Bevor es losgeht, erstmal danke an euch. Seit sieben Jahren darf ich diesen Podcast hier machen und ich liebe diesen Job immer noch wie am ersten Tag. Deshalb wollte ich euch dieses Jahr mal ein bisschen was zurückgeben und euch noch mehr Folgen schenken. Also gibt es seit Anfang des Jahres jeden letzten Freitag im Monat zusätzlich zu den regulären Folgen eine Folge nebenan weltweit. Da sprechen Franziska und ich über Verbrechen aus der ganzen Welt kostenlos und überall, wo es Podcasts gibt. Also im Feed von Verbrechen von nebenan, ihr bekommt die Folgen also sowieso. Und noch mehr von diesen Folgen gibt es übrigens exklusiv auf RTL Plus. Da liegen schon zwölf weitere zusätzliche Folgen nebenan weltweit für euch, falls ihr noch mehr Verbrechen von nebenan haben wollt. Und übrigens bei RTL Plus könnt ihr euch die Folgen außerdem genau wie auf YouTube kostenlos als Videopodcast angucken. Also danke nochmal an euch, dass ihr das möglich macht. Und jetzt viel Spaß mit der Folge. Verbrechen von nebenan. True Crime aus der Nachbarschaft. Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Verbrechen von nebenan und hallo Caroline von der Gröben. Hallo, ich freue mich sehr, sehr, dass ich heute hier sein darf. Es ist witzig, du bist vielleicht für diejenigen, die dich nicht kennen, Journalistin, Schauspielerin und auch Synchronsprecherin, unter anderem, so und jetzt kann ich mein Patenkind beeindrucken, warst du die erste Stimme von Pepper Woods. Aber das ist schon ein paar Jahre her, glaube ich. Genau, das ist schon ein paar Jahre her. Ich habe das so mit 12, 13, habe ich das gesprochen. Und das ist ganz witzig, weil mich Leute immer noch fragen manchmal, ob ich in meiner Pepper-Stimme mal einen Geburtstagsgruß aufnehmen kann. Da muss ich immer sagen, nein, nein, leider geht das nicht mehr. Ich bin seitdem ein paar Jahre älter geworden. Aber ja, es ist immer noch etwas, mit dem ich mich gerne, gerne schmücke. Ja, das ist wirklich eine tolle Serie. Ich darf jetzt mit meinem Patenkind häufiger mal so Kinderserien gucken. Und es sind nicht alle so gut wie Pepper Butts, ehrlicherweise. Also Paw Patrol, weiß ich nicht, vielleicht kriege ich jetzt Hate. Aber da kann ich nicht so viel mit anfangen. Ja, ist auf jeden Fall Wahnsinn. sowohl Pepper als auch Paw Patrol sind einfach so Dinge, die irgendwie bei Kindern funktionieren. Das kriege sogar ich mit und ich habe eigentlich keine, nicht viele Kinder in meinem Umfeld. Das ist wild, ja. Und falls ihr euch jetzt fragt, was ist das jetzt schon wieder für eine wilde Connection? Wir haben uns, nee, letztes ist gar nicht wahr, vorletztes Jahr bei der 1Live-Krone in der Raucherecke kennengelernt und waren uns direkt sympathisch und weil ich irgendwie weiß, dass du auch True Crime Fan bist, habe ich gedacht, die lade ich doch mal ein. Und davon abgesehen hast du natürlich eine großartige Stimme, die ich auch gerne mal in einem Podcast hören wollte. Ja, und das Witzige ist, ich erinnere mich noch, als ich dich damals habe kennengelernt, ich kannte eigentlich nur das Coverbild von dem Podcast und ich bin eigentlich nicht gut mit Gesichtern. Ich finde, das ist immer noch ein großes Mysterium für mich, wie ich damals dich gesehen habe und sofort wusste, ah, es ist der vom Verbrechen von nebenan. Naja, Genau, und heute findet unsere Freundschaft ihren bisherigen Höhepunkt. Sehr schön, genau. Ich hoffe, es geht danach auch noch ein bisschen weiter. Ich bin mir aber relativ sicher, weil wir werden einiges zu bereden haben in dieser Folge. Es ist wirklich ein wilder Fall und ich versuche ja immer zwischendurch auch Fälle zu finden, die noch nicht so oft erzählt wurden, was gar nicht so einfach ist bei mittlerweile 600.000 deutschsprachigen True Crime Podcasts. Den zumindest habe ich noch in keinem anderen gehört. Das heißt, die Geschichte wird für dich wahrscheinlich auch neu sein. Inhaltsmahnung wie immer vorab. In dieser Folge behandeln wir die Themen sexualisierte Gewalt, Mord durch Erdrosseln und auch Raub. Also solltet ihr Probleme mit solchen Themen haben, könnt ihr die Folge natürlich überspringen. Alle Namen in dieser Folge wurden geändert. Bist du bereit, Caro? Ich bin bereit. Ich freue mich. Sehr gut. Der 5. Januar 1983 in Nienburg an der Weser ist ein nasser, etwas zu warmer Wintertag. Unter den grauen, tiefhängenden Wolken fährt ein leuchtend-orangener Opel-Rekord auf der ansonsten leeren Bundesstraße 214 in Richtung Osten. Der 44-jährige Walter Strobl ist an diesem frühen Mittwochnachmittag auf dem Weg zur Jagd. Nach wenigen Kilometern biegt er wie immer in den Forstweg ab und parkt sein Auto am Waldrand. Aus dem Kofferraum holt er sein Drilling, ein dreiläufiges Jagdgewehr, sein Fernglas und Futter für das Wild. Dann verschwindet er gegen 14.30 Uhr zwischen den hohen Fichten. Walter ist einer der wenigen, die auch ohne Absprache mit dem Revier Forster hier jagen dürfen. An einem Wintertag wie heute gehört auch die Wildfütterung zu seinen Aufgaben. Der Hauptfeldwebel der Bundeswehr genießt diese ruhigen Tage allein in der Krähe, wie das Waldgebiet östlich der Kleinstadt auch genannt wird. Er atmet die kalte Waldluft ein und setzt seinen Weg fort, als er plötzlich Motorengeräusche hört. Kurz darauf treten zwei Männer in Bundeswehruniformen aus dem Nebel. Walter grüßt die beiden und fragt sie, was sie hier draußen machen. Die beiden Männer erklären ihm, dass sie eine Übung in dem Waldstück vorbereiten sollen. Kurz darauf kommen die drei ins Gespräch und Walter erklärt ihnen, dass er selbst Soldat ist und heute eine Ricke, also ein weibliches Reh erlegen will. Gegen 16 Uhr verabschieden sich die beiden Soldaten und Walter Strobl bleibt allein im Wald zurück. Wenig später ist er an seinem Hochsitz angekommen und lässt seinen Blick schweifen. Doch heute hat er kein Jagdglück. An diesem Nachmittag zeigt sich kein einziges Reh. Also bestießt Walter, sich auf den Rückweg zu machen. Er hat seiner Frau versprochen, pünktlich um 18 Uhr zu Hause zu sein. Als er an seinem Opel ankommt, dämmert es bereits. Walter packt sein Gewehr in den Kofferraum, steigt ein und fährt los. Doch schon nach wenigen Metern wird ihm klar, dass hier etwas nicht stimmt. Walter hält an, steigt aus und tatsächlich, sein linker Vorderreifen ist platt, offenbar aufgestitzt. Der 44-Jährige beginnt sofort den Reifen zu wechseln. schließlich wartet zu Hause seine Frau auf ihn. Er ist gerade fertig, als er plötzlich Schritte hinter sich hört. Walter dreht sich um und sieht einen kleinen, kräftigen Mann mit rundem Gesicht und schwarzen Haaren, der wortlos auf ihn zukommt. Hast du die Luft aus den Reifen gelassen? fragt Walter den Fremden direkt. Anstatt einer Antwort blickt er plötzlich in den Lauf einer Pistole. Dann fallen sechs Schüsse. Der Fremde schleift Walters leblosen Körper über den feuchten Waldboden und lässt ihn unter einem Baum liegen. Dann geht er zum Auto, reißt die Zündkabel heraus und nimmt sich das Gewehr und das Fernglas aus dem Kofferraum. Danach verschwindet er. Also fängt ja schon mal ziemlich mysteriös an. Es gibt ja oft Fälle, wo man das Gefühl hat, dass man schon ahnt, in welche Richtung es geht. Wir haben ja irgendwie vier verschiedene Leute. Am Anfang dachte ich jetzt auch, dass der Walter selber der Täter ist und da jemanden erschießt. Und ich meine, ich muss erst mal sagen, ich habe von so Jagdrevieren keine Ahnung, aber erst mal mutet das, finde ich, auch schon ein bisschen seltsam an, dass er da in diesem Jagdrevier jagt und plötzlich einfach so Bundeswehrsoldaten sagen, ja, wir haben hier eine Übung. Aber er scheint sich da ja erst mal nicht so sehr drüber gewundert zu haben. Ja, düster. Ja, düster trifft es ganz gut, wenn man sich auch diese Region da anguckt. Da ist ganz viel Land und ganz viel einsame Wälder und einsame Moore und so. Also das ist wirklich ein sehr ländlicher Fall. Ich kann ja mal erzählen, wie es weitergeht. Gerne. Walter Strobel wird noch am selben Abend gegen 22 Uhr gefunden. Seine besorgte Ehefrau, die zu Hause schon auf ihn gewartet hat, hat den Revierförster alarmiert. Der entdeckt den 44-Jährigen neben seinem Auto unter einem Baum. Die Schüsse haben Strobl in den Rücken, die Brust und in den Fuß getroffen. Er ist verblutet. Sofort nimmt die Polizei in Nienburg die Ermittlungen auf. Die Polizisten vor Ort entdecken schnell, dass der Schütze Walter Strobl neben dem Jagdgewehr und dem Fernglas auch noch einige Eurochecks gestohlen hat. Aber reicht das als Motiv oder hat jemand Strobel im Wald aufgelauert? Spuren gibt es am Tatort kaum, dafür aber einige Zeugen, so wie die beiden Soldaten, von denen ich dir am Anfang erzählt habe. Allerdings haben die beiden bei ihrem Kontrollgang nichts Verdächtiges bemerkt. Also sie haben niemand anderes gesehen in dem Wald. Deshalb loben die Ermittler schnell eine Belohnung von 5000 Mark für Hinweise aus. Das wären nach heutigem Wert mehr als 6.000 Euro. Und bevor jetzt wieder Fragen kommen, ich habe das jetzt inflationsbereinigt. Also ich kann durchaus Euro in Mark umrechnen und andersrum. Aber halt schon ein bisschen länger her, also nach heutigem Wert 6.000 Euro. Trotzdem gehen keine neuen Hinweise ein, die den Tod von Walter Strobl aufklären könnten. Und niemand ahnt zu diesem Zeitpunkt, dass der Tod des Oberfeldwebels erst der Anfang einer ganzen Reihe von Morden ist, die die gesamte Umgebung erschüttern werden. Du hast ja gerade schon gesagt, manchmal hat man so eine Ahnung, wo die Reise hingeht. Bei diesem Fall ist es zugegebenermaßen ein bisschen schwieriger. Hast du eine Theorie, warum Walter Strobel sterben musste? Also ich sag mal so, wenn jemand mit sechs Schüssen ermordet wird, dann glaube ich nicht, dass es um diese Schecks da gegangen sein wird, die man ihm klaut, weil dann würde man ja vielleicht irgendwie einen Schuss absetzen oder den Mann überfallen, wenn das ein Fremder war. Ich muss sagen, ich hatte natürlich jetzt am Anfang total diese Soldaten im Kopf und dachte, dass die was damit zu tun haben. Ich weiß nicht, vielleicht kommt das auch noch, aber das klingt jetzt vielleicht erst mal so, als wären die vielleicht wirklich nur Zeugen gewesen. Natürlich denkt man zuerst trotzdem an den Klassiker. Er hat eine Frau, die wartet zu Hause, macht das Essen und hat vielleicht irgendwie eine Affäre von jemandem, der sich da mit einem Gewehr in den Wald setzt, weil ich mir natürlich auch denke, die wenigsten Leute wissen ja wahrscheinlich, dass er da unterwegs ist, wie er da unterwegs ist. Er hat ja auch selber eine Waffe dabei, ist also gar nicht so der Moment, wo man jemanden mal eben easy erschießen kann, ist eigentlich relativ gefährlich. Ne, also im Moment noch wirklich ziemlich viele Fragezeichen, ja. Aber du hast einen wichtigen Punkt angesprochen, nämlich dass gar nicht so viele Leute wissen, dass er da ist. Also das wird später noch wichtig werden, weil ja, das schränkt ja den Kreis der Verdächtigen eigentlich ein bisschen ein, wie du gerade richtigerweise bemerkst. Also man könnte auf die Idee kommen, dass du schon häufiger True Crime Podcasts konsumierst. Ich erzähle mal weiter, denn es wird, glaube ich, jetzt noch rätselhafter. Oh, das finde ich gut. Knapp zwei Wochen später, Freitag, der 21. Januar 1983. An diesem Tag wartet die 22-jährige Taxifahrerin Paula Hallmann am Bahnhof in Celle auf Fahrgäste. Sie ist verheiratet und hat eine kleine Tochter, die gerade im Kindergarten ist, während ihrer Mutter arbeitet. Es ist etwa halb eins mittags, als Paula im Rückspiegel einen kleinen, kräftigen Mann auf ihr weißes Volvo-Taxi zukommen sieht. Freundlich fragt sie den Kunden, wo es hingehen soll. Bremen, antwortet der einsilbig und steigt in den Wagen. Paula lässt den Motor an und rollt mit ihrem neuen Fahrgast vom Bahnhofsvorplatz in Richtung der A7. Sie haben eine Fahrt von etwa 120 Kilometern vor sich. Doch Paula wird niemals in Bremen ankommen. Nur wenige Minuten später hält der schweigsame Fahrgast Paula eine Pistole an den Kopf und zwingt sie von der Autobahn abzufahren. Einige Kilometer hinter Zelle muss Paula anhalten und ein großer Mann mit längeren strähnigen Haaren steigt zu ihnen in den Volvo. Die beiden Männer wollen, dass Paula sie in Richtung Hodenhagen fährt. Die 22-Jährige hat Todesangst und betätigt immer wieder heimlich die Lichthupe, um andere auf sich aufmerksam zu machen. Das fällt gleich mehreren anderen Autofahrern auf, doch niemand kommt auf die Idee, dass da gerade eine junge Frau von zwei Männern in ihrem Taxi entführt wird. Im Wiedenhausener Wald nördlich von Hodenhagen zwingen die beiden Entführer Paula, in einen Waldweg abzubiegen und den Motor abzustellen. Der große Dünne mit den langen Haaren reißt Paula vom Fahrersitz und zerrt sie in den Wald. Paula schreit, doch hier kann sie niemand hören. Dann legt der Fremde ihr ein orangenes Seil um den Hals und drückt sie auf den Waldboden. Ihr Entführer reißt der 22-Jährigen die Hose und den Slip herunter und versucht, sie zu missbrauchen. Doch Paula Hallmann wehrt sich, so stark sie kann. Daraufhin knotet der Fremde die andere Seite des Stricks an einen kleinen Baumstamm und zieht so lange an dem Seil, bis Paula sich nicht mehr rührt. Nur eine Stunde später an diesem Freitag fährt an der Volksbank in Lindwedel, südöstlich von Nienburg, ein weißer Volvo vor. Mittlerweile ist es kurz nach 15 Uhr. Vor den Schaltern der kleinen Bankfiliale hat sich eine Schlange gebildet. Mehrere Kunden warten auf ihre Überweisung oder Auszahlung, als zwei Männer in den Raum stürmen. Sie tragen schwarze Sturmhauben. Einer von ihnen hat eine Pistole in der Hand, die er sofort einem der Bankkunden in den Rücken drückt. Er zischt, nicht umdrehen, Überfall und umklammert den Mann von hinten. Sein Komplize bedroht währenddessen die Zweigstellenleiterin der Bank mit einem abgesägten Jagdgewehr. Aus seiner Aufforderung hin gibt sie dem Mann widerstandslos das Geld aus der Kasse heraus. Rund 7200 Mark, also heute etwa 8700 Euro. Sobald die beiden Räuber das Geld haben, stürmen sie aus der Bank, springen in den weißen Volvo und rasen davon. So langsam fügt sich das Bild zusammen, könnte man sagen. Naja, also ich finde, es kommt aber auch so ein bisschen rüber, als hätte man irgendwie ganz verschiedene True-Crime-Fälle, die man hier nacheinander hört. Und ich muss erstmal sagen, ich bleibe echt so ein bisschen bei dieser Taxifahrerin hängen, weil man einfach grundsätzlich sich auch mal klar machen muss, was man eigentlich immer als Taxifahrerin für einen Vertrauensvorschuss Leuten geben muss. Da kommen immer Menschen rein und auch wie tragisch eigentlich, dass sie die Lichthupe da noch betätigt und dass auch alle dann nachher sagen, ja, ja, wir haben das gesehen. Ich meine, ich wüsste jetzt auch nicht, ob man darauf jetzt direkt käme, dass jemand Hilfe braucht. Aber trotzdem, ja, das ist irgendwie, finde ich, berührt einen das, wenn man weiß, dass diese Frauen dann im letzten Moment noch alles versucht hatten, die Leute das durchaus wahrgenommen haben, aber dann eben auch nicht helfen konnten, weil sie auch nicht wussten, was los ist. Würde ich wahrscheinlich, wenn mir jetzt ein Auto entgegenkommt, was die Lichthupe betätigt, würde ich denken, meine Scheinwerfer sind falsch eingestellt oder kommt ein Blitzer. Also ich glaube, den Gedanken hat man ja gar nicht, dass da gerade jemand entführt wird so. Total. Und genau, also ich glaube, hier macht das ja irgendwie Sinn. Also man versteht, die wollten dann an ihr Auto, richtig? Und ich nehme jetzt einfach mal an, dass das die Leichentäter sind, die auch den Mann im Wald da erschossen haben. Wobei ich jetzt schon Schwierigkeiten habe, die beiden Fälle zusammenzubringen. Oder habe ich da geschlafen gerade? Nee, du hast nicht geschlafen. eventuell ist der Hinweis die Waffe, die bei dem Banküberfall benutzt wird, das Jagdgewehr. Jaja, stimmt. Okay, das heißt, wir haben die Waffe im Wald entwendet, wir haben dann das Auto von der Paula entwendet und haben dann eine, Banküberfall, was natürlich trotzdem ein ganz schön hoher Preis ist, um an eine Waffe und an ein Auto zu kommen. Diese zwei Menschen zu töten, dass man sich fast fragt, also entweder sind die wirklich absolut skrupellos oder, Sie haben doch auch noch ein anderes Motiv und man fragt sich jetzt natürlich trotzdem auch, weil es ja zwei Täter sind und wir am Anfang auch diese zwei Soldaten hatten, ob das vielleicht doch nicht nur Zeugen waren. Genau, also ich glaube, das sind so die Gedanken, die ich da gerade habe. Ja, es ist tatsächlich, du hast es eigentlich ganz gut beschrieben. Man hat erst das Gefühl, das sind unterschiedliche Fälle, die gar nicht so richtig zusammenpassen. Und das stellt auch die Polizei logischerweise vor große Probleme, weil das ja erstmal gar keinen Zusammenhang gibt. Ja, und ich glaube auch wirklich nicht, dass das häufig ist, dass jemand für eine Tatwaffe direkt jemanden umbringt oder so. Also weiß ich nicht. Also ich würde es jedenfalls hoffen. Ja, ich erzähle mal ein bisschen was von den Ermittlungen, die dann nach dem Banküberfall natürlich starten. Die übernimmt die Polizei von Celle und durch eine Kennzeichenüberprüfung kommt relativ schnell heraus, dass das Fluchtfahrzeug der beiden Räuber bis vor kurzem noch ein Taxi war und von Paula Hallmann gefahren wurde. Die Werbebeschriftung an den Autotüren des Wagens, die Funkantenne und das Taxi-Schild haben die beiden Bankräuber vor dem Überfall entfernt. Und so stellen die Ermittler nach einiger Zeit fest, dass die 22-jährige Taxifahrerin Hallmann seit mittags vermisst wird. Paulas letzter Fahrgast war laut Zeugenaussagen ein kleiner Mann mit dunklen Haaren und einem runden Gesicht. Jetzt erinnern sich auch andere Zeugen, den Wagen mit der Fahrerin und den beiden Männern auf der Autobahn gesehen zu haben. Das hatten wir ja gerade schon, wo sie immer die Lichthupe betätigt hat. Es dauert zwei weitere Tage, bis sich aufklärt, was mit Paula Hallmann passiert ist und ihr Mann und ihre Tochter traurige Gewissheit haben. Paula liegt mit dem Gesicht auf dem Waldboden, um ihren Hals eine orangene Schlinge. Die 22-Jährige starb durch eine Mischung aus Erdrosseln und Erwürgen. Ihre Leiche ist nur notdürftig mit Erde und Zweigen bedeckt. Am selben Tag, also am 23. Januar, finden die Ermittler auch Paulas Taxi zwischen Büschen und Bäumen in einer stillgelegten Kiesgrube am Brelinger Berg. Das ist so etwa 10 Kilometer von der überfallenen Bankfiliale entfernt. Entweder hatten die beiden Täter dort ein weiteres Auto geparkt oder jemand muss sie dort abgeholt haben. Die Kiesgrube ist nämlich ziemlich weit draußen. Wieder setzt die Polizei eine Belohnung aus, dieses Mal umgerechnet 14.000 Euro. Zu diesem Zeitpunkt aber bringt noch niemand den Mord an Walter Strobl mit dem Banküberfall und dem Mord an Paula Hallmann in Verbindung. Und so dauert es nicht lange, bis die Täter ein zweites Mal zuschlagen. Hm, wenn man das so hört, kann man total nachvollziehen, dass man das nicht zusammenbringt, finde ich. Wobei auf der anderen Seite, man denkt natürlich auch, wie oft werden da überhaupt Morde in so einer Ecke passieren. Gut, ist dann auch die Frage, wie geschult man ist, mit sowas umzugehen. Aber natürlich ist es immer tragisch, wenn man das Gefühl hat, dass man vielleicht hätte noch eine weitere Tat verhindern können. Ja und sie hätten eventuell, also ich will da jetzt wirklich den Ermittlern keinen Vorwurf machen, weil das sind unterschiedliche Polizeibehörden, das liegt einige Kilometer auseinander und wie du gerade schon gesagt hast, ist es so unterschiedlich, dass man gar nicht unbedingt auf diese Idee kommen kann. Aber tragischerweise gibt es noch einen dritten Fall, den man hätte verhindern können und der passiert ein Vierteljahr später. Der 29. April 1983 ist ein warmer Frühlingstag. Die 27-jährige Astrid Boden hat an diesem Freitag nach der Arbeit als Lehrerin an der Berufsschule im Verdener Stadtteil Daulsen noch schnell ein paar Einkäufe erledigt. Mittlerweile ist es nach 14 Uhr und Astrid ist in ihrem kleinen, dunkelgrünen Ford Fiesta auf dem Weg in ihr Zuhause im Dörfchen Asendorf. Die Berufsschullehrerin biegt gerade auf die leere Landstraße bei Euste ein, als ihr ein anderes Auto den Weg versperrt. Der dunkle Daimler Benz steht quer auf der Straße, sodass Astrid nicht an dem Wagen vorbeifahren kann. Die junge Lehrerin erkennt am Straßenrand eine Frau und zwei Männer. Vielleicht hatten die drei einen Unfall oder eine Panne. Und so hält Astrid an und fragt, ob sie helfen kann. Als Antwort auf diese Frage richtet der große, schlanke Mann seine Pistole auf Astrid. Auf ein Zeichen des anderen Mannes setzt sich dann die kleine Frau in den Mercedes, also die andere Frau, die noch mit dabei stand, und fährt mit dem Auto davon. Jetzt ist Astrid Boden mit den beiden Männern allein. Diese setzen sich zu ihren Fiesta und fordern sie auf, Richtung Hustedt zu fahren. Hinter einer Brücke biegt der Ford dann auf einen Feldweg ein. Mit vorgehaltener Pistole zwingt der Größere der beiden Männern, die vor Angst schreiende Astrid auszusteigen. Die 27-Jährige muss sich an den kleinen Graben neben dem Weg auf den Boden knien. Dann fällt ein Schuss. Wenig später verlässt der kleine Grüne fort den Feldweg. Ein Bauer aus der Nachbarschaft erkennt das Auto der Lehrerin und grüßt freundlich, als er mit seinem Trecker vorbeifährt. Er stutzt kurz, als er erkennt, dass in dem Wagen statt Astrid zwei finster dreinblickende Männer sitzen. Er denkt sich in diesem Moment aber nichts weiter, doch die Beobachtung wird später noch wichtig sein. Nur Minuten später, gegen 15 Uhr, hält ein dunkelgrüner Ford Fiesta vor der Volksbankfiliale in Wechold. Das ist ein Ort, der so klein ist, dass es dort noch nicht mal Straßennamen gibt. Also die Adressen sind einfach Nummern. Die kleine Zweigstelle, die etwas außerhalb liegt, ist an diesem Freitagnachmittag gut besucht. Die beiden Männer werfen sich einen kurzen Blick zu, dann ziehen sie ihre schwarzen Sturmhauben über und steigen aus. Der kleinere von beiden geht mit der Pistole bewaffnet vorweg, während der große mit dem Gewehr folgt. Doch die beiden werden beobachtet. In einem parkenden Auto sitzt eine Mutter mit ihrer Tochter, der die beiden Männer mit den Masken natürlich sofort aufgefallen sind. Im Vorbeigehen bemerkt der Größere, dass ihn aus dem Auto zwei ängstliche Augenpaare anstarren. Sofort richtet er sein Gewehr auf die Frau und ihre Tochter und zwingt die beiden aus ihrem Auto, als Geiseln mit in die Bank zu kommen. Dort bedroht der kleinere der beiden bereits einen Angestellten der Filiale und die beiden Kunden. Doch der Bankmitarbeiter scheint den maskierten Räuber nicht besonders ernst zu nehmen und weigert sich, Geld rauszugeben. Ohne zu zögern bricht der kleinere Räuber durch die Tür in den Kassenraum und hält dem Angestellten seine Pistole an den Kopf. Damit zwingt er den Mann, den Tresor der Filiale aufzuschließen und ihm das Geld in eine Tragetasche zu stopfen. Dabei schlägt und tritt der Bankräuber mehrfach nach dem Mann, damit dieser sich beeilt. Umgerechnet 45.000 Euro landen so in der Tasche der beiden Räuber. Sobald die beiden das Geld zusammen haben, lassen sie von den Geiseln ab, stürmen aus der Bank und rasen mit dem Grünen fort davon. Die Nienburger Polizei findet den Fluchtwagen noch am selben Tag in einem Kanal bei Heuerhaken, keine 10 Minuten vom Tatort entfernt. In dem Auto entdecken sie einen etwa einen halben Meter langen mit Stoff umwickelten Holzstab und einen Kanister mit 3,5 Litern Benzin. Wenig später finden die Ermittler auch die Besitzerin des Wagens. Astrid Boden liegt in einem Graben neben einem Feldweg zwischen Euste und Hustedt. Sie ist tot, ermordet durch einen Schuss in ihren Hinterkopf. Von den beiden Bankräubern fehlt jede Spur. Innerhalb von nicht mal vier Monaten haben sie drei Menschen ermordet. Und man muss erst mal festhalten, dass zumindest Stand jetzt ja auch keiner dieser Morde nötig gewesen wäre. Also diese Brutalität ist schon bemerkenswert. Also gerade jetzt bei dem dritten Fall, es wäre ja auch möglich gewesen, die Frau aus dem Auto zu zerren und sie da liegen zu lassen. Also ohne, dass man sie tötet. Und das spricht ja erstmal davor, wie wahnsinnig brutal sie waren. Und was für ein Glück dieser Bankmitarbeiter hatte. Denn als du gerade sagst, der nimmt dir nicht ernst, dachte ich, okay, das war es jetzt für ihn. Und der wird jetzt auch noch hingerichtet. Ja. Ja, also das, glaube ich, lässt sich festhalten. Die sind wahnsinnig brutal. Was hast du gesagt, was sie da in dem Auto noch gefunden haben? Ein Holzstab und Benzin? Also so ein Holzstab, der mit so Fell umwickelt war und ein Kanister. Also das war ursprünglich kein Benzinkanister, sondern ein Plastikkanister, ich glaube für Lösungsmittel. Und da waren dreieinhalb Liter Benzin drin, ja. Also klingt so, als könnte man da so eine Art Fackel draus machen? Ja, also die Vermutung ist, dass sie wohl überlegt haben, das Auto nachher anzuzünden mit dem Benzin und mit diesem Fackelding, haben sich dann aber dagegen entschieden und haben es einfach irgendwie in den Graben gefahren, wo es dann gefunden wurde. Okay, dann fragt man sich natürlich immer, ist da irgendwas schief gelaufen, aber wenn man da irgendwie auch keine Spuren gefunden hat, zu welcher Zeit war das nochmal, hast du gesagt? Das sind die 80er. Die Spurensicherung hat damals natürlich anders gearbeitet als heute, so Anfang der 80er. Auch diese Register, der Austausch zwischen den einzelnen Kreis- und Stadtpolizeibehörden war noch nicht so, wie er heute ist. Ja, also andere Zeiten muss man glaube ich wirklich nochmal betonen an der Stelle. Ja, total. Gut, aber für 45.000 Euro haben sie jetzt wieder eine Frau getötet. Ja. Das finde ich ein ganz wichtiger Punkt, was du gerade gesagt hast, die hätten das Auto garantiert auch so bekommen und das war ja bei der Paula, bei der Taxifahrerin ähnlich. Die hätten die auch einfach im Wald aussetzen können und dann mit dem Auto den Überfall begehen. Und ich meine, sie haben sie da noch versucht zu missbrauchen. Also ich meine, was für eine kriminelle Energie da zusammenkommt, das ist schon wirklich ungewöhnlich. Ja, das stimmt. Die Ermittlungen in dem Banküberfall von Wechold und dem Mordfall Astrid Boten übernimmt zunächst die Polizei Nienburg und die hatte schon nach dem Mord an Walter Strobel knapp vier Monate vorher eine eigene Sonderkommission gegründet. Die können wahrscheinlich gar nicht fassen, was bei denen los ist, plötzlich drei Morde. Absolut, ja. Und dann kommt ja eben auch noch der Mord an der Taxifahrerin Paula Hallmann dazu und der Überfall auf die Volksbank in Lindtwebel Ende Januar. Und da hatte bisher die Polizei Zelle ermittelt, weil ja die Paula Hallmann in Zelle entführt wurde. Aber den Ermittlern ist spätestens jetzt klar, dass die drei Fälle zusammenhängen. Sowohl das erste Opfer Walter Strobel als auch die Berufsschullehrerin Astrid Boden wurden mit einer Pistole der französischen Marke MAB Kaliber 7,65 getötet. Das bei den Überfällen verwendete Jagdgewehr könnte der von Walter Strobel gestohlene Drilling sein. Und auch die Vorgehensweise bei den Banküberfällen ähnelt sich sehr. Die Täter stehlen ein Fahrzeug, töten jeweils die Fahrerin und nutzen dieses dann als Fluchtauto für den bewaffneten Banküberfall. Und auch die Zeugenbeschreibungen der beiden Bankräuber decken sich. Der eine ist klein mit einem runden Gesicht und der andere groß und dünn. Die Ermittler sind sich mittlerweile sicher, dass hinter den drei Morden und zwei Bankrauben dieselben Täter stecken. Deshalb werden die Ermittlungen in allen Fällen in einer gemeinsamen Sonderkommission der Kripo Nienburg und der Polizeizelle zusammengeführt. Bei der neuen Soko Nienburg gehen nach dem Mord an Astrid Boden und dem Überfall von Wechold rund 150 Hinweise ein. Die Ermittler befragen Zeugen und überprüfen polizeibekannte Männer, die auf die Täterbeschreibung passen. Außerdem fertigt ein Polizeizeichner ein Phantombild der beiden mutmaßlichen Täter an. Dieses wird am 7. Mai 1983 erstmals in der lokalen Tageszeitung Die Hake veröffentlicht, zusammen mit einem Fahndungsaufruf. Gesucht werden zwei Männer. Der eine ist um die 35, eher klein und hat ein rundes Gesicht, eine Zahndücke am linken Schneidezahn und kurze schwarze Haare. Der andere Mann ist etwa gleich alt, schlank, groß und hat längere, strähnige Haare. Insgesamt werden die Ermittler in dieser Zeit mehr als 800 Hinweisen nachgehen. Doch keiner davon bringt die erwünschte heiße Spur. Und so versuchen es die Ermittler bei Aktenzeichen XY. Am 2. September 1983 spricht Moderator Eduard Zimmermann vor Millionen von Zuschauern von einer Mordserie, bei der drei Menschen scheinbar sinnlos sterben mussten. In der Sendung wird das Phantombild der beiden Männer mehrfach eingeblendet, aber auch das bringt die Ermittlungen nicht voran. Und so wird die Soko Nienburg Ende des Jahres 1983 wieder aufgelöst. Es gibt, wie es immer so schön heißt, keine weiteren Ermittlungsansätze. Die Mörder von Walter Strobl, Paula Hallmann und Astrid Boden laufen immer noch frei herum. Mehr als anderthalb Jahre tut sich nichts in dem Fall und langsam gerät die Mordserie in Vergessenheit. Das ändert sich erst im Sommer 1985 und zwar nur dank einer aufmerksamen Sachbearbeiterin bei der Polizei Nienburg. Die Frau geht gerade die Akten zu einem Autodiebstahl durch, als ihr etwas auffällt. Die Fotos der beiden Männer, die als Verdächtige in diesem Fall geführt werden, kommen mir irgendwie bekannt vor. Der eine Verdächtige heißt Jochen Demel, ein kleiner, kräftiger Mann mit dunklen Haaren. Der andere ist groß, schlank und hat längere, etwas hellere Haare. Sein Name Kuno Langer. Beide sind Straßenarbeiter und schon ein paar Mal mit dem Gesetz in Konflikt gekommen. Und beide passen exakt auf die Täterbeschreibung der beiden Banküberfälle in Lindwedel und Wechold. Die Mitarbeiterin geht ihrem Verdacht nach und stellt fest, dass Demel und Langer schon bei den damaligen Ermittlungen im Jahr 1983 befragt wurden. Kuno Langer hatte eine Woche vor dem Überfall die Bankfiliale in Wechold besucht, um dort einen Scheck über 100 Mark einzulösen und war deshalb von den damaligen Ermittlern befragt worden. Also so Standardverfahren, jeder, der irgendwie kurz vorher da war, haben sie sich angeguckt. Also die haben wirklich, wirklich viel gearbeitet und viele Leute befragt. Sein Kumpel Jochen Demel wurde ebenfalls befragt. Außerdem durchsucht die Krepuninburg damals sogar seine Wohnung. Dabei entdecken sie einen Plastikkanister mit Entwicklerflüssigkeit. Genauso ein Kanister, allerdings gefüllt mit Benzin, war kurz vorher im Wagen der ermordeten Astrid Boden gefunden worden. Also ich hatte dir ja gesagt, das war so ein Plastikkanister, wo sie den eigentlichen Inhalt rausgekippt hatten und Benzin reingetan haben. Aber das allein reicht natürlich nicht für einen Haftbefehl. Vor allem, weil die Soko die Alibis von Langer und Demel nicht widerlegen kann. Also hat man sich damals auf andere Spuren konzentriert und die beiden Männer aus den Augen verloren. Bis der Nienburger Sachbearbeiterin die Ähnlichkeit von Langer und Demel mit dem Phantombild auffällt. Aber wie sollen die Ermittler den beiden etwas nachweisen? Die Ermittler und die Staatsanwaltschaft entscheiden sich für einen ungewöhnlichen Schritt und gehen dabei, das kann ich schon mal spoilern, bis an die Grenzen des Erlaubten. Hast du eine Ahnung, was jetzt da der Plan ist? Ich glaube, in solchen Fällen, wenn man wirklich gar nichts mehr nachweisen kann, könnte man, glaube ich, immer noch so die Option eines verdeckten Ermittlers ziehen. Wobei das, glaube ich, man wirklich nur in den aller, aller seltensten Fällen macht. Aber wenn ich jetzt Ermittlerin wäre, würde mir, glaube ich, gar nichts mehr groß sonst einfallen. Das ist ein bisschen das Problem. Denen fällt wirklich nichts anderes ein. Sie haben nichts, um die mit den Geschichten dort in Verbindung zu bringen. Also versucht man es jetzt erstmal über andere Wege am Ende. 28. Januar 1986 bewilligt das Amtsgericht Nienburg die Anfrage der Polizei und erlaubt die Überwachung des Fernmeldeverkehrs der beiden Verdächtigen. Das klingt jetzt ein bisschen sperrig, bedeutet aber nichts anderes als, dass die Telefone der beiden abgehört werden. Allerdings ist das erst der Anfang einer Überwachungsaktion, die ich so wirklich noch nie erlebt habe bei einem meiner Fälle, die ich recherchiert habe. Da bin ich jetzt gespannt. Bei der Telefonüberwachung kommt nicht so besonders viel rum. Also Jochen Demel und Kuno Langer telefonieren zwar fast jeden Tag, aber blöderweise für die Ermittler sprechen sie am Telefon eigentlich nie über geplante oder vergangene Verbrechen. Und dann kommt den Ermittlern wieder der Zufall zur Hilfe und das wieder in Form einer Frau. Am 10. Mai 1986 erscheint die Prostituierte Christa Ludolf bei der Polizei und möchte eine Anzeige machen. Sie erzählt den Beamten, dass sie am Abend des 25. April wie immer an ihrem Stammplatz an der Bundesstraße bei Eistrup auf Kundschaft gewartet habe, als sie von zwei Männern entführt wurde. Der kleinere der beiden habe sie mit einer Pistole bedroht, der größere dünne habe sie mit Handschellen an den Beifahrersitz des Wagens der Männer gefesselt. Danach beginnt für Christa Ludolf eine mehrstündige Horrorfahrt durch die Nacht. Die beiden fragen die junge Frau noch ihrem Zuhälter aus und drohen ihr, sie zu erschießen, wenn sie irgendjemand von der Entführung erzählt. Nach einer stundenlangen Fahrt, unter anderem über die A7, halten die Entführer ihren Wagen in einem Waldstück bei Lindwedel. Dort will der kleinere Mann Christa vergewaltigen. Er droht ihr, dass das sonst der Lange tun würde, so nach dem Motto, der ist noch viel schlimmer als ich, wenn du mich jetzt hier nicht lässt, in ihrer Beziehung. Mit Todesangst lässt Christa Ludolf die Vergewaltigung über sich ergehen, während der Größere der beiden Männer schmiere steht. Danach nehmen die beiden Männer der Frau ihr gesamtes Geld ab und erklären ihr, dass sie ab jetzt 30 Prozent ihrer Einnahmen an sie abgeben muss. Danach lassen sie Christa wieder frei. Der Kleinere der beiden besitzt sogar die Frechheit, Christa am nächsten Tag anzurufen, um sie zu fragen, wie es ihr geht. Also das ist schon wild. Völlig. Und das zeigt nochmal, was das für eine Art von Tätern ist. Wir haben ja jetzt auch schon oft gesagt, dass sie wahnsinnig skrupellos sind. Aber das zeigt ja auch, dass sie wirklich…, anderes Weltbild haben und auch gar nicht so einen Bezug zur Realität noch, dass sie a, obwohl sie diese drei Morde begangen haben, sich immer noch in dieser Gegend rumtreiben und offensichtlich einfach denken, sie stehen über den Dingen und ihnen wird schon nichts passieren. Dann sogar noch weitermachen und auch einfach davon ausgehen, dass so eine Entführung und so eine Vergewaltigung von dieser Frau, dass sie wohl schon nicht zur Polizei gehen wird und dass man sich dann einfach mal erkundigen kann. Also, das zeigt ja, dass die völlig Realitätsfähigkeiten Ich hätte eben übrigens auch schwören können, dass das Täter aus dem Ausland sind oder so, die nur kurz da waren, weil man sich da ja schon immer überrascht, dass die trotzdem in diesem Kreis noch leben, ohne dass sie erkannt werden. Also Wahnsinn. Ja, also völlige Selbstüberschätzung trifft es, glaube ich, ganz gut. Also entweder haben sie gedacht, sie haben der Christa so viel Angst eingejagt, dass sie sowieso nichts sagt oder sie denken vielleicht, einer Prostituierten glaubt niemand. Das ist natürlich in den 80ern auch noch ein Thema. Ja, oder auch einer Prostituierten, vielleicht auch so, ja, kann man einen Prostituierten überhaupt vergewaltigen? So nach dem Motto, was natürlich überhaupt nicht meine Haltung ist. Oder es sollte die Haltung von niemandem sein, aber so nach dem Motto, naja, die hat ja ständig Sex mit fremden Leuten. Wir haben jetzt vielleicht nicht bezahlt, aber das ansonsten ist doch wie immer so. Ja, ja, absolut komplette Fehleinschätzung in dem Fall. Und zufälligerweise ist Christa am selben Tag mit einer Bekannten im Auto in Nienburg unterwegs, als sie ihren Vergewaltiger auf der Straße wieder sieht. Also auch das wieder so ein Riesen-Zufall. Und die beiden versuchen sogar, den Mann in seinem Wagen zu stoppen. Aber der kann flüchten. Und Christas Freunde überreden sie, die beiden Männer anzuzeigen. Und so erstattet sie knapp zwei Wochen später Anzeige. Also sie geht nicht sofort zur Polizei, sondern sie überlegt schon hin und her. Glaubt mir da überhaupt jemand und so weiter. Und dann entscheidet sie sich glücklicherweise. Dafür, zur Polizei zu gehen. Aber muss man auch mal festhalten, dass die Täter am Ende dann ja fast ein bisschen recht behalten, wenn sie wirklich gedacht haben, na, die geht schon nicht zur Polizei, weil die Hürde natürlich auch für so Frauen wahnsinnig groß ist. Aber sie hat es gemacht. Sie hat es zum Glück gemacht und schnell ist der Polizei klar, wer die beiden Männer sind, die Christa Ludolf entführt, beraubt und vergewaltigt haben. Jochen Demel und Kuno Langer. Und damit haben die Ermittler endlich etwas in der Hand, das für einen Haftbefehl reicht. Also zwar nicht wegen der Bankräuber oder wegen der Morde, aber jetzt wegen dieser Geschichte. Am 18. Juni 1986 werden die beiden festgenommen und kommen in Untersuchungshaft. Allerdings fehlen den Ermittlern immer noch Indizien oder Beweise, um Demel und Lange auch mit der Mordserie und den Banküberfällen in Verbindung zu bringen. Als erstes befragen sie Jochen Demel, aber der streitet alles ab. Doch nach einer mehrstündigen Befragung kommt er dann doch ins Plaudern in seiner Zelle. Gegenüber seinem Mitinsassen erzählt Jochen, dass er etwas mit den Morden zu tun hat. Es sind die Details, die den Mithäftling aufhorchen lassen. Unter anderem erzählt Jochen ihm, dass er in der Nähe des Örtchens Hesen Beweismittel vergraben hat, die ihn mit den Morden in Verbindung bringen. Der Mithäftling gibt diese Infos schriftlich an die Behörden weiter. Doch sein Schreiben kommt erst am nächsten Tag bei den Ermittlern an. Da sind Demel und Langer schon wieder unter Auflagen auf freiem Fuß. Trotzdem sind die Ermittler sich sicher, dass Demel etwas mit der Sache zu tun haben muss. Sein Geständnis verrät nämlich Details, die der Öffentlichkeit gar nicht bekannt sind. Also immer dieses viel zitierte Täterwissen. Aber für eine Anklage ist das immer noch zu dünn. Deshalb entscheiden sich die Ermittler der Nienburger Polizei zusammen mit der Staatsanwaltschaft und dem LKA Niedersachsen für einen ungewöhnlichen Schritt. Sie wollen, und das war das, was du ja eben schon vermutet hattest, einen verdeckten Ermittler auf Jochen Demel ansetzen. Damals wie heute ist das etwas, was wirklich nur sehr selten passiert. Der Einsatz von verdeckten Ermittlern ist nur zulässig, wenn es um Straftaten von erheblicher Bedeutung geht. Also das sind dann so Dinge wie organisierte Kriminalität, Drogenhandel, Waffenschmuggel oder eben auch Terrorismus. Und ich würde sagen, das trifft in diesem Fall ja nicht so zu 100 Prozent zu. Also es sind sehr schwere Straftaten, aber das ist jetzt ja nicht im Sinne Drogenhandel, Terrorismus. Und genau das wird dann später auch nochmal für einige Diskussionen sorgen. Kann ich schon mal vorwegnehmen. Der verdeckte Ermittler gibt sich gegenüber Jochen Demel als Mitglied einer bekannten und einflussreichen Verbrecherorganisation aus Norddeutschland aus, als die beiden sich zufällig, also zufällig natürlich in Anführungsstrichen, kennenlernen. Stück für Stück erlangt der Ermittler das Vertrauen des Straßenarbeiters. Um seine Geschichte glaubwürdig zu machen, schlägt der angebliche Verbrecher Demel ein Treffen mit seinem Boss vor. Das soll am 13. Juli in einer Jagdhütte stattfinden. Der falsche Verbrecherboss meldet sich dabei angeblich aus Sicherheitsgründen mit einer Gegensprechanlage aus dem Nebenzimmer. Also das ist ja auch schon ein bisschen James-Bond-mäßig. Die ganze Geschichte ist James-Bond-mäßig. Immer wenn ich das Wort verdeckte Ermittler höre, dann denke ich so, das gibt es doch nicht in Wirklichkeit. Ich würde, glaube ich, ich weiß nicht, wie viel Geld bezahlen, um mich mal mit so einem Menschen zu unterhalten, der sowas wirklich gemacht hat. Das müssen ja, ich frage mich mal, wer solche Aktionen plant, ob das irgendwelche Drehbuchautoren sind, weil das ist ja echt. Das klingt ja wirklich nach einem Roman. Ja und vor allem, dass der da im Nebenzimmer sitzt und sich nicht zeigen will und mit so einer Gegensprechanlage mit denen spricht, so wie bei Drei Engel für Charlie, die Älteren können sich erinnern. Aber das hat eigentlich nur technische Gründe. Ach so, ich dachte. Nee, das hat tatsächlich einen Grund. Es geht darum, dass man über diese Anlage jedes gesprochene Wort aufzeichnen kann. Und außerdem sind in der Hütte auch Kameras oder eine Kamera zumindest versteckt. Und tatsächlich erzählt Jochen Demel bei diesem Treffen mehr, als für ihn gut ist. Ich habe mich halt am Anfang gefragt, warum bauen die dieses riesige Gebilde mit der Verbrecherorganisation auf und diesem mysteriösen Boss. Aber es hat, glaube ich, einfach den Grund, dass der Deme denkt, er muss jetzt ein bisschen auftrumpfen, weil er es mit richtigen Profis zu tun hat. Dass du einen Kreis hast, wo du plötzlich Leute mit Straftaten beeindrucken kannst, was im normalen Leben ja nicht so ist. Also ich glaube, du gehst nicht auf ein Date und sagst, hey, übrigens, ich habe zwei Frauen ermordet. Aber bei so einem Boss, wenn man da irgendwie einsteigen will, klar, muss man ja irgendwie zeigen, was man kann. Ja, genau. Und deshalb erzählt Jochen Deme bei diesem Treffen deutlich mehr, als für ihn gut ist. unter anderem plaudert er aus, dass sein Kumpel Kuno Langer und er noch regelmäßig Kontakt haben, obwohl sie das laut Auflagen gar nicht dürfen. Außerdem erzählt er, dass Kuno und er Christa Ludolf Zitat, längst hätten beseitigen müssen. Und damit haben die Behörden endlich genug in der Hand, um Demel und Lange erneut festzunehmen. Und so landet Kuno Lange am 26. Und sein Kumpel Jochen Demel am 29. August 1986 wieder in Untersuchungshaft, unter anderem um eine Gefahr für Christa Ludolf abzuwehren. Weil du brauchst ja immer einen Grund für so eine Untersuchungshaft, also Fluchtgefahr zum Beispiel oder eben Gefahrenabwehr und dadurch, dass sie gesagt haben, wir müssen da die noch erledigen, hatte man einen Grund, die einzuknasten und die beiden werden in dieser Untersuchungshaft mehr als ein Jahr bleiben. Dabei werden sie immer wieder befragt. Es ist Langer, der als erstes einknickt. Nach einer Woche U-Haft gesteht er, dass er schon im Dezember 1982 die Pistole geklaut hat, mit der er später Walter Strobl und Astrid Boden erschossen hat. Aus dem Auto eines Jagdaufsehers, den sie zufällig bei der Arbeit kennengelernt hatten, klauen Langer und Demel nachts die MAB Brevet Kaliber 765, also eine französische Armee-Pistole. Schon damals planen die beiden, sich mithilfe dieser Waffe Geld zu besorgen, wie sie selbst sagen. Auch den Banküberfall in Wecholt gibt Kuno Langer zu. Allerdings bestreitet er, dass Jochen Demel sein Komplize war und nennt stattdessen einen anderen Namen. Wahrscheinlich will er seinen Freund damit schützen. Langer weiß natürlich nicht, dass Demel längst ebenfalls hinter Gittern sitzt und getrennt von ihm befragt wird. Und so ergibt sich aus den Vernehmungen nach vier Jahren Ermittlungen Stück für Stück die Geschichte eines mörderischen Duos. Also ich finde erstmal wirklich Wahnsinn, dass diese Menschen ja offensichtlich jahrelang geschafft haben, unterm Radar zu bleiben. Sie waren in vielerlei Hinsicht ziemlich professionell, muss man leider so sagen. Sie haben sich am Telefon nicht darüber ausgetauscht. Sie sind in den Ermittlungen jetzt auch hart geblieben, obwohl sie in der U-Haft sind. Aber, dass man sie irgendwie geschafft hat, dann bei ihrem Stolz zu greifen, indem man so einen ominösen Bösewicht erfindet. Und dass sie da dann irgendwie so angefangen haben zu reden, weil sie irgendwie so einen Bösewicht beeindrucken wollten. Das finde ich interessant, psychologisch interessant. Dass das der Hebel ist, mit dem man sie nehmen konnte. Ja, die waren ja einerseits schlau auf eine Art, muss man ja sagen. Sie haben keine Spuren hinterlassen. Sie haben das alles eiskalt durchgezogen, ohne zu zögern. Aber andererseits auch, wie du eben schon gesagt hast, relativ doof, weil sie sind ja in dem Gebiet dann auch geblieben und haben weiter Straftaten begangen. Er hat so eine Hybris gehabt, so dieses so, uns kann eh keiner was. Womit sie ja aber auch erstmal ein Stück weit Recht behielt haben. Gut, ich würde sagen, da war auch viel Glück dabei, aber trotzdem, ja, wirklich Wahnsinn. Ich erzähle dir jetzt mal ein bisschen mehr über die beiden. Bitte. Und man kann vielleicht schon mal sagen, dass sie... Vor allem zusammen tödlich sind. Bevor Jochen und Kuno sich kennenlernen, führen beide Männer relativ normale Leben. Wir starten mal mit Jochen Deme. Der kommt am 13. Juli 1952 in Hoja im Landkreis Nienburg als Zweiter von drei Söhnen auf die Welt. Als Jochen zwei Jahre alt ist, trennen sich seine Eltern. Er bleibt, wie damals üblich, bei der Mutter und wird schließlich 1958 eingeschult. Dort hat er von Anfang an Schwierigkeiten, weil er zum Beispiel deutlich langsamer lernt als andere Kinder. Die schönsten Momente in Jochens Kindheit verbringt er auf dem Bauernhof seiner Oma in Heuerhagen. Doch als der Junge zehn Jahre alt ist, zieht seine Mutter mit ihren Kindern und ihrem neuen Mann von der niedersächsischen Provinz in die Millionenstadt Frankfurt am Main. Hier brechen Jochens schulische Leistungen komplett ein. Er bleibt zweimal sitzen. Seine Mitschüler mobben ihn wegen seines Nachnamens als Dovel, also Dovel statt Demel. Also kommt er auf eine Sonderschule, wie das damals noch heißt. Dort findet er das erste Mal eine Lehrerin, die an ihn glaubt und die ihn unterstützt. Allerdings ist es damals üblich, dass man diese Schule nur bis zum Alter von 16 besuchen kann. Also muss Jochen die Schule 1968 ohne Abschluss verlassen, weil er ist dann schon 16 und darf dann da weiter nicht zur Schule gehen. Was ich halt auch wirklich krass finde, weil man endlich was gefunden hat, wo er gefördert wurde. Und so macht er eine Ausbildung bei einem Schmied in seiner alten Heimat Niedersachsen. Allerdings, der 16-Jährige hat keine Lust auf diese Ausbildung, wo ihn so seine Eltern reingesteckt haben und er bricht die Lehre nach sechs Wochen ab. Also organisiert ihm sein Stiefvater eine Schlosserlehre bei einer Firma in Frankfurt. Aber auch da gefällt es Jochen nicht. Also sucht er sich selbst eine Lehrstelle bei einem Schlossermeister, den er noch aus seiner Schulzeit kennt. Zum ersten Mal in seinem Leben hat er etwas gefunden, das er richtig gut kann. Er schließt die Ausbildung als Bester seines Jahrgangs ab und träumt davon, in dem kleinen Betrieb weiterzuarbeiten. Doch auch dieses Mal machen ihm seine Mutter und sein Stiefvater einen Strich durch die Rechnung. Sie wollen mit der Familie wieder in den Kreis Nienburg ziehen und nehmen den damals 19-jährigen Jochen mit. Zurück in Niedersachsen arbeitet er bei verschiedenen Firmen als Bauschlosser und lernt Annegret kennen. Die beiden verlieben sich und Jochen träumt davon, mit seiner neuen Freundin zurück nach Frankfurt zu ziehen und dort wieder in seinem alten Ausbildungsbetrieb zu arbeiten. Doch der schwangeren Annegret gefällt die Großstadt nicht, also überredet sie Jochen wieder zurück in den Kreis Nienburg zu gehen. Dorthin, wo er nach einem heftigen Streit mit seinen Eltern eigentlich nie zurückwollt. Also er hat es zweimal da weggeschafft und ist zweimal sozusagen vom Schicksal wieder dorthin zurückgezogen worden. Im Kreis Nienburg schlägt er sich zunächst als Lkw-Fahrer durch, bis er 1975 einen Job beim Nienburger Straßenbauamt findet. Ein Jahr später heiraten Annegret und er, wohl auch auf Druck der Familie, weil bereits ein zweites Kind unterwegs ist. Anfang der 80er sieht das Leben von Jochen Demel aus wie die perfekte Spießer-Postkarte. Ein Job im öffentlichen Dienst, mittlerweile drei Kinder, ein neues Haus und ein Schäferhund. Aber Jochen und seine Frau haben sich mit dem Hausbau finanziell übernommen. Also versuchen die beiden alles um, nebenbei irgendwie an Geld zu kommen. Jochen fährt am Wochenende Taxi und trägt Zeitungen aus. Zusammen mit Annegret versuchte sich außerdem mit einem Anhängerverleih und dem Verkauf von Getränken. Doch das Geld reicht vorne und hinten nicht. Sein einziger Halt in dieser Zeit ist sein Kumpel Kuno Lange, den er bei der Arbeit im Straßenbauamt kennengelernt hat. Im Juni 1983 wird Jochen dort rausgeschmissen, weil er durch seine ganzen Nebenjobs seinen Hauptberuf vernachlässigt hat. Für den 30-Jährigen bricht eine Welt zusammen. Er schlägt sich als Schweißer auf Montage in Süddeutschland und als Lkw-Fahrer durch. Doch auch diese Jobs reichen nicht, um seine Schulden zu bezahlen. Also wird das Haus von Familie Demel noch im selben Jahr zwangsversteigert und Jochen beginnt zu trinken. Wieder ist es Kuno Langer, der in dieser schlimmen Zeit an seiner Seite ist. Dieser wird am 2. Februar 1950 in Nienburg geboren, ist also zweieinhalb Jahre älter als Jochen. Kuno hat einen älteren Bruder, ihre Mutter arbeitet halbtags als Verkäuferin und ihr Vater als Bauingenieur. Doch nur ein Jahr nach Kunos Geburt stirbt der Vater bei einem Unfall. Als er 13 ist, lernt seine Mutter einen neuen Mann kennen, den sie kurz darauf heiratet. Kunos Stiefvater soll zu viel getrunken und seine Mutter regelmäßig verprügelt haben, wie er später erzählt. Nach seinem Hauptschulabschluss macht Kuno eine Ausbildung als Zimmermann und wechselt mit 19 zum Bundesgrenzschutz. Dort erreicht er den Dienstgrad eines Oberwachtmeisters und lässt sich als Kraftfahrer ausbilden, also als Lkw-Fahrer. 1973 verlässt er den Grenzschutz und beginnt als Lastwagenfahrer zu arbeiten. Kuno bildet sich weiter und schließt die Lehre als Kraftwagenmechaniker mit Bestnoten ab. In dieser Zeit lernt er auch seine Frau kennen, die damals bei der Sparkasse arbeitet. Die beiden heiraten und 1976 bekommen sie eine gemeinsame Tochter. Weil er in seinem Lkw-Fahrerjob dauernd unterwegs ist, wechselt Kuno 1982 zum Straßenverkehrsamt von Nienburg. Als Straßenwärter verdient er zwar deutlich weniger als vorher, aber der Job erscheint ihm sicherer und er ist auch nicht mehr so viel unterwegs. Beim Amt arbeiten Kuno Langer und Jochen Demel in derselben Kolonne, so lernen sich die beiden kennen. Die beiden Männer verstehen sich gut und schon bald werden sie Freunde, mieten zusammen eine Scheune und schrauben an Autos herum. Interessant finde ich, dass die beiden ihre Beziehung ziemlich unterschiedlich beschreiben. Während Kuno für Jochen der wichtigste Vertraute ist, beschreibt dieser ihr Verhältnis eher als Kumpelei. Jochen blickt zu Kuno auf, der im Gegensatz zu ihm ein ordentliches Zuhause und immer noch einen festen Job hat. Irgendwann kommen die beiden auf die Idee, ihre finanzielle Situation durch einen Banküberfall aufzubessern. Allerdings wird ihnen schnell klar, dass sie dafür eine Waffe brauchen. Also klauen die beiden am 10. Dezember 1982 aus dem Auto eines Jagdaussehers in Eistrup die französische Armeepistole, die später zur Mordwaffe werden wird. Beide Männer sind überrascht, wie einfach sie an die Waffe gekommen sind. Doch eine einzelne Pistole scheint den beiden nicht genug für einen gemeinsamen Banküberfall. Sie brauchen ein Gewehr. Aber wo soll man an so eine Waffe kommen? Einen Plan haben die beiden nicht. Es ist reiner Zufall, dass Jochen Demel am 5. Januar 1983 im Waldgebiet Krehe unterwegs ist. Eigentlich wollte er an diesem Tag einen Bekannten besuchen, der ihm noch Geld schuldet. Um seiner Forderung Nachdruck zu verleihen, nimmt er die geklaute Armeepistole mit. Aber der Bekannte ist nicht zu Hause und so macht sich Demel ohne Geld zu Fuß auf den Heimweg durch den Wald. Dort sieht er dann den Wagen von Walter Strobl und entscheidet sich spontan, dem Jäger aufzulauern und ihm sein Gewehr abzunehmen. Strobl stirbt, weil er zur falschen Zeit am falschen Ort ist. Und ehrlicherweise, darauf hätte man ja, glaube ich, auch gar nicht kommen können. Also was für ein Zufall. Und ich denke sowieso, die Biografien lassen ja überhaupt nicht vermuten, dass das jetzt irgendwie die Gesuchten in so einem Mordfall sind. Weil ich muss auch sagen, ich habe mich eben so ein bisschen gewundert, als es hieß, ja, die wurden ja auch mal befragt, weil sie da einen Check an die Bank gebracht haben. Aber ja, ich meine, auch wenn die Polizei natürlich jeden gleich unter die Lupe nehmen sollte. Ich stelle mir dann schon vor, du bist da Ermittler und sprichst da mit einem, der einfach im öffentlichen Dienst arbeitet, gerade oder jetzt nicht mehr, oder der eine von beiden ja noch, und dir da einfach deine Fragen beantwortet. Da denkst du, glaube ich, nicht, nur weil der Gast in der Bank war, dass der jetzt irgendwie ein Mörder ist. Was ich aber interessant finde, ist, dass der, also diese Beziehung von den beiden, du sagst ja, dass der Kuno eigentlich der ist, zu dem der Jochen aufgeschaut hat. Deshalb hätte ich jetzt gedacht, dass der auch der war, der so ein bisschen. Diese Gewalt in diese Beziehung reingebracht hat und der Jochen eben einfach mitgemacht hat, um den Kuno zu begeistern. Aber jetzt war es ja so, dass der Jochen den ersten Mord begangen hat eigentlich. Das finde ich interessant, weil man sich ja immer wundert, wie zwei Leute zueinander kommen, die dann beide bereit sind, so Gewalttaten zu begehen. Und da liegt ja eigentlich immer nahe, dass das dann der ist, der eben, der eine ist der Vorgänger, der andere ist nur der Mitläufer. Aber ja, interessant. Ich fand das auch total. Spannend, weil das ja beides so Biografien sind, die jetzt nicht völlig ab von der normalen Lebensrealität der meisten Menschen sind. Also das hätte so mein Onkel sein können. Mit 33 Kinder. Also ich meine, hatte sein Leben mehr auf der Reihe. Mit Hund, Haus, Garten, Frau. Voll. Also deswegen und dann diese Brutalität und diese Kaltblütigkeit, die ja gar nicht dazu passt. Also es sind jetzt beides keine Leute, die schon irgendwie eine 20-jährige Verbrecherkarriere hinter sich hatten, bevor sie dann das alles gemacht haben. Und auch diese Dynamik, wie du schon sagst, ist total spannend, weil es ist eben doch nicht einfach so, dass da nur einer sagt, du machst das und der andere ist sozusagen der Ausführende. Also Jochen könnte man sagen, geht vor. Weißt du, im Voraus, ein Gehorsam denkt, oh, da ist ein Jäger, ein Jäger hat ein Gewehr, ich bin gerade hier alleine im Wald, ich habe eine Waffe dabei, mache ich einfach mal. Und das so als erster Mord, weil es so völlig aus der Kalten. Voll, wie fremden Mann, auch da, wieder nicht nötig gewesen. Und ich frage mich bei solchen Kombinationen immer, das ist jedes Mal, wenn ich sowas höre, für mich total mindblowing, die Tatsache, dass jemand jemanden umringt und das dann jemand anderem erzählt, wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Freund dann nicht sagt, alter spinnst du und zur Polizei geht, sondern dass der dann einfach sagt, Ach ja, weißt du was? Das finde ich irgendwie spannend. Da mache ich mit. Also das ist so, ich finde das Wahnsinn, weil das ja auch noch zwei Leute dann sind. Also ich meine, so wird es jetzt ja weitergehen. Offensichtlich ist er nicht zur Polizei gegangen, der Kudo. Ganz offensichtlich ist er nicht zur Polizei gegangen. Also wir hatten es gerade schon kurz angeschnitten. Jochen Demel hat ja vorher noch nie eine schwere Straftat begangen. Dann erschießt der spontanen Fremden und macht einfach so weiter, als wäre nichts gewesen. Also bei den meisten Menschen, das wird ja schon irgendwie einen belasten, dass man drüber nachdenkt und was habe ich da getan und so. Also davon ist wirklich gar nicht die Rede. Man muss ja fast sagen, er hat vielleicht Gefallen daran gefunden, dieses Machtding irgendwie. Sie haben ja danach auch noch zwei Morde begangen, die ja, wie du schon ganz am Anfang gesagt hast, eigentlich nicht notwendig waren. Und wir wissen natürlich nicht, was die jetzt vorher besprochen haben, um jetzt an diese weitere Waffe zu kommen. Es kann natürlich sein, dass Kuno gesagt hat, wir müssen noch irgendwie jemanden umbringen, um an sein Jagdgewehr zu kommen. Und der Jochen hat da seine Chance gesehen, als er den Jäger zufällig getroffen hat. Aber die machen einfach weiter. Die beiden treffen sich nach dem ersten Mord regelmäßig, um ihren gemeinsamen Bankraub zu planen. Und sie sind nicht alleine, denn auch Jochens Frau Annegret ist mit dabei. Stimmt, die eine Frau, die hatten wir ja gar nicht mehr auf dem Schirm. Genau, das war die, die eben mit diesen Unfall simuliert hat. beim dritten Mord. Annegret wird am 3. März 1952 als uneheliches Kind geboren, was damals in der Nachkriegszeit ein großes, großes gesellschaftliches Problem ist. Ihr Vater ist ein kriegsversehrter Alkoholiker. Ihre Mutter versucht, sich als Putzfrau irgendwie über Wasser zu halten. Für Annegret ist in diesem Leben kaum Platz. Sie ist schon als Kind viel allein und lernt erst sehr spät sprechen. Sie besucht die Sonderschule und bricht mehrere Ausbildungen ab, bis sie Jochen kennenlernt. Sie arbeitet als Verkäuferin, später als Putzhilfe, uns bekommt drei Kinder. Immer öfter streiten sie und ihr Mann. Jochen schlägt sie, doch Annegret bleibt. Sie hat sonst niemanden. Annegret unterstützt ihren Mann, wo es geht. So auch am 5. Januar 1983, als Annegret Jochen auf dem Weg zu ihrem Job als Putzhilfe im Waldgebiet Krehe absetzt. Dort wird er kurzer Zeit später Walter Strobl ermorden. Und auch als Jochen und Kuno ihren Bank überfallen, ist Annegret mit dabei. Mit ihrem Mercedes fährt sie ihren Ehemann am 21. Januar 1983 zum Bahnhof nach Zelle, wo Jochen die Taxifahrerin Paula Hallmann entführt. Nach dem Banküberfall am selben Tag holt Annegret Jochen und Kuno an der Kiesgrube am Brelinger Berg ab, wo die beiden das Taxi von Paula Hallmann entsorgt haben. Also die mussten da irgendwie wieder wegkommen. Und am 29. April 1983 hilft Annegret den beiden dabei, Astrid Boden auf ihrem Heimweg anzuhalten. Sobald ihr Ehemann und Kuno in Astrid's Fiesta sitzen und die junge Lehrerin mit ihrer Waffe bedrohen, fährt Annegret mit ihrem Mercedes davon und überlässt Astrid ihrem Schicksal. Am 4. November 1986 wird deshalb auch Annegret Demel festgenommen. Ja, sie ist die Dritte in dieser Runde und wahrscheinlich die Einzige, von der man sagen kann, dass sie das nicht... Ja, aus Überzeugung klingt falsch, aber die da so ein bisschen reingerutscht ist, so könnte man sagen. Genau, sie wirkt ja so, als wäre sie auch ein Leben lang, ist jetzt kirchenpsychologisch, aber es wirkt ja so, als wäre sie ein Leben lang auf der Suche nach Zugehörigkeit irgendwie gewesen. Und wenn sie dann eben dann auch von ihrem Mann geschlagen wird und der hat sich dann aber eben dieses, ich nenne es mal Projekt, in den Kopf gesetzt, dass man da dann einfach mitmacht, kann man ja schon irgendwie nachvollziehen. Und trotzdem muss ich auch nochmal sagen, ich finde es auch wahnsinnig, ich spreche jetzt ja auch nicht dafür, dass die alle wahnsinnig intelligent waren, wenn die alle auf der sogenannten Sonderschule waren und so. Und auch da finde ich es dann doch wieder bemerkenswert, wie lange sie es geschafft haben, unterm Radar zu bleiben. Ja, wobei man sagen muss, ich glaube, die Voraussetzungen damals waren anders. Die Annegret ist ja zum Beispiel gar nicht gefördert worden so richtig. Aber auch da wieder, wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich da drei Menschen zusammenfinden, Morde begehen, wovon ja dann auch alle drei gewusst haben und keiner von denen packt aus. Ja, und die bleiben da einfach leben, die bleiben da einfach leben auch, wie du sagst, ändern nicht mal ihre Location oder so. Ja, aber gut, kann man auch wieder andersrum interpretieren und sagen, vielleicht hat denen auch die Fähigkeit zu dieser Weitsicht irgendwie gefehlt. Vielleicht waren die gar nicht in der Lage abzuschätzen, was das jetzt alles bedeutet und vielleicht haben die gar nicht gesehen, wie absurd und vielleicht auch blöd das ist eigentlich, da zu bleiben. Und hatten Glück, dass die da irgendwie nicht erwischt worden sind. Ja, ich denke auch, dass das eine große Rolle gespielt hat, dass ihnen keiner auf der Spur war und dass sie sich halt irgendwann auch selbst völlig überschätzt haben und gedacht, wir sind jetzt hier die Superverbrecher. Zwei Banküberfälle, drei Morde, keiner ist uns auf die Schliche gekommen jahrelang. Jetzt können wir auch nochmal eine Prostituierte entführen und die vergewaltigen und erpressen, weil uns kann ja eh keiner was. Also völlige Selbstüberschätzung. Der Prozess gegen die drei beginnt am 9. September 1987 vor der siebten großen Strafkammer des Spurgerichts am Landgericht in Verden. Der Fall wird damals heiß diskutiert, vor allem der Einsatz des verdeckten Ermittlers. Also da hat ja ganz am Anfang schon ein bisschen darauf hingewiesen. Der Stern zum Beispiel schreibt unter dem Titel ein Killer für die Kripo über den Prozess und die Ermittlungen in dem Fall. In 26 Verhandlungstagen werden mehr als 70 Zeugen gehört und mehrere Gutachten vorgestellt. Vor Gericht gestehen Jochen Demel und Kuno Langer, die drei Morde und zwei Überfälle gemeinsam begangen zu haben. Demel erklärt, dass er Walter Strobl und später auch Astrid Boden erschossen hat. Das lässt sich durch die französische Jagdpistole, die die Ermittler mittlerweile sichergestellt haben, belegen. Nur das Jagdgewehr von Walter Strobl bleibt weiterhin verschwunden. Aber wer hat Paula Hallmann ermordet? Im Gegensatz zu den beiden anderen Opfern wurde die Taxifahrerin erdrosselt. Annikret Demel sagt vor Gericht aus, Kuno Langer habe ihr nach der Tat erzählt, Das sind jetzt schlimme Zitate, ich warne euch schon mal vorher. Paula habe Sperenzien gemacht, als er, Zitat, über sie rüberrutschen wollte. Und sie habe deshalb sterben müssen. Das Gericht glaubt ihr, auch wenn Langer sich selbst nicht zu dem Mord äußert. Doch es gibt noch ein weiteres Indiz, das auf ihn als Täter hinweist. Die tödliche Schlinge um Paulas Hals wurde mit einem ganz besonderen Knoten geknüpft, wie er in der Seefahrt benutzt wird. Und wer hat zufälligerweise einen Bootsführerschein? Kuno Langer. Das hatte den Ermittlern bei einer seiner Vernehmungen auf Nachfrage selbst erzählt. Kurze Zeit später, als es längst um ein anderes Thema geht, sagt Langer, die Ermittler hätten die Frage mit dem Bootsführerschein doch nur, Zitat, wegen der Sache in Zelle gestellt. Also er ahnt schon, dass er sich da irgendwie verraten hat. Besonders interessant finde ich an dieser Stelle die psychiatrischen Gutachten der drei Angeklagten. Laut Gutachter ist Kuno Langer durchschnittlich bis leicht überdurchschnittlich intelligent. Leistung, Anerkennung und Erfolg sind ihm besonders wichtig. Er wird als narzisstisch veranlagt beschrieben. Deshalb genießt und braucht Langer laut den beiden Gutachtern auch die Anerkennung seines Kumpels Jochen Demel, der zu ihm vorliegt. Also so eine ganz ungute Dynamik. Demel wird von den Gutachtern als eher normalintelligent beschrieben, aber auch als unsicher und unstrukturiert. Demel sei langer geistig unterlegen und neige zu Selbstmitleid und Jammerigkeit. Übrigens ein Wort, von dem ich nicht mehr wusste, dass es den gibt. Ich auch nicht. Das glaube ich auch nicht mehr so am Vogue. Wahrscheinlich nicht mehr so, ja. Und seine Ehefrau Annegret, die ist laut Gutachten intellektuell minder begabt. Aber nach Einschätzung der beiden Gutachter sind alle drei Angeklagten voll schuldfähig. Das Urteil fällt am 5. Februar 1988. Es sind so viele Neugierige und Journalisten gekommen, dass aus den angrenzenden Sälen zusätzliche Stühle in den Gerichtssaal geschleppt werden müssen. Jochen Demel wird wegen dreifachen Mordes, schweren Raubes und schwerer räuberischer Erpressung zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Auch Kuno Langer bekommt lebenslang wegen derselben Straftaten, Allerdings nur wegen zweifachen Mordes, denn bei den Schüssen auf den Jäger Walter Strobel war er nachweislich nicht dabei. Annegret Demel wird zu einer Haftstrafe von drei Jahren und sechs Monaten verurteilt und zwar wegen Beihilfe. Das Gericht berücksichtigt bei ihr eine verminderte Zurechnungsfähigkeit wegen ihrer verminderten Geisteskraft, so wie es im Urteil steht. Das Urteil wird im August 1988 vom Bundesgerichtshof bestätigt und damit rechtskräftig. Kuno Langer sitzt seine Strafe in der JVA in Pferden ab, sein Komplize Jochen Demel in Zelle. Leben die noch? Weißt du das? Weißt du noch, ob die leben? Naja, rein alterstechnisch ist es sehr realistisch, dass sie leben. Beide sind danach öffentlich nie wieder in Erscheinung getreten. Und ob sie danach nochmal Kontakt miteinander hatten, ist nicht bekannt. Ich vermute, dass es zu den Bewährungsauflagen gehört hat, dass sie eben keinen Kontakt miteinander haben dürfen. Aber zumindest hat man von denen nie wieder was gehört, was man ja auch als... Gutes Zeichen werten kann. Im November 1990 wird der Fall nochmal Thema im niedersächsischen Landtag. Ein Abgeordneter der Grünen kritisiert die Abhöraktion der damaligen Ermittler und vor allem den Einsatz des verdeckten Ermittlers als Täuschung, die ein Geständnis des Verdächtigen erschleichen sollte. Also ich muss sagen, ich kenne immer diese Argumente, man hört das ja immer mal wieder, dass sowas einem dann vorgehalten wird. Ich finde so ein gutes Beispiel aus dem Leben ist ja, wenn jetzt jemand ans Handy vom Partner geht und da dann findet, dass man betrogen wird und dann heißt es nachher so, ja, aber du durftest gar nicht an mein Handy gehen. Also grundsätzlich finde ich es auch nicht gut, an das Handy vom Partner zu gehen. Aber ich finde immer, man streitet sich da einfach über die falsche Sache. Und in dem Fall ist es ja nicht so, dass jetzt strittig wäre, ob das wirklich passiert wäre. Dann wäre es, glaube ich, eine andere Nummer, wenn man jetzt sagen müsste, naja, kann es sein, dass die Leute zu einem Geständnis gedrängt worden sind, obwohl sie das gar nicht begangen haben. Ja, das stimmt. Aber da man am Ende über drei Menschenleben spricht und es wirklich auch noch hätte zu mehreren Morden kommen können, finde ich diese Diskussion absurd und sie lenkt einfach auch vom Thema ab. Und wenn ich jetzt Angehöriger eins dieser Opfer wäre, dann würde ich mich ganz schön ärgern darüber, dass das überhaupt besprochen wird. Ja, das kann ich nachvollziehen. Ich glaube, es ist schon wichtig, dass man ganz genau guckt, wo der Staat so sehr in Leben eingreift und so und dass es dafür Regeln gibt. Und ja, rein von der Anwendung her ist halt fraglich. Es ist jetzt kein Drogenschmuggel, es ist kein Waffenschmuggel. Aber wie du schon sagst, in dem Fall, es hat zu einem Erfolg geführt und es ist ja nicht so, diese Kritik gibt es ja bei verdeckten Ermittlern auch manchmal, dass die praktisch die Leute, die sie überwachen wollen, sollen zu Straftaten anstiften. Ja, im Sinne von, komm, wir schmuggeln jetzt mal gemeinsam Drogen und dann kriegt man den anderen dafür dran, dass er Drogen geschmuggelt hat. Das war ja nicht so. Der hat ja diese Geschichte aufgebaut, um den anderen erzählen zu lassen und das hat ja geklappt. Total. Und ich meine, jemand, der, nicht falsch zu verstehen, das ist auch total dramatisch, aber jemand, der jetzt seine Frau im Affekt umbringt oder so, der hat ja nicht so eine hohe Wiederholungsgefahr wie jetzt diese beiden Täter. Und insofern finde ich das schon gerechtfertigt, auch wenn du natürlich Recht hast, wenn wir einfach alle möglichen Instrumente nach Lust und Laune anwenden, dann haben wir auch ein Problem als Rechtsstaat. Aber in dem Fall würde jetzt Richterin Carolin sagen, nee, das ist schon in Ordnung so. Ich finde auch, dass du da ein ganz wichtiges Thema angesprochen hast, nämlich die Wiederholungsgefahr. Sie haben das ja jetzt schon mehrfach erfolgreich durchgeführt. Sie sind damit durchgekommen, sie haben Geld damit verdient. Ihnen ist keiner auf die Schliche gekommen. Also die Chance, dass sie sowas ähnliches dann nochmal abziehen würden in Zukunft, wenn das Geld dann alle ist, dass sie wieder eine Frau oder einen Mann umbringen, um an ein Auto zu kommen und wieder eine Bank überfallen, die ist ja schon auf jeden Fall gegeben. Ja, dementsprechend, also es gibt halt diese Anfrage, da passiert dann auch nichts. Also die Landesregierung sagt, war alles in Ordnung so und damit hat sich das Thema auch erledigt. Aber es ist eben nochmal Teil der politischen Diskussion. Und man muss ja, finde ich, auch sehen, dass das damals wahrscheinlich auch ein Mittel war, wo man doch noch ein bisschen früher zugegriffen hat als heute, würde ich jetzt mal schätzen. Weil wenn wir den Fall in die Gegenwart holen, gäbe es bestimmt mehrere Spuren. Es gäbe Videoaufnahmen, dass man vielleicht auch andere Möglichkeiten hatte, Täter zu stellen, die es einfach de facto damals nicht gab und erst recht, wenn es ein zufälliges Opfer war. Dann blieben einem ja wirklich die Möglichkeiten aus, würde ich sagen. Ja, wahrscheinlich hätte man den Fall, wie du schon sagst, viel früher klären können, weil eben einer da irgendwie Genspuren, also wenn der Lachen Demel da irgendwie an den Kofferraum gegangen ist und das nicht alles total sauber gemacht hat, würde vielleicht irgendwo eine Hautschuppe sein, die man ihm zuordnen kann. Also ja, da haben sich definitiv die Zeiten glücklicherweise geändert. Zehn Jahre nach der Mordserie im Juli 1993 wird dann auch die letzte offene Frage des Falles geklärt. Taucher der Bundeswehr finden bei einer Übung in der Nähe von Säbenhausen unter einer Kanalbrücke zufällig das verschwundene Jagdgewehr von Walter Strobel. Dessen Witwe übrigens engagiert sich nach dem Tod ihres Mannes jahrelang für die Opferschutzorganisation Weißer Ring. An dem Waldweg, an dem am 5. Januar 1993 die Mordserie von Nienburg begonnen hat, erinnert noch heute ein Gedenkstein an den ermordeten Jäger Walter Strobl. Ja, falls wir mal in Nienburg sind. Was für eine wilde Geschichte, oder? Ja, ich finde, das ist eine Geschichte, die zum Glück ja so sehr selten passiert, weil es dieses Klassische, man bringt einfach mal jemanden aus relativ geringen Gründen um, zum Glück ja nicht so häufig gibt. Aber ich meine, ja, vor allem, wenn man sich auch mal wieder vor Augen führt, dass im Grunde ja diese Sachbearbeiterin, die da zwei Phantombilder wieder erkennt, erstmal auf die richtige Spur gebracht hat, die Ermittlungen. Ja, da kann man auch einfach nur den Hut ziehen. Ich hoffe, die Frau ist befördert worden. Das hoffe ich auch. Ich finde, man sieht in dem Fall auch wieder so gut, was für eine große Rolle Zufälle im Leben spielen. Also schon in der Lebensgeschichte der beiden wäre der eine in Frankfurt geblieben bei seinem Betrieb, dann hätten die sich nie kennengelernt, dann wäre es nie zu dieser Mordserie gekommen, hätte die Sachbearbeiterin nicht, wie du gerade schon gesagt hast, so ein gutes Auge gehabt, wären die nicht auf die Idee gekommen, die Prostituierte zu überfallen. Also es ist eigentlich so eine Verkettung von Zufällen. Und auch, dass die psychologisch, also alle drei ja sogar, so gut zusammengepasst haben, Dass das überhaupt sich zu so einem Mordkomplott irgendwie entwickelt hat. Wo man sich dann auch immer fragt, finde ich, also ich meine, ich würde jetzt nicht denken, dass mich jemand zu einem Mord überreden kann. Und trotzdem, glaube ich, wundert man sich auch, wie man vielleicht auch in einer Kombination von gewissen Menschen anfängt. Anders reagieren würde oder auch Dinge machen würde, wo man jetzt behaupten würde, nee, das würde ich nicht tun. Also ich glaube, so ein Zusammenspiel oder so ein Gefühl von Menschen kann wirklich auch ungeahnte Kräfte auslösen, eben auch im negativen Sinne. Absolut. Und das war auch einer der Gründe, warum ich mir den Fall ausgesucht habe, weil wir neigen natürlich als Gesellschaft oft dazu, Täter zu Monstern zu machen. Das ist ja auch ganz oft in Kommentarspalten, gerade natürlich, wenn es um Sexualstraftaten oder Morde geht. Und das ist ja eigentlich nur für uns selbst. Wenn wir uns selbst davon distanzieren, sagen, ich bin ja ein Mensch, aber der ist ja ein Monster, das hat ja gar nichts mit mir zu tun. Und ich bin schon der Überzeugung, dass die meisten Menschen in gewissen Situationen oder wenn man einfach Pech gehabt hat dadurch, wie man aufgewachsen ist, wenn man falsch geprägt worden ist, dass die meisten von uns wirklich zu schlimmen Straftaten fähig wären, wenn wir im Leben irgendwie falsch abgebogen wären. Das siehst du ja auch. Das sind ja ganz normale Spießerleute mit Schäferhund und Eigenheim und Kindern, die dann da mordend übers Land ziehen. Ich glaube zumindest auch, dass die meisten Leute, die im Knast sitzen wegen zum Beispiel Totschlag, wahrscheinlich auch vorher gesagt hätten, sie würden zu sowas nicht fähig sein. Also ich glaube, das ist immer dieser Irrglaube, wie du sagst, das sind Monster oder auch die wären einfach 100% Mörder. Dabei ist das ja ein Moment, in dem die eine sehr, sehr schlechte Entscheidung treffen, aber die sind ja vorher trotzdem auch... Jemand anders und haben ganz viele Facetten, sind vielleicht auch mal nett und lustig und auch nachher wieder. Deshalb ist das glaube ich auch so genauso schwer, damit gesellschaftlich umzugehen und wie du schon sagst, einfach einfacher zu sagen, die Bösen. Ja, das ist, finde ich, manchmal ein bisschen problematisch, wenn wir uns dann so auch erheben über diese Leute. Ich will jetzt nicht sagen, dass wir mit denen Mitleid haben sollten, sagen auch die Armen, die Armen, die Armen. Aber um zu erkennen, wie sowas passieren kann, musst du ja dir die Leben anschauen und musst du eventuell Möglichkeiten finden, Prävention zum Beispiel zu verbessern. Und es hilft niemandem, sich da über Verbrecher oder Täter zu erheben und zu sagen, wir sind ja alle nicht so und die sind ja alle krank im Kopf, weil so einfach ist es dann halt doch nicht. Und ich glaube, genau, es ist der wichtige Punkt, den du gerade sagst, es bringt vor allem nichts. Es ist einfach nicht zielführend. Das kann man vielleicht so Gefühle haben, man kann Wut haben. Aber wenn es jetzt darum geht, wie man Leute schützt oder wie man sowas verhindern kann, dann ist diese Form der Ausgrenzung auch für Resozialisierung, glaube ich, einfach total, also nicht zielführend. Wobei man schon sagen muss, finde ich, dass in diesem Fall das nochmal was Besonderes ist, weil wir von zufälligen Opfern reden und wirklich einer hohen Brutalität, zu der ich dann wieder glaube, wären schon die allerwenigsten Menschen fähig. Ja, ich glaube auch, dass die wenigsten von uns glücklicherweise, wenn sie jetzt ein Auto bräuchten, deshalb Menschen töten würden. Ja, genau. Also hoffe ich mal. Ich habe ja so eine Frage, das weißt du bestimmt, wenn du den Podcast häufiger hörst, die ich all meinen Gästen stelle, wenn sie das erste Mal hier sind. Du magst auch True Crime, du bist ja auch beruflich teilweise so ein bisschen in diesem Bereich unterwegs als Reporterin. Was glaubst du fasziniert so viele Menschen an Verbrechen? Also ich glaube, dass das genau das ist, dass man eben für das auf den ersten Blick scheinbar unvorstellbare Erklärungen sucht in den Biografien, in der Art, wie sich Menschen gefühlt haben. Für mich ist das auch ein Hinweis darauf, dass ja viel mehr Frauen True Crime hören als Männer, weil ich glaube, dass sich Frauen eher dafür interessieren, warum Menschen gewisse Dinge tun. Und natürlich kommt auch nochmal hinzu, dass man einfach bei True-Crime-Fällen... Und trotzdem, wenn man sich da reinversetzt, sind Themen, die einen immer wieder in Spannung versetzen. Also ein Mord ist einfach das Schlimmste, was man sich so vorstellen kann. Und ich glaube, deshalb ist es auch ein bisschen so ein Garant, auch wenn es vielleicht blöd klingt, dass wenn ich eine True Crime Folge anklicke, dass da auf jeden Fall etwas sein wird, was mich mitnimmt. Wobei ich mich die Frage auch manchmal stelle, weil ich bin wirklich auch so ein krasser True Crime Fan und höre wirklich alles. Und irgendwann denke ich mir auch so, Chaos, muss da jetzt mal gut sein. Du hast doch jetzt genug über Mord und Todstag gehört. Aber ich glaube, weil die menschliche Psyche einfach unergründlich ist, kann man da immer noch was Neues rausholen. Ich finde den Punkt, den du am Anfang angesprochen hast, total spannend, weil das auch so ein bisschen meine Theorie ist, warum Frauen häufiger True Crime hören. Also gibt es natürlich viele, viele Gründe für. Aber ich glaube schon, dass Frauen sich grundsätzlich mehr für Psychologie interessieren. Und das versuchen, alles zu verstehen. Also diese Frage nach dem Warum, also jetzt überspitzt gesagt, ein Mann sagt irgendwas und Frau denkt da drei Tage drüber nach, was hat er damit gemeint und war da vielleicht noch irgendwie im Hintergrund irgendwas, was ich jetzt nicht direkt gesehen habe. Der Mann denkt sich da gar nichts bei. Genau. Also so beobachte ich das bei ganz vielen Mann-Frau-Beziehungen in meinem Umfeld, dass da oft so eine Spannung ist, weil Mann denkt nicht nach, macht einfach und Frau hat irgendwelche Sachen da rein interpretiert. Und ich glaube, da hast du recht, das ist natürlich bei True Crime oft so, wenn du dann die Biografien hörst und es gibt sinnlosen Taten ja manchmal vielleicht auch ein bisschen Sinn im Sinne von dass man sie besser verstehen kann, Ja, glaube ich auch. Ich muss da auch gerade schmunzeln. Das ist auch die Erfahrung in meinem Umfeld. Frauen lesen immer ein bisschen mehr als das, was nämlich wirklich nur ausgesprochen wurde. Wir haben gerade schon gesagt, du bist ja auch Reporterin. Hast du gerade spannende Projekte, über die du sprechen darfst? Das ist alles noch ganz geheim, wenn ich jetzt auch mal für dich den roten Teppich ein bisschen... Ja, ich habe später noch die Abnahme, ich saß bis gestern noch im Schnitt und habe mir da wirklich auch ein nicht besonders lebensbejahendes Thema reingezogen. Und zwar geht es um sexuelle Gewalt an Menschen mit geistiger Beeinträchtigung. Die sind nämlich zwei bis dreimal häufiger Opfer von sexueller Gewalt. Da kann man sich auch fragen, woran liegt das? Das liegt vor allem daran, dass sie viel auf fremde Hilfe angewiesen sind und dass sie auch vor Gericht ihre Aussagen eigentlich nicht so viel Gewicht bekommen. Ist tatsächlich relativ komplex und so ein Fass ohne Boden. Und genau, damit habe ich mich gestern beschäftigt und dachte ich, ey, wenn ich damit jetzt fertig bin, brauche ich auf jeden Fall was Düsteres auf den Montagmorgen. Dann nehmen wir nämlich gerade auf, damit die Woche genauso düster beginnt, wie sie aufgehört hat. Wow. Weißt du schon wann und wo man sich das angucken kann, die Reportage, wenn sie fertig ist? Ja, meine Reportage ist ab 11. Mai in der ARD Mediathek und zwei Wochen später ist sie dann auf YouTube zu sehen beim Y-Kollektiv. Krasses Thema. Jetzt kann ich dir mal die Frage stellen zum Abschluss, die mir immer gestellt wird. Was macht das mit dir, dich mit solchen Themen auseinanderzusetzen? Ich glaube, dass ich einfach mir den richtigen Job ausgesucht habe, weil ich ehrlich sagen muss, das macht. Sehr, sehr wenig mit mir. Also ich kann das total gut ablegen danach und kann mich davon auch so ein bisschen distanzieren. Im Gegenteil, ich sehe das fast deshalb auch so ein bisschen als Berufung, eben weil ich mich damit gut beschäftigen kann und weil man natürlich einen wahnsinnigen Beitrag leistet, gerade dieses Thema jetzt. Also wenn man das einmal googelt, erkennt man, dass es tausende Fälle gibt und darüber gesprochen wird kaum. Vielleicht auch, weil viele Leute darüber nicht sprechen wollen und deshalb. Genau, ich glaube, ich kann damit eigentlich einfach gut umgehen, weil wenn ich den Laptop zumache, dann kann ich davon auch Abstand halten. Geht mir glücklicherweise auch so. Anders könnte man den Job auch nicht machen, ehrlicherweise. Also wenn mich das jetzt irgendwie mit in den Schlaf nehmen würde und dann müsste ich was anderes machen, glaube ich. Wäre auch albern, oder? Also ich denke mir dann immer so, wenn du jetzt hier noch sitzen würdest und dir jetzt danach noch irgendwie Hilfe suchen müsstest, weil du damit nicht klarkommst, dann würde ich sagen, na dann lass es doch. Ja, das ist halt oft auch so dieses, weißt du, wenn ich mit Menschen spreche oder du ja auch die schlimme Sachen erlebt hast und wenn die die Kraft finden, darüber zu sprechen, dann muss ich auch die Kraft finden, zuzuhören. Also ich finde, da darf man sich dann selber auch nicht so wichtig nehmen. So richtig nehmen. Oh Gott, mir geht es jetzt so schlecht, weil du hast mir so eine schlimme Geschichte erzählt. Aber da ist natürlich immer so ein bisschen der Drahtseilakt trotzdem nicht zu vergessen, dass es natürlich echte Schicksale von echten Menschen sind. Das wird ja auch gerne mal unter den Tisch fallen gelassen. Total, wobei ich da finde, wirklich der Ton macht die Musik und ich bin lange, lange Verbrechen von Nebenan-Fan und finde, hier wird es immer mit sehr viel Sorgfalt besprochen. Oh, wie schön. Vielen, vielen Dank, Caro. Ich darf schon mal verraten, nach dieser Folge ist wieder Zeit für eine Jubiläumsfolge. 175, ist auch so wild. Also seit über sieben Jahren mache ich das jetzt schon. Jubiläum heißt immer, mein Freund Dr. Leon Windscheid ist mein Gast, wie in allen 25er-Folgen. Und ich habe dann auch noch so eine andere Überraschung für euch in der nächsten Folge. Also wenn ihr das jetzt gar nicht mehr aushaltet bis zum Jubiläum, bei RTL Plus hört ihr die Folge jetzt schon, wie immer zwei Wochen vor allen anderen. Und das auch kostenlos, nur so als kleiner Tipp. Caro, vielen Dank. Das hat großen Spaß gemacht. Ich habe richtig gesehen, wie du so mitgelitten hast und mitgefiebert hast und ja, hat echt Spaß gemacht. Danke, dass du dir die Zeit genommen hast zwischen deinen ganzen wilden anderen Arbeitssachen, die du noch so machst. Ja, vielen, vielen lieben Dank. Danke dir und danke fürs Zuhören. Wir sehen uns hoffentlich nicht erst bei der nächsten 1Live Krone, sondern zwischendurch mal wieder irgendwann. Ja, tschüss. Tschüss. Verbrechen von nebenan. True Crime aus der Nachbarschaft. Mehr Infos und Fotos zu unseren Fällen findet ihr auf unserer Facebook- und unserer Instagram-Seite.