Hallo und herzlich willkommen zu Das gewünschteste Wunschkind, der Podcast mit Daniel Graf und Katja Seide. Kommunikation ist etwas, das wir alle jeden Tag tun. Wir reden mit unseren Kindern, mit unserem Partner oder unserer Partnerin, mit Freunden, mit Kolleginnen und Kollegen und trotzdem merken viele Eltern irgendwann, irgendwie reden wir zwar viel miteinander, aber wir verstehen uns nicht immer wirklich. Konflikte eskalieren schneller, als uns lieb ist und Kinder fühlen sich häufig nicht gehört, Eltern fühlen sich überfordert und am Ende bleiben auf beiden Seiten Frust und Missverständnisse zurück. Viele von uns haben selbst nie gelernt, wie Kommunikation eigentlich funktionieren kann, wenn sie wirklich verbindend sein soll. Wir greifen auf das zurück, was wir selbst erlebt haben. Manchmal funktioniert es gut, aber manchmal merken wir auch, dass wir eigentlich einen ganz anderen Umgang miteinander möchten. Heute sprechen wir über Kommunikation in Familien und über einen Ansatz, der vielen Eltern hilft, Konflikte anders zu betrachten und Gespräche bewusster zu führen. Das Gordon-Kommunikationsmodell. Dabei geht es unter anderem um aktives Zuhören, um Bedürfnisse hinter dem Verhalten und um Wege, Konflikte ohne Machtkämpfe zu lösen. Darüber sprechen wir heute mit Anne-Sophia Hart, die sich als Gordon-Familienbegleiterin intensiv mit diesem Modell beschäftigt und Familien dabei begleitet, ihre Kommunikation zu verändern. Schön, dass du da bist, Anne. Ja, hi, ich freue mich dabei zu sein. Anne, Kommunikation ist ein Thema, das dich schon ganz lange begleitet. Warum ist sie denn für dich persönlich so wichtig geworden? Naja, Paul Watzlawick hat schon gesagt, man kann nicht nicht kommunizieren. Das heißt, überall im Alltag begegnet uns Kommunikation, wie du auch gerade eingangs ja gesagt hast. Und ich habe für mich gemerkt, ich kann über Kommunikation Beziehungsbrücken bauen, indem ich sie zum einen aufbauen kann, zum anderen instand halten kann. Und selbst wenn sich Risse bilden oder sie sogar droht einzustürzen, habe ich die Möglichkeit, über wertschätzende Kommunikation diese zu reparieren, zu stabilisieren. Und auch, dass Erziehung, rein über die Kommunikation möglich ist. Weil, ja, Erziehung über Beziehung. Okay. Und gab es für dich denn jetzt einen speziellen Moment, bei dem du gemerkt hast, ich möchte für meine Familie und vielleicht auch für mich selbst eine andere Art des Sprechens und des Miteinanders? Naja, sagen wir so, die Geburt unseres ersten Kindes hat so ziemlich unser Leben auf den Kopf gestellt. Also das war ja eine sehr große Durchwurschelung. Und es war, ja, ich wollte vieles anders machen, irgendwie schon, ich wusste aber nicht so genau wie und. Es gab jetzt nicht so den die Engel singen Halleluja Moment, dass ich sage, boah, es ist die Kommunikation, die anders laufen muss, sondern ich habe naja, ich habe mich ganz viel mit so, bindungsorientierten Themen, Bereichen und ja, was Entwicklungsschritte angeht, geschaut und hat schon in der Schwangerschaft angefangen, der Geburtsort, wir hatten drei wunderschöne Hausgeburten und dann, ja, stillen, tragen, brei frei, wo soll mein Kind später betreut werden und ja, irgendwie immer bedürfnisorientiert, bindungsorientiert, das wollte ich machen, aber das Wie hat oft gefehlt und vor allen Dingen dann, als dann das zweite Kind da war, Das nur zwei Jahre später kam und dann so Spielplatzsituationen mit so einem Drei- und einem Einjährigen herausfordernd wurden. So Gefühlsschleifen dann, wenn man dann nach Hause gehen wollte. Und ja, was habe ich dann gemacht? Also ich wollte ja bedürfnisorientiert sein. Also sind wir auf dem Spielplatz geblieben, bis ich dann irgendwann gesagt habe, nee, wir sind jetzt doch gepackt und rein. Und habe gemerkt, nee, das ist es nicht. Das möchte ich nicht. Und habe dann auch viele Impulse und mir hier das angehört und da geschaut. Und ja, es hat dann manchmal geklappt und ich dachte, yes, jetzt habe ich das Wundermittel entdeckt. Und beim nächsten Mal hat das dann wieder nicht schon funktioniert. Es gibt leider keins. Ja, und dass es letztendlich, wie gesagt, die Kommunikation wirklich wird, das war mir gar nicht so bewusst. Wenn du jetzt ein bisschen zurückblickst, welche Erfahrungen aus deiner eigenen Kindheit oder vielleicht auch aus deiner Ausbildung haben dich denn besonders geprägt? Also wenn ich so zurückblicke, habe ich häufig den Satz, diskutiere nicht so im Kopf. Und ja, ich habe auch ganz prägnant eine Situation, als ich mal zu meinen Eltern gesagt habe, ich hasse euch. Und was dann passiert ist, werde ich jetzt nicht erläutern. Es war aber auf jeden Fall sehr viel Machtanwendung dabei und ich habe mich unglaublich unverstanden häufig gefühlt, was nicht bedeutet. Also meine Eltern haben meine Geschwister und mich so liebevoll begleitet, wie es ihnen möglich war und ich mache dem auch überhaupt gar keinen Vorwurf. Und gleichzeitig hat es bei mir natürlich auch irgendwie Glaubenssätze. Meine Meinung zählt nicht, ich bin nicht gut, so wie ich bin. Ich bin falsch, haben sich eingenistet irgendwie und habe dann gemerkt, wenn ich mich so verhalte, wie andere das gut finden, dann klappt das anscheinend. Also ich habe mich quasi von der Bewertung anderer abhängig gemacht. Also angepasst quasi? Ja, ich habe mich angepasst und habe dann... Ja, gemerkt mit innerer Arbeit und das kann man auch mit den Kindern letztendlich sich da anders auch mit sich selber auseinanderzusetzen, habe dann gemerkt, ah, okay. Vor allen Dingen dann, als ich mich mit dem Kommunikationsmodell beschäftigt habe und die Ausbildung gestartet habe, ich bin gar nicht für das Glück anderer verantwortlich und ich habe auch nicht die Verantwortung für die Gefühle anderer, sondern für meine eigenen. Und das hat für mich auf jeden Fall auch das sehr geprägt, sodass ich dann mehr an meinem Herzenswunsch. Ich habe vorher einen Job gemacht, den ich auch total toll fand, weil es mich interessiert hat, weil Wissbegierde und Neugier gehören so zu mir. Und gleichzeitig war es eine Sicherheit. Und ja, je mehr ich mich mit mir selber beschäftigt habe, desto kreativer wurde ich quasi. Und so habe ich das Fotografieren angefangen. Ich habe viel gemalt. Ich habe jetzt wertevolle Produkte und so. Also ich konnte da auch ganz viel machen. Also ja, zum einen die Prägung aus der Kindheit und zum anderen, dass man das auch nochmal anders betrachten kann. Und wie bist du dann schließlich zum Gordon-Kommunikationsmodell gekommen? Ja, vor ein paar Jahren hat eine gute Freundin mir so ein Buch in die Hand gedrückt und ich bin mir nicht sicher, ob ihr das kennt. Das gewünschleste Wunschkind aller Zeiten treibt mich in den Wahnsinn. Ja, habe ich schon mal von gehört. Und ich muss sagen, es hat mich ja unglaublich gecatcht. Ich hatte euch ja auch geschrieben, es hat so viele Aha-Momente auch bei mir ausgelöst gehabt und, An dieser Stelle auch da der Dank, weil es mir da einen ganz neuen Lebensweg quasi geöffnet hat. Ach, wie schön. Gleichzeitig mag ich dazu sagen, dass es darin dann doch etwas gab, was mich dann noch mehr gecatcht hat. Und zwar, als ihr das aktive Zuhören beschrieben habt. Ja, ja, sage ich auch immer wieder in meinen Vorträgen, es ist so genial, unbedingt ausprobieren. Das kann mir so viel geben. Und ich habe, lustigerweise, ich habe das jetzt nochmal nachgelesen, und ich konnte mich an die Namen vorher noch daran erinnern. Also es hat mich so gepackt gehabt, dass ich die Beispielnamen noch wusste. Und das ist sechs Jahre her. Das ist krass, also ich weiß sie nicht mehr. Oder fünf, ja. Und das war dann sehr einprägsam und habe dann ein paar Seiten weitergelesen. Ja, wer mehr dazu lesen möchte, den können wir die Familienkonferenz von Thomas Gordon ans Herz legen. Und ja, so schnell, ich glaube, ich hatte euer Buch noch in die Hand, da habe ich es bestellt gehabt. Ich wollte mehr. Also das war wirklich total, ja, hat mich ganz gepackt. Okay. Für viele unserer HörerInnen ist das vielleicht jetzt aber noch ganz, ganz neu. Kannst du mal kurz erklären, worum es beim Morgan-Gordon-Modell grundsätzlich geht? Ich versuche es kurz. Du kannst es auch gerne lang machen. Kein Problem. Thomas Gordon war ein amerikanischer Psychologe, der in den 60er Jahren dieses Kommunikationsmodell, worüber wir jetzt heute sprechen, entwickelt hat, was auf den wissenschaftlichen Grundlagen der humanistischen Psychologie von Carl Rogers basiert. Und er wurde dreimal sogar für den Friedensnobelpreis nominiert und sein Programm wird in 55 Ländern weltweit unterrichtet. Das finde ich schon sehr beachtlich. Ja krass, da habe ich gleich Gänsehaut. Thomas Gordon hat gesagt, Kommunikation ist der Schlüssel zu Beziehungen, die auf Vertrauen und gegenseitigem Respekt basieren. Und ja, die Haltung hinter diesem Modell könnte zusammengefasst als Sprache der Annahme gesehen werden. Das heißt, ich blicke wertfrei auf Situationen und habe die Annahme, dass hinter jedem Verhalten ein unerfülltes Bedürfnis steckt. Das heißt, mein Gegenüber hat einen für sich guten Grund, warum er das tut, was er gerade tut. Und dass meine und deine Bedürfnisse gleich wichtig sind. Dann ist auch, dass es eine Kernfrage in dem Modell gibt. Und zwar, wer besitzt das Problem? Beziehungsweise, wer besitzt das Problem zuerst? Und anhand dessen kann ich dann Kommunikationswerkzeuge anwenden, um in jeglicher Situation mir weiterzuhelfen. Was unterscheidet denn dieser Ansatz aus deiner Sicht von anderen Kommunikationskonzepten, die Eltern vielleicht schon kennen? Also ich finde, dass die Sicht auf Verhalten und dass das dann nochmal tiefer hinterblickt wird, da einen Unterschied macht. Und zwar, wenn wir uns vorstellen, wir sind im Haus und schauen durch ein Fenster und beobachten beispielsweise unsere Kinder. und telefonieren währenddessen mit unserem Lieblingsmenschen. Und ja, was machen die Kinder? Was ist deren Verhalten? Damit die andere Person weiß, was wir wirklich sehen. Also Verhalten ist nur das, was wir sehen und fotografieren könnten oder was wir hören und aufnehmen könnten. Das heißt, alles andere, was ich dann da hineingebe, sind meine Interpretationen. Das sind meine Erfahrungswerte, das sind meine Kindheitsmuster, Glaubenssätze. Wir können uns das vorstellen wie so ein Eisberg. Also man kann ja nur so 20 Prozent von einem Eisberg oberhalb des Wassers sehen und alles darunter, das sind noch 80 Prozent. Ich meine, hätte die Titanic es früher gewusst, dass es so ist, wäre auch ein Unglück nicht passiert. Und so ist das ja auch bei uns. Also das Verhalten, was wir sehen, ist geprägt von dem, was unter der Oberfläche ist. Und das gilt auch für jeden. Also es gilt für mich, es gilt für mein Gegenüber. Und wenn ich dann Situationen beobachte, dann kann es sein, dass mein eigener Eisberg unter der Oberfläche da Interpretationen reingibt. Und dabei ist es leichter, dann den Problembesitz zu definieren, wenn ich diese Situation wertfrei betrachte. Und zwar, ja, ich betrachte dann diese Kinder und habe am Telefon dann meinen Lieblingsmenschen und plötzlich wird es zum Beispiel draußen laut. Ich sehe dann, wie das eine totalen roten Kopf bekommt, anfängt aufgewühlt zu sein. Wer besitzt dann das Problem? Und nicht, oh Gott, ich muss da dazwischen krätschen und sonstiges, sondern ich kann direkt ein bisschen mit Abstand die Situation betrachten. Oder was ist, wenn ich beobachte, da nimmt ein Kind eine Schere und schneidet die frisch gesetzten Pflanzen ab. Wer besitzt dann das Problem? Und ja, es geht darum, das wertfrei zu beschreiben. Das heißt nicht, dass wir damit immer einverstanden sein müssen, auf gar keinen Fall. Nur Thomas Gordon hat definiert, wenn wir uns anschauen, wer besitzt denn das Problem, dann hat er das Verhaltensfenster, deswegen hatte ich das eben so versucht, ein bisschen zu bildlich zu verdeutlichen. Das Verhaltensfenster hat er definiert und zwar entweder mein Gegenüber hat das Problem, also ich sehe Kind, das fängt an zu weinen. Es gibt kein Problem, wie davor, als ich die Kinder einfach nur beobachtet habe. Dann, ich habe ein Problem und zwar, dass meine Pflanzen, die ich teuer bezahlt habe, abgeschnitten werden und kein Gemüse wachsen kann. Oder wir beide haben ein Problem. Und wenn ich diese Diagnosen stellen kann, dann kann ich darauf aufbauen, welche Werkzeuge ich benutze in dieser jeweiligen Situation. Jetzt hast du vorhin gesagt, das fand ich ganz spannend, dass du durch die Beschäftigung mit dem Modell vor allem deine innere Haltung verändert hast. Kannst du das nochmal ein bisschen genauer erklären? Ja, also grundsätzlich meine ich damit, dass ich jetzt eine Sprache der Annahme spreche. Also so wie ich das eben quasi als Grundkonzept von dem Modell auch gesagt habe. Das heißt, ich gehe immer davon aus, dass dein Verhalten deine bestmögliche Strategie oder Lösung zeigt für dein unerfülltes Bedürfnis. Und genauso gilt das auch für mich. Also mein Verhalten zeigt meine bestmögliche Strategie für mein unerfülltes Bedürfnis. Und dadurch trenne ich das Verhalten von der Person. Das heißt, du bist gut, so wie du bist. Und gleichzeitig macht mir vielleicht dein Verhalten gerade ein Problem. Und genauso, wenn du ein Problem hast, dann lasse ich die Verantwortung bei dir und mache es nicht zu meinem. Welche Kommunikationswerktage gehören denn konkret zum Gordon-Modell und wie werden sie im Alltag eingesetzt? Das Gordon-Kommunikationsmodell fußt auf fünf Säulen. Und zwar zum einen dem aktiven Zuhören. Also ich möchte dich verstehen. Dann Ich-Botschaften. Das heißt, ich spreche über mich. Ich bin präventiv, ich mache Beziehungsarbeit und teile auch mit, wenn mich etwas stört. Dazu lade ich mein Gegenüber ein, aus Empathie dann sein Verhalten möglicherweise zu ändern. Dann die dritte Säule wäre Umschalten. Das heißt, wie gehe ich mit diesem Widerstand, der sich möglicherweise tut, um, weil es vielleicht dann gegenseitiges Verstehen braucht. Und dann die niederlagelose Methode, das ist so das Herzstück, sage ich mal, dass wenn dieses gegenseitige Verstehen nicht ausreicht, sondern da tiefer noch was dahinter steckt, da die unerfüllten Bedürfnisse doch etwas stärker wahrgenommen werden müssen, als rein über die Lösung zu sprechen. Dann können wir schauen, was können wir denn tun, dass es uns beiden gut geht. Und dann die fünfte Säule ist das Verhaltensfenster, was diese Verhaltensfälle, vier Werkzeuge oder Hauptwerkzeuge da so zusammenpackt. Und im Alltag, bei mir ist es mittlerweile so, dass ich da nicht drüber nachdenke. Ja, man verinnerlicht das, ne? Es ist total verinnerlicht. Und ich habe beispielsweise heute Morgen, habe ich bestimmt schon fünfmal aktiv zugehört, eine Mini-Methode 3 gemacht, umgeschaltet, weil mich etwas gestört hatte. Ich habe mich mitgeteilt. Also es ist ständig so. Es ist beispielsweise ja dann, ich will nicht in die Schule. Das kennen wir gar nicht. Ja, das ist ja, hm. Und dann das aktive Zuhören. Ah, du magst lieber gerade zu Hause bleiben. Das war dann der Erste. Ich habe drei Jungs und der Erste ist in der zweiten Klasse. Dann habe ich ein Kindergartenkind, was dann auch sagt, ich will nicht in den Kindergarten. Das nächste war aktives Zuhören. Juhu! Und es klärt sich, also ich meine wirklich Juhu im Sinne von, dass es sich dann löst und wir mit unterschiedlichen Vorstellungen wie unser Morgen vielleicht ablaufen könnte und es möglicherweise doch für einen Konflikt, wir doch dann Lösungen finden und es uns gut geht. Okay, spannend. Das quasi sind Werkzeuge, wenn man jetzt das Wort Werkzeuge hört. Dann könnte man ja vielleicht denken, wenn ich das jetzt einmal gelernt habe, dann klappt Kommunikation automatisch besser. Funktioniert es denn so einfach? Ich fürchte leider nicht, oder? Also viele, die Gordon Trainings besucht haben, also Kursteilnehmer, Kursteilnehmerinnen, die berichten schon, dass sich Situationen auf einmal ganz anders gezeigt haben, Und dass sie auf einmal verbundener sich mit ihren Kindern fühlen. Also gerade aktives Zuhören wird als absoluter Gamechanger. Rückgemeldet. Und wenn die Methode 3, ich sag mal, geklappt hat, dann ist es auch total mega. Was vielen Schwierigkeiten bereitet, sind die Ich-Botschaften. Also das wirklich mal über sich selber nachzudenken. Was will ich eigentlich? Was brauche ich? Und ich soll jetzt auch noch für mein Bedürfnis einstehen? Das ist schon, das ist dann so das, was unter der Oberfläche da beim Eisberg schummert. Also das, ja, das ist ganz, Irgendwie unangenehm. Und ja, es ist ein Prozess. Thomas Gordon selber hat gesagt, wenn wir es schaffen, ein Drittel der Zeit und diese Grundhaltung der Annahme zu haben. Dann ist das schon unglaublich viel gewonnen. Das finde ich sehr entlastend und das sage ich den Eltern auch immer. Dass es gar nicht darauf ankommt, 100 Prozent zu schaffen. Und es ist absolut learning by doing. Ich darf auch tagtäglich lernen und ich merke auch, dass ich Konflikten einfach viel positiver begegne. Natürlich nervt es mich, wenn es dann in so einem Moment passiert, wo ich gerade und dennoch merke ich, dass ich daran wachse, meine Kinder daran wachsen, mein Mann daran wächst und wir alles gemeinsam als Familie daran wachsen. Jetzt hast du schon mehrfach den Begriff aktives Zuhören genannt. Magst du mal kurz erklären, was genau damit gemeint ist? Das aktive Zuhören bedeutet, ich trenne bewusst die Fakten von den mitschwingenden Gefühlen und dann spiegele ich das zurück. Das bedeutet, ich konzentriere mich zum einen auf die Sachebene. Also was genau sagt denn mein Gegenüber mir eigentlich? Und zum anderen, was schwingt noch mit? Also der Tonfall, die Körpersprache, vielleicht verbale Hinweise. Zum Beispiel gestern ist mein Sohn vom Stuhl gefallen, der zweieinhalbjährige, und hat angefangen zu weinen. Und ich war dann bei ihm, habe dann gesagt, ah, du bist runtergefallen. Und dann kam, ja, das hat auch wehgetan, ja, und vielleicht hast du dich auch erschreckt und dann kam ein ganz tiefes, ja, und er hat sich beruhigt, ohne dass ich irgendwas anderes sagen musste. Und er hat sich dann gesehen gefühlt und dann hat er im Anschluss noch gesagt, Tüli brauche ich. Also ein Kühli. Er hat sich dann selbst versorgt quasi, beziehungsweise ich habe ihm dann natürlich geholfen, aber er wusste dann, was er dann brauchte. Okay, cool. Und um das aktive Zuhören zu unterstützen oder um es zu ermöglichen, können so Türöffner genutzt werden. Das heißt, ich öffne die Tür für das Gespräch oder ich biete an, dass das Gespräch auch noch weitergehen kann. Und zwar, ich persönlich finde, ein unglaublich hilfreicher Satz beziehungsweise Frage ist, was hast du gesehen. Wenn jetzt irgendwie ein Kind Wein zu mir kommt und dann sage ich mal und ich habe es nicht bemerkt, was passiert ist? Dann fangen die total an zu reden. Wenn ich sage sowas wie, was ist denn passiert? Dann sind die immer so und weinen einfach nur weiter. Das ist zumindest bei meinen Kindern so. Und so lade ich sie auch ein, letztendlich Verhalten zu beschreiben. Und ja, dann nutze ich aktives Zuhören, können Satzanfänge dann verwendet werden, wie zum Beispiel, ah, das klingt als, oder wenn ich dich richtig verstehe, dann, ah, dir ist wichtig, dass. Kann es sein, dass das und das, was ich von dir höre, ist? Und wir geben somit dem Kind oder dem Gegenüber, bei Erwachsenen funktioniert das ja genauso, gebe ich die Möglichkeit, die Gedanken laut hören zu lassen. Das heißt, ich verstehe dich, ohne dass es heißt, dass ich damit einverstanden sein muss. Damit sehe ich dich und ich gebe dir den Raum, so zu sein, wie du bist. Und lasse die Verantwortung für dein Problem und deine Lösungsfindung ganz bei dir. Und wenn es dann mal so ins Stocken gerät, kann ich auch anbieten, möchtest du meine Gedanken dazu hören? Oder sollen wir mal da vielleicht gemeinsam überlegen? Oder wieder ein Türöffner, magst du mir noch mehr davon erzählen? Und dann können wir die Entscheidung bei dem Gegenüber lassen. Beispielsweise hatte mein Sohn die Tage gesagt, dass er seinen besten Freund hasst. Und ich habe dann ihm zugehört. Ich habe dann sowas gesagt, das scheint dich gerade sehr aufzuregen, wenn du so über ihn sprichst. Und ja, der ist so blöd und scheint dich gerade total zu nerven, findest du richtig kacke. Wir haben dann wirklich ein paar Schlaufen, meine Kinder kennen das auch. Irgendwie kam dann raus, ja, der hat irgendwie eine coole Rampe und irgendwas, kam was ganz anderes raus, was ich vielleicht nie erfahren hätte oder ihm hätte nie helfen können, weil er hat dann die Idee entwickelt, ach, ich kann ihn ja auch einfach fragen, ob ich die auch mal ausprobieren kann. Ja, so entsteht das. Das Spannende am aktiven Zuhören ist ja, dass es am Anfang, wenn man so über die theoretischen Grundlagen spricht, das immer total schwierig erscheint und man gar nicht weiß, wo man anfangen soll. Ich erinnere mich, Katja, du hattest für unseren Blog, glaube ich, auch mal einen Artikel über das aktive Zuhören geschrieben. Der ist schon etwas älter, aber da war das auch noch mal ganz ausführlich erklärt. Also vielleicht für diejenigen, die das noch mal nachlesen wollen, um das noch besser nachvollziehen zu können. Ich verlinke das auch wieder in den Shownotes und im Blog. Aber wenn man es einmal verinnerlicht hat, ist es eigentlich total leicht in der Anwendung. Also es ist tatsächlich wie eine Fremdsprache und irgendwann spricht man die dann vielleicht auch ganz intuitiv. In dieser Übergangsphase, woran erkenne ich denn möglicherweise, dass ich tatsächlich im aktiven Zuhören bin und nicht nur denke, dass ich es tue? Gibt es da so kleine Indikatoren? Ja, ich merke das an der Reaktion meines Gegenübers sehr, meistens auch deutlich tatsächlich, wenn ich so für mich darauf achte. Und zwar, ob mein Gegenüber sich beruhigt, also diese emotionale Überflutung, die ich mit aktivem Zuhören so abebnen kann und Zugriff bekomme, weil sich mein Gegenüber gesehen und gehört fühlt. Oder ob es eher dabei bleibt, denn diese Gefühlsschleife vielleicht auch bleibt oder lauter wird vielleicht sogar. Mich wie ignoriert oder das Gespräch abbricht, kann darauf hindeuten, dass ich sogenannte Kommunikationsblocker vielleicht verwendet habe. Und diese zwölf Kommunikationsblocker, die Thomas Gordon da formuliert hat, sind zum anderen, wenn ich berate, wenn ich ausfrage oder analysiere, belehre oder lobe. Ablenke und noch weitere gibt es da. Dann kann es sein, dass das Gespräch wirklich so abgebrochen wird, weil ich da wieder meins reingebe. Ich lasse das Problem nicht bei meinem Gegenüber. Und deswegen wäre da der Tipp, einfach mal die Kresse zu halten und sich auf die Zunge zu beißen. Und solange das Kernproblem bei meinem Gegenüber nicht wahrgenommen wurde beziehungsweise sich mein Gegenüber nicht gesehen gefühlt hat, weil es kann auch durchaus sein, das passiert auch häufig, wir sind in so einer aktiven Zuhörenschlaufe, was man sich ja wie so eine Zwiebel vorstellen kann. Also ich schäle so Schicht für Schicht, bis ich an das Kernproblem vielleicht rankomme. Und dann habe ich zwei Schichten geschält und mein Kind sagt auf einmal, und ist weg. und wieder voll fröhlich. Also es ist ja ein Unterschied zu, okay, ich habe das aktive Zuhören vielleicht jetzt gerade nicht so angewendet, dass es weiterhilft, weil er immer noch in seiner negativen Emotion ist und das Gespräch abblockt oder geht feuchtfröhlich weg. Das ist da ein Unterschied. Und manchmal kommen wir da auch einfach gar nicht an das Kernproblem ran und das ist dann so ein Erwachsenending. Da wollen wir unsere eigene Neugier ja irgendwie befriedigen. Was war jetzt das Problem? Ich möchte es gerne wissen. Und das ist manchmal so. Nur, ich hatte ja jetzt so davon erzählt, dass wenn dieses Kernproblem oder mein Gegenüber sich nicht wahrgenommen gefühlt hat, dann kann es sein, dass das einfach immer noch in dem brodelt und an anderer Stelle wieder hervorkommt, weil es sich einfach nicht gesehen gefühlt hat. Also ich sage mal, jede Einrichtung kennt so Kinder. In der Grundschule, in der Klasse, im Kindergarten, aber auch im Familienkontext. Wenn da Kinder sind, die immer wieder diesen Rahmen sprengen, also Dinge tun, wo man denkt, die sind ja außer Rand und Band, so nach dem Motto. Wenn die die adäquate Ansprache bekommen und sich gesehen fühlen, dass auch diese Kinder dann wieder in die Gruppe finden und ins Familiengefüge so finden und dann einfach total auch erleichtert sind. Und aktives Zuhören funktioniert, wenn ich verstehen will, also wenn ich wirklich dich verstehen will und nicht meine neue Giere befriedigen will oder eine schnelle Lösung haben möchte. Jetzt, also ich will nicht sagen, es klingt kompliziert, aber wahrscheinlich sitzen jetzt Eltern vor dem Podcast und fragen sich, boah, wie soll ich das im Alltag schaffen? Gerade wenn man müde ist oder wenn man mehrere Kinder hat oder wenn man einfach eigentlich gerade was anderes erledigen muss. Wie setzt du das denn selbst im Alltag ein? Du hast ja schon ein paar Beispiele gegeben, aber kannst du noch mal genauer sagen, wie du das machst, wenn du zum Beispiel müde bist oder wenn du gerade von drei Kindern gleichzeitig angesprochen wirst? Ja, also werde ich auch oft gefragt, wie schaffst du das eigentlich mit drei Jungs da so? Und die Wahrheit ist, ich schaffe das nicht immer und ständig. Und da beruhigt mich dieser Eintrittel der Zeit einfach. Und oft ist es auch viel und manchmal auch mit einem Zu davor. Und da muss ich immer an, ich sag mal, das Flugzeugbeispiel denken, wo die Sicherheitseinweisung sagt, setzen Sie erst sich die Maske auf, bevor sie anderen helfen. Und wenn ich so in der Überforderung bin und merke, boah, mein Ressourcencheck sieht gerade gar nicht gut aus, dann mache ich quasi notfalllösungsmäßig, dass ich dann schaue zwar, dass die Kinder irgendwie so versorgt sind, aber dann kümmere ich mich auch um mich. Ich reguliere mich, ich höre mir tatsächlich auch mal selber aktiv zu. Was brauche ich gerade? Ich mache auch mal eine flotte Methode 3, habe auch schon, dass ich in der Küche rumgelaufen bin und zu meinem Mann gesagt habe, jetzt hör mir mal gerade zu, was sind hier meine Möglichkeiten, was kann ich hier tun oder so, um selber wieder, ja, da in Fluss zu kommen. Und ich mache auch sehr viel vorbeugend, also wenn ich weiß, da steht was an, dann spreche ich mit den Kindern, bevor diese Situationen vielleicht kommen, weil wir kennen ja auch unsere Kinder, wir wissen Situationen, die es da vielleicht geben könnte. Also beispielsweise, wir gehen irgendwo hin und ich weiß gerade, mein ältestes Kind braucht sehr viel Orientierung. Dann spreche ich mit ihm. Entweder machen wir tatsächlich da auch eine Methode 3 oder er kriegt dann, aber das ist halt seine Lösung, sein Hilfsmittel, dass wir das zum Beispiel aufmalen, was als nächstes passiert. Und ja, es haben sich dadurch natürlich auch verschiedene Dinge entwickelt, wie man das dann so handhabt. Und ich kann für mich sagen, dass dieses Kommunikationsmodell total alltagstauglich ist, weil selbst wenn ich das Gefühl habe, total orientierungslos zu sein, habe ich irgendwie doch eine Orientierung, weil ich mich da langhangeln kann. Wer besitzt hier gerade das Problem und wie kann ich jetzt auch gerade für mich sorgen? Und ich kann wirklich sagen, es wird auch anders und weniger tatsächlich. Jetzt gerade in den letzten Wochen und Monaten, wo ich sehr eingespannt war mit einem sehr großen Herzensprojekt von mir, habe ich gemerkt, boah, ich sollte doch mal wieder mehr auf mich schauen, weil meine Kinder mich auch spiegeln. Und es macht es für mich, wie gesagt, einfach alltagstauglich. Ah, okay. Und ist es am Anfang nicht auch kompliziert, immer daran zu denken? Also da finde ich es ganz wichtig zu sagen, da darf jeder und jede total milde mit sich sein, wenn das am Anfang erstmal gar nicht so leicht fällt. Und ich denke mir, dass dieses kompliziert oder erschwert Empfinden am meisten daran rührt, dass dieser Anspruch nach immer und ständig vielleicht, dass es daran geknüpft ist. Weil es ist eine Lernkurve, wenn wir daran denken, wie wir eine Fremdsprache wirklich lernen, dass wir erst einzelne Vokabeln vielleicht können. Irgendwann können wir Sätze sprechen, mich uns mit anderen mal austauschen. Wir werden immer sicherer in dem Sprechen und irgendwann träumen wir vielleicht sogar in dieser Sprache. Und so ist das hier auch. Ein Gedanke aus dem Gordon-Modell lautet, dass Verhalten oft die Lösung für ein unerfülltes Bedürfnis ist. Das hast du ja schon gesagt. Kannst du das noch ein bisschen genauer erklären? Das finde ich nämlich sehr spannend. Ja, also wenn der Problembesitz erstmal geklärt ist, dann ja, was ist da vielleicht für ein Bedürfnis dann dahinter? Also Bedürfnisse können wir ja nicht anfassen, sie sind nicht sichtbar. Und ganz oft zeigen uns ja vor allen Dingen die negativen Gefühle, dass da gerade ein Mangel da ist. Dass irgendwas nicht stimmt, dass wir gar nicht in unserem Wohlbefinden sind. Und das können wir auf unerfüllte Bedürfnisse zurückführen. Vom Gordentraining, wir beziehen uns da gerne auf die Bedürfnispyramide von Abraham Maslow. Der hat da in fünf Stufen die Bedürfnisse so grundlegend eingeteilt, dass wir zum einen das physiologische Bedürfnis, also dass den meisten auch als Bedürfnis ein Begriff ist, so auf Toilette gehen müssen, schlafen, essen, trinken, dass die Temperatur passt, dass es mir nicht zu warm, zu kalt ist, dass ich mich bewege. Und dann gibt es noch weitere Stufen, die auch erfüllt werden wollen, weil wir alle haben ein Bedürfnis nach Sicherheit, nach Orientierung, nach Freundschaft, Zugehörigkeit, Liebe, Geborgenheit und so weiter und so fort. Das ist auch etwas, wo man sehr schön nachschauen kann. Und ja, wie kann ich so ein Bedürfnis rausfinden? Und zwar, indem ich diese Frage nach, was bringt meinem Gegenüber das, was er gerade tut? Also was bringt ihm dieses Verhalten? Genauso kann ich mir die Frage selber stellen, um herauszufinden, welches Bedürfnis da gerade eigentlich gesehen werden möchte. Denn ein gleiches Verhalten kann eine Lösung für unterschiedliche Bedürfnisse sein. Und damit meine ich zum Beispiel, wenn ich jetzt an meine drei Kinder denke, die zusammen Ball spielen, dann ist einer davon vielleicht sich das Bedürfnis nach Bewegung am Erfüllen. Und der zweite erfüllt sich das Bedürfnis nach Spiel und Spaß. Und der dritte, der kleine Zwockel, der möchte einfach dazugehören bei den großen Brüdern und macht deswegen mit. Das heißt, wir haben also für das gleiche Verhalten, also die gleiche Lösung, die genommen wurde, aber verschiedene Bedürfnisse. Und genauso kann es auch andersrum sein, dass ein gleiches Bedürfnis unterschiedliche Lösungen haben kann. Und zwar, wenn wir an das Bedürfnis nach Gesundheit denken. Wie können wir dieses Bedürfnis nach Gesundheit erfüllen? Und da werden die Menschen verschiedene Antworten geben. Also der eine sagt zum Beispiel, ja, Gesundheit mache ich über Ernährung. Ist ja ganz klar. Vegetarisch, vegan, wie auch immer. Nächster würde vielleicht sagen, ja, Nahrungsergänzungsmittel. Damit erfülle ich mir die Gesundheit. Oder der andere macht Yoga dafür. Der andere joggt. Der andere nimmt Medikamente, geht häufiger zum Arzt. Und alles ist aber die gleiche Bedürfniserfüllung. Stimmt. Du hast vorhin schon kurz angedacht, dieses Ding mit dem Flugzeug, dass sich Eltern zuerst die eigene Maske aufsetzen sollen und dann ihren Kindern. Wenn wir Eltern in Konflikten helfen wollen, dann sagst du, dass wir zuerst unsere eigenen Bedürfnisse stillen sollen. Also was meinst du jetzt damit? Also zum einen meine ich damit, dass wir auf uns achten sollen, auf uns auch hören sollen und schauen sollen, ob es uns so gut geht, dass wir unsere Kinder natürlich dann so begleiten können, dass nicht unser innerer Eisberg da hochkommt. Und gleichzeitig ist es auch häufig so in Situationen, dass wir dazu tendieren, erstmal unser Bedürfnis zu stillen, ohne uns dessen bewusst zu sein. Damit meine ich zum Beispiel, wenn mein Kind Langeweile hat und dann kommt, Mama, mir ist so langweilig, dann kann es ja sein, dass wir dann gerne sagen, ach, schau mal, geh doch Fußball spielen, hat doch gestern so gut geklappt. Oder hier, du kannst malen, du kannst zu deinem Freund klingeln gehen, du kannst verschiedene Dinge tun. Und damit schlagen wir unserem Kind Lösungen vor. Also wir befriedigen, was wir tun könnten oder würden. Beziehungsweise wir wollen vielleicht, dass unser Kind Bewegung hat. Also schicken wir es Fußballspielen. Wir wollen, dass unser Kind wo dazugehört, deswegen schicken wir es zu Nachbarn. Wir wollen, dass unser Kind. Kreativ ist, also schicken wir es zum Beispiel malen. Und vielleicht steckt auch dahinter, dass wir eigentlich unsere Ruhe haben wollen oder Harmonie haben wollen. Und wenn wir unser Kind aktiv zuhören würden in der Situation oder durch so einen Lösungsfindungsprozess begleiten, dass es selber auf eine Idee kommt, dann kann diese viel nachhaltiger sein, weil unser Kind dann lernt, selbstwirksam zu sein. Also ich finde selber Lösungen für mein Problem und ich bin gar nicht abhängig, dass Mama mir sagt, was ich machen kann. Im Gorn-Modell gibt es ja drei Methoden der Konfliktlösung. Zwei davon arbeiten letztlich mit Macht und nur eine einzige, die kommt ohne Machtanwendung aus. Erzähl mal, wie können wir uns diese dritte Methode praktisch vorstellen? Also damit es vielleicht greifbarer ist, würde ich einmal gerade das so beschreiben. Wenn wir uns vorstellen, wir wollen unser Wochenende planen. Die Kinder wollen total gerne ein Schwimmbad. Aber es ist schon seit Wochen klar. Hier werden Verwandte besucht, also der Termin steht, wir machen das jetzt, wir entscheiden das und Schwimmbad ist gestrichen. Kinder sind nervt, knicken aber irgendwann ein. So, das wäre quasi Methode 1. Oder ich nehme mein Kind einfach vom Spielplatz und nehme es ins Auto. Das ist Methode 1, also der Erwachsene gewinnt, das Kind verliert. Dann Methode 2 wäre eher, ja okay, jetzt beim letzten Mal haben wir vielleicht dann, dann machen wir es doch dieses Mal so, okay, schwimm mal, ich habe eigentlich gar keine Lust, weil ich total gerne mit meiner Freundin mich in der Stadt treffen würde, aber komm, die Kinder zuliebe, mache ich das doch jetzt, weil beim letzten Mal haben sie ja zurückgesteckt vielleicht und ja, also quasi das Kind gewinnt und der Erwachsene verliert. Wir wechseln ganz häufig diese zwei Möglichkeiten und wissen gar nicht, dass es noch eine dritte Alternative gibt. Und dann wird häufig auf den sogenannten Kompromiss zurückgegriffen. Und Kompromiss bedeutet letztendlich, naja, jeder verliert ein Stückchen und jeder gewinnt ein Stückchen. Weil, und das ist, finde ich, der entscheidende Unterschied, weil wir bei Methode 1, bei Methode 2 und beim Kompromiss über Lösungen diskutieren und nicht über die Bedürfnisse. Ja, Methode 3 ist die niederlagelose Methode und so das Herzstück vom Gordon-Modell. Und wir haben dazu, weil das auch uns so wichtig ist, haben wir ein Spiel dazu nämlich konzipiert, das heißt vom Problem zur Lösung. Und das war das, was ich in den letzten Monaten nämlich gemacht habe, weil ich die Ehre hatte, das designen zu dürfen. Und dort wird man spielerisch durch die sechs Schritte geleitet. Und zwar die sechs Schritte sind, dass ich zuerst das Problem überhaupt definiere. Das heißt, ich blicke hier auf die Bedürfnisse, höre mit aktivem Zuhören, die Gefühle dabei raus. Und wenn wir jetzt bei dem Beispiel Wochenendplan bleiben. Und dann, ja, ich möchte total gerne ein Schwimmbad. Ah, ein Schwimmbad scheint dir sehr wichtig zu sein. Es begeistert dich regelrecht, wenn du davon erzählst. Ja, genau, es macht einfach so viel Spaß. Kann es sein, dass hier also Spiel und Spaß wichtig ist? Ja, genau. Gibt es noch etwas, was du daran vielleicht auch wichtig findest? Ja, ich rutsche so gern mit Papa. Da haben wir einfach immer so viel Spaß zusammen. Und dann kann rauskommen, dass das Kind die Lösung Schwimmbad gewählt hat, weil das die einzige Lösung bisher war, sich so verbunden mit Papa zu fühlen. Und dass es gar nicht um Schwimmbad selber geht, weil es gibt kein Bedürfnis nach Schwimmbad. Es gibt die verschiedensten Bedürfnisse und wenn wir da eine Lösung für uns gefunden haben und vorher nicht wussten, dass es auch anders vielleicht lösbar ist, fand ich das sehr hilfreich zu wissen, dass ich Bedürfnisse auch anders erfüllen kann und dann anders auch lerne, ich kann mich auch anders mit Papa verbunden fühlen, um jetzt bei diesem Beispiel zu bleiben. Wenn ich dann das konkret herausgefunden habe, welche Bedürfnisse es so sind, also Spiel und Spaß, dann Geborgenheit, bei dem einen Kind vielleicht, bei dem anderen Kind Bewegung, bei der Mutter vielleicht Ruhe, beim Vater Zugehörigkeit, dann kann ich mit Fokus auf diese Bedürfnisse im zweiten Schritt wertfrei Ideen sammeln. Und zwar wild durcheinander. Jeder darf Ideen dazugeben. Es darf daran erinnert werden, dass es darum geht, die Bedürfnisse von allen zu berücksichtigen. Nur wenn selbst das Kind sagt, wir fliegen mit einer Rakete zum Mond, wird das aufgeschrieben, weil das Kind so ja auch erfährt, meine Meinung zählt. Und es wird nicht wieder auf Methode 1 oder 2 zurückgegriffen oder auf Kompromisse. Es kann sein, oder wir empfehlen es auch sehr, mit Beispielen, Probekonflikten die Kinder da heranzuführen oder mit so Sachen wie Wochenendplanung, bevor es in so emotional aufgeladene Situationen kommt. Wenn wir dann die Ideen soweit gesammelt haben und auch da mit aktivem Zuhören nochmal gerade vielleicht rückgemeldet, habe ich dich richtig verstanden, ich schreibe es auf, dann werden diese Ideen kritisch bewertet. Das heißt, sie werden relativ schnell durchgegangen und jeder sagt aus dem Bauch heraus, ja oder nein. Sagen alle ja, gibt es einen Haken hinter die Idee. Sagen alle nein, Idee ist raus, wird gestrichen, x, da wird nicht mehr drüber diskutiert. Wenn dann manche Ja sagen, manche Nein, dann wird ein Fragezeichen hingemacht. Und so gehe ich alles durch. Ich werde vorher, also während des Ideens sammeln, sollten nämlich das nicht erfolgen. Weil sonst kann es sein, wenn wir über schon Ideen diskutieren, dass wir nachher die beste Idee aus den Augen verloren haben. Ja, wenn wir die dann kritisch bewertet haben und eventuell uns noch die Fragezeichen quasi angeschaut haben, indem wir auch wieder dazu hören, was denn vielleicht störend ist, um es umzusetzen zu können. Und manchmal kann man auch aus kombinierten Ideen dann die Lösung finden. Dann ist der vierte Schritt, dass die Lösung formuliert wird und der fünfte Schritt, dass die Umsetzung geplant wird. Das heißt, wer macht was bis wann? Also wir hatten zum Beispiel, bei uns war das Medienthema etwas, was wir mit Methode 3 gelöst haben und in unserer Umsetzung war dann, mein Mann hat gesagt, ich erstelle den Plan. Der Älteste hat dann mit mir das zusammen laminiert und der Mittlere hat es dann aufgehangen. Das heißt, wir haben alle zusammen auch die Umsetzung vollbracht. Und dann der sechste Schritt, der auch immens wichtig ist, das Ganze nochmal zu überprüfen. Also zum einen kurz danach zu sagen, ja, ist die Lösung jetzt für alle passend? Und wann sprechen wir nochmal darüber, ob es jetzt wirklich für alle passend war? Um da vielleicht auch nochmal nachzujustieren. Und selbst wenn man dann feststellt, nee, eigentlich müssen wir nochmal zu Punkt 1 zurückkehren, weil sich vielleicht dann herausgestellt hat, ah, da ist noch was anderes hochgeploppt. Auch das ist kein Versagen oder sowas, sondern es hilft dabei, Konflikten als Chance zu sehen, dass es sich entwickeln darf. Wenn man sich intensiv mit Kommunikation beschäftigt, so wie du, dann verändert sich ja auch oft der Blick auf Konflikte. Gibt es trotzdem Situationen oder Themen, bei denen du merkst, dass du selbst aus dieser Haltung herausfällst? Definitiv. Und zwar mit meinem Mann. Das kann ich auf jeden Fall sagen. Also ich meine, das ist für mich persönlich die engste Beziehung, die ich habe. Und wenn dann anders reagiert wird oder ich nicht gesehen werde, dann fällt es mir da besonders schwer. Und gleichzeitig haben wir auch echt tiefe Gespräche, in denen ich dann wieder, wie ich ja vorhin meinte, dass ich zwischendurch dann vielleicht das Gefühl habe, orientierungslos zu sein. Aber dadurch, dass ich diesen Plan im Kopf habe, weil es so greifbar dann ist, ich mich wieder orientieren kann und dann wieder zurückfinde und mit ihm in Gespräche kommen kann. Und dann natürlich, wenn meine Ressourcen total am Ende sind, dann falle ich da auch raus. Also nur weil ich weiß, dass es Methode 3 gibt, heißt es nicht, dass ich sie immer anwende. Also ich wende auch definitiv eins und zwei an und manchmal auch mehrfach am Tag. Nicht sehr oft ist passiert, aber auch mal. Ja, ist ja auch normal. Also da will ich auch aufrichtig und authentisch sein, dass es so ist. Und natürlich zeigen sich auch unbearbeitete Themen bei mir, also meine Trigger. Und dann ja so, hallo, ich bin hier eigentlich ein Problem von dir, kannst du mich mal angucken? Und ja, da falle ich dann auch mal aus der Haltung raus. Ja, das ist ja auch normal, glaube ich. Das passiert einfach allen und es geht ja nicht darum, perfekt zu sein. Absolut. Mich würde zum Schluss heute noch interessieren, was macht denn das Thema Kommunikation, Bedürfnisse und Konfliktlösungen gerade jetzt in deinem Leben besonders aktuell und bedeutsam? Gibt es da so Themen? Ja, also ich merke, dass jeder, der das zum ersten Mal ein Schulkind hat, weiß, dass Schule total herausfordernd ist, gerade Hausaufgaben. Und ich merke einfach, dass ich dann da Handlungsspielraum habe, in dem ich auf was zurückgreifen kann und Beziehungen dadurch ja auch wieder stabiler werden. Ich merke auch, dass sich dann Situationen positiv ergeben, also auch in meinem Arbeitskontext. Ich hatte beispielsweise eine Kundin, die hat mir echt eine nicht so nette Nachricht aufgesprochen, sagen wir es mal so. Und dann habe ich ihr geantwortet, ich verstehe deinen Frust und gleichzeitig irritiert mich deine Nachricht oder der Tonfall deiner Nachricht, weil ich möchte, dass wir wertschätzen miteinander sprechen. Und daraufhin habe ich dann eine viel längere Nachricht von ihr bekommen, wo sie dann erst gemerkt hat, wie sie überhaupt gesprochen hat und, dann hat sie erzählt, was sie alles belastet hat und ich habe mir gedacht, weil ich es bei ihr lassen konnte und gleichzeitig wollte ich einmal kurz sagen, dass ich nicht möchte, dass so mit mir gesprochen wird, und ja, wir konnten viel besser in ein Verstehen voneinander kommen. Also ich war schon im ersten Moment so, wird ja nicht wohl mit mir gesprochen und dann, Wie ich es dann geschafft habe, es so zu formulieren, kam ich natürlich noch mehr in dieses Verstehen so miteinander. Und ja, auch nur wenn ich über mich selber spreche, dann kann der andere mich überhaupt erst verstehen. Aktuell ist ja auch so, dieses Programm ist schon 60 Jahre alt. Das ist schon krass, dass dieses Programm... So, ja, weise Programm, weil es schon so alt ist, immer noch so aktuell ist. Und zwar, weil ich, also für mein Empfinden ist es zeitlos, weil es ja um mich geht. Es geht um mich, um meine Bedürfnisse und es ist so um die Grundlage. Also ich baue ja auch nicht ein Haus und mache erst das Dach. Ich habe ein Fundament durch dieses Kommunikationsmodell für mein Empfinden. Und gerade jetzt, wo so politisches Geschehen und ich das Gefühl habe, Sorgen, Ängste, Das Miteinander wird manchmal ein bisschen argwöhnischer. Fronten sind eher verhärtet und es ist schwierig, dann manchmal mit manchen Themen und gerade so Werte da miteinander sprechen zu können, ohne dass es direkt eskaliert. Finde ich es unfassbar wirkungsvoll und hilfreich, da dieses Instrument zu haben. Okay, wir können ja auch wertschätzend miteinander sprechen, indem ich das bei dir lasse. Wenn Eltern jetzt neugierig geworden sind und sich mehr mit diesem Thema beschäftigen möchten. Womit würdest du denn ihnen empfehlen, anzufangen? Ja, ihr könnt gerne ein Gordon-Training besuchen. Also ja, wir sind in ganz Deutschland verteilt. Es gibt das Gordon-Familientraining und es gibt Be Your Best als Kurs, wo es nochmal mehr um mich selber geht. Also was will ich eigentlich so? Was macht mich so aus? Und vielleicht mehr zum Mitnehmen, um direkt was zu Hause machen zu können, sag ich jetzt mal, wäre auf jeden Fall dieses, ja, sich mal klarzumachen, was beobachte ich da eigentlich gerade, ne, also wie kann ich, was sehe ich, was höre ich, dieses wertfrei beschreiben, weil auch, wenn ich das mal wertfrei spiegle, zum Beispiel, sage ich meinem Kind auch gerne, oder meinen Kindern, deine Jacke liegt auf dem Boden. Und sonst nicht, so mein Kind weiß, ach ja, der kommt ja an Haken. Also das kann auch manchmal schon helfen, anstelle zu sagen, meine Güte oder mach doch mal, du weißt doch oder wie auch immer, dann habe ich wieder diese Blocker und es kommt direkt zu so einem Uff. Und wenn ich Verhalten wertfrei beschreibe, das wäre auf jeden Fall mein Rat, da anzufangen und sich die Frage zu stellen, wer besitzt jetzt gerade das Problem? Vielleicht auch bemerke ich hier mein Eisberg, merke ich hier Widerstand, liegt das bei mir und ja, was bringt es mir, was ich tue, was bringt es meinem Kind, was es tut um vielleicht ein Gefühl für ein Bedürfnis dahinter zu bekommen, und sich im aktiven zuhören probieren und das klappt übrigens sehr gut auch beim Bäcker, Also mal so einer Verkäuferin oder einem Verkäufer einfach mal aktiv zuhören, ist auch eine wunderbare Möglichkeit, das einfach mal zu üben. Ja, und dann einfach mal die Kresse zu halten und zuzuhören. Sagst du Kresse oder Fresse? Da stolpere ich jetzt schon die ganze Zeit irgendwie drüber? Kresse. Okay, aber warum? Erklär es mir. Wir haben jetzt auf der Didakta, haben wir eine Karte gestaltet mit einfach mal die Kresse halten und haben dann die Kresse drauf gemacht. und einfach mal die Kresse halten, ich höre aktiv zu. Also mich einfach mal zurücknehmen und zuhören. Aber das mit der Kresse in einer Hand sozusagen, das gibt es irgendwo schon im Internet. Ich habe ja immer kein TikTok. Ich auch nicht. Das heißt, da gehe ich dann immer extrem weit hinterher. Okay, gut, haben wir das nochmal geklärt? Vielleicht ist ja jemand noch so irritiert wie ich. Sagt die Presse oder Fresse? Ja, ich war vorhin schon gesagt, nee, vielleicht hast du es falsch gehört. Es soll es ja suggerieren, dass ich einfach mal den Wunsch halte. Da habe ich heute auch wieder was gelernt. Und sag mal, dein Spiel, von dem hattest du vorhin erzählt, dass du dessen Entwicklung du begleiten konntest. Erzähl doch mal kurz, das erscheint wann und kann man wo kaufen? Das ist tatsächlich gestern erschienen. Und in den Shownotes könnt ihr sehen, wo man das kaufen kann. Und jetzt, wo ich gerade denke, ich würde sagen, wir können das auch mal verlosen. Was halte ich davon? Ja, super. Ja, sehr schön. Das machen wir voll gerne auf Insta. Da könnt ihr gerne mal vorbeischauen. Ich sage auf jeden Fall vielen lieben Dank, Anne, dass du heute bei uns warst und uns so viele Einblicke in deine Arbeit, deine Erfahrungen mit dem Gordon-Kommunikationsmodell gegeben hast. Super gerne. Ich hoffe, ihr konntet da auch was mitnehmen. Und wenn ich am Abschluss noch ein kleines Gedicht vorlesen darf, sollte ich das gerne tun. Es hat keinen Titel, weil ich habe das gestern spontan geschrieben. Und zwar soll es das quasi alles zusammenfassen, was wir vielleicht jetzt so in den letzten paar Minuten besprochen haben. So, lass hören. Hast du ein Problem? Hör ich dir zu. Bin da, bin nah, im Nu. Ist es ruhig und wir sind entspannt, sprechen wir über das, was uns im Leben wichtig ist. Hand in Hand. Liegt das Problem bei mir? Dann sag ich's dir. Ich möchte, dass wir einander verstehen, uns in den jeweiligen Bedürfnissen sehen. Besitzen wir beide das Problem? Dann ist dies unsere Superkraft. Denn keiner verliert von uns. Das wäre doch gelacht. Und hast du andere Werte als ich, dann wirst du mir nicht suspekt. Denn unsere Beziehung ist mir wichtig. Und fußt auf Respekt. Was für ein wunderbares Schlusswort. Ich glaube, Eltern können aus unserer heutigen Folge vor allen Dingen mitnehmen, dass gute Kommunikation gar nicht bedeutet, immer die perfekten Worte zu finden, sondern dass viel wichtiger ist, dass die richtige Haltung dahinter ist, Also die Bereitschaft zuzuhören, die Bedürfnisse hinter Verhalten zu sehen und einfach gemeinsam nach Lösungen zu suchen, statt gegeneinander zu arbeiten. Ganz genau. Wenn ihr jetzt noch mehr über das Thema Kommunikation mit Kindern hören wollt, klickt gerne mal in unser Archiv. Das ist nämlich durchaus öfter Thema. Kürzlich, nämlich in Folge 229, haben wir über die Familienkonferenz gesprochen. Die geht ja auch auf Thomas Gordon zurück. Und in Folge 215 sprachen wir mit Alina Saal darüber, wie die Sprache unsere Beziehungen regelrecht formt und sich auf die innere Stimme unserer Kinder auswirkt. Und ebenfalls über Kommunikation mit Kindern sprachen wir mit Michelle Yossi in Folge 133. Sie hat uns verraten, wie wir mit unseren lieben kinderleicht ins Gespräch kommen. Und vielleicht ist das Thema gewaltfreie Kommunikation ja auch interessant. Dann hört doch mal in Folge 112 mit Kathi Weber. Und auch in Folge 107 ging es im Gespräch mit Hilal Wirid um den Einfluss liebevoller Kommunikation auf die Eltern-Kind-Beziehung. Also insgesamt ein wirklich sehr wichtiges Thema, zu dem wir auch immer sehr, sehr viel Feedback bekommen und das deswegen gerne öfter aufgreifen. Wir finden, Eltern sollten sich unbedingt damit beschäftigen, denn es kann das Leben so viel einfacher machen. Es macht viel aus. Links zu den Folgen, zum Spiel und andere hilfreiche Angebote findet ihr bei uns im Blog und in den Shownotes. Und wenn euch diese Folge gefallen hat, dann abonniert gern unseren Kanal, bewertet ihn auf euren Podcast-Plattformen und empfehlt ihn gerne weiter. Wir sagen vielen Dank fürs Zuhören und fürs Weiterempfehlen. Wir hören uns, wenn ihr mögt, nächste Woche wieder. Bis dahin wünschen wir euch viel Freude am Austausch mit euren Kindern. Wir sagen für heute erst einmal Tschüss. Das war der Podcast vom gewünschtesten Wunschkind.