Und Philipp, was bisher geschah. Liebe Freundinnen und Freunde zu Hause an den Empfängern, es gibt eine Vorgeschichte zu diesem Podcast, die ihr noch nicht kennen könnt. Wir hatten schon 10 Minuten aufgenommen ungefähr. Es war wirklich ein Feuerwerk der guten Laune. Es waren auch sehr viele wirklich feingeistige Bemerkungen von uns beiden dabei, die wir in der Form noch nie eigentlich hinbekommen haben. Und nach 10 Minuten bemerkte Philipp, dass seine Aufnahme nicht läuft oder nach 30 Sekunden gestoppt hat und dann haben wir nochmal aufgenommen. Wir haben es auch annähernd so gut hingekriegt beim ersten Mal und da hat Philipp nach 10 Minuten gemerkt, dass auf seiner Aufnahme nichts drauf ist und jetzt ist die dritte Aufnahme und wir versuchen wieder so gut zu sein, wir werden es aber nicht mehr schaffen. Ich glaube, ich bin einfach jetzt auch leer für heute. Ja, Philipp, was ist denn los? Ich bin ausgelaugt, ich bin ausgelaugt. Ich weiß nicht, die Maschine streikt. Ich glaube, das Einzige, was mich jetzt noch aufheitern kann, das ist das Intro mit fröhlichen Klängen. Wenn der sich jetzt richtig Mühe gibt mit seiner E-Gitarre, dann könnte das noch vollkommen. Das ist so eine richtig gute Laune-Intro. Ja, ich bin mir sicher. Es ist alles bereit, wir hören mal rein. Ja, lass krachen. Also es ist alles vorbereitet, jetzt geht's los. So Philipp, und ich habe glaube ich in beiden bisher aufgenommenen Versionen auch gesagt, es muss einen Fachbegriff dafür geben, was im Gehirn passiert, wenn man eine schon fertige Arbeit nochmal wiederholen muss. Weil man sich ja immer überlegen muss, mache ich alles nochmal neu oder versuche ich mich zu erinnern und reproduziere das, was schon war. Der Unterschied zwischen einem kreativen Prozess und einem reinen Erinnerungsvorgang und wir sind immer so jetzt gerade völlig hilflos, weil wir nicht wissen, was wir machen sollen. Der Line-Psychologe nennt das Déjà-vu und das Schöne ist ja, um gleich mal eine wunderbare ARD-Brisant-Überleitung zu machen, ein Déjà-vu-Erlebnis hatte ich auch gestern Abend, denn gestern Abend gab es in der Champions League Bayern gegen Arsenal und es ging 2 zu 2 aus und ich sah am Mikrofon bei The Zone oder Sky oder TM3 oder was es da alles so gibt, Jürgen Klopp. Und ich dachte, ist der noch Magenta-Experte? Denn er hat geredet wie ein Magenta-Experte. Wir hören mal ganz kurz rein, er hat nämlich harte Kritik an Varsen & Co. Und Harry Kane und überhaupt der Frage, was macht der FC Bayern eigentlich gegen den Ball? Und sie haben gesagt, Harry Kane ist heute überall. Das finde ich mit Ball absolut in Ordnung. Gegner, weil wenn ich Harry Kane in der letzten Linie stehen sehe und zwar nicht im tiefen Block, sondern im Mittelfeld presse ich es trotzdem. Das ist einmal für mich. Und nochmal, ich bin nicht der Papst des Fußballs. Alle dürfen machen, was sie wollen. Aber abschließend dahinter gestiegen bin ich auch noch nicht. Ja Philipp, aber pass mal auf, du musst mir jetzt mal erklären. Ich war gestern Abend außerhäusig unterwegs. Ich war beim Bremer Freimarkt, ein großes Volksfest. Ich habe jetzt zweimal das Pferderennen gewonnen. Gegen wen? Gegen deine Tochter oder gegen deine Oma? Nein, nein, nein, da waren richtig knallharte Gegner dabei, und es ist wie immer bei den Gruppenspielen der Champions League, also das ich denke, muss ich nicht unbedingt sehen, dann hab ich auch gesehen, okay, aber es ist ja Bayern Arsenal, da guckst du mal noch rein, hab dann das vor 25 Minuten gesehen, ist aber so an mir vorbeigerauscht, weil man ja auch irgendwie immer, bei diesem Champions League Modus das Gefühl hat, es ist eh egal, was passiert, Ergebnis ist nicht so wichtig. Und dann in den Nachwehen hörte ich dann auch von diesem Klopp-Aufreger, also von dem Aufreger auch über Klopp, dass er im Prinzip einen Berufskollegen da mehr oder weniger angegangen hat, taktisch, wo man auch diskutieren kann, ob man das macht oder nicht. Und vor allem aber, ich habe ja Harry Kane gar nicht verfolgt. Und er hat Note 1,5 im Kicker bekommen, obwohl er quasi nirgendwo vorne war, sondern überall woanders. Also er war Linksverteidiger, hat Abstöße ausgeführt. Heute große Meldung, warum führt er jetzt auch Abstöße aus? Er hat im Spielaufbau mitgemacht, also er war überall am Ball. Wie war das denn? Also ich kann mir das gar nicht vorstellen. Ja, es war so ein bisschen wie bei so einer Schülermannschaft, wo du einen hast, der im Verein spielt, unsere zehn Fußlanbe-Kreismeister, die gar nichts können und irgendwo rechts draußen beim Rauchen stehen. Der muss dann alles machen. Oder einen, der mal höher gespielt hat. Oder einer, der mal ganz höher gespielt hat. Der hat mal höher gespielt. Da müssen wir alle morgen arbeiten. Auf jeden Fall war das tatsächlich schon ein bisschen merkwürdig. Wirkte so ein bisschen, als ob er so auf allen Positionen nochmal zeigen wollte, wie polyvalent er ist, wie multifunktional er ist. Vielleicht wird es nochmal als Bewerbungsvideo für den Ballon d'Or gesehen, obwohl ja auch alles bereits entschieden ist. Sämtliche Stimmen sind abgegeben. Da heißt es immer jetzt noch in den letzten Tagen, jetzt muss er bei dem Ballon d'Or gewinnen. Naja, man kann auf jeden Fall feststellen, dass das eine ungewöhnliche Taktik war. Aber, um nochmal auf Jürgen Klopp zurückzukommen. Was Klopp da ja gemacht hat, ist so eine altbekannte rhetorische Figur. Harte Kritik, aber danach sofort relativieren. Hört nicht auf mich. Ich bin nur ein einfacher Mann, ohne viel Ahnung vom Fußball. Ich bin nicht der Papst, hat er gesagt. Und dann denkt man, natürlich bist du das. Du bist der Papst von Fußballdeutschen. Du bist der Hüter aller Fußballgläubigen. Ja, er ist der Papst. Ja, eindeutig. Und residiert in der Domkapelle in Frankfurt am Main in der Ortoflexschneise. Nein, aber er muss sich doch klar sein, was seine Worte für eine Wirkung haben. Wenn er dann Kompanien senken stellt und sagt, ich verstehe das nicht, da kannst du natürlich immer sagen, auf mich müsst ihr nicht hören, aber natürlich jeder hört auf ihn, weil er einer der weltbesten Trainer ist. Also von daher ist die Frage, ob er möglicherweise sein sehr offensives Geplapper da am Mikrofon ein kleines bisschen reduziert. Dazu zwei Gedanken. Zum einen natürlich. Zum einen ist es ein bisschen ungehörig, sich über Berufskollegen zu erheben. Auf der anderen Seite kokettiert er natürlich immer gleich mit den eigenen Fehlern. Und das ist wie so ein mitgeschickter Disclaimer, Leute. Ich weiß zwar viel, aber nehmt mich nicht zu ernst. Und was eben auch auffällig ist, ist, dass wir natürlich bei Bundestrainer auch erheblich kritischer sind als bei dem Trainer des Tabellen 14. Der Bundesliga. Dass wir sagen, okay, wir haben uns über Jogi Löw aufgeregt, wir haben uns über Berti Vogts aufgeregt, wir haben uns über Beckenbau lustig gemacht, wir haben uns über jeden lustig gemacht eigentlich im Prinzip. Und man hat es als Bundestrainer in der Position dann irgendwann auch nicht mehr leicht, weil man kann gar nicht mehr neutral beurteilt werden. Da muss ich einfach nochmal zwanghaft, weil ich das schon in 500 Folgen gemacht habe, den alten Gag von Jupp der Wahl, das einzige Tier, das Ahnung vom Fußball hat, nochmal bringen. Aber ansonsten hast du schon recht, also wie haben wir über Julian Nagelsmann, der immer nur gelangweilt in seiner Downeyjacke in der Allianz Arena auf der Tribüne saß und Kauke wie gekaut hat. Das dachte man auch, ja, der kann auch ein bisschen was sagen. Oder hoffentlich ist Julian Nagelsmann überhaupt da. Was man jetzt so gelesen hat, hat er hauptsächlich irgendwie einen gelben Schein reingereicht und gesagt, Bänderdehnung in der Unterhose. Und ich kann leider nicht. Aber wir können mal feststellen, dass die Kritik zumindest bei Warnsang Company nicht besonders gut ankam. Zugeknöpft wie ein Polohemd in Brighton war. Er war sehr, sehr einsämig in der Pressekonferenz. Hat er was dazu gesagt? Nein, eben nicht. Er hat einfach nur gesagt, er möchte dazu gar nichts sagen. Und wenn man weiß, wie Warnsang Company als Chefdiplomat wie bei den Vereinten Nationen ansonsten auf jede noch so dämliche Frage reagiert oder lacht oder einen kleinen Scherz macht, darauf wollte er nichts sagen. Insofern könnte man schon sagen, das war dann auch ein Treffer ins Bullseye. Also Jürgen Klopp ist eben jetzt auch nicht Julian Nagelsmann und ist nicht Michael Skibbe und nicht Frank Kramer, um auch den nochmal zu erwähnen. Er ist einfach jemand, dessen Meinung zählt und insofern, er mag jetzt tatsächlich irgendwie in der katholischen Kirche kein hohes Tier sein, aber im Fußball Deutschland schon. Ansonsten können wir aber mal feststellen, dass der FC Bayern in der Spur ist trotz allem. 2 zu 2 gegen den englischen Meister ist ja echt sehr okay und Und es wirkt ja auch noch ein bisschen nach, die 6 zu 1-Skala, die man hingelegt hat gegen RB Leipzig, wo danach dann Martin Demichelis, der streitbare Trainer des Franchise aus Fuschel am See, so zumindest ein bisschen in der Kritik stand. Dann dachte man, ja, vielleicht gibt es ja einen großen Befreiungsschlag gegen Real Madrid, aber Pussekuchen. Ich habe mir jetzt auch die Tabelle mal angeguckt, es ist auch ein bisschen deprimierend, dass so nach drei Spieltagen schon oben unter den ersten acht drei aus England, drei aus Spanien, Paris Saint-Germain und erstaunlicherweise den VfB Stuttgart, aber der VfB Stuttgart bislang mit den Gegnern Vikings, Stavanger, dann hatten sie, wen hatten sie ja noch, Slovan, Bratislava und, na gut, Atletico Madrid hatten sie noch, aber ansonsten ist das alles schon wieder sortiert, danach fängt es ein bisschen an mit den Mannschaften, die man nicht ohnehin dauernd sieht. Es bahnt sich wieder das ständig erlebte Szenario an mit den immer gleichen Mannschaften. Du wolltest, glaube ich, erinnere ich mich jetzt dunkel aus den beiden verlorengegangenen Aufnahmen, die es bestimmt mal später irgendwann als Bootleg gibt. Du wolltest über Manchester City noch reden. Na gut, ich wollte zunächst nochmal anmerken, dass Ole Werner jetzt tatsächlich inzwischen ja, glaube ich, ein bisschen anders gesehen wird in Leipzig. Den hat man gefeuert, weil man dachte, wir brauchen neue Impulse, müssen aggressiver spielen. Und in der Champions League haben wir keine Chance, wenn wir so spielen, wie Werner uns das vorgibt. und jetzt sind sie mit Martin Demichelis irgendwo im letzten Viertel angelandet. Platz 29. Ja, und sind noch nicht mehr in den Playoffs. Insofern möge man eventuell diese Personale noch mal ein bisschen anders betrachten. Ansonsten finde ich aber Man City erstaunlich. Du hast es ja auch schon in diversen Folgen gesagt. Das ist wie Deadman Walking. Also du weißt, die werden in den nächsten Jahren große Schwierigkeiten haben, überhaupt in der Premier League zu spielen. Aber die gewinnen dann jetzt so ganz locker. Das ist gespenstisch eigentlich. Ich frage mich, wie freut man sich dann überhaupt noch? Oder wie ist das in der Kabine? Wird es möglicherweise dann wieder mal eine von diesen schimmeligen Dokus geben, wo dann der Trainer in der City-Kabine rumzittert? Weil, wir können mal darauf hinweisen, es wird im Januar die Berufungsverhandlungen geben, da wird Man City dann nochmal versuchen, irgendwie den Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Aber es gibt schon die Diskussion, erstens natürlich einen Ausschluss von europäischen Wettbewerben für sieben bis zehn Jahre. Also da geht es auch nicht nur um die nächsten beiden Spielzeiten. Außerdem wird es wohl einen extremen Punkteabzug diese Saison geben und einen extremen Punkteabzug nächste Saison, sodass man dann auch nicht einfach wieder aufsteigen kann. Und das wäre schon eine Strafe, wie sie möglicherweise mal in Italien Juventus Turin kassiert. Aber in der Premier League wäre das wirklich singulär, einzigartig. Ja, da muss man eben nochmal zusammenfassen. Wir haben ja vor zwei Wochen über das Thema auch ausführlicher geredet. Und das immer so mit dem Unterton, denen passiert doch sowieso nichts. Am Ende kommt da so eine Pille-Palle-Strafe raus. Mit irgendeiner Mickey-Maus-Geldstrafe, die Manchester City ohne große Schmerzen zahlen wird. Und dann war es das. Aber es sieht jetzt nicht mehr danach aus. Es sieht nicht mehr danach aus, weil die Beweise erdrückend sind. Es gab 115 Anklagepunkte, 114 davon sind ungünstig für Manchester City ausgegangen. Jetzt gibt es noch einen kleinen Trick. Manchester City hat angegeben, unwiderlegbare Beweise zu besitzen, dass die ganzen Sponsorengelder eben nicht von Scheich Mansour bin Said Al-Nayan kamen, sondern von der Regierung Abu Dhabi. Weißt du das wirklich so, oder hast du das jetzt ausgedacht? Das ist ein Fantasiename, da habe ich einfach arabisch klingende Worte eher an der Nachricht gereiht. Aber klang gut. Das Schaich, Mansur, bin Said, all neun. Ich will nur sagen, es ist natürlich für den Blick eines ganz normalen Fußballfans total lächerlich, ob die nun von der Regierung Abu Dhabi oder dem, der in dieser Regierung von Abu Dhabi nun wirklich das große Sagen hat, nämlich der Schaich kommen, das mag eine Petitesse sein oder auf uns als Petitesse wirken. Aber wir halten einfach mal fest, man wird versuchen, mit diesen Regierungsstrumenten nochmal den Kopf aus der Stinge zu ziehen. Ich glaube aber, dafür ist es zu spät. Das wird interessant, weil Sie haben ja bislang auf diese 9535 Kritikpunkte, wo Sie schuldig gesprochen worden sind, Sie haben ja eigentlich immer nur reagiert mit stimmt doch alles gar nicht, oder? Also mehr kam noch bislang nicht. Ja, es war ein großes Füßeaufstampfen. Es gab ja ein Statement des CEO, der ja ein eher schangeliger Typ aus den Reihen des FC Barcelona, weil er dann rüber zur City gewechselt ist. Also einer von diesen gewissenlosen Funktionären, wie es hier hunderte und tausende im internationalen Fußball gibt, die in diesen komischen G14, G20, G34-Fuße. Versammlungen da hocken und das große Wort schwingen und von zu erschließenden Märkten in Asien und Südafrika reden. Und der hat ja auch alle Schuld von sich gewiesen, hat verkündet, man werde natürlich evident und unwiderlegbar Beweise präsentieren, die die große Unschuld von Manchester City beweisen. Davon kann überhaupt keine Rede sein. Also das Szenario, dass du jemanden hast wie Erling Haaland und andere, die dann einfach sich einen neuen Klub suchen müssen, weil ihr Klub plötzlich zweite Liga spielt, das ist genauso real wie, und das wird möglicherweise genauso erschütternd sein. Es wird für die Stadt Manchester ganz schön heftig. Also von Manchester United, dem kriselnden Klub mal ganz zu schweigen, die ja in Como jetzt auch nochmal verloren haben, auf sehr, sehr unschöne Weise. Man City wird dann auch verkauft werden müssen von dieser Regierungs-Investment-Fonds-Gruppe und das wird das ganze Szenario, also diese Erzählung davon, dass Manchester die große Fußballhauptstadt Europas ist, ganz schön erschüttern. Hast du eigentlich auch was gehört, wie es den Fans geht? Weil ich frage mich ja mal, wenn ich jetzt Fan von Manchester City wäre, würde ich jetzt sagen, ey, alle gegen uns, die wollen uns alle kleinkriegen, die sind alle nur neidisch oder sage ich, ey, was hat denn der Verein da für eine Scheiße gebaut und unseren Lieblingsverein, wo ich seit 40 Jahren hingehe, kaputt gemacht. Ich wüsste so gern, wie da so die mehrheitliche Meinung ist. Ich glaube, das changiert so zwischen Trotz, Wut auf die Klubführung, aber natürlich auch dieses klassische Beleidigtsein, ne? Was wollt ihr uns denn jetzt hier wegnehmen und das machen doch alle? Und da muss ich ja auch ein ganz kleines bisschen sagen, da gibt es so einen gewissen Punkt in dieser ganzen Argumentation, du hast eine Mannschaft oder du hast einen Club, die sich mit. Betrug mit verschleierten Zahlungen einen Vorteil erschafft haben. Man muss ja sagen, dass das trotz allem im internationalen Profifußball auch gang und gäbe ist. Also es passiert ja. Guck dir das Leipziger und Salzburger Konstrukt an und das Geschiebe hin und her. Guck dir diesen Multi-Club-Ownership an, wie viele Mannschaften da in sehr, sehr undurchsichtige Finanzkonstrukte verstrickt sind. Also das ist jetzt ansonsten jenseits von Manchester City plötzlich alles total lauter und integer und entlang des Financial Fairplays, ist, ob es national oder international ist, zuginge, wage ich auch mal stark zu bezweifeln. Also, ich bin mal gespannt. Du sagst, es deutet darauf hin, dass sie, das ist jetzt die nächste Frage gleich, das heißt, die spielen nächste Saison zwar noch Premier League, aber mit einem so horrenden Punkteabzug, das klar ist, können sie nicht schaffen. Was für eine Saison soll denn das dann werden, wenn du jedes Spiel hingehst und ganz genau weißt, wir steigen eh ab. Egal, was wir machen. Also, ich glaube, ehrlich gesagt, die sind schon mittendrin. Also, die werden, wenn diese Beruhigungsverhandlung im Januar scheitert, werden die noch für diese Saison die Punkte abgezogen. Und dann geht es einfach runter und dann sind sie mindestens ein Jahr auch in dieser zweiten Liga, weil der Punkteabzug so groß sein wird, dass sie keine Chance haben, aufzusteigen. Also bei aller Liebe und bei allen Spielern, die sie dann verpflichten werden. Ich wüsste ja so gern, wie solche Punkteabzüge dann festgelegt werden. Also du sagst dann ja, da sitzt dann ja irgendwie und sagst, oh, schon fünf Punkte. Sagt dann, nein, 30. Und dann wird ja irgendwas entschieden, dann, wo dann aber klar ist, die Konsequenz ist die und die. Also theoretisch könntest du sie auch gleich direkt zwangsabsteigen lassen. Könntest du machen, aber wahrscheinlich ist das dann so ein Konstrukt, wo du denkst, sie haben noch eine Restchance, zumindest den Abstieg zu vermeiden oder im Mittelfeld zu landen. Das wird wahrscheinlich auch entlang früherer Punkteabzüge. Ich glaube, Sheffield war sogar mal dran und andere, die dann auch mit so einem Kontoballast gestartet sind. Also könnte sein, dass das quasi dann entlang historischer Urteile verkündet wird. Aber es wird auf jeden Fall so sein, dass Manchester City jetzt auf jeden Fall absteigt und beim nächsten Mal auch dann keine Chance hat, aufzusteigen. Lieber Arndt, wir müssen mal zu dem großen Komplex Bundesliga kommen, aber ich muss einmal kurz noch mal zum Freimarkt kommen. Wie bist du auf so einem Jahrmarkt? Bist du dann auch so einer, der dann irgendwann besoffen in der Raupe hängt und fremde Leute anspricht? Nein, ich trinke fast keinen Alkohol, also so gut wie keinen. Ich habe gestern ein Bier getrunken, glaube ich. Es war Werderabend im Festzelt, da war ich dann. Nun gut, nun gut. Nein, aber Pferderennen ist immer, Pferderennen zieht mich magisch an und ich muss auch sagen, auch die Greifer ziehen mich magisch an. Es ist natürlich selten was drin, womit ich dann lange spiele hinterher, aber trotzdem die Greifer, das ist so, das stachelt meinen Ehrgeiz an. Fahrgeschäfte ist nichts mehr für mich. Das ist ja so ein Ding, weißt du, meine kleine Tochter, die kann sich in jedes waghalsige Geschäft, weißt du, beim Autofahren wird es so Kindern schlecht, aber so eine Achterbahn ist kein Problem. Das verstehe ich ja immer nicht. Achterbahn ist aber auch so, dass wirklich sehr, sehr vielen Leuten wahnsinnig schlecht wird. Ich habe es mal live erlebt, das muss auf dem Hamburger Dom gewesen sein, wo einer mal so einen schönen Kotzestrahl aus Popcorn und Cola Light über alle Mitfahrenden gelegt hat. Da war die Stimmung, als der dann zum Schluss wieder zum Halten kam, auch richtig rauchig. Ansonsten, also das klassische Fahrgeschäft ist eher was für jüngere Leute, weil man wird ja auch sehr, sehr hin und her geschleudert. Und wenn du so einen Bandscheibenvorfall hattest oder es dir sonst irgendwie im Rücken zwickt, ist das nicht zu empfehlen, möchte ich mir sagen, wenn es die Rückwärtsrunde gibt oder mal unters Verdeck geht. Eine Bekanntheit hat mir mal, eine Kollegin hat mir mal erzählt, sie wäre mal mit ihrem kleinen Neffen irgendwie unterwegs gewesen in so einem Fahrgeschäft, der natürlich auch vorher alles Pilzpfanne, Fischbrötchen, sonst was. Und dann auch sich, glaube ich, eine halbe Stunde lang übergeben hat hinterher. Und alles, was er danach gesagt hat, war, das war jetzt nicht schön. Das ist seitdem dann auch so ein geflügelter Satz gewesen danach. Aber das kann ich auch gut verstehen. Das kann ich sehr, sehr gut verstehen. Ich muss auch darauf hinweisen, dass Pilzpfanne ja auch etwas ist, was du nur früher beim Markt der Möglichkeiten auf den Kirchentag gefuttert hast oder eben auf großen Jahrmärkten. Ich kann auch die Faszination fürs Pferderennen verstehen, weil da brauchst du ein bisschen Geschick und Ausdauer und natürlich auch gute Nerven, dass du ganz zum Schluss jetzt nicht die Hand so ganz leicht versagt. Das ist der Punkt. Ich habe nämlich gestern zweimal gewonnen und beide Rennen war ich so kurz vor Schluss noch an dritter Stelle. Und ich habe auch gesehen, dass die vorderen beiden plötzlich nichts mehr trafen. Und da habe ich mich total konzentriert und bin dann noch an allen vorbeigezogen. Und der Zweiter geworden ist, ist zweimal hintereinander hinter mir Zweiter geworden, obwohl er beide Male schon Haus hochgeführt hat. Und das ist eine große Genugtuung. Also seitdem ist die Welt schön. So, und jetzt kommt eine tolle Überleitung. Lieber Arndt, ich hoffe nicht, dass du nach dem ersten Spiel, nach dem ersten Pferderinnen bereits ausgepfiffen worden bist. Denn das war im Weserstadion durchaus ein kleines Thema. Ihr habt gegen Paderborn gespielt. Und ich möchte mal sagen, ich bin ja auch ein großer Tototipper. Virtuell, ich gebe kein Geld mehr aus, weil ich da sehr, sehr häufig doch sehr stark auf die Schnauze gefallen bin. Aber ich habe natürlich auf euch gesetzt. Ich habe gehofft, das wird ein klarer Heimsieg. Und dann legt ihr zur Halbzeit 0 zu 2 hinten, obwohl es ein ganz passables Spiel war. Ja, das ist ein ganz komisches Spiel gewesen. Also erstens Paderborn ist der, ich lehme mich jetzt mal aus dem Fenster, der klassische Neuling, der in der Vorrunde noch richtig gut mithält und dann in der Rückrunde aber durchgereicht wird. Ich glaube, das wird ihnen nicht erspart bleiben. Ich lasse mich auch gerne eines Besseren belehren, aber sie haben unangenehm gespielt und Werder hat aber in der ersten Halbzeit auch schon richtig attraktiven Offensivfußball gespielt, nur die Pille nicht reingekriegt. Die hatten sechs oder sieben richtig große Chancen. Das, was man bei Werder noch vor einem Jahr bemängelt hat, dass die kaum Torgefahr haben und keine gefährlichen Stürme und nach vorne passiert nichts, das war alles nicht. Also die haben wirklich ein Ding nach dem anderen rausgespielt. Tollen Fußball, schnellen Offensivfußball, fantasievolle Spielzüge und liegen dann halt 0-2 zurück. Und dann war so ein reflexartiges Auspfeifen des Publikums da. Und das ist interessant, weil dann kamen zwei Reflexe. Das eine ist, dass die Spieler darüber sauer waren und gesagt haben, ey Leute, wir reißen uns hier den Arsch auf, wir brauchen eure Unterstützung, wenn wir das Ding vorne nicht reinkriegen. Da wollen wir nicht ausgefiffen werden, wenn wir gut gespielt haben." Und dann kamen wieder die Medien, die gesagt haben, die Herrenfußballer wollen nicht ausgefiffen werden. Naja, das ist ja wieder sehr fragwürdig. Ich hab die interessante Situation gehabt, dass ich nach dem Spiel, nachdem das also nach 2-2 ausgegangen ist, kam ein Werder-Spieler zu mir und sagte, völlig verunsichert. Sag mal, haben die in der Halbzeit echt gefiffen? Und dann wurde mir aber klar, das habe ich ihm auch gesagt, ja, ich glaube, die haben aber echt das Ergebnis ausgefiffen. Die haben nicht eure Spielweise ausgefiffen, sondern dass es 0 zu 2 steht. Und das ist so ein Phänomen, dass du ein Spiel ganz anders bewertest und auch die Leistung einer Mannschaft ganz anders bewertest, wenn dir persönlich das Ergebnis nicht gefällt. Ja, das ist reflexhaft. Hat auch wieder ein bisschen zugenommen. Also zwischendurch galt es mal doch als sehr unfein, die eigene Mannschaft zur Halbzeit schon auszupfeifen, gerade weil das natürlich auch nicht ohne Wirkung bleibt, wenn du dann unter so einem geltenden Pfeifkonzert in die Kabine marschierst. Das wirkt immer ein bisschen so wie eine Aufkündigung der Treue gegenüber der Mannschaft, ist es aber oft gar nicht. Ich glaube, die Leute sind einfach enttäuscht, die kommen mit einer gewissen Erwartungshaltung, mit einer Vorfreude. Oh, wir haben jetzt mal zwei Spiele hintereinander dann auch nochmal aufgeholt und jetzt sind wir aber auch mal dran, das Spiel souverän zu gestalten und dann kriegst du halt mal Pfiffer ab, obwohl du…. Muss man sagen, ja auch im Flow bist, mit Niklas Füllkrug, von dem alle dachten, der lässt jetzt quasi auf einem Bein und im Kassenrollstuhl seine Karriere ausklingen und hat jetzt quasi den 17. Karriereherbst, was ja auch wirklich beeindruckend ist und auch noch dazu führt, wir haben ja schon darüber geredet, dass Rudi Völler Niklas Füllkrug jetzt in die Nationalmannschaft reingeplappert hat, was ich ja auch wirklich fast von Boulevardessen Charme finde. Aber da stellen wir dann auch einfach mal fest, da könnte das Publikum ein bisschen gnädiger sein. Aber ich verstehe den Reflex, dann einfach mal alle vier Finger in den Mund zu stecken und wild zu pfeifen. Das darf dann einfach, glaube ich, eine Mannschaft nicht so ernst nehmen. Niklas Fülkow ist insofern ein interessantes Thema, weil Jürgen Klopp sich auch zu ihm geäußert hat und gesagt hat, ja, ich kriege das mit, der schießt ein Tor nach dem anderen. So gut war der wahrscheinlich noch nie. Aber ich kann auch nichts dafür, dass er 33 ist. Also ich habe keine Ahnung. Vor allen Dingen, es ist sehr, sehr unangenehm, ihn in Interviews zu sehen, weil er ständig gefragt wird, ja, wie ist denn jetzt mit Nationalelf? Wie ist denn jetzt mit Nationalelf? Und der wird so angepiekt. Dann kommt diese, ich muss das fragen. Und du weißt aber ganz genau, was soll der denn dazu sagen? Natürlich würde der gerne wieder für Deutschland spielen, aber er quatscht sich doch selbst nicht da rein. Der kann doch nicht mehr machen, als in jedem Spiel ein Tor schießen. Oder manchmal auch zwei. Der ist 33, der ist übrigens fast exakt genauso alt wie Harry Kane. Ich will die beiden jetzt nicht sportlich miteinander vergleichen, aber bei Harry Kane würde auch keiner sagen, oh, das war schon 33, das wird aber langsam eng. Also wenn einer die Leistung bringt und sechs Tore in fünf Spielen schießt, was willst du da groß diskutieren, dass er im Moment einer der besten deutschen Stürmer ist? Und vor allem jetzt kommt wieder, pass auf, Fußballromantik, du hast dich ja sehr verächtlich geäußert über seine Aussage, dass er in Bremen mit Emotionen bezahlt wird. Nein, es ist so, er hat jetzt gesagt, und das finde ich großartig, und das ist auch genau das, weshalb er so die Herzen erreicht, er hat auch gesagt, ey, warum, ich muss eigentlich nirgendwo anders mehr hingehen, ich habe ja alles ausprobiert. Warum soll ich jetzt irgendwie nochmal überlegen, wo ich im Sommer spielen kann? Ich habe alle Sachen ausprobiert, ich habe Serie A gespielt, ich habe bei West Ham gespielt, ich merke, hier funktioniere am besten, ich muss nicht nochmal irgendwo anders hingehen. Und das ist natürlich, ich habe ihn letzte Woche schon mit Fabi Klos verglichen, das ist natürlich genau die Art Spieler, die du haben willst, einen der Leistung bringt und wo du ganz genau weißt, der kokettiert nicht damit, dass er auch woanders spielen könnte, sondern der ist genau da, fühlt er sich wohl, wo er ist. Einen größeren Sympathieträger gibt es nicht für deine Mannschaft. Ja, und man kann auch mal festhalten, ganz egal, ob das jetzt funktioniert mit der Nationalmannschaft noch und die beiden, also Völler und Klopp sich nochmal erbarmen, aber man kann mal festhalten, das ist wirklich ein reiches Fußballerleben gewesen. Also wir feiern ja auch immer Die Vereinslegenden wie Charlie Körbel, die sich seit 50 Jahren an Eintracht Frankfurt gekettet haben oder Fabi Kloos, der 13 Jahre auch vor allem in Bielefeld gekickt hat. Aber irgendwie ist es ja auch schön, wenn du viele Vereine siehst. Das wird oft verächtlich ein bisschen, oh, ist ein Wandervogel. Ist es gar nicht. Ich finde das echt Leute, die was erleben, die ganz unterschiedliche Kulturen sehen und die auch reifen. Manchmal bin ich ja auch mal beispielsweise bei Rudi Völler, von dem man ja auch immer denkt... Er ist auch kein ganz großer Theoretiker und Denker, aber der spricht fließend Italienisch. Sowas finde ich immer total super, wo ich selber noch nicht mal Gastro-Italienisch kann. Ich will noch eine Sache zu Niklas Vöckrug nachschieben. Ich habe in meiner letzten Sendung einen Ausschnitt gezeigt, der wird dem Vernehmen nach auch Samstag im Sportstudio zu sehen sein, wo er zu Gast ist. Und zwar ist er vor 19 Jahren interviewt worden als 14-Jähriger. Und du siehst schon den Niklas Vöckrug von heute, weil du siehst erstens, der ist gut erzogen, der redet gut, der ist freundlich zum Interviewer. Und vor allen Dingen, was ganz viel über ihn aussagt, ist, seine erste Reaktion ist, als er angesprochen wird, nee, sprich bitte mit ihm, er ist der Bessere. Und er hat so einen Mannschaftskameraden neben sich, den will er unbedingt mit einbeziehen ins Gespräch, weil es ihm unangenehm ist, so alleine im Vordergrund zu stehen. Was ganz viel aussagt über einen 14-jährigen Jungen, der eigentlich total talentiert ist und vor der Kamera ist. Weil du merkst, nee, der guckt echt, der hat einen gesunden Blick auf seine Mannschaftskameraden auch. Deswegen ist der auch so ein guter Mannschaftsspieler. Wir können da vielleicht mal kurz reinhören. Niklas, du hast gespielt im Gegensatz zum Kollegen eben, ne? Ja. Und wie sehr ist das in die Greten gegangen heute und gestern? Ja, kaputt bin ich schon, gerade nach den vielen Spielen. Ja, aber sonst alles okay. Woran hat es gelegen aus deiner Sicht heute? Ich denke mal im Einzelnen am Zweikampfverhalten, an den Torschanken, die wir nicht genutzt haben, die auch von mir nicht genutzt wurden. Wenn wir dich hier schon haben, hast du eigentlich jetzt schon klare Vorstellungen von deiner sportlichen Zukunft? Ja, ich bin im Fußballinternat von Werder Bremen und da würde ich gerne noch zwei Jahre, drei Jahre, wenn nicht sogar noch länger bleiben. Und auf jeden Fall ist mein erstes Ziel, in U19 zu kommen. Und irgendwann dann die Profikarriere? Ja, das wird sich dann ergeben. Wie sieht so ein Tagestablauf ab? Wie schaltet sich das? Wie richtet man sich ein? Du kommst hier nicht aus Bremen, ne? Nee, ich komme aus Hannover und das ist alles schon stressig. Also ich habe kaum Zeit zwischendurch. Wir haben noch so Hausaufgabenhilfe und Nachhilfe halt. Und da müssen wir halt jedes Mal nach der Schule hin. Ist ohnehin immer sehr, sehr schön, so heutige berühmte Fußballstars zu sehen, wie sie als Jugendliche gesprochen haben. Es gibt ja auch diese legendären Szenen von Josok Kimmich, von Serge Gnabry und von Timo Werner, wie sie da als 14-Jährige oder 12-Jährige im Trikot vom VfB Stuttgart schon ein bisschen daherplappern. Dann sieht man schon, das sind junge Kerle, die alle total ehrgeizig sind und die Freude am Fußball haben und jetzt bei Füllkrug ist das natürlich genauso. Aber diese Frage, wer jetzt nun berufen wird für die Nationalmannschaft, leitet uns ganz elegant und sanft rüber zu Bayer Leverkusen, die sich nämlich beschwert haben, weil in dem 44er-Kader Bayer Leverkusen sehr, sehr unterrepräsentiert war und die natürlich sagen, ey, hier gibt es jede Menge absolute Topspieler, die wir unbedingt im Klopp-Kader sehen, ist aber gerade gar nicht so. Und da merkt man so ein bisschen, dass dieser Ruf von Bayer Leverkusen doch irgendwie in den letzten Jahren gelitten haben, obwohl die jetzt schon wieder eine gute Saison spielen. Aber es gab so zwei Jahre, in denen Leverkusen als State of the Art, als das Beste, was der deutsche Fußball zu bieten hat. Und jetzt laufen die, sagen wir mal so, entlang ihres öffentlichen Rufs als etwas seelenloser Werksklub, laufen sie wieder hinterher und stehen überhaupt nicht mehr im Fokus, obwohl sie eigentlich passabel kicken. Ja, das ist der große Punkt, den ich interessant finde. Sie laufen total unterm Radar diese Saison bislang, sind zwar. Nur, sage ich jetzt mal, Tabellenvierter, aber sind nur einen Punkt hinter dem Tabellenführer, spielen guten Fußball, haben mit Patrick Schick einen der zusammen mit Niklas Föckl besten Torschützen der Liga gerade, haben vor allem ja, Sie haben unbemerkt und aus einer sehr schwierigen Ausgangslage heraus einen totalen Neuaufbau geschafft, nachdem dieses Ten Hag Kapitel grandios und krachend gescheitert ist und sie nach, Xabi Alonsos Regentschaft fast alle Leistungsträger verloren haben, inklusive Wirtz und Konsorten. Sie haben trotzdem es geschafft, aus dem Stand wieder eine Mannschaft aufzubauen, die da ganz oben mithalten kann und sie werden bislang noch gar nicht beachtet so richtig und ich bin sicher, die werden da oben auch so schnell nicht wegzukriegen sein, also bin ich mal gespannt. Und sie haben gewonnen gegen den SC Freiburg. Der Trainer des SC Freiburg, Julian Schuster, junger, verständiger Knabe, hat sich sehr verärgert gezeigt und nicht unbedingt darüber, wie das Spiel gelaufen ist, sondern über die eigenen Anhänger, die mit Tennisbällen geworfen haben und damit protestiert haben gegen die Materialienbeschränkung in der Bayarena. Dort sind ja große Fahnen, glaube ich, verboten, weil sie die Kamera für den VAR verdecken und deswegen gab es eine Unterbrechung. Und Julian Schuster hat sich doch ziemlich deutlich in der Pressekonferenz geäußert. Ich unterstütze auch gerne unsere Fans, unsere tollen Fans. Es ist wichtig, dann eben auch zu sagen, wenn es ja irgendwas gibt, worüber sie dann eben auch nicht zufrieden sind. Da bin ich ganz dazu bereit für Gespräche, aber nicht, dass man eben Einfluss auf Spiele gibt. Das geht für mich definitiv zu weit und das war nicht in Ordnung. Also ich habe das gehört, was Schuster gesagt hat und ich war ein bisschen befremdet. Also ich kann verstehen, dass Schuster nicht erfreut ist über diese Art der Unterbrechung, weil das natürlich immer den Spielfluss rausnimmt. Aber ich finde seine Argumentation nicht so richtig nachvollziehbar. Also er sagt ja, wenn es etwas gibt, mit dem sie nicht zufrieden sind, bin ich zu Gesprächen bereit. Und da muss man ja leider Gottes sagen, das ist einfach nur Quatsch. Er hat sich ja offenbar null damit auseinandergesetzt, worum es da eigentlich geht. Und die Frage, welche Materialien in die Bayarena mitgenommen werden können, das ist ja überhaupt nicht sein Fachbereich. Er kennt sich da überhaupt nicht aus. Er hat darauf nicht den geringsten Einfluss. Er ist in keiner Weise irgendein geeigneter Ansprechpartner. Und aus Sicht der Anhänger ist das ja nun mal so, dass das Stadion, das ist die offene Bühne da. Und dort werden solche Konflikte verhandelt durch Fankurven. Und die Erfahrung von Anhängern ist, wenn du das alles nur versuchst, hintenrum zu klären, da passiert überhaupt nichts. Also die Debatte darüber, was in der Bayer Arena mitgenommen werden kann, die ist ja Jahre alt. Insofern hätte ich es gut gefunden, wenn er sagt, das ärgert mich oder ich finde es nicht gut, weil es uns den Spielfluss hemmt. Aber dann so zu tun, als ob er jetzt quasi so ein Ansprechpartner ist für irgendwelche Probleme oder sorgende Anhänger, das ist er einfach nicht und er hat ja auch keinen Einfluss. Insofern finde ich es dann manchmal die Argumentation, wir können doch reden. Ja, aber nicht mit dir, Julian. So würde ich sagen. Ja, aber ganz altes Thema. Ganz altes Missverständnis. Der Trainer hat seine Sichtweise, möchte gerne einfach spielen, ohne dass es vor allem ärgert sich nach einer Niederlage, dass vielleicht der Spielplatz da mal gestört wurde. Na klar. Die Fans können natürlich in dem Moment nicht denken, oh, wir haben zwar was, was uns richtig stinkt, wir würden total gerne darauf aufmerksam machen, aber nur, wenn es unsere Mannschaft nicht stört. So funktioniert es ja nicht. Also ich glaube schon, dass man sich irgendwie arrangieren muss und natürlich tut Protest dann manchmal weh. Man kann aber auch mal festhalten, dass es sehr, sehr viele Dinge gibt, die auf dieses Spiel Einfluss nehmen. Ob es der VAR ist, der hundertmal das Spiel unterbricht oder anderes, da finde ich dann, wenn alle drei, vier Monate mal so eine Unterbrechung kommt. Könnte Julian Schuster auch einmal quer durchatmen und sagen, ja, war nicht schön, wir werden mal gucken oder werden uns mit den Protesten auseinandersetzen. Aber was man ja auch mal hinweisen kann ist, dass der vorher immer mal wieder Thema ist. Er war es diesmal in Elversberg, da hat Elversberg schon wieder gewonnen. Ganz ehrlich, da merkt man mal, wie wenig Ahnung ich habe. Ich hab ja gedacht, Elversberg ahnt. Ich hab gedacht, Elversberg gewinnt kein einziges Spiel mehr. Aber du musst doch jetzt konstatieren, dass da gute Arbeit geleistet wird in Elversberg, oder? Das muss doch jetzt endlich mal irgendwann aus deinem Mund kommen. Ich glaube, in Elversberg profitieren die jetzt einfach davon, dass die vor ein paar Jahren alles auf den Prüfstein gestellt haben, jeden Prüfstein nochmal umgedreht haben. Pass auf, aber der Punkt ist, es gab auch hier Ärger. Manuel Baum, über den wir so viele positive Worte verloren haben. Der hat sich über den VAR beschwert, hat gesagt, das würde sich alles nicht mehr echt anfühlen. Einfach, weil es nochmal diverse Unterbrechungen gab und, eine ganze Menge Tohu, Wabohu, rund um die Elfmeter. Und ich kann verstehen, dass er sich in dem Moment richtig echauffiert hat und das hören wir uns auch mal ganz kurz an. Leider fühlt sich so das Spielerlebnis, mittlerweile von draußen gar nicht mehr so echt an, wie es eigentlich sein sollte durch die ganzen Entscheidungen. Ich finde, dass man den Schiedsrichter einfach den Rücken stärken muss und wenn man eine Entscheidung... Wie bei dem ersten Tor, ich glaube, da war der Detektiv unterwegs. Da will keiner draufkommen, dass da irgendwie ein Ilfer mit dabei wäre. Ja, ist einfach schwierig gerade, weil so dieses Echtheit des Spielgefühls da ein bisschen verloren geht. Arnd, und ich sag mal so, wenn es irgendeinen Themenblock gibt, über den wir uns wirklich über viele, viele Jahre unterhalten haben, dann ist das natürlich der Videobeweis, dessen Grenzen, Chancen und möglicherweise die vielen, vielen Fehler, die da gemacht werden. Ich finde ja, dass inzwischen dieses situative Gemecker, da hat er aber nicht richtig entschieden. Das fühlt sich nicht mehr echt an. Ich bin so frustriert und am nächsten Wochenende bist du Profiteur des Videobeweises und sagst, ja, das ist ja doch gar nicht so schlecht oder du hältst einfach die Klappe. Also entweder, finde ich, sagt man, das Ding ist uns komplett aus den Händen geraten und wir ändern das immer grundsätzlich oder man hält einfach die Klappe. Aber dann einfach nur zu sagen, das hat nicht funktioniert oder das geht nicht. Man muss einfach kapieren, dieses System ist insgesamt komplett außer Kontrolle geraten. Das ist wie so eine KI, weißt du, die jetzt einfach ihre Entscheidungen selber macht. Die Leute, die ganzen Statisten, die im Kölner Keller oder im Frankfurter Keller Ich weiß gar nicht, wo sind die inzwischen? Sind die eigentlich inzwischen umgezogen? Es hieß doch immer, dass die jetzt in einer Frankfurter Etagere sind und nicht mehr im Kölner Keller. Das machen die bestimmt als Homeoffice. Jeder so zu Hause an seinem Fernseher. Ja, einer am bügeln. Und der zweite hängt gerade Wäsche auf. Und der dritte onaniert gerade. Und der vierte macht, weiß doch nicht irgendwas. Ich nehme auch grundsätzlich immer gerne Schiedsrichter in Schutz. Diesmal ist es ein bisschen schwierig, weil Florian Exner hatte wirklich die Arschkarte. Das war ein so beschissen zu pfeifen, das Spiel war. Es gab so viele ganz knappe Situationen, die schwer zu pfeifen waren. Aber genau da bin ich jetzt auch eben bei deiner strukturellen Kritik am VAR. Es gab in der 90 plus 8. Minute, glaube ich, Gab es nochmal ein eigentlich recht klares Handspiel, wo eigentlich Augsburg nochmal einen Händel-Elfmeter kriegen müssen, fand jeder, der es gesehen hat. Ich meine, Florian Exner hat vom Kicker, der bedauernswerte Florian Exner, ergänzt sich die Note 5,5 bekommen. Da haben ihn einfach die VHR-Leute komplett hängen lassen. Denn wozu sind sie da, wenn nicht da einzugreifen, wenn da ein klares Handspiel ist? Ich lese mal eben ganz kurz die Benotung vor vom Kicker. Florian Exner hat so oft nicht im Bilde und auf den VAR angewiesen. Das ist nämlich der Punkt. Pinkerts elfmeterwürdiges Handspiel in Nachspielzeit nicht mehr zu überprüfen, sondern die Partie zu beenden, bleibt als Fehler des Gespanns stehen. Das war die Szene, von der ich geredet habe. Die Handspiele von Matt Siemer, zweite Minute und Rohr, 45. Vor den jeweiligen Strafstörungen waren auf dem Feld kaum erkennbar. Ein Phantom-Elfmeter nach Sirichs vermeintlichem Handspiel verhinderte der VAR. Korrekter V-Leibmeter beim Duell Brackelmann-Futkoy, allerdings erst nach erneut irritierender Kommunikation. Da liest du so einen ganzen Absatz, der kriegt Note 5,5. Und drei Viertel des Absatzes, liest man raus, eigentlich konnte er für die meisten Dinge nichts dafür, weil war A schwer zu sehen, B VR nicht funktioniert, C und D auch wieder irgendwelche Sachen, auf die er gar keinen Einfluss hatte. Also das ist ein Monstrum, was da, ich wiederhole mich da, was da konstruiert worden ist, was nicht beherrschbar ist. Und dann ist eben die Frage, will man sich dem weiter aussetzen oder sagt man eben, das ist jetzt einfach so, Aber dann will ich auch keine melancholisch reinblickenden Trainer haben, die dir verkünden, hier hat es sich nicht echt angefühlt, aber in der nächsten Woche hältst du dann wieder die Klappe. Also entweder du sagst, das ist uns aus den Händen geglitten und wir müssen da was tun oder man lässt es eben. Und ich möchte einfach mal das Gedankenexperiment loslassen, wie das eigentlich gewesen wäre, wenn Elversberg gegen Augsburg einfach ohne VAR gelaufen wäre. Da hätte man wahrscheinlich auch zwei Fehlentscheidungen gehabt, möglicherweise wäre der Schiedsrichter auch einmal nicht im Bilde gewesen bei einer anderen strittigen Situation, aber ansonsten hätte man sagen können, da hatte der keinen guten Tag. Aber dieses Zusammenspiel zwischen unfähigem VAR und überforderten Schiedsrichtern, die inzwischen sämtliche Verantwortung an diese Videoaufzeichnung abgeben, das ist einfach vom Teufel und man merkt es an jedem Wochenende und du merkst es auch unter der Woche, wie viele schöne Tore, die einfach schöne Tore gewesen wären und hätten bejubelt werden können, weggepfiffen werden, weil es irgendwo. Im Spielaufbau vor 25 Minuten in der anderen Halbzeit noch irgendwo einen Foul oder einen Handwischer gab. Das ist einfach Elend und macht den Fußball, man muss das so drastisch sagen, einfach kaputt. So, jetzt machen wir mal, wir beide, Philipp, machen wir jetzt mal Impro-Theater und ich übernehme jetzt mal den Gegenpart und sage, ja, der Hand hat doch aber eben erzielt, da waren zwei Handelfmeter, die waren ganz schwer zu sehen, die hätte es dann einfach nicht gegeben ohne den VR, da wärst du auch wieder nicht zufrieden gewesen. Doch, dann wäre ich zufrieden gewesen, entgegne ich mal in diesem albernen Impro-Theater, weil ich gewusst hätte, dass ein Mensch den Fehler gemacht hat. Aber wenn ich mir vorstelle, dass in irgendeinem Kölner, Frankfurter, Bayreuther, Eberswalder Keller jemand hockt und irgendwie an sich rumspielt oder noch zur Kaffeemaschine schlurft und danach sich mal kurz anguckt, was da in Elbersberg eigentlich für ein Lärm ist, dann sage ich eben, das möchte ich nicht. Alles, was im Stadion passiert, muss im Stadion bleiben. Ich will keine Funkverbindung, ich will keine... Scheiß-LED-Bildschirme am Spielfeldrand. Ich will niemanden, der da rausgeht. Ich will keine drei Minuten warten. Ich will keine Fankurven, die jubeln und danach wieder enttäuscht sind. Ich will auch keine Fankurven. Beispielsweise in Dresden, die natürlich immer auf die Fußballkultur abheben. Aber gab es das bei dem Spiel gegen Magdeburg und VR und alle am Jubeln. Dann lasst es doch einfach. Besitzt doch mal zumindest so viel Metaebene. Gut, bei Dresdner Anhängern, Metaebene. Ihr wisst, wovon ich rede. Aber besitzt doch mal zumindest so viel Einsicht, dass das ganze System da nicht funktioniert. Ihr seid doch immer eine große Systemkritik in Dresden. So, und dann bin ich der Meinung, da muss man eben einfach mal sagen, ich bejubele keine VR-Entscheidung. Das ist ja auch eine Entscheidung, die du als Fankurve treffen kannst. Aber so jettet halt nicht weiter. Das ist eigentlich ganz klar. So, Impro-Theater Ende. Gut, aber wir werden da wahrscheinlich noch bis weit nach unserem Tod werden, wie wir dieses Thema noch haben. Ja, das ist schön. Bei uns wird immer. Arnd, bei uns wird immer noch mal, wir machen eine Doppelbestattung und dann machen wir immer noch mal den Sarg auf und kommen als halbverwesene Leichen raus und diskutieren über den VR. Das wird ein Thema sein, das uns begleitet. Lieber Arndt, wir haben jetzt schon viele depressive Themen. VRR und Klopperger und Leverkusen hat keine Leute in der Nationalmannschaft. Aber jetzt kommt das depressivste aller depressiven Thema. Borussia Mönchengladbach. Borussia Mönchengladbach. Und Arndt, man sah ja Alex Blessin in der Pressekonferenz und er hörte sich an wie Thomas Doll in der Duldungsstarre. 32. Spieltag. Ich meine, wir haben noch nicht mal das erste Saisondrittel uns, aber Alex Blessin hört sich schon an. Durchhalte Parolen wie in Adennen, Appelle an den Zusammenhalt in Gladbach. Du hast Spieler gesehen, die ratlos vor der Kurve standen. Du hast eine Kurve gesehen, die in Agonie da wartete und wusste nicht mehr, was er machen sollte. Und Arndt, wir haben uns ja vorher überlegt, wie können wir diesen Zustand einfach beschreiben? Es gibt ja diese fünf Trauerphasen nach der Psychologin Kübler-Ross. Und wir können einfach mal, wenn wir mal diese ganzen Phasen durchgehen, überlegen, in welcher Phase dieser Trauerbewältigung Gladbach eigentlich ist. Die allererste Phase in diesen fünf Phasen, und ich habe bei Wikipedia nachgelesen, das ist schon alles längst wieder überholt und es ist ein veraltetes Modell, aber ich glaube, es hilft ganz gut, das einzuordnen. Ich glaube, die erste Phase, die es gibt in der Trauerbewältigung, die ist leugnen und nicht wahrhaben wollen. Aber Art, ich würde sagen, darüber sind sie in Gladbach schon hinaus, dass sie das Elend leugnen und sagen, wir sind eigentlich eine Spitzenmannschaft, oder? Also nicht wahrhaben wollen, das war, glaube ich, am zweiten Spieltag beim 3-4 gegen Elversberg. Das war, also ich glaube, das 0-3 in Leipzig haben sie noch hingenommen, erster Spieltag, Pokal haben sie vorher gewonnen. Und dann kam das 3-4 gegen Elversberg. Ich glaube, da kam das erste, kann doch nicht wahr sein. Da kann doch nicht wahr sein. Und danach haben sie dann 0-5 in Freiburg verloren. Welche Phase war das dann? Das war schon die zweite Phase, mich wut, zorn, in Klammern, Angel, soll Englisch sein, oder Anger. Ich weiß es nicht. Also da heißt... Enger. Enger. Ja, Anger. Pass auf, sobald die Realität durchsickert, entstehen Frustration, Wut und Zorn. Die Wut kann sich gegen das Schicksal, andere Menschen oder die verstorbene Person richten. Gut, verstorbene Person, das ist dann quasi vielleicht möglicherweise der gefeuerte Manager. Roland Wirkus ist schuld. Man kann sagen, Roland Wirkus ist an einem schuld. Oder es ist das Schicksal, oder andere Menschen, das kann der 1. FC Köln sein. Was hältst du davon? Ja, das klingt für mich schlüssig, aber was war dann das 3 zu 4 gegen Mainz danach? Was sie dann in der, also da war dann... Da passt für mich keine dieser Phasen so richtig, weil Verhandeln war da nicht mehr. Also da käme ich ja jetzt verhandeln. Genau, das ist die dritte Phase, mich verhandeln. Bargaining oder Bargaining kann auch ein Ort in Bayern sein. Bargaining. Bargaining. Na, ich wohne in Bargaining. Pass auf, der Trauernde versucht, das Unabwendende. Arnd, ich muss das jetzt vorlesen, jetzt konzentriere dich mal ein bisschen. Wir sind ja in der Trauerphase und du machst dich lustig über die Trauernden, über Gladbach. Der Trauernde versucht, das Unabwendbare durch innere Versprechen, Bitten oder Verträge, zum Beispiel mit Gott oder dem Schicksal rückgängig zu machen. Und weißt du, was das ist? Das ist Blessin. Das ist Blessin. Der Trauernde versucht das unabwendbar durch irgendeine Bitten oder Verträge. Das ist der Vertrag mit Blessin, dass man sagt, pass mal auf, wir machen jetzt alles anders. Wir vergessen diesen ganzen Polanski-Quatsch. Wir vergessen die Gladbach-DNA. Wir vergessen Roland Wirkus. Wir vergessen irgendwie das Geläster in der Schinkenstraße von Florian Neuhaus. Wir machen jetzt einfach alles richtig mit Alex Blessin. Und dann kam die Niederlage im Derby. Vierte Stufe. Niederlage im Derby in Köln. Depression. Nächste Stufe Depression. Die vierte Stufe. Tiefster Schmerz, Traurigkeit und Hoffnungslosigkeit machen sich breit. Der Verlust wird in seiner Tragweite vollbegriffen, oft begleitet von Antriebslosigkeit oder Rückzug und das haben wir ja gegen Hoffenheim gesehen. Weißt du, die verlieren und dann diese Antriebslosigkeit, dass sie ja alle gehockt haben auf der Tribüne und haben gesagt, und Blessin sagt, wir müssen irgendwie zusammenhalten und es wird irgendwie weitergehen. So, und jetzt ist die Frage, lieber Arndt, was folgt als fünfte Phase? Ja, ja, ja, pass auf. Das 1 zu 2 gegen Hoffenheim, als sie als Letzter zu Hause gegen den vorletzten Follower haben, das war auch noch Depression. Und jetzt kommt in Stuttgart die nächste Phase und die letzte Phase Akzeptanz. In Stuttgart beim Champions League Teilnehmer werden sie sagen, da haben wir eh keine Chance. Da fahren wir hin, ja gut, da kriegen wir eh auf die Fresse. Jetzt ist doch alles, da kriegen wir doch eh unser Minusrekord. Das ist ja der Minusrekord, das hat es noch nie gegeben. Sieben Niederlagen vom Startwerk hat es noch nie gegeben. Finde ich übrigens ganz kurz, um ganz kurz nochmal auf Werder zu kommen, es hat es auch noch nie gegeben, dass eine Mannschaft wirklich in 63 Jahren Bundesliga dreimal hintereinander nach einem 0-2 nicht verloren hat. Ich finde es immer wieder toll, dass du noch Rekorde hast überhaupt. Dass es den Torrekord gab von Lewandowski, dass Harry Kane Rekorde aufstellt, dass es Rekord-Hattricks gibt, dass es solche Rekorde gibt, wo du immer denkst, nee, es kann ja nichts Neues mehr geben, wir haben ja alles schon tausend Mal erlebt. Das ist schön, dass du einfach nochmal eine rhetorische Nordschleife rüber zu Werder Bremen, gerade wo wir über die trauernden Gladbacher sprechen. Ich kann auch nochmal ganz kurz, bleiben wir mal kurz nochmal bei dieser Akzeptanz. Da heißt es nämlich in den Erläuterungen von Kübler-Ross, die Betroffenen finden allmählich ihren Frieden mit der neuen Realität. Der Schmerz verschwindet nicht völlig, bestimmt aber nicht mehr den gesamten Alltag. Man könnte also vermuten, dass Gladbach jetzt einfach die Saison austrudeln lässt. Also, dass wir einfach jetzt eine Borussia haben, wo nicht gemeckert wird, wo es wieder gute Stimmung gibt. Man sagt, es ist einfach unabwendbar. Nächstes Jahr zweite Liga. Schön gegen Heidenheim, gegen Amina Bielefeld, Hannover 96 und noch andere Trümmer-Truppen, Magdeburg und so weiter. Einfach jetzt mal akzeptieren, dass es nichts zu ändern ist. Das ist die neue Gladbach-DNA, zweitklassig. Du musst auch noch dazu sagen, sie haben natürlich alles versucht, sie haben, ich komme leider immer wieder, weil ich den Namen so gerne mag, auf Schuto Maschino, den sie letztes Jahr schon gekauft haben, der ein überragender Spieler war bei Holstein Kiel, als die abgestiegen sind, aber in Gladbach für 8 Millionen eigentlich nicht den Gegenwert liefert, den man sich erhofft hat. Dann haben sie das ständige Kleindienstproblem, dass er sich wirklich in einer Tour wieder verletzt, jetzt wieder verletzt hat, mit einem gesunden Kleindienst würden sie nicht da stehen, wo sie stehen. Und dann haben sie Liedberg geholt als einen der überragenden Zweitligastürmer, der aber auch nicht so richtig zündet. Also das ist natürlich, du probierst alles Mögliche. Ich glaube, das gehört auch rein in sowohl Depression als auch Akzeptanz, dass du sagst, ja. Also irgendwie, wenn die alle bei uns nicht funktionieren, können wir auch nichts mehr machen. Und ich würde auch einfach mal sagen, wir spötteln jetzt ein bisschen. Aber wir wünschen natürlich, um es mit Arndt zu sagen, Grüße gehen raus an Borussia Mönchengladbach. Und wir hoffen einfach mal stark, dass die da unten rauskommt. Jungs, lasst euch da nicht hängen. Ihr kommt da irgendwie raus. So, und jetzt ein Kesselbuntes, lieber Arndt. Wir müssen noch mal kurz bevor wir zu unserem großen alten Kumpel, zu unserem Weggefährten Frimpon Timmerenke kommen, müssen wir ganz kurz noch eine kleine Petitesse abhandeln. Denn ich bin ja wirklich ein großer Wer-wird-Millionär-Gucker. Ich weiß nicht, es können ja die lausigsten Kandidaten da sein, die nervigsten Kandidaten, Leute, die betrügen und husten oder Leute, die gar keine Ahnung haben. Ich gucke das immer wieder gerne und da gab es wirklich großes Aufsehen, weil einer bei der 2000er-Frage die Frage bekam, wer wurde im Juli Fußball-Cheftrainer bei Union Berlin? Und ich sage mal, es war eine eigentlich sehr einfach zu beantwortende Frage, aber die vier Antworten hatten es in sich, denn... A, Igor Spassikowski, B, Mauro Lustrinelli, da mag es bei dem einen oder anderen klingeln, C, war Erling Gaudigardt und D, Jimmy Sexy Hexy. Also ich sag's mal so, selbst wenn man einen 50%-Joker gehabt hätte und dann nur Mauro Lustrinelli und Jimmy Sexy Hexy übrig geblieben wäre, hätte der Kandidat wahrscheinlich Jimmy Sexy Hexy gemacht, aber er hat ganz am Ende Igor Spassikowski gewählt und flog raus. Es ist mit Sicherheit aber auch ein sehr guter Mann, muss ich ganz ehrlich sagen, Igor Spassikowski. Ja, aber das ist natürlich auch Gelegenheit noch mal eine Reminiscenz. Diese ganzen Fußballfragen, die sind natürlich echt tückisch. Ich kann mich erinnern, dass das irgendwann in so einem schangeligen ARD-Quiz war, dass einer gefragt wurde, wer die Schachnovelle geschrieben hat. Und einer der Antworten war auch Stefan Effenberg. Und er war ganz kurz davor, ganz kurz davor zu überlegen, ob das eventuell Stefan Effenberg gewesen ist. Und es gab einen auch bei Webmit Millionär, da war die Frage. Und eine der Antworten war Ralf Hasenhüttl. Aber der Kandidat hat sich für Sepp Hundehus entschieden. Da geht es auch um so eine Trainerfrage. Das fand ich auch sehr schön. Ich hätte aber auch noch Franz Katzenklepple und Bruno Bärenbütchen gegeben. Ey, Franz Katzenklepple. Das hätte ich fast so schön, wie einmal diese Frau, die, ach so genau, da sollte eine Frau, das habe ich auch schon erzählt, einfach ergänzen, beziehungsweise da wurde sie gefragt, wie dieser Spruch heißt, Gott erhalt's. Und dann gab es eben Hopfen und Balz und eben auch Rheinland-Pfalz. Und sie hat sich für Rheinland-Pfalz, Gott erhalt's entschieden und war nach 500 Euro draußen. Habe mich auch gefragt, hat man das nie gesagt? Man sagt doch im Hopfen und mein Gott, das ist doch so ein 80 Jahre BRD Trinkspruch. Das muss man doch einfach wissen. Genauso wie, Keine Ahnung, Ralf Hasenhüttl und möglicherweise auch Igor Spastikowski. Pass mal auf, ich sehe zwar schon mit einem Auge, dass Frimbo und Tim Renke schon ein bisschen nach Luft schnappt, weil dieses Showkostüm einfach auch ein bisschen zu eng ist für ihn, wenn wir mal ganz ehrlich sind. Aber wir haben noch gar nicht über Eintracht Frankfurt geredet. Ja, ja, Krösche ist weg, Krösche ist weg. Und es gab wunderschöne Szenen auf der Jahreshauptversammlung. Er ist ja quasi, ich weiß gar nicht, ob er gegangen worden ist oder das, durch ostentatives Rumgelangweile und Dienstner Vorschrift möglicherweise auch seinen Rausschmiss provoziert hat. Aber die Ära ist quasi vorzeitig beendet worden. Es war ja schon seit längerer Zeit, dass es ihn wegzieht, aber es war ganz rührend. Und der Kollege Kröscher hat dann auf der Jahreshauptversammlung auch mit seiner Stimmung und seinen Tränen und der Melancholie zu kämpfen gehabt. Wir haben mal ganz kurz rein. Ich habe gelernt, oder ihr habt mir gezeigt, was es bedeutet, ein Traditionsclub zu sein. Und das ist das. Und was man als Traditionsklub, was man als Einfach Frankfurt schaffen kann. Und das hat mir so viel gegeben und so viel Energie auch und so viel Power und so viel Leidenschaft für diesen Job. Und dafür bin ich extrem dankbar. Anton, da muss ich dich mal kurz fragen. Ist es das erste Mal seit langer, langer, langer, langer Zeit, es war einmal Märchenstimmung, dass Traditionsvereine mal wieder in einem positiven Zusammenhang gesagt worden ist? Also man hatte das Gefühl, dass das Wort Traditionsvereine inzwischen als das Gegenstück zu guter Arbeit galt. Also die ganzen alten Truppen, die nicht mehr zu handeln sind, weil zu viele Leute in der Umgegend, im Umfeld des Klubs mitreden. Da war es positiv, ne? Ich glaube, Traditionsverein wird mittlerweile immer umschrieben mit, dass es ein Verein, der eine ganz besondere Wucht hat. Man weiß doch, was dieser Verein für eine Wucht hat. Ja, Schalke. Schalke hat eine solche Wucht. Das Ding ist, wir haben ja bislang, haben wir ja Markus Krösche immer nur über, blanke Zahlen definiert. Wir haben immer geguckt, ich habe jetzt auch mal eben angefangen zu gucken, sie haben diese Saison fast 90 Millionen eingenommen für Spielerverkäufe. Letzte Saison haben sie 128 Millionen eingenommen. Da träumen fast alle anderen Vereine der Bundesliga davon, solche Erlöse zu haben. Nur diese Erlöse sorgen eben nicht dafür, erstens, dass du sie eins zu eins reinvestieren kannst und zweitens, dass du auch eins zu eins die Qualität bekommst. Und Eintracht Frankfurt hat mittlerweile auch einen Kader, der eine gewisse Unwucht bekommen hat. Und Markus Köscher ist wahrscheinlich auch so ein bisschen, ich will jetzt keine Taschenpsychologie betreiben, aber so ein bisschen an seine Grenzen geraten, dass er gemerkt hat, was soll ich denn noch machen? Soll ich jetzt 500 Millionen einnehmen pro Saison? Oder ich meine, mehr kann ich doch nicht tun, als ständig neue Spieler holen und die für dreimal so viel zu verkaufen. Und es geht trotzdem nicht voran. Ja, und ich glaube auch, dass die Erfolge der letzten Jahre so ein bisschen verschleiert haben, was das für ein Hochrisikogeschäft ist. Also du musst ja immer junge, sehr, sehr gute Spieler ... Die sofort funktionieren, die sofort im Schaufenster stehen, die sofort eigentlich durch einen Durchlauferhitzer Frankfurt gejagt werden und dann zu Manchester City, zu PSG oder anderswo weiter verpflichtet werden. Man sieht ja, ob es Etiquette, ob es Mamouche oder andere sind, die funktionieren ja auch bei ihren beiden neuen Klubs. Aber es kommt halt immer der Punkt, an dem das nicht mehr funktioniert. Und ich glaube, dass gerade das Ausscheiden aus dem internationalen Wettbewerb, also dass man da nicht mehr automatisch dabei war, dass das auch dazu geführt hat, dass dieses ganze Prinzip, dieses ganze Modell ein bisschen in sich zusammengekracht ist. Denn wenn du nicht mehr international glänzen kannst, sondern dann wirklich nur noch in der Bundesliga, keine Ahnung, gegen Elversberg oder gegen Hoffenheim Zeit und Lust hast, dich zu präsentieren, dann funktioniert das eben auch nicht mehr. Und dann kann ich mir auch mal vorstellen, dass so jemand wie Markus Krösche dann irgendwann auch keinen Bock mehr hat. Und das sind natürlich auch fünf sehr, sehr intensive Jahre gewesen. Immerhin fand ich es einen würdigen Abschied. Also in Frankfurt ist ja der eine oder andere auch gerne mal vom Hof gejagt worden. Ich finde, da haben sie auch eine neue Kultur entwickelt, wie sie solche Leute verabschieden. Also man sah dann Krösche in seinem Vereinssakko und Axel Hellmann kam dann noch angekumpelt in so einem kleinen Video. Also ich glaube, das war eigentlich eine ganz angenehme Verabschiedung und wurde dem auch gerecht. Es ist jetzt keine Ära, will ich sagen, auch nach fünf Jahren, aber schon irgendwie eine prägende Zeit gewesen für Frankfurt. Bin ich auch gespannt, wie das jetzt weitergeht so stimmungstechnisch, weil als Eintracht Frankfurt-Fan hast du ja immer so die Hoffnung, eigentlich gehören wir jetzt mittlerweile, was den Umsatz angeht, so gehören wir zu den ganz Großen und das müssen wir doch eigentlich jetzt nur irgendwie hinkriegen, uns da festzusetzen. Und jetzt passiert aber gerade das Gegenteil. Und das ist glaube ich extrem, das ist Phase Depression auch schon ein bisschen. Ja, wie man sehen kann. Das ist fast so wie bei Rosamönchengladbach. So! Und jetzt sind wir fröhlich. Jetzt sind wir fröhlich und freuen uns auf einen. Ich habe ja in der letzten Folge ein kleines bisschen mir das vorgestellt, dass es ist wie im Moulin Rouge. Und ich stelle es mir auch wieder vor, dass Maskenbildner noch an Frimpong Timmerenke herumfummeln sagen und ihm noch über die Schulter spucken. Und man darf nicht, glaube ich, auch für eine Generalprobe keine gute Laune wünschen oder dass es Miss Lingendorf gerne. Dann schauen wir einfach mal, wie er drauf ist. Unser alter Freund Frimpong Timmerenke, der jetzt durch den. Moin. Moin. Moinsen. Moinsen. Naja, würden wir hier im Norden nicht so sagen, wahrscheinlich. Wie sagt ihr denn im Norden? Sagt ihr Moin oder Moin Moin? Moin. Aber Moin Moin geht auch. Viele behaupten immer, Moin Moin würde nicht gehen. Das geht schon, oder? Arndt, was sagst du dazu? Ich kann nur sagen, auch als Festlanddeutscher, bevor Arndt antworte, ich bin als Festlanddeutscher, kann ich ja ohnehin sagen, dass ich euch Norddeutschen mit großer Skepsis gegenüberstehe. Dieses Abgefeier von maulfaulen Begrüßungen. Weißt du, dann mag ich lieber, dass dich in Köln wildfremde Leute einfach mal umarmen oder in Berlin dich einer anmotzt. Also, dass so norddeutsche Landwirte erstmal drei Stunden nix sagen, aber danach irgendwie dann mal Moin sagen und oh, guck mal, der hat zwar eine harte Schale, aber ein Herz aus Gold. Naja, gut. Also, das ist meine Abneigung gegen den Norddeutschen. Bitteschön. Ja, aber was ganz schlimm ist, ist, dass manche Leute, die des Norddeutschen nicht mächtig sind, sagen, ja, die sagen ja sogar abends Moin, aber Moin heißt gar nicht Morgen. Moin heißt, kommt von Moje und heißt eigentlich Gut. Das heißt eigentlich einen Guten, sozusagen. Und was in Bremen auch noch Legendenstatus hat, war als Robin Dutt oder Robin Dutt, wie manche auch sagen, Trainer wurde, hat er versucht, sich gleich einzuschmeicheln auf der ersten Pressekonferenz und wollte dann sagen, ja, hier, sagt man doch immer Mon Mon, oder? Und das ist seitdem auch, äh, oh Gott. Ey, weißt du was, mit den ersten vier Worten bereits alles, alles, alles falsch machen, das muss man auch erstmal hinkriegen. Ich finde ja auch erstaunlich, wie viele Leute bei euch, oh, ich bin Küstenkind und dann wohnen sie in Lüneburg oder so. Ja, oder ist man in Hamburg auch ein Küstenkind? Ich glaube, die Hamburger sehen das so. Nee, nicht so wirklich. Ach komm, lass sie doch Küstenkinder sein. Frimpong? Ja. Hast du das mitgebracht? Na sicher. Ja, lass mal klären. Ich habe zwei wunderschöne Anekdoten, über die wir uns in Moralfragen des Fußballs dann irgendwie annähern können, die möchte ich mal mit euch teilen. Eine habe ich dieses Mal übrigens aus den Spotify-Kommentaren genommen. Da könnt ihr auch gerne mal was hinterlassen. Und ihr seht, es schafft es auch in die Sendung. nämlich von Aisinio13, die Namen sind natürlich ein bisschen anders, denn... Aber der hat uns geschrieben, mein Sohn ist von der mir trainierten U11 zum Nachbarverein gewechselt. Die Gründe für den Wechsel sollen teamintern bleiben und tun nichts zur Sache. Im ersten Spiel gegeneinander haut er uns natürlich den Ball zum 1-0 in den Winkel. Die Mitspieler kommen und klatschen mit ihm ab. Mein ansonsten sehr geschätzter Mittrainer sofort. Man jubelt nicht gegen den Ex-Verein. In dem Alter schon. Das ist schon die andockende Diskussion über Niklas Vöhlkrug bei Borussia Dortmund. los, weil er zwei Minuten in Dortmund gespielt hat. Nein, das ist respektlos gegenüber dem BVB. Das ist so albern, das ist so wahnsinnig albern. Ich erwähnte ja schon in der letzten Folge auch, dass Charlie Körbel auch für Kickers Offenbach jubeln könnte nach 35 Jahren bei Frankfurt oder Fabi Klos. Na gut, Fabi Klos dürfte im Trikot von Preußen Münster nicht gegen Armini Bielefeld jubeln. Das ist auch noch mal. Aber ein 13-Jähriger, Leute? Ein 13-Jähriger ist total albern. Nein, U11. Das ist ein 10-Jähriger wahrscheinlich. Noch schlimmer. Und ein 7-Jähriger. Ich fände es total gut, wenn Spieler auf dem Platz und aber auch die Zuschauer drumherum sich einfach sagen, der soll doch bitte in sein Herz reinhören und gucken, jubel ich jetzt gerne oder jubel ich nicht gerne? Wenn du das Gefühl hast, es fühlt sich gut an, gegen den Verein zu jubeln, weil so nah ist der mir gar nicht mehr, dann jubel doch, mein Gott. Und wenn du das Gefühl hast, ah, die tun mir aber jetzt gerade leid, weil die sind in einer schwierigen Situation und ich mache jetzt auch noch ein Tor gegen die, das fühlt sich gerade nicht gut an, dann jubel nicht. Aber dieses Einfordern von Reaktionen, nur weil die gerade en vogue sind und weil man sich irgendwann mal entschlossen hat, dass das Konsens ist, dass man nicht jubeln darf, das ist höchstgradig albern. Ja, totaler Quark. Also wir können nur jeden, der 11 oder 13 oder 25 oder 29 oder 33 ist, immer nur ermutigen, auch gegen den Ex-Club zu jubeln. Also wenn du den nicht gerade eintätowiert hast oder da wirklich 35 Jahre in der Jugend verbracht hast, dann jubel doch einfach. Also da glaube ich, müssen wir gar nicht moraltheologisch werden, da können wir einfach mal feststellen, das ist total albern. Keine TikTok-Tänze, keine Fortnite-Tänze, falls es das überhaupt noch gibt. Keine Jubeletikette, einfach raus mit der Energie, raus mit der Freude. Ja, raus mit der Energie. Ich finde, es gibt inzwischen so viele Pseudoriten. Kennt ihr auch das, dass zwischendurch mal gesagt wurde, oh, wenn da irgendwo ein Wappen des gastgebenden Vereins liegt, dann darf man da nicht drüber gehen. Da liegt ein riesiger, beschissener Teppich von Real Madrid oder Barcelona oder Spielverein in Bayern irgendwo in so einem großen Saal oder quasi im Kabinengang, wo jeder drüber latschen muss, der nicht einen riesen Umweg durch die Küche oder irgendwie durch den Dopingraum machen will. Oh, da darf er nicht drüber gehen. das ist respektlos, das ist total respektlos gegenüber dem Fein. Totaler Quark. Ja, was liegt die Scheiße da? Ja, so nehme ich, Frimpong. Endlich haust du mal Boulevardeske Thesen raus, das gefällt mir. Nächstes Mal drüber laufen mit schmutzigen Schuhen und sagen, was liegt die Scheiße da? Das wäre mal gut gegeben. Das ist der Modus, in dem ich sie schauen will. Sehr gut, sehr, sehr gut. Und dann auch so wie bei so einem Elfmeterpunkt kaputt treten, so eine Bewegung machen. Was liegt der Scheiße auch da? Ich weiß nicht, ob wir diese Energie jetzt rüber retten können in die nächste Zuschrift, aber probieren wir es mal. Nein. Okay, Patrick schreibt uns, beim Spiel rund um das Jubiläum 100 Jahre Weserstadion habe ich erst gedacht, dass Werder ohne Sponsor spielt, weil er nur sehr dezent aufgedruckt war. Was mir dabei auffiel, wie überraschend befremdlich ich Trikots ohne Sponsorenaufdruck finde. Denselben Gedanken hatte ich schon letzte Saison, als der VfB Stuttgart mit dem Sondertrikot 100 Jahre Brustring ohne Sponsor auflief. Ich bin damit aufgewachsen, dass es immer Sponsoren auf Trikots gab und verbinde damit stets bestimmte Trikots oder Zeitabschnitte. Zum Beispiel die Sharp-Trikots beim HSV oder die Opel-Trikots bei Bayern. Ohne Sponsoren auf Druck denke ich sofort an Trainingsleibchen oder normale Alltagst-T-Shirts. Vermutlich sagt das auch viel über den Erfolg von gutem Sponsoring aus. Wie geht euch das? Es gibt nicht nur Opel und es gibt nicht nur Sharp beim HSV, sondern es gibt auch Autoteile 24 oder es gibt auch Postbank bei Borussia Mönchengladbach. Also das ist nicht alles ikonisch, was man da so auf Trikots sieht. Und das sieht auch nicht alles gut aus. Also wir hatten einmal ein Jahr, da hat Werder kein Trikotsponsor gefunden. Schon lange her. Da haben wir ein Jahr lang ohne Sponsor gespielt und diese Trikots sind weggegangen wie war mit Semmels, weil es jeder geil fand, diese Trikots ohne Sponsor zu haben. Das war so ein dunkelgrünes Nike-Trikot, wo nur die Werder-Raute drauf war. Ich finde auch nach wie vor manchmal diese Sondertrikots gut, wo da meinetwegen nur die Stadt vorne draufsteht oder sowas in der Richtung. Also ich hätte das schon manchmal ganz gerne ein Trikot ohne Sponsor. Finde ich auch. Es hat natürlich immer ein bisschen eine Anmutung aus den 70er Jahren, kurz bevor dann Jägermeister als erstes auf dem Trikot war. Aber gleichzeitig wirkt es dann tatsächlich nicht so original. Also gerade weil es inzwischen ja so eine große Jagd nach Originaltrikots gibt, sind natürlich dann manchmal ikonische Sponsoren auch gut. Wobei ich aber auch, wie Arndt, Abstufungen machen würde für Kfz-Teile 24 oder irgendwelche schangligen Autostarts. Oder wovon du weißt, die sind pleite gegangen und haben dann irgendwann die Sponsorengelder nicht mehr gezahlt. Da würde ich gerne dann doch drauf verzichten wollen. Es gibt natürlich so ein paar ikonische Sponsoren. Herforder Pilz bei Arminia Bielefeld, da waren alle total gierig nach, weil das irgendwie sehr gut zur Kundschaft passte. Auch tatsächlich das Holzen-Trikot von Tottenham sieht ja auch einfach total geil aus. Manche haben richtig schöne Schriftzüge. Manchmal finde ich es eben auch, wie Arnstein sagte, wenn so ein knallgelbes Postbankdingen auf so ein Gladbach-Trikot auf grün ist, dann denkt man, warum denn bitteschön? Dann wäre es doch ganz gut, wenn man sich noch ein bisschen anpasst. Das sieht dann echt richtig scheiße aus. Zumal es dann auch noch schlecht oder dick aufgedruckt ist, sodass das... Trikot sich überhaupt nicht ordentlich falten lässt wegen der Werbung. Ich finde beides ganz nett. Wir ahnen auch. Wiesenhofe auch ein Problem übrigens. Der Händchenschlacht da. Und beim VfB Lübeck sehe ich gerade, Tim, Urbach-Gebäude irgendwas. Ja, sicher. Oh, Unternehmung, Urbach. Bist du nicht Kunde? Bisher nicht. Sollte ich das jetzt überdenken, jetzt, wenn ich das Trikot sehe. Wahrscheinlich. Beim VfB Lübeck war DSF, glaube ich mal, so das Ding, was super war. Ja, aber ehrlich gesagt, Mainz 05 hat auch mal für Sat.1 geworben. Das fand ich ja auch total geil. In den 90er Jahren, als Jürgen Klopp mal gespielt hat. Auf Fabio Verheimen liefen die mit Sat.1-Werbung auf. Mitunter ist das ja auch wirklich so, dass die dann schon längst insolvent sind, aber dann einfach immer noch mal weitergetragen werden. Das ist natürlich dann auch immer sehr, sehr schön. Es gab mal bei Hessen-Kassel, als es denen richtig schlecht ging, ich glaube, denen geht es dauerhaft schlecht, aber da gab es einen, der hat einfach nur, das war so ein Eisenbahnleger. Und dann wurde er gefragt, warum er denn bitteschön bei Hessen-Kassel als Trikotsponsor ist. Dann meinte er, wenn jemand mal einen privaten Gleisanschluss braucht. Also der hat das aus Liebe zu Hessen-Kassel gemacht. Aber ich glaube nicht, dass der irgendeine Hoffnung hatte, dass seine Firma damit extrem nach vorne kommt. Übrigens, kurz bevor wir das ausklingen lassen, ich hatte ja die diversen Assoziationen beim Moulin Rouge. Könnt ihr euch noch daran erinnern, dass früher immer an Silvester ab 1 Uhr nachts die barbusigen Übertragungen aus dem Moulin Rouge übertragen wurden? Mein Opa hat das immer geguckt. Nee. Nein. Nein. Doch. Nein. Das war immer so. Das war nämlich so, ich war mit meiner Oma, ich bin ja immer mit meinem Bruder zu meiner Oma nach Augsburg gefahren und dann sind wir abends ins Bett gegangen und mein Opa hat immer gesagt, ich gucke noch ein bisschen Fernsehen. Nein. Aber ganz ehrlich, wie waren denn eure Silvesterabende? Waren die nicht auch so, dass man dann geglotzt hat und dann kamen diese Didi-Filme und danach ging man nochmal kurz raus? Also es ist so, dass ich mich erinnern kann, dass früher immer jetzt geht die Party richtig los kam und danach kam immer, das war aber auch für Kenner, Höhepunkte aus den Unterhaltungssendungen der ARD des vergangenen Jahres. Auch schön. Das war, glaube ich, in der Stummfilmzeit noch. Ja, ich habe tatsächlich zu meiner Zeit, das ist ja quasi noch gar nicht so lange her, als ich blutjung war, habe ich immer die Didi-Filme geguckt. Das war Didi auf vollen Touren, Didi der Doppelgänger und Didi der Experte. Wenn man ein bisschen älter war, hat man wiederum Tante Trude aus Buxtehude geguckt mit Gunter Philipp, Ilja Richter und Rudi Carell. Ach, super, super. Ich bring mal beim nächsten mit den geilen Titelsongen von Didi der Doppelgänger. Ey, das war so ein ... Das muss Didi sein. Das muss Didi der Doppelgänger sein. herrliches, herrliches, herrliches Stück, muss ich sagen. Also er hatte auch einen richtigen, und er hat es glaube ich auch selber gesungen halb, wenn ich mich richtig erinnere. Falls das bei euch jetzt zweistimmig war, das war kein Schnittfehler von Henni, das wurde tatsächlich so gesungen. Pass auf, was ich immer nur sagen wollte, ist, was ich das allergeilste fand, war Didi der Experte, wo er plötzlich zu so einer Art Wahlkampfmanager wird, er ist aber eigentlich Automechaniker. Und als Automechaniker hat er natürlich nur die ganze Zeit so Autometaphern parat. Und er ist dann der Wahlkampfmanager für Hotte Neumann, und da kommen die ganze Zeit nur so Werbesprüche auf die Wahlplakate wie Hotte Neumann, wir müssen die Schrauben anziehen. Das fand ich mal schön. Naja gut. Ich merke schon, das stößt bei euch auf so mittelgroße Begeisterung. Ihr Lieben, ich schaue auf die Uhrenstelle fest, wir haben im dritten, im fünften, im siebten Anlauf doch noch eine ganz passable Folge zusammenbekommen. Es war eine große Freude mit euch und ich freue mich, nächste Woche euch wieder zu hören, wenn wir in der fünften Phase der Trauerbewältigung sind, lieber Arndt. Und lieber Frimpon. Aber die anderen beiden Folgen, die jetzt nicht, wo Philipp nicht aufgenommen hat, die hättet ihr hören sollen. Das waren Folgen. Das war wirklich Gremlpreis Das war wie Trude in Buxtehude Tante Trude. Für dich immer noch Tante Trude Ja, so bist du Ihr Lieben, es war schön mit euch Macht's gut, bis nächste Woche Tschüssi und danke Dankeschön, Wir bedanken uns ganz herzlich bei uns Vielen Dank meine Herren Danke, danke Vielen Dank, Oliver Kahn, Ja, danke auch für den Stress. Vielen herzlichen Dank dafür. Dankeschön, vielen herzlichen Dank. Bitte sehr. Dankeschön. Ja, Dankeschön. Bitteschön. Ja, Dankeschön, danke. Ich bitte Sie. Also, ja, ich danke Ihnen. Vielen herzlichen Dank. Danke, bitte. Bitte, danke. Ja, vielen Dank. Danke, Erik. Ja, vielen Dank, Jens. Danke, das genügt, sagen wir und mit uns die deutsche Mannschaft. Dankeschön, Dankeschön, tschüss, geht zusammen. Ich habe heute schon gedankt. Ich komme mit der Dankfüllung, die noch im Dank ist, nach Salzburg. Das war Zeigler und Köster, der Fußball-Podcast von Elf Freunde. Ihr hörtet eine Produktion im Auftrag von RTL+. Unser Redakteur im Studio heißt Tim Pomerenke, Audioproduzentin und Sprecherin Henni Koch und am Mikrofon saßen bei Zeigler und Köster wenig überraschend Arndt Zeigler und Philipp Köster. Das hat Spaß gemacht!