Arndt! Philipp! Moin! Ja, moin ist gut gesagt, um 23.29 Uhr, deutsche Ortstag. Ich bin wieder zurück in Good Old Germany und habe jetzt schon ein kleines bisschen FOMO, wie die jungen Leute sagen, weil ich könnte natürlich noch das Finale gucken, aber da kann ich später mal erzählen, warum das gar nicht so ein großes Vergnügen ist. Was hast du diese beiden Tage getrieben? Dich vermisst. In erster Linie, dich vermisst. Ich glaube auch jetzt schon, ich glaube, wir beide werden jetzt gar nicht mal aus übermäßiger Zuneigung, Aber wir werden trotzdem in ein tiefes Loch fallen, wenn diese ganze Routine plötzlich weg ist. Ja, da geht es uns wie bei vielen Hörern, die uns auch schon geschrieben haben, wo seid ihr denn, was macht ihr denn, was mache ich denn jetzt jeden Morgen, wenn ich mir mein Frühstück voll integriere und so weiter. Na gut, jetzt haben wir zumindest ein paar Folgen noch, die wir jetzt einfach zusammen durchbringen. Und das erste Halbfinale ist gespielt, beziehungsweise noch nicht gespielt, aber das klären wir alles auf nach dem Intro. Football unites us all. Zeigler und Köster. Der Fußball-Podcast von Elf Freunde. Jetzt ist er wieder da! Der 35. Tag. Das glaube ich nicht! Genau der Ball, genau der Ball! Riesenschuss! Tor, Tor, Tor, Tor, Tor! Und hier unten rechts sehen wir es. Spanien macht sich bereit für den Jubellauf. Und das ist der Apfel. Spanien steht im WM-Finale. So eindeutig ist die Sache auch nicht, wie sie jetzt vielleicht gerade für eure Ohren klang. Es mag jetzt für euch etwas seltsam erscheinen, aber ich würde jetzt aus diesen Worten, die wir da gerade gehört haben, noch nicht zu viel aufs Endergebnis des Spiels rückschließen, was gestern Abend sich zugetragen hat. Denn es ist ja so, lieber Arndt. Ja, ich kann das mal kurz erklären. Wir haben uns zwei Stunden vor dem Spiel zusammengeschaltet, der Arndt und der Philipp, und haben überlegt, wie könnte dieses Spiel wohl ausgehen? Wir haben sogenannte Prediction, also Vorhersagen getroffen. Und damit sind wir natürlich sofort in Schangelige Wettbüros um die Ecke gerannt und haben mal ordentlich was gesetzt. Darauf jeweils wer gewinnt. Zunächst beginnen wir mit Arndt und seiner Vorhersage, wie dieses Spiel wohl laufen wird. Also, es ist 19 Uhr, zwei Stunden bis Anpfiff. Ich bin in Harbstädt, das ist in der Nähe von Bremen, in einem Freibad. Und versuche jetzt schon mal genau meine Seherqualitäten abzurufen, indem ich erzähle, dass Frankreich das Spiel mit 2 zu 1 nach Verlängerung gewinnt. Kylian Mbappé schießt genau ein Tor, nicht zwei, sondern eins. Und das Spiel ist, was die Torchancen angeht, relativ eindeutig auf Frankreichs Seite, aber es entsteht am Anfang nicht viel Zwingendes. Die Spanier gehen vielleicht sogar in Führung. Der Ausgleich folgt dann relativ schnell und in der Verlängerung trifft Frankreich. Ja, liebe Freunde, dieser Freibad-Tipps, so könnte es natürlich gelaufen sein, möglicherweise. Zumal ich das ja auch lange schon prophezeit habe, dass Frankreich von Spanien schon mal gar nicht zu stoppen sein wird. Das sollte soweit klar sein. Na gut, wir hören mal, was du gesagt hast. Das wird leider ein ganz, ganz lahmer Zock, so sehr ich mir wünschen würde, dass die Franzacken nicht gewinnen. Die Spanier werden es machen und man denkt, der Mbappé und der Ulise, das ist ja Fußballhandwerk auf allerhöchstem Niveau, Pustekuchen. Heute werden sie abgekocht für den Spaniern, der Moreno oder Serengeti, der Stürmer, der immer ganz zum Schluss, Merino, Merino. Der macht zwei Buden diesmal schon ein bisschen früher, 70. und 79. oder 81. und 84. Minute. Wie so ein Beamter heftet er die Franzosen ab. That is my prediction. Read my lips, ich habe das zuerst gehört. Naja, waren die Rollen wenigstens eindeutig verteilt? Du warst gar nicht für Spanien, du hast nur geglaubt, dass es Spanien schafft. Ja, ich habe jetzt mit einer sehr bitteren Note gesagt, weil ich eigentlich den Franzosen die Daumen gehalten habe, weil sie viel, viel attraktiveren Fußball spielen. Ich habe das sogar gedacht, als die aufgelaufen sind, habe ich gedacht, was sind das für großartige französische Spieler von Mbappé, über Olyse, über viele andere, die, finde ich, diesem ganzen Spiel und dem ganzen Turnier extrem einen Stempel aufgedrückt haben. Aber dass die sich so abfrühstücken lassen, ich hätte es nicht geglaubt. Ich hätte es eigentlich nicht geglaubt. Na gut, dann hören wir einfach mal an, was wirklich passiert ist. Ich vermute, ich befürchte fast, dass ihr der Tagespresse in Dom habt, dass unsere Vorhersagen, beide konnten ja eh nicht eintreffen. Ich muss, glaube ich, zähneknirschend, muss ich, glaube ich, eingestehen, dass Philipp ein wenig besser gelegen hat mit seiner Prophezeiung. Jetzt auch nicht so exakt richtig. Zugetragen hat sich zunächst mal diese Szene hier. Die Nier pennte einmal. Und der Schiedsrichter zeigt direkt auf den Punkt. 20. Minute. Strafstoß Spanien. Also klarer kann ein Strafstoß nicht sein. 22. Minute. Euer Sabal Wachs. Und ich muss sagen, die Entstehung dieses Elfmeters hat mich richtig geärgert. Das war den hier, der Jamal umgehauen hat. Und das mag ich nicht, wenn Spiele durch Doofheit entschieden werden. Also das war ja ganz offenkundig nicht geplant. Er wollte ihn nicht umhauen, er hat ihn offenbar einfach nicht gesehen. Sonst hätte er ihn ja nicht auf der Art plumpe Art und Weise umgetreten. Und das ist eines solchen Spiels nicht würdig. Also das ist eines Spiels auf der Klasse, wo man denkt, das könnte möglicherweise sogar das vorgezogene Endspiel sein. Nicht würdig. Irgendwie würde ich mir dann wünschen, dass es in so einem Fall, wo ganz eindeutig ist, den wollte er nicht umhauen, dass es da irgendwie so einen indirekten Freistoß gibt. Das war ja auch nicht in der Situation, wo man dachte, jetzt ist er gleich durch oder es wird ein sicheres Tor verhindert. Also das hat mich wirklich frustriert. Es war auch eine Win-Win-Win-Situation für Laminia Mal, weil der wusste ganz genau, also entweder kriege ich jetzt ein Bein ab und kriege einen Elfmeter oder aber ich komme durch und bin quasi zwar an der Torauslinie, aber ganz frei durch. Also der musste da so hingehen und ich meine, ich war jetzt kein Abwehrspieler. Ich war früher mal Abwehrspieler, aber in so einer Situation war ich nie. Vor allen Dingen, er hätte ihn ja noch sehen können. Also du musst ja, Rundumblick musst du ja schon haben als Abwehrspieler, wenn du einen Ball einfach mit Karacho aus dem Strafraum treten willst. Und das hat er nun überhaupt nicht gemacht. Also natürlich konnte er ihn im dümmsten Fall jetzt nicht direkt sehen, aber du musst auf jeden Fall mit rechnen, dass da jemand kommt. Ja, da hast du auch wiederum recht. Also so komplett exkulpieren kann man ihn auf keinen Fall. Es war aber auch, muss man sagen, die beste Szene von Lamin Jamal, der bisher auch ein gruseliges Turnier spielt. Alle haben ja vorher gesagt, das ist der, der das Turnier prägen wird. Das ist der junge, aufstrebende Star, dessen Stern jetzt mal so richtig aufgehen wird. Und er schleppt sich durchs Turnier. Es wurde dann auf diversen Kanälen verkündet, ja, aber das WM-Finale, das könnt ihr möglicherweise entscheiden. Das ist eher so ein bisschen Prinzip Hoffnung. Also dass diese Szene der Höhepunkt der WM sein könnte, für ihn hätte ich jetzt nicht geglaubt. Man hat aber in dieser Situation gemerkt, ich weiß nicht, wie es dir ging, wie Frankreich sofort der Zahn gezogen wurde. Also es war ein bisschen so wie des Kaisers neue Kleider, der Kaiser ist entzaubert. Was hatte man vorher darüber gesprochen, wie dynamisch, wie druckvoll diese Angriffsmaschinerie ist? Und du hattest das Gefühl, die gucken sich an und denken, was ist hier denn los? Was ist hier denn los? Das war so nicht geplant und wie gehen wir jetzt damit um? Sie hatten dann im ganzen Spiel, ich bin jetzt kein Mega-Fan von X-Goals, aber sie hatten 0,3 X-Goals in einem Spiel, in dem sie dann auf zehn Torschüsse kamen, von denen die meisten aber irgendwie halbgar waren. Und wir wollen jetzt mal wirklich, ich glaube, da rede ich jetzt auch für dich mit, es ist nicht so, dass wir den Spaniern das wirklich grob missgönnen. Also sie haben verdient gewonnen heute. Gut, manche, einige von uns missgönnen es ihnen grob, aber sie haben verdient gewonnen. Es ist nur so, ich will das auch nicht geringschätzen, sie haben natürlich auch vor allem Frankreich beherrscht. Sie haben genauso gespielt, wie du gegen Frankreich spielen musstest. Aber es war hochklassig gemacht von den Spaniern, aber eben überhaupt nicht schön. Und ich will solchen Fußball nicht sehen bei einer Mannschaft, die möglicherweise am Ende Weltmeister wird. Es ist Beamtenfußball. Es ist hochperfekter Beamtenfußball. Super Beamten. Großartige Beamten. Ja, großartige. Also sehr pflichtbewusste Beamten, die es auch wirklich geschafft haben, Frankreich komplett aus dem Spiel zu nehmen. Olise zum Beispiel. Besten Beamten der Welt. Ja, da würde man am liebsten als Fußball auch nochmal eine Verwaltungslaufbahn einschlagen, wenn man sieht, wie das in Perfektion geklappt hat, so einen Typen wie Ulisse einfach aus dem Spiel zu nehmen, den hast du ja in den Spielen davor gesehen, wie er gezaubert hat, wie er auf dem Flügel die Abwehrspieler vor unlösbare Aufgaben gestellt hat. Und dann ist er einfach wirkungslos. Als der ausgewechselt wurde, wie deprimiert er aussah, weil er einfach gedacht hat, okay, war mein schlechtestes Spiel und jetzt ist das Turnier zu Ende. Lass mich zum Empfehlter noch zwei Sachen sagen. Zwei Sachen, die mir heute nochmal hochgradig auf den Sack gegangen sind. Es hat wieder, glaube ich, drei Minuten gedauert bis zur Ausführung. Das scheint jetzt auch irgendwie en vogue zu sein, dass es immer alles besonders lange dauern muss, weil dann auch 15 Sachen geprüft werden. Und ich habe gar nicht genau geguckt, ob der Elfmeterpunkt heute bewacht wurde. Aber ich möchte auch nicht mehr Spieler sehen, die den Elfmeterpunkt kaputt treten. Ich möchte auch nicht, dass man da aufpassen muss. Ich möchte wirklich, dass der VAR ... Einfach auch Unsportlichkeit bewertet. Wenn man deutlich sieht, da zertritt einer den Elfmeterpunkt, ist das für mich mindestens eine gelbe Karte. Das ist ein grober Betrugsversuch am Gegner. Ebenso wie, und da waren wir uns auch im Vorgespräch einig, auch Schauspielereien zugenommen haben. Und wir haben Unai Simon gesehen, so grob 20 Minuten vor Schluss, wo es erst aussah, als hätte er mindestens das Nasenbein zertrümmert in einer Szene, Mann gegen Mann. Und dann hast du in der Zeitung gesehen, ja, der Ball hat ihn irgendwie leicht am Haaransatz gestriffen. Und er ist umgefallen, als hätte er eine Schrotladung ins Gesicht bekommen. Das kann der VR aber auch sehen. Da kannst du auch eine gelbe Karte geben. Das finde ich auch. Simon, zweimal umgefallen, als ob ihn der Vietcong erwischt hätte. Und beide Male hat die Zeitlupe gezeigt, das war nichts. Und es war deutlich weniger, als es so getan hat. Ohnehin ist er inzwischen fast eine popkulturelle Kunstfigur, der sterbende Torwart. Das gab es ja bei ganz, ganz vielen Spielen, dass sich irgendwann der Torwart gewälzt hat. Und man hat sich gefragt, kommt der jetzt durch? Muss man den bearbeiten? Muss der möglicherweise noch mal irgendwie ins Krankenhaus? Und dann steht er zwei Sekunden später wieder auf und wischt sich die Nase und alles ist wieder gut. Und das war wirklich traurig. Aber wie du sagst, eigentlich müsste es beim Elfmeter klare Vorschriften geben. Nämlich erstens, dass sämtliche Leute sofort den Strafraum zu räumen haben. Da soll der Schiedsrichter noch mit drei Offiziellen so ein Baustellenband spannen. Oder er soll dann das sofort sanktionieren, wenn einer nicht aus dem Strafraum rausgeht. Dieses unwürdige Gescharre, wie so eine Truppe aufgeregter Hühner am Elfmeterpunkt, das ist ja auch so unwürdig. Ich frage mich auch immer, wie man sich da selber nicht schade genug sein kann, um dann so ein Zinnober zu machen oder zu versuchen, den vermeintlichen Schützen mit Trashtalk oder mit Rumgezappel oder mit Pantomime irgendwie aus dem Konzept zu bringen. Und dann ist es trotzdem ein anderer Spiel. Dann denke ich immer, tut euch das doch erst gar nicht an, lasst es doch einfach. Aber das scheint auch im modernen Fußball einfach so zu sein, dass du dir jeden kleinsten Vorteil noch schnappen musst. Wir hatten das Thema ja auch schon bei diesen Eckbällen, wo jetzt immer geguckt wird, dass der Ball wirklich am äußersten Rand dieses Viertelkreises liegt, weil das natürlich nochmal einen ganz anderen Winkel gibt. Da denke ich immer, Jesus, dann hör doch mal einfach auf damit. Das ist so jetzt für die Zuschauer lächerlich, das ist für die Spieler lächerlich, eigentlich für alle lächerlich. Aber das muss man eben auch mal sagen und da kommen wir dann jetzt ein bisschen zum weiteren Spielverlauf. So unästhetisch und so langweilig das aussah, die Spanier haben es, um mit Friedhelm Funkel zu sein, da wird schon gute Arbeit geleistet. Ja, gut. Nochmal wirklich, was uns wirklich alles so sehr gegen den Strich geht. Wir haben jetzt mehrere Sachen geäußert. Es sind übrigens auch interessanterweise ähnlich lautende Mails bekommen. Während des Spiels von Michael Streich aus dem Norden, der geschrieben hat, eigentlich ist er totaler Fußballfan. Er hat sich die zweite Halbzeit nicht mehr angeguckt, weil ihm das alles so auf den Sack gegangen ist, diese ganze Schauspielerei und was er da gesehen hat. Rainer hat uns eine Mail geschrieben, wo er gesagt hat, er kann eigentlich diese WM nicht mehr ernst nehmen. Und ich weiß, was er meint, weil für mich war so eine Schlüsselszene nochmal, ich weiß nicht, wie es dir geht, nachdem ich jetzt noch zweimal drüber geschlafen habe, Ball geht gegen die Spider-Cam, fällt senkrecht runter und die FIFA sagt, nee, da war aber ein Sensor des Balles, das war aber nichts zu erkennen, das ist doch Kacke, da fühlst du dich doch einfach als Fußballfan von diesem ganzen Turnier langsam so verarscht, weil du denkst, ey, die drehen die ganze Welt auf links, um diese WM zu hypen ohne Ende und dann hast du da eine rätselhafte Sache nach der anderen und einmal menschliches Versagen schlimmer als das andere. Im Übrigen aber heute, wie es großes Lob für unseren großen Freund Ivan Barton, den wir ja frühzeitig gehypt haben in diesem Podcast, das ist ein richtig guter Schiedsrichter, finde ich. Also am Anfang war es ja mehr eine Kuriosität, aber das ist ein richtig, richtig guter Schiedsrichter. Ja, du hast es unter anderem gesehen, als Lamine Jamal zum Schluss nochmal in den französischen Strafraum eindrang und alle schrien auf, weil Jamal zur Fall kam und. Jamal brüllte auch rum und es schien ihnen wahnsinnig zu schmerzen und dann guckst du diese Zeitlupe an und siehst du, dass er selber den französischen Abwehrspieler in so einen Catchergriff genommen hatte, wie der Kran aus Schifferstadt, da habe ich dann so gedacht, ja, also das musste dann als guter Schiedsrichter sehen und er macht das ja auch richtig gut. Es gab übrigens ein Rätsel darum, warum Felix Zweier jetzt frühzeitig abreisen musste, der hatte ja wohl zweimal ganz gut gepfiffen, aber hatte zum Schluss auch einen Krampf und haben sie ihn jetzt einfach mal absolviert, also nix dagegen Felix Zweier abzuservieren, aber das war zumindest für verschiedene deutsche Referees ungewöhnlich, dass er dann abreisen musste. Wo wir aber jetzt mal, bevor wir dann zum 2 zu 0 der Spanier auch kommen, einmal ganz kurz zur sehr, sehr populären Verschwörungstheorie abdriften müssen. Das müssen wir jetzt einfach mal als Einschub machen. Also wir können das nochmal rekapitulieren. Es halten sich seit Tagen, seit Wochen, fast seit Monaten, fast seit Jahren, möchte ich sagen, hartnäckige Gerüchte, dass es den Argentiniern in diesem Turnier möglichst leicht gemacht werden soll, wieder Weltmeister zu werden. Also wir können, das können wir vielleicht mal vorab sagen, nicht unbedingt sagen, wer die Strippenzieher sind, aber wir können ja zumindest mal ein paar Auffälligkeiten zusammentragen. Die beiden Aluhüte, Arndt und Philipp, machen das jetzt einfach mal. Arndt, du kannst ja erstmal die erste Indizienreihe, die Gegner der Argentinier vortragen. Ja, also ich will es aber eben ganz kurz sagen, der Kran aus Schifferstadt, Wilfried Dietrich ist sein richtiger Name, ich musste jetzt nicht googeln und er hat bei Olympia 72 den sehr viel schwereren Chris Taylor auf die Matte gelegt und das weiß ich deswegen, weil mein Bruder ein Olympiabuch hatte, was ich auswendig gelernt habe. So, jetzt kommen wir aber zum Turnierbaum. Argentinien hat eine auf dem Papier sehr leichte Gruppe gehabt, die sie auch deswegen mit fünf Punkten Vorsprung gewonnen haben. Mit Österreich, Algerien und Jordanien und in den K.O. Spielen haben sie, um unter die besten vier zu kommen, Kap Verde, Ägypten und die Schweiz gehabt. Nichts gegen irgendeinen dieser Gegner, aber um unter die letzten vier zu kommen, diese sechs Gegner zu haben. So leicht war das noch nie, glaube ich. Und vor allen Dingen, du sagst Verschwörungstheorien, Aluhüte, auch da haben wir schon vorher drüber gesprochen. Wir wissen jetzt nicht genau, warum Argentinien bevorteilt werden sollen. Wir wissen auch nicht, ob es so ist. Aber wir wissen, es gibt viele Merkwürdigkeiten. Sie mussten von allen Mannschaften am wenigsten reisen. Von allen 48 Mannschaften mussten sie am wenigsten reisen bei dieser WM. Sie haben diesen völlig rätselhaften Nicht-Platzverweis bei Messi gehabt im ersten Spiel gegen Algerien, war es glaube ich. Wo jeder andere vom Platz geflogen wäre. Du hast eine Merkwürdigkeit nach der anderen. Du hast auch in manchen Spielen auch Ellbogen-Checks von argentinischen Spielern gesehen, wo der Schiedsrichter einfach in eine andere Richtung geguckt hat oder wo auch der VRR sich nicht gemeldet hat. Und ich weiß nicht, ich bin überhaupt kein Freund von Verschwörungstheorien, aber das ist alles irgendwie, also um den berühmten Hurts-Sketch zu zitieren, auf mich wirkt es irgendwie komisch. Es gibt ja die alte Rechtsanwalts- und Journalistenfrage, Cui Bono, wem nutzt es? Das können wir natürlich nicht genau beurteilen. Mag ja sein, dass da Freimaurer, CIA und BND... Ich habe eine Idee, ich habe eine Idee. Ich glaube, dass Donald Trump jetzt schon scharf drauf ist bei der Siegerehrung. Neben Lionel Messi zu stehen, dem eine Make America Great Again Kappe aufzusetzen und dann diese Bilder zu haben, weil ihm irgendjemand erklärt hat, dass er sehr berühmt ist. Ich glaube, da freut sich Trump schon seit Tagen drauf. Und ich glaube, das ist das ganze Ziel dieser WM. Ich glaube, am Ende ist es, das war wahrscheinlich auch Gegenstand des Anrucks von Infantino, der unbekannte Teil, den wir noch nicht gehört haben. Aber ich glaube, es ist ganz besonders, dass Trump neben Messi stehen will, dem die Kappe aufsetzen will und sagen will, hey, ich neben diesem kleinen WM er das ist. Und jetzt muss ich das nochmal paraphrasieren. Hier habt ihr es zuerst gehört, wenn das tatsächlich passiert, wenn Messi nicht nur den komischen katarischen Umhangern hat, auch so eine schöne rote Deppenkappe von Trump aufgesetzt hat. Und dann wisst ihr, Arndt hat es zuerst gesagt. Wir können ohnehin mal feststellen, dass wir hier auch in dem Podcast zum allerersten, Mal davon gesprochen haben, dass die WM schon nach diesem Turnier auf 64 Mannschaften aufgebläht wird. Da lasse ich jetzt eine große Überraschung. Das war so sonnenklar, das war so sonnenklar, dass das passiert. Einfach, weil es in der Logik liegt. Es wird immer noch mehr Geld, mehr Spiele, mehr Zaster, der da rausgezogen wird. Dass du jetzt sagst, oh, da hatte Infantino eine neue Idee. Der südamerikanische Verband baggert seit vielen, vielen, vielen Monaten daran, dass das passiert. Insofern, das konnte niemand überraschen. Dazu vielleicht noch eine Sache, die ich auch immer interessant finde. Bei fast jedem Spiel wird ja auch Gianni Infantino eingeblendet. Heute übrigens folgendermaßen kommentiert von Gary Paubernd, dem ZDF-Kommentator. Also in Wenger sehen wir oben links und dann unten in der Mitte der Mann, dessen Name zwar genannt werden darf, aber nach allem, was wir bei dieser WM erlebt haben, vielleicht gar nicht mehr immer genannt werden sollte. Und du möchtest über den Kommentator des Spiels heute auch noch reden. Jetzt ist wieder der Moment, vor dem ich Angst habe. Ich glaube, wir werden uns wieder viel verzeihen müssen. Was genau möchtest du über Garry Paubern thematisieren? Was ich glaube ich ein bisschen nervig finde ist, dass er immer genau das sagt, was man ohnehin sieht. Also das ist echt so ein bisschen Captain Obvious mäßig. Also man sieht irgendwas und er sagt es. Dann denke ich immer, das ist so ermüdend. Also ich habe immer hin und her geschaltet, weil ich beide Kommentatoren nicht ausgehalten habe. Aber Garry Pauwand auf der einen, der immer, wie gesagt, alles besprochen hat, was man ohnehin gesehen hat, wo man irgendwie auch dachte, das ist jetzt auch nicht so richtig spannend und es ist auch kein Mann der großen Sprachbilder. Und auf der anderen Seite wieder Christian Straßburger war das, glaube ich, oder es war irgendeiner seiner Epigonen, der alles, alles, alles, wie gesagt, da konnte einer im Mittelfeld einen Furz lassen und Straßburger kommentierte es, als ob irgendwie die Mondlandung bevorsteht. Und zwischendurch wurde David Beckham eingeblendet und Christian Straßburger sagt, David Beckham, er ist da, er trägt Anzug. Aber in einem Tonfall, als ob Lamal zwei Meter vorm Tor steht. Und dann merkst du richtig, dass du richtig einen nervösen Zitterdurchfall kriegst, wenn du die ganze Zeit so einen aufgeregten Typen hörst. Und dann drehst du schon irgendwie den Ton runter und denkst dir schon, jetzt beruhig dich doch mal. Und es hört einfach nicht auf. Wie kann jemand 95 Minuten mit 180 Ruhepuls durchkommentieren? Kann ich nicht verstehen. Dann gehst du rüber zu Garry Paubern und sagst, ja, MAP am Ball. Und dann denkst du, ja, sehe ich mal lieber. Sehe ich schon. Na gut. Ich bin nicht so für Kollegen Schelte. Ich hoffe, dass Sie die Hörerinnen und Hörer und Leser zu Hause unterscheiden können. Diese ganz spitzen, fiesen Anmerkungen, die kommen eigentlich immer von dir. Ich kann nichts dagegen tun, dass es seit unser Podcast läuft. Ich bin hier immer der nette Kerl. Der ganz feine Kerl, ein ganz feiner Kerl. Du bist auch so, ich kann mir vorstellen, dass Hans Zeigler hinterher so Journalisten-Stammtischen gibt. Dann sitzen sie alle. Der Gary Paubern und der Christian Falk und der Plettenberg und alle, alle anderen. Und Ricardo Basile oder was der Köster da wieder gemacht hat. Schlimm, schlimm ist das. Ich identifiziere mich da schon lange nicht mehr. Da sage ich euch nicht, Freunde. Aber Moment, Moment, Moment. Auch Alex Feuerherd, der jetzt während dieser WM in diesem Podcast eine untergeordnete Rolle spielt. Aber Alex Feuerherd hat es ja auch schon mehrfach zu leiden gehabt. Ich habe das heute bei uns in die Gruppe geschickt. Ein Hörer oder ein Leser hat uns darauf hingewiesen, dass Alex Feuerherd mal als sehr, sehr junger Kandidat bei Alles oder Nichts aufgetaucht ist mit Max Schautzer. Im Jahr 2001 oder so. Und da habe ich gedacht, ey, das muss ich mir mal angucken. Habe mal gebeten, die Kollegen das aus dem Archiv zu suchen. Der Bayerische Rundfunk hat es gelöscht im Jahr 2017. Und da wittere ich nun wirklich eine ganz, ganz, ganz bittere Sache von Seiten des DFB. Das ausgerechnet der Schiedsrichter, was ist der Schiedsrichter-Chef, Schiedsrichter-Medien? Schiedsrichter-Cheferklärer. Ja, Chef-Erklärer, dass der bei Alles oder Nichts war und das wird gelöscht. Was ist da passiert? Das soll er sich mal erklären? Hat irgendeiner das Videoband noch von dieser Sendung Alles oder Nichts mit Alex Feuerherd? Alex Feuerherd hat belastendes Material beiseite geschafft. Das merken wir doch. Ja, wir sind doch nicht doof. Nein, wir sind doch keine heurigen Hasen. Und jetzt vielleicht aber wieder zurück zum Sport. Wir schulden euch noch das 2 zu 0, das klang so. Ja, stimmt. Das 2 zu 0, ja. Fabian, viel unterwegs, Poro. Oh, Doppelpass gelingt. 2-0 für Spanien. 58. Minute. Das war wieder Garry Proppmann, aber wir wollen auch gar nichts gegen den sagen. Ich war übrigens auf dem Klo, als das fiel. Natürlich. Das war der nervöse Zitterdurchfall. Siehst du? Ich war auf dem Klo. Wie war das denn so? Das war ein schöner Doppelpass. Ja, aber war denn für dich danach alles klar? Hast du gesagt, da kommen sie nicht mehr zurück? Normalerweise ist beim 2-0, wenn noch 30 Minuten zu spielen sind, inklusive Nachspielzeit, ich glaube, es war 66. Minute oder so, muss ich gleich nochmal nachgucken, ist ja nicht alles klar. Aber, bei den Kräfteverhältnissen heute und bei der klaren Unterlegenheit der Franzosen und bei dem dermaßen stümperhaften Versuch, irgendwie vor das Tor zu kommen, der nun wirklich überhaupt nicht von Erfolg gekrönt war, war eigentlich ziemlich klar, dass da nichts mehr passiert, glaube ich. Das war sogar die 58. Minute schon. Sie hatten noch mit Nachspielzeit fast eine ganze Halbzeit Zeit. Unterbrochen natürlich von den Trinkpausen, von denen schon keiner mehr redet. Nee, und das ist natürlich dieser Gewöhnungseffekt, der fies ist. Und man muss es auch nochmal sagen, wir haben es glaube ich in einer der letzten Folgen schon mal thematisiert, in Deutschland kommt das oft so an, als ob diese Trinkpausen ganz generell ausgepfiffen werden. Werden sie aber nicht. Also in den Stadien passiert echt immer wieder das gleiche. Zuerst gibt es ein paar Pfiffe und dann wird irgendeine Bumsmusik eingespielt, meistens Freed from Desire oder Sweet Caroline und alle liegen sich in den Arm. Und dann ist natürlich wieder Highlife in Tüten und dann gibt es nochmal eine Power-Rack-Welbung von Coca-Cola und dann ist der ganze Bumstau schon wieder vorbei. Also der Protest in den Stadien hält sich tatsächlich in Grenzen. Das ist bitter, aber es ist der Gewöhnungseffekt. Wir bieten gleich am Ende dieser Folge auf das Spiel heute Abend voraus, was ja auch glaube ich viele Leute von uns echt freut. England gegen Argentinien, das wird Argentinien aus irgendeinem Grundgewinn, den keiner kennt. Wir haben noch ein paar Mails, die aufgelaufen sind. Soll ich dich damit konfrontieren? Dann wühl doch mal in einem riesigen Jute-Sack und ab geht die Post. Ja, ein ganz bunter Themenmix wartet jetzt auf dich. Ich freue dich drauf. Frank hat geschrieben, nach dem Spiel England gegen Norwegen haben tausende englische Fans im Stadion Wonderwall von Oasis und Hey Jude von den Beatles gesungen. Und die Mannschaft hat euphorisch mitgesungen. Ich frage mich, was würden derzeit deutsche Fans singen nach so einem Erfolg? So ein Tag, so wunderschön wie heute und Major Tom mit der Mannschaft zusammen? Daran kann man sehen, dass die deutsche Fußballkultur irgendwo falsch abgewogen ist. Da würde ich jetzt mal einhaken und sagen, da kann die deutsche Fußballkultur nichts dafür, sondern einfach der Umstand, dass England seit vielen, vielen Jahrzehnten ein absolutes Zentrum der Popkultur ist. Also der ganze popkulturelle Kanon, den die Engländer haben, der ist natürlich ein völlig anderer. Aber das ist genau so, wenn du dich darüber aufregen würdest, warum wird denn in Cottbus nicht so viel gesungen wie in Köln? Also in Köln haben sie einen Karneval. Also ich glaube, die deutsche Fußballkultur ist durchaus vielfältig und muss sich da auch vor keinem Vergleich scheuen, dass es natürlich nur so untote Mucke gibt, die dann insbesondere von deutschen Nationalmannschafts-Fanblöcken gesungen werden. Stimmt natürlich auch, aber da würde ich den Fußball gar nicht für Schuldigen machen, sondern tatsächlich die Engländer mit ihren unendlich vielen wunderbaren Künstlern. So Philipp, jetzt kommen drei Mails, auf die ich mich total gefreut habe. Alle haben mit Fußball nichts zu tun. Bernhard aus Niederösterreich hat geschrieben, nachdem ihr meinen Onkel euren Podcast empfohlen hat, höre ich ihn regelmäßig. Im ersten Drittel eurer Episoden wird ganz oft kurz ein Lied gespielt, das gut klingt, aber dessen Titel ich leider nicht herausfinden kann. Beispielsweise in der Folge WM Tag 30 wird das Lied bei 10 Minuten 40 Sekunden gespielt. Könnt ihr mir vielleicht schreiben, wie das Lied heißt? Ich habe reingehört, rat was er meint. Ich weiß nicht, der Dödel-Content? Er meint das Dödel-Content-Schick. Da wird ein schönes Lied gespielt, was toll klingt, aber er kommt nicht raus, es ist unser Dödel-Content-Schick. Ich muss nur sagen, das ist fast in 540 WM-Folgen, die wir gemacht haben, der rührendste Moment. Weil er ist so unschuldig, weißt du, er ist so unschuldig. Er ist nicht so wie die anderen, die dann immer auf irgendwelche versauten Witze warten. Es ist einfach nur ein schönes Lied. Sehr schön, ja. Pass auf, ich gebe Henni mal einen Grund, es einzuspielen und sage Penis. Die nächste Mail, die wird dir jetzt nicht gefallen. Hallo, die Ähnlichkeit zu Philipp Sperling ist durchaus vorhanden. Also er meint dich, Jürgen. Aber mit etwas Fantasie kann man dir auch zwischen Klausi Beimer und Arndt finden. Dass die beiden sogar Best Buddies in der Lindenstraße waren, WG-Bewohner in Sachsen, Obendrein und Neue Bundesländer und Köster. So viele Zufälle kann es ja fast nicht geben. So, Beimer und Sperling. Beimer und Sperling, die neue Podcast-Folge. Also ich muss ganz ehrlich sagen, jedem, der mir das jetzt nochmal in die sogenannte Timeline gespielt hat, ich kann, ich weiß, was ich jetzt einfach Jetzt kommt irgendwas mit Kauleiste. Nein, weißt du, was ich einfach immer stumpf zurückschreibe, Anzeige ist raus. Weil das ist echt rufschädigend. Philipp Sperling sieht aus, als ob ich so eine Osempik-Hungerkur eingelegt hätte. Er sieht viel, viel schmaler aus. Er hat gar keine Haare mehr im Gegensatz zu mir. Und er ist inzwischen, wie gesagt, ich erwähnte es glaube ich schon, Insolvenzverwalter. All das trennt ihn von mir. Aber dass du aussiehst, wie Klausi Beheimer ist, Klausi Beheimer sah zum Schluss total teigig aus und war total aus dem Leim gegangen. Ja, eben. Pass auf, es haben aber sehr, sehr viele, du guckst ja nie bei Spotify rein, Aber weißt du, es ist eine riesige Ähnlichkeit mit wem du hast. Das ist dir sicher schon mal begegnet, weißt du es? Martin Rütter. Martin Rütter. Martin Rütter, sehr, sehr häufig. Ja, Martin Rütter, es geht jetzt wieder auf Tour. Wo ist denn sein Cocker Spaniel geblieben? Sowas liest man im Netz, mein Lieber. Nächste interessante Mail von L. Lieber Philipp, lieber Arndt. Wie schön du das abbiegst. Sehr schön. Nun gut. Ein sehr irritierender Aspekt dieser WM ist aber noch nicht zur Sprache gekommen. Bei den Magenta WM-Highlights wird im Intro ein pinkfarbener Vorhang zerteilt, in dessen Mitte sich der WM-Pokal dreht. Jedes Mal erschrecke ich mich dabei, weil mich der Pokal in den Hinterkopf von Gianni Infantino erinnert. Fehlt nur noch, dass sich der Pokal umdreht und ich plötzlich in Infantinos kalte Charaktermaske blicke. Gruselig. Geht euch das auch so? Bisher nicht. Ich habe das überhaupt nicht mitgekriegt, aber weißt du, was schön ist? Charaktermaske. Weißt du, wer das als erstes gesagt hat? Charaktermaske haben die RAF-Leute immer gesagt. Das ist ja wohl eine Charaktermaske. Ich muss ja früher, als Stefan Austen noch nicht total wirr war und nicht immer nur irgendwelche Artikel gegen Windräder gespielt hat, weil er im alten Land irgendwie ein Windrad vor sein Haus gesetzt bekommen hat, er hat doch dieses wunderschöne Buch geschrieben, der Bader-Meinhof-Komplex. Und da ist immer, der öfter mal in Bekennerschreiben ist, gerne mal die Rede von Charaktermasken. Das ist nur so ein Sidestep. Was wir sagen können ist, uns ist es noch nicht aufgefallen. Es ist uns leider noch nicht aufgefallen. Das ist bitter, aber was wir machen. Ich habe aber noch einen wunderschönen Nachgedanken von Jürgen aus Kanada zum Thema Infantino, der uns fragt, ob eigentlich Infantino nicht seine Glatze mit einer Schiebermütze bedecken sollte. Das finde ich eigentlich ein schöner Gedanke. Soll ich dir was sagen? Eine Schiebermütze. Soll ich dir was sagen? Und das ist nicht nur ein Rat an den schulkischen Infantino, sondern bitte, bitte, bitte auch an Bernd Neuendorf. dann muss er nämlich tatsächlich seine Brille immer nicht so affektiert auf seine Glatze schieben. Er soll sich einfach so eine Schiebermütze aufsetzen. Es würde ihm wahnsinnig helfen. Ich glaube, dass er hätte sofort so ein bisschen was verschlagen, Ganovenhaftes, wo alle Leute sagen, das ist aber ein durchtriebener Hund. So wirkt er immer so ein bisschen bieder oder ein bisschen oberamtsratsmäßig. Einfach mal Schiebermütze aufziehen, das würde allen helfen, allen Glatzköpfen von Infantino bis Neuendorf. Ich könnte endlos weitermachen mit dem Mätschern, aber ich würde sagen, ich mache mal noch eine. Und zwar von Hansjörg aus Hamburg. Lieber Philipp, endlich formulierst du, was mir auch bei euren Einspielern der Reportage auf den Zeiger geht. Auf den Zeigler könnte man auch jetzt ein lustiges Wortspiel machen können. Fast alle Reporterinnen oder Reporter scheinen ihre Ausbildung auf dem Fischmarkt in Hamburg gemacht zu haben. Richtig peinlich wird es, wenn das südamerikanische Goal nachgeahmt wird. In der Folge heute wird im Ausstand auch noch das R-affektiert gerollt. Schlimm. Bei der Gelegenheit möchte ich mich bedanken, dass ihr um eigenen Sprachwitz bemüht seid und auch am richtigen Ort über Avoid, Box und Expected Goals euch lustig macht. Keine random Cringe-Ausdrücke. Das ist heutzutage leider immer seltener. Liebe Grüße aus Hamburg, Hans-Jörg. Und mir ist heute noch so ein Ausdruck klar geworden, den ich hasse. Sie kochen was. Oh, mal gucken, was die Spanier jetzt gerade kochen. Ah, Thomas Zuchel, da hat er was gekocht. Das ist auch so ein totaler Modeausdruck, furchtbar. Ja, furchtbar, furchtbar, furchtbar, furchtbar, furchtbar, furchtbar. Pass auf, ich habe aber noch ein paar Themen, die jetzt nicht Laser-Mail, Laser-Mail, hallo liebe Laser, hallo liebe Hörer und liebe Laser. Ein Thema, was ich unbedingt noch habe, ist, dass es offenbar ganz, ganz vielen Ländern sehr, sehr schwer fällt, in Würde auszuscheiden. Dass die nicht es schaffen, einfach mal zwei, drei Wochen ins Land ziehen zu lassen, ohne sofort die ganz große Abrechnung zu machen. Beispielsweise tobt jetzt in Belgien ein bizarrer Streit darüber, ob Courtois ausgewechselt werden soll. Der konnte wohl gar nicht mehr laufen, hat das Bein nachgezogen, wie wir es schon öfter gehört haben. Aber jetzt eine riesige Debatte darüber, hätte der Trainer Courtois auswechseln dürfen und sein Nachfolger und Ersatz hat dann ja den großen Fehler gemacht, weswegen sie ausgeschieden sind. Lustig auch, im Senegal tobt eine riesige Debatte über den Mannschaftsarzt. Denn jetzt hat der Verbandspräsident herausgefunden, dass der ursprünglich mal, teteh, Gynäkologe war. Und jetzt gibt es riesige Zeitungsschlagzeilen. Ja, ich wusste nicht, dass der Gynäkologe ist. Und ganz ehrlich, dieses Gehassel dann, der macht ihn dann jetzt quasi zum Sündenbock Nummer 1. Und ob das jetzt nun so wahnsinnig günstig ist, dass der kein ausgebildeter Sportmediziner war, geschenkt. Naja, du weißt ja nicht, was hinter den Kulissen passiert ist. Vielleicht hat er ja einzelne Spieler nicht zugelassen fürs Spiel, weil er eine Gebärmutterzerrung diagnostiziert hat. Aber ganz ehrlich, dann wiederum wird ein Schuh draus. Dann wird ein Schuh draus, aber er tut tatsächlich so, als ob jetzt dieser Arzt mit ein paar rostigen Löffeln so eine Herzoperation durchgeführt hat. Also, dass man da nicht mal sagen kann, jetzt ist es dann auch mal gut. Und schade, dass wir ausgeschieden sind, aber wir haben uns gut verkauft. Das versteht man ja auch nicht so ganz. Und diesbezüglich können wir ja noch den kurzen Sidestep machen zur deutschen Mannschaft, denn es gibt gerade die allerletzten... Verhandlungen zwischen dem DFB mit Aki Watzke. Das erzählst du seit fünf Tagen. Weil das ist eben im Endstadium. Pass auf, auf jeden Fall gab es jetzt nochmal ein Treffen, nicht mehr zwischen Klopp und der DFB-Spitze, sondern zwischen dem Echsenmensch, zwischen Oliver Minzlaff und der DFB-Spitze und Aki Watzke. Da sind wir mal gespannt, was dabei rauskommt, ob er jetzt doch noch Werbebotschafter wird oder hin und wieder nur seine Expertise gefordert ist oder ob es eine komplette Trennung gibt. Da sind wir mal ganz schön gespannt. Was ich nur so gedacht habe, und da wollte ich nochmal deine Meinung hören, wenn du jetzt die Spanier siehst Und wenn du die Franzosen siehst und wenn du auch die Argentinier und Engländer siehst. Ich traue ja Jürgen Klopp alles zu, aber der wird doch auch nirgendwo Spieler finden, die so spielen. Also klar wird er die möglicherweise anders motivieren können als Nagelsmann und womöglich wird er jetzt auch nicht mit Ulla Klopp auf dem Fahrrad zum Training radeln und die Uroma noch mitnehmen und so weiter. Aber ich habe irgendwie das Gefühl, es muss ja trotz allem auch ein einfaches Talentepool da sein. Und du kannst ja jetzt nicht plötzlich nur mit Jonas Urbeck und mit 35 U21-Spielern laufen. Wie denkst du, wird das laufen? Also wird es dann einfach die segnende Hand von Jürgen Klopp sein? Also ich glaube, dass sich unsere Nationalmannschaft mit ein bisschen mehr Klopp und ein bisschen weniger Chaos als zuletzt und ein bisschen weniger schlechter Stimmung ein bisschen weiter oben einsortiert wird. Ich glaube nicht, dass sie dann wirklich ganz oben sofort angreifen wird. Also wir werden nicht sofort ein EM-Mitfavorit sein, egal was passiert, aber die Mannschaft gehört halt in Europa schon irgendwie auf Platz 4, 5, 6, so um den Dreh, würde ich jetzt mal sagen und da muss sie einfach wieder hin erstmal, wir sind im Moment in der Weltrangliste auf Platz 12, Marokko übrigens inzwischen auf 6 und übrigens alle vier Halbfinalisten auf den ersten vier Plätzen, das haben auch manche Leute schon angemerkt, dass die FIFA es irgendwie hinbekommen hat, dass wirklich die ersten vier der FIFA-Weltrangliste tatsächlich im Halbfinale stehen jetzt, also im Prinzip das vorprogrammierte Halbfinale. Ja, und da muss Deutschland einfach erstmal wieder hin. Wir müssen. Ich glaube wirklich, das habe ich auch schon mal irgendwann gesagt in diesen unzähligen Folgen, die wir hier aufnehmen, wir müssen, glaube ich, kapieren, dass wir im Moment nicht so gut sind. Das ist ein ganz wichtiger Schritt und ein ganz wichtiger Prozess, dass wir wirklich kapieren, wir sind nicht mehr wie unter Jogi Löw, die Mannschaft, die irgendwie fast immer ins Halbfinale kommt und wenn sie Glück hat, dann noch weiter, sondern wir sind im Moment eine Mannschaft, die so im Mittelmaß wieder anfangen muss und die ganz viel bewerkstelligen muss, bis es irgendwann mal wieder besser aussieht. Und deswegen hoffen wir mal, dass in den nächsten vier bis sechs Jahren ein bisschen was passiert, aber ich glaube, wer jetzt hofft, dass schon zur, EM 28 in Wales, Nordirland, Südirland, England, Schottland und dem kompletten Commonwealth, dass dort bereits eine Mannschaft auflaufen wird, die den Titel holen kann, da muss schon viel zusammenkommen, würde ich sagen. Wir sollten schon mal lose ankündigen, dass wir in den nächsten Folgen, wir haben ja so viele gar nicht mehr, nochmal das Thema Fußballmusik aufgreifen werden. Das haben wir ja schon angeteast und viele von euch haben geschrieben. Ich möchte heute als kleinen Appetizer einen Song spielen, Philipp, den ich dir schon geschickt habe, wo ich gesagt habe, eigentlich müssten wir den singen. Eigentlich wäre das unser Song. Wir hören ihn hier aufgenommen bei der Sturkssitzung in Köln von einem Ensemble namens Köbis Underground. Der Song ist sehr vertraut, aber auch wieder nicht. Landen ziemlich oft im Knast. Doch du brauchst nicht mal ein Messer, wenn du nen Weltverband gegründet hast. Du nennst ihn FIFA. Alles Schweine, FIFA ist ein Drecksverein. FIFA, die Verbrecher sacken sich die Kohle ein. Das ist im Original von Biggie Wanninger gewesen, auch von der Kölner Stunksitzung. Und das Tolle ist Kürbis Underground, die sind gerade auf Tour. Und mein Traum wäre es wirklich, dass wir da irgendwie als Special Guest mal dabei sind und dann singen wir diesen Song mit der Band zusammen. Hätte ich voll Bock. Im August irgendwann sind die auf Tour. Kürbis Underground, herzliche Grüße. Ich kann nur sagen, du hast mich schockgefrostet und mich heute Nachmittag hast du mir einfach so aus dem Lameng raus, wie der Kölner sagt, hast du mich gefragt, Philipp, kannst du eigentlich singen? Ja, daran merkt ihr, dass es ernst ist. Ja, pass auf, Adi, ich habe aber ganz defensiv geantwortet. Haha, nur so mittel. Und dann meinte ich, wieso denn? Ja, wir könnten das singen, hast du gesagt. Naja gut, ich sehe uns noch nicht auf der Stunk-Sitzung, aber ich sehe uns am Ende dieser Folge, mein Lieber. Absolut. Pass mal auf, weißt du, was wir zum Schluss noch einspielen? Was sollen wir? Unsere Producerin, die Henni, Ja. Die Henning kocht, die ist auf Mallorca. Und lass dich raten, sie hat was gekocht. Ja, sie hat was gekocht. Dos Lumumbas und Quattro Strohhalme Camucho. Sie ist zum Eimersaufen auf Mallorca mit der Familie, aber sie hat das Spiel Frankreich gegen Spanien in einer Bodega, in einer Bar geschaut. Und sie schrieb zwischendurch nur so, Mallorca wird abgerissen. So, und wie sich das anhört, das hören wir jetzt gleich noch. Und danach hört ihr einfach nur noch unsere große Dankbarkeit. Und in vielfältiger Form. Macht's gut, ihr Lieben, und wir sind morgen wieder da. Ich hol schon mal mein England-Trikot, das schon lange warten musste. Jetzt ist hier Henni Koch auf Mallorca, unsere Producerin. Dankeschön. Bitteschön, Patrick. Wir bedanken uns ganz herzlich bei uns. Vielen Dank, meine Herren. Vielen Dank, Oliver Kahn. Danke auch für den Stress. Vielen herzlichen Dank dafür. Dankeschön. Dankeschön. Dankeschön. Ich bitte Sie. Vielen herzlichen Dank. Bitte. Danke. Danke, das genügt, sagen wir und mit uns, die deutsche Mannschaft. Dankeschön, Dankeschön, tschüss, geht zusammen. Ich habe heute schon gedankt, ich komme mit der Dankfüllung, die noch im Dank ist, nach Salzburg. Das war Zeigler und Köster, der Fußball-Podcast von Elf Freunde. Ihr hörtet eine Produktion im Auftrag von RTL+. Unser Redakteur im Studio heißt Tim Pomerenke. Audioproduzentin und Sprecherin Henni Koch und am Mikrofon saßen bei Zeigler und Köster wenig überraschend Arndt Zeigler und Philipp Köster. Das hat Spaß gemacht!