Arndt! Philipp, da bist du ja. Wie geht's dir? Ja, ich bin, gute Dinge. Deutschland hat 7 zu 1 gewonnen und ansonsten war unheimlich viel los. Man hat das Gefühl, ein Spiel hat das andere gejagt, man hat völlig den Überblick verloren. Wir müssen ganz viele Spiele nachtragen und uns dann vor allen Dingen kümmern, ob möglicherweise erst der etwas freche Jürgen Kloppsatz, wo er den Jogeln ja lange ein bisschen angegangen ist, ob das möglicherweise dazu geführt hat, dass Deutschland in einer Trotzredaktion 7 zu 1 gewonnen hat. Aber wir bereiten das alles auf nach der, ich weiß nicht, was ist das zentrale Instrument der Elfenbeinküste? Es ist wie immer, lasst uns einfach schmerzlos sagen, es ist wirklich wie immer schonungslos eine Gitarre und die klingt heute so. Football unites us all. Zeigler und Köster. Der Fußball-Podcast von Elf Freunde. Jetzt ist er wieder da. Der fünfte Tag. Sieben zu eins. Die Nummer sieben macht die siebte Bude für Team Schwarz-Rot-Gold. Souverän. Da wirst du ja bekloppt. So, jetzt. Ja, wir müssen eine ganze Menge nachtragen. Denn es gab ganz, ganz viele Spiele, die wir einerseits wegen der frühen Aufnahmezeit letztes Mal noch nicht kümmern konnten und die jetzt noch mitten in der Nacht passiert sind. Nachzutragen wäre das 2 zu 0 der Australier gegen die Türken. Ich kann aber darauf hinweisen, dass Australien meine Sorge über zu exzessive Autokorso, Korsorius, Korsörer, Korsata der Türken ernst genommen hat und ohne ganz so viele Torchancen drei Punkte im Sack hat. Damit sind die Australier jetzt, wir gucken auf die Gruppe Zweiter hinter den USA und es kommt im nächsten Spiel bereits zum Clash der Giganten. 9 zu 30 Torschüsse haben wir verzeichnet bei Australien gegen die Türkei. Wir haben natürlich, statt der Otto Korsin, haben wir aber unter anderem eine der großen Zeiterscheinungen auch dieser Weltmeisterschaft gesehen. Menschen filmen sich dabei, wie sie sich aufregen. Unter anderem war dabei, bei Instagram dieser türkische Fan zu bemitleiden. Ihr habt uns blamiert, nein, ihr habt uns blamiert. Hab ich 24 Jahre lang dafür gewartet, hab ich 24 Jahre lang dafür gewartet, Montella pack deine Sachen und geh pack deine Sachen und geh, Vatich Denim ist frei und Vatich Denim ist frei und Vatich Denim ist frei, 24 Jahre lang das ist meine erste WM, das ist von vielen die erste WM und wir erleben sowas wo ist euer Herz, wo ist eure Leidenschaft 83 Minuten gerne im Aktenbau haben wir geguckt Landers ein Verbrechen ein Verbrechen, wie kann man so planlos gegen Australien spielen. Wie? Wie? Australien hat einen Kader von 70 Millionen. 70 Millionen an Millionen. Wenn ich an Australien denke, denke ich an Kängurus. Du spielst nach 24 Jahren wieder eine WM und blamierst dich. Blamierst dich. Meine Nation, mein Land hat das nicht verdient. Wir haben das nicht verdient. Ihr schuldet einer ganzen Nation eine Entschuldigung. Die kommenden zwei Spiele müssen sich sein. Du musst aus der Gruppe rauskommen. Wir haben die leichteste Gruppe dann! Die leichteste Gruppe! Ihr schuldet einer Nation eine Entschuldigung! Das hatte ja schon fast richtige Toxipüler-Vibes, um den guten alten Bekannten mal zu zitieren. Also die Türken haben sich wahnsinnig aufgeregt. Damit haben sie nicht gerechnet, dass die Socceroos, wie sie so schön genannt werden, nach 1974 endlich mal wieder ordentlich auftreten. Es war verdient irgendwie, nicht so wahnsinnig viele Torchancen ausgearbeitet, aber trotz allem dann 2 zu 0 gewonnen. Ich glaube, so manche hat sich schwer getan damit, das einigermaßen zu verarbeiten. Aber sie haben es hin gekriegt. Wir können überhaupt mal ein bisschen resümieren und dann auch die Spiele aufarbeiten, die wir noch gar nicht drin hatten. Es waren jetzt zwölf Spiele bei dieser WM. Geht dir das auch so, dass das Eröffnungsspiel schon so endlos lang her scheint, obwohl es erst vier Tage waren? Wenn wir mal schauen, Südafrika, ganz schwacher Auftakt gegen Mexiko. Dann haben wir den zweiten Tag gehabt mit Tschechien, Südkorea. Da habe ich schon nichts mehr in Erinnerung, was da passiert ist. Kanada gegen Dorsien-Herzegowin, der war auch eher mediocre mit 1 zu 1. Dann haben wir die USA gehabt mit einer Gala gegen Paraguay. Die Schweiz, da müssen wir auch noch mal kurz darauf zurückkommen, Die Schweiz mit einem sehr enttäuschenden 1 zu 1 gegen Katar. Die Schweiz ja als Gruppenfavorit hinterher völlig ratlos. Große, große Aufruhr in der Schweiz, wenn man die Pressemeldung mal eine Revue passieren lässt. Und wir hören nochmal, wie zerknirscht Gregor Kobel war, als er gefragt wurde. Gregor Kobel, die Partie startet mit der Großchance für Katar. Sie haben großartig pariert und endet mit dem Ausgleich. Wie bitter ist das? Ist sehr schade, natürlich. und ja ähm, ähm ähm ähm und ähm ähm ähm ja ähm ja ähm ähm Dankeschön. Und bevor wir uns sehr, sehr ausführlich über das deutsche 7 zu 1 auslassen, noch mal kurz die anderen Partien, die es gab. Japan gegen die Niederlande 2 zu 2. Und ich habe es in sehr, sehr vielen Tipprunden erlebt, dass alle gedacht haben, das müssen die Holländer noch ganz, ganz locker hinkriegen. Da haben sie aber ein kleines bisschen unterschlagen, dass die Japaner in den letzten Turnieren immer schon sehr, sehr gut ausgesehen haben. Und wer das WM-Met von Elffreunde gelesen hat, hat auch gelesen, dass die Japaner gelernt haben, schmutzig zu spielen. Also sind nicht nur mehr die fleißigen Bienchen, sondern sie haben es geschafft. Es sind aber auch immer, immer, immer gut ausgebildete Fußballer, die immer irgendwie schnell und zweikampfstark sind und unangenehm zu spielen und die dieses Unentschieden völlig verdient geholt haben gegen die Niederlande. Also Holland war ja für viele einer der Turnierfavoriten, so ein Geheimfavorit. Es gab ja auch irgendwelche Analysten, die gesagt haben, nee, nee, ist schon klar, dass die Niederlande diesmal Weltmeister werden. Also die sind bei den Mannschaften dabei, die enttäuscht haben. Die Türkei gehört dazu, haben wir schon erzählt, Brasilien gehört dazu, die Schweiz gehört dazu. Das waren so die Enttäuschungen. Japan gut gespielt. Dann haben wir die Spiele der vergangenen Nacht gehabt. Die Elfmeinküste gewinnt durch ein Last-Minute-Tor in der deutschen Gruppe mit 1 zu 0 gegen Ecuador. Das heißt also Elfmeinküste und Deutschland, Punkt gleich. Ecuador war mit ganz, ganz vielen Anhängern angereist. Also wer in dieses Rund. Oder dieses eckige Rund in Philadelphia geguckt hat, das war eigentlich nur Ecuadorianer. Und die Kamera schwenkte dann immer hin und her und immer waren sie fröhlich und ruften Ecuador, Ecuador. Das war ein bisschen was wie Deutschland, Deutschland. Aber große Enttäuschung, weil dann durch den eingewechselten Diala von Manchester United diese Bude gemacht. Das war ein bisschen unglücklich für Ecuador, weil sie dreimal an Forsten und Latte getroffen haben. Und eigentlich hätte man es den braven Südamerikanern gegönnt. Aber Pusikun, Elfmann-Küste, jetzt quasi der Zweite hinter den Deutschen, die allein schon torverhältnismäßig, und da kommen wir dann gleich zu. Kurz aber noch Schweden gegen Tunesien. Also 4 zu 1 gewonnen. Nein, 5 zu 1. 5 zu 1 war es am Ende. Da habe ich schon gepennt. Und eine Gala der Schweden, muss man sagen. Weil Tunesien, man hat ja vorher gedacht, Tunesien ist vielleicht so ein bisschen wie Marokko. Aber sie waren deutlich schlechter. Die Schweden haben 5 zu 1 gewonnen. Drei Torschützen jetzt übrigens mit zwei Toren in der Spitze der Torschützenliste, auch der Schwede. Wie heißt der noch? Wo hab ich mir gerade aufgeschrieben? Ayari, genau. Der hat nämlich eben noch das letzte Tor geschossen. Der hat zwei Tore, ebenso wie Kai Havertz und Balogun von den USA. Das sind die drei führenden der Torschützen. Das ist die Schweden mit einer Gala und mit einem etwas kuriosen 4 zu 1 von Swanberg, den man ja ganz gut kennt. Ein Tor, das endlos auf Abseits überprüft wurde. Ich hab das mal ein bisschen zusammengerafft. Wir bringen Swanberg. Und jetzt gucken wir mal auf diese Aktion. Nee, ne? Das war die Geschichte. Das wäre eine Geschichte gewesen. Unglaublich. Ich will nicht zu viel versprechen, aber das wäre wahrscheinlich das schnellste Eindex zu Tor einer WM. Wie schnell war das bitte? Dieses Grinsen eben. Unbezahlbar. Das ist natürlich himmelweit abseits. Aber der läuft wirklich seine ersten Meter auf das Bild Richtung 16er. Der hat sich vor dieser Standardsituation eingewechselt. Das ist bodenlos, dass er so aus dem Abseits kommt. Aber ansonsten, das wäre eine Geschichte geworden. Was überprüfen die denn jetzt noch? War da vielleicht Isak dran vorher? Dann ist es natürlich kein Abseits. Nein, er gibt das Tor. Final Decision Goal, habe ich gehört. Und jetzt darf er jubeln. Ist das Wahnsinn. Jetzt darf er jubeln. Damit Schweden mit dem zweiten Kantersieg. Wir hatten ja immer sehr darauf gewartet, dass irgendwann dann die Großen, die Kleinen dann doch mal sehr, sehr deutlich besiegen. Und das leitet uns mal ganz elegant rüber zu Deutschland gegen Kuaçao in Houston. Die Bild-Zeitung titelte direkt danach Houston. Wir haben kein Problem. Das sah vorher ein kleines bisschen anders auf. Denn wir müssen mal diese ganze Genese des Spiels nochmal aufräumen und aufrollen entlang des großen emotionalen Gewitters, das es vorher gab. Denn es gab große Debatten vorher darüber, was Experten sagen dürfen oder nicht. Effenberg und Andi Möller wurden beide zitiert, ich glaube im Doppelpass, weil beide not im Just waren über Jürgen Klopps kleines Wörtchen noch. Wir erinnern uns, dieses Wort hat der Klopp benutzt beim Lockerroom-Talk mit Kerner, mit Thomas Müller und dem Lebensabschnittsgefährten von Heidi Klum. Das hören wir uns mal kurz an. Aber ich will Kai Havertz jede Minute auf dem Platz sehen. Wenn er nicht mehr kann, dann haben wir einen anderen. Boltzema, der Undach, wie sie alle heißen, alles wunderbar. Aber... Kai ist mein Mann. Völlig überraschend, Herr Thomas, nicht mit seiner Meinung hinterm Berg. Und zu Glück stellt Julian Nagelsmann die Mannschaft auch noch. Wir könnten die günstige Gelegenheit nutzen. Oh, es ist erst Juni. Du bist schon im September. So, man muss auch dazu sagen, dass eine große Boulevardzeitung wollte einen Riesenskandal daraus machen. Nach dem Motto, was ist denn jetzt? Wissen die schon was über Nagelsmanns Schicksal nach der WM? Was ist denn da los? Hat Klopp sich verplappert. Klopp selbst hat dann gesagt, das hat ihn total geärgert, dass er es gesagt hat. Und er hat sich sogar entschuldigt. Nagelsmann hat auf der PK nichts dazu so richtig sagen wollen, aber eigentlich ist es auch lächerlich, weil es ist so ein klassisch flapsig rausgerutschter Satz von Jürgen Klopp gewesen und wer würde sich besser auskennen mit flapsig rausgerutschten Sätzen als wir? Also da muss ich auch mal wirklich sagen, das ganze Ballyhoo, also diese ganze Aufregung völlig lächerlich. Es ist ja inzwischen so, dass Experten den Benimmlehrer für andere Experten spielen. Lothar Matthäus hat ja sogar kritisiert, dass überhaupt über die Aufstellung von Jamal Mousiela diskutiert worden sei. Also ich meine ernsthaft, Lothar Matthäus macht den ganzen Tag nichts anderes. Exakt das ist sein Job. Und nun kommt er um die Ecke und findet das bei anderen unangemessen. Von Jürgen Klinsmann mit seinem ganzen erbarmungswürdigen und hochnotpeinlichen Karma gequatscht, haben wir ja mal ganz abgesehen, aber dass Jürgen Klopp dann auch noch zu Kreuze gekrochen ist, dass der ernsthaft solche Sätze gesagt hat, wir sind alle ein Team und wir wollen nichts kaputt machen, das war viel, viel peinlicher als dieses kurze Wort noch, das hätte ich doch locker weggelächelt und gesagt, Leute, regt euch mal nicht so auf, ich bin Experte, ich kann alles sagen, ich stehe ja schließlich nicht im Soll des DFB, dieser Schulterschluss, dass sich dann alle immer unterhaken müssen und sagen, wir sind alle für Deutschland, wir kämpfen alle für diesen einen großen Traum. Das ist echt richtig, richtig albern und wirft auch kein gutes Licht, finde ich, auf überhaupt diese ganze Experten-Schar. Die wissen tatsächlich halt überhaupt, leider Gottes, gar nicht, was sie da eigentlich machen. Sind sie Experten, sind sie Begleiter des Teams, müssen sie nochmal alle abklatschen. Der Klopp sagte dann, Jamal Musiala, wir lieben ihn doch alle, wir lieben ihn doch alle. Das hat der Erich-Milke-Vibe in der Volkskammer. Also das konnte nicht funktionieren, fand ich. Du hast schon lange keine Wehrmachtsvergleiche mehr gebracht. Das fiel mir während der Wehrm Total. Kann gleich noch kommen, kann gleich noch kommen. Doch, kann gleich noch kommen. Aber wir müssen jetzt wirklich mal zu Deutschland kommen und ich würde sagen, wir arbeiten das erstmal einfach mal chronistenmäßig auf und hören uns einfach mal alle acht Tore an. Alle acht Tore? Alle acht Tore, ja komm. Alter. Wenn wir schon mal zur Feier des Tages. Und zwar von den Hörfunk-Kollegen Philipp Hofmeister und Michael Augustin. Dann Florian Wirtz zurückgelegt, Arndt Strafromeck, erste Chance der Partie, gehört auf jeden Fall Deutschland, Ball ist noch heiß, Wirtz zusammen, Spieltor. Tor, Tor, Tor, Felix Metzger, 1-0 Deutschland, sechste Spielminute und was für eine Zauberbude. Hallo Fußball-WM! Deutschland ist da! Deutscher muss zurückarbeiten, Schlotterbeck macht das, aber der Ball ist frei. Im Strafraum noch mal Schlotterbeck, Nachschuss, Achtung, Tor! Tor! Ich dreh durch! 1-1, Ausgleich! Und es ist der Mann mit der Achtung, es ist Kommenzieher! Was ist denn hier los, bitte schön! 21. Spielminute! Da wirst du ja bekloppt. Jetzt kann die Ecke gleich ausgeführt werden. Nathaniel Brown hat noch die Hände in die Hüften gestützt. Jetzt bringt er den Ball rein mit dem linken Fuß. Gottmann Tor! Schlotterbeck! Schlotterbeck! Schlotterbeck köpft das 2 zu 1 für Deutschland. Kai Havertz gegen Eloy Ruhm. Havertz läuft am Linkstor! Sicher verwandelt. 3 zu 1 für Deutschland. Lieroy sané auf dem rechten flügel nimmt zunächst mal den rückwärtsgang rein auf kimmich der steckt dadurch in den strafraum musial, dieses tor gut tun wird kurz von links auf die halblinke seite und der verlängerte bei mit agist, das ist Brown mit dem fünften. Raum zu Havertz. Havertz leitet weiter. Schussmöglichkeit. Kimmich. Kimmich zögert. Liegt noch mal quer. Und jetzt der Schuss. Das Tor! Dennis Undorf. 6 zu 1. Es ist das sechste Tor. Und es ist wieder toll herauskombiniert. Achtung. Havertz auf die Reise geschickt von Undorf. Havertz im Schraffraum. Havertz! Yeah! 7 zu 1. Die Nummer sieben macht die siebte Bude für Team Schwarz-Rot-Gold. Und es ist das nächste wunderschöne Tor. So, das war ein richtiger Muntermacher, wie Arndt zeigt er das nicht. Ein richtiger Muntermacher. Sieben Tore, sieben Tore und nicht zu Unrecht wurde von den Kommentatoren auch im Fernsehen später gesagt, das ist quasi ja schon die Qualifikation für das 16. Finale, weil wenn du jetzt Gruppendritter wirst mit drei Punkten, dann bist du ja Tor, verhältnismäßig auf jeden Fall mega weit vorn, aber was war das kurz für ein Downer, als Curaçao den Ausgleich machte, das hatte ja so richtige Vorrunden 2018, 2020 Vibes. Ich fand es auch, ich weiß nicht, wie es dir ging, ich fand es auch ganz schwer, das Spiel so insgesamt zu bewerten, weil es war sehr eindeutig. Interessanterweise die Kräfteverhältnisse, ich zähle ja immer gerne die Torschüsse, 26 zu 8, das ist ungefähr das gleiche Kräfteverhältnis, wie die Türkei gegen Australien rausgespielt hat, nur dass die 0-2 verloren haben. Also die Deutschen haben sehr, sehr gut nach vorne gespielt, haben sehr ansehnlich gespielt. Die Tore waren super rauskombiniert zum größten Teil. Also es waren wirklich richtig schöne Tore dabei. Sechs verschiedene Torschützen, das ist auch spannend. Es gab viel Positives. Dennis Undorf kommt rein, zwei Assists, ein Tor in der halben Stunde, die er noch hatte. Was war so das, was bei dir jetzt hängen bleibt, wenn man als erstes über das Spiel nachdenkt? Naja, dass Jamal Moussela wieder zur Leichtigkeit zurückgefunden hat. Das war die große Sorge gewesen, nachdem sich der süße kleine Lennart Kahl verletzt hatte und dann deprimiert vom Krankenbett aus geinstagrammt hatte und alle dachten, jetzt ist leider Gottes die Leichtigkeit des deutschen Spiels flöten. Das hat jetzt Jamal Mosella übernommen. Und nichts ist so schlecht gealtert, wie der Ratschlag von Oliver Kahn an Jamal Mosella, doch die WM zu skippen. Um sich in Ruhe auf die neue Saison vorzubereiten. Du erinnerst dich noch, ne? Wie Leon Goretzka dann hinterher auch verachten guckte und fragte, was ist das für ein Ratschlag? Das war ganz schöner Mist. Gut, dass sie Musiala mitgenommen haben. Und es hat sich so ein bisschen gezeigt, dass er und Florian Wirz so die Schaltstelle werden. Wahnsinnig kreativ. Gut, es war wiederum gegen Kurosawa. Ich finde, es ist einerseits ein guter Auftakt und andererseits auch so ein bisschen Muster ohne Wehrheit, weil du weißt, das nächste wird nicht wie eine erste DFB-Pokal-Hauptrunde gegen so einen Kreisligisten. Aber was ich interessant fand, war jetzt rein psychologisch, die sind ja nicht auseinandergefallen. Sie waren einfach deutlich schlechter und haben das aber wirklich sehr, sehr, sehr mit Haltung ertragen und sind am Schluss gefeiert worden von ihren Fans. Also die waren jetzt nicht am Boden gesessen nach dem Spiel und waren deprimiert, sondern die wussten ganz genau, das ist halt Deutschland, wir sind halt Curaçao. Dann wird es auch halt mal hoch. Es war jetzt gefühlt keine Blamage oder so für Karassade. Die waren jetzt nicht völlig katastrophal und haben sich wirklich düppieren lassen ohne Ende, sondern es war einfach ein deutlich überlegener Sieg gegen eine Mannschaft, die bei der WM dabei sein darf und sich darüber schon freut. Aber es gab fast nichts Negatives bei dem Spiel. Nein, dass sie nicht zusammengebrochen sind. Irgendwie ist das ja sonst so, wenn du 5 zu 1, 6 zu 1 zurückliegst, dann schlägst du nur noch die Bälle weg und einer leistet sich noch eine Ohrfeige gegen den Balljungen und so weiter. Das ist alles nicht passiert. Ich kann aber mal so ein bisschen erzählen, dass die Zweifel, zumindest der deutschen Anhänger, dann immer auch ein bisschen manifest wurden. Also ich war im German House of Soccer in New York, im Stadtteil Chelsea in Manhattan. Da hat der DFB so eine Art Pop-Up-Store aufgebaut und lädt quasi Deutsche und natürlich auch andere Nationen zum Fußball gucken. Und da drängelten sich dann so 750 Leute. Es war eigentlich ganz angenehm, eher Familienblock als so klassische deutsche Nationalmannschafts-Fankurve. Also das war jetzt nicht so eine Schinkenstraßen-Atmosphäre, sondern eigentlich so ganz nett. Auf jeden Fall war es da schon so, dass dann erstmal ein bisschen Verunsicherung auftrat. Also dann kassierst du dann plötzlich gegen Curaçao diese 1 zu 1 große Jubel und denkst, ey was passiert denn hier, was passiert denn hier und ich habe mir nur kurz ausgemalt, was passiert wäre, wenn das tatsächlich schief gegangen wäre, ist natürlich jetzt konjunktiv irreales, aber ich glaube, da wäre kein Stein auf dem anderen geblieben, wenn dieses Spiel nicht gewonnen worden wäre. Ich finde, wir tun gut daran, dass wir jetzt wirklich einfach mal einen Strich machen und sagen, ey, lass uns jetzt mal aufhören mit irgendwelchen Manuel Neuer und Leroy Sané Diskussionen. Es wollten schon Leute wieder einen Torwartfehler daraus machen aus dem Gegentor. Irgendwie ein Ball, der drei Meter vor Neuer nochmal abgefälscht worden ist und deswegen über seine Hand gegangen ist. Den hätte Baumann gehalten, mein Lieber, den hätte Baumann gehalten. Und das Schöne ist, lieber Arndt, im German House of Soccer habe ich das ja, Soccer ist natürlich auch so ein Wort, also ich weiß noch, dass wir vor 10 oder 20 Jahren wirklich fast. Mit biblischem Eifer geführte Diskussionen angeführt haben, ob man das Ganze nur Football oder Soccer nennt, also Soccer ist schon sehr amerikanisch und ein Zugeständnis an die amerikanische Kultur. Ich habe Almut Schuld getroffen und Almut Schuld war zwar noch nicht betrunken, aber sie war ganz kurz davor, dass wir spontan einen LKW kapern und uns auf den Weg nach Übersee zu dir machen, damit wir endlich mal wieder eine Podcast-Folge zusammen aufnehmen. Habt ihr denn gar nicht zusammen getrunken? Naja, Bier, da musste man sich sehr, sehr lange anstellen. Und es gab Käsespätzle, die einfach nur Nudeln waren, die in so eine komische Käsesoße getaucht waren. Das hatte mit Käsespätzle überhaupt gar nichts zu tun. Aber man konnte, wie gesagt, dort beim amerikanischen Thekenpersonal sehr, sehr schön Käsespätzle. Du hast ein tolles Foto geschickt von dir und Almut. Almut im Deutschland-Trikot. Ich habe mich dann wieder erinnert und dann hatte ich sofort wieder Kopfschmerzen, dass wir uns damals vor unserer legendären Lasterfolge Nüsselein haben wir getrunken. Ganz viele Nüsselein. Und ich war nach zwei schon bedient und ich glaube, sie hatte sechs oder so. Also Almut kann, wenn sie will, kann sie ganz schön was vertragen. Ja, da war sie aber durchaus auch im Gespräch mit Steffen Simon, der da so einen kleinen Panel-Talk gemacht hat, noch sehr nüchternd. Die zieht ja quasi auch durch die Stadien und kommentiert Spiele. Sie meinte, du jetzt auch gestern hättest du noch irgendwie den WhatsApp- oder SMS-Kontakt gesucht, als sie Haiti kommentiert hat oder so. Ja. Ja, schön, schön. Also wie gesagt, es wird noch ein LKW gemietet hier in Manhattan und dann, vielleicht setzen wir uns ja in einen LKW und besaufen uns und du verstehst nichts. Das wäre die gerechte Rache. Ja. Ja, das wäre gut gegeben dann. Sag mal, wenn du unter deutschen Fans warst, ich will jetzt wirklich nicht irgendwo was Negatives suchen, aber ich habe dann bei den Spielen gestern auch bei Niederlande, Japan und so, alle Stadien sehen toll aus, die Atmosphäre sieht toll aus, aber du siehst dann so, wenn du auf die Tribünen blickst, das hat so leichte RB Leipzig-Vibes, du siehst dann wirklich alle, Fans in den gleichen Trikots, alle haben die gleiche Fahne. Und es wirkt so komplett Nordkoreamäßig, also was du so an Fanblogs siehst, das hat also überhaupt nichts mit, logischerweise auch bei den Ticketpreisen, auch nichts mit normalen Fans zu tun, die in Deutschland in den Stadien gehen würden, sondern es ist schon ein anderes Publikum. Ja, in den 80er Jahren sagte man zum Beispiel zu den Deutschen, die zu den Länderspielen wurden, die Neckarmänner, die Neckarmänner, das waren halt so klassische Pauschaltouristen, die so ein Pauschalangebot gebucht hatten und dann auf den Tribünen zu sehen waren. Ich habe übrigens festgestellt, das ist ein ganz erstaunliches Phänomen, das würde ich gerne mal mit dir psychologisch deuten. Zum Beispiel in den Straßen von Manhattan, 6th Avenue, 7th Avenue, da sahst du dann sehr sehr viele Anhänger unterschiedlicher Länder, die Schottenwander, die Brasilianer, die Marokkaner, Franzosen, Senegalesen und so weiter. Und wenn du so Franzosen siehst oder Spanier oder Senegalese, dann denkst du immer als Deutscher, ach schau mal die lebenslustigen Südländer. Und selbst wenn so ein stockbesoffener Schotte mit baumelndem Gemächt unterm Kild aus dem Papp gestolpert kommt, dann schmunzelst du und denkst, ach wie knuffig doch die Briten sind. Wenn du aber Deutsche siehst, die genauso gekleidet sind, so mit schwarz-rot-goldener Brille, dann denkst du immer, uh Mallorca-Party in der Schalke-Arena. Also das ist ja auch nicht so gerecht. Warum blicken wir so streng auf Deutsche, die genauso dämlich gekleidet sind wie Franzosen, Spanier oder Engländer? Da sagst du was. Ich weiß es auch nicht so genau. Wie wir beide jetzt schon sagten, es ist halt nicht das ganz normale Fan-Fußball-Publikum, was du aus deutschen Stadien kennst. Neckarmänner trifft es eigentlich sehr, sehr gut. Ich weiß nicht. Manchmal, ich bin übrigens ganz normal peinlich berührt, wenn irgendwann dieses Hurra, Hurra, die Deutschen, die sind da, skandiert wird. Weil das ist so eine Haltung, das habe ich das Gefühl, die ist wirklich exklusiv von uns. Das machen also Franzosen, Engländer so nicht. Die machen dann wieder andere Sachen. Das ist immer so was Leichtes. Ja, wir wissen ja, dass wir euch allen auf den Sack gehen und wir wissen auch, dass wir in der Gruppe unangenehm sind, aber jetzt sind wir nun mal da, so ungefähr. Ja, das hat so ein bisschen was von Gerhard Polt am Teutonen-Grill. Ich stille, jetzt kommt die Verkehrsdurchsage von Bayern 3. Aber der Punkt ist, glaube ich, so ein kleines bisschen, dass das immer so ein bisschen was... Was Ernstes hat, so was Kartoffeliges hat. Also es gibt sicher andere Nationen, die sich ein bisschen weniger ernst nehmen. Also die Briten will ich jetzt da mal ausnehmen, die uns ja auch sehr, sehr häufig einfach darauf hinweisen, dass sie den Weltkrieg gewonnen haben. Also das haben wir noch nicht mal im Arsenal. Das stimmt. Was aber wirklich erstaunlich ist und das wundert mich auch immer wieder, ist, du siehst nicht einen einzigen Anhänger der US-Mannschaft. Also das ist ja sonst immer so, dass alle, alle in New York, in Houston, in Dallas und sonst wo zur Arbeit gehen im Trikot der eigenen Mannschaft. Das ist zumindest in New York überhaupt nicht. Sie haben keinen einzigen US-Anhänger bisher gesehen. Das fand ich wirklich erstaunlich. Aber da habe ich eine Theorie. Ich habe eine Theorie. Ich glaube, die warten, ob ihre Mannschaft dieses gute Auftaktspiel rechtfertigt oder bestätigt unter dem zweiten Spiel auch nochmal. Und ich glaube, die haben bei Soccer von vornherein so diesen kleinen Minderwertigkeitskomplex, dass sie sagen, ey, das ist eine Sportart, da sind wir gar nicht so gut, da haben wir keinen Bock drauf. Und wenn sie jetzt aber sehen, dass sie doch ganz gut sind und vielleicht ins Viertelfinale kommen oder sogar Gruppensieger werden und weiter gut spielen, vielleicht hängen die sich dann dran und dann gibt es so die ersten aufkeimenden, was weiß ich, Public Viewing, Events in den USA, wo dann auch Leute im Schal und Trikot dann plötzlich rumlaufen und das geil finden. Also ich glaube, die haben einfach da nach wie vor Nachholbedarf. Sie gehörten ja bis jetzt definitiv zu den positivsten Erscheinungen der WM. Deswegen bin ich gespannt, was da noch kommt. Ja, und dann wird sicherlich auch noch ein bisschen mehr Medienpräsenz geben werden. Also wenn man sich jetzt mal durch das Programm geschaltet hat, dann war da sehr, sehr viel zu sehen von Trump, der ja gerade am 140. Geburtstag sich so einen komischen Käfigfight im. Weißen Haus gegönnt hat, mit einer riesigen Tribüne da, die sie aufgebaut haben, mit so einem komischen Kuppeldach und mit wahnsinnig viel Pathos, ekelhaften, also es war alles sehr, sehr unangenehm und unappetitlich, aber möglicherweise, wenn sie dann gewinnen, dann wird er sich auch mal anstelle von seinem... Atlantis Marco Rubio auf der Tribüne wiederfinden. Also der wird diese Welle schon surfen, wenn es dann weitergehen sollte für die US-Boys. Ich habe noch zwei Sachen zum deutschen Spiel, die mir wichtig sind. Das erste ist, ich muss jetzt noch einmal über Trinkpausen reden. Ich finde, es ist noch nie so deutlich geworden wie gestern beim deutschen Spiel, dass Trinkpausen wirklich ein Spiel taktisch komplett verändern. Weil die erste Trinkpause der ersten Halbzeit hat der deutschen Mannschaft massiv geholfen, ins Spiel zu finden. Danach war alles deutlich geordneter und deutlich druckvoller und auch hinten deutlich disziplinierter. Und du hast wirklich noch nie so sehr wie gestern das Gefühl gehabt, ey, wir spielen jetzt nicht mehr zwei Halbzeiten, wir spielen jetzt vier Viertel. Du merkst es auch so in den zwei Minuten vor der Trinkpause, dass das Spiel so in die Richtung ging, ah, jetzt ist gleich Trinkpause, jetzt machen wir mal langsam, wir arbeiten uns mal zur Trinkpause hin. Das hat schon auf eine unschöne Weise viel verändert. Was mich, wo ich es auch als Statistik-Nerd auch stört ist, wenn man genau darüber nachdenkt, wird es ja in Zukunft so sein, dass eigentlich keine Tore mehr zwischen der 23. und 25. Minute fallen können bei den Spielen und dann auch nicht mehr zwischen der 67. und 69. Weil da einfach nicht mehr gespielt wird. Ja, das ist lustig. Das wurde in meiner Bielefelder WhatsApp-Gruppe auch festgestellt, wie das denn sein könne, ob das die Statistiken-Nerds nicht völlig fertig macht, dass man in diesen beiden Minuten keine Tore mehr erzielt. Normalerweise ist es nämlich immer so, alle 90 Minuten haben die gleiche Chance, ein Torts zu erzielen, aber da ist dann entweder, dass alle denken, oh, es ist ja gleich Trinkpause oder nicht. Wir sollen aber darauf hinweisen, gab es einen Leserbrief, dass immerhin das ZDF sich einmal nicht entblödet hat und eine Werbepause eingespielt hat. Vielleicht waren auch einfach die Werbeinseln nicht ordentlich gebucht, aber es gab tatsächlich im ZDF einmal kurz die Situation, dass wir gesehen haben, wie getrunken wurde, wo nicht sofort hektisch rübergeschaltet wurde in irgendeine Werbezentrale oder zu den Einzelmenschen. So, pass auf, und dann noch eine ganz interessante Beobachtung. Das war ja so, gestern, Almut Schuld war ja bei dir und Wolfgang Niedecken hatte keine Zeit, deswegen habe ich mit Peter Gagelmann geguckt. Ich habe Arndt, Arndt, hast du recht? Ja, du hast auch recht, Peter. Peter, nein, du hast recht. Nein, nein, nein, ich habe recht. Oh, wir haben beide recht. Lass dich mal umarmen, Peter. Und wir haben uns eine Pizza kommen lassen und haben das Spiel geguckt und er hat mich auf etwas hingewiesen, was total richtig ist und was mir wirklich aufgefallen war und zwar. Wie gesittet sich die Spieler benehmen in diesen ganzen zwölf Spielen? Es gibt keine Diskussion, es gibt keine wütenden Proteste, der Schiedsrichter wird nicht angegangen, es gibt keine Rudelbildung. Das höchste der Gefühle ist, dass ein Spieler mal die Hand hebt, wenn er der Meinung ist, der Eckball ist für die eigene Mannschaft und es gibt keinen Abstoß oder der Einwurf ist falsch oder so. Aber es gibt offenbar eine Ansage, dass die Spieler sich benehmen sollen auf dem Platz. Es gibt überhaupt keine hässlichen Gesten, keine Schubsereien, kein gar nichts bis jetzt. Weißt du, wo mir das aufgefallen ist? Auch bei Elfenbeinküste gegen Ecuador, da trat. Ein Elfenbeinküstebewohner, traf ein Ivora, traf einen Ecuadorianer am Fuß, der verstarb dann natürlich direkt am Spielfeldrand und wälzte sich eine Viertelstunde hin und her und ich war kurz davor zu überlegen, ob er sich jetzt nochmal aufs Spielfeld wälzt, um das Ganze noch ein bisschen länger zu machen, aber da sahst du den Mann von der Elfenbeinküste, den Ivora, wie er sich wirklich rührend um den Kontrahenten gekümmert hat. Also er hat ihm noch den Kopf getätschelt, mal am Bein gezogen, am großen Zeh gezogen, noch mal mit seiner Oma telefoniert. Also nee, aber das war irgendwie sportlich fair, das hat mir gut gefallen. Also die Frage ist, woher kommt sowas? Meinst du, es gibt eine Ansage der FIFA, dass die alle Mannschaften ins Gebet genommen haben, aus dem Motto, wir wollen schöne Bilder produzieren, wir wollen alle die gleichen Fahnen haben, wir wollen die gleichen Trikots haben auf der Tribüne, es soll alles bunt sein und wir wollen, dass die Spieler sich ordentlich betragen auf dem Platz und dass die alle ihren Spielern ins Gebet genommen haben? Ich glaube, es ist Zufall. Es ist Zufall irgendwie. Also ich glaube, wenn es jetzt zu Spielen kommt, in denen ein bisschen mehr auf dem Spiel steht, also selbst bei Elfmeinküste gegen Ecuador, hast du ja gesehen, die Ecuadorianer, wenn die gedacht haben, ja, irgendwie zwei Schottenspiele haben wir ja noch so. Also ich glaube, es hat ein bisschen was damit zu tun, dass vielleicht in den ersten... Gruppenspielen, die Emotionen noch nicht so ganz so hochkochen, wie das später sein wird. Also ich würde mal die zweite Rutsche abwarten. Ich bin mir sicher, dass wir dann den einen oder anderen noch haben, der dann ein bisschen ungnädig und unfreundlich wird. Also das, glaube ich, wird sich nicht durchs komplette Turnier ziehen. Philipp, blicken wir voraus. Heute 18 Uhr deutscher Zeit, 12 Uhr US-Zeit, also ein Mittagsspiel, ist Spanien gegen Cap Verde, wo ich übrigens gleich meinen Tipp erhöht habe nach dem deutschen Spiel gestern. Ich glaube auch, das werden auch so sieben oder so, vermute ich mal. Dann haben wir 21 Uhr Belgien, Ägypten Und kommende Nacht haben wir dann noch Saudi-Arabien gegen Uruguay und Iran gegen Neuseeland. Ich habe übrigens Windenrufer angetextet, ob er mir nicht was zu Neuseeland erzählen kann. Hat er eigentlich versprochen. Er ist gestern in Los Angeles gelandet, er ist beim Spiel dabei. Hat sich auch bislang dann noch nicht wieder gemeldet. Mal gucken, ob wir noch ein bisschen was über Neuseeland erfahren. Oh Mann, Windenrufer. Irans ist der Aufzug natürlich auch spannend. Ja, das wird sehr, sehr spannend sein. Ich kann dir nochmal kurz erzählen. Ich war jetzt mal kurz beim New Yorker Stadion, das ja in New Jersey liegt. Und dort gibt es überall an jedem Eingang solche großen Plaketten, wo man gucken kann, ob die Fahne klein genug ist. Also du darfst nicht große Fahnen mit ins Stadion nehmen, also dort hat man sehr, sehr strikt drauf geguckt. Und es wird auch gespannt drauf geguckt, was für Fahnen überhaupt gezeigt werden. Der Iran hat nämlich gesagt, dass wenn alte persische Fahnen gezeigt werden, dann brechen sie das Spiel sofort ab. Also das wird ganz lustig, ob möglicherweise die ganzen politischen Implikationen dies da gibt, aber die bisher nur durch diese Visa-Verweigerungen so richtig sichtbar geworden sind, ob die sich auch mal in den Stadien zeigen und ob dieses Spiel zu Ende geführt wird. Das ist uns total krass. Es gab einen großen Skandal. Ich weiß nicht, ob das in Deutschland so rübergekommen ist. Nach dem Spiel Brasilien gegen Marokko mussten die brasilianischen Anhänger und die marokkanischen Fans. Und unendlich lange darauf warten, dass die wegkamen vom Stadion. Die haben teilweise dreieinhalb Stunden gestanden, in drangvoller Enge auch, bis sie dann endlich geschuttelt wurden. Also diese Transportprobleme, die sind immens und es ist wirklich so ein Unterschied zu deutschen Stadien. Du kommst dann beispielsweise zu diesem Mad-Life-Stadion da in New Jersey und es sind nur Parkplätze. Unendliche Weiten, betonierte Ödnis, Parkplätze, Parkplätze, Parkplätze, Parkplätze. Also wer irgendwie den Nahverkehr will, wer irgendwie dahin wandern will, wer irgendwie einen Shuttle-Bus haben will, der ist wirklich aufgeschmissen. Das ist sehr speziell. Das ist sehr speziell in Amerika. Sowas würdest du in Deutschland, glaube ich, nicht so richtig hinkriegen. Außer im Nordpark in Mönchengladbach. Da gibt es immer auch noch jede Menge Parkplätze und eine Autobahnzufahrt. Ja, sag mal eben, was ist natürlich auch überhaupt und ich glaube, waren pyrotechnische Vorfälle. Liegt es an den Kontrollen? Kontrollieren die ganz anders oder gehen da einfach die Leute nicht hin, die irgendwas anzünden? Nein, da gehen einfach keine Leute hin, die was anzünden. Also die haben, glaube ich, alle Angst, in irgendeinem Stadionknast zu landen und dann möglicherweise gefoltert zu werden. Da gab es nämlich einen, der hatte sich einen Ball geklaut. Ich weiß nicht, bei welchem Spiel das war, aber ich habe es nur im Internet gesehen. Tänzelte dann oben auf der Balustrade so ein kleines bisschen rum und ärgerte die Ordner nur ein bisschen. Und unten die Ordner, also er war zwei Meter über den Ordnern und die Ordner, die warteten nur darauf, bis er endlich runtersprang. Und dann warfen sich zehn oder zwölf oder 14 Ordner gleichzeitig auf den drauf und haben ihn dann wahrscheinlich echt in den Katakomben noch gefoltert oder auf die Streckbank gespannt. Also es gibt ja nichts Humorloseres als Ordner, die irgendwie sich düppiert fühlen, weil irgendeiner ein bisschen Unfug macht. Also das ist wirklich erstaunlich. Aber ansonsten Pyrotechnik, gar nichts gesehen. Aber ich bin mal gespannt, ob das kommt. Aber das ist eigentlich nicht die Klientel. Das sind ja keine Ultragruppen, die sich noch die Fahne klauen lassen und sich dann auflösen müssen oder so. Na gut, ich bin mal gespannt. Also ich freue mich auch auf die nächsten Tage, weil wir haben jetzt wie gesagt, heute steigen die Spanier ein, morgen die Franzosen und übermorgen die Engländer. Also es werden noch drei Mannschaften to watch. Ich stehe mal an, du gehst gleich ins Bett. Ja, ich geh jetzt gleich ins Bett. Ich werde gleich wach. Freue mich auf die Franzosen gegen die Senegalisen. Das ist das Erste, was ich im Stadion sehen werde. Und dann werde ich mir wahrscheinlich noch irgendwie eine Frage... Man kann hier in New York immer so schöne Limousinen mieten. Das werde ich wahrscheinlich machen, um mich dann ganz entspannt vom Stadion wegfahren zu lassen. So zehn Minuten vor Ende. Einfach schon mal abhauen. Oh, ist doch egal, wer spielt. Egal, wie es ausgeht. So wird es sein. Eurozentrismus. Ja, ihr Lieben, dann freuen wir uns auf die morgen Folge. Da wird Almut Schuld möglicherweise sich einfach mit mir aus dem LKW melden. Kann doch sein. Wir überraschen dich. Ich bin gespannt. Ihr Lieben, macht's gut. Ciao. Danke euch allen fürs Zuhören. Danke schön. Dankeschön. Dankeschön. Bitteschön, Patrick. Danke. Wir bedanken uns ganz herzlich bei uns. Ja, vielen Dank, meine Herren. Danke. Danke schön. Vielen Dank, Oliver Kahn. Ja, danke auch für den Stress. Vielen herzlichen Dank dafür. Dankeschön. Vielen herzlichen Dank. Bitte sehr. Dankeschön. Ja, Dankeschön. Danke. Ich bitte Sie. Also, ja, ich danke Ihnen. Vielen herzlichen Dank. Danke. Bitte. Danke. Ja, vielen Dank. Danke, Erik. Ja, vielen Dank, Jens. Danke, das genügt, sagen wir und mit uns die deutsche Mannschaft. Dankeschön, Dankeschön, Tschüss, geht zusammen. Ich habe heute schon gedankt, ich komme mit der Dankfüllung, die noch im Dank ist, nach Salzburg. Das war Zeigler und Köster, der Fußball-Podcast von Elf Freunde. Ihr hörtet eine Produktion im Auftrag von RTL Plus. Unser Redakteur im Studio heißt Tim Pomerenke, Audioproduzentin und Sprecherin Henni Koch und am Mikrofon saßen bei Zeigler und Köster wenig überraschend Arndt Zeigler und Philipp Köster.