Arndt! Philipp! Ein schwieriger Tag für uns. Ja, es ist ein extrem schwieriger Tag für uns. Es ist die große Abrechnung mit der deutschen Nationalmannschaft. Es hieß ja eine Bruchlandung und ein Totalschaden sei das der deutschen Nationalelf. Und wir sind zwar kein Versicherungsunternehmen, wir sind nicht die Ergo oder irgendeine anderen großen Schangling-Unternehmen, sondern wir sind nur Zeit lang Köster, aber wir nehmen den Schaden mal auf. Ja, nach dem Vorspann und dann hören wir, dass es eigentlich ja gut losging. Ja. Football unites us all. Zeigler und Köster. Der Fußball-Podcast von Elf Freunde. Jetzt ist er wieder da. Der 16. Tag. Kitzel gar nicht. Arschbacke. Unter Arschbacke. Es ist unglaublich, was hier passiert. Also ich höre das und kriege das ja auch mit, das ist einzigartig. Wahnsinn. So, jetzt. Der Fehlpass wird's. Und das ist die Führung. Und es ist Leroy Sané! Und ich möchte nochmal das modische Sportjournalistenwort sagen, ausgerechnet, ausgerechnet Leroy Sané. Wo immer diskutiert wurde, muss da nicht der Undaf ran, muss da nicht der kleine kantige, knorpelige Stürmer aus Stuttgart ran, statt des filigranen, aber oft lustlosen Stürmers aus der Türkei. Und dann macht er tatsächlich sogar dieses 1 zu 0. Das Problem war nur, das konnte man jetzt im O-Ton nicht hören, der Fuß von Pavlovic war in der Vorbereitung so hoch, das, glaube ich, das Bolschoi-Ballett schon irgendwie angefragt hat, um das als Lehrvideo nochmal bei sich zu zeigen. Also das war definitiv irregulär. Es wurde ja bis dazu gesagt, das früheste deutsche Tor seit 1934. Ich habe jetzt mal geguckt, es war Ernst Lehner für Deutschland im Spiel und Platz 33 gegen Österreich, der in der ersten Minute getroffen hat. Ja, in die schweren Jahre zwischen 1933 und 1945. Ich weiß nicht, ob das in den Rekordbüchern unbedingt vermerkt werden sollte. Auf jeden Fall war es blitzsauber am Anfang und man dachte jetzt, jetzt geht's los, jetzt geht die WM richtig los. Ja, es war vor allem so wichtig, weil man ja immer von der sagenumwobenen Defensivstärke der Ecuadorianer geredet hat und gesagt hat, ganz schwer gegen die überhaupt Tore zu schießen. Die haben in der Qualifikation nur fünf Tore grassiert in ganz vielen Spielen und die sind kaum zu überwinden. Und dann gegen die natürlich so einen Dosenöffner zu haben, schon nach zwei Minuten, wäre eigentlich wichtig gewesen. Aber dann ist es gekippt, unter anderem durch das schnelle 1 zu 1. Der Verlust von Metzger. Und dann war der Dosenöffner, wie du das genannt hast, leicht erotisch konnotiert und der Brustlöser, wie ich ganz harmlos und neutral sage, der war dann gleich wieder verpufft. Also es war wirklich so, dass direkt nach dem 1 zu 0 die deutsche Mannschaft das Spielen eingestellt hat. Also haben wir einfach gedacht, okay, 1 zu 0, das verwalten wir jetzt mal die restlichen 88 bis 95 Minuten. Und selbst Julian Nagelsmann hat das dann Harikiri-Fußball genannt. Also einfach gesagt, ja, die scheinen ja nicht so stark zu sein. Da legen wir uns einfach ein bisschen zurück. Da gehen wir mal an den Pool und holen uns mal eine Pina Colada und warten mal ab, was die so machen. Und das wurde dann sehr, sehr schnell bestraft. Wirklich, mit diesem 1 zu 1. Und danach war groß Chaos angesagt. Ja, es war kein gut anzusehendes Spiel. Das kulminierte dann im 1 zu 2. Das war ja auch völlig verdient, muss man sagen, oder? Wie hast du es gesehen? Bis dahin Deutschland wirklich sehr, sehr fahrig, sehr, sehr unstrukturiert und wirkte wirklich in sich überhaupt nicht wie eine Mannschaft. und das 1 zu 2 war dann irgendwie die logische Folge. Und jetzt wird es unangenehm im 5-Meter-Raum. Antonio Rüdiger im Zweikampf, gut weitergeleitet, ist er drin! Jetzt ist er drin und das ist Verdienst für Ecuador. Gonzalo Plata! Und man muss ja auch schon sagen, vorher hat die deutsche Mannschaft auch schon um dieses 2 zu 1 gebettelt. Also das kam jetzt nicht wie in der 78. Minute quasi so aus heiterem Himmel. War außerdem auch noch, und das macht das Ganze noch ein bisschen heikler, auch noch ein kleiner Fehler von mal einer Neuer, der hinterher auch total angepisst darauf reagierte, als man ihn darauf ansprach. Der sagte, genau so muss ich mich verhalten, was möglicherweise bei einem kassierten Tor ein bisschen schwierig ist als Argumentation. Aber wir müssen mal kurz noch ein bisschen zurückgucken, weil davor lief es ja einfach nicht gut für die deutsche Mannschaft. Und dann war es natürlich so, dass ab der 55. Minute im Stadion in New Jersey die Sprechchüre losging. Dennis Undorf, Dennis Undorf und so weiter und so fort. Und dann kam er auch genau wieder zur 60. Minute und es heißt immer so schön, you don't tell a good joke twice, habe ich gestern schon zitiert. Das hat dann irgendwie gar nicht funktioniert, er hatte zwar zwei ganz gute Aktionen und danach ging er auch einfach unter. Wir können aber mal feststellen, dass ganz, ganz viel schon vorher, also eigentlich nach dem 1 zu 1 wieder Riesenbruch im deutschen Spiel und ganz viel von dem, wo man irgendwie dachte, das funktioniert jetzt. Felix Mirchardt zum Beispiel, ganz fahrig gespielt, nach vorne immer wieder ganz gute Aktionen, aber hinten ein ständiger Unsicherheitsfaktor. Der beste war noch Antonio Rüdiger, wo alle gesagt haben, oh, der könnte der Unsicherheitsfaktor sein. War er gar nicht, war der beste Mann auf dem Platz, meiner Meinung nach. Ja, in allen Benotungen, die man heute lesen kann, sind die drei besten deutschen Spieler, Undaf, Rüdiger und Sané. Die haben alle eine glatte Drei gekriegt, weil sie es wirklich weitgehend ordentlich gemacht haben mit ein paar kleinen Ausreißern, aber alle anderen haben schlechtere Noten bekommen. Oh, ey, aber ganz ehrlich, Arndt, Und wenn schon die Besten die 3 sind, das ist ja wie früher, wenn man selber eine 6 kassiert und dann ging man nach Hause und sagt, ja, ist ganz schlecht ausgefallen, ganz schlecht ausgefallen. Es gab nur 3-3, es gab nur 3-3. Ja, selbst der, die sonst eine 1 hatten, die hatten eine 3. Ist ganz schlecht ausgefallen, da ist meine 5 nicht so schlimm. Aber was mir sonst auch gefallen ist, ist nach dem Spiel gab es natürlich dann wirklich die allgemeine große Zerknirschung. Unter anderem hatte wirklich dann in dem Moment, als in Ecuador alles vor Freude weinte, hörte man dann Dennis Undarff nach dem Spiel folgendes sagen. Ecuador weint vor Glück. Heute hatte ich das Gefühl, bei Ecuador war griffiger, ekliger, als wir die wollten, den Sieg mehr. Ich glaube, das hat man im Spiel gesehen und daraus müssen wir lernen und dürfen es jetzt nicht so schlimm sehen, nur weil wir jetzt ein Spiel verloren haben. Und jetzt frage ich dich, Philipp, was sagt das über eine Mannschaft aus, wenn man während des Spiels schon merkt, der andere will den Sieg mehr? Schrecklich, schrecklich, schrecklich. Und dann wollen die den Sieg halt mehr? Ja, schrecklich, schrecklich, schrecklich. Also das war so entlarvend, weißt du, hinterher gab es ja, da kommen wir auch noch zu, Julian Nagelsmann im Interview nochmal erklärt, ja, wie die Ecuadorianer dann höher gepresst haben und so weiter. Aber eigentlich hat dieser Satz alles verraten, was in der deutschen Nationalmannschaft falsch lief. Denn das war ja das große Versprechen nach diesen gruseligen WM-Auftritten 18, 22, dass da endlich wieder eine Mannschaft auf dem Platz steht, die zusammenhält, die fightet, die unbedingt was erreichen will. Ich kann mich noch erinnern, wir hatten so Gespräche mit Nationalspielern vor dem Turnier, wo alle gesagt haben, das ist gar nicht zu vergleichen. Die Kameradschaft, der Kampfesmut, wir haken uns unter, ganz Deutschland hakt sich unter. Und dann hast du das Gefühl, tritt da eine Mannschaft auf, die sofort verzagt. Das war ja gegen die Elfenbeinküste auch schon so. Von der 30. Bis zur 70. Minute träge und bräsig hinten und überhaupt nicht so, dass man das Gefühl hatte, da ist eine Mannschaft, die will unbedingt. Und Dennis Underv hat das ganz gut auf den Punkt gebracht. Der ist ja ohnehin jemand, der das immer sehr pointiert, sehr, sehr klar sagt. Die wollten es einfach weniger. Ecuador wollte es unbedingt, wurde angetrieben übrigens auch von. Ich schätze mal von diesen 80.000 waren 75.000, ein bisschen übertrieben, aber 65.000 Ecuadorianer, wahnsinnig laut, wahnsinnig brachial. Die waren giftiger, wie es so schön heißt. Aber genau weil das so ist, wie du sagst, weil das eigentlich ja auch kein gutes Zeugnis wäre, zu sagen, wir haben während des Spiels schon gemerkt, dass die anderen mehr wollten, ist Julian Nagelsmann genau bei dieser Frage von Johannes Bekerner total an die Decke gegangen. Und das heißt, das Wissen, dass man als Gruppensieger weiter ist, das hat das letzte Prozent Engagement rausgenommen. Nein, bitte hört auf. Quatsch, ehrlich. Warum wollten die Jungs nicht vollgas spielen? Natürlich wollten sie spielen, aber die anderen wollten es ein bisschen mehr. Nee, die wollte es nicht mehr, weil wir ein bisschen mehr Risiko genommen in vielen Aktionen werden. Natürlich haben wir anders gewechselt, als wir gewechselt hätten, vielleicht in Momenten, wo wir zwingend noch ein Tor brauchen. Aber ich kann jetzt keinem Spieler sagen, er hat nicht Gas gegeben. Das ist mir viel zu plakativ. Dieses Interview habe ich gesehen und hat mich fast so umslos zurückgelassen. Ich meine, Kerner stellt eine total harmlose Frage. Ein Prozent. Natürlich fragt er so ein bisschen, wie kann man daraus lernen und so weiter. Und man weiß natürlich, dass nachher man inzwischen total immer auf die Zinne geht. Da kann er überhaupt nichts mehr sagen, ohne dass er total abschätzig und schmallippig und aggressiv drauf reagiert. Der hat sich übrigens auch schon wieder während des Spiels total unmöglich benommen, diese ständige Gegeifer gegenüber dem vierten Offiziellen. Ich meine, gerade wenn du siehst, dass die Mannschaft ein bisschen verunsichert ist und dann hast du da draußen noch so einen Hampelmann und so einen wütenden Typen, der die ganze Zeit auf die Schiedsrichter einteufelt. Das funktioniert einfach nicht, das soll er mal sein lassen. Und hinterher hat er diese aggressive Grundhaltung dann einfach weiter. Hier steht er bei Kerner, und Kerner steht da ja immer in seinem All-Inclusive-Freizeit-Look inzwischen. Der ist ja auch inzwischen alles egal, was die Klamotten angeht. Der sieht ja aus wie so ein Rucksack-Tourist, wie so ein unangenehmer Backpacker. Stellt er aber dann diese harmlose Frage, ja, vielleicht wollte Ecuador ein Prozent mehr. Und selbst da ging der aus dem Sattel wie Peter Alafi und motzte. Ist Alafi gestützt Schlender, Hannes? Oder? Ja, ich glaube, Schlenderhahn, nicht Hannes. Schlenderhahn, genau. Auf der Galopp-Rennbahn in Weidenpesch. Oder ist das die Trapp-Rennbahn in Weidenpesch? Ich weiß es nicht genau. Oder im Dagelfing. Lotte-Totter-Rennquintett, liebe Freunde. Das war aber ganz schlimm in der Sportschau früher. Und jetzt noch die Zahlen vom Rennquintett. Die heute auf der Galopp-Rennbahn in... Wir kommen vom Thema ab. Du warst noch bei Nagelsmann. Ja, ich war noch bei Nagelsmann und will einfach mal festhalten, dass er so gereizt wirkt, dass ich mich wirklich frage, was ist denn da eigentlich nicht in Ordnung? Also, ich meine, die haben das Kunststück fertiggebracht, die sind Gruppensieger und reisen trotzdem mit mega mieser Laune in dieses komische 16. Finale in die nächste Runde, das muss man erstmal hinkriegen. Ich finde aber ehrlich gesagt, war das notwendig, dass wir so einen Punkt kriegen, wo auch alle ein bisschen runtergekocht werden, Weil ich weiß nicht, wie es jetzt in den USA ist, aber mir ging das schon wieder so ein bisschen, dieses deutsch besoffen sein, dieses jetzt werden wir Weltmeister, weil wir haben Undaf, der ist die Maschine und gegen Undaf können diese ganzen Vinicius und Messi, die können ja alle nix und wir haben ja Undaf und dieses ganze. Ballermann mäßige, sich auf Deutschland jetzt als Weltmeister festlegen und das ist mir so auf den Senkel gegangen, weil es einfach, guck mal, wenn wir uns jetzt genau angucken, was passiert ist. Wir haben gestern schlecht gespielt, wir haben gegen die Elfmeierküste auch nicht gut gespielt und davor haben wir 7 zu 1 gegen Curaçao gewonnen, das war halt ein 7 zu 1 gegen Curaçao. Es ist überhaupt nichts passiert, was Deutschland in den Rang eines Titelfavoriten heben könnte, es ist aber auch noch nichts kaputt gegangen. Genau das ist die Situation, die wir jetzt haben. Wir sind noch im Wettbewerb, das ist gut, wir waren frühzeitig Gruppensieger, das ist gut, wir haben aber nicht richtig gut gespielt, das ist schlecht. Und genau da sind wir jetzt. Das heißt, Deutschland muss sich jetzt steigern. Aber es gibt überhaupt keinen Grund, und es gab bis jetzt keinen Grund, komplett durchzudrehen, dass Deutschland jetzt Weltmeister wird und sonst was. Dafür hat nichts gesprochen. Und dafür spricht im Moment auch nichts. Aber es ist uns auch noch nichts weggenommen worden. Wir können theoretisch trotzdem noch eine tolle WM erleben. Und dann gab es ja zwischendurch auch noch mal die Theorie, die wurde von verschiedenen Leuten geäußert, dass es quasi so ein Stahlbad geben muss. Eine große Krise, durch die eine deutsche Mannschaft durchgehen muss, damit sie dann hinterher den WM-Titel erreichen kann. Die Klatsche 3 zu 8 gegen die Ungarn 54, das innerdeutsche Duell gegen die DDR. 1974, das Mauer-Algerien-Spiel 2014 und daraus aus diesem Stahlbad, aus Stahlgewittern entsteht dann die neue deutsche Elf, die Weltmeister werden kann. Daran glaube ich natürlich überhaupt nicht, weil es jetzt erstens schon zwei richtig schlechte Partien waren, aber du hast ja völlig recht, es ist überhaupt noch nichts passiert. Also du kannst jetzt ein blitzsauberes 16. Finale hinlegen, du kannst ein gutes Viertelfinale hinlegen gegen wen auch immer. Ich glaube, das Problem ist eigentlich, dass wir von so einem, wie du sagtest, von so einem hysterischen Hochplateau kommen. Also wenn man die ersten beiden Spiele realistisch betrachtet hätte, gäbe es jetzt auch gar nicht so eine große Aufregung. Dann würde man sagen, wir kämpfen uns so durch. Ecuador, starker Gegner. Aber ich glaube, die Leute haben wirklich gedacht, wir fahren jetzt nach New York und putzen die einfach weg. Ecuador, schwierig, der Trainer ein bisschen unter Beschuss, der Trainer große Probleme, ist weg, wenn die sich nicht weiterqualifizieren. Die werden wir ja wohl schlagen können. Und das war dann so wieder so typisch deutscher Kartoffelauflauf, typisch deutscher Hochmut. dass es dann wieder heißt, ja, die hauen wir weg. Das ist ja auch gar kein Problem. Und was jetzt natürlich passieren kann, ist, wir haben jetzt ein 16. Finalspiel, was machbar ist, egal, wer es jetzt wird. Und dann haben wir möglicherweise wirklich dieses viel zitierte Frankreich-Spiel im Achtelfinale und dann könnte Schluss sein. Das könnte jetzt so passieren. Und was haben wir dann? Dann haben wir eine deutsche Mannschaft, die nicht ganz mithalten kann mit der Weltspitze, aber die besser ist als die Mittelklasse-Mannschaft. Und genau da stehen wir jetzt gefühlt auch. Und genau da gehören wir aktuell auch hin. Pass auf, ich hatte mich ja sehr auf Frankreich kapriziert, also ich hatte schon quasi die 1 zu 1 Vergleiche, Mbappé und Musiala und was weiß ich nicht alles gemacht, aber dann gehe ich heute im Stadion in New Jersey durch den Presseraum, winke nach links, winke nach rechts, wie man das halt so macht und bleibe hier zu einem Plausch stehen und da und dann läuft mir Gück über den Weg, Günther Klein, der Doppelpartner. Nein, nein, vom Münchner Merkur. Vom Münchner Merkur. Ich dachte immer, Abendzeitung ist Münchner Merkur. Günther Klein, wir plauderten so ein bisschen und so weiter. Und es ist seine letzte WM auch und so weiter. Und dann dachte ich, jetzt befrage ich ihn doch einfach mal, wie er jetzt so die Chance der deutschen Mannschaft sieht. Und ich habe einfach nur zwei kurze Fragen gestellt. Und da hören wir mal kurz rein. Günther Klein, live im Pressezentrum. Bei der deutschen Mannschaft heißt es sehr, sehr häufig jetzt, ja, das Achtelfinale. Da sind dann aber wir auf jeden Fall draußen, weil da warten die Franzosen. Teilst du den Pissimismus? Wenn es der Franzose wird, dann teile ich den Posse-Vismus. Wenn es der Norweger wird, ich glaube, der Norweger hat wahrscheinlich so eine Art Urangst, weil ja in der Nahrungskette dann Deutschland traditionell schon über Norwegen steht und wir praktisch Norwegen verzehren würden, so wie Erling Haaland seinen Lachs. Auf den Anzeigen am New Yorker Times Square. Du bist ja auch so ein alter, zynischer Knochen. Aber gab es irgendetwas, was dich bei diesem Turnier angerührt hat, wo du gesagt hast, deswegen war es gut, hier rüber zu reisen? Für mich war es gut, aufgrund einer persönlichen Geschichte. Die Familie meiner Frau, die lebt in Toronto. Und ich habe meine 97 Jahre alte Schwiegermutter dort im Altenheim besucht. Die ist noch in ziemlich guter Verfassung. Und ja, sie ist 1929 geboren. Und das war ein Jahr, bevor es die WM gab. Also meine Schwiegermutter ist älter als die FIFA-Weltmeisterschaft. Und das finde ich großartig. Günter Klein ist ein sehr geschätzter, langjähriger Kollege, der mich mal in Bremen besucht hat, um eine Homestory über meine Sendung zu machen. Seitdem haben wir immer ganz, ganz latent... Also ganz, ganz sporadisch, aber sehr, sehr angenehmer Kollege. Und ich weiß nicht, wie es dir geht, aber wenn du irgendeine DFB-Pressekonferenz siehst und du hörst, die nächste Frage kommt von Günter Klein, weißt du, da kommt jetzt kein Bullshit. Und er weckt bei mir natürlich auch Heimatgefühle, weil Günter Klein auch aus Augsburg kommt. Aber er spricht nicht richtig Bayerisch-Schwäbisch. Er spricht eigentlich eher Bayerisch. Also ich weiß ja, wie meine Großeltern gesprochen haben und wie meine Onkel sprechen und so. Das ist so eine Mischung aus Bayerisch und Schwäbisch. Schwer zu ertragen, sag ich mal. Aber Gück ist ein guter Typ und ich habe mich sehr gefreut. Das ist ja irgendwie skurril, du bist 8000 Kilometer von Heimat entfernt und dann läuft der Gück über den Weg. Das hat mir sehr gut gefallen. Und weißt du, wie er mich begrüßt hat? Er hat mir gesagt, Jonathan Tay, da ist er ja. Ja, sagt er, Jonathan Tay. Grüße ihn bitte unbedingt von mir. Hab ich schon, hab ich doch schon. Ja, wenn du ihn siehst, ich hab ihn ja gesehen, das ist schon später mal, mein Lieber. Wenn ich ihn nochmal sehe, ich kann sagen, ich kann es ja ständig sehe ich jetzt. Also pass auf, gut, jetzt kommen wir zum ganz, ganz schwierigen Punkt, denn wir wissen ja nach wie vor nicht, gegen wen wir spielen. Ich habe gehört, dass jetzt die mehrheitsfähige neue Theorie ist, es könnte jetzt Paraguay werden. Der Punkt ist, warum könnte es Paraguay werden? Ich verstehe das nicht. Ich verstehe es nach wie vor nicht. Und ich glaube, keiner von denen, die jetzt sagen, ja, jetzt wahrscheinlich Paraguay, versteht es, weil es ist reines Raten. Es ist totales Raten. Am Anfang hieß es ja immer, ja, es könnte Schweden werden. Jetzt könnte es gerade Paraguay werden, nachdem sich aber ein paar Tage alle sicher waren, dass es jetzt bestimmt Schottland wird. Wir sind ja als Gruppenerster durch und dann kommt ein Gruppendritter auf uns zu im 16. Finale und nach allen Berechnungen... Ist momentan am wahrscheinlichsten Schottland im 16. Finale. Das wäre erst mal machbar, oder? War auch mein Tipp bei dem Tippspiel von der Wild-Zeitung davor, der Weltmeisterschaft. Also nicht nur gegen Norwegen im Achtelfinale, sondern gegen die Schotten im 16. Finale. Arndt, ich muss mal sagen, du hast ja schon wenig Ahnung, aber ich habe gar keine Ahnung. Kannst du mir noch mal ganz kurz schildern, was sind die Kriterien? Torverhältnis, Sympathie von Infantino oder was ist der Punkt? Naja, pass auf, es gibt ja diese Liste, diese Übersicht der zurzeit acht besten Gruppendritten. Das gibt es, das ist kein Problem. Nur welcher es aus den acht Gruppendritten dann wird, das ist die Kernphysik der ganzen Nummer. Du weißt eben nicht, welchen dieser acht Gruppendritten kriegen wir dann. Da gab es jetzt Paraguay als Vermutung, Schweden als Vermutung, jetzt Schottland als Vermutung. Die ARD hat übrigens vermählt, dass Schottland schon raus ist. Schottland wird einen ganz schweren Stand haben, beziehungsweise kann jetzt schon sicher sein, dass es nicht reicht. Weil aus der Gruppe mit Cap Verde, da wird der Drittplatzierte mehr Punkte bekommen. Der sagt also, weil Cap Verde und Saudi-Arabien gegeneinander spielen, ist Schottland schon raus, weil einer von denen an Schottland vorbeizieht. Stimmt aber nicht, weil Uruguay gleichzeitig gegen Spanien spielt. Und wenn Uruguay verliert, ist Uruguay nämlich Gruppendritter mit zwei Punkten und hat weniger Punkte als Schottland. Und dann ist Uruguay als Gruppendritter eher raus. Also es ist alles sehr verwirrend. Und da bin ich mal bei einem ganz, ganz, ganz alten O-Ton von mir, der auf einer meiner CDs sogar erschien ist, worauf mich einer unserer Leser hinwies. Und zwar zu einer Zeit, als Weltmeisterschaften noch viel überschaubarer waren. Ich glaube, es ist von der WM 98, als Wolf-Dieter Poschmann versucht hat zu erklären, wer in die nächste Runde kommt. Vier Punkte soll heißen, drei Punkte, dann hätte man vier, müsste aber vier Tore aufholen. Also dann wäre man Gruppensieger sogar mit sieben Punkten. Aber auch schon ein Remis würde erreichen. Dann hätte man nämlich fünf Punkte. Und sogar bei einer Niederlage gäbe es noch Chancen bei Sieg oder bei einem Unentschieden. Bei Sieg oder Unentschieden. Ja, ist doch klar. Bei einem Remis hätte es drei Punkte, wenn sie nämlich vier Punkte holen und Paraguay verlieren. Nee. Also mit keinem Wort kann nicht mehr eingeholt werden. Alles noch möglich in dieser Gruppe und es wäre sogar ein Losentscheid möglich. Sie sehen schon, fünf, sechs Punkte. Also, und das muss ich noch sagen, die haben ein Torverhältnis von vier zu zwei. Also vier geschossen, vier reinbekommen. 2 Punkte, 2 Punkte, kein Tor, 0 zu 0. Hier zum Beispiel 2 geschossen, 3 reinbekommen und auch nur 1 Punkt und minus 1, da haben wir draufgeschrieben, minus 1. Also, gesetzt folgenden Fall. Ja? Wie war das jetzt? Unentschieden. Genau, sie spielen unentschieden. Nee, Moment. Nein, sagen wir, sie verlieren. Also, wir nehmen doch mal, also sagen wir, Nigeria gewinnt, ja, gucken Sie mal her. Nigeria gewinnt. Und hat also drei Punkte mehr, dann hätten sie hier, halt, sehen wir, also neun Punkte. Wären also, ist doch klar, wären durch. Klar, sechs und drei sind neun, wären durch. Brauchen wir uns auch gar nicht drum kümmeln. Aber jetzt nie Paraguay. Paraguay hätte also, sagen wir, zwei zu drei. Würden also zwei Tore schießen. Und jetzt kommt's. Jetzt kommt's, jetzt kommt's. Ja, ja. Dann käme es auf die Tordifferenz drauf an. Alles verstanden? Also ist natürlich kompliziert. Ach Gottchen, Wolf-Dieter Poschmann. Eine Stimme der Vergangenheit. Bisschen wie Ben Wett oder wie Kurt Brumme oder andere. Und schön, dass das nochmal sehr, sehr eindeutig erklärt hat. Wir müssen einmal kurz nochmal... Oh, Moment, Moment, Moment, Moment, Moment. Wieso gerade gemeldet wird? Trio am wahrscheinlichsten. Noch fünf Teams möglich. Deutschlands mögliche Gegner im WM-16. Finale. Das schreibt gerade der Kicker. Es waren ja am Anfang 495 Kombinationen. Und jetzt will ich mal ganz kurz suchen, die Stelle, wo ich jetzt euch allen exklusiv erzählen kann, welche fünf es sein werden. Oder aus welchen fünf die drei kommen, die am wahrscheinlichsten sind. Arndt, liest du jetzt gerade eine Exklusiv-Meldung des Kickers vor und sagst, wir verkünden das exklusiv? Ja, das machen wir aber jetzt mal eben. Jetzt wird es nämlich hochaktuell. Am wahrscheinlichsten ist jetzt, und zwar jetzt zum Stand unserer Aufnahme, ein Aufeinandertreffen mit einem Gegner aus Gruppe D, wo aktuell Paraguay am ehesten den dritten Platz belegen wird. La Aldi Rocha. Albi Roja treffen in der Nacht zu Freitag, also in der kommenden, nee, in der letzten Nacht, das war ja schon, auf den punktgleichen Gruppen 2. Australien. Bei einem Remis würden sie mit vier Punkten sicher in das 16. Finale einziehen. Mit einer Wahrscheinlichkeit, jetzt Achtung, jetzt Achtung, mit einer Wahrscheinlichkeit von 34,6 Prozent wird Paraguay laut Football meets Data der DFB-Gegner im 16. Finale. 26,8 Prozent beträgt die Chance für ein Duell mit Australien, 24,3 Prozent für ein Duell mit Schweden. Deutlich geringer sind dann bereits die Wahrscheinlichkeiten, dass es gegen Südkorea 7,8% oder Schottland 6,4% weitergeht. Jetzt haben wir es doch endlich geklärt. Das ist ja so ein Pornoheft für Mathematiker. Ihr habt kein Wort verstanden. Ich habe schon nach dem ersten Satz wieder vergessen, was du gesagt hast. Aber es ist eine Exklusivmeldung, die wir dem Kicker geklaut haben. Das gefällt mir. Der Kicker beruft sich auf Football Meets Data. Aber was ist denn Football Meets Data? Ist das auch irgendwo in Nürnberg angesiedelt? Ich weiß das auch nicht. Wahrscheinlich ist das so ein Praktikan von den Nürnberger Nachrichten oder so, der Football Meet Starter gegründet hat. Pass auf, du kannst das gerne mal googlen, währenddessen versuche ich schon mal noch die Causa Dennis Underf einzufangen, denn das war ja schon wieder vorher ein Rumgeeier und das hat meiner Meinung nach die ganze Problematik rund um Nagelsmann und seine ganze Personalpolitik auch wunderbar nochmal auf den Punkt gebracht. Der hat ja nochmal begründet, also nachdem es ein Riesenrumgeeier auch gab, ob er spielt oder nicht. Und zuerst gab es ja wirklich eine Meldung von der Bild-Zeitung, die gesagt haben, der spielt. Wir hören mal rein. Nagelsmann hat Entscheidung getroffen. Und auf Knaller. Bild sagt, wer sich jetzt Hoffnung auf die Startelf machen kann und wie groß die Chance ist. Denise Undaf, 29, wird seine Chance bekommen. Startelf-Chance Undaf, 100%. Diese Meldung entbehrt ja nicht einer gewissen Pikanterie, weil. Es ja in Sportjournalistenkreisen durchaus als ausgemacht gilt, dass die allerengsten Verbindungen des Bundestrainer, des Buh-Träs doch durchaus zu dem Blatt mit den großen Buchstaben ist und die eigentlich immer diese Informationen sehr, sehr exklusiv gesteckt bekommen. Insofern möchte ich mal annehmen, dass es durchaus Planspiele gab, Dennis Undar von Anfang an zu holen. Also die werden das nicht einfach erfunden haben, sondern es wird irgendjemand aus dem Dunstkreis schon mal signalisiert haben, wir denken darüber nach, der gute Mann muss in die Startelf. Und dann haben sie sich offenbar anders überlegt. Und aus einem Scoop wurde eine Ente. Oder es ist die gute Boulevardschule, wir hauen einfach was raus, was wir für wahrscheinlich halten. Und wenn es am Ende so kommt, waren wir die Ersten, die es gewusst haben. So wie es bei manchen Transfers und so auch so ist. Dann wird einfach was behauptet. Es haben ja alle gedacht, er spielt. Wir haben es ja auch gedacht. Es haben ja alle gedacht, er spielt. Dann aber kam die bittere Bestätigung gestern in der Tagesschau vor dem Spiel. Und damit kommen wir zur Fußball-WM. Deutschlands Top-Stürmer Dennis Undarff wird trotz seiner 3 Tore auch im 3. Vorrundenspiel der Nationalmannschaft erst einmal auf der Bank Platz nehmen müssen. Also Undarff wird erst einmal nicht spielen. Dennis Undarff bleibt also wieder nur die Joker-Rolle. Dafür wird sehr wahrscheinlich vorne im Angriff wieder Kai Havertz beginnen. Als ich das in der Tagesschau gehört habe, habe ich gedacht, Nagelsmann spinnt. Warum macht er das? Das gibt keinen Grund. Es gibt keinen Grund, Dennis Undorf den kleinen, dicken Undorf auf der Bank zu lassen. Der hätte spielen müssen. Wir haben es ja auch selber gesagt, wir beiden Experten, der muss spielen. Aber er hat sich anders entschieden und er hat es offenbar auch, naja, sinnig begründet ist ein großes Wort. Wir müssen ja immer andersrum denken. Wenn Dennis beginnt, müssen wir irgendeinen Spieler reinbringen. Und wer ist dann der Spieler im Kader, der vielleicht dieser Finisher ist? Und wir haben jetzt nicht allzu viel Spieler im Kader mit der Quote von Dennis. Wir brauchen auch einen, der die Dinge, die andere vorbereiten, am Ende auch zum Abschluss bringt. Und dieser klassische Finisher ist im Kader nur er. Und wenn wir ihn in den ersten 70, 80 drin haben, kann auch sein, dass er Tore schießt. Kann aber auch sein, dass es wie gegen Elfmeinküste 0-1 steht. Und dann müssen wir ihn bringen, der Tore schießt. Und da haben wir nicht so viele im Kader, die das mit der Verlässlichkeit machen wie in Dennis Undaff. Also er sagt, dass Undaff der einzige Finisher ist, den wir in unserem Team haben, der sozusagen die Angriffsvorbereitungen der anderen Spieler vollenden kann. Und ich will jetzt wirklich, also bitte jetzt nicht nach der Niederlage jetzt alles schlecht reden, aber auf mich wirkt es schon irgendwie seltsam, dass der Bundestrainer sagt, ja, wir haben einen Finisher, der kann die Angriffe gut vollenden, aber wir wollen nicht, dass der zu früh torgefährlich ist. Deswegen bringen wir ihn lieber später. Das ist doch unfassbar, da kannst du doch, da kann man das Beispiel ja irgendwie, ein Zverev, der einfach seine Vorhand nicht benutzt. Komm, zwei Sätze, dann gebe ich dem anderen mal einen kleinen Vorsprung. Und ich fand auch die ganze Begründung wahnsinnig merkwürdig, Weil er ja auch irgendwie sagt, ich traue meiner Mannschaft eigentlich nicht zu, bis zur 60. Minute dieses Spiel zu entscheiden. Und dann kommt er, der Finisher. Und das macht mich jetzt schon wieder so aggressiv, das ist schon wieder so ein Fantasiewort. Finisher kenne ich, das sind irgendwelche Hausrauen aus Ennepetal, die irgendwie in Köln den Marathon zu Ende gemacht haben und dann irgendwie so ein T-Shirt kriegen. Aber ey, Finisher, was ist das denn schon wieder? Finisher, das klingt wie Predator oder irgendwie einer, der irgendwie noch Leute umwächst oder Leon der Profi, der Finisher. Das ist schon wieder so ein Angeberwort. Lass uns nochmal, auch bei Dennis Undorf gilt übrigens auch das, was ich vorhin so über diese etwas übersteigerte Deutschland-Euphorie gesagt habe, der ist super gut, der spielt eine super WM und der wird vielleicht auch noch ein, zwei, drei Tore schießen und wird in der Torschützliste relativ weit oben landen, wenn Deutschland noch ein bisschen im Wettbewerb bleibt. Aber er ist wirklich nicht der beste Spieler der WM, der alles in Klump schießt, der alles in Grund und Boden schießt. Deswegen ist auch gut, dass diese Sache jetzt auch mal, dass der gestern mal gespielt hat, mal kein Tor geschossen hat, damit ich alle durchdrehen. Das tut ihm, glaube ich, auch ganz gut für den weiteren Verlauf der WM. Ja, absolut. Und er wird ja auch bei der Weltfußballerwahl jetzt nicht irgendwie, allen anderen irgendwie eine lange Nase zeigen. Darum geht es ja überhaupt nicht. Ich fand die Geschichte ja ganz prinzipiell mit ihm echt gut. Und ich fand vor allen Dingen, du warst der Einzige, der bei diesem ganzen Rumgepimmel und Rumgedödel da vorm Strafraum auch gegen die Elfenbeinküste irgendwie sowas wie Gefahr ausgestrahlt hat. Also diese Schönspielerei und nochmal ein Steckpass und nochmal ein Steckpass und dann nochmal der genervte Florian Wirth und dann nochmal der genervte Jamal Mousiela. Da fand ich ihn angenehm zielstrebig. Aber aus ihm jetzt irgendwie den Wunderstürmer zu machen, ist natürlich auch alles komplett überheizt und überhypt. Und insofern könnte ja, um das Ganze mal ein bisschen ins Positive zu drehen, könnte das ja so eine Art Katasis sein. Katharsis, Katharsis, hi, Frepport. Nein, aber irgendwie so ein Reinigungsprozess, würde ich mal sagen. Eine Katharsis, meinst du eigentlich? Der Altgrieche, der Altgriecher Anzeigler, du meinst eine Katharsis offenbar. Das ist dir offenbar ein bisschen verrutscht, Philipp. Naja, gut. Sag mal, es fällt mir jetzt erst auf, hast du den Vorhang aus deinem ersten Hotel jetzt mitgenommen in das aktuelle Hotel? Weil jetzt hast du wieder so einen hässlichen Vorhang hinter dir. Das ist das Leichentuch von Bayeux oder der Teppich von Bayeux, den ich einfach immer... Nee, pass auf, lass mich auch noch was zu unterfragen. Du bist ja auch jemand, der Söhne hat, die auch mal irgendwie im Jugendfußball gespielt haben, oder? Ja, genau. Und pass auf, ich hab meinen Sohn ja auch, der ist jetzt 25, und seit er 5 war, hab ich ihn komplett durch seine Jugend und so, weil ich war bei jedem Training, war bei jedem Spiel dabei, und ich hab ganz viele Jugendtrainer erlebt. Und was ich an UNDARF toll finde, und ich glaube, was ihn auch so besonders macht, ist ... Dass er all die Sachen macht auf dem Platz, die teilweise unseren Fußballspielen in den Kindern aberzogen werden. Also sobald irgendeiner mal von der Mitglieder schießt oder drei Gegner ausschwanzt, obwohl ein Mann neben ihm frei wäre, einfach weil er nur sieht, wenn ich die ausschwanze, bin ich frei durch, wird er ja zusammengeschissen von manchen Jugendtrainern. Und das wird ja überhaupt nicht mehr zugelassen, dass Spieler so spielen. Und der Unterf hat sich das bewahrt. Und der spielt so, wie wirklich nur noch wenige spielen. Und der hat was, was vielen jungen Stürmern kaputt gemacht wird. Und deswegen ist der, glaube ich, so gut. Und ich glaube auch deswegen wird Lennart Karl so wahnsinnig vermisst, weil der natürlich auch so einer ist, der gerne mal in irgendein aussichtsloses Dribbling reingeht und natürlich dann auch mal hängen bleibt, aber eben auch mal Dinge probiert, die du von diesen ganzen Passmaschinen, die es natürlich auch viele in der Nationalmannschaft gibt, eben selten siehst und das finde ich aber auch ganz gut. Wobei ich aber, wo du gerade so etwas herumkrakeernde Jugendtrainer erwähnt, ich finde, Nagelsmann, wir haben ja schon mal ein bisschen darüber gesprochen, der muss mal ein bisschen ruhiger werden. Also man merkt richtig, wie wahnsinnig nervös der ist, möglicherweise auch wegen der eigenen Bürde, dass er irgendwie nachher Europameisterschaft gesagt hat, ja, jetzt werden wir Weltmeister im Überschwanken der nationalen Gefühle. Also ich glaube, er muss mal versuchen, ein bisschen so seine innere Mitte zu finden. Also die ständige Kaiferei mit Schiedsrichtern, dann diese Schammütze, die muss ich doch mit Kernern nicht anfauchen. Also das ist ja gar nicht satisfaktionsfähig. Das ist so ein gute Launebär, der überhaupt gar keinen Konflikt will. Der fragt mal so ein bisschen links und rechts. Aber selbst Kloppo ist inzwischen nach seinem anfänglichen, seiner saloppen Bemerkung, ist der ja total zahm inzwischen so. Die wollen ihm ja noch nicht mal was. Die sind ja sogar bereit, sich unterzuhaken im Gegensatz zu uns. Deswegen müssen die mal versuchen, so ein bisschen, ein bisschen, ein bisschen mal runterzufahren. Wir wollen auch nicht vergessen, dass Dennis Unterf in dem Spiel gegen die Elfmeinküste so ein bisschen angeschlagen war und selbst ganz anschaulich erklärt hat, was ihm fehlt und weshalb er ein bisschen vorsichtig ist. Ich glaube nichts, dass es was ist. Ich kenne meinen Körper. Ein, zwei Tage Pause und dann geht es schon wieder weiter. Was sind das denn für Probleme? An welcher Stelle? Arschbacke. Und der Arschbacke. Entschuldigung. Arschbacke, da habe ich kurz ein Problem. Als ich das gehört habe, habe ich gedacht, hat er die vom vielen Bankdrücken bekommen oder hat er sich im Spiel gezerrt? Das blieb ja so ein bisschen unscharf. Lass mich noch bitte einen jetzt wirklich ernst gemeinten Satz noch zu Jugendtrainern sagen, weil wir schon mal so ein bisschen hier das Thema hatten. Ich habe einen Jugendtrainer erlebt, den hatte mein Sohn leider, glaube ich, zwei oder drei Jahre. Es war wirklich eine Katastrophe, weil der hat so viel kaputt gemacht bei Kindern, die damals so um die zehn waren. Der hat teilweise Leute diffamiert, weil sie nicht gut genug Deutsch sprachen. Der hat sich benommen wie Felix Maga teilweise. Und der hat mit dem mal eine Schreierei geliefert während eines Spiels. Und zwar war das so, dass wir hatten ein Spiel, ich glaube, wir führten 6 zu 0 oder so. Und mein Sohn hat irgendwie mal, er hat im Zentral-Mittelfeld gespielt, den Ball bekommen und hat einen Gegner ins Leere laufen lassen und dann einen super Pass gespielt. Und ist zusammengeschrien worden von dem Trainer. Und in der nächsten Szene danach hat er das Ganze ähnlich nochmal gemacht, weil er da aber keine Anspielstation hatte. Also er hat gemerkt, okay, ich kann jetzt gar niemanden anspielen. Ich löse das spielerisch. Hat es auch spielerisch gelöst, ist zusammengeschrien worden. Dann habe ich rübergeschrien zum Trainer, ey, da war doch gar keiner frei. Dann hat er, halt die Fresse, Arndt geschrien oder sowas in der Richtung. Und da bin ich dann wirklich etwas angeärgert gewesen. Also ich finde tatsächlich, als Jugendtrainer kannst du ganz viel falsch machen. Ich habe großen Respekt vor denen, die das ehrenamtlich machen und die sich wirklich die Freizeit opfern, um eine Mannschaft zu trainieren. Aber man sollte da wirklich auch ein bisschen Empathie und Gespür dafür haben, wie Kinder sich entwickeln. Ich verrate den Namen nicht des Trainers, weil hier ist Jörg mit Vornamen. Ja, also schwer zu identifizieren, wahrscheinlich in einem kleinen Dorfverein in Kirchwein. Ja, es war in Bremen, es war bei Werder, es war bei Werder. Ach so, siehste mal, siehste mal. Auf jeden Fall, ich würde gerne auch über Jugendtrainer motzen, aber ich war ein schrecklicher Fußballvater auch. Ich weiß nur, dass wir einmal 0 zu 7 zurücklagen, irgendwie die Mannschaft meines Sohnes und dann schossen wir das 1 zu 7. Und dann schrie der Vater des Torschützen, jetzt haben wir sie da, wo wir sie haben wollen. Ich habe das ehrlich mal erlebt. Ich habe mal hinter dem Tor gestanden. Aber das Problem war, der Vater war ich. Ach so, okay. Ich habe es mal andersrum erlebt, aber eine ähnliche Geschichte eigentlich. Da habe ich hinter dem Tor gestanden einfach, weil es da irgendwie schön war. Und unsere Mannschaft führte 10 zu 0. Und dann hat der Gegner das 1 zu 10 geschossen. Und der Torwart des Gegners, das war glaube ich so ein 8-Jähriger, ich weiß gar nicht, welche Jugend das war. Der sagte, kommt wahrscheinlich zu spät. Ja, kommt wahrscheinlich zu spät. Ja, aber auch gut, fand ich, hat mir gefallen. Ey, Jugend- und Abateurfußball, immer wieder sehr, sehr unterhaltsame Perlen. Wir müssen jetzt mal ganz kurz nochmal den Rest vom Schützenfest rekapitulieren. Es ist ja nicht so wahnsinnig viel mehr passiert. Also die USA haben verloren gegen die Türkei. Die Türkei hat quasi nochmal ganz im Schluss, merhaba, ein kleines bisschen Gesichtswahrung betrieben, haben 3 zu 2 gegen den Gastgeber gewonnen. Das hat wahrscheinlich so ein bisschen der Euphorie und der Wahrscheinlichkeit auch ein bisschen den Stecker gezogen, dass Trump nochmal auftaucht. Ich hörte so aus FIFA-Kreisen, dass möglicherweise Trump frühestens zum Endspiel ohnehin wieder auftauchen wird, da wird die USA ohnehin nicht dabei sein, aber dass die Gefahr, dass der jetzt nochmal versucht ein bisschen und den Hype um die US-Boys mitzunehmen, das ist ein bisschen weniger wahrscheinlich geworden durch das 3 zu 2 der Türken. Jetzt überlegt mal, die Türkei hätten auch eine Chance gehabt, wenn Australien gegen Paraguay nicht unentschieden ausgeht und die spielen dann gleichzeitig 0 zu 0. Das ist ja genau auch die Tür und Tor, die wir wieder geöffnet haben bei dem aktuellen Modus, dass es wieder Mannschaften gibt, die vorher genau wissen, wie sie spielen müssen. Und wo jetzt schon gemutmaßt wird, es könnte so ein Deutschland-Österreich-Gijon-Spiel geben in manchen Gruppen, weil beide wissen, 0-0 reicht uns. Und wenn einer ein Tor schießt, wird es schwierig, also lassen wir mal lieber. Das kann passieren bei diesem Modus. Wir haben ohnehin so ein paar Spiele gehabt, wo du das Gefühl hattest, da wurde es in den letzten fünf bis zehn Minuten, weil man wusste, das reicht und das wird schon irgendwie dann zur Qualifikation zur nächsten Runde reichen, da wurde nicht mehr wahnsinnig viel gemacht. Also es gab einen Nicht-Angriffspakt bei Schweden gegen Japan, da hatte man das Gefühl, in den letzten fünf Minuten wurde jetzt nicht mehr so wahnsinnig engagiert angegriffen, weil irgendwie die Tabellenrechner da schon angeworfen worden waren. Ansonsten hat die Elfenbeinküste noch gegen Kurasaro gewonnen. Auch nicht so wahnsinnig hoch, aber immerhin so, dass es dann für den zweiten Platz gereicht hat. In der Gesamtheit können wir mal feststellen, dass die allermeisten Gruppenersten sich doch relativ souverän qualifiziert haben mit sieben Punkten. Da schmieren sogar die Deutschen mit ihren sechs Punkten ein kleines bisschen ab. Also als Gruppenerster nur mit sechs Punkten ist fast ungewöhnlich. Man muss jetzt auch konstatieren, die USA waren schon Gruppensieger, die haben ihr letztes Spiel verloren. Deutschland war schon Gruppensieger, hat sein letztes Spiel verloren. Also es ist auf jeden Fall nicht zuträglich, wenn man zu früh weiß, dass man Gruppensieger ist. Lass uns noch einmal einen letzten Blick, bevor wir aufhören, werfen auf 16. Finale, was schon alles feststeht. Wir haben also Montag zum Spiel der Deutschen, Gott weiß gegen wen. Dann haben wir am Sonntag drauf Südafrika gegen Kanada. Dann haben wir, und das finde ich ein sehr vielversprechendes Spiel, am Dienstag, den 30.06. Niederlande Marokko im 16. Finale. Das könnte ein Knaller werden. Ein vorgezogenes Finale. Dann haben wir USA, Bosnien, Herzegowina steht schon fest. Brasilien, Japan steht schon fest. Und sonst noch keins. Darauf freue ich mich allerdings auch sehr. Brasilien gegen Japan, weil Japan die stärkste asiatische Mannschaft ist. Und Brasilien hat ja gezeigt, dass sie sich renoviert haben und dass sie mit Ancelotti auch offenbar jemanden haben, der dieses sehr exzentrische Ensemble doch sehr, sehr gut disziplinieren kann. Also das werden jetzt sehr, sehr spannende Spiele. Also wenn man jetzt nur denkt, dass diese zweite Runde, das 16. Finale, dann quasi immer noch mal so immer groß gegen klein ist, ist nicht so. Also da gibt es jetzt ganz viele Mannschaften, die durchaus auch weiterkommen können, die vielleicht so ein bisschen unglücklich nur Dritter geworden sind und jetzt gegen Gruppen Ersten ran müssen. Also da freuen wir uns sehr. Ihr Lieben, wir werden morgen weiter die Scherben aufkehren müssen. Wahrscheinlich wird es jetzt noch endlose Debatten geben. Es werden sich die ganzen Experten einschalten. Wahrscheinlich wird... Der Doppelpass in Permanenztagen im Münchner Flughafenhotel. Und wahrscheinlich wird es 150 Ratschläge geben, was jetzt genau passieren muss. Wir haben natürlich auch halbgare Vorschläge. Werden wir uns überlegen, wen wir neu in die Startelf hieven würden. Muss Wolltemar denn nicht mal ran? Was macht der eigentlich? Ja, eigentlich ja, oder? Habe ich auch gedacht. Das ist zum Beispiel was. Das ist eigentlich so ein Spieler, der jetzt vielleicht mal ein paar Sachen reinbringt, die uns bislang fehlten. Ja, den sah man nämlich auch immer mit seinem Ersatzspielerleibchen da rumtouren. Wirkte ganz fidél, wirkte ganz fröhlich. Aber das wäre zum Beispiel jemand, den könnte ich mir sehr, sehr gut vorstellen. Also Underv hat uns jetzt ja enttäuscht, der muss raus. Leroy Sané hat uns auch enttäuscht. Der hatte das zweite Tor auf dem Fuß und das erste war eher irregulär. Also wir werden morgen mit ein paar halbgaren Vorschlägen um die Ecke kommen. Jetzt verabschieden wir euch aber erstmal in den Morgen. Gerade die Schichtarbeiter, wir grüßen die Vorschulkinder, wir grüßen alle, die uns jetzt gleich hören können. Es ist auch bald Bergfest. Wir haben jetzt, glaube ich, den 17. Tag und wir machen ja 35 oder 36 Folgen. Dann geht es bald bergab, mein Lieber. Mental, optisch und auch sportlich. Haben wir nicht den 16.? Ich weiß es nicht. Ich habe den Überblick verloren. Ich weiß nicht. Ich habe auch den Überblick verloren. Es kann auch sein, dass es ein 16er-Messer ist, aber scheißegal. Henni, weißt du schon? Grüße an Henni. Grüße an euch alle. Und danke fürs Zuhören. Ja, wir freuen uns. Auf morgen. Macht's gut, ihr Lieben. Ciao. Dankeschön. Dankeschön. Dankeschön. Bitteschön, Patrick. Danke. Danke. Wir bedanken uns ganz herzlich bei uns. Ja, vielen Dank, meine Herren. Danke. Danke. Bitteschön. Dankeschön. Bitteschön. Vielen Dank, Oliver Kahn. Ja, danke auch für den Stress. Vielen herzlichen Dank dafür. Dankeschön. Vielen herzlichen Dank. Bitteschön. Dankeschön. Ja, dankeschön. Danke. Ich bitte Sie. Also, ja, ich danke Ihnen. Vielen herzlichen Dank. Danke. Bitte. Bitte. Danke. Ja, vielen Dank. Danke, Erik. Ja, vielen Dank, Jens. Danke, das genügt, sagen wir und mit uns die deutsche Mannschaft. Dankeschön, Dankeschön. Tschüss, geht zusammen. Ich habe heute schon gedankt. Ich komme mit der Dankfüllung, die noch im Dank ist, nach Salzburg. Das war Zeigler und Köster, der Fußball-Podcast von Elf Freunde. Ihr hörtet eine Produktion im Auftrag von RTL Plus. Unser Redakteur im Studio heißt Tim Pomerenke, Audioproduzentin und Sprecherin Henni Koch und am Mikrofon saßen bei Zeigler und Köster, wenig überraschend, Arndt Zeigler und Philipp Köster. Das hat Spaß gemacht!