Hallo, ich bin der Robert. Hallo, ich bin der Tom. Und gemeinsam sind wir Hangmacher und Palfräder. No Westen. Ihr Zuckergosch ist heute mit einem wunderbaren Gast bei uns, nämlich Fabian Schmidt. Wir sind uns noch nie begegnet, ne? Jetzt müssen wir transparent sein. Zum einen ist der Fabian der Lebensgefährte vom Thomas. Ich bin der Thomas. Und zum anderen haben der Fabian und ich auch schon miteinander gearbeitet. Zumindest ganz, ganz, ganz, ganz wenig bei den Staatskünstlern. Ja, wir waren in St. Pölten. Wir waren in St. Pölten. Das ist halt schon Arbeit, finde ich. Ja, das ist richtig. Wir waren auch in Wien. Einen Ausflug gemacht. Wir waren in Wien auch im Rathaus. Für alle, die den Fabian Schmidt nicht kennen. Fabian Schmidt ist einer der besten investigativen Journalisten Österreichs. Er arbeitet für den Standard. Und wir durften damals die Nebenerwerbstätigkeiten von Abgeordneten ein bisschen ergründen. Da sind ein paar lustige Sachen dabei rausgekommen. Das war fantastisch, weil man hat nur eine echte Liste eigentlich einsehen können, obwohl das Internet schon existiert hat. Aber in St. Belton noch nicht, oder war das in Wien? In Wien, wir durften es nicht einmal fotografieren. Ja.

Ich habe es natürlich gemacht. Persönlich eintragen, wer das jetzt anschaut. Ja, man muss sich eintragen, mit Ausweis vorzeigen, wer man denn ist und warum man das anschaut, musste man nicht angeben. Aber sie haben einen schon angeschaut, als wäre das schon interessant zu wissen, warum man das jetzt wissen will. Absolut. Es war, muss man auch dazu sagen, vor Einführung des Gesetzes, dass sie Transparenz gewährleisten soll. Habt ihr das ausgelöst eigentlich? Nein. Das neue Gesetz? Nein. Ich glaube schon. Ich glaube auch. Nein. Man hört es jetzt wahrscheinlich nicht, sehen kann man es, der Fabian grinst. Also natürlich haben wir das nicht. Ja, weil ich stolz bin darauf, dass wir das ausgelöst haben. Nein, aber es hat die Absurdität sehr gut dargelegt. Es hat die Absurdität schon ein bisschen vorgeführt, ja.

Woran arbeitest du gerade im Augenblick? Also Epstein ist sehr viel, Urschuss läuft, Prozessgänge, Gisderodt läuft, Wöginger, also es wird nicht langweilig in dem Land. Die wird nicht fad? Nein, absolut nicht. Also Investigativjournalist ist quasi etwas, womit man gut in Pension gehen kann?

Das schauen wir mal. Das ist schon noch klar. Ich denke mir auch oft, also mit Blick auf das Alter von Sebastian Kurz, dass eigentlich, also bis ich in die Pension gehe, könnte er eigentlich relevant sein und von dem her... Wenn man weiß, dass jetzt der Eurofighter-Prozess doch Jahrzehnte nach der Anschaffung ansteht, oder zumindest ein Teilprozess davon, gibt Hoffnung. Wir wissen, 2037 werden die neuen Abfangjäger angeschafft. Das heißt, bis 57 hast du eigentlich einen Haken. Ja, du hast eigentlich den Rest meines Lebens jetzt schon skizziert, würde ich sagen. Ist das nicht langweilig dann? Nein, also ich denke mir eher manchmal, es ist absurd. Also es ist ein super Job, den ich wirklich sehr gern mache, aber gleichzeitig ist es auch ein bizarrer Job, Weil, ich meine, mir hat niemand gewählt, ich habe keine staatliche Autorität und trotzdem rufe ich einfach Leute an und sage, was sagen Sie dazu, was Sie da jetzt gemacht haben? Also, wieso eigentlich?

Fühlt man sich da mächtig auch? Nein, also eigentlich... Unmächtig? Ich finde, man muss sich immer wieder vor Augen rufen, warum das existiert, warum es wichtig ist, dass es Journalismus gibt. Weil sonst, wenn man das zu sehr auf die persönliche Ebene holt, eben wie das gerade erwähnte, man fühlt sich dann manchmal schon in einer sehr komischen Rolle eigentlich auch. Also auch wenn man jetzt Chats liest von Personen oder Akten liest, Man sieht schon Sachen, die nicht jeder sieht. Das heißt, du kriegst ja nicht nur rechtlich relevante oder politisch relevante Sachen mit, sondern dann halt auch sehr viel Persönliches dieser Leute, oder? Ja, auf jeden Fall. Und ich meine, es ist ein ständiger Prozess oder eine Verhandlung mit uns selber innerhalb der Redaktion.

Aber auch manchmal gerichtlich, was jetzt eigentlich Persönlichkeitsrechte umfasst, was nicht relevant ist. Also es gibt ja zum Beispiel ein paar Beispiele, also einmal, ich versuche das zu anonymisieren, aber einmal gab es eine Person, die offenbar wusste oder geahnt hat, dass bald eine Hausdurchsuchung bei ihr ansteht und die dann am Abend aber, ich glaube, nach Helene Fischer Konzerttickets gesucht hat, so am Abend vor der Hausdurchsuchung, sinngemäß. Und dann ist schon die Frage, berichtet man das jetzt, um quasi zu zeigen, sie war eh entspannt, vielleicht hat sie die Person das eh nicht so wahrgenommen, dass da jetzt die akute Bedrohungslage ist, oder verstößt es gegen ihre Persönlichkeitsrechte, sie als Helene-Fischer-Fan zu outen.

Also in so einem Wichelwagen ist man eigentlich ständig. Ich habe mit vielem gerechnet, aber nicht mit Helene Fischer-Tickets. Man dachte, okay, jetzt erzählt er was ganz Orges. War Helene Fischer-Tickets? Ja, es ist manchmal sehr erstaunlich, worüber sich manche Leute da tatsächlich aufregen. Also bei manchen kannst du quasi die mutmaßlichen Verbrechen im Detail beschreiben und dann ist irgendein Nebensatz, der vielleicht ein bisschen privat ist und das ist dann das, was die Leute aber wirklich jahrzehntelang... Befasst und wütend macht eigentlich. Jetzt gibt es sicher einige Sachen, an denen du arbeitest bzw. Gearbeitet hast, wo du, und da muss man sehr, sehr vorsichtig sein, mit dem natürlichen Rechtsempfinden, das natürlich ein vollkommener Chance ist, weil dafür gibt es Bücher und Experten. Aber gibt es Dinge, mit denen du dich befasst hast, wo du dir dann im Nachhinein gedacht hast, überraschend, dass da nichts rausgekommen ist, überraschend, dass da... Na, alles. Alles eigentlich.

Da muss man schon sagen, oder? Also, wenn man sich anschaut, und du weißt es ja, Robert, sowieso auch genau mit Staatsküsten und so weiter, und du weißt es ja auch. Ich weiß es, weil ich daneben sitze, wenn du arbeitest. Aber eigentlich für das, was alles passiert ist, sowohl in Österreich als auch auf der Welt sind wir eigentlich, wir sind noch mehr am Arsch als vor zehn Jahren. Obwohl man so viele Warnzeichen und irre Dinge eigentlich gesehen hat. Wir lernen ja auch nicht aus der Geschichte. Wenn du jetzt nach Amerika schaust, das ist alles, es wiederholt sich genau, was eh schon passiert ist. Ja, aber ich glaube, vielleicht bin ich naiv.

Wie, du meinst das nicht so schlimm? Nein, um Gottes Willen, es ist furchtbar. Aber prügelt es mich, falls ich einen Blödsinn sage. Aber ich glaube, dass das Pendel in die Gegenrichtung schwingt. Ich glaube, dass gerade in Amerika jetzt einige Leute auch auf der konservativen Seite sich denken, heute aus, das geht es ihnen nicht aus, da läuft was falsch. Also gerade in den letzten paar Tagen, wenn du eher konservativ, also auch auf republikanischer Seite siehst, Da gibt es ein paar, die sagen, das ist ein Tick zu viel, das geht so nicht. Was da jetzt gerade abgeht. Ja, ich glaube, das ist nicht der Inhalt von eurem Podcast, so wie ich das am Rande mitkriege. Nein, das weiß ich schon, aber warum nicht auch mal darüber reden? Schau, wir verdienen kein Geld damit. Also reden wir über das, was uns passt. Und wenn es jemanden nicht interessiert soll, dass ich etwas anderes anhöre, das Internet ist groß genug. Genau, schlechte. Nein, ich sage nicht schlechte, Ich sage aber, be my guest and leave, nicht?

Ernsthaft. Nein, dann gehe ich halt kurz in diese Tiefe vielleicht. Ich sage, ich habe das Gefühl, dass einfach eine Entkoppelung da ist von der Politik zu der Bevölkerung, dass einfach das Gefühl vorherrscht, man ist machtlos gegenüber den Strömungen, was auch immer, wie auch immer man das jetzt bezeichnen mag, ob Hyperkapitalismus, Globalisierung und so weiter und so fort, aber man hat das Gefühl, das passt irgendwie nicht. Und deswegen will man irgendwie dagegen vorgehen und das passiert in den meisten Fällen dann halt, indem rechtspopulistische oder rechtsextreme Parteien gewählt werden. Und ich glaube, man kann sich jetzt schon wieder dann vielleicht an Anstand Moral und so weiter erinnern und vielleicht auch wieder einen Kampf dagegen ausfechten. Aber ich glaube, dieses Grundproblem, dass die Leute einfach wahnsinnig desillusioniert sind. Ich sehe nicht, wie das gelöst werden soll. Ich sehe Verschärfungen, die noch kommen. Das heißt, du glaubst den Glauben an die Demokratie tief erschüttert? Ja, absolut. Ich glaube schon. Ich glaube, das müsste man schon grundlegend ändern und vielleicht auch andere Angebote machen. Wie könnten die Aussagen schauen? Na ernsthaft? Ich habe recht. Nein.

Vielleicht hat er ja eine Antwort drauf und verrät sie dir privat noch nicht. Nein, aber ich finde es zum Beispiel schon interessant, dass wahrscheinlich Bernie Sanders eher die Antwort gewesen wäre auf Trump, als es Hillary Clinton war. Und ich weiß nicht, in Österreich oder im europäischen Raum hat man ja kaum solche Figuren. Wie Bernie, meinst du? Ja. Wer könnte das sein bei uns? Eben. Fallt mir kein einziger an. Also ich glaube schon, dass man das so wirklich den Menschen vielleicht das Gefühl gibt, auch dass man kämpft um das, was sie wirklich betrifft und nicht so klein, klein immer. Ja, in Amerika könnte es bei der nächsten Wahl Gavin Newsom sein, der kalifornische Gouverneur. Ist auch so ein Podcaster, oder? Naja, der ist wahnsinnig attraktiv, was in Amerika eine große Rolle spielt, nicht? Klar, deswegen ist er als Trump Präsident geworden. Nein, nein, aber egal, wenn die Republikaner bei den nächsten Wahlen aufstellen, und die haben ja schon bei den Midterms im November, werden sie ein massives Problem haben, wenn die stattfinden, was natürlich ein Wahnsinn ist, dass man überhaupt darüber spekuliert. Dass man das überhaupt sagt, wenn Wahlen stattfinden, wenn das noch zulässt. Was ein Wahnsinn ist, das überhaupt sagen zu können, müssen, ohne dafür, dass man ausgelaucht wird.

Aber ich glaube, dass die ein massives Problem haben und wenn Newsom antritt bei der nächsten Präsidentschaftswahl, dann haben die acht Jahre lang keinen Leihwahl, weil der wird wiedergewählt. Ich hätte mir nicht gedacht, dass du so ein Newsom-Fan bist. Ich bin kein Fan von ihm, ich sehe das ganz pragmatisch. Der wird schon seine Unschärfe in der Persönlichkeitsstruktur haben, da bin ich überzeugt davon. Sonst wäre er nicht Gouverneur von Kalifornien. Oder unter der Ex-Mann von der Ex-Frau vom Trumps Sohn, glaube ich, zum Beispiel. Also das ist ja dann wieder so ein Eliten-Ding. Natürlich, aber offenbar braucht es das in Amerika, um überhaupt diese Verbindungen zu haben, um überhaupt in Betracht gezogen zu werden. Brauchst du denn gar nicht einmal so weit gehen, ein paar Kilometer entfernt von hier ist die niederösterreichische Wiener Grenze. Das hilft auch, wenn du aus einem gewissen sozialen Umfeld kommst. Es hilft, aber man kann auch nichts dafür.

Natürlich nicht. Nein, man sucht sich es ja nicht aus. Aber man muss ja dann nicht notwendigerweise in die Politik gehen. Ja, aber es ist ein bisschen gemein. Also ich habe eine sehr gute Freundin, die den Nachnamen eines früheren Bundeskanzlers trägt. Und die wäre eine tolle Politikerin. Und sie sagt immer, sie macht es nicht. Das geht aber nicht, weil sie wäre. Du weißt, wen ich meine. Nepo Baby. Natürlich weiß ich, wen du meinst. Ja.

Das ist auch traurig, oder? Ich kenne das auch von jemandem, der gemeint hat, ich würde wahnsinnig gerne in einen gewissen Beruf gehen, aber mein Vater ist berühmt in dem Beruf und ich will mir das nicht antun, dass ich dann die Tochter von bin. Deswegen ist es gut, wenn man so einen Namen wie Schmid hat. Stimmt. Ich kann mit allen und mit niemanden. Es gab das Gerücht zum Beispiel, dass die Alexandra Földer-Schmid meine Tante ist am Beginn. Sehr schön. Ich möchte sagen, weil wir beide aus Oberösterreich kommen. Großmutter habe ich auch gehört. Böse Zunge.

So jung war ich nicht. Kurze Unterbrechung. Robert, sag einmal, kennst du eigentlich deinen Selen-Status? Was? Ich bin froh, dass ich überhaupt ein Studio gefunden habe. Was heißt Selen-Status? Ich habe mich letztens mit dem Thema Selen beschäftigt und ehrlich gesagt war ich überrascht, wie viele Leute zu wenig davon aufnehmen, ohne dass sie es wissen. Was ist Selen überhaupt?

Essentiell. Es ist etwas, was unser Körper braucht, aber nicht selber herstellen kann. Selen ist zum Beispiel wichtig für ein normal funktionierendes Immunsystem, für die Schilddrüse, für Haare, für Nägel. und es schützt unsere Zellen vor oxidativem Stress.

Ja, aber Geld kann zum Beispiel unser Körper auch nicht herstellen. Ja, aber man sollte es nicht ignorieren, Robert, weil vor allem viele Menschen in Österreich viel zu wenig Selen über die Ernährung aufnehmen, unter anderem wegen selenarmer Böden, was immer das ist. Und ein Selentest kostet Geld und deswegen kennen viele ihren Status nicht einmal. Okay, was ist da jetzt wichtig dran? Okay, jetzt kommt der Teil, den ich selbst spannend gefunden habe. Selen ist nämlich nicht gleich Selen. Natürlich ist Selen nicht gleich Selen. Was soll das heißen? Es gibt unterschiedliche Formen und Selenase XL bzw. XXL enthält Natriumselenid, also das sogenannte Gute, unter Anführungszeichen Selen, das vom Körper korrekt genutzt wird und dort ankommt, wo es wirklich gebraucht wird. Selenase wäre ein schöner Spitzname für mich. Stimmt. Und deshalb die Frage an euch und eigentlich auch an uns selber. Kennt ihr euren eigenen Selen-Status? Nein, natürlich nicht. Falls nicht, mit Selenase XL oder XXL kann man sich zumindest sicher sein, dass man das richtige Selen zuführt, weil es eben nicht wurscht ist welches. Alles Infos findet ihr wie immer in den Shownotes. Und das war eine entgeltliche Einschaltung. Wie bist du da reingerutscht, Investigativjournalist zu werden? Das ist ja nicht etwas, was man sich als 15-Jähriger ausdenkt. Warum denn nicht? Wirklich, war das so früh schon? Schon eigentlich, ja. Wirklich? Ja.

Ich finde es ja nicht so spannend. Wenn man nicht den Anspruch hat, dass man hinter die Kulissen schaut, dann ist es ja eher ein Routinejob, oder? Ja, das weiß ich schon, aber relativ früh kommt mir vor, dass man eine Berufsvorstellung hat. Vielleicht bin ich da, weil ich keine Ahnung gehabt habe. Ja, und vor allem, weil wir es nicht gewohnt sind, dass uns Gäste gegenüber sitzen, die geworden sind, was sie werden wollten. Also bis jetzt war es eigentlich, ich glaube, du bist der allererste Gast, der sich als Kind dacht oder als Jugendlicher dacht hat, das will ich werden und das dann auch geworden ist. In meinem sozialen Umfeld gibt es nur ganz, ganz wenige Menschen, die den Beruf haben, den sie sich erwünscht hätten oder vorgestellt hätten. Ja, aber ich bin auch ein sehr loyaler, bis hin zu unflexibler Mensch. Also ich glaube, wenn ich mich festgelegt habe, dann bleibt es einmal so. Deswegen funktioniert eure Beziehung. Wenn ich mich immer frage, wie hält er dich aus? Naja, ich sag's dir, weil es urmühsam wäre, wenn neun wieder from scratch kennenzulernen. Vor allem die ganzen Macken.

Absolut. Ich sag das sehr, sehr oft zum Thomas. Heirate ihn, weil wenn du es nicht machst, dann mach's ich. Wäre das eine Option? Für mich ja. Also für mich ja, sicher. Also reiß dich zusammen. Okay, ich reiß mich zusammen. Gut, ich lass euch weiter plaudern. Das heißt, du hast deine Berufsvorstellung sehr, sehr früh gepflegt. Umgesetzt naja umgesetzt nicht also ich meine ich habe dann ich habe schon auch aber absurde jobs gehabt als ich war zum beispiel mal frequenzzähler was ist es das ist super da also bei straßenbahnstationen das sind ja werbeplakate ja und die inserenten würden gern wissen, wie viele Leute das sehen. Und damals offenbar, ich weiß nicht, das ist eigentlich rückblickend komisch, weil das müsste damals auch schon, technologisch möglich gewesen sein, aber ich habe 10 Euro pro Stunde gekriegt dafür, dass ich mich hinsetze und dann habe ich so ein Gerät gehabt, das man in der Hand hat, wo man draufklickt. Ein Klicker. Und habe geklickt, wie viele Leute ein- und aussteigen aus der Straßenbahn. Wir waren da zu zweit postiert, eine Schulkollegin von mir auch. Und ja, sie sind an einem Tag gesessen auf irgendeiner BIM-Station und haben gezählt, wie viele Leute ein- und aussteigen.

Also vielleicht eine sehr simple, aber auch eine Form des investigativen Journalismus. Stimmt, eigentlich ja. Die Frequenz der Straßenbahnhaltestelle. Wobei, da war ich mehr draußen unterwegs als jetzt. Jetzt sitzt du meistens vorm Computer. Eigentlich schon, ja. Kriegst du auch Dinge zugespielt von Menschen, die dir Informationen geben? Kontakt zu Whistleblowern? Also ja, aber ich muss sagen, da ist selten was dabei. Also manchmal, wenn man dann so den Anruf, wenn ich sehe, werde angerufen und es wird weitergeleitet von unserem Empfang, dann denke ich mir schon, oje.

Also das sind dann, oder auch wenn handschriftlich irgendwie so Postkarten oder so kommen, also das ist meistens eher schwierig. Also so die Informationen, die wirklich interessant sind, kriegt man eher aus Politik, Wirtschaft, Anwaltskreisen und so weiter. Also ich weiß nicht, wie viele Leute sich an euch wenden mit der Bitte um Hilfe, aber das wird meistens auch eher schwieriger sein, oder? Ich kriege über meine Webpage doch sehr viel Post, wo Leute, aber es sind dann manchmal noch, skurrile Sachen dabei. Ja, ich würde es auch so bezeichnen. Also Leute, die einfach auch nur reden wollen, das habe ich auch. Bitte rufen Sie mich an, ich möchte mit Ihnen über das und das und das sprechen. Ja, ja, wirklich? Und rufst du dann an? Ich versuche dann sehr, sehr einfühlsam und sehr höflich zu antworten, dass ich denkbar ungeeignet bin, um das Thema zu besprechen, weil ich keine Ahnung davon habe. Und dass ich mich außerstande sehe, zu helfen und dann versuche ich, andere Kontakte vorzuschlagen beziehungsweise Stellen, von denen ich mir vorstelle, dass sie helfen könnten, zu empfehlen. Da ist der Hangweirat, wir haben es dann eben die Nummer. Die können es rund um die Uhr anrufen. Der freut sich. Also ich habe mindestens zehn Einträge in meinem Telefonbuch, die lauten nicht abheben, Rufzeichen.

Eins davon bin ich. Nein, eins davon bin ich. Du bist Tom Sieben.

Aber ich habe keine Ahnung mehr, wer da dahinter steckt. Ich habe auch letztens eine Postkarte gekriegt von jemandem mit vollem Namen, der gestanden hat, den Christian Pilnercheck umgebracht zu haben. Hast du das dann nach Cremes weitergeleitet? Nein, der hat das eh allen möglichen Stellen gebetet.

Wow. Das heißt, wir haben ihn. Der Urs Schuss ist eigentlich komplett hier. Eigentlich haben wir ihn, ja. Wenn ich deine Artikel lese, bist du immer sehr, sehr analytisch und sehr, sehr zurückhaltend. Ich finde deine Position immer sehr informativ, aber auch gleichzeitig vorsichtig und nie… Es war aber ein langer Lernprozess. Ja? Viele, viele Klagen? Nein, weniger Klagen. Früher war ich auch auf Social Media so total, sehr viel da unterwegs, sagen wir es mal so. Inwieweit? Zum Beispiel, indem ich Kolleginnen und Kollegen auch kritisiert habe für die Art und Weise sehr stark, wie sie Journalismus machen. Wie mittlerweile zu der Überzeugung gelangt, dass das wenig bringt. Ich meine, es ist nach wie vor ein schwieriges Spannungsfeld, weil ich schon sehe, wie manche Artikel in manchen Medien wohl entstehen und welchen Zweck sie verfolgen und dass das nicht so fair ist, wie es Journalismus sein sollte. Aber gleichzeitig... Kommt mir vor, dass, wenn sie dann die Journalisten ihnen auch noch gegenseitig bekriegen, also wir sind sowieso schon so unpopulär und uns wird so wenig Vertrauen geschenkt. Ja, das muss dann nicht sein. Und man muss auch nicht seine Meinung zu allem kundtun. Das sehe ich anders. Ja.

Das muss ich noch lernen, was du schon gelernt hast. Ja, vielleicht, weil er alters Milde ist. Mittlerweile, der Fabian. Schon, ja. Fabi ist drei Monate älter als ich. Ich sage immer, ich bin mit einem älteren Herrn zusammen. Oh Gott.

Ja, dann, okay. Macht seinen Scheiß. So, aha. Du schreibst da also spannende Nachrichtenartikel. Nein, er schreibt auch rosartige SMS. Und wenn ich zum Beispiel dich, zehn Stunden lang nicht erreiche, weil ich schlafe, Und zehn Stunden lang schreibe ich irgendwann einmal dem Fabi eine SMS, bitte heumeide am Schädel und sage ihm, er soll abheben, wenn ich anrufe. Dann sagt er, okay, mache ich. Und dann rufe ich vier Stunden später an und du hebst noch immer nicht ab. Und dann schreibe ich, du hast ihm offenbar zu fest am Schädel gehabt, er ist jetzt bewusstlos und sagt, nein, er schläft. Wie viel kann ein Mensch schlafen, bitte? Wie viel? Ach Gott. Ich brauche ja auch meine Ruhephasen. Das heißt, du erholst dich, während er schläft? Auch, ja. Nein, das ist... Also Homeoffice ist für dich die Vorstellung von Vorhölle? Nein, weil er schläft, ja. Mischst du irgendwas in den Tee? Das mache ich schon selber.

Ja. Madonna. Ja, aber es ist auch so, dadurch, dass du sehr viel Homeoffice machst, ist es halt auch für mich, weißt du, wenn ich wach bin, dann höre ich die ganzen Gespräche mit irgendwelchen Quellen, mit irgendwelchen Politikern, mit irgendwelchen Pressesprecherinnen. Denn stattdessen bin ich in der Nacht auf und schlafe am Tag. Ja, ich meine, Homeoffice ist ja auch ein Riesenthema insgesamt, auch im Journalismus natürlich. Wir haben da Gott sei Dank eine sehr flexible Regelung. Es ist halt, Schwiegereisertum, du weißt das ja von ORF, AT zum Beispiel auch oder von der Heute. Bei uns beim Standard ist es genauso, dass man diese Idee hat, man macht einen offenen Newsroom. Und das ist in gewissen Belangen super, weil es sehr kommunikativ ist und so weiter, aber wenn man jetzt zum Beispiel wirklich Akten liest oder ein vertrauliches Gespräch führt, ist es eher störend, wenn rings oben Leute sind, die dann ihre eigenen Gespräche und so weiter führen. Also deswegen bin ich auch gern im Homeoffice. Also bei... Bei deiner Arbeit bist du ja nicht nur im Homeoffice, sondern auch in Gerichtssälen. Wie gut kennst du dich da schon aus, wenn du wohin musst?

Könntest du eine Zweitkarriere als Hausmeister irgendwo beim Gericht? Ich würde mir mittlerweile zutrauen, eine Verteidigung zu übernehmen als Anwalt. Wirklich? Ja, das ist wirklich, also wie viel man sich mit diesem ganzen rechtlichen Zeugen natürlich befassen muss, dass man die ganze Zeit berichtet, also grundsätzlich, meine Themen sind ja quasi Extremismus bis Korruption, das heißt alles ist rechtlich abgedeckt mit Strafverfahren, weil es diese elendig langen Akten, weil gleichzeitig sind Juristen ja, also glaube ich wirklich.

Die Schwierigsten. Also ich wüsste nicht, welche Berufsgruppe schwieriger ist als Juristen. Architekten. Ja, vielleicht. Ja, da bin ich Gott sei Dank nicht so häufig im Kontakt. Schwierig vom Typ her, meinst du? Nein, es ist schwierig davon, dass die Jahre bis Jahrzehnte verbracht haben, damit eine eigene Sprache zu lernen. Und wenn man dann einmal ein Wort quasi in der landläufigen Bedeutung verwendet und nicht den exakten Fachbegriff, also wenn man zum Beispiel sagt, der Prozess wird wiederholt statt fortgesetzt oder so, also dann ist ja schon komplett, also da ist man inkompetent und alles, deswegen muss man da so genau sein und deswegen glaube ich, dass ich mittlerweile schon selber ein guter Anwalt wäre. Mir fehlt nur die Prüfung, aber so unter der Hand könnte ich sicher schon beraten. Glaube ich.

Ja, stell dich vielleicht am Kordelsplatz. Oder ins Parlament, oder? Ja, du brauchst was, brauchst, ich kann da einen Freispruch. Schreib einen Schriftzatz. Gib mir 200 und ich mach dir einen Freispruch. Komm, ich schreib dir was. Ja, sicher. Kurze Unterbrechung. Robert, hast du das Gefühl, dass Stress bei uns immer öfter irgendwo sichtbar wird? Ich hab einen Spiegel daheim. Ja, ich auch und hab mich vor allem mit dem Thema stressbedingter Haarausfall beschäftigt und das ist offenbar viel, viel verbreiteter, als man glaubt. Das ist bei uns zwei sowieso. Das kommt unter anderem vom Stress. Stress wirkt hormonell, entzündlich, erzeugt oxidativen Stress. Und die Haare sind oft eines der ersten Systeme, die darauf reagieren. Bei mir ist das etwas, was ich langsam aber doch nicht mehr so ignorieren sollte. Na, solltest du wirklich nicht. Und genau da kommt Safra Lind Hair Complex ins Spiel. Das ist ein Supplement, das gemeinsam mit dem Hair Care Experten Khaled Hamid entwickelt wurde. Jemand, der durch unzählige Haarberatungen ganz genau weiß, wo die Probleme liegen.

Was kann ich da tun? Also das Konzept ist klar, nämlich eine Drei-Wege-Formel. Erstens Stressbalance mit Safran, B-Vitaminen und Vitamin C, die das mentale Wohl befinden und die Energie unterstützen. Zweitens Bausteine fürs Haar wie L-Cystin, Kollagen, Biotin und Zink, die zur Erhaltung normaler Haare beitragen. Und drittens Kopfhautsupport mit Niacin, Vitamin A, Hyaluronsäure sowie Vitamin C und E, die die normale Hautfunktion unterstützen und vor oxidativem Stress schützen. Okay, ich hätte eine Frage zum zweiten Punkt. Was ist ein normales Haar und was ist ein abnormales Haar? Ja, das weiß ich auch nicht so genau. Aber das wirkt irgendwie von innen heraus und gerade wenn man Stress hat, wirkt das. Und Safra Lindher Komplex kriegst du in allen Apotheken österreichweit und auch direkt über die Website von Khaled Hamid. Naja bitte, dann schauen wir, dass es uns der war nicht ausgeht. Ja, alle Infos dazu wie immer in den Shownotes, das war eine entgeltliche Einschaltung. Das heißt, du wärst dann eigentlich auch der richtige Kommunikationsberater für Menschen, die ein rechtliches Problem haben.

Das ist so der Plan B, wenn die ganze Branche krachen geht. Genau, machen wir Consulting. Machen wir Consulting. Nein, aber es ist eigentlich auch von dem her, ich finde es immer kurios, wenn sich Leute total einigeln, zum Beispiel wenn Vorwürfe gegen sie geäußert werden. Also ich glaube, das war ehrlich gesagt auch einer der größeren Fehler von Thomas Schmid in dieser ganzen Kiste damals. Weil er einfach, also der hätte einmal ein Hintergrundgespräch gemacht, alle zu sich geholt und gesagt, na schau, der Depp hat die Chats geschrieben, das war halt mein Humor, mir ist das so wahnsinnig peinlich.

Sobald du jemandem übersetzt, bist du beeinflusst und schreibst anders über die Person. Das ist einfach ein Effekt, der sie nicht wegleugnen lässt. Weil man checkt, dass es ein Mensch ist. Ja, genau. Und deswegen, also mein Rat wäre ja immer, dass die Leute sollen reden mit Journalistinnen und Journalisten und sollen eben nicht sofort drohen, weil es macht es für uns eigentlich schwieriger, weil wenn jemand nur zurückschreibt, kein Kommentar, ja gut. Dann kann ich das Luftschloss des Bösen bauen. Dann kann ich mir dich so böse erfinden, wie ich will. Und in dem Moment, wo du mit mir redest und ich merke, okay, der kocht auch mit Wasser. Also das ist so die eine Sache, die ich sehr erstaunlich finde. Und die zweite sache ist also wie persönlich sauer manche leute sind wenn man über sie berichtet also nämlich in dem sinne dass man muss doch kapieren wenn ihr jetzt in einer bestimmten position bin sei es hochrangiger beamter oder, minister oder club ob man club ob frau wie auch immer.

Dass man dann Gegenstand der Berichterstattung und auch einer kritischen wird. Und dass ich mir als Journalist dann nicht das zu eigen mache, aber natürlich darüber berichte, wenn die Staatsanwaltschaft das Verfahren eröffnet oder wenn ein Zeuge dieses oder jenes aussagt. Aber die Leute können in Österreich Groll hegen, das ist schon... Also wahrscheinlich überall, wenn ich Trump... Ist es ein persönlicher Groll gegen dich? Ja, sicher, ja. Dem man dir auch dann so kommuniziert? Nicht nur mir, auch im Dritten. Wirklich? Ja, absolut, schon, ja.

Also ich bin, das ist schon und das ist, glaube ich, etwas ein durchgehendes Motiv. Also da kann man Nick Barks fragen, da kann man die Talhammer fragen oder auch den Klenk. Das ist in Österreich so, dass Spitzenbeamte oder Höchstrichterinnen oder Politiker dann einfach jahrelang wirklich garstig sein zu Journalisten. Und zwar egal welcher Partei, würde ich sagen. Das zieht sich wirklich durch. Vielleicht eine Voraussetzung, um überhaupt Spitzenbeamter oder Politiker werden zu können. Ja sicher. Ich glaube, dass man Narzissmus haben muss, um das durchzudrücken. Aber wie gesagt, auch das verstehe ich nicht, weil ich habe einen eigenen Vorteil, wenn man Journalisten schlecht macht oder beleidigt, Bringt's nicht. Inwieweit hat sich die Arbeit als Journalist verändert für dich durch die Digitalisierung, durch die Live-Berichterstattung zum Beispiel, wenn man da aus einem Gerichtssaal etwas tickert?

Man kommt ja kaum dazu, da jetzt zu reflektieren, sondern man muss ja in der Sekunde etwas schreiben, weil in 30 Sekunden könnte vielleicht die nächste interessante Passage kommen. Ja, ich meine, es war, glaube ich, schon, also wie ich angefangen habe, Vollzeit, das war so 2014, also ich glaube, da waren wir schon am Beginn von dieser Ära, also ich habe diese gute alte Zeit eigentlich nicht mehr erlebt. Ich habe nicht mehr, es hat dann so ältere, Kollegen haben dann bei uns oft so Schülern erklärt, wie Journalismus funktioniert. Das habe ich dann immer mit staunend irgendwie so mitgehört, wie so quasi, nein, na früh schaust du die Termine durch, dann bestellst du ein Taxi, dann fährst du auf die Pressekonferenz, dann isst, dann fährst du heim und dann schreibst du halt einmal den Text. Und ich habe immer gedacht, wow, also erstens Taxi.

Und zweitens auch, dass man so viel Zeit hat. Aber ich merke eigentlich in letzter Zeit, dass das Pendel eigentlich wieder ausschlägt, dass die Leute werden eh so beschossen mit Breaking News und Neuheiten, dass wir bei uns sehen, dass wenn wir Analysen schreiben oder größere Zusammenhänge darstellen, dass das eigentlich sehr gut funktioniert und dass es dann Appetit gibt dorthin. Glaubst du, dass du irgendwann einmal audiovisuell auch tätig sein wirst? Dass so eine Zeitung halt weg vom Print und weg nur vom Lesen, dass du das dann halt auch in eine Kamera zu erklären haben wirst? Naja, also wir schlagen mit unseren Podcasts euch ja eh regelmäßig. Danke an dieser Stelle.

Und Video versuchen wir jetzt auch, haben wir glaube ich auch schon ganz gut aufgebaut, aber Video ist halt quasi vom Production Value noch einmal eine andere Geschichte. Aber ich glaube schon, dass wir eigentlich immer mehr leisten müssen. Ja, auf jeden Fall. Ich glaube auch... Machen wir gleich Werbung für den Podcast. Wenn ihr schon erfolgreicher seid wie wir, dann könnt ihr unsere Hörer auch gleich haben. Euer Podcast heißt... Ich glaube, die kennen das sowieso alle. Euer Podcast heißt... Thema des Tages und Inside Austria. Und es gibt noch andere tolle Angebote auch bei uns beim Standort. Na schau, jetzt hat das loswerden können. Naja, zuerst Thema des Tages hören, deprimiert werden von der Nachrichtenlage und dann euch zur Aufreiterung. Genau. Außer du bist zu Gast. Dann ist man genauso. Ich muss ja sagen, dieser willfährige Büttel der Systempresse. Unglaublich, ja.

Hofberichterstatter. Das wäre Plan C, dass man vielleicht so... Eine Desinformationsplattform. Nein, dass ich sage, ich bin jetzt ein Aussteiger. Aussteiger? Ja, weil ich lege die Mechanismen offen, wie das alles funktioniert. Du hast jahrzehntelang so getan, als wärst du Teil des Systems, um das System jetzt zu zerschlagen. Genau. Natürlich umfasst auch Kabarettisten und Satiriker. Das System Kabarett. Zahlen die Leute Karten, um Lustiges zu hören? Fragezeichen. System Ski-Weltcup. Gewinnen die schnellsten? Fragezeichen.

Framing ist ein super Begriff. Oder zum Beispiel, Schmiergelder bei Eurofighter? Fragezeichen.

Viele Fragen, die nicht beantwortet wurden aber von der Presse gestellt werden ja, Gibt es etwas, worauf du dich heuer noch ganz besonders freust? Irgendeinen Prozess, wo du dir denkst, das wird ganz besonders geschmackig, das wird super interessant, wie das ausgeht? Oder glaubst du schon zu wissen, wie es ausgeht? Die Neuwahlen, oder? Die Neuwahlen. Du glaubst, es wird Neuwahlen? Nein, aber man hört schon so ständiges Krummeln. Das ist schon vernehmbar irgendwie. Und ich denke mir dann halt, sollte es dann tatsächlich irgendwie Christian Kern gegen Sebastian Kurz irgendwann wieder heißen, also dann können wir es eigentlich sein lassen. Weil, also das ist die ständige Wiederholung als Faust. Hangweire und Palfröder, der gute Laune-Podcast. Heute mit dem Orakel, Fabian Spiegel. Wir können es sein lassen. Nein, jetzt ist bald alles wurscht. Wenn wir uns direkt die Kugel geben, dann Scheiß drauf, dann brauchen wir das Ganze. Dann lassen wir es. Ja, lassen wir es einfach.

Demokratie ist tot. Es gibt ja keine Wahlen mehr.

Der bleibt einfach. Der Orangene bleibt einfach. Man muss auch euren Hörerinnen und Hörern die Laune vermissen. Nicht immer nur ablenken. Nicht nur euren Hörern die Laune vermissen, sondern unseren auch noch. Das sowieso, ja. Danke herzlichst. Aber es ist lustig. Jetzt haben wir doch schon die eine oder andere Journalistin zu Gast gehabt, die unterscheidet euch alle wahnsinnig. Ich meine, du überraschst mich nicht, weil dich kenne ich sehr, sehr gut. Aber es sind doch verschiedene Typen und doch macht es ja alle dasselbe. Glaubst du, ist die Stilfrage entscheidend für den Output? Ja, sicher, aber ich glaube auch, was schon jetzt den Flo und die Anna und mich und wenn er immer ihr noch einladen werdet. Ah, endlich ihr euch, ja. Ja, Nick wäre schon mal cool. Aber schon ein, also man muss schon auch einen gewissen, einen psychischen Defekt haben, glaube ich, um den Job zu machen, weil man sich sehr reintigern muss. Und es ist natürlich schon auch immer die Gefahr, dass man verrückt wird. Also wir alle werden, glaube ich, zeitweise ein bisschen wahnsinnig. Paranoid? Paranoid, ja. Oder im Gegenteil, dass wir plötzlich sagen, irgendwas ist überhaupt nicht interessant, was eigentlich schon interessant ist. Okay.

Nein, und was man natürlich auch sieht, was beim Klenk und bei der Anna Thalhammer noch viel mehr ist, ist, dass man natürlich auch immer wieder mehr in die Geschichten hineingezogen wird. Also das ist was, was in den letzten Jahren auch stärker zu beobachten ist. Also dass man selbst geklagt wird, dass parlamentarische Anfragen zu einem selber gibt oder dass Kollegen enthüllen, was der andere Kollege macht und so. Ich werde das nie vergessen, wie ich neben dir auf der Couch sitze vor fünf, sechs Jahren und wir schauen Hohes Haus und auf einmal fängt der Kickel an. Ich habe hier einen Artikel von Fabian Schmid vom Standard. Das ist schon acht Jahre her, ja. Acht Jahre, ja. Ja, das war die BVD-Kiste. Oh Gott. Aber das war überhaupt die merkwürdigste. Also das war so unter Anführungszeichen der Durchbruch, ein bisschen so diese ganze Causa Verfassungsschutz.

Also auch durch einen Glückstreffer eigentlich, weil ja da diese bizarre Geschichte war, dass er Neonazi-Security war. Im Parlament. Und das Ganze ist ja eigentlich so entstanden, dass ich ständig in diesem Urschuss gesessen bin und der streckenweise schon so fad war, dass ich halt im Raum herumgeschaut habe und mir auch die Securities angeschaut habe und dieses Gesicht sich dann eingebrannt hat. Und dann war ich irgendwann mal bei quasi so Rechtsextremismus-Experten, die mir gesagt haben, ja, da sind Fotos von den Leuten, die beim letzten Neonazifest in Ostdeutschland waren. Ich dachte, die kennen den, wer ist das? Das hat aber noch Stunden gebraucht, bis dann in meinem Gehirn plötzlich verschmolzen ist. Hey, der Typ, der im Verfassungsschutz-Urschuss-Security macht, war vergangenes Wochenende beim Neonazi-Fest und ist eigentlich schon seit Jahren mit dem Küssl ganz eng. Und das war dann schon, und dann natürlich der Anruf, ist das der, ist das der? Und wie sieht das dann, das war schon heftig eigentlich. Heiter!

Aber gleichzeitig halt auch wieder irgendwie Arsch, weil der dann natürlich den Job verloren hat. Mittlerweile ist er verstorben, obwohl er sehr jung war. Was sagt der Peter Pilz zu den Umständen? Okay, ich würde das Folgendes sagen, bevor die gute Laune bis uns durchgeht, sagen wir Dankeschön Fabian Schmidt. Possible!