Verbrechen von nebenan. True Crime aus der Nachbarschaft. Hallo und herzlich willkommen zu einer ganz besonderen Folge von Verbrechen von nebenan, die sich viele von euch gewünscht haben. Ihr habt ja wahrscheinlich mitbekommen, dass ich bis Anfang des Jahres auf großer Ohrenzeugentour unterwegs war. Live überall in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Fast 60.000 von euch waren ja sogar wirklich live dabei vor Ort. Das ist für mich immer noch unfassbar. Also danke an euch, weil ohne Fans wie euch könnte ich diesen Podcast nicht machen. Und ich weiß das wirklich sehr, sehr, sehr zu schätzen. Allerdings gab es auch ganz viele von euch, die eben nicht live dabei sein konnten, weil viele der Shows so schnell ausverkauft waren, weil sie vielleicht krank geworden sind oder weil vielleicht gerade das Geld knapp war. Und damit eben die auch eine Chance haben, zumindest ein bisschen was von der Ohrenzeugentur mitzubekommen, gibt es heute eine Live-Folge. Aber das hat auch noch einen zweiten Grund, warum ich diese Folge veröffentliche und zwar die Familie, um die es in diesem Fall geht. Ich kann nicht oft genug Danke sagen an Marion und Günther Vollrath, dass sie mir das Vertrauen entgegengebracht haben, den Fall ihres Sohnes zu erzählen. Und es ist wirklich wichtig, dass diese Geschichte erzählt wird und möglichst viele Menschen erreicht. Das ist der zweite Grund für diese Live-Folge. Und auch wenn ihr den Fall vielleicht schon von der Tour kennt, es lohnt sich definitiv bis zum Ende dran zu bleiben. Viel Spaß! Einen wunderschönen guten Abend, Nürnberg. Das ist ein großartiger Empfang, vielen Dank. Also ich freue mich mega. Eigentlich wäre ich jetzt gerne wie das Nürnberger Christkindl so von der Decke runtergeschwebt. Aber mir wurde gesagt, da gibt es Probleme mit der Nutzlast. Ich weiß nicht, was das zu bedeuten hat. Ganz, ganz, ganz toll. Heute ist ein besonderer Abend für euch alle, denn heute zeichnen wir das Live-Programm auf in Audio. So, ja, alles gut, ihr müsst euch nicht mehr extra schön machen, nur in Audio. Das heißt, ihr habt heute die einmalige Chance, bei einer Folge Verbrechen von dem an live mit dabei zu sein. Was? Ja. Also, dieser Fall ist für mich ein Verbrechen von dem an. Ich habe zum ersten Mal davon gehört im Tannheimer Tal, das ist der Region in Österreich an der deutschen Grenze, wo ich regelmäßig Urlaub mache. Aber das war immer so hinter vorgehaltener Hand und niemand wollte da so richtig mit mir drüber sprechen und bin ich natürlich extra neugierig geworden. Und für die Recherche habe ich ganz lang mit der Familie geredet, um die es hier geht. Bin selbst vor Ort gewesen, habe mir alles angeschaut, habe euch Videos und Bilder mitgebracht, die zeige ich euch später. Und damit viel Spaß mit dem ersten Fall. Der 2. Dezember 2005 ist für Marion und Günther Vollrath ein ganz besonderer Tag, aber das kann das Ehepaar zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnen. Beide winken ihrem Sohn Raven hinterher, der gerade in seinen bis oben vollgepackten blauen Corsa mit den aufgeklebten silbernen Flammen gestiegen ist. Die Familie lebt in der Kleinstadt Ilmenau, mitten im Thüringer Wald, wo es ein hübsches, kleines Städtchen mit 25.000 Einwohnern. Aber wie viele andere Städte und Gemeinden im Osten Deutschlands, hat sich auch in Immenau seit der Wende einiges geändert. Und viele junge Leute ziehen weg, um anderswo nach Arbeit zu suchen. So wie Raven Vollrath, der zu diesem Zeitpunkt 25 Jahre alt ist. Der junge Mann lächelt seinen Eltern aus dem Auto zu. Er freut sich auf sein neues Leben in Österreich. Hier hofft er, einen neuen Job zu finden, einen Neustart. Dafür verlässt Raven heute sein geliebtes Zuhause und zieht ins knapp 450 Kilometer entfernte Dorf Zöbeln, kurz hinter der deutsch-österreichischen Grenze. Ravens Mutter Marion freut sich für ihren Sohn, hat ihm vor der Abfahrt noch schnell einen Nikolausstrumpf mit Süßigkeiten zugesteckt. Nur Vater Günther hat irgendwie ein schlechtes Gefühl bei der ganzen Sache, das er aber nicht so richtig deuten kann. Er weiß zu diesem Zeitpunkt natürlich nicht, dass der Abschied von seinem geliebten Sohn Raven für immer sein wird. Vielleicht sollten wir erst mal die Frage klären, wer ist Raven eigentlich? Raven Vollrath wird am 22. Juli 1980 geboren und hat eine acht Jahre ältere Schwester. Seinen Vornamen hat Ravens Großmutter ausgesucht, die kurz nach seiner Geburt stirbt. Der schlanke junge Mann mit den dunklen Haaren liebt seine Heimat und geht gerne in den Wäldern der Umgebung, wandern oder klettert auf die Gipfel der nahegelegenen Berge. Für die Recherche habe ich zum Beispiel mit seiner Mutter Marion gesprochen, die mir erzählt hat, dass Raven eigentlich immer ein ganz besonderes Kind war, was ein enges Verhältnis zu seiner Familie hatte. Nach seinem Hauptschulabschluss macht Raven eine Ausbildung in einer Tischlerei, doch die geht pleite und er findet keine neue Lehrstelle. Seitdem ist er arbeitslos. Zuletzt hat das Arbeitsamt ihm einen Ein-Euro-Job in einer Nachbarstadt vermittelt. Dort lernt Raven den fünf Jahre jüngeren Michael kennen. Und der schwärmt ihm von der Saisonarbeit in Zöbeln in Tirol vor. Dort gibt es laut Michael gutes Geld für leichte Arbeit und die Unterkunft wird auch bezahlt. Michael hat es im letzten Winter selbst ausprobiert. Ab diesem Moment arbeitet es in Hafen. Wenn Michael in Österreich so leicht einen Job findet, dann wäre das doch vielleicht auch was für ihn. Sein Kumpel und dessen Mutter Gisela wohnen und arbeiten in Zöbeln am Rohnlöft. Deshalb ist der kleine Ort im Tannheimer Tal auch Ravens erste Anlaufstelle. Das Tannheimer Tal ist von fast allen Seiten von 2000 Meter hohen Bergen umgeben. Früher haben in diesen kleinen Dörfern fast nur Landwirte gewohnt, bis dann Ende der 40er Jahre die ersten Skilüfte gebaut wurden. Mittlerweile lebt ein großer Teil der Bewohner des Tals vom Tourismus. 2019 wurde das Tannheimer Tal zur schönsten Wanderregion Österreichs gewählt und es ist wirklich eine wahnsinnig schöne Ecke. Zöbeln selbst ist ein Dörfchen, in dem eigentlich nur während der Skisaison etwas los ist. Im Sommer leben hier gerade mal 200 Leute. Also ich war auch schon mehrfach da im Frühjahr oder im Herbst und das ist ganz interessant, weil man das Gefühl hat, dass dieser Ort für viel mehr Menschen ausgerichtet ist. Also die Gebäude sind alle da, aber die Leute fehlen irgendwie. Raven liebt die Berge und freut sich so sehr auf sein neues Leben in Österreich, auch wenn sein Start dort nicht ganz so leicht ist. Am Skiluft in Zöbeln gibt es leider nur Arbeit für seinen Kumpel Michael, nicht für ihn. Aber Raven gibt nicht auf und findet kurze Zeit später einen Job im Hoteldorf Hochsylden, 130 Kilometer von Zöbeln entfernt. Hier im Vier-Sterne-Sonnenhotel fängt er als Hausmeister an für 1200 Euro im Monat. Unterkunft und Essen sind frei. Raven mag seinen neuen Job, nur mit seiner neuen Chefin kommt er nicht so gut klar. Sie findet, dass er zu langsam arbeitet und zu viele Pausen macht. Am 21. Dezember 2005 kommt es zwischen den beiden zum Streit, weil Raven aus Sicht seiner Chefin beim Schnee wegräumen geschlampt hat. Das ist jetzt irre. Eigentlich keine große Sache, aber Raven hat genug. Er ruft nochmal beim Betreiber des Skilifts in Zöbeln an, fragt nach einem Job und er hat Glück. Um die Weihnachtstage braucht der Liftbetreiber jede helfende Hand und bietet Raven an, vom 24. Dezember bis zum 6. Januar für ihn arbeiten zu können. Also packt Raven noch in derselben Nacht seine Sachen zusammen und verlässt das Sonnenhotel am frühen Morgen des 22. Dezember, um zurück nach Zöbeln zu fahren. Am selben Tag gegen 17 Uhr ruft Marion Vollrath-Raven auf seiner neuen österreichischen Handynummer an, wie eigentlich jeden Tag, seitdem ihr Sohn vor knapp drei Wochen weggezogen ist. Raven klingt gut gelaunt, fast schon aufgekratzt. Er sei gerade Snowboard fahren in Zöbeln, Michael habe ihm seine rote Jacke geliehen. Marion Vollrath wundert sich. Musst du nicht arbeiten? Auch Vater Günther schaltet sich ein. Warum bist du in Zöbeln und nicht in Hochsölden? Raven ist genervt. Was schreit sein Vater denn so? Der 25-Jährige legt einfach auf. Es ist das letzte Mal, dass Marin und Günther Vollrath die Stimme ihres Sohnes hören. Raven geht nicht mehr an sein Telefon, obwohl seine Mutter ihn am nächsten Tag noch 20 Mal anruft. Raven geht auch an Heiligabend nicht ran, als Familie Vollrath in Ilmenau beim Weihnachtsessen zusammensitzt. Auch am ersten und am zweiten Weihnachtstag hören seine Eltern nichts von ihm. Mittlerweile sind die Bauchschmerzen bei Vater Günther, die er ja schon beim Abschied von seinem Sohn hatte, immer stärker geworden. Er ist sich sicher, hier stimmt etwas nicht. Also gehen die Vollrats zur Polizei in Ilmenau und möchten ihren Sohn als vermisst melden. Könnt ihr euch vorstellen, wie die Polizei in Ilmenau reagiert? Die Polizei sagt, ihr Sohn, der ist 25, der kann machen, was er will. Nur weil er jetzt mal drei Tage nicht ans Handy geht, ist das noch kein Grund für eine Anzeige. Die Vollrats sind also machtlos. Als sich ihr Sohn auch am 28. Dezember immer noch nicht gemeldet hat, rufen sie bei der Polizei in Österreich an, damit die nach Ravens blauem Corsa sucht, der auf Mutter Marion zugelassen ist. Keine halbe Stunde später melden sich die österreichischen Beamten zurück. Eine Streife hat den Wagen mit dem Kennzeichen IKBE64 auf dem Parkplatz der Rohnlüfte in Zöbeln gefunden, unverschlossen. Wird das Auto jetzt sichergestellt, fragt Marion Vollrath den österreichischen Polizisten am Telefon. Nee, antwortet er, da müssen sich die Vollraths schon selbst drum kümmern. Also lassen sie den blauen Corsa vom ADAC über die nahegelegene Grenze ins Allgäu bringen. Am 30. Dezember halten es die Vollraths zu Hause in Thüringen nicht mehr aus. Sie wollen Raven selbst finden. Also fahren sie zunächst in die Werkstatt, um den Wagen nach Hinweisen zu durchsuchen und dokumentieren das damals auf einem Video. Als Marion und Günther die Autotüren in den Kofferraum öffnen, wundern sie sich und das könnt ihr hier in dem Video auch hinter mir sehen. Eigentlich ist Raven nämlich total ordentlich, vor allem mit seinem Auto, aber hier herrscht, wie man sehen kann, absolutes Chaos. Und vielleicht für euch zum Hintergrund, ihr werdet jetzt im Laufe dieser ersten Hälfte einiges an Bildern, an Videos, auch an Informationen sehen und bekommen, mit denen ihr schon darauf kommen könnt, was wirklich passiert ist. Also könnt ihr im Prinzip ein bisschen mitermitteln, wenn ihr gut aufpasst. Also wir haben gerade über das Chaos gesprochen in dem Corsa. Da ist überall Ravens Kleidung verstreut, darunter eine einzelne Socke. Und auf dem Beifahrersitz liegt aufgerissen das Weihnachtspaket, das Marion Vollrath ihrem Sohn nach Österreich geschickt hat. Außerdem finden die Vollraths Ravens Portemonnaie, sein Führerschein, seine EC-Karte und sein Perso im Wagen. Mit einem sehr schlechten Gefühl fahren Maren und Günther weiter ins Tannheimer Tal. Bei der zuständigen Polizeidienststelle in Grähen werden sie abgewimmelt. Vielleicht sei Raben zu einer Hütte gewandert oder arbeite irgendwo schwarz. Das passt schon. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber das kommt einem ja irgendwie komisch vor. Wenn wir jetzt mal davon ausgehen, dass Raven alleine irgendwo hingegangen ist, wo sollte er denn hingehen ohne seine Papiere, ohne seine Klamotten und ohne seine EC-Karte? Also selbst wenn er sich vorgenommen hat, ich arbeite irgendwo schwarz oder irgendwie wandern gegangen ist, das sind ja schon Sachen, die würde man nicht in einem unverschlossenen Auto liegen lassen. Also sind die Feuerer sich sicher, hier ist irgendwas ganz und gar nicht in Ordnung. Und sie verstehen nicht, warum die österreichische Polizei nicht schon längst nach ihrem Sohn sucht. Vielleicht ist er in den Fluss Wils gefallen, fürchtet Mutter Marion. Die Antwort des Polizisten auf diese Frage finde ich heute noch schrecklich. Wenn was passiert ist, dann wäre der Raven jetzt schon tot und es wäre sowieso zu spät. Also machen sich Marin und Günther Vollrath auf eigene Faust auf die Suche nach ihrem Sohn und fangen dabei in Zöbeln an. Sie wollen wissen, was mit ihrem Kind passiert ist. Im Gasthaus Flegelmühle, das direkt neben der Liftstation liegt, in der Raben zuletzt übernachtet hat, will zuerst niemand so richtig mit ihnen sprechen. Dann aber erinnert sich die Frau des Wirtes doch, dass sie vor Weihnachten einen Streit gehört hat. Mehrere laute Stimmen, die aus Richtung des Lifthauses kamen. Dort stoßen die Vollrats dann am 31. Dezember auch das erste Mal auf Michael, den Kumpel ihres Sohnes, der rauchend am Lüft stehend. Er wisse auch nicht, wo Raben sei, erklärt Michael den Vollrats. Aber wahrscheinlich sei er mit einer Frau unterwegs, die er in Hochsölden kennengelernt habe, einer Russin namens Helena. Die beiden wollten sich an Heiligabend treffen. Er selbst habe Raven zuletzt am 23. Dezember gesehen, als die beiden am Abend zusammen mit Michaels Mutter Gisela ein paar Bier trinken waren. Danach hätten er und Raven sich Pennen gelegt, er in seinem Bett, Raven auf der Klappmatratze daneben und Mutter Gisela im Nebenraum. Im Halbschlaf will Michael gehört haben, wie Raven in dieser Nacht seine Sachen gepackt hat. Dann habe um sechs sein Wecker geklingelt. Zitat, wie mein Wecker geklingelt hat, war der Raven schon nicht mehr da. Die Klappmatratze hat er mitgenommen. Die Vollreiz fragen Michael, ob sie das Zimmer sehen dürfen, in dem Raven zuletzt geschlafen hat. In der Liftstation, an den Kundentoiletten und dem Lagerraum vorbei, dann die steile Treppe hoch, liegt neben dem Maschinenraum der Seilbahn das einzige Zimmer des Obergeschosses. Es ist mehr eine Abstellkammer mit zwei Betten und einer kleinen Kochecke. Die habe er aber bei seiner Abreise mitgenommen. Nur sein Waschzeug habe er dagelassen. Und wieder wundern sich die Vollrats. Könnt ihr euch vorstellen, was ihnen besonders durch den Kopf geht? Es gibt ja viele offene Fragen. Genau, also die Kernfrage ist ja, wo wollte Raven hin, mitten in der Nacht und dann noch zu Fuß, weil das Auto stand ja direkt nebenan, er hätte einfach das Auto nehmen können. Warum hat er seine Klappmatratze mitgenommen, aber nicht sein Waschzeug? Und warum hat er sein Geld, seine Papiere und seine EC-Karte im Auto gelassen? Auch an den nächsten beiden Tagen fragen sich Marion und Günther Fröhrath durch ganz Zöbeln, aber sie finden keine Spur von ihrem verschwundenen Sohn. Ravens blauen Corsa stellen sie auf dem Parkplatz vor dem Polizeirevier ab, damit Raven nach Hause fahren kann, sobald er wieder auftaucht. Marion Fröhrath kämmt noch einen Brief an die Windschutzscheibe des Wagens. Wir suchen dich. Wir sind stolz auf das, was du geschafft hast. Mehr können sie nicht tun. Am 2. Januar 2006 treten die Vollrats die Heimreise nach Thüringen an. Zu Hause werden die Stunden ohne Raben zu Tagen und die Tage zu Wochen. Zwischendurch klingelt immer wieder das Telefon. Am anderen Ende der Leitung spricht niemand. Man hört nur ein lautes Ausatmen durch den Mund, so wie wenn jemand an einer Zigarette zieht. Fast zwei Monate nach Rabens Verschwinden unternimmt die österreichische Polizei zum ersten Mal so etwas wie Ermittlungen. Also die Betonung liegt auf so etwas wie. Am 15. Februar 2006 befragen Polizisten Rabens Kumpel Michael. Er erzählt ihnen dasselbe, was er Wochen vorher auch schon den Vollrats erzählt hat. Am selben Tag untersuchen Beamte der österreichischen Polizei die Umgebung des Skilifts ohne Erfolg. Dann passiert wieder sehr lange nichts. An Ostern halten es die Vollrads nicht mehr aus und fahren ein weiteres Mal ins Tarnheimertal. Sie sprechen mit Zeugen und telefonieren Ravens letzte Kontakte ab. Also all das, was die Polizei nicht tut. Außerdem hängen Marin und Günther Subplakate auf, doch die sind meist nach wenigen Stunden schon wieder abgerissen. Einmal hält neben ihnen Radfahrer an und zischt ihnen zu, wir wollen sie hier nicht haben, hier erfahren sie gar nichts. Ein verschwundener Deutscher und Eltern, die zu viele Fragen stellen, das passt natürlich nicht so in die Idylle des Urlaubsparadieses, das möglichst viele Touristen anlocken will. Kaum jemand will mit Marien Günther sprechen und sie bekommen immer mehr das Gefühl, hier im Tal unerwünscht zu sein. Wieder passiert monatelang nichts, bis der Schnee im Tannheimer Tal schmilzt, und sein schreckliches Geheimnis freigibt. Es ist der 10. Juni 2006, ein warmer, sonniger Tag gegen 20 vor 5 nachmittags. An diesem Tag wandert ein Ehepaar aus Jülich in NRW durch das Tannheimer Tal bei Schattwald, wenige Kilometer von Zögeln entfernt. Sie gehen gerade an einer Brücke vorbei, über die eine kleine Landstraße über einen ausgetrockneten Fluss führt. Das ist die, die ihr hinter mir in dem Video sehen könnt. Plötzlich fällt dem Paar ein beißender, süßlicher Geruch auf. Als sie nach unten ins Flussbett schauen, sehen sie eine schwarze Wolke aus Millionen von Fliegen und noch etwas anderes. Einen toten Körper, von dem die Natur kaum noch etwas übrig gelassen hat. Die Kleidung ist zerrissen, am Fuß eine einzelne Socke. Um 16.50 Uhr verständigt das Paar den Notruf, sie müssen die Beamten überreden, überhaupt rauszufahren. In Schattwald ist gerade Feuerwehrfest, da hat niemand Lust auszurücken. Als dann doch noch ein Arzt eintrifft, passiert etwas, das dem gesamten Fall eine komplett andere Richtung geben wird. Der Arzt, so erzählt es Günther Feurath später, soll einen der Polizisten gefragt haben, was er denn als Todesursache aufschreiben soll. Also der Arzt fragt den Polizisten. Und der Polizist sagt ja, schreib doch Tod durch Erfrieren und der Arzt macht das. Passt schon. Zwei Tage später klingelt bei den Vollrats zu Hause in Ilmenau das Telefon. Die Kriminalpolizei teilt ihnen mit, dass im Tannhammer Tal eine Leiche gefunden wurde, bei der es sich um Raben handeln könnte. Um das zweifelsfrei zu klären, braucht die Polizei eine DNA-Probe. Auf das Ergebnis müssen die Vollrats fast drei Wochen lang warten. Und Günther Feurath hat mir gesagt, dass das die schlimmste Zeit in seinem Leben war, weil du ja natürlich die ganze Zeit hin und her schwangst zwischen Hoffnung und Verzweiflung und einfach nicht weißt, wie es weitergeht. Und dann kommt der 30. Juni. Und an diesem Tag ist Marian Feurath, die jetzt eigentlich keine besonders gläubige Frau ist, in der Kirche, um wie jeden Tag seit Rabensverschwinden eine Kerze anzuzünden für ihren Sohn. Aber die Kerze will einfach nicht brennen, hat sie mir erzählt. Also immer wieder das Feuerzeug drangehalten, aber nichts passiert. Und dann gibt sie irgendwann auf und geht nach Hause. Und da ist dann schon das LKA aus Österreich am Telefon. Der Tote aus dem Tannheimer Tal ist ihr Sohn Raven. Die Vollrats können die Leiche noch heute aus der Gerichtsmedizin in Innsbruck abholen. Dort hat der renommierte Gerichtsmediziner Prof. Dr. Walter Rabe den Leichnam untersucht, Der damals 47-Jährige mit den dichten, dunklen Haaren schreibt, jüngerer, europieder Mann, ca. 1,76 groß, durch Fäulnis und starken Tierfraß hochgradig verändert und nur mehr teilweise vorhanden. Raven trägt ein bereits stark zersetztes graues Nike-Shirt, eine lange Unterhose und nur eine Socke. Vor allem das T-Shirt wird später noch wichtig werden, deswegen zeige ich euch das gerade schon mal. Vielleicht fällt euch direkt schon was auf an diesem T-Shirt, wenn man ein bisschen näher rangeht. Und das T-Shirt, also dieses Foto von dem T-Shirt ist auch tatsächlich das Einzige, was wir davon haben, denn die Kleidung der Leiche wird nicht gesichert, sondern lediglich fotografiert und danach verbrannt. Das heißt, wir haben wirklich nur dieses eine Foto. Eine spätere toxikologische Untersuchung ergibt im Blut des Toten ein Alkoholgehalt von 0,8 Promille. Innere Organe, an denen man möglicherweise eine Todesursache feststellen könnte, gibt es nicht mehr. Auch an den Knochen kann Professor Rabe keine Verletzungen feststellen, die zum Tod geführt haben könnten. Es gibt aus seiner Sicht also keine Hinweise auf Fremdverschulden. Jahre später wird der Mediziner das so erklären. Je schlechter der Zustand einer Leiche ist, desto weniger Untersuchungsmöglichkeiten bleiben und desto mehr Fragen bleiben naturgemäß offen. So war es auch in diesem Fall. Raven Feurath wird am 15. Juli 2006 beerdigt. Es sind so viele Menschen gekommen, dass nicht alle in die Trauerhalle passen. Als Ravens Onkel die Trauerrede hält, müssen alle Anwesenden weinen. Die Berge, die Raven immer so liebte, haben ihm den Tod gebracht. Zwei Wochen nach der Beerdigung fahren Marion und Günther Vollrath wieder nach Tirol. Im Gepäck haben sie ein schlichtes Holzkreuz, das sie an der Stelle aufstellen wollen, an der die Leiche ihres Sohnes gefunden wurde. Als sie die Beamten der Polizeidienststelle in Grähen im Tannheimer Tal nach dem genauen Ort fragen, schauen die sie mit großen Augen an. Ha, den Fundort, den dürfe man ihnen nicht nennen, da müssten sie schon mit dem LKA sprechen. Außerdem sollten die Feuerratsdorf froh sein, dass man den Raven überhaupt gefunden hat. Viele tauchen ja gar nicht wieder auf. Jetzt wird Günter Feurath sauer. Er besteht darauf, dass man ihnen den Fundort zeigt. Und irgendwann geben die Polizisten nach. Sie fahren über die Tannheimer Straße Richtung deutscher Grenze. Hinter Schattwald halten sie an einer Brücke. Hier habe man Ravensleiche im Flussbett gefunden, erklärt ihnen der Polizist. Und wieder hat Günter Feurath dieses komische Gefühl im Bauch. Er glaubt keine Sekunde, dass sein Sohn allein hierher gelaufen ist. Doch genau das ist es, was die österreichische Polizei vermutet. Vielleicht schauen wir uns deren Version einfach mal zusammen an. Also, am frühen Morgen des 24. Dezember 2005, an dem Tag, an dem Raven eigentlich seinen neuen Job an der Liftstation in Zöbeln antreten wollte, auf die er sich ja so gefreut hat, also auf die neue Arbeit dort, macht sich der 25-Jährige allein auf den Weg. Zu Fuß geht Raven die Bundesstraße in Richtung Deutschland entlang mit seiner Klappmatratze unter dem Arm. Zu dieser Zeit hat es um die minus 11 Grad. Der Schnee liegt einen halben Meter hoch. Hinter Schattwald, also nach zweieinhalb Kilometern Fußweg, klettert Raven an der Brücke über die Bundesstraße die steile Böschung hinunter, um vor Kälte und Wind geschützt zu sein, wie es in der Akte heißt. Und auf die Stelle habe ich mir natürlich angeschaut. Die Böschung ist wahnsinnig steil. Und ich war da, als noch ein bisschen Schnee lag. Das habt ihr gerade auf den Bildern und in dem Video gesehen. Aber es war halt im Frühjahr. Und selbst ganz ohne Schnee ist es da so steil, dass kein normal denkender Mensch auf die Idee kommen würde, da runter zu klettern, weil man sich sofort auf die Klappe legt. Und das dann bei Schnee und minus 11 Grad ist halt sehr schwer vorstellbar, dass jemand das freiwillig macht. Die Polizei sagt, so ist es gewesen. und sagt, dort unter der Brücke hat Raven dann seine Kleidung abgelegt und ist erfroren. Was halten wir von dieser Theorie? Nix. Ja, also es gibt einfach so viele Fragen, die da offen bleiben. Warum lässt Raven sein Auto am Liftparkplatz stehen und geht bei minus 11 Grad zu Fuß? Warum lässt er sein Geld und seinen Ausweis liegen und nimmt stattdessen seine Klappmatratze mit? Warum trägt er bei seinen zweieinhalb Kilometern durch den Schnee keine Schuhe und keine Hose, sondern nur eine lange Unterhose? Und warum sollte Raven sich mitten im Schnee unter einer Brücke in der Dunkelheit schlafen legen? Genau das fragen sich auch die Vollrads. Wie soll denn das gehen? Barfuß soll er von dem Liffkartplatz hierher gelaufen sein. Minus 11 Grad im Winter, in Unterhosen. Er hatte ja keine Hose an, keine Jacke. Ja, die Polizei in Innsbruck sagt, das Wasser hat Gewalt, es wird ausgezogen. Oder die Theorie, wenn man erfriert, zieht man sich aus. Ich glaube das nicht. Wir glauben es nie und nimmer. Der hat sich hier nicht schlafen gelegt. Der Junge ist hier abgelegt worden. Da bin ich felsenfest überzeugt davon. Und trotzdem ist genau das die Theorie, bei der die österreichischen Behörden bleiben. Am 16. September 2006, also knapp drei Monate nach dem Leichenfund, liegt das Landeskriminalamt in Innsbruck den Abschlussbericht im Fall Raven-Vollrat vor. Der 25-Jährige war betrunken, ist durch den Schnee gestapft und hat sich unter der Brücke mit seiner Matratze schlafen legen wollen. Ein Erfrierungssymptom kann sein, dass einem unglaublich heiß wird. Also das ist durchaus nicht völlig an den Haaren herbeigezogen. Also hat sich Raven unter der Brücke bis auf sein Shirt, seine Unterhose und seinen Socken ausgezogen und ist dort erfroren. Ein Teil seiner Klamotten, und das ist ein weiteres Problem in diesem Fall, wurde genau wie die Matratze bei Aufräumarbeiten im Flussbett im Mai 2006 weggeräumt und im Müll entsorgt. Also auch da kann man keine Spuren mehr sichern, die Sachen sind weg. Man hat diesen Müll gefunden damals, aber eben nicht die Leiche, die ist erst anderthalb Monate später gefunden worden. Also für die Behörden ist klar, tragischer Unfall, Akte beschlossen, passt schon. Aber das können Maren und Günther Feurath einfach nicht glauben. Sie lassen nicht locker, insgesamt 20 Mal fahren sie nach Tirol und ermitteln auf eigene Faust weiter. Und jedes Mal ein kleines Puzzlestück, irgendjemand hat sich verplappert oder so etwas, hat mir Marion Feurath erzählt. Da ist zum Beispiel der Gemeindeangestellte, der im Winter den Schnee von den Parkplätzen in Zöbelnbeck räumt. Der ist sich sicher, dass er den auffälligen blauen Corsa von Raven Vollrath am Morgen des 24. Dezember auf dem Parkplatz des Gasthauses Flegelmühle gesehen hat. Erst später habe das Auto dann vor dem Lift gestanden, wo es die Polizei gefunden hat. Und auch das habe ich mir natürlich angeschaut. Das sind zwei Parkplätze, die zwar nebeneinander liegen, aber von einer Zufahrtsstraße getrennt sind. Also morgen stand das Auto da und nachmittags stand es auf dem anderen Parkplatz. Und das ist natürlich seltsam, weil wenn Raven schon am frühen Morgen des 24. Zu Fuß verschwunden und kurz darauf erfroren ist, wie die Polizei sagt, wer hat dann nachmittags noch sein Auto umgeparkt? Als Marion und Günther Vollrath nochmal die Wirtin der Pflegelmühle befragen, die mittlerweile nicht mehr ganz so freundlich ist wie am Anfang, sagt die einen sehr seltsamen Satz. Solange der Raven noch am Leben war, stand sein Wagen immer hier vor der Pflegelmühle. Woher will die Wirtin wissen, wann und wie lange Raven noch am Leben war? Je mehr die Feuerratsfragen, desto höher werden die Mauern des Schweigens. Die Ignoranz der Menschen in Zöbeln ist mittlerweile in offene Ablehnung umgeschlagen. Aber Ravens Eltern geben nicht auf. Sie wollen weitermachen, bis sie wissen, was mit ihrem Sohn passiert ist. Die Feurats reichen im September 2006 eine Dienstaufsichtsbeschwerde ein, weil sie wollen, dass die Ermittlungen wieder aufgenommen werden. Wenn man den siebenseitigen Brief liest, und das habe ich gemacht, spürt man die Wut und die Verzweiflung von Ravens Eltern in jeder Zeile. Sie schreiben, und keiner tut etwas oder weiß man nicht mehr, was zu tun ist? Die Beschwerde endet mit der Bitte, lassen Sie uns nicht allein. Doch genau das tun die österreichischen Behörden. Die zuständige Staatsanwaltschaft in Innsbruck antwortet kalt des Ravens Eltern sich, Zitat, anscheinend nicht mit dem Tod ihres Sohnes abgefunden haben. Also das müsst ihr euch mal vorstellen, schuld sind nicht die Behörden, weil die nicht arbeiten wollen oder nicht arbeiten können, sondern schuld sind Ravens Eltern, weil die einfach nicht damit klarkommen, dass ihr Sohn tot ist. Die Beschwerde wird abgelehnt. Rabens Eltern kommen allein nicht mehr weiter, sie brauchen Hilfe. Die finden sie am 15. Dezember 2006. An diesem kalten Tag tritt der Dürener Rechtsanwalt Christoph Rühmann aus der großen Tür des Nürnberger Schwurgerichtssaats. Gerade ist das Urteil in einem spektakulären Stalking-Mord gefallen, in dem Rühlmann den Vater des Opfers als Nebenkläger vertreten hat. Überall um ihn herum sind Kameras und Mikrofone, alle Journalisten wollen ein Statement von ihm. Doch dann fällt dem damals 39-Jährigen ein Paar auf, das etwas abseits der Menschenmenge auf einer Bank sitzt und still ein selbst gebasteltes Schild hochhält mit dem Foto eines jungen Mannes. Sie wirkten irgendwie verloren, aber auch stark und unnachgiebig, so beschreibt es der Anwalt später. Die beiden, das könnt ihr euch wahrscheinlich schon denken, sind Marin und Günther Vollrath. Sie haben zufällig im Fernsehen von dem Stalking-Prozess mitbekommen und von dem Anwalt Christoph Rühlmann, der so sehr dafür gekämpft hat, dass der Täter seine gerechte Strafe bekommt. Also sind die beiden an diesem Tag spontan die 200 Kilometer nach Nürnberg gefahren, in der Hoffnung, dass ihm dieser Anwalt vielleicht auch helfen kann, endlich Gerechtigkeit zu finden. Eine Stunde später sitzen Christoph Rühmann und Marion und Günther Vollrath in der Kantine des Gerichtes zusammen. Je mehr sich der erfahrene Jurist die Akten anschaut, desto mehr Fragezeichen erscheinen in seinem Kopf. Warum hat Michael bei der Polizei ausgesagt, seine Mutter Gisela habe in der Nacht vor Ravensverschminden im Nebenraum geschlafen, wenn es gar kein zweites Zimmer in der Unterkunft gibt? Warum ist das der österreichischen Polizei nie aufgefallen, obwohl sie die Unterkunft in der Lifthütte doch schon durchsucht hat? Und warum wurde Gisela von der Polizei nie befragt, obwohl sie eine der beiden letzten Personen war, die Raven lebend gesehen haben? Und dann ist da noch ein rätselhaftes Detail, auf das Marion Vollrath gestoßen ist, weil sie nachts mal wieder nicht schlafen konnte und sich durch die Akten des Falles gearbeitet hat. Im Obduktionsprotokoll ihres Sohnes entdeckt sie das Foto der einzelnen Socke, die Raven am Fuß trug, als seine Leiche gefunden wurde. Irgendwie kommt Marion die Socke bekannt vor und es lässt sie nicht schlafen, bis sie endlich darauf kommt. Sie durchsucht die Klamotten, die ihr Mann und sie in Ravens Auto gefunden haben und tatsächlich, darunter ist eine einzelne Socke, das Gegenstück, zu der die Raven noch am Fuß hatte, als er gefunden wurde. Wenn Raven also in der Nacht seines Verschwindens wirklich zu Fuß losgegangen ist, warum sollte er bei minus 11 Grad nur einen Socken aus dem Auto ziehen, sich anziehen und den anderen im Auto liegen lassen? Für Anwalt Christoph Ruhlmann ist schnell klar, dass die These der österreichischen Behörden, dass Raven allein durch die Nacht gelaufen ist, komplett abwegig ist. Er beantragt, die Ermittlungen wieder aufzunehmen und außerdem endlich Michaels Mutter Gisela zu vernehmen. In der Zwischenzeit machen die Vollrats mit dem weiter, was schon seit einem Jahr ihr Leben bestimmt. Sie versuchen herauszufinden, was mit ihrem einzigen Sohn passiert ist. Dafür fahren sie sogar nach Innsbruck, um mit Professor Walter Rabel zu sprechen, dem Gerichtsmediziner, der die Leiche ihres Sohnes untersucht hat. Die Feuerhards haben nämlich auf dem Foto von Rabens Shirt zwei Risse entdeckt, die ihnen seltsam vorkommen. Vielleicht habt ihr die eben schon gesehen. Weil aber das Kleidungsdrück selbst nach der Obduktion verbrannt wurde, zeigen sie dem gerichtsmediziner das bild aus der akte ihr seht ja auf der vergrößerung nach was sieht das für euch aus diese risse. Einstichstellen, genau. Und natürlich fragen Sie den Professor, ob das nicht vielleicht auch Einstichstellen sein könnten. Doch Professor Rabel lächelt nur und sagt, davon können wir schon mal gar nicht ausgehen. Wieder werden die Vollrads weggeschickt und nicht ernst genommen, doch sie geben nicht auf. Im Juni 2007 finden Sie einen weiteren Unterstützer. In ihrer Verzweiflung hat Marion Vollrath alle Zeitungs- und Fernsehredaktionen angeschrieben, die ihr einfallen. In den Mails schildert sie den Fall ihres Sohnes, die Widersprüche des Mauern der Behörden und bittet um Hilfe. Doch niemand antwortet ihr. Niemand, bis auf Soran Dobritsch. Dobritsch ist damals Mitte 40 und arbeitet bereits die Hälfte seines Lebens als Journalist, damals für den österreichischen Rundfunk ORF. Und das ist halt so ein Investigativreporter, wie man sich den vorstellt, der nicht locker lässt, wenn er sich einmal an einem Thema festgemissen hat. Als er mit den Vollrats telefoniert, hört er ihre Verzweiflung, ihre Wut, aber auch ihre Stärke. Und ich finde, das ist eine ganz passende Beschreibung, weil auch ich habe ja lange mit beiden gesprochen. Und man spürt diesen Schmerz und diese Wut auch heute noch, nach all der Zeit. Aber man merkt auch, wie stark die beiden sind. Also Marin und Günther Vollrats sind, glaube ich, die stärksten Menschen, die ich jemals kennengelernt habe in meinem Leben. Von da an begleitet Soran Dobric, Mahlen und Günther mit einem Kamerateam bei ihrem Kampf mit den Behörden, hakt immer wieder nach, lässt sich nicht abwimmeln und weint auch mit den Vollrats, wenn sie mal wieder ignoriert und abgespeist werden. In der Zwischenzeit hat auch Anwalt Christoph Rühmann den Kampf mit den Behörden aufgenommen. Er schreibt Anträge, Dienstaufsichtsbeschwerden und fragt immer wieder nach dem Stand der Ermittlungen. Bis die zuständige Staatsanwaltschaft in Innsbruck Anfang 2008, auch durch die Fernsehberichte von Sorando Britsche im ORF, endlich nachgibt. Am 19. Februar 2008 wird Gisela, die Mutter von Ravens Kumpel Michael, von der deutschen Polizei zur Vernehmung gebeten. Sie wird zum ersten Mal überhaupt offiziell befragt, mehr als zwei Jahre nach Ravens Tod. Mittlerweile lebt sie in Kempten im Allgäu und wird auf der dortigen Polizeidienststelle befragt. Dem Beamten erzählt Gisela zunächst genau die Geschichte, die ihr Sohn Michael auch schon erzählt hat. Am 23. Dezember 2005 waren Raven, Michael und sie zuerst in Tannheim einkaufen und dann noch in ein paar Kneipen. Da haben sie Bier und Tequila getrunken und um 22.30 Uhr fährt Raven sie dann zurück nach Zöbeln. Raven hat ihnen erzählt, dass er am nächsten Tag nochmal nach Sölden fahren will. Dann legen die drei sich schlafen. Raven und Michael in dem einen Zimmer, Gisela im Nebenraum. Also sie erzählt wieder von diesem Zimmer, was es gar nicht gibt. Von einem Streit hat Gisela nach eigenen Angaben nichts mitbekommen. Sie könne sich selbst nicht erklären, warum Raven am nächsten Morgen plötzlich weg war. Den Polizeibeamten kommt das alles seltsam vor. Gisela wirkt nervös, er glaubt ihr nicht, aber sie bleibt bei ihrer Geschichte. Also machen die beiden eine Stunde Pause und der Polizist vernimmt sie danach ein zweites Mal. Dann beginnt er Gisela, die Widersprüche in ihrer Geschichte vorzuhalten. Warum sollte Raven ganz allein in der Dunkelheit nur mit einem Socken und in Unterhose, aber mit einer Klappmatratze kilometerweit durch den Schnee laufen, wenn er auch einfach hätte ins Auto steigen können. Also wenn wir jetzt davon ausgehen, dass er das nicht gemacht hat, weil er getrunken hat, das ist ja auch Quatsch, weil er ist ja abends noch gefahren. Also er ist an seinem Auto vorbeigelaufen, wenn man dieser Schilderung glauben würde. Und so kommt Gisela immer mehr ins Schleudern und der Polizist spürt, dass er auf der richtigen Spur ist. Dann erklärt der Beamte ihr, dass Rabens Eltern immer noch nicht wissen, was mit ihrem Sohn in dieser Nacht wirklich passiert ist. Da beginnt Gisela endlich zu reden. Rechtsanwalt Christoph Rühmann hat mir erzählt, dass er noch genau weiß, wo er gerade war, als er von der Aussage von Gisela erfahren hat. Er hat das so ein bisschen mit 9-11 verglichen, also dieser eine Moment im Leben, wo man sich noch ganz genau daran erinnert, was man gerade gemacht hat. An diesem Dienstag fährt der Rechtsanwalt gerade auf der A4 von Köln in Richtung Olpe, als plötzlich sein Handy klingelt. Seine Bürokraft aus der Kanzlei ist am Telefon. Sie ist so aufgeregt, dass sie stottert und ihre Stimme bricht. Michaels Mutter hat bei der Polizei ausgesagt, Michael hat Raven erstochen. Christoph Rühmann weiß noch genau, wie er sich in diesem Moment gefühlt hat, als würde die Erde für ein paar Sekunden stillstehen. Bevor ich euch jetzt erzähle, was Gisela über die Nacht aussagt, in der Raven starb, möchte ich euch erst mal ein bisschen von Michael und seiner Mutter erzählen. Über die beiden gibt es nur sehr wenig Infos, aber einiges habe ich rausfinden können. Michael wird im Juli 1986 in Thüringen geboren. Schon sein Start ins Leben ist alles andere als einfach. Seine Mutter Gisela ist alkoholkrank, sein Vater lernt er nie kennen. Immer wieder ziehen die beiden um. Immer wieder hat Gisela neue Männer an ihrer Seite. 1992, kurz nach Michaels Einschulung, wird Gisela zum ersten Mal stationär in eine psychiatrische Klinik im Allgäu eingewiesen, weil sie versucht hat, sich und ihrem Sohn in der Badewanne mit einem Föhn zu töten. Anfang 1993 unternimmt Gisela einen weiteren Suizidversuch, überlebt aber schwer verletzt. Michael wächst zum Teil bei seiner Großmutter auf. Sein Verhältnis zu seiner Mutter Gisela ist von Anfang an schwierig. Nach seinem Realschulabschluss beginnt Michael 2002 eine Lehre als Steinmetz, bricht diese aber schon nach drei Tagen wieder ab, weil er keine Lust hat, Grabsteine zu bearbeiten. Ein Jahr später dann der zweite Versuch, eine Ausbildung als Zimmermann. Doch auch die schmeißt Michael nach gerade mal sechs Monaten. Einer seiner ehemaligen Chefs beschreibt ihn als jemanden, der noch nicht so richtig erwachsen ist und der immer wieder ermahnt werden muss, er nennt ihn Flatterig. Seit seinem 16. Lebensjahr kommt Michael wegen kleinerer Delikte immer wieder mit dem Gesetz in Konflikt. Drogen, Fahne ohne Führerschein, Trunkenheit am Steuer, Diebstahl, aber eben keine Gewalttaten. Im November 2004 arbeitet Michael zum ersten Mal am Rohnlift in Zöbeln. Zum allerersten Mal in seinem Leben hat er so etwas wie einen geregelten Job. Nach Ende der Saison zieht er zurück zu seiner Großmutter und hält sich dort mit einem 1-Euro-Job über Wasser. Dabei lernt er Raven Vollrad kennen. Wenige Monate später ist Raven tun. In ihrer Vernehmung bei der Polizei erzählt Gisela, sie sei nach Mitternacht von der Toilette im Untergeschoss gekommen, als Michael plötzlich mit einem Messer in der Hand vor ihr steht. Er weint und sagt, es sei etwas Schlimmes passiert. Ihr Sohn erklärt ihr, er habe mit einem scharfen Küchenmesser viermal auf Raven eingestochen. Warum, das weiß sie bis heute nicht. Sie weiß nur, dass Michael Raven getötet hat. Gisela will laut ihrer Aussage den Notarzt rufen, aber ihr Sohn hält sie davon ab. Als sie in das Zimmer tritt, liegt Raven blutüberströmt auf dem Rücken auf seiner Klappmatratze. Er ist tot. Zwei Stunden lang überlegen Mutter und Sohn, was sie jetzt tun sollen. Dann schleppt Michael Ravens Leiche, die blutige Matratze, das Bettzeug und einen beigen Badezimmerteppich zu Ravens Corsa und stopft alles in den Kofferraum. Zwischen zwei und drei Uhr morgens fahren Gisela und Michael mit dem Wagen über die deutsche Grenze. In der Nähe des Dörfchens Hasslach kommen die beiden mit dem Corsa vom Weg ab und rutschen in einen Graben. Zu Fuß geht Michael ins nächste Dorf, um Hilfe zu holen. Gegen 7.30 Uhr kommt er mit einem Mann zurück, der ihm mit seinem Traktor hilft, den Opel aus dem Graben zu ziehen. Danach fahren Michael und seine Mutter zurück nach Zöbeln. Mittlerweile ist es ja morgens und die beiden müssen arbeiten. Am Vormittag des 24. Dezember steht der Opel Corsa stundenlang auf dem Parkplatz des Gasthauses Pflegemühle, während Michael und Gisela bei der Arbeit sind. Wahrscheinlich gehen in dieser Zeit hunderte Touristen und Skifahrer an dem Wagen vorbei, ohne zu wissen, dass im Kofferraum eine in eine Decke gewickelte Leiche liegt. Erst als Michael am späten Nachmittag Feierabend hat, fährt er mit dem Auto und der Leiche ein zweites Mal los. Da ist es schon dunkel. Er nimmt die Tannheimer Straße in Richtung deutscher Grenze. Nach zweieinhalb Kilometern kurz hinter Schattwald hält er den Wagen in einer Brücke. In der Dunkelheit lädt er Ravens Leiche, die Matratze, das Bettzeug und den Badezimmerteppich aus dem Wagen und schmeißt alles in das Flussbett unter der Brücke. Also auch das, der ist jetzt kein schlauer Superverbrecher. Der hat die Leiche einfach aus dem Auto rausgeschmissen. Dieser Fall hätte eigentlich, sofort geklärt werden müssen. Aber wie wir mittlerweile wissen, ist er nicht. Wenige Stunden nach der Aussage seiner Mutter wird Michael festgenommen und kommt in Untersuchungshaft. Für Marion und Günther Vollrath ist dieses Geständnis ein Wendepunkt. Fast von Anfang an waren sie sich sicher, dass Michael etwas mit dem Tod ihres Sohnes zu tun haben muss. Aber niemand hat ihn geglaubt, mehr als zwei Jahre lang. Jetzt haben sie es endlich schwarz auf weiß und wissen, wie ihr Sohn wirklich gestorben ist. Als Günther Vollrath einige Zeit später Giselas Aussage ließ, setzt er sich sofort ins Auto. Es ist mittags, als er losfährt. Als er an der Brücke an der Tannheimer Straße ankommt, unter der die Leiche seines Sohnes gefunden wurde, dämmert es bereits. Trotzdem findet er zwischen anderem Müll den beigen Badezimmerteppich, den Gisela in ihrer Aussage beschrieben hat. Der Teppich ist voller Blut und liegt schon seit mehr als zwei Jahren dort, ohne dass er je untersucht wurde. Also der Teppich wurde nicht bei den Aufräumarbeiten gefunden, der Teppich wurde nicht gefunden, als die Leiche gesichert wurde und der Teppich wurde auch nicht gefunden, nachdem Gisela in ihrer Aussage explizit gesagt hat, da war dieser Teppich dabei. Also nicht mal da ist jemand auf die Idee gekommen zu sagen, naja, vielleicht liegt der Teppich ja noch da, da können wir ja mal schauen. Das hat niemand gemacht. Das hat dann zwei, drei Wochen später Günther Feuerhardt selbst gemacht und der liefert diesen Teppich dann auch selbst bei der Kriminalpolizei in Kempten ab. Später wird sich allerdings herausstellen, dass die Blutspuren auf dem Teppich nach all dieser Zeit nicht mehr verwertbar sind. Und da vielleicht für euch kurz zum Hintergrund. Heute wäre das wahrscheinlich anders, weil die Technik sich weiterentwickelt hat. Aber damals war es eben noch nicht möglich, wenn Blutspuren so lange der Natur ausgesetzt waren und das Ganze so lange her ist, da noch was irgendwie für ein Gerichtsverfahren an Beweisen rauszuziehen. Ungefähr zur selben Zeit nehmen sich die Ermittler auch die Lifthütte in Zöbel nochmal vor, in der Raven starb. Und tatsächlich, auf mehreren Bodendielen finden sie Blutspuren, die all die Jahre nicht gesichert wurden. In ihrer Verzweiflung hatten die Vollrats dort einige Monate vorher selbst schon Holzdielen rausgebrochen und untersuchen lassen. Doch nach so langer Zeit sind auch diese Spuren nicht mehr verwertbar. Am 25. September 2008 beginnt dann vor dem Landgericht Meining in Thüringen der Prozess um den Tod von Ravenvollrat. Seine Eltern und ihr Anwalt Christoph Rühlmann sind an jedem Prozesstag im Gerichtssaal. Michael sagt im gesamten Prozess kein Wort. Manchmal grinst er die Vollrats an. Es sieht gut aus für ihn. Er selbst schweigt und auch seine Mutter Gisela macht vor Gericht von ihrem Recht Gebrauch, ihre Aussage zu verweigern. Außerdem schaffen es Michaels Verteidiger Giselers Glaubwürdigkeit in Zweifel zu ziehen. Sie ist alkoholkrank und leidet unter psychischen Problemen, hat nachweislich zweimal versucht, sich das Leben zu nehmen. Das Verhältnis zu ihrem Sohn Michael war außerdem zwischenzeitlich ziemlich schlecht. Wie sehr kann man also der Aussage einer solchen Frau glauben? Außerdem gibt es keine forensischen Beweise. Die Obduktion von Ravensleiche durch den Gerichtsmediziner Walter Rabel im August 2006 hat keine Hinweise auf Fremdverschulden ergeben und die Blutspuren auf dem Badezimmerteppich oder den Holzdielen sind nicht mehr verwertbar. Am 5. Verhandlungstag im Oktober 2008 erfährt Anwalt Christoph Rühmann, dass ein Freispruch für Michael immer wahrscheinlicher wird. Die Beweise reichen einfach nicht. War also der jahrelange Kampf der Vollrads für die Wahrheit umsonst? Das wäre zu viel gewesen, sagt Marion Vollrath. Doch die Vollrads wären nicht die Vollrads, wenn sie jetzt aufgeben würden. Sie fahren zu dem bekannten Kriminalbiologen Mark Benecke, den sie bereits Anfang des Jahres kontaktiert hatten, um das Blut auf den Bodendielen analysieren zu lassen. Der rät ihnen, Ravens Leiche zu exhumieren und ein zweites Mal obduzieren zu lassen. Marion und Günther Vollrath haben schon alles verloren, sie können nur noch gewinnen. Also entscheiden sich die beiden dafür, die Leiche ihres Sohnes ein zweites Mal untersuchen zu lassen. Dieses Mal vom Institut für Rechtsmedizin der Uni Jena. Am 1. Oktober 2008 wird Raven aus seinem Grab geholt. Nachdem die Rechtsmedizinerin die Knochen gesäubert hat, fällt ihr an zwei Rippen und vor allem am Brustbein etwas auf, das ihr österreichischer Kollege Professor Rabel offenbar übersehen hat. Ich zeige euch jetzt ein Bild aus diesem Obduktionsbericht. Wenn ihr also empfindlich seid, dann macht ganz kurz die Augen zu. Also nach was sieht dieses Brustbein für euch aus, vor allem die Stelle, die da markiert ist? Genau. Nach einer Stichverletzung. Also genau das, was Gerichtsmediziner Rabel in seinem Gutachten zwei Jahre vorher ausgeschlossen hat. Das Ergebnis der Gerichtsmedizin Jena ist eindeutig. Insbesondere die Verletzung des Brustbeins lässt sich ausschließlich einer Beibringung mit einem scharfen Schneidwerkzeug, in Klammern, Messer zuordnen. Raven wurde auf dem Rücken liegend mit einem Spitzenmesser mit glatter Schliffkante erstochen und der Täter hat dabei mehrfach und mit großer Kraft zugestochen. Es ist genauso, wie Marion und Günther Vollrath es schon beim Blick auf das graue Shirt mit den seltsamen Einstichstellen vermutet haben und wo ihnen Gutachter Walter Rabe gesagt hat, dass sie da schon mal gar nicht von ausgehen können. Als Soran Dobritsch Professor Rabel vor laufenden Kameras darauf anspricht, schiebt dieser die Schuld für seinen offensichtlichen Fehler, der die Aufklärung von Rabens Tod fast verhindert hätte, weit von sich. Ich habe diese zwei Löcher bewusst nicht wahrgenommen. Ich habe sie auch nicht diktiert. Im Protokoll steht der Befund hochgradig zerrissen, verunreinigt oder in diese Richtung. Verstehe. Und wäre das Ihre Aufgabe gewesen, diese zwei Löcher wahrzunehmen und als solche zu bezeichnen, zu beschreiben? Die Bekleidung ist primär Aufgabe für die Kriminaltechnik. Spoiler, das stimmt nicht. Also laut österreichischer Strafprozessordnung müssen Gerichtsmediziner die Kleidung eines Toten vor der eigentlichen Sektion untersuchen. Das wäre also seine Aufgabe gewesen. Die Mauer aus Schweigen, Inkompetenz und Ignoranz, gegen die die Vollrats seit fast drei Jahren angekämpft haben, bricht endlich zusammen. Am 18. Dezember 2008 fällt dann das Urteil im Fallhafen-Vollrat. Michael bekommt acht Jahre Haft wegen Totschlags, weil eben kein Mordmerkmal festgestellt werden konnte, weil er selber auch geschwiegen hat und seine Mutter auch. Weil bei ihm außerdem erhebliche Reife- und Entwicklungsrückstände festgestellt wurden und er zur Tatzeit erst 20 Jahre alt war, wird er nach Jugendstrafrecht verurteilt und bekommt eine dementsprechend mildere Strafe. In seinem Urteil stellt das Landgericht Meiningen fest, dass Michael Raven ohne ersichtlichen Hintergrund getötet hat und das mit einer besonders hinterlistigen Gesinnung. Nach dem Urteil stehen Maren und Günther Vollrath Ende 2008 vom Grab ihres Sohnes. Das Grab ist leer. Weil der Verteidiger von Michael eine Revision angekündigt hat, ist das Urteil zu diesem Zeitpunkt noch nicht rechtskräftig und Raven kann noch nicht wieder beerdigt werden. Der Kampf der Vollraths ist noch nicht vorbei. Es steht alles offen. Und jeder Vater, jede Mutter möchte wissen, wie ihr Kind zu Tode kommt. Es ist das Schlimmste, was man im Leben erleiden muss. Ein Kind verlieren, das ist die höchste Stufe des Schmerzes. Ich möchte es keinem wünschen, was wir jeden Tag, jeden Tag stehen wir auf und jeden Tag müssen wir mit der Wahrheit leben. Unser Sohn ist tot, er ist tot. Noch immer wissen die beiden nicht, warum ihr Sohn sterben musste. Für beide gibt es kein Zurück mehr in ihr altes Leben. Günter Feurath hat durch Krankheit 2008 seinen Job verloren. Marion Feurath ist in psychologischer Behandlung. An Heiligabend 2008 schreibt Marion deshalb Michaels Mutter Gisela einen Brief. Unser Schmerz ist unendlich. Um das Geschehene für mich aufzuarbeiten, muss ich die Wahrheit wissen. Und das Warum hoffe auf Antwort. Diese Antwort kommt tatsächlich zehn Monate später. Gisela ruft bei den Vollrats an und verspricht ihnen, alle Fragen zum Tod von Raven zu beantworten. Sie erklärt Marin und Günther, dass der Chef der Zöbelner Lüftanlage Raven einen Job für den Sommer angeboten hat, in seinem Holzgroßhandel in der Schweiz. Und für Raven, der ja eigentlich schon seit seiner Ausbildung auf Jobsuche ist, war das natürlich eine ganz großartige Nachricht, die er direkt seinem Kumpel Michael erzählt hat. Aber der freut sich nicht mit ihm, sondern wird sauer. Denn er arbeitet schon seit zwei Jahren für den Liftbetreiber und hat in der gesamten Zeit nie so ein Angebot bekommen. Der Streit zwischen den beiden schwelt den ganzen 23. Dezember und am späten Abend, als alle angetrunken sind, eskaliert die Situation. Michael ersticht Raven aus Eifersucht. Und das, wenn Gisela das auch vor Gericht ausgesagt hätte, also wenn das vorher bekannt gewesen wäre, Hätte das ein Mordmerkmal sein können, ein niederer Beweggrund. Aber sie sagt es ja eben erst später und niemand kann für die gleiche Tat zweimal verurteilt werden. Also ändert das am Urteil eigentlich nichts. Also ist es am Ende ein dummer Streit zwischen zwei jungen Männern, der dem einen das Leben kostet und das Leben seiner Eltern für immer verändert. Jetzt, wo Maren und Günther Vollrath wissen, warum ihr Sohn Raven sterben musste, haben sie nur noch einen Wunsch, dass die Schlamperei der Behörden in Österreich Konsequenzen hat. Deshalb verklagen sie sowohl die Republik Österreich und auch Gerichtsmediziner Walter Rabe. Walter Rabe bezweifelt übrigens meines Wissens nach bis heute, dass die Verletzung an Ravens Rippen und Brustbein von Messerstichen stoppt. Sein Anwalt beschwert sich außerdem, dass von den Vollraths für die vielen Fahrten nach Österreich eingeklagte Kilometergeld sei um 4 Cent pro Kilometer zu hoch berechnet. Außerdem kritisiert er, dass sich Marion Vollrath einen Therapeuten rund 50 Kilometer von ihrem Wohnort entfernt gesucht hat. Das sei schließlich teurer als eine Therapie in der Nähe. Also nur für euer Verständnis, den Vollrats geht es nicht darum, Millionen und Milliarden an Schmerzensgeld einzuklagen, sondern vor allem darum, dass sie ihre Kosten wieder reinbekommen. Also die ganzen Fahrten nach Österreich, 30 Mal hin und zurück mit Hotelaufenthalten, diese ganzen Ermittlungen, die sie selbst durchgeführt haben, vor allem dafür wollen sie halt ihr Geld wiederhaben. Es geht um eine Summe von 88.000 Euro für den Tod eines Menschen, der, wenn es nach den österreichischen Behörden ginge, wahrscheinlich nie aufgeklärt worden wäre. Ist das zu viel? Ist das wirklich zu viel? Das zuständige Landgericht in Innsbruck sagt ja. Die Klage wird im Januar 2012 abgewiesen. In der Urteilsbegründung heißt es, wenn es überhaupt Versäumnisse bei den Ermittlungen gegeben hätte, wären nicht die Vollratsdieke schädigten, sondern ihr Sohn Raven. Und weil der tot ist und deshalb keine Ansprüche haben kann, ist es damit auch egal, ob es bei den Ermittlungen Fehler gab. Auch in den nächsten Instanzen scheitern die Vorrats. Sie haben bis heute von der Republik Österreich keine Entschädigung und nicht mal eine Entschuldigung bekommen. Also, ich mache diesen Podcast jetzt seit knapp sieben Jahren und ich habe noch nie solche Ermittlungspannen gesehen. Und ich war, glaube ich, auch bei einer Recherche noch nie so wütend. Und für Prof. Walter Rabel ist es übrigens nicht das erste Mal, dass er mit einem Gutachten daneben lag. Neben Raven-Vollrat gibt es noch mindestens vier weitere Fälle, in denen der Gutachter Fremdeinwirkung ausgeschlossen hat, wahrscheinlich zu Unrecht. 2012 bescheinigt der oberste Gerichtshof in Österreich einer Untersuchung Rabels die objektive Unrichtigkeit. Und die Kollegen von Zeitverbrechen haben neulich ein Sonderheft gemacht mit Fällen, an denen fast allen Professor Rabe beteiligt war. Trotzdem arbeitet Rabel noch heute als Gutachter und war bis vergangenes Jahr sogar Präsident der österreichischen Gesellschaft für gerichtliche Medizin, also der oberste Gerichtsmediziner Österreichs. Michael wird Ende 2016 aus der Haft entlassen und lebt danach nur wenige Kilometer von den Vollrats entfernt. Kurz darauf wird er wegen eines Körperverletzungsdeliktes erneut verurteilt und muss wieder in Haft. Soweit ich weiß, ist er aber mittlerweile wieder frei. Mario und Günther Vollrath haben einen Weg gefunden, mit dem Schmerz und der Trauer um Raven umzugehen. Ich habe die beiden gefragt, wie es ihnen heute, knapp 20 Jahre nach Ravens Tod geht. Der Schmerz und die Wut, das geht wohl nie wieder weg. Aber es wird einfacher. Und das deckt sich auch so ein bisschen mit dem, was ich gelernt habe von den vielen Angehörigen, mit denen ich schon für Verbrechen von nebenan gesprochen habe. Oder für meinen zweiten Podcast, dieser eine Moment. also Menschen, denen schreckliche Dinge widerfahren ist. Sie sagen eigentlich alle, das geht nie weg, dieser schreckliche Schmerz und diese Erinnerung. Aber es wird besser mit der Zeit. Die Familie steht eng zusammen. Und dank Ravens Schwester sind Maren und Günther Vollrath heute stolze Großeltern. Noch heute denken sie jeden Tag an ihren ermordeten Sohn Raven. Aber sie fahren mittlerweile auch gern wieder in den Urlaub. Am liebsten zum Wandern in die Berge. Vielen Dank! Ich muss sagen, dass es für mich gar nicht so leicht war, einen Fall oder Fälle für die Tour zusammenzustellen, weil es natürlich manche Ansprüche an diese Fälle gibt, die man jetzt bei einem Podcast-Fall nicht unbedingt hat. Also man braucht genug Material, um lange genug darüber zu erzählen, man braucht Bilder dazu, man braucht Videos dazu und vor allem sollte es eben auch ein Fall sein, bei dem die Angehörigen damit einverstanden sind, dass ich den auf der Bühne erzähle, sonst hätte ich ihn nicht gemacht. Und um euch ein bisschen Blick hinter die Kulissen zu geben, ich habe von dem Fall erfahren im Tannheimer Tal, das sagte ich ja ganz am Anfang schon, und habe mich dann dahinter geklemmt und wollte mehr dazu wissen und bin erst mal über den Rechtsanwalt gegangen, also über Christoph Rühmann, und habe mit ihm gesprochen, können Sie mir mehr zur Verfügung stellen an Informationen und können Sie sich eventuell auch vorstellen, dass die Vollrats bereit werden, mit mir darüber zu sprechen oder mir überhaupt die Möglichkeit geben, auf einer Bühne diesen Fall zu erzählen oder in meinem Podcast. Und er sagte direkt, ja, rufen Sie die Vollrats doch an. Und ihr könnt euch vorstellen, es ist ein sehr seltsames Gefühl, bei fremden Menschen anzurufen, zu sagen, hallo, mein Name ist Philipp Pleiter, ich bin Podcaster, ich würde gerne den Fall ihres ermordeten Sohnes erzählen. Aber die Vollrats waren sofort bereit. Die haben sofort gesagt, was brauchen sie? Wir schicken ihnen alles, schauen sie sich das alles an. Wenn sie Fragen haben, melden sie sich jederzeit. Und mit der Zeit habe ich gelernt, dass es da nicht unbedingt darum geht, könnte man ja jetzt auch meinen, irgendwie Geld oder so. Also ich habe die natürlich auch gefragt, ob sie finanzielle Unterstützung haben wollen. Denen geht es vor allem darum, dass diese Geschichte erzählt wird. Sie wollen, dass die Leute erfahren, was ihnen angetan wurde. Und die haben mir so viel geliefert, dass ich das zum Teil gar nicht verwenden konnte, weil es einfach so viel war. Marian hat mir gesagt, wir sind die ganze Zeit nur verarscht worden. Und ich glaube, dieses Gefühl ist der Antrieb für sie zu sagen, wir wollen, dass über diese Geschichte erzählt wird. Wir wollen, dass die Leute von Raven hören, dass die von Raven erfahren und von unserer Geschichte erfahren. Und vor einigen Wochen habe ich in Leipzig gespielt. Und kurz vorher kam dann ein Anruf von Christoph Rühmann, der gesagt hat, wir würden gern zu der Show kommen. Also ich mit meinen Anwaltskollegen. Und die Feuerrats wollen auch gerne kommen. Und natürlich war ich ein bisschen verunsichert, weil ich ja nicht wusste, wie das für die ist. Und ich habe sie dann vor der Show noch Backstage getroffen, habe lange mit ihnen gesprochen und habe gesagt, es wird jetzt wahrscheinlich sehr schmerzhaft für euch. Werden seid ihr sicher, dass ihr das könnt und dass ihr das wollt? Aber beide waren so, ja, wir wollen, dass die Leute diese Geschichte hören. Und die waren auch echt so, wenn noch irgendwer Fragen hat, sie können ruhig sagen, dass wir da sind, dann können die Leute zu uns kommen. Und ich war so, okay, okay. Krass so und dann am Ende der ersten Hälfte, also ungefähr an der Stelle, wo wir uns jetzt befinden, habe ich dann auch gesagt, dass die beiden da sind, und habe zu beiden gesagt, wenn sie mögen, können sie gerne aufstehen und es war, glaube ich, der lauteste Applaus an diesem Abend, die Leute standen alle und, jetzt muss ich fast schon wieder heulen, wenn ich das erzähle, weil es so krass war, da sind dann einfach fremde Leute zu den beiden gekommen und haben die in, den Arm genommen und haben gesagt, wie mutig und wie stark sie sind und ich habe dann nach der Show noch mit beiden kurz sprechen können, und Marion Vollreit kam so auf mich zu und hat mich so in den Arm genommen und hat gesagt, es hat sehr wehgetan, aber es war auch sehr schön und sie hätte sich das, nicht schöner wünschen können, wie die Geschichte erzählt wurde und ich glaube, das ist das größte Kompliment, was man im True Crime Podcaster machen kann, ehrlich gesagt. Vielen, vielen Dank. Ja, ihr habt es wahrscheinlich gehört, dieser Fall ist mir wahnsinnig nahe gegangen. Nicht nur, weil das alles so schreiend ungerecht ist, diese ganzen Fehler, diese ganzen Versäumnisse, aber auch natürlich, weil ich mit eigenen Augen gesehen habe, wie sehr dieser Fall Ravens Eltern, Marian und Günther, auch 20 Jahre später noch nahe geht. Deswegen war es für mich auch so bewegend, eure Reaktion und auch die der Vollrats zu sehen. Also danke nochmal an Marin und Günther und natürlich auch an Christoph Rühlmann, den Anwalt. Und wo wir schon mal dabei sind, Danke zu sagen, danke an alle, die diese Tour überhaupt möglich gemacht haben. Weil ich lese immer wieder, ja, die Tickets sind teuer geworden für Live-Events, das stimmt auch. Aber das liegt eben auch daran, dass davon nicht nur die Künstler bezahlt werden müssen, sondern ganz viele andere Leute, ohne die das alles gar nicht funktionieren würde. Deshalb danke an das gesamte Team von S-Promotion, an meinen Tourleiter Nils, an meinen Tourtechniker Jens, an meine Tourbegleiter Jannika und Stefan und vor allem alle im Hintergrund, die namentlich ganz oft gar nicht genannt werden. Die Leute, die an der Garderobe stehen, die Security, das Catering, die Stagehands. Danke, dass es euch gibt und danke, dass ihr Live-Programme möglich macht. Und weil diese Frage jetzt schon so oft kam, es wird definitiv wieder eine Verbrechen von nebenan Tour geben, aber dieses Jahr mache ich erstmal eine kleine Live-Pause und ehrlich gesagt, finde ich, die habe ich mir auch verdient. Also danke an alle, die dabei waren. Danke an euch, dass ihr diese Folge gehört habt. Und wir hören uns in zwei Wochen wieder. Tschüss. Ja, die Aufnahme läuft. Guten Tag, herzlich willkommen bei der Tagesschau. Schönen guten Tag, mein Name ist Philipp Fleiter und manchmal mache ich Podcast. Guten Tag, mein Name ist Katja Burkhardt und manchmal bin ich Gast im Podcast. We're in and on and druff. Läuft die Aufnahme. Zwei sogar. Sind sie wirklich sicher? Na gut. Doppelte, doppeltes, wie heißt das denn? Boden, Dings, Netz. Doppelte Hoden. Das war das Wort, was ich suchte. So, ich teste jetzt mal hier so bei mir und rede mal so rein. Hallo. Jetzt kann ich die Kopfhörer auch wieder absetzen. Jetzt reicht es auch. Wieso? So reing ich jetzt die ganze Folge. Kannst du es bitte machen? Das wäre wirklich schön. Das wäre, glaube ich, leider sehr anstrengend. Sagen Sie mal was? Ich sage jetzt mal was. Sieht sehr gut aus. Dein Ausschlag sieht wunderbar aus. Ja, denke ich auch jedes Mal, wenn ich mir meinen Arsch angucke. Bist du bereit, mit mir in einen neuen Fall abzutauchen? Tatsächlich nicht, weil ich habe nämlich vergessen, mein Handy in den Flugmodus zu schalten. Können wir kurz auflegen, dann kann ich das nämlich machen. Gib mir eine Sekunde, dann kannst du mich wieder anrufen. Okay, gut. Bis gleich. Danke. Jemals zurück zu ihr, nach Guadeloupe. Guadeloupe zu kommen. Guadeloupe. Guadeloupe. Guadeloupe. Weil man ja selbst sagt, dass er Elisabeth wirklich geliebt und sich dienstrechtlich nichts, zu Schulden kommen haben will. zu Schulden kommen lassen habe. Ach du Scheiße. Am Abend der Aufzeichnung trägt er seine Haare ordentlich gescheitert. Seine Haare ordentlich gescheitert. Es rät schon so aus. Es rät schon so aus. Es rät schon so aus. Es rät schon so aus. Mach's nicht fertig. Tut mir leid. Bei Mutter Justiz. Justiz. Gott, oh Gott, oh Gott. Und die Beifahrertür geöffnet. Dann hat sie ihn, dann dann habe sie ihn, nein Hast du gesoffen oder was? Nein, es ist Restalkohol. Was wollen wir da noch sichern? fragt der Mord, Errona. Dass er sie und die Kinder umbringen wollte fragt wollte, dass er sie und, ist halt wirklich schwierig, nicht an meinem E-Kohl-Konsum, Entschuldigung für diesen kleinen Ich gucke aus dem Fenster. Du denkst mir heute die ganze Zeit. Ich bin schuld. Weißt du, verbringt das ganze Wochenende besoffen auf dem Aller und will mir jetzt erzählen, ich bin schuld daran, dass er nicht geübt hat. So schnaufst. Meine Nase ist da zählend ein bisschen zu. Ich bin gar nicht sicher, ob ich miesen muss. Ja? Nee, doch nicht. Das ist raus. Das ist los. Was ist jetzt los? Lass es jetzt rein geben. Kommandante Juan Benitez Ayala. Soll ich sie einmal vorsagen? Ja, komm, du alte Spanierin. Juan Benitez Ayala. Okay, ist doch gar nicht so schwer. Er macht sich an die junge Studentin Sarah Marial Andret. So, das machen wir nochmal. mal. Am 29. November 1979 wird Joachim Knihwaja. Ich will nur noch Deutsch. Such dir doch mal was aus Deutschland. Es, tut mir so leid, aber ich stelle mir die Klappe. Mit dieser Angel. War da irgendwo auf einer Kirmes und hat so Entenangeln. So eine Angel habe ich mir auch vorgestellt. Mit der Kurzhose, Flip-Rub, so einer Angel. Oh Gott. Die kommen alle in die Hölle. Vor allem du. Scheiße. Da hatte ich jetzt ein bisschen zu viel Kino im Kopf. In der Zeitschrift wird präzise beschrieben, dass die Kunststoffkarosserie, dass die Kunststoffkarosserie, Kunststoffkarosserie, dass die Kunststoffkar... Ich stelle mir aber die Frage, was hast du denn über die Beschreibung dieser Folge gedacht? Hier packe ich jetzt... Die schlimmsten Wörter rein. Ja, Kunststoffkarosserie. In der Zeitschrift wird präzise beschrieben, dass die Kunststoffkarosserie eines Trabants Sorry. Kunststoffkarosserie eines Trabants. Also auf dem Weg dorthin will er dann im Wald zufällig Ursula Berkowitz getroffen haben. Auf dem Weg zu das war die auch gerade auf dem Weg dahin. Das ist so schlimm. Das ist so bescheuert, was labert dieser Typ. Ach, sorry, ich bin jetzt wieder normal. Wollen wir es nochmal machen? Ja, bitte, das kann jetzt gar nicht mal da rein. Also jetzt weiß ich zumindest, wie man Ralf gut zum Lachen bringt. So. Kontinuos. Okay, nochmal. Kann ich mich kurz ein Döschen aufmachen? Schweig. Einfach schweig einfach. Für dich habe ich noch Mountain Dew. Das probieren wir gleich gemeinsam. Da freue ich mich schon drauf. Die geht nicht aus. Hast du doch so stark. Das gönne ich dir. Das gönne ich dir. Für deine Schäbigkeit. Richtig doof. Die in den letzten Jahren geradezu einem Pseudologistischen Pseudologistischen? Einem Pseudoristischen Entschuldigung, das müssen wir jetzt auch aufgestanden haben, wie kannst du so eine Slapstick-Szene da reinschreiben, dass dieser Typ da aus dem Wagen sorry, aber wenn einer stolpert, finde ich das lustig, Das hat dich jetzt so rausgebracht Ich seh den immer nur so, ich komme. Ich wollte das nur illustrieren. Ja, schön. Das ist ja wie hier das kleine Majörchen und solche Sachen. Mit der kurzen Zündschluss. This is the brain. Als er einen Schrottsammler sieht, der von Ruine zu Ruine zieht. Der von Ruine zu Ruine. Ruine, Ruine. Der von Ruine zu Ruine zieht. Aber er überlebt ganz im Gegensatz zu den anderen acht Gästen der Air France, Loge. Der Air France Loge. War es nicht vorhin eine Lounge? Lounge ist auch eine Lounge, ist auch keine Lounge. Du hast doch nicht einmal auf alle Dinge gekriegt. Vorhin war es schon eine Frosch-Lounge. Das wird nicht verfolgen. Das heißt Wort. Sag mal. Das müssen wir, glaube ich, Das ist vielleicht doch ein bisschen zu füßen. Okay, das machen wir noch mal. Sie hört es ja eh nicht. Hört die sich die auch nicht an? Nein. Ja, aber dann kommen trotzdem so andere Kommentare, dass ich Tanina hasse. Ralf hasst Tanina. Eigentlich finde ich Tanina ja ganz toll, aber das fand ich jetzt witzig. Wir machen es einfach noch mal. Ja, also du hast ja gerade gefragt, ob die jetzt stürmen. Was ist denn jetzt los? Taninas Geist ist her. Wirklich. Aber selbst ich habe das jetzt gerade irgendwie Rassengift oder sowas ausgelegt. Das ist die tödliche Podcast-Folge. Und jetzt nochmal kurz weghören, wenn ihr Tauben liebt. Am Ende schießt ein Polizist Charlie von seinem Ast. Die Taube ist tot. Versuch mal ein bisschen Mitgefühl ansprechen. Das ist ja so schräg. Ich habe schon die ganze Zeit hier Bernhard und Bianca vor, mit die Mäusepolizei. Die da mit dem Albatross durch die Gegend fliegen. Helikopter. Zwei erstmal rasieren. Hätte man auf die Idee kommen können, dass das nicht so schlau ist, oder? Die hast du erstmal rasiert. Mist, habt ihr noch eine? Ach du Scheiße. Die Taube ist tot. Was für eine geile Geschichte. Ja, oder? So einen, coolen Fall hassen wir noch nicht. Das ist ja wirklich ein richtiger Spaß. Ciao. Tschüss. Verbrechen von nebenan. True Crime aus der Nachbarschaft. Mehr Infos und Fotos zu unseren Fällen findet ihr auf unserer Facebook- und unserer Instagram-Facebook.