Möwe an Maulwurf! Möwe an Maulwurf! Wer hört? Was ist denn jetzt schon wieder los? Hallo Philipp, guten Morgen. Ja, du weißt ganz genau, was los ist, mein Lieber. Das hast du dir nicht gefahren. Nein, du weißt ganz genau, weil ich möchte mal sagen, ich habe mich mit meinem CB-Funkernamen gemeldet und melde mich auch bei dir als CB-Funker, weil wir haben ein technisches Malheur. Ja, wir haben in der Tat ein technisches Malheur. Ich habe mein Mikrofon vergessen. Und wir nehmen jetzt meine Sprachfunktion auf meinem Mobiltelefon auf. Und was jetzt für die Leute vielleicht auch noch sehr interessant ist, ist, dass mein Mobiltelefon in einem Hotelzimmer in Aarhaus liegt, und zwar auf zwei übereinander gestapelten Turnschuhen und da ist ein Kissen drauf. Und darauf liegt mein iPhone und damit nehmen wir jetzt auf. Ja, es ist doch schön. Dass heute alles möglich ist. Ja, das ist einfach schön. Man hat das Gefühl, man ist rückversetzt in die 60er Jahre, als noch Telefunken, Aufnahmegeräte, Kondensatorradios sich aus Hilversum meldeten. Das hatte ich bei mir noch auf dem Radio, wenn man so auf der Tastatur hin und her gedingst hat. Ich war wirklich CB-Funker. Ich hatte wirklich ein CB-Funkgerät. Ja, und was war dein Zufnamen? Stabu, ein Handfunkgerät von Stabu. So, pass auf, der Name wird jetzt sehr exotisch. Kennst du noch die alte Krimiserie Vegas mit Dan Tenner? Ja, natürlich. Dan Tenner hatte einen etwas unbedarften Freund, der hieß Binzer. Und ich hieß Binzer als CB-Punker. Das haben wir nie öffentlich gesagt. Haltet die Druckmaschinen an. Gut, okay. Wir hören einfach mal nach dieser sensationellen Verkündung, die wir gleich über die Agenturen geben werden. Unsere Auftrittsmunde, die leider Gottes immer die alte ist. Möwe trifft Maulwurf. Gleich eine Stunde Podcast mit Arnd und Philipp. Ja, gleiche Scheiße wie immer. Klingt heute so. Also es ist alles vorbereitet. Jetzt geht's los. Ich weiß jetzt schon, dass du ein Bild von Binzer suchen wirst für unsere Social-Media-Accords. Natürlich, natürlich. Da freue ich mich jetzt schon drauf. Ich bin schon dran. Meine Finger wandern schon über die Tastatur. Wie geht's dir? Was machst du? Wie ist die Lage? Ich habe das Gefühl, dass wir überhaupt nicht mehr rauskommen aus diesem Fußball-Irrsinn. Ständig ist Champions League, demnächst ist schon wieder Länderspielpause. Freitag, Samstag, Sonntag machen. Keinen einzigen Tag mehr, wo man nicht mehr Fußball gucken kann. Heute Morgen schlage ich meine Gazette auf, meine handgewärmte, aufgebügelte Tageszeitung und stelle fest, dass Borussia Dortmund gespielt hat in der Champions League. Ich habe nichts davon mitbekommen, nichts davon mitbekommen und werde trotzdem gleich fachkundig drüber reden und natürlich die ganze Aufregung um Lennart Kahl und damit können wir vielleicht sogar gleich mal beginnen in unserem riesigen Kesselbundes, unserem Themenpotpourri, Aufregung um Lennart Kahl, ist er arrogant, ist er nur exzentrisch, wie viel exzentrik verträgt die Bundesliga überhaupt? Deine Impressionen zu Lennart Kahl, dem Jungstar vom FC Bayern, der getroffen hat gegen Atletico? Ich bin sehr ambivalent, was das angeht, weil ich finde es schon sehr boomer-piefig, ihm zu sagen, er soll solche Gesten nicht machen und lieber nicht. Und ich habe auch bei ihm das Gefühl, und zwar spätestens seit er mit diesem pinkfarbenen Schlumpfkostüm einmal rumlief bei dem Champions-League-Spiel, wo er nur zugucken konnte. Da habe ich gedacht, ah, Junge, vielleicht nicht zu früh einen auf extravaganten und exzentrischen Star machen, sondern vielleicht lieber erst mal 100 Bundesligaspiele machen und dann kannst du anfangen, durchzudrehen. Also er scheint sehr auf diesem Jungprofi. Ich bin jetzt Jungprofi, ich muss mich jetzt ganz extra, aber ganz klein und ich werde jetzt auch gleichzeitig Influencer und ich benehme mich auch auffällig. Auf diesem Dreh scheint er so ein bisschen zu sein. Und dafür ist er ein zu guter Fußballer, um sich damit jetzt so ein bisschen den Fokus nehmen zu lassen, finde ich. Ja, da hast du völlig recht. Es ist erstaunlich viel über diesen jungen Mann debattiert worden. Und was schon auf den ersten Blick deshalb merkwürdig ist, weil man Karl jetzt vom ganzen Habitus eher gar nicht mal in die Exzentriker-Schublade einsortieren würde. Das ist ja eh so Flohmarkt im Auenland. Und ich sage es mal so. Diese ganze Kleidung, wenn der da unbedingt im bonbonfarbenen Flötenschlumpfkostüm rumrennen will, das ist ja auch seine Sache. Und man muss es ja auch mal so klar sagen, es ist total lächerlich, wenn ausgerechnet Sportjournalisten Lennart Kahl kleidungstechnisch beraten wollen. Ich glaube, unsere Branche gehört ja zu der schlecht gekleidesten Berufssparte überhaupt. Also wohin du blickst, ob es Spobis ist oder ARD-Expertencouch oder DSF-Doppelpass, überall diese billigen C&A-Sakets und viel zu enge Klöten-Jeans und weiße Sneaker und so weiter. Also da müssen wir zumindest unsere Branche mal wirklich die Klappe halten. Aber die Frage ist natürlich so ein bisschen, und das hat sich bei mir bei der ganzen Debatte um seinen Torjubel so aufgetan, ob er sich mit dieser künstlich am Leben gehaltenen Fehle so mit Journalisten und der Öffentlichkeit so einen Gefallen tut, das weiß ich nicht. Nee, vor allem, er hat doch alle Trümpfe auf seiner Seite gehabt. Er schießt in diesem wichtigen Tor, wichtigen Spiel, ein gutes Tor. Er kann einfach die Schnauze halten und sagen, hey Leute, jetzt guckt. Und ohne Geste, einfach nur. Und alle Leute hätten sich überschlagen mit Lobesfilmen für ihn. Die hätten gesagt, geil, Lennart, geil, so jung, schon so wichtig und tolle Leistung, tolles Tor und so weiter. Und er hat den Fokus von dieser Leistung leider jetzt wieder weggelenkt auf seine Gestik und so weiter. Und das ist einfach unnötig. Aber ich meine, dafür ist er jung, dafür ist er in die Öffentlichkeit geschubst worden. Und da baut man halt auch manchmal Scheiße und macht Dinge, die unglück sind. Mats Hummels hat dazu ein paar ganz vernünftige Sätze gesagt zu diesem Thema, ob er das in diese Form von Jubel gießen muss, bei der Zone war er zu hören. Kleinigkeiten möchte ich noch zum Jubel sagen, den sehen wir viel zu oft mittlerweile. Den sehen wir viel zu oft, weil Kritik gehört mit dazu zum Fußball. Deswegen verdienst du auch so viel Geld, weil so viele Leute darüber reden. und mein Sohn ist acht. In den Spielen von seinen Mannschaften sehe ich schon Kinder diesen Jubel machen, weil der so oft vorkommt mittlerweile. Habt ihr auch so viel um euch, um die Mannschaft? Da weiß ich auch nicht, ob der Lehrer dann gesagt hat, dass er das kleine Karl zu schlampig geschrieben hat oder was ihn da gestört hat. Also nicht mal in so und so, sondern andere Kinder, dem verbiete ich den Jubel. Und wenn man das so hört, kann man mal zumal es nur zustimmen und man kann ja auch nochmal die etwas größere Frage dahinter stellen, nämlich wie Lennart Karl so ganz prinzipiell in der Öffentlichkeit gesehen werden will. Also es ist ja ohnehin immer so, dass Spieler so holzschnittartige Klischees zugeordnet bekommen. Keine Ahnung, das ist dann Thomas Müller, der Gaudi-Bursche und Mario Basler ist der Dampfplauderer und Philipp Lahm ist der geborene Anführer. Und jetzt ist die Frage, wie Lennart Kahl eigentlich gesehen werden will, weil ich glaube, diese pauschalen Gesten, hier plappert nur, ich gebe die Antwort auf den Platz, quatsch mich nur voll und so weiter. Ich glaube, solche plakativ vorgetragenen Gesten, die gehen ja sehr pauschal und unterschiedslos an alle, die sich in der letzten Zeit zu Lennart Kahl geäußert haben. Und es mag ja sogar sein, dass da so die eine oder andere unsachliche Kritik dabei war. Aber ich kenne den Sportjournalismus, du kennst ihn, wir kennen ihn alle. Also wenn es jetzt mal wieder eine Karrieredelle geben wird bei Lennart Kahl, dann bekommt er das ja alles schon wieder zurück. Es ist ja leider Gottes ein schmutziges Geschäft. Aber jetzt ein Hinweis für die Älteren. Ist denn Lennart Kahl nicht, Philipp, sag mal selber, ist Lennart Kahl nicht Wegerl Kögel in etwas weniger oder in etwas exzentrieren? Wiegerl Kögel war ja wirklich ein ganz, ganz braver Gaudibursche. Also, dass der jetzt zum Beispiel über die Wiesen gezogen wird, ja, es ist eine exzentrische Variante von Wiegerl Kögel, so kann man es dann vielleicht auch eventuell sagen. Was ich mich immer gefragt habe, ist Lennart Karl der Sohn von Steffen Karl? Nein. Ganz sicher nicht? Ganz sicher nicht, genauso wenig kann ich. Dann ist er vom Briefträger, wirklich. Wenn das aus dem Hause, Lennart, aus Steffenkahl kommt. Eisenkahl, ne, war das doch immer. Ja, Eisenkahl, Eisenkahl, pass mal auf. Aber was wir ja auch nochmal festhalten können, dass es ja ein ganz, ganz großes Vorbild von ihm in dieser Mannschaft gibt, nämlich Konrad Leimer, der hat auch ein Tor gemacht, ein sehr, sehr schönes sogar. Der hat einfach ganz profan mit der Mannschaft gejubelt, ist später am Abend auf dem Bankett noch als Man of the Match gefeiert worden und war bei all dem total sympathisch und unprätentiös. So geht es dann eben auch. Vielleicht muss er einfach nur mal an seinem Banketttisch nach links gucken und da sitzt dann Conrad Leimer und so macht man es dann auch. Aber was ja lustig ist, Michael Ballack, jetzt in die Kritik geraten. Arndt, die Älteren mögen sich erinnern, wir haben doch vor ein paar Monaten mal darüber gesprochen, dass das keine gute Idee ist, den jetzt als Experten fortzuführen, wenn es um den FC Bayern geht. Ja, was ist denn jetzt hier, was ist passiert? Ich bin ja gerade wieder abgestellt von den Minus. Also ich kann es dir so sagen, Michael Ballack hat sich auch zu Lennart Kahl geäußert vom Mikrofon, daraufhin gab es großen Ärger. Stefan Effenberg hat unter anderem gesagt, das geht ja nun nicht und jetzt ist die Rolle. Was hat er denn gesagt nun? Verrascht es mir doch. Nein, also er hat natürlich Lennart Kahl verteidigt, er hat ganz prinzipiell die Kritiker auch etwas gescholten, was dann dazu geführt hat in der Gesamtheit, dass natürlich alle Leute gesagt haben, oh, da überschreitet er seine Rolle als Experte. Aber das tut er doch ohnehin. Also das wäre ja ungefähr so, diese Interessenskollision, wenn jetzt ein Berater von Friedrich Merz als unabhängiger Experte von der Tagesschau befragt würde. Also da würde sofort die Republik brennen und Robin Alexander wäre mit Blaulicht auf dem Kopf auf dem Weg zu Lanz. Also das funktioniert einfach nicht. Du kannst nicht Berater sein und dich gleichzeitig als unabhängiger Experte geben. So funktioniert das einfach nicht. Ja, das ist wohl wahr. Gut, so gesehen treibe ich die Kritik. Ach so, es gab tatsächlich noch eine sehr schöne andere Interessenskollision aus deinem Gefiert. In der Bild-Zeitung wurde ein Stürmer von Drochtersen-Assel, das ist doch bei dir in der Ecke da, ne? Ja, naja, ganz grob. Es ist in Norddeutschland, sagen wir mal so. Auf jeden Fall wurde ein Stürmer von Drochtersen-Assel in der Bild-Zeitung abgefeiert. Was der für Tore macht, was das für ein geiler Typ ist, wie er den und den abgeschossen hat. Und das Schöne war... Der Typ, der den Artikel für die Bild-Zeitung geschrieben hat, war sein Mitspieler. Nee. Doch, pass auf. Und sogar das Autorenfoto war aus dem Mannschaftsbild entnommen. Das war nicht sehr schön. Ich weiß nicht, wie der heißt. Ich glaube, der Autor heißt Mauritz mit Vornamen. Ja, finde ich jetzt nicht. Na, das ist ja auch mal ein schön versandeter Gag. Den habe ich mir so schön zurechtgelegt. Aber ich finde die schöne Wurschrift, ein Obsthändler brachte Stanislavski als Berater zu Drachters in Assel. Also es scheinen tolle Dinge zu passieren. Sag mal, wir sind noch bei Bayern, nicht so schön das Thema wechseln. Während wir das aufnehmen, ist relativ frisch die Nachricht, dass Henry Kane seinen Vertrag verlängert wird bei Bayern. Wo ich mich zwei Dinge frage. Das eine ist natürlich ein großer Glücksfall, wenn du einen Harry Kane über so einen langen Zeitraum als totale Bank da vorne drin hast. Und du ganz genau weißt, du brauchst dir keine Sorgen machen, du hast Harry Kane. Auf der anderen Seite frage ich mich, werden wir Harry Kane irgendwann angreifbar erleben? Als Stürmer, wo wir dann sagen, so gut wie die letzte Saison ist der nicht mehr. Das kann man sich im Moment gar nicht vorstellen. Das wäre ja quasi die neue Problematik, dass man eigentlich denkt, oh, der hätte jetzt aber auch mal Schluss machen sollen und er ist auch nicht mehr der Alte und so weiter. Ich glaube, es gibt nach wie vor ein kleines Lewandowski-Trauma beim FC Bayern, dass man gesagt hat, den hätte man jetzt nicht sofort gehen lassen sollen. Danach hatte man ja durchaus Schwierigkeiten, bis Harry Kane dann kam. Um diese Lücke zu schließen. Insofern, glaube ich, wollte man sehr, sehr früh dann sagen, komm, wir machen einfach weiter. Und als Weltfußballer ist er natürlich jetzt auch sakrosankt. Aber natürlich wird das irgendwann passieren. Alle Spieler werden irgendwann fußlahm und alt und treffen nicht mehr so. Und es ist Harry Kane natürlich zu wünschen, nach all den Lorbeeren, die ihm da geflochten worden sind, dass er den richtigen Zeitpunkt findet, um abzutreten. Aber das ist eben auch noch nicht so. Also er ist jetzt ja in einem Alter, in dem möglicherweise hin und wieder irgendwie der große Zeh mal ein bisschen schmerzt. Aber der ist jetzt noch nicht quasi wie Manuel Neuer so, dass er die Stimmstrümpfe hochzieht und das Bein auszieht. Aber es ist schon auffällig, dass die Bayern wirklich vom Anspruch her den Allerbesten brauchen. Sie hatten Lewandowski, Sie haben jetzt Harry Kane. Sie könnten sich Girassi holen, aber das wäre kein Bayern. Der wäre umstritten. Girassi wäre für Bayern gefühlt nicht gut genug, obwohl der natürlich auch an guten Tagen Weltklasse ist. Aber das wäre irgendwie kein Bayern-Stürmer. Da haben sich die Ansprüche auch wirklich verschoben. Also früher war es ja so, dass der FC Bayern gerne mal die Bundesliga leer gekauft hat und irgendwelche Stürmer, die beim 1. FC Köln oder bei Drochters und Assel irgendwie zwei Tore gemacht haben, zack, war er so beim FC Bayern. Ich sage nur Jan-Fiete Arp. Das ist nicht mehr so. Aber wie viel es da gibt, ne? Ja. Also allein aus Bremer Sicht haben sie Miro Klose geholt und sie haben von Lautern Labbadia geholt. Also das ist in der Geschichte der Bundesliga, die Stürme, die einfach dann zu Bayern geholt werden, ist eine lange Liste. Eine sehr lange Liste, aber wie gesagt, inzwischen hat man das Gefühl, dass das Anforderungsprofil noch internationaler geworden ist, noch größer. Und das bedeutet am Ende möglicherweise auch die bittere Nachricht für die Bundesliga-Konkurrenz, dass man nicht mehr hoffen kann, dass der FC Bayern einfach mal 20 Millionen auf den Tisch tut, weil der möglicherweise dann einfach mal auf die Ersatzbank bei den Bayern wechselt. Wenn wir mal kurz in der Champions League bleiben, können wir noch mal feststellen, dass das Franchise aus der Hellenstadt aus Leipzig schon wieder verloren hat. Und das entbehrt natürlich nicht einer gewissen Komik. Wir machen uns ja schon seit Wochen und Monaten. Das sagst du mit einem Gesichtsausdruck. Er sagt das mit einem Gesichtsausdruck. Das sieht aus wie J.R. Ewing gerade, wenn du irgendwie den Whisky eingießt oder so. Du hast keine so große Sympathie für das Franchise-Produkt. Für Leipzig gilt bei mir in den Farben getrennt und in der Sache auch. Da ist es jetzt eben so, dass wir feststellen, dass sie schon wieder verloren haben Und Ole Werner, er ist gefeiert worden von der Heldenstadt, weil mit seiner Spielweise RB Leipzig keine Chance in der Champions League hat. Und jetzt eine Fahrkarte nach der anderen für Martin Demichelis als Nachfolger. Also da würde mich nicht überraschen, wenn demnächst ein Gremium in Fuschel am See zusammentritt und möglicherweise feststellt, dass der dann jetzt doch nicht der Trainer ist, der Leipzig ganz nach oben führt. Dein Eindruck? Also glaubst du, der wird dann einfach immer überraschend gefeuert? Also zack, jetzt ist er weg und keine Ahnung, Jürgen Kramny wird Interimstrainer? Aber sie können sich das ja irgendwie auch noch nicht eingestehen, dass sie mit Dimitris daneben gelegen haben. Ich glaube, das wird noch dauern. Aber vielleicht ist bis dahin auch ganz viel kaputt gegangen, das weißt du nicht. Also sie sind jetzt auf Platz 29 in dieser sinnlosen Champions-League-Tabelle, die eh nervt. Und da sind sie ja punktgleich mit AEK Athen und sie stehen hinter Bude Glimt und hinter Villarreal und punktgleich mit Sabah FK und Lens und ganz knapp vor Slavia Prag. Also das ist das, wo sie sich einsortiert haben in der Champions League. Sie haben, glaube ich, davon geträumt, mal eine Runde oder zwei Runden weiterzukommen. Das wird wieder schwer. Es ist nicht unmöglich, weil du kannst ja hinterher wieder nach sieben spielen und dann noch alles nochmal drehen. Aber man sieht natürlich aus Bremer Sicht umso mehr so, dass Ole Werner zu entlassen, um sich ein bisschen mehr internationales Flair zu holen, natürlich eine türrichte Entscheidung war, wenn du gerade eine sehr gute Saison gespielt hast. Also das ist einfach Quatsch gewesen. Und das werden wahrscheinlich in Leipzig viele jetzt mit dabei aufzusehen. Es sei denn, es gab irgendwelche Gründe, die wir alle nicht kennen und die gegen Ole Werner gesprochen haben, aber das weiß ich eben nicht. Um den beliebten Hurts-Sketch von Harpe Kerkeling zu zitieren, auf mich wirkt es irgendwie komisch. Genau. Ich kann mir das vorstellen, dass das dann wie bei Stromberg ist. Als der Wippermann aus der Zentrale kommt und wenn der aussieht, wie das hier aussieht, dann Cha-Cha Otecesco und dann ist der Klappspaten. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es da bald möglicherweise eine Personalrohrhade geben wird. Aber lass uns doch kurz bei der Champions League bleiben, finde ich, uns beide nicht so interessiert, wie wir gerne möchten. Wie gewinnt denn Komo 9 zu 1 in Lens? Wie passiert sowas? Ich habe das nicht gesehen. es gibt sogar nicht, also Komo ist ja gar nicht jetzt die Übermannschaft aus Italien und Lanz ist jetzt nicht die totale Laufkundschaft, aber dann 9 zu 1, das ist ja wie ein Bundesliga-Sieg im Pokal bei einem Fünftligisten. Ja, und das ist der höchste Sieg, der glaube ich jemals in der Champions League erzielt wurde, bisher waren es glaube ich 8 zu 0 Siege, die als Rekordmarke in den Büchern standen und es ist natürlich eine erstaunliche Sache, die da gerade in Komo passiert, weil die ja gerade zum Fußball-Touristen-Ziel Nummer 1 hochgejazzet wird, Kollege war gerade da und berichtete, dass es dort ein merkwürdiges Nebeneinander gibt, von einerseits einem sehr traditionellen italienischen Ultrablock, der sich natürlich auch ein bisschen freut, dass man jetzt Champions League spielt. Und andererseits diese ganzen Versace-Käufer, die sich da auf der Haupttribüne tummeln. Also Leute mit großen Einkaufstaschen, die gerade noch ein Espresso in der Stadt getrunken haben, die zu ihrem Touristenpaket dann eben auch noch einen Besuch in der Champions League dazu bekommen haben. Da bin ich mal gespannt, wie das weitergeht. Als Fußballromantiker sagt man natürlich, das ist ein künstliches Konstrukt. Aber ich möchte mal sagen, es gibt natürlich ein paar Sachen, die einen da so ein bisschen flashen. Einerseits dieses Postkarten-Motiv, dieses Stadion wirklich direkt am Ufer des Kummersees gelegen. Da möchte man natürlich auch mal knietrief drinstehen und sich von Anita Eckberg ein paar verweisungsvolle Blicke zuwerfen lassen. Wim, ach, das ist ja Trevi-Brunner, das ist nicht der Koma-See. Ich vertue mich, aber ich will nur sagen, toller Erfolg für Komo. Und ich habe sie schlechter gemacht, als sie sind. Sie sind Vierter, zwar nur in Anführungsstrichen Italien, aber sie haben von zehn Spielen nur eins verloren. Und nur acht Gegentore in zehn Spielen. Und sie scheinen ein sehr, sehr, sehr unangenehmer Gegner zu sein, ohne dass ich sie jemals bewusst habe spielen sehen. Bei Lens muss ich wirklich den alten Mitspieler meines Sohnes grüßen, Mike Nawrotzki, der bei Lens spielt, sofort den Supercup gewonnen hat, gegen den Belä gespielt hat, der sich dann das Kreuzband gerissen hat. Herzliche Grüße. Ja, herzliche Grüße gehen raus. Wahrscheinlich. Ja, sehr, sehr schön. Achso, pass auf, ganz großes Thema in der Champions League ja noch. Und da wirst du vielleicht auch aus deinem reichhaltigen Erfahrungsschatz was beisteuern können. Es gibt ja große Diskussionen um das Spiel Galatasaray gegen Stuttgart. Und zwar um die Unterstützung, beziehungsweise die lauten Pfiffe im Stadion. Weil ja der VfB Stuttgart sinngemäß schon vorm Spiel gepostet hat. Naja, die kommen ja alle wieder vom Band, das kennen wir schon. Dann gab es Wüsteentrüstung. Dann hat der VfB sich entschuldigt und einen Post, glaube ich, entfernt, wo es um dieses Thema ging, Pfiffe vom Band. Und dann hast du das Spiel gesehen und du siehst Videos, wie die Stuttgarter Spieler ins Stadion gehen zum Aufwärmen und du hörst ein gähnendes Five-Konzert aus 50.000 Kielen. Das Stadion ist aber noch leer. Und jetzt ist die Frage, haben wir nun Galatasaray Unrecht getan, wenn wir behaupten, dass da teilweise Unterstützung vom Band eingespielt wird oder beziehungsweise wahrscheinlich von der MP3? Oder ist das wirklich da Praxis, dass da gekünstliche Atmosphäre geschaffen wird? Weißt du da was drüber? Ich weiß da nichts drüber. Ich weiß nicht, ob die da den Kassel-Hinten-Rekorder dann nochmal angeworfen haben. Ich kann nur sagen, ich war einmal da und habe da das Auspfeifen als ständiges Stilmittel erlebt. Also das ist in der türkischen Liga so, das ist in der Champions League, Europa League, Conference League, Intertoto Cup. Das ist immer so, es wird gepfiffen, sobald der Gegner am Ball ist. Mein Impuls ist, dass ich es wahnsinnig öde finde. Also ich finde eigentlich alles, wenn es um Anfeuerungen geht oder um Schmärungen des Gegners, alles nett, was kreativ ist, was nicht zu sehr unter die Gürtellinie geht, was druckvoll ist, was beweist, dass die Leute sich ein bisschen Gedanken gemacht haben. Einfach nur vier Finger in den Mund zu stecken und loszupfeifen, sobald jemand anders den Ball hat. Ist vor allem nach drei Minuten für jeden, der sich die Spiele anguckt, ob es am TV-Gerät ist oder im Stadion, wahnsinnig nervtötend. Wahnsinnig nervtötig und es erfüllt auch nicht den Zweck. Es ist einfach nur eine Art von Overacting. Und wir haben ja in der Vergangenheit uns schon auch durchaus in die Haare bekommen, was solche Sachen angeht, wie Pfiffe gegen einzelne Spieler und was das bei den Leuten auslöst. Aber da kann man doch einfach nur sagen, das ist so stinköde und es hat auch nichts mit Fankultur zu tun, nichts mit Unterstützung. Ich glaube auch nicht, dass das in irgendeiner Weise aufregend, anregend oder motivierend für jede Form von Galatasaray-Spielern wirkt. Das kann ich mir nicht vorstellen. Naja, vor allen Dingen ist es ja so, dass Pfiffe ja normalerweise auch was das aussagen soll. Pfiffe sagen ja aus, mir gefällt das gerade nicht, was deine Mannschaft da gemacht hat, was du als Spieler gemacht hast und so weiter. Und wenn du aber dauernd pfeifst, dann sagt das ja aus, wir wollen euch als Gegner gar nicht hier haben. Aber was soll das? Also ich meine, du brauchst doch einen Gegner, du willst doch spielen, du willst dich doch messen, du willst einen Gegner haben, über den du dich auch in einzelnen Situationen aufregst. Auch wenn du dich aufregst, wenn die überhaupt nur am Ball sind, entwertest du ja das ganze Spiel und die ganze Dynamik und die ganze Atmosphäre. Insofern können wir einfach mal festhalten, dass die Niederlage des VfB Stuttgart nach wie vor doch sehr, sehr ärgerlich ist. Und so ein ganz kleines Indiz dafür, dass der große Schwung, der den VfB durch die letzten Jahre getragen hat. Doch ein bisschen passier ist. Lieber Art, bevor wir aber in die Bundesliga kommen, einmal ganz kurz noch über Borussia Dortmund sprechen. Niko Kovac, es war ja tatsächlich so, als der geholt wurde, hätte niemand gedacht, dass der der erste Trainer sein wird, der diesen großen, langen Schatten von Jürgen Klopp loswerden könnte, bei dem nicht sofort der alte Aki Watzke nachts noch schweißgebadert aufwacht und nach Jürgen ruft und ihn seine Gattin beruhigen muss. Er hat den Schatten abgeschüttelt, gerade weil er so anders ist als Jürgen Klopp. Er gilt irgendwie als harter Hund, als einer, der sehr kompromisslos seine Ziele verfolgt. Er ist gleichzeitig aber, glaube ich, jemand, der in der Mannschaft oder mit der Mannschaft komplett anders spricht, als es oft angenommen wird. Also ich glaube nicht, dass das einer ist, der irgendwie wie so ein Bundeswehrfeldwebel die ganze Zeit auf dem Trainingsplatz herumkeult. Und das ist schon eine erstaunliche Karriere. Also in der Champions League stehen sie sehr, sehr gut da. Bei dem 2 zu 2 am Wochenende, bei dem 9. Klassiker. Gegen den FC Bayern haben sie auch eine gute Figur gemacht. Also das ist eine speziell gute Bilanz, die er gerade vorzuweisen hat. Ja, die beste seit längerer Zeit. Ich habe mir mal Spaß zu haben, die Trainerhistorie der Dortmunder Seite Jürgen Klopp aufgerufen. Und da sind einfach auch viele fehlgeschlagene Experimente dabei gewesen. Aber auch Sachen, die man eigentlich als Dauerlösung angestrebt hat, die nicht funktioniert haben. Thomas Tuchel hat nicht funktioniert. Peter Bosz war dann nicht mal ein halbes Jahr da. Peter Stöger war von vornherein nur als Interimslösung gedacht. Mehr oder weniger Lucia Favre war dann ganz okay. Dann hat Terzic besser funktioniert, als man dachte. Dann haben sie Marco Rose geholt. Das war auch nur eine Saison. Nuri Sahin hat nicht lange durchgehalten. Mike Töhlberg war von vornherein in der Interimslösung. Und dann haben sie Nico Kovac geholt. Und jeder hat gedacht, ja, das ist jetzt der nächste Peter Stöger. Aber es ist eben nicht. Funktioniert sehr, sehr gut. Auch vom Punkteschnitt hier hat er eine der besten Bilanzen der letzten 10 Jahre, 15 Jahre. Also er ist ein Trainer, der einfach in Dortmund das fortsetzt, was er mit Unterbrechungen in Frankfurt gestartet hat, als er ja auch eine super Reputation hatte als Trainer, bevor er da zu Bayern gegangen ist. Er hat es geschafft, sich wieder ins obere Trainerregal selbst hochzuarbeiten, was ja vielen Trainern gar nicht gelingt. Nur Ole Werner. Ich kann aber auch mal feststellen, dass Niko Kovac ja einer Versuchung nicht erlegen ist, nämlich sofort in den Volkstribunen zu spielen. Ob es Nuri Schein war, aber vor allen Dingen auch Edin Terzic, da hat es ja immer das Gefühl, dass der bei einer Verrührung gleich wieder in Tränen ausbricht, weil er so glücklich ist, bei Borussia Dortmund zu spielen. Und du hast ja auch gemerkt, wie sehr das bei Fans angedockt hat. Die haben gesagt, endlich mal ein richtiger Borussia, der am Borsigplatz fast geboren ist. Solche Sachen, denen hat sich Niko Kovac als alter Berliner und als erfolgreicher ehemaliger Frankfurter ja immerhin zogen und trotzdem mögen und schätzen ihn die Leute. Also es gab bisher... Öfter mal den Vorwurf, das ist nicht so attraktiv oder das ist nicht so dieser Pressing-Fußball und nicht so dynamisch wie bei Klopp, aber dass die Leute hier sagen, das taugt nichts oder der bereitet sich nicht seriös vor oder der weiß nicht, was er mit Borussia Dortmund anfangen soll, das gab es bisher noch nie und das ist angesichts dessen, dass du eine sehr unruhige Szene, ein unruhiges Umfeld in Dortmund hast, alle ihren Wert. Das Interessante ist ja, dass er genau das Gegenteil von dem liefert, was man in den letzten Jahren oft hatte. In den letzten Jahren hast du ganz noch Spektakel-Fußball gemacht. Und Sturmwirbel ohne Ende. Und dann hast du aber zwischendurch zweimal 0 zu 2 verloren gegen den Tabellenvorletzten. Und im Moment ist das so, er verliert wenig Spiele, bis fast gar keine. Aber ich hab mir mal, da möchte ich gleich mit dir auch darüber reden, die Formtabelle der Bundesliga aufgerufen, die letzten fünf Spiele. Da ist Dortmund Vierter mit 6 zu 4 Toren aus fünf Spielen und zwei Siegen und drei unentschieden. Also das ist, sie halten sich da oben in der Bundesliga, aber es ist nicht so, dass du da wirklich ein flirrendes Spektakel erlebst, wenn du im Borussia Dortmund-Spiel guckst. Und das ist ja, glaube ich, auch das, was die Leute in Dortmund uns ein bisschen verunsichert, weil das kennen sie eigentlich so nicht. Ich mache auch gleich nochmal ein Reaction-Video zum BVB und rede mich ordentlich auf. Ich möchte nicht über die Formtabelle reden, weil dann am Ende wieder über Werder Bremen geredet wird und hinterher streichelt hier Jan die Labour's Haar. Das möchte ich natürlich nicht. Ich bin ein schlechter Mensch und sage, ich möchte lieber über die Krisenclubs reden. Ja, ich möchte einerseits, ja pass auf, erstmal müssen wir über den Hamburger SV reden. Das ist ganz, ganz wichtig. Ganz komische Saison. Es ist eine EKG-Saison, würde ich sagen. Es geht hoch und runter in der Tabelle und in den Emotionen und zwischendurch hatte man das Gefühl, dass beim Hamburger TV alle Fans schon mal geguckt haben, wohin es international in den nächsten Tagen und Jahren gehen könnte. Gibt es wieder Niederlagen am Fließband? Und es ist jetzt natürlich allerhöchste Zeit, der Geschäftsführerin Kathleen Kruger, unbequeme Fragen zu stellen. Wie kann es sein, dass mit Merlin Polzin verlängert wurde? Das sind doch die Fragen, die wir jetzt aufwerfen müssen. Ja, aber das haben wir doch auch schon öfter gehabt, das Thema, das ist ja wie Quatsch, es nach drei Spielen eine getroffene Entscheidung wieder zu remittieren. Darauf spiele ich an. Darauf spiele ich an, lieber Arndt. Ach, als Witz. Ja, also sie haben wirklich, sie haben die ersten Saisonspiele verloren, die ersten drei, dann haben sie dreimal gewonnen, jetzt haben sie wieder zweimal verloren und jetzt haben sie das ganz dicke Spiel am Freitagabend gegen Borussia Mönchengladbach zu Hause, wo es für beide Mannschaften um ganz, ganz, ganz viel geht, denn wenn Borussia Mönchengladbach das verliert, dann sind sie plötzlich wieder komplett festgetackert und wenn der HSV. Das verlieren sollte, dann ist der HSV auch wieder in einer Absolutenkrise angekommen. Ich vermute ja wirklich ein langweiliges Unentschieden, was dann beide Mannschaften unzufrieden macht, das wird so 0-0 oder 1-1 vielleicht. Aber es ist wirklich eine Partie, in der so ganz viel geht für einen Bundesligaspiel am neunten Spieltag. Und da muss ich dann wirklich nochmal den Satz sagen, es ist ein Unentschieden, dass keinem der beiden weiterhilft. Denn klar ist nämlich auch, Borussia Mönchengladbach hat mir richtig leid getan. Weißt du, die hatten dieses Auswärtsspiel in Stuttgart. Großer Triumph. Alle schon auch wieder Europa und die Fohlenelf ist wieder da und unsere DNA ist wieder erkennbar und so weiter und so fort. Und dann hast du dieses 0 zu 0 gegen Paderborn. Und das ist wie so, wenn einer in der dunklen Höhle plötzlich irgendwie mal kurz einen Feuerstein gefunden hat und ein bisschen Licht macht und das wird sofort wieder ausgepustet. Also das war tatsächlich bitter. Also Paderborn, dieses Unentschieden, wo du denkst, jetzt müsstest du eigentlich mal wirklich die Woge der Begeisterung reiten und dann wieder nur unentschieden. Also so richtig einfach wird es nicht, da für Mönchengladbach rauszukommen. Ich will doch kurz über die Formtabelle reden. Und wenn ich jetzt ganz kurz erwähnen, dass Werder auf Platz 2 steht, darfst du auch gleich ein bisschen über Grudowski reden. Ich finde an der Formtabelle interessant, dass wir die beiden Neulinge, von denen man ja annimmt, dass sie irgendwann jetzt durchgereicht werden. Die stehen immer noch auf Platz 7 und 8, Paderborn und Elversberg, in der Tabelle der letzten fünf Spiele. Also sie sind eigentlich noch mittendrin im richtig guten Bereich für Neulinge. Gerade weil es ja auch die Top-Abstiegskandidaten waren. Wenn wir nochmal nach hinten gehen, weißt du, wer letzter ist in der Vontabelle? Ich würde sehr, sehr gerne sagen Werner Bremen, aber ich vermute mal, es ist, keine Ahnung, ich weiß nicht, keine Ahnung. Schalke ist letzter mit nur einem geschossenen Tor in fünf Spielen, zwei unentschieden, drei Niederlagen. Augsburg ist übrigens vornetzter. Das sind die beiden Mannschaften, die in den letzten fünf Spielen nichts gewonnen haben. Und insofern ist hier eigentlich interessant, die Formtabelle. Weil du siehst dann auch, die Mannschaften, die nur eins der fünf Spiele gewonnen haben, sind auch die, wo du das Gefühl hast, da läuft es gerade nicht gut. Union Berlin, der 1. FC Köln, Borussia Mönchengladbach sind die Mannschaften auf 13, 14, 15, 14, 15, 16. Also es ist so, dass du wirklich an der Formtabelle schon ganz gut ablesen kannst. Du kannst deine emotionale, deine Gefühle für die Vereine kannst du einigermaßen ablesen als Zahlenwerk. Wie gesagt, Köln, Gladbach und Augsburg sind auch Mannschaften, die, da würde ich mir auch ein bisschen Sorgen machen im Moment. Ja, über Augsburg haben wir ja so viele schöne Sachen geredet. Insofern möchte ich dieses Lob nicht einfach revidieren. Wir können aber mal ganz kurz über einen anderen großen Krisenklub sprechen. Und das ist Union Berlin. Die waren ja in den letzten Jahren so der heißeste Scheiß in der Liga. Alle hatten das Gefühl, das ist eine Mannschaft, die es nur geschafft hat, sich quasi aus dem Stand in der Bundesliga zu etablieren. Wir hatten zwischendurch diese rauschhafte Champions-League-Saison. Und danach gab es zwar auch ein bisschen knifflige Situationen, aber nie so, dass man dachte, jetzt ist alles hoffnungslos verloren. Und jetzt gibt es eine richtige Krise. Und nicht nur, weil der Experte Finch den Daumen gesenkt hat, aber wir können ja mal festzustellen, dass dieses 1 zu 1 gegen Köln ein echter Offenbarungseid war. Es gab keinen einzigen ordentlichen Torschuss in der zweiten Halbzeit und es war vor allen Dingen überhaupt nichts zu sehen von der attraktiven Spielweise, die Trainer Spassikowski, Lustrinelli bringen sollte. Für mich ist so ein bisschen die Frage gewesen, Arndt, gehen solche angekündigten Umbrüche, also wir spielen jetzt ganz anders, geht sowas nicht immer schief? Also ich muss da immer an Borussia Mönchengladbach denken. Als die losgingen und sagten, jetzt gilt wieder die Fohlen-DNA, jetzt werden wir wieder die Talente fördern, jetzt werdet ihr wieder die richtige Borussia erleben, das muss doch schief gehen, so mit Ankündigung. Ja, vielleicht darf man wirklich grundsätzlich nicht einfach zu viel auf einmal umbrechen. Also vielleicht ist es wirklich ein neuer Trainer, ist ja schon ein Riesenumbruch für sich, wenn du einen nimmst, der in der Bundesliga noch nicht trainiert hat. Und wenn du dann die Mannschaft auch noch, und du hast, wie gesagt, diese fragile Situation wenige Jahre nach einer Champions-League-Teilnahme, die ja einen ganzen Verein nochmal auf links zieht, dann ist das vielleicht ein bisschen viel auf einmal für einen Verein wie Union Berlin. Und für einen Verein auch mit dieser Struktur wie Union Berlin, der wirklich so als klassischer Arbeiter-Stadtteil-Verein auch noch kommt und zwischendurch Champions-League hat und dann hast du einen neuen Trainer aus Österreich und dann hast du ein paar neue Spieler. Das ist vielleicht wirklich alles zu schnell und zu viel gewesen. Und bei Union aus Köpenick müssen sie eigentlich nur in den Berliner Westen schauen, um zu sehen, wie lange das dauern kann mit solchen Umbrüchen, denn Hertha BSC ist einerseits wieder da. Und hat am Wochenende den großen Kracher vor der Brust in einem nahezu ausverkauften Olympiastadion. 70.000 Leute werden erwartet, wenn der Vofür Wolfsburg kommt. Das ist auch mal ein ganz, ganz neues Gefühl. Das ist ja so eine Art Vorentscheidung in der zweiten Liga. Das ist Überraschungsmannschaft gegen Top-Favoriten, Erster gegen Zweiter und auch die delikate Rückkehr von Fabian Reese, der nun sehr kritisiert worden ist nach seinem Wechsel zu Wolfsburg. Jetzt doch doch mal selbst, ist das nicht total scheiße, dass immer wenn es Hertha schlecht geht, dann hörst du, wow, hier, guck mal, Union, da, die machen alles richtig, da wird gute Arbeit geleistet. Und jetzt geht es Union gerade schlechter, das heißt, hier, guck mal, die Hertha, das ist noch Fußball. Da geht es jetzt richtig ab. Und zu Fabian Rehse ist ja auch das Schwierige, finde ich nach wie vor, der wird einen Spießruten laufen haben, ohne gleichen wahrscheinlich in Berlin. Und trotz allem wird es ja so sein, und ich weiß nicht, ob man das von Seiten von Hertha immer so kommunizieren kann, dass sie den Verkauf ja dringend gebraucht haben. Also vielleicht haben sie ihn sogar gebeten, Junge, wir müssen dich zu Geld machen, tut uns leid, aber geht nicht anders. Und da hat er halt seine teilweise unglücklichen Interviews gegeben, aber möglicherweise war sein Transfer überlebenswichtig für Hertha BSC und es ging gar nicht anders, als ihn zu verkaufen. Also den Teil solltest du ihm vielleicht nicht vorwerfen. Ich fände es auch mal ganz gut, wenn zumindest Hertha sich da hingehend nochmal ein kleines bisschen milde äußern würde und vielleicht die Umstände dieses Transfers nochmal erklären würde. Ansonsten können wir mal festhalten, dass wenn Hertha dieses Spiel gewinnt und damit gegen den stärksten Gegner, den die Liga so neben Nürnberg zu bieten hat, dann wird diese Truppe, glaube ich, niemand mehr aufhalten. Dann wird es wahrscheinlich auch diesen Song von den 100 Punkten, der ja bisher so eine etwas, weiß ich nicht, gitarrenlastige Singer-Songwriter-Kuschelnummer ist, die wird wahrscheinlich dann nochmal professionell aufgenommen und ich sehe da schon auch ein... Gemeinschaftliches Projekt von den Gropius-Lerchen vielleicht. Frank Zander könnte dabei sein. Die Atzen, Kulscher Candela, möglicherweise noch der Sänger von Seed. Also die Euphorie wird, glaube ich, Hertha schon jetzt so über die nächsten Wochen und Monate tragen, wenn das gelingt. Und man kann ja auch mal festhalten, dass das auch manchmal einfach Glück ist. Also du hast unbestritten gute Arbeit von Stefan Leitl, vom Sportchef. Aber vielleicht ist das auch mal so, dass nach Jahren der Misere das echtes Glück ist, was Teamgeist, junge Talente, blühende Routiniers wie Brekalow und so und weiter angeht. Und ich bin übrigens froh, lieber Arndt, dass ich Hertha gesagt habe und nicht die Hertha. Sagt man etwa auch nicht Hertha BSC Berlin am Ende gar? Ich habe schon mal einen bösen Shitstorm bekommen, weil ich Hertha BSC Berlin irgendwann mal unbedacht gesagt habe. Das war schlimm genug. Also wir passen einfach mal auf, nicht die Hertha, sondern einfach nur Hertha. Einfach nur Tiffany. Also man muss inzwischen aufpassen und wir merken uns einfach, der als Rom, was haben wir noch? Arsenal London ist ganz wichtig. Manu, was darf man noch nicht sagen? Pauli? Jedelow, zweite Mannschaft. Ja, und der AC Florenz. Und der AC Florenz. Damit haben wir alle Schnappatmungsthemen aufgearbeitet. Ich glaube, wir freuen uns sehr drauf, wenn jetzt unsere betagten Hörer sich an die heimische Optima-Elite oder an eine Maschine aus dem Voli Wettbetrieb setzen und uns wütend einen Leserbrief verschreiben, dass das alles nicht geht. Aber es ist doch echt irre, dass jede Lohm der zweiten Mannschaft so gut spielt. Ja, es ist toll. Wir halten aber fest, dass es jede Menge Krisenmannschaften gibt. Beim HSV ist es ja, wie gesagt, das haben wir jetzt eben so ein bisschen abgebogen. Ich glaube, auch da ist es einfach eine bittere Erkenntnis, ist, dass der HSV wahrscheinlich die nächsten Jahre, ohne dass da jemand was für kann, immer gegen den Abstieg spielen wird. Ich glaube, dass das einfach immer so sein wird, immer gegen den Abstieg, weil dieser Mannschaft, nach diesen ganzen Jahren in der Zweitklassigkeit, wo es immer heißt, oh, die können sich jetzt gesund schrumpfen, das ist doch super eine Chance und so weiter und so fort, dass das eine Mannschaft ist, der so diese, Selbstverständlichkeit der Erstklassigkeit, so will ich es mal nennen, abgeht. Also so eine Mannschaft wie Augsburg oder Mainz 05, weißt du, ich glaube, die beschäftigen sich in ihren ganzen Gedankenspielen vor der Saison bei der Kaderplanung überhaupt nicht mit dem Abstieg. Und bei so Mannschaften wie Köln oder HSV, die irgendwie schon so ein bisschen so diese DNA der Fahrstuhlmannschaft in sich haben, bei denen ist das eben nicht so. Und deswegen glaube ich, dauert das jetzt einfach mal so ein bisschen, bis man sich richtig wieder etabliert hat und man sagen kann, oh, jetzt diese Saison müssen wir nicht so viel Angst haben. Es ist aber auch vielleicht ein ähnlich waghalsiger Umbruch einfach. Wenn du dir den HSV anguckst, die Mannschaft vom letzten Wochenende, da waren zwei Spieler, die vor drei Jahren schon da waren. Der Rest war komplett neu zusammengeholt in kürzester Zeit. Wie viele Spieler wüsstest du jetzt, die am letzten Spieltag für den HSV gespielt haben? Keinen. Heuer Fernandes und Mohaim sind dabei gewesen als langjährige Spieler. Ansonsten vorne Moffi, Grönbeck, Adeline, Lemke, Zambi Dukonga, Möller-Wolfe, Nanja, Omari und Torunariga. Ist der Hass vor im Moment. Also es ist wirklich, das muss wachsen, das sind auch alles gute Fußballer. Sie haben natürlich das große Problem, dass sie ihren besten Spieler der letzten Jahre, der letzten vielen Jahre verloren haben. Sie haben das Problem mit der Doping-Sperre des Bruders, des besten Spielers, die jetzt gerade irgendwann jetzt abläuft. Sie haben das Problem, dass sie immer mal wieder einen Torjäger hatten, den sie aber dann verloren haben oder nicht mehr einsetzen wollten und deswegen im Sturm einen Umbruch nach dem anderen. Also es ist schon alles sehr wackelig, was sie versuchen. Also ich stimme mal mit dir überein, das ist ein Verein, wo man einfach auch, ohne das Böse zu meinen, von dem Anspruchsdenken her, einfach sich klar machen muss, Leute, wir haben einen weiten Weg, das ist eine ganz schwierige Situation und wir werden, auch wenn wir jetzt mal zwei Spiele gewinnen, wir werden jetzt erstmal ein, zwei Jahre da richtig durch müssen und diese vielen Spieler, die neu sind und die auch. Jung und vielversprechend sind, aber die müssen wir erstmal irgendwie zusammenbringen zu einer Mannschaft und das dauert einfach im Moment noch. Und ich finde, so eine realistische Herangehensweise sorgt ja auch ein bisschen dafür, dass man ein ganzes bisschen ruhiger schläft und sich nicht die ganze Zeit ärgert darüber, oh, ist Polzin doch der Richtige, hätte man nicht doch eventuell noch warten sollen und so weiter. Die ganzen Debatten, die wir vor der Saison oder nach den ersten Spielen hatten. Die wirklicherweise jetzt wieder aufbrannten. Das brauchen wir alles nicht unbedingt, auch nicht als HSV-Fan. Du bist doch ein Aufreger-Thema. Ich bin ja immer auf der Suche nach Aufreger-Themen, weißt du, wo so mein Ruhepunkt hochgeht. Und es gab ein Spiel. Ja. Havelse im Eilenriedestadion zu Hannover. 1300 Zuschauer und eine riesige Aufregung um den Schiedsrichter Maximilian Lotz. Ein ganz junger Bursche, der bekam hinterher nach dem Spiel, weil es drei Elfmeter gab, die von den zweien zumindest diskussionswürdig waren, drei Elfmeter, die er gegeben hat. Und am Ende stand mich dann tatsächlich auch ein Sieg des Außenseiters des PS4-H-Bälse. Danach stellte sich Saarbrückens Spieler Pick vor die Kameras und sagte, ich weiß nicht, ob das Match-Fixing war, aber ich kann mir das alles nicht erklären. Und es gab wirklich große Aufregung. Jetzt wird ermittelt gegen Florian Pick, weil sowas darf er natürlich nicht sagen. Und gleichzeitig war es natürlich dann auch ein bisschen schlimm für den jungen Schiedsrichter, weil der natürlich jetzt dann im Fokus des Interesses stand, was für Schiedsrichter nie gut ist. Hinterher hat sich unser alter Freund, Alex Feuerherd, Alex Elektroherd, sich gemeldet und ich finde, obwohl ich so viel über den Becker oder obwohl ich immer so denke, er findet immer noch eine Ausrede, er hat hier, finde ich, ganz gute Worte gefunden. Möchte keinem Fan da die Emotionen absprechen und dass man in der ersten Erregung dann auch sagt, das kann doch Betrug sein. Das mag auch so sein, aber vielleicht sollte man auch in Erwägung ziehen, dass es schlicht und ergreifend auch andere Gründe geben kann, dass es Menschen sind, die da auf dem Platz stehen, die Fehler machen. Das ist in diesem Fall auch passiert. Aber die ersten beiden waren schon, der erste war falsch, der zweite war, sagen wir mal, Borderline. Zwei Strafstöße, die man besser nicht gibt. Das ist in der internen Bewertung auch rausgekommen. Aber nochmal, das hat mit Betrug nichts zu tun, mit Manipulation nichts zu tun. Ein junger Schiedsrichter von 25 Jahren, sein viertes Spiel in der dritten Liga. Die ersten Spiele waren wirklich total gut. Ich habe ihn selbst mal beobachtet in einem Halbfinale der B-Jungen Bundesliga vor einigen Jahren. Hochbefähigt, hochtalentiert. Dass dann aber auch bei jungen Leuten mal ein Spiel dazukommt, das vielleicht nicht so gut verläuft, das ist bei Spielern ja auch nicht anders. Das muss man ja auch so sagen. Und ich finde, was Feuerherz hier sagt, das ist uneingeschränkt richtig. Das ist ein junger Schiedsrichter, der bisher gute Leistungen gebracht hat. Der hat sich jetzt zweimal vertan. Sowas kommt halt vor. Und ich finde, wir können nicht über den Videoüberweis meckern und sagen, es ist blöd, dass da jetzt überall Kameras sind und dass es den... Kölner Keller und was weiß ich nicht alles gibt, dann gleichzeitig bei solchen Spielen nicht sagen, okay, der hat einfach Fehler gemacht. Also dann sofort zu sagen, der hat das nicht gesehen und da muss Betrug im Spiel sein. Und man darf eben auch nicht vergessen, Match-Fixing ist also der schlimmste Vorwurf, den du einem Schiedsrichter machen kannst. Dass du mal nicht ordentlich hinguckst, dass du mal die Übersicht verlierst. So was passiert ja gerade als junger Schiedsrichter ja auch mal. Aber dass du ihm vorwirst, ey, da bist du vorher noch ins Wettbüro gerannt oder hast bei Ante Sapina noch mal schnell irgendwie eine Kombi-Wette platziert. Das ist ein Ding, was nicht geht, finde ich. Ja, vor allem ist es ja, es impliziert ja, das war so schlecht, was du gemacht hast, das muss mit Absicht gewesen sein, anders ist das nicht erklärbar. Und das ist eben der falsche Gedankengang beim, wie du sagst, noch recht jungen Schiedsrichter, der da sein Möglichstes tut und dann einfach Fehler gemacht hat. Man muss allerdings kritisch anmerken, der Schiedsrichter kam aus Köln und seine Assistenten aus Hessen, die konnten sich gar nicht verständigen. Das war ja wie der Lienenrichter aus Aserbaidschan beim BM-Final 66, dem Schweizer Schiedsrichter. Aber gut, müssen Sie selber wissen, was Sie da haben. Aber das wissen Sie auch selber, um mit der alten Fragung zu antworten. Aber hat der Sarrbrücker dann nicht, er hätte ja noch sagen können, wenn sie uns nicht dabei haben wollen, müssen sie das sagen. Dann sollen sie das nur sagen. Die alte Neuruhra-Phrase von CIA, DFB und ADAC, die große Verschwörung. Lieber Arndt, es ist ja auch Länderspielpause schon wieder. Ich habe gedacht, nach dieser intensiven, gefühlt achtwöchigen Länderspielpause ist erstmal Ruhe. Stattdessen ist nächste Woche schon wieder Länderspielpause mit einem Spiel gegen Serbien und einem Spiel gegen unseren Erzschweig, gegen die Nierende. Vielen Dank. Leke Meitsch hier. Ich bin Pocorontas. Für mich ist ja die große Frage, wie wird das für Jürgen Klopp? Denn ich glaube, es ist die schwiegere Länderspielpause. Weißt du, so ganz am Anfang 44 Spiele einladen, da hast du ja so das Gefühl wie so ein großes RTL-Casting und vorne sitzt Dieter Bohlen und dann dürfen auch die ran, die gerade mal ein bisschen geradeaus laufen können und irgendwie keinen Ball annehmen können. Aber jetzt muss er ja aussortieren. Jetzt muss er sagen, du nicht, du nicht, du taugst nicht, du hast einen Silberblick, du hast eine Brille, du ziehst das Bein nach, der Klassiker. Also das wird, glaube ich, heikel. Ich hätte jetzt schwören können, dass du mich nötigst, über Niklas Füllkrug zu sprechen in diesem Zusammenhang. Nein. Erzähl doch mal. Aber es wird wirklich interessant, wer jetzt alles zusammengeholt wird. Du hast natürlich jetzt auch mehr Bundesligaspieltage, wo du noch so ein gewisses Leistungsbild sehen kannst, was sich auch verfestigt hat bei einigen Spielern. Ich bin auch gespannt auf die Kaderbekanntgabe, die, glaube ich, heute, glaube ich, erfolgen soll. Im Laufe des Tages. Im Laufe des Tages. Vielleicht noch mal eine Sondersendung, wenn Niklas Füllkrug dabei ist. Ja, wir reagieren. Wir reagieren wie Toxiköler. Und erigieren vielleicht auch. Nein, es ist... Wirklich content. Es wird spannend, aber es ist so, dass wir natürlich nach dem Casting, Mahmoud-Casting der letzten Spiele, ein bisschen mehr wissen, wie die Deutschlands Nahmannschaft dann aussehen wird. Vielleicht auch auf ein paar Spiele im Voraus. Und da wird wahrscheinlich viel mehr eine Handschrift zu sehen sein von Jürgen Klopp, als beim letzten Mal, wo er seine Handschrift ja noch getestet hat. Also ich bin sehr gespannt. Möglicherweise hat er sich bei dem Handschriftentest, in der letzten Länderspielpause noch ein bisschen verschrieben. Was die Spatzen allerdings von den Dächern pfeifen, ich übernehme das einfach mal. Ich übernehme diesen schmutzigen Job für dich, Arndt. Nicht, dass Füllkrug soll dabei sein. Und ich finde es klug. Ich finde es klug, dass er keine große Debatte draus gemacht hat. Ich finde es klug, dass er nicht in die Dennis-Unda-Falle gerannt ist, in die ja Julian Nagelsmann noch stampfend und wutschnorrend hineingelaufen ist und gesagt hat, der passt nicht in mein System, den will ich nicht. Und der passt schon ganz im Geistus auch nicht. Das hat er nicht gemacht. Ich glaube auch, wenn das mich schiefgegangen wäre, gegen Serbien oder gegen Niederlande, Was, wir nie hoffen. Dann hätten alle sofort gesagt, oh, warum hast du denn Deutschlands besten Stürmer nicht dabei? Jetzt wird er dabei sein, der wird wahrscheinlich auch eine halbe Stunde oder eine Stunde spielen. Und dann ist es doch auch okay. Also so ideologisch scheint Klopp auch nicht an die Sache heranzugehen, dass der nicht begreift, das wäre jetzt gegen die Volksmeinung. Was interessant ist, in welchen Zwängen er jetzt auch drin steckt. Weil du kannst den ja auch nicht zu Hause lassen. Der hat zwölf Tore in zehn Spielen jetzt geschossen, Pflichtspielen. Den musst du mitnehmen. Das würde niemand verstehen. Und dann musst du ihn halt auch, wenn du ihn mitnimmst, musst du ihn wahrscheinlich auch spielen lassen. Auch wenn du es vorher vielleicht gar nicht vorgehabt hättest. Also er ist da schon so ein bisschen in Sachzwängen drin, die er sich nicht ausgesucht hat, der Bundestrainer, wie auch alle Bundestrainer eigentlich immer. Und bin ich gespannt. Aber wie gesagt, ich finde es interessant, welche Spieler jetzt ausgesiebt werden, welche drinbleiben und welche auf Sicht eine Rolle spielen. Ja. Tommi Schmidt, herzliche Grüße gehen raus. Der weist ja immer darauf hin, dass man natürlich, wenn man Völkrupp zurückholt, auch Ginter wieder zurückholen muss. Wo man ja auch gesagt hat, ja, der ist mittlerweile einer der besten oder ist auf Sicht einer der besten Innenverteidiger, aber ist zu alt und da muss er jetzt einen anderen Weg gehen. Also wenn er in den einen holt, muss er eigentlich auch fast den anderen holen. Das wird interessant. Jürgen, das ist doch mal so ein richtig schönes Beispiel, wie sich Gerüchte verselbstständigen. Über Matthias Ginter wurde so viel geredet, bevor es zur Kader-Nominierung für die WM 2026 ging. Der Ginter, das ist ein Spaltpilz. Mit dem Ginter, da hast du keine Freude. Mit dem Ginter, da kann ich dir nur sagen, da hast du Grüppchen und Klickenbildung innerhalb des Garnas. Da gibt es einen eigenen Tisch nur mit Ginter dran. Unbelegt, unbelegt, unbelegt. Aber Ginter ist ein großer Spaltpilz. Das Gleiche hast du jetzt ja gerade auch beim FC Bayern mit Nils Schmadtke. Nils Schmadtke, der Sohn von Jörg Schmadtke, war ja so eine Art Kaderplaner beim FC Bayern, ist jetzt gegangen worden, galt als Vertreter von Max Eberl, wird jetzt, glaube ich, zum 1. Februar, März seine Tätigkeit beenden. Und da wurden auch Gerüchte kolportiert. Sein Verhalten gegenüber den Mitarbeitern sei grenzwertig gewesen. Was immer das heiße mag, grenzwertig. Aber das Gerücht ist erst mal im Raum, irgendjemand hat es gestreut. Das Fußballgeschäft, es ist manchmal grausam. Es ist manchmal grausam. Das kann ich mir. Aber beim Besten würde ich nicht vorstellen, dass aus der Familie Schmadtke jemand kommt, der aneckt. Also das ist doch eigentlich immer Leute, die mit allen gut klargekommen sind und zu allen Nettern und niemals irgendwo gegen den Poller gelaufen sind. Pass auf, aber ich würde mal sagen, ich habe die auch immer als sehr Stromlinien für mich empfunden, gerade auch den Vater, der ja eigentlich von dem ich manchmal gewünscht hätte, dass er ein bisschen mehr in die Konflikte reingeht. Gerade auch bei Hannover 96. Arndt, wir haben das große, große, goldige Thema Hannover 96 noch liegen lassen. Sandro Wagner hat endlich gewonnen. Ja. Unser Sandro Wagner hat endlich gewonnen. Pass auf. Und gleich ist er motzig geworden. Er ist gleich motzig geworden in der Pressekonferenz. Hören wir mal ganz kurz rein, wie er geantwortet hat. Was macht das mit dir jetzt, den ersten Dreier eingefahren zu haben? Also ich musste auf die Toilette. Das ist eine. Und wäre wichtig, wenn sie den Fokus auf die Spieler legen. Da haben sie nicht auf mich. Und allgemein macht es mit mir auch nichts. Es hat mit mir vorher nichts gemacht und macht mit mir jetzt auch nichts. Ich versuche im Inhalt zu bleiben, die Mannschaft zu entwickeln. Sandro Wagner, einfach mal so ein bisschen mobsig. Einfach mal so ein bisschen jetzt mal gegen die Journalisten-Kanierinnen, wo er vorher so sehr, sehr devot den Verlierer gegeben hat. Jetzt ist er plötzlich auf Gewinnerseite. Er ist ein bisschen Lennart Kahl für Übungsleiter. Ich sage mal so, die Personalie Sandro Wagner, sie fasziniert ja einfach. Also weil es natürlich da auch so ist, dass du so ganz klassische Trainer hast, die sich einfach hinstellen und sagen, ja, wir müssen die Abläufe noch ein bisschen ordnen. Sandro Wagner macht alles anders. Schimpft auch seinen Vorgänger, der ja beliebt war in Hallofa und sagt, die Mannschaft ist nicht fit. Dann sagt er, wir haben hier etwas zu reparieren, was seit Jahren kaputt gegangen ist. Dann spielt seine Mannschaft nicht gut und er ist motzig. Die Mannschaft spielt gut und gewinnt, ist auch wieder motzig. Dann wurde er gefragt, wie gesagt, ob ob die erste Halbzeit schlecht gewesen sei. Sehe ich nicht so. Also er ist so, möchte ich mal sagen, immer so ein bisschen konfrontativ. Ich wollte ja früher Psychologie studieren. Sehen wir uns mal die letzten Jahre, als wirklich Amateurpsychologe, die letzten Jahre von Sandro Wagen an. Er war also Co-Trainer beim DFB. Das heißt, da war er nicht in der ersten Reihe, aber er ist positiv aufgefallen, glaube ich. Die mochten ihn alle, er hat gute Arbeit gelastet. Und dann kam der Cheftrainer Posten in Augsburg und da hat er richtig auf die Kacke gehauen. Richtig auf die Kacke gehauen. Er hat gesagt, so, jetzt bin ich Bundesliga-Trainer, jetzt hau ich Sprüche raus. Dieser berühmte Spruch, dass der Kader von Augsburg nicht schlechter ist als der von Bayern. Ganz ungünstiger Spruch zu Beginn einer Trainer-Bundesliga-Karriere. Dann die Misserfolgsserie, dann fliegst du da raus. Dann ist nicht ganz klar, okay, welche Vereine wagen sich an Sandro Wagner jetzt nochmal ran? Dann war es Hannover ein wirklicher Verein, der nicht jetzt für das besonders harmonische und ruhige und krisensichere Umfeld steht. Nimmt den. Und jetzt ist er da und hat, wie gesagt, diesen Job beim DFB, wo er nur in zweiter Reihe stand und den Job bei Augsburg, wo er sich ganz weit nach vorne rausgehalten hat, sein Gesicht in den Wind gehalten hat und ganz viele Sprüche gemacht hat und dann auf die Fresse gekriegt hat. Und jetzt ist er in der Rolle, jetzt muss er sich überleben, wie bin ich denn jetzt eigentlich in Hannover? Wie bin ich, wer ist jetzt Sandro Wagner bei Hannover 96? Und er ist jetzt so ein bisschen von allen, er ist ein bisschen rotzig, er macht den ein oder anderen Spruch, er versucht sich aber auch zurückzunehmen und ich glaube, er ist gerade in so einer ganz schwierigen Selbstfindungsphase Also wo er selbst überlegen muss, wie gebe ich mich denn jetzt bei Pressekonferenzen? Wie bin ich denn, wo bin ich unvorsichtig und wo soll ich mal lieber ein bisschen den Mund halten? Das ist schwierig. Ich finde allerdings auch manchmal ein bisschen merkwürdig, wenn du so bei der Verfärtigung dieser Persönlichkeit zuschauen musst. Ich fand den ja bei der Nationalmannschaft gar nicht so schlecht. Bei Augsburg war es, glaube ich, eher eine Selbsterfüllung ungünstiger Prognosen. Zuvor in Unterhagen hat er gute Arbeit geleistet. Also er ist zumindest zwiespältig, eine zwiespältige Figur. Aber wir wünschen ihm natürlich bei Hannover nur das Beste. Lieber Arndt, wir müssen jetzt nochmal über ein tragisches Ereignis sprechen, das die internationalen Fußballschlagzeilen bestimmt hat. Nämlich zweite spanische Liga gab es einen tragischen, schrecklichen Todesfall vom Stürmer Jesús de Miguel von Teneriffa. Die haben gespielt gegen den FC Andorra in der zweiten Liga auf der Kanareninsel. Und dabei gab es eine Attacke, einen Zusammenstoß, eine Attacke des Torhüters Ovono, nachdem der Stürmer schwer verletzt zunächst ins Krankenhaus gebracht worden ist, mit Kopfverletzungen und mit dem Herzstillstand. Und ist am Dienstagmorgen im Krankenhaus gestorben an seinen multiplen Verletzungen. Und seitdem ist das Entsetzen, die Bestürzung, aber auch die Wut auf den Torhüter Ovono von Andorra groß. Ich habe das gelesen. Und habe ganz, ganz viel daran nicht so richtig fassen können. Ich weiß nicht, wie das dir ging. Also man steht ja fassungslos davor, man fragt sich, warum in Gottes Namen geht er da so rein. Gleichzeitig denkt man, es gab schon viele schlimme andere Zusammenstöße, die Gott sei Dank glimpflicher geendet sind. Muss insgesamt noch viel härter gegen Fouls vorgegangen werden. Also es waren so ganz viele unterschiedliche Gedanken, die ich dann hatte. Gleiche Gefühlslage bei mir, ganz, ganz viele Ebenen hat das Ganze. Ich habe mir, wie du wahrscheinlich auch dieses Foul auch angeguckt. Ich wollte es eigentlich nicht sehen, aber da habe ich gedacht, okay, du willst es irgendwie einschätzen können, was da genau passiert ist. Es ist so ganz schwer zu greifen, weil der rennt ja wirklich mit Anlauf und, angezogenen Knien gefühlt 30 Meter an und springt den voll um und trifft ihn am Oberkörper und am Kopf. Und die Spieler, die den verletzten Spieler sehen, sehen sofort, da ist was ganz Schlimmes passiert. Das sieht man an ihren Reaktionen. Und jetzt habe ich mir noch ein anderes Video angeguckt, wo man den Torwart-Ressourz Ovono von Andorra längere Zeit vorher schon sieht. Und ich will ihn nicht vorverurteilen, aber du siehst, der ist komplett unter Strom. Du siehst, dass der schon gefühlt 20 Minuten vorher die ganze Zeit an der Mittellinie rumläuft. Es gibt einen Platzverweis für den gegnerischen Torwart von Teneriffa, da rennt der aus seinem Tor zum gegnerischen 5-Vierter-Raum und schreit da rum und gestikuliert rum und fordert den Torwart auf, jetzt aber sich schnell vom Spielfeld zu verpissen. Also der stand schon unter Strom, jetzt hat es natürlich so viele schreckliche Ebenen, dieser Torwart weiß jetzt, ich habe einen Menschen getötet. Und es gibt Leute, die sagen, der kann doch nie wieder irgendwo spielen, der kann doch nie wieder irgendwo hin und der ist noch jung. Auf der anderen Seite kann der gestorbene Stürmer auch nie wieder irgendwo hin. Also er hat wirklich mit seinem Verhalten den Tod eines Menschen verursacht. Zivilrechtlich ist das immer ganz, ganz schwierig, weil du dann dich fragen musst, wo fängt in einem Sport, wo es um körperliche Zweikämpfe geht, wo fängt da fahrlässig und rücksichtslos an und wo hört es auf? Ein Gedanke, den ich hatte, ist, ich weiß aber nicht, ob der umsetzbar ist, dass du, glaube ich, das Wort Rücksichtslosigkeit für den Sport deutlich als Kriterium ranziehen musst. Und wenn du bei einem Spieler das Gefühl hast, ey, der ist schon vorher die ganze Zeit durchgedreht und jetzt hat er es einfach übertrieben, indem er einen wirklich umflext ohne Ende. Dann musst du den für, du musst Rücksichtslosigkeit als Kriterium ranziehen, um Spieler auf dem Platz zu bestrafen, um die Fouls von Spielern auch einzuordnen. Deswegen finde ich auch zum Beispiel so Sachen wie beim Stempeln das Trefferbild und so, ja, dann trifft er halt irgendwie mit offener Sohle das Bein, aber wenn er vorher den Ball spielen wollte, ist es was ganz anderes, als wenn du einfach mit 20 Metern Anlauf auf den Spieler zuspringst und dir egal ist, ob du ihn verletzt oder nicht. Also dieser Punkt muss klar definiert werden und muss auch gerade für das Verhalten dieses Torbaus jetzt rangezogen werden. Es ist ganz schwierig, weil man kann den von diesem Verhalten nicht freisprechen. Es ist aber auch trotzdem im Spiel passiert. Man weiß eben nicht, wie sehr verurteilen sollte man ihn. Das ist eine ethisch ganz schwierige Frage. Ja, ist es auch. Also wir können ja mal davon ausgehen, dass auch in der Vorstellungswelt des Keepers der Tod eines Gegenspielers nicht vorgekommen ist. Das hat er später auch gesagt. Das ist ja der schlimmste oder einer der schlimmsten Tage seines Lebens. Und die Todesfälle, die wir in den letzten Jahrzehnten hatten, Die waren ja nie durch einen Foul ausgelöst worden, sondern waren eher Herzprobleme oder es gab tragische Unfälle außerhalb des Platzes. Mucki Banach, über die Herzprobleme des dänischen Spielers und so weiter. Insofern ist es wirklich was Singuläres und was ganz Besonderes. Aber selbst wenn wir das beschwichtigend sagen, bleibt ja wirklich die große Frage, warum der Keeper den Fußballplatz mit so einem Oktagonkampf verwechselt hat. Ich finde, dieser Tritt auf die Höhe des Brustkorbs des Gegners, dass das schwere Verletzungen auslösen kann, das kann ja als bekannt vorausgesetzt werden. Und wer diese Videosequenzen gesehen hat, der weiß ja, dass das auch kein spontaner Kontrollverlust war. Was es auch noch mal schwierig macht in der Beurteilung. Aber ich glaube, es ist einfach für alle eine schreckliche Tragödie für seine Familie, für die Mannschaft und natürlich hat auch der Keeper seine Karriere dadurch komplett zerstört und vielleicht auch Teile seines Lebens. Das wird er nie wieder loswerden, dass er wahrscheinlich keine strafrechtlichen Konsequenzen zu befürchten hat. Das wird das öffentliche Urteil über ihn auch nicht milder ausfallen lassen. Also ich bin ziemlich sicher, dass das einer der tragischsten Unfälle oder auch vermeidbaren Unfälle der letzten und der nächsten Jahrzehnte bleiben wird. Also insofern schwierig zu beurteilen und sicherlich nicht so, dass man sofort das Fallbeil schwenken kann, aber klar ist eben auch, ein Mensch ist gestorben, so unnötig und. So brutal und so rücksichtslos auch, dass ich glaube, was du eben gesagt hast, also dass man Rücksichtslosigkeit als Kriterium viel stärker gewichtet bei solchen Einsätzen, das ist glaube ich überfällig. Ja, und vielleicht muss man auch ein bisschen davon abrücken, dieses schmunzelte, ja, ist ein Torwart, die haben ja gefühlt, haben die Ahle eine Meise, da bedimmt man sich mal auch ein bisschen mit verkehrt. Ich meine, dieses berühmte Olli-Kahn-Spiel in Dortmund, wo er wirklich den einen Spieler in den Hals gebissen hat und dem anderen Spieler mit gestreckten Beinen fast umgesenzt hat. Du musst halt wirklich bei Teutern unterscheiden zwischen springt der und hat deswegen das Knie automatisch angezogen und schützt sich auch so ein bisschen oder springst du eben wirklich mit angezogenen Knien in den Gegner rein. Das sind zwei völlig unterschiedliche Dinge. Und die musst du unterscheiden können als Schiedsrichter. Vielleicht musst du das auch nochmal bei Teutern schulen, dass du den ganz klar machen musst, pass mal auf, wenn du deinen Körper als Waffe einsetzt, um einen Stürmer mitzunehmen, um zu nieten, dann ist das eine rote Karte. Wenn du dich schützt, weil du gerade selbst angegangen bist, ist das was anderes. Aber das waren ja zwei völlig unterschiedliche Themen. Also der hat sich ja nicht geschützt, sondern der ist mit 30. 40 Meter Anlauf mit einem unfassbaren Tempo in diesen Gegner reingesprungen. Und das kann nur eine rote Karte und eine ganz, ganz, ganz lange Sperre geben. Und dann muss er halt wirklich sehen, wie er sich im Fußballerleben wieder zurechtfindet. Aber das wird schwierig. Das wird auf jeden Fall sehr, sehr schwierig. Aber wo wir gerade bei moralischen Fragen sind, können wir nochmal an ein anderes, Themengebiet auch arbeiten. Es gab unter der Woche große, große Aufregung über einen, den ich gar nicht mit dem Sportbereich so unbedingt zurechnen würde, der aber durch seine Vergangenheit als Sportreporter ja natürlich immer noch mit dem Fußball identifiziert wird. Stichwort Weizenbierwaldi und so weiter und so fort. Waldemar Hartmann, wir können daran noch mal kurz erinnern, hat einen dreckigen, rassistischen Tweet abgesetzt, in dem er verkündet hat, dass er eigentlich, sich nicht vorstellen kann und nicht möchte, dass die Bürgermeisterin einer großen deutschen Stadt Elif Erap heißt, was ja blanker und lupenreiner Rassismus ist, auch wenn er das hinterher von sich gewiesen hat. Und Arndt, ich habe mich so ein bisschen gefragt, wie geht man eigentlich damit um? Also mit solchen Zitaten. Spricht man darüber, verschafft man Waldemar Hartmann, der... Letztlich in den äußersten rechten Bereich des Lebens des Gesellschaftlichen abgedriftet ist, dadurch einfach noch eine größere Bühne. So richtig zu lösen ist das nicht. Ich bin auch geteilt. Ich glaube, wir sollten es auch gleich ignorieren, aber vielleicht kann mir jeder noch einmal so seine Einschätzung sagen. Gleich ignorieren wir es, aber jetzt reden wir nochmal drüber. Der Punkt ist, auch da spielen ganz, ganz kleine Kleinigkeiten rein in die Bewertung dieses Falles. Er hat das nicht in einer hektischen Diskussion mal eben gesagt und dann kann er es als unbedacht abtun, sondern er hat es geschrieben, er hat es getippt in einer Tastatur und hat dann auf Abschicken gedrückt. Das heißt, das war nicht so unbedacht, wie er es jetzt vielleicht gerne hinstellen möchte. Er hat sachliche Kritik zunächst geäußert an dieser Regierungsbildung, dieser sich anbahnenden, wenn man das so nennen möchte, die ja völlig legitim ist. Du kannst das ja alles scheiße finden, was da passiert. Du kannst es auch inhaltlich kritisieren, aber dann eben, und das als Ex-Journalist. Ich glaube, das Ex ist gerechtfertigt, so doof sein und mit diesem letzten Satz dann noch die eigene Geisteshaltung einfach nochmal unterstreichen und sagen, ja, aber im Grunde will ich einfach nur nicht, dass jemand, der so heißt, Bürgermeisterin wird. Das ist so selten dämlich und lässt so tief blicken, in welchen Bereichen er sich jetzt einfach rumtreibt, dass man sagen muss, okay, dadurch hat er natürlich alles konterkariert, was er vorher inhaltlich schreiben wollte und so dumm muss man erstmal sein. Ich glaube, ich habe für mich persönlich auch die Entscheidung getroffen, einfach gar nicht mehr über den reden zu wollen. Ist natürlich ein bisschen kurios, wenn wir das jetzt trotzdem nochmal tun, aber ich glaube... Man muss einfach mal sehen, dass der Typ eine total gescheiterte Existenz ist. Das ist ein komplex beladener Rassist, der seinen Lebensabend offensichtlich damit verbringen will, so Hass und Menschenfeindlichkeit überall zu verbreiten. Ich weiß auch, dass ohne unsere Aufregung, ohne unsere Tweets und unsere Empörung Hartmann eben mit seinem ganzen Hass auf einer ganz kleinen, schmutzigen und schlecht beleuchteten Bühne steht. Und im Publikum sitzen dann ausschließlich die Leute, die vor Hass und Komplexen auch nicht mehr gerade ausdenken können. Und wenn wir ihn nicht weiter verbreiten, erzählt er seiner ganzen Karlauer einfach so einem sehr überschaubaren Publikum von Wutbürgern und ost- wie westdeutschen Wendeverlierern. Und ich finde es eigentlich eine ganz schöne Vorstellung, dass er genau da bleibt, bei diesen ganzen Losern wie Julian Reichelt und Ralf Schuler und all den anderen, denen irgendwann in den nächsten Jahren einfach mal irgendjemand den Saft abdrehen wird, weil niemand ihren Hass und diese ganze Hetze hören möchte. Also auf den Tag freue ich mich. Ich versuche einfach mal bis dahin, solche Leute wie Walder Hartmann komplett zu ignorieren. Auch wenn es schwer fällt. Es fällt tatsächlich sehr schwer. Ja, ein letzter Gedanke noch. Ich glaube, der kommt von El Hotzo, der geschrieben hat, ey, Walder Hartmann könnte doch so ein entspanntes, schönes Leben haben. Der könnte als Walder Hartmann noch gelegentlich auftreten, so wie Kalli oder Peter Neuru oder so. Irgendwelche lustigen Walder-Weizenbier-Veranstaltungen machen, wo er sich sponsern lässt und so weiter. Könnte lustige, launige Fußballabende haben. Die Leute würden ihm applaudieren und so weiter. Und dann stattdessen verzichtet er sich in diese Julian-Reichelt-Ecke. Und muss jetzt leider der Waldi Hartmann sein, der er jetzt ist. Und damit ist er, glaube ich, schon genug gestraft. Exakt. Das finde ich tatsächlich auch, dass er sich ja einfach auf eine Bühne stellen könnte. Mare Barstmann mit seinen ganzen erfundenen Geschichten, dass er nie verletzt war. Und wie damals bei Wetter Bremen, bin ich mit meinem Cabrio, bin ich dann auf den Platz gefahren, hab dreimal gehupt und dann durfte ich wieder nach Hause fahren. Sowas kann er doch auch erzählen. Macht er aber nichts, sondern vergießt die ganze Zeit seine bescheuerte Hetze hinter sich. Das ist einfach kurios und auch ökonomisch nicht unbedingt klug. Naja, apropos, wollen wir, ja, wollen wir dich jetzt in den, wir sind jetzt ein bisschen in den leichteren Teil gegangen nach schwierigen Themen. Und jetzt sollten wir es richtig auch leichtfüßig ausklingen lassen mit dem Leichtfüßigsten, den wir in unserer Runde haben. Also keiner tänzelt so wunderschön wie wir, das ist ja nicht unser Ding, aber das ist das Ding von dem Mann, der immer mit dieser Musik konfrontiert. Tim, da bist du ja. Da ist er. Moin. Ja, Mensch. Ich bin hier reingeflogen. Reingeschwebt, würde ich mal sagen. So. Ja, ich habe ein bisschen auf ein leichteres Thema gewartet, um mich hier einzuklinken. Aber leicht ist das Thema auch nicht. Das ist auch ein Scheiß-Thema. Okay, ein leichtes Scheiß-Thema. Ich komme mit einem tollen Thema heute mal. Ja. Wir haben nämlich mal Glückwünsche. Oh. Das haben wir auch ganz selten. Nämlich hat uns unser Leser Julian einen Hinweis gegeben, dass Tino Zippel einen neuen Job hat. Ja. Tino Zippel wird neuer Chefredakteur der Ostthüringer Zeitung, OTZ. Er übernimmt die Leitung von Nils Karwig, der künftig die Thüringer Allgemeine, TA, als Chefredakteur führt. Zippel arbeitet seit mehr als 20 Jahren bei der OTZ. Seit 2017 war er stellvertretender Chefredakteur. Warum erzähle ich das? Weil Tino Zippel ein großer Freund dieses Podcasts ist. Ich erinnere mal an den großen Bratwurststreit. Und umgekehrt, und umgekehrt, und umgekehrt. Ja, der damals im Bratwurstfrieden von Sömer da mündete. Falls ihr das nochmal nachhören wollt, falls ihr das alles nicht kennt, meiner Meinung nach war das die Sternstunde dieses Podcasts. Aufbruchstimmung und Bratwurstfrieden vom 22. November 2023, da hört ihr die ganze Geschichte. Ist es nicht schön? Jetzt muss ich aber nochmal was sagen. Dieser Bratwurstfrieden ist ja durch Arndt bei seinem Auftritt in Erfurt, und ich möchte, dass wir das jetzt nochmal kurz hören, gefährdet worden. Wir hatten quasi einen 30-jährigen Bratwurstfrieden schon ausgehandelt. Und dann kommt der liebe Arndt nach Erfurt und trägt wie folgt vor. Ja, und dann bin ich ja wirklich auch sehr unangenehm reingezogen worden von meinem Kollegen Philipp Köster. In die mittlerweile legendäre Thüringer Rostbratwurst-Kontroverse von 2023. In deren Verlauf ja Philipp Köster. Behauptet hat, die würden nicht schmecken. Und ich habe gesagt, ich esse sie gerne. Das war ja schon fast eine Kriegserklärung. Wie das Publikum gegen mich aufgehetzt worden ist, dass ich nicht mehr in der Erfurt kann. Da werde ich wahrscheinlich mit Thüringer Bratwürsten beschwissen. Aber ich frage mich so ein bisschen, Tino Zippel wird sich auf den Job beworben haben. Glaubst du, dass er so die ganze Bratwurst-Kontroverse, dass er die in seinen Bewerbungsunterlagen dabei hatte? Vielleicht so ein bisschen mit Senf besprenkelt? Also er ist natürlich eine steile Karriere, jetzt bei der OTZ von ganz oben zu grüßen. Er lacht jetzt alle aus. Also ich weiß jetzt nicht, ob das für seine Bewerbung am Ende noch siegbringend war. Aber auf jeden Fall wird es in seiner, also wenn er mal, ich weiß nicht, ob er einen Wikipedia-Eintrag hat, aber das wird auf jeden Fall, im Prinzip, in seiner Vita wird das ganz, ganz ein gleißender. Flirrender Erfolg sein, dass er diese Sache mit uns erleben durfte. Also das wird nicht wieder wegzubekommen sein. Arndt, das mache ich jetzt. Du schreibst deinen Wikipedia-Eintrag. Ich werde jetzt unter meinem Pseudonym Maulwurf oder Möwe, werde ich jetzt deinen Wikipedia-Eintrag einfach ersetzen. Wenn er einen hat und ich lege einen an, ich lege einen Wikipedia-Eintrag für Tino Zippel an und werde die Beratungs-Kontroverse quasi als Centerpiece seines Lebens nochmal verewigen. In diesem Moment googeln. Read my lips. Tino Zippel aus Thüringen. Aber hat er jemals dieses Friedensangebot jemals angenommen, offiziell? Nein, er ist doch gar nicht der, er war ja der Brandbeschleuniger. Der große Krieg ist ja zwischen mir. Pass auf, der große Bratwurstkrieg, ich kann das gerade für die jüngeren Leute, die nicht wie uns die beiden Weltkriege noch erlebt haben, nochmal nachvollziehen. Also, es war die große Frage, welche Bratwurst ist die beste? Und ich als alter Ost-Westfale sage natürlich die von Dönninghaus oder die von Spengemann, das sind die echten Bratwürste und das, was da in Thüringen gemacht wird, der klassische Rentnerpimmel, der Phosphatschlauch, die Luftpumpe, solche Sachen, das ist keine echte Bratwurst. Daraufhin, ganz Thüringen in Aufruhr. Und ich möchte mal sagen, der damalige Ressortleiter der OTZ, T. Zippel, hat damals Brandbeschleuniger hineingeworfen. Der Bratwurstkrieg tobt weiter, jetzt eskaliert der Bratwurstkrieg. Solche Schlagzeilen musste ich ja lesen. Deswegen fahre ich auch nicht mehr in den Osten. Ja, ja. Nun gut. Ja, ja, ja. Absolut. Ja, aber er hat sich ja nie offiziell geäußert. Er hat da wirklich nur gegen gehetzt. Nur gegen diesen Podcast geschossen. Und wir haben ja wirklich die Hand ausgestreckt. Aber es ist nichts passiert. Weißt du, wie der dicke Kohl damals gesagt hat? Die Hand, die segnet, wird gebissen. Hat ihm ja nicht geschadet. Hat ihm ja nicht geschadet. Ist jetzt ja ganz oben. Hat sich nach oben gebuckelt, der Zippel. Aber dass es zehn Jahre gedauert hat vom Stellvertretenden zum Chefredakteur, kann das nicht sein, dass der Bratwurstkrieg ihm sogar noch geschadet hat? Vielleicht war das eine Ehrebremse für ihn, dass alle gedacht haben, oh, da hat er sich aber nicht gut verhalten, der Tino Zippel. Johannes Rau hat auch gesagt, versöhnen statt spalten, das ist immer mein Motto gewesen. Nun gut, ihr Lieben, Möwe an Maulwurf. Wie wäre dein CB-Funkname, lieber Tim? Kastanienmann. Wieso denn Kastanienmann? Keine Ahnung. Wie mau ist das denn? Warum Möwe, warum Maulwurf? Tim, das wirst du jetzt nicht wieder los. Ich werde jetzt gleich umgehen, eine Kastanienmann-Kennung bauen für dich. Hey, CB-Funker Kastanienmann. Oh, mal weggedrückt. Möwe an Maulwurf. Wer ist Kastanienmann? Ich denke mir einen guten CB-Funk-Namen für dich aus. Oder liebe Hörer, wenn ihr das hört, denkt euch doch mal einen schönen CB-Funk-Namen für Frimm.de über Ränke aus. Liebe Freunde, ich gucke auf mein Zeiteisen, auf meine Uhr und stelle fest, es wird nicht mehr besser. Besser wird es doch nicht mehr. Wir fahren jetzt alle nach Thüringen, nach Erfurt, zur OTZ, zu Tino Zippel und begrüßen ihn zu seiner Beförderung und verabschieden uns bis nächste Woche. Dann ist Länderspielpause. Das wird Spannend, ich freu mich schon. Bis dahin, ihr Lieben. Ciao! Macht's gut, haut rein! Danke euch, danke, danke, danke. Tschüss! Dankeschön! Dankeschön! Bitteschön, Fertig! Danke! Wir bedanken uns ganz herzlich bei uns. Ja, vielen Dank, meine Herren! Danke, danke! Bitteschön! Dankeschön! Bitteschön! Vielen Dank, Oliver Kahn! Ja, danke auch für den Stress. Vielen herzlichen Dank dafür. Dankeschön, vielen herzlichen Dank. Bitte sehr. Dankeschön. Ja, Dankeschön. Bitteschön. Ja, Dankeschön, danke. Ich bitte Sie. Also, ja, ich danke Ihnen. Vielen herzlichen Dank. Danke, bitte. Bitte, danke. Ja, vielen Dank. Danke, Erik. Ja, vielen Dank, Jens. Danke, das genügt, sagen wir und mit uns die deutsche Mannschaft. Dankeschön, Dankeschön, tschüss, geht zusammen. Ich habe heute schon gedankt. Ich komme mit der Dankfüllung, die noch im Dank ist nach Salzburg. Das war Zeigler und Köster, der Fußball-Podcast von Elf Freunde. Ihr hörtet eine Produktion im Auftrag von RTL+. Unser Redakteur im Studio heißt Tim Pomerenke, Audioproduzentin und Sprecherin Henni Koch und am Mikrofon saßen bei Zeigler und Köster wenig überraschend Arndt Zeigler und Philipp Köster. Das hat Spaß gemacht!