Bevor es mit unserem Podcast losgeht, ganz kurz in eigener Sache. Und zwar gibt es am 17.04. eine Premiere. Hangbarer und Palfrader live vor Publikum. Zum allerersten Mal im Spiegelpalast in Wiener Prater zu Gast sind Herbert Prohasker, Christina Stürmer und Philipp Hanser. Tickets gibt es auf öticket.com. Hallo, ich bin der Robert. Hallo, ich bin der Tom. Und gemeinsam sind wir Hangbarer und Palfrader. No Westen. Hallo, ihr Zuckergoschis. Wir haben heute einen großartigen Gast. Meine Damen und Herren, Thomas Mraz. Hallo. Hallo, grüß euch. Danke für die Einladung. Mraz heißt Morgentau. Hast du das gewusst? Ja, ich kenne die Variante. Also ich glaube, Mraz hätte immer behauptet, dass es Frost heißt. Frost, Kälte, Eis oder so im Slawischen. Aber ich weiß nicht, wenn du jetzt Morgentau... Ich glaube, auf Kroatisch heißt es Mord. Ah, okay. Also ich glaube, wir haben so tschechische Wurzeln und da hätte ich immer gesagt, das ist irgendwas. Ich glaube, es ist der Weihnachtsmann im Russischen oder so ist ja auch der Väterchen Frost, hat auch irgendwas mit dem Rasisch. Ich weiß es jetzt nicht genau, aber... Auf jeden Fall ein wunderschöner Name. Ja. Du bist Schauspieler und Kabarettist, darf man das so sagen? Oder bist du eher Schauspieler, bist du eher Kabarettist? Viel schlimmere Sachen, wenn ich gesagt habe.

Das darfst du auf jeden Fall sagen. Aber wie siehst du dich selber? Ja, also beides auch jetzt. Also Neo-Cabarettist würde ich sagen. Oder halt jetzt. Du hast schon Premiere gehabt? Ich habe Premiere gehabt, ja. Wie heißt dein Stück, damit die Leute das auch wissen? Weil du gehst ein Ratz first, weil es quasi mein erstes ist. Sage ich immer. Mein erstes Solo so richtig. Aber ich habe natürlich schon ein bisschen Cabaret geschnuppert. Nicht natürlich, aber ich habe schon Cabaret geschnuppert mit Nier und so. Mit Nier Varane, ja. Verjaren. Da warst du noch gar nicht verwirrt, glaube ich. Da warst du mehr oder weniger der Sidekick vom Nier oder ist das despektierlich? Nein, nein, nein, das stimmt auf jeden Fall. Nein, also es war so auch, das war auch die Intention vom Nier damals, dass ich halt mitspiele und ihn halt möglichst störe. Und da war er, muss ich immer sagen, weil die Leute sagen, ja, ich bin so gut weggekommen und so. Und ich fand immer, muss ich immer dazu sagen, dass er das alles zugelassen hat ja auch. und aus einer wahnsinnigen.

Uneitel-Lichkeit ist kein Wort jetzt. Einer der großzügigsten Kollegen, die es gibt, der Herr Niavarani. Großartig und großzügig. Ähm, Wir haben vor kurzem miteinander arbeiten dürfen, zum ersten Mal. Stimmt, darf man schon erzählen? Bei Braunschlag, die Fortsetzung von Braunschlag 1986 haben wir. Und nicht, dass ich deine Arbeit nicht schon gekannt hätte und dich nicht geschätzt hätte vorher, aber seit ich mit dir spielen habe dürfen, bin ich ein richtiger Fan von dir. Du hast das richtig, richtig sensationell gemacht. Es war ein Vergnügen, mit dir arbeiten zu dürfen. Das ist unangenehm fast. Ja, muss man sagen. Gut, dass ich was mitgebracht habe. Ja, einer der wenigen. Vielleicht an alle, die demnächst von uns eingeladen werden. Wir müssen mit Geschenke. Außer Günter Leiner und dem netten Herrn Raff. Der Thomas hat uns Krapfen mitgebracht. Und zwar eine Selektion von Krapfen, die ich so noch nie gesehen habe. Ja, ja. Nämlich mit verschiedenen Glasuren und Streuseln drauf. Vielen herzlichen Dank. Ja, sehr gerne. Es ist ja Fasching noch. Also ich weiß nicht, wie das ausgestaltet wird, aber es ist ja noch Fasching. Das ganze Leben ist Fasching, was du dir fragst.

Ja, also das hat mir alles auch Ur-Spaß gemacht bei Braunschlag 2. Ich habe ja nur einen ganz kurzen Auftritt gehabt, aber ich fand das sehr lustig, diese Kosmos da eintauchen, in euren crazy Kosmos. Aber ich wollte gerade sagen, also ich als Normalsterblicher, der da nicht eingeladen ist bei sowas, wie kann man sich das vorstellen? Das ist ja ein komplett eingespieltes Ensemble. Robert, ihr erzählt es immer, du und KollegInnen, es ist wie wenn man nie weg gewesen wäre, bla bla bla, wir sind eine Familie. Du kommst da rein in den Kosmos, erzähl. Wie fühlt sich das an? Ja, also in Wirklichkeit war es super entspannt, weil halt auch das jetzt niemand wirklich spüren hat lassen. Und mittlerweile habe ich halt auch schon zwei, drei Sachen gemacht und von dem her ist es dann, es ist halt auch irgendwie Arbeit halt. Aber was immer ganz cool ist, und es war bei euch ja auch so, dass jetzt niemand sein Ego wahnsinnig aufs Set mitgebracht hat. Und das ist immer von Vorteil. Also bei euch fandest du das wirklich mega geil? Das wäre vollkommen deplatziert gewesen. Ja, ja schon, es ist immer deplatziert. Nein, es ist eine Ensemble-Geschichte und das merkt man, glaube ich, halt auch beim Zuschauen. Ja, ich glaube auch.

Und David Schalko schafft es halt auch immer eine Atmosphäre am Set zu machen, die wahnsinnig entspannt ist. Ja, das stimmt. Wie macht man das? Das stimmt. Ich habe keinen Blasen Schimmer. Wenn ich es wüsste, würde ich es selber versuchen. Weil hier bei uns jetzt zum Beispiel ist es super unentspannt. Da wird man durchgepeitscht.

Du hast nie was gedreht, oder? Keine Ahnung. Keine Ahnung. Keine Ahnung. Keine Ahnung. Stimme des Volkes. Die Stimme des Volkes. Des kleinen Mannes. Das erklärt die Wahlergebnisse der letzten Wahlen, wenn du die Stimme des Volkes bist. Naja, Entschuldigung. Furchtbar. Oje. Aber das heißt dann, Nia ist schuld, dass du Kabarett machst. Kann man das so sagen?

Nein, nein, nicht wirklich. Also dafür ist die Pause dazwischen zu lang. Man kann nur nicht sagen, ich habe mich erholen müssen von der Nia-Erfahrung. 17 Jahre lang. Aber nein, das stimmt nicht. Aber ich meine, tatsächlich war es so, der Nia hat mich da damals eingeladen und dann habe ich da mitgespielt. Und dann habe ich halt immer wieder mal kokettiert mit der Idee, ein Solo zu machen. Und ich habe ja zwischenzeitlich auch ganz viel mit Kabarettisten zu tun gehabt, mit Gary Seidler, mit Klaus Eckler und so. Und bin ja immer irgendwie in diesem Kosmos mitgeschwommen. Und jetzt war es halt letztes Jahr oder vor zwei Jahren eigentlich schon, habe ich den Frosch gespielt in der Fledermaus in Linz. Und da bin ich nochmals auf den Geschmack gekommen durch diesen Auftrittsmonolog, was der musste immer so. Und den habe ich halt dann, weiß ich nicht, bei 30 Vorstellungen 18 Mal quasi geändert. Das könnte Kabarett auch sein, finde ich so. Für mich, weil ich habe davor gar nicht so einen Zugriff darauf gehabt, was Kabarett für mich sein könnte. Und dann... Und ja, und dann habe ich mir gedacht, so, das probiere ich jetzt nochmal. Und da war mein 50er dann, letztes Jahr bin ich 50 geworden, auch nochmal so ein Kick, weil ich mir dachte, okay, also wenn, wann, nicht jetzt. Und ja, also ich dachte immer, was wirklich blöd wäre, und das habe ich mir damals auch schon mit der Schauspielerei gedacht, ist halt so dieses, irgendwann drauf zu kommen und dieses, ach, das hättest du damals probieren sollen.

Apropos, ich habe dem Thomas heute schon erzählt, dass ich irgendwann einmal im Café Sperl gesessen bin. Im Café Sperl, genau. Im wunderschönen Café Sperl. Und habe eine Besprechung gehabt wegen einem Projekt. Und du bist ein paar Tische weiter gewesen. Und ich habe mir gedacht, gut, dass ich ihn sehe. Er ist der Richtige. Es war nach der dritten Staffel echt fett. Ich wollte mich hinter die Kamera zurückziehen. Geh zu deinem Tisch und sag, du, ich würde wahnsinnig gerne, dass du Teil des echt Fettesambles wirst. Willst du nicht meinen Platz einnehmen? Und du hast wie austapistolisch geschossen gesagt, na. Und sonst nichts. Nicht einmal, danke für das Angebot oder freut mich, dass du an mich gedacht hast. Oder ich ess gerade, geh mal nicht auf den Arsch. Nein, Herr Schmiedl, nein. Ja, okay, rückblickend. Entschuldige ich mich jetzt dafür.

Brauchst du nicht. Ich war nur wahnsinnig überrascht. Damals warst du auch noch nicht der Ballfrater. Ich war so überrascht, dass du nicht einmal eine Sekunde drüber nachgedacht hast oder gesagt hast, muss ich mal überlegen oder sowas. Gib mir deine Telefonnummer, red mir drüber. Nichts von dem, sondern du hast sofort Nein gesagt. Jetzt will ich wissen, warum. Ja, das ist eine gute Frage. Ich überlege jetzt auch gerade, ich glaube tatsächlich, also zwei Sachen. Das eine ist, glaube ich, meine charakterliche Disposition, die sich jetzt auch ein bisschen verändert hat. Also ich war damals schon noch in einer, weiß ich gar nicht, nicht immer, aber manchmal dann schon sehr in einer komischen, pseudolustigen Direktheit, die auf andere vielleicht verletzend gewirkt hat. Das ist das eine vielleicht. Und das zweite ist halt inhaltlich, also ich muss dazu sagen, ich liebe Echtfett. Also jetzt auch, es kommt immer wieder und auf Social Media spielen sie das alles wieder gerade hoch und dann sind manche Sachen dabei, sind einfach wirklich.

Grenzgenial deppert. Uninteressant. Warum hast du dermaßen harsch einen Korb gegeben? Wann war das, glaubst du? Nach der dritten Staffel Echtfett. Das wird gewesen sein? Wann sind es 2019? Nein, 2006. Ich weiß nicht. Ich war damals so in einem, ich hab, und das spiel auch ein bisschen in diese Cabaret-Ecke wieder hinein mit dem Nier und so, weil ich hab damals mir gedacht, ähm, wie soll ich sagen, ich muss aufpassen, in welche Schublade ich gelegt werde. Habe ich damals ganz stark das Gefühl gehabt. Und ich habe das an der Schauspielschule schon mitgekriegt, ich war am Muck heißt das jetzt, bei der Ott. Und die Ott hat uns auch unterrichtet, unter anderem. Und bei der hat ich das urstark gespürt, dass die wahnsinnig darunter gelitten hat, oder sehr darunter gelitten hat, dass die halt nie die große, ernsthafte Schauspielerin, sondern immer die Lustige. Und dachte mir, okay, wow, interessant eigentlich. weil du denkst, Volksliebling und Volksschauspielerin und so. Und Vicky war immer so, nein, ich habe nie den Möwe gespielt.

Und dann dachte ich mir, okay, wow, du musst mal irgendwie aufpassen. Und das habe ich damals ganz stark gehabt. Und auch mit dem Nier, dann damals Kabarett, weil ich mir gesagt habe, komm, mach doch jetzt gleich das so. Und ich habe gesagt, na, ich will da dort Kommissar werden. Weiß ich nicht. So. Ohne das nicht zu verbauen. Ja, genau. Und das ist der Blatt der Lustige. Der Lustige Fultz-Berder irgendwie, ja. Und das habe ich damals ganz stark gehabt. Und das war ganz sicher auch aus der Richtung, dass ich gesagt habe, ich fette sicher nicht. Das ist meine falsche Richtung. Aber lustig, dass du das Gefühl hast, weil wenn man einen lustigen Film machen will, sollte man, wenn man will, dass der erfolgreich ist, unbedingt Thomas Mraatz in der Besetzung drinnen haben, weil du hast gespielt bei der unabsichtlichen Entführung der Frau Elfriede Ott, ein Film, den ich geliebt habe. Geliebt habe. Ich bin in dem Kino gesessen und habe gedacht, Wahnsinn, was die da geleistet haben. Du warst großartig in dem Film. Du hast jetzt auch bei Aufputzt mitgespielt. Also das heißt, wenn man will, dass ein Film ein Erfolg wird, dann muss man dich besetzen. Ja, also ich meine, so viel Selbstvertrauen habe ich dann schon auch, dass ich behaupten würde, dass ich eine gewisse.

Affinität zur Comic habe. Also das würde ich jetzt schon für mich in Anspruch nehmen und dass ich lustig bin. Was auch immer das heißt. Aber ich wollte nicht auf das irgendwie... Ich habe ganz lange versucht, nicht darauf reduziert zu werden. Das heißt, du träumst davon, dass irgendjemand auf die Idee kommt und gesagt hat, Lilium wäre der Mraz der Richtige. Lilium wäre sensationell. Zum Beispiel. Ich liebe dieses Stück. Es ist ein Megastück.

Total. Aber auch sowohl auf der Bühne als auch bei der Kamera oder so. Das war damals super, super stark. Mittlerweile ist es mir wurschter. Sage ich jetzt ganz offen. Drum auch jetzt mit dem Kabarett. Ich jetzt mittlerweile denke ich mir so, ich bin auch zu alt für eine Schublade, glaube ich. Ich bin auch zu groß mittlerweile. Das muss ja wirklich eine massive Schublade sein, wo ich reinpasse. Aber na wirklich jetzt, ich denke mir so, mir ist es wurscht jetzt. Ich mache jetzt das, was ich will.

Und wem es interessiert, interessiert es mir nicht. Ein Vorteil des Alters? Vielleicht, ja, vielleicht. Also ich mache mir wirklich jetzt weniger Gedanken darüber, wie ich vielleicht in der Außenwahrnehmung das stehe als früher. Ich sage wahnsinnig gerne, ich war zu faul, es zu googeln. Ja. Und das sage ich jetzt auch, ich war zu faul zu googeln, du bist Wiener. Ach so, ja, so meinst du jetzt. Ja, du bist Wiener, in Wien geboren und aufgewachsen. Genau, ja. Hat es dich irgendwann einmal woanders hingezogen? Ah, nicht wirklich, nicht wirklich. Ich bin also nach der Schauspielschule. Das war auch so wie ich war fertig 2002, 2003. Und da war die Tendenz ganz stark. Bei uns auch so ganz viele Leute sind nach Berlin gegangen und, Und mich hat es überhaupt nichts gesagt. Das muss man wollen. Ja, Berlin muss... Ich bin kein Riesen-Berlin-Fan. Ich mag es ganz gern in der Dosis, finde ich. Aber ich weiß nicht. Also ich meine, ich bin da vielleicht alleine, aber mir ist es zu groß und mir ist es zu... Eine meiner Lieblingsbeschäftigungen ist von Berlin nach Hause fahren.

Ich mag... Ja, also es ist wirklich... Ich sage immer, die Dosis macht das Gift. Also ich bin dann gern dort und ich fahre auch sehr gern wieder heim. Und lustigerweise, und das finde ich jetzt wirklich ein kleines Kompliment, wenn du mal in Berlin warst und zurückkommst, merkst du, wie sauber Wien ist. So finde ich, das finde ich dann immer so... Weil alle die Wiener suhlen ja so gerne. Und dann denkst du, oh, cool eigentlich bei uns. Aber die Mischkümmel werden abgeholt. Jetzt gab es ja gerade diese Salzstreu-Diskussion in Berlin. Weiß nicht, ob das mitgegangen ist. Aber Oberschenkelhalsbrüche noch und nöcher. Ich habe einen Neffen, der in Berlin lebt, ähm, Ich beneide ihn nicht. Ich weiß, also mich hat es damals auch gekillt. Ich war natürlich ein bisschen in Berlin auch für Castings und so, aber du hast wirklich das Gefühl gehabt, dass jede Kellnerin und jeder Kellner hat gerade ein Drehbuch geschrieben. Alle haben einen Schublade. Eigentlich mache ich ja das. Mir war es zu viel. Ich fand diese soziale Kälte, der Umgang miteinander, das fand ich so furchtbar. Dass jeder den anderen belauert und jeder ist jedem alles neidig. In unserem Beruf jetzt oder grundsätzlich? Grundsätzlich.

Also selbst Wiener Taxifahrer sind im Vergleich mit Berliner Taxifahrern die höflichsten Charmeure, die es gibt. In Berlin mit dem Taxifahren, also es besser wäre, seine Schusswaffe dabei zu haben. Ich habe einen sehr lustigen Taxifahrer in Berlin gehabt, der hat einfach nur gelästert über den Flughafen. Das ist ja eher ein Running Gag. Die beste Karte, die ich jemals gesehen habe, war in Berlin. So eine Ansichtskarte, da stand drauf, niemand hat vor, einen Flughafen zu errichten. Oh, das ist gut. Das war so lustig. Das war immer so lustig. Das hat dich nie weggezogen? Nicht wirklich, nein. Ich bin auf der Schule, habe ich dann in Berlin gespielt. Ah, in Berlin sage ich schon. In St. Bolton, Berlin von Niederösterreich, habe ich gespielt.

Sankt Pölten, das Berlin von Niederösterreich. Solltest du was mit Kammerin machen. Wow. Das ist wahrscheinlich die perfideste Beleidigung eines Ortes, die es gibt. Aber für welchen Ort jetzt? Für Berlin oder für Sankt Pölten? Für alle Beteiligten. Du kannst alle gleichzeitig beleidigen. Du kannst Niederösterreich beleidigen, Berlin und Sankt Pölten. Wahnsinn. Die perfekte Beleidigung eigentlich. Sehr gut. Herrlich. Genau, er war eine Zeit lang in St. Pölten, aber da habe ich auch nicht gelebt. Bin immer in Wien geblieben, bin nie wirklich weggekommen. Muss man auch nicht. Ich finde, wenn man schon da ist, da ist man ja schon fertig. Naja, jetzt nicht mehr, glaube ich. Jetzt komme ich auch nicht mehr weg. Jetzt bin ich schon zu alt dafür, dass ich wirklich nur wegkomme. Senioren heimziehen irgendwann, wahrscheinlich. Rosenhügel oder so. Wann sieht man dich das nächste Mal auf der Bühne?

Das ist ja eine gute Frage jetzt. Also ich meine, ich habe laufend Termine im Niedermeier oder so. In den Show Notes kann man das sehen, wie man so schön sagt. Genau. Link in der Bio. Genau. Das verstehe ich übrigens nie bei Instagram. Ich auch nicht. Ich verstehe nicht. Link in der Bio. Du gehst aufs Profil und unter der Bio ist so ein Link, auf den kannst du draufklicken. Das ist ja viel zu mühsam. Ja, was ist das? Zweimal mit dem Daumen. Mit dem Daumen klickst du? Link in der Bio. Ja, oder mit dem Zeigedaumen. Oder? Mit dem Zeigedaumen. Oder? Womit klicke ich? Mit dem Zeigedaumen. Link in der Bio. Ich habe die nie gefunden. Ich auch nie. Ich dachte immer was. Naja, vielleicht bin ich auch zu unserer Generation. Ja, wir sind zu alt. Wir sind zu alt. Das ist dem Aufzeige, kann man das auch erklären müssen. Dem haben wir erklären müssen, was ist ein Podcast. Dann ist es losgegangen. Aber es ist eine Radiosendung im Internet. Aha, aber wie finde ich die? Ich bin ja schon ein großer... Du hörst ja viele Podcasts.

Unseren höre ich. Oh ja, den hörst du. Ich höre nicht einmal unseren. Wirklich? Schaust du eigene Sachen, Robert? Nein. Schaust du dir deine Sachen an? Und siehst du dich gern? Nein.

Das würde es dir aber auch nicht zugeben, wenn es so wäre. Nein, nein, nein. Es hat mich Überwindung gekostet. Also am Anfang konnte ich das gar nicht. Jetzt mache ich es beim Kabarett und so, habe ich halt sehr viel aufgenommen und dann selber reingeschaut und dann abstrahiert. Ich denke mir dann immer, die anderen seh ich nicht genauso. Dann denken wir, okay, gut, wenn es ja und dann muss ich es auch aushalten. Aber jetzt, wenn ich irgendwas drehe oder sowas, schaue ich das eher selten. Was ich mir ansehen werde, ist Braunschlag. Das schaue ich mir an. Aber im Normalfall nur, wenn ich muss. Ja. Ja, also... Weil ich sehe dann immer diese... Versäumten Chancen. Und dann ärgere ich mich, weil ich mich manchmal erinnern kann, da habe ich einen Take gehabt, der viel besser war als der, der da verwendet wurde, der dann wahrscheinlich aus irgendwelchen technischen Gründen dann doch dem anderen vorgezogen wurde. Weil dann, weißt du... Ja, ja, voll.

Ich bin immer, ich habe es total lustig, also meine Erfahrung ist auch oft so, dass ich mir denke, wenn ich das Gefühl habe, dass was wahnsinnig gut war, war es oft nicht so wahnsinnig gut von außen. und weil ich mir dachte, das war so gut. Man kann das von innen auch nicht so beurteilen, oder? Ja, es ist total komisch. Also ich habe dann offensichtlich, oder für mich, ich habe dann komplett verschobenes Selbstwahrnehmungs-, Außenwahrnehmungs-, keine Ahnung. Also, und drum, oder was ich auch aufgehört habe, ich bin total abgewöhnt mit einer sehr lieben Kollegin, diskutieren mit der Continuity oder sowas. Wo ich sage, ich habe es hundertprozentig mit Links genommen und sie sagt, komm bitte. Und dann stehst du da, komm und sagst, ja, okay, ja. Dann 10 Euro also das habe ich auch aufgehört da habe ich wirklich schon Wetten verloren.

Nein, das passiert mir nicht. Wirklich? Nein, bei mir ist es das Gegenteil. Ich sage oft, du passst falsch vor. Ganz oft. Ja, ja. Regie führen. Nein, nein. Wirklich nicht? Nein. Warum nicht? Keine Ahnung. Du wolltest doch eh hinter die Kamera bei echt fetten. Ja, ich habe dort auch Regie gemacht, aber das ist ein Unterschied, eine Comedy-Sendung zu machen mit Street-Comedy und eine Serie oder einen Film zu inszenieren. Das ist ja ein riesiges Unterschied. Vor allem kannst du auch schlecht zu der Passantin hingehen und sagen, so, das machen wir noch einmal. Können wir noch einmal. Aber anfangen wir. Sie gehen jetzt noch einmal und kaufen diesen Eindruck. Ich glaube, ich würde wahnsinnig werden. Und dafür habe ich schon zu oft mit großartigen Regisseurinnen und Regisseuren arbeiten dürfen, als dass ich mir auch nur vorstellen könnte, in der Nähe der Leistung zu kommen, die dir abliefern. Wäre es für dich was?

Würde ich mir schon vorstellen können wollen. Das heißt, das ist das Nächste, was du eroberst. Das ist das Nächste, was ich eroberne. Genau, zu meinem 60er dann. Ja, genau. Aber realistischer Betrachter braucht es eh den Vorlauf wahrscheinlich. Naja. Ja, aber ich könnte mir das schon, also Theater und Bühne und so auf jeden Fall.

Aber auch, ich weiß nicht ich könnte mir das schon gut vorstellen, würde ich gerne mal machen warst du nie das Gefühl gehabt, wenn du jetzt, gespielt hast oder auch im Buch involviert warst oder so, dass du denkst so ach, da wurde jetzt eigentlich das hätte ich jetzt, also jetzt nicht bei Braunschlag oder bei irgendwas das hätte ich jetzt schon anders gespielt, das hätte ich anders glaube ich ja, aber wie du richtigerweise sagst, das ist ein Job von außen drauf zu schauen und die Selbstwahrnehmung wir sind mal falsch und, wie ich draufgekommen bin. Wenn es da jemanden gibt, der vor dem Monitor sitzt und sagt, so, das war es jetzt, das war gut, das ist genau das, was ich brauche, dann muss man diesem Menschen glauben und vertrauen. Nein, nein, das eh. Aber ich meine jetzt so in der, wo ich sage, im Gefühl der Gestaltung, dass ich mir denke, ich würde gern was erzählen. Also ich glaube halt, du ja auch, je mehr du regierter Richtung Produktion gehst, desto mehr Chance hast, du dann das zu erzählen, was du auch erzählen willst vielleicht. Ich weiß es nicht. Also das ist das, was ich beim Kabarett jetzt zum Beispiel wahnsinnig genieße. Ja, das mag ich auch. Unmittelbare Unabhängige. Und dass ich sage, was ich will, wie ich es will, wem ich es will. Also wem ich es will nicht, weil sonst müsste ich die Leute ja zahlen, das wäre auch deppert. Du schon.

Lauter Komparsen im Publikum. Aber dann ist immer schon voll. Wäre auch ein relativ komisches Geschäftsmodell. Modell. Es ist ja nicht bei Fernsehshows so, dass sie da halt einfach Komparsen reinsetzen. Es war bei der ersten Wir sind Kaiser-Aufzeichnung, war das noch so? Ah, wirklich? Ja, als wir den Piloten gedreht haben, da haben die Leute... Da hat es keine Fans gegeben. Natürlich nicht und die haben auch keine Ahnung gehabt, was sie zukommt. Und die ersten Menschen, die drinnen gesessen sind, haben noch sieben Euro pro Person bekommen, dass sie zuschauen. Und zum Schluss, glaube ich, haben die dann über 30 Euro gekostet. Wirklich? Ja. Also die Karten? Ja, ja. Ah, ja, ja, okay. Na, cool. Das ist aber auch nicht so teuer eigentlich. Ich dachte mir so. Ich weiß nicht, wie viel sie wirklich gekostet haben. Du bist immer gratis reinkommen. Ich hab da jemanden gekannt. Ja. Der Herr ORF. Der Herr ORF. Mit dem Meilenstein. Mit dem Meilenstein. Neulich. Seifen Sie da. Ja. Aber was kaisers aus, ne? Das hast du mich nie gefragt, übrigens. Ich wollte gerade sagen, hast Lust, weil er möchte sich hinter die Kamera. Hinter Unfolger. Du könntest das großartig. Du wärst nicht großartiger Kaiser. Rasieren müsstest du dich. Ja, das mache ich gerne. Oder du lässt den Bart wachsen. Oder du lässt den Bart wachsen.

Dieser Backenbart. Ach so, so. Ich habe einen ganz schlechten Bartwuchs. Das ist eh schon das Resultat aus zwei Jahren Bartwuchs. Das ist dein Zwei-Jahres-Bart. Das ist mein Zwei-Jahres-Bart. Es ist wirklich ganz schlecht. Also wenn, dann muss es weg. Ich sage immer, ich brauche für einen 3-Tages-Bart, brauche ich 4 Wochen. Naja, so, das kenne ich. Ich habe auch einen Bartwuchs leider. Ich hätte gerne so einen richtig schönen, Da sieht der Rollerwasch. Wirklich? Ja. Dann wird es die ganze Zeit so reden, du wärst unerträglich.

Du sagst mir auch glatt rasiert, dass ich unerträglich bin. Was willst du von mir? Das heißt, die Zukunftsaussicht ist, irgendwann einmal dürfen wir mit einem Regisseur Marats rechnen. Ich weiß, ja, also wenn alles super cool ist und so, es gibt Ideen, aber mal schauen, wie sich das gestaltet. Also jetzt gerade ist es tatsächlich so, dass ich halt sehr noch am Schreiben und so hänge und auch Schreiben und Ideen habe und mal schauen, ob die jemanden interessieren. Das ist halt wirklich der große Unterschied. Also du bist halt, wenn du da jetzt irgendwas Filmisches oder auch Theater ja schon machen willst, bist du halt immer davon abhängig, dass das jemand anderer auch so wahnsinnig cool findet wie du und... Ja, irgendwer mit Geld halt. Irgendwer mit Geld optimalerweise. Aber... Beim Kabarett ist das nicht so. Ja, beim Kabarett... Es ist einfach... Ja, klar. Es ist ja schon auch abhängig, dass halt irgendwie ein Niedermeier sagt, komm, spiel doch bei uns und so, ist schon super.

Aber das ist halt im Vergleich zu allem anderen ist es halt niederschwelliger, sag ich mal. Ja, und finanziere mal einen Film, allein die Fresserei, allein dieses scheiß Catering, was das kostet, wenn es... Ich glaube, das Catering ist das günstigste, glaube ich. Mich hat das immer wahnsinnig gemacht beim Förderungen. Einfach einmal einen 30er nur zum Verfressen reinschreiben, das hat mich immer komplett getriggert. Ich schaue, ich schlafe, man hört es nicht, aber ich schaue den Thomas jetzt, und zwar nicht unseren Gast, sondern den Hangweirer, sehr böse an. Warum? Sollen wir einen Hunger haben beim Haken, oder was? Wir stehen ja zwölf Stunden am Set, 13, 14 Stunden manchmal. Ich steig mal, der freist's daheim. Okay, das muss der Produzent, der hat ja gerade die Produzentenkappe aufgenommen. Ja, da bin ich schon mal runter. Unfassbar. Stimme des Volkes ist nicht sozialdemokratisch, möchte ich an dieser Stelle betonen. Das ist wirklich, diese Schauspieler. Diese Schauspieler. Nein, Moment, da muss ich jetzt in den Lanzen brechen. Also, erstens sind es ja nicht nur die Schauspieler und ihnen. Thomas, wieso nicht Mratz und Palfrader, der Podcast? Ja, aber jetzt, wo du es sagst. Wer macht ihr? Geh vom Fenster weg, Thomas.

Ich glaube, es ist immer urwichtig, dass ein Set gut gegessen wird. Nicht nur für die SchauspielerInnen, aber auch für das Team. Das ist wirklich das Wichtigste. Mit einem 30er bist du nur unten an der Untergrenze. Österreich halt. Ich habe mal in Bayern gedreht und bin zu früh, bin mit dem Auto angereist, bin zu früh dorthin gekommen, weil ich hasse es, zu spät zu kommen. Ich hasse es, zu spät zu kommen. Also bin ich halt, ich glaube mal, eine Stunde zu früh dort gewesen, weil man gedacht hat, sicher, sicher. Und da hat gerade das Catering aufgebaut und das wären deine Freunde gewesen, weil die haben... Eine Wurstplatte. Mit der Folie? Ja, die haben die Folie abgezogen von einer Plastiktasse. Da war drüber eine Folie und der schmeißt die Folie in den Mistkübel. Und ich habe mich gerade geschneuzt und schmeiße mein Schnalztückel auch in den Mistkübel und sehe, dass auf der Verpackung oben steht, jetzt nur ein Euro. Und ich denke mir, diese riesengroße Wursttasse mit fünf verschiedenen Sorten Wurst um einen Euro, seid ihr deppert.

Jeder, der an der Erzeugung dieses Dings beteiligt war, ist vom Leben beschissen worden. Ich sehe, der Tom weint, das kann nicht sein. Das war ich damals. Ich war zuständig. Und ich habe mir gedacht, nein, von dem Catering esse ich nix. Ja, aber es ist beim Drehen ja schon so. Es gibt wenige Sachen, die schlimmer sind für das Team, als wenn das Catering mies ist. Also das drückt wirklich massiv auf die Stimmung. Vielleicht ist das in Wirklichkeit der Schlüssel zu einer guten Stimmung. Ich habe zweimal, zweimal sensationelles Catering gehabt. Sensationell. Also wirklich auf Restaurantniveau. Und zwar beide Male in Südtirol. Ah, wirklich? Das eine Mal mit einem österreichischen Team, wo wir den Landkrimi gedreht haben in Südtirol, die es geschafft haben, ein Südtiroler Team zu engagieren, die das gemacht haben, weil sie mal neugierig waren, wie denn so ein Film abläuft. Lustig. Und uns verwöhnt haben bis zum Abfinden. Es war großartig. Und das zweite Mal war ein italienischer Kinofilm mit einem italienischen Team, mit einem römischen. Die haben eine eigene Pizzabäckerin mitgehabt. Die zwei Wochen vor Drehbeginn angereist ist und dann in der Umgebung alle Pizzaöfen getestet hat, damit sie den richtigen Pizzaofen findet.

Jeden Tag um 10 Uhr in der Früh ist die gekommen, das war ihr einziger Job, den Teig machen und die Pizza. Mega. Machen um 10 Uhr vormittags ist weiße Pizza gekommen. Naja. Und die essen die weiße Pizza zum Kaffee und ich denke, sind die komplett deppert. Das ist ja Wahnsinn. Pizza zum Kaffee. Aber was heißt, weiße Pizza ist nur der Teig? Nein, nein. Ohne Tomatensauce. Ohne Tomatensauce, das ist nur mit Käse. Aber schon belegt. Nein, nein, nur mit Käse. Nur mit Käse. Nichts mit verschiedenen Käses. Okay. Und es war, glaube ich, der dritte oder vierte Drehtag und ich habe das Frühstück versäumt im Hotel. Das gekostet dann. Und dann habe ich um 10 Uhr, vor dem Tag, ziemlich ein Flamont gehabt. Und ich dachte, schau, jetzt kostet es mich ja was. Bring mal ein paar. Gegebeer so ein Stückchen und kostet das. Am nächsten Tag haben sie mich um 9.55 Uhr an einen Baum gebunden, damit ich ihnen nicht die ganze Pizza wegfresse. Abhängig. Einstiegsdroge nennt man das. Ja, das ist so. Wahnsinn. Und diese Frau war, und das Lustige ist, auf jedem Tisch beim Mittagessen, auf jedem Tisch eine Karaffe mit Rotwein. Ja, das habe ich auch schon mal gehört. Und keiner hat den, niemand hat den angerührt. Ah, wirklich? Ja, ich habe mir gedacht, ja, super. Probieren wir mal. Und dann war ich der Einzige.

Wir wissen nie, wo er sitzt, stellst du auf jeden Tisch eine Karaffe. Wir wissen nicht, wo er so hinsetzt. Nein, in Frankreich macht es das auch. Ich habe gehört, in Frankreich habe ich das schon mal gehört. Sogar gewerkschaftlich vorgeschrieben. Ich weiß nicht, ob das stimmt, auf Instagram so ein Ding gesehen, dass in Frankreich, glaube ich, in der 50er, 60er-Jahre, in der Schule noch den Kindern wurde ja Rotwein verabreicht. Weil? Was Franzosen sind. Um sie gleich. Also angeblich. Wenn nicht, das ist gut erfunden. Ich kann mich erinnern, als kleines Kind, da war ich so vier, fünf Jahre alt, Da war ich in Südtirol und aufgepasst auf mich haben meine Urgroßmutter, meine Großtante und meine Großmutter, Und ich bin mit den drei Damen zu Hause gewesen und vor dem Schlafengehen habe ich ein kleines Glas Rotwein bekommen, damit ich gut schlafe. Oh, perfekt. Und siehst du, das hat überhaupt keine Konsequenzen. Ja, das ist alles aus der Wurden. Das ist alles mitgekommen.

Leber es hin, aber sonst geht es mal gut. Ja, wahrscheinlich. Nein, aber stimmt. Auch in Frankreich, glaube ich, ist der Weinkonsum ja rückläufig, weil die Jungen nicht mehr so viel trinken. Überall. Trinkst du vor dem Auftritt? Nein. Nein, nein, nicht viel. Nein, aber jetzt nicht, dass ich sage, jetzt brauche ich ein Bier oder sowas. Nein, überhaupt nicht. Nein. Ich esse auch nicht. Man isst ja dann vor der Vorstellung und das vermeide ich auch, lustigerweise. Also da habe ich schon negative Erfahrungen gehabt. Dass man dann auf der Bühne ist.

Also vor der Vorstellung trinke ich nix, also keinen Alkohol meine ich, aber in der Pause ist es so ein Seiterl. Ja, ja, eben, so ein kleines Bier ist schon ab und zu. Und nach dem Auftritt noch ein Seiterl und vielleicht ein zweites auch noch, das ist schon schön. Wir sind ja keine Gorknaben, aber jetzt nicht so, es gibt kein Ritual jetzt in dem Sinn. Sonst irgendwelche harten Drogen oder so? Ja, gut, das normale halt. Klar.

Wie willst du Theater spielen? Sonst geht es ja die erste Halbzeit unter der Stunde nicht aus. Wie hat dein privates Umfeld eigentlich reagiert, als du gesagt hast, dass du diesen Beruf ergreifen willst? Entspannt. Also entspannt. Also wirklich total entspannt. Meine Eltern waren, ich war schon relativ alt für einen angehenden Schauspieler. Ich war erst mit 23, 24 dazu durchgerungen. Und da war es eigentlich kein Thema mehr so richtig. Da habe ich gesagt, ja, dann probierst du es halt. Wahrscheinlich fix damit gerechnet, dass ich wieder zu Hause einziehe. Aber das war auch kein Hinderungsgrund. Was wäre der Plan A gewesen? Mein Plan A, ich habe eine Ausbildung im grafischen Gewerbe. Und ich habe auch gearbeitet schon in dem Bereich. Und dann dachte ich mir, ich probiere das mit der Schauspielerei noch. So mit 25. Was grafisches Gewerbe? als Grafiker, als Werbegrafiker? Naja, Gebrauchskrafik würde ich sagen. Ich habe ursprünglich Reproduktionstechniker gelernt. Ähm, Was ist das jetzt? Ja, das ist alles, was vor dem Druck ist, in der Druckvorstufe. Und alles damals noch sehr analog, 92 bis 95. Und dann habe ich gearbeitet. Und dann hat sich der Beruf massiv verändert durch Computer und so. Digitales Proof ist weggefallen. Genau, das ist gekommen. Gekommen und dann weggefallen. Genau.

Ja, und dann habe ich auch so bei einer coolen Firma gearbeitet, eigentlich so als Inhouse-Grafiker und die ganzen Broschüren dort gemacht und produzieren lassen und so. Und dachte mir aber, ich probiere das mit der Schauspielerei noch. Und das ging dann relativ knaller Fall, weil ich habe dann die Aufnahmeprüfung gemacht und dann gesagt, ja, sie können anfangen und eine Woche später beginnt es und dachte mir, okay, war steil oder so. Und dann habe ich gekündigt, das war alles so, es war sehr turbulent damals. Das heißt, du machst dir deine Plakate selber? Genau, machen wir das alles selber. Faktisch? Ja. Zumindest ein bisschen was kann man sich sparen. Ja, klar. Das heißt, wenn ich mein Plakat mache für mein nächstes Programm, komme ich zu dir, Hansen. Mach mal einen Preis. Was ist der letzte Preis? Was ist der letzte Preis? Wo ist der Preis? Ja, schau, ein Anpannungsgespräch. Hat sich's? Sehr gut. Nein, ich vertraue dem Klaus Mitter. Sehr gut. Ich mache das immer noch gern, auch so nebenbei, manchmal so Jobs und so. Und das war quasi der Plan A. Wenn das mit der Schauspielerei wirklich gar nichts wird, würde ich immer noch in irgendeiner Form grafiken. Ist das ein Verb? Nein, kann man nicht sagen. Gestalterisch tätig sein. Gestalterisch tätig sein, danke schön. Ach, du kannst mit Worten. Du hast einfach...

Was hast du gelernt eigentlich? Ich bin Hotelkaufmann. Ah ja, Hotelkaufmann. Monopolist. Das ist ein Monopolispiel. Professioneller Monopolispiel. Er tauscht vier Häuser gegen ein Hotelkaufmann. Ja, genau. Wenn ich wie ein Heuer sein würde, würde ich nicht das Seenste deppern. Schönes Schlusswort. Vielen, vielen Dank fürs Kommen. Vielen Dank. Dankeschön. Danke für die Einladung. Toi, toi, toi. Bussi. Baba.