Arndt! Philipp! Philipp! So, so muss das anfangen. Warum bist du so heiser? Ich weiß es nicht, ich weiß es nicht. Das ist die Vorfreude. Jetzt geht es los mit Pflichtspielen. Wir haben ein Pokalwochenende vor uns. Wir sehen uns sogar an diesem Wochenende. Bin ganz aufgeregt. Ja, wir sehen uns. Wir können schon mal in den Maschinenraum gucken, denn wir werden uns das großartige Spiel am Millentor angucken. Dann denkt man, oh, St. Pauli, allerbeste Stimmung. Aber es ist nur der Lüneburger, SKFC SC gegen deinen Lieblingsflug Werder Bremen. Ja, so ist es. Aber spontan werden wir uns zusammenfinden. Ich freue mich total drauf. Ich weiß natürlich nicht genau, gegen Fünftligisten wird aus Werder Sicht hoffentlich nichts schief gehen. Aber du bist natürlich mein Seuchenvogel, weil wann immer ich mit dir ein Pokalspiel geguckt habe, ging das ganz schlecht aus für mich. Und weißt du, was schön ist? Dass dein Kumpel, der aussieht wie der holländische Sänger und Entertainer und Weinkinder, Dries Rölwig, ist auch dabei. Ja, wir werden alle in trauter Runde zusammensitzen. Aber wir werden das nicht schaffen, ohne vorher noch einen Vorspann gehört haben und eine Folge aufgenommen zu haben. Das machen wir einfach jetzt. Also es ist alles vorbereitet jetzt. Vielen Dank. Und nach dem Intro starten wir gleich rein in die erste DFB-Pokal-Hauptrunde, die ja die allerschönste Runde überhaupt ist. Denn da hast du dann noch Oberligisten, Regionalligisten, die das Bein nachziehen. Schön wäre noch, wenn Rolf Töpperwin noch im Dienst wäre und sich auf den Bierkasten stellen würde und in der Kabine des Oberligisten nachfilmen würde, wie der Trainer die Mannschaft heiß macht, die natürlich sonst nur aus Elektroinstallateuren und Malern und Anstreichern besteht. Das alles nicht, aber es gibt sehr, sehr viele reizvolle Partien. Immer auch irgendwie noch jemand, der noch bis 14 Uhr in der Ausländer-Nachtschicht gekommen ist und als Fliesenleger noch schwer geschuftet hat die Nacht vorher. Und jetzt steht er am Tor bei St. Tönnies. St. Tönnies spielt gegen Eintracht Frankfurt. Da wolltest du dich dringend überreden. Das ist so Game to Watch. Ja, St. Tönnies. Man könnte jetzt natürlich denken, das ist die Betriebsmannschaft der Fleischbetriebe Tönnies in Reda-Wiedenbrück. 80% der Spieler sind rumänische Mindestlöhner, die vor Anpfiff noch Antibiotika aus der Schweinemast verabreicht bekommen. Nee, Quatsch. Das ist aus Tönnies-Force. Das ist, glaube ich, eine Stadt im Kreis Viersen am Niederrhein. An der holländischen Grenze, glaube ich. Und die eröffnen den großen Reigen gegen Eintracht Frankfurt. Wir haben noch ein paar andere Partien, von denen man auch denken könnte, da könnte es zu Überraschungen kommen. Unter anderem habe ich mir aufgeschrieben, die SG Sonnenhof Groß Asbach gegen Amina Bielefeld. Mein Lieblingsverein. Irgendwie habe ich ein sehr, sehr schlechtes Gefühl. Das ist ja der Andrea Berg-Klub aus dem Süden. Irgendwie habe ich das Gefühl, die sind aufgestiegen in der dritte Liga und Euphorie links und Amina ein bisschen Schwierigkeiten, holpriger Saisonstadt. Es könnte schief gehen. Es könnte leider schief gehen. Die Boulevardzeitungen machen immer die Spiele mit Stolperpotenzial auf, wo Große stolpern könnten. Wir haben ja auch ein paar tolle Spiele im Waldhof Mannheim gegen Kaiserslautern ist schon diesen Freitag. Da brennt natürlich wieder die Luft. Ja, und wir erinnern uns wieder, das mache ich in jeder Folge, in der entweder Mannheim oder Karlsruhe oder der 1. FC Kaiserslautern erwähnt wird, erwähne ich Karl-Heinz Bührer, den Mais-Karsten-Mannheimer, der immer als Bührersau beschimpft wurde auf dem Kaiserslautern der Betzenberg. Ich möchte mal sagen, das ist für mich Fußball-Romantik pur, wenn ich an Karl-Heinz Bührer denke und die Anfeindungen, die er genießen musste auf dem Betzenberg. Ansonsten gibt es auch so ein paar Spiele, wo man nicht so genau weiß, ob das knifflig wird. SSV Jedelow gegen Heidenheim zum Beispiel. Heidenheim abgestiegen, auch ein bisschen Schwierigkeiten. Und auf der offiziellen DFB-Seite wird der SV Jedelow 2 als SV Jedelow abgefeiert. Und da sage ich wieder mal als alter Fußballkenner, toll, dass sie jetzt mit der ersten Mannschaft spielen. Ja, die ist bestimmt viel besser als Jedelow 2. Die zweite Mannschaft. Die spielen ja sonst immer mit der zweiten Mannschaft. Was für ein Phänomen. Habe ich auch nie verstanden. Wir reden jetzt noch zwei Minuten weiter, bis die Leute schon an der Tastatur sitzen. Und dann lassen wir durchblicken, dass wir in Wirklichkeit wissen, dass der Ort Jedelow 2 heißt. Echt? Also Jedelow 2, echt irre. Ein Phänomen. Der zweiten Mannschaft. Hut ab, aber das habe ich immer gar nicht verstanden, warum man dann nicht echt die erste Garnitur und den ersten Sturm aufs Eis schickt. Ich verstehe es nicht. Dürfen die die erste Mannschaft dann gar nicht schicken oder dürften die Spieler aus der ersten nehmen? Ansonsten habe ich noch so ein paar Partien, wo ich glaube, dass es eine klare Partie wird. SV Hemelingen gegen Hannover 96. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Hannover 96 nach zwei Pleiten zum Saisonstadion an einem DFB-Pokal in Schwierigkeiten gehört. Obwohl, das ist genau so eine Partie, wo hinter schon der Trainer wackelt, wo alle sagen, die Mannschaft muss sich am Riemen reißen. Dann sagt der Kapitän, ja, da kann man dem Trainer keinen Vorwurf machen, wir stehen ja auf dem Platz, wir hätten das regeln müssen. Werder Bremen ist zwischendurch auch mal so ein Kandidat gewesen für solche Stolpereien, aber das war dann eher auf so Dorfsportplätzen, wo dann irgendwie noch knietiefe Schlaglöcher im Rasen waren und so. Also ich glaube, am Millern-Tor wird es nicht so schwierig. Ja. Aber das ist ein fünftiges, also bei allem Respekt, da darf es wirklich kein Problem geben. Wir sind ausgeschieden auswärts gegen Osnabrück, als sie noch drittlässig waren oder auswärts gegen Münster oder auch auswärts in Heidenheim. Wir sind auch, glaube ich, mal gegen... Ich verwechsel mal, Wormatia Worms und FK Pirmasens, da sind wir auch irgendwann mal ausgeschieden. Also wir sind zeitlang gefühlt jedes Jahr, waren wir so eine Art frei los. Das ist hoffentlich dieses Jahr anders. Aber wir haben uns ja mal eben, bevor die Aufnahme lief, schon mal ein paar Spiele angeguckt, wo wir auch gedacht haben, das ist echt fies, Stuttgart in Rostock zum Beispiel. Oder wir müssen gleich mal über die Hertha reden, du bist ja dicht dran bei der Hertha, wo es ja vor zwei Wochen schon abgesenkt gab, der Verein fällt total auseinander, die Mannschaft ist gar nicht mehr da, überhaupt niemand mehr da, jetzt starten die super in die zweite Liga und spielen aber in Saarbrücken, das ist auch nicht angenehm. Wobei die Hertha, glaube ich, so in den letzten Monaten, Jahren fast auswärts immer ein bisschen besser ausgesehen hat als daheim. Und es ist, wie gesagt, eine kleine Euphorie ausgebrochen, weil ja wirklich alle gedacht haben, der große Abgesang, wir haben wirklich ganz, ganz viele Spieler verkauft. Jetzt ist auch noch Marten Winkler abgehauen, einer, der auch am letzten Wochenende gegen Heidenheim noch ein Tor gemacht hat und eines vorbereitet hat. Insofern, glaube ich, ist die Besorgnis noch nicht so ganz gewichen. Ich glaube, in Saarbrücken auch immer unangenehm zu spielen, aber das ist gerade so eine unkaputtbare Truppe. Ich glaube, die freuen sich einfach wahnsinnig, dass es gut läuft. Und der Trainer, der ja sonst immer ein bisschen unter Druck stand, dass er ein Star-Ensemble irgendwie in den Griff kriegen soll, ist jetzt plötzlich so der Talenteentwickler. Und irgendwie hat man das Gefühl, da bist du eben noch Fußballlehrer und jetzt bist du plötzlich so ein Grundschulpädagoge, der irgendwie so eine Rasselbande ein kleines bisschen zur Raison bringen soll. Ich glaube, das gefällt ihm ganz gut. Irre ist auch das Spiel Dritte Liga gegen Bundesliga. Wenn du jetzt in einer Zeitmaschine gesessen hättest, vor 20 Jahren, man hätte dir gesagt, Duisburg gegen Elversberg, Dritte Liga gegen Bundesliga, aber Elversberg ist die Bundesliga. Früher wäre das eine sehr seltsame Vorstellung gewesen. Ja, und Mario Barca hat ja auch jetzt in seiner viel beachteten Saisonvorschau gesagt, dass er Elversberg durchaus den Klassenerhalt zutraut. Fand ich durchaus erstaunlich, die Expertise, weil er gleichzeitig gesagt hat, also Paderborn, die haben gar keine Chance. Ich glaube ja ohnehin, dass die einfach beide... Sang- und klanglos wieder runtergehen. Aber das ist schon umgedrehte Verhältnisse. Und es ist, das muss ich auch mal sagen, es ist der Terror des Westens und Südwestens. Die Theorie hatte ich doch schon mal ohnehin, dass es wahnsinnig viele nervige Mannschaften aus dem Südwesten gibt. Hoffenheim und Heidenheim, Freiburg und Mainz auch noch. Und dann noch Elbersberg. Wir haben wahnsinnig viele Mannschaften, von denen es immer heißt, da wird gute Arbeit geleistet. Von denen ich aber auch nicht sagen würde, dass da jetzt unbedingt mein Herz ein bisschen heftiger schlägt. Ich weiß es nicht. Aber auf jeden Fall spannende Partie und mit Stolpergefahr. Was auch nicht Spaß macht, ist, glaube ich, als Holstein Kiel an die Grünwalder Straße zu fahren und bei München 60 zu spielen am Samstagabend. Also ganz ehrlich, da würde ich jetzt auch als Toto-Tipper nicht unbedingt sagen, da setze ich jetzt mal eine Doppelhaushälfte drauf. Union Berlin muss nach Braunschweig, das ist auch nicht so das Los, was man sich als Bundesligist erhofft auswärts. Was könnte er noch? Düsseldorf gegen Freiburg. Düsseldorf gegen Freiburg ist doch schön. Ja, aber ich glaube, Düsseldorf hat große Schwierigkeiten. Düsseldorf muss sich erst mal, Modewort, akklimatisieren. Jetzt noch ein kleiner Test. Wo ist die Mannschaft des VfB 1921 Krischow, die gegen Mainz 05 spielen? Mal einfach getippt. Was glaubst du, wo ist das? Krischow ist in der Nähe von, gegen die habe ich einen Sohn gespielt in der Oberliga Nordost, gegen Krischow. Naja, gut. So, jetzt guckst du schön dumm da, ne? Da guckst du schön dumm aus der Wäsche. Hinterher ist das Gehäule groß. 550 Menschen in Krischow, kleines Dorf, aus Brandenburg. Und es gab viele Verlautbarungen in der örtlichen Presse, dass das das Größte, was dieser Klub jemals erlebt hat. Und wahrscheinlich dann so ein 0 zu 11 oder so. Wo du schon so nach 20 Minuten, du denkst, du haust sie weg und machst sie vorher noch ein bisschen Angst und Bange und trittst gegen die Kabinentür und dann liegst du nach 20 Minuten 0 zu 5 hinten. Kann natürlich auch alles passieren. Wobei wir aber noch ganz kurz sagen müssen, dass der DFB-Pokal nicht der Aufgalopp in die Saison ist. Das gab es bereits in der zweiten Liga. Und ich weiß nicht, dich mag das ja nicht so interessieren, aber als Anhänger von Arminia Bielefeld habe ich den Zweitliga-Betrieb natürlich aufmerksam verfolgt. Und das ist... Eine Liga, die alle wahnsinnig macht und insbesondere die Tototipper, weil natürlich sind ein paar erwartbare Sachen passiert, Osterbrück tut sich schwer, das war jetzt nicht so überraschend, der Vorwürf Wolfsburg gewinnt auch Spiele, in denen er Scheiße spielt, einfach wegen individueller Klasse und weil Fabian Reze dabei ist. Aber manches kam auch wirklich überraschend, einerseits zum Beispiel, dass Hannover 96 nach einem Spiel den für eine Million geholten Torwart rasiert und einfach durch den Ersatzkeeper ersetzt hat und die Leute auch schon ein bisschen kritisch auf den Trainer Titz gucken. Und zum anderen, wie gesagt, als Tototipper wirst du wahnsinnig. Das sind so Mannschaften, die am letzten Wochenende noch total lustlos und genervt über den Platz geschlichen sind. Magdeburg verkackt erst 1 zu 6 daheim gegen Braunschweig und gewinnt dann 13-0 in Osnabrück. Amina Bielefeld, die sind ja so lustlos bei dieser 1 zu 2-Pleite in Karlsruhe über den Platz geschlichen. Ich glaube, die hatten in dieser Schritte-App, die es bei Apple gibt, hatten die, glaube ich, so einen Minuswert an dem Nachmittag. Und dann gewinnen sie 3-0 gegen Cottbus. Der FC Energie hat schon wieder Probleme, da hat sich der Top-Torjäger verletzt. Und jetzt haben sie überhaupt niemanden mehr, der im Angriff noch für Gefahr sorgt. Und dann verlieren sie 0 zu 3 und waren ja zum Auftakt auch richtig gut. Also das ist nicht die stärkste, aber möglicherweise die unberechenbarste Liga aller Zeiten. Ja, aber sag mal, gibt es nicht schon Millionenangebote für Joel Grudowski, der Topscorer der zweiten Liga? Ja, drei Buden gemacht. Und finde ich beeindruckend. Also wir haben ja wirklich große Probleme vorher gehabt. Alle haben sich gefragt, wer soll denn bitte schön die Buden machen? Weil wir so schrecklich ungefährlich waren und große Schwierigkeiten hatten, Arminia Bielefeld, aus dem Spiel heraus Chancen zu kreieren. Und jetzt plötzlich Joel Grodowski vorne. In der zweiten Liga muss man auch sagen, ist auch wirklich, was so die Tabellen-Erotik angeht, also dass du nach zwei Spielen nur zwei Mannschaften hast, die beide Spiele gewonnen haben, ist schon selten. Du hast eine Tabelle, da fängt bei Platz 5 die ausgeglichenen Mannschaften an, also die genauso viele Siege wie Niederlagen haben, bei Platz 5 bis Platz 14 haben alle Mannschaften entweder einen Sieg, eine Niederlage oder zwei Unentschieden. Es gibt auch nur zwei Mannschaften, die noch keinen Punkt haben, das sind Hannover und Osnabrück, also der Norden ist hinten. Ja, und ansonsten hast du wirklich ganz viele Mannschaften gehabt. Die ein Spiel super gespielt haben, wo du dachtest, boah, Eintracht Braunschweig und dann im zweiten Spiel nicht mehr reüssieren konnten. Also es ist eine bislang sehr durchwachsene Liga, was halten wir denn bislang von Wolfsburg? Ich glaube, es ist ein bisschen lustig, dass die Wolfsburger Funktionäre, die Verantwortlichen die ganze Zeit behaupten, nein, wir sind nicht der FC Bayern in der zweiten Liga und es wird eingekauft, also gäbe es kein Morgen. Ich möchte auch als VfL-Verantwortung nicht auf einer Volkswagen-Vertriebsversammlung auftauchen und sagen, ja, ihr mögt sparen und möglicherweise werden auch Werke geschlossen. Wir ballern die Kohle nochmal raus, wir haben überhaupt gar keine Limits. Also ich glaube, spielerisch sind die wahnsinnig gut besetzt. Und du hast es ja gegen Hannover gesehen, das war ein totaler Grottenkick. Und du hast richtig gemerkt, da passt das eine noch überhaupt nicht zusammen. Aber die gewinnen dann halt einfach Spiele, weil sie so gut besetzt sind. Das ist eine schmerzhafte Erfahrung, die, glaube ich, sehr, sehr viele Gegner in der zweiten Liga noch machen werden. Übrigens muss ich sagen, letzte Woche war ich ja noch so ein ganz kleines bisschen skeptisch, was das schnelle Ende der Sommerpause anging. Und ich dachte ja auch so ein bisschen länger, keine Spiele, ein bisschen länger, nicht diese Nervereien am Wochenende und frustriert sein, weil der eigene Klub verloren hat. Inzwischen bin ich doch wieder ganz happy mit zweiter und dritter Liga. Wobei, das muss ich auch nochmal sagen, dritte Liga und auch zweitliga. Wir haben ja während der WM sehr, sehr viel über Christian Straßburger gemotzt. Ich nicht. Ich habe jetzt... Das musst du ausbaden. Pass auf. Und ich habe jetzt noch nochmal neulich, weil ich mit einem alten Kumpel gesprochen habe, mit dem ich zusammen Zivildienst gemacht habe. Und dann fühlte ich mich nämlich an einem Rennen. Ich glaube, ich habe das Geheimnis von Christian Strasburger entschlüsselt. Da war es nämlich so, dass wir selber, ich war in der Altenpsychiatrie und wir hatten sehr, sehr viele sehr verrückte Menschen da. Ich liebe die Geschichte jetzt schon. Ja, pass auf. Wir hatten einen, der aussah wie Hans Albers und der einen Porsche bestellt hat beim örtlichen Porsche-Händler und der hat nicht gecheckt, dass es ein Patient bei uns ist. Und einen hatten wir, der hat immer rumgebrüllt in seinem Zimmer. Und es war die Aufgabe des Zivildienstleistens, da hinzugehen und zu sagen, er soll nicht so rumbrüllen. Dann bin ich da rein, sagte so, Herr Meier, Sie dürfen mal nicht so rumbrüllen. Und dann sagte er... Da bin gar nicht ich, ich habe einen Vampir im Zahn und der brüllt rum, da kann ich gar nichts gegen machen. Und dann meinte ich, ja dann sagen sie dem Vampir im Zahn mal, bitteschön, er soll mal aufhören zu brüllen. Aber der hat dann weiter gebrüllt. Und ich glaube ehrlich gesagt, dass das bei Christian Straßburger genauso ist. Der hat einen Vampir im Zahn. Der hat einen Vampir im Zahn. Ich glaube, der will gar nicht so rumbrüllen, aber wenn dann Tore fallen oder so dramatische Sachen auf dem Platz passieren, dann hat der auch einfach einen Vampir im Zahn. Das ist gerade so ein Dialog wie zwischen Ditsche und Ingo, Mann, das ist dir klar. Der Vampir im Zahn ist so eine Ditsche nochmal irgendwie gefühlt. Ja, aber ich musste neulich nochmal dran denken, als ich ihn rumbrüllen hätte. Der war auch total geil. Der hatte nicht nur Vampir im Zahn, der hat auch immer geraucht. Wir sind irgendwann mal mit der ganzen Truppe an den Gardasee gefahren. Mit zehn Verrückten im Bus an den Gardasee. Und da war strenges Rauchverbot. Dann wollten wir irgendwann mal nach Verona fahren. Und Herr Mayer saß die ganze Zeit nur im großen Frühstücksraum und rauchte die ganze Zeit. Und der italienische Gastwirt war auch schon total sauer. Und dann meinten wir, Herr Mayer, wir haben abgestimmt. Wir fahren jetzt alle nach Verona. Und da meinte er, ja nee, mach ich nicht, mach ich nicht und dann meinten wir, aber das ist Demokratie und dann sagte er, Demokratie ist, wenn ihr mich alle mal im Arsch lecken könnt und da hat sich noch einer angezündet Das war tatsächlich meine Psychologie, was Christian Strasburger angeht, aber ich hab jetzt noch Das heißt, Christian Strasburger, um das abzuschließen, hat jetzt den Vampirenzahn und später wird er sich von Hans Albers den Porsche kaufen wenn er ein bisschen älter ist. Auf jeden Fall gibt es ja noch die andere Reporterschule das ist ja wirklich wunderschön, ist Oliver Forster Oliver Forster ist ja kein Schreihals sondern ein Flüsterer Er ist ein Meister des gedrängten Flüsterns. Wir hören mal ganz kurz rein, wie wir einen Schuss von Andreas Vogelsammer kommentieren. Und ich glaube, danach wissen alle, was gemeint ist. Und der Vogelsammer. Was macht er? Vogelsammer! Freunde, Freunde, er küsst die Hand! Nicht gnädige Frau, gnädiger Vogelsammer! In Bremen ist er unsterblich geworden, weil er den Schotten mit dem Bart kreiert hat. Oliver Burke war dann fortan, im gesamten Wieserstand war er nur der Schotte mit dem Bart. Weißer für Burke, der Schotte, der Schotte, der Schotte, der Schotte, der Schotte, der Schotte mit dem Bart! Ich habe mich auch gefragt, an wen mich Oliver Forster erinnert. Ein bisschen an Schlemiel aus der Sesamstraße, wenn er dir so ein A aufschwatzen will. Psst, genau. Vogelsammer. Aber das ist, möchte man sagen, eine schöne Antithese zu Christian Straßburger. Vielleicht sollten die beiden mal so sich nicht irgendwelche schangeligen Experten noch mit auf die Kommentatorenplätze holen, sondern einfach mal zusammen kommentieren. Das fände ich schön. Der brüllende Christian Straßburger und der flüsternende Oliver Forster. Ich fände es schön. Aber ich weiß gar nicht, ob er immer so flüstert. Ja, na stimmt, das ist eher so wie ein drängender Stuhlgang. Den lieben Sie hier, Vogelsammer. So, mein Lieber, heikles Thema jetzt, das die Schlagzeilen der letzten Tage bestimmt hat. Jamal Musiala, es gab Aufregung um den Jungstar des FC Bayern und zwar war er zweimal auf dem Platz urplötzlich zusammengesackt und das hat natürlich größere Besorgnis ausgelöst bei Zuschauern und bei Mitspielern und bei solchen Zusammenbrüchen ist ja so der Gedanke an Herzprobleme oder Kreislaufkollapse nicht so wahnsinnig weit entfernt. Und es gab nach dem zweiten Zusammenbruch ein Instagram-Posting von Jamal Musiala und er hat mitgeteilt, dass er schon länger an einer gut behandelbaren neurologischen Dysfunktion leidet, also einer Nervenstörung. Und ich weiß nicht, wie es dir geht, da wäre ja der einzig vernünftige Gedanke gewesen, also seines Umfeldes und eigentlich auch der Öffentlichkeit, dem Betroffenen, also Jamal Musiala, einfach einen raschen Heilungsprozess oder eine baldige Gesundung oder wirkungsvolle Medikamente zu wünschen und damit wäre es doch eigentlich gut gewesen. Es ist auch ein schwieriges Thema und wir haben uns auch selbst beide lange überlegt, wie wir dem Thema auch gerecht werden, weil es vermischt sich ja vieles, es gibt von ganz vielen Seiten aufrichtige Besorgnis um den Gesundheitszustand, es gibt aber auch immer so, das vermischt sich immer so mit diesem, ja, aber es ist einer der besten Spieler und er ist so teuer und er ist so wertvoll und er ist so wichtig für die Bayern und für den deutschen Fußball, das darf natürlich eigentlich bei der Gesundheit eines jungen Spielers keine Rolle spielen. Wir sind natürlich auch insofern geschockt, weil bislang war es immer so, wenn wir Spieler gesehen haben, die auf dem Platz zusammengebrochen sind, das war immer was extrem lebensbedrohliches. Das haben wir nie anders kennengelernt. In dem Fall ist es jetzt, glaube ich, so, wenn wir mal zusammenfassen, es geht um eine neurologische Erkrankung. Bei der wir bislang noch nicht gehört haben, ist heilbar, ist unheilbar, ist behandelbar, ist gut behandelbar, ist das, was wir bislang gehört haben. Wir wissen aber nicht, ob das jemals wieder weggeht. Interessant ist die Vorgehensweise ... Der Bayern, die auch nachvollziehbar ist, die gesagt haben, okay, wenn das einmal passiert, lassen wir es auch sich beruhen, aber wenn es nochmal passiert, müssen wir, glaube ich, was dazu erklären und dann ist es direkt drei Tage später nochmal passiert. Deswegen ist auch Musiala so schnell an die Öffentlichkeit gegangen, um, wie gesagt, alles, was wir wissen, jetzt auch noch auf den Tisch zu bringen. Es geht um Absenzen, wenn man das, oder Absenzen, Absenzen, was sowas ist wie kleine Ohnmachten, die in die Richtung epileptische Anfälle gehen. Das ist das, was wir wissen und es ist wirklich eine Geschichte. Ich glaube, alle, die es gesehen haben, waren total geschockt auf dem Platz, weil wir wirklich Angst haben um ihn, wenn wir das so sehen. Ja, und ich glaube, diese Gefühle kann man auch ernst nehmen. Ich glaube, gerade die Mitspieler, denen das ja nun auch vorher offenbar erklärt worden ist, die ja sehr besonnen reagiert haben. Ich finde auch, dass der Verein insgesamt eine ganz gute Figur gemacht hat. Ein bisschen unglücklich fand ich die Äußerungen von Uli Hoeneß, also gerade nach den eher beschwichtigenden und beruhigenden Äußerungen von Jamal Musiala, hatte er ein Interview gegeben mit Florian König oben in Bad Wiessee, Oberhalb des Tegernsees. Da war ich schon mit sehr kraftvollen Vokabeln unterwegs. Da war ich sprachlos, das hat mich vom Hocker gehauen und so weiter. Da würde ich mir manchmal zumindest wünschen, dass man da noch ein bisschen bedächtiger unterwegs ist. Aber ansonsten, finde ich, hat der Verein eigentlich ganz gut reagiert. Ansonsten hat mich aber so dieses... Das Geraune und Gequatsche und Gebarme drumherum, gerade in manchen Pressenberichten, echt irritiert. Also diese ganzen Fragen, ob der Körper noch 15 Jahre Spitzenfußball durchhält, was wird jetzt mit der Karriere, wie du es eben auch angesprochen hast, das war mir manchmal ein bisschen zu sehr in so einer Tonart, in der sonst so Börsenexperten über abgestürzte Aktien reden. Also so, als hätte man sich jetzt gierig mit Rheinmetall-Aktien eingedeckt und dann ist plötzlich der Ukraine-Krieg zu Ende. Also das ist ja ein Mensch und es geht erstmal um die Gesundheit und darum, dass er möglicherweise Schwierigkeiten haben wird, irgendwie vernünftig Fußball zu spielen. Und das, wie gesagt, vor der Folie, dass das einer der talentiertesten Spieler überhaupt ist. Also manchmal denke ich, da wäre wirklich weniger mehr. Also dieser mediale Wahnsinn, dass du Ferndiagnosen hast, wilde Mutmaßungen und Prophezeiungen, hirnweiche Presseberichte, dann Prognosen eines baldigen Karriereendes. Da war ja wirklich jeder Wahnsinn dabei. Ich denke, da kann es dann auch einfach damit gut sein, dass man sagt, erhol dich mal gut, guck mal, dass du das in den Griff kriegst und wir freuen uns, dich wieder auf dem Platz zu sehen. Dass dann immer gleich noch irgendwelche Top-Virologen und irgendwelche Leute, die auch mal irgendwas von Epilepsie gehört haben, dann auf den Platz gerufen werden. Eher schwierig. Gleichzeitig aber kann ich die Sorge erstmal gut verstehen, weil, du hast ja auch gesagt, immer wenn man das vorher gesehen hat, bei Eriksen und anderen, war es ja immer gleich sehr dramatisch und eine Sache auf Leben und Tod. Insofern kann ich den Schockzustand erstmal verstehen. Sag mal, ich weiß jetzt nicht, ob das zu sehr Küchenpsychologie ist, aber ich frage mich bei Jamal Musiala auch, ich meine, der ist 23, der hat schon über 150 Bundesligaspiele, ob das nicht alles einfach für ihn sehr schnell sehr viel geworden ist. Also wenn wir die schwere Verletzung nehmen, Man will jetzt ja bei der Klub-WM, die auch jetzt sportlich mit sehr fragwürdigen Werten nur versehen war. Er ist gleich Hoffnungsträger bei der WM gewesen. Er ist über 100 Millionen Euro wert und er ist, wie gesagt, Stammspieler beim deutschen Rekordmeister. Und das seit Jahren schon als junger Spieler gilt als einer der besten, wenn nicht der beste deutsche Fußballer zeitweise. Ich weiß nicht genau, früher wäre man das, glaube ich, langsamer angegangen, diese Karriere. Ja, wäre man. Also es ist eine totale Hochtempo-Karriere. Oder ist das eine Karriere, in der es quasi keine Pause gibt in diesem totalen Wahnsinn? Ich glaube auch, das ist jetzt mal unabhängig von dieser Erkrankung zu sehen, dass. Unfassbar schwierig sein muss, für so junge Spieler sowas so schnell zu verkraften. Ich glaube, man muss prinzipiell mal aufpassen, was für Erwartungen wir eigentlich an diese Spieler haben. Wenn du zum Beispiel jetzt auch siehst, dass andere junge Spieler wie Kenneth Eichhorn auch größere Probleme haben. Kenneth Eichhorn, der zu Leverkusen gewechselt ist und auch als einer Megaspieler und Megajuwele und Jungstars galt, der jetzt durch eine Stoffwechselerkrankung erstmal auf unbestimmte Zeit außer Gefecht gesetzt worden ist. Man darf eben immer nicht vergessen, das sind junge Menschen, die seit Jahren auf absolute Hochleistung getrimmt werden. Und ich frage mich immer, wenn solche Nachrichten kommen, muss doch wenigstens da einmal kurz die Situation und die Möglichkeit geben, innezuhalten und sagen, werd einfach erstmal gesund, ohne dass du Spekulationen machst. Was kommt als nächstes? Kannst du jetzt die Saison noch spielen? Was mit deiner Karriere? Also wenn man bisher diese Spiele überfrachtet hat, dann ist doch jetzt der Moment mal kurz innezuhalten. Ja, ich will auch jetzt nicht einfallen mit anderen vergleichen. Die sind sicherlich auch, was die Beschwerden und Erkrankungen angeht, nicht vergleichbar. Aber wenn wir jetzt nochmal diese großen Namen nehmen, Sebastian Deißler, Mario Götze. Der eine hatte eine Stoffwechselerkrankung, der andere hat dann ganz mit Fußball aufgehört, weil er offenbar mental ganz, ganz schlimme Probleme hatte. Die haben unterschiedliche Beschwerden, aber es sind beides Spieler, wie Musiala auch, die überlebensgroß gemacht worden sind, gleich in ganz jungen Jahren. Und die ganz groß gehypt worden sind, die zu der größten, heißesten Aktie im deutschen Fußball gemacht worden sind. Und alle haben diese Probleme gehabt, die unterschiedlich gelagert waren, aber wo in allen Fällen, glaube ich, gemein war, es ist einfach sehr viel, was auf die einen Preise hat und es ist sehr viel, was sie bewältigen müssen und sehr schwierig in. Noch so jungen Jahren wahrscheinlich da einfach komplett gelassen und professionell und sachlich damit umzugehen. Ja, du hast ja richtig gesagt, also es sind sehr unterschiedliche Diagnosen und Sebastian Deißler. Ist auch nicht depressiv gewesen, weil er Fußballer geworden ist. Ich glaube, eher ist das große Problem, dass von diesen jungen Spielern das Funktionieren erwartet wird. Also es darf eigentlich keine Störungen im Ablauf geben. Es gibt den vielbeschworenen nächsten Schritt. Es gibt den noch größeren Klub, zu dem du wechselst. Du musst alle Leute begeistern. Der Druck ist groß. Kaum schwächelst du, gilt es teilweise dann schon als Fehleinkauf oder als einer, der als One-Hit-Wonder aufgetaucht ist und wieder verglüht ist und solche Sachen. Du hast ja viel Kritik auch an Jamal Musiala gehört. Ich glaube, die Erkrankungen und die Probleme, die die haben, sind nicht das eigentliche Problem, sondern unser Umgang damit, dass wir den Leuten keine Schwäche erlauben. Also das ist ja nun auch das Faszinosum der Athleten. Die müssen sich immer als unverwundbar geben. Sie müssen besonders kraftvoll, besonders unerschrocken, besonders siegesgewiss sein. Die dürfen nicht schlotternd auf den Platz marschieren. Ich erinnere mich, als Pernertes irgendwann mal gesagt hat, dass er Angstschweiß vor den Spielen hatte und schlaflos war und hatte große Angstzustände vor großen Spielen. Das wird denen nicht zugestanden. Und deswegen ist vielleicht noch nicht mal die Erkrankung von Mosiala jetzt das große Problem. Das ist natürlich auch ein Problem, mit dem er klarkommen muss. Bei Kenneth Eichhorn ist es genauso. Da ist vielleicht nicht die Stoffwechselerkrankung das eigentliche Problem, sondern unser Umgang damit und unsere Erwartungen damit. Und wir tun, glaube ich, ganz gut als Zuschauer, als mediale Rezeptoren und Weiterverbreiter, aber auch als Funktionäre, als Spieler, als Mitspieler, sich zu befragen, wie gehen wir mit diesen Leuten um. Wenn es jetzt irgendwas braucht, dann wahrscheinlich Ruhe. Und Langmut und die Möglichkeit, sowas dann auch auszukurieren oder in den Griff zu bekommen. Also das ist jetzt, glaube ich, die Aufgabe an die Fußballgesellschaft. Und ich glaube wirklich, Ruhe ist das genau richtige Stichwort. Denn was wird passieren, wenn er jetzt das nächste Mal auf dem Platz steht? Man wird ihm jetzt hoffentlich ein paar Tage geben und er wird nicht im Supercup spielen an diesem Wochenende. Aber das nächste Mal werden alle schauen auf ihn, wie bewegt er sich. Ist er fit? Fällt er wieder um? Fällt er nicht um? Das ist von außen auch wieder ein Druck, der auf ihn einstürmt. Und ich glaube, das Wichtigste ist auch, Ohne jetzt zu sehr Moraltheologe zu sein, dass du jetzt wirklich echt den Menschen siehst, dass du jetzt wirklich nicht guckst, wann ist der als Fußballer wieder belastbar und so weiter. Wir haben uns schon etwas amüsiert über einen Satz aus einem Artikel aus einer großen deutschen Boulevardzeitung. Bildreporter war bei beiden Zusammenbrüchen dabei. Da kommt unter anderem, ich zitiere mal eben, Wie die restlichen Zuschauer in der Void-Arena bin ich einfach nur geschockt. Obwohl ich nur ein T-Shirt anhabe, wird es mir sofort heiß. Ein Gedanke schießt durch meinen Kopf. Hoffentlich geht es dem Ausnahmetechniker musealer schnell wieder gut. Ey, das denkt doch kein normaler Mensch, wenn du einen Spieler umfallen siehst. Oh, der Ausnahmetechniker. Hoffentlich geht es dem Typen wieder gut. Ey, das ist ein Junge umgefallen. Dann als erstes das Wort Ausnahmetechniker im Kopf zu haben, das ist eine etwas bizarre Note. Schmerzfrei. Absolut schmerzfrei. Und es hat natürlich auch ganz viel von einem Zirkusbesuch, der da mitschwingt. Gruseliger Journalismus. Was ich halt so glaube, ist, dass wir das noch sehr, sehr häufig erleben werden. Denn wir haben das ja auch in den letzten Monaten und Jahren schon festgestellt, dass dieser ganze Transferjournalismus inzwischen Blüten treibt und Ausmaße angenommen haben, die einen wirklich nur den Kopf schütteln lassen. Also man hat das Gefühl, es ist eine atemlose Hatz auf die nächste Nachricht, eine Jägerei danach, jetzt nochmal irgendeinen Transfer zu verkünden, den man möglicherweise exklusiv hat. Wir haben in der letzten Folge ja schon über diesen Beef zwischen Florian Plettenberg und Fabrizio Romano gesprochen. Aber selbst wenn du mal von den beiden Figuren absiehst, ist es ja nun wirklich so, dass du das Gefühl hast, dass alle völlig wahnsinnig geworden sind. Ich meine, es sind Transfers, die inzwischen verkündet werden, als ob du den DFB-Pokal gewonnen hast, weil du dir irgendein Schnäppchen aus einer jugoslawischen Liga rangeholt hast oder irgendjemanden ablösefrei bekommen hast, für den vielleicht vor 20 Monaten oder 10 Monaten noch zwei Millionen aufgerufen wurden. Ist ein ganz schön unappetitliches Geschäft geworden. Es ist übrigens interessant, wenn man jetzt schaut, was es für aktuelle Meldungen gibt über Fabrizio Romano, der wirklich der Star ist der Szene, dann lesen wir Überschriften wie Fabrizio Romano schwere Anschuldigung gegen Transferguru, der tiefe Fall des einst allseits bewunderten Transfergurus, wie Fabrizio Romano sich selbst entzauberte und dann gibt es eine Meldung über ihn selbst, von ihm selbst, Fabrizio Romano lässt aufhorchen, es ist an der Zeit, den Ansatz zu ändern und er hat angekündigt, er will die Arbeitsweise ändern und zwar, ich glaube, mehr in Richtung auch etwas sachlicher Berichterstattung. Ich weiß nicht genau, ob das eine Reaktion ist auf die negativen Schlagzeilen, die er jetzt produziert hat, aber es ist auf jeden Fall, es ist so ein Mikrokosmos, der ganz merkwürdig anmutet, wenn man sich da so ein bisschen reinliest. Und es ist komisch, dass das so ein eigener Medienzweig geworden ist, Transferjournalismus. Also wir merken aber ja auch daran, wie Foren funktionieren, dass da wirklich ein Hunger ist, eine Gier ist nach irgendwelchen Schlagzeilen. Das sorgt auch dafür, dass die Transferjournalisten sich auch, du hast den Beef erwähnt, auch versuchen gegenseitig zu toppen mit immer schnelleren Vollzugsmeldungen, die dann aber eben auch mal rausgehauen werden. Also wir lesen mittlerweile dauernd Meldungen über Done-Deals, wo dann aber im Text steht, okay, aber es sind noch wichtige Details zu klären. Und der Medizin-Checker hat auch noch nicht bestanden. Aber es wird einfach Done-Deal rausgehauen mit einer schönen Grafik bei Social Media. Das wird dann 15.000-fach weiterverbreitet. Bei jedem Spieler, der irgendwo im Gespräch ist, gibt es meistens über fünf Tage irgendwelche Vollzugsmeldungen, bis dann wirklich die richtige Vollzugsmeldung da ist. Also das ist alles eine Parallelwelt, die nicht mehr gesund wirkt. Ich frage mich immer, was das für eine Klientel ist, die das richtig super findet. Also wenn du jetzt so Stadiongänger bist, wenn du jemand bist, der Fußballkultur zu schätzen weiß, findest du das dann geil, wenn du plötzlich in so einer Art Börsenreport gelandet bist? Also ich muss sagen, mir persönlich, vielleicht bin ich auch zu alt, gibt es gar nichts. Also dieses Gejage dann auch noch, irgendjemandem Mais bieten loszuschlagen, jemanden auf die Schulter zu klopfen, weil ein Spieler, von dem du noch vor zwei Monaten dachtest, dass es ein großartiger Spieler des eigenen Teams ist, oh, da hast du aber mal einen richtig geilen Deal gemacht, den hast du da und dahin verkloppt. Ist ja auch so ein bisschen die Geschichte, wollten wir auch nochmal drüber reden, über die Situation in Frankfurt. Wie sehr die Frankfurter dafür abgefeiert worden sind, dass sie Spieler weiterverkauft haben. Also ob es Etiquette war, ob es Mamouche war, ob es Colomboani war. Also ganz viele Spieler, von denen man dachte, ja, die haben im Trikot von Eintracht Frankfurt große Freude gemacht. Aber wie euphorisiert die Leute waren, wenn die Leute dann entweder ins Taxi nach Paris gesetzt worden sind oder anderswohin, wo man gesagt hat, was ist das denn für ein geiler Koch? Und der Kröschel, das ist ja wohl auch einer. ein Teufelskerl. Der ist wieder am Kochen. Der ist am Kochen, das gibt es ja gar nicht. Also das sind natürlich so Sachen, wo ich so denke, das sind so Trophäen, irgendwie der Transferweltmeister zu sein, die würde ich für meinen Klub gar nicht haben wollen. Das ist auch interessant, weil wir müssen jetzt auch mal ruhig über den Tellerrand schauen. Das ist hier in Bremen übrigens auch gerade so. Werder ist gerade dabei, den sehr, sehr jungen Koulibaly zu verkaufen nach Frankreich für etwas über 20 Millionen. Und dann ist natürlich gleich die Freude da bei den Werder-Fans, die sagen, ey, dann können wir 20 Millionen verballern. Und genau das ist ein Trugschluss, das im Moment an allen Orten in der Bundesliga, wo Transfererlöse generiert werden, nicht kapiert wird, dass man das Geld nicht einfach so wieder ausgeben kann. Und da ist Eintracht Frankfurt ein super Beispiel. Ich habe jetzt auch mit etwas Stirnrunzeln gelesen, weil ich das auch am Anfang nicht verstanden habe, warum Eintracht Frankfurt versuchen muss, 50 Millionen Euro Transferüberschuss zu generieren. Ich meine, 50 Millionen Euro, das ist völlig utopisch für die meisten Bundesliga-Vereine, aber Eintracht Frankfurt muss das übrig haben sozusagen. Und zwar auch nur, um den laufenden Betrieb einigermaßen abdecken zu können. Also es ist eine wirtschaftliche Zielgröße, weil die laufenden Kosten des Kaders so aufgeblasen sind, dass du nicht mehr klarkommst, wenn du nicht jedes Jahr diese Megatransfers hast. Und das ist genau die Entwicklung, an der viele Vereine auch kaputt gehen, dass du plötzlich einen so künstlich aufgeblasenen Kader hast, dass du das eigentlich immer wieder neu speisen musst, durch entweder astronomische Transfersummen, die du einnimmst oder aber durch immer mehr und immer größere Erfolge. Und ich hab mal ein bisschen recherchiert, also es ist so, dass die Eintracht in den Jahren 2023-2024 und 2024-25 zusammen 261 Millionen Euro Transfererlöse. Generiert hat, aber es sind nur 16 Millionen übrig geblieben, nach dem, was dann alles abgezogen worden ist. Was die meisten Leute eben auch nicht auf dem Schirm haben, ist, da gehen teilweise neun, zehn Millionen Beraterprovisionen ab bei großen Transfers. Man schreibt die Transfers über Jahre ab. Das heißt, wenn du einen Spieler teuer kaufst, dann geht die Summe nicht einmal runter, sondern über Jahre. Das heißt, du musst jetzt möglicherweise noch jedes Jahr fünf Millionen für einen Spieler ausgeben, den du vor vier Jahren schon verpflichtet hast. Das sind alles so Sachen, die kommen zusammen und die sorgen dafür, dass du eben, wenn du einen teuren Kader hast, ein absolutes Jonglagestück bewältigen musst, um diesen Kader Jahr für Jahr immer wieder zu refinanzieren. Ja, und das sind natürlich Rechnungen, die du so als normaler Fan gar nicht aufmachst. Du liest nur 15 Millionen, ja komm, Feststellkonto und ab die Post und dann holen wir jetzt mal einen super Knipser aus Frankreich und den verkaufen wir. Nächstes Jahr dann wieder doppelt so teuer weiter. Ich glaube, dass das alles so Rechnungen sind, die will ich als Fan auch gar nicht anstellen. Also ich merke schon, dass wir allein schon dieses Gerechne und dann kriegt ihr Berater noch das und dann musst du noch Steuern zahlen und dann musst du noch einen alten Trainer, den du 2014 rausgeschmissen hast, den musst du auch noch bezahlen. Diese ganzen Rechnungen, die macht natürlich jeder Sportmanager von einem großen Club, aber die machen wir ja nicht. Ich will das einmal ganz kurz runterleiern, weil es, glaube ich, die Dimension einigermaßen klar macht. Ich habe jetzt hier die Zahlen von einem Geschäftsjahr von Eintracht Frankfurt und die haben 2023, 2024 390 Millionen Gesamtumsatz gemacht. Da sind 143 Millionen Transfereinnahmen dabei, 92 Millionen für Medienrechte, 50 Millionen Zuschauer-Hospitality, 40 Millionen für Werbung, 23 Millionen Merchandising, 40 Millionen Tochtergesellschaften und sonstiges. Riesending. Da stehen aber dann Ausgaben gegenüber von 141 Millionen Euro Personalausgaben, 149 Millionen Euro sonstiger betrieblicher Aufwand. Ich nehme an, da sind Parate-Honorare und sowas dabei unter anderem. 50 Millionen Abschreibungen, 12 Millionen Material und so weiter und dann ist der ganze Betrag eigentlich fast wieder weg. Das heißt, selbst in den Jahren, wo du Rekordumsatz machst, wirst du nicht reich, sondern du hast halt auch viel mehr Ausgaben und hast deinen Verein einfach auf ein Level gehoben, ich wiederhole mich da, wo es ganz schwierig ist. Dieses Spielchen weiterzutreiben. Und das ist ja auch eine Falle, in die ganz viele Klubs hinein tappen, weil du denkst dann, hey, du hast dich ein Jahr oder zwei Jahre für die Champions League qualifiziert und zack, jetzt hast du einfach ein Niveau, auf dem alle Leute denken, wie du bezahlst und rennst diesen Lohnkosten permanent hinterher. Das ist in Frankfurt so, das war, glaube ich, eine Zeit lang auf Schalke so, wo es immer hieß, dass die absolut astronomische Summen bezahlen, gerade bei den Gehältern. Das hattest du, glaube ich, in Gladbach so zwischendurch mal. Frankfurt knabbert jetzt auch, glaube ich, sehr, sehr stark daran, dass sie eben nicht ins internationale Geschäft gekommen sind. Aber was willst du auch machen? Also willst du alles nur mit Leihspielern machen? Irgendwie ein bisschen ins Risiko musst du dann ja auch gehen. Aber dann auch dieser Optimismus, dass du immer wieder geile junge Spieler entdeckst. Ich glaube, bei Antwerp Frankfurt ist es ja auch so, dass die mit Sorge festgestellt haben, dass sich dieser Markt einfach verändert hat. Also diese Zeiten, wo die einfach früher die Nachbarländer abgegrast haben und gesagt haben, komm, da finden wir schon welche, die sonst niemand sieht. Die gibt es einfach nicht mehr. Diese jungen Talente sind wahrscheinlich auch dreimal oder viermal so teuer wie, keine Ahnung, vor fünf oder sechs oder sieben Jahren. Gerade weil die Engländer natürlich alles vollballern mit der Kohle, selbst aus der zweiten englischen Liga. Und ich glaube, dass wenn du immer mehr ins Risiko gehen musst. Und steigt natürlich exorbitant das Risiko, dass du dann irgendwann einfach da stehst und das System funktioniert nicht mehr. Dann hast du keine Spieler, wo sich alle in der französischen Liga, in der englischen Liga und sonst wo die Finger nachlecken. Dann hast du irgendwie das Problem, dass du den Trainer rausschmeißen musst, dass du Formkrisen hast, dass nicht alle permanent in dem großen Frankfurter Glitzer in den Schaufenster stehen, sondern die sagen, oh, brauchen wir jetzt nicht unbedingt euren Spieler. Also das möchte ich auch nicht machen. Also an diesem Wahnsinn würde ich mich überhaupt nicht beteiligen wollen. Du hast dann eben auch ratzfatz plötzlich Jahre, wo du in einem Jahr fast 40 Millionen Euro mehr Gehaltskosten hast als im Jahr davor. Das muss auch irgendwo herkommen, das Geld. Du hast natürlich auch dummerweise Transfers, die nicht funktionieren. Dann hast du für irgendeinen Spieler 30, 40 Millionen ausgegeben, der eine totale Karteileiche ist im Kader, wo du dann versuchen musst, den ohne großen Bilanzverlust wieder zu verkaufen oder loszuwerden. Also es sind alles so Sachen, die da rein spielen. Aber ich glaube, wirklich unterm Strich kann man einfach dazu sagen, und das soll jetzt eben auch kein Eintracht Frankfurt spezifisches Problem sein, die wenigsten Bundesligisten können sich refinanzieren durch das, was sie sowieso einnehmen. Sondern die meisten Vereine, sagen wir mal unter Platz 5, müssen Transfer-Einnahmen generieren, um irgendwie den Laden am Laufen zu behalten. Und wir haben ja auch schon öfter darüber gesprochen, über die Vereine, die so in diese Ein-Jahr-Champions-League-Falle getappt sind. Union Berlin, Gladbach war vor gar nicht so sehr langer Zeit in der Champions League oder so. Die haben alle das Problem... Dass sie natürlich plötzlich dann viel höhere Gehälter zahlen müssen, wenn sie dann Spieler dazuholen für diese Champions-League-Saison. Und wenn sie das ja aber nur einmal schaffen und danach eben dann kein Champions-League-ist mehr sind, sondern wieder ein ganz normaler Bundesligist, haben sie diesen teureren Kader und der bleibt dann erst mal. Ist ein großes Problem. Und natürlich die Frage, wie weit du das mitmachen willst. Es gibt ja mal dieses Signet des Ausbildungsvereins, dass alle immer sagen, ja, da schleusen wir einfach so geile Spieler durch oder aus der eigenen Jugend und so weiter und so fort. Ist ja auch manchmal lustig, wenn du überlegst, wie diese Philosophie von RB Leipzig, wie es dann immer hieß, Es sind die jungen Spieler, die wir aus der RB-Schule hochziehen. Wenn sie in der RB-Schule ja Abi gemacht haben, dann können wir sie in den Erwachsenenbetrieb übernehmen. Pustekuchen, da wird ja auch einfach nur noch zugekauft. Da wird nur noch geschaut, dass man möglichst viel auf dem Markt noch abgreift und dann auch irgendwie. Durchlauferhitzt weiterverkauft. Das ist natürlich gleichzeitig so ein bisschen ein Problem, das auf eine ganz aktuelle Diskussion hinweist, nämlich die Frage, wie es mit 50 plus 1 einfach weitergeht. Wir haben in der letzten Folge nicht darüber gesprochen, obwohl das da gerade frisch raus war, dass das Kartellamt in Bonn gesagt hat, liebe Freunde, 50 plus 1, nach all den Jahren, in denen viele Leute gemosert haben, dass das Ding doch gar nicht europarechtskonform ist, dass es mit dem Kartellrecht nicht übereinschiebt, hat das Kartellamt gesagt, doch ist es. Es rechtfertigt, also die Mitgliederpartizipation, die Demokratie in den Vereinen rechtfertigt, dass es diese Regel gibt. Also, dass es den freien Wettbewerb möglicherweise ein bisschen beschneidet. Das Ganze ist aber nur dann rechtssicher, wenn ihr nicht 540 Ausnahmeregelungen habt. Das war keine gute Nachricht für Bayer Leverkusen, keine gute Nachricht für den VfL Wolfsburg, war aber insbesondere auch keine gute Nachricht für RB Leipzig, die ja mit ihrem Vereinsmimikrie, also mit ihrem vorgetäuschten Verein, immer suggerieren, als ob sie ein lebendiges Vereinsleben hätten. Und dann war ein bisschen die Frage, wie die jetzt reagieren. Und wie ich jetzt so alles beobachtet habe, ist es leider so, dass alle die, die verlockt haben und gesagt haben, jetzt wird es aber endlich mal die lupenreine Durchsetzung von 50 plus 1 geben. Das wird so nicht passieren. Es wird irgendwelche Kompromissregelungen geben und ich wette mit dir, wir werden die tollsten Kunststücke erleben bei RB Leipzig, wie die es schaffen werden, dann doch quasi ihren Verein zu öffnen und trotzdem keine Mitglieder zuzulassen. Wahrscheinlich wird es einen exorbitant hohen Vereinsbeitrag geben, den sich dann auch wieder nur 50 Leute leisten können. Es wird nach wie vor irgendwelche Restriktionen geben, Aufnahmeprüfungen und so weiter und so fort. Also die große Hoffnung, dass jetzt die große Gleichheit einkehrt, das wird, glaube ich, eher nicht passieren. Aber die arrogante Haltung, mit der beispielsweise Bayer Leverkusen dem Ganzen begegnet ist, Das finde ich schon beeindruckend und es wäre eigentlich ein gutes Zeichen, wenn die Liga da sehr klar sagen würde, so nicht, Freunde, macht mir einen Vorschlag, wie ihr euch angleichen wollt. Und Wolfsburg auch. Also, ey, guck dir mal an, dass die die zweite Liga da voll ballern mit ihrer Kohle. Das hat doch mit Chancengleichheit überhaupt nichts zu tun. Wenn der Vorfeld Wolfsburg seine Sachen selber finanzieren müsste, was weinst du, was da los wäre? Ja, aber das hast du jetzt als Wolfsburger doch, ja, aber wir haben doch auch viel Geld generiert, wir haben doch auch viel Geld eingenommen, das ist doch nur legitim. Ja, Quatsch, doch. Sagen die doch. Ja, aber dann sage ich, pass mal auf, Leute, ihr hattet ja überhaupt nicht das Risiko. Weißt du, jeder andere Verein konnte ja nur so wirtschaften, dass er sich immer so abgesichert hat, wenn das schief geht, dass dein Verein nicht flöten geht. Beim VW Wolfsburg war es einfach über 25 Jahre so, die konnten ein Transferminus erwirtschaften bis zum Gehtnichtmehr. Die konnten sich immer darauf verlassen, dass Volkswagen das am Ende ausgleicht. Bayer Leverkusen hat über viele, viele Jahre einfach durch die Spritzen, die Finanzspritzen des Konzerns überhaupt kein Risiko gehabt. Die konnten die ganze Zeit wirtschaften, als gäbe es kein Risiko. Wie so ein Unternehmen, wo du sagst, ey, du kannst den letzten Scheiß bauen und kannst irgendwie ein Produkt herstellen, das keine Sau will und trotzdem kommt am Ende einer und sagt, ach komm, hier hast du 20 Millionen Fehlbetrag, hier bin ich, der Big Spender und gib dir die Kohle. Und das ist ja die große Chancenungleichheit, die schon in den letzten 20, 30 Jahren entstanden ist. Das, was der FC Bayern durch die Kohle aus der Champions League und ihre eigenen Vermarktungen hat und ihren Anteils verkauft und so weiter, das ist eben bei Wolfsburg und Leverkusen sind die großen Konzerne. Und das ist eben auch bei RB Leipzig mit diesem Fake-Verein der Konzerne aus Fuschel-Lamsee. Ich habe jetzt gerade nochmal geguckt, ich weiß, das Thema haben wir schon mal, aber die haben alleine in den letzten Jahren 60, 70 Millionen Transferdefizit gemacht, die Wolfsburger. Und das eben bei dann gleichzeitigen sportlichen Leistungen, die eben nicht in die Champions League geführt haben, sondern eben wirklich in die Niederungen. Das heißt, da ist die Entwicklung komplett nach hinten losgegangen. Und jetzt haben sie gerade ein bisschen Transferüberschuss mal erwirtschaftet, aber das ist das erste Jahr überhaupt, seit vielen, vielen Jahren, wo sie das geschafft haben. Die müssen doch eigentlich jetzt wieder aufsteigen, oder? Die können ja jetzt mit der Mannschaft nicht mehrere Jahre in der zweiten Liga spielen. Weißt du, was das Schöne ist? Selbst wenn sie jetzt den Aufstieg verpassen und nochmal verpassen und nochmal verpassen und nochmal passen, dann kannst du ganz, ganz sicher sein, dass es direkt nebenan im großen VW-Werk Leute gibt, die sagen, ist doof gelaufen, aber komm, ist egal, hier habt ihr nochmal ein paar Millionen. Versuch's doch nochmal, versuch's doch nochmal und nochmal, nochmal, nochmal, nochmal. Aber wo wir gerade bei den großen Sauereien sind, muss ich mal kurz auf unsere Aufmerksamkeitsökonomie zu sprechen kommen. Das große FIFA-Thema. Über Wochen gab es kein anderes Thema. Infantino, der Ausverkauf des Fußballs, der Machtkampf im Weltverband, das einzige Fußballthema überhaupt. Und alle haben so eine Mischung aus fasziniert und angegruselt und mit so einem leichten Paderborner in der Hose auf den Sturz des Schweizers gewartet. Und ich weiß nicht, alle haben doch irgendwie erwartet, dass sich Infantino ins Schwertsturz oder Vienero befiehlt, die FIFA-Zentrale anzuzünden oder so. Aber stattdessen hat er seine Macht gefestigt und die UEFA-Eier drum. Es ist überhaupt nicht klar, ob es einen Gegenkandidaten gibt. Also ich weiß nicht, wie ist dein Gefühl? Der wird sich doch halten im Amt. Also es gibt doch irgendwie gar keine richtige Perspektive, dass sie den abservieren. Der Ordnung halber erst, du hast den Paderborner in der Hose erwähnt. Dödel-Content, da war wieder Dödel-Content. Haben wir jetzt ein paar Folgen nicht gehabt. Ich glaube, die Leute freuen sich jetzt, das nochmal wieder zu hören. Also, dass es gar keine Schlagzeilen gibt, ist ja nicht. Also, es ist ja offenbar jetzt so, dass Infantino jetzt einfach versucht, jeden rauszuschmeißen, der irgendwann mal kritisch war. Das ist das, was in den letzten Tagen passiert ist. Und deswegen gibt es auch nur sehr, sehr, sehr zurückhaltende Infantino-Gegner, die nach außen gehen. Aber ich glaube trotzdem, das ist meine Hoffnung, dass er nicht einfach so weitermachen kann, ist, glaube ich, deutlich geworden. Also, da wird Also keine Ahnung, was da jetzt passiert und welche großen Reformen angestoßen werden, die sehe ich auch noch nicht. Aber ich glaube, klar ist, er wird nicht so weiter wursteln können. Aber weißt du was, ich glaube, kennst du noch Jim Malone, Sean Connery in die Unbestechlichen mit Kevin Costner, wo sie gegen Al Capone kämpfen? Nee. Da gibt es diese eine Szene, wo Jim Malone, der ja dann ihre ist, Sean Connery, gegen so einen Mafioso kämpfen muss. Und dann sagt Sean Connery, während er auf den Typen zustürzt, typisch Italiener, kommt mit einem Messer zu einer Schießerei. Würde man heute vielleicht nicht mehr so formulieren. Das ist das, das ist das, das ist das doch, ne? Elitness, die unbestätigen. Pass auf, auf jeden Fall habe ich das Gefühl, die UEFA ist gerade wie der Mafioso. Also kommt mit einem Messer zu einer Schießerei, hat keinen Gegenkandidaten und ist auch nicht bereit für so einen dreckigen Stellungskrieg. Ich glaube, man muss mal eine scheußliche Wahrheit aussprechen. Wenn die UEFA einen Gegenkandidat aufstellt, dann müsste der fast genauso kommerziell denken wie Infantino. Der müsste ein ganz klein bisschen weniger schurkig sein als Infantino. Aber ich glaube zum Beispiel, der müsste auch für eine weitere Aufblähung auf 64 Mannschaften sein. Obwohl jetzt alle sagen, das ist Quatsch. Aber so brutal das eben ist, ich glaube, ein Gegenkandidat, der dafür steht, dass die ganzen Nationalverbände, die gerade noch für Infantino stimmen würden, wenn der den signalisiert, wählt mich und ihr bekommt weniger Geld. Ich glaube, der braucht gar nicht erst antreten. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass die UEFA noch nicht so weit ist, sich das einzugestehen, dass sie sich eigentlich jemanden holen muss, der fast so gewissenlos ist wie Infantino. Ich muss mal eben ganz kurz einen kleinen Exkurs. Ich kenne ja Elliot Ness aus Chicago 1930, der alten Serie, die früher in den dritten Programmen lief. Ich will mal eben ganz kurz die Musik einspielen. Chicago 1930 heute die unterwelt bank in der hauptrolle robert stick als elliot ness in weiteren rollen virginia winston peter ford. Und Thomas Mitchel. Ich war noch sehr klein bei meinem großen Bruder auf dem Sofa gesehen. Oder mit meinem großen Bruder auf dem Sofa. In seinem Zimmer. Und da gab es eine Episode, die hieß Head on Fire. Und gerade war wie auf Deutsch hieß. Kopf brennt. Die hieß wirklich Kopf brennt. Kopf brennt. Muss man dabei gewesen sein, Arne. Ja, gut. Aber die Musik war doch super. Ja, die Musik war super. Und man muss ja auch. Untouchables, ganz, ganz großer Film. Kevin Costner hat zwar nur einen einzigen Gesichtsausdruck. Nämlich sehr, sehr ernst guckend. Aber Andy Garcia ist, glaube ich, dabei. Und Sean Connery in seiner Rolle als Jim Malone. Der ja wirklich auf Herz zerreißender Weise einen grimmigen Iren spielt. Und wie gesagt, kommt mit einem Messer zu einer Schießerei. In der Serie war das immer Robert Stack als Alien S. Jürgens, ich muss jetzt noch was fragen, dass wir dieses Thema noch gar nicht angeschnitten haben. Wie war es denn jetzt, als Fülle zurückgekommen ist? Habt ihr so einen speziellen Handgruß? Also war es irgendwie so, dass ihr, oder war alles wieder, oder habt ihr euch erst mal irgendwie wieder das Du angeboten, weil ihr euch entfremdet habt? Wie war das? Erzähl doch mal. Nein, wir haben uns ja noch gar nicht gesehen wieder. Wir sind uns noch gar nicht wieder begegnet diese Woche. Aber es ist natürlich so, es ist große Freude und große Rührung und zwar völlig unabhängig von allem, was jetzt sportlich passieren wird, ist es glaube ich so, dass du bei einem Verein, wir haben jetzt dieses Jahr. Elf Neuzugänge bislang und jetzt sind aber Ehren Dingci und Niklas Füllkrug zurückgekommen und ich glaube, dass es ganz wichtig ist für eine Mannschaft, dass du ein Gesicht hast, dass du wirklich Identifikation hast und es gab eine totale Aussage, ich bin sicher, du wirst sie gleich wieder ans Lächerliche ziehen, aber ich fand sie wunderschön von Niklas Füllkrug bei seiner Vorstellungspressekonferenz gestern. Ja, Moin Niklas, willkommen zurück in Bremen. Wann war der Moment, wo für dich auch klar war, wenn das irgendwie geht und du hast es ja selbst schon bekannt gegeben, du hast auch einen großen Schritt auf Währer zugemacht, wirtschaftlicher Art, dann will ich das machen, dann will ich nach Bremen. Ja, also grundsätzlich verzichten tue ich nicht. Ich werde einfach nur einer anderen Währung bezahlt. Die lautet Emotionen und Leidenschaft. Ich glaube, dass das richtig ausgedrückt ist, weil das, was ich hier natürlich am Ende bekomme. Oder hoffentlich bekomme, die Liebe und die Wertschätzung wird mir so oder so entgegengebracht, unabhängig von meiner Leistung, das spüre ich jetzt schon, aber was ich hier hoffentlich entgegenbekommen, das hätte mir auch kein anderer Club in der Währung geben können. Ah, das ist natürlich, ich werde in einer anderen Währung beteiligen, ich habe Gänsehaut. Aber das ist auch richtig was für das schlichte Zeiglergebiet. Guck mal, der wird in Geld bezahlt, der wird einfach in Zuneigung, in Umarmung, in Kumpellein mit dem Anzeigler bezahlt. Genau so, so funktioniert ich. Ja, aber es ist wirklich so, dass er, glaube ich, also du hast ihn vor allen Dingen, ich kenne ihn ja, seit er bei der U19 gespielt hat, mein Sohn war Balljunge. Da habe ich Niklas Vühl geguckt, als kleinen Jungen da rumhuschen sehen oder als großen Jungen. Und jetzt ist er halt 33 oder so und ist ein Typ, der hat bei West Ham gespielt und beim AC Milan. Das hat beides nicht so gut funktioniert. Aber du merkst ihm dieses, der hat eine gute Euro gespielt. Also du merkst ihm an, dass er als erfahrener Stürmer jetzt einfach zurückkommt. Der ist topfit, wirkt er gerade. Und war auch schon lange nicht mehr verletzt. Also auch diese Verletzungshistorie liegt länger zurück und wir haben große Hoffnung, dass das ein Typ ist, der dem ganzen Verein einfach gut tut und du hast das Gefühl, im Moment tut er auch der ganzen Stadt gut. Aber ich muss noch was erwähnen, noch eine Geschichte, die ich diese Woche erlebt habe und die sehr, sehr schön ist. Ich erwähne jetzt zum dritten Mal meinen Sohn. Mein Sohn hat als Fünfjähriger zusammengespielt mit Mike Nawrotzki in der G-Jugend bei Werder. Und Mike Nawrotzki ist der Einzige, der es wirklich zu Profi-Ehren geschafft hat aus dieser Mannschaft. Der war dann im Nachwuchs von Werder und Nachwuchsspieler hat es da nicht ganz geschafft, weil er da mehrere, hat der Ömer Toprak und solche Leute vor der Nase gehabt. Und ist dann ausgeliehen worden, erst an einen kleineren polnischen Verein, Warta Posen, dann an Liga Warschau. Die haben ihn dann verpflichtet. Die haben ihn dann weiterverkauft an Celtic Glasgow. Da hat er es auch nicht ganz geschafft. Die haben ihn ausgeliehen an Hannover 96. Da hat er, glaube ich, eine gute Zweitligasaison gespielt. Und jetzt hat ihn Lens gekauft. Und Lens ist französischer Pokalsieger, hat jetzt das Supercup-Finale gespielt. Maik Nawrotsky ist Stamm-Innenverteidiger und hat jetzt gegen Dembélé gespielt, 90 Minuten, und als Supercup-Sieger geworden in Frankreich. Gegen PSG, sehr überraschend. Und das ist dann, wo ich dann denke, ey, dem hab ich früher die Schuhe zu gebunden, Und ich sehe ihn im Fernsehen und die Schuhe sind immer noch zu und er ist jetzt Supercup-Sieger. Also das sind einfach so schöne Geschichten am Rande. Um es nochmal mit Ricard. Ich sehe es dir an, du willst es wieder ans Lächerliche ziehen. Nein, gar nicht. Wie Riccardo Basile, wenn er mit Laura von Taucher durch New York stolpert. Gänsehaut. Ich habe Gänsehaut. Aber ich erstaune auch immer wieder darüber, dass du so wahnsinnig viele später prominente Fußballer kennst, hier in Weihe, Dennis Undorfin, wie sie alle gespielt haben. Jetzt, von dem ich in meinem ganzen Leben noch nichts gehört habe, weil der mal Auswechslenspieler von Hannover 96 war und über Cabourg und Cherbourg und Rouen irgendwie jetzt nach Laurence gewechselt ist oder nach Caen oder so. Auf jeden Fall, du kennst so viele berühmte Fußballer, auch aus deiner Jugend. Ja, aber ja nicht richtig gut. Aber ich habe noch ein anderes klassisches Thema, das ich mit dir gerne auch diskutieren würde. Moment, Moment, Moment. Wir dürfen diesen Bremen-Schwerpunkt jetzt nicht einfach abmoderieren. Nein, ich bin ja noch in Bremen. Pass auf, es gab auch noch ein wunderbares Jubiläum. 25 Jahre Arnst-Heigler-Stadionssprecher bei Werner Bremen. Pass auf. und ich gucke in den sozialen Medien rum und da sehe ich plötzlich den Weserkurier. Und ein großes Bild, also man muss wissen, der Weserkurier ist ja sonst so eine Erotikpostille, wo auch mal so ein paar Nacktbilder vorne drauf sind. Stattdessen, Arnd Zeigler auf dem Titelblatt. 25 Jahre, die Stimme des Weserstatters. So was, ganz ehrlich Arnd, so was schneidet man sich doch aus oder so was lässt man doch gerne mal auch zu Hause auf dem Küchentisch liegen, wenn die Frau reinkommt. Ach ja, Weserkurier schon gelesen, ja, schlimme Weltlage, guck doch mal. Zack, und dann bist du da vorne drauf. Es gab in der Deichstube auch das gleiche Interview mit der Überschrift, ein ganz großer Glücksfall. Aber es stand über meinem Bild. Aber sie meinten nicht mich, sondern ich habe gesagt, dieser Job ist für mich ein ganz großer Glücksfall. Aber ich will ganz kurz erzählen, als ich Stadionsprecher wurde, ich habe mir mal den Kader aufgerufen. Da spielten Phil Werder, Ailton, Rade Bogdanovic, Ivan Klasnitsch, Marco Bode, Andi Herzog, Ottmar Walter, nein, der war nicht dabei, aber Tim Borowski, Thorsten Frings, Frank Baumann, Dieter Eils. Das war, das ist die Zeit, in der Stadionsprecher geworden bin. Es ist irgendwie irre, das alles mitgemacht zu haben. Unfassbar. Damals hast du noch mit deinem Handkurbel-Mikrofon auf dem Rasen standen. Nee, mit der Flüstertüte. Was ist eigentlich die größte Änderung seit damals? Ist es die besser gewordene Technik oder ist es die Ansprache oder ist es die Musikauswahl? Was hat sich am allermeisten geändert in diesen 25 Jahren? Also zum ersten Mal, das Wichtigste ist, das Stadion hat sich bei uns geändert. Wir hatten damals noch eine Laufbahn, wir hatten Spiele vor 18.000 Zuschauern in der Bundesliga, das ist glaube ich die größte Endung, dass jedes Spiel voll ist und dass die Stimmung super ist und als ich anfing, hätte ich überhaupt nicht unterschrieben, dass das ein Stadion ist mit einer besonderen Atmosphäre und wo es Spaß macht als Fan und auch als Auswärtsfan und so weiter und mittlerweile ist es glaube ich Konsens, dass ein volles Weserstadion echt eine sehr stimmungsvolle Angelegenheit ist und dass das Heimpublikum sehr, sehr gut ist, die Auswärtsfahrer von Werder ja auch, sie haben glaube ich die zweitmeisten Auswärtsfahrer aller Vereine. Das hat sich so eine Kultur entwickelt, die echt sehr viel Spaß macht. Und als ich anfing, war das alles noch sehr viel provinzieller und sehr viel kleiner. Und der Verein hatte auch keine so großen Ambitionen. Thomas Schaaf war gerade seit zwei Jahren Trainer. Und der Verein war so ein Mittelfeldverein, der ab und zu um den UI-Cup mitspielen konnte. Den gab es damals noch. Und das ist der größte Unterschied eigentlich. Ansonsten in den Stadien, ich meine, es war überall angesagt, Danke, Bitte zu rufen. Solche Sachen, die wir zum Glück in Bremen ganz, ganz schnell abgeschafft haben, bin ich nach wie vor der Meinung, dass das echt scheiße ist. Und so viel hat sich nicht geändert. Und ich war auch ein bisschen gerührt, weil ich so dachte, 25 Jahre, das ist ja auch echt eine unendlich lange Zeit. Man hat ja auch so viele Spielergenerationen, die an einem vorbeiziehen. Ich glaube, wenn ich das machen würde, ich hätte wahnsinnige Angst, mich bei der Aufstellung zu versprechen. Wenn du sagen würdest, hier Tim Borowski, also weil das ist ja so eine stimmungsvolle Sache. Hast du dich jemals so richtig schlimm versprochen, sodass man dachte, ui, ui, ui, ui, ui, ui, ui, ui. Naja, pass auf, die Situation ist, du hast dann ganz oft irgendwelche, also in der Sprecherkabine hast du halt sechs, sieben Leute um dich herum, die hektisch Sachen schreien. Und ich sitze genau in der Mitte. Ich habe das neulich bei einer Auswechslung gehabt, da haben wir Marco Grüll eingewechselt. Mir ist Marco Grülls Vorname nicht hingefallen. Und ich habe, glaube ich, Patrick Grüll gesagt. Aber nicht, weil ich nicht weiß, dass Marco Grüll Marco Grüll heißt, sondern weil einfach fünf Leute mir irgendwas zugebrüllt haben. Oder wir hatten am Samstag Tag der Fans und ein Freundschaftsspiel gegen Ozer. Und ich hatte aber keinen funktionierenden Monitor. Und dann bist du auf einmal und du siehst das Spiel und dann passiert was. Und dann weißt du ganz genau, okay, du kannst jetzt gar nicht noch mal gucken, was da passiert ist. Du musst jetzt gleich irgendwas durchsagen und hast aber gar nicht gesehen, welcher Spieler das war. Und dann machst du das Mikrofon noch nicht auf und schreist, wer war das und wievielte Minute und dann hoffst du, dass dir rechtzeitig was zugeraunt wird das ist glücklicherweise in der Bundesliga nicht da hast du ja wirklich immer einen Monitor vor dir aber das sind so diese, du hast ganz normalen Stresspotenzial du hast, wenn du vorm Spiel am Spielfeldrand stehst und machst auch Interviews hast du eben auch einen Kopfhörer, wo sich viele Leute unterhalten und im dümmsten Fall brüllen die dir irgendwas ins Ohr, was du nicht verstehst, während du gerade die nächste Frage formulieren möchtest ja, das passiert alles, aber, dann ist es halt mal so auf jeden Fall beeindrucktes Jubiläum Und in dem Erotikartikel hast du auch noch verkündet, dass, glaube ich, der. Längst amtierende Stadionsprecher 31 Jahre hat und dass das jetzt das nächste Ziel ist oder 30 Jahre. Ja, in Bremen. Wir müssen mal Grüße senden nach Aachen an Robert Monen, der den Job seit 1972 macht. Robert Monen, alle waren ja Aachen seit über 50 Jahren Stadionsprecher. Herzliche Grüße. Das ist natürlich ein absolutes Unikat und es gibt auch mehrere Leute, die auch das länger machen als ich. Aber ich finde es in Bremen, dass es irre ist, dass Weserstaden wird dieses Jahrhundert und ich bin 25 Jahre Stadionsprecher. Das ist so eine Dimension, die ist mir dann erst klar geworden. Also es ist irgendwie eine große Ehre und eine große Freude, das machen zu dürfen. Aber ich habe übrigens noch ein klassisches Thema, das auch mit Bremen zu tun hat. Das ist so ein bisschen ganz schnell in Vergessenheit geraten oder aus dem Fokus verschwunden, weil eben dann Niklas Fülkug und Ehren Dinktschi geholt worden sind. Werder hat Ludovic Reis verpflichtet, den ehemaligen HSV-Kapitän. Und es ist genau das passiert, was du erwarten konntest, dass die Schwachmaten unter den Fans ihn bedroht haben, seine Freundin bedroht haben. Es gab große Verräter-Posts von irgendwelchen Influencern und so weiter, es sind zwei Erzrivalen und der eine hat mal vier Jahre auf den HSV gespielt, jetzt spielt er für Werder Bremen. Da ist ein Hass unterwegs, wo manche Leute sagen, ja, gehört das dazu. Wie ist so deine Gemütslage, wenn du sowas hörst? Ich kann dieses Verräterdingen überhaupt nicht nachvollziehen, dass du dann sofort als treulloser Geselle gehst, weil du mal irgendwann möglicherweise das Trikot irgendeines Konkurrenten getragen hast. Mal abgesehen davon, dass die Landkarte der Konkurrenz inzwischen ohnehin unübersichtlich ist, weil ja permanent irgendwelche Fans mit Fans von anderen Vereinen befreundet sind, irgendwelche Konkurrenten neu auftauchen und wieder absteigen und so weiter und so fort. Siehst du in Bielefeld sehr, sehr gut. Ich würde mich nie darüber aufregen, dass jemand mal, der in Bielefeld gespielt hat, jetzt nach Paderborn wechselt. Für mich als Bielefelder Paderborn nicht unbedingt satisfaktionsfähig ist. Aber selbst wenn er nach Münster ziehen würde und dort spielen würde, ich würde mich nicht so wahnsinnig aufregen. Weil man muss ja mal der Wahrheit ins Auge blicken. 95 Prozent der Leute ist am Ende egal, wo sie spielen. Die sind dann zufrieden, die freuen sich, dass sie in Bielefeld oder in Münster oder in Paderborn oder in Bochum oder in Elversberg einen guten Vertrag haben. Aber dass sie jetzt unendlich viel Herzblut investieren, darin jetzt genau an dem Standort zu sein, das ist ja nicht so. Und insofern können die auch meiner Meinung nach völlig unbedrängt und unbehelligt zu einem Verein wechseln, mit dem du jetzt nicht so persönlich ganz gut klarkommst. Wenn das jetzt so eine Vereinsikone ist, wenn Uwe Seeler gesagt hätte, eigentlich schlägt mein Herz für St. Pauli, den sympathischen Stadtteilverein, hätte man möglicherweise sagen können, Uwe, korrigier dich bitte. Oder, keine Ahnung, wenn du wie Fabi Rehse irgendwie durch Berlin gezogen bist und so getan hast, als ob du jeden Tag unter der Warschauer Brücke penst. Ob der dann nach Wolfsburg ziehen muss und behaupten muss, dass Wolfsburg jetzt mindestens genauso atmosphärisch ist wie die Hertha, weiß ich auch nicht. Aber ansonsten musst du dich über sowas nicht aufregen und ihn dann auch noch so zu belästigen und anzupöbeln und irgendwelche Instagram-Nachrichten, das ist ja auch allerunterste Schublade, um mit Wolfgang Overath zu sprechen. Allerunterste Schublade, das macht total keinen Sinn. Ja, vor allem, es holt ja auch das Schlechteste an den Leuten hervor. Es ist dann ja gleichzeitig so eine Psychologie, die immer wiederkehrt, dass die Leute einerseits hoffen. Einerseits sagen sie, so gut ist der aber auch nicht, da wird Werder nicht viel Freude haben mit dem. Und andererseits sind sie aber sauer, weil er ja vielleicht doch gut sein könnte. Dann wird ihm gleich eine schwere Verletzung gewünscht und so weiter. Und dann wird zum Beispiel auch völlig vergessen, dass der HSV 2025 von Davy Selke unter anderem in die Bundesliga geschossen worden ist, einem Ex-Werderaner, das hat die Hamburger damals gar nicht so sehr gestört, dass er 22 Tore geschossen hat, also es ist alles, es kommt immer alles irgendwann wieder zurück und es ist, glaube ich, einfach sinnvoll, ja, man kann das, emotional doof finden, ich finde auch manchmal doof, wenn ein ehemaliger Werder-Spieler irgendwo anders plötzlich das Wappen küsst, aber das ist das, wie du sagst, das ist das Geschäft und das kann man dann kurz doof finden, aber sobald es irgendwie in eine Bösartigkeit übergeht, ist es einfach sehr, sehr weit unten. Angesiedelte Stufe der Fankultur, die man meiden sollte. Ja, eigentlich ist es sogar, es hat überhaupt nichts mit Kultur zu tun, es ist echt so eine kulturlose und abartige Deformation des modernen Fußballgeschäfts, die sich einreiht quasi in den Blick auf Spieler als entweder verfügbare Masse für irgendwelche Put-Optionen. Und Börsenspekulationen oder auf der anderen Seite irgendwelche komischen teutonischen Kampfmaschinen, die einfach zu funktionieren haben und die bitteschön sich immer genau so verhalten sollen, wie man das selber irgendwie als Fan hat. Es ist ja auch das Privileg, finde ich, von uns Anhängern, einem Verein total verfallen zu sein. Also du kämpfst nie auf die Idee, irgendwie jemand anders, einen anderen Klub gut zu finden als Werder Bremen und ich nicht als Amina Bielefeld. Aber das ist ja unser Privileg. Das würde ich niemals von Spielern erwarten. Vielleicht von ein, zwei pro Dekade, dass sie sich ein bisschen mehr mit uns identifizieren. Aber dieses, der hat mal ein Jahr für uns gespielt, der war mal zwei Monate ausgeliehen und jetzt spielt er beim Konkurrenten, geht's noch. Das ist ja total abartig. Mein Lieber, Ich werfe mal in unser Protokoll hinein, da sich unsere Sendung ja auch langsam am Ende zuneckt, die Schange-Liga. Es ist immer ein großes Desiderat der Leute gewesen, wann macht ihr die Kicker-Manager-Liga wieder auf? Ich kann nur sagen, uns sind die Hände gebunden, weil der große Mann, der das einrichten könnte, weil er technisch ein bisschen mehr Ahnung hatte, das ist der Tim Pomerenke, der Frimpong Timmerenke ist das. Der ist allerdings noch auf dem Wanderurlaub in den Karawanken in Slowenien. Der Karawanka. Der kann es machen, glaube ich. Am Montag, ne? Am Montag ist er wieder da und dann kann er die Liga anrichten. Irgendwie so. Ja, also das Ding, das wichtige Ding ist, viele Leute schreiben auch, ich möchte ja diesmal unbedingt dabei sein oder ich möchte wieder dabei sein. Und das Ding ist auch, wenn man im Moment auf den Link geht, dann kann man sich schon eine Mannschaft eintragen, unter der man bisher auch sich eingeloggt hat. Nur, das nützt nichts, weil wir starten diese Liga neu. Also macht das jetzt mal noch nicht. Alles, was ihr jetzt eintragt, wird keinen Wert haben, weil wir die Liga am Montag komplett neu ins Leben rufen werden. Wir werden euch das über soziale Medien wissen lassen, vor allem über Instagram und nächsten Donnerstag in der Folge werden wir auch drüber reden, wobei ich fast befürchte, Donnerstag wird die Liga schon wieder voll sein. Also schaut ab Montag in das soziale Medium eures Vertrauens. Und dann werdet ihr mehr erfahren. Von Frimpong, der das noch gar nicht weiß. Der weiß das noch gar nicht. Der wird möglicherweise am Montagmorgen gleich, das ist ja so scheiße, wenn man aus dem Urlaub wiederkommt, dann hast du gleich so 850 Mails, bitte das machen, bitte das dran machen, das ist mega wichtig, bitte an die Schange-Liga denken. Wir können schon mal verkünden, dass natürlich wir einen strategischen Investor auch für die Schange-Liga gesucht haben. Es kann sein, dass wir diverse Anteile verkauft haben und dass wir da gar nicht mehr Herr der Liga sind. Möglicherweise sind wir verschwunden, wir gucken mal. Aber wie gesagt, das gibt es alles am Montag von Frimpong. Wie gesagt, der noch im Wanderurlaub ist, der gerade wahrscheinlich, der hat wahrscheinlich auch so einen Wanderstock, wo er sich so Plaketten anheften kann. Bin ich mir ziemlich sicher. Diese kleinen Dinger. Frimbo ist ein sehr traditioneller Typ. Wie Brockenbenno auf dem EM-Harz, der glaube ich 800.000 Mal den Brocken bestiegen hat. Liebe Freunde, wir blicken auf unser Zeiteisen, auf unsere Urstellen fest. Das war es auch schon wieder. Nächste Woche gibt es natürlich dann auch wieder Leserzuschriften, Hörerzuschriften. Es verabschieden sich. Der Moraltheologe und der Chefideologe vom Kicker. Wir hoffen, ihr startet gut in die erste DFB-Pokalhauptrunde. Und nächste Woche besprechen wir dann, warum Amina Bielefeld und Werder Bremen weitergekommen sind und wie es im Stadion war. Das wird schön an. Ich freue mich auch drauf. Danke euch allen fürs Zuhören. Wieder hin. Tschüss. Dankeschön. Dankeschön. Bitteschön, Patrick. Danke. Wir bedanken uns ganz herzlich bei uns. Ja, vielen Dank, meine Herren. Danke. Bitteschön. Dankeschön. Bitteschön. Vielen Dank, Oliver Kahn. Ja, danke auch für den Stress. Vielen herzlichen Dank dafür. Dankeschön. Vielen herzlichen Dank. Bitte sehr. Dankeschön. Ja, dankeschön. Bitteschön. Ja, dankeschön. Danke. Ich bitte Sie. Also, ja, ich danke Ihnen. Vielen herzlichen Dank. Danke, bitte. Bitte, danke. Ja, vielen Dank. Danke, Erik. Ja, vielen Dank, Jens. Danke, das genügt, sagen wir und mit uns die deutsche Mannschaft. Dankeschön, Dankeschön, Tschüss, geht zusammen. Ich habe heute schon gedankt. Ich komme mit der Dankfüllung, die noch im Dank ist nach Salzburg. Das war Zeigler und Köster, der Fußball-Podcast von Elffreunde. Ihr hörtet eine Produktion im Auftrag von RTL+. Unser Redakteur im Studio heißt Tim Pomerenke, Audioproduzentin und Sprecherin Henni Koch und am Mikrofon saßen bei Zeigler und Köster, wenig überraschend, Arndt Zeigler und Philipp Köster. Das hat Spaß gemacht!