WEBVTT

00:00:00.140 --> 00:00:04.840
Speaker 0: Wenn man an Familie denkt, dann denkt man gleichzeitig auch an Team.

00:00:05.580 --> 00:00:07.300
Speaker 0: Als Familie musste auch ein Team sein.

00:00:07.360 --> 00:00:14.300
Speaker 0: Bei uns war die Familie immer auch ein Team, was Team orientiert zusammengelebt hat.

00:00:14.400 --> 00:00:21.740
Speaker 0: Und jetzt endlich gibt es damit sicher einige Werte, aber die Arbeit in einem Team.

00:00:22.840 --> 00:00:39.780
Speaker 0: Das ist das, was mich am meisten, glaube ich, nicht nur geprägt hat, sondern was ich auch immer wieder propagiere, dass es natürlich neben den individuellen Bedürfnissen den Egoismus ausleben dürfen, trotzdem das Team immer im Vordergrund steht.

00:00:39.860 --> 00:00:49.820
Speaker 0: und das gepaart mit der gewissen Bodenständigkeit, das ist eben das, was ich glaube, hauptsächlich auch von meiner Familie mitbekommen habe, von meinen Eltern, die leider nicht mehr leben beide.

00:00:50.300 --> 00:00:57.040
Speaker 0: Aber ich habe noch zwei Brüder, die uns eben in dieser Erziehung genau das gegeben haben.

00:00:58.460 --> 00:01:11.460
Speaker 0: dass man jeden Menschen auf Augenhöhe begegnen sollte, keinen Schublaten denken haben sollte, sondern lieber den Menschen zweit, dreimal kennenlernen, bevor man Urteile fällt.

00:01:12.880 --> 00:01:16.440
Speaker 0: So als Trainer, wie als Spieler bist du eigentlich immer nur Gast in einem Verein.

00:01:17.780 --> 00:01:19.740
Speaker 0: Und das für eine bestimmte Zeit.

00:01:19.820 --> 00:01:33.020
Speaker 0: Und in dieser Zeit möchte ich halt meinem Gastgeber ein guter Gast sein und möchte das erfüllen, was man vielleicht vertraglich festlegt und was die Anforderungen sind.

00:01:33.620 --> 00:01:55.660
Speaker 0: Aber es ist tatsächlich so, ich ziehe sehr, sehr viel Energie aus direkten Gesprächen mit den Fans, mit... dem Club sehr nahe stehen, weil du dort auch wirklich auch den Wiedergespiegel bekommst, was der Club eben ... Welcher Stadt auch immer bedeutet, welche Bedeutung er hat.

00:01:56.160 --> 00:02:06.320
Speaker 0: Und das gehört für mich eben dazu, diese Energie aufzuladen, mitzunehmen und das auch dann diese Verantwortung zu spüren, die man hat.

00:02:06.560 --> 00:02:14.120
Speaker 0: Aber sie kann auch verletzend sein, weil wenn du sehr offen bist und das bin ich nun mal auch, gibt es auch oftmals auch keine Grenze des Gegenübers.

00:02:20.720 --> 00:02:22.520
Speaker 1: Willkommen zum Leader Talk.

00:02:22.860 --> 00:02:31.260
Speaker 1: Hier ist Munir Zituni und ich unterhalte mich mit bekannten Persönlichkeiten aus dem Fußball über ihren Werdegang, ihre Lebensphilosophie und Ansichten.

00:02:31.840 --> 00:02:33.500
Speaker 1: Können wir etwas von diesen Menschen lernen?

00:02:34.160 --> 00:02:39.500
Speaker 1: Dieser Frage gehe ich in meinem Podcast nach und wünsche euch viel Spaß in meiner neuen Folge.

00:02:46.660 --> 00:02:56.960
Speaker 1: Ja, eine neue Ausgabe vom Leader Talk und mein Gast heute ist der aktuelle Trainer vom ersten FC Kaiserslautern Thorsten Lieberknecht.

00:02:57.600 --> 00:03:08.440
Speaker 1: Und ich freue mich auf ein spannendes Gespräch mit dir, Thorsten, über Spührung, Werte, Kommunikation und freue mich, dass du heute endlich nach vielem baggern dabei bist.

00:03:09.560 --> 00:03:13.700
Speaker 0: Ja, ich freue mich auch, dass es endlich geklappt hat und ja, freue mich jetzt auch auf das Gespräch.

00:03:16.820 --> 00:03:20.200
Speaker 1: Ja, Thorsten, zunächst mal eine kurze Vorstellung von dir.

00:03:20.300 --> 00:03:23.660
Speaker 1: Du bist Pselzer, du bist in Hassloch groß geworden.

00:03:23.720 --> 00:03:29.640
Speaker 1: Hassloch, das kennen wir sozusagen wegen des Holidayparks, aber auch wegen der Konsumforschung.

00:03:29.880 --> 00:03:44.400
Speaker 1: Du bist da groß geworden, hast beim FC, Null Acht, Hassloch angefangen Fußball zu spielen, bis dann später in der Jugend zum ersten Tag das Lautbund gewechselt, bis Deutsche A-Jugermeister geworden und hast dann auch deinen ersten Sporn in der ersten Mannschaft verdient.

00:03:45.020 --> 00:03:49.940
Speaker 1: Und dann im Laufe deiner Karriere noch weiter für Waldhof Mannheim, Mainz Nr.

00:03:50.380 --> 00:03:58.620
Speaker 1: V, Saarbrücken und Eintracht Braunschweig gespielt, wo du dann am Ende deiner Karriere direkt ins Traineramt gekommen bist für die U-IX.

00:03:59.440 --> 00:04:10.240
Speaker 1: Und im Jahr der Entlassung von Beno Müllmann, die erste Mannschaft übernommen hast, zehn Jahre in Braunschweig gearbeitet hast, zwei Aufstiege vollbracht hast in die erste Liga.

00:04:14.540 --> 00:04:49.300
Speaker 1: Das Ende in Braunschweig, aber der Anfang in Duisburg, wo du dann knappe zwei Jahre gearbeitet hast, Darmstadt folgte mit deinem Aufstieg in die Bundesliga zwischen dem Jahr zwischen dem Jahr zwischen dem Jahr zwischen dem Jahr zwischen dem Jahr zwischen dem Jahr zwischen dem Jahr zwischen dem Jahr zwischen dem Jahr zwischen dem Jahr zwischen dem Jahr zwischen dem Jahr zwischen dem Jahr zwischen dem Jahr zwischen dem Jahr zwischen dem Jahr zwischen dem Jahr zwischen dem Jahr zwischen dem Jahr zwischen dem Jahr zwischen dem Jahr zwischen dem Jahr zwischen dem Jahr zwischen dem Jahr zwischen dem Jahr zwischen dem Jahr zwischen dem Jahr zwischen dem Jahr zwischen dem Jahr zwischen dem Jahr zwischen dem Jahr zwischen dem Jahr zwischen dem Jahr zwischen dem Jahr zwischen dem Jahr zwischen dem Jahr zwischen dem Jahr zwischen dem Jahr zwischen dem Jahr zwischen dem Jahr zwischen dem Jahr zwischen dem Jahr zwischen dem Jahr zwischen dem Jahr zwischen dem Jahr zwischen dem Jahr zwischen dem Jahr zwischen dem Jahr zwischen dem Jahr zwischen dem Jahr zwischen dem Jahr

00:04:49.340 --> 00:04:51.820
Speaker 0: zwischen dem Jahr zwischen dem Jahr zwischen dem Jahr zwischen dem Jahr zwischen dem Jahr zwischen dem Jahr zwischen

00:04:51.860 --> 00:04:53.640
Speaker 1: dem Jahr zwischen dem Jahr zwischen dem Jahr zwischen die Vereine, die Art und Weise, wie

00:04:53.680 --> 00:04:54.120
Speaker 0: du dort gearbeitet hast.

00:04:54.160 --> 00:04:57.100
Speaker 0: und die erste Frage, die mir tatsächlich gekommen ist, Thorsten, lass uns mal vielleicht zu Beginn unseres Gesprächs über Heimat sprechen.

00:04:57.140 --> 00:04:57.700
Speaker 0: Was bedeutet Heimat für dich?

00:04:57.740 --> 00:05:13.020
Speaker 0: Das ist ein großes Thema, was tatsächlich was Heimat bedeutet, wenn man als Fußballreisender unterwegs ist mit zu Beginn, wenn man auch noch nicht verheiratet ist, erst mal als Single und dann irgendwann mit Familie.

00:05:13.160 --> 00:05:17.120
Speaker 0: Und das haben wir uns tatsächlich immer mal gefragt, was Heimat ist.

00:05:18.340 --> 00:05:21.140
Speaker 0: Die Wurzeln, die sind bei mir eben hier in der Pfalz.

00:05:22.460 --> 00:05:27.440
Speaker 0: Ganz drastisch ausgedrückt, wenn ich dann ab und an mal über das Thema mit meiner Frau spreche.

00:05:28.480 --> 00:05:42.800
Speaker 0: Wo ist denn tatsächlich unsere Heimat, wenn man Die Wurzel ist immer da, wo man geboren ist.

00:05:42.840 --> 00:05:44.920
Speaker 0: Das ist eben bei mir hier rein am Fals.

00:05:45.340 --> 00:05:50.440
Speaker 0: Bei meiner Frau ist es Mainz, aber ... Und das ist das, was ich jetzt meine, drastisch.

00:05:50.980 --> 00:05:51.780
Speaker 0: Okay, bin ich jetzt heute.

00:05:53.100 --> 00:05:58.040
Speaker 0: Ich möchte noch lange leben, aber wenn ich jetzt sterben würde, wo würde man uns beerdigen lassen?

00:05:58.480 --> 00:06:01.560
Speaker 0: Und da fällt uns nichts ein, weil wir da nicht zu Hause kennen.

00:06:02.380 --> 00:06:07.100
Speaker 0: Also von daher... Wir wissen jetzt gar nicht, wo die Heimat ist.

00:06:07.160 --> 00:06:16.400
Speaker 0: Wir fühlen uns aber immer der Heimat verbunden, indem wir gerade sind und wohnen und wollen eben diese Region dann für den Moment als unsere Heimat nehmen.

00:06:16.520 --> 00:06:22.800
Speaker 0: Aber die Wurzel, das was ein geprägt hat, das ist eine Region, bei mir ist es eben halt rein am Fals.

00:06:26.320 --> 00:06:30.380
Speaker 1: Welches Bild kommt dir denn in den Kopf, wenn du versuchst, drüber nachzudenken?

00:06:31.220 --> 00:06:36.620
Speaker 1: Die Wurzeln, meine Wurzeln, meine Heimat, gibt es da ein Bild, was dir in den Kopf kommt?

00:06:36.920 --> 00:06:44.640
Speaker 1: Welches Bild schießt dir in den Kopf, wenn du in deiner Heimat diese Wurzeln in Hassloch vielleicht denkst?

00:06:47.220 --> 00:06:48.500
Speaker 0: Welches Bild schießt mir in den Kopf?

00:06:48.860 --> 00:06:55.500
Speaker 0: Ja, das sind natürlich Kindheitsbilder, was hat man natürlich in... in Hassloch-Pfalz erlebt.

00:06:55.540 --> 00:07:13.580
Speaker 0: Du hast in Holendepark angesprochen, du hast die ÖFKA-Hauthaltszentrale Hassloch angesprochen, die das Durchschnittsdorf Deutschlands überhaupt, wobei der Hassloch ein Großmeter aufliegt, das ist das größte Dorf Deutschlands, ist mittlerweile glaube ich über twenty-fünftausend Einwohner.

00:07:14.880 --> 00:07:28.660
Speaker 0: Es sind Es ist das Bild der Schule, der Grundschule, der Schulentwicklung, das Bild der eigenen Familie mit Vater, Mutter, Brüder, Freunde, die diesen Bild eben halt auch prägen.

00:07:29.760 --> 00:07:50.100
Speaker 0: Der Fußball hat das auch schon geprägt, du hast meine Station angesprochen, wo ich angefangen habe, der SAFC Nullacht hast doch, der Vorwahrs F-A-Nurzel, Einswansch hast doch noch, dann gibt es so... Ja, viele Dinge, die ich da auch jetzt erst im Nachgang, als ich mal weg war, mit einem ganz anderen Augen gesehen habe.

00:07:50.180 --> 00:07:59.760
Speaker 0: Als ich wieder zurück bin, dann ab und an mal, als dann, das haben wir mit Weitreisender, wobei das weiteste, was ich war, bei eben halt Boundschweig.

00:08:01.420 --> 00:08:06.820
Speaker 0: Hast du als die Pfalz mit einem ganz anderen Auge gesehen, wie du das damals wieder als Kind gesehen hattest?

00:08:06.860 --> 00:08:22.680
Speaker 0: Jetzt hast du die Weinregion, die Schönheit, die ist dir jetzt, in dem Moment ist irgendwann komplett erblüht, aber es ist halt, es ist glaube ich, viel Familie, Schule.

00:08:24.400 --> 00:08:28.240
Speaker 0: Radweg zum Fußballplatz, Radweg in die Schule.

00:08:28.280 --> 00:08:33.100
Speaker 0: Das sind alte Sachen, die wenn du mich jetzt zur spontan fragst, die jetzt so bei mir hochkommen.

00:08:36.740 --> 00:08:38.659
Speaker 1: Und was glaubst du denn Thorsten?

00:08:38.860 --> 00:08:46.500
Speaker 1: Welche Eigenschaft hast du denn so in Hassloch in dieser Zeit eben als Kind, als Jugendlicher auch in der Familie, deinen Eltern, Geschwistern?

00:08:46.680 --> 00:08:57.260
Speaker 1: Welche Eigenschaft hast du denn dort mitgenommen, mitgebracht, die dir dann auch jetzt später in für die Arbeit als Bundesliga-Trainer, als Fußballtrainer hilft.

00:08:58.320 --> 00:09:06.200
Speaker 1: Gibt es da etwas, wo du sagst, ja, ja, das ist etwas, das habe ich früh gelernt und das hilft mir auch heute im Umgang

00:09:06.300 --> 00:09:06.440
Speaker 0: mit

00:09:06.900 --> 00:09:11.160
Speaker 1: meinen Spielern, im Umgang mit so einem Umfeld, wie es eben der Fall ist bei einem Bundesligaverein.

00:09:12.740 --> 00:09:17.420
Speaker 0: Wenn man an Familie denkt, dann denkt man gleichzeitig auch an Team.

00:09:18.160 --> 00:09:19.860
Speaker 0: Als Familie musste auch ein Team sein.

00:09:19.920 --> 00:09:26.880
Speaker 0: Bei uns war die Familie immer immer auch ein Team, was Team orientiert zusammengelebt hat.

00:09:26.980 --> 00:09:34.300
Speaker 0: Und jetzt endlich gibt es damit sicher einige Werte, aber die Arbeit in einem Team.

00:09:35.420 --> 00:09:52.360
Speaker 0: Das ist das, was mich am meisten glaube ich nicht nur geprägt hat, sondern was ich auch immer wieder propagiere, dass es natürlich neben den individuellen Bedürfnissen... den Egoismus ausleben zu dürfen, trotzdem das Team immer im Vordergrund steht.

00:09:52.440 --> 00:10:10.020
Speaker 0: und das gepaart mit einer gewissen Bodenständigkeit, das ist eben das, was ich glaube hauptsächlich auch von meiner Familie mitbekommen habe, von meinen Eltern, die leider nicht mehr leben beide, aber die uns, ich habe noch zwei Brüder, die uns eben in diese Erziehung genau das gegeben haben, das war.

00:10:11.020 --> 00:10:24.040
Speaker 0: dass wenn jeden Menschen auf Augenhöhe begegnen sollte, keinen Schubladen denken haben sollte, sondern lieber den Menschen zwei, drei Mal kennenlernen, bevor man Urteile fällt.

00:10:25.420 --> 00:10:32.680
Speaker 0: Und wenn man dann merkt, okay, das ist, da merkt man eine Gemeinschaft da drin, dann bist du wieder beim Team.

00:10:32.820 --> 00:10:39.380
Speaker 0: Also das ist das, was die Frau schon meint und mitgenommen habe unter anderem auch.

00:10:41.660 --> 00:10:43.300
Speaker 1: Wie verstehst du denn Bodenständigkeit?

00:10:43.340 --> 00:10:50.900
Speaker 1: Das ist ja ein Wort, das wird immer mal wieder auch benutzt, gehört, man hat ganz unterschiedliche Interpretationen.

00:10:51.000 --> 00:11:07.780
Speaker 1: So wie du es gerade auch beschrieben hast, ist es ja im Grunde so der Kontakt auf Augenhöhe letztlich, dass man sich nicht zu wichtig nimmt, sondern dass man ja mit beiden Beinen auf dem Boden steht und dem anderen sozusagen auf Augenhöhe begegnet und irgendwie auch die Chance gibt.

00:11:08.440 --> 00:11:09.960
Speaker 1: sich mit dir auf Augehör zu unterhalten.

00:11:10.260 --> 00:11:11.280
Speaker 1: Versteh ich das so richtig?

00:11:13.640 --> 00:11:14.480
Speaker 0: Ja, mit Sicherheit.

00:11:17.080 --> 00:11:28.960
Speaker 0: Ich finde, dass wir ein wahnsinniges Privileg haben, eben eine Arbeit nachzugehen, einen Job nachzugehen, den man sich hart erkämpft hat, auch als Fußballer.

00:11:29.060 --> 00:11:52.860
Speaker 0: Wir hatten viele Entbehrungen, aber dann, wenn man in den Profifußball ankommt, Neben dem monatlichen Verdienst, was sich auch in all den Jahren gesteigert hat, ist es eben auch so, dass es eben ein Privileg ist in diesem Bereich mit vielen jungen Spielern, mit tollen Mitarbeitern zusammenarbeiten zu dürfen.

00:11:52.900 --> 00:12:11.460
Speaker 0: Ich empfinde es als großes Privileg und ich finde die Bohnständigkeit fängt aber auch damit an, dass man das einstuft, auch weiß, dass das mit Sicherheit auch kein einfacher Job ist, den man tätigt.

00:12:12.260 --> 00:12:36.660
Speaker 0: Und trotzdem gibt es aus meiner Sicht noch sehr, sehr viele, viel wichtigere Menschen in einem direkten Umfeld, ich denke nur an die... Ja, Mitarbeiter, wenn ich jetzt gerade, wir waren vor kurz vor Weihnachten auf der Geburtsstation hier in Kaiserslautern und da fängt bei mir Bohnständigkeit an zu wissen, dass es eben halt auch viel wichtiger Menschen gibt, wenn ich weiß.

00:12:37.920 --> 00:12:56.920
Speaker 0: Es gibt Helferinnen und Helfer in einem Krankenhaus, die gucken, dass ein frühgeborenes Baby am Leben halt liegt und da Da ist es eben so, dass da die Bodenständigkeit total wächst.

00:12:57.160 --> 00:13:18.020
Speaker 0: Und das finde ich total wichtig, wenn man sich da nicht so wichtig nimmt, sondern auch... den über den Tellerrand des Fußballs hinaus schaut und eben halt auch weiß es gibt noch viel viel wichtiges auf der Welt und das ist für mich Bodenständigkeit und halt auch wenn ich jetzt ein im Fußball bin wenn ich im Stadion bin.

00:13:18.400 --> 00:13:29.760
Speaker 0: wir haben unterschiedliche Gesellschaftsschichten in einem Stadion die eben halt alle zu bedienen, zu berücksichtigen und wichtig zu nehmen.

00:13:30.180 --> 00:13:42.700
Speaker 0: Das ist der Benger, der Rechtsanwalt, der Topmanager, wie vielleicht derjenige, der sich irgendwie abstottert, hier eine Karte zu ergattern, damit er seinen Heimatverein eben sieht.

00:13:42.760 --> 00:13:53.160
Speaker 0: Und das kann man ausstrahlen, indem man auf Augenhöhe begegnet und offen dafür ist, eben diese Dinge auch zu sehen.

00:13:55.200 --> 00:14:07.300
Speaker 1: Das ist total spannend, Thorsten, weil du bist ja auf der einen Seite jemand, der sich total den Dingen verschreibt, also mit Haut und Haaren, auch in den Clubs, wo du gearbeitet hast, machst du ja sozusagen die Clubs, die Stadt zu deiner Heimat in diesem Moment.

00:14:07.640 --> 00:14:10.300
Speaker 1: Also du verschreibst dich mit allem, was dich ausmacht.

00:14:11.200 --> 00:14:18.200
Speaker 1: Diese Arbeit diesen Menschen diesem Verein und gleichzeitig höre ich so ja nicht wichtig nehmen.

00:14:18.260 --> 00:14:19.240
Speaker 1: also da gibt es noch viel mehr.

00:14:19.540 --> 00:14:20.600
Speaker 1: das ist ja ein riesen Spagat.

00:14:20.660 --> 00:14:33.540
Speaker 1: also zum ein deutlich machen den Spielern den Fans im Mitarbeitenden ihr seid das wichtigste was mir heute morgen und übermorgen quasi passiert und gleichzeitig so eine Haltung zu haben es gibt auch wichtig ist ja ein riesen Spagat.

00:14:36.680 --> 00:14:41.320
Speaker 0: Ich empfinde gar nicht so sehr, dass es ein riesen Spagat ist, sondern es ist einfach Offenheit.

00:14:41.420 --> 00:14:46.180
Speaker 0: Offenheit, nicht nur in seiner Place unterwegs zu sein.

00:14:46.280 --> 00:14:53.400
Speaker 0: Und es ist interessant, auch wenn du in der Kabine bist und erhältst dich eben halt auch mit unterschiedlichen Kulturen.

00:14:53.460 --> 00:14:56.260
Speaker 0: Du hast ja jetzt Mannschaften, die sehr international auch sind.

00:14:57.160 --> 00:14:58.780
Speaker 0: und erhältst schon die unterschiedlichen Kulturen.

00:14:59.140 --> 00:15:14.200
Speaker 0: Selbst da ist nicht immer nur der Fußball das Thema, sondern gibt es eben auch gesellschaftliche Dinge, die großen Anteil haben in einer Kabine, wenn darüber gesprochen wird.

00:15:14.280 --> 00:15:22.240
Speaker 0: Aber ich glaube, es ist nicht nur in einer Blase zu bewegen, sondern auch offen zu sein.

00:15:24.800 --> 00:15:31.120
Speaker 0: Was wir eigentlich das Ganze auch ausmachen, deswegen der Spagat auch für mich dann nicht so groß erscheint.

00:15:34.720 --> 00:15:42.500
Speaker 0: Jeder von uns hat auch seine Probleme, die man vielleicht weltweit überall findet.

00:15:44.080 --> 00:15:50.000
Speaker 0: Es ist nie so, dass jeder zu Hause immer alles richtig macht und fehlerfrei ist.

00:15:51.160 --> 00:15:56.900
Speaker 0: Es gibt dann Themen, wo du die Bodenständigkeit immer sofort auch spürst.

00:15:57.940 --> 00:16:07.200
Speaker 0: Und wenn du nach Hause kommst zu deiner Familie, da spielt der Fußball auch eine große Rolle im Haus, lieber nicht.

00:16:07.720 --> 00:16:14.480
Speaker 0: Aber es gibt halt noch andere Themen, die dann auch von der Familie eingefordert werden.

00:16:14.640 --> 00:16:15.420
Speaker 0: Ja klar.

00:16:16.040 --> 00:16:18.420
Speaker 0: Das wird auch sein Ohr öffnen.

00:16:18.460 --> 00:16:18.780
Speaker 0: Natürlich.

00:16:19.640 --> 00:16:20.500
Speaker 1: Natürlich, klar.

00:16:21.040 --> 00:16:30.820
Speaker 1: Und trotzdem mich noch mal jetzt kurz zurück zu diesem Verschreiben, was ich ja so, also sich verschreiben, den Verein, den Fans der Mannschaft.

00:16:32.860 --> 00:16:40.720
Speaker 1: Es wirkt so auf mich, wenn ich dich so erlebe und erlebt habe, so dass diese Identifikation so auch dein Motor ist ein Stück weiter.

00:16:40.760 --> 00:16:49.180
Speaker 1: Also trifft es zu, ist das dieses sich verschreiben, die Infektion, gibt dir Kraft, obwohl du ganz viel auch nach außen gibst?

00:16:50.520 --> 00:17:08.200
Speaker 0: Ja, es ist auch eine Nähe, die man zulässt, die dann auch schnell verletzend sein kann, wenn man, muss ich aber auch lernen, wenn man da eben auch eine Grenze ziehen muss zwischen Professionalität und Identifikation.

00:17:09.060 --> 00:17:19.300
Speaker 0: Letztendlich hat man das geprägt bei einem Interview bei Darmstadt-Achtneunzig, einfach so als Trainer, wie als Spieler, bis zu eigentlich immer nur Gast in einem Verein.

00:17:20.640 --> 00:17:22.599
Speaker 0: Und das für eine bestimmte Zeit.

00:17:22.680 --> 00:17:35.880
Speaker 0: Und in dieser Zeit möchte ich halt meinem Gastgeber ein guter Gast sein und möchte das erfüllen, was man vielleicht vertraglich festlegt und was die Anforderungen sind.

00:17:36.460 --> 00:17:58.500
Speaker 0: Aber es ist tatsächlich so, ich ziehe sehr, sehr viel Energie aus direkten Gesprächen mit den Fans, mit dem Club sehr nahe stehen, weil du dort auch wirklich auch den Wiedergespiegel bekommst, was der Club eben ... in welcher Stadt auch immer bedeutet, welche Bedeutung er hat.

00:17:59.680 --> 00:18:09.180
Speaker 0: Und das gehört für mich eben dazu, diese Energie aufzuladen, mitzunehmen und das auch dann diese Verantwortung zu spüren, die man hat.

00:18:09.400 --> 00:18:16.980
Speaker 0: Aber sie kann auch verletzend sein, weil wenn du sehr offen bist und das bin ich nun mal auch, gibt es auch oftmals auch keine Grenze des Gegenübers.

00:18:17.620 --> 00:19:00.500
Speaker 0: und das muss ich auch lernen und zu sagen, okay, jetzt gibt es aber irgendwo diese Professionalität, aber... in denifikationsstiftend, dass die Leute merken, da ist keiner, der eine Rolle spielt, sondern das ist eine Authentizität, das ist mir schon wichtig, dass die Leute merken, er ist da, er ist unser Trainer, ist ja oft so, unser Trainer kommt, egal wo du hingehst, in Braunschirurg war ich unser Trainer, in Kaisland kommt unser Trainer und in Duisburg haben sie vielleicht ein bisschen mehr Fruchtdeutsch und in Braunschirurg auch gepackt, aber Und wenn du merkst, du bist manchmal das wichtigste Sprachrohr der Stadt, so hat man das Gefühl.

00:19:01.000 --> 00:19:08.700
Speaker 0: Dann ist es, glaube ich, auch gehört es dazu, dass man sich diesem Thema komplett verschreibt, in den Problemen auch verschreibt.

00:19:10.080 --> 00:19:11.240
Speaker 0: Und was bekommst du da?

00:19:17.000 --> 00:19:18.020
Speaker 1: Ja, auf diesen Verhalten.

00:19:18.900 --> 00:19:20.360
Speaker 1: Ja, also, wo kommst du was?

00:19:20.480 --> 00:19:22.200
Speaker 1: Also, du gibst ja ganz viel rein.

00:19:22.320 --> 00:19:26.480
Speaker 1: Also, ich denke mal, so wie du wirkst, vierzehnzehn Stunden alles, wie wir es eben beschrieben haben.

00:19:26.520 --> 00:19:28.180
Speaker 1: Aber was bekommst du denn dafür?

00:19:29.500 --> 00:19:32.900
Speaker 0: Ja, manchmal vielleicht nicht das, was man sich erwünscht.

00:19:34.100 --> 00:19:36.600
Speaker 0: Aber man bekommt oft mal Ehrlichkeit.

00:19:36.680 --> 00:19:43.500
Speaker 0: Man bekommt eben auch mal einen Spiegel, wie jemand andere.

00:19:43.980 --> 00:19:46.860
Speaker 0: den Fußball sieht, wie jemand andere den Menschen sieht.

00:19:48.620 --> 00:19:52.340
Speaker 0: Und das finde ich sehr oft, wenn es wertschätzend ist.

00:19:52.420 --> 00:19:55.780
Speaker 0: Es ist total wichtig, dass es immer wertschätzend auf beiden Seiten bleibt.

00:19:56.860 --> 00:19:58.680
Speaker 0: Sind es gute, sehr gute Erkenntnisse.

00:19:59.100 --> 00:20:09.080
Speaker 0: Und ich finde, es gibt in einem Club... gibt es so viele Leute, die auch den Club schon seit jahrelang als Trainingsgast begleiten.

00:20:09.120 --> 00:20:11.760
Speaker 0: Die haben schon alles gesehen, haben ein gutes Gespür und Gefühl.

00:20:12.100 --> 00:20:21.940
Speaker 0: Und auch da gibt es manchmal Informationen, wo man überrascht ist, mit welchem Auge vielleicht jemand ist, der stille Beobachter eines Trainings ist.

00:20:22.020 --> 00:20:25.040
Speaker 0: Und auch da kriegt man auch mal eine gute Erkenntnis.

00:20:25.420 --> 00:20:40.440
Speaker 0: Aber manchmal ist es wie gesagt auch so, ich habe von der Nähe gesprochen, wenn man diese professioneller Distanz, dann ab und an mal nicht aufrechterhält, dann kann es auch mal verletzend sein und damit musste ich umgehen.

00:20:41.220 --> 00:20:47.460
Speaker 0: Ich möchte mir das aber trotzdem nicht nehmen lassen, weil wie gesagt, es ist ein Antriebsmotor für mich.

00:20:47.980 --> 00:21:05.680
Speaker 0: eine Region, eine Stadt, ein Club eben mitzufühlen, mitzuerleben, sowie eben die Region, wie der Stadt, der Club eben halt auch tickt, um da ein Teil des Ganzen zu sein als Gast für eine bestimmte Zeit.

00:21:06.800 --> 00:21:19.140
Speaker 1: Ja, und auch diese Einladung echt zu sein, also an die anderen diese Einladung, dass sie merken, ey, das ist einer von uns, mit dem können wir normal reden, mit dem rede ich jetzt auch irgendwie gefühlt, als wenn es ein guter Nachbar wäre.

00:21:19.200 --> 00:21:32.200
Speaker 1: Also diese Einladung fürs echt sein, die wird dann wahrscheinlich auch öfters wahrgenommen und ich glaube, das ist auch dir wichtig, dass du auch das Gefühl hast, so Mensch, da ist jetzt jemand auch, da ist auch auf der anderen Seite niemand, der eine Rolle spielt.

00:21:33.420 --> 00:21:43.860
Speaker 0: Ja, ist mir aber trotzdem auch wichtig, öfters mal in heiglenden Diskussionen auch zu betonen, dass man auch meine Meinung vielleicht auch wahrnimmt.

00:21:44.700 --> 00:21:52.940
Speaker 0: Und wenn nicht auseinandergehen, dann, dass derjenige dann das fühlt, der hat eine arrogante Art.

00:21:53.020 --> 00:21:58.220
Speaker 0: Weil ich muss es nicht, ich muss nicht stehen bleiben und muss Diskussion führen.

00:21:59.080 --> 00:22:02.760
Speaker 0: Aber ich mache es gern, wie gesagt, weil es für mich eben dazugehört.

00:22:02.820 --> 00:22:08.180
Speaker 0: Ich bin auch so sozialisiert worden, gerade hier beim ESFC Kaiserslautern als Jugendspieler.

00:22:09.920 --> 00:22:35.840
Speaker 0: Du bist eben ein Teil und kein unerheblich wichtiger Teil in dieser Stadt für ein Lebenselexier, für was, wo die Leute eben am Wochenende nicht nur hier aus Kaisern, sondern aus vielen Regionen, aus ganz Deutschland, aus Europa hinreisen, bist du eben halt auch ein Teil dieser Geschichte.

00:22:35.920 --> 00:22:43.880
Speaker 0: Und so bin ich auch sozialisiert worden, dass man das auch da sehr wahrnimmt, dass man den Fan wahrnimmt, dass man seine Gefühle wahrnimmt.

00:22:43.980 --> 00:22:51.160
Speaker 0: Und ich bin letztendlich auch, wie gesagt, so sportlich erzogen worden und sozialisiert worden.

00:22:51.360 --> 00:22:54.240
Speaker 0: Umgang mit der Öffentlichkeit.

00:22:55.460 --> 00:23:01.120
Speaker 1: Das kann ich auch nur bestätigen, Torsten, wenn man dich sie trifft, begegnet außerhalb der Stadien.

00:23:02.800 --> 00:23:06.040
Speaker 1: Ja, kann man das nur bestätigen, was du gerade gesagt hast.

00:23:06.080 --> 00:23:13.340
Speaker 1: Du hast in einem Interview mit dem SWR den Satz gesagt, ich bin voller Liebe für den ersten FC Kaiserslautern.

00:23:14.740 --> 00:23:16.460
Speaker 1: Wie anstrengend ist denn die Liebe?

00:23:19.180 --> 00:23:41.160
Speaker 0: Ja, das hängt natürlich mit meiner Vergangenheit, mit meiner Geschichte zusammen, mit Ich mag das zwar nicht immer sagen, aber weil ich das manchmal auch gar nicht mehr hören kann, deswegen ist es mir auch immer ganz wichtig zu sagen, okay, ich habe mir genügend Zeit gehabt, mit Abstand zum FCK zu gucken, weil ich halt lange woanders war.

00:23:41.360 --> 00:23:53.220
Speaker 0: Aber ich bin hier quasi in den Berufsbereich reingekommen und es war schon immer unser Heimat- und Herzensverein bei der Familie Lieberg nicht als Felser.

00:23:53.640 --> 00:23:58.400
Speaker 0: gab es nichts anderes und wurde auch nichts anderes zugelassen.

00:24:00.820 --> 00:24:11.520
Speaker 0: Deswegen entsteht so was, wenn man leidenschaftlich ist, wenn man emotional ist.

00:24:12.180 --> 00:24:36.060
Speaker 0: baut man halt auch in dem Fall Wurzeln auf, die man geschlagen hat, die man irgendwo dann woanders da mitnimmt in seinem Job, aber die Wurzeln ziehen einfach immer wieder zurück und deswegen ist der FCK halt, ich habe manchmal, ich schuhe mir schwer das sogar auszusprechen, weil ich manchmal denke, die Leute können es nicht mehr hören, aber es ist halt was Besonderes als Felser.

00:24:37.140 --> 00:24:38.660
Speaker 0: Für mich ist es total besonders.

00:24:44.680 --> 00:24:58.060
Speaker 0: Wenn man von der Wucht eines Clubs spricht und du siehst dann, warum es diese Wucht gab, wenn man spricht über die die Waldeelf natürlich als Entstehung des erstes FCK von Deutschland, von Fußball Deutschland.

00:24:58.460 --> 00:25:07.680
Speaker 0: Aber es geht dann hinweg zu den massiven Spielennamen, die hier waren, Trainernamen, die hier auf dem Betzenberg waren und und und.

00:25:08.080 --> 00:25:15.520
Speaker 0: Und da jetzt ein Teil davon zu sein, das ist wirklich, das ist ein sehr, sehr hohes Privileg.

00:25:15.900 --> 00:25:34.580
Speaker 0: Wohlwissend auch nochmal, dass ich hier einen Job mache und den möchte ich sehr gut machen und das ist schon lange der Wunsch war halt auch von vielen, dass ich immer mal hier Trainer, mal Trainer bin und da ist eben, da steckt viel, da steckt viel Tiefe drin, ich sag's mal so, ja.

00:25:36.120 --> 00:25:47.180
Speaker 1: Also ich stelle mir das super spannend vor, also diese Leidenschaft für den Verein, jetzt bist du der Trainer und Ihr habt alle Möglichkeiten noch.

00:25:47.240 --> 00:25:49.080
Speaker 1: Ihr habt ein wahnsinniges Zuschaueraufkommen.

00:25:49.220 --> 00:25:53.280
Speaker 1: Aber trotzdem, das ist ja eine ganz schöne Verantwortung.

00:25:53.480 --> 00:25:54.740
Speaker 1: Und es ist auch anstrengend.

00:25:54.900 --> 00:25:56.940
Speaker 1: Wie macht das denn der Torsten-Lieber-Knechtru?

00:25:57.080 --> 00:26:00.360
Speaker 1: Wo hast du deine Pausen, deine Reset-Tasten?

00:26:00.840 --> 00:26:01.700
Speaker 1: Gibt es die überhaupt?

00:26:03.380 --> 00:26:04.180
Speaker 0: Ja, die gibt es.

00:26:04.300 --> 00:26:08.000
Speaker 0: Die nehme ich mir auch, muss ich mir auch nehmen.

00:26:10.000 --> 00:26:13.700
Speaker 0: Und natürlich ist da die Familie immer ein Runder.

00:26:14.640 --> 00:26:20.160
Speaker 0: und den Anger, die Musik in einem Auto mal, mal, mal wirklich nur Musik hören.

00:26:20.560 --> 00:26:32.700
Speaker 0: Das sind die Momente, wo ich halt, wenn ich mal jetzt von Darmstadt nach Kaiserslautern oder wieder zurückfahre, wo dann meine Auszeiten auch sind, auch Auszeiten bzw.

00:26:34.180 --> 00:26:49.080
Speaker 0: natürlich das wissende Umgang mit, mit Presse, mit mit den sozialen Netzwerken, dass man da einen Umgang pflegt, auch wo man auch da seine Pause sich nimmt.

00:26:50.160 --> 00:26:54.640
Speaker 0: Und da bin ich halt jemand der, was das dann geht, eben sehr rar unterwegs ist.

00:26:54.900 --> 00:26:57.060
Speaker 0: Ich möchte immer auch Neutralität bewahren.

00:26:58.320 --> 00:27:02.480
Speaker 0: Und das kann ich nur, wenn ich mich von diesen Äußeren einflüssen.

00:27:03.400 --> 00:27:05.260
Speaker 0: Obwohl, da geht es auch um Wertschätzung.

00:27:06.160 --> 00:27:11.300
Speaker 0: Jeder Journalist hat bei mir die Wertschätzung verdient, aber ich muss nicht jeden Artikel eben halt auch lesen, jede Meinung lesen.

00:27:11.960 --> 00:27:20.760
Speaker 0: Und genau so ist es auch in den sozialen Netzwerken, die natürlich mittlerweile immer auch in einem großen Rollen spielen.

00:27:21.200 --> 00:27:23.720
Speaker 0: Auch da ist es so, um Neutralität zu bewahren.

00:27:24.140 --> 00:27:34.420
Speaker 0: Habe ich nämlich mir auch gerade ganz bewusst dort eine Stunde Pause, sondern bin eigentlich da immer nur in Sachen Musik unterwegs.

00:27:36.940 --> 00:27:39.020
Speaker 1: Darf ich kurz fragen, was du für Musik hörst, Thorsten?

00:27:41.340 --> 00:27:47.340
Speaker 0: Momentan bin ich viel im Plus gerade angekommen und höre viel Plusrock.

00:27:49.260 --> 00:27:59.900
Speaker 0: Ich habe meine Genre, sie sind relativ weit verbreitet, aber Plusrock, Rockmusik allgemein, das ist so was ich höre.

00:28:00.600 --> 00:28:04.740
Speaker 0: Ja, dann gibt es eben auch Ann-Benn-Morrisen und auch Ministerie Breitgefächer.

00:28:04.840 --> 00:28:10.460
Speaker 0: Momentan abspasst bei mir, hohen Runder läuft tägliches für mich.

00:28:11.560 --> 00:28:17.420
Speaker 0: Also einer, wo ich glaube, das ist auch auf Jahre hinweg jemand, der wieder auch so prägend sein kann.

00:28:17.460 --> 00:28:18.440
Speaker 0: Der heißt Sam Fender.

00:28:19.400 --> 00:28:28.820
Speaker 0: Das ist ein Schotte, der unglaubliche Kunst abliegt mit seinem Film.

00:28:29.620 --> 00:28:34.240
Speaker 1: Sam Fender wird gleich mal abgespeichert bei Spotify.

00:28:34.920 --> 00:28:39.520
Speaker 1: Jetzt hast du gerade selbst gesagt, diese Emotionalität, die du einfach mitbringst, für die du stehst,

00:28:41.620 --> 00:28:41.720
Speaker 0: wie

00:28:41.920 --> 00:28:49.760
Speaker 1: müssen wir uns den Umgang mit deinen Spielern, also wie sehr hilft dir diese Emotionalität auch mit den Spielern im Umgang, im Kontakt?

00:28:49.980 --> 00:29:07.620
Speaker 1: Da gab es sicherlich auch Veränderungen im Laufe der Zeit, aber dieses emotionale, was du hast, dieses echte, Stelle ich mir durchaus hilfreich für den Umgang auch mit den Spielern, wie nimmst du es war, die deine Emotionalität im geschützten Ort der Kabine?

00:29:09.580 --> 00:29:12.360
Speaker 0: Dass dort trotzdem über allem die Fachlichkeit steht.

00:29:13.020 --> 00:29:19.820
Speaker 0: Fachlichkeit von dem, was man als Fußballlehrer vermitteln möchte.

00:29:21.100 --> 00:29:22.900
Speaker 0: Und da gehören eben Werkzeuge dazu.

00:29:23.500 --> 00:29:28.660
Speaker 0: Und das Werkzeug ist eben... die Kiste, was zur Fachlichkeit zugehört.

00:29:29.460 --> 00:29:51.080
Speaker 0: Du hast deinen taktischen Part, du hast deinen Part der Führung, du hast deinen Part der Emotionalität und das zusammen gemischt, das ist für mich wichtig, dass die Spieler wissen, da ist jemand da, der eine Emotionalität hat, der auch situativ ist.

00:29:53.600 --> 00:30:21.840
Speaker 0: auch mal daneben liegt, vielleicht in der Emotionalität, aber meistens situativ, wenn er aus seinem Bauchgefühl hört, oft eben halt auch die richtigen Entscheidungen auch trifft, aber über allem steht nochmal die Fachlichkeit, dass man genau in diesen Punkten oder an diesen Punkten immer wieder auch bereit ist zu arbeiten, sich auch zu verändern, auf Veränderung eingeht.

00:30:22.340 --> 00:30:43.580
Speaker 0: Manche, manche Führung, die jetzt, die man im Braunschirm hat, die passt aber vielleicht jetzt nicht nach Kreiseslautern, weil vielleicht auch eine andere Beartungshaltung an den Trainer gesteckt werden, die vielleicht nur über das Emotional hinausgeht.

00:30:43.660 --> 00:30:47.180
Speaker 0: Und deswegen muss man alle, alle Dinge, wie ich finde, bedienen.

00:30:47.280 --> 00:30:56.620
Speaker 0: Und ich glaube, dass mir das Meistens gut gelingt, aber wenn man es nicht gelingt, ist es auch wichtig, auch mal den Fehler zuzugeben.

00:30:56.720 --> 00:31:10.880
Speaker 0: Und dann merkt jemand, okay, da ist jemand da, der authentisch bleibt, der da nicht eine Rolle verfällt, um einen Fehler, den man vielleicht mal gemacht hat, den man im Nachgang ja immer besser weiß, sonst hätte man nicht gemacht.

00:31:12.320 --> 00:31:18.620
Speaker 0: dass er da eben halt auch zu seinem Moment, zu seinem Fehlermoment steht und auch eine Fehlerkultur zulässt.

00:31:18.700 --> 00:31:25.800
Speaker 0: Und das ist was, was dann auch mal emotional... rübergebracht werden kann.

00:31:26.640 --> 00:31:31.300
Speaker 1: Torsten, diese Fehlerkultur, die du angesprochen hast, wie stellt man das sicher?

00:31:31.380 --> 00:31:32.620
Speaker 1: Das klingt so leicht.

00:31:33.640 --> 00:31:39.100
Speaker 1: Der Trainer, der dann oft sagt, meine Tür ist immer auf für die Spieler, aber wie geht das für dich?

00:31:39.180 --> 00:31:40.660
Speaker 1: Wie funktioniert das für dich am besten?

00:31:41.000 --> 00:31:43.660
Speaker 1: Das ist ein wichtiger Punkt, glaube ich, in der Teamführung.

00:31:46.700 --> 00:31:49.000
Speaker 0: Noch mal, indem man auch selbst bereit ist.

00:31:51.480 --> 00:32:03.120
Speaker 0: Fehler anzuerkennen, wenn man selbst, erst mal mit sich selbst auch in die Erwartungshaltung geht, dass man ruhig Fehler machen darf.

00:32:04.440 --> 00:32:05.200
Speaker 0: Also du gibst

00:32:05.240 --> 00:32:07.960
Speaker 1: es quasi vor, dass Fehler gemacht werden dürfen.

00:32:09.140 --> 00:32:10.320
Speaker 0: Ja ja, erst mal bei mir.

00:32:10.700 --> 00:32:16.680
Speaker 0: Also ich stehe es mir zu, mal gesund zu scheiden.

00:32:16.900 --> 00:32:20.880
Speaker 0: Also ich glaube, das gehört einfach mal auch hinzu.

00:32:21.580 --> 00:32:33.980
Speaker 0: Und wenn das für sich eben halt auch zulässt und dann sagt okay und sich dann auch hinsetzt und sagt okay.

00:32:36.260 --> 00:32:38.540
Speaker 0: Versuch zu reflektieren, gesund zu reflektieren.

00:32:39.020 --> 00:32:39.980
Speaker 0: Was war der Grund?

00:32:40.060 --> 00:32:55.860
Speaker 0: Und man kommt dann eben halt auch zu einem Punkt, dass man sagt, ja, das waren Dinge, da glaube ich, muss es in Zukunft Dinge geben, die ich verändere, um nicht nochmal diese Fehler oder in diese Fehler hineinzukommen, dann fängt man erst mal bei Sicht an.

00:32:56.340 --> 00:33:17.700
Speaker 0: Und wenn man das eben halt auch in der Mannschaft mit rein gibt, dass man auch offen über Sicht spricht, dass es das gibt, dass man, dass kein Mensch fehlerfrei ist, selbst mit dem besten Gewissen, dass es machen möchte, gerade in einem Fußball, was oftmals eben auch ein Fehler spielt.

00:33:18.380 --> 00:33:25.040
Speaker 0: Wenn man da den Jungs das vermittelt, dass man bei sie selbst eben auch Fehler sucht, dann lässt man auch Fehlerkultur zu.

00:33:25.180 --> 00:33:30.980
Speaker 0: Dann kann man auch offen über Fehler sprechen mit seinen Spielern, Lösungsorientiert.

00:33:31.040 --> 00:33:38.320
Speaker 0: Das ist eben halt auch die Thematik, dass man sagt, okay, das ist der Fehler.

00:33:39.460 --> 00:33:47.540
Speaker 0: Was tun wir dafür, dass das eben zukünftig nicht mehr passiert und wie stellen wir das ab?

00:33:47.620 --> 00:33:51.880
Speaker 0: Welche Handlungen können wir anbieten, dass es gemacht wird?

00:33:52.540 --> 00:34:23.320
Speaker 0: Aber um das als Kultur zu implementieren, finde ich, dass der Spieler auch das Recht hat, von einem Trainer oder über einen Trainer zu wissen, dass der Trainer eben auch auch nicht fehlerfrei durch die welt geht und offen damit eben halt auch umgeht auch wenn das vielleicht dann auch wenn es dann vielleicht für für viele auf einmal eine schwäche bedeutet für mich ist keine schwäche.

00:34:23.380 --> 00:34:43.420
Speaker 0: für mich ist es eben der umgang damit und und und und dann eben auch die lösung nämlich wenn man wenn man wähler glaube ich unter dem tisch kehrt dann dann arbeiten wir nicht daran, sondern wenn sie offensichtlich sind, wenn man Leute Teile haben lässt davon, dann kriegt man auch Rückmeldungen.

00:34:43.460 --> 00:34:45.000
Speaker 0: und manche Rückmeldungen sind gut, das haben wir.

00:34:45.040 --> 00:34:50.159
Speaker 0: okay, er hat mir jetzt geholfen, genau so möchte ich jetzt gut künftig machen, damit der Fehler nicht mehr passiert.

00:34:54.780 --> 00:35:03.860
Speaker 1: Jetzt hast du Thorsten in zwei Konstellationen quasi unmögliches geschafft, also einmal mit Braunschweig in die erste Liga zu marschieren und dann auch mit Darmstadt diesen Aufstieg zu feiern.

00:35:04.400 --> 00:35:06.580
Speaker 1: Vielleicht jetzt mit dem ersten FC Kassel slautern.

00:35:07.840 --> 00:35:09.280
Speaker 1: Was ist dir da besonders gut gelungen?

00:35:09.340 --> 00:35:11.300
Speaker 1: Also was sind der Volksfaktoren vielleicht?

00:35:11.340 --> 00:35:23.680
Speaker 1: Also du nimmst ja auch aus den... schlechten dinge mit natürlich, aber man nimmt natürlich auch dinge mit aus den positiven dinge und und jetzt mal so auch rückblickend gefragt was was was waren da faktoren?

00:35:23.740 --> 00:35:24.120
Speaker 1: oder wo?

00:35:24.200 --> 00:35:25.480
Speaker 1: hast du gesagt das das hat gepasst?

00:35:25.560 --> 00:35:30.100
Speaker 1: oder da ist mir auch vielleicht was gelungen oder oder es war was da was irgendwie gepasst hat.

00:35:30.160 --> 00:35:31.600
Speaker 1: was gibt seine schablone?

00:35:31.660 --> 00:35:34.500
Speaker 1: oder war das so unterschiedlich dass man da gar keine schablone drauf kriegt?

00:35:35.440 --> 00:35:48.080
Speaker 0: es gibt tatsächlich eine unterschiedlichkeit wobei ich bei beiden oder bei Bei Aufstiegen grundsätzlich, um in die erste Liga zu kommen, muss ja erst mal in die zweite Liga kommen, damals in Braunschweig.

00:35:49.680 --> 00:35:54.380
Speaker 0: Aber du kannst die Vereine an sich nicht vergleichen.

00:35:56.260 --> 00:36:38.860
Speaker 0: Was aber Fakt war, neben der Situation, dass man die richtige Systematik für seine Spiele gefunden hat, war immer prägend auch die die ausgeprägte Team Chemie, die sich dann natürlich auch mit den Siegen immer wieder steigert, aber oft waren es halt jetzt in meinem Fall Spieler, die eigentlich nur über diesen individuellen Weg oder die über diesen Weg individuell gut zu sein und dann so gut zu sein, dass eine Mannschaft gut wird, dann auch den Weg in die Bundesliga, in die erste Bundesliga zu finden.

00:36:39.440 --> 00:36:42.500
Speaker 0: konnten nur über diesen Weg eben in diese erste Bundesliga kommen.

00:36:42.900 --> 00:36:58.200
Speaker 0: Und das war die Antriebsfeder oftmals, ob das jetzt in Braunschweig war oder eben auch in Darmstadt, dass viele Spieler wussten, es gibt nur diese Möglichkeit mal einen Traum von der ersten Bundesliga zu verwirklichen.

00:36:58.300 --> 00:37:09.820
Speaker 0: Und das als Teil einer Mannschaft zu sein, das haben dann ob das jetzt in Braunschweig oder in Darmstadt war, das haben so halt komplett verinnerlicht und das war extrem ausgeprägt.

00:37:09.860 --> 00:37:17.980
Speaker 0: Das Gönnen und das Gönnen für den Mitspieler nicht und trotzdem das anschieben.

00:37:19.460 --> 00:37:21.560
Speaker 0: Das war total ausgeprägt.

00:37:21.980 --> 00:37:32.980
Speaker 0: Und das merkst du immer wieder, wenn du eben mit Mannschaften, die nicht unbedingt zu dem Aufstiegskreis gehören, wenn die aber trotzdem dort reinkommen, ist das meistens die Antriebsquote.

00:37:33.380 --> 00:37:34.340
Speaker 0: Und die kann man pushen.

00:37:35.360 --> 00:37:57.900
Speaker 0: Und das war halt auch der Moment für uns oftmals, dass wir auch in Momenten, wo dann vielleicht dann Vertrags... Vertragsgespräche oder Vertragsideen der Journalisten dann aufkamen bei einem Aufschick, wer wird verlängert, wer kann oder wer wird nicht kommen.

00:37:58.800 --> 00:38:03.600
Speaker 0: Da habe ich gerade in Braunschweig und da vielleicht mal so ein bisschen aus dem Nähkästchen zu plappern.

00:38:04.540 --> 00:38:16.240
Speaker 0: Da habe ich einen Artikel, der aus meiner Sicht zum ungünstigsten Zeitpunkt kam, nämlich über mögliche Weiterbeschäftigungen von Spielern zu sprechen.

00:38:17.460 --> 00:38:22.340
Speaker 0: Dann habe ich die Zeitung genommen in der Kabine und habe sie vor allen Spielern zerrissen.

00:38:22.740 --> 00:38:26.520
Speaker 0: Ich habe ihnen gesagt, das, was da drinsteht, das zählt hier für keinen.

00:38:26.640 --> 00:38:31.600
Speaker 0: Jeder, der hier teil ist, wird auch mitgenommen in die erste Liga.

00:38:32.120 --> 00:38:36.160
Speaker 0: Und es war so ein Moment für viele, wo sie gesagt haben, okay, also äußere Einflüsse.

00:38:36.200 --> 00:38:37.220
Speaker 0: Und das hat nochmal gepusht.

00:38:37.320 --> 00:38:42.820
Speaker 0: Und das war jetzt so ein Moment, der auch für mich da in Bounce war.

00:38:44.240 --> 00:39:00.220
Speaker 1: Ist es dann so, dass seit April bis zu auf dem Betzenberg, dass das auch mit die wichtigste Aufgabe ist, wenn es dann auch in diese Vision erste Bundesliga geht, also den Spielern das auch wieder zu verdeutlichen, also ist das vor allen Dingen eine Aufgabe, sie dafür...

00:39:02.500 --> 00:39:03.660
Speaker 0: Ja, zu sensibilisieren.

00:39:04.360 --> 00:39:05.060
Speaker 1: Genau, genau.

00:39:05.820 --> 00:39:08.680
Speaker 0: Ja, es geht um sensibilisieren, natürlich.

00:39:10.020 --> 00:39:24.720
Speaker 0: Wir haben hier eine fantastische individuelle Einzelkönne drin, die mit Sicherheit auch über ihre Performance, ihre Leistung auch nicht so interessant machen können für die Erstlinie.

00:39:25.100 --> 00:39:40.120
Speaker 0: Wir haben prozentual immer noch so viele Jungs drin, die ... nur als Mannschaft eben auch funktionieren kann und das ganz große erreichen kann, wenn sie eben auch genau dort diese Gemeinsamkeit eben auch findet.

00:39:40.640 --> 00:39:54.040
Speaker 0: Und das ist immer so ein stetiger Kampf, den man oftmals mit Mannschaften hat bis dieses... Storming, Norming, Performing, System, bis es noch einmal da hinläuft, bis es jeder kapiert.

00:39:54.900 --> 00:40:23.720
Speaker 0: Aber wir sind hier, ich finde, erstmal auf einem guten Weg, noch wichtig ist diese Gemeinsamkeit, aber in einem hochemotionalen Umfeld ehemaliger auch zu finden und das mitzunehmen, dass auch, dass jeder Einzelne, selbst der, der sich gar nicht so wichtig sieht, vielleicht, der aber bei mir eine hohe Wichtigkeit hat, dass er das irgendwie auch spürt, dass er sagt, ich bin ein Teil davon, wenn der FCK vielleicht das ganz große erreichen kann, was man erreichen kann.

00:40:24.820 --> 00:40:27.080
Speaker 0: Und dann bin ich auch ein Teil davon.

00:40:27.860 --> 00:40:45.380
Speaker 0: Und da ist... Sie sitzt neben mir, die Anka Trina als Pressesprecherin hat genau so einen Anteil und eine Wichtigkeit, weil sie auch vieles hier händeln muss, wie der Fan, der vielleicht hochemotional sich nahm Spiel, vielleicht auch mal im Wort vergreift, dass er auch kapiert.

00:40:45.600 --> 00:40:51.400
Speaker 0: Trotzdem kann ich auch mithelfen, eben sowas ganz Großes zu erreichen.

00:40:54.840 --> 00:40:56.540
Speaker 1: Bist du ein erfolgreicher Trainer, Thorsten?

00:40:56.780 --> 00:40:57.480
Speaker 1: Kann man das sagen?

00:40:58.040 --> 00:41:01.520
Speaker 1: Also, wie definierst du Erfolg für dich?

00:41:05.380 --> 00:41:12.500
Speaker 0: Jetzt kommen wieder meine Bescheidenheit, kommen wir wahrscheinlich wieder hoch in die Bodenständigkeit und so, das ist dieses Thema.

00:41:14.420 --> 00:41:14.500
Speaker 0: Aber

00:41:14.540 --> 00:41:15.640
Speaker 1: woran macht man das fest?

00:41:17.520 --> 00:41:22.280
Speaker 0: Na ja, gut, man spricht von Aufstiegen mit Mannschaften in die erste Liga.

00:41:23.180 --> 00:41:32.480
Speaker 0: Ich glaube, dass ich sehr erfolgreich über über Jahre hinweg jetzt auch mit meinen Dellen, die auch in dem Trainer leben, irgendwie auch dazugehören.

00:41:32.880 --> 00:41:46.580
Speaker 0: Auch das macht einen erfolgreichen Trainer aus, dass er eben aus diesen Dellen, da ziehen wir wieder bei der Fehlerkultur, auch dort vielleicht die richtigen Maßnahmen trifft, wenn er sich hinterfragt, um wieder eben in eine Erfolgspur reinzukommen.

00:41:46.620 --> 00:41:57.980
Speaker 0: Aber ich glaube jetzt über die Jahre hinweg kann man durchaus sagen, das was viele andere sagen, bin ich einer der erfolgreichsten Trainer in Deutschland.

00:41:58.060 --> 00:42:09.080
Speaker 0: Und ich mache auch Erfolg auch daran, dass ich nicht nur das, was ich mit einer Mannschaft oder wir mit der Mannschaft reinkönnen, sondern wem habe ich auch den Weg geebnet, in den Profibereich zu kommen.

00:42:09.960 --> 00:42:10.880
Speaker 1: Genau, stimmt genau.

00:42:11.120 --> 00:42:12.020
Speaker 0: Jugendförderung.

00:42:13.540 --> 00:42:26.040
Speaker 0: Und das ist für mich auch etwas, was erfolgreich ist, eben auch Jungs mit zu entdecken, dass sie eben ... große, starke Profikarriere durchgeführt haben.

00:42:26.440 --> 00:42:28.740
Speaker 0: Auch das gehört für mich zum erfolgreichen dazu.

00:42:29.440 --> 00:42:31.940
Speaker 0: Und erfolgreich ist mein Glauscher auch immer.

00:42:32.320 --> 00:42:42.660
Speaker 0: finde ich, wenn, das hat man hier im Klop, hat das mal, glaube ich, geprägt, den Spruch, dass es viel wichtiger ist, was die Leute über einen denken, wenn du gehst, als du in der Zeit, wo du da bist.

00:42:42.760 --> 00:43:01.100
Speaker 0: und bisher war es immer so, dass egal, wo ich jetzt, ob das in Duisburg war, in Darmstadt oder in Braunschweig, dass die Leute heute noch gerne von mir sprechen, auch nicht alle, das ist auch klar, aber der Großteil spricht gerne über mich und hat auch.

00:43:01.620 --> 00:43:05.960
Speaker 0: Nimm diese Zeit auch, als ihr erfolgreich war und alles andere.

00:43:07.660 --> 00:43:11.480
Speaker 0: Man darf das durchaus sagen, dass ich ein erfolgreicher Trainer bin.

00:43:11.620 --> 00:43:15.200
Speaker 0: Meistens bin ich irgendwie im Aufschießkampf mit dabei, mit meinen Mannschaften.

00:43:16.480 --> 00:43:19.280
Speaker 0: Zwischendrin gab es halt auch mal einen Abstieg.

00:43:20.120 --> 00:43:20.660
Speaker 1: Das stimmt.

00:43:20.960 --> 00:43:22.060
Speaker 1: Das stimmt, Thorsten.

00:43:22.120 --> 00:43:27.420
Speaker 1: Aber wenn man so den Weg dann von zwei Tausend Sieben sieht, bis jetzt, davon träumt man.

00:43:28.500 --> 00:43:29.400
Speaker 1: als junger Trainer.

00:43:29.840 --> 00:43:36.420
Speaker 1: Und wenn ich dir mal drei Eigenschaften sage, Thorsten, und du müsstest dich tatsächlich für eine entscheiden, sind alle drei wichtig für einen Trainer.

00:43:36.460 --> 00:43:38.260
Speaker 1: Aber welche willst du nehmen?

00:43:38.360 --> 00:43:38.980
Speaker 1: als erstes?

00:43:39.520 --> 00:43:45.440
Speaker 1: Und zwar Akribi, Gelassenheit und Konsequenz.

00:43:46.720 --> 00:43:47.120
Speaker 1: Welches

00:43:48.320 --> 00:43:48.560
Speaker 0: Wort

00:43:49.100 --> 00:43:50.820
Speaker 1: entspricht hier am ehesten?

00:43:51.380 --> 00:43:52.400
Speaker 1: Wir nehmen alle mit.

00:43:53.800 --> 00:43:55.100
Speaker 0: Gelassene Konsequenz.

00:43:56.160 --> 00:43:57.160
Speaker 1: Gelassene Konsequenz?

00:43:57.740 --> 00:43:58.400
Speaker 1: Erklär das mal.

00:44:00.140 --> 00:44:03.720
Speaker 0: Ja, ich glaube, Agrabie ist was.

00:44:04.240 --> 00:44:20.220
Speaker 0: Ich finde, es ist eine Voraussetzung, dass man in seinem Job alles erdenklich mögliche tut, was in seiner Hand liegt und alle Dinge eben auch dann Umsetz vorbereitet.

00:44:20.600 --> 00:44:22.980
Speaker 0: Das ist eine Grundvoraussetzung.

00:44:25.860 --> 00:44:27.440
Speaker 0: Die Gelassenheit muss man.

00:44:27.960 --> 00:44:36.440
Speaker 0: im Laufe der Zeit lernt man die, dass man sich aneignen muss in verschiedenen Situationen.

00:44:38.160 --> 00:44:47.520
Speaker 0: Wenn ich jetzt so weit denke, die Konsequenz, das ist glaube ich das Wichtigste, dass man eine Konsequenz und Konsequenz führt.

00:44:48.540 --> 00:45:03.600
Speaker 0: Das heißt nicht, dass man Konsequenz führt mit der berühmberüchtigen harten Hand und der harte Hund, sondern auch Konsequenz heißt eben auch, vielleicht auch Konsequenz, was seinen Weg zu verlassen.

00:45:04.800 --> 00:45:06.780
Speaker 0: weil man vielleicht sich auf dem Holzweg befindet.

00:45:06.840 --> 00:45:07.820
Speaker 0: Auch das ist eine Konsequenz.

00:45:08.400 --> 00:45:11.800
Speaker 0: Ich bin ja immer bei mir selbst das auch bei sich zulässt.

00:45:12.820 --> 00:45:19.040
Speaker 0: Wenn da eine gewisse Gelassenheit dazu kommt, deswegen finde ich gelassene Konsequenz, finde ich eigentlich ein guter Begriff.

00:45:19.900 --> 00:45:22.020
Speaker 1: Dann nehmen wir den doch mal gelassene Konsequenz.

00:45:22.080 --> 00:45:32.280
Speaker 1: Und wenn du sagst auch diese Konsequenz, die heißt ja oftmals auch Grenzen setzen, wie gut bist du denn darin, böse zu sein, mal überspitzt formuliert torsten?

00:45:34.880 --> 00:45:43.440
Speaker 0: Ich glaube, dass viele sehr überrascht sind über Momente, mit denen man nicht rechnet.

00:45:43.480 --> 00:45:45.140
Speaker 0: Also ich bin gerne unberechenbar.

00:45:45.380 --> 00:45:52.980
Speaker 0: Das heißt nicht, dass ich dann in dieser Unberechenbarkeit Vielleicht bin ich auch manchmal gegen den Strom schwimmend.

00:45:53.560 --> 00:45:54.360
Speaker 0: Das ist mir wichtig.

00:45:55.600 --> 00:46:16.300
Speaker 0: Es gibt oft mal einen Tag, ich grüße das Murmeltier, da bin ich eher, was das angeht, in so einer Variabilität, dass ich eher in Momenten eher unberechenbar bin und man mit den Dingen gar nicht rechnet, wie ich jetzt vielleicht das eine oder andere dann auch sehe.

00:46:17.460 --> 00:46:21.820
Speaker 0: Und das hat mit mir nichts mit Bösen sein zu tun, sondern eher diese Unbrechenbarkeit.

00:46:22.460 --> 00:46:29.140
Speaker 0: Dass man auch mal auch schweigen ist eine sehr gute Kommunikation manchmal.

00:46:29.320 --> 00:46:32.600
Speaker 0: Und die muss auch gelernt sein.

00:46:33.960 --> 00:46:34.880
Speaker 1: Du beherbst du das?

00:46:36.720 --> 00:46:37.480
Speaker 0: Ja, das glaube ich schon.

00:46:38.480 --> 00:46:40.460
Speaker 0: Auch aushalten, schweigen und aushalten.

00:46:40.500 --> 00:46:40.560
Speaker 0: Ja,

00:46:42.440 --> 00:46:42.940
Speaker 1: das stimmt.

00:46:44.220 --> 00:46:47.020
Speaker 0: Wenn man hört, dann vielleicht nicht gerade Anfall, das ist ja realistisch.

00:46:47.260 --> 00:46:49.080
Speaker 0: Das

00:46:49.120 --> 00:46:50.320
Speaker 1: passt, also ich bin ja froh.

00:46:51.920 --> 00:46:52.040
Speaker 1: Aber

00:46:52.100 --> 00:46:54.560
Speaker 0: genau das ist ja das, was ich meine, mit oben berechenbar.

00:46:54.840 --> 00:47:02.180
Speaker 0: Es gibt den Torst lieber nicht in seiner Funktion.

00:47:03.020 --> 00:47:06.660
Speaker 0: Aber auch da ist es wichtig, dann authentisch zu sein.

00:47:07.680 --> 00:47:10.420
Speaker 0: Dann bist du wieder bei diesem Gefühl, bei der Emotionalität.

00:47:11.720 --> 00:47:14.220
Speaker 1: Ich bin froh, dass du redest Thorsten, das by the way.

00:47:14.960 --> 00:47:19.820
Speaker 1: Also mach weiter so, wir haben noch ein, zwei Fragen Thorsten.

00:47:20.140 --> 00:47:37.180
Speaker 1: Und die eine Frage ist definitiv nochmal wichtig für mich, weil dieses Verschreiben, was wir am Anfang hatten, diese Identifikation, dieser Motor, die Liebe, die immer da ist, dann habe ich mich gefragt, wie geht denn dieser Thorsten Lieberknecht dann mit Krisen um, mit Rückschlägen, mit Entlassung?

00:47:37.260 --> 00:47:43.140
Speaker 1: Also wenn so ein, so, ja, wie so nach einer... nach der Trennung in der Partnerschaft gefühlt.

00:47:44.060 --> 00:47:44.980
Speaker 1: Wie bleibst du zurück?

00:47:45.740 --> 00:47:49.280
Speaker 1: Stell ich mir das so richtig vor, dass es wirklich so ein Schmerz ist.

00:47:49.400 --> 00:47:55.180
Speaker 1: oder bist du dann dieser professionelle Trainer, von dem du ja auch Freund gesprochen hast, den du ja auch in dir trägst.

00:47:55.640 --> 00:47:59.160
Speaker 1: Deswegen da mal die Frage, wie gehst du damit um?

00:47:59.280 --> 00:48:00.420
Speaker 1: Wie bist du damit umgegangen?

00:48:02.760 --> 00:48:07.780
Speaker 1: Wie sehr schmerzt so eine Niederlage am Wochenende oder dann am Ende vielleicht eine Entlassung?

00:48:09.700 --> 00:48:12.760
Speaker 0: Also Niederlagen, Die Schmerzen, ja.

00:48:13.880 --> 00:48:21.860
Speaker 0: Aber auch da habe ich gelernt, damit umzugehen, die relativ schnell jetzt mittlerweile abzuhagen, in der Fachlichkeit zu bleiben.

00:48:22.480 --> 00:48:26.060
Speaker 0: Und bleibt nur die Analyse des Spiels und mit der Mannschaft zusammen.

00:48:26.120 --> 00:48:30.080
Speaker 0: Und das ist das, was man beeinflussen und tun kann.

00:48:31.860 --> 00:48:34.360
Speaker 0: Aber auch da, das war ein Lernprozess über all die Jahre in Weg.

00:48:34.460 --> 00:48:37.280
Speaker 0: Also in meiner Anfangszeit bei Braunschweig.

00:48:38.220 --> 00:48:47.060
Speaker 0: Ob das jetzt als U-IX Trainer war oder eben dann im Profibereich, da hat eine Niederlage, die ging so lange bis das nächste Spiel eben gewonnen wurde.

00:48:47.560 --> 00:48:50.100
Speaker 0: Das habe ich sehr lange mit mir genommen.

00:48:50.460 --> 00:49:00.440
Speaker 0: Aber irgendwann habe ich eben halt auch angefangen, daran zu arbeiten und zu merken, dass die Analyse das Tool überhaupt ist, was du tun kannst.

00:49:04.180 --> 00:49:05.720
Speaker 0: Dann mit den Entlassungen.

00:49:06.820 --> 00:49:14.820
Speaker 0: Ich habe jetzt gar nicht so viele Vereine gehabt, jetzt in den alten Jahren, mit Braunschirg, Duisburg, Darmstadt und jetzt Kaislautern.

00:49:14.900 --> 00:49:16.920
Speaker 0: Ich bin eigentlich nur einmal entlassen worden.

00:49:17.740 --> 00:49:22.680
Speaker 0: In Braunschirg war es eben so, da ist der Vertrag nicht verlängert worden nach nach fünfzehn Jahren.

00:49:26.940 --> 00:49:34.320
Speaker 0: Nein, das war sehr hart, weil das natürlich auch nur sehr für beide Seiten eine sehr prägende Zeit war.

00:49:34.420 --> 00:49:52.500
Speaker 0: Also auch da, zum Beispiel, warum um das halbliche Sagen es gab, als es fertig war in Braunschweig, kam auch irgendwann, hat es bei uns an der Haustür geklingelt, standen zwei... Jungen Mädchen da, haben mir ein kleines Geschenk überreicht und sagten, sie sind froh, dass sie jetzt sagen können, sie sind die Generation Lieberknecht.

00:49:55.060 --> 00:49:58.180
Speaker 0: Das war mit das schönste Kompliment, was ich hier bekommen habe.

00:49:58.880 --> 00:50:02.140
Speaker 0: Das kennt man da jetzt auch gar nicht.

00:50:02.980 --> 00:50:13.500
Speaker 0: Das war sehr schmerzhaft, weil ich ... Keine Gelegenheit, mich auch dementsprechend, das war zumindest mein Gefühl, dort auch dementsprechend zu verabschieden.

00:50:13.840 --> 00:50:24.280
Speaker 0: Die Gelegenheit wurde mir genommen, aber das haben wir alles im Raum schon irgendwann mal besprochen und darüber gesprochen, sodass ich auch meinen Segen gefunden habe.

00:50:24.340 --> 00:50:31.280
Speaker 0: Da habe ich sehr lange, hatte ich da ja gekämpft mit der Situation.

00:50:34.120 --> 00:50:35.400
Speaker 0: Aber sie war wichtig.

00:50:35.840 --> 00:50:42.600
Speaker 0: um das Ganze zu verstehen, um auch die Hätte des Fußballs eben halt auch zu verstehen.

00:50:43.900 --> 00:50:53.200
Speaker 0: Da war als was danach kam, dann die einzigste bisher Entlassung war eben in Duisburg.

00:50:54.520 --> 00:50:55.600
Speaker 0: Da war das für mich so.

00:50:56.960 --> 00:51:01.980
Speaker 0: was war mein tun dafür dass ich jetzt entlassen worden bin da?

00:51:02.560 --> 00:51:15.940
Speaker 0: das war mir nicht ganz schlüssig aber es war eben halt auch dann die Situation das muss mal mal angenommen, hingenommen hatte, dass es im Gründe gab, aus Sicht des Vereins, die Arbeit zu beenden.

00:51:17.020 --> 00:51:27.140
Speaker 0: Und dann bin ich da auch in der Reflexion, da ist okay, was gab es jetzt in dieser Zeit, wo ich sage, das möchte ich dann grundsätzlich, sollte mir das nicht mehr passieren, mich besser machen.

00:51:27.840 --> 00:51:38.100
Speaker 0: Und in Darmstadt bin ich eben halt von mir ausgegangen, weil ich einfach das Gefühl hatte, dass es der richtige Zeitpunkt ist.

00:51:39.120 --> 00:51:41.800
Speaker 0: jetzt als Gast den Verein zu verlassen.

00:51:43.680 --> 00:51:45.340
Speaker 0: Das Zimmer

00:51:45.420 --> 00:51:45.920
Speaker 1: zu räumen.

00:51:48.520 --> 00:51:55.960
Speaker 0: Einfach weil man auf seinem Bauch gehört hatte und weil man auch dort gut rausgehen wollte.

00:51:56.120 --> 00:52:12.420
Speaker 0: und ich glaube das ist mir in Darmstadt, ich glaube dann aber auch uns in Darmstadt gut gelungen, dass wir da habe ich nicht alltäglich einfach meine ganz sauberen Lösungen gefunden hat, angeschlossen von mir damit.

00:52:13.060 --> 00:52:14.340
Speaker 0: Und das ist immer der Wichtigste.

00:52:15.140 --> 00:52:20.380
Speaker 0: Das Wichtigste ist immer der Verein, dass der eben halt weiter erfolgreich bleibt.

00:52:20.460 --> 00:52:24.020
Speaker 0: Und da kann man dann auch mal zurücktreten und das habe ich dann dort gemacht.

00:52:24.840 --> 00:52:33.200
Speaker 0: Und das war jetzt auch wieder ein Erkenntnis, die aber auch gut getan hat, weil man einfach auch diesen Schritt getan hat.

00:52:33.300 --> 00:52:39.160
Speaker 0: Und auch dort mal im Zeichen, du setzt im Fußball, was es vielleicht so noch nicht gab.

00:52:39.440 --> 00:52:42.800
Speaker 0: Und hier beim STK, du möchtest eigentlich jetzt noch gar nicht so erleben.

00:52:43.380 --> 00:52:44.660
Speaker 1: Nein, nein, da wollen wir noch nicht drüber.

00:52:44.780 --> 00:52:44.880
Speaker 1: Nein,

00:52:45.380 --> 00:52:45.640
Speaker 0: nein, nein.

00:52:48.360 --> 00:52:49.480
Speaker 1: Das lassen wir jetzt mal bitte.

00:52:49.600 --> 00:52:55.680
Speaker 1: Also das mit dem Gast als Trainer zu Gast zu sein im Hause des Vereins.

00:52:55.780 --> 00:52:56.800
Speaker 1: Das Bild nehme ich schon mal mit.

00:52:57.220 --> 00:53:01.520
Speaker 1: Das gefällt mir und das mit der gelassenen Konsequenz auch und auch diese Analyse.

00:53:01.600 --> 00:53:04.040
Speaker 1: Also jeweils immer wieder neu zu starten.

00:53:04.540 --> 00:53:06.380
Speaker 1: Also das schon mal ganz spontan so an.

00:53:07.200 --> 00:53:10.000
Speaker 1: an Dingen, die mir gerade hängen geblieben sind, denn wir kommen hier aus

00:53:10.160 --> 00:53:10.520
Speaker 0: der Breding.

00:53:10.980 --> 00:53:14.300
Speaker 0: Es ist ganz wichtig, dass du das Wort Abnutzung kennst.

00:53:15.400 --> 00:53:25.340
Speaker 0: Wenn du das Wort Abnutzung nicht zulässt, dann kannst du auch nicht lange in einen freien Arbeit, also dämpfe auch um das Wort oder mit dem Wort Abnutzung.

00:53:26.220 --> 00:53:34.220
Speaker 0: Man kann sich abnutzen, man kann aber auch was dafür tun, dass man sich nicht abnutzt, indem man eben halt auch offen ist.

00:53:35.260 --> 00:53:41.820
Speaker 0: sich in der Frage und eben nicht nur sich sieht und seinen einzigsten Weg sieht und der ist nur richtig.

00:53:41.900 --> 00:53:43.360
Speaker 0: Das ist aus meinem Gips nicht.

00:53:44.240 --> 00:53:58.340
Speaker 1: Das ist die Offenheit halt ganz ganz wichtig, glaube ich, da auch die Perspektiven andere eben zuzulassen und das, glaube ich, ist ein Grundbaustein, vielleicht dafür dann auch länger zu bleiben, dann sich auch dieser Meinung auch anzunehmen, ja, Abnutzung.

00:53:59.400 --> 00:54:06.300
Speaker 1: Das nehme ich gerne mit, bevor wir zur letzten Frage kommen, Thorsten, und die stelle ich den Trainern immer, so am Ende.

00:54:06.920 --> 00:54:16.540
Speaker 1: Welche drei Trainer haben dich denn geprägt, beeindruckt, so ein Stück weit Vorbild gewesen?

00:54:16.600 --> 00:54:24.920
Speaker 1: Ich habe in einem Interview von dir gelesen, dein Vater war da eine sehr wichtige Person, der erste Als auch beste Trainer habe ich irgendwo gelesen.

00:54:25.700 --> 00:54:29.860
Speaker 0: Nein, das war in paktes Interview.

00:54:31.760 --> 00:54:34.020
Speaker 0: Meine Eltern waren sehr wichtig.

00:54:34.340 --> 00:54:38.040
Speaker 0: Wir waren eigentlich immer noch, wie gesagt, meine Eltern leben jetzt nicht mehr.

00:54:38.580 --> 00:54:42.080
Speaker 0: Meine Brüder, aber wir waren so eine klassische Fußballer-Familie.

00:54:42.560 --> 00:54:45.140
Speaker 0: Also Fußball stand immer bei uns groß in Vordergrund.

00:54:45.480 --> 00:54:48.200
Speaker 0: Ich hatte immer gute Jugendtrainer, das muss ich sagen.

00:54:49.840 --> 00:54:59.740
Speaker 0: Das waren oftmals damals noch meistens die Spiele aus der ersten Mannschaft, die dann halt auch bereit waren, die Jugend zu trainieren.

00:54:59.920 --> 00:55:00.380
Speaker 0: Genau.

00:55:00.900 --> 00:55:08.000
Speaker 0: Und da musste ich sagen, da bin ich immer in den Genuss gekommen, eben mit wirklich... Einmal war es der Vorstopper, der dich trainiert hat.

00:55:08.080 --> 00:55:09.540
Speaker 0: Der hat dir etwas beigebracht.

00:55:09.580 --> 00:55:15.260
Speaker 0: Das Jahr später war es dann der Zehner, der dir die Technik beigebracht hat.

00:55:15.360 --> 00:55:16.480
Speaker 0: Dann kam mir irgendwann der Stürmer.

00:55:16.940 --> 00:55:19.900
Speaker 0: Also da hatte ich eigentlich immer das Glück, einen guten Jugendtrainer zu haben.

00:55:21.440 --> 00:55:24.220
Speaker 0: Aber du hast die Frage, um dir zu wandern.

00:55:24.340 --> 00:55:24.580
Speaker 0: Genau.

00:55:25.200 --> 00:55:42.180
Speaker 0: Das waren ganz, ganz stark geprägt und der mich wahnsinnig ... Vielleicht auch ein Ticken zu Boden ständig dann auf dem Profi-Bereich vorbereitet hat, aber der mir sehr viel mitgegeben hat.

00:55:43.780 --> 00:55:55.300
Speaker 0: Das war mein A-Jugendrainer hier in Kaiserslautern, der Ernst-Diel, weil er dich wirklich perfekt dann, wenn er das Talent erkennt hatte, auf dem Profi-Bereich vorbereitet hatte.

00:55:57.240 --> 00:56:02.700
Speaker 0: der dir viele Werte mitgegeben hat, im Profi-Bereich anzukommen.

00:56:02.820 --> 00:56:13.420
Speaker 0: Und ja, gerade was das Verhalten angeht, und vor allem das sehr teamorientiert denkende Trainer da sein.

00:56:13.500 --> 00:56:19.120
Speaker 0: Das war ein Stil, das war immer noch der stark prägende ... Toller

00:56:19.180 --> 00:56:21.080
Speaker 1: Jugendtrainer, Ernst Stil, also wirklich.

00:56:21.300 --> 00:56:21.740
Speaker 1: Wahnsinn, ja.

00:56:24.000 --> 00:56:40.280
Speaker 0: Und dann kam ... Und dann kam tatsächlich Karl-Heinz Feldkamp hier in Kaiserslautern, den ich allerdings in einer Stufe stehen würde mit Uli Stielicke, den ich hatte, der unglaublich fachliches Wissen hatte.

00:56:40.460 --> 00:56:53.920
Speaker 0: Aber Karl-Heinz Feldkamp war eine sehr gelassen, konsequente Person und Trainer, der eine unglaubliche Ausstrahlung hatte.

00:56:55.580 --> 00:57:06.860
Speaker 0: von dem ich, wenn ich so einen Rückblick darüber nachdenke, eben halt auch viel dieses Trainer-Ausstrahlung gelernt habe.

00:57:09.640 --> 00:57:10.920
Speaker 0: Wie wichtig das ist, genau.

00:57:11.640 --> 00:57:27.520
Speaker 0: Und die absolut prägenste Figur, der dir dann den Trainer Job eben halt auch sehr nahe gebracht hat, der dich hat mitgenommen, so in dieses Trainerwissen oder auch das Trainer da sein.

00:57:27.580 --> 00:57:40.540
Speaker 0: Das war Wolfgang Frank bei Mainz und Schünft, weil er letztendlich hat er alles vereint, was für Mischen einen perfekten Trainer ausmacht.

00:57:41.000 --> 00:57:50.780
Speaker 0: Perfekte Mannschaftsführung, perfekte Fachlichkeit, aber auch eine hoche leidenschaftliche Emotionalität zu sein spielen.

00:57:52.060 --> 00:58:01.840
Speaker 0: Sie quasi als Familie zu sehen, das war mit Sicherheit neben seinen taktischen Mauerhauber.

00:58:02.380 --> 00:58:05.020
Speaker 0: Das war absolut der prägenste.

00:58:05.480 --> 00:58:09.260
Speaker 0: Und diese drei Plus in Klammern, Uli Stilke, weil er

00:58:09.280 --> 00:58:10.840
Speaker 1: ... Genau, Uli Stilke.

00:58:11.980 --> 00:58:24.700
Speaker 0: Weil er wirklich auch eine ... Also das, was man immer, das Bild von Uli Stieliger, wenn du ihn kennenlängst, auf dem Platz, ist ein komplett falsch fatales Bild.

00:58:26.160 --> 00:58:36.860
Speaker 0: Wenn du heute Uli Stieliger wahrscheinlich über ihn sprichst, dann kommst du nur noch auf das wahrscheinlich heute stilprägende Sago.

00:58:37.740 --> 00:58:56.120
Speaker 0: Kommst du wahrscheinlich auch darauf zu sprechen, aber der war unglaublich, gerade für junge Spieler, Ein klasse Fachmann, der wirklich sehr im Detail genau Fehler aufgezeigt hat, die man verbessern kann.

00:58:56.840 --> 00:59:00.740
Speaker 0: Also deswegen würde ich keine Beine machen.

00:59:01.580 --> 00:59:07.180
Speaker 0: Ich würde jetzt aus drei, vier machen wollen, wobei alle eins sind.

00:59:07.240 --> 00:59:08.260
Speaker 0: Sie waren alle klasse.

00:59:09.740 --> 00:59:10.360
Speaker 1: Du darfst das.

00:59:10.700 --> 00:59:13.000
Speaker 1: Vier tolle Namen tatsächlich.

00:59:13.920 --> 00:59:15.480
Speaker 1: gerade auch Wolfgang Frank natürlich.

00:59:16.500 --> 00:59:21.480
Speaker 1: Jard Thorsten, vielen, vielen Dank für die letzte Antwort, aber auch für alle anderen.

00:59:22.880 --> 00:59:28.280
Speaker 1: Nehmen wir wirklich erfrischend schöne Gedanken zum Thema Umgang, Leadership mit.

00:59:28.420 --> 00:59:32.380
Speaker 1: Ich hoffe, die Zuhörger und Zuhörerinnen auch hat großen Spaß gemacht.

00:59:32.920 --> 00:59:35.720
Speaker 1: Ich wünsche dir euch eine erfolgreiche Rückrunde.

00:59:35.940 --> 00:59:38.380
Speaker 1: Was das bedeuten würde, wissen wir alle.

00:59:40.380 --> 00:59:48.980
Speaker 1: den Traditionsfallen aus der Falz die Daumen und ja, schön, dass es mit uns beiden geklappt hat Thorsten und auf ein persönliches Wiedersehen dann irgendwo und irgendwann.

00:59:49.340 --> 00:59:49.740
Speaker 1: Vielen Dank.

00:59:49.900 --> 00:59:51.040
Speaker 0: Danke, danke dir.

00:59:51.100 --> 00:59:52.660
Speaker 0: Tschüss, gute Zeit.

00:59:52.960 --> 00:59:53.380
Speaker 0: Tschüss,

00:59:53.520 --> 00:59:53.760
Speaker 1: ciao.

00:59:54.480 --> 00:59:55.980
Speaker 0: Ciao.