Arndt! Philipp, dein Vorhang geht immer weiter auf hinter dir. Ja. Erfreut fest, weil der wirklich nicht schön ist, dieser Vorhang. Nein, das ist wirklich nicht schön. Es ist mein Mogadischo-Vorhang. Das haben wir in den letzten Folgen ja schon festgestellt. Aber jetzt ist es, ich möchte nur sagen, es ist wie im Schaufenster. Wir haben ja in den letzten Tagen sehr, sehr viel über die Schaufenster gesprochen. Also mein Vorhang geht auf wie in einem Schaufenster. Ansonsten kann ich aber feststellen, dass meine Stimmung ein bisschen der des Expeditionsleiters Gott ähnelt. Kannst du dich an den noch erinnern? Am Südpol, der zu spät kam. Ja, weil Amundsen, der Norweger, vorhin gekommen ist und die norwegische Fahne bereits in den Südpol gerammt hatte. Und wenn man die Tagebücher liest von Scott, dann wird es immer düsterer, wird es immer apokalyptischer, immer dystopischer und genauso fühle ich mich auch. Ist aber gar nicht so schlimm, ich kann das kontakurieren, weil dieser immer weiter aufgehende Vorhang hinter dir, das ist wie bei so einer Go-Go-Tänzerin, die immer ein bisschen herreist. Ich sehe schon das ganze Fenster und kaum noch diesen herzlichen Vorhang. Komm, wir starten rein, los. Football unites us all. Zeigler und Köster Der Fußball-Podcast von 11.000. Ja, und damit wären wir auch schon, glaube ich, bei einem der beiden herausragenden Spiele des gestrigen Tages. Die Schweiz musste gegen Bosnien und Herzegowina ran und hat sich wahnsinnig lange schwer getan. 80 Minuten lang haben sie sich die Zähne ausgebissen und man hatte schon ein bisschen das Gefühl, das wird eine richtig missratene WM. Aber dann, dann schlugen sie zu. Ja, es war ein ganz merkwürdiges Spiel, das wirklich lange auf der Kippe stand und Bosnien auch auf Augenhöhe gespielt hat mit der Schweiz. Und dann war, es gab ja viel Ärger vor dem Spiel. Es gab ja diese wirklich sehr vielbeachtete Pressekonferenz von Granit Xhaka, der gesagt hat, bei uns alles mögliche Toxische im Gange und nicht gut. Und dann hieß es, ah, die Spieler fanden es aber auch nicht gut, dass er sich so geäußert hat und jetzt ist der eigentlich irgendwie isoliert und wurde spekuliert. War aber dann nicht so, also die Mannschaft hat als Mannschaft super funktioniert, aber erst nach einer Einwechslung von Trainer Jakin, der Mann Sambi aus Freiburg eingewechselt hat und Vargas den Ex-Augsburger. Und zwei Minuten später, es war direkt nach der Trinkpause, schlug dann eben dieser Mann Sambi zu. Da ist er, Robben-Wagers. Seine ersten Momente in diesem Spiel. Gut. Klasse! Klasse! Die Schweiz führt's! Es ist von Zambi! Jakin, füll genau jetzt ein Lottoschein aus. Besser kannst du nicht wechseln. So, mein Zambi, der ja auch in Freiburg wirklich schon sehr auffällig gespielt hat. Und bei dieser WM, das ist, ich würde sagen, jetzt widersprechen wir uns selbst, das ist einer, der hat sich so ein bisschen ins Schaufenster gespielt. Also heute spätestens. Ich muss kurz noch was zur Optik von Murat Jakin sagen. Der sieht ja aus, ist mir aufgefallen, wie Niko Kovac. Aber mit Brille und intellektuell. Also Jakin hat sicher so Arte auf Position 3 bei der Fernbedienung. Er hat aber die richtigen Entscheidungen getroffen. Und das ist schon eine Truppe, die kann gut spielen. Also man sah dann doch Sergei Barbares auf der Trainerbank der Bosnia einigermaßen verzweifelt, weil er dem nicht so richtig was zu entgegensetzen wusste. Und das ist einfach eine richtig gut bestellte Truppe. Es war auch ein richtig schönes Spiel, was deswegen auch wichtig ist, weil vorher gab es Tschechien, Südafrika 1 zu 1. Das war, glaube ich, bislang das schlechteste Spiel dieses Turniers. Stopp, stopp, stopp. Stopp, Arndt. Ja, ja, ja. Wir können das schlecht reden. Wir können das schlecht reden. Wir können das schlecht reden. Aber Ernst Mindorp war im ZDF. Ich habe gedacht, das kann doch nicht wahr sein. Mein persönlicher Gebetskreis ist erhöht worden. Ernst Mittenhoff sitzt im ZDF und erklärt uns das südafrikanische Spiel. Es wurde vielerorts schon der Verdacht geäußert, dass er sich jetzt schon mal in Potion bringt. Also soll heißen, falls Südafrika irgendwann mal den Trainer wechselt, weil unzufrieden mit dem Lauf der WM. Ernst ist da. Ernst wird, warme Worte sprechen, und diese Mannschaft zurück in den Olymp führen. Es war wieder sehr schwer, ihm zuzuhören, muss ich ganz ehrlich sagen. Aber gut, aber gut. Aber dass er dich bis New York verfolgt, ist natürlich auch schön. Gut, aber wir sind ja noch mal bei der Schweiz gegen Bosnien. Wie gesagt, lange Zeit das Spiel auf der Kippe und dann gab es aber dieses Tor nach Einwechslung und dann gab es relativ kurz danach eine rote Karte, die das Spiel komplett kaputt gemacht hat für Bosnien. Und da ist Embolon. Embolon, das ist ein Foul. Und es ist die rote Karte, weil das Foul außerhalb des Strafraums ist. Das war eine von drei roten Karten, die es gab am gestrigen Spieltag. Das war aber die am wenigsten brutale. Das war nur ein leichter Zupfer. Musste man zwar geben, aber zum Glück jetzt nichts Schlimmes passiert. Aber danach ging das Spiel ganz eindeutig in Richtung Schweiz. Ja, und dann gab es relativ rasch eine klare Kiste, weil die Schweiz das 2-0-3 schoss und dabei auch zeigte, dass sie kombinieren kann und dass sie die Schnittstellen findet, in die sie dann reinspielt. Und das waren schöne Tore und es waren vor allen Dingen Tore, die zumindest das, was Granit Xhaka vorher gesagt hatte, von der toxischen Stimmung, von der Zwietracht in der Mannschaft ein bisschen ad absurdum fühlte oder zumindest widerlegte. Jakin wechselt den Sieg ein. Vargas zeigt sich. Und Mansambi! Mansambi und Vargas, das Schweizer Traumdur. So, Vargas, wie gesagt, den kennen wir noch aus Augsburg. Und dann Mansambi mit seinem zweiten Tor nach Einwechslung. Ich finde interessant an der Schweiz. Die haben ja wirklich tolle Fußballer. Dann haben sie noch Mbolo. Und das sind alles so Spieler, das ist nicht ganz Kategorie Mbappé. Aber es ist auch an guten Tagen gar nicht so weit davon weg. Also ich meine, an guten Tagen ist M. Bodo wirklich nahezu ein Weltklassestürmer und man, Sambi ist auch auf dem Weg dahin. Also das ist schon eine spannende Mannschaft, die da zusammengewachsen ist. Ja, und man will jetzt nicht davon reden, dass die möglicherweise der Geheimfavorit sind. Also der Norwegen, der Belgier dieses Turniers, aber das ist eine Mannschaft, die, glaube ich, so ein bisschen an sich wachsen kann und die mit Murat Jakin eben auch nochmal einen hat, der mit Granit Xhaka, glaube ich, auch einen verlängerten Arm auf dem Spielfeld hat, der uns noch sehr, sehr viel Freude machen wird. Der machte nach dem Elfmetertor, machte der ja so eine Schnattergeste ins Publikum, wo man sich auch so ein bisschen fragte, ich meine, er hat ja selber die Klappe aufgerissen, warum er das dann unbedingt gemacht hat, um zu zeigen, Freunde, jetzt habe ich es euch aber allen gezeigt. Also da habe ich immer größere Probleme mit, mit so Leuten, die im Torjubel nochmal demonstrieren wollen, jetzt habe ich es allen gezeigt. Das war ihm aber auch wichtig und deswegen wollte er den Elfmeter auch unbedingt schießen, glaube ich. Es gibt Elfmeter. Jetzt wird der bosnische Hund in der Pfanne verrückt. Und jetzt hat Granit Xhaka, der die Schweizer wachgerüttelt hat, der sie in der Öffentlichkeit kritisiert hat, der vorangegangen ist, aber auch heute wieder lieferte, als Taktgeber, als Herzstück, die Chance in 90 plus 7 auf 4 zu 1 zu stellen. Der Unterschiedsspieler, der Bessermacher, der Anführer Granit Xhaka, 4 zu 1! Ja, und für die Schweiz sieht es plötzlich wieder richtig gut aus. Mit vier Punkten ist man wahrscheinlich irgendwie in der Verlosung schon mal gut dabei, selbst wenn es nur als Gruppendritter enden sollte. Und insofern war die Stimmung gut. Und ich glaube, wir schließen uns mal dieser euphorischen Schweizer Stimmung an mit einem kleinen Jodler. Ja, der Schlusskommentar kommt wieder von Viko Toriani. Ich muss jetzt mal kurz zum Gastgeber kommen, denn Kanada hat gewonnen gegen Katar und Katar hat wirklich auch einen Totalschaden hingelegt. Sie haben 6 zu 0 verloren nach doch der sehr, sehr glücklichen ersten Partie gegen die Schweiz, wo sie ja wirklich, nachdem die Schweiz ungefähr 60 Minuten um den Ausgleich gebettelt hatte, dann sich gewisse Hoffnungen gemacht haben, aber da konnte keine Rede von sein. Es stand früh 2 zu 0, relativ rasch war dann auch klar mit Platzverweis, mit einem zweiten Platzverweis, gruselige Szene, wo sich ein Spiel der Kanada dann auch noch das Bein gebrochen hat, ganz fürchterlich anzugucken. Aber auf jeden Fall war das erstmal, muss man sagen, ein wahnsinnig überzeugender Auftritt und es hat mich auch ein bisschen gefreut, weil Kanada stand ja unter dem Verdacht, der Gastgeber zu sein, der dann abschmiert und der möglicherweise dann relativ rasch weiß, dass es nicht weitergeht für ihn beim Turnier. Das muss man jetzt nicht mehr vermuten. Also die werden auf jeden Fall ins 16. Finale kommen. Und das war auch eine schwungvolle Partie. Wobei du auch ein bisschen gemerkt hast, bevor wir dann zu den Einzelheiten des Spiels kommen, in Kanada gibt es noch nicht so einstudierte Riten, wie man sich beim Fußball verhalten soll. Das merktest du immer, wenn die Kamera über die Ränge in Vancouver schwenkte. Die wussten immer nicht so genau, was sie machen sollten. Dann wurden Fahnen plötzlich hochgerissen oder gejubelt oder es wurde auf T-Shirts gezeigt, auf denen Kanada drauf stand. Aber das merkt man ja, wenn du so Mexikaner hast oder Engländer oder Franzosen. Die wissen so ziemlich genau, wie sie sich auf den Rängen zu verhalten haben. Ich glaube, das ist eine sehr frische Euphorie, die es da in Kanada gibt. Wir waren uns eben gerade gar nicht einig, ob bei einer vollendeten Gruppe dann der direkte Vergleich zählt oder ob das Torverhältnis erstmal zählt. Also wenn das Torverhältnis zählt, ist natürlich Kanada jetzt weit enteilt mit plus sechs. Wir müssen auch nochmal dazu sagen, wir haben da wirklich sechs Tore gesehen und eine überlegene Mannschaft. Du hast aber schon die Verletzung genannt von Ismael Kone von Sassuolo Calcio, der sich ziemlich eindeutig das Bein gebrochen hat. Das sah man am Anfang einmal ganz kurz so im Anschnitt und dann haben sie glücklicherweise weggeblendet. Und dann hat Martin Schneider, der das Spiel kommentiert hat fürs ZDF, gesagt, er hat das voll gesehen, weil ihm Thorsten Kinnhöfer ein Foto geschickt hat. Und er hat Folgendes dazu gesagt. Danke Thorsten Kinnhöfer, der mir ein Foto geschickt hat. Das war ein Schienenbein, der auf mein Handy und ein Screenshot gemacht hat und er hat ihn von hinten getreten und das sieht wirklich fast so aus, als sei das Schienen- oder Wadenbein dabei gebrochen. Würde ich am liebsten gar nicht sehen, um ehrlich zu sein. Also jetzt hier, und ich finde es auch gut von der Stadionregie, das ist ja nicht immer so, dass wir begeistert sind über das, was uns die Verbände da anliefern. Denn da werden ja schon mal ein paar Sachen vorenthalten. Aber in diesem Falle muss ich sagen, bitte keine Großaufnahme von dieser Szene. Denn dieser Tritt, und ich glaube tatsächlich, dass es natürlich keine Absicht war, wer will auch dem anderen irgendwas brechen. Es gibt Standing Ovation, aber aus einem sehr, sehr traurigen Grund, eben wegen dieser heftigen Verletzung. Sie haben es wirklich nicht nochmal gezeigt und ich bin jetzt auch mal gespannt, ob es dieses Bild vom Beinbruch, ohne jetzt Namen zu nennen, in irgendeiner großen Zeitung gibt, möglicherweise, oder ob sich alle daran halten, das besser nicht nochmal zu zeigen. Also Kone, für den ist die WM vorbei, für Katar ist die WM eigentlich auch schon so gut wie vorbei, für die Spieler, die die roten Karten gesehen haben, ist die WM vorbei. Also es waren 6 zu 0, für den Gastgeber schön, aber mit vielen, vielen unschönen Nebenaspekten. Und wo ich gerade über die doch relativ neuen und frischen Riten und Gebräuche, die die Kanadier erst lernen müssen, kam. Es gibt ja so ein paar Fangruppen, die durchaus positive Schlagzeilen noch machen. Allen voran die Schotten. Alle sind wahnsinnig begeistert von den Schotten, die unter anderem ja schon in den vergangenen Tagen ein Baseballspiel in Boston geändert haben und dort fröhlich mitgesungen haben und endlich mal ein bisschen Stimmung in den langen Zock reingebracht haben. Und ich kann das auch nur aus New York bestätigen, wenn du in New York überhaupt Leute mit Trikot triffst, dann sind es Mexikaner, Argentinien und immer rotgesichtige, fröhliche, friedliche Schotten, die sind einfach überall, die sind in Kaufhäusern, in den Pubs, in den Cafés, im Central Park, das ist ein bisschen so wie die Schalker damals in Mailand, nur noch drei Gehirnzellen nach dem Frühschoppen, aber sehr fröhlich und sangesfreudig, also die sind eine positive Überraschung dieser WM. Und sie haben überall das Bier weggetrunken, habe ich gehört, also es gibt schon Bierknappheit, da wo die Schotten sind, da ist Bierknappheit. Ich muss aber nochmal sagen, ohne das wirklich, also ich finde es wirklich bis jetzt eine Geradeordnung, nachdem wir alle gesagt haben, wir freuen uns noch gar nicht so richtig auf die WM und es ist so schwierig diesmal. Es ist ein sportlich gutes Turnier mit ganz, ganz vielen herausragenden Szenen schon, die wir gesehen haben. Aber mir geht es immer noch auf den Sack, diese ganze Fanszenarien in den Stadien, wo du siehst, das sind eben wirklich Eventleute. Das sind Leute, die eigentlich Gründe zum Feiern suchen und deswegen gehen sie zu Fußballspielen. Das hat, wie wir schon gestern gesagt haben, nichts mit Fankultur zu tun, sondern es ist so ein bisschen wie, die gehen an Ballermann und wollen dann feiern. So sieht das auf den Tribünen teilweise aus. Und da muss man auch mal sagen, dass das Fernsehen durchaus ein bisschen was dazu beiträgt. Die Weltregie blendet dann halt immer auch Fans ein auf den Tribünen, die in ihrer Fabrik neuen Trikots rausholen und den mentalen Turbo anwerfen, selbst wenn sie 0 zu 2 zurückliegen. Das hatten wir schon bei vergangen Turnieren, aber das ist echt ermüdend. Da könnte sich das Fernsehen auch ein bisschen was anderes einfallen lassen. Philipp, pass auf, ich habe in den letzten Tagen schon mehrfach sehr gelobt, was für tolle Mails wir bekommen. Und ich finde, wir machen heute mal ein bisschen so eine Mailstunde. Unbedingt. Es sind sehr viele verschiedene Themen gekommen und ich finde, ich lese immer vor und du sagst dann was dazu. Die erste Mail hat den Betreff Public Wöhing und Bielefelder. Und zwar schreibt uns Moritz, mein neunjähriger Sohn, erlebt seine erste Fußball-WM und dann schreibt er, dass sie beim 7 zu 1 von Deutschland beim Public Wöhing beim Italiener waren. Und er schreibt, als Kurasaro den 1 zu 1 Ausgleich erzielte, ging am Nachbartisch von offensichtlichen DFB-Fans, die beim 1 zu 0 noch euphorisch gejubelt hatten, hämischer Jubel mit triumphierenden Digga, ich hab's gewusst, ich hab's gewusst, gejohlelos. Mein Sohn fand das sehr irritierend und verstand auch gar nicht, warum die sich jetzt darüber so freuen. Wir haben dann vereinbart, wenn unsere Mannschaft noch mal torisch ist, dass wir dann einfach extra laut zurückjubeln. Beim 7 zu 1 konnte mein Sohn es sich nicht verkneifen und hat vor dem Nachbartisch eine astreine CR7-Choreo durchgezogen mit Ciu-Geste. Im Anschluss an diesen Abend ist mir dann wieder aufgefallen, warum mir selbst dieses Public Viewing irgendwann zu doof wurde, unter anderem wegen solcher Flitzpiepen, die sich am Scheitern anderer ergötzen. Was macht ihr mit solchen Leuten an Nachbartischen? Ich sag mal so, ich sitze ohnehin selten beim Public Viewing mit Leuten am Nachbartisch. Schön ist das Ganze natürlich, dass das beim Italiener stattfand. Der wird sich besonders gefreut haben, nachdem die eigene Squadra Azura nur gar nicht dabei ist. Ach ja, so Stinkstiefel hast du auch immer, weil du hast auch wahnsinnig viele Ahnungslose. Also ich kann mich erinnern, beim Public Viewing 2006 dann immer irgendwie Poldi-Poldi geschrien wurde, wenn Klose durchs Bild huschte. Also das ist natürlich irgendwie auch auf so einem Amöben-Niveau teilweise. Aber wie gesagt, da, glaube ich, muss man eine gewisse Kampfessherte haben und muss einfach knallhart weg ignorieren. Aber es ist ja auch wieder das, was ich gerade gesagt habe. Da gehen ja auch Leute hin, um Feieranlässe zu suchen. Und die feiern dann notfalls auch die Gegentore. Und dann können sie auch die Mannschaft eindreschen. Die feiern einfach bei allem, was passiert. Das macht es auch zu anstrengend. Aber jetzt pass auf, ganz wichtig, in der Mail von Moritz kommt noch ein PS. Philipp, als Anregung, was man in den Niederlanden mit einem Bielefelder machen kann, googelt doch mal Swuffelen. Ich habe das noch nicht gemacht, ich hatte mich nicht getraut, ehrlich gesagt. Ich mache das jetzt mal. Swuffelen. Wie Waffel mit S davor. Swuffelen. Pass auf, jetzt kommst du. Bist du bereit? Ja. Man findet es bei Reddit. Ja. Das niederländische Wort Swuffelen heißt, es bedeutet speziell, ein Objekt wiederholt mit dem schlaffen Penis berühren. Also mit dem schlaffen Penis berühren. Was oder wen? Warum haben die dafür ein Wort? Was über wen berührt man mit einem schlaffen Penis? Ja, und was sagt das über die Lieder denn aus, dass die extra ein Wort dafür haben, jemanden mit einem schlaffen Penis zu berühren? Pass auf, ich lenke vom Thema ab und komme zur zweiten Mail. Die kommt von Tim. Geboren in 1967 hat mein Vater mir später eine Begebenheit eingepflanzt, die ich als Anekdote seitdem mit mir herumtrage. Er meinte, die auch damals als trickreich und mitunter unfairen Sportsleite geltenden Italiener hätten bei der WM in Mexiko 1970 in den Gesäßtaschen gemahlenen Pfeffer dabei. Es kommt dann in kritischen und heiklen Spielsituationen dazu, dass dem entsprechenden Gegenspieler der Pfeffer in die Augen geworfen wurde. Ich habe das mal mit geschnittenen Zwiebeln gelesen, dass die also Zwiebeln in den Taschen hatten. Und die haben sie dann reingefasst, wenn so Gegenspieler so verletzt am Boden lag und haben dem so gönnerhaft das Gesicht getätschelt mit diesen Zwiebelhänden. Ach, die Italiener. Also muss man sagen, die armen Italiener, was die immer alles abkriegen, was die Italiener alles immer gemacht haben. Jetzt müssen sich auch noch die deutschen Public Viewing-Gäste ertragen und haben 1970 schon schlimme Sachen gemacht. Das ist alles Quatsch, alles Quatsch. Ja, gut, pass auf. Und noch eine Mail, die von zwei Leuten kam zum gleichen Thema. Zwei unserer Leser, nämlich Franz und Jörg, haben sich darüber beschwert, dass die Regelung beim Elfmeter jetzt total unfair ist, dass der Torwart immer mit einem Fuß auf der Linie sein muss und der Stürmer aber rumtänzeln darf ohne Ende und verzögern und alles. Und das sei doch früher besser gewesen, als die Spieler noch nicht verzögern durften. Und sie wünschen sich diese Regel zurück. Ich habe mir darüber Gedanken gemacht, ich glaube ehrlich gesagt, dass das gar nicht mehr geht. Weil du kannst ja so verzögern, dass du einfach die Bewegung immer noch irgendwie aufrechterhältst. Du darfst nicht ganz abstoppen. Das macht ja auch keiner. Also die meisten Leute machen dann so einen Ausfallschritt und schießen dann auch irgendwie wie Harry Kane jetzt gerade wieder gesehen, aber ich glaube, du kriegst es nicht wieder reglementiert, dass du beim Elfmeter nicht verzögerst, das geht nicht. Aber mir ist es auch aufgefallen, du musst dich ja teilweise dann wie Madame Tussauds irgendwie gar nicht mehr bewegen als Wachsfiguren-Kabinett, als Torwart und der Stürmer darf da noch eine halbe Stunde Fruchtbarkeitstänze aufführen. Finde ich auch ein bisschen ungleich verteilt, was Spieler da dürfen und was Torhüter dürfen. Sollte man ein bisschen reglementieren, aber du hast auch recht, also es gibt inzwischen 150 Techniken, das sieht dann sogar relativ flüssig aus, aber das ist dann trotzdem eine halbe Minute oder so. Oder 20 Sekunden Verzögerung drin, optische Täuschung. Da wird man den Geist nicht mehr in die Flasche bekommen. Aber es ist doch wirklich so, als wir Kinder waren, da wurden solche Elfmeter abgepfiffen. Wenn da auch nur der Stürmer so ein bisschen gezögert hat beim Anlauf, da hieß es, nein, er muss flüssig durchlaufen, er darf nicht das Tempo verringern. Ja, dabei muss man aber auch mal sagen, wann war das denn bei dem Champions-League-Endspiel 2005, Sergei Dudek, der ungefähr 10 Meter vorm Tor stand und beinahe den Ball hätte wegkicken können, als es das Elfmeterschießen gegen den AC Milan gab. Also das waren wilde Zeiten damals. Insofern mag es sein, dass damals solche Sachen abgepfiffen wurden. Aber damals hat auch niemand drauf geachtet, dass Toyota auf der Linie geblieben sind. Definitiv. Und dann haben wir, hörte ich, noch ganz viele Zuschriften zum Thema Schaufenster bekommen. Ja, ich habe bei Spotify reingeguckt und es gab unzählige Spieler, die nochmal erwähnt wurden, die sich alle schon mal ins Schaufenster gestellt haben. Und manche waren richtig empört, weil wir diverse Leute dann vergessen haben, die alle so nach einer WM richtig durchgestartet sind, vom Bordstein zur Skyline. Und vor allen Dingen haben alle gesagt, das kann doch nicht sein, dass ihr David Odonko vergessen habt. Und da habe ich gedacht, stimmt, ja, vor der WM war eine BVB-Nachwuchsgurke mit ein paar guten Bundesligaspielen. Bei der WM dann plötzlich die Schnellste Mauer so ein Mexiko auf dem rechten Flügel. Der Polenböller im zweiten Gruppenspiel. Und danach wechselte er nach Spanien für einen horrenden Vertrag und war nicht mehr gesehen, möchte ich mal sagen, leistungstechnisch. Dazu möchte ich auch die Anekdote erzählen. Ich sage mal so, das ist jetzt vielleicht nicht David Odonko. Irgendwann stellen wir uns irgendeinen deutschen Spanien-Legionär vor. Nennen wir ihn Mr. X. Nennen wir ihn Mr. X oder O.Donko oder wer auch immer. Also auf jeden Fall, dieser Spieler kam dort unten mit der Mentalität und Hitze und Alltag überhaupt nicht zurecht und hat dann seinen Spielerberater ständig mit Anrufen genervt und unter anderem, weil irgendwann der Spieler verzweifelt nachts anrief beim Manager oder beim Spielerberater, weil das Licht im Kühlschrank nicht mehr ging. Und da sehen wir mal wieder, Geld ist nicht alles, man muss sich auch im Alltag zurechtfinden. Also dieses Schaufenster hat viele Leute so ein bisschen inspiriert. Da gab es ganz, ganz viele Einsendungen. Also ich sag mal so, mehr verheißungsvolle Schaufenster als in der Herbertstraße. Es gab offenbar sehr, sehr viele Spieler, die gesagt haben, komm, jetzt liefere ich mal vier Wochen gute Partien ab bei der WM und danach einen dicken Vertrag und dann muss ich auch keine Leistung mehr bringen. Ich beende das Thema Schaufenster, indem ich uns selbst ins Schaufenster stelle. Wichtiger Hinweis, wir machen ja in diesem Jahr keine Weihnachtsshow im Umsorgtheater, sondern einen Neujahrsempfang im Schauspielhaus in Hamburg. Und da startet just heute der Vorverkauf. Wahrscheinlich sind die Karten morgen schon wieder weg. Das war in den letzten Jahren immer so bei unseren Auftritten. Das Ganze wird am 7. Januar war das, oder? Also auf jeden Fall im Januar. 7. Januar, genau. Ja, am 7. Januar im Schauspielhaus in Hamburg stattfinden. Der Zeigler und Köster Neujahrsempfang. Und ab heute gibt es die Tickets. Ja, und da werden wir dann natürlich trotzdem elegisch zurückblicken auf dieses Jahr und möglicherweise dann natürlich auf eine erfolgreiche WM. Für die Deutschen möglicherweise. Oder für Mexiko, um diese elegante Brisant-Überleitung jetzt mal zu machen. Boah, was für eine Überleitung. Also Mexiko hat im letzten Spiel des Tages unter der Nacht 1 zu 0 gegen Südkorea gewonnen, durch ein Tor von Romo. Die Mexikaner wieder mit Übergewicht und natürlich der Versuch. Da vorne Jiménez in Szene zu setzen und dann ist es der Fehler. Und das 1 zu 0 für Mexiko. Luis Robo, Ekstase in Guadalajara. So, Mexiko ist schon Gruppensieger nach dem 1 zu 0 gegen Südkorea. Das ist natürlich für das eine Gastgeberländer. Du hast vorhin schon über Kanada geredet. Ganz hervorragend, Kanada ist auch schon so gut wie weiter. Und die USA spielen am heutigen Abend um 21 Uhr gegen Australien. Die sind dann auch schon so gut wie weiter, höchstwahrscheinlich. Also für die Gastgeberländer läuft es erfreulich gut, was die weitere Anziehungskraft dieses Turniers angeht. Ja, es ist ein runder Plunder für Mexiko. Die haben in Guadalajara gespielt. Wir erwähnten, glaube ich, in einer der ersten Folgen schon. Dass es ein neu errichtetes Stadion ist, das an einen Vulkan erinnern soll. Es hatte so eine etwas aseptische Atmosphäre. Also die Mexikaner haben natürlich ganz ordentlich was losgemacht, aber es wirkte durch diese Hecke, die sich ja auch noch rund um das Spielfeld zieht, durch diese neuen Sitze, durch dieses etwas luftige Dach, trotz allem jetzt nicht so hexenkesselartig, wie es nur das Aztekenstadion war. Und das haben die Südkoreaner auch genutzt. Also das war ein blitzsauberes Spiel. Die sind immer wieder mit blitzschnellen Vorstößen sehr, sehr gefährlich vor das mexikanische Tor gekommen. Das hätte auch anders ausgehen können. Es gab ganz zum Schluss noch eine ganz hervorragende Torwartparade mit quasi einer Oliver-Kahn-Schen Doppelparade. Und Kippa heißt nochmal, schon wieder vergessen, ich bin ganz schlecht in Namen. Ich guck gerade, Moment. Halt die Leute ran. Lass das Gesprächsfahrt nicht ein... Bleibt dran, Leute. Komm, bleibt hier. Rangel, Rangel. Raul Rangel. Oh, das ist ein geiler Torwartname. Raul Rangel. Ey, der spielt bei Deportivo Guadalajara. Das war in seinem Heimstadion. So. Gänsehaut. Toll, gut Känsehaut, wie Basile sagen würde. Auf jeden Fall grabstete den Ball, nachdem er den ersten Aufsatzkopfball schon sehr, sehr gut pariert hatte, den Ball dann auch noch so ganz, ganz locker weg, dass er ihn nicht noch hinterher auf dem einen Finger hat, einfach mal ein bisschen rotieren lassen, war noch das Letzte. Stattdessen verbarg er dann den Ball sehr, sehr melodramatisch, wie die Mexikaner so sind, dann nochmal zwei Minuten unter seinem Körper und hat dann die Nachspielzeit auch noch ganz gut hinter sich gebracht. Und die Euphories grenzen los. Du hast ja schon gesagt, die Gastgeber sehen alle ganz gut aus. Allerdings muss ich auch sagen, ich sehe die Mexikaner dann doch jetzt nicht sehr weit über das 16. oder 8. Finale hinauskommen, wie die Deutschen. Wie die Deutschen, dass ich so denke, spielerisch ist das alles ganz gut. Sie werden von der Begeisterung getragen. Aber ansonsten wird diese Reise dann irgendwann auch zu Ende sein. Ziemlich sicher. So, und wir sind auch gegen Ende des Podcasts angekommen, aber wir haben noch ein ganz wichtiges Thema, an dem wir heute nicht vorbeikommen. Denn es hat viele Mails gegeben, ich glaube drei, zum Thema Gebetskreis und unserer Kritik oder ich sage immer deiner Kritik. An dem Gebetskreis, weil ich habe mich da obwohl, nee, ich habe sie auch mit, ich habe sie geteilt, vollumfänglich es haben zwei unserer Leser haben eine fast gleichlautende Mail geschrieben und zwar Andreas aus Dortmund und Tobias Tobias war sauer auf uns und er schreibt, Anlass ist vielmehr die pauschale und unreflektierte Kritik an Evangelikalen, zu denen ich mich selbst zählen würde. Aber der Begriff Evangelikal ist viel weniger eindeutig definiert als du, also Philipp, zu wissen glaubst. Eigen- und Fremdbezeichnungen von Evangelikalen haben sich mit der Zeit immer wieder verändert und gerade in Deutschland ist der Begriff im öffentlichen Diskurs, insbesondere wegen der Entwicklung in den USA, leider oft negativ konnotiert. Aber Evangelikale pauschal als Sekten zu bezeichnen, die sich mit der extremen Rechten verbündet hätten, finde ich sehr verletzend und in dieser Pauschalität absolut falsch. Und zu behaupten, dass gemeinsames Beten und Erzählen vom eigenen Glauben ultrakonservativer Unfug sei, finde ich genauso unsachlich und Millionen Christen gegenüber nicht fair. Das im Podcast zu hören, hat mich tatsächlich enttäuscht. Das hat er geschrieben und ähnlich äußert sich auch Andreas aus Dortmund, der auch, wie gesagt, eine ähnliche Kerbe haut. Und dann habe ich aber eine sehr interessante Mail bekommen, die ich dem einfach gegenüberstellen möchte, von Volker aus Abstadt, der ist Pastor. Und der hat sehr interessante Gedanken dazu geäußert. Ich finde, man kann beides einfach mal nebeneinander stellen. Er möchte uns als Pastor einer evangelischen Freikirche sowie als leidenschaftlicher Fußballfan dazu eine Rückmeldung geben. Schon das öffentliche Gebet sehe ich kritisch. Denn ein Blick in die Bergpredigt reicht, um zu sehen, dass Jesus vor öffentlich zur Schau gestellter Frömmigkeit ausdrücklich warnt. Jesus sagt sinngemäß, wer die öffentliche Anerkennung sucht, also ein Gebetskreis am Anschlusskreis zum Beispiel, der hat die Anerkennung bei Gott bereits verspielt. Wenn es also um die Verbrüderung geht, wie ein Metzger gesagt hat, dann hätten sie auch in der Kabine beten können, jenseits der Öffentlichkeit. Noch schlimmer ist allerdings die Schnappatmung der Evangelikalen, die solche öffentlichen Bekenntnisse nutzen, um damit zum Ausdruck zu bringen, dass der Glaube doch irgendwie hip und cool ist und sogar zum Erfolg führt. Immer wenn irgendein Spieler ein Jesus-Fähnchen hochhält, dann bekommen die gleich Schnappatmung. Wiederum würde ein Studium des Neuen Testamentes zeigen, dass Jesus sagt, einen guten Baum erkennt man an seinen Früchten. Die Früchte, die ich bei Leuten wie Neymar beobachte, sind nicht gerade geeignet, um auf gesunde Wurzeln zu schließen. Und last but not least, eine christliche Frömmigkeit, die sich homophob äußert, die auf andere Menschen herabblickt, die ein ziemlich seltsames Frauenbild kultiviert, die politisch stramm rechts außen unterwegs ist. Eine solche christliche Frömmigkeit repräsentiert nicht das gesamte Christentum. Eben dies ist mir wichtig hier zu betonen. So, das schreibt Volker. Kann man eigentlich sehr, sehr gut gegenüberstellen, bildet ja auch beide Positionen ab. Ich muss allerdings auch nochmal sagen, dass mich zumindest diese Debatte um Metscher und Tar und diese Gebetskreise deswegen auch ein bisschen verwundert hat, weil sie doch eine gewisse Dynamik angenommen hat. Denn es gab jetzt in den letzten Tagen in den Gazetten ganz, ganz viele Schlagzeilen, wo man einfach nur sagen muss, dass diese Strategie. Bisher perfekt aufgegangen ist. Man liest ja überall so Phrasen wie der strenggläubige Christ oder ein Metscher lebt einfach seinen Glauben und ähnliches. Und da ist diese ganze aggressive Missioniererei, die dann auch stockkonservative und antimoderne Positionen der Evangelikanen dann präsentiert, ist dann alles plötzlich gar kein Problem. Und ich prophezeie mal, sobald die Leistungen ein kleines bisschen nachlassen, wird das möglicherweise ein etwas größeres Problem werden. Denn ich glaube, die Debatte wird im DFB nochmal richtig auf die Füße fallen können. Also ich kann ja nur nochmal zu erinnern, dass der DFB im Vorfeld ja auch nur jede ansatzweise politische Debatte ja wirklich energisch weggebissen hat. Ich sage nur, okay, göttlich und die Frage des Boykotts. Und jetzt schaut der DFB einfach mal so zu, wie die Spieler auf dem Platz die Aufmerksamkeit nutzen, um zu missionieren und PR dafür ihre sektenartigen Zusammenschlüsse zu machen. Das könnte mal ein etwas größeres Problem werden. Ich glaube nicht, dass der DFB sich das so gefallen kann, wenn du dann quasi solche stockkonservativen Positionen präsentierst, wie gesagt, die dann ja auch mit den Rechten, den extremen Rechten in den USA herumkumpeln. Da bin ich mal gespannt, wie das so weitergeht und ob das möglicherweise auch im Verband und in der Mannschaft ein Thema ist. Also wird sowas diskutiert, wäre zumindest mal interessant zu fragen. Wäre ja auch vielleicht mal was für eine Pressekonferenz, dass man einfach mal andere Spieler fragt, wie findet ihr das denn eigentlich? Ist das alles so prima für euch oder nicht? Aber ansonsten finde ich, können diese beiden Positionen ja gegenüberstehen, da kann sich ja jeder auch seine eigene Meinung bilden. Gleichwohl ist Glaubensfreiheit natürlich ein hohes Gut und ich glaube, man kann sich vielleicht auf einen Grundsatz einigen, wenn ein. Glaube nicht funktioniert, ohne andere Menschen auszugrenzen, ohne zu bedrohen, zu diffamieren oder ohne andere Lebensformen zu respektieren und leben zu lassen, dann hat dieser Glaube nichts mit Gott und Jesus zu tun und dann reden wir auch eigentlich nicht von Christlichkeit, sondern von Frömmelei. Ich glaube, das ist so die Trennlinie ungefähr. Ansonsten blicken wir nochmal ganz kurz auf morgen. Da greift ja nochmal, hast du ja schon gesagt, der dritte Gastgeber, die USA, ins Turnier ein. Und ich habe bei Fox News, dem ebenfalls stockkonservativen rechten Sender, der hier leider die WM überträgt, Szenen gesehen aus Seattle, wo das allererste Mal so ein bisschen US-Fußballstimmung aufkam. Also da sah man diverse Moderatoren mit ungefähr 3x3 Meter großen Mikrofonen, die vor einer Menge standen, die die ganze Zeit USA gebrüllt haben und tatsächlich auch USA-Trikots anhatten. Und das war neu. Also da habe ich das Gefühl, jetzt kommt doch mal möglicherweise ein kleines bisschen Stimmung in diesem Turnierland auf und es hat sich zumindest, das muss man auch mal sagen. Insofern ein bisschen was geändert, weil 1994 es ja wirklich nur die auswärtigen Anhänger waren, die überhaupt Stimmung gemacht haben. Also da hast du ja wirklich teilweise dann auch nicht gefüllte Stadien gehabt. Du hast sehr, sehr viele unkundige Leute im Stadion gehabt, also Leute, die dann immer den Torwart bejubelt haben, weil sie dachten, das ist der Quarterback der Mannschaft, der macht die entscheidenden Dinge und dann hat er nur Abstöße gemacht. Franz Beckmann hat doch früher noch mal erzählt, dass bei Cosmos die Leute immer, wenn auf der Stadionuhr die 90 Minuten voll waren, die total erstaunt waren, dass es immer so weiterging. Also das war 94, war das noch ein ganz anderer Schnack. Da hat sich doch eine ganze Menge getan. Wie gesagt, zumindest in Seattle echte US-Fußballstimmung. Philipp, ich muss kurz vor Schluss noch mal ganz überraschend über Halberektionen reden. Denn unser gemeinsamer Bekannter, ich möchte fast sagen Freund, Andi Müller aus Bielefeld, der ist Bielefelder, das ist ja dein ehemaliger Radio 1 Kollege, den haben wir auch getroffen nach dem Saisonrückblick, der hat mir interessanterweise geschrieben, erst in einer Tippgruppe und da haben drei der Tipper angefangen, ihre Tipps komplett von ChatGPT machen zu lassen und die führen Haus hoch und ich habe überlegt, lass uns das nochmal als Experiment machen, dass wir drei, dass wir beide und ChatGPT, also wir drei, dass wir die nächsten vier Spiele tippen. Und da gucken wir nach, ob Chatschipiti uns was voraus hat oder nicht. Machen wir einfach mal als persönliches Experiment. Es geht los mit dem Spiel heute Abend USA gegen Australien. Da habe ich 3-1. Was tippst du? 4-0. 4-0 USA-Australien. Chatschipiti tippt 2-1. Dann haben wir das zweite Spiel Schottland-Marokko. Habe ich 0-2. 1-3, glaube ich. Aber auch zwei Toreabstand. Jetzt pass auf, Chatschipiti tippt 1-1. Dann mal weiter. Brasilien-Haiti. Also es gibt ein lockeres 6-0. Da habe ich 4-0 und Chet-GPT hat auch 4-0. Und das letzte Spiel ist Türkei gegen Paraguay. Ui, ui, ui, ui, ui. Not gegen Elend, wie Udo Lattec früher gesagt hätte. Ich sage mal, ein lockeres 1-1. Unspektakulär, aber Chet-GPT sagt wahrscheinlich 4-4 oder so. Da habe ich 2-1 und Chet-GPT hat 2-0. Warten wir uns mal gemeinsam ab. Ja, warten wir uns mal gemeinsam ab. Morgen nehme ich übrigens noch hier in Deutschland auf und dann bin ich in der Türkei für eine Woche. Das gibt es doch gar nicht. Und dann sollst du mal sehen. Du Toffelskerl. Da ist wahrscheinlich der Zeitunterschied noch mal größer. Eine Stunde voraus sind die. Ich hoffe sehr, dass sie dann noch im Wettbewerb sind. Mal gucken. Und dann kommst du da an mit deinem Deutschland-Trikot und sagst zwar mir und wer wird Weltmeister und so. Klassische Nummer. Eine Wurst in der Hand. Das wird schön, lieber Hans. Liebe Freunde, das war dann auch schon wieder unser WM-Portpourri. Und wir hoffen, dass ihr nicht gemerkt habt, dass wir beide sehr müde waren. Also ich, weil es hier sehr, sehr spät in der Nacht ist. Bei dir ist es sehr, sehr früh. Du hast ja auch wirklich tapfer noch Mexiko gegen Südkorea reingepfiffen. Das weiß ich zu schätzen. Wir sind morgen wieder da. Dann wissen wir, ob unsere Tipps hingehauen haben oder die von ChatGPT und natürlich auch dann wieder gute Laune, zynische Kommentare und natürlich jede Menge Thesen mit Substanz. Macht's gut, ihr Lieben. Bis morgen. Danke fürs Zuhören. Dankeschön. Dankeschön. Bitteschön, Patrick. Danke. Wir bedanken uns ganz herzlich bei uns. Ja, vielen Dank, meine Herren. Danke. Bitteschön. Dankeschön. Bitteschön. Vielen Dank, Oliver Kahn. Ja, danke auch für den Stress. Vielen herzlichen Dank dafür. Dankeschön, vielen herzlichen Dank. Bitte sehr. Dankeschön. Ja, Dankeschön. Bitteschön. Ja, Dankeschön, danke. Ich bitte Sie. Also, ja, ich danke Ihnen. Vielen herzlichen Dank. Danke, bitte. Bitte, danke. Ja, vielen Dank. Danke, Erik. Ja, vielen Dank. Danke, das genügt, sagen wir und mit uns die deutsche Mannschaft. Dankeschön, Dankeschön, tschüss, geht zusammen. Ich habe heute schon gedankt. Ich komme mit der Dankfüllung, die noch im Dank ist nach Salzburg. Das war Zeigler und Köster, der Fußball-Podcast von Elf Freunde. Ihr hörtet eine Produktion im Auftrag von RTL+. Unser Redakteur im Studio heißt Tim Pomerenke, Audioproduzentin und Sprecherin Henni Koch. Und am Mikrofon saßen bei Zeigler und Köster wenig überraschend Arndt Zeigler und Philipp Köster. Das hat Spaß gemacht!