WEBVTT

00:00:00.000 --> 00:00:08.580
Speaker 0: Wir hatten dann irgendwann das Glück in den letzten Jahren, dass so ein bisschen so ein Spirit aufkam, dass man alles verändern konnte.

00:00:10.100 --> 00:00:22.060
Speaker 0: Man hat natürlich auch schnell Erfolge erzielen können, was Umsätze angeht, was Einnahmen angeht, sodass es immer weiter ging, immer weiter ging und die Widerstandstände Stück für Stück geringer wurden.

00:00:22.520 --> 00:00:31.980
Speaker 0: Das ist dann nochmal ein bisschen extremer geworden, als diese Umstrukturierung im Sport stattfand, wo man sich vom Oliver Kreuzer getrennt hat, weil das natürlich Man hat da an der Herzkammer, würde ich jetzt sagen, agiert.

00:00:32.020 --> 00:00:38.900
Speaker 0: vorher hat man ja viel drumrum verändert, aber dann ist man in die Herzkammer gegangen und hat da nochmal eine komplette Restrukturierung vorgenommen.

00:00:38.960 --> 00:00:46.100
Speaker 0: Da gab es natürlich schon nochmal ordentlich Gegenwind, auch von außen, auch von innen, von Creme in Teilweise.

00:00:47.240 --> 00:00:50.780
Speaker 0: Für uns geht es ja darum, schon irgendwann mal sportlich den nächsten Schritt zu machen.

00:00:51.580 --> 00:00:55.540
Speaker 0: Wir haben langfristig das Ziel, in die Top-Twenty Deutschland zu kommen.

00:00:56.280 --> 00:00:58.360
Speaker 0: Das ist natürlich sehr, sehr ambitioniert.

00:00:58.400 --> 00:00:59.180
Speaker 0: Das ist uns auch bewusst.

00:00:59.280 --> 00:01:04.540
Speaker 0: Die Schere zwischen Bundesliga und Zweiterliga ist immer größer geworden, insbesondere durch die TV-Geldthematik.

00:01:05.160 --> 00:01:12.260
Speaker 0: Allerdings ist es so, dass natürlich der KSC im Gegensatz zu vielen anderen Clubs ein sehr, sehr großes Potenzial hat.

00:01:12.300 --> 00:01:15.180
Speaker 0: Wir haben eine sehr steige Stadt, wir haben eine extrem große Region.

00:01:16.580 --> 00:01:22.440
Speaker 0: eine super tolle Fanbasis über ein Jahrhundert mittlerweile gewachsen als Traditionsverein.

00:01:22.500 --> 00:01:32.080
Speaker 0: Und dieses Fund haben nicht so viele, das tolle Stadion haben auch dazu, wo entstanden ist, sodass wir schon glauben, dass die Wahrscheinlichkeit bei uns höher ist.

00:01:32.960 --> 00:01:38.100
Speaker 0: sich in der Bundesliga zu etablieren, wie vielleicht beim einem oder anderen Club, der das schon erreicht hat.

00:01:38.460 --> 00:01:40.120
Speaker 0: Wir wissen, dass das ein großer Schritt ist.

00:01:40.840 --> 00:01:49.000
Speaker 0: Wir setzen uns da jetzt auch nicht unter Druck, bleiben auch bei unserem Weg, dass wir Stück für Stück investieren, aber jetzt nicht ins Casino gehen und irgendwelche verrückte Sachen machen.

00:01:57.660 --> 00:02:06.060
Speaker 1: Hier ist Munir Zituni und ich unterhalte mich mit bekannten Persönlichkeiten aus dem Fußball über ihren Werdegang, ihre Lebensphilosophie und Ansichten.

00:02:06.640 --> 00:02:07.360
Speaker 0: Können wir etwas von

00:02:07.420 --> 00:02:08.300
Speaker 1: diesen Menschen lernen?

00:02:08.960 --> 00:02:14.300
Speaker 1: Dieser Frage gehe ich in meinem Podcast nach und wünsche euch viel Spaß in meiner neuen Folge.

00:02:21.220 --> 00:02:25.420
Speaker 1: Zeit für einen neuen Leader Talk, der vorletzte des Jahres.

00:02:28.020 --> 00:02:44.320
Speaker 1: Mein Gast der Geschäftsführer vom Karlsruhe SC, Michael Becker, einundvierzig Jahre alt und ich freue mich sehr, mit einem Menschen zu reden, Überführung, Überwerte, der einen Traditionsverein wie den Karlsruhe SC seit einigen Jahren vorsteht und führt.

00:02:44.560 --> 00:02:49.860
Speaker 1: Vielen Dank, Michael, dass du heute dich zur Verfügung stellst für dieses Gespräch im Rahmen des Leader Talks.

00:02:51.500 --> 00:02:52.940
Speaker 0: Ja, hallo Bonia, schön hier zu sein.

00:02:53.400 --> 00:02:56.400
Speaker 1: Ja, und was soll ich sagen?

00:02:56.460 --> 00:03:07.360
Speaker 1: Ich meine, du wirst Immer mal wieder darauf angesprochen, der Name Becker steht in Karlsruhe natürlich auch für deinen Vater Edmund Becker, Edde Becker, der eine Legende ist in Karlsruhe.

00:03:07.400 --> 00:03:12.560
Speaker 1: Das muss man so sagen, viele Jahre Trainer gewesen ist, ein Bundesliga Aufstieg hinbekommen hat.

00:03:12.780 --> 00:03:21.320
Speaker 1: Und ja, wir werden dieses Thema natürlich auch beleuchten, was es auch für dich bedeutet hat, als Sohn von Edde Becker im Umfeld des Karlsruhe SC groß zu werden.

00:03:21.360 --> 00:03:26.540
Speaker 1: Du bist dann relativ erfolgreich in der Wirtschaft gewesen, hast ein Softwareunternehmen aufgebaut.

00:03:27.020 --> 00:03:30.360
Speaker 1: war es bis zum Jahr beim SVSanthausen

00:03:31.060 --> 00:03:31.340
Speaker 0: als

00:03:32.000 --> 00:03:32.940
Speaker 1: Marketingleiter.

00:03:33.140 --> 00:03:49.880
Speaker 1: Und ja, und im November zum Jahr, ging es dann zu der großen Liebe, dem Karlsruhe SC, auch als Leiter Marketing und seit August, den Geschäftsführer des Karlsruhe SC und eben seit dem Jahr auch Sprecher der Geschäftsführung.

00:03:54.220 --> 00:04:04.300
Speaker 1: bis in einer Zeit groß geworden, wo dein Vater durchaus durch seine Trainer-Tätigkeit in der Jugend, in der zweiten Mannschaft, in der ersten Mannschaft den KSC wirklich geprägt hat.

00:04:05.020 --> 00:04:11.400
Speaker 1: Wie sah denn so deine Kindheit aus mit diesem Hintergrund, mit dieser Verbindung zum Karlsruhe SC?

00:04:11.660 --> 00:04:12.740
Speaker 1: Wie muss ich mir das vorstellen?

00:04:14.520 --> 00:04:16.300
Speaker 0: Zunächst mal hatte ich eine sehr schöne Kindheit.

00:04:17.000 --> 00:04:27.820
Speaker 0: Natürlich war das Fußball Der Fußball immer Thema, weil natürlich im Fußball ja sowieso privates und geschäftliches oft miteinander zerfließt.

00:04:27.920 --> 00:04:30.560
Speaker 0: Auch wenn man natürlich hier im Umfeld unterwegs ist.

00:04:31.860 --> 00:04:39.600
Speaker 0: Als kleinkind oder als kleines Kind hatte ich glaube ich den Vorteil, dass mein Vater da ja noch Profifußballer war, zumindest noch ein, zwei Jahre.

00:04:40.160 --> 00:04:42.960
Speaker 0: Und er dann natürlich auch zum Beispiel mittags immer zu Hause war.

00:04:43.640 --> 00:04:54.680
Speaker 0: Das war glaube ich schon ein Privileg, das man jetzt nicht so oft hat und natürlich hat mich dann der Fußball und der Karlsruhe auch immer begleitet dann über meine Jugend bis heute natürlich auch.

00:04:55.480 --> 00:04:59.800
Speaker 1: Und was verbindest du denn so mit dem Wildpark, Gerüche, Bilder?

00:05:00.340 --> 00:05:03.320
Speaker 1: Was kommt da hoch, wenn du mal so in den Änderungen kramst?

00:05:05.240 --> 00:05:09.000
Speaker 0: Ja, ich war ja schon sehr früh dann auch bei den Spielen mit dabei.

00:05:09.560 --> 00:05:12.820
Speaker 0: Welches Spiel genau sind wir immer noch am Rätseln?

00:05:12.920 --> 00:05:15.880
Speaker 0: Ich glaube, das müssen wir noch mal genau recherchieren.

00:05:15.940 --> 00:05:22.820
Speaker 0: Da gibt es ja so ein paar Quellen vielleicht, aber es waren dann ja unzählig viele Spiele, egal ob auswärts oder daheim, wo ich dann mit dabei sein durfte.

00:05:22.920 --> 00:05:28.780
Speaker 0: Und es ist natürlich klar, dass man da schon eine enge Beziehung um so ein Club aufbaut.

00:05:29.720 --> 00:05:41.240
Speaker 0: Natürlich lernt man dann auch, wenn man so nah dran ist, die Schattenzeiten kennen, wenn es mal sportlich nicht so läuft, was für ein Druck dann da herrscht auf die Verantwortlichen, auf den Schäftrainer herrscht, sodass man dann da auch einen guten Einblick dran hatte.

00:05:42.500 --> 00:05:51.400
Speaker 1: Und wie sehr ist es denn auch jetzt ein Wunsch gewesen, von dir auch irgendwann mal für diesen Verein tätig zu werden?

00:05:51.500 --> 00:06:03.100
Speaker 1: War das wirklich eine greifbare Idee so, dass man das in jungen Jahren sich mal selbst gesagt hat, wie hat sich das für dich so entwickelt?

00:06:04.520 --> 00:06:10.300
Speaker 0: Ja, also interessanterweise war es jetzt nie das genaue Ziel oder ein klares Ziel, in dem Fußball zu arbeiten.

00:06:10.900 --> 00:06:20.680
Speaker 0: Jetzt sagen wir mal, sportlich war es eh nicht ein Thema, weil ich eher im Amateurfußball unterwegs war und jetzt auch das Talent hatte, war aber auch nie ein Thema, auch in der Familie nie ein Thema.

00:06:21.840 --> 00:06:32.620
Speaker 0: Und beruflich war es so, dass ich da auch einen anderen Weg zunächst eingeschlagen habe und dann am Ende eher zufällig auch ein bisschen in den Fußball gekommen bin.

00:06:33.640 --> 00:06:39.680
Speaker 0: Der Weg zum KSC lag dann vielleicht auch ein bisschen auf der Hand, wenn man schon im Fußball tätig war.

00:06:40.260 --> 00:06:43.780
Speaker 0: Aber den Einstieg in den Fußball durfte ich ja beim SV-Santhausen machen.

00:06:44.300 --> 00:06:53.280
Speaker 0: Und das ist eigentlich eher zufällig passiert, weil wir da mit unserem Unternehmen, das wir gegründet hatten, einfach da im Sponsoring tätig waren und das dann ja verkauft hatten.

00:06:53.820 --> 00:07:00.020
Speaker 0: Und da einmal ein gewisser Bedarf entstanden ist zu dieser Zeit, weil der Club auch damals sehr gewachsen ist in der zweiten Bundesliga noch.

00:07:00.620 --> 00:07:05.520
Speaker 0: Und deswegen kam ich da dann eigentlich eher zufällig an diese Position.

00:07:07.420 --> 00:07:21.880
Speaker 1: Jetzt ist es ja durchaus so, mit so einer Verbindung zum Verein über den Vater, ist es ja durchaus so, dass man emotionale Verbundenes mit diesem Verein einfach macht, dass das arbeiten leichter oder schwieriger, also weil diese Identifikation natürlich mitschwingt.

00:07:21.940 --> 00:07:28.860
Speaker 1: Also natürlich jeder Verantwortliche will erfolgreich sein, identifiziert sich mit seinem Verein, aber das ist auch noch mal eine andere Geschichte.

00:07:28.980 --> 00:07:31.780
Speaker 1: Inwieweit ist da so ein Unterschied auch bei dir zu spüren?

00:07:33.620 --> 00:07:43.240
Speaker 0: Ja, also nach der Zeit, ich bin ja jetzt schon ein paar Jahre Geschäftsführer, ist es, glaube ich, gibt es positive Aspekte dran, aber vielleicht auch ein paar negative Aspekte dran.

00:07:43.740 --> 00:07:46.640
Speaker 0: Natürlich hilft eine enge Verbindung auch zum Club.

00:07:47.340 --> 00:07:57.760
Speaker 0: Man ist nah dran, man kennt die Regionen, der KSC ist immer Thema, man kriegt immer Feedback, auch im persönlichen Umfeld, was Freunde angeht, was Familie angeht, aber umkehrschluss.

00:07:58.160 --> 00:07:59.860
Speaker 0: der KSC ist dann auch immer Thema.

00:08:00.220 --> 00:08:02.240
Speaker 0: Also man kann natürlich nicht so oft abschalten.

00:08:03.280 --> 00:08:14.060
Speaker 0: Wenn ich jetzt vielleicht Geschäftsführer in Hamburg wäre oder in Berlin oder sonstwo, wo große Städte sind, wo es alles ein bisschen anonymer ist, wo man vielleicht auch nicht aufgewachsen ist, wäre das sicherlich anders hier.

00:08:14.120 --> 00:08:16.360
Speaker 0: Es ist einfach eine andere Situation.

00:08:16.420 --> 00:08:20.880
Speaker 0: Es ist aber nicht so, dass mich die Belastung im Gegenteil des Positiv überwiegt da ganz klar.

00:08:21.480 --> 00:08:23.480
Speaker 1: Da wollte ich trotzdem nochmal nachhaken, wenn du erlaubst.

00:08:25.080 --> 00:08:32.299
Speaker 1: Also wie schaffst du denn es dann so dir deinen Raum auch zu nehmen, also die Erholung, die du da auch brauchst, alle Augen auf dich?

00:08:32.780 --> 00:08:36.960
Speaker 1: Ich meine, du bist verantwortlich für die Ausrichtung, für die Strategie auch mit verantworten.

00:08:37.039 --> 00:08:41.000
Speaker 1: Natürlich für den Sport auch, wenn es da ein Mario Eggiemann gibt als Geschäftsführersport.

00:08:42.620 --> 00:08:50.700
Speaker 1: Wie schaffst du es, diese Balance zu halten in so einem Umfeld, was dich einfach auch emotional vielleicht mehr packt als woanders?

00:08:52.380 --> 00:08:56.500
Speaker 0: Ja, also zunächst mal bin ich jemand, den man jetzt nicht so leicht aus der Ruhe bringen kann.

00:08:57.740 --> 00:09:01.900
Speaker 0: Das habe ich vielleicht auch ein bisschen von meinem Vater dann mitbekommen, bei ihm ist sehr ähnlich.

00:09:02.540 --> 00:09:10.960
Speaker 0: Und ich glaube, das braucht man natürlich auch, um im Fußball beziehungsweise irgendwo zu arbeiten, wo man so ein dynamisches, emotionales Umfeld gepaart mit Medien da und auch hat.

00:09:11.860 --> 00:09:14.200
Speaker 0: Weil am Ende geht es, glaube ich, dann schon auch in die Gesundheit.

00:09:14.260 --> 00:09:18.560
Speaker 0: Und man legt sich da natürlich grundlegend, hat sich schon eine Gelassenheit.

00:09:19.340 --> 00:09:24.580
Speaker 0: Und ich glaube, das hat sich über die Jahre da noch verstärkt, dass man einfach dann die Dinge einzuordnen weiß.

00:09:25.180 --> 00:09:40.940
Speaker 0: Und das man natürlich auch, wenn man jetzt hier beim KSC arbeitet, zwar in einem emotionalen Umfeld arbeitet, aber buchstäblich eigentlich das KSC-Trikot an der Eingangstür, an der Bürotür ablegen muss, weil ansonsten mal einfach keine rationalen Entscheidungen mehr trifft.

00:09:42.000 --> 00:09:47.760
Speaker 1: Du sagst gerade so, dein Vater tatsächlich, der stand für so eine Gelassenheit, für eine Ruhe.

00:09:48.120 --> 00:09:50.500
Speaker 1: Man hatte so immer den Eindruck, denn den wirft so schnell nichts

00:09:50.740 --> 00:09:50.860
Speaker 0: um.

00:09:53.240 --> 00:09:57.500
Speaker 1: Vielleicht sogar auch etwas, was du mitbekommen hast, auch die abgeschaut hast.

00:09:57.600 --> 00:10:06.100
Speaker 1: Ich meine in so einem Umfeld, wo es eben um Siege geht, um Aufstiege, wo die Erwartungshaltung groß ist, braucht es eben genau das.

00:10:06.780 --> 00:10:09.920
Speaker 1: Gelassenheit und diese Souveränität auch.

00:10:11.340 --> 00:10:14.940
Speaker 1: Hast du dir da was abgeschaut von deinem Vater oder an der Summe auch gefragt?

00:10:16.140 --> 00:10:20.120
Speaker 1: Hat dein Vater einfach auch Eigenschaften gehabt, die im Fußballmilieu einfach gefragt sind?

00:10:21.880 --> 00:10:23.800
Speaker 0: Ja, das kann man auf jeden Fall bejahen.

00:10:23.860 --> 00:10:29.300
Speaker 0: Ich glaube, bei jeder Person ist es so, dass die Eltern und das Umfeld ja relativ viel mitgeben.

00:10:29.800 --> 00:10:34.980
Speaker 0: Man hat eine Grundprobrägung und vieles ist dann, was man über die Jahre einfach dazu lernt.

00:10:35.740 --> 00:10:37.920
Speaker 0: Manchmal lernt man vielleicht auch Dinge, wo man vielleicht anders macht.

00:10:37.960 --> 00:10:39.020
Speaker 0: Das ist, glaube ich, ganz normal.

00:10:39.060 --> 00:10:43.100
Speaker 0: Es hat jetzt nichts zu tun, dass jetzt der Vater mal im Fußball oder im Fußball tätig ist.

00:10:43.400 --> 00:10:45.020
Speaker 0: Das glaube ich bei jeder Person so.

00:10:45.120 --> 00:10:56.960
Speaker 0: Aber man kann schon sagen, dass so das Thema Gelassen, Bodenständigkeit, sich so nicht so leicht aus der Ruhe bringen zu lassen, schon eine Eigenschaft ist, die bei uns in der Familie auch der Fall ist und die ich dann gut lernen konnte über die Jahre.

00:10:58.260 --> 00:11:06.240
Speaker 1: Und wenn du jetzt mal auf den Karlsruher SC schaust, auch die Wahrnehmung des Karlsruher SC, so unabhängig auch von der von der sportlichen Entwicklung.

00:11:06.580 --> 00:11:09.060
Speaker 1: Ihr steht momentan sehr gut da, gute Perspektiven.

00:11:09.100 --> 00:11:10.080
Speaker 1: Ihr habt einen tollen Trainer.

00:11:10.400 --> 00:11:12.980
Speaker 1: Das kann ich an der Stelle auch mal sagen mit Christian Eichner.

00:11:14.100 --> 00:11:18.500
Speaker 1: Was gefällt dir an der Wahrnehmung des KSC und was missfällt dir?

00:11:20.800 --> 00:11:23.280
Speaker 0: Ja, wir haben ja eine gewisse Entwicklung hinter uns.

00:11:23.520 --> 00:11:45.000
Speaker 0: Also, ich würde sagen, bis Mitte-Zwo-Tausend-Achzehn hatten wir jetzt nicht das beste Image, sowohl regional als auch national und haben da ja viel dafür getan, unter anderem wieder Teil der Karlsruher Gesellschaft zu sein, hier einfach wieder... ein Stück weit in der KSZ Namen zu haben und auch darüber hinaus.

00:11:46.580 --> 00:11:51.800
Speaker 0: Der KSZ steht für eine absolute Tradition, für eine hohe Identifikation, die auch die Mannschaft lebt.

00:11:51.940 --> 00:11:57.860
Speaker 0: Das sieht man ja auch wieder, dass es uns immer wieder gelingt, dann Spieler zu integrieren, die auch einen Bezug haben zur Region.

00:12:00.420 --> 00:12:07.700
Speaker 0: diese hohe Leidenschaft, diese Traditionen, die der Klub hat und die unheimliche Strahlkraft, die natürlich so ein Traditionsverein hat.

00:12:07.980 --> 00:12:10.560
Speaker 0: Er ist einfach immer Thema in guten wie in schlechten Zeiten.

00:12:11.400 --> 00:12:13.360
Speaker 1: Also du verkörpersst das selbst ja auch.

00:12:13.720 --> 00:12:21.040
Speaker 1: Also Werte, die du auch bei Spielen sehen willst, diese Identifikation mit dem Verein, dafür stehst du ja auch selbst.

00:12:21.080 --> 00:12:35.620
Speaker 1: Das heißt, das liegt ja in der Natur der Sache, dass ihr dann dahin gehend auch nach nach mehr Mentalität schaut, also mit Spielern, aber auch Mitarbeitenden, die sich genauso auch mit dem Verein identifizieren, wie du, ist das so der Anspruch?

00:12:36.760 --> 00:12:37.440
Speaker 0: Ja, schon absolut.

00:12:37.500 --> 00:12:49.220
Speaker 0: Jetzt ist es so, dass wir ja in dem Verwaltungsbereich Mitte-Zw-Achzehn so rund zwanzig Mitarbeitenden hatten, also sehr klein waren, was die Strukturen angeht.

00:12:49.720 --> 00:12:52.720
Speaker 0: Aktuell, jetzt sieben Jahre später sind wir über hundert.

00:12:53.300 --> 00:12:55.460
Speaker 0: hundert Angestellte über hundert Mitarbeitende.

00:12:56.020 --> 00:13:01.940
Speaker 0: Und das Schöne war natürlich, dass wir dieses Personal schon handverlesen konnten.

00:13:02.100 --> 00:13:08.320
Speaker 0: Und da war natürlich schon immer für uns auch wichtig, dass eine fachliche Eignung da ist.

00:13:10.060 --> 00:13:23.040
Speaker 0: mindestens genauso wichtig, wenn nicht noch ein Tick wichtiger, war uns eigentlich, dass der, dass der jene verinhaltlich zu uns gepasst hat, zu unseren Werten hat, also das gelebt hat oder lebt das, was für uns beim KSC wichtig ist, diese Werte.

00:13:23.760 --> 00:13:28.540
Speaker 0: Und ich war bis vor zwei Jahren, glaube ich, auch noch bei jedem Vorstellungsspräch mit dabei.

00:13:28.940 --> 00:13:47.540
Speaker 0: Mittlerweile sind wir natürlich so groß und haben natürlich auch insbesondere auf der zweiten Führungsebene mit den Direktoren sehr gut aufgestellt, sodass dann hohes Vertrauen da ist, dass eben jetzt, wenn die Neueinstellungen jetzt wieder gemacht werden, haben wir immer noch dann auch diese Werte wieder beachtet werden bei den Einstellungen.

00:13:48.360 --> 00:13:51.860
Speaker 1: Und nochmal zu meiner Ursprungsfrage.

00:13:52.880 --> 00:14:02.140
Speaker 1: Was missfällt dir im Moment auch so, wenn man über den Karlsruhe SC redet oder wenn man auf den Karlsruhe SC schaut, gibt es da etwas, was dir da direkt in den Sinn kommt.

00:14:02.240 --> 00:14:08.220
Speaker 1: oder sagst du, Mensch, die Entwicklung ist gut, alles soweit passt es oder gibt es da etwas, was dir auch nicht so gefällt?

00:14:09.720 --> 00:14:14.000
Speaker 0: Ja, ich glaube insgesamt haben wir jetzt schon einen tollen Ruf uns über die Jahre erarbeitet.

00:14:15.160 --> 00:14:22.340
Speaker 0: Wir haben natürlich durch Testmaß mal vielleicht längere Zeit jetzt im Profifußball nicht so präsent waren, fehlt uns national glaube ich einfach ein bisschen die Lobby.

00:14:23.580 --> 00:14:32.920
Speaker 0: noch in der Politik vielleicht ein bisschen die Lobby, kann aber auch ein regionales Thema, weil natürlich starke Konkurrenz auch einfach in Baden-Württemberg dann auch da ist.

00:14:33.800 --> 00:14:38.660
Speaker 0: Aber grundsätzlich gibt es jetzt kein Thema, wo ich sage, das missfällt mir jetzt, wenn wer den KSC bewertet.

00:14:39.820 --> 00:14:48.180
Speaker 1: Und um wieder zurückzukommen zu den Sachen, die euch auch auszeichnen, also du schon seit Jahrzehnten in dieser Rolle, in dieser Position, das ist dein Eichner.

00:14:48.220 --> 00:14:58.440
Speaker 1: Ich glaube, der Trainer, der am längsten, fast in den ersten beiden Liegen so im Verein arbeitet, das ist ja kein Zufall.

00:15:00.320 --> 00:15:12.100
Speaker 0: Ja, also das ist ja schon auch bewusst gewählt, dass man einfach versucht, Leute hier mit dazuzuholen, die für den Club brennen, die idealerweise noch einen regionalen Bezug haben, die vielleicht früher mal als Spieler da waren.

00:15:12.760 --> 00:15:25.080
Speaker 0: Das hilft natürlich, weil es ist natürlich auch klar, dass der Fußball ein riesen Wettbewerb ist und insgesamt ein gutes Personal, egal ob es Spieler sind, aber auch mittlerweile Management, erst der zweite Führungsebene, normalen Mitarbeitende.

00:15:25.760 --> 00:15:35.040
Speaker 0: Da ist schon dann auch ein Kampf auf dem Arbeitsmarkt da, wie es in anderen Unternehmensbereichen natürlich auch ist und wir können da nie am meisten Geld bezahlen.

00:15:35.400 --> 00:15:56.700
Speaker 0: Das war schon immer so, da gibt es immer Clubs geben oder Unternehmen, die mehr bezahlen, aber wir können eben einen Umfeld bieten, in dem sich jeder entwickeln kann, in dem jeder relativ schnell eine sehr hohe Verantwortung bekommt, seine Ideen verwirklichen kann, sich selbst mit einbringen kann, um eben dann das gemeinsame Ziel zu erreichen.

00:15:57.800 --> 00:16:04.880
Speaker 1: Und wie muss ich mir so ein verhältenes Geschäftsführer Karlsruhe SC und Trainer vorstellen?

00:16:05.180 --> 00:16:07.900
Speaker 1: Trainer, der eben so lange auch im Verein ist.

00:16:08.000 --> 00:16:10.000
Speaker 1: Wie ist da so der Austausch?

00:16:10.420 --> 00:16:11.340
Speaker 1: Wie oft sprecht ihr?

00:16:12.120 --> 00:16:15.120
Speaker 0: Ja, das ist ja immer so ein bisschen auf die Konstellation zurückzuführen.

00:16:15.200 --> 00:16:19.640
Speaker 0: Also begonnen haben wir ja mit zwei Geschäftsführern, mit Oliver Kreuzer und mir damals noch.

00:16:20.380 --> 00:16:23.280
Speaker 0: Da waren aber insgesamt auch noch viel kleiner, dann auch im Sport.

00:16:23.740 --> 00:16:26.620
Speaker 0: Da waren sehr, sehr regelmäßiger Austausch.

00:16:26.700 --> 00:16:31.420
Speaker 0: Dann gab es ja die Zeit, wo ich alleiniger Geschäftsführer dann war, über zwei Jahre lang.

00:16:31.520 --> 00:16:33.440
Speaker 0: Da wurde das Ganze dann noch mal intensiviert.

00:16:33.860 --> 00:16:45.660
Speaker 0: Und jetzt natürlich ist er die Struktur noch mal größer geworden mit Timon Pals und mit Mario Eggemann, sodass natürlich das nicht mehr so intensiv ist, wie da, wo ich allein Geschäftsführer war, aber immer noch regelmäßig.

00:16:45.740 --> 00:16:46.880
Speaker 0: Und man tauscht sich eben aus.

00:16:46.960 --> 00:16:49.840
Speaker 0: Es ist auch wichtig, wie du zu Recht gesagt hast.

00:16:50.760 --> 00:16:59.420
Speaker 0: und am Ende müssen ja beide Seiten wissen, also es ist ja immer ein Spannungsverhältnis, der Christian Eichner als Trainer oder Chefstrainer allgemein, sind sehr, sehr kurzfristig unterwegs.

00:17:00.220 --> 00:17:14.660
Speaker 0: Man sagt ja auch so nette, oder nicht so nette, sie sind das schwächste Glied, aber ich glaube, wir beim KSC haben... haben wir schon bewiesen, dass wir das ein bisschen anders sehen und auch in Schwächephasen nicht gleich die Fassung verlieren und emotionale Entscheidungen treffen.

00:17:15.140 --> 00:17:20.940
Speaker 0: Und so gilt es, es auszutauschen, insbesondere gegenseitig Verständnis zu erzeugen für die Sicht.

00:17:21.040 --> 00:17:30.700
Speaker 0: Ich habe die sehr langfristige Sicht, die sehr kurzfristige Sicht und das geht es zusammen zu bringen, aber am Ende wollen ja beide erfolgreich sein und deswegen vereint dann wiederum das Gemeinsitz.

00:17:30.960 --> 00:17:33.980
Speaker 0: gemeinsam mit Ziel, auch wenn die Standpunkte mal konträr sind.

00:17:34.300 --> 00:17:35.400
Speaker 0: Das ist aber völlig normal.

00:17:35.540 --> 00:17:42.340
Speaker 0: Es gehört auch dazu, wichtig ist, dass man die Dinge offen ansprechen kann, sich gegenseitig auch mal die Meinung sagen kann und dieses Verhältnis ist da.

00:17:42.960 --> 00:17:45.520
Speaker 0: Und deswegen gibt uns ja der Erfolg auch recht in den letzten Jahren.

00:17:46.320 --> 00:17:50.640
Speaker 1: Jetzt, Michael, bist du einundvierzig, bist aber schon seit zwei Tausend Achtzehn auch in dieser Rolle.

00:17:50.780 --> 00:17:54.420
Speaker 1: Das heißt, mit vierunddreißig bist du da eingestiegen.

00:17:55.400 --> 00:17:59.580
Speaker 1: Wenn man dir so zuhört, also eine klare Haltung, klare Ausrichtung.

00:18:00.360 --> 00:18:07.120
Speaker 1: das Gefühl der Mann, der weiß, wo er herkommt, der weiß aber auch, wo er hin will.

00:18:08.300 --> 00:18:10.360
Speaker 1: Wie war das so mit den Widerständen auch?

00:18:10.620 --> 00:18:18.160
Speaker 1: Vielleicht auch die Familienkonstellation, hast du erst mal deine Sporen sehr, sehr gut in der Wirtschaft verdient, kommst auch dann von Sandhausen.

00:18:18.940 --> 00:18:22.820
Speaker 1: Wie siehst du so ein bisschen die Jahre auch, so deine Entwicklung, auch vielleicht die Widerstände?

00:18:23.160 --> 00:18:24.060
Speaker 1: Gab es Widerstände?

00:18:26.040 --> 00:18:26.700
Speaker 1: Wie ist es auch so?

00:18:27.420 --> 00:18:29.340
Speaker 1: Hat man dich auch von Anfang an auch ernst genommen?

00:18:29.400 --> 00:18:35.320
Speaker 1: Oder ist es jetzt auch schon ein Weg, wo du sagst, Mensch, wenn ich zurückschaue, da gab es auch ein, zwei schwierige Situationen für mich.

00:18:36.760 --> 00:18:43.980
Speaker 0: Ja, also zunächst mal ist er seit dem Jahr zwei Tausend Achtzehn ja wirklich kein Stein auf dem anderen geblieben und damit unheimlich viel verändert worden.

00:18:44.060 --> 00:18:53.880
Speaker 0: Und es ist jetzt auch kein Geheimnis, dass Veränderungen natürlich jetzt für Personen oder für allgemein Jetzt nicht mal was Schönes ist.

00:18:54.220 --> 00:18:55.920
Speaker 0: Also da ist man ja erstmal ein bisschen zurückhaltend.

00:18:55.960 --> 00:18:57.000
Speaker 0: Oh, es verändert sich was.

00:18:57.380 --> 00:18:59.820
Speaker 0: Es werden Dinge anders.

00:19:00.900 --> 00:19:02.800
Speaker 0: Da hat man erstmal eine gewisse Angst auch.

00:19:03.320 --> 00:19:05.420
Speaker 0: Es ist eine Ungewissheit da.

00:19:06.860 --> 00:19:12.300
Speaker 0: Wir hatten Anfangs natürlich... dann schon auch das Glück, dass ein extrem hoher Druck von den Stakeholders da waren.

00:19:12.900 --> 00:19:36.380
Speaker 0: Wir sind ja da, in dem Jahr zwei Jahrtausend, achtzehn leider nicht aufgestiegen, wieder direkt in die zweite Bundesliga, sind die Relegation gescheitert gegen Erzgebirge Aue und dann wurde natürlich auch der Druck von außenmassiv hoch, sodass gewisse Dinge einfach angepackt wurden und dass man auch Themen, die halt jahrelang plötzlich hergeschoben wurde, dann umgesetzt worden sind.

00:19:37.500 --> 00:19:42.520
Speaker 0: Wir haben aber heute auch immer noch Themen, wo konsequente Entscheidungen getroffen werden müssen.

00:19:42.720 --> 00:19:51.680
Speaker 0: Und die sind auch manchmal hart, also auch für einzelne Persönlichkeiten oder für einzelne Mitarbeitende hart, wenn man Entscheidungen trifft.

00:19:51.740 --> 00:19:58.600
Speaker 0: Aber das gehört natürlich in so einer Führungsposition allgemein dazu, dass man Entscheidungen trifft.

00:19:59.860 --> 00:20:02.620
Speaker 0: Wir hatten dann irgendwann das Glück in den letzten Jahren.

00:20:07.000 --> 00:20:08.300
Speaker 0: dass man alles verändern konnte.

00:20:09.820 --> 00:20:21.780
Speaker 0: Man hat natürlich auch schnell Erfolge erzielen können, was Umsätze angeht, was Einnahmen angeht, so dass es immer weiter ging, immer weiter ging und die Widerstandstände stieg für stieg geringer wurden.

00:20:22.260 --> 00:20:31.700
Speaker 0: Das ist dann nochmal ein bisschen extremer geworden, als diese Umstrukturierung im Sport stattfand, wo man sich vom Oliver Kreuzer getrennt hat, weil das natürlich, man hat da an der Herzkammer, würde ich jetzt sagen, agiert.

00:20:31.760 --> 00:20:38.620
Speaker 0: vorher hat man ja viel drumrum verändert, aber dann ist man in die Herzkammer gegangen und hat da nochmal eine komplette Restrukturierung vorgenommen.

00:20:38.700 --> 00:20:45.840
Speaker 0: Da gab es natürlich schon nochmal ordentlich Gegenwind, auch von außen, auch von innen, von Creme teilweise.

00:20:47.000 --> 00:20:55.140
Speaker 0: Aber... Der Erfolg gibt uns ja auch in diesem Bereich recht, dass es die richtige Entscheidung war, da einfach auch die nächsten Entwicklungen schrickzunehmen.

00:20:55.400 --> 00:21:04.520
Speaker 0: Wir konnten jetzt mit Max Weiser den ersten Transferlös generieren, direkt aus der Strategie und konnten parallel aber auch unseren sportlichen Weg erfolgreich fortsetzen.

00:21:06.540 --> 00:21:11.000
Speaker 1: Weil du auch das Wort gerade nochmal gesagt hast und mir kam jetzt so die Frage so Erfolg, genau.

00:21:11.120 --> 00:21:13.640
Speaker 1: Also was ist eigentlich Erfolg für den Michael Becker?

00:21:14.820 --> 00:21:20.780
Speaker 1: Wenn ich so sehe, auch wo der Verein herkommt, so aus dieser Zeit, die du gerade auch beschrieben hast, aus dem Jahr zwei Tausend Achtzehn.

00:21:20.820 --> 00:21:24.300
Speaker 1: Ihr seid in der zweiten Liga seit vielen Jahren, neues Stadion.

00:21:26.120 --> 00:21:31.680
Speaker 1: Also auf mich jedenfalls diesen Eindruck an der frischen, jung, hungrigen Truppe, auch in Verbindung mit diesem Trainer.

00:21:32.400 --> 00:21:35.040
Speaker 1: Aber trotzdem, was ist für dich Erfolg?

00:21:35.140 --> 00:21:39.940
Speaker 1: Also nach welchen Maßstäben beurteilst du das für dich selbst?

00:21:40.880 --> 00:21:44.480
Speaker 0: Ja, also für das Unternehmen KSC, da kann man es sehr gut messen.

00:21:44.540 --> 00:21:52.080
Speaker 0: Da gibt es letztendlich... Die sportliche Wertung, die haben wir jede Woche und am Ende der Saison gibt es ein Tabellenplatz.

00:21:52.200 --> 00:21:56.500
Speaker 0: Also da ist es ja relativ gerade messbar und auch im wirtschaftlichen Bereich.

00:21:57.080 --> 00:22:03.180
Speaker 0: Wenn man den anderen großen Bereich nimmt, ist es auch ganz klar messbar an Umsatz, an Gewinn, an Entwicklung der Verbindlichkeiten.

00:22:03.220 --> 00:22:07.840
Speaker 0: Also da kann man ja das relativ klar messen und auch den Erfolg klar sehen.

00:22:08.600 --> 00:22:33.880
Speaker 0: Auf der anderen Seite ist es aber so, dass wir hier mittlerweile zweihundert Menschen beschäftigt haben, die hier jeden Tag herkommen und Auf das, glaube ich, können wir stolz sein, dass wir viele Mitarbeitende, wir können auch der Cheftrainer schon mit dazu jahrelang bei uns sind, selbst weiterentwickelt haben, aber auch den KSC weiterentwickelt haben und einfach diese Leidenschaft nach wie vor haben und hier was bewegen wollen.

00:22:35.300 --> 00:22:46.360
Speaker 0: freue ich mich natürlich schon immer sehr, wenn man hier reinkommt und einfach dieses Feeling spürt, dass man zwar schon viel erreicht hat, aber eben noch nicht am Ende ist und gemeinsam noch viel vorhat.

00:22:46.420 --> 00:22:48.840
Speaker 0: Und das würde ich schon als als großer Erfolg dann auch sehen.

00:22:52.440 --> 00:22:54.400
Speaker 1: Wie bist du denn so da?

00:22:54.600 --> 00:22:56.560
Speaker 1: Also ist dir das auch bewusst und klar?

00:22:56.720 --> 00:23:02.560
Speaker 1: Also diese zweihundert Leute, die da für euch arbeiten, Was ist dir da wichtig auch im Umgang?

00:23:02.640 --> 00:23:04.520
Speaker 1: Was willst du auch senden?

00:23:05.760 --> 00:23:09.040
Speaker 1: Was für Leitprinzipien sind dir einfach wichtig auch im Umgang?

00:23:09.180 --> 00:23:12.820
Speaker 1: Also du lebst das vor so mit dem Engagement, dass du auch in den Tag legst.

00:23:12.880 --> 00:23:13.580
Speaker 1: Also spürbar.

00:23:13.940 --> 00:23:15.800
Speaker 1: Was gilt denn da noch für dich?

00:23:16.740 --> 00:23:23.060
Speaker 1: Was extrem wichtig ist, um auch die Mitarbeitenden auch zu motivieren und auch die richtigen Signale dazu setzen.

00:23:23.120 --> 00:23:24.460
Speaker 1: Was bedeutet für dich gute Führung?

00:23:25.700 --> 00:23:32.420
Speaker 0: Ja, habe ich die, glaube ich, da auf Augenhöhe zu agieren und natürlich auch immer respektvoll mit jedem umzugehen.

00:23:33.960 --> 00:23:38.980
Speaker 0: Aus meiner Sicht hat sich die Führung über die Generation natürlich schon extrem weiter entwickelt.

00:23:39.020 --> 00:23:47.640
Speaker 0: Früher war es natürlich so, da gab es die Führungskraft und die Führungskraft hat gesagt, wir gehen rechts rum und dann sind halt alle rechts rumgelaufen und haben das jetzt nicht hinterfragt.

00:23:48.800 --> 00:24:01.820
Speaker 0: Oft war es ja dann so, das Patriarchentum, wo es da noch ein Geschäftsführer gab, der mehr oder weniger vom Reißnagel bis zum Millioneninvest alles alleine entschieden hat und das wurde aber gar nicht hinterfragt.

00:24:02.240 --> 00:24:08.660
Speaker 0: Oft waren diese Unternehmen ja auch jahrzehntelang erfolgreich, also das Modell war ja über Jahre erfolgreich.

00:24:09.120 --> 00:24:15.120
Speaker 0: Jetzt gibt es halt neue Generationen, die einfach Führung anders verstehen und deswegen muss man natürlich auch anders führen.

00:24:15.560 --> 00:24:24.540
Speaker 0: Jetzt komme ich schon ein bisschen aus einer anderen Generation, logischerweise, da ist jetzt dieses Das ist das hierarchische Führen ja eh nicht mehr so der Fall, wie man das früher hatte.

00:24:24.720 --> 00:24:32.660
Speaker 0: Und der Hauptunterschied ist für mich, dass man immer noch konsequent natürlich Entscheidungen treffen muss, aber einfach die viel klarer kommuniziert.

00:24:33.740 --> 00:24:36.660
Speaker 0: Am Ende gibt es natürlich immer die Führungskräfte müssen entscheiden.

00:24:36.720 --> 00:24:39.360
Speaker 0: Deswegen sind sie ja Führungskräfte und das ist auch nicht schlimm.

00:24:40.260 --> 00:24:41.220
Speaker 0: Das gehört auch mit dazu.

00:24:42.420 --> 00:24:49.980
Speaker 0: investieren sehr, sehr viel in das Führungsthema, haben ja da ein begleitendes Führungskräftecoaching, wo alle Führungskräfte durchlaufen.

00:24:50.680 --> 00:25:08.740
Speaker 0: Und da geht es einfach darum, dass man einfach dann die Entscheidungen auch klar kommuniziert, auch logischerweise Die Meinung des Mitarbeitenden einholt, die berücksichtigt bei einem Input und dann eben die Entscheidung trifft und halt eben nicht von oben herabregiert und sagt, so machen wir es jetzt.

00:25:08.820 --> 00:25:16.380
Speaker 0: Und was wir aber auch entwickelt haben, dass wenn zum Beispiel eine Führungskraft bei gewissen Thematiken sagen will, da will ich jetzt aber alles mitbestimmen.

00:25:16.440 --> 00:25:18.280
Speaker 0: Das ist mir einfach wichtig, weil es mir am Herzen liegt.

00:25:18.600 --> 00:25:22.020
Speaker 0: Und wenn es einfach ein Sonderprojekt ist, dann wird es klar, ganz klar argumentiert.

00:25:23.000 --> 00:25:26.080
Speaker 0: Und dann haben wir gelernt, dass das dann für die Mitarbeitenden auch passt.

00:25:26.120 --> 00:25:34.740
Speaker 0: Das Schlimmste ist, wenn sie einfach in einem Luftleerenraum sind und nicht wissen, wo sollen sie mitreden, wo sollen sie nicht mitreden, wo ist die Meinung wichtig, wo nehme ich mich vielleicht mal zurück.

00:25:35.260 --> 00:25:38.020
Speaker 0: Und da ist die klare Kommunikation einfach ganz wichtig.

00:25:38.580 --> 00:25:59.920
Speaker 0: Und wir haben auch, glaube ich, das hinbekommen, insbesondere dann auf der ersten und zweiten Führungsebene, dass wir eine Zusammenarbeit haben, wo man Dinge... kritisieren kann, ansprechen kann untereinander, also auch die Direktoren mir gegenüber oder umgekehrt, wo man die kritisch hinterfragen kann, wo es aber keiner persönlich nimmt.

00:26:00.260 --> 00:26:19.900
Speaker 0: Und es ist schon ein Entwicklungsweg, ich glaube, den muss man erst mal hinter sich haben, weil der erste Reflex, ich glaube, ich immer, oh, jetzt ist es eine persönliche Angriffe und ich glaube, das hat sich dann in dem Zusammenspiel und wie wir uns alle gemeinsam weiterentwickelt, super ergeben, dass man sich einfach sachlich total kritisieren kann, ohne dass es einer persönlich nimmt.

00:26:20.600 --> 00:26:30.860
Speaker 1: Ja, gerade in einem Fußballverein, der ja von Haus aus so wie du es auch beschrieben hast, historisch einfach so hierarchisch gewachsen ist, dann so eine andere Kultur einzuführen, wo jeder das Gefühl hat, ich darf alles sagen.

00:26:31.520 --> 00:26:36.820
Speaker 1: Ein Stück war diese psychologische Sicherheit herzustellen, dass jeder immer alles sagen darf.

00:26:37.080 --> 00:26:41.880
Speaker 1: Das hört sich einfach an, aber es ist extrem schwierig umzusetzen, gerade im Fußballverein.

00:26:41.920 --> 00:26:46.020
Speaker 1: Deswegen klingt das wirklich sehr, sehr gut, muss ich sagen.

00:26:46.860 --> 00:26:51.920
Speaker 1: Jetzt gibt es ja so diesen Umgang und auch Werte, die man lebt im Unternehmen.

00:26:54.500 --> 00:27:00.740
Speaker 1: Also, wo die Öffentlichkeit ein Stück weit der Außenforce, jetzt gibt es aber auch Entscheidungen, die ja in der Öffentlichkeit hoch und runter diskutiert werden.

00:27:00.780 --> 00:27:02.640
Speaker 1: Du hast jetzt nur Oliver Kreuzer gesagt, wo das dann?

00:27:03.000 --> 00:27:04.520
Speaker 1: natürlich im Umfeld in den Medien.

00:27:05.060 --> 00:27:14.120
Speaker 1: Wie schwierig ist es denn so in so einer Rolle, die du auch hast, wo alles hoch und runter diskutiert wird, ja so bei sich zu bleiben?

00:27:14.240 --> 00:27:18.460
Speaker 1: Und manchmal ist man auch ein bisschen machtlos, weil die Öffentlichkeit nicht alle Informationen hat.

00:27:18.540 --> 00:27:21.980
Speaker 1: Also wie groß ist der Spagat für dich selbst?

00:27:22.620 --> 00:27:26.360
Speaker 1: angesichts von auch wichtigen Personalentscheidungen, die nach draußen gehen.

00:27:27.680 --> 00:27:36.480
Speaker 0: Gutes, was du glaube ich angesprochen hast, ist der Hauptunterschied zwischen Fußballverein, Streckstrichunternehmen und der Unternehmensfeld, der klassischen Unternehmensfeld.

00:27:37.120 --> 00:27:43.900
Speaker 0: Da werden ja auch konsequente Entscheidungen getroffen, auch Personalentscheidungen, aber der Hauptunterschied ist eben, dass das Medienumfeld fehlt.

00:27:43.940 --> 00:27:50.800
Speaker 0: Jetzt ist es so, dass natürlich Viele Klubs sicherlich noch ein viel nervöseres, ein viel größeres Medienumfeld, wie wir haben.

00:27:53.040 --> 00:27:56.240
Speaker 0: Dennoch ist bei uns wird natürlich trotzdem alles hinterfragt.

00:27:56.300 --> 00:28:01.680
Speaker 0: Zum einen von den Medien, zum anderen aber auch von unseren Fans, von unseren Mitgliedern.

00:28:02.940 --> 00:28:03.680
Speaker 0: Das gehört auch dazu.

00:28:03.800 --> 00:28:07.280
Speaker 0: Das ist auch Teil des Fussballs.

00:28:07.540 --> 00:28:10.100
Speaker 0: Das macht mir auch so attraktiv, dass jeder halt mitreden kann.

00:28:11.320 --> 00:28:19.180
Speaker 0: Und deswegen glaube ich, Ist das ein Bestandteil dieses Unternehmens, das einfach dazugehört?

00:28:20.960 --> 00:28:26.460
Speaker 0: Ich glaube, es ist wichtig, dass man das nicht alles ignoriert und sagt, ja, wir treffen hier die Entscheidungen und ihr könnt es bitte akzeptieren.

00:28:26.600 --> 00:28:39.420
Speaker 0: Also so sehen wir das nicht, sondern wir wünschen uns da schon Feedback in dem Moment, wo es sachlich bleibt und nehmen da schon immer das ein oder andere Mal auf und hinterfragen dann vielleicht die eine oder andere Entscheidung.

00:28:39.980 --> 00:28:56.480
Speaker 0: Das, was du noch angesprochen hast, ist natürlich auch wichtig, dass natürlich wie jedes Unternehmen so Entscheidungswege extrem komplex sind und man ja jetzt nicht morgens aufsteht und sagt, Jetzt treffe ich mal die Entscheidung, weil jetzt bin ich gerade mit dem falschen Fuß aufgestanden und dem seine Nase passt mir nicht zum Beispiel.

00:28:56.540 --> 00:29:03.000
Speaker 0: So läuft es ja nicht, sondern wir wägen schon sehr, sehr gut ab, wenn wir Entscheidungen treffen, die eine gewisse Tragweite haben.

00:29:03.060 --> 00:29:07.320
Speaker 0: Und es ist ja jetzt nicht ein Wimpernschlag, wo man das entscheidet.

00:29:07.360 --> 00:29:12.460
Speaker 0: Und diesen Entscheidungsprozess kann man natürlich nur bedingt nach außen kommunizieren.

00:29:12.540 --> 00:29:17.780
Speaker 0: Wir versuchen, das immer mehr dahintergründe zu geben, ist aber natürlich nicht.

00:29:18.460 --> 00:29:24.700
Speaker 0: Nicht ganz einfach weil natürlich in den medien oft nur verkürzte statements dann sind einfach die.

00:29:25.380 --> 00:29:27.940
Speaker 0: Ja, die ist einfach begrenzt die zeit.

00:29:28.920 --> 00:29:33.520
Speaker 0: die zeit der menschen ist begrenzt Dinge aufzunehmen so ist das dann nur nur gewisse informationen ankommen.

00:29:33.560 --> 00:29:39.200
Speaker 0: das ist aber genau ein glaub ich ein thema in der gesellschaft und dann klar wird man sich schon das ein oder andere mal wünschen das.

00:29:40.240 --> 00:29:53.960
Speaker 0: dass das, bevor Leute Meinungen äußern, vielleicht die eine oder andere Hintergrund mehr da ist, aber das gehört einfach zum Geschäft und es ist auch mit unsere Aufgabe, Entscheidungswege und Entscheidungen bestmöglich zu erklären.

00:29:54.520 --> 00:29:55.520
Speaker 0: Es gelingt uns nicht immer.

00:29:56.180 --> 00:29:58.560
Speaker 0: weil man teilweise auch die Zeit dann zu kurz ist.

00:29:59.220 --> 00:30:01.940
Speaker 0: Aber wir arbeiten natürlich daran, es immer bestmöglich vorzubereiten.

00:30:02.800 --> 00:30:17.140
Speaker 1: Und jetzt gab es ja einige Entscheidungen, die so den Weg des Scars war, das sie in den letzten Jahren gekennzeichnet haben, also Ausgliederung des Profi-Bereichs, Stadion-Neubau, personelle Entscheidungen, die du eben gerade genannt hast, auch neu aufgestellt.

00:30:18.160 --> 00:30:28.600
Speaker 1: Das scheint ja wirklich... Also... einfach nach oben zu gehen und wenn es sich nach oben geht, so im Sinne der Ligen, sondern auf jeden Fall eine Kontinuität, die überall abzulesen ist.

00:30:28.860 --> 00:30:35.300
Speaker 1: Gibt es denn trotzdem, also bist du einfach zufrieden mit dem, wie es gelaufen ist auch in deiner Rolle, wie würdest du es einordnen?

00:30:37.020 --> 00:30:43.780
Speaker 0: Ja, das ist ja jetzt auch eine gewisse Zeitspanne von den sieben, acht Jahren, von dem wir mittlerweile reden.

00:30:44.680 --> 00:30:52.580
Speaker 0: Ich bin persönlich ein sehr ungeduldiger Mensch und auch vielleicht als schwächer, doch dann das ein oder andere Mal zu perfektionistisch.

00:30:53.280 --> 00:30:59.880
Speaker 0: Das ist auch, glaube ich, bei der Führung, was man lernen muss, dass man nicht immer den gleichen Anspruch dann auch hat.

00:31:02.480 --> 00:31:04.800
Speaker 0: Es ist sehr, sehr viel passiert in den Jahren.

00:31:05.080 --> 00:31:20.120
Speaker 0: Ich hätte nicht gedacht, dass es so lange geht, aber wir hatten natürlich auch unheimlich viel und deswegen sind wir da schon sehr froh, wie das gelaufen ist und auch dankbar und haben ja unheimlich viele Menschen ihren Teil dazu beigetragen.

00:31:20.340 --> 00:31:32.000
Speaker 0: Es war unter ein oder andere Stelle mal knapp, hat man vielleicht auch sportlich mal Glück gehabt, wenn ich an den Eine Nichtabstieg gegen Kräuter-Fürdenke, mehr oder weniger kurz vor Tore Schluss.

00:31:33.000 --> 00:31:35.580
Speaker 0: Aber generell sind wir da sehr zufrieden mit der Entwicklung.

00:31:36.660 --> 00:31:39.140
Speaker 0: Aber für uns geht es jetzt schon wieder, die nächsten Jahre zu planen.

00:31:43.700 --> 00:31:44.820
Speaker 1: Wie plant man die nächsten Jahre?

00:31:48.540 --> 00:31:52.420
Speaker 0: Für uns geht es ja darum, schon irgendwann mal sportlich den nächsten Schritt zu machen.

00:31:53.200 --> 00:31:57.180
Speaker 0: Wir haben langfristig das Ziel, in die Top-Twenty Deutschland zu kommen.

00:31:57.900 --> 00:32:00.000
Speaker 0: Das ist natürlich sehr, sehr ambitioniert.

00:32:00.040 --> 00:32:06.180
Speaker 0: Es ist uns auch bewusst, die Schere zwischen Bundesliga und Zweiterliga ist immer größer geworden, insbesondere durch die TV-Geldthematik.

00:32:06.800 --> 00:32:13.880
Speaker 0: Allerdings ist es so, dass natürlich der KSC im Gegensatz zu vielen anderen Clubs ein sehr, sehr großes Potenzial hat.

00:32:13.940 --> 00:32:16.820
Speaker 0: Wir haben eine sehr steige Stadt, wir haben eine extrem große Region.

00:32:18.220 --> 00:32:24.080
Speaker 0: Eine super tolle Fanbasis über ein Jahrhundert, mittlerweile gewachsen als Traditionsverein.

00:32:24.120 --> 00:32:39.740
Speaker 0: Und dieses Bund haben nicht so viele, das tolle Stadion haben auch dazu, wo entstanden ist, sodass wir schon glauben, dass die Wahrscheinlichkeit bei uns höher ist, sich in der Bundesliga zu etablieren, wie vielleicht beim einen oder anderen Club, der das schon erreicht hat.

00:32:40.100 --> 00:32:41.740
Speaker 0: Wir wissen, dass das ein großer Schritt ist.

00:32:42.480 --> 00:32:56.440
Speaker 0: Wir setzen uns da jetzt auch nicht unter Druck, bleiben auch bei unserem Weg, dass wir Stück für Stück investieren, aber jetzt nicht ins Casino gehen und irgendwelche verrückte Sachen machen, investieren immer in... in Steine und Beine bauen ja auch gerade an Profitrainingplätze in dem Bereich.

00:32:56.500 --> 00:33:10.320
Speaker 0: Und bauen das aber schon ganz klar auf, wie wir in den nächsten drei Jahren, drei bis fünf Jahre da agieren wollen, wollen vorbereitet sein, was auch die Verwaltung angeht, wenn man einen Vorbereit, wenn man so ein Szenario auftritt, eines Aufstiegs.

00:33:10.440 --> 00:33:12.960
Speaker 0: Also das gilt es halt, um die nächsten Jahre zu planen.

00:33:14.820 --> 00:33:21.580
Speaker 1: Wenn du dich selbst mal so einordnen müsstest, wie viel sportliche Expertise bringst du denn mit so auch?

00:33:21.960 --> 00:33:33.280
Speaker 1: im Bezug vielleicht auch auf den Geschäftsführersport, wie sehr bist du da präsent und wie sehr wirst du auch mit einbezogen aufgrund deiner Expertise?

00:33:34.860 --> 00:33:46.460
Speaker 0: Ja, also da haben wir schon ein sehr klares Rollenverständnis, egal ob ich jetzt zwei Geschäftsführer sind oder in der Zeit, wo ich das alleine dann machen durfte.

00:33:48.760 --> 00:33:54.260
Speaker 0: oder jetzt wieder mit Mario Aegemeinde schon klares Verständnis, dass ich mich grundsätzlich eigentlich nicht zu sportlichen Belangen äußern.

00:33:54.720 --> 00:34:02.520
Speaker 0: Wir haben da kompetente Leute, die in dem Bereich tätig sind, die die Verantwortung haben, auch die Verantwortung bekommen sollen.

00:34:03.460 --> 00:34:14.460
Speaker 0: Und deswegen beziehe ich mich dann auf die wirtschaftliche Seite, was das angeht und bewert jetzt nicht die sportliche Leistung von einzelnen Spielern oder sowas.

00:34:14.540 --> 00:34:18.580
Speaker 0: Ich glaube, das ist auch wichtig, sodass da jeder seine seine Rolle drin hat.

00:34:18.920 --> 00:34:25.739
Speaker 0: Natürlich im privaten Umfeld bei einem Glas Bier abends, dann diskutiert man halt schon mal, warum hat er jetzt neben das Tor geschossen und nicht ins Tor.

00:34:26.100 --> 00:34:40.320
Speaker 0: Das ist ja vollkommen klar, das ist ja die Leidenschaft, die für Fußball dazugehört, aber in der Rolle des Geschäftsführers, des Speicher der Geschäftsführung, wie es jetzt auch ist, halte ich mich bei den sportlichen Aussagen sowohl öffentlich als auch intern zurück.

00:34:41.179 --> 00:34:47.000
Speaker 1: Das ist ja in der Vergangenheit den allermeisten Verwert geblieben, also das hinzubekommen.

00:34:47.159 --> 00:34:52.219
Speaker 1: Die haben das dann vielleicht mal gesagt, aber das hat dann doch in so einer Position immer wieder gejuckt.

00:34:52.280 --> 00:35:00.240
Speaker 1: Na ja, aber eigentlich Fußball meint das Ding muss ins Netz so und ich sehe doch auch, was da passiert und ich habe auch mal gespielt und sich da zurückzunehmen.

00:35:00.700 --> 00:35:15.280
Speaker 1: da sozusagen auch der Öffentlichkeit klar zu machen, immer wieder neu, da gibt es jemanden, ich bin für andere Dinge zuständig, das ist für viele, viele extrem schwer gemacht, aber glaube ich tatsächlich eine erfolgreiche Führung eines Vereins aus, dass jeder eben seine Rolle kennt und auch bei ihr bleibt.

00:35:16.820 --> 00:35:34.560
Speaker 0: Ja, weil sagst du genau richtig, weil natürlich auch ich bin ja als CEO für die Gesamtstrategie auch verantwortlich, was die nächsten Jahre passiert und wenn ich dann aber immer täglich den Sport des kurzfristigen kommentieren und mitentscheiden wollte, also das steht ja im Diametral zueinander.

00:35:34.600 --> 00:35:42.400
Speaker 0: Also das kann ja nicht gut gehen, dass man am kurzfristigen dran ist und gleichzeitig das das langfristige und das strategische entwickeln soll.

00:35:43.480 --> 00:35:58.340
Speaker 0: Oft ist das kurzfristige ja der Fußball dann auch sehr emotional und das ist ja das was man im Eingangs im Gespräch ja auch schon gesagt haben, dass man halt diese Emotionalität auch dann ein bisschen ablegen muss und einfach ein bisschen distanzierter sein muss, was was auch nicht immer einfach ist, also diese Distanz zu halten.

00:35:58.640 --> 00:36:05.280
Speaker 0: Das muss man sich schon auch weiterentwickeln und viel dafür tun.

00:36:05.960 --> 00:36:14.620
Speaker 0: Weil es natürlich klar ist schön, man liebt den Fußball, hat die Leidenschaft dafür, aber muss dann einfach in einem professionellen Verhältnis täglich dann auch eine Distanz halten.

00:36:15.040 --> 00:36:20.000
Speaker 0: Ich habe auch gelernt über die letzten Jahre, dass das genau die richtigen Entscheidungen war.

00:36:21.360 --> 00:36:29.160
Speaker 0: die Entscheidung, die wir insgesamt für den Club getroffen haben aus meiner Sicht oder den Input, wo ich... bei gewissen Entscheidungen mit einbringen konnte.

00:36:30.160 --> 00:36:32.220
Speaker 0: Ich treffe ja nicht alle Entscheidungen.

00:36:32.260 --> 00:36:51.900
Speaker 0: Wir haben ja noch ein Beiratsgremium für die strategische Entscheidung und es ist ein Mitgeschäftsführer bei gewissen Entscheidungen dann auch, dass man dann einfach der Input viel rationaler ist und man den Standpunkt auch viel klarer dann vertreten kann durch diese gewisse Distanz und am Ende dann die Entscheidungen rauskamen, die den Club jetzt die letzten Jahre erfolgreich gemacht haben.

00:36:52.780 --> 00:36:59.220
Speaker 1: Das heißt, Mario Eggimann kriegt keinen Anruf von Michael Becker und der dann lospoltert und schimpft, dass man den oder den Spieler verpflichten konnte.

00:36:59.280 --> 00:37:01.460
Speaker 1: Der kann doch nichts oder so, das gibt es nicht in dem Sinne.

00:37:02.160 --> 00:37:11.820
Speaker 0: Nee, das passiert nicht und ist auch in der Vergangenheit egal in welcher Zusammensetzung, ob es jetzt dann Sportdirektoren oder auf der zweiten Führungsebene oder auch mit Oliver Kreuzer gab es das so nie.

00:37:12.700 --> 00:37:15.300
Speaker 0: dass ich da angerufen habe und Poldern tue ich sowieso.

00:37:17.560 --> 00:37:22.020
Speaker 1: Wie würdest du kurz um das nochmal abzuschließen, Mario Eggiemann so einordnen?

00:37:22.200 --> 00:37:23.320
Speaker 1: Wie ist die Zusammenarbeit?

00:37:23.400 --> 00:37:24.420
Speaker 1: Wie siehst du ihn so auch?

00:37:25.700 --> 00:37:30.480
Speaker 1: Kennt euch ja, wie ordnest du ihn ein?

00:37:30.940 --> 00:37:33.740
Speaker 1: Was macht ihn aus in deinen Augen?

00:37:35.280 --> 00:37:44.040
Speaker 0: Ja, also wir hatten ja das Glück in dem Fall, dass jetzt der Staat als Geschäftsführer für ihn ja kein Kaltstadt war, sondern ein Warmstaat.

00:37:44.280 --> 00:37:55.500
Speaker 0: Er war ja schon zwölf Monate, nahezu zwölf Monate als Vizepräsident, dann auch tätig und da auch immer sehr nah dran in den Prozessen und auch im Sport letztendlich.

00:37:56.180 --> 00:38:06.800
Speaker 0: Und das hat natürlich massiv geholfen, sodass da ja auch schon ein bisschen ein persönliches Verhältnis da war und man sich schon kennen und Schätzen gelernt konnte in diesen zwölf Monaten.

00:38:07.260 --> 00:38:20.560
Speaker 0: Das hat natürlich massiv geholfen, weil er kam ja dann in der Zeit, wo es dann ja schon mitten im Transferphase total operativ wurde, wo wir ja direkt operativ zusammenarbeiten mussten, was Etas angeht und Budgets für die Mannschaft.

00:38:22.660 --> 00:38:26.340
Speaker 0: Wir arbeiten jetzt operativ diese fünf, sechs Monate zusammen.

00:38:26.640 --> 00:38:28.160
Speaker 0: Die Arbeit macht sehr viel Spaß.

00:38:28.300 --> 00:38:29.980
Speaker 0: Wir agieren auf Augenhöhe.

00:38:30.140 --> 00:38:34.880
Speaker 0: Auch da ist es so, dass jeder seine Themen einbringt, dass wir uns klar die Meinung sagen können.

00:38:36.140 --> 00:38:44.920
Speaker 0: dass Mario auch ist sehr analytisch unterwegs, schaut sich Dinge genau an, trifft jetzt auch nicht aus Ertog irgendwie mal so schnell eine Entscheidung.

00:38:45.040 --> 00:38:51.520
Speaker 0: Das ist, glaube ich, auch Voraussetzung in dem Geschäftsführer, dass man da einfach auch nicht so emotional reagiert.

00:38:51.560 --> 00:38:54.160
Speaker 0: Und deswegen, glaube ich, passt es sehr gut zusammen.

00:38:54.240 --> 00:38:56.520
Speaker 0: Wie gesagt, wir haben nicht immer den gleichen Standpunkt.

00:38:57.640 --> 00:38:59.220
Speaker 0: Das ist auch völlig legitim.

00:39:00.040 --> 00:39:03.780
Speaker 0: Und dann geht es die Dinge auszutauschen und dann gemeinsam eine Entscheidung zu treffen.

00:39:05.420 --> 00:39:09.940
Speaker 1: Und jetzt haben wir auch im lauf des gesprächs auch so so schon.

00:39:10.560 --> 00:39:17.960
Speaker 1: Immer mal wieder so auch ein Wert genannt, für einsteuige Bodenständigkeit, Kompetenzen, Klarheit, viel.

00:39:18.820 --> 00:39:27.160
Speaker 1: Wenn du jetzt so an den Karlsruhe SC auch denkst, wofür soll denn, wofür steht der Verein, aber wofür soll er auch vielleicht stehen, so in deinen Augen.

00:39:27.520 --> 00:39:32.220
Speaker 1: Du hast ja auch mitverantwortet, der Hauptverantwort für die strategische Ausrichtung.

00:39:33.180 --> 00:39:45.020
Speaker 1: Siehst du auch den Karlsruhe SC sozusagen auch so ein Stück weit als ein Leuchtturm der Region, vielleicht trotz der anderen Vereine, die vielleicht in der Nähe sind, weil eben das ein ganz besonderer Verein auch ist.

00:39:46.080 --> 00:39:48.080
Speaker 1: Wo siehst du die Ausrichtung?

00:39:49.340 --> 00:39:51.720
Speaker 1: Wofür soll der KSC letztlich für dich stehen?

00:39:52.880 --> 00:39:59.000
Speaker 0: Ja, gut, das sind natürlich einige Punkte, wo wir uns ja unheimlich viel Gedanken machen im Rahmen unserer eigenen Bildung.

00:39:59.260 --> 00:40:13.480
Speaker 0: Da läuft jetzt auch gerade wieder ein Review-Prozess, wo wir Umfragen machen für was steht der KSC in der Region und haben ja vor, in dem Veränderungsprozess ein neues Magenbild mit KSC, meine Heimat, verankert.

00:40:14.000 --> 00:40:18.800
Speaker 0: Für uns geht es darum, wir wollen ein Leuchtturm, der ... der Region sein.

00:40:18.880 --> 00:40:23.500
Speaker 0: Wir wollen für das Thema Nachwuchsarbeit stehen, Nachwuchsförderungen, wo wir ja unheimlich viel machen.

00:40:23.740 --> 00:40:26.360
Speaker 0: Wir haben jetzt auch wieder sehr viele junge Spieler im Kader.

00:40:26.740 --> 00:40:32.100
Speaker 0: Da prägen wir natürlich auch die Identität des Clubs sehr stark, weil einfach eigene Spieler dann mit dabei sind.

00:40:32.980 --> 00:40:35.540
Speaker 0: Wir wollen aber auch sportlich ambitioniert sein, das ist auch wichtig.

00:40:35.900 --> 00:40:40.760
Speaker 0: Wir haben klare Ziele, aber in der Verbindung, dass wir natürlich auch nachhaltig arbeiten wollen.

00:40:41.460 --> 00:40:47.120
Speaker 0: Wir wollen hier das weiterhin nachhaltig aufbauen, nicht ins Casino gehen, wie ich eben bereits erwähnt habe.

00:40:47.300 --> 00:40:51.300
Speaker 0: Für uns ist es auch kein Widerspruch, sportlich ambitioniert zu sein und trotzdem nachhaltig zu arbeiten.

00:40:51.360 --> 00:40:53.080
Speaker 0: Da gibt es einige prominente Beispiele.

00:40:54.040 --> 00:41:08.720
Speaker 0: Das Prominente ist vielleicht, wenn wir hundert-achtzig Kilometer in den Süden schauen, zu den Kollegen aus Freiburg, die ja für Jahre sich immer weiterentwickelt haben, vielleicht vom Top-Zwanzig-Kandidat, wo sie mal waren, jetzt zum Top-Zehn-Kandidaten in der Bundesliga.

00:41:09.580 --> 00:41:23.500
Speaker 0: Wir haben ja auch immer weitergemacht, aber auch weil sie ihrer Strategie dann am Ende treu geblieben sind und auch trotzdem kritische Entscheidungen getroffen haben, aber den Weg eben dann Schritt für Schritt vorangegangen

00:41:24.320 --> 00:41:24.800
Speaker 1: sind.

00:41:24.840 --> 00:41:33.660
Speaker 1: Weil du auch gerade immer Freiburg nennst, also da gibt es hoffenheim nicht ganz weit weg, Stuttgart, Freiburg, hier in meiner Region ja auch nur eine Stunde so entfernt.

00:41:35.880 --> 00:41:39.240
Speaker 1: Du strahlst schon sehr viel Positivität und Optimismus aus.

00:41:39.300 --> 00:41:48.220
Speaker 1: Und trotzdem, wie schwierig ist das denn, wenn man jetzt auch kontinuierlich zwei in der zweiten Liga spielt, aber sich in so einem Umfeld halt nach vorne bewegen will, nach oben kommen will?

00:41:50.260 --> 00:41:52.580
Speaker 0: Ja, also ich glaube klar ist Konkurrenz da.

00:41:53.440 --> 00:42:00.900
Speaker 0: Aber im Gegensatz zu anderen Clubs, wenn ich mal an den Ruhrpott denke oder sowas, haben wir natürlich viel, viel bessere Voraussetzungen.

00:42:01.120 --> 00:42:07.420
Speaker 0: Also wir haben ja oft auf die Flächenmäßig, viel mehr Fläche, viel mehr Einwohner, viel mehr Abstand zwischen den Clubs.

00:42:07.860 --> 00:42:18.800
Speaker 0: Wenn ich jetzt den KSC nehme, wir haben klar den... den Norden, wo natürlich schon die Grenze dann irgendwo mal bei Mannheim ein bisschen drunter dann auch ist, wo dann die anderen Clubs kommen.

00:42:18.980 --> 00:42:29.580
Speaker 0: Natürlich in die Pfals ist auch relativ schnell Schluss mit FC Kaiserslautern und dann in den Osten, was den VfB Stuttgart angeht, aber wir bestrahlen dann schon sehr stark auch in den Süden.

00:42:29.640 --> 00:42:32.280
Speaker 0: Das muss man schon sagen und da gibt es ja auch einige große Städte.

00:42:32.760 --> 00:42:34.780
Speaker 0: Da haben wir ein extrem großes Einzugsgebiet.

00:42:34.840 --> 00:42:40.740
Speaker 0: Da kommt dann irgendwann mal der SC Freiburg, das ist auch klar, die auch natürlich viele zugewonnen haben in den letzten Jahren.

00:42:41.780 --> 00:42:43.800
Speaker 0: Wir haben eine extrem stabile Region.

00:42:44.160 --> 00:42:45.960
Speaker 0: Die Region wächst ja weiterhin.

00:42:46.460 --> 00:42:52.340
Speaker 0: Also werden vielleicht andere Regionen in Deutschland wirtschaftlich stagnieren und Themen sind.

00:42:52.400 --> 00:42:55.220
Speaker 0: Also wir haben eine extreme Wohnungsmarktknappheit natürlich auch.

00:42:56.380 --> 00:43:02.520
Speaker 0: Wir haben einen hohen Kampf auf dem Arbeitsmarkt, insbesondere im Technologiesektor.

00:43:02.580 --> 00:43:06.260
Speaker 0: Wir haben ja hier nicht so viel Konzerne, sondern einen sehr, sehr breiten Mittelstand.

00:43:07.820 --> 00:43:15.140
Speaker 0: auch nicht so extrem von so Krisenmal, von so größeren Krisen abhängig sind und dieses Potenzial haben ja nicht so viele.

00:43:15.200 --> 00:43:30.800
Speaker 0: und deswegen kann man natürlich schon, könnte man jetzt natürlich schon ambitioniert sagen, also es haben ja Clubs gezeigt, die mehrere Jahre oder sogar ganz Bundesliga gespielt haben, die viel viel schlechtere Voraussetzungen haben und das zeigt ja, wenn man gute Arbeit leistet.

00:43:32.320 --> 00:43:34.400
Speaker 0: dass man relativ weit kommen kann.

00:43:34.880 --> 00:43:38.400
Speaker 0: Irgendwann ist dann natürlich eine Wachstumsgrenze da, dann geht es vielleicht auch nicht mehr weiter.

00:43:39.400 --> 00:43:41.900
Speaker 0: Aber da sind wir noch lange nicht als Karlsruhe SC.

00:43:42.560 --> 00:43:47.440
Speaker 0: Da ist das Potenzial und der Blue Ocean, wie man es so schön sagt, dann noch viel zu groß.

00:43:48.540 --> 00:43:49.640
Speaker 1: Wie zufrieden ist denn der Papa?

00:43:53.020 --> 00:43:58.480
Speaker 0: Ja, ich glaube, er ist sehr zufrieden, ich sag mal mal grundsätzlich.

00:43:59.080 --> 00:44:00.380
Speaker 1: Im Slope am Papa, Michael.

00:44:01.260 --> 00:44:01.400
Speaker 1: Bitte.

00:44:01.920 --> 00:44:03.020
Speaker 1: Gibt es Lob vom Papa für dich?

00:44:04.000 --> 00:44:04.980
Speaker 0: Ja, doch immer mal wieder.

00:44:05.020 --> 00:44:05.740
Speaker 0: Das ist schon der Fall.

00:44:05.840 --> 00:44:08.720
Speaker 0: Aber wir tauschen uns über viele Sachen aus.

00:44:09.520 --> 00:44:12.080
Speaker 0: Im beruflichen Sinne ist es natürlich ein professionelles Verhältnis.

00:44:12.160 --> 00:44:16.440
Speaker 0: Da kommt mir auch wieder das Entgegen, dass ich eher natürlich im sportlichen Bereich ertätig ist.

00:44:16.980 --> 00:44:19.840
Speaker 0: Und ich mich da beruflich ja komplett raushalte.

00:44:20.440 --> 00:44:26.880
Speaker 0: Und so gibt es da dann keine Diskussionen und im wahnen Umfeld tauschen wir uns über diverse Sachen aus.

00:44:27.120 --> 00:44:27.500
Speaker 0: Dann

00:44:27.540 --> 00:44:28.480
Speaker 1: wird schon gestritten mal.

00:44:28.720 --> 00:44:29.520
Speaker 1: Bitt auch noch mal gestritten.

00:44:30.400 --> 00:44:42.320
Speaker 0: Ja, gestritten würde ich jetzt nicht sagen, dass immer beide zu leid, also nicht, da haben wir eben gehört, wir uns bringt beide nicht so aus der Ruhe, deswegen passiert eigentlich ein Streit jetzt eher.

00:44:43.480 --> 00:44:43.980
Speaker 0: eher nicht.

00:44:45.080 --> 00:44:47.420
Speaker 0: Aber wir sagen uns dann schon auf die Meinung.

00:44:48.540 --> 00:44:48.580
Speaker 1: Ich

00:44:48.620 --> 00:44:50.740
Speaker 0: schätze natürlich auch seine Meinung sehr.

00:44:51.360 --> 00:45:01.000
Speaker 0: Das ist schon der Fall und freue mich da, dass wir jetzt auch vielleicht beruflich, auch wenn es eine Distanz da ist, dann jetzt noch einige Jahre zusammenarbeiten können und konnten.

00:45:01.260 --> 00:45:02.040
Speaker 0: Das macht schon Spaß.

00:45:02.660 --> 00:45:07.260
Speaker 1: Und er ist bestimmt stolz auf sein Sohn, denn diese Rolle jetzt den KSC prägt.

00:45:08.500 --> 00:45:10.780
Speaker 1: Wie ist der Karlsruher, der Karlsruher Fan?

00:45:12.200 --> 00:45:12.960
Speaker 1: Was macht den aus?

00:45:13.480 --> 00:45:14.220
Speaker 1: Wie kriegt man den?

00:45:14.880 --> 00:45:16.000
Speaker 1: Was sind seine Ansprüche?

00:45:16.280 --> 00:45:21.080
Speaker 1: Versuch mal, den zuhörern zu beschreiben.

00:45:21.320 --> 00:45:23.360
Speaker 1: Was macht den KSC Fan aus?

00:45:24.380 --> 00:45:33.560
Speaker 0: Ja, der Karlsruher an sich ist, glaube ich, schon eine herausfordernde Persönlichkeit, wenn man jetzt mal die so natural ein bisschen durchgeht.

00:45:35.220 --> 00:45:49.040
Speaker 0: Wenn man es ins Rheinland geht zum Beispiel, wo man ja schnell sich umarmt gefühlt und sehr nah best friends ist und da sehr nah einfach agiert, ist der ist der Karlsruher, den zu gewinnen für sich, ist schon schwieriger.

00:45:49.140 --> 00:45:51.320
Speaker 0: Ich glaube, da muss man einfach mehr Zeit investieren.

00:45:51.380 --> 00:45:54.560
Speaker 0: Er ist auch zunächst mal, glaube ich, ein bisschen zurückhaltender.

00:45:55.280 --> 00:46:00.400
Speaker 0: Wenn man ihn dann aber hat, also wenn man die Beziehung aufgebaut hat, dann verliert man ihn so schnell nicht mehr.

00:46:00.920 --> 00:46:06.640
Speaker 0: Und das zeigt ja auch den Weg des KSC, das ist natürlich auch in extrem schlechten Zeiten.

00:46:07.720 --> 00:46:09.460
Speaker 0: Trotzdem eine sehr, sehr hohe Fanbasis.

00:46:09.520 --> 00:46:13.140
Speaker 0: Da war auch in der dritten Liga und die Leute einfach die Treue gehalten haben.

00:46:13.200 --> 00:46:24.920
Speaker 0: Und das natürlich jetzt, wenn ... wenn es besser läuft, auch viele noch mal zurück kommen, die aber immer noch eine Verbindung zum haben, die vielleicht in den Neunzigerjahren mal aufgebaut wurde und jetzt dann wieder zu uns kommen.

00:46:25.000 --> 00:46:30.120
Speaker 0: Also zusammengefasst, glaube ich, man braucht ein bisschen, bis man mit ihm warm wird.

00:46:30.180 --> 00:46:39.180
Speaker 0: Aber wenn man dann mal mit ihm warm ist, mit dem Badener und mit dem Karlsruher, dann ist das ein schön jahrelanges Vertrauensverhältnis, wo Spaß macht.

00:46:40.440 --> 00:46:42.060
Speaker 1: Was für ein Schnitt habt ihr aktuell, Michael?

00:46:43.120 --> 00:46:46.720
Speaker 0: Wir sind jetzt bei rund dreißigtausend, also nahezu ausverkauft.

00:46:46.760 --> 00:47:03.240
Speaker 0: Wir haben ja noch ein Gästebereich von dreieinhalb tausend und ja etwa vierdreißigtausend Kapazität, sodass das Stadion momentan jetzt auch zum Beispiel im Sonntag gegen Elversberg, wo ja jetzt ein Klub ist, der jetzt noch nicht so eine lange Tradition hat in der internationalen Bundesliga.

00:47:03.320 --> 00:47:10.100
Speaker 0: Da hätten wir jetzt vielleicht ja, würde ich sagen, vor vier, fünf Jahren im alten Wildpark noch zwölf, dreizehntausend Zuschauer gehabt.

00:47:10.180 --> 00:47:14.660
Speaker 0: Da muss man aber aussehen, die Hälfte nass geworden und hätte keine Toilette gehabt und kein Kettering.

00:47:15.120 --> 00:47:21.360
Speaker 0: Es kommt natürlich jetzt Auto zu und so ist das Spiel im Heimbereich auch schon ausverkauft, was natürlich auch ein tolles Ergebnis wieder ist.

00:47:21.800 --> 00:47:28.740
Speaker 1: Ja und auch was so über die Bilder transportiert wird, ist ja fantastische Spiele, Spektakel immer wieder.

00:47:29.600 --> 00:47:32.280
Speaker 1: Also da ist richtig was los, so hat man den Eindruck.

00:47:32.360 --> 00:47:44.520
Speaker 1: Also irgendwie, der Karlsruhe merkt auch gerade, wenn es macht irgendwie Spaß, man weiß dann am Ende manchmal nicht so, wo fällt der Ball jetzt rein, oftmals dann zu Gunsten von euch, aber es ist wirklich richtig was los bei euch im Wildpark.

00:47:45.500 --> 00:47:55.040
Speaker 0: Ja, ich glaube, wenn man zu uns kommt, hat man immer eine tolle Stimmung, die mit einem Zehntausend Fans auf der Stehpläne, wo richtig Rabatz gemacht wird.

00:47:56.300 --> 00:48:01.180
Speaker 0: Meine Uhr, die meldet auch immer so spätestens nach zehn Minuten, dass die Lärmbelästigung zu laut ist.

00:48:01.220 --> 00:48:04.600
Speaker 0: Ich muss das mal bei Gelegenheit dann auch ausschalten.

00:48:05.420 --> 00:48:06.360
Speaker 0: zum Thema Spektakel.

00:48:06.420 --> 00:48:13.100
Speaker 0: Da würden wir uns als verantwortlicher, vielleicht manchmal das eine oder andere, ein bisschen weniger Spektakel und Spannung dann auch wünschen.

00:48:13.220 --> 00:48:22.720
Speaker 0: Aber wenn es natürlich für uns ausgeht, ist es umso besser, wenn es natürlich in der letzten Minute wegen gegen FCK dann im Derby noch ein das Spiel verloren wird, dann ist natürlich das nicht so schön.

00:48:23.900 --> 00:48:30.960
Speaker 0: Aber am Ende freuen wir uns natürlich dann schon eher, wenn die Siege da sind und wenn alle einen schönen Tag hatten und wieder Frohnmut ist nach Hause gehen.

00:48:32.020 --> 00:48:34.640
Speaker 1: Michael, letzte Frage schon an dich.

00:48:35.240 --> 00:48:37.140
Speaker 1: Einfach Sport ist zu dieser Saison irgendwie.

00:48:40.080 --> 00:48:44.840
Speaker 1: Macht dir den Eindruck, dass es vielleicht so hinten raus doch irgendwie klappen könnte?

00:48:45.360 --> 00:48:48.020
Speaker 1: Wie machst du dem KSZ Fan Hoffnung?

00:48:48.560 --> 00:48:54.780
Speaker 1: dass es mit diesem sportischen Schritt vielleicht doch schon in dieser Saison klappen könnte.

00:48:55.080 --> 00:48:55.920
Speaker 1: Was braucht es dafür?

00:48:59.120 --> 00:49:01.420
Speaker 0: Die Spielklasse ist total ausgeglichen.

00:49:01.580 --> 00:49:03.940
Speaker 0: Das sieht man ja jetzt auch wieder nach vier, fünf Monaten.

00:49:04.400 --> 00:49:07.200
Speaker 0: Es gibt Clubs, die waren im Anfang gut, dann haben sie wieder Spiele verloren.

00:49:07.280 --> 00:49:11.000
Speaker 0: Jeder hat irgendwie eine gewisse Schwächephase mal gehabt.

00:49:13.320 --> 00:49:17.540
Speaker 0: die Chance mit dieser Mannschaft aufzusteigen, die ist durchaus da.

00:49:18.000 --> 00:49:21.600
Speaker 0: Das war sie auch die letzten Jahre durchaus mit den Mannschaften.

00:49:22.080 --> 00:49:26.640
Speaker 0: Wir werden aber einfach eine konstante Leistung brauchen über die gesamte Saison.

00:49:26.800 --> 00:49:39.420
Speaker 0: Auch ein bisschen Glück wird am Ende zugehören und aufsteigen wird der am Ende, bei dem sich diese Schwächephasen, die jeder Mal hat, dürfen nicht sehr lange sein und dürfen nicht sehr oft sein.

00:49:40.620 --> 00:49:47.380
Speaker 0: Aber ansonsten haben, würde ich sagen, zwölf Mannschaften mal locker die Möglichkeit aufzusteigen dieses Jahr, immer noch.

00:49:47.580 --> 00:49:52.760
Speaker 0: Und da gehören wir mit dazu und da muss man schauen, was am Ende rauskommt.

00:49:52.840 --> 00:50:10.440
Speaker 0: Aber die Flieger ist so verrückt, wenn es dieses Jahr nicht klappen sollte, was ja auch jetzt keine Zielvorgabe ist, dann wären wir nächstes Jahr immer wieder dabei, haben wir eine gute Mannschaft und wir sind überzeugt, dass es mit der mit der guten Aufstellung, mit der guten Strategie, dann irgendwann auch klappen wird in den nächsten Jahren.

00:50:11.300 --> 00:50:16.080
Speaker 1: Also, Michael Becker träumt im stillen Kämmerlein definitiv vom Aufstieg.

00:50:16.460 --> 00:50:17.580
Speaker 1: Das habe ich so rausgehört.

00:50:18.660 --> 00:50:31.100
Speaker 1: Das Potenzial ist da und ich drück euch die Daumen, dass der Wildpark mit dieser tollen Atmosphäre vielleicht doch schneller, als man denkt, wieder In der ersten Liga ist nach vielen Jahren.

00:50:31.160 --> 00:50:40.360
Speaker 1: dann doch, Michael, hat mir großen Spaß gemacht, dich kennenzulernen, deine positive und packende Energie auch hier im Gespräch

00:50:40.760 --> 00:50:41.140
Speaker 0: zu hören.

00:50:41.600 --> 00:50:49.900
Speaker 1: Vielen Dank für den Einblick eines jungen, modernen Zweitligisten, muss man an der Stelle sagen, mit einem jungen, modernen CEO.

00:50:50.040 --> 00:50:52.880
Speaker 1: Vielen Dank und alles Gute weiterhin für dich und euch.

00:50:54.100 --> 00:50:56.420
Speaker 0: Ja, vielen Dank auch für das Gespräch, hat Spaß gemacht.

00:50:57.060 --> 00:50:58.260
Speaker 1: Also, bis dann, Michael.

00:50:58.300 --> 00:50:58.700
Speaker 1: Tschüss.

00:50:58.740 --> 00:50:59.940
Speaker 1: Ciao.