierst. Ey, ein Blinder ist entschlüsselt. Ist eindeutig entschlüsselt, der gute Mann. Es ist dechiffriert, genau. Ja, dechiffriert, genau. Naja gut, also deswegen bin ich mal gespannt, ob es Arminia eventuell erwischt. Es kann aber auch sein, dass sie gegen Hertha gewinnen, dann sind sie nicht aller Sorgen ledig, aber dann zumindest Relegationen. Ansonsten Düsseldorf, ey was für eine Truppe, wirklich sehr teuer zusammengekauft. Klaus Allofs schon jetzt ein Interview gegeben, alles scheiße von mir, es tut mir leid. Wir haben jetzt Ende für Anfang und man hat aber auch nicht so richtig das Gefühl, dass das… Dass das jetzt so richtig funktioniert. Sie haben gegen Elversberg eben gewonnen, aber vorher gegen Schalke wiederum verloren. Also, dass die da überhaupt unten reingeraten sind, ist vom Mannschaftsvermögen her, also vom Spielvermögen, von der Taktik eigentlich eine totale Frechheit. Die haben doch die besondere Situation gehabt, dass sie Johannesson verloren haben an Köln, relativ frühzeitig. Und dadurch hatten sie relativ frühzeitig auch Geld, um sich Spieler zu holen. Aber sie haben zum Beispiel auch Itten geholt, als einen der besten Stürmer der zweiten Liga. Es war nicht alles schlecht. Trotzdem muss da jeder Stein umgedreht werden und absteigen, ist noch teurer. Ja, und da darf es ein Weiter-So, darf es da aber nicht geben. Genau, bei aller Liebe. Man kann immer darauf hinweisen, dass das Relegationsspiel dann entweder gegen Duisburg oder gegen Cottbus oder gegen Essen abgehalten wird. Also in der dritten Liga ist das auch mächtig spannend. Der Vorfeld Osterbrück ist ja bereits durch mit Timo Schulz. Aber ansonsten kann das nochmal richtig knöpfen. Ist das Relegationsspiel wieder während des Saisonrückblicks? Ist das wieder so? Das ist ein ganz schlimmer Abend gewesen für uns beide. Nein, ich glaube, das ist Donnerstag und Dienstag oder so. Aber man müsste wirklich noch mal in die Historie gucken. Es war beim Spiel Wien gegen Wiesbaden. Ja, Wien Wiesbaden gegen Arminia Bielefeld. Und ich glaube, es fiel ein Tor nach dem anderen. Und jedes Mal bist du so ... Bist du so schleimig rübergekommen und hast mich umarmt mit Leid. Nein, nein, nein. Ich hab dir am Schluss den Nacken massiert, weil ich wusste auch nicht, was ich sagen sollte. Ich hab erst gesagt, oh, Tor für wen. Am Anfang waren das noch ganz normale Oh, Tor für wen Dialoge zwischen uns. Aber irgendwann wurde es halt immer bizarrer. Wie auch haben die gewonnen? 4-0? 4-0 oder 7-0, ich weiß nicht mehr genau. Auf jeden Fall war es schrecklich, schrecklich, schrecklich. Und ich weiß auch, wie ich alle verblüfft habe, weil ich eine Tor-App gehabt habe, die viel schneller war als alle anderen Tor-Apps. Die hieß doch Sofa-Score, ne? Genau. Hurra für diese App. Sofascore. Ganz, ganz großartig. Jetzt muss ich allerdings auch noch einmal sagen, pass auf, ich habe ja in den letzten Folgen häufiger mal die Sparkasse oder Neiße, die in Wirklichkeit Spree-Neiße heißt, aber ich bin ja alter, vertriebenen Kind, deswegen sage ich oder Neiße. Auf jeden Fall habe ich Pelle Wollitz immer sehr, sehr gefeiert, der mit seiner bekloppten roten Kappe permanent irgendwelche Wutreden gehalten hat, jetzt schon wieder. Also er redet sich eigentlich immer in Rage und das gefällt uns ja auch wahnsinnig. Dann habe ich und ich fand das einfach auch eine schöne Idee bei der Sparkasse oder Neiße, wie ich sie jetzt mal nenne, angerufen und gesagt, habt ihr nicht so eine rote Kappe für mich? Weil ich einfach nur, um dich zu erfreuen, diese rote Kappe mal tragen wollte. Unbedingt, unbedingt. Ja, pass auf. Und dann habe ich da hingeschrieben und habe gesagt, das wäre doch eine tolle Idee. Können Sie mir eine solche Kappe zur Verfügung stellen? Gerade just von einer halben Stunde kam die Antwort von der PR-Dame, von der Sparkasse oder Neiße Grenze. Und da sagte sie, das ist eine tolle Idee. Fragen Sie doch einfach mal beim Verein nach. Na toll. Verein? Also. Ja, sie wollen nichts, sie wollen nichts. Sie haben wahrscheinlich nur eine Kappe für Pille Wallet. Und ich muss jetzt auch mal sagen, ich habe ja große Sympathie gehabt für Pele Wollers und gedacht, schön, wenn Energie wieder da ist, aber ich muss mal sagen, dass das alles sehr, sehr getrübt worden ist, weil ich nach dem Spiel jetzt, wo Chigertschi in allerletzter Sekunde das Tor gemacht hat gegen Niesbaden, da sehe ich dann ein Posting von dem AfD-Spitzenfunktionär Tino Chrupalla. Dem Start in der Freundschaft mit dem anderen einschlägig bekannten rechtsextremen AfD-Nachwuchsmann, nämlich Jean-Pascal Hohm, und Energieschals posiert hat. Und darunter so schleimige Bausätze, mit denen man sich mal gerne jenseits der Elbe so eine goldene Knie-Scheibe holt. Starke Leistung auf dem Platz, großartige Stimmung auf den Rängen, so geht Fußball im Osten. Also ich muss ganz ehrlich sagen, ich habe das gesehen. Und bei dieser Schleimerei und bei diesem Bild ist mir wirklich das kalte Kotzen gekommen. Und man muss ja wissen, dass dieser Jean-Pascal Hohm, also dieser Kumpel von Tino Choupala, ein dicker Kumpel von dem Faschisten-Bahn Björn Höcke ist und der hat auf seinem Instagram-Profil, wenn man da drauf geht, einen riesigen Banner mit dem Wort abschieben. AdSend. Und ich muss ganz ehrlich sagen, ich weiß nicht, wie das geht, aber ehrlich gesagt, ich könnte ja nicht Fan eines Vereins sein, bei dem das normal ist, dass so rechtsextreme, zynische, moralisch verkommene Menschenfeinde auf der Tribüne ihre PR-Bilder schießen können. Echt, furchtbar, furchtbar, furchtbar. Und das hat auch gar nichts mit dem Osten zu tun. Das fände ich bei Rot-Weiß Essen oder anderswo genauso furchtbar, aber ätzend, ätzend, ätzend, ätzend. Aber was willst du denn als Politik raus aus dem Fußball übrigens, aber was willst du denn dagegen tun als Verein? Also ich würde sagen, wenn so ein Heini dann seine Bilder da postet, dann würde ich mich dann als Verein distanzieren. Also ganz ehrlich, also ich bin hundertprozentig der Meinung, dass das kommentiert gehört. Das wortlos hinzunehmen, dass dieser Kryptofaschist dann da irgendwie auf der Tribüne ist. Furcht spinne. Also ganz ehrlich, ich finde, mal abgesehen davon, dass ganz prinzipiell Politiker Ich glaube. Sich auf der Tribüne jetzt nicht so ausgiebig fotografieren lassen sollten. Es sind Rechtsextreme. Das ist ja nicht irgendein Politiker. Und es mag ja 150.000 Leute und die Bild-Zeitung geben, die das irgendwie total geil finden, wenn die demnächst an der Regierung sind. Und ich will, dass auch nicht so ein Podcast umfunktionieren. Aber wenn du jetzt zum Beispiel hörst, dass du irgendwie in Ziedenik, auch nicht so ganz weit weg von Cottbus, hast du jetzt so einen AfD-Bürgermeister. Ich denke mal, was denken die Leute eigentlich, was passiert, wenn die sich so einen AfD-Bürgermeister wählen? Denken die dann, oh, da kommen aber die jungen Leute von überall her. Und dann kommen die Ausländer. Da gibt es jetzt aber Geld für die Kitas. Ja, also da kann ich echt nur sagen, wenn sich die Leute ganz schön umgucken, solange sowas unkommentiert bleibt, furcht spinne. Also das ist für mich eine absolute Grenze von gutem Geschmack, dass solche Heinigs dann da auf der Tribüne stehen. Muss ich leider so sagen. Aber ich bleib dabei, du kannst als Verein nicht in jedem Fall was dafür. Nein, dass sie nichts dafür können, irgendwie ist das eine. Aber wenn der Typ sich dann da präsentiert, ich würde als Verein das kommentieren. Manche Vereine können auch was dafür. Noch Stichwort, 2. Liga sind wir, glaube ich, fertig. Fortuna Köln ist wieder da. Ja, Discuss, Assoziation zu Fortuna Köln für dich. Fortuna Köln, ich habe das schon häufiger mal gesagt, dann wurde mir auch wütend zurückgeschrieben, die schlimmste Bratwurst, die es jemals gab, da gegessen. Echt in flüssiges Altöl getauchter Rentnerpimmel. Ein Rentnerpimmel? Ja, exakt, ein Phosphatschlauch. Ansonsten das Südstadion. Ich habe so wunderbare Bilder gesehen. Volle Hütte und irgendwie ist das Südstadion... Ich meine, Schengen-Löhring ist seit 120 Jahren tot. Aber natürlich ist das ganz alte 2. Liga. Hat dich Möhrdraht immer früher bei Fortuna Köln gespielt? Kalli Möhrdraht, wo einer meiner Kollegen standhaft behauptete, es sei nach Gerd Möhrder der zweitbeste Torjäger des deutschen bezahlten Fußballs aller Zeiten. Was nicht stimmt. Aber er hat, glaube ich, trotzdem 145 Tore geschossen oder so für Fortuna Köln. Also das freut mich sehr, dass die wieder da sind. Wir gucken mal in den Süden. da steigt Schweinfurt auf, wenn ich das richtig mitgehe. Nee, Würzburg steigt auf. Schweinfurt ist abgestiegen. Nein, lass mich dir das erklären. Schweinfurt ist abgestiegen und Würzburg spielt in der Relegation gegen Lok Leipzig oder Karlsruhe ist Jena. Und da sind wir beim nächsten Aufregerthema des letzten Wochenendes, dem Ballgeschiebe in Greifswald. Bei der komischen Situation, dass die beide punktgleich sind, Lok Leipzig und Jena. Aber Lok Leipzig hat eigentlich, glaube ich, um vier Tore besseres Torverhältnis und das etwas leichtere Spiel auf dem Papier. Also es ist eine ganz komische Situation. Aber es ist nicht der letzte Spieler gewesen, sondern der vorletzte. Und trotzdem spielen die bei einem Abstiegskandidaten in Greifswald am Ende acht Minuten lang sich den Ball hin und her, damit nichts mehr passiert, als Mannschaft, die wohlgemerkt aufsteigen will in den Profifußball. Das war so ein bisschen unwürdig. Vier Tore Vorsprung haben sie und Lok Leipzig spielt gegen Magdeburg 2 und Jena spielt das Derby gegen Rotwass Erfurt, die Dritter sind. Und Jena muss eigentlich vier Tore aufholen oder hoffen, dass Lok Leipzig gegen Magdeburg 2 nicht gewinnt. Es läuft auf Lok Leipzig gegen Würzburger Kickers hinaus ein bisschen. Ja, aber jetzt können wir das ja kurz mal moralisch bewerten. Acht Minuten, also sieben, sechs, fünf, vier Minuten wurde irgendwie dann nur so ein bisschen hin und her gebolzt und keiner hat mehr bis auf einen langen Pass, glaube ich, von Greifswald nach vorne gespielt. Ein bisschen Pfiffe, aber ansonsten viel Feierei, weil alle wussten, ein Unentschieden reicht für Greifswald und ein Unentschieden reicht auch für Lok Leipzig. Man muss wirklich sagen, es wäre nicht passiert, hätten alle Spiele des vorletzten Spieltags gleichzeitig stattgefunden. Dann hätten die Leipziger aber nicht nichts vom Spiel von Kasselschina gewusst. Insofern kann sich die Verbandsleitung da durchaus nochmal selber man ein bisschen an die Nase fassen, aber dann gab es dann hinterher den. Sportreporter Alex Küpper, der dann gesagt hat, das ist peinlich, was hier gerade passiert, das ist nicht gut für die Regionalliga Nordost, das hat mit Sportsgeist ehrlich gesagt wenig zu tun. Habe ich zunächst gemacht, Alex Küpper, es gibt ja noch Corny Küpper und Hansi Küpper, deine alten Kumpels, das ist ja ein bisschen so wie die Kelly-Family oder hier diese Tickle-Sisters, da kommt immer noch mal einer aus dem Busch und hat ein Mikrofon umgehängt. Auf jeden Fall muss ich sagen, dass ich diesen moralischen Impuls nicht so richtig nachvollziehen kann. Ich meine, sieben, acht Minuten, das hat mit der Schande von Gijon oder so hat, was das verglichen wurde, überhaupt nichts zu tun. Du checkst einfach, da greifst du jetzt nicht mehr an. Hätte ich genauso gemacht. Ja, aber am vorletzten Spieltag? Das strahlt jetzt auch nicht auf die Regionalliga Nord-Ost aus, also bitte. Ja, gut. Aber ich habe das beim Bundesligaspieltag gemerkt, dass das echt total kacke ist, dass die Spiele nicht gleichzeitig waren am vorletzten Spieltag. Du hast Köln gegen Heidenheim gehabt, das wäre... Vielleicht nicht anders ausgegangen, wenn es am Tag vorher gewesen wäre, aber es wäre noch dazugekommen zu diesem fiebrigen Spieltag, wo dann alles gleichzeitig sich irgendwie überschlägt und überstürzt und so und so, hast du das als ein Spiel gehabt am Sonntag zwischen den anderen beiden Spielen. Diese ganze Aufregung, dieses ganze Überhitzte, dieses ganze Hektische, dieses ganze überall fällt gerade, purzelt gerade wieder irgendwas oben und woanders entsteht wieder was, das fehlt halt. Wie gesagt, im schlimmsten Fall weißt du eben auch nicht, ob Köln gegen Heidenheim nicht ein anderes Spiel gewesen wäre, wenn es gleichzeitig stattgefunden hätte wie die anderen. Natürlich! Natürlich, das ist echt total ätzend. Also ich finde, die letzten beiden Spieltage, wo es wirklich so knapp ist, dass du auch jetzt nicht erstmal einen Tabellenrechner bemühen musst, um alle Eventualitäten aus- oder einzuschalten. Finde ich, dass du die gleichzeitig stattfinden musst. Aber du weißt natürlich auch, warum nicht. Weil jeder gleichzeitig stattfindende Spieltag für die übertragenen Sender und für die Werbekunden und so weiter ein Graus ist, weil du natürlich dann nicht irgendwie an zehn unterschiedlichen Anstoßzeiten am Freitag, Samstag und Sonntag deine Werbeinseln verkaufen kannst. Ist ja klar. Trotzdem finde ich es sportlich unbedingt geboten, dass das passiert. Noch ein Hinweis darauf, dass auch die SG Sonnenhof Großaspach wieder da ist. Andrea Berg, die Unverwüstliche, hat dann auch gleich ein Lied für die gedichtet, das wir bitte nicht einspielen. Und der S von Mippen ist wieder da. Der S von Mippen. Und wer ist schuld dran? Ernst Middorp. Ernst Middorp. Ernst Middorp hat gleichzeitig ein Posting losgelassen. Hat da wieder seine Finger drin. Ja, pass auf, er hat nämlich ein Posting losgelegt. Sinngemäß hat er gesagt, ein bisschen bin ich auch dran schuld. Die Interruption, also der große Bruch, den es nach dem Abstieg gab, Der ist ja auch von mir in den ersten Spielen durchaus noch so ein bisschen mit initiiert worden. Insofern, der eigentliche Held, der Vater des Aufstiegs, Ernst Middendorp. Aber schön, dass die wieder da sind. Ein weiter so darf es geben. Es muss kein Stein umgedreht werden. Du hast übrigens, bevor wir die Aufnahme gestartet haben, gesagt, ich soll nicht sagen, wann wir aufnehmen. Aber Manchester City gegen Crystal Palace ist gerade vorbei. 3-0. Und es ist jetzt so, dass jetzt Manchester City ein Tor Vorsprung hat, aber zwei Punkte noch Rückstand auf Arsenal. Das heißt also es wird ein Wettschießen am letzten Spieltag geben möglicherweise wenn Arsenal noch einen Punkt abgibt im nächsten Spiel tun sie aber nicht. Am nächsten Spieltag haben wir als kleiner Service kostenloser Service Arsenal spielt gegen Burnley die sind aktuell Tabellenvorletzter. Und Man City spielt dann auswärts sicherlich. Die spielen in Bournemouth. Die sind Sechster. Ist es nicht irre, dass West Ham oder Tottenham absteigen? Ja. Einer von beiden steigt ab. Finde ich krass. Auch deswegen, weil beide Mannschaften für mich eigentlich immer unverwüstliche Premier League waren. Ich habe immer gedacht, absteigen, das sind Bournemouth oder Southampton oder Ipswich nächstes Jahr oder irgendwie sowas. Das könnte ich mir vorstellen. Aber keinesfalls. Coventry City eigentlich auch immer. Deswegen ist es traurig und schade. Gerade weil West Ham so meine englische Mannschaft eigentlich ist. Deswegen hoffe ich mal, dass es Tottenham erwischt. Aber ansonsten ist es für beide Mannschaften oder für beide Klubs eigentlich eine totale Katastrophe. Andererseits muss man mal sagen, anders als in Deutschland, wo Zweitligisten dann doch wirklich deutliche finanzielle Einbußen haben, gibt es in England schon einen sehr, sehr dicken, großen Rettungsschirm für Mannschaften, die aus der Premier League absteigen. Die fallen dann oft so weich, dass sie im nächsten Jahr meistens dann gleich schön wieder oben sind. Insofern, das ist, glaube ich, nur ein Abschied auf Zeit. Ansonsten können wir mal feststellen, dass Arsenal ja auch noch Champions League-Endspiel zu bestreiten hat in Budapest. Und man durchaus mal festhalten kann, dass die zumindest jetzt gerade so den Eindruck machen, als ob sie mal diese ewige Klischee, dass sie dann mit dem Hintern einreißen, was sie mit den Händen aufgebaut haben, möglicherweise endlich, endlich mal in diesem Jahr unter Arteta dann ad acta legen. Fände ich schön, wäre auf jeden Fall besser als das ewige Man City, weil irgendwie die ganze Pep Guardiola-Geschichte, für mich ist Pep Guardiola entschlüsselt, dechiffriert, beziehungsweise die Geschichte ist eigentlich zu Ende, also man kann ja einfach daran erkennen, dass sich die Geschichte so ein bisschen auserzählt hat, das garantiert jetzt gerade Netflix oder Amazon oder sonst wie die nicht gerade mit einer Doku begleitet, weil das Ding ist einfach durch, finde ich, textlich und inhaltlich und moralisch, insofern braucht man das eigentlich nicht mehr so unbedingt. Mein Lieber, ich gucke auf die Uhrenstelle fest. Gerade wo die mitternächtliche Stunde naht, ist Zeit für den Impulsvertrag. Also, der FSV Frankfurt ist gelost worden und der FSV Frankfurt ist letzte Woche ausgefallen. Ich habe mich jetzt noch eine Woche weiter darauf vorbereitet und es ist ein Verein mit vielen interessanten Geschichten. Also zunächst mal, der Ist-Zustand ist, sie sind Dritter in der Regionalliga Südwest. Dritter klingt gut, sie sind aber sehr, sehr weit weggelandet von Sonnenhof Großaspach, die also aufsteigen werden, ich glaube 14 Punkte Rückstand oder so. Das heißt, der Aufstieg war nicht direkt im Bereich des Möglichen, aber der FSV Frankfurt ist eigentlich der große Traditionsverein in Frankfurt. Die Eintracht natürlich ungleich größer und erfolgreicher, aber der FSV ist eigentlich der richtige Traditionsverein, der nicht durch irgendwelche Fusionen entstand, sondern ein uralter Stadtteilverein, der eigentlich aus dem Nordend stammt. Ich bin übrigens auch belehrt worden. Ich habe letzte Woche klugscheißerisch gesagt, ja, die sagen da Bernheim statt Bornheim, stimmt nicht. Also es ist Folklore, das sagen manche Leute. Aber niemand, der wirklich richtig ernst mit dem Verein zu tun hat, sagt Bernheim. Es heißt Bornheim anscheinend. Es ist wirklich ein großer Traditionsverein, der auch richtig gute Zeiten hatte, der auch große Spieler hervorgebracht hat. Und interessant ist der Trainer. Der Trainer ist Tim Görner, den hören wir mal ganz kurz. Mein Name ist Tim Görner, ich bin 27 Jahre alt und Trainer vom Nesdorf Frankfurt. Ich habe früher selber gespielt, habe angefangen mit dem Trainerschein Stück für Stück, habe auch Mannschaften trainiert gehabt und bin dann in der Schule sitzen geblieben und musste mich dann entscheiden zwischen dem Selberspielen und dem Trainersein und habe mich dann für das Trainersein entschieden und ich glaube, es war im Nachgang auch die bessere Entscheidung. Der ist mit 26 Trainer gewonnen beim FSV Frankfurt. Jetzt ist er 30, ist schon im vierten Jahr, glaube ich, da. Macht einen total guten Eindruck. Sehr, sehr frischer, junger Trainer und über so lange Zeit, in Anführungsstrichen, weil vier Jahre in der Regionalliga ist schon, halten sich nicht so sehr viele Trainer. Das sagt schon was aus. Es gibt allerdings auch eine Kehrseite des Vereins, die müssen wir auch uns frühzeitig mal anhören und zwar ist das einer der Vereinssongs. Es ist nicht die offizielle Hymne, aber es ist mit das Schlimmste, was du je gehört hast, und zwar eine Cover-Version von Purple Rain von Prince, die beim FSV Frankfurt so klingt. Musik. Anfang an, Bornheimer Hang. Woche für Woche brennt bei uns die Lust. Tausend Stimmen singen, singen unseren Gesang. Ja, Philipp, das kanntest du doch nicht. Aber das ist schlimmer, als du es dir vorher vorgestellt hast. Komm, wir müssen den Refrain hören. Hieß der Refrain? FSV, FSV, In Schwarz-Blau, in Schwarz-Blau. Wird nicht besser. Über den Verein gibt es noch interessante andere Geschichten. Also erstens, Traditionsverein Bornheimer Hang ist, glaube ich, auch ein besonderes Stadion mit einer besonderen Geschichte. Sie waren 1925 im Finale um die Deutsche Meisterschaft gegen den 1. FC Nürnberg. Ist natürlich schon ein bisschen her. Und sie haben das erste Tor der Frauenbundesliga geschossen. In einer Zeit, wirklich, das wirkt heute wie Steinzeit. Ich lese dir jetzt mal ein bisschen was vor über die erste Saison der Frauenbundesliga. Ich bin sicher, das hast du alles nicht mehr auf dem Schirm. Die erste Torschützin der Frauenbundesliga war Katja Bornschein vom FSV Frankfurt im Spiel gegen Tuss Binzen. Der Tuss Binzen war also auch in der Frauenbundesliga. Und jetzt kommt es, es war eine zweigeteilte Frauenbundesliga. In der einen Gruppe haben gespielt Sindelfingen, Klinge-Säckach, Niederkirchen, Braunheim, Bad Neuenahr und der VfL Ulm. Und in der anderen Gruppe Poppenbüttel, unter anderem Schmalfeld, Sachsen-Ross-Hannover, SV Wilhelmshaven, das war damals die Frauen-Bundesliga, in einem Land vor unserer Zeit sozusagen. Dann habe ich schon erwähnt, wie gesagt, dieser junge Trainer, den wir am Schluss nochmal hören, aber erstmal müssen wir noch über einen der größten oder den größten Fußballer reden, den sie je hatten, Richard Herrmann. Richard Herrmann war im WM-Kader beim Wunder von Bern 1954 und er hat ein Spiel gemacht und zwar dieses legendäre, absichtlich verlorene 3 zu 8 gegen Ungarn aus taktischen Gründen mit einer B-Mannschaft und da hat er sogar das 3 zu 8 geschossen, Richard Herrmann. Und er hat eine ganz tragische Geschichte, weil er ist einer von den vielen Spielern, das waren glaube ich fast alle Spieler gewesen, die Leberschäden bekommen haben, weil offenbar rund um diese WM 54 der damalige Vereinsarzt Franz Logen mit einer verunreinigten Spritze gearbeitet hat. Und der ist an einer Leberzirrhose gestorben, schon mit 39, Richard Herrmann. Wo wir natürlich dann auch wieder bei den Gerüchten sind, die durch diese Fälle vorgekommen sind oder aufgetaucht sind, ob da Doping im Spiel war bei der WM 54. Das muss man ganz vorsichtig diskutieren, weil es gibt keine Belege mehr, man kann es nur mutmaßen. Und das Interessante ist aber wirklich, fast alle Spieler haben Hepatitis bekommen nach der WM. Das heißt also, da ist mit den Spritzen irgendwas nicht sauber gelaufen, im wahrsten Sinne des Wortes. Es ist hinterher gesagt worden, sie haben Vitamin C gespritzt bekommen, wo dann aber Fachleute sagen, das hat man eigentlich nicht gespritzt. Und es gab das Gerücht, es gab eine Droge namens Pervitin, das ist die sogenannte Panzerschokolade aus dem Zweiten Weltkrieg. Und die war in den 50er Jahren total angesagt. Und jetzt kommt aber der entscheidende Mosaikstein. Eigentlich war Doping gar nicht so genau definiert 1954. Also es gab keine Dopingproben. Es gab wohl auch Putschmittel, die wurden aber in vielen Sportarten einfach so eingeworfen. Das heißt also, es ist möglich, dass die Spieler da irgendwas gespritzt bekommen haben. Aber wir wissen es nicht genau und wenn, dann war es auf jeden Fall damals doch nicht so richtig verboten, sondern es war eine Grauzone. Insofern doch mal schön, dass du uns das Wunder von Bernd nicht kaputt gemacht hast. Das freut mich sehr, muss ich sagen. Aber ansonsten muss man doch einfach mal festhalten, dass der FSV Frankfurt doch ein lebendiger Verein ist. Also das ist jetzt nicht wie Fortuna Köln. Nein, Fortuna Köln ist auch natürlich sehr lebendig, aber es ist ein Klub, der durchaus eine Berechtigung hat in Frankfurt. Ja, wir hören ja erstmal den Trainer nochmal, der sagt, was mit dem Verein seiner Meinung nach möglich ist. Stück für Stück weiterhin quasi eine Perspektive haben, die sehe ich aktuell beim FSV, auch für die kommende Spielzeit, deswegen habe ich auch meinen Vertrag verlängert und dementsprechend glaube ich, können wir hier einiges erst mal erreichen, wohin es dann die nächsten Jahre geht, mal schauen. Und ich kann euch nicht entlassen, ohne dass wir noch einen Teil, und zwar die für mich ergreifendste Strophe des FSV-Liedes hören, auf die Melodie von Purple Rain von Prince, das geht nämlich dann so weiter. Wir schauen niemals nach unten, schon Platz zwei ist uninteressant. Dritte, zweite, erste Liga. Champions League, Europa Cup und was kommt dann? Ich bin ein bisschen froh, dass das Lied vorbei ist. Ich hatte davor Angst, aber es ist auch ein netter Farbtupfer in dieser Folge. Ja, absolut. Und ich danke dir ganz, ganz herzlich. Man muss ja sagen, der FSV Frankfurt hat wieder mal bewiesen, dass du dich auf die Impulsverträge deutlich, deutlich besser vorbereitet hast als ich. Ich sage nur Eintracht Wernigerode oder Eintracht Wernigerode. Ich weiß auch nicht mal, wie die hießen. Die hässliche Pratze des Podcasts war das. Genau. Wir müssen noch über eine Sache reden. Traurige Chronistenpflicht, wie man sagt. Dietmar Schott ist gestorben. Dietmar Schott, auch jemand, mit dem du aufgewachsen bist? Ja, Dietmar Schott war der Nachfolger von Kurt Brumme. Ich muss sagen, dass ich eher auch sogar noch ein Kind dieser Zeit mit Kurt Brumme war, der sich ja auch mit immer sehr sonorer Stimme aus Köln gemeldet hat und die WDR Schlusskonferenz moderiert hat. Sein Nachfolger war dann Dietmar Schott. Irgendwann hat dann, glaube ich, Sven Pistor übernommen, aber das war schon um 2002, 2003 herum muss das gewesen sein. Lass uns mal anhören, wie Sport und Musik anfingen mit Deeper Short. Das klang nämlich damals, da war die WDR Big Band am Start und das war eine richtige Auftrittsmusik. Ah, herrlich. WDR 2. Sie hören Sport und Musik. Am Mikrofon Dietmar Schott. Und Dietmar Schott steht ja stellvertretend für eine ganze Riege von großartigen Stimmen. Von Jochen Hageleit, von Manfred Bräugmann, von Werner Hansch, von Jochen Sprenzel, vom SFB, von Kurt Brumme. Oliver Thoma. Und vielen, vielen anderen, die sich dann aus den Stadien der Republik gemeldet haben. Gerd Rubenbauer immer, der sich immer aus dem sonnenüberfluteten Olympiastadion in München gemeldet hat. Selbst wenn es geregnet hat oder es schon dunkel oder abends war. Also das war eine ganz wunderbare Riege von Leuten, die sich dann aus dem Stadion der Republik gemeldet haben. die tatsächlich Bilder im Kopf gemacht haben. Also in vielen Nachrufen, die ich über Dietmar Schott gelesen habe, stand ja dann doch auch, dass das eine andere Generation war, die sehr unaufgeregt moderiert hat und kommentiert hat. Das ist tatsächlich so. Also wenn man heute die Schlusskonferenz hört, hat man das Gefühl, selbst wenn da überhaupt nichts auf dem Rasen passiert, wird wahnsinnig herumgeschrien. Das war jetzt nicht so das Ding der älteren Herren. Also jeder, der mal bei YouTube sich einfach nochmal einen Zusammenschnitt von so einer Sport- und Musiksendung anhört, der wird begreifen, dass das eine ganz andere Nummer war. Komm, lass ihn uns mal anhören als Moderator. Wie erklang eine klassische Dietmar-Schotten-Moderation von 1989? Es gingen ja so am vergangenen Samstag die 80er Jahre im deutschen Fußball zu Ende. Ein Jahrzehnt, das dem deutschen Fußball einiges gebracht hat. Man war Europameister, zweimal Vize-Weltmeister. Der HSV gewann den Europapokal der Landesmeister, Eintracht Frankfurt und Bayer 04 Leverkusen den UEFA Cup. Eigentlich kann man mit dieser Bilanz ganz zufrieden sein. Ganz besonders der FC Bayern München, der die überragende Mannschaft gewesen ist, der sechs deutsche Meisterschaften an die Isar holte und der auch als Spitzenreiter in die 90er Jahre gehen wird. Das Phänomen ist, es ist wie bei vielen Menschen dieser Generation, für mich war er damals schon ein richtig älterer Herr und das ist auch fast 40 Jahre her. Da muss er ja noch deutlich jünger gewesen sein als wir. Also als ich, als du auch. Selbst sogar ich. Recht überlege. Aber es ist wirklich dieser unaufgeregte Stil, der natürlich heute völlig verstaubt und anachronistisch klingt, aber trotzdem total schön und erholsam, wenn man das heute hört. Ich muss sagen, dass ich mir das häufiger mal angehört habe. Und gerade, wenn sich so Jochen Hageleit gemeldet hat, der ja nun auch immer gerne unten am Spielfeldrand stand, um alles mitzubekommen und den Spielern in den Nacken zu hauchen, dann kommt mir das gar nicht so ewig gestrig vor. Aber eigentlich ist es sogar damals noch möglich gewesen, gerade weil nicht so viel mit Stanzen gearbeitet wurde. Also gerade dadurch, dass die Kommentatoren heute sehr, sehr schnell reden, noch viel, viel schneller reden, schaffen sie es immer weniger, wunderbare Bilder und Szenen zu beschreiben. Das konnten die früheren Herren und Damen, auch Sabine Töpperwien sei da ja nochmal genannt, deutlich besser. Und irgendwie ist für mich, als ich die Nachricht dann jetzt heute gehört habe, dass Dietmar Schott gestorben ist, war ich wirklich ein bisschen wehmütig, weil das ja sehr, sehr viel mit unserer Jugend zu tun hatte. Also ich war jetzt gar nicht so einer von denen, die dann diesen typischen BRD Samstagnachmittag gemacht haben mit Autowäsche danach irgendwie noch in die Badewanne und dann konntest du Sportschau gucken und vorher hast du noch ein bisschen Radio gehört. So war das bei mir gar nicht. Ich habe einfach vorm Radio gehockt und meine Lieblingsvereine mir angehört. Und Dietmar Schott war irgendwie so eine Stimme, die mich immer, immer begleitet hat. Und das ist sehr traurig, dass er gestorben ist. Andererseits hat sein Leben gelebt, ist 88 Jahre alt geworden und es war ein reiches Leben. Ich fand nur fast ein bisschen schade bei den Nachrufen, die ich gehört habe. Dass man seine Stimme nicht so gehört hat. Also es gibt auch im Netz gar nicht so viel, also für eine Radiolegende gar nicht so viele Tonbeispiele. Man möge sein Andenken bewahren. Apropos, also wirklich mal ernst gemeint war ein wichtiger Aufruf. Ich habe seit Ewigkeiten gedacht, ich hätte total Bock mal ein paar alte und zwar richtig alte Sport- und Musiksendungen zu hören. Also falls es irgendjemanden gab, der das so richtig nerdig auf Kassette aufgenommen hat, meldet euch bitte mal. Unter unsere Podcast-E-Mail. Ich würde das total gerne als Kopie... Haben. Ich kann es auch selbst kopieren oder so notfalls. Wir würden dann auch mal ein paar Beispiele einspielen, wenn uns jemand sowas schicken kann. Ich würde total gerne sowas hören. Ich habe früher übrigens auch selbst mal eine Zeit lang versucht, jeden Spieltag auf so einer 1090-Kassette aufzunehmen, bis ich dann gemerkt habe, hörst du nie wieder rein. Aber ich hätte das total gerne noch. Also wenn jemand alte Bundesligasendungen hat, sehr, sehr gerne vor den 90er Jahren, also wenn ihr selbst schon sehr alt seid, dann gerne schicken. Übrigens hatte ich mal interessanterweise einen Termin im Deutschen Fußballmuseum, wo Manuel Neukirchner das auch sagte. Er sagte, ey, ich würde so gerne mal alte Sport- und Musiksendungen hören. Also ich würde sie ihm auch weiterleiten. Herzliche Grüße nach Dortmund an den Direktor des Deutschen Fußballmuseums. Ja, falls jemand von euch welche hat, bitte wirklich melden. Das würde mich total freuen. Es ist doch schön, dass du Manuel Neugier gesagt hast. Ich dachte, du kommst jetzt nochmal auf Manuel Neuer, der mit 55 nochmal seinen Vertrag verlängert hat. Von dem ich jetzt gelesen habe, dass er 20 Millionen Euro derzeit noch verdient hat und er jetzt mit reduzierten Bezügen leben muss. Oh, da wird er bald auf alten Teebeuteln rumkauen und da wird das Brot im Kühlschrank knapp für Manuel Neuer. Aber er macht einfach immer nochmal weiter, was möglicherweise auch noch ein ganz kleines bisschen die Diskussion befeuert, ob wir ihn nicht doch mitnehmen nach Philadelphia oder nach Houston oder wohin wir da auch immer quartieren. Ihr werdet euch wundern, warum Frame.Timmerenke nicht dabei ist. Der schippert auf einer aufblasbaren Banane durch die Südsee oder vielleicht. Schlichtet er auch gerade als ÖTV-Schiedsmann die Konflikte zwischen zwei Lübecker Ultragruppen. Man weiß es nicht genau. Auf jeden Fall ist er nächstes Mal wieder dabei und wird für uns Leserbriefe, Hörerbriefe, Leserpost dabei haben. Im großen Jute sagt, wie ihr es gewöhnt seid. Ansonsten senkt sich jetzt eine abendliche Stille über diesen wunderschönen Podcast. Ich glaube, wir haben alles besprochen was vor der Crunch-Time, wie Frank Kramer und ich gerne sagen, vor der Crunch-Time der Bundesliga, der 2. Liga, der Regionalliga und der 3. Liga so zu sprechen war. Wir hoffen, wir haben euch rundum informiert und freuen uns, wenn wir nächste Woche wieder da sind, dann wissen wir auch schon, ob Arminia Relegation spielt. Werder ist schon gegrättet und meine neue verlängert dann wahrscheinlich sogar noch bis 2035. Wer weiß. Ihr Lieben, macht's gut und bis zur nächsten Woche. Du klingst mit Bonbon so wie ich ohne Bonbon. Gute Besserung. Bis nächste Woche. Also in diesem Sinne, bleibt gesund, alles Gute und Und bis demnächst. Danke. Das war Zeigler und Köster. Der Fußball-Podcast von Elffreunde. Ihr hörtet eine Produktion im Auftrag von RTL+. Unser Redakteur im Studio heißt Tim Pomerenke, Audioproduzentin und Sprecherin Henni Koch und am Mikrofon saßen bei Zeigler und Köster, wenig überraschend, Arndt Zeigler und Philipp Köster.