Arndt, Arndt! Philipp, warum Arndt, Arndt? Arndt, Arndt als kleine Hommage an Bafana, Bafana, ungefähr das häufig genannte Wort gestern bei der Eröffnungsfeier und beim Eröffnungsspiel Mexico gegen Südafrika. Also Bafana, Bafana, Arndt, Arndt und zwei müde Leute, ne? Ja, es ist ein ganz wichtiges Tool für Kommentatoren, habe ich das Gefühl, wenn die so einen internen Begriff gelernt haben. Ist dir schon mal aufgefallen, in jedem niederländischen Spiel wird ganz oft Elftal gesagt? Vor 20 Jahren hat das nie jemand gesagt. Das wurde irgendwann in, dass man gesagt hat, ey, ich weiß, dass das Elftal heißt, deswegen kommt es jetzt 30 Mal während dieses Spiels. Herbert Fassbender hat einfach immer nur verachtend die Holländer gesagt. Insofern gibt es glaube ich immer so Lieblingswörter von Kommentatoren, aber um noch einmal auf meine Müdigkeit rauszukommen, es ist schon ein hartes Brot, um vier Uhr den Fernseher anzuschalten, Magenta TV zu gucken und dann Tschechien gegen Südkorea gucken zu müssen. Ja, ich wollte dich gerade fragen, wie war deine Nacht? Also ich bin dann, ich bin gegen Mitternacht ins Bett gegangen und hab dann so den Wecker auf 3.10 Uhr gestellt oder so, um noch ein bisschen wach zu werden vor dem Spiel. Ich hab gestern den ganzen Tag gedacht, ey geil, kannst du in der Nacht noch ein Spiel gucken. Und während der ersten Halbzeit von Südkorea gegen Tschechien dachte ich, immer mach ich das jetzt nicht. Ja, ehrlich gesagt hab ich das beim Eröffnungsspiel auch schon gedacht. Das zog sich ja Mitte der zweiten Halbzeit ganz schön. Aber immerhin gab es zum Schluss noch drei rote Karten. Über all das reden wir, nach unserem Vorspann, der natürlich mit einer mexikanischen Gitarre beginnt. Football unites us all. Zeigler und Köster. Der Fußball-Podcast von Elf Freunde. Jetzt ist er wieder da. Der zweite Tag. Meisternall. Mexiko. So, jetzt. Jetzt ist es als Seinemann nach eine mexikanische Gitarre gewesen. Okay. Ja, Eröffnungsspiel. Es ging los. Wir sind also jetzt schon mitten im WM-Geschehen. Ganz kurz sah es so aus, als wenn es an diesem ersten Spieltag mehr rote Karten gibt als Tore. Das hat sich dann zum Glück in der zweiten Halbzeit des zweiten Spiels noch ein bisschen gedreht. Aber jetzt erzähl mal, in welchem psychischen Zustand erwische ich dich? Naja, es war zumindest ein bisschen Enttäuschung. Jürgen Klopp, der Experte, hat ja auch schon gesagt, dass er enttäuscht war von diesem Eröffnungsspiel. Ich war von dem ganzen Abend ehrlich gesagt ein bisschen enttäuscht. Ich hatte mir so eine flirrende Atmosphäre versprochen. Die Eröffnungsfeier war bieder uninspiriert. Man hatte sich vielleicht etwas Spektakuläres auf. Ich erinnere immer noch natürlich an die Los Angeles-Oliviade, wo der wunderbare Mann hereingesegelt hat. Ich hätte mir den Rocketman gewünscht und irgendetwas was passiert, aber stattdessen sang Andrea Bocelli, von dem ich gar nicht wusste, dass er noch lebt. Andrea Bocelli sang und bewegte sich kaum und ansonsten tanzten die üblichen Leute herum. Aber das Spiel danach war dann eben auch nicht so richtig prima. Also sehr viel Rasenschach, Mexiko ging ja sehr, sehr früh in Führung. Und man hat einfach gemerkt, schon beim allerersten Spiel, die große Warnung, dass diese WM zu aufgebläht ist. Man hat sie an Südafrika gesehen. Diese Mannschaft hat überhaupt nichts bei diesem Turnier zu suchen. Die wird auch natürlich nach der Gruppenphase ausschalten. Eine ganz biedere Spielanlage. Und Mexiko hat es so, ich weiß nicht, wie das so dein Eindruck war, aber einfach verwaltet. Die haben es verwaltet. Sie sind schnell einzeln in Führung gegangen und haben sich ausgeruht. Die Leute waren so... Mittel begeistert, immer mal wieder dröhnten Mexiko-Rufe durchs Aztekenstadion, aber dass jetzt die ganz große WM-Euphorie aufgekommen wäre, auch eher nicht. Ja, also Mexiko war gut genug, um eine Klasse besser zu sein als Südafrika oder zwei Klassen besser. Ich habe auch die ganze Zeit gedacht, ich habe an den guten alten Günther Netzer gedacht, der mal bei irgendeinem ganz schlechten Länderspielgegner gesagt hat, also diese können wirklich überhaupt nichts. Das habe ich bei Südafrika auch gedacht. Also dann kriegen die auch noch zwei rote Karten, da kommen wir später noch drauf. Sie steht unter keinem guten Stern. Ich habe jetzt ja nochmal nach meiner Spielerei gestern geguckt, wo sie in der Weltrangliste stehen. Ich glaube, auf 60 stehen sie. Sie stehen aber dann aus gutem Grund, wie wir jetzt gesehen haben, hinter Usbekistan und hinter Panama und hinter was weiß ich nicht noch wem alles. Also das haben wir gesehen, warum das so ist. Wir können zumindest mal feststellen, dass wir die Ästhetik, die wir beim Vorbereitungsspiel zwischen den USA und Deutschland gesehen haben, also diese sehr, sehr spezielle US-Übertragung, die gab es jetzt bei der Weltregie nicht mehr. Wir haben festgestellt, das war zumindest technisch eine sehr schöne Übertragung. Was ich ein bisschen bizarr fand, waren die Experten, also Johannes P. Kerner, Thomas Müller. Jürgen Klopp und zwischendurch war auch noch Tom Kaulitz dabei und das war alles ganz schön schrecklich, weil die von gnadenloser Witzelsucht befallen waren, also die haben sich die ganze Zeit gegenseitig auf die Schulter geklopft und rumgekumpelt und weißt du, wie das manchmal so ist, wenn du in eine Eisenbahn einsteigst, in ICE und da sitzt da so eine Frauengruppe, die sich schon mit kleinen Feiglingen betankt hat und dann. Wird in dieser Unterhaltung, die diese Frauen dann führen, jeder Witz belacht, als ob das irgendwie Conan O'Brien gerade den Witz gemacht hätte. Jeder Witz, ganz egal, ob der witzig ist oder wird, hysterisch belacht. Und so war das auch bei dieser Kommentatorengruppe. Und dann ganz, ganz schlimm, es gibt ja diesen kleinen Running Gag, den Kate Abdou immer mit Mika Richards im englischen Fernsehen macht, dass sie die anderen beiden dann immer sehr, sehr pompös vorstellt und ganz zum Schluss, er und er ist mal in der 66. Minute eingewechselt worden, Mika Richards. Und diesen Witz machte dann Johannes B. Kerner auch mit Tom Kaulitz und es war so schrecklich peinlich, sowohl für die Leute, die das kannten, als auch für die Leute, die das nicht kannten, weil die dachten, ey, warum wird jetzt Tom Kaulitz als Praktikant vorgestellt, das war alles hohen und peinlich. Nun gut, aber wir kommen zum Spiel und es ging hoch und runter. Es wurde also viel gefeixt, um dieses schöne alte Wort mal zu benutzen auf Magenta. Ich hab nämlich ZDF geguckt, ich hab Magenta nur so am Rande verfolgt, aber jetzt als großer Service für alle, die uns zuhören, ihr bekommt, wenn wir nicht währenddessen einschlafen, Philipp und ich, bekommt ihr morgens mit als allererstes wirklich einen atmosphärischen Roundup zu dem, was in der Nacht passiert ist. Zunächst fangen wir aber wirklich mit dem Eröffnungsspiel an und mit dem historischen ersten Tor dieser WM. Diese Mariachi-Band ist so das allererste, wo ich sagen würde, das ist sehr, sehr mexikanisch. Ansonsten sah man ja auf den Rängen sehr, sehr viele Leute, die sich diese riesigen Hüte aufgesetzt haben. Aber ansonsten ist sowas immer sehr, sehr fröhlich und sollte beibehalten werden. Zumal man nicht vergessen darf, dass die Stadionansagen immer sehr normiert sind. Das ist bei allen großen Turnieren so. Da hast du ja nicht dann so den lokalen Schauter, der nochmal ein örtliches Immobiliengeschäft bewirbt, sondern das ist alles sehr normiert. Aber was für ein wunderschönes Stadion ist das Aztecan-Stadion, bitteschön. Ja. Also das ist wirklich für mich mit das schönste Stadion der Welt, wenn du das so siehst. Die Atmosphäre scheint auch toll zu sein. Und vor allen Dingen, es atmet ja so viel Geschichte. Also du hast ja dann, ich glaube, ausgerechnet Schnellinger war doch auch da. Und das WMN-Spiel 86 und das WMN-Spiel 70 sowieso. Also es ist ein so großartig gelungenes Stadion, was auch nicht, wie gestern von dir erwähnt, das Maracaná zu Tode renoviert worden ist, sondern es sieht immer noch so aus wie früher. Ja, es ist ein Stadion. Du blickst hinein und weißt sofort, wo du bist. Und insbesondere ja diese vier Bandarolen, diese Werberinge, die sich rund ums Stadion ziehen, das haben sie echt sehr, sehr schön gemacht. Und ja, es war auch sofort wieder diese flirrende Hitze. Man sieht schon wieder Sigi Held über den Rasen stolpern oder Rudi Völler nochmal zum 2 zu 2 gegen die Argentinier-Treffen 86. Also ein großartiges Stadion und wirklich so das erste Mal so ein richtiges WM-Feeling, als die Kamera so durch das Rund schwenkte. Jetzt kommen wir zum zweiten Höhepunkt, der uns auch so ein bisschen kalt erwischt hat, obwohl wir wussten, dass es passieren würde. Trinkpausen. Und jetzt gibt es die erste Trinkpause. Auch daran dürfen wir uns ja gewöhnen bei diesem Turnier. Unabhängig davon, ob das die Wetterbedingungen erfordert oder nicht, sollst du nach 22, 23 Minuten die Trink- und Kühlpause geben. Und Stadion untermalt mit Musik. Ja, das ist natürlich eine verkappt, wie es befürchtet wurde, eine verkappt eingeführte Werbeunterbrechungsmöglichkeit für die weltweite Klientel. Nun, ganz kurz, lass mich diesen einen neutralen Satz sagen. Es ist ein schwieriges Thema für uns gerade, drüber zu reden. Wir können nichts dafür und wir versuchen, es zu ändern. Alle, die sich darüber aufregen, wissen jetzt, was wir meinen. Aber es ist wirklich Trinkpausen. Das Bizarre ist ja, die werden ja nicht nur gemacht, wenn es nötig ist, sondern auch bei 12 Grad und Nieselregen wird eine Trinkpause gemacht nach 22 Minuten. Und die dauert dann auch nicht 30 Sekunden, sondern 2 Minuten 30 ungefähr. Dann wird Musik eingespielt und dann wird richtig unterbrochen. Das heißt, wir haben jetzt ein Spiel, was in vier Abschnitte geteilt ist. Ja, vier Viertel. Das ist wie beim Eishockey. Und man merkt auch, dass die Werbeeinschalter nur auf diese Sekunde warten, dass diese Trinkpause kommt. Also man lässt den Spielern auch nicht mal die Zeit im Bild vom Platz zu gehen, sondern es gibt einen Pfiff des Schiedsrichters und zack, ist die Werbepause da. Und dann wirklich zweieinhalb Minuten, auch nicht im Splitscreen, zack, bist du einfach raus. Und das ist nicht nur ungewohnt, sondern auch dafür, dass natürlich Fußballspielen einen Rhythmus hat. Unschön. Ich finde es einfach unschön. Und ich kann schon verstehen, dass du bei 134 Prozent Luftfeuchtigkeit und einer totalen Hitze mal eine Trinkpause brauchst. Aber dass generell gesagt wird, jetzt wird einfach getrunken und hier ist die Werbung. Das ist schon ziemlich eklig. Das ist ja toll, dass die FIFA ja über viele Jahre immer wieder angeregt hat, oh, wir könnten doch ein Spiel in Vierviertel einteilen, dann können wir mehr Werbung machen. Damit sind sie nicht durchgekommen, aber jetzt haben sie doch Vierviertel irgendwie hinbekommen durch die Hintertür. Es kamen dann zu Turbulenzen im Spiel gegen Mexiko gegen Südafrika durch zunächst zwei rote Karten für Südafrika. Hier ist die erste. Das ist gut gespielt. Ist das bei Indujeres? Ist das der Youngster? Das ist ein Foul, das ist außerhalb und dann muss es der erste Platz der Weltmeisterschaft sein. Und es ist, oh, ich mag es gar nicht aussprechen, Yaya Sitole. Sie erinnern sich an den Fehler in der neunten Minute. Und jetzt haben wir in der zweiten Hälfte gerade vier gespielt. Und er steht schon wieder im Brennpunkt. So, dann kam es interessanterweise, und ich habe ja versucht, parallel ZDF und Magenta zu verfolgen, dann kam es zu einer interessanten oder zu zwei interessanten Szenen. Die zweite und die dritte rote Karte wurden nämlich von Magenta und dem ZDF komplett unterschiedlich bewertet. Wir hören mal, Torsten oder genannt Toto, wie er im ZDF genannt wird, Kinhöfers Einschätzung zur zweiten roten Karte. Meine Meinung dazu, klar, kriegt er jetzt einen leichten Stoß, würde ich mal sagen, aber ob das jetzt als aktive Schlagbewegung ausreicht, da bin ich selber mal gespannt. Also in Normalgeschwindigkeit hätte ich das jetzt nicht geahndet. Toto Kinhöfer mag das gesehen sein, aber die Instanz schlechthin, Wolf Fuss, sieht das komplett anders. Es geht um eine mögliche rote Karte. Ja, da gab es einen, ja, da gab es einen Klatscher, guck mal, Batsch gibt es einen in den Nacken. Das so, wenn du es so siehst, muss es geben, weil es eine klare Attacke war, geht eigentlich nicht. Und Oliver Schmidt wiederum, zu dem wir gleich noch kommen, der das fürs ZDF kommentiert hat, der hat dann anerkennend festgestellt. Und jetzt hat er doch wieder hinten die Hand und zack, der dritte Platschverweis. Der zieht ja jetzt schneller als Lucky Luke. Und das Interessante ist dann, dann passiert das Ganze bei der dritten roten Karte, also bei der ersten für Mexiko. Auch nochmal, also nur umgekehrt. Thorsten Kühnhofer fand die nämlich okay. Ja, wenn er jetzt erahnt hat, das V-Spiel, das ist schon mal unstrittig, dass es ein klares V-Spiel war. Und er sagt jetzt, dass er Verhinderung einer glasklaren Torschance, weil er unmittelbar in kürzester Zeit zum Torabschluss kommen kann. Er geht jetzt zwar leicht nach außen, aber die Spieler in der Mitte können da nicht mehr eingreifen. Deswegen kann man diese rote Karte durchaus vertreten, absolut. Und jetzt ist es kurios, Wolf Hu sieht es wirklich wieder komplett anders. Und Rot, die dritte rote Karte. Das ist eine rote Karte, er ist auf dem Weg nach außen, in der Mitte ist noch einer. Also es ist ein Foul, unstrittig, ich finde Rot ehrlich gesagt ein bisschen zu hart. So und dann gab es noch eine, du hast eben den Stadionsprecher erwähnt, dass das Tolle war, als der Mexikaner vom Platz gestellt wurde und dann wirklich wie ein begossener Pudel vom Platz gegen Montes hat der Stadionsprecher das richtig abgefeiert. Das war in Mexiko und ein Mexikaner sieht die rote Karte und er ruft die rote Karte für Montes und wundert sich wahrscheinlich, warum das ganze Stadion nicht komplett applaudiert. Das waren wirklich etwas verwirrende Szenarien und dann Oliver Schmidt, ich mag ihn wirklich sehr, sehr gerne, ist ein sehr, sehr netter und geschätzter Kollege, hat auch eine ganz merkwürdige Note reingebracht, indem er die zwei roten Karten, die es zunächst gab für Südafrika, historisch bewertet hat. Das heißt rum wahrscheinlich schreibt dieses spiel damit auch noch geschichte weil zwei platzverweise in einem auftaktmatch also jetzt die letzten knapp zehn minuten. 11 mexikaner gegen neun südafrikaner und die südafrikaner ziehen mit kamerhuhn gleich die hat 1990 auch zwei platzverweise aber immerhin zweimal rot. Das hat Bafana Bafana für das erste Exklusiv. Also er sagt, zunächst sagt er, zwei rote Karten hat es ja noch nie gegeben im Auftaktspiel. Dann wird ihm offenbar aufs Ohr gesagt, doch, bei Argentinien Kamerun sind zwei Kameruner vom Platz gestellt worden. Mit Kana, Bijik und Massing, über den wir gestern schon geredet haben. Und dann verbessert er sich und sagt, ja, okay, also es gab zwei Platzverweise für Kamerun damals, aber die zwei roten Karten für Bafana Bafana, das ist wiederum eine absolute Neuerung. Ja. Ich weiß nicht genau, was er genau hielt hat. Ich rätsele, deswegen konnte ich auch so schlecht schlafen. Ja, aber man muss auch sagen, man darf wahrscheinlich einfach vor laufendem, vor offendem Mikrofon keine so großen Fehler zugeben. Da musst du irgendwie einen Umgehungsteilbestand finden und sagen, ja irgendwie und wenn ich mal in die Statistik und in die WM-Mistorie bliege, irgendwie habe ich doch recht. Aber ansonsten müssen wir doch einmal mal festhalten, das hat wirklich zumindest so von der Atmosphäre her während des Spiels nicht so richtig gut funktioniert. Also man wünschte sich ja sofort, dass man sofort in so einer elektrisierenden Wärmatmosphäre ist. Ich bin wirklich wegsediert worden. Ich dachte dann, wie geil ist das jetzt, letztendlich wieder jeden Abend Fußball gehen und es ist noch nicht mal so, dass ich emotional beteiligt bin. Es ist sogar so, dass ich das einfach so gucken kann, aber dann dachtest du doch, ein bisschen mehr Tempo, ein bisschen mehr Spielwitz wäre doch ganz gut. Gut, ich kann dazu nur sagen, also was wir da gerade erleben, das hat Jogi Löw jetzt gerade nochmal in einem Statement ganz gut aufgegriffen, dass das große Problem glaube ich jetzt ist, dass diese Gruppenphase so wahnsinnig entwertet worden ist durch diese 40 Spiele, es haben ja immer alle nur gesagt, ja das ist ja nur ein Spiel mehr für alle, aber ich kann ihn mal ganz kurz zitieren, er sagt... Ich fand den Modus mit 32 Mannschaften gut. Am Ende kommen zwei Mannschaften aus einer Gruppe weiter. Das ist schon mal ein Kampf innerhalb dieser Gruppenphase. Wenn es jetzt so ist, dass auch viele Gruppendritte weiterkommen, dann ist die Gruppenphase einfach nicht mehr so interessant. Und so ist es ja wirklich. Also sonst war es so, du wusstest, zwei kommen weiter und ansonsten ist einfach Schicht nach dieser Gruppenphase. Jetzt checkst du gar nicht mehr, wer sind die besten Gruppendritten. Dann hast du viele Mannschaften, die es eigentlich auch nicht unbedingt brauchen. Insofern wird dieses Sechzehntelfinale später dann ja so eine verlängerte Gruppenphase eigentlich sein. Ja, und vor allen Dingen, es ist ja so unübersichtlich, weil bei Deutschland ist es ja so, die treffen ja auf einen Gruppendritten und zwar auf dem Gruppendritten aus A, B, C, D oder F. Und auf welchen treffen die? Warum? Also warum auf einen? Wie wird das? Ich meine, da gibt es wahrscheinlich wieder irgendeinen Berechnungsschlüssel. Aber das ist ja für die Leute, die jetzt normalerweise vielleicht nicht dauernd WM gucken, nicht dauernd in den Modus sich reinfuchsen, auch wieder völlig abstrakt. Und vor allem, du sagst 48 Mannschaften, das sagen ja ganz viele Leute, es ist doch toll, dass die alle mitspielen dürfen, Kap Werde und Curaçao und so. Das Problem ist nur, was ich sehe, ich wittere das schon so ein bisschen, ich weiß, dass ich das zum ersten Mal bei der WM 2018 hatte in Russland, dass ich da mir ganz viele Spiele komplett gelangweilt angeguckt habe, weil du immer die gleichen Spiele gesehen hast. Du hast Spiele gesehen einer überlegenen Mannschaft, die um den Strafraum rumspielt und einer anderen, die sich einigelt und den Bus parkt. Und die überlegene Mannschaft ist aber nicht gut genug, um da dauernd durchzukommen. Du siehst dann ein einziges Belagerungsspiel. Kaum wirklich gute Szenen. Du siehst dann irgendwann verzweifelte Spieler, die den Ball in den Strafraum dreschen, um eine Hand zu treffen. Das werden wir auch haben. Wir werden auch Spiele haben, wo es Mannschaften gibt, wo man sieht, ähnlich wie bei Südafrika, die können nichts ausrichten, die machen nur das Spiel kaputt. Ist ihr gutes Recht, aber das wird nicht immer schön anzusehen sein. Übrigens, sehr, sehr schön, diese ganze Kritik hat Gianni Infantino in Interviews und in Pressekonferenzen so ausreichend. Elegant weggebügelt, ihm ist ja einfach alles scheißegal. Das ist auch nochmal so ein Phänomen. Er wurde ja von BBC-Reportern gefragt, wie er denn eigentlich jetzt zu diesen ganzen Visa-Thematiken steht. Dass da Leute an der Grenze abgewiesen werden, dass der somalische Schiedsrichter nicht einreisen darf, dass die Iraner drangsaliert werden. Das ist dem alles total scheißegal. Er antwortete klassischer Whataboutism. Er fragte, sind sie von der BBC? Der BBC-Reporter, ja. Ja, in England gab es das aber auch mal, dass irgendjemand abgewiesen worden ist. Man merkt einfach bei Gianni Infantino mehr als noch bei Sepp Blatter, der ja bei aller ekelhaften Korrumpierungen, der war ja irgendwie trotz allem auch so ein bisschen so ein Menschenfänger. Und berechenbar. Und berechenbar. Und Infantino ist einfach alles scheißegal. Der ist die pure Arroganz der Macht und der ist auch nicht impulsiv wie Trump oder so. Also er ist ja niemand, der da noch inzwischen mal ausrastet. Der ist einfach nur aalglatt und sich seiner Macht in der FIFA und in der Macht dieses Weltturniers komplett bewusst. Dass der auch nur ein wirkliches, ehrliches Wort des Bedauerns angesichts dieses ganzen Theaters ausspricht. Ja, das bedauern wir, aber wir sind nicht die Könige der Welt. Dieses ganze Gequatsche, das ist die FIFA 2026. Und mir ist dir nochmal aufgefallen, wir haben über eine Randnotiz gar nicht gesprochen. Hast du gelesen, dass man für 79 Dollar sich Grußbotschaften auf der Videowand kaufen kann bei den Spielen? Ja, Arndt, ich war kurz davor. Arndt, ich war ganz kurz davor, das Ding zu buchen für dich. Oh ja, bitte. Arndt, Arndt, Arndt, ich war tatsächlich sogar schon auf der Seite, wo man das hätte machen können, also, ach Gott. Wenn du in einem Stadion bist, sollten wir das tun, dann sollten wir das tun, einfach nur für ein gutes Foto. Ja, einfach gut ist ein 79 Dollar, ja, mal gucken. Wir machen halbe, halbe. Wir machen halbe, halbe. Da möchte ich nochmal auf gestern kommen, gestern habe ich ja deinen Auftritt im Morgenmagazin gefeiert, wie seriös du darüber gekommen bist und so, manche Leute haben auch gesagt, er hat wirklich geschauspielert, normalerweise ist der doch gar nicht so seriös. Mir ist da wieder eingefallen, dass ich vor genau 20 Jahren einen ähnlich großen Auftritt hatte, wenngleich ich nicht selbst aufgetaucht bin, aber ich habe unter dem schwer entschlüsselbaren Pseudonym Heribert Zeigler an die damalige ZDF-Drehscheibe geschrieben, eine E-Mail und Sven Voss, mein lieber Kollege Sven Voss hat sie auch vorgelesen und zwar ging es da auch schon um die Wade-Nation. Damit Michael Ballack zumindest im nächsten Spiel gegen Polen wieder kraftvoll zutreten kann, haben wir von Ihnen wirklich jede Menge Tipps bekommen. Heribert Zeigler aus Bremen, der lässt uns an seinen eigenen Erfahrungen teilhaben. Der hat auch mal gespielt mit warmen Umschlägen, wobei die Wade dick mit einer selbstgemischten Paste aus. Achtung, Balsamico-Essig, Pinienhonig, etwas Malzbier und viel Sägemehl bestrichen wurde. Das hört sich sehr exotisch an. Und wo wir bei Heribert Zeigler sind, sind wir bei Heribert Fassbender, der wiederum mal sehr geglänzt hat bei der Übertragung eines Spiels der Südkoreaner. Tschüss! Chö Jung-il, So-Chung-won, Ha-Suk-yu, Chö-Sung-young, Yo-Sang-chul, Chung-won, Heng-yung-go, Lee-Ming-sung, Kim Do-hoon, Kim Byung-ji, Chö Jung-il, Chö-Sung-ho. Und damit sind wir bei den Südkoreanern, die 2 zu 1 gegen Cheying gewonnen haben. Verdient durchaus. Alle waren ja sehr, sehr gespannt auf diesen Auftritt in Gurle Hörer. Wo es uns im Stadion eine wunderbare Hecke gab, die sich rund um das Spielfeld gepflanzt wurde. Offenbar, das haben dann hinterher die Architekten nochmal erzählt, um die Leute auf etwas freundliche Art und Weise vom Spielfeld fernzuhalten. Es gab allerdings auch überhaupt keine Versuche des Platzsturms. Das ganze Stadion in Guadalajara ist ja einem Vulkan nachempfunden. Insofern sind die Hänge des Stadions auch ein bisschen bewachsen. Das kennen wir von der Max-Schmieling-Halle in Berlin-Pankow. Also wahrscheinlich. Ich brüde am Geiste. Auf jeden Fall hat Südkorea gewonnen mit Hoang Min Son, dem großen Star der Südkoreaner. Und es war am Ende ein verdienter Sieg, oder? Ja, es war auch ein komisches Erlebnis. Also wie gesagt, mein Wecker klingelte 23. Ich habe dann noch kurz die Küche gemacht und dann habe ich mich ans Spiel gesetzt und gedacht, schön, das wird jetzt wenigstens ein richtiges Fußballspiel zweier Mannschaften auf Augenhöhe. Das Problem ist, sie waren in der ersten Halbzeit auf Augenhöhe, aber sie haben sich einfach gegenseitig auf eine unglaublich niedrige Augenhöhe runtergezogen. Jan Henkel hat das auf Magenta in der Halbzeit so kommentiert. Boah, also das war richtig, richtig schlecht. Es gibt ja so ein 0-0, wo dann ein Taktiker noch irgendwas findet und Spaß dran hat. Also hier nichts, gar nichts. Und wir können aber mal zeigen, warum das so schlecht ist, weil die Mannschaften. Nicht wollen. Also es gibt gar kein Spiel im Mittelfeld. Ball lang und was passiert? Ball ist dann auch schon wieder im Aus. Und wir hätten davon ganz, ganz viele Szenen. Ich kann es nicht nachvollziehen. Jan Henkel übrigens bei Magenta. Ich habe mich gefragt, wie haben sich die Studioplaner das gedacht? Er steht ja dann vor so einem großen Bildschirm, auf dem er Taktik-Sachen erklärt und die ganze Zeit spiegelt sich sein heller Anzug in diesem Bildschirm und man fragt sich, hat das vorher mal niemand jemand geprobt? Und dann wischt er die ganze Zeit auch noch mit seinen Pranken, während die Kamera auf diesen Bildschirm zoomt, wischt er die ganze Zeit noch mit seinen Händen vorne weg. Also das war alles ein bisschen unglücklich. Ansonsten ist es aber so gewesen, dass die zweite Halbzeit dann uns, jetzt kommt Reporter-Sprech, für alles entschädigt hat. Genau, da sind dann nämlich vier Tore gefallen, eins hat nicht gezählt, aber es wurde immer turbulenter und es war dann am Ende ein richtig dramatisches und gut anzuschauendes Spiel. Hier sind die Tore. Und jetzt ist er drin und der Führungstreffer für Tschechien. Ein simpler Einwurf und Krejci mit dem Treffer. Das ist die 59. Minute, das insgesamt dritte Tor bei dieser Weltmeisterschaft nach Kinones und Raul Jiménez. Jetzt also Ladislav Kreczi nach Einwurf von Wladimir Zufall. Jetzt gucken wir ganz kurz hier drauf, weil hier nicht der Ausgleich kommt. 1-1 in Biongfang. Sardilek übernimmt den Freistoß und drin! Reingewuchtet von Sucek! Und wieder ein Standard! Zählt nicht? Wohl abseits, oder? Sucek, ja. Und hier, oh! Und Tor! Xiong Xiu, oh! Und Spiel gedreht. In der 80. Minute schlägt es ein. Jubel für Südkorea. Und wir stellen auch einfach schon mal fest, wenn man jetzt auf die Tabelle guckt, Mexiko und Südkorea vorne, Tschechien und Südafrika unten, da ist die erste Entscheidung schon gefallen. Also irgendwie kann man sich schon fast gar nicht vorstellen, dass diese beiden Mannschaften, die jetzt schon drei Punkte gesammelt haben und insbesondere Mexiko mit immerhin dann jetzt zwei Toren vor, dass die es nicht irgendwie schaffen, dann am Ende auch in diese Riege der Drittplatzierten zumindest reinzurutschen, die dann das 16. Finale bestreiten. Soll also heißen, wir haben zwei Mannschaften, die zumindest ganz passabel gestartet sind. Mexiko wird sich auf jeden Fall steigern müssen. Es gab vorher eine Umfrage bei diesen ganzen mexikanischen Anhängern, die sich auch beim Public Viewing versammelt haben. Und ich möchte mal sagen, die O-Töne sind sehr, sehr optimistisch gewesen. Alle nur, ja, auf jeden Fall ins Finale, auf jeden Fall werden wir Weltmeister. Das könnte eine große Enttäuschung geben nach diesem etwas spielerisch dürftigen Auftritt. Ansonsten blicken wir mal nach vorne, denn es gibt weitere Partien. Es gibt unter anderem den Auftakt von Gastgeber Kanada. Auch dort wird es eine Eröffnungsfeier geben und zwar spielen sie gegen Bosnien-Herzegowina. Die sind auch erst das zweite Mal dabei. Kanada ist der dritte Auftritt nach 86 und 2022. Leider wird Alfonso Davies vom FC Bayern nicht dabei sein, aber ansonsten wäre natürlich so ein Auftaktsieg ganz okay, um so ein bisschen die bisher so mäßig vorhandene Euphorie in dem Land anzuheizen. Ja, wir haben also Kanada gegen Bosnien-Herzegowina eventuell mit Edin Dzeko. Da sind wir mal gespannt. Und es fällt aber auf, nachdem wir jetzt Mexiko gesehen haben, die haben das Eröffnungsspiel bekommen. Kanada muss an einem Freitagnachmittag spielen, als auch Gastgeber gegen Bosnien. Und dann dürfen die USA zur US-Prime-Time kommende Nacht ran um drei Uhr gegen Paraguay. Da ist Kanada offenbar so ein bisschen der kleine Stiefbruder, der zwar auch mitspielen darf und auch ein bisschen Gastgeber ist, aber der so den ganz großen Glanz den USA überlassen muss. Ja, das ist tatsächlich auch so eine kleine Klage, die sich inzwischen in Kanada breitmacht, Dass man natürlich auch, glaube ich, acht, neun Spiele hat, aber ansonsten wirklich angesichts der überbordenden Präsenz von Mexiko und den USA so ein bisschen hinten wegrutscht. Und man muss ja auch sagen, das nochmal als Kritik, dass dieses ganze Gerede davon, dass dieses Turnier alle Menschen vereint, dass es ein weltoffenes Turnier ist, dass die Nation zusammenbringt. Zumindest hat Trump bisher nichts dafür getan und die USA sehr, sehr wenig dafür getan, dass das wirklich ein Turnier der drei Länder wahrgenommen wird. Es ist ja auch so, dass Donald Trump nicht dabei sein wird, wenn das Spiel USA gegen Paraguay angepfiffen wird. Ich glaube, er schaut lieber Basketball. Das ist auch so ein kleiner Affront. Wie kann man dann in dem Spiel im eigenen Land beim größten Sportereignis der Welt nicht dabei sein, dass gleichzeitig Basketball läuft? Geschenkt. Aber das ist auch nochmal so ein Zeichen. Ihm ist eigentlich alles egal. Er baut sich lieber so eine riesige Arena da im Weißen Haus oder vor dem Weißen Haus auf, wo sich dann die Leute blutig schlagen, als mal beim Fußball vorbeizuschauen. Er geht ja auch, wenn wir das jetzt gesehen haben, die Bilder letzten Tag, er geht ja auch vor allem für sein Nickerchen ins Stadion. Das ist ja egal, ob es beim Basketball macht oder beim Fußball. Ja, dann würde ich mal sagen, liebe Hörerinnen und Hörer, wenn ihr das hier hört, schlafen wir. Aber morgen sind wir wieder da nach und auch wieder früh. Wir werden alles gucken, wir werden alles gucken, zur Not in der Zusammenfassung. Aber ehrlich gesagt, wenn man sich so in 20 Jahren fragen wird, was hat man möglicherweise am Morgen des 12. Juni gemacht? Oh, ich habe Südkorea gegen Tschechien geguckt. Es wird ein wilder Ritt, es wird ein wilder Ritt. 33 Folgen sind es noch und wir freuen uns sehr. Wir freuen uns sehr auf morgen, wenn wir wieder da sind. Also, einen schönen WM-Tag wünschen euch Philipp Köster und Zeigler. Und wir sagen danke fürs Zuhören. Bitteschön. Dankeschön. Dankeschön. Bitteschön, Fertig. Danke. Wir bedanken uns ganz herzlich bei uns. Ja, vielen Dank, meine Herren. Danke. Bitteschön. Dankeschön. Bitte schön. Vielen Dank, Oliver Kahn. Ja, danke auch für den Stress. Vielen herzlichen Dank dafür. Dankeschön, vielen herzlichen Dank. Bitte sehr. Dankeschön. Ja, Dankeschön. Bitte schön. Ja, Dankeschön, danke. Ich bitte Sie. Also, ja, ich danke Ihnen. Vielen herzlichen Dank. Danke, bitte. Bitte, danke. Ja, vielen Dank. Danke, Erik. Ja, vielen Dank, Jens. Danke, das genügt, sagen wir und mit uns die deutsche Mannschaft. Dankeschön, Dankeschön. Tschüss, geht zusammen. Ich habe heute schon gedankt. Ich komme mit der Dankfüllung, die noch im Dank ist, nach Salzburg. Das war Zeigler und Köster, der Fußball-Podcast von Elf Freunde. Ihr hörtet eine Produktion im Auftrag von RTL+. Unser Redakteur im Studio heißt Tim Pomerenke, Audioproduzentin und Sprecherin Henni Koch und am Mikrofon saßen bei Zeigler und Köster, wenig überraschend, Arndt Zeigler und Philipp Köster.