Arndt! Merhaba, Merhaba Philipp! Merhaba! Es ist das vorletzte Merhaba, weil es ist meine vorletzte Nacht hier in der Türkei und danach fliege ich auch erstmal nicht wieder her. Merhaba! Ich sage es jetzt einfach noch dreimal. Merhaba, Merhaba! Zum Finale fährt Arndt einfach nochmal in die Türkei. Liebe Freunde, wir sind auf der Zielgerade, wie Alberto Tumbo hat 92 im Riesenslalom in Albeville. Wer will sich nicht daran erinnern? Es sind glaube ich nur noch sechs oder sieben oder acht Ausgaben. So ganz langsam macht sich natürlich die Erschöpfung bei uns ein bisschen präsenter auch. Aber heute Abend war es wieder dramatisch. Wir sprechen über Belgien gegen Spanien und wie es ausgeht. Ihr wisst es natürlich auch schon. Aber gut, nach der Gitarre. Wenn du ehrlich bist, reden wir seit der zweiten Folge über unsere grenzenlose Erschöpfung. Wir haben sie frisch gehalten bis heute. Und die Gitarre auch. Ja, das ist... Football unites us all. Zeigler und Köster. Der Fußball-Podcast von Elf Freunde. Jetzt ist er wieder da. Der 31. Tag. Das glaube ich nicht. Wieder Merino, wieder Merino, immer wieder Merino. Tor! So, jetzt... Michael Oliver pfeift ab! Spanien, Merino gegen Belgien, 2 zu 1, der Europameister steht im WM-Halbfinale gegen Frankreich. Das war der geschätzte Kollege Oliver Schmidt und es war natürlich ein dramatisches Spiel, weil er sich mal wieder, wieder, wieder in allerletzter Sekunde entschieden hat. Wir hatten uns alle schon auf Verlängerung, Elfmeterschießen, lange durchzechte Nacht vorbereitet. Stattdessen schlug Spanien zu. Blick in den Maschinenraum, ich habe dir und zwar, ich glaube, ungefähr acht Sekunden bevor dieses Tor fiel, geschrieben. Da schießt auch Spanien bestimmt noch ein Tor in der 92. Sie haben es dann schon in der 88. Geschossen, aber es war irgendwie so ein typisches Spiel, wo Belgien sich so durchkämpft und auch versucht, den Spaniern das Leben möglichst schwer zu machen, aber es war am Ende ein hochverdienter Sieg, glaube ich, für Spanien spät zustande gekommen, wie viele Spiele spät entschieden worden sind bei dieser WM. Und wir haben jetzt also, wie gerade gehört von Oliver Schmidt, das, ich muss sagen, Traumhalbfinale Spanien gegen Frankreich. Und da haben wir den direkten Vergleich. Du hast mich ja, wie gesagt, mehrfach damit aufgezogen, dass ich gesagt habe, dass Frankreich für mich der Top-Favorit ist. Was ich aber, wie gesagt, schon ganz am Anfang gesagt habe. Und jetzt müssen wir mal überlegen, ob wir glauben, dass die Spanier, die wir heute gesehen haben, gut genug sind, um Frankreich rauszuschmeißen. Was denkst du? Discuss. Ja. Jetzt sag ich nichts mehr. Du weißt, wie du mich damit ärgert. Pass auf. Also ich würde mal festhalten, dass die Spanier heute mal wieder bewiesen haben, dass sie so ein Spiel wahnsinnig verwalten können. Also es machte sich ja eine gewisse Ungeduld in Los Angeles auch breit, weil man sich natürlich ein bisschen fragte, wie oft wollen sie jetzt nochmal versuchen, die Belgier zu umzingeln? Wie oft wollen sie noch versuchen, den Ball in den Strafraum zu tragen? Aber das hatte anders als beispielsweise bei der deutschen Mannschaft durchaus Hand und Fuß und eine gewisse Konsequenz. Und ich muss ja auch sagen, dass ich schon ganz am Anfang in der ersten Halbzeit, als Spanien wahnsinnig dominant war, das Gefühl hatte, das geht heute nicht gut aus für Belgien. Das wird so ein Abnutzungskampf und am Ende nutzen sie dann irgendeine Situation, eine Unachtsamkeit, einen Fehler und machen das 2 zu 1, dass das mal wieder so spät passiert ist. Geschenkt, aber die erste Halbzeit konnte man nicht anders sehen, als dass man das Gefühl hatte, hier spielt ein Turnierfavorit gegen einen Außenseiter. Die Spanier erinnern sich ein bisschen, ohne das zu böse zu machen, ein bisschen an Italien früher, über die ja Johann Kreuf mal dieses wundervolle Bournemouth geliefert hat. Die Italiener können dich nicht schlagen, aber du kannst gegen sie verlieren. Und so ein bisschen ist es mit Spanien auch. Spanien kriegt kaum was hinten drauf, macht vorne immer irgendwie ein paar Tore. Aber ich komme nicht umhin, nochmal zu sagen, ich finde, es hat nichts gemeinsam mit der ganz großen spanischen Mannschaft von vor zehn, zwölf Jahren, wo du Iniesta hattest und Xavi und du hattest Torres vorne drin, du hattest einen Torjäger und du hattest ganz viel Tor gefahren, du hattest auch Fußballfeste, wo sie vier, fünf, sechs Tore geschossen haben. Diese spanische Mannschaft ist dazu nicht imstande. Die ist einfach hinten bombensicher und es ist eine sehr disziplinierte Mannschaft, die ganz schwer zu spielen ist. Ich habe heute von einer Kollegin gelernt, die auch ganz tolle Vertikalpässe spielt. Wüsstest du das, dass die ganz tolle Vertikalpässe spielen? Nein, nein, nein. Was ist denn das? Sag mal. Was ist denn das? Ich weiß es nicht, aber das darf keiner erfahren. Wir sind ja unter uns. Jedenfalls, ich finde, dieser Mannschaft fehlt das Flair, um am Ende Weltmeister zu sein. Es ist eine sehr gute Mannschaft, aber für mich kein Weltmeister und das ist bei Frankreich eben anders. Ja, und man kann ja auch mal feststellen, dass Lamine Jamal so momentan die große Enttäuschung dieses Turniers trotz allem ist. Also die ganzen alten Säcke, die alten Bellheims, die haben ja alle geliefert, ob es Messi war. Cristiano Ronaldo hat zumindest bis zum Ausscheiden auch dem Turnier so ein bisschen seinen Stempel aufgedrückt. Also die ganzen alten Herren haben performt. Hingegen, das muss man sagen, Lamin Jamal, der ja eine Apotheose erfahren hat, eine Verherrlichung, wie man sie selten bei einem jungen Spieler erlebt hat. Vielleicht beim jungen Pelé 1958. Wenige Leute, die so früh auf so ein hohes Schild geschoben worden sind. Die Rolle füllt er momentan einfach noch nicht aus. Aber Spanien ging 1-0 in Führung. Und das war, wie die Reporter sagen, hochverdient. Petro Porro, der Spanier auf der rechten Seite im Zusammenspiel mit Jamal. Gute gemacht. Porro ist im 16. Spiel, der war quer. Räumus-Schuss, der halte Naschus. Tor! Fabian Ruiz! Spanien führt gegen Belgien mit 1 zu 0. Das war der ARD-Radio-Reporter Michael Augustin. Wir haben wirklich ein Spiel gesehen. Ich habe das irgendwann dir auch geschickt nach 10 Minuten. 0 zu 0 Torschüsse. Es war, wie man so sagt, ein Abnutzungskampf. Belgien stand so ein bisschen wie so ein Boxer in den Seilen, hat sich zwar gewehrt, hat auch ein paar Nadelstiche gesetzt, aber du hast die ganze Zeit gesehen... Also so richtig auf Augenhöhe ist das Duell nicht. Die Belgier machen das gut, und sie haben vielleicht auch die Chance, den Spanien das Leben schwer zu machen, aber es ist, wie gesagt, nicht die Mannschaft, die die Spanier jetzt in die Knie zwingt. Dennoch haben sie den Ausgleich geschafft, etwas überraschend, durch die Kettelahre. Dann kommt die Flanke. Rausgeschlagen erstmal von Fabian Ruiz. Die Belgier bleiben im Ballbesitz. Gute Übersicht von De Bruyne auf die rechte Seite. In der mittesten Ketteleere kommt mal Tor! Ausgleich! Ausgleich! Ausgleichstor für Belgien! Und als ich dieses Ausgleichstor gehört habe und dann auch die Retrospektive auf dieses Tor in der Halbzeit, ich habe über VBN Magenta geguckt, da muss ich mal sagen, das war mal wieder das Elend der modernen Fußballreportage. Ich möchte das ganz kurz mal erläutern. Kommentiert hat für Magenta Christian Straßburger, Expertin war Tabea Kemmer und im Studio noch Jan Henkel, das blonde Pfeilbeil, wie er früher genannt wurde. Auf jeden Fall habe ich bei Christian Straßburger gemerkt, dass mir manche Marotte an modernen Reportern inzwischen sensationell auf den Geist geht und ich glaube, dass das auch eher eine fachliche Kritik, keine geschmäcklerische Kritik ist. Christian Straßburger ist nämlich einer dieser Reporter, die überhaupt nicht mehr modulieren, sondern sich in einer Dauererregung durchs ganze Spiel schaukeln. Also es ist völlig egal, ob gerade irgendwas am Strafraum brennt oder Jamal sich im Mittelfeld die Stutzen hochzieht oder es ein Mittelfeldgeplänkel gibt. Es wird quasi durchgebrüllt. Und ich glaube, dass das ein handwerklicher Fehler ist, zu denken, dass man dadurch eine gute Fußballreportage hinkriegt. Permanent pathetische Sätze rauszuballern. Zum Schluss die letzten zehn Minuten Christian Straßburger überhaupt nicht mehr aufgehört, einen pathetischen Satz nach dem anderen rauszuballern und so zu tun, als ob hier das Ende oder der Anfang der Zivilisation beschlossen wird, das funktioniert nicht. Also das bringt, finde ich, auch den Zuhörer und den Zuseher in so eine ganz komische Dauerschleife von Erregungen. Du bekommst gar nicht mehr die Wellen und die Entwicklung eines Spiels mit. Also wenn du dich völlig von dem abkoppelst, was auf dem Spielfeld passiert, ist das keine gute Reportage. Und wenn ich jetzt gerade einmal dabei bin, hat mich auch tatsächlich genervt, was dann in der Halbzeit passiert ist. Tabea Kemmer ist, glaube ich, eine totale Fachfrau, gar nichts gegen zu sagen, aber sie ist auch eine richtig schlechte Expertin, ich muss das mal so deutlich sagen, weil, nimm mal als Beispiel einen Wissenschaftler, nimm mal einen Atomwissenschaftler, der wird komplett anders reden, wenn der auf dem Kongress ist oder wenn er der Öffentlichkeit was mitteilen muss. Ich finde, zu einem guten Experten gehört, nicht nur Sachen zu begreifen, sondern sie auch in lebendiger Sprache den Leuten zu erzählen. Tabea Kemmer substantiviert jedes Wort zwanghaft. Es ist eine wahnsinnig akademische, technische Sprache, die überhaupt nichts erläutert, nichts erklärt. Dann wird zu Jan Henkel ins Studio geschaltet und es ist genauso schlimm. Dann war es zum Beispiel so, dass der Torstütze der Belgier einen Kopf größer als die Verteidiger der Spanier. Dann hatte sich Jan Henkel in das Wort Mismatch verliebt. Anstatt dass er sagte, der ist ein Kopf größer. Und deswegen hat der Vorteil, der beim Kopfschleifel sagte, ja, dieses Mismatch nutzt der Stürmer aus. Er hatte sich verliebt, glaube ich, dreimal oder viermal innerhalb von zwei Minuten. Und das ist einfach richtig schlecht. Das muss ich einfach mal sagen. Da hast du das Gefühl, da wird sich ordentlich vorbereitet. Da wird sich keine Gedanken gemacht, was wollen die Zuschauer eigentlich. Sondern da wird nur so gedacht, ich muss irgendwie besonders sein, um aufzufallen. Und das ist kein guter Weg, finde ich. So, Impuls von der Seite. Das ist ja Kollegenschelte, ne? Ja, schade. Wir werden uns viel verzeihen müssen. Wir werden uns am Ende sehr viel verzeihen müssen. Aber kommen wir wieder zurück zum Fußball und weg vom schlecht gelaunten Köster. Von wem habe ich eigentlich gerade gehört, dass das Phänomen, was du beschreibst über das Reportieren, dass das bei manchen Kollegen genannt wird, er kommentiert fürs Archiv. Das meinst du, ne? Mir ist dann eingefallen, ich habe, und das werden wir, glaube ich, nächste Woche einfach mal in der Zeitmaschine, werden wir das mal unterbringen. Ich habe in meiner Kindheit ein Doppelalbum gehabt, WM-Erinnerungen. Darauf waren Radioreportagen der Weltmeisterschaften 54 bis 70, glaube ich, von den entscheidenden deutschen Spielen und vom Endspiel jeweils. Und ich konnte die mitsprechen irgendwann. Und es ist wirklich so, ich kann dir nicht genau sagen, was, aber es hat sich natürlich auch der Reportage-Stil geändert. Du könntest dir das heute nicht mehr anhören, was die 1958 gemacht haben oder so. Völlig klar, völlig klar. Aber trotz allem hat das damals eine Erhabenheit gehabt. Und einen Stellenwert, den erreichen heutige Reportagen nicht mehr, obwohl ich wie gesagt sagen muss, dass die ARD, die Radioreporter. Da bin ich wirklich Fan, weil die wirklich, ich bin ja ohnehin so ein Radiomensch, weil die wirklich Klangbilder erzeugen und Wortgemälde, die auch manchmal ein bisschen drüber sind, aber die trotzdem unheimlich gut anzuhören sind. Und es macht Spaß, dazuzuhören. Und du bist beim Spiel so ein bisschen dabei. Und es ist auch nicht zu eitel. Es ist wirklich, alleine schon deswegen, weil du ja nur mit ganz viel Mühe rausbekommst, wer der überhaupt gerade spricht, ist es nicht zu eitel. Da bin ich wirklich Fan. Aber es ist irgendwie so, du hast das Gefühl, es ist irgendwie dem Medium Radio und den Fußballreportagen ein bisschen was verloren gegangen. Und wir müssen es da auch nicht festbeißen. Aber natürlich ist das auch so, dass inzwischen sehr, sehr viele Reporter... Und glauben, dass sie ihren Job gut gemacht haben, wenn es dann hinterher noch irgendwelche Videobilder gibt, wo sie total ausrasten und aus dem Sattel gehen oder auf der Pressetribüne alle Leute zusammenschreiben und sich dann noch filmen und in eine Kamera winken. Und damit dann hinterher Leute bei Social Media schreiben können, oh guck mal, das ist ja einfach pure Emotion. Und ich sage einfach, das ist es nicht. Die Hauptsache, die passiert dann doch auf dem Spielfeld und du musst nicht so stock eitel dann noch alles mitfilmen und alles, alles, alles nochmal so präsentieren, als ob du jetzt irgendwie eigentlich die Hauptperson bist. Finde ich gerade bei Kommentatoren wirklich schwierig. Wie gesagt, ein bisschen lebendige Sprache und auch nicht jede windschiefe Metapher gleich mal rausblasen oder den kompletten Statistikzettel abarbeiten. Auch dieses, ja, hat früher mal bei Dortmund gespielt, der Mann vom AS Monaco, der Mann von der AS Rom und so weiter. Leute, langweilt uns doch nicht mit 150.000 total egalen Statistiken. Das würde ich mir wünschen. Aber pass auf, was ich noch eines sagen muss, was mir wirklich lustig aufgefallen ist. Während des Spiels war es, die Auswechseltafeln werden doch von Rexona, von diesem Deok, gesponsert. Und heute hatte der Typ, der viertel Offizielle, der das hochgehalten hat, so tellergroße Schweißflecken unterm Arm. Das fand ich sehr schön. Du hast oben das Rexona-Schild und unten tellergroße, also wirklich Klosettdeckelgroße Schweißflecken unterm Arm. Das fand ich irgendwie, da habe ich gedacht, ja, ist so gut, dass Rexona das sponsert. Vielleicht mal ein kleines Päckchen rüberschicken zu den Offiziellen. Und nun zurück zum Sport. Wir haben dann ja erlebt, etwas tragisch, die Verletzung von Courtois im belgischen Tor. Der hatte offenbar eine Oberschenkelverletzung und musste weichen seinem Ersatzmann Senel Lammens, dem Torwart von Manchester United, der 32 Spiele gemacht hat in der Premier League und wirklich ein guter Torwart ist, sein WM-Debüt gefeiert hat und er hat es wahrscheinlich nicht allzu lang gefeiert, denn er hat letztendlich das 2 zu 1 durch Merino maßgeblich beeinflusst. Jetzt kommt der Pass zu Kukureya, der ist auf der linken Seite am Strafraum der Belgier. Dann hat Petri den Ball wiederbekommen, hat den Kopf oben, sieht, dass sich da eine Möglichkeit ergibt. Schuss von Kobasi, Torte Endi-Body für Sabstabat! Tor! Tor! 2-1, weil Sede Lammens, Auf jeden Fall in der Schlussphase das 2 zu 1 für Spanien. Mikel Merino, wieder Merino, wieder Merino, immer wieder Merino. Und das war natürlich ein kapitaler Bock. Und mir schrieben sofort fünf oder sechs Leute per WhatsApp im Kurznachrichtendienst, das sei ja nun wirklich ein Khan-Yokohama-Moment gewesen. Also den Ball nach vorne abprallen lassen, immer schlecht für einen Torhüter. Und hier war es wirklich so, dass man sofort wusste, das ist jetzt die Entscheidung. Und morgen würden wahrscheinlich ganz, ganz viele Zeitungen voll mit deinem großen Bock sein. Das war schon schmerzhaft für einen Spieler, der neu reingekommen ist und der Mannschaft, der helfen wollte. Es war auch die Art Torwartfehler, wenn der beim Frauenfußball passiert wäre, dann hätte er gesagt, siehst du, die können das einfach nicht. Die können das einfach nicht. Das passiert auch bei Männerfußball. So, Merino, also 88. Minute, danach gab es noch sieben Minuten Nachspielzeit, also das Spiel dauerte noch neun Minuten, aber es hat am Ende nichts mehr geändert. Ich habe mich übrigens heute gefragt, wie viele Zuschauer, du hast das vielleicht so ein bisschen mitbekommen, Die Leute mussten ja, um die K.O.-Spiele zu sehen, mussten die sich ja so Pakete kaufen. Und wie macht man das eigentlich, dass nicht das Stadion voll ist von Zuschauern, die eigentlich ein ganz anderes Spiel gucken wollten? Also wie macht man das, dass Norwegen gegen England morgen, dass da nicht 20.000 Brasilianer sind? Die dachten, sie schlagen Norwegen und kaufen sich Karten fürs Spiel. Oder Mexikaner, die dachten, sie schlagen England. Vielleicht ist es ja morgen ein Stadion voller Brasilianer und Mexikaner, die sich Norwegen und England angucken. Oder US-Amerikaner, die sich Spanien und Belgien angeguckt haben heute. Also was ich so gehört habe, ist, dass da natürlich der Drittmarkt brummt. Also wir hatten ja mit den Deutschen auch das Problem, dass wir eigentlich gedacht hatten, dass wir gegen Frankreich in Philadelphia spielen. Stattdessen tauchten dann in die Parkweihe auf mit zehntausenden Leuten im Schlepptau. Also da wurde sehr, sehr viel Karten auf dem Zweit- und Drittmarkt verhökert. Und das ist eigentlich auch ein ganz guter Blick nochmal darauf, dass man sagen kann, dass was bei den letzten Turnieren schon immer problematisch war, nämlich die Ticketvergabe und sehr, sehr hohe Schwarzmarktpreise, das ist, muss man sagen, bei dieser WM einfach völlig aus den Fugen geraten. Das ist einerseits natürlich durch dieses Dynamic Pricing der Fall gewesen, dass die FIFA je nach Nachfrage immer nochmal die Preise erhöhen konnte und durch die Legalisierung und die Vereinnahmung des Schwarzmarkts durch die FIFA, also diese Mondpreise, die auch auf der offiziellen FIFA-Plattform gezahlt werden durften oder mussten, für Tickets war eine totale Frechheit. Auf den anderen Plattformen, auf diesen ganzen Gauner-Plattformen von StubHub und Viagogo, war es noch mal viel mehr Wild West. Aber es gab offenbar eine ganze Menge Leute, die das bezahlt haben. Wir haben dazu nämlich auch eine Mail bekommen von Olli, der so ein bisschen beschrieben hat, wie er unterwegs war. Vorweg, er war durchaus clever unterwegs, hat es geschafft, glaube ich, so zehn Spiele, ich paraphrasiere mal, zu sehen und dafür ungefähr, glaube ich, 3.500 Dollar oder 3.000 Dollar zu zahlen. Soll also heißen, für 300 Dollar pro Spiel hat er was gesehen. Da würde man natürlich als Normalsterblicher immer noch sagen, ja, wie geisteskrank ist das denn? So normale Spiele und dafür musst du dann 300 Dollar oder 300 Euro zahlen, ist schon viel zu viel. Aber er erzählt eben auch, und das macht es nochmal skurriler, dass er natürlich in den Stadien ganz, ganz viele unterschiedliche Leute getroffen hat. Und unter anderem auch Mexikaner, die Haus und Hof verkauft haben, um bei ihren Spielen der Mexikaner dabei zu sein. Und denen er gar nicht sagen konnte, wie viel sie gezahlt haben, weil die hatten es zehnfache gezahlt. Aber das ist dann offenbar ja auch so ein kleines bisschen die unterschiedliche Philosophie, Mexikaner, USA-Bürger, US-Bürger sind wohl gewohnt einfach ganz ganz viel Geld zu zahlen für solche Events, klaglos nehmen sie dann auch nochmal irgendwie 50 Dollar in der Hand, um einen halben Becher Cola zu kaufen. Wir Deutsche, wir Europäer haben uns nicht so dran gewöhnt und man kann einfach nur festhalten, es ist halt ein Mittelklasse, ein oberes Mittelklassevergnügen, so eine Wärme. War er nicht auch derjenige, der lobend erwähnt hat, dass bei den Stadien in Mexiko etwas andere Musik läuft als bei den Stadien in den USA? Da läuft so ein bisschen Mariachi-Musik und sowas, ne? Hat der, glaube ich, geschrieben oder war das jemand anderes? Das war er, glaube ich, ne? Ich glaube, er war das. Ich lese nur sehr, sehr sporadisch diese Mails und überfliege. Ne, ich lese sie kursiv, möchte ich sagen. Diagonal. Ja, aber ich muss ganz sagen, was mich bei ihm sehr erfreut hat, ist, dass er auch so wunderbare Plakatige über Worte hatte. Er schreibt hier, wir waren ja auch da und zudem viele Freunde und Bekannte von uns, alle bekloppt genug den Trip anzugeben, aber alle mit vollem Herzen, Fußballcans und keine Event-Ottos oder Neckarmänner. Neckarmänner, das ist ein alter, alter Begriff für diese Typen, die schon wirklich in den 80ern oder 90ern einfach mit Pepita-Hut und Trikot und dicken Bauch auf der Tribüne saßen und sich Auslandsspiele der Nationalmannschaft nicht entgehen lassen. Neckarmänner finde ich sehr, sehr schön. Wirklich lange nicht mehr gehört, danke dafür, Oli. Aber bei den Mariachi-Klängen, da bin ich bei einer Mail, die ich von Matthäus bekommen habe. Also Matthäus mit Vornamen. Bei Matthäus. Ja, es ist schon spät. Matthäus bekommen habe, Matthäus mit Vornamen. Der hat eine musikalische Frage. Bei jeder Spielunterbrechung bei der WM wird in den Stadien Musik gespielt und die Zuschauer sind voll dabei. Doch scheint es in der Playlist nur genau zwei Songs zu geben. Living on a Prayer von Bon Jovi und Mr. Brightside von den Killers. Ich liebe beide Songs, aber langsam kann ich sie nicht mehr hören. Die WM schafft es mir, diese Lieder kaputt zu machen. Außerdem ist mir aufgefallen, dass WM-Songs bei diesem Turnier kaum eine Rolle spielen. Also WM-Songs im Sinne von WM-Songs. Sonst fühlen sich doch unzählige Künstler berufen, einen mittelmäßigen Fußballsong herauszubringen. Geht es euch ähnlich? Das stimmt, da sind wir auch nochmal beim Thema den WM-Song. Gibt es ebenso wenig, wie die Maskottchen eine Rolle spielen. Also ist alles zusammen. Also mal abgesehen davon, dass, ich weiß nicht, ob das Magenta ist, auf jeden Fall der Sender ausgepeitscht gehört, der die ganze Zeit einem diesen fürchterlichen Helene Fischer Trash um die Ohren ballert. Ich glaube, Magenta ist das. Ich mozle nur, wenn ich über Magenta arbeite, morgen wieder ARD. Will nur sagen, das ist keine schlechte Beobachtung. Es ist echt so, dass die Musik, die in den Stadien gespielt wird, mit uns von Toronto bis runter ins Aztekenstadion in Monterey. Das ist eine Mischung zwischen Schinkenstraße und Tanzabend auf der AIDA. Fürchterliche Musik. Und es ist leider Gottes aber auch so, dass die Zuschauer dämlich genug sind, das aufzunehmen. Also dann läuft zum Beispiel, das ist in den Stadien immer schön zu sehen, diese Hydration Break. Dann kommt diese kurze Durchsage. No Hydration Break. Ich sag mal so, I understand only Railway Station. Also irgendwie sagt er irgendwas auf Englisch, Hydration Break. Dann pfeifen die Leute. Aber zwei Sekunden später wird Freed from dieser, ja, oder Wacker, Wacker, eh, eh, eingespielt und sofort alle dabei, ja, Wacker, Wacker, eh, eh. Also die Leute sind, Alter, die Leute sind halt auch doof, ne? Also das, ich wünschte mir ja eigentlich, dass dieser scheiß Trinkpausen, Werbepausen Quatsch, statt der drei Minuten lang nur gellende Pfiffe bekommt, aber Wacker, Wacker, eh, eh, kommt dann wieder alle um die Ecke, Scheiße, ja. Sag mal, und was noch irgendjemand geschrieben hat, der bei einem der Spiele war, ist, dass es wohl in den Stadien, das bekommen wir natürlich im Fernsehen nicht zu sehen, sehr unangenehme Stadion-Moderatoren geben soll. Was mich natürlich interessiert, weil ich selbst ein sehr unangenehmer Stadion-Moderator bin. Es sollen so Grinsebacken rumlaufen, so typisch amerikanische Confranchiers, die so die Spiele moderieren quasi. Das ist natürlich wirklich was, was man dann nicht sieht. Hast du das wahrgenommen? Naja, die Leute werden beschallt. Sie werden erstmal von draußen beschallt. Da sind so Leute auf so ganz, ganz hohen Stühlen, wie man sie von so Richtern beim Tennis kennt. Die haben Megafone dabei und kommentieren jeden Zuschauer, der so rankommt. Oh, Röckchen an oder hier, du kannst auch mal lächeln. Ja, nun wieder. Ja, freust du dich, freust du dich, dann zeigst du mal deinem Gesicht. So, reden die die ganze Zeit. Total ätzend. Außerdem stehen sehr, sehr häufig so Jesusleute, so Spalier, die irgendwie sagen, der Papst ist der Teufel, kommt zu unserer Sekte und sowas gibt es. Dann gibt es grimmige Polizisten, dann wird zwischendurch ja immer gerne schon mal die amerikanische Nationalhymne gespielt und die salutieren plötzlich. Und du denkst, die salutieren dir, aber die salutieren tatsächlich wegen der Nationalhymne. Und drinnen sind das dann so klassische amerikanische Presenter-Shouter, die auch mit diesem komischen rollenden R natürlich alles kommentieren. Geht einem wahnsinnig auf den Sack. Aber andererseits, die Leute sind alle merkwürdig, die in den Stadien sind. Also das siehst du ja auch immer bei den Einblendungen. Kaum ist jemand im Bild, werfen die Leute an und agieren total künstlich. Winken, tanzen zu imaginären Rhythmen, grinsen in die Kamera. Selbst wenn du gerade 0-4 kassiert hast in der Vorrunde. Herzchen werden gebildet, man umarmt sich, man freut sich. Ja, das ist halt Fernseh-WM und hat wahrscheinlich auch mit der Stimmung, wie wir sie aus europäischen Stadien kennen, nicht so wahnsinnig viel zu tun. Wir gehen ja jetzt doch ins letzte Teilstück dieser WM und wir haben uns schon vor ein paar Tagen vorgenommen, wir machen mal was zum Thema Fußballmusik. Wir haben beide mal gesammelt unsere gemeinsamen Top 10 Fußballsongs, das werden wir irgendwann in der nächsten Woche machen. Ich möchte aber, um das Thema Musik abzuschließen, einen Song spielen, der leider viel unbekannter ist, als er es verdient hätte und der irgendwann zwischenzeitlich vor vielen Jahren so eine Art Underground-Hit wurde. Von einem Interpreten, über den man sehr wenig herausfindet. Ich möchte euch aber kurz eine Refrain vorspielen. Hier ist Wolfram Jütten mit Lass mich in deinen Strafraum be. Und ich habe, es ist wirklich spät in der Nacht und ich habe nicht die geringste Ahnung, warum wir das gerade eingespielt haben. Magst du es uns kurz erklären? Ich weiß es nicht, warum. Ich wollte es einfach mal einspielen. Das war der Grund. Du wolltest es einfach mal einspielen. Wir haben ja auch nochmal einen Blick in den Maschinenraum. Das ist ja wahnsinnig spannend, sich ein bisschen zu überlegen, was ist eigentlich richtig gute Fußballmusik. Und wir haben öfter mal hin und her geschrieben und das wird, glaube ich, ganz spannend. Aber insofern ist es auch ganz gut, wenn ihr uns mal nochmal schreibt, übersehen wir irgendwas? Oder gibt es irgendwas, was wir unbedingt noch mal sehen sollen, was möglicherweise auch WM-Bezug hat? Randgeschehen der WM. Ja, Randgeschehen der WM. Gibt es Sachen, die skurril sind, die man möglicherweise nur auf der Plattenbörse findet? Also alle solche Sachen. Da wären wir sehr, sehr dankbar, wenn ihr euch dann mal kurz in euren Plattenregalen ein bisschen rumwühlt und mal guckt, was es dann so gibt. Ich war vor ein paar Wochen her total neidisch, weil du hast ja bei Apokalypse und Filterkaffee im Presseclub gesessen. Ja, genau. Ich habe gedacht, der feine Herr, der feine Herr, den fragen sie, mich fragen sie nicht. Morgen sitze ich da. So, pfff. Ja, Grüße an Markus Feldenkirchen und an Micky Beisenherz. Und Micky Beisenherz übrigens möchte ich auch gerne ins Spiel bringen, auch ein Freund des Hauses und ein Stammhörer. Es gibt noch ein anderes Deutschland-Spanien-Thema indirekt, weil jetzt bekannt geworden ist in diesen Tagen, dass Karim Adeyemi zum FC Barcelona wechselt. Da sind wir nochmal bei Spanien und ich finde das irgendwie ein Wechsel, der sich komisch anfühlt, weil das ist so, das bringt man nicht direkt zusammen, Karim Adeyemi und den FC Barcelona. Und ich habe Micky mal gefragt, ist es eigentlich ein Barca-Spieler, dieser Karim Adeyemi, so gefühlt für einen BVB-Fan? Lieber Arndt, lieber Philipp, ich grüße euch ganz herzlich vom Eigelstein in Gorn. Ich sitze hier draußen in einer Sommernacht und es ist herrlich. Und alle Lokale haben draußen die Leinwände und Bildschirme aufgebaut. Wir gucken hier Spanien gegen Belgien. Also man hat jetzt hier ausnahmsweise auch mal das Gefühl, dass WM ist in Deutschland, weil das Spiel ja eine benutzerfreundliche Anstoßzeit hat. Es ist schön und es fühlt sich an nach WM. Eure Frage, ist Adeyemi ein Barca-Spieler? Nein, ist er nicht. Ich finde, er ist ein hochveranlagter Spieler, der seine Klasse aber viel zu selten aufblitzen lässt. Nie über eine komplette Saison hinweg. Er hat auch gewisse technische Schwächen, die ich nicht so eklatant sehe wie so manche andere BVB-Fans. Aber ich glaube nicht, dass er sich bei Barca durchsetzen wird. Und er trifft ja unter anderem auch auf einen Trainer, Hansi Flick. Der ihn ja auch als Nationaltrainer berufen hatte. Unter anderem bei dem fürchterlichen Turnier in Katar. Und da ist Adeyemi auch nicht weiter in Erscheinung getreten. Also da müsste schon sehr, sehr viel passieren, dass Karim Adeyemi sich bei Barca in die Stammelf spielt. Ich sehe das nicht. Ich habe nichts persönlich gegen den. Aber ehrlicherweise... Und sowohl was seine technischen Qualitäten angeht, als auch was seine spielerische, Longevity angeht, da sehe ich ihn nicht in der Stammelf bei Barca. Also ich mache es nochmal kurz, nein. Wir können aber trotzdem mal festhalten, dass Adiemi etwas geschafft hat, was alle anderen deutschen Spieler nicht geschafft haben, sich ins Schaufenster zu spielen, indem er nicht bei der WM dabei war. Also man muss es einfach mal festhalten, er ist jemand, der einfach profitiert hat davon, dass er nicht Teil dieser deutschen Equipe war. Ich glaube, möglicherweise hätte Barcelona ohnehin Abstand davon genommen, wenn sie ihn hätte kicken sehen bei dieser fürchterlichen WM. Wir müssen mich mal ganz kurz auch nochmal ein bisschen Retrospektive betreiben, denn nach wie vor geht es weiter, die ganze Aufarbeitung dieses deutschen Desasters. Und es hat inzwischen wirklich absurde, absurde Ausmaße angenommen. Heute gab es eine Meldung des extrem vertrauenswürdigen Portals Rannen, von denen ich dachte, dass die irgendwann mit Reinhold Beckmanns roter Jeansjag ins Museum gewandert werden. Aber die gibt es tatsächlich noch. Und der neueste Tratsch ist jetzt, angeblich muss die Rückholung von Torwart-Senior Manuel Neuer mittelschwere Verwerfungen in der Nationalmannschaft ausgelöst haben. Angeblich hat Torwart-Trainer Andreas Kronberg mit Rücktritt gedroht, weil er sich bei der Entscheidung pro Neuer übergangen gefühlt hat und damit nicht genug. Neuer soll auch zur Bedingung gemacht haben für seine Rückkehr, dass sein Konkurrent Nübel, also der Nübel nicht mitfährt, sondern stattdessen Jonas Urbeck. Daraus wurde dann nichts. Nagesmann hat sich verweigert. Urbeck brachte es nur bis zum vierten Torwart. Aber der Nübel soll von dem Ansehen erfahren haben und entsprechend verstimmt gewesen sein. Und ganz ehrlich, als ich das gelesen habe, da habe ich erst gedacht, das ist irgendwie besser als Promis unter Palmen und zwei Staffeln Bachelor zusammen. Also irgendwie Denver Clay in den kurzen Hosen. Wahnsinn. Man denkt, jeden Moment kommt Dizzy Renick um die Ecke und mischt sich ein in die Diskussion. Ja, genau. Und man kann irgendjemanden rauswählen. Und dann gibt es die Dschungelprüfung. Natürlich muss man sagen... Diese ganzen Enthüllungen, auch dass es totalen Ärger darum gab, dass dieses Quartier so langweilig war, dass Nagelsmann alt gegen jung hat spielen lassen und dass, die Mutter dabei war, ich weiß gar nicht, wer die alte ist bei Nagelsmann, also die Frau von Nagelsmann dabei war und die Mutter dabei war. Also das ist natürlich auch alles lustig und so und das ist natürlich vor allen Dingen im Kontrast lustig, muss man sagen, dazu, dass es diese ganzen Artikel vor der WM in der Sportwelt beispielsweise, seitenweise, wie grandios die Kameradschaft ist und wie solidarisch und friedlich und liebevoll alle miteinander umgehen und wie toll der Nagelsmann alle mitnimmt und so. Das liest sich natürlich im Nachhinein wie echtes Comedy-Gold, aber der DFB hat zumindest diese ganze Mübel und Neuer und Kronenberg und Nagelsmann-Geschichte scharf dementiert und ich muss auch sagen, ich halte es für extrem unwahrscheinlich, dass das so gelaufen ist. Alle Beteiligten, wenn sie sich so verhalten werden, alle dämlich, alle hochgradig dämlich. Ich glaube, es ist jetzt einfach so eine Art Silvest, wo jeder mal irgendwas vermuten kann. Wahrscheinlich kommt als nächstes raus, dass Völler die Löffel geklaut hat in Winston-Salem und dass Nagelsmann auch noch eine weitere Lebensabschnittsgefährtin dabei hatte und keine Ahnung, dass die Mäuse auf dem Tisch getanzt haben. Ich weiß es nicht. Ich stelle einfach nur so fest, vielleicht könnte man einfach mal... Dass diese Mannschaft sportlich keinen Erfolg hatte, dass das offenbar nicht so eine geile Truppe ist, dass Klopp es wahrscheinlich auch schwer haben wird, aus der Truppe irgendwie eine Weltmeister-Truppe zu machen. Aber dann soll es auch gut sein. Also die sechs Wochen werden auch nicht so sensationell gewesen sein. Ey, was soll da passiert sein? Die hatten 20.000 Sponsorentermine, die haben trainiert, die haben sich abends ein bisschen gelangweilt. 2002 gab es einen totalen Aufstand unter der Mannschaft, weil die Playstation-Stecker, in Japan nicht funktionierten. Also weißt du, ey, da wird aus allem ein totaler Halligalli gemacht. Das war ein stinknormaler Ausflug von so ein paar gelangweilten Männern. Punkt um, muss man nicht so ein Riesengewesens ausmachen, finde ich. Klingt, als wären wir am Ende. In mehrfacher Hinsicht. Ich bin auch, ich bin mental und auch total am Ende. Was ist denn morgen, sag mal, was haben wir für ein Spiel? Nee, heute besser gesagt. Ach heute, ich komme ja miteinander, mein Lieber. Genau wie der Apokalypse- und Filterkaffee-Presseclub auch schon heute läuft und nicht morgen. Ey, wie oft willst du das jetzt noch erwähnen? Ich bin im Apokalypse- und Filterkaffee-Pressekaffee. Ey, weißt du, was das ist? Ich wollte es nicht stellen. Ich wollte dir mal sagen, weißt du was, du kommst da rein und du denkst, du kommst in so eine geile, ausgepolsterte Butze mit Hermelinsesseln und Markus Feldenkirchen kommt da im Zweireiher rein und tänzelt ein bisschen rum und du hast so bequeme Sesseln. Ey, das ist so eine ganz schimmelige Radiobutze. Du bist wahrscheinlich nur, ja klar, du bist ja auch zugeschaltet aus der Türkei. Ja, ich kann sagen, ich komme da rein und meine türkisches Hotelzimmer. Ey, weißt du was, das ist so, das ist nicht wie Werner Höfer früher irgendwie früh shoppen und alle zischern sich noch ein und sind angeschickert und bequatschen die Weltlage. Feldenkirchen stolpert da durch in diesen komischen Bumster-Tippen. Ich mach's nur schlecht so. Ich fand's ganz nett. Also heute. Heute 23 Uhr Norwegen gegen England. Da hab ich Bock drauf. Müssen wir das gucken? Der feine Herr wird ja geschuttelt in der Türkei zum Flughafen. Und deswegen müssen wir mal gucken, ob wir das überhaupt draufkriegen. Machst du sowas mit dem Fahrrad oder was? Natürlich werde ich geschuttelt. Natürlich werde ich geschuttelt. Ich werde nur abgeholt. 3 Uhr nachts dann Argentinien gegen die Schweiz. Spannend. Spannend. Und irgendwann kommt auch wieder ein spielfreier Tag. Wir haben das angekündigt. Da gab's ja missgünstige Leute bei Spotify. Folge, wieso kündet ihr nicht an, wenn ihr einen spielfreien Tag habt? Natürlich habe ich das angekündigt. Ich habe ganz zum Schluss gesagt, morgen haben wir frei. Punkt. Warum hört ihr uns nicht zu? Gegenfrage. Es war heute eine sehr, sehr unfreundliche Folge insgesamt. In vielen finde ich. Wir haben ja alle lieb. Nein, wir haben doch alle lieb. Aber man muss sich auch mal die Meinung sagen können. So sieht das nämlich aus. Wir werden uns viel verzeihen müssen. Klappe zu, Affe tot. Wir hören uns morgen. Wenn dann in Wirklichkeit heute Morgen ist. Bis dann. Jürgen Arndt ist morgen im ApoFika Presseclub. Nicht vergessen, Leute. Heute. Ja, tschüss. Dankeschön. Dankeschön. Bitteschön, Patrick. Danke. Wir bedanken uns ganz herzlich bei uns. Ja, vielen Dank, meine Herren. Danke. Bitteschön. Dankeschön. Bitteschön. Vielen Dank, Oliver Kahn. Ja, danke auch für den Stress. Vielen herzlichen Dank dafür. Dankeschön. Vielen herzlichen Dank. Bitte sehr. Dankeschön. Ja, dankeschön. Bitteschön. Ja, dankeschön. Danke. Ich bitte Sie. Also, ja, ich danke Ihnen. Vielen herzlichen Dank. Danke, bitte. Bitte, danke. Ja, vielen Dank. Danke, Erik. Ja, vielen Dank, Jens. Danke, das genügt, sagen wir und mit uns die deutsche Mannschaft. Dankeschön, Dankeschön, Tschüss, geht zusammen. Ich habe heute schon gedankt. Ich komme mit der Dankfüllung, die noch im Dank ist, nach Salzburg. Das war Zeigler und Köster, der Fußball-Podcast von Elf Freunde. Ihr hörtet eine Produktion im Auftrag von RTL+. Unser Redakteur im Studio heißt Tim Pomerenke, Audioproduzentin und Sprecherin Henni Koch und am Mikrofon saßen bei Zeigler und Köster, wenig überraschend, Arndt Zeigler und Philipp Köster. Das hat Spaß gemacht!