Arndt! Philipp! Darf ich dich was fragen? Bitte schön. Bist du immer noch der Meinung, dass Jürgen Klopp nicht Bundestrainer wird? Das werden wir gleich klären. Ich werde zurückrudern, wie wir jungen Leute sagen. Ich werde zurückrudern. Aber lieber Arndt, ich möchte auch sagen, wir haben es jetzt gerade richtig tief spät in der Nacht. Ich hatte eigentlich gehofft, dass ich dich mit Granufink und den frischen Tiena Man ins Bett schicken kann. Aber dann liefert Belgien und dann liefert England so dramatische Spiele und kommen beide auch noch weiter. Über all das reden wir aber nach der kleinen Einschlafmusik für Arndt. Die kleine Nachtmusik, gespielt von Mozart und von unserer Gitarre. Nein, nein, nein, Philipp, was du nicht wissen kannst, wir haben heute eine andere Anfangsmusik und zwar mit einer Gitarre als Muntermacher. Harry Kane, was ein Hammer. So, jetzt. Mikro geht nicht. 8. Jetzt. Number 8, White, will play the ball. And the number 8, in green, kicks the foot of the attacker. For that reason, the final decision is penalty. Arndt, ich hoffe natürlich sehr, dass du jetzt mit mir den Podcast noch abhalten kannst und dich nicht schon wieder gleich an deine DJ-Maschine setzt, um einen neuen Top-Hit rauszubringen. möglicherweise ein Vogtstück mit Ska-Einflüten. Nein, nein, das war überhaupt nicht. Das war die Stimme von Hector Said Martinez aus Honduras, der der Schiedsrichter war bei Belgien gegen Senegal und der einen weiteren kulturellen Höhepunkt geliefert hat. Diese Schiedsrichteransagen sind immer klasse irgendwie. Also er erklärt, warum es einen Elfmeter gibt und zwar zwei Minuten vor Ende der Verlängerung, als alle schon dachten, gleich gibt es ganz viele Elfmeter. Es gab nur den einen, denn Thielemans hat den reingemacht. Juri Thielemans mit der Chance zum Doppelpack. Thielemans! Wie souverät kann man einen Elfmeter der Drucksituation schießen? Das war Philipp Sommer von der ARD und hat das natürlich sehr schön rübergebracht, wie dramatisch das alles war. Thielemanns hat den Elfmeter dann verwandelt und es klingt so ein bisschen wie so ein Edeka-Markt im Nordhorn, war aber der Matchwinner. Und vorher war es gar nicht mal so, dass der geheimste aller Geheimfavoriten, nämlich Belgien, dieses Spiel dominiert hätte, Pustekuchen. Das war nämlich so, wenn man ganz ehrlich ist, muss man sagen, Belgien... War Mucksmäuschen tot und Mausetot. Denn das Spiel lief ja folgendermaßen. Mann. Nee. Lukaku mit einer Idee, kommt nicht durch. Aber jetzt hat er die Chance! Und jetzt macht er ihn! Unsichtbar bis hierher! Romelu Lukaku, was ein Spieler! Zwei Minuten noch regulär. Moreira, Trossard. Das glaube ich nicht! Das glaube ich nicht! Telemanns schenken die innerhalb von drei Minuten das Spiel leer. Und es war bei mir hier so, während ich das Spiel geguckt habe, ich habe tatsächlich schon innerlich so den Abgesang auf Belgien. Ich habe gesagt, das war wieder typisch, echt Belgien, wie man es erwartet. Und so der Abgesang auf eine große Mannschaft, die klassische zu Ende gehende goldene Generation, wo nur noch Reste übrig sind und so weiter. Und dann haben die das Spiel gedreht. Wie hast du sie gesehen? Ich war auch ein bisschen enttäuscht und ich habe mir dann schon vorgestellt, wie Kevin De Bruyne, der gute alte Kevin De Bruyne und man kann als Disclaimer, als Maschinenraumeinblick nochmal verkünden, dass du zwischendurch sogar melancholische Bilder rumgeschickt hast von dir mit dem sehr, sehr jungen Kevin De Bruyne und irgendwie habe ich gedacht, der wird Tränen umflort und an alten Krücken und mit seinen Stützstrümpfen, weil er ja das Bein nachzieht, vom Platz marschieren und sagen, das war es jetzt endgültig für die goldene Generation, die nur ausschließlich aus Katzengold besteht, aber dann wie so ein Untoter. Wie in so einem wunderbaren Zombiefilm, Dawn of the Dead, kommen sie alle aus ihren Löchern wieder raus, die Belgier, und gewinnen noch 3 zu 2. Und der Senegal, der war am Boden zerstört. Es gab heute noch ein paar unwürdige Szenen, unter anderem Senegals Cis schmiss sich dann noch mal sehr, sehr gefakt hin, guckte erst mal, dass der Schießrichter guckt und warf sich dann noch mal hin, um zu zeigen, hier ist aber eine schlimme Tätlichkeit passiert. Aber zwischendurch fand ich den Senegal sehr, sehr überzeugend im Auftreten. Also eigentlich, und das haben wir auch schon festgestellt, ich glaube, wir hätten gegen alle verloren. Sogar gegen Dr. Kongo und gegen den Senegal. und gegen England natürlich, und gegen Melibetten, gegen alle, alle, die da im Achtelfilie haben, aber die haben alle besser gespielt als die deutsche Elf. Ich habe übrigens gerade nochmal geguckt, es waren 19 zu 19 Torschüsse heute zwischen Belgien und Senegal, also eines der ganz wenigen, total ausgeglichenen Spiele auch. Wir haben ja ganz oft Spiele gehabt, in denen Mannschaften mit wenig Mitteln es trotzdem irgendwie geschafft haben, trotz großer Unterlegenheit, was zu holen wie Australien gegen die Türkei, bei irgendwie Torschussverhältnissen von 7 zu 32 oder so, oder wir haben hohe Siege gehabt, aber wir haben sehr viele ungleiche Duelle gehabt und jetzt fängt es anscheinend an, dass es jetzt in der K.O.-Runde richtig spannend wird, weil die Mannschaften jetzt wirklich immer mehr auf Augenhöhe sein werden. Dass es sehr viele ausgeglichene Partien gibt, haben wir auch gesehen bei Dr. Kongo, unser sympathischer Landarzt gegen England. Denn Dr. Kongo ging in Führung 1 zu 0 und alle jubilierten, zumindest die, die so ein bisschen mit jungen und engagierten Ärzten die Daumen halten. Und das war ein blitzsauberes Spiel, muss man sagen. Und zwischendurch wurden Statistiken rumgereicht, zwei Drittel aller Zweikämpfe, zwei Drittel des Ballbesitzes von Dr. Kongo. Da habe ich zwischendurch gedacht, gibt es da vielleicht eine kleine Sensation? Man sah, dass Thomas Tuchel das ohnehin wenig vorhandene Essen aus dem Gesicht fiel. Um die ganze Dramatik dieser verschiedenen Tore, es gab dann natürlich noch zwei von Harry Kane, die aufgeblieben sind oder die es geguckt haben, werden es wissen. Der kurze Spielfilm in Toren. Flank ist nicht schlecht. Ist sogar sehr gut und vielleicht die erste richtig gute Chance und das gibt es nicht. Sie führen, Kongo führt Brian Siphenger. Und in Kane, da ist er. Harry Kane. Kane. Harry Kane! Was ein Hammer! Englands erlöst! Die Kollegin Christina Graf war das. Also 2 zu 1 durch zweimal Harry Kane, vor allem das zweite Tor, war eins der Marke, das hat die Zuschauer von den Sitzen gerissen. Das war wirklich so ein typischer Harry Kane aus der Szene, die eigentlich gar nicht so gefährlich schien, weil er war eigentlich total gut abgeblockt und der Strafraumstand voller Spieler. Und er läuft dann einfach außen rum und jagt den ins kurze Eck. Provokante Frage, Philipp. Was glaubst du, wie gut wäre England ohne Harry Kane? Große Frage. Ich glaube, alle englischen Spieler wissen, was sie ihm zu verdanken haben. Zumal dieses zweite Tor, das fand ich wirklich, nicht zu verteidigen war. Also es war jetzt auch nicht so, dass man dem Kongo irgendwie hätte vorwerfen können, dass er schlampig verteidigt hätte. Hat er nicht, aber er umkurfte mit einer derartigen Penetranz die Abwehrspieler und schoss ab. Das war beeindruckend. Und man sah in dieser Situation, das war auch schön, wie alle anderen Spieler da niedersanken, während Harry Kane in Richtung Auslinie rannte. Unter anderem auch Jude Bellingham, bei dem ich jetzt immer daran denken muss. Javier Caceres von der Süddeutschen Zeitung hat mir erzählt, dass sie einen Leserbrief bekommen haben, in dem gesagt wurde, es kann doch nicht sein, dass immer nur bei Bellingham die Religion davor geschrieben wird. Und bei allen anderen nicht. Gut, ist das nicht schrecklich? Ich muss leider immer dran denken, jedes Mal. Auf jeden Fall war Jude Bellingham sehr, sehr erfreut, sank da nieder, bog seinen Körper nach hinten, war wahnsinnig erleichtert und es war, das muss man ja auch mal sagen, die Abwendung einer richtig großen Katastrophe. Also wenn ich mir vorstelle, England wäre jetzt gegen Dr. Kongo ausgeschieden, also Tuchel wäre auch noch eine halbe Stunde Nationaltrainer geblieben und es heißt ja immer, jetzt sind die Engländer aber mal dran, das fällt ein bisschen schwer zu glauben, wenn du die Franzosen gesehen hast und wenn du die Argentinier gesehen hast, aber die sind auf jeden Fall eine Mannschaft, die unbedingt mindestens ins Halbfinale vordringen wird, wenn sie sich stabilisieren und natürlich, das muss man sagen, der absolut entscheidende Mann ist Harry Kane, weil er macht die Tore. Es gibt ja seit ein paar Jahrzehnten, seit 20 Jahren glaube ich ungefähr, es ist populär zu sagen, dieser Spieler macht den Unterschied. Aber ich glaube, es gibt weltweit keinen Spieler, der so sehr in einer Mannschaft den Unterschied macht wie Harry Kane an normalen Tagen. Also man könnte ja auch provokant fragen, nicht nur, wie gut wäre England ohne Harry Kane, sondern wie gut wäre zum Beispiel Deutschland, wenn Harry Kane da vorne rumlaufen würde. Wäre eine ganz andere Mannschaft eigentlich. Also jetzt nichts gegen die deutschen Stürmer, aber es wäre, wenn du den da drin hättest mit der Präsenz und der Treffsicherheit, dann wärst du wahrscheinlich noch im Wettbewerb. Natürlich wäre es großartig, wenn wir Harry Kane hätten, aber wir haben, um mit Julian Nagelsmann zu sprechen, leider, leider, leider, leider, nur Dennis Unter. Bevor wir hier auch nochmal den Sargdeckel über Dr. Kongo, über unseren sympathischen Landarzt zumachen, müssen wir natürlich noch über eine strittige Situation reden. Es gab nämlich einen, es gab eigentlich keinen, aber es hätte einen Elfmeter geben sollen, wenn es nach Lutz Wagner gegangen wäre. Wir hören mal rein, wie Christina Graf die Situation, wo Harry Kane, wie es so schön heißt, den Elfmeter ziehen will, ihn dann aber am Ende doch nicht bekommt. Vielleicht die Riesenchance vor der Pause für Harry Kane und das muss den Strafschluss geben. Aber da sieht der Schiedsrichter anders, und zwar Schwalbe. Und dann spielt er erst den Ball und dann trifft ein paar sie ihn. Klar will er den Kontakt, aber es ist auch einer, für mich ist es schon eher ein Strafstoß. Harry Kane. Und wir fragen mal nach bei unserem Schiedsrichter-Experten. Lutz Wagner, wie siehst du es denn? Also eins ist klar, der Kontakt am Fuß ist eindeutig. Und ich glaube auch, dass Harry Kane den Ball durchaus auch noch hätte erreichen können. Allerdings geht der Schiedsrichter davon aus, dass er vorher abspringt. Er steht gut, dann müssen wir das so akzeptieren. Ich sage, aufgrund des Kontaktes hätte es hier auch durchaus Strafschuss geben können, weil den Ball spielt der Torhüter nicht. Für alle, die es nicht gesehen haben, Harry Kane mit viel Zug zum Tor, geht er in den Strafraum am Torwart vorbei und der Torwart fährt das Bein aus und Kane fällt drüber. Wir haben ja Lutz Wagner gehört, der gesagt hat, also da kann man schon Elfmeter geben. Erstmal muss ich sagen, das ist ja einer meiner Lieblingshasssätze, Hass setze, weil ich mal sage, nein, nein, nein, bitte, Elfmeter gibt man nicht, weil man sie geben kann, sondern Elfmeter gibt man nur, weil man sie geben muss. Und ich finde, an der ganzen Schilderung, nichts gegen Lutz Wagner, aber der ganzen Schilderung siehst du in meinen Augen die Probleme, die wir in deutschen Stadien ganz oft haben mit solchen Elfmetern und da siehst du einen Schiedsrichter, einen Internationalen, der das Ganze aber fantastisch löst. Denn ich finde auch, wenn du dir die Szene anguckst, dass das kein Elfmeter sein darf und zwar aus dem ganz einfachen Grund. In Deutschland wird mechanisch draufgeguckt und wird gesagt, okay, der berührt den, ja, da ist ja ein Kontakt, also musst du den Elfmeter geben. Und der Schiedsrichter hat in meinen Augen das total gut gemacht, dass er gesagt hat, naja, aber du siehst auch, dass Harry Kane da reinlaufen will in das Bein. Du siehst, dass er gar nicht drüber springen will, selbst wenn er könnte. Und du siehst, dass er nichts anderes will, als von diesen Beinen getroffen zu werden. Deswegen ist mir egal, ob er ein Kontakt ist oder nicht. Ich gebe den nicht. Was sagst du? Exakt. Genauso sehe ich das auch. Fußball ist ein Kontaktsport. Da wird es immer mal wieder kommen, dass ein paar Schienbeine aufeinander prallen. Da muss es nicht immer automatisch Strafstoß geben. Du hast gesagt, nichts gegen Lutz Wagner. Ich sage doch was gegen Lutz Wagner. Ich habe bei Lutz Wagner leider immer ein bisschen das Gefühl, dass dessen Antworten ungefähr so zufällig sind, wie wenn Peter Bond das Glücksrad dreht. Also Kontakt war da, Kontakt war nicht da. Man hat immer das Gefühl, das ist manchmal ein bisschen sehr, sehr zufällig. Ich kann auch, ehrlich gesagt, diese Formulierung nicht mehr hören, so und so zieht den Elfmeter. Also ich finde, man zieht lose oder den kürzeren oder Leine oder den Hut, aber man zieht keinen Foul und auch keinen Elfmeter. Und in dem Fall finde ich es dann eben auch mal ganz gut, dass nicht diese Monstersanktionen, nämlich dieser Elfmeter gegeben wurde, in der Situation, in der das einfach nicht klar ist. Ich bin ohnehin der Meinung, Im Zweifel immer gegen den Stürmer. Also wenn dem irgendwie das Knie weggetreten wird oder wenn der richtig gefällt wird, aber in diesen Situationen, in denen natürlich zwei Leute mal aufeinander prallen, dann immer sofort bloß, weil sich der Stürmer hinwirft und schreit und brüllt und jammert, dann sofort einen Strafstoß zu geben, finde ich in aller Regel oder bei 60 bis 70 Prozent der Fälle völlig überzogen. Aber wie gesagt, ich finde, das ist eines der Grundübel der Schiedsrichterentscheidung, vor allem auch bei Handspielen, sodass du nie nach der Intention gehst oder, nach dem Grund dieser Szene, sondern du gehst immer nach irgendwelchen Parametern und sagst, okay, Hand ist so in dem Winkel und sonst was. Du pfeifst viel korrekter. Deswegen auch nochmal Lob an den Schiedsrichter des Spiels. Das war Adam Makratmeh aus Jordanien. War bestimmt total korrekt ausgesprochen. Der das wirklich in der Szene gut gemacht hat. Und wir können jetzt ja mal festhalten, dass es ein bitterer Tag für die afrikanischen Teams waren. Also Senegal und Dr. Kongo beide ausgeschieden. Um Dr. Kongo tut es uns natürlich ganz besonders leid. Aber der englische Patient ist weiter. Und auch die Belgier, die zumindest jetzt noch ein bisschen weniger Geheimfavorit sind. Aber wir sind uns auch einig. Also mit dem Titel werden die, mit dem, was sie da geboten haben, nichts zu tun haben. Nee, werden sie nicht. Es ist aber trotz allem auch interessant, auch wenn Dr. Kongo heute ausgeschieden ist und Senegal auch, beide mit wirklich guten Spielen. Wir haben trotzdem ein Achtelfinale jetzt vor uns, wo wirklich viele Mannschaften spielen, die nicht aus Europa sind. Paraguay wird gegen Frankreich spielen, Kanada gegen Marokko, dann haben wir noch Brasilien drin und wir haben noch Mexiko drin. Also es sind viele europäische Mannschaften draußen, also prozentual sicherlich, ohne dass ich jetzt gezählt habe, mehr als bei anderen Turnieren. Wenn wir gucken, wie alles schon ausgeschieden ist, Tschechien, Schottland, Türkei, Schweden, Deutschland, die Niederlande, Portugal oder Kroatien werden auch noch rausfliegen, Spanien oder Österreich werden auch noch rausfliegen und Italien war gar nicht erst dabei. Also Europa ist arg gerupft bei dieser WM, also alles, wo man immer dachte früher, manchmal hast du auch mal ein Halbfinale, sind nur europäische Mannschaften im WM-Halbfinale, das alles winkt dieses Jahr nicht. Also dieses Jahr ist das sehr gemischt, was die Erdteile angeht. Ja, aber ich prophezeie mal, spätestens im Viertelfinale sind dann wieder Europäer und Südamerikaner wie bei jedem großen Turnier unter sich. Da gibt es ja vielleicht eine Überraschungsmannschaft, aber ansonsten sind das, glaube ich, dann wieder die üblichen Verdächtigen. Also ich habe diese Hoffnung eigentlich immer, dass das mal ein bisschen anders wird und ein bisschen diverser von den Erdteilen und Kontinenten, aber... Diese Hoffnung ist in aller, aller Regel leider vergeblich. Wir müssen jetzt natürlich uns dem großen Themenkomplex, wie ein ARD-Brennpunkt, jetzt einfach mal dem deutschen Team widmen. Denn was da losgegangen ist in den letzten Tagen, das spottet wirklich jeder Beschreibung. Also man kann als allererstes mal sagen, um mal bei Julian Nagelsmann zu bleiben, der heiß diskutierten Personal in dieser Tage. Er hat, möchte ich mal sagen, einen Downgrade im öffentlichen Ansehen erlebt, weil jetzt plötzlich das große Scherbengericht mit nahezu allen, die irgendwie noch eine Rechnung mit ihm aufhaben, die werden jetzt beglichen. Ich muss ganz ehrlich sagen, es gibt sehr, sehr große Qualitätsunterschiede in der Berichterstattung. Wenn du die seriöseren Medien nimmst, ist es ja keine Kampagne in dem Sinne, sondern du hast das Gefühl, es ist wie so ein Polaroid-Foto, was sich so vor unseren Augen langsam entwickelt und immer deutlicher wird. Nachdem wir jetzt vorgestern das Gefühl hatten, okay, Deutschland ist raus, da wird jetzt wahrscheinlich, also da darf es einen weiter so nicht geben. Gestern hat es nun wirklich dann die erste Diskussion gegeben, steht Klopp Gewehr bei Fuß und was wird das jetzt? Und du hast das Gefühl, jeden Tag wird es irgendwie immer klarer. Die Überschriften sind, Debakel bei der WM, ist Nagelsmann nun verbrannt? Der Trend ist klar, Klopp für Nagelsmann, Bundestrainer vor ungewisser Zukunft, katastrophale Kommunikationen. Nagelsmann droht das aus, Klopp steht bereit. Es ist unverschämt, wie Nagelsmann auf seinen Scheitern reagiert, hat Fokus geschrieben. Also das Gefühl ist, da ist nicht mehr viel Spielraum jetzt eigentlich. Du hast das Gefühl, je mehr man drüber nachdenkt, desto klarer ist, dass das keine Zukunft hat. Ich glaube, man muss wirklich differenzieren. Die Boulevardkampagne gegen ihn ist ganz schön fies. Die ist unangenehm, ja. Die Bildzeit und Supporter haben ihn ja offenbar am Flughafen aufgelauert. Also diese ganze Witwen-Schüttler-Nummer, mal zu gucken, was macht er. Dann wurde ihm vorgeworfen, dass er verdächtig gut gelaunt ist. Und dann hat man sich gefragt, was soll er machen? Soll er sich schwarz kleiden wie bei einer sozialischen Mafia-Beerdigung oder soll er ständig schluchzen, zusammenbrechen und jammern und an eine Klagemauer fahren? Das ist ja alles totaler Quatsch. Aber es gibt eben eine ganze Menge Vorwürfe, die jetzt nicht nur bei der Bild oder in anderen Boulevardblättern geäußert werden, sondern eben auch in größeren, naja, vermeintlichen Intelligenzblättern. Also ich kann das mal kurz zusammenfassen. Er soll mit den Spielern nicht geredet haben. Viele Spieler sollen gewartet haben, dass Nagelsmann endlich mal das Gespräch mit ihnen sucht. Er soll El-Mala angelogen haben, was die Nachnominierung angeht. Dann soll er seine eigenen Prinzipien hintergangen haben, beispielsweise indem er erst verkündet hat, nur Stammspieler mitzunehmen, um dann aber den Bayern rechts draußen Goretzka als Schlüsselspieler zu benennen und ihn dann schließlich doch nicht spielen zu lassen. Und dann gab es das ganze erratische Gewechsel gegen Ecuador, was mir ehrlich gesagt rund um dieses Spiel gar nicht so aufgefallen ist, aber dass er da vier Ersatzspieler ohne jede Spielpraxis einfach mal reingejagt hat, offenbar um irgendwelche Gefälligkeiten zu bedienen. Dann gab es die pumpigen Interviews. Dann hat er wohl außerdem, was ich auch schön finde, nur mit der Lebensabschnittsgefährtin und den Buddys aus dem Trainerstab herumgehangen. Also sagen es mal so, es ist ein Bündel von Vorwürfen, die ihm jetzt gemacht werden. Das wird ja nicht alles Quatsch sein. Also ich glaube, ganz egal, was dann so passiert. Damit dann passiert ist oder was davon stimmt. Also man kann ja einfach mal festhalten, das Verhältnis zwischen ihm und der Mannschaft muss in irgendeiner Art und Weise zerrüttet gewesen sein. Es gab wohl kein offenes Zerwürfnis. Also die sind sich da nicht aus dem Weg gegangen oder haben sich angeschwiegen irgendwie am Mittagstisch. Aber also die ganze Kommunikation war wohl total beim Teufel. Und man fragt sich, wann ist das passiert? Also weil vor zwei Jahren war der noch der große Heilsbringer. Da haben alle gesagt, Julian Nagelsmann, führe uns in die Zukunft und er weiß, wo das Licht ist und der heilige Gral. Es gibt zwei interessante Nebenaspekte noch bei dir. Du hast die Bildberichterstattung schon erwähnt, die ihm hinterhergelaufen sind auf dem Flughafen und schlechte, verwackelte Bilder gemacht haben, wie er im Souvenirshop steht und was er sich da anguckt und so weiter. Jetzt gab es schon zwei Artikel zu seiner Frau Lena, die ja ehemalige Bildreporterin ist. Aktuelle Meldung ist jetzt, welche Rolle spielte Nagelsmanns Lena? Und vorhin in einem Bericht, in einem Kommentar wurde schon gesagt, ja, die Mannschaft fand das überhaupt nicht gut, dass er teilweise mit Lena zusammen zum Trainingsplatz geradet ist. Auf der Ebene sind wir jetzt schon. Was ich interessant finde, ist, was du eben alles erzählt hast, die ganzen Kritikpunkte. Wenn wir mal ganz genau drauf gucken. 80 bis 90 Prozent der Kritikpunkte, die du erwähnt hast, betreffen nur Nationalmannschaften. Das sind Dinge, die hat er in Vereinen so nicht die Probleme. Alles was mit Nominierung und sonst was und Kommunikation und wie viele Spiele guckt er sich an und wie offen ist er zu welchen Spielern, das hat er so in der Vereinsarbeit nicht in den meisten Fällen. Und deswegen habe ich auch gedacht, wenn der jetzt seinen Job verlieren sollte, was, immer eine traurige Sache ist, wenn jemand seinen Job verliert, wenn er diesen Job jetzt verliert, er ist ja als Vereinstrainer überhaupt nicht verbrannt, er hat in Hoffenheim super gearbeitet, er hat in Leipzig super gearbeitet, er hat auch im Nachhinein in Nachbetrachtung bei Bayern gute Arbeit geleistet, er wird wieder einen guten Verein kriegen, aber vielleicht ist dieses Nationalmannschaftsding einfach überhaupt nichts für ihn gewesen. Ja, und vielleicht ist er auch zu jung, vielleicht ist er auch jemand, der deutlich mehr Erfahrung hätte haben müssen, um einfach in dieser Form zumindest ein kleines bisschen souveräner reagieren zu können, gerade mal, wenn es größere Krisen gibt. Insofern, ja, kann man mal festhalten, dass vielleicht das Alter dann auch ein bisschen so ein Nachteil war. Man muss ja sagen, dass manche Vorwürfe, insbesondere was jetzt so die Einbindung seiner Lebensabschnittsgefährtin angeht, auch ein bisschen lächerlich ist. Also, dass sich beispielsweise ausgerechnet Lothar Matthäus da aus der Hecke gewagt hat, ist ein bisschen lächerlich. Wir können ja mal ganz kurz zurückblicken auf die WM 94, bei der Matthäus auch dabei war. Da war es nämlich Lothars Ehefrau Lolita, die das ganze Spielerhotel und vor allem Berti Fuchs total terrorisiert hat. Die hat verbotenerweise bei Lothar gepennt, die hat einen privaten Fotografen engagiert, der dann seine Speicherkarte abgeben musste und so weiter und so fort. Also soll heißen, wie ist es mal so schön früher, die größten Kritiker der Elche waren früher selber welche. Das ist bei Lothar Matthäus definitiv so. Also der hätte mal lieber die Klappe halten sollen, finde ich. Wir müssen noch einmal ganz kurz, wir haben ja gestern schon über Jürgen Klopps Rolle geredet und wie Jürgen Klopp sich jetzt verkauft hat seitdem. Und ich habe ja gestern schon ihn gelobt und gesagt, es ist eigentlich sehr geschickt, wie er sich äußert. Es ist nicht zu rumtaktierend, er eiert auch nicht rum, er weicht auch nicht zu sehr aus, sondern er sagt eigentlich genau die richtigen Dinge, wie zum Beispiel das hier. Ich verstehe das, dass wenn über einen Bundestrainer gesprochen wird, dass er in irgendeiner Form mein Name genannt wird. Aber es ist nicht der Moment, um darüber wirklich zu sprechen und vor allem natürlich auch nicht mit mir. Das Wichtigste im Leben ist ja immer, dass immer wenn irgendwas eintritt. Denk mal darüber nach, wie man damit umgeht. Da können wir aber auch mal festhalten, der Zeitpunkt wird kommen, an dem darüber geredet wird. Jetzt muss natürlich als allererstes mal geklärt werden, wie wird man Nagelsmann los? Man hört, dass ihm 14 Millionen Euro noch vertraglich zustehen bis 28, was ja eine unfassbare Kohle ist. Also früher wurden ja Trainer auch mit einem normalen Handgeld abgespeist als Nationaltrainer, weil es als die große bundesrepublikanische Ehre galt, dieses Amt zu bekleiden. Das wären, glaube ich, sehr teure Abfindungsverhandlungen. Es sei denn, dass sich irgendwas zu Schulden kommen lassen. Wahrscheinlich suchen DFB-Juristen jetzt schon nach arbeitsrechtlichen Vergehen. Vielleicht hat er mal Kopierpapier oder eine Druckerpatrone mitgehen lassen, wie früher Erika Burstedt. Und ich wäre auch nicht überrascht, wenn immer noch mal neue Sachen über ihn behauptet würden. Keine Ahnung, wahrscheinlich hat er noch bei so einem asiatischen Wettanbieter viel Geld auf ein deutsches Ausscheiden gesetzt. Oder er hat Dennis Unnav im Training immer absichtlich ein Bein gestellt. Also es gibt sehr, sehr viele üble Nachrede. Klar ist aber auch, der wird auf nichts verzichten. Das las ich jetzt überall. Er muss doch jetzt seine Ehre im Leib haben und selber zurücktreten. Auf keinen Fall. Also der ist ja nicht Don Bosco oder der heilige Franziskus. Also der wird auf keinen einzigen Cent verzichten. Bei dem darf jetzt der Berater Volker Struth die Abfindung verhandeln. Ich glaube, das ist der einzige Finisher, den er jetzt noch braucht. Ja, und weißt du, worüber wir gestern auch nicht geredet haben? Was natürlich ein sträfliches Versäumnis war über den Bundeskanzler, der sich ja etwas rätselhaft geäußert hat. Wir haben das mal typähnlich nachsprechen lassen vom lieben Micky Beisenherz. Auch wenn das aus Scheiden schmerzt, was für ein Spiel. Mit eurem Einsatz und Teamgeist bei dieser WM habt ihr unser Land begeistert. Wir sind glücklich. Stolz auf euch. Schön hat er das eingesprochen. Täuschend echt. Ich hab gedacht, es ist März. Ich hab gedacht, es ist März. Und man muss ja einfach mal festhalten, es gibt keine Situation, in der dieser Tweet angemessen war. Es hieß ja nur, es hätte fünf verschiedene zur Auswahl gegeben. Allein, dass nur theoretisch erwogen worden ist, diesen Tweet irgendwie abzusetzen, weil jedes Ausscheiden im Sechzehntelfinale ja blamabel gewesen wäre. Und man muss ja auch sagen, dass dieses ganze klebrig- pathetische überhaupt nicht zu null Prozent zu diesem stoffeligen Sauerländer passt. Also das funktioniert so nicht. Ja, aber der Tweet kann zu allem anderen. Der Tweet passt zu allem, was er so in letzter Zeit gemacht hat. Ja, schrecklich, schrecklich, schrecklich, schrecklich. Und dann kann er noch nie mal Verantwortung dafür übernehmen, sondern verkündete, ein junger Mitarbeiter hätte das aus Versehen abgeschickt. Und dann denke ich, wie kannst du dann noch so einen jungen Praktikanten oder einen jungen Mitarbeiter unter den Bus werfen und nicht selber die Verantwortung übernehmen? Noch weniger Verantwortung übernommen als Leon Goretzka bei den Elfmetern. Das musst du echt erst mal hinkriegen. Also eine total verkorkste Kommunikation. Aber vielleicht noch ein kurzer Dreher auf der Glatze, weil Jürgen Klopp jetzt natürlich, du hast es ja schon gesagt, Im Moment noch nicht drüber reden will, aber ich nehme mal an, dass es dann schon das eine oder andere Telefonat gegeben hat. Ich habe gestern verkündet, dass ich durchaus skeptisch bin, ob er das übernehmen wird oder ob der DFB das überhaupt will, weil glaube ich vielen Leuten im Verband diese flotten Sprüche gerade zum Anfang des Turniers mit jetzt noch die Aufstellung noch, noch, noch, noch, noch, bisschen sauer aufgestoßen ist. Aber klar ist auch, mir ist das jetzt, glaube ich, in der Retrospektive erst klar geworden, wenn Klopp will und wenn der die Bereitschaft erkennen lässt. Hat die DFB-Spitze gar keine andere Wahl, als ihn zu nehmen. Wen sollen sie da holen? Sandro Wagner oder ein junges Talent oder einen aus dem Verband oder irgendjemand? Oder Guardiola, der natürlich wahnsinnige Lust hat, die Mannschaft ausgerechnet zu übernehmen. Das ist ja auch ein totales Boulevard hingespinst. Niemand, der auch eine Ansatzweise dem Stab von Guardiola wäre, wird ihm zuraten, diesen Himmelfahrtsjob zu übernehmen. Warum sollte er das machen? Er hat null Beziehung zu der deutschen Nationalelf. Also wenn Jürgen Klopp das will, dann muss die DFB-Spitze das machen, auch um selber so aus der Schusslinie zu kommen. Also jemand wie Bernd Neuendorf, der muss sich natürlich auch ein paar kritische Fragen gefallen lassen. War das Management gut? Warum hat man jetzt Julian Nagelsmann einen Vertrag gegeben, der ja offenbar... Nur dann eine Ausstiegsklausel für den DFB hatte, wenn sie in der Gruppenphase scheitern. Also da könnte man natürlich auch sagen, hätte man dem ja nicht vielleicht auch mal einen Vertrag geben können, dass mindestens das Achtelfinale vorsieht, weil wir merken ja jetzt, was das für eine brunnentiefe Enttäuschung ist. Naja, auf jeden Fall wird wahrscheinlich Marc Kosicke, der Berater von Jürgen Klopp, da schon mal ein paar Gespräche führen und ist wahrscheinlich schon mit dem Bottega-Veneta-Koffer unterwegs zur DFB-Zentrale, um die erste Rate einzustreichen. Also es wird insgesamt, das darf man nicht vergessen, ein wahnsinnig teures Vergnügen. Klopp wird nicht billig sein, Nagelsmann wird auf keinen Fall auf nur einen Cent verzichten. Das sind jetzt echt heikle Tage und alles das, was man möglicherweise mal an finanzieller Konsolidierung so in den letzten Jahren versucht hat, das ist jetzt mal wieder ein bisschen obsolet, weil das ist ein riesiges Minusgeschäft. Philipp, ich möchte noch zwei oder drei Gedanken, die eigentlich mit Randgeschehen mehr zu tun haben, mit dir teilen. Das eine ist, also erstens, wir haben da schon über gesprochen, ich finde es nach wie vor irritierend, wenn du in die Stadien guckst, egal ob bei Deutschland oder anderswo, dass wirklich alle das gleiche Trikot anhaben. Alle Fans eines Blocks haben immer das gleiche Trikot an und bei den Deutschland-Trikots ist es so, ich habe heute keins mehr gesehen auf der Straße, es ist wahrscheinlich das erfolgreichste Deutschland-Trikot aller Zeiten gewesen, es ist das letzte Adidas-Trikot gewesen, vorerst in der Geschichte der Deutschlands Nahmannschaft. Ein riesen Megaseller und es wird jetzt verramscht. Und das ist die eine Sache. Und die andere Sache ist, aber wenn du jetzt so die Fans in den Stadien siehst, ich habe dann heute bei 0 zu 2, als Belgien zurücklag, belgische Fans gesehen, die entsetzt waren, wo ich dann gedacht habe, ja, das ist natürlich auch eine Fallhöhe, wenn du bei diesem Turnier 15.000 Euro für eine Reise ausgibst und schon die Karten durchgekauft hast für teilweise vierstellige Summen bis ins Halbfinale oder Finale, dann ist natürlich die Fallhöhe viel größer, wenn du jetzt im 16. Finale ausscheidest und du hast dann noch zwei Wochen vor dir mit Spielen, die dich wahrscheinlich gar nicht interessieren. Du hast ein horrendes Geld ausgegeben, was ja viel schlimmer ist, als wenn du einfach zu irgendeinem Auswärtsspiel fährst mit ein paar Kumpels oder so. Also im Prinzip ist es eine Perversion dessen, was man mal als Fußballkultur und man fährt zu spielen, um eine Mannschaft zu unterstützen, was man mal irgendwann so gelernt hat. Ja, also jeder, der so ein Follow-Your-Team-Ticket gelöst hat, also wo er gedacht hat, jetzt mache ich mal eine dreiwöchige USA-Reise, der ist richtig angearscht. Dann bist du plötzlich um 16 in die Finale draußen. Also ich glaube, das hast du auch gerade vielen deutschen Anhängern, die hinter interviewt wurden, schon angemerkt, dass die total fassungslos waren. Also die hatten Philadelphia am nächsten Samstag schon eingebucht, wahrscheinlich noch Viertelfinale und Halbfinale und haben gedacht, ja, mal gucken, ob wir beim Finale noch dabei sind. Dann bist du im 16. Finale draußen. Wie gesagt, du hast wahrscheinlich eine ordentliche Reiseplanung dahinter gehabt. Ganz schön schmerzhaft. Für Adidas ist das natürlich auch, da würde ich auch im Strahl kotzen, wenn ich irgendwie in Herzogenaurach beheimatet wäre. Dann hast du gedacht, jetzt wenigstens noch dieses Trikot und dann damit von Sieg zu Sieg eilen und dann ist das jetzt symbolisch dafür, dass die deutsche Nationalschaft so gar nichts mehr taugt. Wobei ich aber auch da sagen muss, dieses ganze gesellschaftliche Überhöhen, ich habe es jetzt bei den Tagesthemen gesehen, in der Tagesschau, in diversen Nachrichtensendungen, ist das Scheitern der Nationalmannschaft, ist das möglicherweise auch ein Symbol für das darbende Deutschland, dass wir nichts mehr hinkriegen, die Rente ist nicht mehr sicher und die Brücken sind marode und der Merz kriegt es nicht in einigermaßen zu tweeten. Und ja, also das ist mir alles ein bisschen zu überhöht, wo ich immer so denke, ja, lasst mal die Kirche im Dorf. Bloß weil Nagelsmann und die Truppe es nicht hinkriegen, bedeutet das nicht, dass wir nicht irgendwann auch eine ordentliche Rentenreform bekommen. Ich habe noch zum Abschluss zwei Sachen. Das eine ist, ich habe nach ein paar Tagen Pause mal wieder auf die aktuelle FIFA-Weltrangliste geguckt, die ja ständig aktualisiert wird. Frankreich ist jetzt Erster, die sind von drei auf eins gesprungen. Marokko ist Sechster der Weltrangliste jetzt inzwischen. Mexiko ist Neunter, Deutschland ist von zehn auf zwölf gefallen. Das heißt, Deutschland ist jetzt deutlich hinter Marokko und auch hinter Mexiko. Also Norwegen hat sich 10 Plätze verbessert, von 31 auf 21. Dr. Kongo auch um 5 Plätze. Größter Verlierer ist Tschechien, die auf 48 abgefallen sind und damit jetzt hinter Panama und Venezuela stehen als europäische Mannschaft. Und schlechtester WM-Teilnehmer vom Ranking her ist immer noch Haiti, die Nummer 88 der Welt, die dabei war bei dieser WM. Das ist natürlich ein Ausweis davon, dass sich die Machtverhältnisse so ein bisschen verschoben haben. Es gibt wahrscheinlich wahnsinnig viele Masterpläne, da werden wir vielleicht in den nächsten Tagen nochmal ein bisschen drüber reden, was jetzt alles im deutschen Fußball passieren muss. Es gab diverse Bilanzen jetzt auch, wer auf jeden Fall keine Rolle mehr spielen wird, von mal einem neuer, über Oliver Baumann, über andere Spieler wie Pascal Groß, die ja hier auch nur eine Nebenrolle gespielt haben, von denen wird man sich wahrscheinlich verabschieden. Ein neuer Trainer wird ja ohnehin einen Umbruch machen. Klar ist aber auch, das können wir heute mal festhalten, was wir vielleicht in den letzten Tagen noch zumindest nur so halb vermutet haben. Die Ära Nagelsmann beim Deutschen Fußballbund und als Bundestrainer ist vorbei. Da wird es wahrscheinlich in den nächsten Tagen irgendwann eine Nachricht geben, dass man sich geeinigt hat. Und dann kriegt er wahrscheinlich noch fünf bis sechs Millionen hinterhergeworfen. Wenn jeder an sich selber denkt, ist an alle gedacht, dann kommt der Neue und der wird aller Wahrscheinlichkeit Jürgen Klopp heißen. Zum Schluss, bevor wir uns in die Nacht begeben, müssen wir noch ganz kurz wieder Errata machen. Das ist keine griechische Insel, sondern wieder unsere Fädler-Rubrik. Und es hat schon wieder was mit Vorabendserien zu tun. Ach du Scheiße, schon wieder. Ich habe behauptet, der liebes, tolle Förster Rombach aus dem Post aus Falkenow oder Falkenow, er sei mit einem Geländewagen durch die Gegend gefahren. Aber er hatte leider Gottes einen Mercedes G-Klasse Geländewagen. Und jetzt kommt ein wohlmeinender Kollege, der sagt, mit dem Pick-up soll ich den GMC aus der Serie Tierarzt Dr. Engel gemeint haben. Dazu kann ich nur sagen, dass ich zuletzt Vorabendserien geschaut habe, als Vera Drombosch noch verbittert aus dem Wohnzimmerfenster geschaut hat. Und ich weiß nicht, ich kenne Tierarzt Dr. Engel nicht. Kennst du die Tierarzt Dr. Engel? Nein. Keine Ahnung, vielleicht ist Dr. Engel ja auch so ein Teufel im Arztkittel, der gesunde Tiere ins Jenseits schickt. So von wegen, ich habe ihrem goldenen Retriebe das letzte Geleit gegeben, er musste nicht leiden. Ich weiß es nicht. Erzähl uns was über Tierarzt Dr. Engel, vielleicht über Patrick Packard oder über unsere Drombosch und die wie ich jetzt von nebenan. Wir sind über Infos immer dankbar und ich werde alles korrigieren, was ich falsch gemacht habe. Ich könnte doch nicht jeden Tag immer solches Zeug korrigieren, das ist ja furchtbar. Philipp, während wir jetzt sprechen, in wenigen Minuten startet USA gegen Bosnien-Herzegowina. Da werden wir wahrscheinlich drüber reden morgen, ob dann zwei Gastgeber im Achtelfinale sind. Morgen Abend, Spiel, auf das ich mich sehr freue, da ziehe ich dann wieder das hier an. Ah, wir sehen es. Mein Österreich-Trikot. Österreich gegen Spanien. Österreich gegen Spanien, ein Spiel, zu dem auch der österreichische Bundespräsident Alexander von der Bellen salbungsvolle Worte gefunden hat an das Volk. Liebe Eltern, heute wende ich mich als Bundespräsident direkt an Sie. Sie wissen bestimmt, diesen Donnerstag spielt Österreich im 16. Finale gegen Spanien. Das Spiel findet in Los Angeles statt, das bedeutet eine satte Zeitverschiebung. Um 21 Uhr unserer Zeit wird das Spiel übertragen. Jetzt kommen wir zu meiner Bitte im Namen Ihrer Kinder. Lassen Sie sie heute, also am Donnerstag, ein wenig länger aufbleiben. Ja, bis spät in die Nacht hinein fernsehen ist nicht gut, ich weiß das. Aber drücken Sie diesmal ein Auge zu, damit die Kinder, die das wollen, unser Nationalteam live anfeuern können. Solche Erinnerungen nimmt man doch sein Leben lang mit. Und obendrein haben wir derzeit die letzten Tage vor den Ferien. Alles Liebe und an alle Kinder, viel Spaß beim Anfeiern. Und da geht einem doch wirklich das Herz auf, wenn der Bundespräsident den Kindern freigibt. Und ich möchte auch nochmal darauf hinweisen, dass ich eine Wette laufen habe. Falls Österreich das Viertelfinale erreicht, das Viertelfinale, kaufe ich mir einen weißen Anzug wie Herzl, wie Andreas Herzog und will das den Rest des Podcasts tragen. Also drückt mir die Daumen, dass die Österreicher ausscheiden. Das sage ich nicht als Piefke, sondern als Mensch, der gerne diese große Ausgabe sparen möchte. Ihr Lieben, wir schauen auf die Uhr. Wir schicken Arndt in die Nacht und mich in den Morgen. Wir freuen uns, wenn wir morgen wieder da sind. Dann wissen wir mehr, ob noch ein weiterer Gastgeber im Turnier geblieben ist oder nicht. Ihr Lieben, macht's gut. Ciao. Wir danken. Dankeschön. Dankeschön. Bitteschön, Patrick. Danke. Wir bedanken uns ganz herzlich bei uns. Ja, vielen Dank, meine Herren. Danke. Bitteschön. Dankeschön. Bitteschön. Vielen Dank, Oliver Kahn. Ja, danke auch für den Stress. Vielen herzlichen Dank dafür. Dankeschön, vielen herzlichen Dank. Bitte sehr. Dankeschön. Ja, Dankeschön. Bitteschön. Ja, Dankeschön, danke. Ich bitte Sie. Also, ja, ich danke Ihnen. Vielen herzlichen Dank. Danke, bitte. Bitte, danke. Ja, vielen Dank. Danke, Erik. Ja, vielen Dank. Danke, das genügt, sagen wir und mit uns, die deutsche Mannschaft. Dankeschön, Dankeschön, tschüss, geht zusammen. Ich habe heute schon gedankt. Ich komme mit der Dankfüllung, die noch im Dank ist nach Salzburg. Das war Zeigler und Köster, der Fußball-Podcast von 11 Freunde. Ihr hörtet eine Produktion im Auftrag von RTL+. Unser Redakteur im Studio heißt Tim Pomerenke, Audioproduzentin und Sprecherin Henni Koch und am Mikrofon saßen bei Zeigler und Köster, wenig überraschend, Arndt Zeigler und Philipp Köster. Das hat Spaß gemacht!