Und Philipp! Wir klingen erstaunlich frisch heute noch. Ja, das ist erstaunlich. Obwohl es schon der 15. Turniertag ist und wir jetzt auf die Zielgerade einbiegen. Denn endlich, endlich, endlich hat der dritte Spieltag begonnen. Und zumindest die Spiele finden parallel statt. Und es werden Entscheidungen getroffen. Unter anderem große, große, bittere Tränen bei den Schotten, die verloren haben gegen die Brasilianer. Und die Südkoreaner hatten keinen guten Abend. Und so weiter und so fort. Aber alles das besprechen wir nach The Final Counter. Nein, nach unserem Intro. Mit der Gitarre. Football unites us all. Zeigler und Köster. Der Fußball-Podcast von Elf Freunde. Jetzt ist er wieder da. Der 15. Tag. Also ich höre das und kriege das ja auch mit, das ist einzigartig. Sie werden zu Nationalhelden. Man kann jeden Denkmale richten in der Heimat. Es ist unglaublich, was hier passiert. So, jetzt. Brasilien, Achtung, mit dem Ball gewinnt, Vini Junior und das Tor 1-0, dicker Abwehrbock. Vini Junior sagt Obrigado und dann rein, lässt sich feiern, die Arme ausgebreitet, aber du liebe Güte, das darf dir nie und nimmer passieren. Als letzter Mann, Verteidiger, im eigenen Strafraum, den Ball nicht nur hergeschenkt, nein, Und präsentiert Scott McKenna. Einfach den Gegner angeschossen und dann prallt er zu Vini Junior und er steht völlig frei vor Angus Gunn und muss ihn nur noch reißen. Jetzt wird die WM zwar langsam übersichtlicher, aber viel übersichtlicher auch nicht. Also wir haben jetzt nicht ganz unerwartet, dass 3 zu 0 der Brasilianer gegen Schottland gehabt. War wirklich so zu erwarten. Wir hören seit Tagen, dass Schottland der wahrscheinlichste Gruppengegner der deutschen Mannschaft ist. Und jetzt habe ich mir das mal aufgerufen, die sind gerade im Ranking der Gruppendritten, sind die auf Platz sieben. Der acht, die dann am Ende weiterkommen. Und sie haben hinter sich noch Mannschaften, Cap Verde und Belgien reichen, unentschieden, um an Schottland vorbeizuziehen. Und Kongo, Ecuador und Senegal, von denen muss nur einer gewinnen, dann ziehen die auch an Schottland vorbei. Und dann ist Schottland ganz raus aus den Gruppendritten. Also das kann doch alles ganz lustig werden. Und wir bekräftigen auch nochmal, dass es wirklich so sein wird, dass am Sonntag manche Mannschaften erst erfahren werden, gegen wen sie am Montag spielen. Das wird noch seltsamer. Aber wir müssen, glaube ich, doch das zweite Tor von Vini Junior nachliefern, der wirklich ein großes Spiel gemacht hat. Aber immerhin, jetzt geht es mal mit dem Doppelpass. Rein in den 16er, Ryan geht zu Boden, dann setzt Matthäus Cunha mit einer Grätsche nach. Brasilien erobert sich den Ball, flankt in die Mitte, Vini Junior, Tor! Vini Junior zum zweiten! Und damit war Brasilien auch zurück im Kreise der Titelfavoriten. Die liefen ja so ein bisschen unter dem Radar. Die Argentinier wurden genannt, die Spanier wurden genannt, die Franzosen wurden genannt, aber Brasilien, so viele Schwächen und möglicherweise immer noch Kopfschmerzen wegen des 1 zu 7 gegen die Deutschen 2014, das Trauma immer noch nicht überwunden. Pustekuchen und man konnte das schon ein bisschen ahnen. Hast du Carlo Ancelotti gesehen, der die Hymne mitgesungen hat, empathisch mitgesungen, also er war richtig on fire und ich habe den alten Grand Senior Carlo Ancelotti, der nun wirklich sonst auch einfach regungslos, wie damals Valerie Lobanovski an der Trainerbank steht, selten so gerührt und so engagiert gesehen. Ich finde bei Angelotti immer fantastisch, dass wenn es super läuft für seine Mannschaft, also Zauber ohne Ende, ein Tor nach dem anderen. Dann zieht er ganz leicht die rechte Augenbraue hoch. Und wenn es beschissen läuft und es ist alles scheiße, dann zieht er auch ganz leicht die rechte Augenbraue hoch. Das ist eigentlich so das, normalerweise das Höchste, was er in Regen zu bieten hat. Das ist ein bisschen wie Miranda Priestly bei der Teufel trägt Prada, wenn sie sich die neuen Kollektionen von irgendwelchen Schangelingen-Designern anguckt und dann allein schon das Lippenkräuseln reicht, damit sämtliche Designer sagen, ach, dann mach ich das einfach doch mal von vorne. Das war möglicherweise dann doch nicht so gut. So ist Carlo Ancelotti auch. Also wir halten mal fest, das war ein überzeugender Auftritt. Die Schotten waren allerdings ja ganz schön schwach. Also haben sich erstens ganz, ganz stümperhafte Fehler geleistet, gerade schon beim 1-0. Einfach mal den Spielspieler anschießen, sodass Benicio Junior das zum 1-0 nutzen konnte. Und auch ansonsten, das ist insgesamt kein gutes Turnier, das die spielen. Nee, ich finde auch interessant, ich weiß nicht, ob es dir auch so geht, man sortiert ja im Kopf. Wenn das Turnier so fortschreitet zwischen Top-Favoriten und dann so Mannschaften, die sind so Mittelklasse, können weit kommen, aber das Turnier nicht gewinnen und ich finde so dazwischen liegt die Schweiz, weil du bei der Schweiz siehst, die haben echt eine super Mannschaft zusammen, nach dem schlechten ersten Spiel gegen Katar haben sie sich richtig gut eingeschworen, spielen richtig guten Fußball, haben eine funktionierende Mannschaft und sind irgendwie so ein bisschen besser als diese Mittelklasse-Mannschaften, sind natürlich keine der ganz großen Top-Mannschaften, Aber wie weit die noch kommen, da bin ich auch mal gespannt. Ja, aber es ist dann eben auch so, dass man ihnen dann sehr viel mehr als das Viertelfinale auch nicht zutraut. Da gibt es ja eine ganze Riege. Also die US-Boys werden auf keinen Fall bis ins Halbfinale kommen. Japan, bin ich mir auch nicht sicher. Die Schweiz, also die Schweiz ist ja das Urgeweih Mitteleuropas, haben wir ja bereits gesagt. Ich las jetzt, da musste ich irgendwie jetzt lachen. Da las ich jetzt nämlich, Mann, Zambi, sei der Dennis Undaff der Schweiz. Da habe ich gedacht, ja, es ist einfach diese Vergleichsform, die gibt es auch in der Form wirklich nur im Sportjournalismus. Du hast ja gesagt, es gibt so ein paar Mittelklasse-Mannschaften, die spielen passabel, sind besser als der Durchschnitt, aber so der große Panthersprung nach Agadir wird das jetzt auch nicht. Norwegen zum Beispiel ist auch so eine Mannschaft. Interessant ist auch, dass mit Kanada an diesem Spieltag zum ersten Mal eine Gastgebermannschaft ein Spiel verloren hat. Bislang waren die ja alle ungeschlagen. Und Kanada hat gegen die Schweiz verloren. Wir müssen uns die Schweiz mal eben noch genauer angucken. Die haben ja letztes Mal erst gewonnen, nachdem sie Vargas und Manzambi eingewechselt haben. Und diesmal haben die beide von Anfang an gespielt. Das hat sich dann aber auch gelohnt, denn Vargas hat das erste Tor gemacht. Manzambi, rechte Seite, Flanke in die Mitte, das Vargas völlig frei, Schuss, Tor! 1 zu 0 für die Schweizer, er ist zur Stelle, Vargas, Ruben Vargas, zwölfmal am Ball gewesen in den ersten 45 Minuten, aber noch keinen echten Abschluss hinbekommen und dann ist man Zambi da, von der rechten Seite bringt den Ball schön ins Zentrum rein, links lauert schon Vargas, läuft rein, schießt und dann flach links unten mit dem Ball. Hilfe des Innenpfostens sogar noch 1 zu 0, eine Minute gespielt. Und der von dir schon angesprochene Mann Sambi hat dann das zweite Tor gemacht. Achtung, Mbolo jetzt im 16er drinnen, rechte Seite, Schussmöglichkeit, Tor! Mann Sambi! 57. Zentrum, Mbolo macht den Ball fest, zwei sind nur Statisten um ihn rum, die beiden Innenverteidiger, dann mit der Hacke nochmal ein bisschen zurück, rechts raus und dann kommt der Schuss und Super gut getroffen, dann zum 2 zu 0 von Mansambi für die Schweiz. Das waren übrigens die Kollegen Jan Wochner und André Siems, die gemeinsam mit ihrer Kollegin Martina Knief für die Sportschau online moderieren. Die sozusagen das, was man früher Hörfunkreportagen genannt hätte. Und deren ausgezeichneten Podcast, das WM-Update aus dem Hause Sportschau, wir unbedingt erwähnen müssen, weil die arbeiten genauso viel wie wir. Also immer wenn ich da einschalte, einer von denen kommentiert immer. Die sind permanent und manchmal dann auch die Spiele hintereinander weg. Also großes Kompliment an die Kollegen. Ihr macht das super. Und wir können ja ganz kurz, bevor wir dann in diesen Fluss der heutigen Spiele wieder zurückkehren, einmal ganz kurz ans Ufer treten und uns der deutschen Mannschaft widmen. Denn da gab es, weil wir ja über Dennis Undorf jetzt gerade schon geredet haben, eine überraschende Meldung. Also zunächst einmal, ich kann das mal kurz rekapitulieren, hieß es auf dem Boulevard, Nagelsmann habe sich umentschieden, habe gesagt, Dennis Undaff, der muss jetzt in die Startelf. Große Schlagzeilen und zack, jetzt stellt sich er aus, doch nicht. Bock, einfach wieder auf der Bank. Er ist einfach wieder auf der Bank und alles bleibt, wie es ist. Ja, man weiß es nicht so genau. Ich finde das Erstaunliche, es gab mehrere Medien, die haben wirklich gekobert mit der Überschrift, Nagelsmann hat sich entschieden, Undaff-Entscheidung gefallen. Und dann liest du den Artikel und genau das steht da eben nicht drin, dass da irgendeine Entscheidung gefallen ist und wer nun wirklich spielt und wer nicht spielt. Bei Undaf übrigens, weil du den eben in einem Abzug auch mit Mansambi genannt hast wiederum, ist einer der Spieler, die wirklich eingebrochen sind bei diesen ersten zwei Spielen bislang in die Verlangs der großen Weltstars. Wenn du dir die Torschützliste anguckst, das sind Messi, Haaland, Mbappé, Vini Junior und Undaf und Mansambi auch noch und dann noch ein paar andere, aber du hast das Gefühl, die spielen da richtig jetzt im Kreis der ganz Großen mit und wie würde dir das gehen, wenn du jetzt gerade Frau Fisch-Stuttgart-Fan wärst und du würdest und darfst sehen und sagen, ey, wir werden nicht mehr lange Freude an ihm haben. Ja, möglicherweise gerät er jetzt erst recht ins Visier der ganz, ganz großen Klubs, aber irgendwie könnte ich mir ausgerechnet bei Dennis und darf auch vorstellen, dass er jetzt erstmal den Verlockungen widersteht, dass der jetzt nicht sagt, oh, ich sehe mich jetzt auch mal in Madrid oder ich sehe mich in Turin oder ich sehe mich bei Inter Mailand. Insofern, glaube ich, muss er jetzt nicht die ganz große Angst haben, dass der jetzt als allererster wechselt. Der hat übrigens in der Tagesschau erklärt, wie er seine Tore macht oder mit welchem Gefühl der seine Tore macht. Sehr interessante Selbsteinschätzung. Also ich höre das und kriege das ja auch mit, das ist einzigartig und Gerd Müller und das und dies. Aber es ist einfach... So gefühlt, wie ich auf Toilette gehe, das ist was ganz Normales. So Tore machen, das habe ich einfach im Blut. Und wo wir jetzt schon gerade keine Dödel-Hinweise machen, haben wir doch ein paar Toiletten-Hinweise immerhin. Das gefällt mir doch ganz gut. Dennis Undorf ist ja der Mann Sambi Deutschlands und ist dann möglicherweise jetzt doch auf der Bank. Ansonsten war natürlich heute auch wieder Pressetag. Jamie Lieveling hat sich der Presse gestellt, wurde dann natürlich auch ein bisschen gelöchert. Und es war ganz erstaunlich, was er zu sagen hatte zum Thema Leroy Sané. Er wurde nämlich von einem Reporter gefragt, wie er den sehen würde und ob es da mal einen Wechsel geben würde. Dann reagierte Jamie Leveling doch einigermaßen holzig. Ja, hallo Herr Leveling. Leroy Sané wird ja mal ein bisschen kritisch gesehen allgemein. Sie spielen auch auf seiner Position. Wie erleben Sie ihn hier bei der WM? Und hat der Trainer vielleicht schon was angedeutet, ob es eine Rotation geben könnte beim Ecuador-Spiel? Das war genau die Frage. Die schlechteste Frage von allen. natürlich, ja ist das so als würde ich jetzt irgendwas Schlechtes übrigens sagen, gibt ja auch nicht viel für euch natürlich, ihr habt immer irgendwas Schlechtes zu schreiben ja ist leider so. Gerade gibt es nichts Schlechtes eben, aber die versuchen es immer deswegen, ja ist das nicht lustig ich meine es ernst, Ja, aber die Frage zu beantworten ist, ich glaube, wir sollten, oder die Medien oder Deutschland, wir sollten nicht immer auf einen Spieler gehen oder auf zwei Spieler und versuchen, die schlecht zu machen, sondern wir sollten froh sein, dass er für uns spielt. Für manche von uns hat er es heute gesagt, für manche gestern. Leveling war in der Pressekonferenz, er war gut aufgelegt. Er hat ja auch gute Chancen auf den Startelf-Einsatz, was nicht nur an Leroy Sané liegt, was vielleicht auch an seinen Ritualen liegt. Denn auch dazu wurde er gefragt, was sehr Interessantes gesagt. Können Sie uns einen Einblick geben, ob Sie persönlich auch Rituale haben, was Ihnen Sicherheit gibt, bevor Sie ins Spiel gehen? Ich habe jetzt persönlich nicht die krassesten Rituale. Ich kann es gar nicht beschreiben gerade. Ich glaube, ich ziehe immer den rechten Socken an als erstes und den linken Schuh, aber das ist das Einzige. Er zieht sich erst den rechten Socken an und dann den linken Schuh und dann wahrscheinlich den linken Socken über den linken Schuh. Ich weiß nicht, es klingt nach einem fantastischen Ritual. Er macht einen sehr aufgeräumten Eindruck, wie man so sagt in der PK. Zu dem Thema Rituale fällt mir immer mal wieder ein, dass ich irgendwann mal für einen holländischen Regisseur, das muss 2010 gewesen sein, einen Film drehen sollte über die Rituale der Nationalspieler. Und die rückten alle nicht raus. Die haben noch nicht mal erzählt, dass sie mit dem linken Bein zuerst aufs Spielfeld gehen. Es war stinköde. Und dann kam Stefan Kießling in die Interviewbox und sagte, ja, ich nehme immer ein kleines Kuscheltier mit. Und ich war so dankbar, dass endlich mal einer was über irgendein Ritual erzählt. Und dieses Kuscheltier bringt mir Glück. Und dann hatten wir das gerade beinahe im Kasten. Da kam die Managerin von Oliver Bierhoff reingespringt. Stefan, du musst dir gar nichts sagen. Du musst dir gar nichts sagen. Das mit dem Kuscheltier, das wird gestrichen. Und alle ächzen und stöhnten auf. Und damit war der Film auch passiert, weil es einfach niemanden gab, der irgendein Ritual preisgeben wollte. Ich glaube, Miro Klose war auch irgendwie so, dass er irgendwie humpelnd aufs Spielfeld ging. Oder ich weiß es auch nicht mehr genau. Der Bastian Schweinsteiger hatte irgendwie einen Talisman, aber es war alles so stinklangweilig. Insofern reiht sich da das Jamie-Leveling-Ritual ganz gut ein. Wir können das natürlich nicht zitieren mit den Ritualen, ohne eines der legendärsten deutschen Fußballer-Zitate zum Thema Rituale zu rezitieren. Michael Ballack. Hat mal gesagt, auch genau auf die Frage, nee, Rituale habe ich nicht, außer die Dinge, die ich halt immer gleich mache. Michael Ballack. Pass auf, aber wir müssen ganz kurz nochmal auf diese Jamie-Leveling-Analyse gehen, was Leroy Sané angeht. Ich fremdele da so ein bisschen mit. Also einerseits finde ich es mal ganz gut, dass sich ein Kollege für Sané in die Bresche wirft. Das hatte man bisher ja in der Form auch noch nicht, da haben sich ja bisher alle weggeduckt. Ich glaube auch, dass es so das eine oder andere Medium gibt, dass sich schon so eine kleine Sané-Puppe in den Redaktionsspint gestellt hat und da man immer wieder reinpiekst. Das würde ich gar nicht verneinen. Aber so dieses Irr ist dann doch halt ein bisschen arg pauschal. Und dann kommt er auch wieder zu diesem Narrativ, dass sich ganz Deutschland jetzt auch mal bitte unterhaken muss und dass das jetzt mal alle mal einsehen sollen und so weiter. Das ist mir dann immer so ein ganz kleines bisschen so, die Journalie, die schreibt alles runter. Ganz so ist es dann eben nicht. Es gibt, wie gesagt, ein paar, da ist Leroy Sané, wie früher Mesut Özil, der Lieblingsfeind, aber es gibt halt auch viele, die da einfach drauf gucken und sagen, ja, möglicherweise ist der jetzt nicht die allererste Wahl, wenn es darum geht, den Flügel zu bestimmen. Ja, aber ich finde auch, ich stehe dann auch wirklich in der Mitte und ich finde auch, solche Fragen sind unnötig, weil das ist ja so eine Frage, wo du vorher weißt, da kommt nichts vom Gehalt, da guckst du einfach nur, wie er zuckt. Das ist wie so ein Psychotest, letztendlich so eine Frage zu stellen dem Konkurrenten von Sané. Ja, diese Fragen sind natürlich auch echt, diese Pressekonferenzen, die sind natürlich auch immer schrecklich. Also das fing ja schon ganz, ganz schlimm an mit dieser bescheuerten Schlange, die irgendwann im Quartier entdeckt war, wo dann die chinesische Reporterin da sagte, man darf eben auch nicht vergessen, das war auch schon vorher eine große Schlagzeile in der Bild-Zeitung gewesen, Kimmich redet von der Schlange und so weiter, das war natürlich auch alles so absoluter Bodensatz von Reportage, das braucht man dann auch nicht unbedingt. Aber um mal jetzt nicht nur über andere Journalisten zu motzen, sondern auch nicht Kollegenschelte zu betreiben. Oh nein, keine Kollegenschelte bitte. Es gab ja, ich war wirklich ein bisschen gerührt, ich meine es war auch ein bisschen schwierig, aber es war schön, diese Umarmerei, da hast du sicher auch gesehen, da standen Thomas Müller. Jürgen Klopp und Johannes Bekerner in einer Reihe, hatten alle so komische Safari-Klamotten an, sah irgendwie aus, als ob sie irgendwie gerade in der Lodge kamen. Irgendwo in Südafrika eingecheckt haben, um sich mal morgen so ein paar Löwen vor das Kleinkalibergewehr schubsen zu lassen. Auf jeden Fall war es dann so, dass Leo Messi Thomas Müller umarmte, danach Jürgen Klopp umarmte und da stand dann eben noch Johannes B. Kerner. Und man sah Leo Messi an, man sah ihn nur von hinten, aber da dachte er, wer ist er? Was mache ich mit dem? Und dann deutete er so eine halbe Umarmung an. Und Johannes B. Kerner strahlte über beide Backen. Das hat mich irgendwie gerührt, weil ich dachte, Das ist ja nun auch so ein alter Wegmoderierer. Aber dann lächelte er kurz. Dann habe ich gedacht, das ist doch schön. Er wurde zitiert mit den Worten, mir ist fast der Salat aus dem Mund gefallen. Das war für ihn ein erhebender Moment. Ja, aber das finde ich dann doch schön. Ich meine, es gibt ja nicht viele, wo man das dann so hat. Also ich meine, die allermeisten Profis, die werden bei weder Kerner noch irgendjemand anderen den Ruhepuls hochtreiben. Es sind ja ohnehin unendlich viele Altprofis als Experte. Da hast du, wen habt ihr gesehen? Chicharito, die kleine Erbse. Und natürlich Thiago. Henry und Thiago und Werder nicht alles. Aber Leute, die sind ja bei Fox hier in Amerika, sind die Experten und die können auch nicht mal rudimentär Englisch. Das ist total herrlich. Aber Klattenburg ist auch dabei. Und der alte Schmeichel und so weiter. Die werden alle vor die Kamera gezählt. Haben überhaupt nichts zu erzählen. Haben auch eine Analysefähigkeit wie so ein Hamster im Rad. Aber es ist ein großes Klassentreffen. Fangen wir an mit den Leserbriefen. Es sind auch diese Nacht und den Tag über gestern wieder gute gekommen. Und der unverwüstliche Ballmann, Der, glaube ich, auch ständig Kerzen gerade an seiner Tastatur sitzt, wenn er unseren Podcast hört und sofort was schreibt. Der hat was geschrieben dazu, dass ich gestern mich darüber ausgelassen habe, dass es bei dir im Spiel noch sieben Minuten früher war, als bei mir so ungefähr. Als wir live das England-Spiel oder was jetzt vorgestern Zeitgefühl ist im Arsch, als das England-Spiel lief, während wir aufnahmen. Und er schrieb, das sei möglicherweise ein Resultat vom legendären Nipplegate beim Super- hätte ich fast gesagt, beim Superbowl. Als Janet Jackson mal in der Halftime-Show mit, es war glaube ich, dass Timberlake zusammen aufgetreten ist. Und der hat ihr so ein bisschen oben was weggerissen und dann sah man kurz ihre entblößte Brust Und seitdem soll es angeblich so sein, dass amerikanische Sender Live-Spiele absichtlich zeitversetzt übertragen, um so ein paar Minuten, damit die solche Sachen vermeiden können. Ich glaube das ja ehrlich gesagt nicht, dass das jetzt für jede Sportübertragung gilt, aber das ist eine Theorie, dass es sein kann, dass in England das Bild immer etwas später ausgestrahlt wird als Parallel bei den Spielen in Europa. Aber das halte ich glaube ich für Quatsch, weil ich einfach nur beim Live-Ticker von Sport1 vergessen habe, den zu aktualisieren. Also ich kann zumindest mal diese Theorie, ich habe einfach den beim Handy nicht aktualisiert, das ist totaler Quatsch. Also es mag ja sein, Ballmann, leg dich wieder hin, Mensch. So ein Quatscher, das kann man nicht mehr hören. Ja, gut. Nächster Leserbrief. Ja, ein Thema, das uns lange schon beschäftigt und immer länger noch beschäftigen wird, ist das Thema Trinkpausen. Und zwar ist es jetzt zum einen so, dass offenbar in den US-Medien wirklich dazu übergegangen wird, von vier Vierteln zu sprechen beim Spiel. Also es sind jetzt einfach vier Viertel, das hatten wir ja schon gemutmaßt. Es ist offenbar auch vermehrt so, dass in immer mehr Stadien die Trinkpause ausgefiffen wird. Nicht in immer mehr Stadien, sondern in allen Stadien buhen die Leute wie die Geisteskranken. Das ist in Toronto so, das ist in Houston so, das ist in Chicago so, das ist in New York so, das ist sogar in Stadien so, in denen gar keine Trinkpause stattfindet. Die Leute sind so genervt davon und ganz ehrlich, wenn es irgendwie 14 Grad im Schatten ist und du hast Regen von vorne und dann gibt es trotzdem den Hydration Break und dann hast du eine zweieinhalb Minuten Pause, in denen absolut nichts passiert und du merkst eben diese ganze gangsterhaftige Abgreiferei. Es ist ja nicht nur so, dass die Werbepausen in den Fernsehsendern vermarktet werden, sondern sogar im Stadion wirst du von irgendeinem komischen isotonischen Durstlöscher aus der ganzen Coca-Cola-Familie da bescheuelt. Und dazu wird irgendwie so Kirmestechno gespielt von irgendwelchen komischen gedungenen Mariachi-Bands. Das ist alles so reudig und so vom Abgreifwillen der FIFA bestimmt, dass jeder Ausflug da eigentlich total albern wirkt. Es ist bei den Trinkpausen so, dass Gianni Infantino sich jetzt auch zu Wort gemeldet hat und darauf angesprochen wurde. Und ich glaube, er kann uns beruhigen. Er hat gesagt, es hat nichts mit Geld zu tun, das ganze Thema. Ich nehme das ab. Wir hören mal rein. This decision is based purely on the sporting equity and the sporting merits. And I want to stress this because I hear as well it's about money or things like that. It is not. We don't make one dollar more revenues in FIFA with these hydration rates. Because all our Um es mal so zu sagen. Danke, Cem. Damit ist die Sache für mich vom Tisch. Wie konnten wir ihm bloß unterstellen, dass es da irgendwie um Geld geht? Gerade sein Handeln ist ja ansonsten auch immer sehr integer. Gerade Infantino. Ja, gute alte Infantino. Es ist mir noch ein O-Ton untergekommen von Felix Magath, der irgendwo gefragt wurde, wie er denn in den Trinkpausen steht. Und er hat eine sehr Felix-Magath-teske Ansicht zu Trinkpausen. Nein, ich habe auch während dem Training 2000 und ... 9, dann beim FC Schalke 04, die Trinkpausen während des Trainings abgeschafft. Wirklich? Aus welchem Grund? Ja, weil es unnütz ist. Warum soll ein junger Mann, der gesund ist, warum soll der nie eine Stunde oder eineinhalb Stunden ein bisschen an der frischen Luft Sport treiben können? Das kann mir noch keiner erklären. Das ist so sehr Felix Maggert, dass er das gar nicht hätte sagen müssen. Jeder weiß, glaube ich, dass er gegen Trinkpausen und überhaupt gegen den ganzen modernen Völlefans ist. Ist natürlich ganz herrlich. Jetzt haben wir aber nochmal ein Thema, wo wir vielleicht möglicherweise noch ein bisschen voreilig waren. Wir haben ja die Lorbeerkränze für den VAR geflochten und haben gesagt, das ist so viel besser und die Schiedsrichter sind so sehr auf der Höhe, ist alles so super. Wir sind fast Freunde des VAR, sind wir natürlich nicht, aber ihr wisst, was ich meine. Aber dann gab es doch jetzt doch mal eine Szene, die richtig Ärger hervorgerufen hat und zwar beim Trainer von Ghana gegen England. Ja, beim Spiel, was wir nur so mit einem Auge gesehen haben, während wir gestern aufgenommen haben. Da ist nämlich in der 79. Minute was passiert, was uns entgangen ist. Und zwar ein doch sehr, sehr klares Foul der Engländer gegen Ghana. Die hätten also das Spiel eventuell auch verlieren können, obwohl sie haushoch überlegen waren. Der Trainer von Ghana, Kueros, war logischerweise not amused und hat in der Pressekonferenz gemut, entweder gab es kein VAR oder der war Kaffee trinken. Ich bin nicht sicher, warum ist das VAR still working in the World Cup? Wir haben immer noch ein VAR, der ist working. Ich habe ein paar Gedanken darüber, denn es ist kein Penalty, den sie brauchen, eine klar Penalty. Das wäre natürlich eine schöne Vorstellung, wenn die mal wirklich Kaffee trinken würden. Ich weiß natürlich, dass die Herren und Damen in den VRR-Zentren an ihren Tischen sitzen und ganz angestrengt auf dem Bildschirm starren. Aber ich finde die Vorstellung irgendwie so schön, dass irgendwas Strittiges auf dem Spielfeld passiert und dass da mal einer vom Klo geholt werden muss. Dass da einer so eine richtig lange Sitzung gemacht hat und mit halb hochgezogener Hose zum Bildschirm stolpert, weil die Beine eingeschlafen sind vom langen Sitzen und so ein anderer Mitarbeiter dann erstmal mit dem Raumspray durch muss, da fände ich eine schöne Vorstellung. Ich meine, es sind tatsächlich wenige Fehler, die bisher passiert sind, wenige eklatante Fehler und wenn ich mal überlege, dass wir an einem ganz klassischen Bundesligaspieltag ungefähr siebenmal die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, weil wir uns überlegen, was hat denn der jetzt schon wieder entschieden, dann ist das trotz allem immer noch eine passable Quote, finde ich. Zwei ganz interessante Leserbriefe, die ich gegenüberstellen könnte oder kann von Pascal und von Tobias sind zum gleichen Thema gekommen, aber etwas entgegengesetzt. Pascal hat geschrieben, ich habe mich wie viele von euch vermutlich auch lange schwer getan mit dieser von Infantino aufgeblähten XXL-WM, aber haltet euch fest, ich habe meine eurozentristische Meinung geändert. Wie geil ist es bitte, Länder wie Cap Verde, Curaçao oder Usbekistan auf dieser Bühne zu sehen? Wie geil ist es, wenn diese Nationen den Großen tatsächlich Punkte abnehmen? Und wie geil ist es für Millionen Menschen, deren Länder früher praktisch keine realistische Chance hatten, jemals an einer Weltmeisterschaft teilzunehmen? Sehe ich auch und dann schreibt Tobias aber und das finde ich auch interessant. Wenn man die Bevölkerungszahl, also er bezieht sich auf die hohe Teilnehmerzahl, wenn man die Bevölkerungszahl der Kontinente als Kriterium nimmt, ist Afrika als einziger Kontinent korrekt repräsentiert mit 17% der Weltbevölkerung und 20% der WM-Teilnehmer. Asien ist grotesk unterrepräsentiert und die UEFA, also Europa, ist überall repräsentiert. Und er mutmaßt, und das ist ein sehr interessanter Gedanke, es könnte auch sein, dass man die WM aufstocken muss, weil man ja letztendlich Asien und Afrika ein bisschen mehr repräsentieren muss, aber Europa irgendwie nichts wegnehmen will. Ja, aber... Da muss ich einwenden, das ist ja nun irgendwie keine Mathe-Rechnung und das ist nicht die UN, weißt du, wo irgendwie sämtliche Kontinente irgendwie abgebildet werden müssen. Da geht es ja am Ende trotzdem mal so ein bisschen um sportliche Leistungsfähigkeit. Da muss ich auch sagen, dass ich mich ein bisschen korrigieren muss. Also wenn du mich jetzt wirklich vor dem ersten Turniertag gefragt hättest, hätte ich gesagt, es ist aufgebläht und es macht keinen Sinn, dass so kleine Zwergstaaten dabei sind. Aber es gibt wirklich viele Mannschaften, die einem wirklich Freude gemacht haben. Also es war Cap Verde, das war Curaçao, das war natürlich Schweden, das war Deutschland. Nein, Scherz beiseite. Aber es gibt relativ viele kleine Länder, die viele Leute mitgebracht haben. In Toronto muss es bei Panama gegen Kroatien unendlich laut gewesen sein. Kein Vergleich zu dem deutschen Spiel. Da las ich in den örtlichen Gazetten, dass wirklich ein unfassbarer Lärm war. Also gerade die Kollegen aus Panama haben wirklich richtig, richtig, richtig Alarm gemacht. Übrigens, das ist vielleicht ein Leserbrief, den wir jetzt nicht vorlesen, aber es hat sich einer wahnsinnig darüber aufgeregt, dass jetzt die Synonymmaschine schon wieder wahnsinnig am Arbeiten ist. Also unter anderem wurden wohl diverse Mannschaften schon als Wüstenfüchse bezeichnet. Und die Kanalbauer, die Kanal-Panama waren die Kanalbauer. Ey, war es ja auch ein totaler Schwachsinn. Erstens, weil den Panama-Kanal nicht die Leute aus Panama gebaut haben, sondern Franzosen mit wahnsinnig vielen Zwangsarbeitern aus der Karibik. Das waren nicht die Leute aus Panama. Die Panamaer wahrscheinlich, oder Panamesen, ich weiß es nicht genau. Naja, also auf jeden Fall, das ist ein Synonym aus der Hölle und die Wüstenfüchse. Ich sag mal so, als alter Wehrmachtsfreund verkneife ich mir mal jede Analogie zum heldenhaften Kampf in der Wüste von Generalfeldmarschall Rommel, aber ich glaube, das ist tatsächlich ein Synonym, das man nicht unbedingt kennt. Noch mal weiter verbreiten sollte. Da wiederum hat uns auch, was die Fußballzwerge in Anführungsstrichen angeht, Dennis, eine nette Mail geschrieben, die uns darauf hingewiesen hat, ja, es sind zwar natürlich mehr. Gefühlt mehr kleine Mannschaften dabei, aber es ist ja nicht so, dass es die früher nicht gab. Also wir haben, er hat noch hingewiesen auf Costa Rica, die auch mal gerne Spiel 0 zu 7 verloren haben oder Saudi-Arabien, die gegen Deutschland 0 zu 8 verloren haben bei der WM 2002 oder die Emirate oder Iran, die auch mal 2 zu 6 verloren haben. Diese Spiele, wo irgendwelche Mannschaften nun gar nichts zu bieten hatten, die gab es auch immer schon. Wer ja früher, jetzt kommt eine hochfiligrane Überleitung, früher auch immer ein automatischer Fußballzwerg war, war Japan. Waren alle asiatischen Mannschaften eigentlich. Jetzt aber nicht mehr, außer dass Südkorea enttäuscht hat, jetzt in der Nacht mit einer Niederlage gegen Südafrika, die erstaunlicherweise noch Gruppenzweiter geworden sind, als bislang eigentlich eine der schwächsten Mannschaften dieses Turniers. Und das, ganz kurz, das finde ich schrecklich, schrecklich, schrecklich, weil ich hatte schon dieses wunderbare Szenario, dass Südafrika nur Dritter oder Vierter wird, enttäuscht, möglicherweise rausfliegt und dann macht sich in der Nacht noch Ernst mit Nop auf, um den Job zu übernehmen. Ansonsten ist es aber so, dass Japan wirklich eine ganz große Überraschung ist. Die haben die Stadien aufgeräumt, nachdem die die Fanblöcke da besetzt haben. Und alle waren erstaunt, wie die da wieder mit diesen Mülltüten rumgerannt sind. Dann spielen sie hervorragenden Fußball. Wir hatten ja schon mal in einer der früheren Folgen festgestellt, dass Japan vor allen Dingen das richtig dreckige Kämpfen gelernt hat. Also sie haben vorher immer schon sehr, sehr gut gespielt, aber jetzt wird auch mal getreten und gespuckt und gezerrt und gezogen. Das ist eine schöne Weiterentwicklung. Und sie haben die enthusiastischen Fans. Es gab die rudernden Norweger am Times Square, es gab die Schotten mit ihrer kleinen Ente, die da irgendwie mit dem Dudelsack durch die Gegend gezogen ist in Boston, aber ich möchte mal sagen, das schönste Interview hat dieser Fan gegeben und ich habe irgendwie das Gefühl, dass er... Aber ich sag das. Mein Name ist Hiroshika Nakakuki. Ist es live? Ja, ist es live? Ja, ja, ja. Wie gefühlt bist du? Du bist so gefühlt, richtig? Japan, richtig? Entschuldigung. Okay. Ich kann nicht Englisch sprechen, aber ich bin gefühlt. Ich liebe ihn! Ja, Baby! Let's go! Japan! Japan, Baby! Schau, ich bin auf. Schön, zu sehen. Die Japaner haben mir wirklich richtig gut gefallen. Ansonsten gab es aber, ich weiß nicht, wie es bei dir ahnt war, in den letzten Tagen auch so ein paar Spiele, wo du gedacht hast, dafür musst du dir jetzt nicht unbedingt die Nacht um die Ohren schlagen. Also so ein paar richtige, krautige Spiele. Selbst dieses Spiel von Südafrika gegen Südkorea war nicht so richtig gut anzugucken. Also das war jetzt kein spielerischer Leckerbissen. Und ich fühlte mich dann doch ein bisschen daran erinnert an die legendäre Folge bei den Simpsons, wo, glaube ich, in Springfield unter großer Begeisterung der Bevölkerung dieses Spiel Portugal gegen Mexiko ausgetragen wird. Und alle total begeistert sind und alle sind da. Chief Wiggum und der Typ aus dem Comicladen und Apu und Huma und Ned Flanders sogar und sämtliche Polizisten und so weiter und ein Riesenjubel. Und es wird dann irgendwann immer leiser, weil nur am Mittelfeld rumgeschoben wird und irgendwann brüllt Huma boring und Krusty brüllt wohl auch, jetzt strengt euch endlich mal an. Und dann sieht man Kent Brockman, den Stadionkommentator aus Springfield vom Laden, der sehr, sehr gelangweilt nur das Ballgeschiebe kommentiert und direkt daneben sieht man den Mexikaner, der das gleiche Ballgeschiebe extrem ekstatisch kommentiert. Wir hören mal ganz kurz rein. Boring! Come on, you schnorrers! Do something! Halfback passes to the center. Back to the wing. Back to the center. Center holds it. Holds it. So, noch ein wichtiges fußballkulturelles, fußballpolitisches Thema, das wir Nando verdanken. Nando hat sich die Zusammenfassung vom WM-Spiel von Dr. Kongo bei Magenta angeschaut und im Spiel wird dieser Herr eingeblendet. Und er blendet dann jenen Fan an, der als The Living Statue, also die lebende Statue, bei Spielen von Dr. Kongo auf der Tribüne steht, aus Protestgründen. Weil er protestiert gegen das, was mit dem Politiker Patrice Lumumba passiert ist und zwar schon 1961. Patrice Lumumba war der Mann, du hattest zwischendurch schon mal die belgische Kolonialherrschaft des Kongo zitiert, sehr sehr trauriges und blutiges Kapitel und er hat die friedlich beendet, war dann aber ein Dorn im Auge unter anderem auch den USA, die dann dafür gesorgt haben, dass er wieder abgesetzt wurde nach wenigen Monaten und dass er ein Jahr später ums Leben gekommen ist und ermordet wurde. Das hat mutmaßlich auch mit Drähten zu tun, die die USA gezogen haben, zumindest wo sie beteiligt waren. Also eine tragische Figur und eine große Statue steht in Kongo mit einer ganz bekannten Pose von Patrice Lumumba. Und diese Pose macht Lumumba-Weha immer wieder nach, der zu den Spielen reist, der übrigens auch sehr ähnlich aussieht wie Lumumba, sich so stylt, in den Nationalfarben gekleidet ist und eine Ikone ist bei den Fans von Dr. Kongo. Wie populär er ist, sieht man unter anderem daran, dass es einen sehr, sehr ergreifenden Song gibt von einer Interpretin namens Queenstar, der Lumumba Wea heißt. Und ohne jetzt ins Telekolleg-Geschichte einzutauchen, es lohnt sich wirklich, sich mal mit dieser Kolonialgeschichte zu beschäftigen und insbesondere der Befreiung daraus. Patrice Lumumba, eine ganz charismatische Figur, Führer der afrikanischen Freiheitsbewegung und dann von Diktator Mobutu, als er noch Polizeichef war oder Militärchef war, dann erschossen worden. Eine ganz charismatische Figur und es gibt ja, das habe ich glaube ich schon auch mal erwähnt, eine ganz wunderbare Fotografie, die diesen Befreiungskampf symbolisiert. Da sieht man wie ein junger Afrikaner, da fährt der belgische Thronfolger, das war die belgische Kolonialgeschichte, da fällt der belgische Thronfolger im offenen Wagen durch Leopold Will, das spätere Kinshasa und dann reißt ihm einer seinen Prunkdegen weg. Und diesen Moment hat ein Sternfotograf, glaube ich Robert Brebeck heißt er, ganz wunderbar eingefangen. Ist ein ganz berühmtes Bild, kann man sich auch mal angucken, ist sehr ergreifend. Also kann man sich gerne mal beschäftigen mit der Kolonialgeschichte, wenn man mal zwischendurch zwischen den Fußballspielen ein bisschen Zeit hat. Philipp, lass uns mal zum Ende kommen mit einer wichtigen Mail noch, die zum Deutschlandspiel gekommen ist. Das Deutschlandspiel heute spätabends, 22 Uhr deutscher Zeit, 23 Uhr mehrer Barzeit und 20 Uhr US-Zeit. Und zwar Nico Sieveking hat uns geschrieben, er möchte unbedingt an eins erinnern, vor jedem Titel für die deutsche Elf stand ein Scheißspiel, das dann zugleich Ausgangspunkt nicht nur für defatistische Tiraden gegen Mannschaft und Trainer war, sondern auch für ein Umbuch im Team und letztlich für die entscheidende Wende auf dem Weg zum Titel sorgte. 1954 das 3 zu 8 gegen Ungarn, eine taktische Niederlage durch Sepp Herberger, der nur B-Spieler aufgestellt hat fast. 1974 das 0 zu 1 gegen die DDR, danach Aufstand der Spieler gegen den DFB und Erhöhung der Siegprämie. 1990 1 zu 1 gegen Kolumbien, Beckenbauer auf der Zinne. 2014 2 zu 2 gegen Ghana, war nicht wirklich scheiße, aber denkbar knapp, Joker Klose. Und 2026, sagt er, könnte es ja das Ecuador-Spiel sein. Bei dem wir auch noch nicht wissen, was passiert. Also ob da jetzt möglicherweise auch tatsächlich eine Mannschaft spielt aus Spielern, die bislang noch nicht viel gespielt haben. Wir sind ja schon Gruppensieger, das kann ja nichts mehr passieren. Aber das ist doch auch Quatsch, das ist doch Quatsch. Weil natürlich stand bei jedem Titelgewinn auch mal ein Scheißspiel, aber auch bei jedem Ausscheiden gab es ein Scheißspiel. Oder mehrere. Also ich meine, es gab immer ein Scheißspiel. Es gab, ganz egal, ob wir den Titel gewonnen haben, ob wir Zweiter geworden sind, Vierter, Sechster, Alter, es gab immer ein Scheißspiel. Es ist eine Beweisführung. Quatsch mit Kloße. Na, warten wir mal ab. Aber was ist das denn heute? Ich finde, er hat es ja sehr, sehr nett hergeführt, aber wie gesagt, ich kann mich auch an 98 erinnern, ich kann mich an 82 erinnern, ich kann mich an 86 erinnern, ich kann mich an 78 erinnern, da haben wir gegen die Österreicher verloren. Scheißspiel. Sind wir auch nicht Titelträger geworden. Na gut. Also ich erwarte, was ich erwarte, ist ein etwas maues Spiel, das werden die Deutschen ganz locker gewinnen. In Ecuador tobt ja auch gerade nur die große Abrechnung mit den Spielern, mit dem Trainer. Die werden das schon irgendwie ganz locker gewinnen. Gleichzeitig wird es aber nicht so wahnsinnig glanzvoll. Und ich glaube, ehrlich gesagt, weil es immer so schön heißt, you don't tell a good joke twice. Zwei Mal hat das mit Undach wunderbar geklappt. Ich wette, der wird irgendwann kommen, um die 60. oder 65. Und dann macht er mal keine Bude. Ich finde es ein bisschen schade. Es gibt jetzt sehr, sehr viele Presseberichte, die sagen, es gibt keine Rotation. Offenbar ist das aus dem deutschen Lager inzwischen auch bestätigt. Wenn es keine Rotation gibt, ist es eine vergebene Chance, weil er hätte es gefahrlos mal testen können, wie es ist. Ich glaube, es ist wirklich so, er muss schon Übermenschliches vollbringen. Der muss schon, keine Ahnung, irgendwie in 30 Minuten vier Buden machen und muss die ganze Zeit sich schon für die Startelf empfehlen, damit das überhaupt irgendwann mal in Frage kommt. Ich finde das total lächerlich. Ich muss leider Gottes sagen, ich finde es lächerlich, dass der nicht spielt von Anfang an. Er hätte das machen müssen, der hat sich das verdient. Ich weiß nicht, hast du den Vergleich gebracht wie Alexander Zverev, der irgendwie 60 Minuten keine Vorhand spielt? Was soll das denn? Also das ist so bockig, so richtig, richtig bockig. Und ich möchte, ohne schlechte Laune zu verbreiten, auch nochmal auf einen Text von meinem Kollegen Christoph Biermann in Elf Freunde hinweisen, der gesagt hat, ihm hätte das auch insgesamt nicht gefallen, wie sich eigentlich Julian Nagelsmann gegen die Elfenbeinküste verhalten hat. Dieses Getobe gegenüber dem vierten Unparteiischen, dieses Aufgemopper, dieses extrem genervte, aggressive auf der Trainerbank, das hat ihm gar nicht gut gefallen. Der meinte eben auch, also Christoph, der nun auch wirklich sich taktisch auskennt, meinte auch, zwischen der 30. und der 70. Minute sei Deutschland Elfenbein Küste so sehr unterlegen gewesen. Das sei jetzt so ein bisschen quasi untergegangen und übertüncht worden, dass wir das Ding am Ende noch 2-1 gewonnen haben. Aber der machte sich größere Sorgen, das muss man auch mal festhalten. Trotz allem muss man bei Dennis Undach sagen, im Konzert der Großen, also in der Torschützenliste, da wird ja auch gerne mal Minuten pro Tor errechnet. Und da gibt es mehrere Spiele, die eine Weltklasse-Bilanz haben. Erling Haaland, zwei Spiele, vier Tore. Das sind also 45 Minuten pro Tor. Bei Unterf sind es 19 Minuten pro Tor, die er bislang gebraucht hat bei der WM. Trotz allem, möchte ich immer noch mal einräumen, wir wissen aber ja nicht, ob er genauso effektiv gewesen wäre, wenn er nicht spät reingekommen wäre. Ja, aber hätte, hätte, hätte. Das wird man nie wissen, wenn er ihn nicht mal von Anfang an spielen lässt, würde ich sagen. Naja gut, ich will aufhören zu Montefiand. Weißt du, das ist schon wieder so schlechte Stimmung von mir. Ich möchte das gar nicht. Ich gehe sehr, sehr optimistisch in das Spiel morgen. Sehr, sehr optimistisch. Ist auch gelogen, aber egal. Das Spiel ist aber heute übrigens. Naja, bei dir. Bei mir ist es 0.30 Uhr, mein Lieber. Achso. Ey, das Spiel ist heute, ja. Ja, 0.30 Uhr ist es auch heute, ehrlich gesagt. Ey, du bist so wie einer... Ich erkläre dir das irgendwann. Vielleicht erklär ich es dir morgen, wenn wir wacher sind. Ja, aber du bist auch so einer, der sagt, oh, Silvester schreibt man nicht mit Y oder der eigentliche Jahreswechsel nach 2000 war 2013. Und die Olympiade ist in Wirklichkeit, die Olympiade ist der Zeitraum zwischen zwei Olympischen Spielen. Tschüss, mein Lieber. Gute Nacht. Oder guten Morgen. Ich gehe jetzt schwimmen oder schlafen. Was soll ich machen? Merhaba, ist mir egal. Ciao. Merhaba, tschüss. Dankeschön. Dankeschön. Bitteschön, Patrick. Danke. Wir verdanken uns ganz herzlich bei uns. Ja, vielen Dank, meine Herren. Danke, danke. Bitteschön. Dankeschön. Bitteschön. Vielen Dank, Oliver Kahn. Ja, danke auch für den Stress. Vielen herzlichen Dank dafür. Dankeschön, vielen herzlichen Dank. Bitte sehr. Dankeschön. Ja, dankeschön. Bitteschön. Ja, dankeschön, danke. Ich bitte Sie. Also, ja, ich danke Ihnen. Vielen herzlichen Dank. Danke, bitte. Bitte, danke. Ja, vielen Dank. Danke, Erik. Ja, vielen Dank, Jens. Danke, das genügt, sagen wir und mit uns die deutsche Mannschaft. Dankeschön, Dankeschön, Tschüss, geht zusammen. Ich habe heute schon gedankt. Ich komme mit der Dankfüllung, die noch im Dank ist nach Salzburg. Das war Zeigler und Köster, der Fußball-Podcast von Elffreunde. Ihr hörtet eine Produktion im Auftrag von RTL+. Unser Redakteur im Studio heißt Tim Pomerenke, Audioproduzentin und Sprecherin Henni Koch und am Mikrofon saßen bei Zeigler und Köster, wenig überraschend, Arndt Zeigler und Philipp Köster. Das hat Spaß gemacht!