Arndt! Philipp! Wir sitzen hier beide ausgelaugt und ratlos in der Nacht von Samstag auf Sonntag und wissen nicht, was wir mit diesem Spiel machen sollen, was wir da gerade genießen durften. Und selten hat das Wort genießen so gepasst, wie bei diesem Spiel. Und wir müssen ja wirklich sagen, wir haben überhaupt nichts erwartet. Wir haben gar nichts erwartet von diesem Spiel. Wir dachten eigentlich, dass das eine ziemlich mauere Veranstaltung wird, weil zwei Verlierer gegeneinander spielen und wahrscheinlich lustig über den Platz schlagen. Stattdessen haben die sich die Bälle um die Ohren geschossen. Es gab insgesamt, muss man zusammenrechnen, 4 und 6, 1 im Sinn, 2 weggestrichen sind 10 Tore. 4 und 6 sind 10. Es ist sehr spät in der Nacht, 1 Uhr 29. Also auf jeden Fall sind wir overwhelmed von diesem Spiel, versuchen es natürlich mit O-Tönen einzuordnen und ziehen auch schon eine kleine Bilanz, kärchern mal diese Wäme aus. Also das wird eine lustige Folge, wir freuen uns drauf. Ihr hoffentlich auch. Nach dem Vorspann. Football unites us all. Zeigler und Köster. Der Fußball-Podcast von Elf Freunde Jetzt ist er wieder da! Der 39. Tag Das glaube ich nicht! Na guck mal an, das wird der größte Erfolg einer englischen Fußball-Nationalmannschaft seit 60 Jahren! Ich wollte so ein bisschen ergriffen anfangen. Wir haben eben überlegt, wie wir die Folge heute anfangen. Du hast richtig gesagt, eigentlich Spiel um Platz 3 ist immer Pille-Palle und man erwartet nichts und eigentlich will das auch keiner so richtig, das Spiel gefühlt. Es gibt ja sogar teilweise Wettbewerbe, wo das Spiel abgeschafft worden ist, wo man das gar nicht mehr macht. Und bei der WM ist es immer so ein Appendix, den man vermeintlich nicht braucht. Wir haben übrigens auch eine Mail bekommen, ich glaube, das ist die letzte Mail von Dr. Jürgen Kraus aus Kanada, die wir vorlesen. Morgen mal keine, Jürgen. Der uns vor dem Spiel wohlgemerkt geschrieben hat, Das Spiel um den dritten Platz hat folgende grobe Nachteile. Erstens, die Torjäger-Statistik wird durch ein Witzspiel beeinflusst. Es geht um nix. Und Kane, Dembélé und Mbappé können um die Wette ballern, sodass einer leichter die Kanone gewinnen kann als Messi, dass das Spiel wahrscheinlich viel enger wird. Und zweitens, unnötige Frustration, eins der beiden Teams wird nach einer spektakulären K.O.-Hunde mit zwei Niederlagen in Folge nach Hause fahren. Es ist wirklich so, die Franzosen, die ja recht gut sind, fahren jetzt mit zwei Niederlagen nach Hause. Wie fühlen die sich? An popular opinion. Also tatsächlich, die Franzosen sind ein bisschen dupiert jetzt, haben sowohl gegen Spanien verloren als auch gegen England und sind so ein kleines bisschen von ihrem Nimbus oder von ihrem Selbstbewusstsein eigentlich die spielstärkste Mannschaft dieses Turniers und der Welt zu sein, ein bisschen abgerückt oder sind ein bisschen deprimiert jetzt auf der Heimreise. Also das ist kein schönes Gefühl und insofern hat Jürgen aus Kanada auch durchaus recht einerseits. Es war andererseits kein Witzspiel, also man hatte das Gefühl, beide Mannschaften haben es ernst genommen, die Engländer in der ersten Halbzeit ein bisschen mehr als die Franzosen. Das war ja schon auch wirklich eine beeindruckende Darbietung. Man dachte ja, oh, jetzt nach den ganzen Diskussionen und die Frage ist Tuchel der Richtige, die werden wahrscheinlich ziemlich deprimiert über den Platz schleichen. Nee, Pustekuchen, die haben sich richtig den Frust von der Seele geschossen. Das Spiel ist auch, glaube ich, mit keinen Maßstäben so richtig zu bewerten. Also es war, es wirkte, und ich bin froh, dass ich es wirklich ungestört geguckt habe. Ich war mir erst gar nicht so sicher, ob ich jetzt komplett 90 Minuten konzentriert zuschauen will. Es wirkte wie so ein Arcade-Spiel, wo du alles rausnimmst aus dem Fußballspiel, was stört. Und nur noch die Sachen drin lässt, die geil sind. Dribblings, Tore, Spielverlauf, ein Ding nach dem anderen, es ging immer hin und her. Und das Tolle ist, dass man, und das ist vielleicht dann doch ein bisschen eine Interpretation des Spielgeschehens, die zulässig ist. Die Franzosen haben in der ersten Halbzeit gespielt, als hätten sie keinen Bock und es gab diese Szene, die wurde viel beschrieben in der Halbzeit, Mbappé hat in der Halbzeit schon sein Trikot getauscht und hat da irgendwie abgeklatscht und gelacht mit Gegenspielern und so weiter beim Start von 0 zu 4 gegen seine Mannschaft. Dann hast du aber gesehen, dann hat er nach drei Minuten das 1 zu 4 geschossen und du hast gemerkt, wie gut Frankreich ist, wenn sie dann plötzlich wollen. Also die haben die erste Halbzeit wirklich komplett versemmelt und dann hast du aber die ganze Klasse gesehen, als sie gesagt haben, nee komm, so wollen wir ja mal nicht aufhören. Dann hat eine englische Mannschaft, die eigentlich bombensicher stand bis dahin und die eigentlich überhaupt nichts zu befürchten hatte, haben sie so auseinandergespielt phasenweise. Teilweise auch völlig übertrieben. Ich weiß nicht, es ist ja diese eine Kombination aufgefallen, als Olise dann knapp vorbeigeschossen hat, wo sie ihn, glaube ich, sechsmal im Torraum noch hin und her gespielt haben, so gefühlt. Also das waren Spielzüge, ich habe so etwas noch nie gesehen. Das war wirklich beeindruckend. Diese Szene mit Mbappé, der das Trikot tauscht, hat mich so ein bisschen an die letzte Etappe der Tour de France erinnert, wo dann niemand mehr angreift und alle sich nur noch ankumpeln und gegenseitig ans Hinterrad greifen. und Witze machen und alle entspannt sind, bis es dann auf die Champs-Élysées geht. Ansonsten merkst du aber auch manchmal, wie quatschig manchmal diese symbolischen Bilder sind, wo du denkst, oh, der hat keinen Bock mehr, der tauscht ja schon sein Trikot. Das ist ja nur auch alles Quatsch. Ich frage mich dann immer, was hätte MAP machen müssen, um noch Leistungsbereitschaft und Wettbewerbsfähigkeit zu präsentieren? Hätte der jetzt irgendwie noch ein rohes Stück Fleisch im Mund haben sollen oder hätte er irgendwie den Gegenspieler anpaulen sollen? Das ist natürlich auch immer ein bisschen Symbolpolitik. Übrigens, ich will, das ist das letzte Mal auch, in unserem langen, langen WM-Reigen nicht mehr zu viel über den Magenta-Kommentator Christian Strasburger sprechen, aber ganz ehrlich, ganz ehrlich, das muss ja irgendwann auch mal auffallen. Ich hoffe wirklich, wirklich sehr, dass nach diesem Turnier irgendjemand sich erbarmt bei Magenta und sagt, großer, das kannst du nicht so weitermachen, da stirbst du am Herzinfarkt. Ich vermute allerdings, dass es bei Magenta unfassbar viele Klaköre gibt, die sagen, ja, Stressi, da hast du es mal wieder allen gezeigt, du bist so herrlich emotional, du bist ein Funzkerl am Mikrofon, wie du das machst, das kann man nicht lernen. Ich muss sagen, Ich fand es einfach wahnsinnig nervig, wahnsinnig nervig, also wirklich jede Plattitüde, die man irgendwie im Fußballgeschäft haben kann, jeder Klospruch wurde dann irgendwie während dieser 90 Minuten da präsentiert. Da muss er mal ein bisschen an sich arbeiten, würde ich mal sagen. Ansonsten war es aber so, dass man, fand ich, in der zweiten Halbzeit wirklich gesehen hat, wie Frankreich dachte, so können wir uns nicht aus dem Turnier verabschieden. Das war schon beeindruckend. Wollen wir eigentlich mal die Tore hören? Ja, lass uns das doch mal machen. Wir haben dann heute, und das ist jetzt nichts Persönliches gegen Christian Strasburg, jedenfalls nicht von meiner Seite, von deiner schon. Wir hören die Hörfunkkommentatoren Phil Hofmeister und Holger Dahl von der ARD, von der Sportschau, die eine Sternstunde hatten. Also ich glaube, sie hatten nicht erwartet, dass sie so viel Spaß haben würden bei diesem Spiel. Und wir hören erstmal nur die erste Halbzeit. Wir haben noch nie so lange Torzusammenstätte gehört wie heute, weil es waren zehn Tore und es hat sich einfach auch wundervoll aufgebaut. Hier also die Highlights der ersten Halbzeit. England ist dazwischen, kommt über Declan Rice, der zieht hinein in die Mitte der Schuss und das Tor! Tor für England, dritte Spielminute und es ist Mr. Zuverlässig, der heute die Kapitänsbinde trägt und vom etatmäßigen Kapitän draußen den Applaus bekommt. Was für ein Auftakt in dieses Bronzematch. England führt mit 1 zu 0. Wieder gut gespielt, wirklich erstaunlich. 17,5 Minuten vorbei, England 1. Frankreich 0 und wir warten auf die nächste Ecke der Engländer. Natürlich wieder Chefsache, natürlich wieder eine Aufgabe für Declan Rice. In der Mitte da viel Körperkontakt, fast wie beim eng umschlungenen Tanzen in der Disse zu später Stunde. Ecke kommt rein und er ist drin. Tor für England, 2 zu 0 und Konsa schädelt den Rhein. Sah gar nicht so gefährlich aus. Die Ecke war gefühlt ewig unterwegs, aber Konsa steigt dann hoch am 5-Meter-Raum und per Aufsetzer ins lange Eck hinein. 18 Minuten vorbei in Miami. Na, guckt mal an. England 2, Frankreich 0. Auch Frankreich meldet sich jetzt langsam an in diesem Fußballspiel, aber Frankreich lässt wahnsinnig Räume. Und jetzt wird Rashford geschickt. Rashford unterwegs Richtung Strafraum. Rashford im Strafraum. Rashford scheitert an Magnon. Nachschusschance für Saka. Und er scheitert auch nochmal. Szene ist noch heiß mit Rashford. Komplett wilde Szene. Nochmal Saka. Tor! Jetzt ist er drin. 3-0 England. Deutschland nach einer guten halben Stunde, Zaka macht die Bude. Frankreich wirkt wie schon im Urlaub, das ist ja völlig verrückt. Nach wie vor ist es erstaunlich, wie wenig den Franzosen einfällt. Also gerade diese komplette Statik im Spiel ist absurd und jetzt steht es 4 zu 0. Weil Saka den Doppelpack schnürt. Holger, kneif mich. Es steht 4 zu 0 für England gegen Frankreich. Und wir haben noch nicht mal Pause. Ich will noch mal ganz kurz auf Magenta kommen. Ich habe das ganz viel geguckt während dieser WM-Not gedrungen. Weil vieles lief ja auf Magenta exklusiv. Und sie haben auch vieles gut gemacht. Wir wollen jetzt nicht immer zu streng sein. In vielen Dingen haben sie richtig tolle Arbeit abgeliefert. Aber was mich am Schluss genervt hat, muss ich ganz ehrlich sagen, und zwar in dem Moment, als ich geguckt habe, wo das Spiel heute übertragen wird, dass das auch wieder nur Magenta war. Und als diese rechte Vergabe war, man gehört hat, die ARD und ZDF haben so und so viele Spiele und so und so viele Spiele von Magenta, da hast du gedacht, okay, die Grundversorgung ist aber gewährleistet und die wichtigen Spiele laufen alle in ARD und ZDF. Pustekuchen, jetzt hast du die letzten Tage gemerkt, ganz, ganz viele Spiele konntest du nur auf Magenta gucken, wenn du konntest, also viele haben ja auch kein Magenta, Und das war mir dann in der Gewichtung ein bisschen zu doof, ehrlich gesagt, dass man wirklich ganz, ganz viele der wichtigen Spiele überhaupt nicht mehr im Free-TV gucken konnte. Und ich finde, da muss man wirklich das Wort Grundversorgung nochmal ganz, ganz groß und in großen Lettern schreiben. Ich finde, das gehört ins Free-TV, das kannst du nicht hinter irgendeiner Abo-Grenze verstecken. Aber man kann ja auch nochmal feststellen, ich weiß nicht, wie dir das so ging, dass man dieses Spiel auch wirklich so geguckt hat mit so leichter Ermattung. Also ich hatte heute das allererste Mal das Gefühl, dann ist es jetzt auch immer gut. Und wir hatten ja schon mal drüber gesprochen, ab Viertelfinale übernehmen so die Profis, dann werden die Überraschungen auch weniger und es sind so die üblichen Verdächtigen. Und ich hatte jetzt auch gedacht, es ist gut, dass morgen das Finale ist und danach dann auch den Sargdeckel drauf und dann gehen wir auch alle mal in Urlaub, weil man kann es irgendwie auch nicht mehr sehen. Und dann, wiederum muss man aber auch sagen, war diese zweite Halbzeit so rasant, so überraschend. Sie war ja noch spannender als die erste Halbzeit. Also die erste war einfach nur spektakulär, weil die Engländer alles so klump geschossen haben. Aber in der zweiten Halbzeit, es ging ja hin und her. Man dachte, die Franzosen kommen ran. Dann schießen sie erst drei Tore, dann wieder die Engländer, dann wieder die Franzosen, dann wieder die Engländer. Das war wie so ein Louis-Duffiné-Film. Oh, nein, doch, oh, oh, und so weiter. Also das war beeindruckend. Ich habe heute noch gedacht, ich weiß nicht, ob du diesen Auftritt gesehen hast von Donald Trump und Gianni Infantino, wo ich wirklich ein bisschen hier in die Ecke gebrochen habe, während die beiden geredet haben. Muss ich ganz ehrlich sagen, ich habe es aber inzwischen weggemacht. Und es ist so gewesen, dass ich heute während des Spiels dachte, wir sind beide keine Freunde von Verschwörungstheorien. Ich habe gedacht, aber dieses Spiel... Kam genau zur richtigen Zeit, du hast gesagt, nach den wirklich etwas statischen Viertel- und Halbfinals, um zu zeigen, war doch irgendwie geil. Also es gab auch schöne Seiten, es gibt auch schöne Ecken auf Mallorca und Hannover, die Gegend um den Maschsee ist eigentlich ganz schön. So war heute dieses Spiel. Es war so wirklich, also letzten Tage alles ein bisschen genervt und Donald Trump und Infantino furchtbar heute, konnte man sich echt nicht anhören. Und dann aber so ein Spiel, wo du dann wirklich auf einmal dann da sitzt und denkst, ja, Fußball ist schon geil und Fußball macht schon Spaß. Das hat mit vielem versöhnt heute. Und das Spiel hatte auch eine wirklich wunderschöne innere Dynamik, also man merkte, dass sich beide Mannschaften am Anfang ja auch ein bisschen belauert haben, aber gerade nach diesem 0 zu 4 brachen dann auch irgendwie so alle Dämme. Man hatte das Gefühl, jetzt ist es dann irgendwie auch egal, also wir sind jetzt einfach bei so einem wilden Spektakel dabei und das haben die Spieler dann, auch die Franzosen, obwohl die zum Schluss natürlich ein bisschen die Köpfe haben hängen lassen, die haben das auch genossen. Also bei so einem Spiel dabei zu sein, wirklich auf ganz, ganz großer Bühne, obwohl dieses Spiel so bedeutungslos war oder vielleicht sogar weswegen. Also man kann wirklich die These aufstellen, gerade weil dieses Spiel eigentlich bedeutungslos ist, konnte es so wild und so schön werden und so von der Kraft des Fußballs zeugen. Ich will mal einen Special Guest reinholen in diese Ausgabe und zwar diesen Mann hier, den wir in den letzten Folgen öfter mal gehört haben, wenn es um Frankreich ging. Oder um es mit ihm zu sagen, wenn es um Frankreich. Denn ich muss mal die Geschichte dieser Stimme erklären. Es ist eine Stimme aus einem Videospiel, aus einem Playstation-Spiel, was ich mit offenem Mund, ich habe das reingelegt, das Spiel war eigentlich ganz okay, aber dann hat dieser Reporter dafür gesorgt, dass man diesem Spiel nicht folgen konnte, weil man immer diesem Reporter gefolgt ist. Und er hat nicht nur Frankreich gesagt, sondern er hat alle Nationen so ausgesprochen. Wir hören mal also die heutige Begegnung, das war also Frankreich gegen England. Und er hat sogar in ganzen Sätzen geredet, auch quasi über die heutige Begegnung hat er quasi im Vorgriff gesagt. Und an wen ich auch gedacht habe, muss ich ganz ehrlich sagen, ist der Kaiser. Er hat das zwar nicht über das Spiel England gegen Frankreich gesagt, sondern mal irgendwann über die Partie Deutschland gegen England. Oder um es mit Depp-Reporter zu sagen, so heißt er bei mir intern. Deutschland gegen England. Eines der ganz, ganz geflügelten Worte von Franz Beckenbauer. It's a classic. We call it a classic. Tja, we call it a classic. Nach diesem Vortrag möchte ich sagen, Herr Zeigler möchte aus dem Kinderparadies abgeholt werden. Ja, das stammt übrigens aus unserer wunderbaren Videospielfolge, die ich nochmal allen sehr, sehr ans Herz legen möchte. Das war auch einer der großen, großen, wunderbaren Highlights der letzten Jahre, als wir uns den Videospielklassikern gewidmet haben. Lieber Arndt, jetzt wollen wir doch mal ganz kurz noch unsere Hörfunkreporter bitten, dass sie uns nochmal die ganze Dramatik dieser zweiten Hälfte in ihren Torschreien und in ihren Kommentaren nochmal lebendig werden lassen. Hier sind Holger Dahl und Phil Hufmeister. Noch hat Frankreich vielleicht auch ein bisschen was vor in diesem Spiel und ist auf Mbappé. Schuss und Tor! Tor für Frankreich! Kildian Mbappé im Fernduell gegen Lionel Messi liegt er wieder vorne. Und Frankreich in der 48. Spielminute mit dem ersten Wirkungstreffer gegen die Engländer. Und was haben wir gesagt? Gibt es noch einen verrückten Spielverlauf in diesem Bronze-Match? Jetzt eine zweite Bude aus Sicht von Frankreich. Und dann, Holger, glaubst du, die Engländer würden dann langsam wieder anzubacken? Würde Thomas Tuchel dann sofort Bellingham und Kane bringen? Ja, ich kann nicht mir gut vorstellen, weil sonst müsste er sich das nicht nehmen lassen. Frankreich ist schon drin, im Strafraum der Schuss und das Tor! Du hast es beschrieben, da ist es, das Tor für Frankreich. Wieder ein schneller Konterangriff über die linke Seite. Und Bradley Barcola, der eingewechselte Mann, legt sich den Ball ein-, zweimal vor und schließt dann ab. 2 zu 4 aus französischer Sicht in der 54. Spielminute. Aber Achtung, Frankreich, Mbappé, ich passe es nicht. 3 zu 4, Tor Frankreich, Tor Kylian, Mbappé, WM-Tor Nummer 10. Und dieses völlig verrückte kleine Finale dreht jetzt komplett frei. Was für ein Spiel. Morgan Rodgers, der wird hinterlaufen, spielt den Steilpass dann auch rein. In den 16, 11 Meter. 11 Meter für England und das geht auch genau so in Ordnung. Jett Spence von den Hotspur, der geht da zu Boden und es ist das Foulspiel von Marlo Gusto. Pfiffe im Stadion von den französischen Fans. Ist das die Entscheidung in der 87. Spielminute? Zack, kurzes Antrippelschuss, Tor! Tor für England. 5 zu 3. Drei Tore von Pukayo Saka. Er könnte der Matchwinner sein, Philipp. Aber in diesem verrückten Spiel, wobei wir uns auf gar nichts mehr festen. Das wird der größte Erfolg einer englischen Fußball-Nationalmannschaft seit 60 Jahren. Es sind noch 1 Minute 45 Nachspielzeiten. Aber vielleicht passiert hier noch was Verrücktes. Dembele dribbelt an im Strafraum, schießt Tor. Tor für Frankreich, Anschlusstreffer, vielleicht doch noch nicht den Deckel draufnagelt auf dieses Spiel, das immer noch eine Überraschung für uns übrig hat. Ousmane Dembélé mit dem 4 zu 5. Der Konter läuft nochmal. Nachspielzeit offiziell abgelaufen, aber England mit Bellingham unterwegs im Strafraum. Könnte schießen, noch ein Wackler. Bellingham tanzt sich durch. Bellingham schießt den Ball rein. 6-4. Was für ein Geniestreich von Jude Bellingham. Und was für ein ultimativer Akt am Ende dieses völlig wahnsinnigen Fußballspiels. Und 6 zu 4, Bellingham setzt den Schlusspunkt, ein kleines Finale im Anstrich eines ganz, ganz großen Fußballspiels. Es ist übrigens so, dass mein Sohn heute grillen war mit Freunden und der kam beim Stande von, ich glaube, 4 zu 3. Genau, als er reinkam, gab es gerade den Elfmeter, es gab also das 5 zu 3, dann ging er auf Klo, da fiel das 5 zu 4. Und ich rief ihm auf Klo, da fiel das 5 zu 4 und als er wieder rauskam, fiel das 6 zu 4. Also es war so, so ging das ganze Spielgefühl, also jetzt nicht mit dem Klo, aber der ganze Rest, das war wirklich. Ein Schlagabtausch ohne Ende und das Tolle ist, du hast eben noch über die Stimmung unter anderem bei den Franzosen geredet, ich weiß nicht, ob du auf die Szenen nach Schlusspfiff geachtet hast, der Spielvorlauf war psychologisch so gut eigentlich. Dass die Engländer sich über die Bronzemedaille freuen konnten und darüber, dass sie sich auch nicht nur ins Ziel gerettet haben, sondern dieses sechste Tor, was ja auch herrlich war von Jude Bellingham, geschossen haben. Und die Franzosen waren aber auch irgendwie ganz zufrieden, dass sie mit erhoben im Haupt, dass sie ein Spiel rausgegangen sind und den Engländern nochmal so richtig einen Schrecken eingejagt haben und dann gezeigt haben, wie es aussieht, wenn Frankreich so richtig will. Deswegen waren es am Ende, ich würde es mit einem namenlosen Kollegen von Magenta sagen, der Gewinner war der Fußball. Und das muss man wirklich mal sagen, die Franzosen haben sich wirklich gesichtswahrend aus diesem Turnier verabschiedet, aber wie Jürgen aus Kanada gerne sagt, zweimal hintereinander verloren ist jetzt halt auch nicht so richtig geil, angesichts der Ansprüche, die man hatte, eigentlich wollte man gerade nach diesem doch etwas traumatisch verlorenen Finale gegen Argentinien 2022, wollte man sich das ja eigentlich alles zurückholen. Ich muss nochmal einmal kurz zurückkommen auf diesen schrecklichen Auftritt von Trump und Infantino. Das war ja wirklich die Arroganz der Macht, die man da gesehen hat. Also Gianni Infantino, da gab es jetzt gerade mal wieder Berichte, beispielsweise in der Süddeutschen Zeitung vom geschätzten Kollegen Thomas Kistner und anderen, wo es immer hieß, ja, so langsam könnte es eng werden für Infantino, so langsam könnte es schwierig werden. Ich gehe jede Wette ein, dass es überhaupt nicht schwierig wird. Ich wette mit dir, dass sowohl beim nächsten Kongress und überhaupt in der nächsten Zeit niemand daran denken wird, Infantino ernsthaft zu gefährden. Ich glaube nicht, dass es einen Gegenkandidaten geben wird, der schafft viel zu viel Geld dran bei aller Skrupellosigkeit. Man muss sich überhaupt gar keine Sorgen über die berufliche Zukunft von Gianni Infantino machen. Also jeder, der das behauptet, finde ich, hat sich wenig beschäftigt mit den Machtverhältnissen im Weltverband. Aber lass uns doch wirklich nochmal ganz kurz, das ist jetzt nicht abgesprochen, aber eine der Passagen hören, das ist glaube ich die Passage, wo ich dann auch final brechen musste, als Gianni Infantino gesagt hat, dass es nicht nur das größte Turnier aller Zeiten war, sondern eigentlich sinngemäß das größte Ereignis der Menschheitsgeschichte. Also eigentlich ist noch nie, der ganzen Menschheit noch nie was Tolleres passiert als diese WM. Das ist nicht nur der größte Weltkup der Weltkup der Weltkup. Es ist der größte, menschliche, soziale und kulturelle Event das manche Menschen hat und gesehen und wir alle. Also diese Einmischung der Politik, die wir da erlebt haben durch Donald Trump, ist sicherlich einer der prägenden Momente dieser WM gewesen, wo wir überhaupt jetzt mal ein ganz kleines bisschen Bilanz ziehen müssen, weil morgen werden wir uns ja dann ums Finale kümmern und darüber, ob die Argentinier oder die Spanier den Pokal hochhalten werden. Aber lieber Arndt, wenn du jetzt mal so ein bisschen zurückblickst, wir haben jetzt fast 40 Turniertage hinter uns und was war denn für dich so der schönste Moment dieser WM, wo du gesagt hast, ey, wie großartig, dass es dieses Turnier gibt, wie großartig, dass wir alle gerade beisammen sind und wie großartig, dass wir das alles erleben können? Also ich glaube, wenn ich mir einen aussuchen müsste, war es das Tor von Cap Verde gegen Argentinien zum 2 zu 2, was ein ganz besonderer Fußballmoment war. Durch unseren Freund Sidney, über den wir ja noch ein bisschen geredet haben, weil der mal bei Rotvers Erfurt gespielt hat und dann hinterher auf die Tribüne gerannt ist, während das Spiel auch lief und seine Freundin gesucht hat. Und das sind so Sachen, die passieren nicht so oft im Fußball. Und dass Cap Verde so ein Spiel gegen Argentinien fast doch aus dem Feuer reißt und wir hätten dann morgen kein Endspiel von Argentinien, sondern wir hätten vielleicht Cap Verde noch zwei Runden weitergesehen. Keine Ahnung. Das war ein toller Moment, weil man dachte, ey, dass sowas passieren kann, ist eigentlich irgendwie noch schön. Das ist so ein bisschen das, womit Fußballromantiker so ein bisschen gut zufriedengestellt werden konnten. Aber von diesen Momenten gab es, wenn wir ehrlich sind, nicht allzu viele. Das stimmt. Also das ist auch mein Moment. Ich weiß, dass ich wirklich fassungslos war, weil man natürlich damit gerechnet hatte, dass Cabernet jetzt einbricht, dass die keine Chance mehr haben, dass Argentinien seine ganze Klasse ausspielt. Und dann nicht nur dieses wunderschöne Tor von Sidney Lopez Cabral, sondern eben auch der ungläubige Jubel der Spieler und der ganzen Bank über diesen Banger. Und ich glaube, ehrlich gesagt, es wäre so wunderschön gewesen, wenn es ein Außenseiter-Sieg in diesem Spiel gegeben hätte. Denn auch so makaber das ist, das hätte irgendwie auch ein bisschen die Aufblähung des Turniers gerechtfertigt. Dann hätte es einen Sinn gegeben, der jetzt so ein bisschen fehlt, weil am Ende die üblichen Verdächtigen im Viertelfinale waren. Und trotzdem war es... Ein wunderschöner Moment, der, glaube ich, auch bleibt und vielleicht sogar der Erinnerungsmoment dieses Turniers ist. Ich will noch eine Sache zu England sagen. Ich habe ja letztes Mal gegen Argentinien das Spiel wahrscheinlich mit verloren, weil ich hier im Steven-Gerrard-Trikot gesessen habe. Ich hatte heute kein England-Trikot an, aber jetzt, wo sie am Ende Dritter werden, die Bronzemedaille, die kriegen größter Erfolg seit 1966 im englischen Nationalelfußball, habe ich mir nochmal die WM angeguckt als Ganzes und hatte das alles gar nicht mehr so präsent. Sie haben das erste Spiel 4 zu 2 gegen Kroatien gewonnen und sehr gut gespielt. Dann haben sie 0-0 gegen Ghana gespielt, dann 2-0 gegen Panama, das war so ein bisschen mau. Dann haben sie Dr. Kongo 2 zu 1 niedergekämpft und dann haben sie den Gastgeber Mexiko 3 zu 2 geschlagen. Dann haben sie Norwegen 2 zu 1 geschlagen und dann haben sie gegen Argentinien dieses viel diskutierte Spiel gehabt und heute haben sie Frankreich noch 6 zu 4 geschlagen. Das ist nun echt alles, alles, alles, aber keine schlechte WM, die England gespielt hat. Also ich weiß nicht genau, wie man da jetzt wirklich was Negatives ausmachen möchte. Er hat den Job nicht erledigt, wie sehr, sehr viele ehemalige englische Spieler gesagt haben, die ebenfalls den Job nicht erledigt haben, aber die gehören auch tatsächlich zu den großen Momenten, also diese ganzen popkulturellen Referenzen, die die Engländer immer mitbringen, das Wonderwall-Gesinge, diese Kabinenszene mit Tuchel, das hatte wirklich so eine Leichtigkeit und so eine Referenzdichte, die mir wirklich gefallen hat. Das war, weil du den Namen Tuchel jetzt nochmal erwähnst, auch psychologisch natürlich hochinteressant, was heute alles, für Entwicklungen im Spielumgange waren, weil bei dem 4 zu 0 zur Halbzeit dachtest du, okay, also ich meine, es war ja ganz offenkundig so, dass Tuchel schon vor dem Anpfiff wieder vernichtet worden ist wegen der Aufstellung, weil Bellingham und Kane nicht gespielt haben, ich glaube, er ist. Komplett getötet worden in der englischen Presse schon vor dem Spiel und dann führen die 4 zu 0 Halbzeit und dann denkst du, okay, er hat sich das jetzt echt verdient, dass er da jetzt den Kopf aus der Schlinge zieht, wenn er es denn notwendig hatte und jetzt richtig sauber dasteht mit einem Clean Sheet sozusagen, wie man in England sagen würde, und ganz viel gerade biegen kann. Und dann steht es plötzlich 4-3 und du denkst, ey ... Wenn das jetzt schief geht, dann hat er nach einer 4-0-Führung im Spielplatz 3 alles noch schlimmer gemacht eigentlich und am Ende gewinnst du aber 6-4 und bist da glaube ich echt gut rausgekommen aus der Nummer, aber was in dem Spiel alles möglich war, von totalen Triumph bis zu es wird alles noch viel schlimmer und ich kann mich in England gar nicht mehr blicken lassen, das war alles drin in diesen 90 Minuten. Absolut, ich gehe mal ein bisschen weiter in meinem Fragebogen, was die Bilanz angeht, was war für dich der schlimmste Moment der WM, also wo du gesagt hast, jetzt habe ich auch keinen Bock mehr? Ballogun. Die Neuigkeiten von Ballogun, wo du erst dachtest, das können sie doch nicht ernsthaft machen. Und ich weiß nicht, wie es dir ging, aber ich finde, als das Publikum wurde, dass erstens Ballogun begnadigt wird, dass zweitens dann Trump sich ja mehr oder weniger verplappert hat und gesagt hat, ja, ja, ich habe Infantino angerufen. Infantino versucht hat, das abzustreiten, aber es auch nicht mehr so richtig hingekriegt hat. Und klar war, okay, die machen jetzt einfach, was sie wollen und du kannst es nicht mehr verhindern. Und es ist denen auch egal, ob es doof aussieht oder nicht. Das hatte so eine Qualität, ich fand, da konnte man überhaupt nicht mehr darüber diskutieren. Also man konnte überhaupt nicht mehr kontrovers über diese Sache diskutieren, was da passiert ist, sondern es war einfach die pure Schlechtigkeit. Des modernen Fußballs, die du da gesehen hast. Und schlimmer war es noch nie und schlimmer wird es hoffentlich auch nicht mehr. Aber das war wirklich das Dümmste, was passieren konnte. Und das hat mir so richtig für Tage komplett jegliche Stimmung an der WM genommen. Ja, es ist erstaunlich, wie sehr wir das gleich denken. Also ich hätte vieles, was mich aufgeregt hat, ob es diese abgelehnten Visa zu Beginn des Turniers waren oder die Behandlung der iranischen Mannschaft, fand ich auch unwürdig und so weiter. Aber natürlich war diese Ballung und Begnadigung eine einzige widerwärtige und absurde Farce. Also dass ein Staatschef einfach mal anrufen kann bei der FIFA und dadurch wird die Sperre eines Spielers aufgehoben und dass dann hinterher nicht alle Verantwortlichen aus ihren Ämtern fliegen. Ich finde, dass das auch diesen ganzen ethischen Bankrott der FIFA zeigt. Also leider hat Infantino aus diesem ganzen Sportverband so ein total moralisch degeneriertes und so auf Gewinnmaximierung ausgerichteten Sportverband gemacht, so ein richtiger Geldautomat ist das geworden und ehrlich gesagt…. Alle Mitgliedsverbände und auch der DFB haben einfach zugelassen, dass Infantino Trump in den Allerwertesten gekrochen ist. Dann hat er die Neutralitätspflicht, die es ja für den Weltverband gibt, einfach mal mit den Füßen getreten. Dann diese Willkörper der Visa-Vergabe, aber dann eben auch nochmal einfach zum Telefon zu greifen und sich damit auch noch zu brüsten. Das noch nicht mal diskret zu machen. Das war wirklich ein absoluter Tiefpunkt und ich hoffe, dass das noch in irgendeiner Weise Konsequenzen hat. So, pass auf. Und bevor wir jetzt noch weiterreden, die deutsche Mannschaft. Wir müssen jetzt mal ganz kurz sagen, dein Fazit zur deutschen Mannschaft. Achso, ich dachte... Nein, nein, es gibt nichts Neues. Sie verhandeln noch. Und ich werde auch, bis die Tinte trocken ist unter dem Vertrag, werde ich auch nichts mehr dazu sagen. Siehst du die, also es ist ja schon ein paar Tage her, dass die deutsche Mannschaft ausgeschieden ist. Wie siehst du das jetzt? Konnte es schlimmer nicht kommen? Oder war alles gar nicht so schlimm, wie wir tun? Oder sind wir zu hysterisch? Ich glaube. Wir diskutieren manchmal viel zu sehr am Fußball rum. Ich glaube, dass die deutsche Mannschaft einfach nicht besser ist im Moment. Ich glaube, dass wirklich der deutsche Fußball nicht besser ist. Und ich glaube, dass du, du hättest auch El Mala im Kader haben können, das wäre ganz schön gewesen, du hättest auch und darf in jedem Spiel 90 Minuten spielen lassen können, vielleicht hätte er ein Tor mehr geschossen, aber du hättest diese deutsche Mannschaft nicht zu einem Titelkandidaten gemacht, egal wer mitgefahren wäre, egal wen du aufgestellt hättest, egal mit welcher Taktik du in die Spiele gegangen wärst, diese Mannschaft gehört in diesem 48er-Feld. Ungefähr dahin, wo sie ausgeschieden ist. Also vielleicht hätte sie Paragouin auch schlagen können und hätte so, wenn man das als 48er-Rangliste nimmt, hätten sie vielleicht auf Platz 10 bis 12 landen können. Aber viel mehr wäre nicht drin gewesen. Und viel besser sind wir halt nicht. Und da muss eine Menge passieren, habe ich schon mal erzählt, bis auch unter Jürgen Klopp dann irgendwie wieder bessere Leistungen kommen, bessere Ergebnisse kommen. Aber ich glaube, es hilft sehr viel zu akzeptieren. Es lag nicht an irgendeinem Trainer, der ein einzelnes Spiel vercoacht hat oder an irgendeinem Spieler, der nicht mitgefahren ist. Es war das große Ganze und das hat sich von vornherein irgendwie nicht richtig angefühlt. Ja, ich glaube es gab, und das ist möglicherweise heilsam an dieser WM 2026, so eine Art Aufweckmoment, weil inzwischen glaube ich alle kapiert haben, dass es nicht 2018 an Löw, nicht an Flick später, nicht an Nagelsmann lag, sondern einfach daran, dass dieser Kader eben mittelmäßig ist, wie du sagst. Also wir haben den Anstoß an die Weltklasse-Mannschaften auf Distanz verloren. Und ich glaube, wir sind einfach zwei Jahre einer kollektiven optischen Täuschung aufgesessen. Und einfach nur, weil Nagelsmann stockbesoffen nach zwei Jewe-Fan behauptet hat, dass wir in zwei Jahren Weltmeister werden. Haben wir das alle geglaubt? Wir wollten das, glaube ich, auch alle glauben. Und jetzt ist es halt nicht so. Und wir merken, da sind wir jetzt auch möglicherweise in zwei Jahren noch nicht so weit. Und es klingt auch böser, als ich es meine. Weil wir haben, glaube ich, die besten deutschen Spieler weitestgehend gesehen bei diesem Turnier. Die sind auch gut, die wir da gesehen haben. Aber sie sind eben nicht Weltspitze. Wir haben nicht den besten Torwart der Welt, wir haben nicht die beste Abwehr. Die besten Innenverteidiger der Welt, wir haben keinen Mbappé, wir haben im Mittelfeld keinen Messi, keinen Vini Junior, wir haben diese Spieler nicht und wir haben auch keine Spieler, die mit diesen Spielern 1 zu 1 mithalten können, sondern wir haben eine Mannschaft, die sich jetzt wieder zusammenraufen muss und wo hoffentlich ein paar junge Spieler dazukommen, die vielleicht da reinwachsen können, aber wir haben diese Talente einfach nicht. Vielleicht ist das auch wirklich nichts, also da wird dann wieder ganz viel, da möchte ich mal deine Meinung hören, da wird dann ganz viel wieder über Nachwuchsförderung geredet und was da alles schief läuft seit vielen Jahren. Aber vielleicht ist das auch einfach mal so. Vielleicht hast du einfach mal auch geburtsmäßig diese Talente nicht zur Verfügung. Vielleicht hat das gar nicht mit der Ausbildung so viel zu tun. Sondern vielleicht hast du einfach diese Lichtgestalten nicht, die im Moment im Fußball diese großen Rollen spielen können. Und wie du unsere stolze Fußballnation in Grund und Boden drehst, das macht mich fassungslos. Nein, du hast natürlich völlig recht. Abseits meiner vorgespielten Beinerlichkeit, glaube ich, müssen wir das einfach anerkennen. Da wird wahrscheinlich auch nicht Jürgen Klopp durch Hand auflegen, eine Sofortheilung. Erzeugen können, dass er diese Mannschaft möglicherweise mutiger spielen lassen wird als Julian Nagelsmann. Ist möglicherweise auch nicht so schwer, aber wird er machen und zumindest darauf kann man sich dann auch freuen, kurz bevor er dann wieder zum Dreh eines RB-Wermesports abdreht. Ich glaube, es gibt mir auch die gute Gelegenheit, meinen Freund den Depp-Reporter nochmal reinzuholen. Der bestimmt auch doch, ich nenne ihn deswegen Depp-Reporter, weil ich wollte mir das irgendwie merken können. Das habe ich dann ganz viele Jahre in Radio-Beiträgen immer wieder benutzt. Deswegen heißt er bei mir Depp-Reporter. Ich weiß gar nicht, wie er wirklich heißt. Ich würde so gerne wissen, wer das wirklich ist. Jedenfalls hat er wahrscheinlich nach dem Paraguay-Spiel gedacht. Um noch die drei bislang noch nicht verwendeten Nationen zu verwenden aus dem Mund des Step-Reporters. Ich glaube, wir sind aktuell einfach nicht viel besser als Bulgarien, Czechien, Wales. Zumal Bulgarien uns ja, wir erinnern uns, auch schon mal bei einer WM aus dem Turnier geschossen hat. So, ich schaue jetzt mal auf meinen kleinen DNA4-Blog. Da steht zum Beispiel, wer war denn der beste Experte der WM? Oh, Arndt. Was ich ehrlich sagen muss, wir waren hier ein bisschen ungnädig, mit dem Magenta-Team um Klopp und Müller. Vor allem, als es diesen Eklat gab um die Wortwahl von Jürgen Klopp in Bezug auf die Zukunft von Julian Nagelsmann. Und ich muss sagen, davon haben sie sich gut erholt. Also sie haben wirklich am Anfang der WM ja doch ein bisschen geholpert. Und wir haben uns beide auch ausgelassen über diesen seltsamen Moment, als Jürgen Klopp von Rudi Völler in Senkel gestellt wurde, live auf Magenta. Und davon haben sie sich gut erholt und ich fand, am Schluss waren sie ein gut eingespieltes Team und haben da eine Menge Kernerarbeit geleistet, auch mit Johannes B. Mats Hummels fand ich sehr gut, im Übrigen. Das muss ich mal wirklich sagen. Also ich würde die Lobeshymne auf Müller und Klopp nicht unbedingt unterstreichen, aus verschiedenen Gründen. Aber ich muss einmal kurz sagen, für mich ist der allerbeste Experte Mats Hummels gewesen. Der sticht wirklich auch komplett raus aus diesen ganzen Herrscher, dieser ganzen Armee von Experten. Ich finde, dass niemand so eloquent und sprachlich vielseitig und fachlich sicher auch und zugleich in der Lage aber auch ist, das in lebendiges und anschauliches Deutsch zu besetzen. Das war eine Kritik an vielen anderen Experten. Das ist wirklich Lichtjahre besser als das, was die anderen abgeleistet haben. Also Christoph Kramer fand ich im Öffentlich-Rechtlichen auch ganz gut. Der hat leider keinen schnellen und einfallsreichen Sparringspartner. Da finde ich, ist Mertesacker immer zu holzig und zu schluckeartig, um dem Paroli bieten zu können. Du hast manchmal das Gefühl, dass Kramer schon drei Gags gemacht hat, da denkt Mertesacker noch über den ersten nach. Ich fand beim Duo Müller-Klopp ein bisschen selbstverschuldet, ein bisschen das Problem, wenn du zwei Typen hast, die sich eigentlich für begnadete Comedians halten, dass möglicherweise einer zu viel ist. Ehrlich gesagt war für mich bei Klopp auch das große Problem, dass er die Rolle des Experten gar nicht so gut spielen konnte, weil in ihm alle schon den zukünftigen Bundestrainer gesehen haben. Und ich fand auch, also hinterher fand ich es besser als vorher, es war auch gut, dass Deutschland ausgeschieden ist, weil sie dann nicht die ganze Zeit. Die besten Fans der Mannschaft sein mussten. Also dieses Rumgekumpel mit Nagelsmann, mit der deutschen Mannschaft, wir wollen doch alle, dass wir den Titel holen, das fand ich am Anfang irgendwie extrem unangenehm, aber das war hinterher sicher besser, aber wie gesagt, das lag auch an Mats Hummels, der es einfach richtig gut gemacht hat, also der ist ein totaler Glücksfall gewesen. Ich habe mich auch nochmal gefragt, was ich an ihm so gut fand. Ich glaube, er hat erstens eine sehr gute Kombination aus Nähe und Distanz. Also er ist einerseits noch relativ nah dran, aber hat auch genug innere Distanz, um über den Fußball reden zu können. Und er versucht eben nicht ständig zwei Wortwitze reinzubringen in seine Analyse. Und er ist trotzdem aber ein sehr lebendiger Erzähler. Ich meine, seine Mutter ist Sportjournalistin. Er selbst hat auch die Ambitionen gehabt, mal in dem Bereich tätig zu werden. Das hat er jetzt quasi mit Bravour geschafft. Also insofern hat er von zu Hause sicherlich einiges mitgekriegt, was Sprache angeht. Und Er ist einfach einer der sehr, sehr, sehr intelligenten Fußballer gewesen der letzten Jahrzehnte in Deutschland und kann das sehr, sehr gut rüberbringen. Bevor wir uns jetzt noch die goldenen Kniescheibe holen, müssen wir vielleicht mal noch einmal kurz den großen Blick, also die Vogelperspektive über die Weltmeisterschaft machen. Was nehmen wir denn jetzt so mit, wenn wir in die Sommerpause verschwinden und wieder unsere Panini-Alben katalogisieren? Du warst heute bei einem Testspiel von Werder Bremen in Verden an der Aller. Wie war es denn? Ja, 6-2 gewonnen. Besser als in die Hose geschissen, hätte Franz Beckenbauer gesagt. Das war ganz nett. Es war schön anzusehen. Es waren 5000 Zuschauer da, eine gute Stimmung. Werder hat ein sehr schickes neues Trikot. Eine beängstigende Frühform. Nein, nein, so gut war es auch wieder nicht. Aber Werder hat ein schickes neues Trikot, da habe ich mich auch drüber gefreut. Und wir waren mit einem Kumpel da und wir haben eine Wurst gegessen und alles war schön. Im Übrigen musst du aber jetzt den Leuten noch nicht übermäßig Angst machen. Wir machen natürlich morgen auch noch eine Folge, dann die letzte unserer WM-Serie. Genau, aber wenn wir einfach nochmal, nachdem wir so abgedriftet sind, noch kurz auf die Frage zurückkommen. Was wird so bleiben? Also wo denkst du, also wirst du mit einem sehr, sehr guten, schönen Gefühl aus dieser WM rausgehen? Oder eher so zwiespältig? Oder es gibt ja auch viele, die sagen, oh, das ist jetzt zum Schluss, das nervt dir nur alles. Und das sind Argentinien oder Spanien, das sind auch zwei Mannschaften, mit denen ich gar nichts anfangen kann. Das möchte ich alles nicht. Wie ist so dein Gefühl damit? Weißt du, worüber ich interessanterweise ganz oft nachgedacht habe, ist, ich freue mich auf die Bundesliga, weil es da keine Trinkpausen gibt. Ja. Auf einmal bist du wieder aus diesem Trinkpausenrhythmus raus, der ja wirklich den Wert total verinnerlicht hat, wo du dann teilweise ein Spiel siehst und es sind 20 Minuten gespielt und du denkst, okay, vor der Trinkpause muss jetzt noch irgendwas passieren. Oder vielleicht schaffen sie vor der Trinkpause noch den Ausgleich oder so. Das hast du total verinnerlicht, Gene, während dieser WM. Und das hat mich geärgert. Und wir haben ja das Finale heute Abend noch, da haben wir eine 30-minütige Halbzeitshow, dem von neben nach. Wir haben Donald Trump im Stadion. Also ich glaube, wir können heute noch mal das Allerschlimmste erwarten, was da an Fußball-Unterhaltungs-Abart auf uns wartet. Ich habe auch keine Ahnung, ob sie es wirklich durchziehen, dass Argentin unbedingt jetzt den Titel gewinnen muss. Noch eine interessante Randnotiz übrigens, wir haben ja ganz viel über Spanien diskutiert und ich habe dann immer so im Hinterkopf gehabt, ja Spanien früher mit Xavi und Iniesta und Torres, das war noch ganz anderer Fußball, da haben die Fußballfeste zelebriert ohne Ende und dann habe ich mal geguckt, das letzte Mal als die Weltmeister wurde, das ist ja auch schon wieder lange her, das war 2010 und da haben sie alle vier K.O.-Spiele 1-0 gewonnen. Achtelfinale, Viertelfinale, Halbfinale, Finale waren alles 1-0-Siege, also ich habe das glaube ich in meiner Erinnerung sehr verklärt mit Spanien. Die Minimalisten. Ich bin mal gespannt, ob sie auch diese Art und Weise, wie sie Frankreich bezwungen haben, auch gegen Argentinien anwenden. Das wird auf jeden Fall ganz spannend zu sehen sein. Was ich noch zur WM sagen wollte, dass ich so gemerkt habe, dass ich im Laufe der Wochen so ein bisschen meinen Frieden mit der WM gemacht habe. Ich glaube, es hilft sehr, wenn wir das einfach nicht so als Teil unseres ganz normalen Fußballs sehen, sondern als große Show mit Fußball-Elementen. Also ich glaube, die Zeit, in der das so ein Turnier für die ganz normale Fußballwelt war, die sind ohnehin lange vorbei. Ich glaube, es gibt für Normalverdiener. Den kleinen Sparer überhaupt gar keine Chance mehr an Tickets zu kommen. Der Betrieb hat sich irgendwie so abgekoppelt vom normalen Leben. Es gab so einen Moment, wo ich so dachte, Jürgen Klopp wurde ja in der Bildzeichnung und anderswo gewürdigt, weil er nur ein bisschen mehr verdienen wollte als Nagelsmann. Und da habe ich dann so gedacht, jetzt unabhängig davon, Klopp soll seine Kohle bekommen. Aber das ist ja eine völlig entrückte und turbokapitalistische und total obszöne Veranstaltung. Also jetzt kann man natürlich fragen, warum wir trotzdem zuschauen, warum wir sogar einen Podcast machen, drüber reden und uns echauffieren. Aber ich glaube, die Antwort ist einfach, ja, weil irgendwas bei uns im Stammhämmen aussetzt, wenn der Ball läuft. Das ist ja auch so schön, ne? Also, dass wir uns am Fußball trotz allem begeistern können. Ich fand übrigens einen interessanten Moment in unserer letzten Folge bislang, ich glaube, es war in der letzten oder vorletzten Folge, da hast du, glaube ich, über das Führungstor der Engländer gegen Argentinien geredet. Und da hast du was gesagt, was, glaube ich, für unseren Podcast und für uns beide und generell sehr kennzeichnend ist, für die Art und Weise, wie wir den Fußball mögen. Du hast, glaube ich, beschrieben, wie das Tor gefallen ist und dann hast du, glaube ich, einen englischen dicken Fan auf der Tribüne beschrieben, wie der reagiert hat. Und ich glaube, dass genau das... Das ist, was man braucht. Nämlich gucken, wie empfinden wir den Fußball? Was passiert? Was macht er mit uns? Was macht er mit den Leuten? Du guckst dir die Leute an, wie geht es denen in dem Moment? Dieses reine auf alles sich konzentrieren, was wirklich sportlich passiert ist oder was die Karten gekostet haben oder was mit Ballogun passiert ist oder welche Taktik oder weshalb die Spiele langweilig waren, das alleine bringt dich nicht weiter. Aber wenn du zwischendurch hast Aufblitzen sehen, dass es wirklich auch Fan-Momente gab, die schön waren, es waren nicht so wahnsinnig viele. Aber wenn du die gesehen hast, Dann hat sich Fußball plötzlich wieder angefühlt wie früher und wie immer. Das, finde ich, sind die Momente, die so ein bisschen Mut gemacht haben und die mir auch gezeigt haben. Und als du es in dem Podcast gesagt hast, wurde mir das klar. Du musst den Fußball, du darfst ihn nie losgekoppelt sehen von den Fans, du darfst ihn nie abgekoppelt sehen und rein technokratisch einfach nur bewerten, was du auf dem Rasen siehst und welche Entscheidungen getroffen werden und. Welche Statistiken, sondern du musst immer sehen, solange er den Leuten noch Spaß macht, ist vieles noch in Ordnung und es gab diese Momente. Es gab nicht so viele, wie wir gekauft haben, aber es gab sie. Und wir haben ja schon auf Cap Verde hingewiesen, wir haben Dr. Kongo natürlich erwähnt, der uns auch Freude gemacht hat. Also ganz, ganz viele Mannschaften, die eigentlich keine Chance haben, aber sie genutzt haben, um sich ein bisschen ins Rampenlicht zu spielen. Und da komme ich nämlich auch schon zur letzten Frage, die ja vielleicht auch für uns ein bisschen persönlich wichtig ist. Wir haben jetzt eine ganze Menge Folgen aufgenommen. Was war für dich so der schönste Podcast-Moment, also wo du dachtest, es ist gut, dass wir zusammensitzen und drüber labern? Mein schönstes Gefühl im Zusammenhang mit diesem Podcast ist, ich glaube, es ging uns beiden so, dass wir, als wir angefangen haben, damit dachten, haben wir plötzlich ganz großen Respekt und Ehrfurcht bekommen und gesagt, ey, das sind jetzt ganz schön viele Folgen und vielleicht passiert gar nicht so viel während dieser WM, dass wir das immer voll kriegen. Vielleicht machen wir irgendwann mal fünf Minuten folgen, wenn uns nichts einfällt. Aber es ist immer genug passiert, um wirklich eine halbe Stunde sich die Köpper heiß reden zu können. Und das ist ein schönes Gefühl, finde ich, dass wir jetzt hier am vornetzten Tag unserer Podcasts sitzen und das Gefühl haben, eigentlich haben wir jeden Tag was zu reden gehabt. Das finde ich schön. Ja, das fand ich auch super. Ich hatte auch vor der Aufnahme Angst, dass wir es nicht so über die Strecke schaffen. Gerade weil 2024 die Euro ja auch wirklich so schön war mit Oldbronien und dem ganzen Unfug und deiner Freundin, deren Name mir gerade nicht einfällt, mit der du dich dem Teufel Alkohol hingegeben hast. Aber das hat ja alles, finde ich, eine echt sehr, sehr schöne Dynamik bekommen. Ob es jetzt unser Freund Dr. Kongo war, der anschließend auch noch eine große Karriere durch die ganze Republik gemacht hat. Deine Virtuosen Ivan Barthel, Red Card Variation fand ich super. Dann unsere zeitversetzte Elfmeter-Reportage, von der ich noch weiß, dass wir da gesessen haben und gesagt haben, ey, was ist denn das für eine Scheiße und das will ja auch niemand hören. Und es war so schön, weil ich am nächsten Morgen die Spotify-Kommentare aufmachte und die Leute das echt so nett fanden, weil sie natürlich das auch oft kennen, dass in der Kneipe nebenan schon gejubelt wurde, während man selber da noch, Taschenbilder gespielt hat und gewartet hat, was da jetzt so gerade passiert. Ich kannte das von früher, als ich noch meine Radiobeiträge gemacht habe, zeigt das wunderbare Welt des Fußballs, diese kurzen Radiodinger, die habe ich immer nachts gemacht. Immer genau hier gesessen, wo ich jetzt in die Dunkelheit geguckt und wusste am nächsten Morgen oft nicht, war das eigentlich gut oder hast du jetzt vollkommen Schrott abgeliefert und das Gefühl hatten wir ja auch manchmal, dass wir wirklich die Aufnahme beendet haben und gedacht haben, ja es wird schon irgendwie okay sein, was Henni da zusammenbaut. Aber dann haben wir die Folge ganz oft am nächsten Tag gehört und gedacht, ja, so sollte es eigentlich klingen und genau so ist es geworden. Lag auch oft an Henni, die wirklich tolle Arbeit geleistet hat, aber es hat sich immer gefügt irgendwie. Was allerdings bei mir auch sehr, sehr schön war, dass ich ja in New York war und eben diese sechs Stunden zurück war und dann war es oft schon so, dass wenn ich aufgewacht bin, diese Folge dann schon vier, fünf Stunden online war und dann konnte ich direkt reingucken, gucken, hat das einigermaßen funktioniert. Was ich auch wirklich sehr, sehr schön fand, unsere Ausflüge nach Mogadischu, nach Dickelsen und in die Lindenstraße, wo wir ja das Grab des viel zu früheren HIV-verstorbenen Philipp Sperling besucht haben. Will nur sagen, ich fand tatsächlich alles das, was uns auch ein bisschen weggeführt hat vom Fußball sehr, sehr schön, weil es auch ein bisschen so reinigend ist. Also, dass du dich nicht nur die ganze Zeit um Bellingham und um Infantino und um Messi und so weiter drehst, sondern zwischendurch auch noch ein bisschen… Und um Vertikalpässe. Ja, und ich glaube, wir sind auch vielen Leuten zu Dank verpflichtet, also unsere ganzen Hörer, Leser. Ich dachte, wir sind auf den Sack gegangen, aber okay, zu Dank verpflichtet. Nein, nein, nein, nein, zu Dank verpflichtet. Also, wie viele Leute uns geschrieben haben, wir haben ja nur einen Bruchteil der Zuschriften vorlesen können. Ganz viele Leute, die on the road sind, die irgendwelche Roadtrips gemacht haben. Ein Pärchen, das, glaube ich, im Osten Kanadas unterwegs war. Leute an der Ostsee, die gezeltet haben und sich morgens darauf gefreut haben, die Folge zu hören. Das hat mich immer echt sehr gerührt, weil ich so dachte, das ist schön. Wenn das dann so zum täglichen Begleiter wird. Wir sind Micky Beisen jetzt zu Dank verpflichtet, der wirklich jeden Morgen eine Sendungskritik bei mir abgeliefert hat. Immer kurz bevor er seine Tochter, an der Sicherheitskorde durch den Eisbach getrieben hat in München. Das hat auch immer sehr geholfen. Überhaupt dieses ganze Feedback, das war wirklich ganz, ganz reizend von euch und wir hoffen, dass das natürlich sich in die regulären Folgen, die glaube ich am nächsten Donnerstag irgendwann schon weitergehen. Das ist nochmal eine gute Nachricht für uns alle. Ist das so? Ja, ich glaube, das ist so. Ich hörte davon. Ich dachte auch, dass wir jetzt erstmal Ruhe und Pause und ein bisschen Füße hochlegen haben, aber so ist es leider nicht. Muss ja gearbeitet werden. Hilft ja. Wir sollten uns auch noch ein bisschen von dem sentimentalen Abschiedsschmerz von diesem Podcast für morgen aufheben, weil wir noch eine Folge haben nach dem Finale. Aber ich möchte auch noch mal sagen, und das soll jetzt bitte kein Eigenlob sein. Ich war sehr gerührt, wie viele von euch geschrieben haben, ohne euch macht die WM nur halb so viel Spaß und dank euch habe ich wieder Spaß an der WM. Und das haben wir so oft gelesen. Am Anfang haben wir es gelesen, jeden Tag zwei, dreimal, es wurde immer mehr. Und ich danke jedem von euch, der uns bestärkt hat, dass dieser Podcast irgendwie auch okay war. Denn wir wussten, wie gesagt, nicht am Anfang, was es wird. Es war ein Experiment und es hat uns beiden voll Spaß gemacht und dem Vernehmen nach euch auch. Und das ist ein sehr schönes Gefühl. Und damit sollten wir aber jetzt auch ins Bett gehen. Ja, damit sollten wir jetzt ins Bett gehen. Jeder in seins. Der Arndt und der Philipp, die gehen jetzt ins Bett und freuen sich auf morgen, dann ist nämlich das Finale dran, Spanien gegen Argentinien. Ich habe keine Sympathie für keine von beiden Mannschaften, das ist doch auch schön. Gucken wir ganz offen, ergebnisoffen, gucken wir nach, weil wenn jetzt wirklich in dem Finale auch wieder komische Dinge passieren zugunsten von Argentinien, dann sind wir einer heißen Sache auf der Spur. Aber wir warten es mal ab. Macht's gut, ihr Lieben. Bis morgen. Nee, Quatsch, bis morgen ist ja Quatsch. Ist das morgen jetzt schon? Nein, das Finale ist heute, aber die Sendung ist ja morgen. Ich komme durcheinander. Mach's gut, ihr Lieben. Ciao. Du siehst auch abgespannt aus. Danke fürs Zuhören. Dankeschön. Dankeschön. Bitteschön, Patrick. Danke. Wir verdanken uns ganz herzlich bei uns. Ja, vielen Dank, meine Herren. Danke. Bitteschön. Dankeschön. Bitteschön. Vielen Dank, Oliver Kahn. Ja, danke auch für den Stress. Vielen herzlichen Dank dafür. Dankeschön. Vielen herzlichen Dank. Bitte sehr. Dankeschön. Ja, dankeschön. Bitteschön. Ja, dankeschön. Danke. Ich bitte Sie. Also, ja, ich danke Ihnen. Vielen herzlichen Dank. Danke, bitte. Bitte, danke. Ja, vielen Dank. Danke, Erik. Ja, vielen Dank. Danke, das genügt, sagen wir und mit uns die deutsche Mannschaft. Dankeschön, Dankeschön. Tschüss, geht zusammen. Ich habe heute schon gedankt. Ich komme mit der Dankfüllung, die noch im Dank ist nach Salzburg. Das war Zeigler und Köster, der Fußball-Podcast von Elffreunde. Ihr hörtet eine Produktion im Auftrag von RTL Plus. Unser Redakteur im Studio heißt Tim Pomerenke, Audioproduzentin und Sprecherin Henni Koch und am Mikrofon saßen bei Zeigler und Köster wenig überraschend Arndt Zeigler und Philipp Köster. Das hat Spaß gemacht!