Arndt! Philipp Sperling! Ja, Philipp Sperling, du dummes Sau. Also das muss ich jetzt mal ganz kurz sagen und es wird vielleicht ein bisschen ein längerer Vorspann, aber leider hat meine Erwähnung früherer Vergleiche meiner Wenigkeit mit der Lindenstraßen-Nervensäge Philipp Sperling nicht dazu geführt, was ich mir gewünscht habe, nämlich Entsetzen, Wut, Trauer und Unverständnis, sondern leider Zustimmung, Zuschriften mit dem Tenor war auch immer mein erster Gedanke. Miki Beisen hat auch gesagt, ich habe sofort gedacht. Fotomontagen gab es und vieles mehr und es war auch nicht hilfreich. Das will ich sagen, dass mein Podcast-Partner, anstatt Geburtstag zu feiern, in unserer gemeinsamen WhatsApp-Gruppe Bilder unsere Podcast-Kachel gepostet hat, auf der nicht mehr ich neben ihm zu sehen war, sondern besagter Sperling. Ich fühle mich ein bisschen gemobbt, wie Leon Goretzka in der Nationalmannschaft. Aber jetzt erst der Vorspann, denn es gibt viel zu besprechen. Es gab dramatische Spiele, zumindest ein dramatisches Spiel. Jetzt geht's los. Vollgas sofort. Football unites us all. Zeigler und Köster. Der Fußball-Podcast von Elf Freunde. Jetzt ist er wieder da. Der 28. Tag. Das glaube ich nicht. Der Irrsinn hat einen Namen. Ja, habe ich ja gerade gesagt. Das habe ich doch jetzt schon dreimal gesagt. Ich packe ein. Ich kann nicht mehr. So, jetzt. Also, wir haben die für diese WM sehr ungewohnte Situation an Tag 28, dass wir gestern zwei Spiele hatten und heute gar keins. Und das Viertelfinale sozusagen unter einem sauberen Stich beginnt. Wir haben das Achtelfinale abgehakt. Und wir begannen mit Argentinien und Ägypten. Das ist ein Spiel, wo alle Leute eigentlich so 2-0, 3-0 getippt haben. Man rechnete mit zwei Messi-Toren und einem eher einseitigen Spiel. Und dann wurde es aber ganz anders und überraschend anders. Also Ägypten hat Argentinien aber so richtiges Leben schwer gemacht. Philipp, deine Eindrücke vom Spiel, bevor wir hören, was alles passiert ist? Ich kann total verstehen, dass die Ägypter sich benachteiligt fühlen. Also der Trainer Hassan hat ja hinterher verkündet, wir waren besser als der Weltmeister, aber das Ergebnis ist durch interne und externe Faktoren beeinflusst worden. Und ich glaube, der Zusammenschnitt ergibt einen ganz guten Eindruck davon, was da eigentlich passiert ist. Und wir hören von der ARD Martina Knie, Volker Dahl, Christina Graf und Almut Schuld. Wieder die Flanke und da ist das 1-0. Yasser Ibrahimovic ist der Innenverteidiger und gefährlich, Elfmeter ist rein und der Finger zeigt direkt auf den Punkt. Die Chance zum achten Tor bei dieser Weltmeisterschaft für den Goat himself, für Lionel Messi. Und der spult wieder sein Elfmeter-Programm ab. Ja, zwei seiner letzten fünf Elfmeter hat er verschossen. Einer gehalten, einer vorbei am Tor. Und jetzt will das natürlich wieder besser machen. Messi mit dem kurzen Anlauf gehalten. Lionel Messi rechts unten wollte er ihn reinschießen. Und der Elfmeter ist gehalten durch Ägypten. Ägypten 1-0 vorne und der Goat ist in diesem Fall einer, der so eine Art Sterblichkeit zeigt. Der Ball fliegt rein, vielleicht direkt die Möglichkeit hier den ersten Ball aufs Tor zu bringen für einen eingewechselten Argentinier. Aber der Konterangriff für Ägypten läuft mit Mo Salah. Der könnte den Ball links rauspassen, der kommt dann sogar von einem Argentinier. Ägypten hat weiter den Ball im Strafraum von Argentinien, passt wieder rein und da ist das Tor, da ist das Tor, wie verrückt ist das denn? Und der Torschütze heißt wieder Siko und dieses Ball behält er sein Trikot an, schießt den Ball rein. Chola konnte Angriff für Ägypten und Argentinien taumelt in diesem WM-Achtelfinale. Ägypten wirklich in so einer Art Achterkette vorm eigenen Strafraum verteidigen Nummer zwei weiter vorne und verschieben sich dann immer von links nach rechts und das ist dann leicht zu verteidigen. Messi wieder mit dem Flankenbein, da kommt mal das Tor, das Tor für Argentinien. Die Hoffnung ist wieder da, Christian Romero wuchtet den Ball rein ins Tor. Die argentinische Ehrenloge hat auch wieder Hoffnung, rastet aus. 79. Spielminute. Das Tor und die Ägypter winken zum Videoassistenten, hat er abseits vorgelegen. Ich glaube nein, Martina. Nein. Wieder Messi. Und wieder die nächste Gelegenheit. Alvarez und da ist Messi und dann ist er drin. Lionel Messi, die 84. Minute. Und irgendwie war klar, dieses Drehbuch kann gefühlt so nicht zu Ende gehen. Das geht jetzt schnell und zwar über die andere Seite. Oh, Fernandes! Zweite Minute der Nachspielzeit! Ein Wurf für die Jungs mit den roten Trikots, die ganz kurz von Kuli ausstehen. Die 2 zu 0 geführt haben bis zur 67. Minute. Dann hat Argentinien das Spiel gedreht und steht jetzt im Viertelfinale. Lionel Messi beugt sich, reckt die Arme, jubelt in die Höhe. Dann kommen ja fast die Tränen. Er hat die Hände schon vor das Gesicht genommen. Jubeltrauben in Himmelblau-Weiß. Der Titelverteidiger hat nach einem Kraftakt, aber am Ende verdient, das Viertelfinale erreicht. Ägypten hat alles gegeben, hat sich in die Herzen der Fußballfans gespielt, am Ende verloren. Damit du das nicht sagen musst, Philipp, ich habe mich ja wieder als Seher betätigt, indem ich beim Stand von 0 zu 1, also 1 zu 0 für Ägypten, in unsere Gruppe geschrieben habe, dass man ja schon deutlich sieht, dass die Argentinier das Spiel komplett verpennen und dass da wirklich, also das hier ist verdaddeln und man kann jetzt ja schon sehen, dass da nichts mehr dabei rumkommt, so ungefähr. Im selben Moment fiel übrigens das 0 zu 2, da fühle ich mich dann massiv bestätigt. Und dann aber kam Argentinien, was überraschend war, weil sie waren ja eigentlich schon Argentinien. War Mucks, Mäuschen tot und Mausetot. Ja, bei diesem 0-2 haben, glaube ich, wenige Leute noch irgendwas verwettet auf die Argentinier. Man kann mal feststellen, dass diese Mannschaft irgendwie unkaputtbar ist. Ich habe ja gerne mal das Beispiel von Robert De Niro in Cup der Angst, wo er immer wieder was mit dem Paddel drauf bekommt und trotzdem immer wieder am Bootsrand auftaucht. So war das auch bei den Argentiniern. Wobei man ja sagen muss, dass die Ägypter zuvor wirklich sehr, sehr viele Nachteile zu erleiden hatten. Also insbesondere gab es ein Tor von Mostafa Zico in der 58. Minute, von dem Ägyptens-Coach sagte, dass er aus welchen Gründen auch immer aberkannt wurde. Es war ein ganz, ganz leichter Fußtritt vorher in der Entstehung dieses Treffers, der in fast jedem anderen WM-Spiel, glaube ich, nicht abgepfiffen worden war. Der Schiedsrichter hatte das wohl auch gesehen und zunächst nicht für strafwürdig erkannt. Dann aber Video-Assistent-Referee, großes Gedöns, Gestarrer auf Leinwände, auf Bildschirme und zum Schluss doch die Aberkennung. Und da muss ich auch sagen, wenn du siehst, was es für eine Wüstetreterei bei Paraguay gab, was es für schlimme Vergehen gab, die einfach ungepfiffen blieben, wirklich wilde Fouls im Strafraum, wo es Elfmeter hätte geben müssen und dieses Tor wird abgepfiffen, da hatte man doch ein bisschen das Gefühl der Günstlingswirtschaft, also dass man sich bei der FIFA dann doch mal überlegt hat, auch so ein großes Land wie Argentinien, das sollte dann doch nicht ausscheiden, dass die Ägipter danach dann noch das 0 zu 2 gemacht hat, passte natürlich auch nicht ins Drehbuch, aber dieses Tor abzuerkennen, da kann ich den Coach ganz gut verstehen, da will ich auch vor Wut schäumen. Der 0-2 war wiederum eines der schönsten Tore der WM bislang, finde ich, so der ganzen Entstehung, der ganzen Kombination. Das war ein fantastisches Tor von fantastischem Moment, auch Fußballmoment von Ägypten. Da hat man dann schon so die Frustration in den argentinischen Gesichtern gesehen. Und ich habe dann auch schon gedacht, Mensch, das war jetzt Messis letztes WM-Spiel. Er hat einen Elfmeter verschossen, haben wir gehört, beim Stand von 0-1. Also er hätte das Spiel wieder gerade biegen können, hat es nicht geschafft. Und es sah so aus nach dem ganz tragischen Scheitern des Goat sozusagen. Einen Tag, nachdem Cristiano Ronaldo gescheitert ist, hätte man sich jetzt eigentlich fast schon von Lionel Messi verabschiedet. Und dann kam diese Wende mit drei Toren in kürzester Zeit. Jetzt weiß ich mal nicht genau, spricht dieses Spiel jetzt für Argentinien oder gegen Argentinien? Sowohl als auch. Also man sieht, dass Argentinien leicht aus der Fassung zu bringen ist, dass die in große Schwierigkeiten geraten. Also die ganze Souveränität, die Argentinien, die Albi Celeste ungefähr, da konntest du ja auch ein Phrasenbingo machen, wie oft das erwähnt wurde. Die Albi Celeste und die Pharaonen, hieß es bei Sport 1 als Synonym für die. Ägypten, da habe ich gedacht. Die Armen, die Armen, die Pharaonen, das war sehr fantasievoll. Naja, auf jeden Fall hat man gemerkt, wie verwundbar die sind. Also die ganze Souveränität der Pharaonen, die ist einfach komplett futsch. Also man hat das Gefühl, Argentinien wirkt sich durch das Turnier und man hat das Gefühl vor allem, der Turnierbaum wurde ja auch schon öfters erwähnt, wie vorteilhaft der für die Argentinier sei. Wenn das nicht so wäre, sondern die mal auf einen ordentlichen Gegner getroffen wären, dann wären die längst ausgeschieden. Meine Meinung, klare Kante. Aktuell, kleiner Audiokommentar oder Blick in den Maschinenraum, wie immer man es nennen will, 100 Minuten gespielt beim zweiten Spiel. Das ist noch gar nicht vorbei, während wir hier aufnehmen. Schweiz gegen Kolumbien und wenn die Schweiz das gewinnen sollte. Und wie gesagt, vorhin habe ich ja ganz kurz so vor meinem geistigen Auge gesehen, Argentinien stand vor dem Aus gegen Ägypten, Brasilien ist rausgeflogen. Kolumbien könnte heute als drittes südamerikanisches Land rausfliegen, dann hast du auf einmal noch Marokko und Ägypten im Wettbewerb und Europäer. Also es wäre ein völlig ungewohntes Turnier gewesen. Ja, also die Südamerikaner, die ja sonst, wie gesagt, auf dem Kontinent oder zumindest Nord- und Südamerika immer eine gute Figur gemacht haben, wir erinnern uns 94 Brasilien-Weltmeister. Das wäre schon überraschend gewesen. Man muss übrigens sagen, dass bei diesem zweiten Spiel auch noch ein Blick in den Maschinenraum, ich schon so weggedämmert war nach 90 Minuten. Aber weißt du, was mich wieder aufgeweckt hat? Der Frankfurter Akzent vom Lutz Wagner. Hier liegt ein Kontakt vor, zweifelsohne, aber letztendlich ist keine aktive Bewegung von dem Abwehrspieler zum Stürmer erkennbar. Und dann probiert der andere den Kontakt zu vermeiden. Die FIFA spricht hier von einem Avoid, er zieht eher sogar noch das Bein zurück. Und erschreckt dich wieder hoch, weil ich dachte, ey, Lutz Wagner sagt das in Kontakt mal und er will trotzdem keinen Elfmeter geben. Was ist mit Lutz Wagner los? Hat sich Lutz Wagner so sehr verändert, dass er möglicherweise jetzt auch infiziert ist von der Realität? Erstaunlich. Ich finde auch diese Fachausdrücke, die niemand verwendet, wie er dann gesagt hat, dass in England, wenn man merkt, der Spieler will die Bewegung noch oder die Berührung noch vermeiden, dass man das avoid nennt. In England sagt man dazu avoid. Habe ich noch nie gehört. Wo wir gerade bei den Engländern sind. Es gab ganz wunderbare Szenen aus der Kabine der Engländer. Thomas Tuchel, von dem man immer denkt, das ist so ein schnöder Agnostiker. So einer, der dann so ganz stumm in der Ecke steht. Und wie Klinsmann im Sommermärchen und sich nur seine Truppe anguckt. Nee, der hat ordentlich mitgefeiert. Die Truppe war blendend drauf nach dem 3 zu 2 gegen Mexiko im Aztekenstadion. Woher alle wirklich gedacht haben, trotz Viagra, trotz wahrscheinlich noch Sauerstoffzufuhr. Die haben gar keine Chance gegen die Mexikaner. Also man hat das Gefühl, bei denen ist momentan so eine prächtige Turnierstimmung, wie sie bei den Deutschen vielleicht 2014 war. Also der Flow trägt sie gerade davon. Das hat mich richtig gerührt. Und wir müssen natürlich nochmal drüber reden, was bleibt eigentlich jetzt von dieser ganzen Infantino-Aufregung. Das ist ja zusammengesunken wie so ein bescheuertes Soufflé. Also eben noch tausend Schlagzeilen, alle Medien angerufen. Das gibt es doch gar nicht und Riesenskandal und Infantino muss weg, hat der Telegraph getitelt. Ja und jetzt keine Rede mehr davon. Komplett aus den Schlagzeilen verschwunden. Ich finde interessant, heute werde ich interviewt in den Westfälischen Nachrichten. Ein Interview, was vor drei Wochen entstanden ist und wo ich unter anderem gefragt wurde, was würdest du eigentlich Gianni Infantino gerne mal fragen oder über was würdest du mit ihm gerne mal reden? Und ich habe darüber ganz lange nachgedacht, es soll jetzt nicht zu populistisch klingen, aber nichts. Ich hätte mit dem kein Thema. Ich wüsste nicht, was ich, wenn er jetzt hier sitzen würde, neben mir, neben meinem Glas Bier, ich wüsste nicht, was ich mit Gianni Infantino reden sollte, weil ich glaube, wir haben nichts gemeinsam. Du und er auch nicht. Also Menschen, die wirklich eine Fußballleidenschaft entwickelt haben im Laufe ihres gesamten Lebens, haben mit Gianni Infantino nichts gemeinsam. Der Punkt ist ja, wenn einer FIFA-Präsident wird, hat man ja so das Gefühl. Das ist ein riesen Fußballfan und ein riesen Fußball-Enthusiast und der leitet jetzt alles und so weiter. Aber Gianni Infantino, dem würde ich jegliche Fußballleidenschaft komplett abschreiben oder absprechen, besser gesagt. Auch wenn er mal beim Jubiläum des DFB gesagt hat, Das aktuelle Sportstudio war natürlich... Religion, die Sportschau, Mani der Libero. Könnt ihr da noch, können sich noch einige erinnern? Mani der Libero. Ich glaube ehrlich gesagt, dass er sich ganz übel einschleimen wollte mit diesem Monolog. Fußball ist für den ein Geschäftsmodell. Nichts anderes. Ein Geschäftsmodell, was er bedient. Dazu kann ich mal erzählen, dass ich irgendwann mal Christian Seifert sauer gemacht habe, weil ich mal in Elfreunde haben wir mal die 50 mächtigsten Personen des Weltfußballs gewählt. Und da war Christian Seifert auch dabei. Und ich habe ihn zitiert mit, Christian Seifert beweist, dass man den Fußball nicht lieben muss, um mit ihm gute Geschäfte zu machen. Das fand er damals nicht so wahnsinnig witzig, aber so ist es ja bei Infantino auch. Also die müssen den Fußball nicht lieben, das sind einfach clevere Geschäftsleute und ich fühle mich ein kleines bisschen bestätigt in meiner doch sehr melancholischen Analyse gestern, dass natürlich niemand da ist, der auch nur ansatzweise in der Lage wäre, Infantino zu gefährden. Also die UEFA wird einen Teufel tun, Mehrheiten zu organisieren gegen den. Die haben gar keinen Bock da drauf, weil es läuft ja alles gut. Es funktioniert alles, es wird auch nicht Geld verdient. Wenn die Deutschen nicht so doof wären, früh auszuscheiden, hätten sie auch noch mehr Geld verdient bei der WM. Die kleinen Länder haben überhaupt gar kein Interesse. Und bevor ich jetzt wieder endlose Swada loslege wie gestern, ich will einfach nur sagen... Implodiert wie alles, alles, was du gegen Infantino sagst. Das ist gruselig, aber so ist es eben. Und da sind wir nämlich, um vielleicht noch ein bisschen Zeit zu schinden, weil das Spiel Schweiz gegen Kolumbien immer noch läuft, bei der Retrospektive auf das deutsche Turnier. Es gab nämlich jetzt eine erstaunliche Medienrunde mit Rudi Völler, mit dem großen DFB-Sportdirektor Rudi Völler. Der hat in einer gemeinsamen Medienrunde aus Bäckerblume, Penthouse, ADAC, Mutterwelt, Quick, Taz und Coupé, nein Quatsch, einer Medienrunde aus ID, Bild, Frankfurter Rundschau, Funke, Mediengruppe, Kicker und Süddeutscher Zeitung. Also all denen zusammen hat er ein Interview gegeben. Hast du es gelesen? Also ich habe das Gefühl, er hat ein selten schlechtes Bild abgegeben. Er hat nämlich, das kann ich mal ganz kurz paraphrasieren, surprise, surprise, unter anderem schuld ist die schlechte Kommunikation des Bundestrainers. Er habe Entscheidungen nicht ordentlich kommuniziert, heißt es, sodass es am Ende keine Basis mehr für eine Zusammenarbeit gab. Und dabei ging es vor allem um ein paar Bilder von Nagelsmanns Ehefrau, die zum Training geradelt ist. Ich meine, wie siehst du das? Also ist das fair zu fragen, Nagelsmann und seine Kommunikation, das war schuld? Du hast mir das, Philipp, in Auszügen geschickt. Ich war mir nicht ganz sicher, weil zum einen ist es ja so, das sind ja die Kritikpunkte, die viele Leute haben, Aber es ist komisch, dass die jetzt bei Rudi Völle so rauskommen. Weil Rudi Völle ja bis kurz vor Schluss als einer der großen Fürsprecher galt von Julian Nagelsmann. Vor allen Dingen, du hast eine Analyse nach einer wirklich vergurkten WM mit auch nicht so gutem Fußball und auch fragwürdigen Entscheidungen. Und dann würde ich also Lena Nagelsmann auf dem Fahrrad auf dem Weg zum Training jetzt nicht für das allergrößte vordringliche Problem halten. Deswegen ist das komisch, wenn das so genannt wird, also eine eher private Angelegenheit. Also die Kritik soll er ja äußern, ist ja völlig richtig, ist ja besser, als wenn er keine äußert. Aber das war ein etwas bizarrer Punkt. Ja, ich bin mir da noch nicht mal darüber ganz sicher. Also ich glaube, man kann über diese Bilder streiten und man kann sich auch fragen, ob der Fokus der Spieler und des Trainerstabes für diese paar Wochen in den USA ein wenig mehr auf der Trainingsarbeit liegen sollte. Als auf Family und Freizeit. Aber man kann das auch thematisieren, ohne sich dabei so moralisierend aufzuplustern, wie beispielsweise die Herrenrunde im Doppelpass das gemacht hat. Aber ich finde, als DFB-Funktionär, der jederzeit die Gelegenheit gehabt hätte, das zu unterbinden, der selber maßgeblich verantwortlich dafür war, diese USA-Reise so zu planen, wie sie passiert ist. Und der vor allem bis vor fünf Tagen noch so getan hat, als sei das in allerbester Ordnung. Ich glaube, da sollte man wirklich vorsichtig mit solchen Schuldzuweisungen sein. Ich finde, Völlers Botschaft ist gerade, ich habe damit nichts zu tun. Ich wasche meine Hände in Unschuld. Man wäre, glaube ich, nicht überrascht gewesen, wenn er bei dieser Medienrunde auch noch behauptet hätte, gar nicht mit in den USA gewesen zu sein. Ich finde, das ist echt ganz, ganz, ganz, ganz schlechter Stil. Und es heißt ja immer über diesen räudigen Stil der Bild-Zeitung, dass man mit diesem Blatt, mit dem Fahrstuhl nach oben und nach unten fährt. Und ich glaube, man kann jetzt mal so sagen, wie der DFB mit ehemaligen Mitarbeitern umgeht. Diesen Fahrstuhl gibt es, glaube ich, bei dem Deutschen Fußballbund auch. Und Rudi Völler steht auch drin und drückt den Knopf bis runter in die Tiefgarage. Also mir hat das echt nicht gefallen. Im Übrigen wurde natürlich sowieso viel diskutiert, ob Rudi Völler weitermachen soll oder nicht. Das haben wir auch schon drüber gesprochen. Jetzt scheint klar zu sein, er wird weitermachen. Was ist deine Meinung? Ja, er hat bis 28 jetzt nochmal sein Commitment erklärt, weiterzumachen. Kloppo soll ihn wohl auch angerufen haben und gesagt, bitte Rudi, mach weiter. Und irgendwie, ich warte ja bei jedem vergurkten Turnier da drauf, dass Rudi Völler zurücktritt und sagt, ja, das war auch meine Schuld, macht aber nicht. Der Helmut Kohl des deutschen Fußballs, um einen schiefen Vergleich zu bemühen. Man nennt ihn den Beckham Japans. Der Beckham Bauer Dänemarks. Da wird ja gerne ein bisschen so der Berti Vogts-Hollands genannt. Sein Spitzname, der Gerd Müller des Osten. So ein bisschen der Garincha Dänemarks sozusagen. Sagen wir es mal so. Sowas wie der Berti von Brasilien. Der Franz Beckham Bauer von Südafrika. Der Franz Beckham Bauer Sloweniens. Den nennen wir den türkischen Maradona. Der Dettiero von Kroatien. Der Beckham Koreas wird er genannt. Ja, also Rudi Völler, man könnte natürlich andersrum auch sagen, du hast ja in den letzten Tagen, ich weiß nicht, ob es gestern oder vorgestern war, auch angemerkt, dass natürlich es im dümmsten Fall passieren kann, dass durch die Installation von Jürgen Klopp auch ganz viel RB jetzt in den DFB einfließen wird. Ganz viel RB-Philosophie, ganz viel RB-Management, Gebaren und so weiter. Andersrum jetzt provokativ gefragt, könnte Rudi Völler nicht das Gegengift sein? Also dass er sozusagen derjenige ist, der als alter DFB-Haudegen vielleicht genau derjenige ist, der ein Gegengewicht bietet zu zu vielen neuen Einflüssen, die Jürgen Klopp reinbringt? Naja, dann ist ein bisschen die Frage, ob diese neuen Einflüsse positiv sind oder negativ. Also wenn er den Gute-Laune-Onkel spielen will, sehr, sehr gerne. Wobei ich auch glaube, dass Jürgen Klopp inzwischen dann fürs Menschen selber zuständig ist. Ich halte ihn strategisch für niemanden, der jetzt nochmal neue Impulse geben kann. Und ehrlich gesagt habe ich mich auch ein bisschen gefragt, wie das überhaupt dieser ganze Deal laufen soll. Es gibt ja jetzt sehr, sehr unappetitliche Neuigkeiten, dass möglicherweise keine Ablöse gezahlt werden soll. An RB, sondern, und das finde ich das absolut aller, aller, allerletzte, wenn das so kommen sollte, dass Jürgen Klopp weiter Red Bull als Werbefigur zur Verfügung steht, als Bundestrainer, also ich möchte es mal wirklich so sagen, wenn der DFB noch einen Rest an Anstand hat, einen Rest an Blick dafür, was die Leute jetzt brauchen. Dann zahlen sie meinetwegen eine Ablöse, dann öffnen sie nochmal die Schatulle, dann muss das Präsidium nochmal zusammentreten und das abwinken. Aber das wäre das aller allerletzte, wenn der noch mit RB-Kappe rumläuft oder irgendjemandem einen Flügel verleihen will im Training. Also das müssen sie unbedingt verhindern. Und es hieß in der Bild-Zeitung ja auch gleich, die ja immer sofort dabei sind, ja das wäre dann nur Gewinner. Es gibt dann natürlich Gewinner, es gibt den Gewinner Klopp, es gibt den Gewinner RB, es gibt möglicherweise den Gewinner DFB, weil er nicht so viel Geld zahlen muss. Aber der Verlierer ist der ganz normale Anhänger. Und wenn sich mal der DFB überlegt, wen sie da verloren haben eigentlich in diesen letzten Wochen, wie das gelaufen ist, dann sind das erst mal die Anhänger. Und um die sollte es natürlich auch erst mal gehen. So, jetzt habe ich es gesagt. Ich habe noch was ganz anderes Wichtiges, Philipp. Wir haben eine Zuschrift bekommen, die war eigentlich total lieb gemeint, glaube ich. Die ist auch sehr, sehr nett formuliert, wo uns jemand zum einen erst mal Honig um den Bart schmiert und sagt, er hört das sogar mit seiner Freundin zusammen und sie lachen ganz viel und hören uns total gerne. Aber er fragt sich, was eigentlich unser eigener Anspruch ist, weil wir würden oft so unvorbereitet wirken. Wir wüssten ja zum Beispiel nicht mal, wie der Turnierbaum aussieht und wer da gegen wen spielen kann. Mein erster Gedanke war, wir sind ja das, was man im Podcast Horst nennt. Wir sind ja jeweils beide der Horst des Podcasts. Und wenn man einen Horst will, der den Turnierbaum auswendig kann, ist man bei uns komplett falsch. Also da müsst ihr ja irgendeinen der anderen Horsts nehmen. Bei uns gibt man halt andere Sachen. Wenn ihr unvorbereitete Leute haben wollt, die konfus über Fußball reden, dann seid ihr bei uns goldrichtig. Ja, also ehrlich gesagt finde ich auch diesen Anspruch zu sagen, ich muss den Turnierbaum kennen, natürlich kenne ich ihn nicht. Also ihr habt ja auch keine Ahnung. Also es gibt natürlich, ich weiß nicht, ich finde es gibt immer Inselbegabungen bei unseren Hörern. Der eine weiß irgendwie, wer 1934 in der Endrunde war, der andere weiß, wer 1950 mal Durchfall hatte, der nächste weiß 1974, was sich Oberrad und Netzer ins Ohr geflüstert haben und was in Malente passiert ist und wir wissen eben gar nichts. Beziehungsweise wir haben auch unsere Inselbegabung. Arndt weiß, wie man in der Türkei ein Bier bestellt. Oh, hallo. Dankeschön. Ich habe gerade ein Bier bekommen. Keiner, Herr von Bier, habe ich gesagt. Ja, es ist spät. Und ich weiß, dass ich nicht wie Philipp Sperling aussehe. Wenn ich was weiß, dann das. Und ich glaube, wir würden euch auch mit Wissen überfordern. Ich meine, es gibt ja auch ganz, ganz viele Podcasts, wo du so einen Sprechzettel hast oder so eine Vorbereitung gibt, wo dann steht, ja, mal darauf hinweisen, dass Salah kein Argentiner ist oder ein Ägypter. Also mit solchen Kleinigkeiten will ich mich gar nicht beschäftigen. Also klar ist für mich, dass Salah natürlich heute auch für die Argentinier gespielt hat. Also ich will mal so sagen, allzu viele Fakten würden uns und euch verunsichern, wie Thomas de Maizière sagen würde. Ja, aber auch zu viel, also wir haben auch noch nie über Box-to-Box-Spieler geredet. Und wir haben auch noch nie gesagt, dass das nicht gepfiffen wird, weil es ein Avoid ist im Mittelfeld. Solche Sachen, die kriegt er bei uns nicht und das ist auch gut so. Ja, mental sind wir wie diese Zuschauer beim 2006 Public Viewing, die immer Poldi geschrien haben, wenn Klose durchs Bild lief und so. Also ich finde, es ist auch, finde ich, unser Recht als Zuschauer und natürlich auch als Podcast-Host ins Stadion zu gehen oder vor dem Mikrofon zu sitzen und einfach keine Ahnung zu haben. Ich meine, 99 Prozent haben ja auch keine Ahnung von Taktik. Ich kann ja auch Trainer immer gut verstehen, wenn da irgendwelche Journalisten irgendwie auf einer Pressekonferenz stehen und die was fragen und dann denken auch die Trainer, die haben keine Ahnung. Journalisten haben keine Ahnung, Fans haben keine Ahnung und so weiter und so fort. Übrigens, da können wir auch mal ganz kurz noch über einen Beef reden, der mich in den letzten Tagen ein bisschen beschäftigt hat, gestern auch schon erwähnt. Es gibt doch diesen Beef zwischen Florian Plettenberg und Francesco Romano, Fabrizio Romano, diese Transferjournalisten. Und Florian Plettenberg hat sich maßlos darüber aufgeregt oder sehr, sehr darüber aufgeregt in einem Twitter-Posting oder Instagram irgendwie in eine von diesen sozialen Medien. Auf jeden Fall hat er sich wahnsinnig darüber aufgeregt, dass Fabrizio Romano exklusiv verkündet habe, dass Klopp deutscher Bundestrainer wird. Das weiß nun wirklich jeder, auch einer, der in der Straßenbahn einen getroffen hat, der einen kennt, der einen gehört hat, der mal ein Bild von Klopp in der Zeitung gesehen hat. Aber ich habe dann so gedacht, weil die beiden ja wahnsinnig populär sind, also die haben ja Millionen von Followern bei Social Media und so weiter und dann habe ich gedacht, man kann es ja natürlich drüber lustig machen, weil es natürlich total egal ist, ob irgendeiner zu einem anderen Verein wechselt. Stell dir mal vor, sowas gäbe es fürs Theater oder für die Oper und dann steht hier Bariton XY wechselt irgendwie an die Semper Oper nach Dresden für, keine Ahnung, eine warme Mahlzeit oder so. Da würden alle sagen, seid ihr total verrückt geworden, was ist denn das für eine Nachricht? Aber im Fußball, Männer in kurzen Hosen, dass die wechseln, da muss ich jetzt ja auch nicht sagen, das ist weltbewegend. Aber wenn du dich erstmal in diesen Kosmos reinbewegst und sagst, das ist wichtig, dann ist es wahrscheinlich auch wichtig für die Leute. Es gibt ja Leute, die irgendwie einen Bielefelder oder einen Paderborner, einen Gütersloh oder einen Ferler oder einen Avenweller kriegen, wenn die hören, Uli See wird bei Newcastle gehandelt oder so. Achso, das ist ja gerade die neue Nachricht hier. Der Penzer, der von Freiburg. Wie heißt der nochmal? Mein Zambi. Ja, mein Zambi. Oder ein Penzer, wie ich ihn nenne. Sieh mal wieder mit der Einbahnung. Also auf jeden Fall, Freiburg verlangt jetzt 60 Millionen und Newcastle will es wohl zahlen. Ich meine, jeder Drittligist, der das Bein nachzieht, Newcastle ist dran. Newcastle ist der Verein, der jeden Spieler teuer nimmt, der nicht bei Barcelona, Real Madrid oder den ganz großen Verein oder Chelsea oder so im Gespräch ist. Dann kommt immer Newcastle ein Spiel. Die haben auch Geld gerade, glaube ich. Die haben, glaube ich, Spieler teuer verkauft. Die haben jetzt Geld und deswegen wird jeder Spieler teuer, den Newcastle haben möchte. Aber bei jedem sagen die auch, ja, könnte man machen. Aber ist das nicht traurig, dass wahrscheinlich Voltemade irgendwann in so einer Trainingsgruppe B ist und nur noch so traurig guckt, wie früher Thomas Hessler auf der Bank von Dortmund? Ich habe gedacht, ich bin der Einkauf aus Deutschland. Dann hast du noch hier einen Panzer und noch drei andere. Alle aus Deutschland, ein Bild eingekauft. Du hast jetzt absolut nicht einen Panzer gesagt. Nicht, dass jetzt die Korrektur-Mails nur so reintrudeln wieder. Und ich habe ja schon fünfmal im Benzer gesagt, weil das ein von mir gerade frisch etablierter Running Gag ist, um zu zeigen, dass ich keine Ahnung habe. Aber danke, dass du den aufnimmst. Ja, ja. Gut. Jetzt pass mal auf. Weißt du, was ich mich denke? Warum wird eigentlich bei mir immer behauptet, dass ich dieselben wie Philipp Sperling aus? Niemand behauptet, dass du aussiehst wie Olaf Kling oder wie Yoshi Benasch oder Andi Zenker oder der besoffene Franz Schildknecht kurz vorm Exitus. Sagt ja auch keiner. Nee. Bloß weil du Geburtstag hast? Ist es das? Ja, ich weiß auch nicht. Es ist 07.20. Du hast gar keinen Geburtstag mehr. Als ich noch jung war, waren die einzigen Vergleiche, dass ich gehört habe, Mark Allman von Soft Cell. Soll damals eine entfernte Ähnlichkeit wie wir gehabt haben. Das ist aber ein sehr hohes Regalfach. Ein sehr, sehr hohes Regalfach. Weißt du, was bei mir inzwischen nur noch ist? Matthias Obdenhövel. Nur noch. Auch gut. Grüße gehen raus. Wo wir gerade bei Soft Cell sind. Nico Toriani war ja sowas wie der Mark Allman der Schweiz. Und damit sind wir noch mal bei einem wunderschönen Liedchen, was wir schon in einer unserer ersten Folgen angespielt haben, um endlich auf das zweite Spiel des gestrigen Tages zu kommen. Um Schweiz gegen Kolumbien oder anders gesagt, Kolumbien gegen die Schweiz. So, liebe Freunde, und jetzt gehen wir live rein nach Vancouver, denn dort ist gerade Elfmeterschießen zwischen Kolumbien und der Schweiz. Und das Faszinierende ist, ich schaue in der ARD einen Livestream und Arndt ist in der Türkei und hat 30 Sekunden Verzögerung. Insofern weiß ich 30 Sekunden früher, wer gewinnt. Und es wird spannend, weil bei Arndt ist noch alles drin, während bei mir schon alles entschieden ist. Und jetzt sehen wir mich gerade als allererstes einen Kolumbianer. Ich weiß nicht, wer das ist, aber auf jeden Fall, der geht jetzt hin. Und Arndt, bei dir ist noch, was ist los bei dir? Bei mir stehen sie unschlüssig am Mittelkreis. TRT1 gucke ich übrigens, die alle Spiele zeigen, was ich ganz faszinierend und auch schön finde. Bei mir geht jetzt auch einer zum Mittelkreis, also vom Mittelkreis los gerade. Nein, bei mir steht er schon. Vargas ist der Keeper der Kolumbianer, sieht ein bisschen aus wie Luis Klamot, aber eigentlich Klamot auch. Aber der Keeper der Kolumbianer sieht auch aus wie einer, der schon bei fünf anderen Nationen auch schon im Tor gestanden hat bei diesem Turnier. So, Arndt, was meinst du, glaubst du, trifft der erste Kolumbianer gegen Kobel? Was meinst du? Ich habe jetzt bei dir nichts gehört, du Schwein. Ja. Also die Nummer 20 schießt von Kolumbien. Hier wird gebetet und jetzt gibt es den Anlauf. Es ist so spannend. Ich kann es gerade nicht vorstellen. Und der läuft sehr, sehr schleppend an. Aber Kobel links und rechts und... Was glaubst du, Arndt? Ich habe ein gutes Gefühl für ihn. Ich habe mir echt ein gutes Gefühl. Ich glaube, ich habe in deinen Gesichtszügen gelesen, dass er drin ist. Lieber Arndt, das Schöne ist, er kann jetzt noch ein zweites Mal schießen. Und zwar für dir. Er bekommt eine zweite Chance. Er hat bei mir immer noch nicht geschossen. Ich halte es kaum aus. Jetzt läuft er an. Ja, so. Vielleicht beim zweiten Treffer auch. Bei mir ist er drin. Kintero war das übrigens. Ja, bei mir war er auch drin. Ist bei dir der zweite schon geschossen? Ja, und es ist... Kintero trottet jetzt bei mir zurück. Möglicherweise beißt jetzt Kolumbien auf Granit. Granit Chaka mit sehr, sehr ernstem Blick. Und ich gucke mal, ob er den ersten Versuch gleich trifft, dann hat er ja gleich noch einen zweiten bei dir. Bei mir jubelt Quintero gerade. Das ist ein ganz komisches Elfmeterschießen. Ja, pass auf. Und jetzt läuft Granit Xhaka an und möglicherweise trifft er nicht. Wie Jonathan Tay. Ja. Ich weiß es nicht. Ah, und ich möchte mal sagen, die Dramatik ist nicht zu überbieten. Ich würde sagen, er trifft. Mal gucken. Also ich sag mal so. Also bei mir legt er sich den Ball gerade erst hin. Ich glaube, dass Klamroth möglicherweise mit den Fingern dran sein könnte. Ich versuche das hier mal im Gesicht zu sehen. Also Granit Xhaka, machst du das auch immer so bei Elfmeterschießen, dass du mal ins Gesicht guckst und sagst, nee, nie im Leben trifft der. Meistens liegt er falsch. Aber Garniczaka sieht sehr, sehr, sehr sicher aus. Und ich kann nur mal sagen, bei mir sieht man jetzt schon Murat Jakin. Ist drin. Torwart ist aber noch dran. Der ist noch dran. Der 5 Nationen Torwart. Aber was faszinierend ist, muss ich mal sagen, dass man Murat Jakin sieht. Und ich denke, immer wieder, das habe ich bereits in der zweiten Folge gesagt, sieht aus wie Kovac, aber ein Intellektuell. Einer, der auch Arte guckt, der auch mal ins literarische Quartett reinguckt. So, jetzt geht es aber los. Der Kobel, er klopft nochmal in die Hände. Er ist gespannt. Und bei dir hatte noch ein bisschen Zeit. Bei mir nicht mehr. Bei mir wird der Strafschuss gleich ausgeführt. Der M-Bolo ist ja schon ausgewechselt. Ja, M-Bolo. Machst du mir noch eine schöne M-Bolo mit ein bisschen Parmesan drauf? Aber jetzt lese ich einen Kolumbianer. Ja, der Kolumbianer läuft bei mir schon an. Und ich glaube, er hat eine gute Chance, ihn zu versenken. Ich bin mir nicht sicher. Er läuft sehr unsicher an. Sehr, sehr unsicher. Wie Goretzka. Wie Tarr. Und? Ich finde auch, er läuft schleppend an. Und Kobel wirkt auf mich sehr selbstbewusst. Pass auf. Zack. Oh, oh, oh. Er zieht das Bein nach. Die Torlinientechnologie. Unterkante Latte und dann nicht drin, oder? Hier wurde gerade gejubelt. Außer mir sitzen in diesem Bistro, wo ich gerade bin, noch fünf Menschen. Und ich dachte eigentlich, es wären zwei Niederländer und drei Schweden. Aber die Niederländer haben gerade gejubelt. Die Schweden haben das ganze teilnahmslos verfolgt. Sanchez hat verschossen übrigens. Und ich kann nur sagen, Mitteleuropa ist auf der Siegerstraße. Ich möchte nicht zu viele andeuten. Nicht, dass du denkst, dass er jetzt getroffen hat. Das ist wahrscheinlich auch für unsere Hörer sehr spannend, was wir gerade hier machen. Das ist überhaupt nicht spannend. Der war schon sehr lässig verwandelt. Sowas finde ich ja ganz geil, weißt du, wenn absolut ein Maximum Pressure ist und dann zack, machst du ihn rein. Noch was anderes, noch was anderes. Ich muss ja die Zeit immer überbrücken, bis endlich was passiert. Na gut, der Kolumbianer kommt jetzt. Oh, Kampas. Kampas von Kolumbien. Du wirst es jetzt gleich sehen. Du musst dir den Elfmeter mal angucken. Mario Kampas. Ja, Mario Kampas, genau. pass auf, der schießt den unter den Hosenträgern von Kobel durch und das muss man einfach sagen, den musst du halten. Den musst du halten, wenn du ein bisschen Ehre im Leib hast. Aber warum verrätst du es denn? Ich wollte jetzt einfach mal keine Spannung aufkommen lassen. Ich möchte ja auch mal was exklusiv haben. Also Mario Kampas schießt rein. Kannst du jetzt noch einen Wettschein ausfüllen in der Türkei eigentlich? Das war doch nicht unter... Pass auf, jetzt will ich dir die Frage stellen, die ich eigentlich schon vorhin im regulären Podcast stellen wollte, bevor die Situation hier so eskaliert ist. Lionel Messi hat ja verschossen, ne? Aber Lionel Messi ist ja schon eigentlich ein ganz guter Fußballer. Warum kann der Elfmeter nicht schießen wie Harry Kane? Was genau ist das, was ihm fehlt, was Harry Kane hat? Der hat jetzt, glaube ich, von den letzten 6 Elfmetern 3 verschossen, Messi. Das würde ja Harry Kane nie passieren. Messi wird überschätzt, wenn du mich fragst. Die Schusstechnik ist es nicht. Mental scheint er auch gut zu sein. Technisch generell ist er gut. Hakimi ist das, ne? Bei dir ist das schon... Und wenn es lange dauert, dann hat er wahrscheinlich verschossen, oder? Ich weiß es nicht. Ja, es sieht so aus. Er schieß drüber. Ich kann dich lesen wie ein offenes Buch. Lieber Fußballgott, bitte, bitte, sorg doch dafür, dass wir ins Bett gehen können. Das kann ein ganz langer Podcast werden. Wenn die jetzt sehr lange schießen, kommt dann ein zusätzlicher Werbeblock. Ahnt, ahnt, es ist alles so dramatisch. Ich kann nicht drüber reden, aber es hat sich schon wieder was getan. Es hat sich schon wieder was getan in Vancouver. Nein. Der nächste Schüsse kann doch noch gar nicht drangewiesen sein. Das ist die Erdkrümmung, mein Lieber. Der sieht aus wie Reimo und ein ehemaliger Mitschüler von mir, aber es ist er nicht. Kobel, das wäre einer für die Nationalmannschaft, sage ich. So wie du redest, verschießt der auch. Trifft nicht. Und zicke zacke. Ey, ich hab das drauf. Vor allem, weil ich hier auch auf meinem Bildschirm den Daumen hebe und senke. Sehr, sehr schwierig, lieber Arndt. Wir müssen so eine Wetten-Das-Wette machen. Du guckst ein Spiel und ich gucke einfach nur dir ins Gesicht und weiß, was passiert. Arndt, ich sag mal so, wenn wir die Saalwette bei Wetten-Das kriegen mit dieser flauen Nummer hier, dann beenden wir das alles hier. Dann können wir nichts mehr erreichen. So, der Schweizer jetzt. Ich glaube, wenn er jetzt trifft, ist alles durch. Nein, die Schweiz hat jetzt hier bei mir zwei Treffer. Und Kolumbien hat bei mir auch zwei Treffer, aber einen Schuss mehr. Nee, wenn die Schweiz trifft, ist nicht durch. Ich erkläre dir erstmal bei Zeiten. Ich habe völlig den Überblick verloren. So, die Schweiz läuft also jetzt gleich, läuft irgendeiner an. Ist das Cedric Itten, mein zukünftiger Bremer? Bei mir hat die Schweiz schon getroffen. Cedric Itten in die Mitte, kalt wie eine Hundeschnauze. Ja, das findest du auch gut, weil der zur Werder wechselt. Also, liebe Hörerinnen und Hörer zu Hause, es besteht die theoretische Chance, dass das Spiel bald zu Ende ist. Wenn nämlich der Kolumbianer, der jetzt gleich anlaufen wird bei mir und bei Philipp wahrscheinlich schon längst geschossen hat, wenn der nicht trifft, um dir das mal zu erklären. Was hattest du eben, kalt wie eine Hundeschnauze? Das ist jetzt kalt wie eine Eisbärschnauze. Luis Dias. Ey, das musst du dir gleich mal angucken. Luis Diaz versucht das doch per Scherenschlag oder so bestimmt. Weißt du, was das Schöne ist? Jetzt gibt es gleich noch ein Küsschen. Ein kleines Küsschen für den eigenen Torhüter. Also hat er getroffen. Sonst hätte es ja kein Küsschen mehr gegeben. Du bist so durchsichtig. Meinst du, er trifft? Ich habe ein gutes Gefühl für Luis Diaz. Jetzt kommt dein Lieblingsschiedsrichter an. Ins kleine Netz, wie man so schön sagt. Ins kleine Netz. Arnd, ich überlasse dir die letzten 30 Sekunden dieses Spiels. Denn jetzt tritt der Schweizer gerade an. Ich mache nichts. Keine Regung. Und du schaust einfach mal, was du damit machst. Aber wenn er jetzt verschießt, sind das gleich die letzten 30 Sekunden. Okay, er küsst den Ball. Es ist Vargas, der Ex-Augsburger, der jetzt es auf dem Fuß hat, die Schweiz ins Viertelfinale zu bringen. Tu es doch. Gebannte Spannung. Ich habe jetzt bei dir nicht ins Gesicht geguckt. Wenn er jetzt verschießt, geht es weiter. Das möchte ich nicht. Vargas. Er spuckt noch einmal. Das muss nicht sein, aber am Ende heiligt der Zweck die Mittel. Wenn er jetzt trifft, darf er auch spucken vorher. So, die Nummer 17 der Schweiz war das. Könnte alles klar machen. Läuft an, trippelt auch und macht alles klar. Die Niederländer jubeln wieder. Es war eine ganz besondere Folge. Es war eine ganz besondere Folge. Wir freuen uns für alle Zuschauer aus der Dachregion, dass wir eine Mannschaft in dieser beschissenen, verfickten Dachregion. Dabei ist die Schweiz. Für mich die Schweiz ab jetzt geheim verwirrt. Die Schweiz ist für mich die Schweiz Europas. Gute Nacht, liebe Freunde. Ihr hört das morgen früh. Liebe Schichtarbeiter, liebe Schulkinder, alle, die uns hören, wir sind übermorgen wieder da. Denn morgen ist Pause wegen Spielfrei. Habt ihr nicht so gewettet? Wir auch nicht, aber wir müssen mal schlafen. Mach's gut, ihr Lieben. Jute Nacht. Danke euch fürs Zuhören. Wir haben euch lieb. Ciao. Dankeschön. Dankeschön. Bitteschön, Patrick. Danke. Wir bedanken uns ganz herzlich bei uns. Ja, vielen Dank, meine Herren. Danke, danke. Bitteschön. Dankeschön. Bitte schön. Vielen Dank, Oliver Kahn. Ja, danke auch für den Stress. Vielen herzlichen Dank dafür. Dankeschön, vielen herzlichen Dank. Bitte sehr. Dankeschön. Ja, Dankeschön. Bitteschön. Ja, Dankeschön, danke. Ich bitte Sie. Also, ja, ich danke Ihnen. Vielen herzlichen Dank. Danke, bitte. Bitte, danke. Ja, vielen Dank. Danke, Erik. Ja, vielen Dank, Jens. Danke, das genügt, sagen wir und mit uns die deutsche Mannschaft. Dankeschön, Dankeschön, tschüss, geht zusammen. Ich habe heute schon gedankt. Ich komme mit der Dankfüllung, die noch im Dank ist, nach Salzburg. Das war Zeigler und Köster, der Fußball-Podcast von Elf Freunde.