Arnd! Philipp! Ich grüße dich! Grüße dich auch. Das war jetzt nicht Berlinern, oder? Nein, das sollte Niederlandisch wirken. Das sollte Niederlandisch wirken war am Donnerstag. Am Donnerstag ist die große Partie gegen die Erzrivale. Ich weiß nicht, ob du dich daran erinnerst. Ja, ich hörte davon, dass die bei Erzrivalen waren. Da wollen wir ja auch gleich drüber reden. Der Zunder fehlt so ein bisschen wie früher. Aber wirklich. Also der große Hass, den wir früher verspürt haben, wenn es gegen die Niederlande ging, es ist einfach vorbei. Es wird nicht mehr in Kerkrade über den Zaun gepinkelt. Leider Gottes. Und wir müssen um das Trainerkarussell reden, das sich immer schneller dreht. In Gladbach und in Hannover und überall. Das ist eigentlich ein Signet deiner Fernsehsendung. Es wird eine pickepackevolle Sendung. Ja, versuchen wir das mal. Versuchen wir das aber zunächst mal mit einem pickepackevollen Vorspann. Also es ist alles vorbereitet. Jetzt geht's los. Was sind das für Leute? Bevor wir in die Tiefe gehen, du rätst nie, wo ich gerade bin. Audiokommentar hinter mir, eine weiße Hotelwand. Ich nehme mal an, du bist in einem württembergischen oder ostwestfälischen Marktflecken. Klär uns auf. Nein, ich bin in Bielefeld. Ich bin gerade in Bielefeld. Ich bin gestern Abend in Bünde aufgetreten. Und in Bünde gab es das letztes Mal, als ich aufgetreten bin, das schlimmste Hotel in meinem ganzen Leben. Und ich habe dann meiner Agentur gesagt, bitte nicht wieder dieses Hotel in Bünde. Und jetzt bin ich in Bielefeld. Bist du im Bielefelder Hof? Ach, im Ravensberger Hof, direkt am Hauptbahnhof, nicht wahr? Das ist so eine Altstadt hier. Ach so. Ich weiß gar nicht, wie weit der Hauptbahnhof weg ist. Du kennst dich ja gut aus. Und haben die Ostwestfalen schon irgendwas zu dir gesagt? Ein bisschen mehr als zwei Worte? Nö, aber es war nett trotzdem bis jetzt. Wir reden über das Trainerkarussell vielleicht als allererstes, weil es gab Neuigkeiten. Es war gar nicht so der Burner, was ich dachte, dass ich jetzt von Bielefeld erzähle. Ich dachte, jetzt kommt so ein Füllhorn des Glücks von dir zurück, aber nein, ja gut, beim Bahnhof, naja, nee, gut, weiter. Okay, weiter. So, ich sprach über das Trainerkarussell. Ich sprach über das Trainerkarussell und insbesondere, dass unser alter Freund Sandro Wagner einen neuen Job hat, und zwar bei Hannover 96. Und da muss ich doch sagen, das hat mich ein bisschen überrascht. Ich habe gedacht, jetzt kommt hier so eine ganz konventionelle Lösung, dass Sandro Wagner plötzlich am Maschsee steht und Hände schüttelt. Das fand ich überraschend. Ja, wir waren uns ja, glaube ich, auch in den bisherigen Folgen, wo es noch um Sandro Wagner ging und um seine Zeit in Augsburg, waren wir uns beide immer einig, dass wir uns nicht einig sind oder dass wir nicht genau wissen, was wir von ihm halten sollen nach wie vor. Ich glaube, es gibt vielen Menschen so. Es gibt irgendwas an Sandro Wagner, was man richtig cool findet. Und irgendwas, wo man auch immer denkt, ah, lieber nicht. Also wenn unser Verein den Trainer sucht, lieber nicht Sandro Wagner. Aber irgendwas ist cool und irgendwas ist auch gut. Er ist ja auch wirklich der Gegenentwurf zu seinem Vorgänger. Christian Titz, das war ja so einer, dem hättest du auch einen Gebrauchtwagen abgekauft oder so eine Haftpflichtversicherung. Bei dem hast du gewusst, das ist ein ganz ehrlicher und er holt für dich die allerbesten Konditionen raus. Und ich finde, Wagner ist so einer, der dir im Büro zuruft, na, machst nur einen halben, wenn du so um halb sieben Feierabend machst. Also der hat so dieses irre Hüballerflackern in den Augen in den Pressekonferenzen, auch wieder bei 96. Und ich merke auch immer wieder, auch an der Trainerentlassung von Tietz, ich habe immer irgendwie ein ganz merkwürdiges Gefühl, wenn Sportdirektoren, die noch gar nicht so lange da sind, schon gleich einen Trainer entlassen. Wo ich dann denke, okay, der kann jetzt noch nicht so viele Strukturen aufgebaut haben, der den Verein jetzt auch noch nicht seit zehn Jahren im Griff soll. Ich glaube, gerade ist da aber Trainer weg. Das wirkt für mich immer wie so ein ganz, ganz, ganz einfacher Reflex, um irgendwas zu machen. Ja, ich glaube, das ist dann immer Handlungsfähigkeit zeigen. Und ich bin mal gespannt, ob sich Wagner so ein bisschen korrigiert. Also dieses Engagement in Augsburg war ja so ein bisschen rufschädigend, weil er während dieses Engagements, glaube ich, wirklich in unfassbarer Weise in jeder Pressekonferenz, es geschafft hat, dieses fußballerische Fach chinesisch auf ein ganz neues Level zu heben. Gleichzeitig ist er jetzt so einer, finde ich, der wahrscheinlich dann am einen Tag so einen mega komplizierten Vortrag über fluide Laufwege im Deckungsschatten hält und am nächsten Tag dann die ganze Mannschaft um den Maschel jagt, um den Schichtarbeiter mal zu zeigen, dass die Mannschaft rackert und arbeitet. Ich glaube, das kann so oder so ausgehen. Also ich habe selten so eine Trainer-Wundertüte erlebt wie Sandro Wagner bei Hannover 96. Ja, man muss sagen, Pressekonferenzen mit ihm sind immer etwas bizarre Schauspiele oder sehr häufig jedenfalls. Wenn man dann schaut, da sind einfach über 40.000 Zuschauer, das sind Traditionsvereine, das, was die Zuschauer ja auch immer auf die Beine stellen, das kriegt man ja mit. Dann denkt man sich schon, wow, das hat schon der Power, das Stadion ist cool, die Stadt ist cool. Dann denkt man sich schon, achte Jahr, zweite Liga. Warum, wieso? Das ist eigentlich ganz geil, könnte eigentlich auch ein Erstligist sein. Und dann setzt man sich einfach damit auseinander und je mehr ich mich mit dem ganzen Thema auseinandergesetzt habe, Mehr Lust hatte ich dann auch einfach, hier starten zu können und hier das anzugehen. Was ich aber glaube, es ist ja schon ein sehr, sehr intelligenter und schlauer Typ. Und ich glaube, dass er mit Sicherheit, hoffe ich jedenfalls für ihn, Lehren gezogen haben wird aus seinem Augsburg-Desaster. Was ja am Ende wirklich ein Desaster war, weil am Schluss gefühlt hat man ihn ja einfach irgendwie nicht mehr richtig ernst genommen. Und das fing einfach sehr unglücklich an, damit er gesagt hat, unser Kader ist im Prinzip genauso gut wie der von Bayern München. Das wird er jetzt bei Hannover hoffentlich nicht sagen. Ja, und was ich an Sandro Wagner immer gut finde, ist, dass der dann nicht so abgezockt ist. Ich hatte bei Christian Titz ein kleines bisschen und auch schon so bei anderen Trainern, beispielsweise wie Dieter Hecking, immer so ein bisschen das Gefühl, die haben schon alles gesehen. Die waren bei 30 Mannschaften, die haben permanent neue Trainingsanzüge gekriegt mit ihren Initialen drauf. Die haben schon überall mal verkündet, dass sie gute Arbeit leisten wollen und dass sie sich auf die Herausforderungen freuen. Bei Sandro Wagen hast du immer das Gefühl, der will noch ein bisschen was erreichen. Ich glaube, der hätte früher auch gut in dieser legendären Mehmet Göker-Doku auftauchen können, wo Mehmet Göker die ganze Zeit seine Angestellten anschreit. Tatsächlich, der hat Ehrgeiz. Aber was ich auch interessant finde, ist die Mischung bei ihm. Weil er tendiert ja schon dazu, eine große Klappe zu haben. Aber du hast bei ihm auch nie das Gefühl, dass er sich nicht trotzdem auch reflektiert. Und dass er auch durchaus Selbstkritik annehmen würde, wenn er dazu Anlass sieht und so. Ich glaube nicht, dass das jemand ist, der sich sakrosankt sieht und der es völlig absurd findet, wenn er kritisiert werden sollte. Sondern ich glaube schon, dass er sich sehr hinterfragt. Den Eindruck macht er, finde ich, auch immer. Also, das ist einerseits ein ... Nach außen hin schon ein Typ, der auch mal gerne, wobei ich weiß gar nicht. Sag mal, Prollig ist gar nicht das richtige Wort, Prollig ist der eigentlich gar nicht. Nein, der ist ja eher so einer, der in der Sporthochschule dann wahrscheinlich auch immer so Einsen abgezogen hat und der hat einen sehr gepflegten Bart, das ist mir auch aufgefallen, also der hat ja nicht so eine Seehundschnauze, es gibt ja ganz ganz viele Leute, die so Panenka-Bärte haben oder so wie so polnische Oppositionsführer in den 80er Jahren, so ist der ja gar nicht, der ist so einer, wo du das Gefühl hast, der steht bei Douglas oder bei DM oder bei Rossmann so am Regal und testet mal so verschiedene Bartpflegeprodukte durch. Und es ist ja noch gar nicht so wahnsinnig lange her, dass er noch gespielt hat. Wir erinnern uns ja noch gut an seinen Auftritt im Sportstudio, wo er gesagt hat, er ist einer der besten deutschen Stürmer und so weiter. Das gefühlt, weiß ich nicht, wie lange ist es her? Fünf Jahre oder so. Das heißt, sie sind nachweislich im Moment der beste deutsche Stürmer. In meinen Augen ja. Ob das jetzt nachweislich ist, weiß ich nicht, aber in meinen Augen ja. Er sieht jetzt aber eindeutig aus wie ein Trainer. Er sieht überhaupt nicht mehr aus wie einer, der vor kurzem noch gespielt hat. Das ist optisch ein Trainer. Und das sagt ja auch was über ihn aus, dass er sich da so einsortiert. Ja, und das ist ja zum Beispiel anders als Sebastian Hoeneß. Bei Sebastian Hoeneß hast du immer das Gefühl, dass der sich nochmal die 13 überstreift und mal selber aufs Spielfeld läuft und seinen Spielern beim VfB mal zeigt, wie man das dann noch ein bisschen besser macht. Bei Sano Wagner hast du das Gefühl, der hat schon dieses Gravitätische, dieses Hacking-hafte. Jetzt bin ich mal wieder bei Dieter Hacking, aber trotz allem, er hat sowas Gesetzes inzwischen. Das gefällt mir eigentlich ganz gut. Und ich bin mir sicher, er wird zumindest für Unterhaltung sorgen. Das ist ja auch immer sehr, sehr schön. Blick in den Maschinenraum bei Hannover 96. Es gibt doch so ein Lokal außerhalb, in Großburg-Wedel, wo Martin Kind immer die Leute hinlädt, die er dann verpflichten will. Und ich weiß, dass ich irgendwann mal ein Interview mit Martin Kind gemacht habe. Und da ging dann gerade... Ich weiß nicht genau, welcher Trainer das war. Auf jeden Fall einer, der, hier, Valerian Ismael war das, genau, der wurde da gerade gefeuert oder eingestellt, ich weiß nicht genau. Auf jeden Fall sind das dann immer sehr intime Gespräche mit Martin Kind und das wird wahrscheinlich bei Sandro Wagner genauso gewesen sein. Weißt du, wo er zuletzt gespielt hat? Ich habe jetzt mal nachgeguckt. Weißt du, wo er zuletzt gespielt hat? Ich weiß, dass er bei Hertha war. Vorher war er, glaube ich, bei Hoffenheim, kann das sein? Oder hinterher? Ja, das ist ja alles ganz lange her. Nein, der hat zuletzt in China gespielt. Bei Tianjin Jinmen Tiger. Und hat in der letzten Saison, das war vor sechs Jahren, in 26 Spielen noch zwölf Buden gemacht. Ah, das ist ja fast so spannend, wie dass du in Bielefeld bist. Du merkst meine Begeisterung über diesen Funfact über Sandro Wagner. Hut ab. Aber er ist wirklich, also einigen wir uns darauf, er ist wirklich ein spannender Typ. Interessant finde ich, dass manche Schlagzeilen über ihn schon laut, das ist seine letzte Chance in Hannover. Finde ich mutig, weil ich denke, wir wissen erstens nicht, was passiert und zweitens kann doch sein, dass er gute Arbeit leistet und dass er vielleicht irgendwann einfach so entlassen wird, weil man in Hannover halt generell gerne mal einen Trainer entlasst und dann, warum soll es dann seine letzte Chance gewesen sein? Also das finde ich sehr vorheilig. Ja, und dieses Gelaber über die letzte Chance, da könntest du sagen, die Bruchlandung, die Julian Nagelsmann hingelegt hat, der wird auch nie wieder einen Job bekommen, nachdem es so schlimme Schlagzeilen gab. Das ist totaler Quatsch. Letzte Chancen gibt es nie, es sei denn, du bist 85 und bist ohnehin schon ein bisschen auf dem Weg ins Café Waagerecht. Insofern, der wird wahrscheinlich noch ein sehr, sehr erfolgreicher Trainer, eventuell sogar bei Hannover 96. So, Trainerkarussell, nächste Station, das hochfliegende Polizeiauto, das ist diesmal Brüsselmichel Gladbach. Die haben nämlich einen neuen Trainer mit Blessin, Alexander Blessin, der St. Pauli leider nicht vorm Abstieg retten konnte, aber jetzt Gladbach retten soll. Von 2023 bis 2024 war Blessin bei Union Saint-Giloise in Belgien tätig. Von 2024 bis Mai dieses Jahres trainierte Blessin den Kiez-Club. Jetzt wartet die nächste Aufgabe auf Blessin. Und ich las so viel, da bin ich fast ein bisschen misstrauisch geworden über die verlorengegangene Gladbach-DNA. Niemand habe es mehr seit Lucien Favre und eventuell noch ein kleines bisschen seit Marco Rose geschafft, die wunderbare Gladbach-DNA zu sichern und sportlich erfolgreich zu machen. Was soll das sein, Gladbach-DNA? Junge Leute fördern, wie alle? Ich weiß es nicht. Ja, Offensivfußball, ja irgendwie immer, ne? Ja, aber das will doch jeder, oder? Also Offensivfußball will doch auch jeder spielen, Tore schießen. Und eine begeisternde Mannschaft mit jungen, frischen Spielern. Ich finde ja auch, Gladbach hat bis vor wenigen Jahren haben sie wirklich sehr spannend eingekauft und haben immer mal Spiele aus dem Hut gezaubert, wo du wirklich dachtest, boah, da haben sie jetzt wirklich einen tollen Typen geholt für gar nicht mal so viel Geld. Und genau das ist in den letzten Jahren ja so ein bisschen schiefgegangen. Sie haben ja den von mir wegen seines Namens wahnsinnig verehrten Schuto Maschino geholt. Ich glaube für 10 Millionen oder sowas in der Größenordnung. Auf jeden Fall sehr teuer, der bislang überhaupt noch nicht zündet. Dann haben sie, wie heißt der Japaner in der Innenverteidigung? Tanaka, ist das Tanaka? Kann sein. Kann sein. Den Satz will ich auf jeden Fall schneiden. Ich gehe mal eben auf Mönchengladbach-Transfers hier bei Transfermarkt. Henni, ich wünsche mir sehr, dass du das nicht rausschneidest. Nein, das wird rausgestimmt. Ich gelte immer als der, das muss ich einfach kurz sagen, als der, der gar keine Ahnung hat und das nehme ich auch an. Aber dass sich auch jetzt Arnd in seinem Hotelzimmer in Bielefeld vorbeugen muss. Itakura! Ja, dann haben sie Ko Itakura zurückgeholt von Ajax, der bislang überhaupt noch nicht funktioniert. Sie haben Liedberg geholt als wirklich tollen Torjäger aus der zweiten Liga, bislang auch, ich glaube, ein Tor oder so ähnlich. Ich meine, sie konnten diese Saison auch nicht so viel investieren, aber es hat in den letzten Jahren, und das ist wirklich im Prinzip ja die Blaupause für alle Vereine, die in so eine Schieflage geraten und dann den Trainer entlassen, ist das einfach Transfers mal zwei Jahre nicht funktionieren. Das ist immer scheiße und das ist immer eine Sache, die für einen Trainer ganz, ganz schwer auszubaden ist. Ich bin mir auch nicht sicher, ob das so eine dankbare Aufgabe ist für Blessin, aber nun gut, er ist angetreten und muss jetzt die Gladbach-DNA wiederherstellen. Ich war schon misstrauisch, als Roland Wirkus, der fröhliche Maschinenführer unter den Sportdirektoren, der. Meiner Meinung nach auch nicht so eine richtige Ahnung davon hatte, was die mögliche Gladbach-DNA sein könnte, dass eben die Nachwuchsförderung inzwischen bei jedem Klub, der nicht so wahnsinnig viel Geld hat, unter der Prioritätenliste auf Platz 1, 2 oder 3 steht, du gerne offensiven, begeisternden Fußball spielen möchtest. Auch etwas, was alle machen, aber das macht doch wirklich jede Truppe. Also ich würde mich fast sogar festlegen, dass Freiburg das Gladbach des Breisgau ist, also die machen das doch genauso. Also was soll da noch originär Gladbach-DNA sein? Das könnte in den 70er Jahren ja irgendwie verfangen, aber dem hinterher zu rennen, ist auch totaler Quark, finde ich. Na vor allem, Sie haben es ja mit Polanski versucht mit der Gladbach-DNA, da haben Sie einen genommen, der dicht dran war. Oder Sie haben ja auch, offenbar war Herr Horst Steffen auch mal zumindest im weiteren Kreis im Gespräch auch jemand, der aus der Gegend kommt, der den Verein gut kennt, das wäre Gladbach-DNA gewesen und sie haben sich jetzt aber für was anderes entschieden. Was ist deine Wahrnehmung? Also ich finde, wenn man so Gladbach-Fans hört, so richtig super happy mit Blessin ist keiner. Obwohl Blessin ja bei St. Pauli doch eigentlich schon gute Arbeit geleistet hat, wenn man das so sagen will. Ach, das ist natürlich auch schwierig. Ich glaube, in Gladbach sind sie alle inzwischen zermürbt. Also dieser Niedergang und dieser Downfall von einer Mannschaft, die sich dann doch zwischendurch mal relativ selbstverständlich irgendwie im oberen Drittel eingeordnet hat, die zwischendurch mal Champions League gespielt hat, wo eine gewisse Euphorie war, wo du dachtest, Da haben sie jetzt mal ein System und ein Rezept gefunden, wie du wirklich dauerhaft an der Spitze bleiben kannst. Und jetzt siehst du so andere Mannschaften, das muss ja nicht immer das ekelige Leipzig sein. Das kann ja auch Freiburg sein, das kann Frankfurt sein, Stuttgart sein, die alle an einem vorbeigezogen sind. Wo die Gladbacher natürlich aus ihrer Heritage, aus ihrer ganzen Tradition und Historie sagen, da müssten wir eigentlich nicht schlechter sein, dass die jetzt alle vorbeigezogen sind. Und du krepelst da irgendwie hinter Hoffenheim, zwischendurch ja letzte Saison auch hinter Heidenheim, hinter Schalke, hinter St. Pauli letztes Jahr dann irgendwie da irgendwie herum. Das ist natürlich auch alles... Alles höchst unerquicklich und wahrscheinlich sehen die sich nach irgendeinem Trainer, der es dann jetzt einfach den Bock umstößt, wie Aki Watzke sagen würde. Also irgendjemand, der irgendwie sofort Erfolg verspricht. Also vielleicht sogar jemand, wie es dem HSV bei den Transfers passiert ist, der out of ranges, also der quasi eigentlich zu gut für Gladbach ist, sich dann aber aus Liebe zur alten Borussia für den Klub entscheidet. Ich glaube, sowas wäre schön gewesen. Und da ist Blessin bei aller Wertschätzung dann ja doch eher so ein, nicht ein No-Name, aber jemand, der eher zu Gladbach passt, auf böse Art und Weise. Du hast ja eben zwischen den Zeilen durchblicken lassen, dass du für Leipzig gar nicht so viel Sympathie übrig hast. Den Verdacht hatte ich schon länger. Das klang eben wieder so ein bisschen durch. Sag mal, ich bin natürlich auch nicht unbefangen, weil ich ja große Wertschätzung für Ole Werner habe. Aber was genau ist besser geworden, dadurch, dass sie Ole Werner entlassen haben und Martin Dimitschelis geholt haben? Was genau haben die sich erhofft? Was genau haben sie jetzt erreicht? Warum? Wozu ist dieser Wechsel? Das Schöne war doch, dass, zumindest sagten das die Auguren, dass Klopp in einer letzten Amtshandlung noch Ole Werner aus dem Amt gedrängt hat, weil er dachte, mit der Spielweise, mit der Werner in der Bundesliga immerhin in der Champions League Qualifikation angelandet ist, keine Chance hat. Er hat gesagt, in der Königsklasse hast du mit Ole Werner und solchen Leuten einfach keine Chance. Das mag ein Irrtum sein, zumal du dir dieses, ich will es nicht sagen, diese streitbare Figur, den Michaelis geholt hast, der meiner Meinung nach auch so wahnsinnig viele Erfahrungen jetzt auf dem ganz hohen Tablett auch nicht hatte. Und man hat das Gefühl, die haben so ziemlich alles kaputt gemacht, was vorher möglicherweise an Zutrauen erstens zwischen der ganz oberen Riege der sportlichen Leitung in Leipzig und der Mannschaft einigermaßen aufgebaut worden ist. Das ist einfach alles kaputt gegangen. Man könnte es ihnen, man könnte es ihnen. Man freut sich, dass Demichelis jetzt Trainer Leipzig ist. Und wenn ich Mann, dann meine ich natürlich mich. So, pass auf, noch ganz wichtiges Thema. Jetzt mach ich in der Klammer auf. Demichelis, Demichelis. Ich habe neulich eine Diskussion gehabt mit einem Kollegen, weil Demichelis hat jetzt in einem Interview, wo er gefragt wurde, wie er eigentlich ausgesprochen wird. Und er hat gesagt, Demichelis. In Argentinien ist Demichelis, in Italien ist Demichelis. Wahrscheinlich hier in Deutschland ist Demichelis. Es ist egal. Ich werde es sowieso verstehen, wenn er meinen Nachnamen schreibt oder einfach sagt. Und der Kollege hat gesagt, nee, wir sagen aber weiter dem Miquelis. Das sagen alle dem Miquelis. Das machen wir jetzt nicht. Wir sagen jetzt weiter dem Miquelis. Wie stehst du zu sowas? Discuss. Wir können ihn auch den Michel nennen oder so. Also ich wäre da ganz... Wenn man weiß, wenn er selbst sagt, ich werde mit Scheles ausgesprochen, ist es dann, Ignoranz zu sagen ist egal, wir sprechen den weiter so aus, wie wir es kennen oder muss man das dann berücksichtigen? Doch, das ist genau... Oder ist es so, wie du reagierst, wenn du, wenn irgendwelche ausländischen Vereinsnamen besonders korrekt ausgesprochen werden und du sagst, das ist ganz schön eklig, wenn man dann so den Doktor schlau macht. AC Milan, wie es so schön heißt. Und wir erinnern nochmal an den Podcast-Klassiker, an Robin Dutt, der eigentlich Robin Dutt heißt, weil die Familie aus Indien kommt. Und irgendwann der Vater, weil er so stolz auf den Sohn war, die Anrufbeantworter-Ansage geändert hat und gesagt hat, ja, hier ist die Familie Dutt oder auch Dutt. Ich glaube, dass es gerade in Leipzig zu dem Thema Demütigung gehört. Ich glaube, jeder Trainer wird in Leipzig erstmal gedemütigt. Bei Ole Werner war es, dass er sich komplett in diesen schrecklichen Fanklamotten von RB Leipzig einkleiden musste, inklusive Deppenmütze, inklusive Michael Schumacher Deppenmütze. Und bei Demichelis ist es ja wahrscheinlich die Aussprache seines Namens. Im Osten sagt man Demichelis oder Demichelis, ich weiß noch nicht genau. Auf jeden Fall, Demütigung steht da ganz oben auf der Tagesordnung. Aber wenn wir nochmal über Ole Werner reden, fällt mir auch auf, es gibt ein Phänomen auf dem Trainermarkt, dass du als Trainer... Wenn du relativ weit oben stehst im Regal, wenn du irgendwo entlassen worden bist, wo sich hinterher jeder gefragt hat, den hätten die auch nie entlassen dürfen, dann hast du so einen Bonus, finde ich. Also Ole Werner, finde ich, hat im Moment den Bonus, eigentlich war der gut genug für Leipzig, sie haben ihn entlassen, aber er hat bewiesen, dass er es kann, also sollten wir den mal in Betracht ziehen. Also ich habe das Gefühl, wenn du irgendwo so ungerecht entlassen wirst, genau wie Neuhaus in Bielefeld, den du schon erwähnt hast. Hast du den schon erwähnt oder hast du den nur im Vorgespräch erzählt? Ich habe den nur im Vorgespräch. Blick in den Maschinenraum. Achtung, Achtung, Achtung, Teaser. Wir erwähnen später noch Neuhaus. Aber es ist so, wenn du als Trainer zu Unrecht oder gefühlt zu Unrecht entlassen wirst, dann machst du dadurch eigentlich Punkte. Du hast so ein positives Flair auf einmal hinterher. Nach dem Motto, ja, der eigentlich der arme Kerl, der war doch voll gut. Und dann haben sie ihn entlassen. Das schwingt jetzt bei Ole Werner so ein bisschen mit. Ich finde auch, dass man sich jetzt ja auch gerade vorstellt, wie es Ole Werner geht. Vielleicht hockt er jetzt so eingemummelt in so einen Norweger-Pulli irgendwo in Dänemark in so einem Ferienhaus und schaut elegisch, melancholisch aus dem Fenster und wartet, dass jemand anruft und niemand ruft mal an. Aber nein, du hast natürlich völlig recht. Also es ist quasi ein Bonus, den er jetzt quasi sofort vermelden kann, ist, dass er da rausgeekelt worden ist. Und er hat sich ja überhaupt nichts zu Schulden kommen lassen, er hat nicht gemeckert, er hat ja auch kein schlimmes Interview dann gegeben, in dem er nochmal beklagt hat, wie übel eben mitgespielt worden ist. Also er hat sich tadellos verhalten und ich bin mir ganz, ganz sicher, wenn mal wieder im hohen Regal, wie wir das nennen, dann mal jetzt einen Klub anruft, dann ist der auch bald wieder auf dem Markt. Ich soll mal sagen, der hat seine letzte Chance noch nicht bekommen. Nein, und er war ja augenscheinlich auch bei Gladbach im Gespräch, zumindest wurde das so gehandelt und soll abgesagt haben. Wo ich mich auch immer frage, wer genau kann wissen, warum, wer wem abgesagt hat. Aber er soll abgesagt haben. Und da denke ich eben auch, Ole Werner ist einer, der kann jetzt wirklich in Ruhe in seinem Norweger Pullover warten. Und kann einfach sagen, ja, warum soll ich jetzt irgendwas nehmen, nur um wieder irgendwie in der Bundesliga zu sein. Manche Trainer müssen das ja machen, um einfach den Anschluss nicht völlig zu verpassen. Aber Ole Werner ist in der Situation, der kann auf was ganz Gutes warten, jetzt wo er richtig Bock drauf hat. So, und jetzt kommen wir nämlich noch zu einem anderen Bonustrainer, der, glaubt man zumindest manchen missgünstigen Stimmen beim Hamburg SV, auch ganz, ganz, ganz, ganz kurz vor der Entlassung stand. Nein, Spaß natürlich gar nicht. Merlin Polzin hat aber so ein bisschen Gegenwind erfahren, nachdem es zwei 0 zu 5 Klatschen hintereinander gab. Und er hat schon in der letzten Woche vor dem Spiel gegen den 1. FC Köln reichlich angefasst reagiert, als er nämlich auf Kritiker angesprochen wurde. Damals war es ja tatsächlich auch so, dass es relativ viel Kritik gab, weil angeblich das System von Polzin entschlüsselt worden ist. Und dann hat er alle Spieler bekommen und dann trotzdem wird es nichts. Und wir haben ja auch die paar Wüteriche, die Internet-Wüteriche eingespielt, die auch wahnsinnig sauer waren und zack, gewinnen sie gegen den 1. FC Köln. Und danach hat Merlin Polzin nochmal eine Pressekonferenz gegeben und konnte sich dann doch den einen oder anderen Seitenhieb nicht verkneifen. Deshalb war es sehr, sehr interessant für mich zu beobachten, wer auch in diesen Momenten dann zu uns steht, wer in diesen Momenten dann auch den Prozess bewertet und nicht nur die Ergebnisse, die zweifelsohne natürlich dazugehören, aber gerade zu Saisonbeginn mit. Vielen Transfers, die wir relativ spät getätigt haben, die noch ineinandergreifen müssen, Es war sehr, sehr interessant für mich, das auch zu beobachten. Was mir aber ein brutal positives Gefühl und auch eine Zuversicht gibt, ist einfach, wie wir im Verein hier zusammenstehen. Ob das dann in unserem Vorstandsbereich ist, ob das der Aufsichtsrat ist, das Präsidium und vor allem auch alle Jungs und Mädels, die im Stadion dann permanent für Unterstützung sorgen. Da hat es mich schon irritiert, dass dann Kritik aufkam, dass uns die Fans unterstützen. Das war, glaube ich, die Kirsche auf der Sahne toute, weil wir genau dieser HSV nicht mehr sind, wo jetzt alles kurz und klein geredet wird, sondern wir wollen hier zusammenstehen in guten und schlechten Zeiten. Deshalb eine sehr, sehr interessante Phase und umso schöner ist, dass wir oder die Jungs sich dann heute auch mit dem Sieg belohnen konnten. Auch da, das ist ja auch ein wiederkehrendes Thema in unserem Podcast, welcher Wahnwitz, dass man den holt. Man steigt mit ihm endlich auf nach einer quellenlangen Phase in der zweiten Liga, er hält die Mannschaft souverän in der ersten Liga und nach drei schlechten oder mageren Spielen in der Bundesliga sagen gleich alle, oh, also ob das so schlau war zu verlängern, das hätte man dann vielleicht nicht machen sollen. Völliger Quark, also mein ständiges Reden, wenn du von dem überzeugt bist und der bewiesen hat, dass er ein guter Trainer ist, warum soll er jetzt wegen eines schlechten Saisonstarts plötzlich ein schlechter Trainer sein? Übrigens auch, weil du das System angesprochen hast, auch für mich einer der, merkwürdigsten Trugschlüsse ist, dass manche Fans zu wissen glauben, dass ihr Trainer nur ein System spielen kann und welches System zum Verein passt und welches nicht und bei Transfers rumwettert die Spieler passen doch gar nicht zu unserem System, was anderes kann der Trainer doch gar nicht spielen und jetzt bei Paul Porzin auch über das System, Ich glaube, alle Leute unterschätzen jeden ausgebildeten Trainer, der in der Bundesliga arbeitet, wenn sie denken, der kann nur ein System und was anderes kriegt der nicht hin. Es ist völliger Bullshit. Ist es auch, aber es schlägt ja nicht nur Polzinen, dem brandenburgischen Dorf unter den Trainern entgegen, sondern beispielsweise auch Lustrinelli in Berlin beim 1. FC Union. Die haben sich ja 0 zu 7 verprügeln lassen in München und das war tatsächlich danach eine sehr, sehr ungute Stimmung bei allen. Also nicht, weil die da 0 zu 7 verloren haben, das passiert den besten, sondern weil die da wirklich zum ersten Mal nicht gekämpft haben. Also die vergangenen Auftritte von Union Berlin waren signifikant anders. Also diesmal standen die da salutierend wie beim Grundwehrdienst und haben die Bayern ein Tor nach dem anderen schießen lassen. Ich habe so das Gefühl, dass die Geduld anders als früher, wo man das Gefühl hatte, dass sich gerade die Funktionärselite da bei Union Berlin durchaus bemüht, ein bisschen Kontinuität herzustellen, dass das auch relativ schnell gehen könnte. Dann könnte sich das als das vielbeschworene große Missverständnis daraus stellen, dass du einfach mal versuchst, das zu tun. Was Union über viele Jahre einfach jetzt auch in der Liga gehalten hat, nämlich einfach eine sehr, sehr fein zesivierte und sehr, sehr gut fein austarierte Defensive unter Urs Fischer und eigentlich unter den meisten seiner Nachfolgern auch, das einfach mal für einen begeisternden Spielstil über den Haufen zu werfen, der einfach nicht ankommen mag. Da kann ich dann auch die Ungeduld so ein bisschen verstehen und dann denkt man auch, warum machen die das denn, das gibt es doch gar nicht, aber man hofft dann immer, dass ein großer Plan dahinter steht. Ich habe schon vor dem ersten Saisonspiel in den WhatsApp-Gruppen, wo ich mit ein paar Freunden über Fußball diskutiere, schon geschrieben, sag mal, ich habe mir gerade mal Union Berlin angeguckt, das ist kein richtig guter Kader mehr, den die haben. Nachdem sie ansah, haben sie noch verkauft, ganz kurz vor viel Geld. Da habe ich dann gedacht, okay, was da jetzt übrig ist, ich meine das jetzt nicht böse, ich will auch niemandem zu nahe treten, aber das ist kein richtig guter Bundesliga-Kader. Nein, ist es auch nicht. Wo du eben auch nicht weißt, wie der funktioniert in der Bundesliga. Und dann hast du eine ganz, ganz explosive Mischung. Und wenn du dann auch noch die Situation hast, dass du vor, wann war es, vor drei Jahren Champions League spielst? Dann kommt natürlich auch ganz schnell die sehr, sehr toxische, wo ist das ganze Geld hin-Diskussion, warum haben wir jetzt so einen schlechten Kader, wo wir noch Champions League gespielt haben und sie sind genau wie viele andere Vereine in diese Falle getappt, sie hatten dann wahrscheinlich. Sage ich jetzt mal ganz, ganz, ganz naiv aus der Entfernung, dann plötzlich einen teuren Kader, mussten mit Spielern verlängern für viel Geld, weil sie Champions League gespielt haben, mussten teurere Spieler holen, als sie sich eigentlich hätten leisten können und mussten das alles hinterher in Windeseile wieder runterdampfen. Und da sind sie jetzt gerade dabei am Runterdampfen und hoffen, dass sie eine Mannschaft haben, die trotzdem noch gut und konkurrenzfähig ist. Und die haben sie aber vielleicht gar nicht. Ich sage jetzt mal vielleicht, weil es ist auch der erste Saisonstart. Die können sich natürlich auch noch finden. Aber ich würde mal sagen, Union Berlin hat keinen Kader für das Mittelfeld der Liga, sondern das ist irgendwie schon vom Niveau her ein bisschen drunter. Ungute Aussichten, muss man sagen. Zumal auch dann ansonsten nicht so wahnsinnig viel glatt läuft. Jetzt kam gerade die Nachricht, dass die jetzt ihr Stadion endlich bauen. Sie wollen aber ein bisschen später dann ins Olympiastadion umziehen. Leihweise für ein Jahr, glaube ich, oder eineinhalb. Und danach dürfen sie leider das große Stadion nicht auslasten, weil die Zuwege fehlen. Also jeder, der mal in Köpenick war und weiß, wie schwierig es ist, dort abseits der öffentlich-rechtlichen Verkehrsmittel ins Stadion zu kommen. Die Parkplatzsituation ist gruselig, kann man natürlich ein bisschen verstehen, trotzdem ganz schön deprimierend. Übrigens, wir können mal einen keinen Sidestep zur Länderspielpause machen. Durch eine Personalie, die gerade noch aufgeploppt ist. Heute Morgen haben sich diverse Leute über Nicola Tresoldi. Empört. Der spielt bei Brügge, war aber vorher bei Hannover 96 und hat jetzt verkündet, dass er sich bis 2027, also nächstes Jahr. Zeit lassen möchte und dann erst entscheiden möchte, ob er für die italienische oder für die deutsche Nationalmannschaft spielen möchte, je nach Aussichten, ob er dort spielen kann. Aber man könnte jetzt natürlich böse sagen, wenn er überhaupt Lust hat, an einem großen Turnier teilzunehmen, sollte er sich umhängend für die deutsche Nationalmannschaft entscheiden. Und jetzt haben sich auf jeden Fall manche Leute darüber aufgräbt und gesagt, das kann doch nicht sein, dass sich ein Mensch, der die Chance hat, in seinem Heimatland, das es ja nun inzwischen auch geworden ist, seit dem die nach Hannover damals gezogen sind, es kann doch nicht sein, dass er sich jetzt einfach entscheidet für die, möglicherweise für die Italiener, hat er denn kein Herz, hat er denn keine Identifikation mit der deutschen Nationalmannschaft? Und da sind wir mitten in der Nationalstolz-Debatte drin. Ja, ja, ja. Pass auf, bei Tresoldi ist das, da kommen ja wirklich die ganz klassischen Reaktionen, die dann immer kommen, wenn es mal so eine Frage gibt. Da gibt es die einen, das sind so diese permanent Beleidigten, die sagen, ja, also wenn der sich da entscheiden muss, dann brauchen wir den auch gar nicht. Also dann soll er doch, das sind die, die auch bei Transfers sofort als erstes drunter schreiben, Reisende soll man nicht aufhalten. Ganz wichtiger Post immer bei Kommentaren unter Transfers. Reisende soll man nicht aufhalten. Und die haben dann geschrieben, nee, also wenn der jetzt überlegen muss, ob er für Deutschland spielen soll, dann brauchen wir den bitte gar nicht. Aber es ist doch völlig legitim, wenn du gebürtiger Italiener bist und du spielst in Deutschland, vor allen Dingen dann sagen auch wieder Leute, ja, das ist aber auch dann verlogen, wenn der jetzt nach Karrierekriterien geht, um zu entscheiden, für wen er ein Turnier spielen soll, dann soll er bleiben, wo der Pfeffer wächst. Ja mein Gott, der ist Profifußballer. Es ist doch klar, dass der überlegt. Also erstens, ich glaube, dass ihm beide Nationalitäten sehr nah sind. Das eine familiär und das andere, weil er eben hier aufgewachsen ist. Es ist doch das Normalste von der Welt, dass du überlegst, worauf habe ich jetzt am meisten Bock. Das ist völlig legitim, wenn du Profifußballer bist. Dass du überlegst, worauf habe ich am meisten Bock. Das hat ja nichts damit zu tun, dass er überlegt, wie viel mehr Geld verdiene ich, wenn ich jetzt in dem einen Land Nationalspieler werde und mich gegen das andere Land entscheide. Sondern es geht darum, der ist Profi, der will was erreichen und der hat Bock, das Bestmögliche daraus zu machen. Im Übrigen bin ich wirklich fasziniert. Was der aus sich hat machen können. Also es war bei Hannover 96 ein sehr guter, sehr junger Zweitligastürmer. Du hast gesehen, es wäre nicht verkehrt, den sich jetzt zu holen, weil das wird ein richtig guter. Brügge hat es gemacht. Der ist noch bei weitem nicht am Ende seiner Entwicklung. Und ich glaube, dass der auch eine gute Nationalmannschaftskarriere haben wird, egal für welches Land. Absolut. Und ich kann die Empörung auch deswegen nicht verstehen, weil man Fußballprofis, auch jungen Fußballprofis, ansonsten immer zubilligt, dass sie berufliche Entscheidungen treffen, die möglicherweise mit dem Fanherz nicht so richtig zusammenpassen. Guck dir mal eine neue an. Sollte der beim FC Schalke bleiben, bloß weil er einmal mit den Ultras gekuschelt hat, natürlich war das gut für ihn und seine Karriere, dass er zum FC Bayern München gegangen ist. Kann man ja mal so unfußballromantisch mal feststellen. Und bei Tresoldi ist es eben auch so, der ist Sohn eines italienischen Fußballprofis. Die Mutter kommt aus Argentinien. Die hatten den Zufall, dass die Mutter in Langenhagen da in Hannover am Flughafen angestellt wurde. Dass der auch familiäre Wurzeln hat und möglicherweise auch in der Familie noch Leute, die sagen, spiele mal bitte für Italien. Das ist doch völlig klar. Und ich finde nicht, dass man da gleich die Pickellaube aussetzen muss und sagen muss, das ist aber kein echter deutscher Nationalspieler, da fehlt die Identifikation. Und da können wir ja auch dann wirklich gleich mal den Schlenker machen, rüber zur Nationalmannschaft. Da ist das große Thema aufgemacht durch Jürgen Klopp in der zweiten Pressekonferenz gewesen, ob wir uns die Fahne zurückholen können. Und er hat dann gleichzeitig auch noch die Kappe aufgehabt, einer von 83 Millionen. Also die Botschaft war sehr, sehr klar. Das, was Fritz Ekenger ein bisschen schämisch den positiven Patriotismus, nämlich Popa, genannt hat, das soll jetzt auch quasi rund um die Nationalmannschaft funktionieren. Bei dieser Debatte, Arndt, konntest du die so in allen Zweigungen, Abzweigungen nachvollziehen? Das driftete ja sehr, sehr schnell ab in so einen etwas unguten gesellschaftlichen Streit mit auch unguten Auftritten beim Doppelpass. Ja, es ist ganz merkwürdig, was alles jetzt passiert ist. Es ist natürlich auch eine Simultanität gewesen mit den Wahlergebnissen der letzten Landtags- und Kommunalwahlen, die es jetzt gegeben hat. Das lief alles parallel. Wir wollen jetzt hier auch wirklich nicht keine Angst, also Politik raus aus dem Fußball. Wir wollen jetzt hier nicht der Polit-Podcast werden, aber in dem Fall müssen wir es mal thematisieren, weil Jürgen Klopp es thematisiert hat. Ich glaube, die meisten Leute fanden es durchaus richtig und gut. Es gab merkwürdige Wortmeldungen von Nikolaus Blomes, glaube ich, der Politikchef von RTL. Grüße, der im Doppelpass war und gesagt hat, er versteht das überhaupt nicht, was Klopp da geht. Arndt, Arndt, man kann wirklich jeden Namen nennen. Du kannst auch, keine Ahnung, irgendwie Papst Franziskus, Grüße. Vielmehr in dem Moment auch. Grüße. Aber egal, Grüße. Jedenfalls, der hat im Doppelpass wirklich, ich versuche jetzt ihn verkürzt wiederzugeben, ich hoffe, ich werde dem gerecht, hat gesagt, er versteht diese Diskussion überhaupt nicht, was Klopp da geritten hat, weil es gibt doch überhaupt gar keine Probleme mit der deutschen Fahne. Seit 2006 schon ist das doch alles ein völlig entspanntes Thema. Da soll man doch überhaupt nicht noch einen Fass aufmachen. Warum hat der das denn überhaupt gesagt? Und er ist da völlig hinten dran, weil die Fahne ist doch schon längst wieder in Ordnung. Das fand ich eine etwas kuriose Wortmeldung. Das war natürlich so ein absolutliches Missverstehen, wie man es dann manchmal hat in solchen Talksituationen. Ich glaube, die meisten Leute wissen, was Jürgen Klopp meinte. Weil es ist doch wirklich so, im Prinzip, um es in einem Satz zu sagen, Jürgen Klopp wollte eigentlich ganz klar machen, dass er sich wünscht, dass man mit der deutschen Fahne diese Nationalmannschaft unterstützt und dass man sich dabei gut fühlen kann, möchte sie eigentlich denen wegnehmen, die daraus Nationalismus machen wollen. Und das berühmte Zitat mal leicht abzuwandeln, Nationalismus ist die Religion der ganz armen Schweine. Und wer es notwendig hat, Nationalismus vor sich herzutragen und zu sagen, wir sind nicht nur gut, sondern wir sind besser als alle anderen und wir sind von Geburt an besser als alle anderen, Der hat halt wirklich ein Problem und wer es wirklich nötig hat. Auf Dinge stolz zu sein, für die er gar nichts kann, weil er einfach irgendwo geboren wurde, das ist jetzt eine ganz weit gefasste Diskussion, die wir jetzt begonnen haben, das ist halt was, das gehört irgendwie nicht in den deutschen Fußball rein, diese Tümelei und das wollte, glaube ich, Jürgen Klopp sein Unbehagen ausdrücken und das hat er auch geschafft. Ja und ich finde es war auch der stärkste Teil dieser Pressekonferenz, über die wir ja auch in der letzten Woche schon mal gesprochen haben. Ich fand die Bemerkung, dass man nur nichts dafür kann, wenn man hierzulande geboren wird und dass das ein großes Glück ist und dass wir das nun auch gerne wertschätzen dürfen, genau richtig. Ich las dann von Kollegen, die meinten, er hätte mal die AfD noch speziell erwähnen sollen. Finde ich gar nicht. Ich glaube, die Botschaft war sehr, sehr klar. Und sie war meiner Meinung nach auch eigentlich der am wenigsten kontroverse Part. Es gab ja ansonsten noch, darüber können wir auch noch mal reden, Ärger mit den Journalisten. Es war so ein bisschen die zweite Attacke, die er geritten hat. Er hat ja schon in seiner ersten Pressekonferenz gesagt, wenn ihr mir hinterherstellt, wenn ihr meine Familie nicht in Ruhe lasst, dann bin ich weg. Da haben, glaube ich, ganz, ganz wenige Journalisten nur Anstalten gemacht oder sich irgendwie angesprochen gefühlt. Jetzt hat er auf die Transferjournalisten eingedroschen und hat gesagt, ja, das wäre ihm eigentlich egal, aber. Und immer wenn man aber sagt, ist es ja leider auch so, dass alles, was vor dem Aber stand, eigentlich nicht gilt. Also es hat ihn ja offenbar dann noch ein bisschen geärgert. Er hat gesagt, das sei ganz, ganz arm, was diese Transferjournalisten machen, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Nun könnte man sagen, es ist ein dünnes Eis. Es ist ein dünnes Eis, weil alle Leute, die da im Publikum saßen, um das Hundertfache weniger verdienen als er. Und es möglicherweise auch mal Jobs gibt, die nicht ganz so angenehm sind wie Bundestrainer für 7 oder 8 Millionen jährlich. Und gleichzeitig war die aber richtig angepisst. Findest du zu Recht? Also findest du Plettenberg und wie sie alle anderen heißen, die haben dann sich zu Recht gemobst? Nee, finde ich nicht, weil ich finde auch hier, hatte man die Wahl, es ist entweder richtig oder falsch zu verstehen. Und wenn man es absolut falsch verstanden hat, dann ist so eine Kollegenschelte draus geworden. Da finde ich aber dann wirklich auch mal auffällig, ich weiß nicht, wie du das siehst, dass da immer sofort so ein Glaskin entsteht bei Journalisten, wenn irgendeiner Journalisten kritisiert öffentlich. Weil Jürgen Klopp doch letztendlich auch nichts anderes gesagt hat, als diesen Journalismus, der so auf Spoilertum basiert. Also ich hau mal Sachen raus, die eigentlich noch niemand wissen soll. Aber ich hab da schon einen Tipp bekommen, deswegen hau ich's raus. Obwohl die natürlich die Spieler ja eigentlich erst übermorgen verkünden wollen. Das hat ja nichts mit der Qualität des Journalismus zu tun, sondern das ist so eine Geisteshaltung, die kann man einfach albern finden. Dass man dieses ich weiß es einfach schon, ich hau es schon raus, obwohl es eigentlich eine groß angelegte Pressekonferenz gibt, wo das feierlich verkündet werden soll, da kann man durchaus kindisch und albern finden und so ein bisschen, weiß ich nicht, fehlgeleitet. Was ich dann immer komisch finde, ist eben wirklich dieses, was fällt dem ein, Journalisten zu kritisieren, weil Journalisten, das sind die, die wirklich kein Problem damit haben, in Kampagnen einzelne Menschen zu vernichten und zu sagen, den schreiben wir jetzt aus dem Arm, bis der endlich gefeuert wird. Dem attestieren wir dauernd, dass er überfordert ist im Job oder zu dumm oder zu schlecht. Aber wenn mal einer dann von denjenigen, die der Gegenstand dieser Berichterstattung sind, sagt, also diese Art Journalismus finde ich arm, dann drehen viele durch und sagen, was fällt dem ein, das darf der nicht sagen. Ja, ich finde einfach ein bisschen Entspannung. Ich finde, wenn die einen die anderen kritisieren, dann dürfen die anderen auch die einen kritisieren und dann sollte es damit auch gut sein. Und dann sollte man das auch ein bisschen nonchalanter handhaben können, als es in dem Fall jetzt teilweise hochgekocht wurde. Ja, und ich glaube, dass da auch viel zusammenkam, was möglicherweise den Kollegen Plettenberg und wie die alle heißen auch nicht so richtig bewusst war. Der eine Punkt ist ja, dass Journalismus ein weites Feld ist. Irgendwie nennt sich jeder Journalist, auch Ricardo Basile nennt sich Journalist und denkt, er ist ein Typ, der extrem hart nachfragt. Wenn Basile jetzt auftacht, taucht gleich auch wieder Frank Kramer auf. Ich weiß das schon. Also ich will es versuchen, kurz zu erläutern. Also der Punkt ist, du hast ganz, ganz viele Leute, die machen natürlich eher Entertainment. Es wird zum Beispiel, davon nicht vergessen, die ganzen angeblich hart nachfragenden Kollegen bei Sky, die stellen ja nie Systemfragen. Also die wissen auch einfach, wir haben hier ein Produkt, das wir verkaufen. Und wenn sich dann, wer auch immer, aus Patrick Wasserzieher ist, der ja noch einer der Guten ist, aber auch andere, die dann so vermeintlich kritisch nachfragen. Das sind alles Presenter. Das sind jetzt alles keine Leute, die systemische Fragen stellen würden. Und man sollte doch mal an das bittere Wort von Thomas Kissner von der SZ erinnern, der sagte, Journalisten sind Fans, die es über die Absperrung geschafft haben. Das ist ja häufig so. Also es wird gar nicht reflektiert, was Klopp da eigentlich macht. Es ist nicht gut, finde ich, dass Jürgen Klopp. Versucht, eigentlich permanent zu versucht, zu suggerieren, wir säßen alle in einem Boot. Also Journalisten müssen, finde ich, von ihrem Gestus, von ihrer Arbeitseinstellung sagen, ihr könnt alle einer von 83 Millionen sein, aber wir sind Journalisten und wir berichten darüber, auch wenn wir Deutsche sind und auch wenn wir privat der Nationalmannschaft alles Gute wünschen. Wir sind als Journalisten einfach dazu da, einen kritischen Blick darauf zu werfen. Wir sind nicht die PR-Maschinen des DFB. Wir sind nicht jemand, der im gleichen Boot sitzt. Wir sitzen überhaupt nicht im gleichen Boot. Und da ist, glaube ich, ein bisschen das Problem dieser, nicht nur der Transferjournalisten, sondern vieler Journalisten, die wollen ja geliebt werden. Also das ist ja das Schlimme an denen. Die wollen von Jürgen Klopp geliebt werden. Das ist so, wie bei so einem, die saßen da in dieser Pressekonferenz, wie so Leute bei so einem Blind Date oder so einem Tinder-Match, die wollten geliebt werden von Klopp und dann haut ihnen der Angebetete einen vor den Koffer und löst das Match auf. Also ich glaube, das war auch so eine, ach Mensch, wir sind doch alle so Kumpels vom Kloppo und jetzt, jetzt, jetzt, jetzt, jetzt nennt er uns arm in unserer Arbeitsauffassung, das gibt's doch gar nicht. Man muss auch ganz klar sagen, den Beruf des Transferjournalisten gab es ja vor zehn Jahren noch gar nicht. Das ist ja so eine Sache, die hat sich rausspezialisiert jetzt und rauskristallisiert. Man muss auch ganz klar sagen, natürlich gibt es einen Markt für gute Transferjournalisten. Es ist doch total interessant, wenn du Kontakte hast und rausfindest, dass dein Verein oder ein Verein an Spieler XY dran ist und du bist der Erste, der es weiß und natürlich macht man da was draus. Das ist auch alles völlig legitim. Aber man muss natürlich auch klare Grenzen respektieren und sagen, da wo es anfängt, haben wir ja schon mal drüber gesprochen, wenn du Don-Deals-Meldungen raushaust, obwohl da noch gar nichts Don ist, dann, das ist zum Beispiel scheiße, finde ich. Und dann haust du das, ohne jetzt das zu sehr auf Plätty zu beziehen, aber dann haust du das als irgendein Journalist, haust du es halt raus, sagen wir mal, bei Sky. Und dann hängen sich 25 Sender oder Medien dran und sagen, hier, Sky hat es auch schon gemeldet, es ist fix. Und es ist aber nicht fix. Dann machst du deinen Job einfach nicht gut. Weil das ist dann einfach eine Art von Effektascherei, die nichts mit Berichterstattung zu tun hat. Das ist dann wirklich wie so ein Gamble. Also bitte, wir schießen uns doch nicht auf Plattie ein, da sagen wir einfach mal Grüße, Grüße gehen raus. Nein, aber wie gesagt, und da ist halt die Grenze irgendwo, wenn du anfängst Entertainment zu machen und Sachen rauszuhauen, damit du sie als Erster hast, das ist was, das ist, finde ich, auch arm, ganz ehrlich, hänge ich mich dran, aber wenn du einfach nur deine Arbeit machst, ich meine, auf welchem Weg passiert das denn, dass du rausfindest, dass ein Mann nominiert ist, der dann in zwei Tagen wirklich nominiert war, da hat es auch Leute gegeben, die daneben gelegen haben, als sie irgendwie El Mahler schon zur WM geschrieben haben, obwohl der dann doch nicht im Kader war, du kannst also auch fürchterlich Skifliegen damit, Ganz oft basiert es doch einfach auch auf Indiskretion. Und darauf basiert dein Lebensunterhalt als Journalist, der Dinge raushört, die noch keiner wissen darf. Also da gibt es immer irgendwie eine Seite, die man durchaus kritisieren kann. Also ich sag mal so, Transferjournalisten sind es genauso wie Börsenjournalisten. Das ist ja ein ganz ähnliches Genre, wo dann irgendwie die nächste heiße Aktie angepriesen wird. Das sind jetzt nicht Woodward und Bernstein und die Watergate-Affäre, das muss man, glaube ich, auch ein bisschen unterteilen, was so die Arbeit angeht oder die Komplexität der Arbeit. Klar ist aber auch, dass er damit schon wieder eine Diskussion, also Jürgen Klopp wieder eine Diskussion hervorgerufen hat, die er eigentlich gar nicht braucht, weil er ja alle gerade umarmen will. Und diese große Umarmerei, die hat jetzt stattgefunden, also beim ersten Zusammentreffen des 100-Mann-Kaders. Und Jürgen Klopp hat ja vorher wirklich versucht, hat noch einen emotionalen Brief an die alten Nationalspieler, die ja sonst immer gerne dann vor der Kamera rummoppern und rummeckern, geschrieben, dass die ihn doch bitte unterstützen sollen. Also er bemüht sich ja gerade richtig. Und dieses Ankommen der jungen Spieler, wie fandst du das? Ich fand's, ich sag jetzt ein ganz blödes Wort, erfrischend. Ich fand's wirklich erfrischend. Aber ich meine jetzt gar nicht so sehr das Ankommen der Spieler. Ich finde einfach die Kader-Nominierung und das, was er dann dabei rausgekommen ist, finde ich gut. Weil, überleg doch mal, wie wir uns jetzt fühlen würden, wenn's jetzt das normale Länderspiel nach der WM wäre, unter dem alten Trainer. Dann wüssten wir ganz genau, okay, jetzt würdest du genau drauf gucken, welche Spieler sind wieder dabei. Bei manchen würdest du sagen, warum sind die wieder dabei? Dann hättest du ein paar Neulinge und bei manchen würdest du sagen, warum ist der schon drin, obwohl der erst drei gute Bundesligaspieler hat? Du hättest diesen ganzen quälenden, gleichen Kram, den du nach jedem Turnier hast. Und jetzt haben wir aber das aufgebrochen und haben eine ganz andere Stimmungslage und haben auch eine ganz andere Lage, weil wir ganz viele Spieler haben, auf die wir total neugierig sein dürfen. Die wirklich aus dem Nichts kommen und wo du jetzt ganz schnell sehen wirst, warum die nominiert worden sind möglicherweise. Also ich finde, das erfreut mich echt mit einer gewissen Spannung und Neugier, die ich sonst nie im Leben für möglich gehalten hätte für mich vor so einem Spiel. Und es war tatsächlich eine Art Disruption, wie wir jungen Tech-Leute sagen. Es war anders als früher, wo du dann einfach nur den gelangweilten Kimmich und den gelangweilten Antonio Rüder gesehen hast und Julian Wagensmann macht dann noch einen Witz, der nicht zündet. Also das fand ich tatsächlich auch sehr, sehr angenehm. Ansonsten war es ja so ein bisschen so, die waren alle so aufgekratzt, weißt du? Es gab ganz, ganz viele Leute, die sich dann vor die Kamera gestellt haben, so ein Junge, Spiel, den ich gar nicht kannte, wo ich dachte, ach, der ist jetzt Nationalspieler, guck mal an, das ist ja mal schön. Das war so ein bisschen wie bei Germany's Next Topmodel, wo so quasi nach diesen ersten Hearings irgendwie alle Leute zusammenkommen und es wird umarmt und man beäugt sich schon so ein bisschen, wer ist das denn, den kenne ich gar nicht und so. Also das war... Ungewohnt für eine Nationalmannschaft. Es ist doch der Inbegriff von, jeder Stein ist umgedreht worden. Und ein weiter so wird es nicht geben. Ja, exakt. Genau so sieht das nämlich dann aus. Und es haben doch alle jetzt verkündet, dass sie für Klopp durchs Feuer gehen. Und Klopp, der stand dann auch so, der war so irgendwie einerseits so Herbergsvater, der war so eine Mischung aus, das war wie bei Germany's Next Topmodel, wirklich. Also war so eine Mischung aus Heidi Klum und Jürgen Höller und hier und da und Umarmungen und so. Also, die waren jetzt nicht wie bei diesen französischen Zusammenkünften, wo dann jeder noch aussieht, als ob er gerade irgendwie von einer Versace-Show kommt, aber das hatte was frisches Neues, hat mir gefallen. Philipp, du hast es vermasselt, du hättest jetzt Germany's Next Klopp-Model sagen können, das wäre ein Wortspiel vom anderen Stern gewesen. Jetzt ist es zu spät. So wie Oliver Forster völlig begeistert in der Konferenz letzte Woche immer von Klopperer geredet hat, da ist der nächste Klopperer, ein Jürgentor! Herrlich. Das hat ihn völlig davongetragen, Klopperer. Oliver Forster ist echt allerbesten, wir müssen übrigens an diesem Zeitpunkt wiederholen jetzt, Tim noch nicht rein, aber gleich, Aber wir müssen einmal kurz Abbitte leisten. Frimpong wird natürlich zu bescheiden sein, um es zu erwähnen. Aber Frimpong hat fast unabsichtlich einen richtig geilen Gag gemacht. Nämlich er hat, was ich sehr, sehr schön finde, ist, weißt du schon? Ich habe es auch gelesen. Ja, erzähl. Er hat es auch gelesen. Er hat nämlich die beiden Spitznamen von Niklas Füllkrug, Fülle und Lücke, zu Lückenfüller zusammengezogen. Lückenfüller, gar nicht schlecht. Und wir haben es nicht gewürdigt. Wir sind in unserer gnadenlosen Egomanie drüber hinweggegangen. Schade. Das war schon richtig gut, ne? Ja, das war schon richtig gut, Fremdpong. Im Nachhinein muss man mit der Zunge schneißen. So, jetzt aber kurz mal, lieber Arndt, die Holländer, wir haben sie früher gehasst. Wir haben sie früher gehasst und jetzt lieben wir sie. Beziehungsweise auch ein bisschen zu viel gesagt. Aber wir waren schon oft da, touristisch, man war schon mal in Amsterdam, in Rotterdam und anderswo. Was ist von der großen Rivalität übrig geblieben? Ja, guck mal, ich will jetzt nicht zu pseudosoziologisch werden, aber ist es nicht mit der Rivalität besonders schlimm gewesen, als es noch mehr Nationalismus gab Und als die eben wirklich noch alle mehr so in ihrem eigenen Saft gebraten, gegart wurden und als es wirklich eben noch nicht diese offenen, Nationalmannschaften gab, wo du einfach viele Einflüsse hast und viele... Und seitdem ist genau dieser eklige Teil weg. Und das ist doch gut. Ja, ich finde es auch gut. Das war ja mal eine unglaublich erbitterte Feindschaft. Ich kann mich noch wirklich daran erinnern, diese permanenten Hauereien. Es war ja damals auch für deutsche Anhänger überhaupt nicht ratsam, nach Rotterdam zu fahren. Das war ja die Stadt, die am meisten unter den Deutschen gelitten hat im Zweiten Weltkrieg und unter der Besatzung. Und wenn du da als deutscher Fußballfan dich zu erkennen gegeben hast, wurde sofort aus dem Zug geprügelt. Und den Status der Holländer konntest du in den 90er Jahren sehr, sehr gut in dieser Hooligan-Postille-Fanpost ablesen. Das war ja so, dass da die ganzen Hooligans immer ihre Erlebnisberichte auch aus anderen Ländern geschrieben haben und da wurde an keiner anderen Nation ein gutes Haar gelassen. Also Engländer... Italiener, Franzosen, auch erst recht Österreicher, alles Lutscher und Läufer und Steineschmeißer. Nur die Holländer nicht. Die Holländer wurden immer abgefeiert als quasi Hoolien-Elite. Das war gar nicht so schöne Zeiten. Herbert Fassbender ist ja auch immer aus dem Sattel gegangen mit den Holländern. Herbert Fassbender hat in jeder Reportage am Anfang gesagt, jetzt skandieren sie wieder, Hüpp, Holland, Hüpp, Latte, Leon, das bedeutet so viel, dass man den Löwen das Wappentier nicht im Hemm bestehen lassen soll. Übrigens, Arnd, das muss ich jetzt immer darauf hinweisen, die ganz alten Podcast-Hörer werden es noch wissen, Ein guter Freund von Arndt sieht aus wie der holländische Schlagesänger Dries Rölwink. Ja, Dries. Und ich kann ihn auch gar nicht mehr anders sehen als Dries. Er heißt eigentlich Ulf. Hallo Ulf, grüße. Ja, Ulf und Dries sind beide Lebemänner, würde ich sagen. Lebemänner mit glatten Seidenweichen, schon leicht angegrautem Haar. Ich habe ja, wie gesagt, das Dries Rölwink ist mir ja aufgefallen, weil er so ein großartiger Weintester ist. Und immer unter den Klängen von Julio Iglesias sich immer von devoten Kellnern Wein einschenken liest, ungefähr eine Stunde braucht, um daran zu schnuppern, mal die Zunge reinzustecken, den großen Zeh reinzutunken, um dann zu sagen, ein tolles Wein. Aber er ist auch wahnsinnig großartiger Schlagersänger und er tourt gerade wieder durch die Gegend. Und ich stelle mir immer deinen Kumpel Ulf vor, dass er es ist, der auf holländischen Marktplätzen gefeiert wird. Wir müssen mal ganz kurz nur drei Sekunden immer frei reinhören. Er hat einen super Hit, der heißt Ich komm heran. Und es ist super. Er geht, ich muss das kurz dazu erklären, Man muss sich vor seinem bildlichen Auge vorstellen, Dries Rölving kommt in seinem viel zu engen Businesshemd, was du sonst nur so auf dem Sporbis an hast und dort ausgelacht wirst, dann kommst du auf dem weißen Hemd, dann gibt er erstmal dem Typen mal Mischpult so eine Klappe und dann winkt er rüber und eine schöne Frau in der Hintergrund, die winkt auch noch ein bisschen und dann kommt er, nimmt das Mikrofon von dem Stände weg und dann geht's los und wir hören kurz rein. Dries Rölving, falls du zuhörst, Grüße. Nimm das doch auf Deutsch auf. Du bist so ratzfatz im ZDF-Fernsehgarten damit. Das passt doch perfekt. Warum keine deutsche Version? Würde ich machen an seiner Stelle. Es ist ein totaler Klopper. Dann nennt er sich Ulf und dann singt er es auf Deutsch. So, so nämlich. Plan fertig. Das gibt Buja-B-Sinne-Birne. Und was jetzt ein bisschen kompliziert ist, dass wir am Mittwochmittag aufnehmen und am Donnerstag rauskommen. Und am Freitag ist dieses verdammte Spiel schon weg. Und wir wissen gar nicht, ob Aufbruchsstimmung herrscht oder Klopp möglicherweise schon mit finsterer Miene unter seiner riesigen Pöhler einer von 83 Millionen Kappe ganz, ganz finster erklären muss, warum es 0 zu 4 ausgegangen ist. Komm, wir machen einfach mal ein kleines Diebstpiel. Was glaubst du, wie geht es aus, die Nummer? Also pass auf, ich glaube, es wird ein okayes Spiel. Du wirst viele gute Sachen sehen. Es wird aber auch kein Spiel sein, wo du hinterher völlig euphorisch bist. Und du wirst es hinterher einordnen müssen und wirst dann sagen, ja, es waren schon gute Dinge zu sehen. Und man sieht schon die Handschrift. Aber es ist noch viel Arbeit. So ein Spiel wird das sein. Und dann wird es, vielleicht geht es 1 zu 1 aus. So, mein Hot Take, wie die Leute jetzt im Internet immer sagen. Mein Hot Take ist, es wird eine 10-minütige Sturm-und-Drang-Phase geben der Deutschen. Und dann werden sie Lehrgeld bezahlen. Und es wird wahrscheinlich erst 2-0 für die Holländer. Und ganz zum Schluss geht es 2 zu 2 aus. Und alle sind zufrieden. Hüpp, Holland, Hüpp und Deutsche Vor und noch ein Tor. So geht es aus. Jetzt haben wir beide unentschieden. Das ist auch langweilig. Wollen wir mal Frim Pong dazu holen? Und der darf dann auch nochmal? Ja, bitteschön. Ja, bitteschön. Ja, der Frimpong, dessen Wütenrest dem von Dresd Röhrling nichts nachsteht, im Gegenteil, da ist viel mehr Glitzer dabei, er hat ihn schon an und hier ist er. Hier ist er. Frimpong. So, neun Hundelunge. Grüße dich. Na, was liegt an? Nichts. Also erstens, die Frimpong-Musik könnte auch fantastisch von Dries Rölving interpretiert werden. Das sollte er sich auch mal überlegen. Wir haben so viele gute Karriere-Tipps für ihn. Und jetzt, Tim, sag du auch mal, was glaubst du, was passiert beim Länderspiel? Ach, ich glaube, das wird bei einem gemütlichen 2 zu 2 am Ende stehen. Nein. Nein, nicht nur auch noch unentschieden. Anzeige ist raus, Frimpong. Man, du dummes Sau, du. Ich finde, alles hört sich auf Holländisch viel friedlicher an, wenn du sagst, du dummes Sau. Du kannst ja sagen, du fette, stinkende, schwitzende Sau. Das hört sich auf Deutsch hart an, aber wenn du sagst, du dumme Sau, das hört sich friedlich an, finde ich. Nun gut, kleiner Anwurf. Warst du das? Wollt ihr mal ein bisschen was hören? Ja, bitteschön, bitteschön, bitteschön. Wollen wir erst mal, wir haben uns das ja vorgenommen, so ein bisschen disziplinierter zu sein, was das Managerspiel angeht. Wollen wir erst mal vor der Länderspielpause auch Zwischenbilanz ziehen? Oder wollt ihr erst mal in die Zustriften? Ja, nein. Es gibt Menschen hier in dieser Runde, die sollten das lieber nicht wollen, aber wir hören uns das mal an, was jetzt kommt. Okay, dann gucken wir mal ganz kurz rein. Unsere Top 3 aus der Community sind auf Platz 3 Björn Schwarze mit 333 Punkten. Was ist das denn für ein Name? War es Björn Schwarze? Das ist eine Anspielung auf Klaus Schwarze, den ARD-Moderator. Und wir haben es ja wieder nicht verstanden. Wahrscheinlich, ne? Und auf Björn Borg. Ich glaube, der heißt einfach so. Ja, eben. Das ist einfach sein Name. Ich glaube, nicht alles ist ein Gap. Man kann doch nicht einfach seinen Namen nehmen. Na gut. Du musst auch selber wissen, Björn Schwarze. Nee, oder sehr werte Senf. Gut, wer ist Zweiter? Bruder Leichtfuß ist Zweiter. So. Oh, der ist immer oben dabei, ne? Der ist immer oben. Ja, ja, kommt mir auch bekannt vor. Mit 345 Punkten und wiederum mit 354 Punkten ist Platz 1, Nach vier Spieltagen? Ja. Lukas. Wie Lukas? Lukas. Wie Lukas. Ist das der Lokomotivführer? Was ist das denn für ein Gag? Alles ja underwhelming hier. Na gut. Und wo sind denn wir, Tim? Ja, bei uns, ich glaube, das ist so ein bisschen das erwartbare Ergebnis. Auf unserem internen... Du weißt es schon. Ich weiß schon, wo du bist. Auf unserem internen Platz vier ist Philipp mit 152 Punkten. Auf welchem Rang insgesamt? 1521. Alter. Das ist doch ganz gut. Auf Platz 3 haben wir Arndt mit 161 Punkten. Ja. Auf Platz 1407. Ja, das sind schon ziemliche Dimensionen, der Unterschied. Also da ist schon ein Quantensprung dazwischen. Ja, da sind Welten. Ja, ja, da liegen Welten dazwischen. Ja, und dann kommt nämlich die liebe Henni, ne? Ja, dann kommt Henni auf Platz 2 mit 181 Punkten auf Platz 1092. Das finde ich schon nicht gut, dass sie so deutlich vor uns beiden ist, Philipp. Da liegen wirklich Welten dazwischen. Da müssen wir mal ran. Einfach eine neue Tontechnikerin suchen, ne? Ja, gut, und der Rest ist nicht so wichtig. Gut, dann kommen wir mal zu den Zuschriften. Tim, pass auf. Es wirkt sehr unbescheiden, wenn du das selbst sagst. Tim, ich frag dich mal, wo stehst du denn eigentlich? Du hast dich ja noch gar nicht genannt. Wo stehst du denn gerade auf welchem Platz? Ich? Ach ja, ich spiel ja auch mit. 215 Punkte. Du spielst auch mit, oder? Genau, auf Platz 579. Eeeh. Das ist ja ekelhaft, was Dreistelliges. Neue Redaktionsassistent und neue Technikerin hab ich jetzt gerade hier auf meinem Post-it notiert. Kommen wir zu den Zuschriften, liebe Freunde. Und wir ermutigen euch natürlich weiterhin in unserer großartigen Manager-Liga, die mich gar nicht mehr interessiert, weiter teilzuhaben, liebe Freunde. Insbesondere Björn Schwarze mit seinen Anspielungen auf Björn Borg und Klaus Schwarze. Ja, aber jetzt die E-Mails beantwortest du jetzt, aber wo die Leute sagen, ey, ich komme da nicht mehr rein, was mache ich denn falsch? Die ist doch längst voll, die Manager-Liga wieder. Jetzt das Badest du mal schön ausfällt. Na toll, okay. Kannst du die nächsten zwei Tage schon mal streichen bei dir. Fimpon, bitte. Tim, Zuschrift. Rein in die Zuschriften. Die erste kommt von Marc. Jedes Jahr zur neuen Saison schreibe ich die Bundesligisten an und bitte um zwei bis drei Autogramme ihrer Spieler samt konkreter Wünsche und frankiertem Rückumschlag. Ich bin es gewohnt, dass es großzügige Vereine, lobend erwähnt sein Hoffenheim, der FC, Mainz, Augsburg und die Arminia gibt. Sie antworten zeitnah und senden die gewünschten Autogrammkarten zu. Und dann gibt es da unkooperative Vereine wie Bremen, die gar nichts versenden. Leipzig und Hamburg versenden nur gedruckte, für mich nicht interessante Autogramme. Jetzt der absolute Hammer. Freiburg. Gestern habe ich eine Nachricht der Post im Kasten. Brief konnte mir nicht persönlich übergeben werden. Ich muss 1,65 Euro nach Porto entrichten, da keine Frankierung auf dem Brief war. Brief also abgeholt. Man weiß ja nie, was man so bekommt. Inhalt? Mein frankierter Rückumschlag mit einer Nachricht. Man hätte ja so viele Anfragen. Wie bescheuert ist das denn? Wieso nutzen die nicht meinen Umschlag? Arndt hat ja auch mal erzählt, dass er Hinz und Kunz angeschrieben hat, um Autogramme von Ronaldo etc. zu bekommen. Habt ihr ähnliche Erfahrungen? Also Hinz und Kunz haben auch nicht geantwortet. Aber ich vermute mal, ich befinde auch, es gibt gewisse Fragezeichen in dieser Mail, weil wenn er schreibt, er schreibt die Vereine an, um zwei bis drei Autogramme zu bekommen. Was steht denn da drin in dem Brief? Schickt mir Autogramme von zwei bis drei Spielern? Oder ich möchte gerne von jedem Spieler zwei bis drei Autogramme? Da wüsste ich als Verein auch nicht genau, was ich antworte. Es stört sich, dass der Bremen sehr negativ als einziger Verein erwähnt wurde. Ja, als einziger nicht. Also anscheinend haben ja nicht viele Vereine richtig gut reagiert. Also Freiburg ist explizit sehr schlecht, sehr sperrig. Ja, ich meine, es kommt sehr darauf an, was da wirklich drin steht. Ich kriege übrigens auch manchmal, ich weiß nicht, ob ihr die auch kennt, Philipp, ob du sowas auch schon mal gekriegt hast, es gibt so Autogrammsammler, die verschicken Briefe, das steht dann drin, ich hätte gerne neun Autogramme. Für meine Sammlergruppe. Und das finde ich immer komisch. Also ich finde es eigentlich schön, dass die Leute Autogramme überhaupt wollen. Aber neun Stück auf einmal irgendwie. Oder nee, meistens sind es sechs, weil die gerade noch in einen Umschlag passen, der nicht höher frankiert werden muss oder so. Also es kommt, glaube ich, bei Autogrammwünschen sehr darauf an, was man schreibt. Ja, ich glaube auch, dass solche Einzeltests immer ein bisschen schwierig sind. Mal hat einer in Freiburg einen schlechten Tag und Migräne. Oder bei Werder sind gerade keine Autogramme vorrätig. Da wäre ich immer vorsichtig, daraus dann immer gleich so eine Firmenphilosophie draus zu machen. Das ist ja auch nochmal so ein etwas spezielles Genre, wo du einfach sagst, ich hätte gerne zehn Autogramme. Mir fällt eigentlich überhaupt nichts mehr nirgendwo ein, wo du noch was umsonst kriegst, sagen wir es mal so. Also eigentlich musst du inzwischen immer für alles bezahlen. Also ich finde es tatsächlich eher verwunderlich, dass du irgendwo hinschreiben kannst und dann kriegst du einfach mal einen Satz Autogramme. Du kannst ja in den meisten Fanshops, kannst du die einfach kaufen. Das sind so Mäppchen, da sind Autogramme drin, die kosten dann, was weiß ich, 10, 15 Euro oder so. Das finde ich auch normal, weil es ist ja auch ein Produkt, da haben sich dann Leute hingesetzt und Autogramme geschrieben. Warum sollte es die für einen frankierten Rückumschlag geben. Wo die auch gar nicht reinpassen? Also sagen wir es mal so, natürlich fußballromantisch mag das früher so gewesen sein, dass dann komplette Sets einfach mal abgegeben wurden. Aber vielleicht ist es der moderne Fußball, in dem tatsächlich an allem das Preisschild hängt und man mit allem natürlich wenigstens irgendwie noch einen betriebswirtschaftlichen Riss machen will. Wobei man ja auch sagen muss, aber das ist vielleicht möglicherweise ein Thema für die nächste Sendung, dass Autogramme eh wahnsinnig an Wert verloren haben. Also ich meine, früher waren Autogramme der heiße Scheiß, inzwischen sind es ja Fotos mit den Leuten. Also wenn du mit Clemens Fritz, ich sag mal ein fiktives Beispiel, ein Foto machen kannst, dann willst du vielleicht möglicherweise doch gar nicht eine gedruckte Autogrammkarte, wo man möglicherweise auch noch ein bisschen gezwungen guckt. Möglicherweise ist das auch vielleicht ein aussterbendes Genre, wie so Briefmarken sammeln oder Telefonkarten sammeln. Möglicherweise sind Autogramme auch so ein bisschen ein auslaufendes Geschäft. Also wenn du irgendwo Orthogrammsammler siehst, sind das auch meistens keine ganz jungen Leute. Meistens Leute so 35 plus. Außer unserem Schreiber, außer unserem Schreiber, der ist sicher blutjung. Es ist auch wirklich so, das ist natürlich sehr subjektiv, aber mittlerweile, ich meine, es ist natürlich schön eine Orthogrammkarte von Pelé zu haben oder von Franz Beckenbauer oder so irgendwas schönes. Aber ansonsten ist es so, mir geht es so, wenn ich so mittlerweile Trikots sehe, die vom ganzen Kader signiert sind, oder meistens denke ich, ich hätte das Trikot lieber ohne Autogramme. Ja, Autogrammverzierte Trikots sind ohnehin das Allerallerletzte. Das sieht ja total scheiße aus. Aber pass auf, du musst gerade eine ganz kurze Pause machen. Wir müssen jetzt auf ein Thema kommen, das hatten wir im Vorgespräch. Ich war ja gerade in Heidenheim letzte Woche und habe ein Trikot mit den Autogrammen bekommen von Frank Schmidt. Da habe ich mich sehr drüber gefreut. Frank Schmidt hat auch hinterher nochmal in Sky erwähnt, dass er bei mir war. Also alles sehr, sehr schön. Heute haben wir mit sehr viel, viel zu wenig gemacht und dann kriegst du, ich war am... Donnerstag bei einem Zeigler am Lockschucken in Heidenheim. Da kamen dann die Kacktore. So ein bisschen ist das 2-2 auch ein Kacktor. Abgefälscht. Unser Torwart ist schon unterwegs auf die Seite. Und dann haben wir im Vorgespräch darüber geredet, dass es eine Grafik gab, ein Schaubild sozusagen, lieber Philipp, wo man auf der einen Seite Frank Schmidt hat, der seit 19 Jahren Trainer ist bei Heidenheim. Und auf der anderen Seite sieht man alle Trainer von Amina Bielefeld aus diesen 19 Jahren. Das waren wie viele? Zwischen 30 und 70. Also auf jeden Fall eine Fülle von Trainern, die entweder ein Jahr da waren, zwei Jahre. und Evald Lien war darunter, Rüdiger Rehm, Frank Kramer und viele andere. Und ich kann meine Empfindung dahingehend nochmal sagen, es ist wirklich so, dass man Heidenheim größten Respekt zubilligt und sagt, ey, ihr habt es geschafft mit Frank Schmidt, der nun wirklich auch ein total geiler Typ ist, so lange zusammenzuarbeiten. Der ist 2007 das erste Mal Cheftrainer geworden und ist seitdem geblieben. Und gleichzeitig habe ich aber auf die Bielefelder-Liste geguckt und habe, ich verbinde mit jedem Trainer eine lustige Geschichte. Uli Forte, der immer irgendwelche Erotik-Links bei Twitter löschen musste, Rüdiger Rehm, der, glaube ich, auch sehr unglücklich war. Thomas von Hesen, Ewald Lienen, der 80 Spiele eingekauft hat. Und Uwe Neuhaus, Blick in den Maschinenraum. Uwe Neuhaus, der eigentlich unbedingt hätte bleiben sollen, aber dann leider Gottes gefeuert wurde, nachdem er in der Bundesliga ein paar Schwierigkeiten hatte. Also ich weiß nicht, ich möchte diese Riege von Trainern auch nicht missen. Irgendwie, es ist zwiespältig. Und Christian Ziege dazwischen, oder? Ja, Christian Ziege auch noch. Der ist mir sehr aufgefallen. Und es ist auch wirklich so, dass wenn du diese Trainerliste siehst, dass du bei, nicht jetzt bei allen Namen, aber bestimmt bei vier, fünf, sechs Namen wüsstest, Es wäre ihr Schaden nicht gewesen, wenn sie diesen Trainer einfach behalten hätten. Dann würden sie auch nicht schlechter dastehen. Aber sorry, Tim, wir haben dich unterbrochen. Du hast bestimmt die nächste Zuschrift. Nee, ich habe noch zwei kleine Nachsätze zu der Autogrammkartengeschichte. Ich habe das viel gemacht, dass ich Vereine angeschrieben habe. Ich kann mich noch erinnern, dass ich einen ganzen Satz von Darius Wosch bekommen habe und von Thomas Hessler und von Olaf Thon. Und das war früher auf jeden Fall was Besonderes. Also ich fände es jetzt schade, wenn es immer den Verweis geben würde, ja, du kannst dir das alles bei uns im Shop bestellen. Das will man ja nicht. Man will ja vielleicht irgendwann so ein einzelnes Autogramm einfach mal haben. Das tut ja auch niemandem weh. Ja, Autogramme holen ist ja einfach auch ein sinnliches Erlebnis. Du stehst da, du wartest, du hoffst, dass er steht. Ja, aber auch so anschreiben. Ja, anschreiben auch. Habt ihr das als Kinder auch gemacht? Weil ich fand das immer so spannend, wenn dieser Umschlag dann zurückkam. Ja. Mit dem Knick in der Mitte, weil du wusstest, mit deiner eigenen Handschrift drauf, du wusstest ganz genau, oh, jetzt hat dir XY geschrieben. Ja. Gibt zwischen dem einen, der man Autogramm haben möchte und den professionellen Autogrammsammlern, die da mit ihren Klarsichtfolien stehen und erst mal sich zehnmal was unterschreiben lassen, damit sie das noch mit irgendwelchen Sammlern in Timbuktu und Hongkong noch tauschen können, gerade bei den großen Stars. Ich habe irgendwann mal Morrissey erlebt, wie er checkte, dass er an einen professionellen Autogrammsammler kam, also den hat er mit Blicken so getötet, Oder der ist dann nachts zum Kühlschrank gegangen, um sich aufzuwärmen, weil er dachte, das kann doch nicht sagen, das ist irgendwie alles kommerziell. Insofern, zwiespältige Sache, finde ich. Es hat auch mal Manchester United gegeben, die, glaube ich, den Spielern untersagt haben, Autogramme zu geben oder empfohlen haben, weil sie entdeckt haben, dass da vor ihrem Vereinszentrum, vor ihrem Trainingszentrum eine richtige Industrie entstanden ist. Dass da wirklich die Leute einfach nicht mehr gefüttert werden sollten. Und ich habe es erlebt, dass Marco Reus, als er eine Autogrammstunde hatte, von einem eifrigen Puma-Manager gebeten wurde, nur auf Puma-Trikots zu unterschreiben und nicht auf Adidas-Trikots oder was sie vorher hatten. Oder auf Nike-Trikots. Keine Ahnung. Auf jeden Fall ausschließend auf Fruber-Trikots. Da hat Marco Reus auch ein bisschen sparsam geguckt. Das fand ich auch lustig. Ja, ich glaube, das Autogramm wurde jetzt auch vom Selfie einfach abgelöst, oder? Ja, komplett. Schönes Autogramm ist natürlich viel schöner als ein schlechtes Selfie. Und die meisten Selfies sind ja nicht so richtig super gut. Aber über vielen Selfies sieht der Spieler aus wie so ein geblendetes Reh, der ganz schnell noch irgendwie vor der Kamera gezerrt worden ist und dann schnell hier, komm mal. Ganz oft wirst du ja auch gar nicht gefragt. Da wird dir an der Schulter gezogen. Hier, komm, Foto, Foto, Foto. Und dann wird er so ins Bild gezogen. Das sind ganz, ganz. Von diesem holländischen Erstligisten erinnern, der mit zwei Besoffenen im Stadion ein Foto gemacht hat und die hatten beide ihre Dödel raushängen. Nein. Ach, das war auch schön. Kann ich mal posten. Das klingt sehr verlockend. Es gibt noch dieses legendäre Selfie mit Mirko Slomke, als der Trainer war in Schalke. Und Fans haben ihn gebeten, Schal hochzuhalten. Und er konnte nicht sehen, dass auf dem Schal scheiß Schalke stand. Und hat fröhlich in die Kamera gelächelt damit. Ja, Fotos haben ihre Tücken, Fotos haben ihre Tücken. Bevor ich zu Therese Rölving rübergehe und noch ein bisschen Musik höre. Zweite Zuschrift, lieber Tim? Ja, ich glaube, meine These ist, ihr habt auch gar nicht so viel zu sagen. Deswegen ziehen wir die auch nochmal durch. Oh Gott, ja. Im Mai erneut Christophe Soumillon im Sattel. Das ist Kass. Unter dem sitzt Dries Rölving und probiert Wein, wenn ich das so höre. Ich wusste gar nicht, dass es Gestützschlenderhahn noch gibt. Man hört das so selten. Ich möchte mal darauf hinweisen, dass das Gestützschlenderhahn ja nur wirklich Pferdegeschichte geschrieben hat. Also wir erinnern uns an Monsun oder Schwarzgold oder Oleander, die großen Hengste. Ich glaube, es sind gar keine Hengste. Auf jeden Fall Vollblüter. Ich habe keine Ahnung. Naja, auf jeden Fall das Gestützschlenderhahn. Das war, möchte ich mal sagen, mein 80er-Jahre-Begleiter durch die Sportschau. Ja, ganz schlimm war in der Sportschau auch immer mit einer einschläfernden Stimme. Fritz Klein oder Adi Vorlesacken und jetzt haben wir noch die Zahlen vom Rennquintett. Das dauerte dann immer so zehn Minuten gefühlt. Und ich weiß auch noch ganz genau, komme deswegen drauf, weil ich demnächst ihn im Konzert sehen werde, es gab ein Pferd, das hieß Stevie Wonder. Es gab ganz oft so Trabrennen oder Galopprennen, weiß ich nicht mehr, wo ein Pferd namens Stevie Wonder mal vorne dabei war. Jetzt kommt ihr. Bevor ich euch mit dem Funfact langweile, dass Claudio Pizarro ein Pferd, das er sich glaube ich in Peru gekauft hat, nach der Sekretärin des FC Bayern, Karin Potthoff, benannt hat. Ich glaube, der Name kann aber irgendwie differieren. Auf jeden Fall, liebe Freunde, gucke ich auf die Uhr und stelle fest, wir müssen alle zum Länderspiel. Wir müssen zum Länderspiel, Deutschland gegen die Niederlande. Moment, das Pferd heißt Karin Potthoff, mit vollem Namen. Ich glaube, dass die Sekretärin noch heißt. Ich muss auch eine Geschichte jetzt erzählen, weil ich sie sonst nie wieder erzählen kann. Ich war mal beim Pferderennen und Claudio Pizarro saß an meinem Tisch. Es waren so runde Tische, da saßen so acht Leute dran. Ich war eingeladen, ich hatte keine Ahnung. Ich war völlig überfordert. Ich hab gedacht, na gut, jetzt musst du auch mal auf irgendein Pferd setzen. Keine Ahnung. Hab so ein bisschen rüber geschullert, was andere getippt haben. Ich hab dann irgendwie einmal, glaub ich, 20 Euro gewonnen und die dann aber beim nächsten Rennen wieder verloren. Und Claudio Pizarro, der ging da mit ganz dicken Geldbündeln raus. Der hatte diese Scheine, diese Tippscheine vor sich. Der wusste ganz genau, das Pferd gut, da tippen, da Außenseiter Sieg und so. Der ist ein unglaublicher Pferdekenner. Und es war sehr, sehr, sehr interessant zuzugucken, wie der wirklich traumwanderisch sicher Spindler-Pote. Das war ein Beindruck. Da muss man wahrscheinlich auch dabei gewesen sein. Nun gut. Ihr Lieben. Ich freu mich auf die Länderspielpause. Aber auf euch. Nächste Woche auch. Macht's gut, ihr Lieben. Aber es ist doch wirklich so, dass es zum ersten Mal keine so ganz schlimme Länderspielpause ist. Es soll einfach ein paar Sachen passieren. Schauen wir mal. Wir waren eigentlich schon fertig. Danke fürs Zuhören. Danke, macht's gut, ihr Lieben. Ciao. Ich komme ran, um mit Rieser Röding zu sprechen. Dankeschön. Bitteschön, Patrick. Wir bedanken uns ganz herzlich bei uns. Vielen Dank, meine Herren. Danke, danke. Bitteschön. Vielen Dank, Oliver Kahn. Ja, danke auch für den Stress. Vielen herzlichen Dank dafür. Dankeschön, vielen herzlichen Dank. Bitte sehr. Dankeschön. Ja, Dankeschön. Bitteschön. Ja, Dankeschön, danke. Ich bitte Sie. Also, ja, ich danke Ihnen. Vielen herzlichen Dank. Danke, bitte. Bitte, danke. Ja, vielen Dank. Danke, Erik. Ja, vielen Dank, Jens. Danke, das genügt, sagen wir und mit uns die deutsche Mannschaft. Dankeschön, Dankeschön, tschüss, geht zusammen. Ich habe heute schon gedankt. Ich komme mit der Dankfüllung, die noch im Dank ist, nach Salzburg. Das war Zeigler und Köster, der Fußball-Podcast von Elf Freunde.