Arndt! Philipp! Moin! Morgen! Guten Morgen! Wir sagen nicht mehr Merhaba, weil du bist jetzt wieder in Bremen und nicht mehr in der Türkei. Ja, ich hab's zurück geschafft und wir machen einfach weiter. Wir müssen den Leuten erklären, es ist jetzt deutsche Zeit 6.28 Uhr und vor gut 20 Minuten ging Österreich gegen Algerien zu Ende und aber auch Argentinien gegen Jordanien. In beiden Spielen wurde gewissermaßen eine WM-Geschichte geschrieben. Ja, und all das müssen wir rekapitulieren, diese WM-Geschichte, diese Historie, die da geschrieben wurde, nach dem Vorspann, die eigentlich, möchte man sagen, fast die österreichische Nationalhymne sein könnten, denn in der Alpenburg-Lieb wird wahrscheinlich gefeiert, aber all das erzählen wir euch nach dem Vorspann mit der Gitarre. Football unites us all. Zeigler und Köster. Der Fußball-Podcast von Elf Freunde. Jetzt ist er wieder da. Der 18. Tag. Jetzt geht die WM richtig los, jetzt haben wir die K.O.-Phase. Gibt's doch gar nicht! Es ist unglaublich, was hier passiert. Wahnsinn! So, jetzt. Messi. Messi wird gezupft, Messi kriegt den Freistoß. Und das ist jetzt aber die ideale Messi-Position. Der Mann liebt den Ball. Und ich habe das Gefühl, wenn Messi am Ball ist, gehorcht ihm der Ball schon ganz automatisch und wird irgendwie Gold. Eine perfekte Freischussposition für Lionel Messi, um eventuell sein 19. WM-Tor zu erzielen. Gegen Österreich wurde er mit seinem Doppelpack zum alleinigen WM-Rekordtorschützen. Messi macht's und Messi trifft! 80. Minute! Der Typ ist ein Phänomen! 19. WM-Treffer. Er trifft in seinem siebten WM-Spiel in Folge. Messi, Messi, Messi, Messi. Das wäre eigentlich die Geschichte des Tages gewesen. Leo Messi schießt auch Jordanien zu Klump, es geht immer weiter und inzwischen hat er älter als 35 deutlich mehr Tore bei einer WM geschossen als früher, also vor er 35 geworden ist, gemacht hat und 3 zu 1 haben sie gewonnen und es war zwischendurch mal ein bisschen mühsam, aber am Ende doch ein souveräner Sieg und alle huldigten Leo Messi, aber danach tat sich beim Spiel Österreich gegen Algerien Besonderes und das in vielfältiger Hinsicht. Ja, also, ich habe das zwar hier laufen gelassen, aber ich habe zwischendurch schon überlegt, jetzt kannst du dich eigentlich auch noch mal eine halbe Stunde hinlegen, weil es sah schon so aus, es bahnte sich so, je später es wurde an, die wollen beide gar nicht mehr, die wissen, dass sie beide weiter sind mit dem 2 zu 2, Iran wären die Leidtragenden gewesen und es wurden Erinnerungen wach an die Schande von Giron, pikanterweise 1982, das Beigeschiebe zwischen Deutschland und Österreich, auch Österreich beteiligt und Algerien war damals die Mannschaft, die die Leidtragenden waren, also die wirklich, rausgedaddelt wurden durch dieses Deutschland-Österreich-Spiel. Und Conny Küpper, der Kommentator von Magenta, hat was ganz ähnliches gewittert und war fürchterlich genervt, zu Recht, von einem überhaupt nicht mehr ansehnlichen Spiel. Also, die haben sich jetzt hier geeinigt. Beide sind weiter. 90. Minute. Ich bin mal gespannt, wie viel der Schiedsrichter hier jetzt noch drauf gibt. Wie lange wir uns das hier noch anschauen werden. Aber das ist schon bemerkenswert. Algerien hätte die Möglichkeit gehabt, Vergangenheitsbewältigung zu betreiben, wenn sie Österreich trotz dieser Ausgangslage aus dem Wettbewerb geschossen hätten. Aber das scheint nicht der Fall zu sein. 90 Minuten jetzt abgelaufen. Vier Minuten obendrauf. Vier Minuten. Schauen wir uns das Zirkulieren des Balles noch an. Die sportliche Integrität, die steht natürlich über allem. Und hier sind zwei Vereine, zwei Vereine, zwei Nationen, die sich mit dem Unentschieden offenbar abgefunden haben. Und an die jüngeren Zuschauerinnen und Zuschauer. So war Gijon damals allerdings über 80 Minuten und nicht nur über eine Viertelstunde. Gar keine Impulse mehr. Und jetzt werden die Pfiffe lauter. Das wollen auch die Zuschauer nicht. Spielt Fußball der Wunsch von den Rängen. Und auf dem Rasen wollen sie einfach nur, dass Abpfiff ist, damit sie sicher in der Zwischenrunde stehen. Alle, die es mit dem Iran halten, haben vermutlich inzwischen den Fernseher ausgestellt, weil sie wissen, hier passiert so oder so nichts mehr. Und das Ganze hat natürlich einen Fadenbeigeschmack. Es gibt ja mal den schönen Satz, Geschichte wiederholt sich nicht, es sei denn als Farris. Und es war natürlich nicht ganz so schlimm wie bei der Schande von Giron, wo ja wirklich 85 Minuten lang fast der Ball hin und her geschoben wurde. Hier waren es eher die letzten 20 Minuten. Aber gerade als Conny Küpper und viele andere sehr, sehr, sehr, sehr genervt waren, passierte Folgendes. Aber das hier, was wir hier jetzt in den letzten 15 Minuten gesehen haben, das hat ja mit Fußball überhaupt nichts zu tun. Aber dann plötzlich. Aber dann plötzlich. Das wär's jetzt. Maris! Das gibt's nicht! Das gibt es nicht! 90 plus 3! Österreich ist raus! Wahnsinn! Wahnsinn! Das ist die Rache für Girón! Das ist unfassbar! Riyad Mahrez mit dem 3 zu 2. Sie haben sich einlullen lassen, die Österreicher. Ich habe das Spiel schon zugemacht und dann kommt der Pass. Das gibt es nicht. Sind die kalt. Eiskalte Killer. Wahnsinn. Österreich verabschiedet sich hier aus diesem Turnier. Keiner, keiner hat damit noch gerechnet. Aber vielleicht war es der große Plan. 44 Jahre nach der Schande von Gijon. Bitte schön, hier ist die Quittung, ist das übel. Und jetzt natürlich ein letztes Aufbäumen der Alpenrepublik. Jetzt sind sie dran, jetzt müssen sie den Ausgleich erzielen. Also wir fassen mal zusammen, 90 Minuten plus X sieht es aus, als wenn gar nichts mehr passiert. Dann schießt Algerien, die sich nicht mehr an diesen Nicht-Angriffspakt halten, plötzlich aus dem Nichts das 3 zu 2 Österreich wäre draußen im Fernsehen. Massenweise österreichische Fans zu sehen, die nah an den Tränen sind, Weil sie denken, jetzt ist alles vorbei. Österreich wechselt, verzweifelt nochmal Karlajcic ein. Eigentlich ist die Nachspielzeit auch schon vorbei. Und dann geht es so weiter. Wahnsinn! Was für eine Schlussphase! Das ist das verrückteste Spiel, das ich je gesehen habe. Karlajcic ist drin. Ein bisschen was gibt es noch obendrauf. Was war das denn? Die zirkulieren 15 Minuten den Ball, lullen die Österreicher ein. Und plötzlich stechen sie zu. Eiskalt. So bitter für die Österreicher. Und jetzt nochmal. Gregoritsch schlägt quer. Kaleicic! Kaleicic! Das ist Fußballgeschichte, was wir hier erleben. 3 zu 3. Österreich, Kalei Zitsch eben eingewechselt. Er schießt Österreich zurück in die Karofahne. Leute, Leute, Leute, das kannst du alles keinem mehr erklären. Und Österreich ist wieder da. Und dieses Spiel geht auf ewig in die WM-Geschichtsbücher ein. Leute, Leute, Leute, es ist 6 Uhr morgens und das ist der Abpfiff. 3 zu 3. Und jetzt müssen wir mal ganz kurz innehalten. Also Österreich macht noch den Ausgleich und ist damit auch weiter, was natürlich ein großer Triumph für Ralf Rangnick war. Gleichzeitig muss man sagen, dass sich Österreich überhaupt so schwer tun würde in dieser Gruppe, hatten eigentlich gar nicht so viele vermutet. Österreich galt wie viele andere als einer der 35 Geheimfavoriten bei diesem Turnier. Aber man hat sich doch sehr, sehr schwer getan. Und jetzt ist man auch eigentlich ziemlich unbedrängt in Not geraten gegen Algerien, aber mit einem wahnsinnig glücklichen Ende. Algerien spielt jetzt gegen die Schweiz und Österreich hat Spanien in der zweiten Runde im 16. Finale. Wir haben beide schon viele Spiele gesehen, aber ich habe diesmal wirklich, Riccardo Basile, Gänsehaut gehabt. Ich war ganz kurz davor, ein paar Tränchen im Augen zu haben. Es ist ja immer schön für uns, für so alte, abgefuckte Hasen, die schon so viele Spiele gesehen haben, wenn man dann plötzlich doch wieder was sieht, was du so noch nie gesehen hast. Und das war heute so ein Moment. Der alte, zynische Knochen, da hat er doch noch Gefühle. Unter anderem auch noch als Piefke bei den Österreichern. Das freut uns doch wirklich sehr. Kann natürlich sein, dass das Leiden nur ein bisschen verlängert worden ist und dass natürlich gegen Spanien gleich das Ausscheiden dann vorprogrammiert ist. Es gab bei uns noch, und da machen wir mal eine kleine Retrospektive, vor diesem Spiel noch eine Pressekonferenz mit Ralf Rangnick, in der er bereits Benachteiligungen gegenüber den großen Mannschaften wittert. Und wir hören mal ganz kurz rein. Was ich auch ein bisschen schade finde, oder ja, schade ist noch ein bisschen vorsichtig ausgedrückt, Und das haben wir selbst auch erlebt im Spiel gegen Argentinien. Auch gestern war das der Fall beim ersten Tor für Deutschland. Und es gab, glaube ich, noch zwei, drei weitere Spiele jetzt schon im bisherigen Gruppenverlauf. Da wünsche ich mir schon, dass die VARs eben auch wirklich ihr Amt ausüben. Und zwar unabhängig davon, wer da gerade gegen wen spielt. Ob in der einen Mannschaft Deutschland spielt oder Argentinien oder wer auch immer. Im Moment drängt sich so ein kleines bisschen der ungute Verdacht auf, dass in solchen Situationen man sich nicht immer getraut, gegen die vermeintlich größere Nation die Entscheidung zu treffen, die man eigentlich hätte treffen müssen. Ja, das könnte ja interessant werden, weil jetzt spielen Sie ja selbst auch gegen einen Großen, gegen den sie sicherlich ungern benachteiligt werden wollen, gegen Spanien also. Das Spiel ist dann übrigens am Donnerstag. Bis dahin haben sie Zeit, sich von dem Spiel heute zu erholen. Und man muss ja auch mal sagen, dass sich Ralf Rangnick dann so sehr mobs, dass die großen Teams immer vom VAR bevorteilt würden. Völlig unklar übrigens, weil man von den großen Teams redet, Deutschland auch noch dazu zählt. Ansonsten wirken solche Deep-State-Erzählungen ja immer so ein bisschen merkwürdig und kontraproduktiv, weil sich diejenigen, die diese Klage dann vortragen, dann auch immer ein bisschen klein machen. Also Motto dort die Mächtigen und die Großen und Einflussreichen und hier die kleinen Schwachen wie Österreich, die den Intrigen machtlos ausgesetzt sind. Diesmal hat es erstmal gut funktioniert. Man stelle sich nur vor, dieses Tor der Österreicher durch Kalajic wäre durch den VHR zurückgenommen worden, weil irgendwann vor drei Minuten noch irgendjemand da irgendwie falsch gehustet hat. Das wäre der größte Albtraum gewesen. Aber also Österreich ist weiter, die Argentinier sind weiter, die Engländer sind auch weiter, die sich richtig schwer getan haben gegen Panama, aber am Ende sind es ja souveränen Gruppensieger geworden. Portugal gegen Kolumbien war auch ein totales Gewürge, ging 0 zu 0 in Miami aus und auf den Rängen in Miami waren glaube ich ausschließlich Kolumbianer und glaube ich da 100 bis 400 Portugiesen. Also so langsam lichtet sich das Teilnehmerverhältnis und... Lieber Arndt, Dr. Kongo, Dr. Kongo praktiziert weiter. Dr. Kongo, Sie sind also tatsächlich einer der besten acht Gruppen Dritten geworden. Ja, beeindruckend. Und ich stelle mir Dr. Kongo ja inzwischen wirklich so vor wie Dr. Mathisen in Dekelsen. Also weißt du, so ein gutmütiger Hausarzt, der noch für jede Seniorin fährt einmal vorbei und hat ein gutes Wort und sagt, hier kommen Sauerampfer oder was Homöopathisches. Also Dr. Kongo praktiziert weiter, richtig gute Performance und natürlich große Euphorie auch, dass es einfach weitergeht. Die Kaverden, die haben die Kaverden noch nicht, wir sind ja zu früh ins Bett gegangen. Du, ich nicht. Du musst ja noch im Shuttle zum Flughafen habe ich Cap Verde geguckt. Merhaba, ein letztes Mal noch. Merhaba. Also das ist auf jeden Fall eine sehr, sehr positive Sache. Da gab es ja wirklich sehr, sehr viele gerührte Anhänger. Ich meine, so ein kleiner Staat, ich glaube, von der Einwohnerzahl Düsseldorf und Paderborn zusammengerechnet, aber jetzt bei der WM geht es weiter. Hätte niemand mitgerechnet. Absolute Außenseiter sich. Ich habe mich auch übrigens gefragt, wer sind ähnliche Außenseiter, die das mal geschafft haben. Mir ist eingefallen, Costa Rica 1990, da sind sie ja bei ihrer ersten Teilnahme im Viertelfinale dann erst ausgeschieden, Nigeria 94 Gruppensieger, Senegal 2002 Frankreich besiegt und im Viertelfinale ausgeschieden und Costa Rica 2014. Aber ansonsten ist das ziemlich outstanding. Es waren manche Anhänger richtig gerührt. Ich freue mich so toll, aber so toll. Hättest du das gedacht? Nein. Ich kann diese Fußballmannschaft nicht. Und ich frage, wieso? So, Philipp, und jetzt mache ich das, was du überhaupt nicht magst. Ich relativiere jetzt mal die WM aus deutscher Sicht noch mal ein bisschen. Denn wenn wir Kap Verde jetzt haben, dann muss man ja sagen, wir maulen ja rum, dass die Deutschen gegen Ecuador verloren haben. Wir haben aber bei vielen größeren Mannschaften total enttäuschende Spiele dazwischen gehabt. Spanien 0-0 gegen Cap Verde, Portugal hat gegen Dr. Kongo unentschieden gespielt, die Schweiz 1-1 gegen Katar, die eigentlich wirklich nicht satisfaktionsfähig waren bei dieser WM, Ecuador 0-0 gegen Curaçao, die haben zwar gegen uns gewonnen, aber gegen Curaçao 0-0 gespielt. Insofern ist natürlich jetzt die große Frage, sind die Deutschen jetzt die viel zitierte Turniermannschaft, die jetzt eigentlich erst richtig loslegt oder ist es trotzdem alles besorgniserregend? Rudi Völler hat eine ganz klare Meinung dazu. Wir wissen, das wissen auch die Spieler, dass da noch ein bisschen Luft nach oben ist und auch da bin ich total optimistisch, jetzt geht die WM richtig los, jetzt haben wir die K.O.-Phase. Vorher war es auch wichtig, klar, man muss es ja erstmal so schaffen, wie wir es geschafft haben. Und da, klar, auch da ist mein Glaube und Hoffnung da und auch berechtigt. Es fehlt nicht mehr viel, dass die nur richtig zündeln, aber wir wissen ja alle, dass klar, du brauchst die Spieler dann auch, wie das ähnlich bei anderen Top-Nationen auch ist, die müssen dann funktionieren. Wir müssen uns nochmal kurz in Erinnerung rufen. Es hat ja zuvor eine kleine Debatte gegeben, ob es möglicherweise ein minimal und mit dem bloßen Auge kaum wahrnehmbares und dennoch größeres Engagement der Ecuadorianer gegeben hat als der Deutschen. Aber unter ein Prozent, unter ein Prozent, das ist wichtig. Genau, und Julian Nagelsmann hatte das ja brüsk zurückgewiesen im Gespräch mit Johannes B. Kerner, im Gegensatz zu uns zu Undaf, zu Kimmich und nahezu allen anderen. Und das hat dann doch jetzt Rudi Völler in seiner ganz klassischen Rudi-Hermeneutik abgeräumt, Tenor, das musste Julian so sagen, er muss die Spieler doch in Schutz nehmen. Also Motto, ihr Journalisten kennt auch das Geschäft und wie könnt ihr ihn so fehl interpretieren? Das eigentliche Problem ist ein bisschen, dass selbst Rudi Völler inzwischen auch über Julian Nagelsmann so mitleidig und verständnisvoll spricht wie über so einen etwas renitenten Schüler in einer Klassenkonferenz. Also weißt du, wo dann so der Elternvertreter sagt, ja, der meint das doch gar nicht so. Und das ist ein guter Junge, der steht sich hin und wieder ein bisschen selber im Weg. Wie gesagt, Rudi Völler war, glaube ich, da, um die Wogen ein bisschen zu wetten. Und weißt du, lieber Arndt, wie Rudi Völler bei Spiegel Online genannt wurde? Nein. Der DFB-Muntermacher. Ist das nicht schön? Der Mundtermacher. Der holt mich an den Kühlschrank. Pass auf, aber ich habe noch einen interessanten Gedankengang gehabt, den ich gerne mit dir diskutieren würde. Ich habe jetzt nochmal bei der ganzen Diskussion über Deutschland drüber nachgedacht und habe, ich bin ja nach wie vor der Meinung, dass man alles personell so machen kann, wie Julian Nagelsmann es macht. Ich verstehe nur nicht, warum er nicht einen müh, psychologisch geschickter war. Denn wenn du zum Beispiel die ganze Unterfssache, die hättest du doch komplett vermeiden können, wenn du den einfach, erstens, wenn du diese Pressekonferenzen nicht gegeben hättest nach den Testspielen, und wenn du ihn einfach in ein, zwei Testspielen eingesetzt hättest, dann hätte ja Folgendes passieren können. Er schießt in jedem Spiel drei Tore, dann musst du ihn halt einsetzen. Aber es hätte auch sehr gut passieren können, dass er dann einfach ein- oder zweimal mittelmäßig spielt und nicht trifft. Dann hättest du alle Diskussionen nicht, die du jetzt hast, wenn er vorher zwei so mittelprächtige Spiele gemacht hat und eben nicht in jedem Spiel reinkommt und sofort trifft. Das hätte er sich alles ersparen können. und diese Neuer-Geschichte. Hätte er sich auch ersparen können, wenn er ein bisschen sensibler mit Oliver Baumann umgegangen wäre. Wenn nicht dieses Mitleidige, zu Recht Mitleidige mit Oliver Baumann gewachsen wäre, dass alle gesagt haben, ey, wie kann man dem das jetzt antun und dem armen Kerl und so weiter. Wenn das offener gelaufen wäre und transparenter und man hätte am Ende gesagt, ja, aber jetzt spielt erstmal Manuel Neuer und Oliver Baumann ist aber cool damit, dann wären die ganzen negativen Vibrations, die ganzen Stimmungen, wären gar nicht entstanden. Also jetzt wirklich im Prinzip nur dieses das mit Unterknicken können und kneifen können und das mit Neuer anders lösen müssen, dann hätten wir eine sehr viel positivere Grundstimmung. Also wir können schon mal festhalten, dass es eine ganze Menge psychologischer Fehlleistungen gab. Ich glaube, taktisch kannst du tatsächlich ihm gar nicht so sehr an Karren fahren, will ja auch eigentlich keiner. Ich glaube, dass er ja auch in seinem ganzen Wirken von einer gewissen Grundsympathie der Anhänger begleitet worden ist. Übrigens auch der Presse, also Julian Nagelsmann, das darf man auch immer nicht vergessen, der hat über viele, viele Monate eine blendende Presse gehabt. Also gerade rund um die Euro24, In den Monaten danach, selbst als es schon eine leichte konjunkturelle Delle gab, da haben ganz, ganz wenige Zeitungen geschrieben, da macht er aber was richtig falsch. Ich finde, dass er jetzt so bockig ist und die ganze Zeit so angenervt und angepisst, das ist schwer zu erklären. Aber du hast schon recht, vielleicht können wir da ja vielleicht auch noch ein bisschen mal drüber reden, weil wir jetzt ja auch gerade Bergfest haben. Es gab bei jedem großen Favoriten, vielleicht bis auf die Argentinier und ein bisschen auch auf die Franzosen, die nur ein bisschen schwer ins Turnier gekommen sind, eigentlich überall miese Spiele. Natürlich starren wir Deutschen trotz allem immer auf uns selber und stellen fest, ja, trotzdem, niemand ist so schlecht wie wir oder niemand wird so sehr vergeigen und wir reißen erst recht mit dem dicken Hintern ein, was wir mit den Händen aufgebaut haben. Aber das kann man schon relativieren zu sagen. Oder wenn du auch so Mannschaften siehst, die Portugiesen haben heute gegen die Kolumbianer gruselig gespielt, also richtig gruselig. Als kein Favorit. Ja, pass auf, das war ja auch so, kann ich mir nochmal sagen, in Folge 5, 6, 7, 9 oder 11, die Lottozahlen, Renk Vinted, habe ich mal gesagt, die Portugiesen verstehen gar nicht, warum die Geheimfavorit sind. Und dann hob doch ein Protest schon mal und alle sagten, ja der PSG-Block und der Ronaldo, der will es ja auch nochmal wissen, natürlich sind die Geheimfavoriten, das haben sie echt nicht erkennen lassen, also wurden teilweise von den Kolumbianern auch richtig in Nöte gebracht. Ja, und das zieht sich aber durch, wenn du dir das Teilnehmerfeld anguckst. Portugal, wie gesagt, hat underperformed. Die Engländer sind zwar Gruppensieger geworden, aber so richtig super begeistert haben die auch nicht. Gut, Argentinien. Argentinien fällt ein bisschen raus und Frankreich fallen raus. Ich würde sagen, das sind bislang die herausragenden Mannschaften. Aber dann haben wir Spanien, die haben halb so viele Tore geschossen wie Deutschland in ihrer Gruppe und auch nicht richtig geglänzt. Da sind sie zwar auch Gruppensieger geworden, aber wie gesagt, unentschieden gegen Kap Verde. Belgien in einer sehr schwachen Gruppe sind die Gruppen Erster geworden. Die Niederlande haben gegen Schweden gezaubert, aber haben auch gegen Japan zum Beispiel nicht besonders gut gespielt. Und gegen Tunesien sind sich auch so ein bisschen schwer getan. Also es ist gar nicht so verkehrt, was Rudi Völler sagt, dass eben wirklich manchmal erst die Karten neu gemischt werden, wenn die K.O.-Spiele losgehen. Und was übrigens noch interessant ist, um diesen neuer Gedanken nochmal zu beenden, jetzt spreche ich ein bisschen zurück. Wir haben auch Mails bekommen, wo Leute geschrieben haben, ey, den hätte man nie zurückholen dürfen. Zurückgetreten, ist zurückgetreten, sowas da, macht man nicht, dann ist der halt zurückgetreten, aber das ist eigentlich auch eine Sache, die in der Geschichte des deutschen Fußballs immer wieder stattgefunden hat. Ich hab nochmal ein bisschen zurückgegraben, Uwe Seeler war schon zurückgetreten als Kapitän der Nationalmannschaft und ist zurückgeholt worden für die WM in Mexiko und hat eine super WM gespielt, obwohl alle gesagt haben, ey Helmut Schön, wie kann der so doof sein, wir haben doch Gerd Müller, wir brauchen doch Uwe Seeler gar nicht, der darf gar nicht spielen. Ich weiß noch, 1978 hat Helmut Schön versucht, Beckenbauer und Grabowski nochmal zurückzuholen. 1982 hat er Breitler zurückgeholt. Also solche Sachen hat es immer gegeben. Mal sind sie gut gegangen, mal sind sie nicht gut gegangen. Also dass das mit Neujahr ein Schlag ins Wasser ist, das ist für mich jetzt auch noch nicht so ganz final klar. Nee, ist es auch nicht. Ich glaube, dass diese Debatte ohnehin so ein bisschen entgleist ist in jedes Extrem. Also eine sagt natürlich, so ein alter. Fehlsichtiger Torhüter, der ohnehin nichts mehr kann und der runter geht wie eine Bahnschranke. Bein nachzieht. Ja, und das Bein nachzieht und die Stützstrümpfe hochzieht und Doppelherz einwirft und so weiter. Und die anderen sagen, ja, Manuel Neuer, das ist der, der schlottert jedem Gegner das Bein, der schießt extra daneben, weil da ein Torwart ist, der kurz nach dem Mauerbau mal Weltmeister geworden ist. Da ist die Aura so unfassbar groß, was natürlich alles Unfug ist. Das ist genauso, wir hatten eine Zuschrift, sehr freundlich und sehr liebevoll, aber dann auch die These vertrat, ja das macht doch auch was mit dem Gegner, wenn Undaf sich wahr macht in der 60. Ich wette mit dir, 95 Prozent aller Gegner bei dieser WM haben noch nie was von Dennis Undaf gehört und fragen sich, wer der kleine kompakte Knirps ist, der sich da jetzt da wahr macht. Also diese Vorstellung, dass irgendjemand schlottert oder irgendjemand Angst hat oder irgendjemand denkt, hui, das ist auch mal eine Aura, wenn sich dann ein deutscher Spieler wahrmacht oder das spielt, das halte ich eher für Quatsch. Wir müssen mal einen kurzen Blick drauf werfen, weil es dort unterschiedliche Meinungen gab. Der nächste Gegner heißt jetzt Paraguay. Mats Hummels wurde zitiert mit, ja, der erwartet schwere Gegner und vielleicht nicht ganz so gut wie Ecuador, aber trotz allem sehr, sehr ernst zu nehmen. Und dann muss ich sagen, das fand ich total reizvoll, setzt sich Jonas Friedrich, einer unserer Lieblingskompetenatoren, in den Frühstücksclub da bei Magenta und sagt folgendes. Das ist in meinen Augen ein Pokalspiel. Also mit jetzt vielleicht nicht Amateur gegen Profi, aber... Regionalliga. Ja, so ähnlich. Das ist ja Wahnsinn. Das ist kein Gegner. Bei allem Respekt vor Paraguay, das ist eine drittklassige Mannschaft. Und das kann keine ernsthafte Herausforderung sein für die deutsche Nationalmannschaft im 16. Finale. Ja, es ist auch wirklich so. Bitte jetzt nicht als dicke Hose machen verstehen. Ich glaube trotz allem, dass Deutschland das Spiel erstmal gewinnen muss und auch gut spielen muss. Aber Paraguay ist wirklich ohne wenn und aber einer der schwächsten Mannschaften, die weitergekommen ist. Die haben 1 zu 4 gegen die USA verloren, hätten da auch höher verlieren können, haben gegen die Türkei gewonnen, zwar nach 7 zu 32 Torschüssen, hätten das Spiel hoch verlieren müssen und haben dann 0-0 gegen Australien gespielt und das war auch eher schmeichelhaft. Also sie haben dreimal nicht gut gespielt und sind jetzt im 16. Finale. Wenn die sich jetzt nicht völlig neu erfinden, dann sind sie wirklich einer der schwächsten Gegner, die es noch gab. Ja, aber ich finde es trotzdem sehr reizvoll, dass Jonas Friedrich sagt, das ist kein Gegner für die deutsche Mannschaft. Irgendwie finde ich das schön, weil da stellt man sich dann so eine bierbäuchige Thekentruppe vor, die schon besoffen nach dem Frühschoppen auf dem Platz stolpert und sich von den Deutschen abwatschen lässt. Ich meine, ja, es ist, na gut, nur Paraguay hört sich jetzt auch schon fies an. Also es ist sicherlich die Mannschaft mit der schwächsten Performance, aber die Deutlichkeit, die Deutlichkeit von Jürgen Fräben, das fand ich schon ganz gut. Also Nase hoch, dass es reinregnet, das ist doch schön, fand ich gut. Noch eine interessante Beobachtung gestern von Almut Schuld, als Co-Kommentatorin bei Cap Verde war sie im Dienst und Almut Schuld hat, was ich wirklich erstaunlich fand, daran erinnert. Das war gestern, Cap Verde war Spiel Nummer 64 bei dieser WM. Spiel Nummer 64 war bei den letzten WMs immer das Finale. Also wir haben jetzt so viele Spiele gesehen, wie wir normalerweise früher bei der ganzen WM gesehen haben. Und jetzt geht die Kaufer so erst los. Und wir halten mal fest, das ist trotz allem wahrscheinlich die kleinste WM, die wir noch jetzt in den nächsten Jahren erleben werden. Denn ich habe mich heute nochmal umgehört, nachdem ich gestern schon die kühne These vertreten habe, dass bald die Aufstockung kommt. Glauben viele inzwischen, gerade weil es aus Südamerika kommt, wo inzwischen sehr, sehr viel Lobbyarbeit betrieben wird, dass doch bitte, bitte schon zur nächsten WM aufgestockt wird. Und in Saudi-Arabien ist es dann ohnehin schon so. Und wo wir gerade bei solchen Zeiterscheinungen sind, ich finde es total schön, dass mittlerweile in jedem Stadion die Zuschauer pfeifen, wenn die Trinkpause ist. Das sollte man auch so als Ritual so beibehalten. Weil das ist ja wirklich auch der Hohn. Das ist wieder eine der Entscheidungen, wo klar ist, es geht nicht um den Fußball. Ich frage mich, wo ich es auch... Jetzt pass mal auf, jetzt pass mal auf. Verschwörungstheorie. Du siehst die Spieler auf Magenta. Und die Werbeblöcke sind alle verkauft, schon während der Trinkpausen. Das muss ja irgendwann passiert sein. Also irgendwann müssen die ja diese Werbezeiten verkauft haben. Und das haben sie wahrscheinlich nicht gestern gemacht, sondern wahrscheinlich haben die gemerkt, es gibt Trinkpause, können wir Werbung verkaufen. Also irgendwie spielen das Spielchen auch mehrere Leute auch mit. Ja, clever gedacht, lieber Arndt. Und das letzte Mal, dass du clever gedacht hast bei uns, als du jetzt glaube ich gestern oder vorgestern verkündet hast, dass Frankreich Titelfavorit ist. Da möchte ich mal sagen, da hub ja in der Kommentarspalte durchaus ein bisschen mit spöttischem Unterton an. Oh, da hat aber einen rausgehauen. Das ist eine gewagte Prognose von Mahlend. Frankreich Titelfavorit, wie kommt da drauf? Moment, Moment, aber jetzt zu meiner eigenen Ehrenrettung. Ich meine, bislang war der Tenor eigentlich immer, ja, Spanien und Frankreich und Argentinien und so weiter. Und ich finde, aber Frankreich ist nochmal ein Stück weiter als Argentinien und Spanien. Ja, ist ja gut. Das wollte ich damit sagen. Komm mir doch einfach richtig zu. Da brauchst du nicht laut werden. Da brauchst du nicht laut werden. Ich habe es doch verstanden. Ich habe doch verstanden. Die einzige Mannschaft, ich glaube wirklich, die einzige Mannschaft, die das Zeug zur Titelverteidigung hat, ist Argentinien. Um das nochmal zu bekräftigen. Ja, der Ant, der lehnt sich immer sehr, sehr weit aus dem Fenster. So, historisch wird es jetzt, mein Lieber. Ich habe das schon angekündigt. Den Tag genau vor 72 Jahren war. Nein. Die WM. Jahren wurde bei der WM in der Schweiz 1954, also auf dem Weg zum Wunder von Bern, wurde eine Transition begründet, nämlich dass Deutschland in der WM Zwischenrunde oder im Viertelfinale dauernd gegen Jugoslawien spielt. Das ist dauernd passiert, viermal insgesamt und 1954 zum ersten Mal in einem Spiel, in dem Deutschland übrigens damals noch Außenseiter war. Also sie waren ja bei der Schweiz-WM waren sie ja überhaupt kein Favorit, sondern haben sich so weiter gemogelt durch dieses taktische 3 zu 8 gegen Ungarn und dann ein Entscheidungsspiel und dann kam Jugoslawien und da haben ganz viele gesagt ne Jugoslawien, die sind zu gut und die waren auch gut und haben das deutsche Tor belagert. Das war eigentlich ein Spiel auf ein Tor, das dann aber durch zwei Geniestreiche der deutschen Mannschaft entschieden wurde. Wir hören eine wunderschöne zeitgenössische Reportage von Gerd Krämer, dem damaligen Radiokommentator. Der Ball kommt flach zu Eckel. Eckel jetzt in die Mitte, wo Schäfer steht. Schäfer, der ganz groß gekommen ist. Und ein schöner Pass von Morlock zu Schäfer. In die Mitte wird gefoult. Schäfer von Boschko, dem jugoslawischen Läufer. Und schon läuft der Ball wieder wunderbar. Das deutsche Stürmerspiel. Jetzt auf halb rechts zu Ottmar, der sich anbietet. Wieder Schäfer dreht den Ball. Artistik 2-3 Schöne Hochzieher und jetzt kommt bald Schäfer und Tor! Das müssten Sie jetzt sehen, liebe Hörer in Deutschland. Schade, dass wir kein Fernsehen hier haben, wie die deutschen Spieler die Arme hochwerfen, wie glückliche Kinder, wie sie zusammenlaufen, wie sie den glücklichen Schützen Schäfer, der eine Wunderleistung gebracht hat, zwei-, dreimal hat er den Ball hochgezogen, so wie es die Uruguayer, die Urus, die Brasilianer machen. Brasilianen hat er gespielt und dann am herauslaufenden Biara vorbei den Ball noch ins rechte Eck gehoben. Also Deutschland führt 1 zu 0 nach elf Minuten. Noch fünf Minuten und Gefreistoß, gefährlicher Freistoß, fast in der Mitte, etwas links abgesetzt. Die ganze deutsche Mannschaft mit Ausnahme von zwei Spielern bildet eine Mauer. Torek steht sprungbereit vor dem Tor, auf der Torlinie. Jetzt, jetzt. Bobik läuft an, einen langen Anlauf, sechs, acht Meter. Schießt, schießt, abgeprallt von der deutschen Deckung. Jetzt Nachschuss, Morlock heraus, Laband abgewehrt und jetzt auf rechts außen zu Rahn. Und da kämpft sich Schäfer nach vorne, Brauho Schäfer für diese Laufleistung. Und da ist der Rahn frei, kurft dem jugoslawischen Tor zu, Rahn an Horvath vorbei, schießt, Tor! Tor! Tor! Tor! Dann ist das die Möglichkeit! Tor! Dann haben sie vier Jahre später bei der WM in Schweden schon wieder gegen Jugoslawien gespielt, 1-0 gewonnen. Nochmal vier Jahre später bei der WM in Schiede wieder gegen Jugoslawien. Da sind sie rausgeflogen im Viertelfinale mit 0-1. Und bei der WM in Deutschland, 74, gab es ja kein Viertelfinale, gab es eine Zwischenrunde, da gab es auch wieder Jugoslawien. Einer der großen deutschen Länderspielgegner, die Jugos. Es hieß aber vorher gegen die Jugos, oh die Jugos, die spielen so ein bisschen unsauber. Ey, die Jogos, die Jogos, das erinnert mich ohnehin. Dass immer in den 80ern und 70ern gab es einfach noch so wahnsinnig viele Nationenzuschreibungen, die Italiener, ich meine, heute fressen die Deutschen wie die geisteskranken Nudeln, aber in den 70ern, die Spaghetti-Fresser, oder die Kümmeltürken, oder wie es immer hieß. Die Urus, die Urus, und auf die Urus müssen wir auch nochmal kommen, die Urus. Das Spiel lief ja auch gestern, während ich auf dem Weg zum Flughafen war. Während Cap Verde sich also gerade rühmlich auf Platz zwei geschoben hat, haben die Urus den schlechtesten Auftritt, den man sich denken kann, hingelegt. Also ich glaube, schlechter kann man nicht verlieren bei einer WM, als die es jetzt wirklich über mehrere Wochen hingezogen haben. Ihr ewiger Dauerkrach mit dem Trainer, dann Dauerquereen in der Mannschaft, irgendwie mag sich da keiner gefühlt. Und dann fliegen die raus, und sie fliegen nicht einfach nur raus, weil sie schlecht sind, sondern sie fliegen auch raus, weil sie dann um sich treten. Und da haben wir den Kollegen Jan Platte von Magenta, der angeekelt war, was Uruguay da wirklich gestern gezeigt hat. Sie verlieren die Kontrolle. Varela mit dem Ellbogen im Gesicht. Das ist sowas von gelb. Canobio ist sowas von drüber. Und der Umparteiische lässt sich alles gefallen. Canobio kommt dazu, also fahrt nach Hause. Das ist glatt rot, Canobio. Er hat darum gebeten die ganze Zeit schon. Ja, völlig irre. Jetzt fasst er den Schiri an. Also das ist wirklich so drüber. Der Schiedsrichter ist einfach so schlecht, dass er das alles mitverantwortet. Ja, Agustin Canobio, lauf nochmal auf den Platz, komm, mach nochmal irgendwas. Also Wahnsinn. Einfach peinlich. Und das war in der Tat eine unerquickliche Treterei und zum Schluss hat es ja, wir haben es gehört, Canobio dann ja in der 95. Minute noch die rote Karte kassiert. Einer, der richtig, richtig, richtig sauer war, war hinter Marcelo Bielsa, der Trainer, der wirklich sehr, sehr enttäuscht von sich war und natürlich auch von der Mannschaft. Er hat auf Englisch dann gesagt, if you ask how they are going to remember me, they will remember me as having left nothing. Also soll heißen. I think I spyder, I understand only railway station. Also ich will nur sagen, equal goes it loose. I am now so long in America that I can't understand you anymore. Ich will nur sagen, Matteo Bielsa sagte, es ist leider Gottes nichts geblieben von mir. Ich gehe ohne ein Vermächtnis. Ich gehe ohne eine Legacy, wie die jungen Leute sagen. Also das ist einer der ganz, ganz großen Verlierer. Und man muss auch sagen, wie die sich betragen haben auf dem Platz, wie die sich verhalten haben gegenüber dem Trainer. Es muss ein tiefes, tiefes zu wirfen. Es muss Hass und Neid und Missgunst zwischen Mannschaft und Trainer gegeben haben. Also das ist die schmählichste, muss man sagen, die schmählichste südamerikanische Performance, die seit langem bei so einer Weltmeisterschaft zu sehen war. Und das ist insofern ja auch ein bisschen tragisch, weil die ja nächster Mitgastgeber sind. Und jetzt verabschieden sie sich als so eine Prügeltruppe, so eine eklige. Und sie haben es hinbekommen, der schlechteste Gruppendritte zu werden. Auch nicht schlecht. Da haben wir alle gesagt, naja, du kannst ja kaum ausscheiden, weil Gruppendritter wirst du ja immer irgendwie und sonst was. Und sie sind der schlechteste Gruppendritte von allen zwölf. Aber ungewohnt geht es erstmal mit den etwas weniger Spielen weiter. Wir haben heute nur ein Spiel. Ich weiß gar nicht, wie ich damit umgehen soll. Wir haben heute nur ein Spiel heute Abend. Wie, nur ein Spiel? Ernsthaft? Ja, wir haben heute nur Südafrika gegen Kanada. Das ist krass. Warum denn eigentlich? Da kommt gleich das Blaulicht bei dir im Hintergrund. Ja, höre ich wohl. Ja, Herr Köster, kommen Sie mal mit. Wir haben heute ein Spiel, morgen zwei Spiele und übermorgen drei Spiele. Alter, heute erst mal nur noch eins. Wir werden wie so ein Schweigekloster. Wir werden uns gar nichts mehr zu sagen haben. Ich weiß auch nicht, was ich sage. Wir werden nur noch definitiv und werden 16 Mal den Dödel-Content-Jingle einspielen. Na toll. Ich würde Bielefeld und Paderborn und Güterslohe Witze machen. Paderborn kommt sehr, sehr übertrieben oft vor in dem Podcast, übrigens, finde ich. I think a spider, würde ich mal sagen. So, liebe Freunde, damit sind wir bereits am Ende unserer kleinen Retrospektive. Ich glaube, es war wirklich ein dramatischer Tag mit sechs Spielen, einem österreichischen Weiterkommen. Ich glaube, ihr werdet narrisch. Wahnsinn. Das war jetzt aber gar nicht österreichisch, das war bayerisch. Es ist spät in der Nacht bei mir. Es ist 0.26 Uhr. Liebe Freunde, ich sage auch nicht mehr herbar, ich sage einfach nur gute Nacht und wir sind morgen wieder für euch da. Ja. Mit nur einem Spiel und viel Schweigen. Das Schweigekloster Zeigler und Küster. Bis morgen, ihr Lieben. Macht's gut. Danke euch fürs Zuhören. Dankeschön. Dankeschön. Bitteschön, Patrick. Danke. Wir bedanken uns ganz herzlich bei uns. Ja, vielen Dank, meine Herren. Danke, danke. Bitteschön. Dankeschön. Bitteschön. Vielen Dank, Oliver Kahn. Ja, danke auch für den Stress. Vielen herzlichen Dank dafür. Dankeschön. Vielen herzlichen Dank. Bitte sehr. Dankeschön. Ja, Dankeschön. Bitteschön. Ja, Dankeschön. Danke. Ich bitte Sie. Also, ja, ich danke Ihnen. Vielen herzlichen Dank. Danke, bitte. Bitte, danke. Ja, vielen Dank. Danke, Erik. Ja, vielen Dank, Jens. Danke, das genügt, sagen wir und mit uns die deutsche Mannschaft. Dankeschön, Dankeschön, Tschüss, geht zusammen. Ich habe heute schon gedankt. Ich komme mit der Dankfüllung, die noch im Dank ist nach Salzburg. Das war Zeigler und Köster, der Fußball-Podcast von Elf Freunde. Ihr hörtet eine Produktion im Auftrag von RTL Plus. Unser Redakteur im Studio heißt Tim Pomerenke, Audioproduzentin und Sprecherin Henni Koch und am Mikrofon saßen bei Zeigler und Köster, wenig überraschend, Arndt Zeigler und Philipp Köster. Das hat Spaß gemacht!