Arndt! Philipp! Ja! Ja! Wir sind Gruppensieger! Ist das nicht schön? Wir reden hier wahrscheinlich gleich noch ein paar Sätze über das Deutschlandspiel, aber du hast die ganze Palette der Gemütslage deutscher Fußballfans gesehen. Von einer halben Stunde lang wird eh wieder nichts und alles scheiße und alle raus und der Nagelsmann kapiert es nicht und so, bis am Schluss dann doch gewonnen und Gruppensieger. Ja, es war von Fatalismus bis totaler Euphorie alles dabei Scheife, hey, Lois Gülde, sie sind die Geilsten, wir werden Weltmeister. Und vorher machte sich wirklich schon ein bisschen Zynismus bereit, sowohl auf den Public Viewings in Deutschland als auch im Stadion in Toronto. Schlechte Laune, wohin man auch guckte, denn es war so ein bisschen, ich habe mich erinnert gefühlt an Löw 2016. Also weißt du, so große Euphorie vorher, 2014 Weltmeister. Und dann spielt man sich so in Schönheit zu Tode. Also wurde wunderbar kombiniert, das hat man so Mitte der ersten Halbzeit und dann Anfang der zweiten Halbzeit, wunderschön kombiniert bis zum Strafraum. Und dann viele Abwehrbeine, Schildkrötenformationen des Gegners und hilflose deutsche Mannschaft. Keine ordentlichen Angriffe, zwei natürlich abgepfiffene Tore und so weiter. Aber da waren schon alle solche, ihr habt doch gewusst, das ist alle quatscht und der Nagelsmann, der Götter und nix und so weiter. Na gut, das klären wir alles nach dem Vorspann. Und dann gibt es ja auch noch die Holländer, die haben das Schweden geswaffelt und so weiter. Ganz tolle Highlights, alles nach dem Vorspann. Football unites us all. Zeigler und Köster. Der Fußball-Podcast von Elf Freunde. Jetzt ist er wieder da. Der elfte Tag. Dieser Dennis Unders. Spielertraube. Jubel. Sie begraben den Torschützen. Zwei zu eins. Es ist unglaublich, was hier passiert. So, jetzt. Ja, eigentlich sind wir nach dieser Analyse schon fertig. Eigentlich war da schon alles drin, in dem, was du gesagt hast. Aber ich fand, jemand hat es noch knapper auf den Punkt gebracht. Und zwar bei den Kollegen von Magenta hat Thomas Müller dieses, was ich finde, sehr schöne Fazit abgegeben. Man hat gesehen, warum wir nicht zum absoluten Favoritenkreis gehören und man hat gesehen, wieso wir vielleicht doch dazugehören. Und ich glaube, diesen Eindruck hatten viele, dass diese Mannschaft immer mal wieder hat aufblitzen lassen, dass sie spielerisches Potenzial hat, dass sie vorne jetzt mit Dennis Underv, den der Nagelsmann hier nicht wollte, immer von Anfang an auch einen Knipser hat, der dann möglicherweise in der letzten halben Stunde auch den Unterschied machen kann. Also dass die Mannschaft Potenzial hat, aber dann auch immer wieder diese Schnitzer, allein dieses 0 zu 1, das ist ja wirklich für Albträume wie gemacht. Da rannte ja Jan Diamant, Joshua Kimmich weg. Das war ja vorher schon eine große Sorge, was die Schnelligkeit des Außenstürmers angeht. Wie sagt man es so schön? Man spielt ja auch nicht Doppelkopf gegen siamesische Zwillinge. Also das war ein ungleiches Duell. Flankereien und auch die Abwehr wirkte dann nicht sattelfest. Also das konnte einem auch schon ein bisschen Sorgen machen, wie man so zwischendurch mal eingebrochen ist. Natürlich haben wir jetzt Themen, die komplett auf der Hand liegen. Wie kommt man denn es unabhängig vorbei? Eine unfassbar tolle Geschichte. Ein Mann, der bei Werder Bremen in der Jugend aussortiert wurde, weil er immer zu dick war. Er ist eigentlich immer noch zu dick, macht aber nichts. Er hat bei Meppen gespielt, bei Havelse, glaube ich, und so weiter. Also er hat eine erstaunliche Karriere. Und er hat natürlich diese WM-Vorgeschichte mit Julian Nagelsmann, wo viele auf den Bundestrainer wirklich sauer waren, weil die gesagt haben, ey, der muss doch spielen, der muss doch spielen. Und der Bundestrainer hat gesagt, nee, mir ist der eigentlich wertvoller, wenn er am Schluss reinkommt. Und das Ding ist, wir wissen das ja immer noch nicht. Wir wissen ja immer noch nicht, ob er jetzt schon acht Tore hätte, wenn er von Anfang an spielen würde oder ob er dann gar nicht so ins Spiel kommen würde, wie er es jetzt perfekt ja tut, wenn er die letzte halbe Stunde spielt. Er ist jetzt wirklich mit zwei Kurzeinsätzen bester Scorer dieser WM. Alleiniger bester Scorer vor David Jonathan, David Jonathan und Alexander Isak. Die haben beide vier Scorer-Punkte. Er hat schon fünf mit drei Toren und zwei Assists. Er ist in der Torschützliste, ist er mit Messi und Jonathan, das ist ein wirklich schwieriges Thema, dieser Name, ist jetzt zusammen bester Torschütze der WM. Mit zwei Kurzeinsätzen. Und jetzt ist natürlich die Frage, Henne und Ei ist möglicherweise mal auszuprobieren, ob er auch mal von Anfang an ran könnte. Jetzt kann man natürlich immer sagen, das funktioniert doch super, worum soll man das denn ändern? Das ist doch super, dann kommt den mal für 60. Minute und macht nochmal richtig Dampf. Das sehe ich nicht ganz so, denn wir haben zumindest 60 Minuten gesehen bei der deutschen Mannschaft, dass diese Planstelle eines Torjägers, der gerade wenn es eng ist und gerade wenn da eine vielbeinige Abwehr ist, sofort torgefährlich ist, der sich quasi schnell bewegen kann, sehr antizipationsfähig, warum das nicht in den ersten 60 Minuten auch schon wagen, den da mal reinzuwerfen. Und Dennis Undaf hat ja selber gesagt, also ganz prinzipiell kann ich das auch. Ich kann auch mal in die Startelf. Das ist ja auch gar keine Entscheidung gegen Leroy Sané. Also die Schwierigkeiten, die die deutsche Mannschaft hatten, die lagen jetzt nicht an Sané. Das muss man auch mal ganz klar sagen. Aber auf einen zu verzichten, der vorne Alarm macht und wirklich ein ständiger Ruheherd ist, das ist schon Luxus. Das muss man sich dann schon leisten können. Natürlich, da würde ich dir nicht widersprechen. Aber man kann natürlich auch die Gegenposition vertreten, dass es unheimlich viel wert ist, wenn du einen hast wie Undaf, der in der letzten halben Stunde kommen kann, wo dann jeder Gegner denkt, scheiße, jetzt kommt der. Ja, aber andererseits, das ist doch nicht so ein altes Drommel da, das nur eine halbe Stunde laufen kann. Der spielt beim VfB immer von Anfang an. Also diese Rolle des Ergänzungsspielers, da hieß es dann jetzt auch so ein bisschen romantisierend, ja, er hat diese Rolle angenommen und für sich antizipiert und adaptiert. Ja, klar, muss er ja irgendwie. Andererseits, also dieses Gemopper, wir haben ja diese große Kontroverse im Frühjahr auch so gehabt, wo Nagelsmann ja auch richtig, richtig, richtig garstig zu ihm war. Und wenn man sieht, wie sehr er Leroy Sané jetzt noch in den letzten Tagen verteidigt hat und eine romantisierende Rede gehalten hat, so von wegen, ja, der ist wahnsinnig wertvoll. Also der hat ja nie auch nur ansatzweise so über Unaff geredet früher. Ich bin ja ein großer Gegner von so Instagram-Influencer-Hottakes über die Fußball-WM, wo dann Leute so ein sechsminütiges Video drehen mit dem Inhalt, Ronaldo ist nicht mehr so schnell wie früher. Das ist krass. Und dafür ist ganz gut. Aber ich mache jetzt, pass auf, jetzt kommt noch hat der Ottek von mir. Ich bin sicher, der wird beim nächsten Spiel von Anfang an spielen. Bin ich jetzt wirklich sicher. Ist natürlich auch ein bisschen der öffentliche Druck. Und Julian Nagelsmann hat das in der Pressekonferenz nach dem Spiel ja auch schon mal angekündigt. Was man aber auch mal sagen muss, insgesamt überwog ohnehin die große, große Erleichterung, dass das nochmal gut gegangen ist. Denn, wie gesagt, wir haben vom Fatalismus gesprochen, der sich da schon breit gemacht hätte. Das hätte dann auch schon so eine ungute Zwischenstimmung gegeben, wenn sie das verloren hätten. Dann hätte man vor dem Spiel gegen Ecuador jetzt wirklich eine zittrige Woche gehabt. Die haben wir jetzt nicht. Wir spoilern mal, weil Curaçao auch Ecuador noch einen Punkt abgetrotzt hat. Wir sind einfach mal Gruppensieger. Ganz elegant nach dem zweiten Spieltag. Und da können wir uns nochmal ganz kurz ein Sidestep, weil wir diese Frage hatten, Torverhältnis oder direkter Vergleich. Ein wichtiges Argument, was wir gestern vergessen haben, ist, dieser direkte Vergleich entwertet den letzten Spieltag. Das stimmt. Sonst wäre nämlich in vielen, in ganz, ganz vielen Gruppen noch was drin. Jetzt ist alles gegessen. Ja, vor allem auch für die Türkei wäre er noch drin, für Ecuador wäre noch der Gruppensieg drin, aber pass mal auf, lass uns doch noch mal das deutsche Spiel noch mal insofern sezieren, als der Spielverlauf natürlich auch schwierig zu greifen war für die Menschen. Also wir haben Diamant gesehen, der ist nun ganz schwer zu verteidigen, wahrscheinlich von jedem Abwehrspieler der Welt, aber Kimmich hat es nun auch nicht geschafft. Wir hören uns doch mal das erste Tor an, das so ein bisschen aus dem Nichts kam, weil Deutschland bis dahin wirklich nicht so schlecht gespielt hatte. Wir hören die hervorragenden Hörfunk-Kollegen der ARD, die bei sportschau.de diese Spiele durchkommentieren, Und das klingt noch wie Radio immer klang. Und ich habe es eingangs gesagt, es war hier bei diesem Treffer von Kessi, es war wieder über die Seite von Kimmich. Und da war echt große Ratlosigkeit und da war wahrscheinlich das, was wir gestern bei unserer Lesermail geschrieben haben, an diversen Public View-Standorten, dass die Leute gesagt haben, hier wieder typisch, die losen wieder ab. Ich meine, wir haben zwei Tore geschossen, die nicht anerkannt wurden, beide relativ knapp nicht anerkannt. Wir haben das Spiel dann noch gebogen, also es gab sehr viele gute Dinge, die man über Deutschland sagen kann. Und sie haben, wie du gesagt hast, ja auch nicht so schlecht gespielt auch am Anfang. Sie haben gut kombiniert, sie haben viel Druck gemacht, sie hatten viel mehr Torchancen als der Gegner. Also das Ergebnis hat sich das jetzt so ein bisschen auf den Kopf gestellt. Und trotzdem wäre eine unfassbare Negativstimmung gewesen, wenn wir das nicht mehr gedreht hätten gestern. Ich glaube, dass das 7-1 gegen Curaçao wahnsinnige Erwartungen geweckt hat, dass wir jetzt alle so an die Wand klatschen und dass die Gruppenphase ohnehin eine ganz, ganz locker zu absorbierende Übung ist. Ist sie dann eben nicht. Und die Elfenbeinküste, die er nun auch vorher knapp gegen Ecuador gewonnen hatte, die kam dann natürlich auch mit großem Selbstbewusstsein dahin. Also es war ja nicht so, dass die gesagt haben, da stehen wir jetzt mal Spalier. Wenn Deutschland kommt. Und das ist ja so beeindruckend, der Weltmeister von 2014. Sondern das war eine Mannschaft, die wirklich sehr, sehr dynamisch und so mit Nadelstichen gegen Deutschland gespielt hat. Und dann muss man eben sagen, war auch dieses Tor, das kurz nach der Trink- und Erfrischungspause, das war eher eine Erwärmungspause, glaube ich, weil in Toronto waren es, glaube ich, sehr, sehr moderate Temperaturen. Und es gab, wie in anderen Spielen auch, gellende Pfiffe in Toronto. Aber das gab es jetzt auch in anderen Stadien. Weil die Leute sich diese bescheuerte Unterbrechung einfach nicht bieten lassen wollen. Und weil es teilweise echt grotesk ist und weil man genau sieht, dass irgendein Erfrischungshersteller aus dem großen Reich von Coca-Cola da einfach sehr viel Geld für gezahlt hat, soll noch heißen, das war so nach 115 Minuten WM so die erste richtige Bewährungsprobe für die Deutsche Elfer. Das war so die erste Planänderung, wo man gemerkt hat, oh, da läuft was schief. Wir reden jetzt jeden Tag über die Trinkpausen, aber es ist auch wirklich ein beknacktes Thema. Also erstens, weiß ich, wie es dir geht. Wir haben ja in den ersten Tagen, haben wir uns ja so ein bisschen davon kalt erwischen lassen. Und dann haben wir nach zwei Tagen gesagt, hups, das ist ja jetzt wirklich, als wenn man vier Viertel hat. Und der Punkt ist, es sind jetzt einfach vier Viertel. Das Spiel ist jetzt einfach in vier Viertel aufgeteilt. Das ist jetzt einfach so. Das ist nicht mehr durch die Blume so, sondern es ist so. Und dann habe ich mich noch gefragt, was kann die FIFA eigentlich nochmal? Sie könnten Pinkelpausen noch einführen. Ja. Also sie könnten jetzt eigentlich, die Spieler müssen ja drei Minuten trinken. Die dürfen ja nicht nur einmal kurz an das Spielfeld ran, sondern die müssen ja drei Minuten, müssen die eher dastehen. Und bis an die Grenze der völligen Erschöpfung müssen die trinken. Und dann könnte man eigentlich eine Pinkelpause einführen. Sagen wir mal, oder man zieht die Trinkpause jetzt wieder fünf Minuten vor, dann ist die schon so nach 17 Minuten. Und nach 30 gibt es eine Pinkelpause. Ah, das ist wie bei uns die Werbepausen. Ja. Mit schangeligen Wetter. Was meinst du, was ich dann aber mache während der Werbepause? Ja. Dann gab es diesen großen Break. Und direkt nach der Trinkpause, in der ja Joel Nagelsmann die Mannschaft ja auch nochmal um sich versammelt hatte und ihnen wertvolle Tipps gegeben und direkt danach fällt das 1 zu 0 für die Elfenbeinküste und danach war so ein richtiger Bruch drin, also danach hätten sie auch nicht beklagen können, wenn sie das 0-2 und das 0-3 kriegen, die Mannschaft war richtig verunsichert und man merkte so, die mussten sich dann auch mal wieder so ein bisschen anfeuern gegenseitig, auf die Schulter klopfen und so weiter, also da merkte man richtig jetzt nur gucken, oh, sind wir doch nicht so gut, sind wir doch nicht möglicherweise im engeren Kreis der, die Weltmeister werden können. Ich muss noch eine Personalie loben, Nadim Amiri hatte ja auch keiner so richtig auf dem Schirm, Der hat auch keine so sorgenfreie Saison gespielt bei Mainz, hatte auch ein bisschen Verletzungsprobleme. Nadiem Amiri ist bei mir immer ein ganz schwieriges Thema, weil der war ganz, ganz eng bei Werder Bremen schon im Gespräch und dann hast du wirklich bei uns in den Foren gelesen, nein, nicht Nadiem Amiri, das ist vorbei, die Zeit, der kann nichts mehr und so weiter, das ist bei Mainz der Dreh- und Angelpunkt, die Spielerpersönlichkeit. Dann sorgte es für etwas Unverständnis, dass die Nagels mal nie mitgenommen hat. Und jetzt siehst du aber warum. Also diese Flanke gehörte auch zum Besten, was man an Flanken gesehen hat bei dieser WM. Und das ist einfach ein toller Spieler. Es geht weiter mit Amiri, der chipt den Ball in die Mitte. Der Kopf verriert da. Schuss und Tor. Für Deutschland. Und wer sonst soll es am Ende gewesen sein in dieser Situation? Die Credits gehen raus an den Bundestrainer Amiri. Amiri mit dem Flankenball, punktgenau, fünf Meter zentral vor das Tor und Dennis Undorff mit der linken Innenseite unter die Torlatte, über den Torhüter, über Jahia Fofana. Wobei ich mich auch ein bisschen gewundert habe, wie frei Dennis Undorff da stand. Also sowas siehst du ja sonst in der Kreispokalpartie in der 120. Minute, wenn alle schon schnaufen und zwei schon in der Kabine sind, um den Kasten zu holen. Das war zumindest für eine Weltmeisterschaft nicht so ganz gewöhnlich. Aber es hat dann auch die Initialzündung noch mal zu einer Schlussoffensive gegeben. Zum Schluss hast du ja auch gemerkt, wie beide Mannschaften total entkräftet waren. Da gab es ja hier eine Chance, da eine Chance. Und natürlich war es ein bisschen so der glückliche Lucky Punch. Passt wieder zurück zu Jonathan Tah. Wieder auf Metzger. Metzger dreht auf, guckt nach vorne. Schilder passt in den Strafraum. Unterf! Unterf! Unterf! Tor! Tor für Deutschland! Tor für Deutschland! Und man sah hinterher im Fernsehen auch sehr, sehr viele glückliche Anhänger, die damit auch gar nicht mehr gerechnet hatten. Und jetzt sind wir plötzlich aller Sorgen ledig und Gruppensieger. Das ist eine komfortable Situation, die gar nicht so wahnsinnig viele andere Mannschaften haben. Die US-Boys natürlich und die Mexikaner und gar nicht so, viele andere. Aber wir müssen uns ganz kurz mal sagen, du hast ja gestern ein kleines Quiz gemacht. Du hast eine Mannschaft unter den Tisch fallen lassen. Und ich finde, du solltest es noch mal zu Kreuze kriegen. Dr. Kongo ist auch noch ungeschlagen bei Weltmeisterschaften. Hat uns ein netter Leser geschrieben. So nämlich. Ja, aber wirklich auch sofort. Um acht oder halb neun war die Folge online, zack, sofort die Lesebrille aufgesetzt. Und Dr. Kongo ist auch noch dabei. Wir haben es festgestellt. Aber wo wir schon bei Ländern, wir haben eben schon mal, bevor das Mikrofon an war, haben wir schon mal geguckt, gegen wen in Deutschland, wenn jetzt schon feststellt, dass sie Gruppensieger sind, dann spielen wird und wann. Sie spielen am Montag, also sprich morgen in einer Woche in Boston. Und wir haben mal geguckt, es ist natürlich noch nicht ganz klar, gegen welchen Gruppendritten sie spielen werden. Es ist nur klar, dass sie gegen einen Gruppendritten spielen. Und wir haben mal eben vor unseren geistigen vier Augen herausgefunden, welche Mannschaften das am wahrscheinlichsten sind. Das könnten sein Tschechien, Südkorea, Australien, Bosnien, Paraguay, Schottland oder Japan. Und dann noch einige andere, aber das sind die wahrscheinlichsten. So, und jetzt möchte ich mal sagen, was mein Favorit ist, ich fände es wunderschön, auch wegen der Alliteration, wenn wir gegen Bosnien in Boston spielen würden. Weil ich immer wieder sehr, sehr gerne Sergej Barberes sehe, den alten Hamburger, der jetzt Trainer von Bosnien und Herzegowina ist. Der sieht ja aus wie Erich Schiller, aber kurz bevor Mutter Beimer ihn fertig gemacht hat. Du musst mal alte Folgen von der Lindenstraße sehen, Erich Schiller, wie er super fit aussieht. Und dann hat er dieses lange Martyrium mit Mutter Beimer, die ihn total fertig macht mit ihrer ganzen mütterlichen Art. Ey, der sieht ja zum Schluss aus wie sein eigener Großvater. So, wie hieß der Doktor nochmal? Dr. Dressler? Dr. Dressler. Ja, Tanja. Dr. Dressler. Tanja, bitte hol mal eine Kaffeetasse. Tanja. Ich habe original mal Dr. Dressler, also den Schauspieler im Zug, gesehen und habe eine Frau gesehen, die ihn völlig entgeistert angesprochen hat. Sie können ja laufen. Pass auf, aber dazu muss ich auch nochmal sagen, dass Dr. Dressler gerade mit dieser extrem vorwurfsvollen Art einer meiner absoluten Lieblingscharaktere bei der Lindenstraße war. Zusammen mit Matthias Steinbrück, dem vorrufsvollen Pastor, der immer bei Mutter Beimer anklopfte. Störe ich? Und der zum Schluss mit der Bratpfanne von Lisa erschlagen wurde. Gedungen von Olli Klapp. Ja, stimmt ja. Es ist alles wieder da. Ich konnte auch gut... Rehlein. Wer war das hier? Rehlein. Oh Gott. Das war der Freund von Bertha Griese. Ja. Scholz. Der auch den Stammtisch immer gemacht hat im Akropolis. Wurde der Wirt des Akropolis nicht mal wegen Unterschlagungsgeld angesucht im richtigen Leben? Wie hieß nochmal der, ich kann die Charaktere alle nicht mehr, wie hieß nochmal der Charakter, der am Anfang an HIV gestorben ist? Ach! Der Taxifahrer. Andi Zenker. Andi Zenker. Mit seiner Lederjacke. Und sie haben die HIV-Erkrankung, das ist jetzt gar nicht so lustig, aber eigentlich irgendwie doch, die HIV-Erkrankung haben sie in der Lindenstraße meines Wissens meiner Erinnerung dargestellt und deutlich gemacht, dass er mir einfach immer niesen musste. Der hat immer so genießt und sich die Nase gepustet. Daran hat man gesehen, dass der am Ende HIV hatte. Ich weiß aber auch ziemlich sicher, dass er innerhalb von vier Wochen verstorben ist. Und als Hans Beimer arbeitslos wurde, kaute er auch auf alten Teebeuteln rum innerhalb von zwei Wochen. Keine Unterstützung. Der Staat hat ihn im Stich gelassen. Wir sind ein bisschen vom Thema abgekommen. Wir haben uns ja gestern darauf geeinigt, wir sagen nicht mehr 16. Finale, sondern 2. Runde. Das ist wirklich schöner. Aber weil du jetzt gesagt hast, du wünschst dir eigentlich Bosnien. Deutschland-Schottland hätte auch was für mich. So ein richtig schönes Deutschland-Schottland in der 2. Runde. Ach, das wäre schon herrlich. Die Schotten machen ja so unendlich viele schöne Schlagzeilen. Jetzt gab es ja noch mal diesen wunderbaren Fanmarsch zum Stadion, wo eine kleine Ente, ein kleiner Ganter, auch noch vorne wegmarschiert ist. Der hat so eine kleine Schottenfahne umgehängt. Das fand ich auch echt sehr, sehr schön. Und alle ganz gerührt davon. Und Flower aufs Gott hin. Die ganze Rutsche rauf und runter. Und wir erinnern uns, zwei Jahre zurück, bei der M24, waren die Schotten ja ohnehin auch schon die Tatenarmy, die allerbesten. Also Schottendicht bei großen Turnieren, das ist immer das Allerschönste. Also das finde ich auch schön. Aber irgendwie habe ich das Gefühl, die Schotten, denen hängt auch irgendwie so ein Klumpfuß an Erfolglosigkeit an. Ich glaube noch nicht mal, dass die es bis in die zweite Runde schaffen. Leider. Übrigens ganz, ganz sensibles Thema jetzt auch. Ich muss nicht mal wissen, wie du dazu stehst. Ich habe gestern ganz kurz hier, ich bin ja schon im Hotel, ganz kurz, das ist so ein Amphitheater, dann konntest du das deutsche Spiel auf Großbildleinwand gucken. Ach, Melhaba, du bist in der Türkei, das muss man auch sagen. Du bist bei der geschundenen WM-Nation Türkei. Genau. Am Tag des Geschundenwerdens bin ich sozusagen angekommen. Und wie gesagt, ich hab erst gedacht, da sind dann so 150 Leute, es waren aber nur so 10, 12 Leute. Und pass auf, wichtiger Disclaimer, wir haben eine schöne Nationalhymne. Und ich finde das auch feierlich, wenn die bei der Mannschaft gesungen wird, vor dem Spiel und so weiter. Aber wenn Leute privat die Nationalhymne halb motiviert vor sich hin lallen, das hat immer einen etwas würdelosen Touch. Und vor allen Dingen, weißt du, was ich ganz schlimm finde? Wenn du irgendwann so um die 60. Minute hörst, wie die deutschen Fans im Stadion und zwar ein Teil, dann so im Hintergrund die Nationalhymne grölen. Abgeguckt von den Engländern. und die taugt auch einfach nicht so. Nein, nein. Bei den Engländern schwimmt ja immer noch Erdner, Rhein-Nelz und die große Seeschlacht. Früher haben wir uns die Kolonienuntertan gemacht. Das funktioniert einfach, mit der deutschen Nationalhymne überhaupt nicht. Die kannst du eher so summen oder meinetwegen einmal vom Spiel singen. Ich bin ohnehin ein bisschen ein Gegner dieses klebrigen Pathos, was sich immer in allen Stadien auch so breit macht. Das finde ich sogar beim DFB-Pokalfinale manchmal so ein bisschen befremdlich, wenn dann so die Nationalhymne gespielt wird Und da werfen sich manche, also gerade die Ungedienten, die noch nicht mal Bundeswehr gemacht haben, aber dann irgendwie im Stadion aufstehen und sich so die Hand auf die Brust legen. Alter Falter, das muss echt nicht sein. Also das ist nur ein Fußballspiel, weißt du? Das ist auch kein Staatsbegräben, das ist noch nicht der große Zapfenstreich irgendwie für irgendeinen Wirtschaftsminister. Ich habe übrigens heute Nacht das Spiel, was du kurz zitiert hast, Ecuador gegen Cuauaçao, habe ich mal ausgelassen und ist 0-0 ausgegangen. Aber dazu muss man sagen, da hast du wirklich was verpasst. Also das war irgendwie heldenhafter Abwehrkampf und Frontbegradigung, das war schon wirklich beeindruckend. Ein einziges Anrennen und es gab einen Helden in dieses Spiels und das war Torwart Eloy Rom, der war 37, spielt bei Miami FC, hat früher in Eindhoven gespielt und in Arnheim und er hat einen Rekord aufgestellt, der kam auf 15 Paraden in einem Spiel, das neue WM-Rekord in einem Spiel ohne Verlängerung. Den noch größeren Rekord hält Tim Howard, der mal im Spiel zwischen den USA und Belgien bei der WM 2014 war, das 16 Paraden gemacht hat, aber das war auch mit Verlängerung, also in 120 Minuten. Elorum hat wirklich Ecuador zur Verzweiflung gebracht. Es gab übrigens, sehr schön, noch kleiner Funfact, bevor ich dich dann nochmal zum Impulsreferat antreten lasse, die komplette, holländische Königsfamilie war auch auf der Tribüne, was den Hintergrund hat, dass Curaçao ja eine frühere Kolonie war und jetzt ist es, glaube ich, eine autonome Republik innerhalb des niederländischen Staates. Aber ich finde, das hat immer so einen leichten, schlechten Geschmack, finde ich. Wenn das komplette Königshaus noch da ist und du bist so eine ehemalige Kolonie, das hat so ein bisschen was davon, ja, wir können auch wieder einmarschieren und dann beunden wir wieder eure Rohstoffe aus. Aber trotz allem, das war wirklich heldenhaft und in allen Tipprunden, ich glaube, es gab deutschlandweit keine einzige Tipprunde, in der nicht Siege von Ecuador in 3-0, 4-0, 7-0, 9-0 Höhe vermerkt waren. Und denen haben sie alle in Schnippchen geschlagen. Das ist insofern auch hochinteressant, weil natürlich, also ich habe auch 4-0 getippt, weil natürlich ganz viele Leute gesagt haben, auch als es 0-1 stand gestern, ah, das 7-1 gegen Coração, das darf man überhaupt nicht überbewerten. Also das hat vielleicht gar nichts zu bedeuten, dass wir gegen die 7-1 gewonnen haben. Und jetzt haben wir gesehen, doch, also Ecuador hat das nicht geschafft. Und Ecuador hat sich die Zähne ausgebissen an dem Gegner, den wir 7-1 geschlagen haben. Das ist auch schon was wert. Das ist schon wert an sich. Wir haben wirklich ja noch spannende Sachen vor uns. Was macht Cap Verde im zweiten Spiel? Dr. Kongo, wie machen die weiter? Bleiben die ungeschlagen? Wir haben ja so viele Panama, was machen die? Wir haben ja bislang wenig kleine, wo man sagen würde, da ist Hopfen und Malz verloren, die werden kein Tor mehr schießen und die werden noch im letzten Spiel fünf kriegen. Dafür haben wir ganz viele Mannschaften, wo man sagen muss, die können auch nochmal so richtig überraschen. Ja, und da müssen wir auch unser Erwartungsmanagement mal ein bisschen überprüfen. Also wir haben ja auch nun verkündet, da wird es ein Schlachtfest nach dem anderen geben. Es gab zwar Schlachtfeste, aber mit Mannschaften, mit denen man es nicht erwartet hatte. Unter anderem die Schweden. Die Schweden sind, glaube ich, mit großen Hoffnungen gegen die Niederlande angetreten, aber die wurden dann richtig durchgeschwaffelt von vorne bis nach hinten. Wurde mit Gemächt ihnen von links und rechts an die Backen geschlagen. Der Durdle content, Oh, da kam der Dödel-Content-Jingle. Es wurde übrigens noch von einem Leser, von einem Hörer die Frage aufgestellt, ob allein die Nennung des Namens Dick Advocate auch schon für Dödel-Content ausreicht. Ich würde mal sagen, eher nicht. Aber dazu ganz kurz Martin Johl, ehemaliger Kurzzeit-HSV-Trainer, war ja mal Trainer in England bei Tottenham. Der hat Brüder, die heißen Cock und Dick. Und hat gesagt, er hofft, dass er nie über seine Brüder reden muss, weil das würde in England wahrscheinlich für große Aufruhr sorgen. Die waren sogar als Trainerassistenten auf dem Gespräch. Und er hat gesagt, wie sieht denn das aus, wenn ich sage, da gehen Sie meine Bruder Cock und Dick. Hallo, sagt Ihnen mal hallo. Das ist wie der Österreicher Wanker, der bloß nicht nach England wechseln sollte, weil wahrscheinlich sein Trinkor ein großer, großer, großer Renner wird. Aber wir können mal festhalten, Holland ist wieder da, beziehungsweise ist richtig mächtig da im Turnier. Die haben in Houston wieder ausverkauftes Stadion vor 70.000 5 zu 1 gegen die Schweden gewonnen. Das war beeindruckend anzugucken. Gleichzeitig war es jetzt auch nicht so, dass man die ganze Zeit denken würde, das ist jetzt der große Turnierfavorit. Also dafür war Holland hinten zu schwach. Also dafür haben sie auch hinten echt wie so ein Scheuntor das aufgelassen. Da hätten sie auch durchaus nochmal zwei oder drei Tore kassieren können. Vorne allerdings echt blitzsauber mit Brobey und mit Gatpo. Das waren zwei Doppelpacker. Es ist ja irgendwie so ein Trend jetzt. Du darfst ja nicht mehr einzeln treffen. Da muss eins hinterher, sonst ist das nichts wert. Hast du mal gesehen, wie die Torschussstatistik dieses Spiels war? 10 zu 16 aus holländischer Sicht. Siehst du mal. Ja, x Goals haben sie 2,61, haben aber fünf Tore geschossen. Also das war, sie haben ja ein bisschen überperformt. Aber lass uns doch mal gucken, wer ist denn jetzt eigentlich wirklich überhaupt? Wer ist so in dem Kreis der Top-Favoriten bislang noch und wer ist so dahinter? Also Mexiko ist Gruppenerster, aber sicherlich kein Top-Favorit. Ebenso Kanada und Schweiz, in der Gruppe haben wir auch keinen Top-Favoriten. Brasilien kann sich noch reinspielen in diesen Kreis. Die USA sind so ein Geheimfavorit der Herzen. Also die schaffen noch so zwei Runden und scheiden dann mit viel, viel Beifall aus. Deutschland ist einer der Geheimfavoriten. Niederlande einer der Geheimfavoriten. In Gruppe G weiß man überhaupt noch nicht, was passiert. Da haben alle Mannschaften unentschieden gespielt. In der Gruppe mit Uruguay und Spanien. Wissen wir auch noch nicht, da spielt Spanien heute gegen Saudi-Arabien. Spanien natürlich und Spanien und Frankreich sind immer noch dabei und Argentinien auch. Aber eigentlich ist das alles so auf einem Niveau. England auch, das ist so richtig super enteilt im Niveau, es ist dann dann keiner. Wir können aber auch mal darauf hinweisen, dass es mit der beängstigenden Frühform ja ohnehin so eine Sache ist. Also du hast ja bei jedem Turnier manchmal so begeisternde Spiele in der Vorrunde gehabt. Da haben alle gesagt, das war jetzt aber das beste Spiel der bisherigen Serie. Die müssen wir jetzt ebenfalls auf dem Zettel haben. Pustekuchen. Also ganz am Ende sind es dann doch oft Mannschaften, die einfach klassisch stark sind, aber vielleicht auch in der Vorrunde noch nicht so brillieren. Ich bin mir hundertprozentig sicher, dass Spanien noch wie Kai aus der Kiste kommt. Ich bin mir sehr, sehr sicher, dass die Franzosen noch mehr Schwung, noch mehr Dynamik reinbekommen. Es sind so großartige Spieler dabei. Wenn die sich jetzt nicht total untereinander bekriegen und sich nicht mit dem Arsch angucken, dann werden die auf jeden Fall eine gute Rolle spielen. Argentinien, da bin ich mir nicht ganz so sicher. Alle starren jetzt auf Messi. Das war natürlich auch ein beeindruckender erster Auftritt. Ob das reicht und dann sind es ja auch noch Titelverteidiger, was ja ohnehin auch immer nochmal schwierig ist. Das könnte für die problematisch werden. Die Deutschen sehe ich nicht, die US-Boys sehe ich nicht, Mexiko sehe ich zumindest gar nicht. Kanada scheidet jetzt auch demnächst aus. Also die ganzen Geheimfavoriten bleiben so geheim, dass sie selber davon auch nichts wissen. Das werden wahrscheinlich dann die üblichen Verlächtigen oder sich ausmachen. Was ich aber nochmal dazu sagen möchte ist, wir haben eine wirklich sehr, sehr gute Gruppenphase. Wir haben ja teilweise Turniere gehabt, wo du erst so am Achtelfinal das Gefühl hattest, jetzt kommen die richtig guten Spiele und in der Gruppenphase ist das alles so dahin gegangen. Aber wir haben eine gute Gruppenphase. Übrigens auch auffälliger Trend. Wir haben in ganz vielen Spielen sehr frühe Tore. Während wir diese aufnehmen, spielt Japan gerade. Und führt schon mit 1 zu 0. Durch Kamada, der damit auch schon sein zweites Tor geschossen hat. Führen sie 1 zu 0 gegen Tunesien. Wenn das so bliebe, wäre Tunesien auch draußen, oder? Dann muss man gucken, dann wäre Japan, kommt ein Zweiter jetzt gerade. Und dann wäre Tunesien mit Nullpunkten draußen. Das heißt, sie haben noch gegen Schweden eine Chance, kommen Dritter zu werden. So nämlich. Nee, haben sie nicht. Haben Sie doch, haben Sie doch. Also wie gesagt, eine gute Gruppenphase, finde ich, mit vielen guten Spielen, mit wenig Spielen, wo jemand überhaupt nichts konnte. Wie gesagt, meine Enttäuschung bislang immer noch Südafrika. Ich finde, das ist immer noch so ein bisschen das Streichergebnis gewesen an gezeigten Fußball. Bin ich mal gespannt, was da weiter passiert. Wir haben übrigens heute als kleinen Service noch. Wir haben heute Abend Spanien gegen Saudi-Arabien, dann haben wir Belgien gegen Iran in einer Gruppe, wo es wirklich noch alles geben kann. Ebenso wie bei Uruguay gegen Cap Verde. Und dann haben wir noch in der Nacht Neuseeland gegen Ägypten. Da wäre ich mal gespannt auf die Einschaltquote in Deutschland. Neuseeland, Ägypten. Und da können wir auch nochmal darauf hinweisen, dass das dann sicherlich auch die erste richtig harte Bewährungsprobe für diese beiden Jungs am Times Square ist, die nach wie vor alle Spiele gucken müssen. Ich wusste gar nicht, dass die sogar 50.000 Dollar kriegen als Belohnung dafür. Ich meine, das gehört ja zum Pflichtenkatalog jedes europäischen Fußballfans, dass er alle Spiele gucken will. Aber ich glaube, in den USA läuft das so knapp unter Menschenrechtskonventionen, wenn du so alle Fußballspiele gucken musst. Die machen auch gar nicht so viel, die acten jetzt also nicht so rum. Da gibt es da kurze Einspieler bei Fox und dann heben die mal den Hintern so ein ganz kleines bisschen aus ihren Ledersofas, aber ansonsten sind die jetzt auch nicht so, dass die so wahnsinnig viel Unterhandlung sorgen. Also das ist schon ein sehr, sehr merkwürdiger Job, für den sich trotzdem 6000 Leute beworben haben. Und dann können wir mal festhalten, dass es Kurzerleichterungen bei dem Redneck-Sender Fox gab, weil Alexi Lallas war plötzlich weg. Da hören wir mal ganz kurz rein, wie die Reporterin und die beiden anderen Experten, nämlich Ibrahimovic und Jera Henry, kurzzeitig durchaus ein bisschen erleichtert sind. Chaps, Alexi left us. Huh? Oh. Oh, Alexi will be back. Die Moderatorin sagte schon ganz richtig, der kommt leider wieder. Insofern müssen wir wahrscheinlich noch ein paar Expertisen von ihm aushalten, aber dass er ganz kurz mal weg war, das war sowohl für die Moderatorin als auch für die beiden Experten zumindest mal ein kurzes Durchatmen. Weißt du was, wie es lustig ist? Ibrahimovic ist auch einer meiner All-Time-Heroes, den haben wir auch schon genannt, so in einem Abendzug mit Kantonau und solchen Leuten. Und Ibrahimovic wäre so einer, von denen ich denke, so in meiner Fußballecke, in meiner Fernsehwohnung, da würde ich mir auch ein Autogramm aufhängen. Aber guck dir mal Autogramme von Ibrahimovic an, der macht im Prinzip einen Strich, manchmal auch so einen Kringel. Ja, ätzend, ätzend, ätzend. Von Anfang an, der macht immer nur so einen Kringel. Gut, andererseits, es gibt im wunderschönen Buch Traumhüter, die schöne Szene, wo Lars Lese, als er dann, glaube ich, nach Leverkusen wechselt, dass allererstes, noch bevor er den ersten Ball fahren musste, einen riesigen Packen Autogrammkarten mit nach Hause bekommt. Und bei den ersten 100 unterschreibt er noch ordentlich mit seinem Namen. Also Lars, Lese, mit jedem Buchstaben. Und zum Schluss gar kein Bock mehr. Bei den letzten 1000 nur noch L und dahinter ein Strich. Ich glaube, die sind alle ein bisschen genervt. Und gerade wenn ihnen dann irgendwie von irgendwelchen Rotznasen am Trainingsplatz, am Eingang irgendwie so ein Edding hingehalten wird und so ein Trikot, dann zack, dann machst du einfach mal so ein Kringel. Hat man natürlich ein bisschen Verständnis für, aber lässt sich natürlich auch leicht fälschen. Also ich würde kein Ibrahimovic-Autogramm bei eBay bestellen. Top eBay, gerne wieder. Und dann hast du so ein Kringel von irgendeinem Idioten. Aber wo wir gerade bei Kultfiguren sind, ich möchte auch nochmal auf Ivan Barton kommen, den Schiedsrichter aus El Salvador, den wir gestern sehr gelobt haben, aus zwei Gründen. Zum einen schreibt einer unserer Leser, wir hätten den zu Unrecht gelobt, weil das war doch wirklich im Prinzip gemein, dass er den Torwart nicht hat behandeln lassen. Chil, der sich da einfach hingesetzt hat, gesagt hat, ich muss eine Behandlungspause haben, weil das wäre doch respektvoll gewesen, den behandeln zu lassen. Nein. Weil der hatte nichts, der hatte wirklich nichts, du hast gesehen, dass der nichts hatte, der hat danach schon wieder rumgetänzelt auf beiden Füßen und wenn er vorher quasi schon einen Mittelfußbruch hatte, dann kann er nicht in der Szene danach, also das hat man relativ deutlich gesehen, dass der nichts hatte und in dem Fall, finde ich, ist es genau das, was endlich mal passieren musste, dass der Schiedsrichter mal demonstriert hat, nee, komm, da machen wir mal keine Pause. Also der verletzte Torhüter ist inzwischen auch eine fast poetische, fußballromantische Figur, gerade weil es die Regel gibt, dass bei allen, allen, allen Spielern, die sich doch bitte schön rauszubewegen haben und Torhüter, wenn die verletzt sind, dürfen eben bei sich im Strafraum bleiben und dann muss es eine Spielunterbrechung geben. Also die Funktion muss man schon mal sehen. Und ich weiß nicht, kennst du diesen Reflex, dass man so einen Leserbrief oder so einen Hörerbrief kriegt und da wird mit großer Überzeugung und großer Werf etwas verkündet und es gibt einen Moment, einen ersten Moment, in dem du denkst, oh, da hat er recht, das stimmt, das war unser Fehler. Und dann liest du es nochmal und es ist totaler Bullshit oder totaler Quatsch. Und du denkst, ey, wie konntest du eben denken, dass das genau richtig ist? Also es gibt natürlich manchmal richtige Anmerkungen. Aber bei dem Ding habe ich gedacht. Ey, Quatsch, man hat gesehen, dass der Zeit schindet und man hat gesehen, dass der nichts hat. Also keine Ahnung, hat er eine Haarwurzelerschütterung oder die vielbeschworene Bänderdehnung in der Unterhose, die ich schon dreimal jetzt in diesen Folgen verkündet habe, der hatte nichts. Das war ein Simulant, der hat einfach ein bisschen Zeit geschunden. Ende der Durchsage. Und vor allen Dingen, da vertraue ich mal wirklich auf das System VHR, weil du hast ihn hinterher in Großaufnahme gesehen, wie er diesen Abstoß ausführt, nachdem er sich dann hingesetzt hat. Da ist er nicht umgeknickt, da hat er nicht in den Boden gehauen, gar nichts. Er hat einfach nur einen Ball weggeschossen und danach war angeblich das Standbein verletzt. Angenommen, die hätten da im USA-Kölner Keller gesehen, oh, da hast er böse weggeknickt, hätten sie bestimmt gesagt, pass mal auf, der hat wirklich was, lass den mal behandeln, aber haben sie nicht. Ja, und man traut sich das ja fast gar nicht zu sagen, aber der VHR funktioniert bei der WM relativ gut. Es gab unter anderem auch beim Spiel Deutschland gegen Elfenbeinküste mehrere Situationen, wo sich das deutsche Publikum massiv aufregte. Wie kann der uns plötzlich zwei total reguläre Tore abpfeifen? Beide Tore konntest du abpfeifen. Also Pavlovich ist beim ersten Spiel schon relativ rüpelig in den Torwart reingegangen. Zweite Tor war auch zumindest auf der Grenze. Da musste man sich nicht so wahnsinnig aufregen. Schiedsrichter mit einer etwas ungünstigen Körpersprache. Aber insgesamt muss man sagen, war das eigentlich eine blitzsäubere Leistung. Und wie gesagt, man merkt den VAR nicht so penetrant wie in Deutschland. Aber ich will ja nochmal auf Ivan Barton kommen, wo du gerade bei Körpersprache warst. Der hat uns ja wirklich allen eine Freude gemacht, als er dann diese rote Karte gegeben hat wegen Hand vor dem Mund. Also erstmal die Wortwahl war ja, er hat ja After Review, Number 10, Paraguay, covered his mouth, decision is red card. Und das hat er auch mit einer solchen Freude gemacht, mit einer solchen Lebensfreude, mit einer solchen Freude am Hinausstellen. Wir hören uns das nochmal im Original an. After Review, Number 10, Paraguay, covered his mouth, decision is red card. Und liebe Freunde, wenn ihr das jetzt hört und wenn ihr wisst. Dass Arndt ja auch mit seinen 25 Fernsehern und seinen drei Festplattenrekordern und fünf Schneidegeräten von 1980 dem WDR geklaut hat, den er eigentlich dem WDR nochmal wiedergeben müsste. Wenn man weiß, dass er in seiner Kartause, in seiner kleinen Eremitage da hockt in Bremen oder jetzt in der Türkei, hat er sogar mitgenommen mit drei großen Reisekoffern und seiner Botanisiertrommel, dann weiß man, wenn dann auch gerade wir jetzt in unserem Zeigler und Köster Team, wenn dann mal so vier, fünf Stunden Ruhe ist am Nachmittag und Arndt nicht schickt, dann weiß man, er brütet irgendwas aus. Er brütet irgendwas aus. Da ist es. Ja, pass auf, ich kann die Herleitung mal. Also wir haben, wie gesagt, After Review, Number 10, Paraguay covered his mouth, Decision is Red Card. Wir haben einen Schiedsrichter, der absolute Shouter-Qualitäten hat. Er geht ja total aus sich heraus. Der das auch wirklich mit unheimlich viel Werf und Freude macht. Und dann hab ich gedacht, also erstens, dieser Oto, der war erst so ein bisschen verbuddelt in der Stadion-Atmosphäre. Ich hab den also erst mal denoist. Also das, was ihr gerade gehört habt, war eine Version, da hab ich die Stadion-Atmosphäre so ein bisschen weggenommen. Und dann hab ich gedacht, ey, der Wort-Oto ist so cool, der grooved so, machst du mal einen Jingle draus hab ich einen Jingle draus gemacht. Und dann hab ich gedacht, nee, komm, das hat Potenzial. Also wenn der schon so grooven kann und wenn das schon so abgeht, dann lass es doch einen ganzen Song draus machen. Also sagen wir mal so, ich würde danach tanzen. Klingt so. Und liebe Freunde, wenn ich diese Klänge höre, dann sehe ich tatsächlich Arndt ganz allein in einer türkischen Großraumdisco in seinem großen, großen, großen Hotel, das wahrscheinlich so dem Estrell Center in Neukölln mit seinen 8000 Betten erinnert, dann sehe ich ihn ganz alleine. Und dann sitzen noch so ältere Hausfrauen aus England, sitzen so an der Theke und werfen ihm verheißungsvolle Blicke zu. Also so stelle ich mir das ungefähr vor. Also ich habe eine Version gemacht, die wir gerade gehört haben. Wenn du das abbiegst, du kannst das sogar swaffeln, kannst du. Du kannst auf der Tanzfläche ein bisschen swaffeln. Ich weiß nicht, ob das hier so gerne gesehen wird. Also jedenfalls, ich würde mal sagen, wir posten einfach mal die volle Version auf Instagram. Und ich habe dann aber auch gedacht, für alle Freunde, die vielleicht auch andere Musik mögen, habe ich noch eine Punk-Version gemacht. Wie heißt der Song denn überhaupt? Der heißt Covered His Mouth? Oder heißt der einfach Number Ten Paraguay? Nee, After Review. Egal, also Ivan Barthol jedenfalls. Ich hab auch eine Punk-Version gemacht und noch so eine 80er-Jahre-New-Romantics-Elektropop-Version. Ich würde sagen, das posten wir alles bei unserem Insta-Account. Und dann möchte ich aber unbedingt noch als kulturelles Highlight sagen, als ich dann gestern gemerkt hab, dass die Bildqualität beim Public Viewing nicht so gut war und ich dann doch ins Hotelzimmer gegangen bin, bin ich noch an einem osteuropäischen Alleinunterhalter vorbeigekommen, der mich dann spontan zum, Stehenbleiben veranlasst hat, auf dem Weg zu meinem Zimmer. Der klang so. Arndt, ich bin ein bisschen neidisch, was du alles im Urlaub erlebst. Also, liebe Freunde, wir freuen uns erstens darauf, dass Arndt heute Abend nochmal in die Großmachdiskothek geht und sich genau diesen Song wünscht, den natürlich außer ihm noch keiner kennt und euch, Hörern, weil das ist hier quasi eine Art Weltpremiere. Das ist wie früher. Das ist wie früher, wenn Pur einen neuen Song hatte und er bei Viva als Weltpremiere lief. Ja. So ist das bei uns auch. Ja, genau. DJ Bo hat einen neuen, die Weltpremiere bei Viva. Liebe Freunde, wir entlassen euch mit diesen wunderbaren Klängen und den allerbesten Wünschen für den nächsten Turniertag. Ihr haltet durch, wir halten durch. Turniertag 10 oder 11 ist das jetzt? Was machen wir da gerade? Heute 11, morgen 12. Und morgen ist Argentinien Österreich, da habe ich Bock drauf übrigens. Es ist noch so lang. Allein, dass man sagen muss, Argentinien Österreich, da habe ich Bock drauf. Das schwaffeln wir, liebe Freunde. Der Bader Arndt und der Philipp und der Dries Rolwink. Und WM Tag 11, machte gut. Wir freuen uns auf morgen. Machte gut. Ja, ja. Leckermais hier. Ich bin Pocahontas. Mag gut, ihr Lieben. Tschüss. Danke euch. Dankeschön. Dankeschön. Dankeschön. Dankeschön. Bitteschön, Patrick. Danke. Danke. Wir bedanken uns ganz herzlich bei uns. Ja, vielen Dank, meine Herren. Danke. Danke. Bitteschön. Dankeschön. Bitteschön. Vielen Dank, Oliver Kahn. Ja, danke auch für den Stress. Vielen herzlichen Dank dafür. Dankeschön, vielen herzlichen Dank. Bitte sehr. Dankeschön. Ja, Dankeschön. Bitteschön. Ja, Dankeschön, danke. Ich bitte Sie. Also, ja, ich danke Ihnen. Vielen herzlichen Dank. Danke, bitte. Bitte, danke. Ja, vielen Dank. Danke, Erik. Ja, vielen Dank, Jens. Danke, das genügt, sagen wir und mit uns die deutsche Mannschaft. Dankeschön, Dankeschön, tschüss, geht zusammen. Ich habe heute schon gedankt. Ich komme mit der Dankfüllung, die noch im Dank ist nach Salzburg. Das war Zeigler und Köster, der Fußball-Podcast von Elf Freunde. Ihr hörtet eine Produktion im Auftrag von RTL+. Unser Redakteur im Studio heißt Tim Pomerenke, Audioproduzentin und Sprecherin Henni Koch und am Mikrofon saßen bei Zeigler und Köster wenig überraschend Arndt Zeigler und Philipp Köster. Das hat Spaß gemacht!