Arndt! Philipp, wie geht es dir? Ich bin unendlich erleichtert, ich bin unendlich erleichtert, dass Spanien Weltmeister geworden ist. Nach diesem Spiel, wo es ungefähr 134 zu 0 Torschüsse gab, wo es eine Mannschaft gab, die irgendwie das Spiel gestalten wollte und eine andere, die nur zerstört hat. Ich wurde immer schlechter gelaunt, ich weiß nicht, wie es dir ging, aber ich wurde während dieser 120 Minuten immer schlechter gelaunt, weil ich dachte, das kann nicht so ausgehen, wie so viele Spiele vorher, dass Argentinien, obwohl sie hässlich spielen, am Ende doch noch gewinnen. Ich weiß nicht, ob dir aufgefallen ist, ich war ja bis vor drei Tagen der nette Junge von nebenan und seitdem ist aber irgendwie so eine Frustration und Wut in mir aufgestiegen über dieses ganze Turnier und heute ist das so zu so einem Höhepunkt, hat sich das hochsterilisiert. Ich bin heute den ganzen Abend immer wütender geworden, weil ich irgendwie gedacht habe, an diesem Fußballabend ist alles falsch. Alles, was an diesem Endspielabend, was wir sehen konnten, fühlte sich falsch und unecht und nicht authentisch und verlogen an. Da hast du einfach gesehen, das war so das Highlight dieser WM, wo so vieles falsch war. Und heute hast du so wie in einem Extrakt gesehen, genau das war dieses Turnier und genau so war es. Liebe Zuhörer, erleben Sie in den nächsten 130 Minuten, wie sich der Moraltheologe zum Chefidologen wandelt. In der letzten Folge unseres WM-Spezials von Zeigler und Köster. All das natürlich nach dem Intro. Football unites us all. Zeigler und Köster. Der Fußball-Podcast von Elf Freunde. Jetzt ist er wieder da. Der Tag danach. Das glaube ich nicht. Na, guck mal an. Und der Nachschuss. Und das Tor für Spanien. So, jetzt! Schuss, aus, vorbei. Spanien 1, Argentinien 0. Das Finale hat ein Ende nach Überlänge und das Finale hat einen verdienten Sieger. Und er heißt Spanien. Und hier greifen wir ja 120 Minuten vor und eigentlich sogar noch mehr als 120 Minuten, denn es gab vorher noch eine Eröffnungsfeier und eine Halbzeitshow, die angeblich nur 15 Minuten dauern sollte. Am Ende waren es aber 27 Minuten und 20 Sekunden, bis dann endlich wieder angepfiffen wurde. So viel Kulturloses passierte an diesem Abend. Aber wir beginnen mal ganz vorne. Es fand statt im Stadion, in New Jersey, in New York, das schon oft in der Kritik stand. Erst wegen der ganzen Anreisebedingungen. Es gab brasilianische Fans, die da ungefähr drei Nächte kampiert haben, bis sie dann endlich eine U-Bahn gekriegt haben. Und diesmal war es der Rasen, der sehr, sehr schnell in die Kritik geriet, weil er auch nicht ansatzweise, noch nicht mal Zweitliga-Bedingungen gerecht wurde. Er holperte, er war stumpf, war überhaupt nicht dafür geeignet, dass man Ball locker lief. Also es gab sehr viel Kritik erstmal an dem Austragungsort. Ja, wir hören die diesmal im Stadion, ins Stadion angereisten ZDF-Experten Christoph Kramer und Per Mertesacker zusammen mit Jochen Breyer. Die saßen ja bislang immer, also die beiden Experten im Studio und waren direkt am Spielfeldrand, konnten also den Rasen wirklich in den Augenschein nehmen und waren völlig entsetzt. Ihr beiden kamt hier rein, das kann ich kurz erzählen und ihr wart wirklich geschockt über den Zustand des Rasens. Also das habe ich, das hieß es ja immer, so etwas habe ich nicht kommen sehen, auf sowas habe ich noch gar nie gespielt, das ist wie eine Kegelbahn, wo du einen Teppich drauf legst, also das ist. Für Spanien und Argentinien, zwei Mannschaften, die sich auch mit dem Ball irgendwie definieren, vor allen Dingen für Spanien, ist das ein anderes Spiel, die haben beide noch nicht in diesem Stadion gespielt, also das ist ein anderes Fußballspiel auf dem Rasen, also wenn du den so ein bisschen. Anhebst du kannst du nicht mal raus rupfen weil das ist wie so ein teppich das ist wie so man gibt gar keine richtigen gras ist wie sonne in einem zwei stelle super hotel irgendwo in spanien ist das so ein so ein, wie ein kunstrasen also der rasen oder der kunstrasen auf dem wir jetzt stehen der ist besser als wer auf dem platz also, wir können das mal kurz zeigen wir haben hier natürlich so ein billo kunstrasen und die beiden haben gesagt dass darauf könnte man besser fußball spielen auf dem aber erklärt mir kurz wie kann das sein also hier liegt ja normalerweise ein Das ist ein Künstler. Der Kunstrasen für die NFL. Darauf ist Sand geschichtet. Und dann der Wieserasen. Wie kann der so schlecht sein? Es liegt nicht unbedingt am Untergrund, sondern am Rasen. Der ist gar nicht hoch. Der ist wie ein Teppich. Wie bei Wimbledon. Es ist ein krasser Unterschied. Wenn ein Ball drüber läuft und du rollst ihn über einen Rasen, dann rollt der Ball so. Und hier, der hoppelt. Also das ist schon... Das ist wie so zum ersten Mal wirklich auf einem wirklich harten Kunstrasen, wo man viel auch hängen bleibt. Welche Mannschaft kann sich am schnellsten darauf einstellen, wenn man hier versucht, der Ball hoppelt überhaupt? Also es wird ganz, ganz schwierig. Und es sah dann auch wirklich aus wie irgend so ein zweitklassiges Hallenturnier, also wie so ein ganz schlechter Kunstrasen. Du sahst auch, der war stumpf, der Ball holpert dir ganz komisch. Du sahst auch, dass beide Mannschaften sich total darauf einstellen mussten, ganz anders zu spielen, als die normalerweise gespielt hätten. Und dann ist es auch so gewesen, hast du auch erwähnt, hohe Überlegenheit der Spanier. Es war wirklich bis zum ersten, der erste Torschuss der Argentinier war in der 120. Minute. Bis dahin 20 zu 0 Torschüsse. Und der 20. Schuss, und wir hören jetzt nochmal Oliver Schmidt vom ZDF, den wir eingangs schon gehört haben, war das Siegtor. Jetzt erstmal wieder die Spanier wieder mit dem Kopf. Und der Nachstoß! Und das Tor für Spanien! Ferrer Torres! Ja! Das war das Sieg zu der Spanier und vielleicht gibt es ja den einen oder anderen, der unseren Podcast hört, noch nicht wusste, wie es ausgeht. Jetzt haben wir eben die Spannung genommen und jetzt spulen wir allerdings nochmal zurück zum Anfang dieses Spiels, beziehungsweise davor. Schon die Eröffnungsfeier im Stadion war peinlich, weil dann traten zunächst diverse Musik-Acts auf, unter anderem Post Malone und die sagen alle Playback. Und du merkst einfach, das ist Playback, die singen komplett neben der Spur und sich sowas zu leisten, dann gerade in einem Land, das sich ja so wahnsinnig viel rühmt, quasi perfektes Entertainment immer und überall zu bieten, war das eher reudig. Und wie gesagt, diese erste Halbzeit, du hast es ja schon gesagt, die war einfach nur von dominierenden Spaniern geprägt. Also eine Mannschaft, die irgendwie versuchte, dieses Abwehrballwerk der Argentinier zu überlisten. Das war allerdings insgesamt noch alles ein bisschen hilflos. Die Mannschaft suchte irgendwie nach genau dem richtigen Moment oder nach dem richtigen Maß an Risiko, um nicht möglicherweise den argentinischen Konter zu fahren. Aber man muss ja sagen, von Messi hat man in der ersten und in der zweiten Halbzeit überhaupt gar nichts gesehen. Der schlich ja nur lustlos über den Platz. Ja, bei ihm sprang auch der Funke nicht so richtig über, hatte man das Gefühl. Und bei Oliver Schmidt ist es so, den Kommentator, den wir schon erwähnt und gehört haben, bei dem ist es auch so, dass der deutlich darauf hingewiesen hat, dass schon allein beim Vorprogramm, du hast es zitiert und erwähnt, wie gesagt, Playback, es war auch so ein Einheitsrhythmus, es war auch nichts, was irgendwie mitgerissen hat. Es war aber wahrscheinlich wahnsinnig teuer. Und ich glaube, dass wahrscheinlich vier Milliarden Menschen zugeguckt haben, von denen 3,9 Milliarden Menschen gedacht haben, was ist das denn für ein Scheiß. Wie gesagt, der Funke ist nicht so richtig übergesprungen, fand auch Oliver Schmidt. Der Funke allerdings ist nicht so richtig übergesprungen hier im weiten Rund. Und du hast die erste Halbzeit auch schon ein bisschen zusammengefasst. Auch da hat Oliver Schmidt Folgendes zu bemängeln gehabt. Also bei der Pre-Show in diesem Finale, da ist der Funke nicht so richtig übergesprungen. Beim Finale selbst in diesen ersten 45 Minuten auch noch nicht so richtig. Und dann kam ja das Halbzeitprogramm. Und als es vorbei war, hat Oliver Schmidt konstatiert. Aber ähnlich wie... Vor dem Spiel, ähnlich wie die erste Hälfte selbst, auch die Finalshow lässt den Funke nicht so richtig überspringen. Ja, es ist ja wirklich schade, dass der Funke nicht übergesprungen ist. Wie gesagt, diese Halbzeit-Show war neu. Sie lehnt sich natürlich an, an die Halbzeit-Show beim Super Bowl, die immer, muss man sagen, sehr, sehr fein durchchoreografiert ist. Ich kann auch an Katy Perry erinnern. Ich glaube, 2015 oder 2016, die allerbeste Halbzeit-Show aller Zeiten, weit vor Coldplay und anderen. Und von Michael Jackson sogar. Diesmal war es ein buntes Potpourri. Ich sag's mal so, es gab ein paar schöne Sachen. Beispielsweise, dass die Muppets dabei waren. Und Ted Lasso und Coach Beard hatten einen Gastauftritt, allerdings auch nur wenige Minuten lang. Und ich muss sagen, wie Ronaldinho und der echte Ronaldo in ihren kreisbunden Trainingsanzügen in diesem Golfwagen vorgefahren wurden, als ging's zum Seniorengolf. Also das war das beste Paar seit Breitener Ricken 2013. Das hatte was, das hatte so einen leicht trashigen Faktor. Aber manche Sachen waren einfach auch nur fürchterlich peinlich. Erstens, dass die ersten drei Minuten offenbar vorproduziert waren, bis dann Madonna und Ronaldo, der echte Ronaldo und Ronaldinho dann ins Stadion gefahren kamen. Und wie gesagt, dass es 27 Minuten dauerte, also diese lange Unterbrechung ist ja auch respektlos gegenüber der Kultur des Fußballs, es bestand gar kein Grund, dieses amerikanische Show-Element im Fußball aufzupropfen und ich hoffe, dass sich Infantino wenigstens innerlich ein kleines bisschen dafür geschämt hat. Sag mal, fandst du auch, dass der echte Ronaldo ausgesehen hat wie so eine Lego-Figur? Der Kopf von so einer Lego-Figur, wo die Haare fehlen. Dieses eckige. Wo das Gesicht so gerade runtergeht. So saß er da, aber lächelnd am Auto. Er hatte auch oft mal eine gute Zeit. Und über Ronaldinho habe ich mich eigentlich auch gefreut. Aber es wirkte so wahllos und so unmotiviert und so uninspiriert alles. Es war so, als packt man irgendwie einfach ein paar Show-Acts. Ja, wir brauchen auch noch K-Pop, was machen wir noch? Ted Lasso ist gerade beliebt, neue Staffel läuft auch an, nehmen wir auch. Justin Bieber ist ohnehin einer der großen Namen und Madonna zieht auch immer noch, komm, die machen wir auch. Das war so echt alles zusammengequirlt und dann gesagt, das ist jetzt die große Halbzeitshow. Und ich glaube, gegen die ganzen Fans, die beim Superbowl die Halbzeitshow sehen, ist das ziemlich abgeschmiert, was wir da gestern Abend gesehen haben. Ja, das haben viele Leute im Stadion auch gesagt. Ich habe mit ein paar, die dort waren, kurz konferiert, die meinten, Stimmung ist auch überhaupt nicht übergeschwappt. Der Funke. Der Funke, genau. Und das liegt, glaube ich, auch ein bisschen daran, dass die Fans überhaupt nicht wussten, was jetzt als nächstes kommt. Also bei der Super Bowl Show ist es ja auch so, dass ein Interpret quasi der Hauptakt ist und quasi durch sein Werk so ein bisschen geleitet. Das war ja diesmal überhaupt nicht so. Du fandst Justin Bieber ganz gut mit seiner Klampfe. Ich weiß nicht, ich hab mich gefragt, ob so ein leicht melancholischer Unterton, ob das jetzt so richtig super war für die Halbzeit-Show? Genau, das fand ich gut. Es zielte nicht so auf die Zwölf und er hat offenbar auch live gesungen und er wurde von Ted Lasso und Kurt Spielert anmoderiert. Das war so ein kleiner Moment, wo du dachtest, ach guck, da guckst du jetzt mal kurz hin und Das war für mich so eine kleine Oase in dieser Halbzeitshow. Wie gesagt, du hast schon erzählt, 27 Minuten, 20 Sekunden hat es gedauert, vom Halbzeitpfiff bis zum Wiederanstoß. Ich glaube, da muss man auch kein aktiver Spieler sein, um sagen zu können, das war total scheiße. Also du spielst auf diesem katastrophalen Rasen, wo man ja auch nochmal sagen muss, um da nochmal kurz drauf zurückzukommen. Und du wirst jetzt gleich merken, wie ich in Rage rede. Das ist auch so ein Kennzeichen für diese ganze WM, dass du wirklich diese Drecks-FIFA hast, die auf alles achtet. Und darauf achtet, das Ganze auszupressen wie ein Schwamm und so viel Geld zu machen wie möglich, aber einen guten Endspielrasen für das größte Spiel der Welt, das kriegen sie nicht hin und das ist auch nicht so wichtig. Da machen sie irgendwas ... Und das ist auch egal, es ist nicht so schlimm, die sollen sich mal nicht so anstellen. Das Spiel litt, glaube ich, sehr darunter. Das Spiel litt dann auch sehr unter der Halbzeitpause und unter den zahlreichen Trinkpausen. Es war wirklich ein unglaublich zerstückeltes Spiel und du hattest dann am Ende das Gefühl, es war zwar mit Verlängerung, aber irgendwie hast du vier Stunden Fußball gesehen, aber eigentlich dauernd unterbrochen durch irgendwas. Und wir waren am Ende auch deswegen ganz schön erschöpft, weil es eigentlich die komplette Blaupause der ersten Halbzeit war, die sich in der zweiten Halbzeit nochmal gesteigert hat. Also wir können mal festhalten, dass das Spiel der Argentinien zu 90 Prozent aus Treterei, Motzerei, Provokationen, versteckten Tritten, Rudelbildung und Beschimpfungen bestand. Leo Messi ist überhaupt nicht zu sehen gewesen, war sein schwächtes Spiel bei diesem Turnier und der Rest der Mannschaft hat wirklich die ganze Zeit damit zugebracht, den Spanier in den Hacken zu treten, sich fallen zu lassen, melodramatisch und eigentlich dieses Spiel zu zerstören. Und ich habe wirklich gemerkt, obwohl ich vorher, ich hatte null Aktien bei den Spaniern und null Aktien bei den Argentinern, aber habe ich gedacht, wenn jetzt die Argentiner das Spiel auch noch gewinnen irgendwie und das war ja irgendwie fast so vorgezeichnet. Also die rennen an, die sparen ja 90 Minuten, 120 Minuten und dann haben sie den argentischen Keeper ordentlich warm geschossen und im Elfmeterschießen verlieren sie dann. Das wäre so eine normale Choreografie gewesen und hinterher hätten alle gesagt, ja der Leo Messi, was ist das für ein genialer Kopf. Also dass der da zum Schluss einfach nur noch stumpf in die Wäsche guckte, insbesondere so in der zweiten Halbzeit der Verlängerung, das hat mich fast ein bisschen gefreut, das hat mich fast ein bisschen gefreut, weil ich meine, er ist dann auch Teil einer Equipe, die einfach nur da war, um Fußball zu zerstören an dem Abend. Wir haben ein paar kritische Mails bekommen von Leuten, die gesagt haben, wir hätten Spanien zu schlecht gemacht in den letzten Tagen. Haben wir auch. Haben wir auch, haben wir auch. Also ich fand es so schlecht gemacht, haben wir es ja auch nicht. Aber man hat heute wirklich den deutlichen Unterschied gesehen zwischen einer fantastisch funktionierenden Mannschaft wie Spanien und Argentinien, wo ich mich selbst zitieren möchte und vor ein paar Tagen gesagt habe, das ist maximal ein WM-Dritter eigentlich Argentinien. Und heute hast du auch gesehen, dass das auch so ist. Das war keine Mannschaft, die verdient hatte, diese WM zu gewinnen am Ende. Und jetzt hast du eben schon Lionel Messi erwähnt und jetzt sag ich was, wofür wir wahrscheinlich auch böse Milch bekommen. Fandst du, dass der ein gutes und sympathisches Bild abgegeben hat während dieser WM? Weil ich fand, da war ganz viel dabei, wo du dachtest, die ein oder andere Schubserei, die Schiedsrichterbeeinflusserei, das Rumgezerre am Schiedsrichter, die rote Karte, die nicht geahndet worden ist. Also ich finde, er hat sportlich tolles Turnier gespielt mit seinen 39 Jahren. Über jeden Zweifel erhaben. Aber so rein, was die Außenwirkung anging und die Vorbildfunktion und die Sympathiewirkung, da war ganz viel Luft nach oben bei ihm. Ich muss ja leider sagen, das ist sicherlich jetzt vielleicht auch in dieser letzten Folge vielleicht noch nicht mal der richtige Platz. Dass ich mit Messi eh gar nichts anfangen kann außerhalb des Platzes. Innerhalb des Platzes ist er, glaube ich, der genialste Spieler der letzten 15, 20 Jahre. Da müssen wir gar nicht drüber reden. Aber es gibt kein einziges Zitat, was von dem überliefert ist, das irgendwie auch nur anlassweise wert wäre, notiert zu werden. Ich finde auch, dass er gerade was so Sportlichkeit, was Sportmanship angeht, nie ein ganz großes Vorbild war. Ich finde jetzt, in diesem Turnier wird natürlich dann oft so ein bisschen die Geschichte von hinten geschrieben. Also wenn der Weltmeister geworden wäre, wäre ja quasi die Heldenbildung abgeschlossen gewesen. Zweimal hintereinander Weltmeister, hat eine Mannschaft, die gar nicht so wahnsinnig gut ist, zum Titel geführt. So war es so, dass irgendwie seine Grenzen aufgezeigt wurden und plötzlich fällt auf, dass Argentinien sich durch dieses Turnier gewirkt hat, dass sie gegen die Cap Verde am Rande der Niederlage waren, dass sie im Halbfinale große Schwierigkeiten hatten und so weiter und so fort. Also es ist nicht das Turnier von Leo Messi gewesen, das muss man trotz allem sagen, trotz aller Heldenverehrung. Es ist eher das Turnier einer funktionierenden Mannschaft gewesen. Und da kommen wir jetzt mal ganz kurz zu den Spaniern, weil ja, möglicherweise haben wir auch hässlich über sie geredet oder haben möglicherweise doch ein bisschen bedauert, dass sie. Da kann ich mir auch an dich erinnern, da kann ich mir auch an dich erinnern, bloß damit dein doch sehr vager Weltmeister, ja, du meintest nicht so. Du erinnerst mich an Frank Rost, der bei uns ein Interview gegeben hat und immer gesagt, das habe ich nicht gesagt. Dann haben wir gesagt, wir haben es auf Bann, hat er gesagt, das habe ich nicht so gemeint. Und so bist du auch, mein Lieber. So bist du auch. Ich möchte mit dir aber jetzt nicht streiten in dieser letzten Folge, sondern einfach nur harmoniesüchtig feststellen, dass Spanien wirklich eine blitzsaubere Leistung geliefert hat und dass da dann prinzipiell, muss man leider auch sagen, die sympathischeren Spieler unterwegs waren. Und man hat sich natürlich auch schon ein bisschen vorgestellt, wie das so wird nach dem Spiel, wenn es tatsächlich Argentinien wird und diese Mannschaft ohnehin von allen, von den Schiedsrichtern zu diesem Sieg geschubst worden sind und dann Trump denen dann auch noch die Trophäe überreicht. Das wäre alles des Guten ein bisschen zu viel gewesen. In dieser Verlängerung war es dann ja tatsächlich so, dass Fernand Torres in der 106. getroffen hat. Da war dann, das dürfen wir auch nicht unterschlagen, Argentinien nur noch zu zehnt, weil Hernandez vom Platz geflogen war. Fernandes, nicht Hernandez. Und man auch dazu nochmal sagen muss, die hätten auch zu neunt oder zu acht dieses Spiel zu Ende führen können. Ja, Paredes. Ich sag nur Paredes. Der hätte nie im Leben durchspielen dürfen. Und auf der anderen Seite ist es so, wie gesagt, wir wollen jetzt auch nicht wieder mit den Verschwörungstheorien anfangen, aber auch dieses aberkannte Tor. Von Merino, das hätte man nicht unbedingt aberkennen müssen. Da war irgendwie ein ganz leichter Tritt auf den Fuß, den man erst bei der dritten Wiederholung gesehen hat. Ja, wenn du ganz spitz für dich sein willst, kannst du es abpfeifen, aber musste man nicht. Im Übrigen hat Oliver Schmidt bei dieser Szene einen wunderschönen Ausspruch getätigt, was die Rolle des Schiedsrichters bei diesem aberkannten Tor angeht. Vincic hat sofort gezögert, das konnte ich von hier oben sehen. Da muss ich auch mal sofort zögern, weil ich hätte die Situation auch nicht abgepfiffen. Also sie wurde sofort abgepfiffen vom Schiedsrichter, bei dem ich mir in der Beurteilung auch nicht so ganz sicher bin. Also einerseits, er hat, das hat ja Patrick Ittrich auch richtig gesagt, die Spielkontrolle nie verloren. Also er hat das immer im Griff gehabt, man hatte nie den Eindruck, jetzt gerät es komplett aus den Fugen. Obwohl, das muss man auch mal sagen, bei jeder Szene eine riesige Rudelbildung mit einer komplett aufspringenden argentinischen Bank. Oh, die Bank, ey. Das war so schlimm. Also wir wissen natürlich, es ist alles sehr, sehr eng da, weil es wie gesagt Footballstadien sind und nicht so viel Platz links und rechts neben der Außendinie ist. Aber dieses permanent aufgespringende, sofort eine Rudelbildung, alle empören sich, das kann doch wohl nicht wahr sein. Also ich sag mal, Christian Straßburger aufs Spiel, die Ersatzbank der Argentinien. Ach nein, man muss auch nicht so hässlich über den Kollegen. Lass ihn doch mal in Ruhe, Philipp. Das ist doch schon fast manisch bei dir, das ist ja peinlich. Also was ich nur sagen wollte ist, das war ohnehin nervig und das hat er ganz gut im Griff gehabt. Ich fand aber, dass er zwischendurch bei diesen Tretereien, bei dem Lamentieren, sterbenden Schwellen, die es da auf dem Spielfeld gab, ein bisschen zu inkonsequent war. Also wie gesagt, man hätte mindestens noch einen zweiten Argentinier von Platz schicken müssen. Also eine Eins mit Sternchen hat er sich dann auch nicht verdient. Aber es war eine saubere Leistung, würde ich mal sagen, vom Schiedsrichter. Ja, ja. Ich habe noch ganz viele Sachen, die um dieses Spiel herum echt wirklich auch meine schlechte Laune noch erhärtet haben. Das fing ja mal an mit der amerikanischen Nationalhymne. Also erstens, warum wurde die überhaupt gesungen? War das immer schon so, dass der Gastgeber noch seine Nationalhymne bekommen hat? Und dann ist die gesungen worden von einer Frau, die hat sich wirklich ganz, ganz viel Mühe gegeben. Und zwar hieß sie Jennifer Hudson. Und die macht dir den Anschalt, als wenn ihr vor einer gesagt habt, pass auf Jennifer, das muss nicht gut klingen, aber du wirst nach Oktaven bezahlt. Und mach eine riesen Leistungsschau draus, versuch deine Stimme zu quälen von ganz oben bis ganz unten, hau den Leuten die Töne um die Ohren. Wie gesagt, muss nicht klingen wie eine Nationalhymne, aber je mehr Töne rauskommen, umso mehr Honorar kriegst du. Das war ganz, ganz merkwürdig und übertrieben. Irgendeiner hat uns auch während des Spiels schon geschrieben, dass die Hymne klingt, als hätte sie Christian Straßburger gesungen. Was hast du denn immer mit Christian Straßburger, du und die Leser? Also ich verstehe das gar nicht. Noch mehrere andere Sachen. Ist dir aufgefallen, dass vor dem Anpfiff der Weltpokal in einem Louis Vuitton-Schrein steckte? Ja, nicht zum ersten Mal. Nicht zum ersten Mal. Ich weise darauf hin, dass das, glaube ich, 2018 und 2022 auch schon so ist. Ehrlich gesagt habe ich gedacht, Das ist ja quasi dieser ganze Kommerz nochmal ins Absurde gedreht. Ich finde ja ehrlich gesagt, diese Ringe, die die da bekommen haben, jetzt diese Siegerringe, die ja dann auch an die Footballringe und ich glaube Baseball gibt es das auch, angelehnt sind, das ist ja alles so wahnsinnig künstlicher, artifizieller und völlig übersteigerter Schwachsinn. Man war ja schon ganz froh, dass Trump hinterher bei der Siegerehrung nicht den Spaniern dann auch noch irgendwelche Umhänge umgeworfen hat. Dazu müssen wir gleich nochmal zur Siegerehrung auch nochmal kommen. Aber das muss man mal sagen, dass dieses ganze Environment, also alles, was da passiert ist, war wahnsinnig künstlich, wahnsinnig aufgesetzt und trotzdem hinterlässt es natürlich bei manchen Leuten trotzdem Eindruck. Also ich habe wirklich von vielen Leuten gehört, ach, die Halbzeit-Show, das war doch mal ganz nett. Einer schrieb bei mir, ja, da muss ich Kerner nicht so lange hören. Ist natürlich ein Argument, aber insgesamt fand ich, war es einfach zu viel. Es war einfach viel zu viel und irgendwie war dieses Finale genauso wie dieses Turnier insgesamt. Es war von allem zu viel. Ja, arbeiten wir uns mal chronologisch zur Siegerehrung vor. Zunächst mal, ich weiß nicht, ob dir das aufgefallen ist, was mich auch noch extrem abgenervt hat, ist, dass ich glaube zwei Sekunden nach dem Schluss für laute Disco-Musik gespielt wurde im Stadion. Also in den Jubel rein startete sofort der DJ mit Disco-Musik. Dann gab es einen, wie ich fand es, sehr schönen Moment, nämlich als so nach dem ersten kleinen Durchpusten dann laut im Stadion Eviva España gespielt wurde, als Hommage an den Weltmeister, wo ich dann auch dachte, oh, es ist eigentlich gut, dass Deutschland nicht Weltmeister geworden ist, sonst würde da jetzt der Zug hat keine Bremsen laufen statt Eviva España. Das wäre ein Problem geworden. Oder zehn nackte Friseusen, das hätte ich auch schon gefunden. Dann, um noch was Positives zu sagen über Lionel Messi, hat Christoph Kramer einen sehr guten Satz gesagt, der darauf hingewiesen wurde oder gefragt wurde, ob es denn so ist, dass Lamin Jamal, was ja viele sagen, der adäquate Nachfolger ist für Lionel Messi. Und dann hat Christoph Kramer gesagt, naja, wenn der jetzt 20 Jahre lang jedes Jahr 65 Scorer hat, dann ist er ungefähr da, wo Messi jetzt ist. Also da muss man nochmal sagen, das war heute wahrscheinlich sein letztes WM-Spiel, höchstwahrscheinlich. Und das ist schon eine Karriere, die wirst du nicht so schnell wieder erleben von irgendjemand anders. Übrigens, ich muss noch einmal ganz kurz sagen, was zur lauten Disco-Musik. Zwischendurch, ich glaube so nach 90 Minuten, wenn ich mich nicht komplett verhört habe, wurde ja nochmal gespielt Opus mit Life is Life. Ja, wurde. Und ich meine, das ist ja so, wie wenn Lemon Tree von Fool's Garden gespielt würde. Also Opus hatte da zwar noch ein paar andere Halb- bis Viertel-Hits, aber 85er, Life is Life ist halt ihr One-Hit-Wonder. Und ich manchmal denke hier, wenn du so Mitglied der Band Opus bist... Und dann ist es einfach so, dass bei diesem größten Sportereignis aller Zeiten einfach mal dein schimmliger Austro-Hit von 85 gespielt wird. Ich finde das total geil. Also da muss ich doch denken, was hast du noch gemacht? Das ist ja so ein bisschen wie Liquido mit Narkotik oder so. Das ist ja auch schon 30.000 Mal gecovert worden und bloß, weil sich irgendeiner mal diesen Riff ausgedacht hat. Also das hat mich ein bisschen gefreut. Opus aus Österreich mit Life is Life beim WM-Finale. Pass auf, dann tasten wir uns jetzt nochmal an die Rolle von Donald Trump heute hin. Denn es ist ja so, er hat ja in der Woche auch schon im Zusammenhang mit der WM auf einer langen Pressekonferenz neben Gianni Infantino gestanden. Wir wollen aber erst mal hören, weil das gut zusammenpasst, Tom Cruise hat ja vor dem Spiel noch gesprochen und hat eine sehr emotionale Rede gehalten über Volkerverständigung und über die drei Gastgeberländer, wo man sich auch gefragt hat, wo waren eigentlich die anderen beiden Gastgeberländer heute? Also die haben keinerlei Rolle mehr gespielt. Und Tom Cruise hat unter anderem das hier gesagt. More than 30 days ago, 48 nations began a journey. 48 Nationen, das kommt schon nie. Über alle Grenzen weg. Mexiko, Kanada, USA. Der Fußball gehört der ganzen Welt, das will er sagen. Ein Sport, der ohne Sprache auskommt. Ein Turnier, das die Welt vereint habe. Das wird aber leider dadurch etwas abgeschwächt und konterkariert, dass nur einen Tag vorher Donald Trump auf der angesprochenen Pressekonferenz das hier gesagt hat. Was wir tun müssen, ist, dass wir die USA wieder wählen müssen. Diesmal werden wir Mexiko und Kanada auslösen. Aber dann, was wir machen, ist, dass wir uns nehmen, aber wir wählen, wir wählen uns, aber wir wählen uns, aber wir wählen uns für den nächsten Mal, und das wird die Angst, die Angst und Angst aus der ganzen Welt. Aber Johnny hat auch eine andere Idee, er sagt wir können es tun. China? Dieses Statement ist ja für mich ein Zeichen für den unfassbaren Irrsinn, den Trump ja jeden Tag von sich gibt. Ich weiß gar nicht, wie das Verhältnis von gehaltvollen Äußerungen zu irgendwelchen Irrsinnsäußerungen ist, wo sich offenbar die Gedanken erst während des Redens gefertigt haben. Und ertritt natürlich alles das, was dieses Turnier sein sollte, Nämlich ein Zeichen der Zusammenarbeit auf dem nordamerikanischen Kontinent, der Völkerverständigung, auch der bilateralen Zusammenarbeit zwischen Kanada, Mexiko und den USA. Alles tritt da mit Füßen. Er ist einfach, das muss man sagen, eine so kapitale Arschgeige. Und gleichzeitig der Präsident des mächtigsten Staates oder eines der mächtigsten Staaten der Welt. Dass das so ist, ist nach wie vor einer der ganzen großen Skurrilitäten der Weltpolitik. Und man kann einfach nur froh sein, dass wenigstens zum Schluss nicht noch mit den Argentinern quasi so die Lieblingsmannschaft von Trump dann Präsident geworden ist. Aber er hat, das muss man auch mal sagen, im Paartanz mit Infantino diesem Fußball und diesem Turnier unendlich großen Schaden zugefügt. Und diesen Schaden wird man, glaube ich, nach dem Turnier viel deutlicher sehen als jetzt währenddessen, wo es noch große Schlagzeilen und spannende Spiele und den Goldpokal gibt. Ja, Philipp, du hast eben gesagt, dass Argentinier nicht Präsident geworden ist. Du meintest wahrscheinlich, dass sie nicht Weltmeister geworden sind, aber Präsident sind sie auch nicht geworden. Da bin ich auch sehr beruhigt. Es ist auch ganz schön spät, mein Lieber. Es ist ganz schön spät. Dankeschön, dass du mich korrigierst. Dankeschön. Nein, aber bei Donald Trump nochmal. Ich habe mich auch gefragt, als die ganzen Spanier dann alle ihre Medaille entgegengenommen haben. Überleg mal, du hast diesen größten Moment in der Karriere, dann läufst du 20 Meter. Das muss auch Spaß machen. Dann wird dein Name aufgerufen, du läufst diese 20 Meter und dann läufst du aber direkt Infantino und Trump in die Arme. Das stelle ich mir emotional schwierig vor. Ja, und Trump hat ja auch versucht, manche noch zu umarmen. Hinter ihm standen dann zumindest an diesem Platz dann auch nochmal die mexikanische Präsidentin und der kanadische. Premierminister, glaube ich, oder Präsident, auf jeden Fall die Würdenträger auch der beiden anderen großen Länder. Ansonsten ist es so, ich habe gar nicht gesehen, ob sich wieder die Vize-Weltmeister die Medaillen hinterher sofort von der... Nee, habe ich nicht gemacht. Ich glaube, man sah sogar Leo Messi mit tränenfeuchten Augen und hatte die Medaillen noch umgehängt. Das fände ich ja immerhin mal etwas stilvoller als früher. Ich hatte eigentlich auch die Befürchtung, dass sich alle kloppen, aber es waren nur ganz, ganz wenige, die sich dann hinterher dann nochmal so Infights geliefert haben auf dem Spielfeld. Und es sind natürlich immer Argentinier dabei, ich sage nur, unser armer Thorsten Frings, du erinnerst dich noch ans Viertelfinale bei der WM 2006, also der brave Thorsten, der brave Thorsten hat nicht im Halbfinale gegen Italien dabei sein, weswegen auch ausgeschieden sind und die Weltmeister geworden sind. Will nur sagen, es war eine teilweise dann wiederum würdelose Zeremonie hinterher. Lustig war, warum es vorher Lamin, Jamal, ich habe immer jetzt das ganze Turnier über uns, du hast mich nicht korrigiert, sondern Micky Beisenherz musst du mich korrigieren, dass es nicht Jamal heißt, sondern Jamal. Du hast es einfach durchgehen lassen. Dankeschön, Arndt. Ja. Aber Versprecher korrigieren. Will nur sagen, der hat gar nicht gejubelt. Der hat die ganze Zeit so genervt geschaut, wie so ein Teenie, den in seinem Autoscooter die Ohren langgezogen haben. Ich weiß gar nicht, was mit dem los war. Also der war, glaube ich, auch nicht so richtig zufrieden mit seiner Rolle beim Turnier. Vielleicht war er auch überwältigt von seinen Gefühlen. Und jetzt ist er schon, der ist ja ungefähr 14. Und jetzt ist er schon Weltmeister. Das ist ja auch schon eine Karriere, ne? Im Übrigen haben sie im ZDF gesagt, dass der seit der EM vor zwei Jahren fünf Zentimeter gewachsen ist. Das ist auch ein Funfact. Man muss sich mal vorstellen, du bist doch mitten im Wachstum und spielst schon solche Turniere, Ich habe auch das Gefühl gehabt, dass das Spiel einfach auch zu eindeutig war. Also es war ja wirklich bis zur ersten Torchance der Argentinier 20 zu 0 Schüsse. Also der 20. Schuss war das 1 zu 0. 20 zu 0 Schüsse bis zur 119. Minute. Und ich glaube, die Spanier, die waren einfach nur erleichtert, dass das nicht schief gegangen ist. Und deswegen der Jubel, der hätte größer sein können. Sie sind nicht durchgedreht vor Glück, sondern sie waren einfach völlig erleichtert, dass das nicht mehr daneben gegangen ist. Es gab noch ein paar heikte Situationen zu überstehen, gerade so in den letzten Minuten der Verlängerung. obwohl Argentinien mit einem Mann weniger gespielt hat, hat sich Spanien dann doch hinten reindrängen lassen. Man merkte die Nervosität, sie versuchten irgendwie den Ball zu halten. Nico Williams hat ja dann noch einen Ball vertändelt, hat dann sich auch noch ein leichtes Foul geliefert. Und ich habe mir gedacht, wenn das jetzt noch schief geht und möglicherweise Argentinien noch das 1-1 macht, dem Elfmeterschießen gewinnt, dann beginnt eine sehr, sehr schwere Zeit für Nico Williams. Aber es ist Gott sei Dank gut ausgegangen. Und dann gab es die Zeremonie. Leo Messi hat dann ja die Mannschaft angeführt, der Argentinier, die durch das Spalier der Spanier geleitet wurden. Und dann ihre Vizemeistermedaillen bekam. Und dann waren die Spanier dran. Die wurden ausgezeichnet, unter anderem. Bester Nachwuchsspieler, der beste Spieler des Turniers war dann Rodri. Der dann auch hinter den Pokal überreicht bekam. Und die dicke Orange kam dann auf dieses Podium und überreichte Rodri den Pokal. Trump wollte aber nicht wieder runtergehen. Du merkst es noch, dass Rodri eine herrische Geste macht. Jetzt geh mal bitte runter. Und ich glaube, Oliver Schmidt hat dann auch noch verkündet. Gefläht, gefläht hat er. Er hat gefläht. Bitte gib die Bühne frei. Bitte gib die Bühne frei. Und dann Infantino sah das kommen, dass Trump eigentlich auch noch den Pokal greifen will und eilte dann mit ganz, ganz schnellen Tippelschritten wie so ein Tausendfüßler raste er dann auf die Bühne und zog Trump beiseite. Und da begriff Trump erstmal, dass das jetzt nicht seine Bühne, sein Podium ist. Aber ich glaube auf dem allerersten Foto, wo der Konfettiregen in New Jersey über der spanischen Mannschaft herunterregnet, da ist Trump noch auf dem Bild und balt die Fäuste, als ob gerade YMCA gespielt wird. Er checkt es einfach nicht. Er ist so, glaube ich, also er ist die Reinkarnation jedes Narzissten, den es jemals auf dieser Welt gab. Es dreht sich alles nur um ihn. Der Planet Trump ist ohne Sonne verfügbar, dreht sich einfach nur um sich selbst. Das ist schon irgendwie, ja, also einfach alles so hochnotpeinlich und trotzdem machen es alle mit. Ich habe noch einen Screenshot gemacht, den können wir mal posten in unserem Insta-Account, von dem Moment, wo er dann wirklich auf der Bühne steht, bräsig, wie man hier bei uns im Norden sagen würde. Und glaube ich gedacht hat, ey, die wollen gerne, total gerne, dass ich mit drauf bin auf diesem Foto. Und das ist umso erstaunlicher, weil als er mit Gianni Infantino das Stadion Innere betreten hat, sind sie gellend ausgefiffen worden. Den Moment hören wir hier mal ganz kurz. Und da sind sie also unter dem Pfiffen, des Publikums und unter den Buhrufen der Zuschauer. Donald Trump und Johnny Infantino. Und diese Pfiffe, die hatte sich Trump wirklich verdient. Ich glaube, er ist völlig zu Recht und zur Sicherheit auch nicht im Stadion aufgetaucht bis zu diesem Finale. Er war sich ziemlich sicher, dass die US-Boys relativ früh ausscheiden würden. Den Gefallen haben sie ihm dann ja auch getan, gerade nachdem er noch einmal interveniert hatte. Und obwohl er nicht im Stadion war, war er ständig präsent, glaube ich auch als Angstfigur, weil alle dachten, um Gottes Willen, hoffentlich mischte er sich jetzt nicht schon wieder ein. Er hat sich dann auf die aller ungünstigste Art und Weise eingemischt in der Ballagun-Affäre. Da sagte ich ja eben schon, das wird auf jeden Fall nachheilen. Also diese politischen Implikationen, dass Staatschefs einfach anrufen können, dass Infantino auch dann gleich den Buckel gemacht hat. Es ist natürlich ganz spannend, wie jetzt so der Nachhall dieser Weltmeisterschaft sein wird, was so bleiben wird. Wird ein paar große Momente geben gleichzeitig. Ich habe aber auch gemerkt, und ich weiß nicht, wie dir das ging, Arndt, dass in den letzten zehn Tagen so die Grundspannung auch wirklich nachgelassen hatte. Also ich glaube, wenn das Turnier eine Woche kürzer gewesen wäre, dann wäre es leichter gewesen, also diese Grundspannung im Körper, dass man denkt, ja, es ist WM und ich freue mich drauf, aufrechtzuerhalten, das wäre leichter gewesen. Es waren ja auch über fünf Wochen, also es waren wirklich fast sechs Wochen gefühlt. Das ist einfach wirklich eine zu lange Zeit, wenn du überlegst, mehr als einen Monat, das ist ja eine halbe Jahreszeit, so ungefähr. Es hat es am Schluss wirklich einfach auch nicht mehr gut getan, dass die ausgerechnet die wichtigsten Spiele zu einer Zeit kamen, als man schon so ein bisschen ermattet war von all dem, dass dann wirklich auch ausgerechnet... In diese wichtige Phase der WM, in die Phase, wo die besten Mannschaften übrig sind und wo die Spiele spannender werden, kam dann dieses Ballogun-Ding als totaler Downer. Das ist alles dann so ein bisschen emotional in sich zusammengefallen. Und das hat, glaube ich, dem ganzen Turnier und der Wirkung, die so nachhalt, nicht gut getan. Weil ich glaube, wir dachten ja beide eigentlich so in den ersten zwei Wochen, eigentlich sportlich kann es ein ganz interessantes Turnier werden. Am Ende ist es so, es steht jetzt eigentlich kein Deut besser da als die WM in Katar, gefühlt. Also es ist eigentlich eine sehr ähnliche Wirkung, die von diesem Turnier im Nachhinein ausgegangen ist. Ja, das stimmt total. Die Älteren mögen sich erinnern, das Turnier hat im Winter begonnen und jetzt geht es fast im Herbst zu Ende. Also es war unendlich lange und es hat, glaube ich, unter alle Kräfte sehr gefordert. Wir sitzen jetzt natürlich tatsächlich an der allerletzten Folge und wir müssen mal kurz zwischendurch mal erwähnen, dass es eine besondere Folge ist. Nicht nur, weil unsere lange WM-Reise heute zu Ende geht und wir euch quasi in die Sommerpause entlassen, bis wir dann am Donnerstag schon wieder da sind mit der nächsten Folge. Es ist außerdem eine Jubiläumsfolge, lieber Arndt. Ja, die 250. Es ist die 36. Folge während dieser WM, die wir durchgezogen haben und 250 Folgen Cycler und Köster. Manche Leute sind etwas irritiert und haben gesagt, es sind doch schon 253, aber was wir nicht mitgezählt haben, sind Trailer, kurze Trailer, die aber in eurer Podcast-Plattform mitgezählt werden. Also an reinen Podcast-Folgen sind es wirklich 250 Stück. Und einerseits sind das viele, aber andererseits ist es auch so, als wäre es gestern gewesen, dass wir zusammen angefangen haben. An für zwei Freunde hieß die erste Folge. Und man muss auch sagen, hört euch die einfach nicht an. Es ist wirklich so, leider Gottes, es müsste eigentlich so sein, dass man eine Vorpremiere, eine Vor-Vor-Premiere und eine Vor-Vor-Vor-Vor-Vor-Premiere hat und dann möglicherweise sich irgendwann auf den Sender traut. Wir reden uns quasi, glaube ich, respektvoll nie gegenseitig über den Haufen. Es gab ganz, ganz viele Selbstverständlichkeiten noch nicht. Insofern hört mal so ab der 10. 15. Folge rein, ab da wird es unterhaltsam. Wir freuen uns jedenfalls, dass ihr uns alle seit 250 Folgen die Treue haltet. Ich will jetzt auch nicht so unangenehm rührselig werden, da waren wir ja gestern schon so, Dank euch allen, ihr seid so wertvoll und so evangelischer Kirchentag, aber ein bisschen danken müssen wir trotzdem. Aber wir haben vor allem auch nicht nur 250 Folgen, sondern wir haben auch mit der heutigen Folge 2 Millionen Zugriffe. Die Schallmauer haben wir gerissen. Das auch noch. Nur während der WM, muss man sagen. 2 Millionen nur wegen der WM. Und das hat alle unsere Erwartungen übertroffen, muss man sagen. Wir haben gedacht, ein paar mögen Zuhörer, ein paar Schichtarbeiter, Kinder, Leute, die nichts vorhaben, aber stattdessen waren es wirklich ganz, ganz viele Leute aus der ganzen Welt, die zugehört haben. Und dafür bedanken wir uns ganz herzlich. Es hat wirklich, muss ich sagen, uns viel mehr Spaß gemacht, als wir vorher befürchtet haben. Es war auch viel anstrengender, als wir dachten, muss ich auch ganz ehrlich sagen. Und wir haben viel mehr Lob bekommen, als wir uns jemals hätten träumen lassen. Das ist sehr, sehr schön. Wir haben auch, glaube ich, Philipp, sind wir uns einig, schon beschlossen, den Abspann behalten wir bei, auch bei den normalen Folgen, die am Donnerstag schon weitergehen. Und ich habe noch einen kleinen Service, und zwar haben ganz viele Leute von euch gefragt, wer alles im Abspann eigentlich zu hören ist. Und ich habe nicht alle Namen zusammenbekommen, aber man hört unter anderem Jessica Kastrup, Michi Leopold, Patrick Wasserzieher, Dieter Nickles, Stefan Schiffner, Thomas Herrmann, Günter Koch, Sebastian Hellmann, Monika Lierhaus, Angela Merkel, Oliver Kahn, Hansi Küpper, Kalle Rummenigge, Franz Beckenbauer, Uli Hoeneß, Jogi Löw, Herbert Zimmermann und Lothar Matthäus. Und die hört man dann schon das nächste Mal wieder bei unserer nächsten regulären Folge. Das ist diesen Donnerstag, ne? Arndt, ich glaube, dass du diese Namen einfach gewürfelt hast. Die hast du aus deinem großen Afif einfach gewürfelt. Du hast mal auf A und auf B und auf C gezeigt. Ich habe viele Leute, die du gerade genannt hast, vorher noch nie gehört in diesem Danke-Epos. Aber viele Leute hat es sehr gefreut, dass wir so wahnsinnig waren. Und wir können jetzt nicht aufhören ohne einmal noch, möchte ich mal sagen, mein allerliebstes Ritual. Jürgen Klopp, wie steht es mit dem DFB? Wir müssen wenigstens eine Minute mal drüber sprechen. Ja, bitte, bitte, bitte. Denn. Arndt, Arndt, du musst nicht klingen wie beim Zahnarzt, wenn es eine ganz leichte Wurzelbehandlung gibt. Pass mal auf. Also ich will es einfach nur sagen, ich habe ja in den letzten Tagen, ich möchte zugeben, ich habe sehr, sehr häufig behauptet, es gäbe eine Einigung, wo es noch keine gab. Ich habe gelogen. Ich habe gelogen, einfach um dich auch bei Laune zu halten. Jetzt gibt es aber pünktlich zum WM-Schluss eine Einigung. Und ich bin mir sicher, dass das die bewegendste Krönungsmesse seit Napoleon 1804 wird. Ich glaube, es wird ein großer Moment, nämlich am nächsten Freitag soll Klopp, beim DFB vorgestellt werden. Ich stelle mir das irgendwie vor. Dass die Menschen auf der Straße innehalten werden und die Glocken werden läuten und die Vögel werden aufhören zu singen und Alfred Draxler und Walter im Straten werden sich ergriffen bekreuzigen und vielleicht kriegt auch Bernd Neuendorf, der DFB-Präsident, einen Bielefelder und vielleicht hängt sich auch Oliver Minzler selber das Bundesverdienstkreuz um. Und vielleicht steigt auch weißer Rauch über dem DFB-Campus auf den Kloppo, wird in der DFB-Zentrale zum Bundestrainer gekrönt. Und ich stelle mir das dann doch irgendwie wirklich vor, als ob das dann so eine Intronisierung ist. Vielleicht bekommt er einen Hermelin-Mantel umgehängt und vielleicht kniet Rudi Völler vor ihm. Ich weiß es nicht. Auf jeden Fall, es ist so, dass er ein neuer Bundestrainer wird, bekommt ein bisschen mehr als Julian Nagelsmann. Und ich möchte ja zwischendurch nochmal darauf hinweisen, es wurden ja die Kritiker verspottet, auch von dir, die davor gewarnt haben, dass Klopp weiter in irgendeiner Form für RB tätig sein würde. Und es ist ja jetzt dann zwischendurch das Narrativ gewesen, das sei nie angedacht gewesen. Aber nach meinen Informationen ist das falsch. Es ist sehr wohl über Klopp als, Werbefigur und als RB-Berater nachgedacht worden. Aber das öffentliche Echo, der öffentliche Kritik auf diese Planspiele war so verheerend, dass man es am Ende lieber sein gelassen hat. Also du, also quasi du Also ich, pass auf Aber dass RB von sich aus und von Anfang an generös auf Klopp verzichtet hat, das sind hier Schichtschnausen Paulanagarden, lieber Arndt. Punkt, Komma-Strich. Das wollten wir mal kurz gesagt haben. Es wird dann also wahrscheinlich am Freitag ein feierliches Foto geben im Hermann-Dien-Mantel und an der Seite wird Donald Trump zu sehen sein, der wahrscheinlich sich nicht nehmen lassen wird, da auch irgendwie aufs Foto mit drauf zu kommen. Wir wollen heute etwas melancholisch-emotional enden, weil es wirklich ein interessantes Kapitel für uns war und weil es heute zu Ende ist, das WM-Kapitel. Wie gesagt, gleich Donnerstag geht es weiter, also allzu lange gibt es keinen Entzug. Aber ich habe mir schon am Anfang der WM vorgenommen, was eigentlich das Schluss sein muss des letzten Beitrags. Und zwar einer meiner Lieblingsparts aus dem ohnehin ja tollen Film Feverpitch von De Cornby. Und zwar hört man da den Protagonisten am Schluss sinieren, warum wir eigentlich diesen ganzen Kram mitmachen, was das Tolle ist am Fußball, was der Fußball psychologisch mit uns macht, emotional mit uns macht. Und ich glaube, das passt jetzt hier total gut hin. Und bevor ihr das jetzt hört, sagen wir beide schon mal Tschüss und hoffen, dass es euch so wahnsinnig viel Spaß gemacht hat wie uns und wir hören uns nächsten Donnerstag. Bis dahin, bleibt gesund und munter, liebe Kinder, liebe Schichtarbeiter, lieber Arndt, macht's gut ihr Lieben. Danke euch. Hier sind Worte von Nick Hornby. Fußball hat zu viel für mich bedeutet und ich habe zu viele Sachen damit in Verbindung gebracht. Nach einer Weile geht das in deinem Kopf alles durcheinander. Es ist dir nicht klar, ob das Leben scheiße ist, weil Arsenal scheiße ist oder andersrum. Ich bin zu viel zu vielen Spielen gegangen, habe zu viel Geld ausgegeben, habe über Arsenal geschimpft, wenn ich eigentlich über etwas anderes hätte schimpfen sollen. Ich habe von den Menschen, die ich liebe, zu viel verlangt. Gut, das nehme ich alles auf meine Kappe. Aber vielleicht ist das auch etwas, das man nicht versteht, wenn man nicht dazu gehört. Stell dir vor, noch drei Minuten und es steht 2 zu 1 in einem Halbfinale. Man sieht sich um, sieht in die tausend Gesichter um einen herum, die alle verzerrt von Angst und Hoffnung und Sorge sind. Aus ihren Köpfen ist alles andere verschwunden, jeder wirkt verloren. Dann schrillt die Pfeife und alle sind begeistert. Und nur für diese paar Minuten bist du der Mittelpunkt der Welt. Und die Tatsache, dass du dabei bist, dass der Krach, den du gemacht hast, ein so wichtiger Teil des Ganzen war, das macht es so besonders. Du warst genauso wichtig wie die Spieler auf dem Platz und wenn du nicht da gewesen wärst, wer hätte sich dann überhaupt wirklich um Fußball gekümmert? Das Tollste ist, dass genau das immer und immer wieder passiert. Es gibt immer eine nächste Saison. Wenn sie das Meisterschaftsfinale im Mai verlieren, tja, dann freuen wir uns eben auf die dritte Pokalrunde im Januar. Was ist daran so schlimm? Wenn man darüber nachdenkt, ist es eigentlich ganz beruhigend. Ab und zu allerdings, nicht sehr häufig, aber es passiert, erhascht man einen Blick auf eine Welt, die nicht auf diese Art funktioniert. Eine Welt, die nicht im Mai endet und im August wieder anfängt. Es gibt ein paar Dinge, die einfach niemals wiederkommen und es gibt welche, die einfach nicht gehen wollen. Und es gibt Dinge, die man nicht einfach ignorieren kann, auch wenn man es wollte. Dankeschön. Dankeschön. Bitteschön, Fertig. Danke. Wir bedanken uns ganz herzlich bei uns. Ja, vielen Dank, meine Herren. Danke. Bitte schön, danke schön. Vielen Dank, Oliver Kahn. Ja, danke auch für den Stress. Vielen herzlichen Dank dafür. Dankeschön, vielen herzlichen Dank. Bitte sehr. Dankeschön. Ja, danke schön. Bitte schön. Ja, danke schön, danke. Ich bitte Sie. Also, ja, ich danke Ihnen. Vielen herzlichen Dank. Danke, bitte. Bitte, danke. Ja, vielen Dank. Danke, Erik. Ja, vielen Dank, Jens. Danke, das genügt, sagen wir und mit uns die deutsche Mannschaft. Danke schön, danke schön, tschüss, geht zusammen. Ich habe heute schon gedankt. Ich komme mit der Dankfüllung, die noch im Dank ist, nach Salzburg. Das war Zeigler und Köster, der Fußball-Podcast von Elf Freunde. Ihr hörtet eine Produktion im Auftrag von RTL+. Unser Redakteur im Studio heißt Tim Pomerenke, Audioproduzentin und Sprecherin Henni Koch. Und am Mikrofon saßen bei Zeigler und Köster, wenig überraschend, Arndt Zeigler und Philipp Köster. Das hat Spaß gemacht!