Missing Link Original, Herzlich Willkommen bei Hangweiler und Palfreder, dem Podcast, in dem wir uns mit Berühmtheiten unterhalten. Now is done.
Ihr Zuckergoschis, heute haben wir einen besonderen Gast bei uns sitzen. Meine Damen und Herren, eine Legende, Birgit Fenderl sitzt da gegenüber. Grüß euch, eine Legende. Na schon. In Salzburg in die Schule gegangen, aber eigentlich Deutsche. Und in Wien geboren. Und in Wien geboren. Und eigentlich gern im Süden. Was ist da schiefgegangen? Naja, ich korrigiere das gerade ein bisschen. Also man sagt ja immer, die Menschen haben die Zeit gern, in der sie geboren sind, nämlich den Winter. Und auch die Gegend gern, in der sie geboren oder aufgewachsen sind, was in meinem Fall mehr die Berge sind. Ich hasse den Winter, ich mag die Berge nicht besonders gern. Ich versuche das gerade ein bisschen zu korrigieren und wann immer es geht, mich in den Süden zu absentieren. Wohin in den Süden? Süden ist... Ja, also am liebsten, wo das mehr ist. Lustigerweise, heuer war ich im September mit meiner Tochter in Griechenland. Das war urschön, aber ich bin eigentlich mehr in Spanien, Italien. Ich habe diese Sprachen alle auch studiert. Und ich liebe das zu sprechen dann auch. Und Griechisch gefällt mir total gut. Das würde ich irrsinnig gerne lernen, aber ich bin grafisch so unbegabt. Und ich konnte es ja nicht lesen. Also ich traue mich da nicht drüber.
Ja, aber das sind ja nicht so viele Buchstaben, oder? Naja, best nicht. Schauen wir mal. Wurscht, also mir reicht meine Sprache nicht. Du hast Italienisch studiert? Naja, ich habe Salzburg am Tag meiner Madura quasi verlassen, weil das war mir zu klein. Dann war ich ein halbes Jahr in Siena an der Uni dort. Dann war mein erster Freund ein Italiener, so habe ich die Sprache wirklich gelernt. Dann hat meine Mama 20 Jahre in Italien gelebt. Also Italien ist ein bisschen so Heimat auch für mich geworden. Und dann war ich in Paris. Liebe es immer wieder, wenn ich was auf Französisch habe. Unsererungsgrad war ich in der französischen Botschaft moderiert, ein bisschen auch auf Französisch, auch auf Englisch. Das war schön. und dann bin ich nach Wien gegangen und habe.
Politikwissenschaften zu studieren. Und ich dachte, was kombiniere ich mit dem Studium? Publizizik wollte ich nicht, weil ich Hugo Portisch mal gehört habe, der gesagt hat, das ist ein Schatz. Nein, das mache ich nicht. Und da ist mir Spanisch eingefallen, aber das studiert. Eine polyglotte Person. Ja, dann hockt immer da. Naja, ich bin jetzt wieder ein bisschen mehr unterwegs. Ich liebe Sprachen und ich liebe es auch in verschiedenen Sprachen ein paar Sätze zu sprechen. Ja, man ist ein anderer Mensch in anderen Sprachen. Absolut. Jede Sprache anderer Charakter. Das heißt, du bist eine multiple Persönlichkeit. Total. Mein Problem ist nur, also das war wirklich, jetzt ist mir das ja wurscht inzwischen. Ich bestelle mir inzwischen auch am Nachmittag einen Cappuccino, auch wenn ich das als Piefke outet in Italien. Aber mit 18 habe ich das wirklich noch ernst genommen und da konnte ich wirklich wahnsinnig gut Italienisch. Also am Telefon haben sie es nicht verstanden, haben sie gedacht, so eher Norditalien. Aber als sie mich dann gesehen haben, war es leider vorbei, weil mit 1,80 kannst du dich schwer als Südländerin ausgeben. Das hat mich irrsinnig gewurmt. Jetzt ist es mir wurscht. Okay. Wo aus Deutschland stammt deine Familie? Mein Vater war, weil er ist leider sehr früh gestorben, ein Bayer. Also ich kann auch Bayerisch, wenn ich jetzt gehe. Bayerisch? Ja, klar. Und ich bin in Wien geboren, aber in den 70er Jahren war die Welt dann auch in Ordnung. Da wurde alles nach den Männern ausgerichtet und so habe ich ja auch die Staatsbürgerschaft meines Vaters bekommen. Die ich an meine Tochter weitergegeben habe, die im selben Wiener Spital geboren ist wie ich und ein totales Wiener Kind ist. Aber immer wenn es hier besonders mühsam ist, dann sage ich, wir sind ja Ausländer.
Du machst das ein bisschen einfach jetzt. Ja, natürlich. Das heißt, die Mama war auch Deutsche? Nein, Wienerin. Eine Wienerin. Meine Mama war Wienerin, die leider auch schon gestorben ist, aber die dann eigentlich ein bisschen zur Italienerin mutiert ist und ihre letzten 20 Jahre in Italien gelebt hat, mit großer Freude. Wo? In der Toskana. Na, okay. Ja, das klingt aufs Erste so super als aufs Zweite, aber nicht so easy. Also ich habe auch so eine Art Hassliebe zu Italien. Wieso? Naja, wenn du dann dort arbeiten musst und wenn du siehst, wie komplex das alles ist. Und zum Beispiel meine Mutter hatte dann Krebs und dass sie krank wurde. Also mit dem Gesundheitssystem dort möchtest du nicht so viel zu tun haben. In Italien ist es ein bisschen schwierig. Genau, ich liebe es, die Sprache, das Essen, alles. Aber was Frauen betrifft, gibt es durchaus schon noch so ein tradiertes Rollenbild in Italien. Viel mehr ist in Spanien zum Beispiel. Wirklich? Ja. Ja. Ein großer Unterschied? Also ich lebe jetzt nicht mehr dort. Also insofern traue ich mich das jetzt nicht ganz so. Aber ja, schon. Also was die Gesetze betrifft und so zum Beispiel schon. Also die Spanier sind wahnsinnig progressiv. Die mussten halt so viel aufholen, auch weil die halt so lange auf eine Diktatur waren.
Irrsinnig progressiv, was Frauengesundheit betrifft und so. Oder zum Beispiel hatten die auch das Femizid-Thema so ähnlich wie in Österreich. Die haben aber dann massiv die Gesetze geändert. Und in Spanien ist das nicht mehr so schlimm, weil einfach viel früher eine Wegweisung passiert und ein Ding. Und es gibt sehr viele Ministerinnen zum Beispiel in Spanien. Wow. Wie lang warst du in Spanien? Nicht so lang. Ich habe meinen ganzen Sommer in Madrid gearbeitet.
Dann habe ich über die Hochzeit von Felipe und Letizia berichtet. Um Gottes willen. Aber für die ZIP2 damals. Ja, das macht das Ganze nicht besser. Ich sage es wie sie ist. Es ist ein sozialkritischer Bericht geworden. Ja, ich habe mit Monarchie so ein bisschen ein Problem, das weiß man vielleicht. Du natürlich. Ich verrate euch, ich bin keine royale Expertin. Das waren immer die anderen. Und dann immer wieder. Und immer sehr gerne, aber jetzt auch nicht so lang.
Du bist mittlerweile Buchautorin, stimmt das so? Mittlerweile ist gut. Mein erstes Buch habe ich vor bald 30 Jahren geschrieben. 30 Jahren? Vor 30 Jahren habe ich das gar nicht so mitgekriegt. Nein, mein erstes nicht 30, 25 Jahre. Es waren die 30erinnen. Das gibt es gar nicht mehr am Buchmarkt. Irgendwo am Flohmarkt, manchmal taucht das noch auf. Das waren Porträts über Frauen um die 30, also so wie ich halt damals. Und dann habe ich mit der Anneliese Rohrein Mutter-Tochter Buch gemacht. Ein spezielles Verhältnis zwischen Müttern und Töchtern. Die Göttin Anneliese Rohr. Ja, ich bin sehr glücklich, sie eine sehr, sehr liebe Freundin nennen zu dürfen und ich liebe sie. Das ist ein Privileg. Ja, absolut. Ich vergöttere sie. Ja, zu Recht. Wahnsinn, ein Intellekt scharf für eine Rasierklinge. Und so eine wahnsinnig Liebe. Ja. Was für eine kluge Freundin. Dann habe ich ein Buch geschrieben über Kurswechsel bei 5.0. Da habe ich mir nachgeschaut nach 20 Jahren, was aus diesen Dreißigerinnen geworden ist. Und mein allerletztes Buch war über Freundschaften. Und jetzt im Moment bin ich selbstständig und schreibe keine Bücher, will ich das gar nicht mehr leisten.
Das heißt, du moderierst auch noch, hast du vorhin erzählt. Ja, also ich habe ja nicht aufgehört, das zu tun, was ich so lange gemacht habe. Ich moderiere halt jetzt nicht im Fernsehen, sondern bei vielen Veranstaltungen und freue mich, wenn das auch mal international ist und meine Sprachen vielleicht auch dazukommen oder auch nicht. Aber ich habe die Vielfalt, die ich immer so geliebt habe, im Journalismus hinübergenommen in meine Selbstständigkeit. Und ich podcaste ja auch, wie ihr wisst. Richtig. Sag mir vielleicht gleich mal den Titel vom Podcast. Sag ihn du, weißt ihn du. Ich weiß es wirklich nicht. Ich weiß, dass du ihn hier machst. Nein, den mache ich da nicht hier. Den machst du gar nicht. Du machst aber hier einen. Ja, hier bin ich Moderatorin bei einem Corporate Podcast. Aber ich habe meinen eigenen Podcast, der heißt Von wegen Pause.
Wechseljahre, ein fulminanter Neustart. Macht mir einen Riesenspaß. Gibt es seit April.
Und sehr Nischenthema irgendwie, wobei wir reden dort auch über Lebensmittel, über Unsichtbarkeit werden von Frauen. Und ich habe auch viele Männer schon bei mir zu Gast gehabt, ganz bewusst. Und er ist total durchgestartet und mir macht das einen wahnsinnig Spaß. Also Podcasten ist was Großartiges, oder? Das ist, warum wir hier sitzen. Weil Geld verdienen wir keines. Nein, das ist mein Herzensprojekt. Geld verdienen wir in anderen Dingen. Ich mache Mediencoaching, vor allem Kameratraining jetzt. Schau. Weil ich draufgekommen bin, Also ich habe mir mein Berufsleben vor der Kamera verbracht, de facto von alles. Ist uns aufgefallen. Was aber nicht allen aufgefallen ist, dass sehr viele Menschen spätestens seit Corona in Online-Meetings und so gewechselt sind und die arbeiten alle vor der Kamera. Auch wenn sie noch so klein ist. Das stimmt. Oder in Webinaren oder in Firmenvideos, natürlich, da ist das schon klar. Aber so im Alltäglichen, und du kannst ein wichtiges Online-Meeting haben, und wenn du zum Beispiel deine Kameraeinstellung hast, wo du so viel Luft über dem Kopf hast und du wirst ganz klein, irgendwie hast du deine Kompetenz quasi verloren, obwohl du sie hast. Oder auch wie Körpersprache vor der Kamera funktioniert und die Stimme. Und das habe ich heuer ein bisschen gemacht und bin ein paar Mal gebucht worden und baue das jetzt total aus, weil es mir viel Spaß macht zu sehen okay, da kann ich wirklich was weitergeben. Und das ist sehr hilfreich, weil das können ja mühsame Situationen sein und du willst eine gute Performance hinlegen, aber von der Kamera gelten eben ganz eigene Gesetze. Du sagst das voller Begeisterung. Fehlt dir das Fernsehen in irgendeiner Form?
Nein. Okay. Nein, es würde mir sehr fehlen, wenn ich meinen Beruf nicht mehr machen würde. Aber ich tue den ja und ich habe ihn erweitert. Und ich habe ja wirklich sehr lang moderiert im Fernsehen, muss man dazu sagen. Und zum Beispiel ein Punkt. Wie lang?
Naja, ich vergiss das immer. Aber die ZIP3 war glaube ich 1997. Dann bis 2025. Also bis 2025. Bis doch. Das ist auch lang genug, kann man sagen. 25 Jahre oder so. Ja. Ja, und was schon auch ein Punkt ist, was ich zum Beispiel beim Podcasten so liebe, das kennt ihr auch, man kann ja vorproduzieren und du musst nicht dort hocken, wenn es live ist. Und ich habe in der ZIP3 in der Nacht gearbeitet, ich habe in Bereitschaftsdiensten immer gearbeitet, ich habe ganz in der Früh gearbeitet, du musst immer in einem Studio sein. Und auch spätestens so seit Corona sagen immer alle, ah, ich bin Homeoffice-Dog und was weiß ich, wo ich unter dem Computer sitze, ist es wurscht. Und habe mir gedacht, das hätte ich eigentlich auch gern. Also, es waren zu viele Musiksteine, die mich dazu gebracht haben, das zu tun. Aber das Fernsehen, man muss ja dazu, ich bin ohne Fernseher aufgewachsen. Wirklich? Ja, ich wollte ja nie zum Fernsehen.
Wurscht, wen man fragt, vor allem im ORF. Niemand von denen wollte je ins Fernsehen. Ich wollte ganz unbedingt Journalistin werden. Okay. Ganz unbedingt und habe mir die Finger wund geschrieben, damals in Briefen, falls man sich erinnern kann, was das war. Für die jüngeren Zuhörerinnen und Zuhörer, Briefe, das sind so Zettel. Und Zettel, das muss ich auch erklären, das sind so ganz dünne Amazon-Kartons. Sehr schön. Und dann braucht es ganz lang, bis es wo ankommt und bis es dort geöffnet wird und verteilt wird. However, ich habe mir, glaube ich, sicherlich zwei Jahre die Finger wundgeschrieben und niemand hat reagiert, weil ich hatte überhaupt keinen Zugang, niemand aus meiner Familie hat irgendwas in die Art gemacht. Und der Standard hat mich dann erhört. Und da habe ich dann in der Außenpolitik-Redaktion mein erstes Praktikum gemacht. Und der Erik Frey und ich, wir lachen immer noch, wenn wir uns treffen, weil wir hatten damals ein Seminar und Pro-Seminar über die Fidschi-Inseln. Und ich habe gesagt, ich schreibe jetzt eine Geschichte über die Fidschi-Inseln. Und ich habe gesagt, bist du sicher, dass die Leute interessiert? Oder ein Putsch und so, da ist es richtig zugange. Aber dort habe ich erfahren, dass der WFN Assessment Center macht. Irgendwann im Praktikum. Und das war dann meine Chance.
Und also klassisch hochgearbeitet, unter Anführungszeichen. Was heißt hochgearbeitet? Naja, also du hast ja dann doch bedeutende Rollen eingenommen. Naja, ich habe dann, also das Praktikum war für einen Monat, wenn die zufrieden waren, war es für zwei Monate, dann war ich nach zwei Monaten wieder aus und dann habe ich schon geschaut, okay, das ist schon lustig da. Und habe damit sehr viel lästig sein und wieder anrufen und schauen, es geschafft, so eine Freimitarbeiterin damals in der Minizip zu sein, also das waren so Nachrichten in einfacher Sprache für Großeltern damals eigentlich so um 17 Uhr und das war super, da habe ich viel gelernt und ich bin noch gerade unter Bacher in den ORF gekommen und dann war der große Wechsel und ich kann mich noch erinnern, überall hingen so Zetteln und wer wo in welcher Redaktion ist und ich dachte, okay, auf Wiedersehen, das war's jetzt und bin dann wirklich so als Allerletzte irgendwie, bei Hans Besenböck, der damals die Zip 1 übernommen hat, irgendwie hin, weil der irgendwie ein, zwei Junge mischen wollte, halt mit dem gestandenen Team. Das war mein Chance und da bin ich dann hin. Dann ging es ja eh relativ schnell. Ich meine, ich habe mein Studium nebenbei fertig gemacht in der Nacht und gehackelt und das war schon intensiv.
Und irgendwann, dann war ich erst in der Außenpolitik, aber dann habe ich gemerkt, das ist lustig. Aber du sitzt halt immer hier. Ich wollte ja eigentlich Außen-Korrespondentin werden. Und dann ist das irgendwie mit dieser ZIP3 gekommen und so bin ich nicht Korrespondentin geworden. Wobei du prädestiniert gewesen wirst. Damals ja. Absolut. Ja, ja. Das wollte ich eigentlich auch. Aber wenn du die Chance kriegst und das war damals eine neue Sendung. Rösisch, Italienisch, Spanisch. Jetzt macht das leider alles die KI. Ich bin ja stinksauer auf die KI. Ach so. Aber gut. Nein, sprechen trotzdem noch die Menschen. Aber ja, jetzt hätte ich auch nicht mehr lang. Ja, dauert ein, zwei Jahre. Ja, dauert nicht mehr lang. Dann sind diese Sprachmodelle so weit. Ja, aber ich möchte nicht am Markt stehen mit einem Marktstandler. Jeder hat so ein In-Ear und es wird irgendwie live übersetzt in eine andere Sprache. Ich glaube, der Mensch ist nicht so dafür gemacht. Ja, ich glaube, wir kriegen da kein Vote. Das machen sie die Jungen dann untereinander aus. Mir auch immer. Also das ist schon ein Riesenthema. Na voll. Ja. Aber ja, ich wollte unbedingt Auslandskorrespondentin werden, aber dann kam die Möglichkeit, diese ZIP3 zu moderieren. Das war eine ganz neue Sendung, da ist es ja auch wirklich wild zugegangen. Wir haben heftige Diskussionen gehabt um Mieternacht und so und ich meine, ich wäre ein Idiot gewesen, das nicht zu probieren.
Jetzt ziehst du dich zurück nach Italien bzw. Spanien? Immer wieder, ja. Wenn es dir danach ist und dein Terminkalender das erlaubt, kannst du dir vorstellen, irgendwann einmal deinen Lebensabend dort unten zu verbringen? Na ganz, glaube ich nicht. Also ich bin in Wien sehr, sehr verwurzelt. Ich habe ja immer auch gesagt, ich bin Wienerin eigentlich. Meine Oma war wirklich immer in Wien und meine Mama eigentlich auch, bis sie dann halt irgendwie... Mit der Familie weggegangen ist. Und ich habe Wien immer wahnsinnig mögen. Und mir haben immer alle gesagt, wenn du dann mal in Wien lebst, ui, du willst enttäuscht sein, du hast so Vorstellungen von Wien. Und das war eigentlich nie der Fall. Und ich bin hier natürlich schon auch mit Freunden und Familie und so sehr, sehr verwurzelt. Also das ganz Weggehen glaube ich nicht. Aber zum Beispiel, wenn es so weg ist wie heute, wenn es grauslich ist, was dir gefällt, wie ich gelernt habe. Einfach ein Flieger steigen. Ich liebe November weiter. Ja, ich nicht. Dann ist es schön. Aber Gott sei Dank muss ich sagen, ich bin wirklich sehr, sehr dankbar, dass mein Terminkalender sehr, sehr voll ist, weil es war ja schon ein Wagnis, das ich da gemacht habe. Aber ich habe Gott sei Dank viel Arbeit. Es gibt ja Kolleginnen, die gehen nicht freiwillig weg. Die werden dann ausgesondert auf ziemlich unelegante Art und Weise. Bei dir war es umgekehrt. Du hast dich entschlossen, dass du weg gehst. Warum?
Also ich habe etwas wahnsinnig Ungewöhnliches gemacht. Ich war ja fix angestellt im ORF. Also in dem Studio 2 Designer, wo ich zuletzt sehr gern auch gearbeitet habe, obwohl das ganz anders war, war ich die einzige Angestellte. Die anderen haben halt immer so freie Moderationsverträge gehabt. Ach so. Und ich habe in Kastl, heißt das im ORF irgendwie, aufgegeben, wurde sofort eingezogen nachher natürlich, weil alles eingespart wird.
Es war ein jahrelanger Prozess. Also das ist nicht von heute auf morgen gegangen, dass ich mir gedacht habe, irgendwie nochmal ein bisschen anders und so. Und der Klassiker, meine Tochter ist im Gröbsten raus, irgendwie ein bisschen mehr frei, ein bisschen Energie, also dieses Intensive, was aufbauen, was ich jetzt gerade mache, hätte ich nicht machen können, nebenbei ich es ernst genommen habe, sie durch die Schulzeit irgendwie zu begleiten. Okay.
Naja, und dann muss man sich die Rahmenbedingungen anschauen in der Medienbranche und auch im ORF. Und ich bin Jahrgang 71, das heißt, ich muss auf jeden Fall bis 65 arbeiten. Ich habe vor, eigentlich länger zu arbeiten, aber zumindest sind so zehn reguläre Arbeitsjahre, auf die ich so geschaut habe und mir dachte, geht es da bergauf oder geht es da bergab oder was tue ich da und wo kann ich? Und dann habe ich mir irgendwie gedacht, ich nehme das jetzt selbst in die Hand. Und natürlich habe ich auch schon lange beobachtet, dass Frauen nicht als Moderatorinnen in Pension gehen, was nicht heißt, dass man nicht auch andere Sachen macht. Man kann ja auch im ORF auch anders arbeiten, wenn man mal Moderatorin war. Aber ich habe mir dann eigentlich gedacht, und dann haben sie die Sendung, war klar, die wird sich ziemlich verändern. Und dann habe ich mir gedacht, okay, das ist jetzt mein Ding. Und ich habe noch genug Zeit, um es aufzubauen. Mit 60 wäre ich nicht mehr gegangen. Ja, irgendwann verpasst man den Zeitpunkt auf jeden Fall. Ja, es wäre auch. Also, weiß ich nicht. Wie überrascht waren denn deine Vorgesetzten, als du gesagt hast, du gehst jetzt? Das war ein Bomberl. Schon, oder?
Also, ich weiß noch. Mir gerade. Es war ein ziemliches Bomberl. Also ich habe das ja schon länger für mich beschlossen gehabt und im August habe ich dann das öffentlich gemacht quasi. War mir auch sehr wichtig, weil ich wollte auch unbedingt, dass das so erzählt wird, wie ich es gemacht habe und nicht, dass da irgendwas anderes erzählt wird. Da musst du ja aufpassen.
Und habe dann aber meinen damaligen Chef, ich glaube am Abend, bevor der Presseartikel und die diversen Artikel dann rausgekommen sind, angerufen und er war gerade auf Urlaub und er hat überhaupt nichts gesagt und ich habe gesagt, bist du noch da? Ja, okay, okay, danke. Und dann hat er mich eine halbe Stunde später angerufen und dann gesagt, ich war so schockiert. Und dann hat er sich bedankt, dass ich es gesagt habe, beim engsten Thema habe ich es auch schon ein bisschen vorher gesagt. Also es war schon eine Bombe, ja. Ich glaube auch, dass das in dieser Selbstverständlichkeit am Königlberg nicht vorkommt, die Variante, dass eine Person von sich aus sagt, Nein, aber es ändert sich gerade. Also wenn man so auf die Sätze ein bisschen schaut, ja, einige, wie ihr angesprochen habt, sind unschöne Geschichten.
Aber auch so, ich weiß nicht, einige Kollegen, die doch sich verändern und eigentlich, ich meine, es ist ja völlig anachronistisch, ein Leben lang in einem Unternehmen zu sein. Ja. Ja, ich hätte das auch nicht ertragen. Ein Leben am Königlberg. Nein, nein, bei irgendeiner Firma. Ich habe zehn Jahre dort kackelt, das hat mir auch gereicht. Nein, ihr werdet lange, lange mit mir reden müssen, dass ihr hört, dass ich über den ORF schimpfe. Nein, ich habe dem ORF wahnsinnig viel zu verdanken. Ich finde es auch als Institution unfassbar wichtig. Ich bin eine Riesenverfechterin des Öffentlich-Rechtlichen. Und ich zahle auch gerne meine Beiträge, wenn es so deppert das klingt. Und was nie erwähnt wird und seltsam, dass ich das jetzt in einem Podcast mache.
Ist, dass der ORF die geringsten Gebühren europaweit kassiert. Und das in so einem kleinen Land, das noch dazu mit Deutschland so eine unfassbare große Konkurrenz hat mit den deutschsprachigen Sendern. Das macht mir ein bisschen weh, weil ich werde immer den ORF verteidigen und habe dem ORF wahnsinnig viel zu verdanken und bin prinzipiell, wurscht in welchem Land, eine Ehreverfechterin des Öffentlich-Rechtlichen und halte das gerade in Zeiten wie diesen demokratiepolitischen wahnsinnig verwichtig. Was mir ein bisschen wehgetan hat, ist rund um diese ganze Diskussion, eben dann jetzt auch mit der Umstellung der Gebühr, wenn man das so nennen will.
Eben so Dinge, wie du jetzt sagst. Oder eine Diskussion, was das eigentlich alles leistet. Ich höre wahnsinnig gerne nur eins oder so. Allein, was du da alles kriegst an einem Tag für zwei Cent, einen Cent. I don't know. Und das hätte man, glaube ich, noch ein bisschen schöner diskutieren können, dass den Leuten auch klar ist. Aber dieses Content-Gratis-Kriegen ist halt mit dem Internet einfach so ein Sündenfall geworden. Der Bäcker verschenkt die Semmeln auch nicht. Wir drei leisten gerade genau das. Ja, klar. Wir machen ja Gratis-Content und unterminieren den ORF. Furchtbar. Furchtbar. Wir sind furchtbare Menschen. Gut an dieser Stelle, ja. Wir können ausgeteilt. Nein, aber das ist wirklich ein Problem. Und wenn du mal was quasi gratis kriegst, das Konsument wie Dresden, das Konsument in die Dresden, das wieder zurück. Gibt es irgendein Projekt, das du in der Schublade liegen hast, von dem du träumst, dass du das jemals verwirklichen wirst können? Ja. So groß denke ich eigentlich gar nicht. Es gibt so Sachen, über die ich mich wahnsinnig freue, dass ich zum Beispiel nächstes Jahr mit meinem Von-wegen-Pause-Podcast live in der Kulisse bin und dann nächsten Schritt raus mit dem Ding. Ja, wenn man vom Podcast leben könnte, das wäre zum Beispiel schön. Das wäre ein großer Traum, oder? Ja, nein, also ich glaube, ich bin schon, ich baue mir das schon jetzt auch mit diesem Coaching- und Kameratraining auch auf. Ich freue mich sehr, wenn ich bei Veranstaltungen bin, die moderiere.
Ich tauche immer in andere Welten ein, irgendwie, ich lerne irgendwie nicht nur vom Thema. Achso, natürlich. Also ich bereite mich ja akribisch vor, irgendwie. Aber du kriegst in der Firma ein bisschen was mit, wie das dort ist. Das ist total spannend. Okay. Also in Wirklichkeit nein, so ein großes Ding habe ich nicht. Ich möchte nur diese Vielfalt erhalten. Mir ist das im Sommer so gegangen. Im Frühsommer habe ich für eine Firma eine Galamoderation gemacht. Und in Niederösterreich, wenn man da auf den Wechsel rauffährt, dann fährt man da ab und dann irgendwo, also Gegend. Wirklich viel Gegend. Am Land. Am Land, also so richtig am Land. Und dann habe ich gehört, wie viele hundert Mitarbeiter die haben und ich habe mir gedacht, wo kommen die alle her? Weil da gibt es ja viel zu wenig Häuser für viel zu viele Mitarbeiter. Ein riesengroßes Einzugsgebiet und eine Tischlerei, von der ich noch nie etwas gehört habe. Und die internationalen, ein paar tausend Leute, die haben Niederlassungen in Nordamerika. Ich war so überrascht, dass ich noch nie etwas von dieser Firma gehört habe. Das kenne ich. Und dann habe ich gehört, warum ich... Warum ich noch nie etwas von dieser Firma gehört habe, die macht nämlich Ausstattung für Yachten und Flugzeuge.
Für Privatflugzeuge. Hast du keine Yacht? Und immer dachte, ich habe gar nicht so viele Yachten und meine Privatflugzeuge sind alle von der Stange.
Fahrt. Nein, nein, aber es gibt so viele Hidden Champions und Leute, die aus dem System... Man lernt dann wahnsinnig viel. Ja, also ich habe mit einer oberösterreichischen Softwarefirma heuer ziemlich viel gearbeitet. Da war ich dann immer in Steyr und ich habe es geliebt, irgendwie meine Tage in Steyr. Und bin da eingetaucht. Also ich meine, die machen Software für so Steuerberater. Also gar nicht mein Thema. Und es waren alles so tolle Leute und so spannend und nach einer riesen Firma und was die alles machen irgendwie. Und ich finde das, man weiß so viel nicht. Obwohl wir das Gefühl haben, wir sind eh so überall ein bisschen dabei, aber in Wirklichkeit nein. Nein, in Wirklichkeit. Und das finde ich ist ein irres Privileg, wenn man da so arbeiten kann, dass man da einfach mehr mitkriegt. Das heißt, ich kann mir meine nächste Frage sparen, ob du es jemals bereut hast, den ORF verlassen zu haben? Nein, ich glaube, es war wirklich Zeit für mich. Ich meine, ich habe schon mir ein sehr schwieriges Jahr ausgesucht. Das war mir jetzt auch nicht so klar. Also erstens habe ich es nicht für möglich gehalten, dass der Trump echt nochmal Präsident wird. Also ich habe damals die Sendung moderiert, wie er das erste Mal Präsident geworden ist. Und man hat das nicht wirklich gemerkt, aber wir waren in Schockstarre damals. Und natürlich, dieses Jahr ist auch dann wirtschaftlich, das habe ich auch am Anfang gemerkt, dass halt ein toller Hin, toller Druck, toller whatever, ja, Firmen einfach gesagt haben, okay, so Dinge wie, große Events, wo jemand moderiert oder so, man hat gesagt, okay, super Zeit, ich gehe aus der Deckung und total.
Aber ich bin eigentlich sehr optimistisch. und ich, ja, es ist schon auch von mir was abgefallen, es war einfach Zeit. Ja. Ja.
Wie er zum ersten Mal gewählt wurde, es ist mir jetzt gerade eingefallen, ich war am Vorabend irgendwo außerhalb von Wien, habe ich gespielt, bin aber in der Nacht noch nach Wien zurück, und irgendwie um vier Uhr in der Früh, fünf Uhr in der Früh ins Bett gekommen. Und ich weiß noch, dass meine Frau, direkt wann einmal um 10 Uhr Vormittag die Schlafzimmertür aufmacht und ich schaue sie an und sie sagt, guten Morgen, jetzt haben wir es geschissene auswendige Kanzlerin. Es ist geworden, weil ich es nicht für möglich gehalten habe. Niemand hat es für möglich gehalten.
Ich frage immer die Anneliese Rohrer, die sich ja in Amerika auch wahnsinnig gut auskennt, und sage ich immer, bitte sag mal, das kann nicht werden. Ich kann es dir nicht versprechen. Er macht, oje. Ich habe einen sehr, sehr engen Freund, der arbeitet in der Wirtschaft und der hat mir sowohl den Brexit als auch die Wahl von Trump vorausgesagt. Jetzt redest du nicht mehr mit ihm, sonst kriegst du eine Depression. Nein, nein, er hat mir gesagt, seine Kontakte sagen, sie rechnen fix damit, dass der Brexit kommt, sie rechnen fix damit, dass Trump Präsident wird. Ja, und Trump 2 war jetzt leider auch nicht so überraschend. Ich war schockiert, weil ich habe mir weder das eine noch das andere vorstellen können und beides ist eingetreten. Nein, man hofft halt, also wir haben eine kleine Japanreise gemacht, wie die amerikanische Wahl war jetzt zum zweiten Mal. Wir waren gerade in Kyoto und das war alles so schön und das Chatlag war endlich überwunden und so ein Ding. Und natürlich habe ich dann den Fernseher angetreten, das war sehr lustig, aber die hatten nur japanisches Fernsehen. Du hast halt irgendwie Japaner gesehen, die das erklären, du hast gern, was los ist. Und natürlich Internet und so. Und dann sind wir beim Frühstück gesessen und haben gesagt, das war wirklich wie so eine, wie wenn sie so ein Beton auf dich trauen, für die ganze Welt irgendwie. Und dann habe ich gesagt, okay, jetzt.
Umblättern und weiter hier irgendwie das anschauen und den Urlaub genießen, aber ich finde die Welt hat schon einen Trall bekommen inzwischen, wo er manchmal Angst hat. Ja, aber ich weiß nicht warum, vielleicht bin ich naiv und ich lasse mir das gerne vorwerfen, aber vielleicht schlägt das Pendel in die andere Richtung. Ja, man muss es eh hoffen. Weil ich glaube, selbst die.
Fanatischsten Trump-Anhänger merken jetzt langsam aber doch, dass es gar nicht mehr so super für sie ist. Ja, Trump ist halt nicht das Einzige, wenn man sich die Welt anschaut. Das ist mir vollkommen klar, aber es ist halt ich glaube, dass da in Kalifornien es einen Gouverneur gibt, der bei der nächsten Wahl sehr, sehr gute Karten hat. Der ist wahnsinnig attraktiv, der ist rhetorisch brillant, der macht was her und ich glaube, da haben sie eine gute Chance, dass sie mal in die Gegenrichtung arbeiten können. Du kannst eben nur so denken. Ich finde immer, wenn man Kinder hat und zum einen ist es halb 20 und ich habe auch schon patchworked, ganz kleine Enkelkinder und du denkst dann immer so, was kommt auf die zu? Und dann denke ich mir wieder so, weil ich gefragt habe, wie ich meine Sprache, ich habe 89 materiert. Das ist halt so extrem symbolträchtig, da ist die Welt aufgegangen. Und wenn ich mir das jetzt anschaue, die Welt geht gerade so, ich reise auch so gerne und ich denke, kann man da noch hinfahren? Also es ist so, und dann denke ich mir immer, okay, irgendwie, wir haben dieses Privileg gehabt, irgendwie bis jetzt in einer super Phase zu leben, aber für die Nächsten, Aber man muss eh optimistisch sein, ihr habt ihr recht. Bist du es für Österreich? Ja. Optimistisch meine ich?
Naja, ich finde das schon schlimm wie Österreich, wenn man sich das anschaut, wo Österreich jetzt überall irgendwie runtergerasselt ist in allen, also vom Korruptionsranking, also da sind wir jetzt ganz oben dabei, aber Femizide sind immer auch spitze, und auch andere Geschichten, Wissenschaft und Ding, und ich denke mir immer nur, ich verstehe es nicht, weil eigentlich geht es uns eigentlich ziemlich gut, und dann schaue ich mir so die Sonntagsumfragen an, und dann wird mir schlecht. Ja. Aber, ja.
Ist so. Ja, total positiv. Für einen viel guten Podcast. Genau das rieche ich. Wenn ihr so ernste Sachen fragt, dann muss man ernsthaft arbeiten. Ich hätte die Wappen halten sollen. Es ist gut gelaufen, bis ich mein Mahl aufgemacht habe. Ja, es war ein total nettes Gespräch. Ich habe mich gestört. Sprechen wir ein bisschen italienisch. Ja, sie. Du sprichst ja latinisch, oder? Ich spreche, nein, nur ein paar Sätze. Also nicht wirklich, ich verstehe sehr viel. Ich verstehe sehr viel, das ist aber auch dem Umstand geschuldet, dass ich sowohl Latein als auch Französisch gehabt habe in der Schule und als kleines Kind halt sehr, sehr oft und sehr viel Latinisch gehört habe, aber niemanden gehabt habe, mit dem ich hätte Latinisch sprechen können. Nun kannst du ja noch. Mein Vater hat uns nur ein paar Sätze beigebracht. Aber ich lerne immer wieder dazu.
Aber ich muss zu meiner Schande gestehen, ich glaube, ich spreche sogar ein bisschen mehr Serbisch. Serbisch, Hocker? Ja, ich habe ein paar Freunde, die halt Migrationshintergrund haben, die mir hin und wieder so ein bisschen was beibringen. Und als Jugendliche, immer wenn ich Ferialpraxis gemacht habe in einer Fabrik, da habe ich hin und wieder mit Serben gearbeitet. Und wenn einer sagt Koko Sati und der andere schaut auf die Uhr, weißt du irgendwann einmal, das heißt, wie spät ist es?
Also ich habe versucht, weil die Familie meiner Tochter, Vaterseits sind ungarischen Ursprungs und habe in der Zeit, wo die Anna irgendwie klein war, gedacht, okay, mein Hirn muss trainiert werden, ich lerne Ungarisch. No, yes. Oh, sehr rettlich, ich muss auch gerne aufhören. Nehmt du da um, nehmt du da um. Das ist eine schwierige Sprache. Ich hatte dann ein ungarisches Au-pair-Mittchen gemeinsam mit einer anderen Familie, die eine liebe Freundin auch geworden ist und habe sehr viel gehört. und also so einzelne Fetzen, manchmal verstehe ich ungefähr, wo es hingeht. Ich finde es auch schön, ich finde es klingt schön, aber wenn Deutsch ein Satz ist, der, weiß ich nicht, 10 Zentimeter lang ist, ist auf Ungarisch 30 Zentimeter lang. So wirklich? Ich war mal in Schopron und da stammt, da steht es teilweise noch zweisprachig, und da stammt vom Beckenrand springen verboten oder so. Ich schwöre, das war über die ganze Länge auf Ungarisch. Also nein, aber es ist irre kompliziert und du kannst dich halt nirgends anhalten, weil ich kann gleich sagen, ich kann meine Sprachen wirklich gut und dafür kann ich kaum eins und eins zusammenzählen. Aber da hat es natürlich auch geholfen und ich habe auch Latein gehabt lange in der Schule und dann kommst du Französisch, ist die Grammatik wieder ähnlich wie der Spanisch und da handelst dich durch. Bei Ungarisch kannst du dich einfach bei Null anfangen. Die Besonderheit, glaube ich, beim Ungarischen ist, dass du das Verb verschieben kannst, wohin du willst. Ja, und die Grammatik ist Wahnsinn. Was die Sachstellung anbelangt, keine Regeln.
Aber verstehst du das, wenn ich jetzt sage, Usha Gira Nö Vajok? Nein. Das heißt, ich bin Journalistin. Also ich glaube, man spricht es ein bisschen anders aus. Deswegen habe ich es nicht verstanden. Weil am Klo nämlich zum Beispiel, dann steht Nö bei den Frauen. Das musst du aber auch wissen, wo du reingehst. Nö heißt Frau. Das ist ja praktisch dann. Ich habe vergessen, was Mann heißt. Das war mir zu kompliziert. Ich weiß nur vom billigen Chick kaufen, wenn ich in Budapest bin, was Stange heißt. Karton. Ach gut, das ist ja auch ein Karten. Ja, aber das ist wirklich das Einzige, was ich brauche in Ungarn. Weil sonst, die verstehen die Englisch auch. Den Kursunamen kannst du auch noch sagen. Ja, wenn du richtig bist. Schön dich.
Mir gefällt wahnsinnig gut, wenn du Serbisch lernst, zum Beispiel Schraubenzieher, Schraffzieher heißt. Das ist gut. Das könnte man fast, ja. Finde ich großartig. Mit Hausverstand. Eine Freundin von mir, die lernt gerade Finnisch, auch nur so fürs Hirn. Durbakini, Satana, Berkele. Scheinern. Kippis heißt Prost. Prost, genau. Also die wichtigen Vokabeln. Das wichtigste Vokabel auf Finnisch ist Rautakanki. Was heißt das bitte? Rautakanki ist die Eisenstange. Und warum ist das bitte das Wichtigste? Weil man das als Werkzeug ständig braucht, so eine Eisenstange. In Finnland, wo so kalde, dunkle ist. Da brauchst du eine Eisenstange. Ja, zum Beispiel. Ja, wenn man Täter ist. Nein, wenn du einen Baum gefällt hast und ihn umtrennen musst, um die Äste abzusiegen oder einen Stein bewegen musst, brauchst du eine Rautakanki. Usi-visi, oder? So zählt man dann. Und Jarvis, der See zum Beispiel. Dir gefällt das Wetter dort, Das ist ja gut dunkelkalt. Ich mache hin und wieder so im finnisch-schwedischen Gebiet da oben. Das ist schon schön. Kennst du wenig? Mir ist das zu teuer. Kann mir das leisten, in Skandinavien Urlaub zu machen? Das ist doch auch eine Kaiserkohle. Da muss man Kaiser sein. Das ist saubillig dort oben. Was kostet so ein Liter Milch, Robert? Norbotten? 17 Euro. Natürlich weiß ich das.
Saubillig. Das ist ja nix. Und Alkohol kostet gar nichts. Ja, natürlich muss ich eine Sekunde dafür arbeiten. Nein, aber ich würde das gerne mir mehr anschauen. Ich kenne nur punktuell ein paar Städte, aber es ist halt schon. Also ich kann dir eine Adresse geben. Halleluja, das war teuer. Ganz oben im Norden. 80 Kilometer südlich des nördlichen Polarkreises. Wow. Dort ist nichts. Und wie kommt man da hin? Mit dem Auto. Okay. Da fährst du mal, du fliegst nach Lilleo. Nie gehört. Lüliu ist ein winziger Flughafen im Norden oben. Und dann fährst du noch mal eineinhalb Stunden mit dem Auto nach Norden hinauf. Und dann wirst du Polarlichter anschauen? Du kannst im Sommer zum Beispiel der Sonne dabei zuschauen, wie sie krampfhaft versucht unterzugehen und es nicht schafft. Du kannst die Sonne auslachen. Nein, das ist schon spannend. Ich würde gerne mal mit Hassgeschlitten fahren. Ich bin ja so ein Tiermensch. Boah, das ist ja cool. Du brauchst aber nur ins Wildfiedel fahren. Das gibt es im Wildfiedel. Aber da gibt es eine Kontrolle mehr. Was gibt es da nicht? Keinen Schnee mehr. Im Waldviertel? Ja. Da kann man Haarsgeschlitten fahren? Ja. Schau. Im Bezirk Münz. Oh really? Ja. Werdest du dich echt gerne mal machen? Ja. Ist sich mit Studio 2 irgendwie nie ausgegangen? Nein. Ist das euch so, wenn reinholt? Ja, dann wäre die Auslandskorrespondent dann doch gescheiter gewesen. Ja, wäre gescheiter gewesen. Ja, wäre gescheiter gewesen. Das muss man halt so machen. Aber gut, ich mache das halt dann im Waldviertel und stelle mir vor, es ist Finnland.
Es fällt einem überraschend leicht, sich vorzustellen, dass man in Schweden ist, wenn man im Waldviertel ist. Das Waldviertel ist das schon. Ich liebe das Waldviertel. Ich habe mal einen Kardinalfehler gemacht vor vielen Jahren. Da waren die Kinder in der ersten Klasse Volksschule und eine jetzt sehr liebe Freundin, die ich damals kennengelernt habe, die sind auch im Waldviertel. Und es war Juli und wir haben sie besucht und ich bin gern und viel im Burgenland und habe halt eingepackt wie im Juli fürs Burgenland. Das heißt Sommergewand. Und sie sind angekommen und sie hat gesagt, und wo sind deine dicken Pullover? Und ich habe gesagt, das ist Sommer. Und es war wirklich kalt am Abend, aber das hat sich ja leider auch verändert. Als wir vor 14 Jahren die erste Staffel von Braunschlag gedreht haben, das gesamte Beleuchterteam war aus Deutschland. Und denen hat man gesagt, Waldviertel, nehmt solcher Gewand mit. Wir haben ja im April begonnen zu drehen. Und es war der schönste, sonnigste und wärmste Frühling, den ich jemals im Waldviertel erlebt habe. Und die Deutschen haben sich über uns Österreicher lustig gemacht. Was redet ihr hier, dass es hier kalt sein soll, ihr Warmduscher hier? Und dann ist es Nacht geworden. Nein, und dann ist es Juni geworden. Dann ist es Juni geworden und es ist eine Schlechtwetterfront gekommen und dann sind sie alle im Wintergewandel dargestanden und ich im T-Shirt habe gesagt, was ist jetzt mit ich bin ein Warmduscher für mich ist das Frühling, was ist.
Also es war ja, also Waldviertel braucht man dann schon, also es ist nicht dein Wetter ich habe ein paar Freunde, die auch dort sind im Sommerfeld und so oder halt von der Familie her dort irgendwas haben und ich bin immer wieder gerne, ich finde es mystisch Also diese hohe Ebene. Was ich halt schon wirklich schlimm finde, ist auch, was die Freunde erzählen, die dort eben schon teilweise als Kinder aufgewachsen sind oder mit den Eltern, dass sich das Klima dort halt auch so massiv verändert hat. Also ich meine, da gibt es jetzt auch richtig warme Nächte und so und das ist schon wie ängstigend. Ich habe mein Soloprogramm in einer Ortschaft im Waldviertel gespielt und machte es halt zum Thema den Klimawandel und nach der Vorstellung ist eine ältere Frau auf mich zugekommen und hat gesagt, ja mit dem Klimawandel, sie haben eh recht, aber wir haben jetzt Erdbeeren.
Also sie hat im Klimawandel doch was abgewinnen können, weil jetzt wachsen bei ihr im Garten halt Erdbeeren. Ja, und Lamentelfelder vor Wien und so. Da sind wir wieder beim Optimismus, gell? Ja, nein. Also wurscht, das Waldviertel ist schön, kann man uns darauf einigen. Ja, gut. Absolut. Na, dann haben wir das und mehrere Sachen gelernt heute. Ein schönes Schlusswort, oder? Das Waldviertel ist schön. Ja. Robert, besser geht's nicht, oder? Vielen, vielen Dank, Birgit Winder. Ja, danke, dass ich bei euch war. Und für alle, die gerne einen Podcast hören, Und von wegen Pause, Wechseljahr ein fulminanter Neustart, auch super gern interessant für Männer. Also nämlich wirklich, weil wenn du nicht weißt, was mit Frauen in der Phase möglicherweise los ist, sind ja nicht alle. Und ich habe zum Beispiel auch mit AMS-Chef Johannes Kopf gesprochen und so. Und ich sehe das ja auch, mache auch Vorträge dazu von wirtschaftlicher Seite. Und das ist ein großes Thema. Wir müssen immer länger arbeiten, aber niemand überlegt sich irgendwie, wie wir das tun. Also das ist jetzt ganz allgemein gemeint. Wir saßen unlängst zu viert im Freundeskreis. Und okay, ich habe meinen Schritt selbst gemacht. die anderen wurden alle am Ende mit dem sogenannten Golden Handshake, der keiner isst, irgendwie dann mit Ende 50 wird es hart. Und dann soll man bis 70 arbeiten. Und da sind auch die Wechselhrein Thema. Und sonst, habt tolle Gäste. Die Empfehlung werden wir uns auch anhören.
Danke, dass du da warst. Ich bedanke mich.