Und Philipp, wir sind beide etwas angegriffen, aber aus unterschiedlichen Gründen. Du hast eine weite Reise schon hinter dir heute. Ja, ich sitze in New York im Mittelklasse-Hotelzimmer und habe mir eben noch Haiti gegen Schottland angeguckt. Harte Kost, schmale Kost, ich möchte mal sagen, von der Qualität her so ungefähr wie so ein gutes belgisches Zweitligaspiel. Und am Ende haben die Schotten gewonnen, soviel möchte ich mal schon ein bisschen spoilern. Aber ansonsten müssen wir ja eine ganz, ganz große Nation erstmal in diesem Turnier begrüßen. Aber das machen wir, möchte ich mal sagen, nach einer Summerband, um nicht zu viel vorwegzunehmen, würde ich sagen. Nach der Muntermacher-Gitarre. Football unites us all. Zeigler und Köster. Der Fußball-Podcast von Elf Freunde. Jetzt ist er wieder da. Der vierte Tag. Jonathan finde ich gut. Ja, ich auch. Aus dem Nichts. Aus der ganz kalten Hose. Ganz Deutschland, hängt euch die Daumen. Danke schön. Vielen Dank. So, jetzt. Kaukai Marcang. Und da sind wir doch schon mittendrin im Samba-Gefühl. Da haben wir das Gefühl, wir sind viel beschwingter als noch vor ein paar Tagen, weil Brasilien ist auch dabei, endlich bei der WM. Und einer der großen Titelfavoriten, wie manche zumindest geschrieben haben, unter Ancelotti, sind ins Turnier eingestiegen. Aber es war ein böses Erwachen zunächst, weil zunächst hat gar nicht Brasilien gespielt, sondern nur Marokko. Marokko hat dem großen Favoriten wirklich gezeigt, wie man schnell, modern, druckvoll nach vorne spielt. Und von einer Verlegenheit in den nächsten stolperten die Brasilianer. Was du nicht wissen kannst, ist, davor war ja sogar nur noch ein Spiel. Das war also noch ein böseres Erwachen. Schweiz-Katar war ja noch vorher. Ah, stimmt ja, das habe ich ja nicht mitgekriegt, das war mit dem Fliegerbrief. Ja, genau. Und da gab es auch Gesprächsstoff. Also zunächst mal war es so, dass die Schweiz hausnuch überlegen war. Ich glaube am Ende 27 zu 6 Torschüsse. Katar schien völlig überfordert, so ähnlich wie Paraguay gegen die USA. Und die Schweiz spielte sie völlig an die Wand und ging dann aber auf etwas merkwürdige Art in Führung, nämlich durch einen Elfmeter. Wir hören uns die Entstehung mal kurz an. Keine schlechte Flanke. Und da geht der Ball aber nicht über die Linie. Aber es gibt natürlich den Strafstoß. Es wird natürlich erst einmal direkt geprüft, ob da eine Abseitsposition vorlag. Das hat ordentlich gescheppert gerade. Da müsste es eine Abseitsposition sein. Entsprechend wird es keinen Strafstoß geben. Kurioserweise sorgt er dafür, dass der Strafraum leer gemacht wird. Also geräumt wird. Und Zaccaria hat den Ball auch schon in der Hand. Und es wird tatsächlich jetzt zur Ausführung kommen. Also doch kein Abseits. Hat uns die Perspektive einen Streich gespielt. Gibt die gelbe Karte gegen Abunada. So, und das Merkwürdige ist, es gab also eine Kameraeinstellung bei der Entstehung dieses Elfmeters, wo es ganz klar nach Abseits aussah. Also man weiß natürlich, man kann sich immer mal leicht täuschen, aber das deutete total auf Abseits hin. Und dann also großes Erstaunen, dass der Elfmeter trotzdem ausgeführt wurde. Und das ganz Bizarre ist, dass wir heute bei jedem Spiel und gestern, wir sehen jede auch nur irgendwie abseitsverdächtige Entscheidung, sehen wir sofort als Grafik von der FIFA eingespielt. Und diese eine, wo es wirklich knapp war, nicht. Die hat die FIFA einfach überhaupt nicht gezeigt, die Auflösung gab es überhaupt nicht. Und Gary Neville hat bei den Kollegen von ITV sehr harsch darauf reagiert. Inhaltlich hat Gary Neville natürlich da völlig recht. Die FIFA ist immer sehr, sehr selektiv, was gezeigt wird. Aber das hat die FIFA nicht exklusiv. Das machen ganz, ganz viele andere Verbände auch. Der DFB zeigt ja auch oft nicht, wenn es Fan-Proteste auf den Rängen gibt und so weiter. Da hat die Weltregie immer mal wieder die Finger im Spiel. Ja, pass auf. Und dann möchte ich noch zu einem anderen Thema, das auch mit diesem FCB da zusammenhängt, deine Meinung wissen. Weil es auch ein ewiger Aufreger ist. Du hast es also nicht gesehen, wahrscheinlich, weil du im Flieger gesessen hast. Es ist also am Fünf-Meter-Raum. Ein Spieler der Schweiz hebt den Ball über den Torwart und steht allein vorm leeren Tor und der Torwart rempelt ihn dann noch so um. Mit dem Oberschenkel mehr oder weniger. Oder jedenfalls irgendwie sorgt er dafür, dass er vorm leeren Tor nicht schießen kann. Kriegt aber nur Gelb. Und das ist so der Punkt, wo ich immer sage. Wenn ein klar weggenommenes Tor keine rote Karte ist, was dann? Also warum gibt er da Gelb? Ich bin auch normalerweise gegen die Doppelbestrafung, wenn es wirklich eine zu harte Strafe ist. Aber ich finde vom Selbstverständnis her, wenn du einer Mannschaft ein ganz klares Tor klaust, muss es Rot geben. Weil der Elfmeter kann ja verschossen werden. Und da hast du der Mannschaft einfach nur ein Tor weggenommen und die hat keinen Vorteil dadurch. Ich habe mir mit Peter Gagelmann geschrieben, der sagt, da gibt es keine klare Regel. Es ist mal so, mal so. Du schreibst mir aber immer mit Peter Gagelmann. Und Peter Gagelmann gibt dir immerhin der Recht. Wie ist das denn? Ihr solltet zusammen so ein Schiedsrichterlehrwarte werden. Nein, nein, er gibt mir überhaupt nicht immer recht. Ich schreibe mir nur, wenn Wolfgang Niederken keine Zeit hat, traue ich mir mit ihm. Nee, er stimmt mir überhaupt nicht immer zu. Er sagt halt auch, ja normalerweise, ich finde, du musst halt eine Abstufung haben zwischen Torwart reißt einen Spieler vor dem leeren Tor um und Abwehrspieler foult einen Spieler am Strafraum-Eck und kriegt auch eine gelbe Karte. Gleiche Strafe für eine halbe. Du verstehst schon, was ich meine. Es ist auch schön, das ist die zweite Folge hintereinander, wo es ein Impulsreferat zum Thema Referees, Schiedsrichterentscheidung, Regelentscheidung gibt. Ja, ich sehe es ja ein. Wir lassen einfach Mbolo ganz schnell den Elfmeter verwandeln. Und damit gibt es jetzt das Duell. Bolo. Gegen Abunada. 17. Minute. Ganz sicher verwandelt. Die Schweiz geht in Führung mit 1 zu 0 durch Brehl Mbolo. Die Schweiz führt also 1 zu 0, ist haushoch überlegen. Dann kommt aber die 94. Minute und Katar, die wirklich nichts zu bestellen hatten, schaffen durch einen fantastischen Kopfball noch den Ausgleich. Nochmal die Flanke. Der Kopfball! Das gibt's nicht! 94. Minute, 1-1! Die rasten jetzt hier alle aus! Kata schockt die Schweiz! Das ist ein ganz besonderer Moment für Kata. Der Mann, der als Kapitän die Mannschaft zu Beginn der Partie aufs Feld geführt hat, Schuchri. Der ist zur Stelle gegen Mohrheim. Der Innenverteidiger hat sich mit auf den Weg nach vorn gemacht und wird für den Weg belohnt. In der Geschichte Katars ist er damit der zweite Torschütze bei einer Weltmeisterschaft. Und da sieht man mal, es gibt keine Kleinen mehr. Wir haben Katar immer Unrecht getan. Jetzt das 1 zu 1. Zurück bei den großen Fußballnationen. Nein, das ist natürlich eine große Blamage für die Schweiz, die ja sich viel ausgerechnet hat und die endlich mal locker und lässig und entspannt und gut ins Turnier starten wollte. Sondern spielen sie nur 1 zu 1 gegen Katar. Ich bin mir ziemlich sicher, in den Planspielen des Schweizer Trainerstabes wird dieses Spiel und drei Punkte, fest eingeplante drei Punkte gegen Katar eine große Rolle gespielt haben. Pustekuchen, jetzt könnte es eine doch ziemlich anstrengende Vorrunde werden für die Schweiz. Die aber trotzdem nach wie vor Gruppenfavorit ist. Katar hat den ersten Punkt überhaupt geholt in seiner WM-Geschichte. Historisches Ereignis, die sind auch erst zum zweiten Mal, glaube ich, dabei. Ganz anders als, und jetzt kommt der König der Überleitungen, Brasilien, die bislang als einzige Mannschaft bei jedem WM-Turnier dabei waren und eingestiegen sind. Und mit der nach deutscher Zeit, nee, doch mit der nach deutscher Zeit, deiner Zeit war es dann noch am Nachmittag in den USA. Und sie haben gegen Marokko eigentlich schon so ein bisschen aus Gewohnheit die Favoritenrolle gehabt. Aber ich habe das völlig falsch eingeschätzt. Ich weiß nicht, wie du das eingeschätzt hast. Ich habe, glaube ich, 2-0 getippt oder so und habe gedacht, ja, Brasilien, Marokko werden sie schon schlagen. Und dann hast du aber sehr schnell gesehen, nee, eigentlich sind das schon momentan Mannschaften auf Augenhöhe. Also es ist die beste afrikanische Mannschaft Marokko. Es waren auch Bedingungen, die für beide Mannschaften schwierig waren. Also 30 Grad Celsius in New York, New Jersey, 80.000 Zuschauer da, eigentlich eine sehr, sehr schöne Stimmung, sehr, sehr viele Brasilianer auch da, die sich auch gerne mal begeistern ließen. Also Winnie Junior sah man hin und wieder mal vor den Rängen die Menge aufputschen. Aber die Marokkaner haben es wirklich gut gemacht, haben sehr, sehr schnell, insbesondere diese Fahrigkeit in der brasilianischen Defensive, die wir schon sehr gut vom 7 zu 1 in Belo Horizonte kennen, also die haben sie offenbar nicht abgelegt und stürzten dann von einer nötig in die nächste. Marokko ging dann auch mit 1 zu 0 in Führung und das war hochverdient. Cafu, Daniel Alves, auch Marcelo fallen mir ein. Das waren große Fußballer, die... Auf der Ausverteidigerposition der Volkberg waren jetzt hier das 1 zu 0 für Marokko, Israel Saibani. Schnell durchs Mittelfeld, keine Abseitsposition. Aufgerückte Brasilianer, die da hinten die Tür nicht geschlossen bekommen. Klasse gemacht, auch im Abschluss hier. Souverän, der Lupfer. Erstes WM-Erfolgserlebnis für Mohamed Uabi. So ein Einstand. Ja, und dann weiß ich nicht, wie du es gesehen hast. Das Spiel hast du dann gesehen. Es war dann ein sehr durchwachsenes Spiel. Brasilien hat die zweite Halbzeit dann schon so in den Griff bekommen, aber eben auch nicht so, dass sie das Spiel dann verdient noch gewonnen hätten, sondern sie haben noch diesen einen lichten Moment gehabt, noch durch den Ausgleich von Vini Junior, der ein sehr schönes Tor war. Der berühmte Treffer aus dem Nichts, möchte man sagen. Aber er ist es halt mit diesen besonderen Skills, Vinicius Junior. Und jetzt hat er diesen Platz. Und macht so wie man es bei ihm von real madrid kennt es ist der speziellste der wichtigste moment meiner karriere hat er gestern noch gesagt diese weltmeisterschaft körperlich und technisch auf bestem niveau. Immer habe er davon geträumt, mal in einem so perfekten Zustand zu einem Turnier zu kommen. Jetzt habe er das Selbstvertrauen und vor allen Dingen auch den Support eines Top-Trainers, um zu glänzen und an sein Leistungslimit bei einer Weltmeisterschaft zu kommen. Glaubst du, Vini Junior könnte einer der Turnierstars werden? Man fragt sich das ja immer so in den Frühphasen. Wer wird diesmal einer der Stars? Vini Junior hätte das Zeug, ist aber zu sehr pfeil im Kopf, oder? Ich weiß es nicht. Also es hängt natürlich stark davon ab, ob Brasilien überhaupt weiterkommt, aber das hat man sehr, sehr häufig, dass man so einen Spieler hat, der irgendetwas ganz Spezielles macht. Ich kann mich noch an Robin van Persie erinnern oder andere, die dann eine super spektakuläre Aktion gehabt haben und dann hieß es immer sofort, ja, die werden dieses Turnier prägen, das wird das Gesicht des Turniers und keine Rede davon, Viertelfinale raus und nie wieder was von dem gehört. Aber Vini Junior ist, muss man sagen, Dreh- und Angelpunkt zusammen mit Rafinha, der Brasilianer. Ohne den säß für die Selecao noch sehr, sehr viel schlimmer aus. Insofern, auf den wird es schon ankommen. Aber ich glaube, der große Superstar wird er nicht werden. Apropos großer Superstar. Ronaldo wurde, also der erste Ronaldo, der brasilianische Ronaldo. Wurde eingeblendet auf der Tribüne. Überhaupt habe ich bei keinem Turnier bislang so viele Prominente auf Tribünen eingeblendet gesehen, wie jetzt im Moment bei diesem Turnier. Das scheint groß angesagt zu sein, dass sie jeden Prominenten zeigen, den sie irgendwo erwischen können. Und Ronaldo hat also da gesessen und dann fiel mir ein, dass ich einen wunderschönen alten O-Ton hatte und zwar von der WM in Frankreich 1998, da hat Ronaldo ja noch gespielt, ist ins Finale gekommen mit Brasilien, dann bekanntermaßen gegen Frankreich untergegangen. Und da habe ich Redaktion gehabt bei Radio Bremen und an dem Tag hat übrigens auch Brasilien gegen Marokko gespielt und im Übrigen 3 zu 0 gewonnen damals, das war noch ein etwas anderes Kräfteverhältnis und Ronaldo war einer der Superstars des Turniers, eigentlich der programmierte Superstar des Turniers. Manni Bräugmann und Rolf-Rainer Gex saßen im Stadion, haben aber auch durchgequatscht, auch wenn sie nicht auf dem Sender waren. Und ich habe das alles aufgenommen. Und sie haben sich dann auf eine sehr lustige Weise über Ronaldo muckiert und wir hören einfach mal rein. Er hat dann aber mittendrin als Strafe dann das Tor geschossen. Jetzt ist ja schon wieder unser kleines Haden. Jetzt heißt er Ronaldo und war lange, lange Zeit verletzt und konnte gar nicht mehr hoppen. Und da! Und da! Und da kleines Nasenzähnchen ist es gewesen. Supi! Zehnte Minute! Ronaldo! Gott, ist das auch immer peinlich, wenn man dann hinterher merkt, die ganze Zeit war das Mikrofon auf und damals war es möglicherweise jetzt noch nicht ganz so inkriminiert wie heute. Was gäbe es dann heute für einen Ärger, wenn das heute passieren würde? Aber der große Ronaldo, der echte Ronaldo, ich weiß noch, wie sehr wir den verehrt haben, 2002. Und wie er am düppierten Oliver Kahn vorbeigeflitzt ist im WM-Spiel, das hatte schon ganz, ganz große Klasse. Der hat wirklich das Turnier mal geprägt. War das nicht so, dass sie 1998 den zum ganz großen Star, also Nike, glaube ich, ihn zum ganz großen Star aufblasen wollte und dann war er aber nicht richtig fit und vom Finale haben sie dann irgendwie noch irgendwelche Spritzen verpasst und dann war er quasi wie in Trance beim Finale und hat überhaupt keinen Ball gekriegt und hat überhaupt keine Rolle gespielt. Also ich glaube, die WM 98 ist für ihn ein ganz tragisches Kapitel gewesen. Ja, und da gibt es große Verschwörungsmythen. Also rund um die Frage, warum hat Ronaldo im WM-Finale gegen Frankreich nicht so performt, wo die Franzosen ja Weltmeister geworden sind. Also da kannst du, glaube ich, ganze Dokumentarfilme. Ich nehme auch mal an, dass ein 324-teiliger Podcast demnächst auch noch darüber erscheinen wird. Also eine der großen Verschwörungsmythen. Wir müssen aber ganz kurz auch nochmal dazu kommen, dass wir zumindest, wenn man jetzt mal so sieht, Katar hat einen Punkt geholt, wir kommen jetzt ja gleich auch noch zu Schottland gegen Haiti, dass zumindest die großen Schlachtfeste bisher ausgeblieben sind. Also es gab jetzt noch kein Spiel, wo man gedacht hat... Außer USA-Paraguay so ein bisschen. Ja, ein bisschen USA-Paraguay, aber dann auch noch ein bisschen abgemildert durch den Ehrentreffern. Aber dass du das Gefühl hättest, dass so eine Mannschaft San Marino-esk einfach nach Hause geschickt worden ist, mit einer richtigen Klatsche, das ist bisher noch nicht passiert. Insofern eine Befürchtung, die wir gerade in den ersten Folgen noch sehr, sehr vollmundig geäußert haben, bisher nicht eingetreten. Aber wer weiß, vielleicht die Deutschen gegen Curaçao. Ja, oder aber Schottland gegen Haiti hätte ja auch ein Kantersieg werden können. Weil Haiti war ja auch mal ein Fußballzwerg. Aber dann war es ein Spiel, um mit Herbert Zimmermann zu reden. 80.000 Menschen setzen sich hin und erleben jetzt, wie von den beiden Mittelkreisen her die beiden Landschaften aufeinander zulaufen und sich übergeben. Ganz so schlimm war es dann am Ende nicht. Hast du das Spiel doch gesehen? Konntest du dich wach halten? Es ging so, oder? Ich habe es komplett gesehen. Ich habe es komplett gesehen, aber es hat mir nicht unbedingt geholfen, mich wach zu halten. weil es war... Es war nicht schön anzuschauen. Also die Schotten natürlich engagiert sehr körperlich, große Körperlichkeit, eine der Lieblingsworte vieler Reporter bei diesem Turnier. Das hat gegen Haiti auch nicht so richtig viel getroffen. Das ist ja eine Mannschaft, darf man nicht vergessen, die aus einem bürgerkriegsgeplagten Land kommt, die kein einziges Heimspiel absolviert hat in den letzten Jahren, weil das einzige große FIFA-taugliche Stadion in Haiti auf Haiti in Hand von Drogengangs ist. Also eine Mannschaft, die eigentlich immer nur auswärts gespielt hat und die haben den Schotten doch ganz schön zu schaffen gemacht. Durchaus ein bisschen mit Spielwitz, aber insgesamt war es einfach ein Grottenkick, man muss es so sagen, es war, wie gesagt, so zweite belgische Liga. Am Ende ein Tor durch McGinn, abgefälschter Schuss, also so wie es eigentlich in so einem Spiel sein muss, dass man irgendwie reingewirkt mit viel Glück. Und was du ja übrigens nicht sehen konntest, ich habe das ja hier, die ARD hat es übertragen, obwohl trotz der nachtschlafenden Zeit. Und Almut Schult war Co-Kommentatorin. Ich hab gedacht, Mensch, die sitzt da, die könnte mit mir im Laster sitzen jetzt, eigentlich gerade. Ja. Schade. Sehr viele fordern das auch, dass du mit Almut Schult wieder im Laster sitzt und ihr euch beide hemmungslos betrinkt und ich nichts verstehe und deswegen immer übel gelaunter werde und ihr immer den größten Spaß habt. Das war eine grauenhafte Folge. Wenn du in die Kommentarspalten guckst, dann heißt es immer, das war eine tolle Folge. Es war eine grauenhafte Folge. Ihr beiden Schnapsdrosseln und ich so, ich will dir. ich nicht, ich kann euch nicht verstehen. Ich war ein bisschen weinerlich, hatte ich das Gefühl. Übrigens hatte ich vorletzte Woche ein Benefiz-Fußballturnier, wo ich zum ersten Mal seit 25 Jahren wieder Fußballschuhe anhatte und Zeitlass wunderbare Welt des Fußballsmannschaften. Wir hatten Almut Schuld als Gast im Tor und ich muss schon sagen, das war so ein bisschen ein Cheat in diesem Turnier, Almut Schuld im Tor zu haben. Ein bisschen ein Cheat, ein bisschen ein Cheat ist noch, aber das Schöne ist ja, und das ist das Demütige, ihr seid ja trotz allem im Viertelfinale ausgeschieden, glaube ich. Ja, woher weißt du das, warum weißt du das? Ich wollte dir die Sache offen lassen. Weil du das ungefähr schon viermal verkündet hast, indem du dich quasi selber, ausgepeitscht hast mit dem Hinweis, wir hätten eigentlich noch weiterkommen sollen mit einem Entschuld im Tor. Aber was auch nochmal zu Schottland, ganz wichtig ist, wir haben eine ganz tolle Mail bekommen von Ines, die uns darauf hingewiesen hat, dass Schottland auf jeden Fall mit den besten, wenn nicht den besten WM-Song hat. Und zwar, ich schätze mal, die von dir auch geschätzten Bell & Sebastian haben den schottischen Song gemacht mit dem wunderschönen Titel It Only Takes One Lion. Und da muss man eben auch sagen, die Schotten liefern immer zuverlässig ab. Wir erinnern uns noch an Della Mitri, Don't Come Home Too Soon, ich glaube bei der WM 1998. Da kamen sie dann sehr, sehr soon wirklich nach Hause. Immerhin muss man jetzt ja sagen, 1-0 gegen Haiti gewonnen. Da ist man ja schon wirklich fast im 16. Finale. Also noch einen Punkt holen und dann sollte es soweit sein. Ja, das schaffen die. Und apropos, jetzt sind wir bei unserer Mannschaft noch, die heute um 19 Uhr spielt, in einem in Houston, wie ich gelernt habe, in einem geschlossenen Stadion mit Dach und voll klimatisiert. Also es ist da eigentlich sehr heiß und sie spielen ja auch zu sehr früher Zeit, nämlich mittags. voll klimatisiert, das heißt, allzu schlimm wird's nicht. Wir haben ja gestern schon angefangen, darüber zu reden. Wir haben ja gemerkt. Um mit dir zu reden, es wäre nicht gut, so überheblich zu sein. Wie ist denn dein Gefühl jetzt vor dem Spiel? Ich glaube, es wird der deutschen Mannschaft guttun, wenn sie einen klaren Sieg einfährt. Also wenn sie relativ schnell ihre Nervosität in den Griff bekommt, wenn sie möglicherweise dann auch relativ schnell 1 zu 0 in Führung geht, sollte auch machbar sein. Man muss ja mal gucken, dass man jetzt nicht zu eurozentriert, nicht zu überheblich da reingeht und sagt, das ist ja eine ganz klare Kiste. Dann hast du hinterher wieder so ein Mexiko-Gefühl, wie 2018 in Russland. Die Mannschaft wirkt fokussiert. Ich muss allerdings sagen, ich komme immer noch nicht über dieses Merz-Telefonat von gestern weg. Ich finde es nach wie vor erstaunlich, wie sehr Merz in diesem Talk auf Autopilot gescheitert hatte und es ihn nicht eine Sekunde interessiert hat, was die Truppe dann zu sagen hat. Und ich habe mir das alles jetzt noch drei, vier Mal angeguckt. Das Schönste ist an diesem Clip, wie Nagelsmann, der ja ganz hinten sitzt, zwischendurch aus dieser Truppe hochschnellt und so ganz betont fröhlich wie Pippe Niednagel ruft, hallo Herr Merz. Also früher hat sich so, glaube ich, der Klassenstreber zum Tafeldienst gemeldet. Also ich hoffe mal, dass das dann so ein bisschen Rückenwind gibt. Und naja, also ich glaube, alles andere als so ein 2-3-0 wäre dann doch eine größere Enttäuschung. Wir haben übrigens noch Pierre Mertesacker gehört zu. Das Bizarre ist ja wirklich, dass fast alle Leute, die sich über die deutsche Elf gerade das Maul zerreißen, die regen sich nicht darüber auf, wer aufgestellt wird und warum fehlt. Normalerweise regt man sich ja mal darüber auf, welche Spieler gerade nicht spielen können. Sondern eigentlich wird sich an zwei Personalien gerieben, weil sie möglicherweise spielen. nämlich Manuel Neuer, der sehr sicher spielen wird und Leroy Sané, der möglicherweise auch von Beginn an spielen wird. Also eigentlich ist das das größte Problem. Bei Manuel Neuer wiederum hat Peer Mertesacker sich sehr offensiv geäußert und zwar sehr, sehr eindeutig und demonstrativ positiv. Das wird den Glauben auch nochmal erhöhen, dass Manuel Neuer dazukommt jetzt zu der Mannschaft. Den anderen Spielern einfach noch mehr Selbstvertrauen geben. Besonders die Innenverteidiger werden am meisten von ihm, glaube ich, profitieren. Ich bin nach wie vor erstaunt, wie unfassbar überhöht diese Personalie wird. Also man hat das Gefühl, das ist die Schicksalsfrage der Deutschen. Wird Manuel Neuer spielen oder nicht? Nur er kann uns noch Sicherheit verschaffen. Ich habe mich wirklich gefragt, was wäre denn eigentlich passiert, wenn Oliver Baumann weiter im Tor gestanden hätte, wenn Manuel Neuer gesagt hätte, ich habe ja gesagt, ich bin zurückgetreten, ist alles okay. Dann hätte man wahrscheinlich diese Debatten darüber, ob wir Aura hinten im Tor, ob wir die Sicherheit von Manuel Neuer im Tor haben, überhaupt nicht geführt, diese ganze Diskussion. So hängt Nagelsmann das natürlich auch durch die eigene Kommunikation wahnsinnig an der Backe. Zum anderen, Leroy Sané ist auch einer, das muss man auch sagen, der provoziert irgendwie die Leute. Ich weiß nicht, was das genau ist. Ist es die lässige Spielart? Ist es das Gefühl, möglicherweise jetzt im Nationaltrikot nicht alles zu geben und nicht immer zu wollen, dass Blut am Pfosten klebt? Ich weiß es nicht. Kannst du dir das erklären, warum der so eine Reizfigur ist? Ist er zu lässig, zu lasziv, zu wenig pathetisch im Nationalmannschaftstrikot? Ich weiß nicht. Ich glaube, die Leute brauchen einfach solche Figuren. Es gab vor jeder WM Feindbilder, auf die man alles projiziert hat und wo man wusste, wenn der Spiel geht, ist alles zu spät, dann haben wir keine Chance. Also ich bin einfach sehr gespannt. Du konntest es ja nicht sehen, das war in der ZDF Vorberichterstattung, wo sich alle Experten lobend über Leroy Sané geäußert haben und gesagt haben, es ist völlig egal, was der für eine Saison in der Türkei gespielt hat, der hat einfach Fähigkeiten, die wir immer gebrauchen können, wenn der auch nur halbwegs gesund ist. Ja, ich bin mal gespannt. Also ich würde mich einfach freuen, einfach nur um diese ganzen Miesmachereien so ein bisschen ad absurdum zu führen, wenn der heute einfach ein gutes Spiel macht und zwei Tore schießt. Ich bin natürlich ein bisschen befangen, weil ich bei der Nominierungs-Arie dann natürlich auch sofort losgemerkert habe. Warum nimmt er denn den Sané mit? Der hat ja natürlich keine richtig schlechte Saison gespielt, der soll den El Mala mitnehmen. Achso, du hast das ausgelöst. Ich war einer von 80 Millionen Bundestrainer, der das gesagt hat. Naja, also ich will nur sagen, natürlich steht er jetzt so ein bisschen unter Druck und muss sich ein bisschen beweisen, aber das wird schon alles hinhauen. Ansonsten kann man auch mal feststellen, dass wir gerade jetzt diesen Podcast aufnehmen, während noch ein Spiel läuft. Die Türken sind nämlich unterwegs gegen Australien und ich bin froh, dass ich nicht mehr in Deutschland bin. Ich hätte mir ein bisschen Angst davor, was die Türken so anstellen würden, wenn die das Spiel gewinnen. Ich kann mich nur erinnern, beim letzten türkischen Europacup-Sieg wurden ja brennende Matratzen aus dem Fenster geworfen und ich glaube, man macht sich vielleicht, wenn man nicht in Berlin oder in großen Städten wohnt, nicht so eine richtige Vorstellung, dass ein türkischer Autokurs ja mit einem deutschen Autokurs überhaupt nichts zu tun hat. Also ich glaube, wenn die deutsche Kartoffel sich ins Auto setzt und rumhupt, dann hat es immer was mit Spritpreisen zu tun oder mit dem entrechteten deutschen Bauern, der von der EU verarscht wird. Bei den Türken ist so ein Autokurs ja immer so eine Mischung aus Sonntagsausflug, Stockhard Challenge und Nürburgring. Also das wird hart, falls die Türken gewinnen. Die Chancen sind nicht so schlecht. Australien ist schlagbar, würde ich sagen. Und die Türkei hat echt eine ganz gute Mannschaft zusammen. Warten wir mal ab. Das Ding ist, deswegen können wir über das Spiel noch nicht reden, weil wir normalerweise ja immer kurz nach acht erscheinen wollen. Das würden wir nicht schaffen, wenn wir das Spiel jetzt noch verfolgen wollen und dann würden uns hinterher erst aufnehmen. Deswegen also bitte, liebe Fans der Türkei, nicht grämen. Wir reden dann morgen drüber, was dann noch so alles passiert ist. Das Lustige ist, ich werde dann gleich versuchen, mich hinzulegen und wahrscheinlich mitten in den Autokorso hinein. Exakt so. Ich will nur sagen, dass ich mich so ein ganz kleines bisschen fühle, ich bin ja in Newark gelandet, ein bisschen außerhalb von New York und man kommt sich ja doch vor, wenn man so nach Amerika reinkommt, kommt man sich ein bisschen vor wie bei Goodbye Deutschland, die Auswanderer. Das ist dann schon ein tolles Gefühl, dass man das Gefühl hat, so jetzt baust du dir alles neu auf, vielleicht komme ich gar nicht wieder, kann ja auch sein. Weißt du was, in jeder Zuckfolge, in jeder Zeigler- und Köster-WM-Folge plane ich eine neue Business-Idee ein, die dann wieder kaputt geht. Das wäre doch schön. Vielleicht bin ich jetzt noch in Nevada und mache ein Motel auf und im nächsten Morgen bin ich schon auf dem Sansebar und biete Kösters Kokosnüsse da. Kann auch sein. Ich freue mich. Oder Salatbar. Irgendwas in der Richtung. Ja genau, das scheitert dann natürlich auch wieder. Goodbye Deutschland, sage ich nur. Du tippst also nur 2-3-0. Die Tipps gehen ja bis hoch zu 8-0, um das jetzt zum Abschluss nochmal zu sagen. Ich habe glaube ich 5-0 getippt. Wir gucken mal. Schwierig, wirklich. Also ich glaube, es wird auf jeden Fall klarer Sieg und hinterher haben wir es natürlich alle vorher gewusst. Es hat uns übrigens noch jemand geschrieben, wir sollen aber bitte, also es stimmt zwar, dass Curaçao nur so groß ist wie Paderborn ungefähr, aber da würden alles ja Spieler aus der Ehredivisie spielen und deswegen sei die Mannschaft nicht zu unterschätzen. Das stimmt zwar, aber ich habe jetzt trotzdem nochmal geguckt, weil ich jetzt auch verunsichert war, wie gut die nun eventuell sein konnten. Und ich habe mal auf die letzten Länderspiele von Curaçao geguckt. Wie gesagt, ich will nicht überheblich sein, aber die letzten Spiele von Curaçao waren ein 0-2 in China, ein 1-5 in Australien und ein 1 zu 4 gegen Schottland. Und dann haben sie, um noch ein Spiel zu gewinnen, Aruba 4 zu 0 geschlagen. Ja, immerhin. Aruba. Ja, was immer das ist. Klingt wie so ein Song von Toni Marschall. Weißt du, wie überhebt nicht, wie jetzt Klingel, wie Sadiamidzic, als er im Achtelfinale oder Viertelfinale Villareal zugelost bekommen hat. So klingen wir gerade. Das wird sich rechnen, liebe Freunde. Aber das wissen wir erst morgen. Wir sind dann wieder für euch da und wissen, wie hoch es ausgegangen ist gegen Kursau. Vielleicht haben wir auch verloren. Es gibt keine Kleinen mehr, ihr Lieben. Also, bis morgen. Danke euch fürs Zuhören. Dankeschön. Wir. Bedanken uns ganz herzlich bei uns. Ja, vielen Dank meine Herren. Danke, danke. Bitteschön, Dankeschön. Bitteschön. Vielen Dank, Oliver Kahn. Ja, danke auch für den Stress. Vielen herzlichen Dank dafür. Dankeschön, vielen herzlichen Dank. Bitte sehr. Dankeschön. Ja, Dankeschön. Bitteschön. Ja, Dankeschön, danke. Ich bitte Sie. Also, ja, ich danke Ihnen. Vielen herzlichen Dank. Danke, bitte. Bitte, danke. Ja, vielen Dank. Danke, Erik. Ja, vielen Dank, Jens. Danke, das genügt, sagen wir und mit uns die deutsche Mannschaft. Dankeschön, Dankeschön, tschüss, geht zusammen. Ich habe heute schon gedankt. Ich komme mit der Dankfüllung, die noch im Dank ist, nach Salzburg. Das war Zeigler und Köster, der Fußball-Podcast von Elf Freunde. Ihr hörtet eine Produktion im Auftrag von RTL+. Unser Redakteur im Studio heißt Tim Pomerenke, Audioproduzentin und Sprecherin Henni Koch und am Mikrofon saßen bei Zeigler und Köster wenig überraschend Arndt Zeigler und Philipp Köster.