Der Nahostkrieg macht sich in Europa längst nicht nur an der Tankstelle bemerkbar. Auf einem britischen Militärstützpunkt in Zypern schlägt vergangene Woche eine Schahed-Drohne aus dem Libanon ein. Der europäische Inselstaat ist alarmiert und streitet über die ausländische Militärpräsenz im Land und den Schutzschirm der NATO. Darum geht es jetzt hier im Wieder was gelernt Podcast von NTV. Ich bin Kevin Schulte, sage Danke fürs Zuhören. Abonnieren Sie den Podcast auch gerne und hinterlassen Sie 5 Sterne bei Spotify und bei Apple Podcasts. Vielen Dank dafür und jetzt geht's rein in die neue Folge über Zypern.

Vergangene Woche Montag erreicht der Nahostkonflikt Zypern. Eine iranische Drohne schlägt auf der Mittelmeerinsel ein. Sie trifft den britischen Militärstützpunkt Akrotiri. Zwei weitere Drohnen ebenfalls auf dem Weg Richtung Zypern werden erfolgreich abgefangen. Ermittlungen ergeben später, dass sie aus dem Libanon abgefeuert wurden. Höchstwahrscheinlich sei die Hisbollah-Miliz für die Angriffe verantwortlich, also ein enger Proxy des Iran, heißt es aus zypriotischen Regierungskreisen. Niemand kommt zu Schaden bei dem Angriff. Die Drohne vom Typ Schehet hinterlässt nur geringfügige Schäden, insbesondere an einer Landebahn. Außerdem klafft ein Loch im Dach eines Hangars. Dennoch ist der Inselstaat sofort alarmiert und mit Zypern der ganze Rest Europas. Denn Zypern gehört zur Europäischen Union und hat derzeit die Ratspräsidentschaft inne. Die für diesen Monat geplanten Sitzungen der Minister der Regierungen sollen entweder verschoben werden oder online stattfinden.

Griechenland entsendete unmittelbar nach dem Drohnenangriff zwei Fregatten und vier F-16-Kampfjets nach Zypern. Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien, die Niederlande und Deutschland beteiligen sich ebenfalls am Schutz der Insel. Am Montag traf die deutsche Fregatte Nordrhein-Westfalen im Hafen von Limassol ein. Das Schiff legt jedoch nur einen Zwischenstopp ein. Die Fregatte ist auf dem Weg zum UN-Libanon-Einsatz im Mittelmeer und macht jetzt kurzfristig Halt beim europäischen Inselstaat. Sollte Zypern Hilfe brauchen, werde Deutschland aber zu einem Militäreinsatz bereit sein, sagte Bundesaußenminister Johann Wadephul Anfang der Woche bei einem Treffen mit seinem Amtskollegen Konstantinos Kombos. Wenn es eine Necessity gab, und unsere Cyprus-Franche werden uns wissen, dass es eine ist, dann wird Deutschland bereit sein, hier zu engagieren. But for the time being, our assessment is that the engagement of our friends here from the other European countries in the Mediterranean are.

Was gerade jetzt braucht und was für die Zukunft der Situation für Cyprus und andere Länder ist. Zypern ist ein geteiltes Land. Die griechischstämmigen Zyprioten leben im etwas größeren Südteil der Insel. Das ist die Republik Zypern. Der kleinere Norden wird von der Türkei kontrolliert. In der türkischen Republik Nordzypern leben türkischstämmige Zyprioten. Der Norden ist, anders als der Süden, kein anerkannter Staat, sondern völkerrechtlich Teil der Republik Zypern. Seit dem Jahr 1974 besetzt die Türkei den nördlichen Teil Zyperns. Das war damals eine Reaktion auf einen Putschversuch griechischstämmiger Offiziere. Der Putsch hatte die Annexion Zyperns durch Griechenland zum Ziel. Zwischen den beiden Landesteilen Zyperns befindet sich seit 1974 eine von den UN-kontrollierten Pufferzone. Die Hauptstadt Nicosia ist seitdem eine geteilte Stadt. Zypern ist kein NATO-Mitglied, aber Teil der Europäischen Union. Wer Zypern angreift, der greift Europa an, sagte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bei einem Besuch der Insel in dieser Woche. Die Verteidigung Zyperns sei eine europäische Angelegenheit. Frankreich werde zum Schutz mehrere Fregattenhubschrauber und ein Flugzeugträger ins östliche Mittelmeer schicken. Venir hier mit dem Premierminister der Gräste mit Ihnen zu sagen, dass wenn Chypre ist, die Europa ist, die ist.

Und dass die Befüge der Chypre ist natürlich eine wichtige Frage für Ihr Land, für Ihr Wesen, Ihr Freund und Ami, die Gräste, aber auch für die France und die Europäische Union.

Nicht erst seit dem Drohnenangriff der Hezbollah ist Zypern ein stark militarisierter Ort. Großbritannien bis 1960 Kolonialmacht in Zypern und hält gleich zwei Militärbasen auf der Insel. In Akrotiri in der Nähe der großen Hafenstadt Limassol und in Dekeli am Osten, direkt an der Grenze zum türkisch kontrollierten Teil Zyperns.

Beide Stützpunkte sind offiziell britische Überseegebiete. Deshalb sieht die zyprische Regierung in dem Drohnenangriff kein Angriff auf das eigene Land, sondern ein Angriff auf einen britischen Stützpunkt. Zypern sei nicht in den Irankonflikt verwickelt, sagt die zyprische Regierung. Zypern ist bemüht, den Nahostkrieg nicht ins eigene Land zu transportieren, denn das Land lebt vom Tourismus und möchte natürlich verhindern, dass Urlauber die Insel aus Angst verlassen oder gar nicht erst betreten. Allgemein ist die Stimmung in Zypern gemischt, was die britische Militärpräsenz anbetrifft. Die Basen sind seit Jahren Streitthema. Am Wochenende gab es in der Hauptstadt Nicosia eine kleine Demonstration gegen die Basen. Ein paar hundert Teilnehmer forderten die Briten zum Rückzug auf. Genauso wie wir von der türkischen Regierung besetzt sind, sind wir auch vom Vereinigten Königreich besetzt, zitiert die BBC eine Demonstrantin. Allein ihre Anwesenheit macht uns zu einem größeren Ziel, meint eine andere. Das britische Verteidigungsministerium teilte gegenüber der BBC mit, dass die Militärstützpunkte eine, Zitat, entscheidende Rolle spielen für die Sicherheit britischer Bürger und unserer Verbündeten im Mittelmeerraum und im Nahen Osten.

Ministerpräsident Kirstama kündigte die Entsendung des Zerstörers HMS Dragon an. Der Sekretär ist auf der Grund in Cyprus, gerade jetzt, um unsere Arbeit und unsere sehr verehrten Servicemen und Frauen zu treffen.

Wir deployen HMS Dragan zu den Mediterraneanern. Und wir haben die USA zu benutzen, die britische Basis zu machen, um die Gefahrzeugung zu machen, um die iranischen Missiles zu nehmen, bevor sie auf unsere Leute und unsere Allies werden. Wir werden diese Behandlung über die britische Leute in der Region und unsere Allies halten.

Starmer gab außerdem den USA die Erlaubnis, die britischen Stützpunkte für Defensivoperationen im Krieg gegen den Iran zu nutzen. Man werde den Schutzschild für die britischen Bürger in der Region und die Verbündeten aufrechterhalten. Doch wer schützt Zypern? Diese Frage stellen sich auch die Bewohnerinnen und Bewohner der Insel. Nicht wenige sagen, der russische Angriff auf die Ukraine zeigt deutlich, dass die Europäische Union trotz aller blumiger Worte von Frankreich und Deutschland im Zweifel nicht kann. Dafür braucht man die USA an seiner Seite. Könnte der Iran-Krieg also jetzt dafür sorgen, dass Zypern sein Schicksal in die eigenen Hände nimmt und in die NATO eintritt? Zuletzt hat sich der einflussreiche Politiker Margareta Skinas dafür stark gemacht. Ein NATO-Beitritt würde die Aussichten auf Stabilität erheblich verbessern, sagte der frühere Vizepräsident der Europäischen Kommission. Es sei der richtige Zeitpunkt dafür, den NATO-Beitritt zu beantragen. Zypern sei derzeit das einzige Nicht-NATO-Land an der Front dieser geopolitischen Turbulenzen. Der amtierende zyprische Präsident Nikos Christo Dolides hatte schon Ende vergangenen Jahres einen NATO-Beitritt als natürliche Entwicklung bewertet. Wenn es möglich wäre, würden wir sogar morgen schon einen Antrag einreichen, sagte der Präsident kürzlich dem griechischen TV-Sender Sky.

Doch es gibt einen gewaltigen Haken. Über neue Mitglieder muss bekanntlich die NATO einstimmig entscheiden. Und da ist das Problem, denn die Türkei legt ihr Veto ein. Ankara erkennt die Republik Zypern nicht an, fordert zunächst eine Lösung im Zypern-Konflikt. Die Türkei will eine Zwei-Staaten-Lösung erreichen. Die Republik Zypern dagegen setzt auf eine Wiedervereinigung beider Landesteile.

Das war wieder was gelernt über Zypern, die iranischen Drohnenangriffe auf die britischen Stützpunkte und die Reaktion Zyperns darauf. Danke fürs Zuhören. Ich bin Kevin Schulte, sage Tschüss und auf Wiederhören. Bis zum nächsten Mal. Vielen Dank.