Bevor es mit unserem Podcast losgeht, ganz kurz in eigener Sache. Und zwar gibt es am 17.04. eine Premiere. Hangweiler und Palfrader live vor Publikum. Zum allerersten Mal im Spiegelpalast in Wiener Prater zu Gast sind Herbert Prohasker, Christina Stürmer und Philipp Hanser. Tickets gibt es auf öticket.com. Wir sind Hangweiler und Palfrader. Ja, und wir, also ich auch. Was soll ich da drauf sagen? Na, Western hättest du sagen müssen. Fang mal einfach an. Ihr Zuckergosch ist heute ein besonderer Gast bei uns. Eigentlich heißt er Felix, aber man kennt ihn besser unter dem Namen der Blonde Engel. Recht herzlichen Dank für die Einladung. Danke für deine Zeit. Wie dürfen wir denn sagen? Soll ich gleich kritisch einig rätchen? Eigentlich steht er auf den Plakaten Blonder Engel und nicht der Blonde Engel. Aber es ist natürlich ein Name, der grammatikalisch... muss ich der... Es gibt einen Moderator, der hat das bis jetzt grammatikalisch richtig immer einwandfrei hingebracht, war ich bei euch schon zu Gast, Kratzer Roland. Der sagt, er wird bei mir zu Gast ein blonder Enkel.

Aber es ist, ihr dürft sagen, dann geh halt zu ihm, wenn der erste nicht einmal eine Minute zu Gast und schon unsympathisch war. Moment, ich habe aber nachfragt, ich habe gefragt, ob ich kritisch einhacken darf. Ihr habt mir das gewohnt. Du hast die Antwort aber nicht abgewartet, du unsympathisches Stück Fleisch. Ja, ja, ja, passt, vierte. Ja, passt, kürzeste Folge ever. Nein, sagen wir Felix, Enkel, Angel, ich hohe auch mittlerweile auf alles. Es gibt viele Leute, die sagen Angel. Wirklich? Du bist ja wirklich, also ich kenne dich glaube ich 15 Jahre, also wir kennen uns nicht, wir sehen uns zum ersten Mal, aber seit 15 Jahren weiß ich, dass es dich gibt, kommt mir vor. Du machst das schon ein Zeitalter, oder? Ja, es ist tatsächlich nächstes Jahr 20-jähriges, wie sagt man da, Projektjubiläum. Ja, sehr schön. Auf der Bühne stehe ich glaube ich seit 18 Jahren, aber vor 20 Jahren wurde dieses Ding irgendwann einmal geboren. Ich kann mich an die ersten Pressefotos, die ich wahrgenommen habe, erinnern, wo einfach ein wunderschöner junger Mann mit einem unfassbar leihenden, durchtrainierten Körper, mit nacktem Oberkörper. Und das, wo ich so geoschert war vorher gerade.

Unfassbar, unfassbar. Geht dir das nicht auf die Nerven, dass du nicht platt werden kannst? Weil das stimmt ja dann so nicht mehr. Ja, es gibt ja die Barockengeln auch irgendwo. Stimmt. Die Rubensengel haben ja alle irgendwo ein bisschen einen Späck. Ist das das erklärte Karriereziel, irgendwann mal ein Blader-Barockengel zu werden? Es ist, glaube ich, nicht das Ziel, aber es ist auf alle Fälle ein Plan B. Plan B wie Barock. Nein, keine Ahnung. Das Ding ist, wie sagt man so, das Negative an diese Pressefotos ist ja, dass alle Leute glauben, ich stehe tatsächlich zwei Stunden so auf der Bühne, dem ist ja nichts. Ah, ich habe das schon geglaubt. Ich auch. Das ist so, wie beim Udo Jürgens der Bodemantel war, ist diese Aufmachung immer zu den Zugaben und vorher habe ich halt aktuell so ein pinkes Fransenteil oder irgendwelche glitzernden, Gewänder, es ist schon immer ein bisschen... Das heißt, du lockst die Leute unter falschen Versprechungen ins... Ich löse das Versprechen zur Zugabe jedes Mal ein. Aber das ist ein bisschen so... Solange du es dann wirklich böschen, damit es das kriegt. Ja, genau. Zahlen und Böschen. Dann ist es erpressend.

Und sich das anhören. Was redet der da? Ich bin eigentlich nur da, weil ich nicht so dann, wie ich will, dann spiele ich drei Nummern mehr oder so, dass es halt länger dauert. Naja. Hättest du das glaubt, zu Beginn des Projekts, wie du es bezeichnet hast, dass es dann wirklich mal 20-jähriges Jubiläum geben wird?

Nein. Also... Wenn ich jetzt so von Projektbeginn spreche, das suggeriert ja irgendwie, dass es einen totalen Masterplan dahinter gegeben hat, so funktioniere ja ich nicht. Und so funktioniert, finde ich, sehr wenig in dieser Branche. Man hat halt irgendwann einmal eine blöde Idee, fängt das an und dann wird das reinhard und dann baut man sich rundherum so ein Gerüst und hat dann so ein Vehikel und so ein Ding, was funktioniert. Mal mehr, mal weniger und bei mir ist es zumindest so und dann tut man immer irgendwie weiter und dann ist das zum Schluss irgendwie so ein Gerüst, was ganz viele verschiedene Versatzstücke drinnen hat. Ja, man hört es, man sieht es auch, im Podcast sieht man es natürlich nicht, aber man sieht es, wenn man dir... Ja, wie ich heute das Leib ausgefasst habe. Linzer Original steht da drauf. Bist du auch wirklich in Linz geboren? Bist du Linzer? Ich bin tatsächlich, das was man in Linz an Wasch, echten Linzer nennt, Born and Raised in der Stallstadt. Ja, warst du Hammerling oder wo warst du? Fahlinger, das ist auch so eine Linzer-Frag. Ja, natürlich. Ich bin ja mit Fabian Schmidt zusammen und ich glaube, ihr kennt euch. Ihr seid zumindest immer wieder angestreift. Ja, ich kenne ihn, Fabian Schmidt. Wir sprechen vom Journalisten. Ja, der ist hinter dieser Tür übrigens. Hallo Fabian.

Den kenne ich in erster Linie aus dem Studium. Wir haben beide Publikistik studiert und da sind wir... Ab und an in derselben Vorlesung. Verstehe, okay. Vielleicht sogar in einer Übung und wir haben, glaube ich, einen Freundeskreis gehabt, der sich überschnitten hat. Ich bin umgeben von Oberösterreich. Das ist ein Wahnsinn. Ich fühle mich langsam aber doch bedroht. Aber wir haben eine Phase gehabt, vor allem in der ersten Staffel, im ersten Podcastjahr, wo wir einen Grazer nach dem anderen eingeladen haben. Das stimmt. Lauter Steirer. Jetzt lauter Oberösterreicher. Wir arbeiten uns ab. Mein Neck, das ist laufend. Ich meine, ich finde es sehr viel lässig. Ja. Ich muss schon. Geil. Ja, ich muss schon. Netter Oberösterreicher. So, und jetzt sagen sie, zu retter gar kein Oberösterreicher, wie du reißt. Das hat dich getroffen, ne? Nein, sie reden alle so, sie wollen es noch nicht zugeben. Ich finde tatsächlich am oberösterreichischen Idiom das Auffallendste, dieses komische I, I, Y-Amalgam da am Schluss. Stüfe, Zwüfe. Zwüfe. Zwüfe. Örme, Örme, Örme, Örme, Söme. Ja, das ist eigentlich das, ja. Wo lebst du? Also wie viel Prozent Wien, wie viel Prozent? Ich lebe, ich bin tatsächlich so ein Künstler, der dieses Modell lebt und arbeitet in Linz und Wien fort. Wobei ich in Wien erst seit kurzem wieder eine Postadresse habe. Ich war wirklich lang nur in Linz. Das ist überraschend, wirklich? Ja.

Ich habe eine Zeit sogar in der Wüden-West-Steiermark gelebt. Aha. und und, und eigentlich seit dem Jahr erst wieder habe ich eine kleine Nebenwohnung in Wien. Okay. Ich bin irgendwie Linz sehr verbunden. Weiß nicht ganz warum, aber fühle mich dort sehr wohl. Ich frage mich auch warum. Ich meine, es hat ja was. Es ist ja nicht Arsch. Es ist eine schöne Stadt. Ich bin auch. Ich bin ja gern dort. Es ist eine Stadt, die noch wächst. Ja. In Linz, also in Salzburg oder in Wien, da hat man immer so das Gefühl, das ist jetzt kulturell fertig. Ja. Und Linz wächst gerade kulturell noch. Und es ist schon für diesen Beruf, Wenn man so pendelt zwischen, ich sage, wenn mein, Der Bereich, wo ich halt spiele, bewegt sich in diesem Dreieck München-Wien-Graz. Da ist das schon infrastrukturell nicht unbedingt der Depper der Stadt, weil ich sehr viel mit dem Auto fahren muss. Wenn es zu Instrumente und Verstärker und Kostüme... Fährst du noch selber? Nein, ich habe einen dabei. Ich habe einen Fahrer dabei. Machen wir schon noch selber. Ja, ich wollte gerade sagen, ich kann mir das nicht leisten. Stimmt, du fährst auch selber. Ich fahre auch selber, ja. Aber du hast dann einen Techniker mit wahrscheinlich. Den leistet man halt ich nicht. Nein, auch nicht. Echt, du spielst mit Haustechnikern? Ja, hoffentlich mit Haustechnikern. Das klappt. Das haut ganz gut hin, weil ich habe sehr viel Equipment selber mit. Ich drucke denen meine Mikrofone in der Hand und die funktionieren. Und da gibt es auch einen Gesang. Wenn es wirklich nicht geht, das schaffe ich selber auch dann irgendwie hin und her. Aber da habe ich an und für sich ganz gute Erfahrungen.

Siehst du dich eher als Kabarettist oder als Musiker? Künstler. Ich habe vorher gesagt, Gretchenfrage. Auf Künstlerweiche würde ich ganz gerne ausweichen, wenn ich dieser Frage ausweichen will. Weil ich sehe mich tatsächlich eher als Musiker Ich komme halt von dem her Aber dann sehr schnell checkt Dass die Nummern, die ich schreibe, eher heiterer Natur sind, Und dann bist du in dem Land Zwangsläufig Kabarettist Du bist irgendwie in diesem Vorwasser drin Sobald dein Inhalt lustig ist Ist die Form wurscht Du bist Kabarett Ist man dann auch auf diese Venues angewiesen? Also kriegt man seine Bookings dann Spielt man dann auch in der Kapu? Oder muss es die muss es die Kabarett-Venues sein. Kapu habe ich noch nicht geschafft, Stadtwerk, Stadt, Wolle zumindest schon mal.

Sowohl als auch, es gibt Venues, die machen da bei diesem zwischen den Stühlen sitzen mit, es gibt Venues, die sagen, du passt uns überhaupt nicht ins Programm, weil das ist Kabarett und wir machen nur Musik und umgekehrt, aber... Aber für dich wäre zum Beispiel dann der Posthof genau das Richtige, weil die machen sowohl das eine als auch das andere. Genau, das ist eine meiner Lieblingshitten, weil da vor allem ein tontechnisch sehr gutes Equipment drin ist. Ich wahnsinnig, ich liebe dieses Haus. Und die Liertler da drin, ein Wahnsinn. Das ist ein super Equipment, ein super Publikum. Und es gibt ja dieses ganze Blonde-Engel-Ding auch mit Band, da heißt es ein Blonde-Engel, und die Kapelle zum guten Ton und da sind natürlich dann solche Bühnen wie der Posthof. Wie viele Leute sind das? Vier. Also ich bin vorn mit der Gitarre oder dem Benjo und dann habe ich nur einen Gitarreiro, einen Schlagzeiger und einen Bassist. Na? Ja, ordentlich. Die heilige Vierfaltigkeit des Rock'n'Roll. Richtig gesagt, richtig. Apropos heilig, kannst du mit Religion was anfangen? Ja. Ja? Aber also, mit dem Engel jetzt und so, ja? Es ist nie aus dem heraus entstanden. Es ist, weil du ausgeschaut hast, wie ein Engel auf dich... Passiert ist es, weil ich eine Nummer geschrieben habe in postpubertären Tagen, wo es im Refrain gegangen ist und er wird kommen, ein Engel, wunderbar, mit grüner Brille und langem blondem Haar. Das war ein bisschen so ein Schlager-Persiflage, wenn man so will, teilweise auch in Richtung Gürtellinie.

Und das ist hängen geblieben irgendwie. Aus dem heraus ist diese Figur geboren worden dann. Den habe ich mir auf einem Vorspielabend gespielt in Neuhofen an der Krems beim befreundeten Gitarrenlehrer und sowas. Der hat einfach blonder Engel aufs Plakat geschrieben und ich habe gesagt, das ist irgendwie cool und dann habe ich mir das mitgenommen, die Figur rundherum baut. Also es ist da sehr viel passiert, aber jetzt, dass ich alle biblischen Engel aufzählen kann, Gabriel kenne ich, Gabriel kenne ich, glaube ich, Michael. Die Erzengel zuerst nennen. Genau.

Und sonst gibt es ja Engel auch sehr viel in der Fantasy Literatur oder im, ein Nerd-Spektrum. Und dass du irgendwann mal auf die Idee kommst, mit deinem richtigen, mit deinem bürgerlichen Namen aufs Plakat zu gehen, damit hast du nie gespielt? Mit dem habe ich eigentlich nie gespielt. Es gibt, weil es ja irgendwann wird ja dieses Ding so etwas wie eine Marke. Und da ist natürlich dann immer die Angst dabei, wenn ich jetzt nicht mehr der Engel bin, kriegen das die Leute mit, kann man das kommunizieren? So diese ganzen, das wäre halt... Dass man nicht von Null anfangen muss. Genau, es ist halt mit diesem Markenaufwand verbunden. Und es gibt eine gewisse Anonymität. Das auch. Anonymität, eine irrsinnige Mannigfaltigkeit an Begriffen, mit denen du spielen kannst in Newslettern, in Social Media, Postings oder sowas.

Bühnenkostüme, keine Ahnung. Was ich schon vor drei Jahren gewagt habe, ist, das Ganze ein bisschen mehr in Richtung Musik zu tragen, in dem ich diese ganzen ernsteren, traurigeren Sachen, die man in der Pandemie ein wenig ausgedruckt hat, auch auf die Bühne bringe, unter diesem Blonder-Engel-Ding und so ein bisschen breiter Gewinn mit dem Projekt. Das vielleicht, da war kurz einmal die Überlegung, ob man das unter einem anderen Namen macht, aber auch da haben dann das Label und ich irgendwie gemeinsam entschieden, es war halt ein bisschen so, es ist eine Energieaufteilung in Wahrheit, wenn du zwei Projekte hast. Ja, komplett. Und ihr kennt das ja, es frisst ja schon ein Projekt so viel Energie und Kraft und Ressourcen.

Du hast ein Label erwähnt, aber mit einem Label, also mit.

Tonträgern Geld zu verdienen, passiert ja nicht mehr. Passiert nicht mehr. Und über die Streamer, die Beträge, die die ausschütten, sind ja auch lächerlich. Ich kenne Freunde von mir, die wirklich viel und oft gehört werden, die kaum ein Einkommen haben. Das heißt, man hat eigentlich nur die Live-Auftritte, mit denen man Geld verdient. Wie oft schießt du auf der Bühne im Jahr? Im Jahr würde ich sagen zwischen 50 und 60 Mal. Wow, das ist viel. Ungefähr. Ich weiß nicht. Ich habe immer das Gefühl, wenn ich mich mit dem Musiker vergleiche, bin ich eher am oberen Ende. Wenn ich mich mit dem Cabarreros vergleiche, eher am unteren Ende. Also da gibt es schon Kollegen, die 100 Mal, 120 Mal im Jahr ausrücken. Ich weiß nicht, wie die das schaffen. Ja. In meinem umtriebigsten Jahr war ich 94 Mal auf der Bühne und habe nachher mit einer Psychotherapie begonnen. Wirklich? Ja. Weil es einfach zu viel war. Okay, weil man einfach nicht mehr zum Leben kommt. Ja, also das war damals auch noch sehr frisch gefangen. Ich war ja bei dieser ORF Comedy Chance da irgendwie wieder bei 2012. Und das Jahr nachher ist natürlich 17.000 Bookings, aber noch nicht wirklich institutionalisiert. Das heißt, ich habe nicht wirklich einen Booker gehabt. Den haben wir dann so, Weil dann mein damaliger musikalischer Mentor, der Herwig Grenz, der hat das einfach für mich irgendwie gemacht, das war mein Bossist. Der hat mir dann das Booking gemacht und das ist dann alles so uninstitution... uninstitution...

Uninstitution... ungeplant passiert. Ja, schön. Ein guter Seifen. Uninstitutional. Wurscht. Da braucht man sich nicht draufsetzen. Es ist viel passiert einfach. Und dann war das einfach irgendwann zu viel. Und dann habe ich... Und jetzt geht's wieder? Jetzt geht's wieder. Bist du austherapiert? Nein. Ist man nie, gell? Also vor allem, wenn man auf der Bühne steht, glaube ich, ist man das nie. Ja, nein, und es ist wie wenn man sich eine Wunde aufklätselt, so Therapie, aber dann immer weiter und irgendwann hat man kein Bein mehr, kommt man vor. Nein, finde ich nicht. Bitte. Nein, ich gar nicht. Blödsinn. Also ich lasse den Deckel sehr gern zu. Nein. Das ist das letzte Problem. Eines deiner Hauptprobleme. Du hast einen Podcast. Ja, und ich muss unterleiten. Die Therapeuten Honorarrechnung stehen irgendwie. Ja, stell mir eine Rechnung, schauen wir, was passiert ist. Kann ich mich hinten anstehen? Nein, ich betrachte es tatsächlich.

Ich habe den schönen Begriff der Redekur. Redekur? System, wenn man Therapie ein bisschen so begreift, ist das... Aber es ist ja dann auch... Da sagst du dem Anni, ich bin beim Systemiker, dann schlagen die Analytiker die Hände über den Kopf zusammen, dann sagst du dem Systemiker, du bist beim Analytiker, es ist ja... Therapie ist ja auch... Ja, aber auf einer Bühne zu stehen, ist ja bereits Therapie, nicht? Ja, auf eine gewisse Art. Die Leute zahlen dafür, dass sie eineinhalb Stunden zuhören müssen. Ja, das ist so gesehen still. Ich finde ja, es hat ja auch total viel so... Es hat ja auch total viele Parallelen irgendwie mit Frontalunterricht. Stimmt. Es ist ja auch auf einer Bühne, die Situation ist ja sehr undemokratisch. Ich habe da irgendwen vor mir sitzen, der mir als Diktator auf der Bühne ein bisschen ausgeliefert ist. Freilich, sie können gehen. Und sie haben dich gewählt. Genau.

Wenn ich dich so anschaue und wenn ich dir so zuhöre, ich kriege irrsinnige Lehrer-Vibes. Lehrer-Kind, stimmt. Wirklich? Total. Ja, das stimmt. Ich bin ein Lehrerkind, ja. Mama, sogar Mathematik und Sport war meine Mutter. Und vom Namen her könnte es Nationalkicker sein oder Skispringer, finde ich. Mit dem Nationalkicker bin ich sogar, nein, National, die man da nicht gespielt hat, mit dem Rapidkicker bin ich sogar verwandt. Da hat es mir einen Schobisberger gegeben. Ah, deswegen, deswegen der Connex wahrscheinlich unterbewusst. Und den Seifoster war auch Lehrer. Ich hätte mehr so einen Langläufer, hätte ich. Langläufer, Schobisberger, ja. So wie eine schöne Sportart sei, habe ich noch nie gemacht. Ich habe es einmal probiert bei Dreharbeiten. Da hätte ich langlaufen sollen, aber ich dachte, ich habe kein Ski, langlaufen überhaupt kein Problem. Dann hat es mich zweimal aber so dermaßen auf die Goschen geholfen. Es ist schwieriger, wie es ausschaut. Es ist viel, viel schwieriger, als man glaubt. Und wenn man sieht, wie die so elegant dahin gleiten in Geschwindigkeiten, die unfassbar sind, dann kriegt man schon Respekt. Das ist unfassbar schwer. Ja, oder Birtlon ist ordentlich, dass man halt auf die Verfolger schießt und so.

Das ist nicht ein Verfolger. Dirtland, die haben Gewehre und Schieße. Aber nicht ein Verfolger. Was ist das für ein Sport? Nein, das ist alles in seinem Kopf. Das ist sicher, wenn dir wer auf den Fersen ist, dann drehst du dich um. Du kennst dich noch nicht, Felix. Das ist alles therapierbar, aber er müsste halt die Therapie machen. Es gibt Medikamenten, aber ich nehme sie nicht. Er müsste halt. Frau Doktor, ich nehme sie nicht. Ich komme nicht mehr zurück. Sie finden mich nie. Der arme Gast. Also die Mama war Lehrerin und der Papa. Papa war Angestellter bei der Linz AG. Na schau. Früher hat man gesagt, in der Wärme. Gas, Wärme. Solche Sachen. So wie du zu mir sagst, in der Wärme. Das sage ich nie zu dir. Das ist eine Verleumte. Das ist echt. Willst du mich wirklich provozieren? Entschuldige, ich bin heute schon ein bisschen durch. First, kennst du David? Wahrscheinlich, ich glaube, das kommt dann nicht raus.

Tatsächlich, mein jetziger Boss ist dort bis vor einem Jahr bei der First. Am Groblech-Waltzwerg. Jetzt wollte ich dich gerade in Schutz nehmen und dem Thomas sagen, das ist so lächerlich, wie wenn du jemanden fragst, Du kennst jemanden, der beim Heirigen arbeitet. Du bist ja auch aus Wien. Und jetzt geht der wirklich natürlich. Aber die Föst ist halt schon mal, ich glaube, die, Anzahl, wie sagt man da, die Menge der Leute, die bei der Föst arbeiten, wenn man das jetzt in einer Relation stellt, so wie viele Leute gibt es in Linz, das ist schon recht wahrscheinlich, dass man so einen kennt.

Die haben eine eigene Feuerwehr. Ja, ja. Ja, die haben eine eigene Feuerwehr, die ist nur in der Föst. Und da brennt es wahrscheinlich dauernd. Ja, doch. Ich meine, da steht ein riesiger Hasser auf. Aber da brennt es ja auch absichtlich. Das muss man wahrscheinlich unterscheiden als Feuerwehrmann. Nicht, dass man das falsche Feuer löscht. Jetzt habe ich mal gehört, angeblich, wenn da irgendwer Ausfall ist in der Föst oder sowas, die haben jetzt einen Stromausfall oder die kommt zum Stillstand, kann man dieses Werk nie wieder hochfahren, weil das so hohe Energiekosten verursachen würde, dass das nicht dafür steht. Ich verbürge mich nicht dafür, dass diese Aussage stimmt, aber ich finde es sehr spannend. Das ist eine gute Geschichte. Das gilt wahrscheinlich für irgendeinen speziellen Ofen oder sowas, kann ich mir vorstellen. Bei MRT ist es glaube ich auch so. Wo? Bei MRT-Maschinen, diese Magnetresonanz, diese Röhren. Ich glaube, die darfst du auch nie ausschalten oder so. Irgend so was auch immer.

Gut, aber ich bin auch aufgewachsen mit dem Irrglauben, dass einmal das Licht einzuschalten, kostet so viel Strom, wie es den ganzen Tag brennen zu lassen. Habt ihr das mal gehört? Nein, und ich bin sehr froh und dankbar, dass ich es nie gehört habe. Und ich bin sehr traurig, dass ich es jetzt von dir gehört habe. Ich kenne das mit den Computer, hat es das früher geheißen, oder wie so Computer? Wie so jeder die ersten Heimcomputer gehabt hat, den muss trennen lassen den ganzen Tag, weil einmal hochfahren kostet mehr Strom, Okay, also hat sich das doch umgesprochen. Ich glaube, da musst du Oberösterreicher sein, dass du das gehört hast. Fest Computer.

Das sind alle so warm worden. Da haben wir es geheizt damals noch mit den Computern. Sind die Festplatten so heiß geworden, dass das Stahl schmelzen aus können. Das Linz-Dunawitz-Verfahren hat das geheißen.

Du bereust gerade, dass du da bist. Nein, ich finde das sehr amüsant. Wisst ihr, dass das Linz-Rolowitz-Verfahren ist? Was? Das Linz-Rolowitz-Verfahren. Das wisst ihr nicht. Ja, etwas dämmert schon, aber was genau, weiß ich nicht. Bitte ein Neuer, etwas, was den Föststahl zu etwas ganz Besonderem gemacht hat, zu einem besonders harten Stahl gemacht hat, nämlich das Einblasen von Sauerstoff. Ja, richtig. Jetzt haben wir sicher mal einen Sachunterricht genannt. Ja, absolut. Das hat man Links-Donau-Witz-Verfahren genannt. Da haben sie jahrelang das Patent drauf gehabt und ich glaube, dann wird es immer teurer. Irgendwann mal hat es sich nicht mehr ausgezahlt. Kleiner Sache, Unterricht. Ich erfülle hier den Bildungsauftrag, obwohl wir keinen Bildungsauftrag haben. Den Bildungsauftrag Oberösterreichs erfüllst du vor allem. Ja, frühlässig. Frühlässig. Geil. Immer schon. Und wie lange geht das jetzt noch so weiter? Wie lange tust du da jetzt noch? Hast du irgendwelche Pläne für später, dass du das einmal änderst? Wurscht uns so lange.

Wurscht uns so lange. Das ist ein Ding. Irgendwann gehe ich vielleicht schon mal in Pension, aber das dauert nicht. Ich fühle mich tatsächlich auf der Bühne sehr wohl. Ich mag das auch sehr gern, wo hinfahren. Ich mag dieses Best of Both Worlds, dass man einmal kleinere Venues spielt, einmal größere Venues. Ich arbeite ja auch sehr viel mit dem Publikum und mache immer so Improvisationen mit dem Publikum und pipapo.

Mir gibt die Bühne schon sehr viel. Gleichzeitig im Selbstverständnis eines Musikers will ich dann halt auch immer irgendwann wieder ein Album machen. Das kostet dann sehr viel Geld. Dann frage ich mich, warum mache ich das eigentlich? Dann muss ich gefahren, ne? Regelt? Ja, bei mir leider noch nicht. Schauen wir mal. Und...

Ja, so geht das halt dahin. Und dann stellt man sich schon immer die Frage, ist das, ist das, is it the thing? Und dann sagen ja die Leute auch immer zu dir, du bist Musiker, du kannst, du lebst deinen Traum und sowas. Und über die Frage mache ich mir sehr viel Gedanken, weil ich weiß tatsächlich Wie fühlt es sich an? Was sagt der Bauch? Das Ehrlichste war tatsächlich, ich kann mir im Moment nichts vorstellen, was ich lieber mache. Okay, aber das könnte noch, aber du suchst danach. Vielleicht gibt es was, was ich lieber mache. Hast du schon mal einen Mathematiklehrer ausprobiert? Nein, aber zum Beispiel... Du tätst so wie ein Mathematiklehrer ausschauen. Mit langen Haaren und links am Originalleib. Nämlich als... Und jetzt reden wir... Aber wie einer, wo man es wirklich versteht, glaube ich. Über den Satz von Thales. Über den Prehilbertraum. In einem Halbkreis ist jedes Dreieck errichtet über dem Durchmesser. Ein rechtwinkliges. Ja, siehst du? Du hast recht gehabt. Eulersche Gerade. Kann ich nicht mehr. Das ist aber ein sehr schöner Begriff. Seid wahrscheinlich die Mutti, während sie ihm das Flaschen gegeben hat. Ja. Zum Einschlafen, weißt du? Das Eulersche Gerade Lied vorgesungen. Gleichschenkiges habe ich gesagt. Gleichschenkiges.

Oh, Mutti. Schusch. Ja, gut. Nein, ich war immer schon sehr gut in Mathematik, solche Szenen. Ich war natürlich, Mathematik war nie schlechter, Es war immer ein bisschen Angstgegenstand. Wahrscheinlich haftet das diesem Fach einfach an. Selbst mit einer Mutter, die einem Nachhilfeunterricht geben kann. Ja, wobei meine Mutter war, das gibt es ja mittlerweile nicht mehr, meine Mutter war Hauptschullehrerin und dann später NMS halt. Das heißt, sie hat den Unterstufenstoff im kleinen Finger gehabt, aber wenn es dann so ans Integrieren gegangen ist oder sowas, war ich schon dann wieder ein bisschen alleine auf mich gestellt. Kann ich, glaube ich, auch nicht mehr Kurven integrieren. Braucht man es halt. Das sind zum Beispiel meine Kinder seit der ersten Klasse Volksschule. Ja, aber das braucht man selten, ist so ein komisches Argument, finde ich. Weil einen Dezimeter brauche ich in Wahrheit auch nie. Ich habe aber auch irgendwann einmal gelernt. Ja, aber einen Kubikdezimeter brauchst du jedes Mal, wenn eine Flasche eine Liter Flasche braucht. Aber brauche ich ja nicht. Das ist ja schon angepuckt. Ja, stimmt. Stimmt, ja. Also ich glaube tatsächlich, eines der Haupt... Das wird der totale Bildungspodcast. Wir sind all over the place. Naja, weil du da bist.

Die Gäste shapen es immer. Die Gäste shapen es immer. Ja, es ist jedes Mal ein anderer Podcast, je nachdem, wer da sitzt. Wir können auch über Brettspiele und Magic-Karten diskutieren. Spielst du gerne Schach? Ja, aber sehr schlecht. Ich auch. Können wir gerne mal spielen. Gerne. Wie ihr eröffnet? Das kommt darauf an. Das kommt sehr drauf an Also schwarz Meistens Karukan Ja.

Ja, da kannst du schon viel besser schaue ich. Wenn ich mit Weiß spiele, kommt es darauf an. Ich weiß nicht, wie der Name da ist, weil ich mir zuerst mit dem Springer und dann mit dem Bauern, der vor dem Springer ist, dann eins folgen und dann den Läufer. Das weiß ich nicht, wie das heißt, aber das spiele ich. Oder Jababa London. Nie gehört. Nie gehört. Ich spiele Vienna Game mit Weiß. Bitte? Vienna Game spiele ich mit Weiß. Ach schon. Und mit Schwarz spiele ich in Königsbauern 1.4, den Bauern vorm, im Königsflügel dann den Bauern 1.4 und den weißen Läufer fieren Ketto. Oder fieren Ketto, sagen die Amerikaner. Ah ja.

Schaust du YouTube auch? Selten. Wenn dann eigentlich in Gotham Jazz. Ja, ich auch. Der war neulich in Wien. Ja, ich war nicht dort. Und ich auch nicht, weil ich leider in München war zu der Zeit. Und ich fand es nicht geärgert. Excuse, warum warst du nicht dort? Ich habe nicht gewusst, dass er in Wien ist. Ah ja. Weil so regelmäßig schaue ich dann wahrscheinlich auch nicht rein. Ich glaube, er war im Globe, in St. Marks war er. Der hat ja dann auch, glaube ich, mit Leuten aus dem Publikum gespielt. Oder irgendwie so live, zumindest sie Gegner gesucht, online und dann gespielt und ein bisschen so erklärt. Ich hätte ihn wahnsinnig gerne kennengelernt. Ein lustiger Kerl. Ich spiele sehr, sehr schlecht. Sehr schlecht. Ja, aber so wie du sprichst, Robert, du hast sicher einen vierstelligen Elo und den weiß ich nicht, ob ich habe. Ich habe keinen vierstelligen Elo. Ich glaube schon. Es gibt Partien, die ich spiele, wo dann Jazz.com meint, dass es.

Vierstellig gewesen sein könnte oder ist, wie ich spiele, aber so, dass ich, dafür spiele ich viel zu oft, wenn ich zu viel Bier gesoffen habe. Weil dann spiele ich dann zehn Partien hintereinander und habe halt schon drei, vier Bier hindurch. Ich spiele vor allem dann so Bullet, da wirst du ja nur schlechter beim Bullet spielen, so eins, eins. Ja, ich auch. Ich spiele drei Minuten Partien, einfach nur, wenn es aufs Taxi warzt oder wenn es weißt, okay, die nächste Viertelstunde ist nichts, dann spielst du halt eine drei Minuten Partie und da wirst du nicht besser. Ja. Da wirst du nicht besser. Unterschreibe ich. Da muss man schon was können. Termine.

Schachttermine? Nein. Wann spielen wir, hast du einen Account auf heute? Lass ich dir mal in Ruhe, wir müssen was Wichtiges besprechen. Wir haben ein Jazz.com-Account. Der heißt witzigerweise König. Warte, das sage ich nicht, weil sonst heißt es ein Problem. Wir tauschen dann, nachher tauschen wir dann unsere Namen aus. Gut, dann spielen wir mal gegeneinander online. Was ist heute? Heute ist der 26.04.34. Der 34. Danke Jonas Bonas, unser Produzent. Es ist der 34. Der 34. April. Hast du Termine? Kann man das sehen irgendwo? Oder ansonsten steht es Ihnen schon los? Ich kann es kurz oder wenn ich auswähle, ich will mein Handy zücken. Hol dein Handy. Im April gibt es zwei prominentere Termine mit meiner Kapelle. Ja, eben. Ich bin ...

Ich bin am 17. April in der Kulisse der Band. Sehr schön. Ist schon ausverkauft oder kann man noch nicht mehr? Nein, da kriegt man noch warten. Und am 18. April bin ich im Anton-Bruckner-Center in Ansfelden.

Und die restlichen Termine bitte auf der Website finden, weil es sind zu viele, als dass ich es jetzt auswendig wüsste. Das ist ein Luxusproblem auf jeden Fall. Muss man aber so sagen, es ist ein bisschen PR.

Website-Name? Website blonderengel.net Schaut da rein. Aber man findet es natürlich auch in den sozialen Medien. Habe ich das Gefühl, es ist mittlerweile wichtiger als eine offizielle Website. Das ist richtig. Ich habe meine offizielle Website nur mehr dafür, dass ich es zu meinen sozialen Medien verlinke. Ich kann mich erinnern. Darf man auf das ansprechen? Ich habe vor, wie ich damals in Wien studiert habe, vor 15 Jahren, nicht länger her, war ich sehr begeistert, weil das war so in den Zeiten, wo ich meine erste offizielle Website selber gemacht habe. Mit einem Späßl, und da habe ich mir angeschaut von Freund und von Kollegen und halt von Benchmarks, wie schauen solche Webseiten aus, und da habe ich deine Webseite gegoogelt damals, habe sie gefunden und da war eine Karikatur deiner Nase drauf von der Seite. Ja, das ist ein Selbstporträt. Ist die noch immer so, die Webseite, oder ist sie mittlerweile anders? Ich habe mich nicht vorbereitet. Ein Foto, das der Ingo Pertramer von mir gemacht hat, vor Jahren. Das ist ja auch schon wieder 10 Jahre her oder was. Minimum zehn Jahre. Und eigentlich ein Kontaktformular und das war's. Man braucht dann nimmer mehr. Der Mini-Kontaktformular fertig. Und ein Link zur Social Media. Man findet mich auf Instagram, wo ich am aktivsten bin.

Und den Rest, den kann man sich rausseht, der googeln.

Ne? Wo nicht? Dann steht es in der Zeitung auch nochmal. Ja, weil es liest ja keiner mehr Zeitung. Kaum mehr. Ich schon. Ein Print? Ah, ich weiß schon, weil du halt Publizistik studiert hast. Ja, die Affinität. Total wichtig und sowas. Wenn ich ehrlich bin, lese ich eigentlich Print tatsächlich nur die Zeit und da eigentlich auch schon am liebsten das Magazin, weil da sind hinten die Rätsel drin und die habe ich recht gern. Wunderbar, jetzt haben wir für alle Werbung gemacht. Darf man das eigentlich nicht? Wir können alles machen. Es ist uns wurscht. Wir sind uns wurscht. Wir sind uns am Ghost schieben. Wir verdienen kein Geld mit dem Ding. Es ist uns wurscht. Wir sagen, was wir wollen. Und wenn es jemandem nicht passt, soll das etwas anderes machen. Nein, das nicht. Das Internet ist groß genug. Ein schöner Satz, den ich von einem Chef von mir gehört habe. Warst du je einen Chef gehabt? Ja, kurz. Kurz in sehr jungen Jahren. Der war auch nicht besonders klug, aber er hat einen einzigen klugen Satz gesagt und er war ähm, Ein Jedes seines Glückes schmiedt, darum ist es auf der Welt so laut. Ja, das ist ein sehr schöner Satz.

In diesem Sinne. Nein, vielleicht mit einem klugen Satz, wirklich klugen Satz beenden. Ja, da wisst ihr an. Weißt du? Von einem Linzer-Bagbad-Boeten, den ich gekannt habe. Der hat den Namen gehabt, Schmäh Hari. Und den hat einmal einer gefragt, wie gibt es denn das, dass du jeden Tag da im Backbad liegst? Und er hat gesagt, naja, ich fahr lieber mein Rally ins Backbord, wie mein Burschen tocken.