WEBVTT

00:00:00.140 --> 00:00:06.660
Speaker 0: Scouting und rekrutieren heißt ja eigentlich, einem Spieler den nächsten Schritt zuzutrauen, ohne dass er den schon gegangen ist.

00:00:06.700 --> 00:00:16.200
Speaker 0: Denn er sollte ja im besten Fall bei dir gehen, um dann einen wirtschaftlichen und einen sportlichen Wert für deinen Verein, in dem Fall war es RB, Leipzig zu generieren.

00:00:17.160 --> 00:00:25.240
Speaker 0: und all die Spieler, die wir zu dem Zeitpunkt verpflichtet haben, die hatten entweder keine oder nur sehr wenig Profi-Erfahrung zu dem Zeitpunkt.

00:00:26.940 --> 00:00:31.040
Speaker 0: Und bei uns sind sie dann gewachsen, wo wir wieder beim Thema Plattform sind, so ein kümliches Einbeispiel.

00:00:31.140 --> 00:00:38.840
Speaker 0: Daio Uppamecano, Ibrahima Konate, Dominic Schuboschlei, den wir nach Salzburg geholt haben, mit sechzehn aus Ungarn.

00:00:39.880 --> 00:00:50.920
Speaker 0: Das sind alle Spieler, auch Naby Kater, Sadio Mané in den ersten Jahren, die hatten schon in Frankreich ein bisschen Spielerfahrung auf Profi Nürburgring sammeln dürfen, waren aber weiter von den fern Champions League-Spielern zu sein.

00:00:51.420 --> 00:00:52.400
Speaker 0: Die wurden sie dann bei uns.

00:00:54.200 --> 00:01:05.000
Speaker 0: Und das ist halt... so ein bisschen der Mut und die Vision, einen Talent zu erkennen, aber dann auch mutig zu sein, den Spieler vorzuschlagen, wohlwissend, dass er noch nicht fertig ausgebildet ist.

00:01:05.680 --> 00:01:07.720
Speaker 0: Wir haben schon recht viele Jungs bekommen, die wir wirklich wollten.

00:01:07.760 --> 00:01:08.660
Speaker 0: Das

00:01:08.700 --> 00:01:09.560
Speaker 1: spricht für euch, ja.

00:01:10.180 --> 00:01:12.800
Speaker 0: Aber Kylian Mbappé, als er noch bei Monaco

00:01:12.860 --> 00:01:12.920
Speaker 1: war,

00:01:13.920 --> 00:01:22.360
Speaker 0: in der U-Achzehn damals, Ralf ist sogar rübergeflogen nach Monaco, hatte sich mit Vater und Spieler getroffen.

00:01:24.060 --> 00:01:24.980
Speaker 0: Aber den haben wir nicht bekommen.

00:01:25.020 --> 00:01:31.300
Speaker 0: Den wollten wir nach Salzburg holen und dann logischerweise im besten Fall danach nach Leipzig.

00:01:32.340 --> 00:01:41.060
Speaker 0: Ist ja kein Geheimnis, dass da schon auch eine logische Brücke geschlagen wurde, die auch einfach so, wo Sport die ja so wirtschaftlich Sinn gemacht hat bis zum gewissen Zeitpunkt.

00:01:42.400 --> 00:01:57.520
Speaker 0: Aber das ist ein Spieler, der damals schon auch damals noch extrem, ich sag mal, roh war, ein rohr Diamant, wild roh, aber hat auch einfach schon viele Aspekte gezeigt punktuell, die man bis heute bei ihm sieht, die auch ganz klar seine Waffen sind.

00:01:57.700 --> 00:02:09.259
Speaker 0: Und Kieran Mbappé war definitiv einer, an dem wir früh dran waren, aber auch viele andere, den wir dann aber nicht final aus welchem Grund auch immer überzeugen konnten.

00:02:15.600 --> 00:02:17.400
Speaker 1: Willkommen zum Leader Talk.

00:02:17.740 --> 00:02:23.620
Speaker 1: Hier ist Munir Zituni und ich unterhalte mich mit bekannten Persönlichkeiten aus dem Fußball über ihren Werdegang.

00:02:24.080 --> 00:02:26.140
Speaker 1: ihre Lebensphilosophie und Ansichten.

00:02:26.720 --> 00:02:28.380
Speaker 1: Können wir etwas von diesen Menschen lernen?

00:02:29.040 --> 00:02:44.200
Speaker 1: Dieser Frage gehe ich in meinem Podcast nach und wünsche euch viel Spaß mit meiner neuen Folge.

00:02:58.400 --> 00:03:01.680
Speaker 1: Fußball-Fans, Leadership-Fans geläufig.

00:03:02.440 --> 00:03:05.460
Speaker 1: Aber Benjamin, du hast einen ganz, ganz spannenden Lebenslauf.

00:03:05.660 --> 00:03:10.720
Speaker 1: Ich freue mich auf unser Gespräch über dein Leben, deine Werte und deine Gedanken zum Leadership.

00:03:10.760 --> 00:03:11.660
Speaker 1: Hallo, Benjamin.

00:03:12.200 --> 00:03:13.140
Speaker 0: Hallo Monia, ich freue mich.

00:03:14.380 --> 00:03:20.000
Speaker 1: Ja, und genau, fangen wir doch einfach damit mal an.

00:03:20.160 --> 00:03:30.640
Speaker 1: Also diesen doch sehr bewegten und abwechslungsreichen Lebenslauf in dieser Fußballblase mal zu beschreiben, Benjamin.

00:03:31.440 --> 00:04:23.120
Speaker 1: Du bist groß geworden in Frankfurt oder hast dort auch für den ortsansässigen Verein FFC Victoria ein neunzig langen gespielt bis nach Leipzig gegangen, um Sportwissenschaften zu studieren und in Leipzig gibt es auch ja einen ganz guten Fußballverein und da hast du dann irgendwann als Jugendtrainer Scout so angefangen und bis nach und nach reingewachsen, aufgestiegen, war es dann tatsächlich Leiter der Scouting-Abteilung bei RB Leipzig und bis dann über den großen Teich gegangen zu RB New York, Red Bull New York, auch dort Leiter des Scouting, was Chef Scout danach in Philadelphia Auch der Assistent des Sportdirektors dort.

00:04:23.540 --> 00:04:25.200
Speaker 1: Bis dann wieder nach Europa gekommen in Holland.

00:04:25.580 --> 00:04:29.820
Speaker 1: Vorstandsmittel bei den Bosch Sportdirektor bei Bershot.

00:04:30.320 --> 00:04:31.740
Speaker 1: Bershot ist

00:04:34.880 --> 00:04:35.100
Speaker 0: schon

00:04:35.700 --> 00:04:36.060
Speaker 1: fast schon.

00:04:36.580 --> 00:04:40.180
Speaker 1: Ja und von Belgien dann auch noch mal eine kleine Zwischenstation in England.

00:04:40.440 --> 00:04:44.040
Speaker 1: So habe ich es gelesen oder so hast du es mir auch noch mal mitgeteilt.

00:04:44.400 --> 00:04:46.360
Speaker 1: Technischer Berater bei Sheffield United.

00:04:47.040 --> 00:04:54.760
Speaker 1: Ja und Das Ganze irgendwie, ja, in einem doch recht jungen Alter, Benjamin, du bist, ähm, thirty-eight.

00:04:55.440 --> 00:04:58.140
Speaker 1: Das ist, ähm, das ist bewegend und

00:04:58.540 --> 00:04:58.740
Speaker 0: viele,

00:04:58.820 --> 00:04:59.660
Speaker 1: viele Stationen.

00:04:59.860 --> 00:05:07.860
Speaker 1: und, ähm, so meine erste Frage mit diesen unterschiedlichen Ländern, Deutschland, USA, Holland, Belgien, England.

00:05:08.440 --> 00:05:14.160
Speaker 1: Ähm, was waren so für dich denn so die prägensten Unterschiede im Führungsverständnis?

00:05:14.240 --> 00:05:20.160
Speaker 1: Ich kann mir vorstellen, dass da so der eine oder andere AHA-Effekt auch bei dir stattgefunden hat?

00:05:21.320 --> 00:05:30.280
Speaker 0: Ja, also erst mal den Lebenslauf oder meine Vita hast du schon mal sehr gut skizziert in den letzten knapp sechzehn Jahren, im Jahr zwei tausend neun gegen die Reise ja dann bei RB los.

00:05:30.900 --> 00:05:42.380
Speaker 0: Das war genau der Zeitpunkt, als ich zu den Zeitpunkt Sportwissenschaften studierte, im Jahr zwei tausend acht angefangen und dann zwei tausend neun quasi Kind der ersten Stunde in der Oberliga mit RB Leipzig, als Red Bull eingestiegen ist.

00:05:43.180 --> 00:05:50.140
Speaker 0: War natürlich glückliche Fügung und perfektes Timing, wo man davon reden, welche Rolle spielt Glück oder Timing im Leben.

00:05:50.780 --> 00:05:56.900
Speaker 0: Egal jetzt in welcher Lebensform, aber das war sicherlich eine glückliche Fügung und ein perfektes Timing.

00:05:57.520 --> 00:06:03.300
Speaker 0: Hätte ich zu dem Zeitpunkt nicht in Leipzig gelebt und studiert, wäre meine Wider wahrscheinlich ein Andere.

00:06:03.980 --> 00:06:08.520
Speaker 0: Sicherlich auch irgendwo im Fußball, aber sicherlich nicht zehn Jahre im RB-Kosmus.

00:06:10.560 --> 00:06:16.980
Speaker 0: Zu den Unterschieden in der Führungstätigkeit, Führungs-Steals.

00:06:17.620 --> 00:06:21.820
Speaker 0: Also der Unterschied Deutschland, USA ist natürlich schon enormer.

00:06:23.120 --> 00:06:27.260
Speaker 0: Habe ich auch extrem viel von mitgenommen, als ich sein Rüber bin, im Jahr zwei Tausend Siebzehnte nach New York.

00:06:28.080 --> 00:06:31.340
Speaker 0: Chef-Trainer zu dem Zeitpunkt bei New York Red Bulls war Jesse March.

00:06:33.000 --> 00:06:38.400
Speaker 0: Und Jesse ist, wer ihn persönlich kennt oder vielleicht mal kennenlernen durfte.

00:06:39.380 --> 00:06:55.260
Speaker 0: Halt für mich ein Vorzeige Beispiel eines Lieders im absolut positiven Sinne, weil er halt Leute abholt, Leute motivieren kann, extrem darauf achtet, jede Wertschätzung entgegenzubringen, wo wir da dabei sind.

00:06:56.540 --> 00:07:00.500
Speaker 0: Viel wird oftmals über eine Verantwortlichkeit abgebildet.

00:07:01.120 --> 00:07:08.980
Speaker 0: Aber nicht über die Befähigung dann auch jemanden einen Freiraum zu geben und wirklich in seinem Arbeitsfeld, wo er eigentlich die meisten Expertise mitbringen sollte.

00:07:09.040 --> 00:07:15.460
Speaker 0: Deswegen wird er meistens für den Job XY verpflichtet, ihm dann auch wirklich die Freiräume zu geben.

00:07:16.180 --> 00:07:20.040
Speaker 0: um dann das Ergebnis einzufahren, egal in welcher Form.

00:07:20.260 --> 00:07:24.780
Speaker 0: Und das ist gerade bei Jesse extrem gewesen, wovon ich nochmal extrem viel lernen konnte.

00:07:25.200 --> 00:07:44.320
Speaker 0: Und das fing an beim Medical Stuff über den Kidman bis hin zu seinem Coaching-Stuff oder auch der Scouting-Abteilung, einfach alle mit ins Boot zu holen, alle abzuholen, extrem offen zu kommunizieren, quasi keine Tabus irgendwie in den Raum zu stellen, sondern alles kann gesagt werden.

00:07:44.340 --> 00:07:49.780
Speaker 0: ... alles kann gesagt werden ... ... und vor allen Dingen auch konstruktiv ... ... und auch kritisch diskutiert werden.

00:07:50.380 --> 00:07:57.980
Speaker 0: Also diese ... ... diese Culture, diese ... ... ja ... ... Diskussionsoffenheit ... ... fand ich halt extrem ... ... spannend.

00:07:58.440 --> 00:08:20.260
Speaker 0: Hatte ich natürlich vorhin Leipzig ... ... auch schon kennengelernt, Ralf Rangnick ... ... einer meiner Mentoren ... ... und sicherlich auch ein ... ... absoluter ... ... Top-Lieder ... ... hat eigentlich ein ähnliches Profil, ... ... ist nicht so in Anführungszeichen der typische ... Deutsche von der Denkweise her, sondern schon offen nach vorn gerichtet, innovativ denkend.

00:08:21.460 --> 00:08:28.120
Speaker 0: Und vor allen Dingen Leute, um sich herum zusammenzubringen, die das Ganze als Team dann noch stärker machen.

00:08:28.260 --> 00:08:38.960
Speaker 0: Und das habe ich gerade in der Zeit bei RB, sowohl in Leipzig als auch in New York, natürlich lernen dürfen von, glaube ich, ja, super Beispielen an Liedern.

00:08:39.679 --> 00:08:40.720
Speaker 0: Zwei nannte ich gerade schon.

00:08:42.080 --> 00:08:44.960
Speaker 0: Das wäre jetzt erstmal so meine Frage

00:08:45.300 --> 00:08:45.460
Speaker 1: zu machen.

00:08:45.500 --> 00:08:46.620
Speaker 1: Ja, super spannend.

00:08:48.080 --> 00:08:55.620
Speaker 1: Da höre ich raus eine ganz offene Kommunikation, also Offenheit für alles letztlich.

00:08:57.560 --> 00:09:04.980
Speaker 1: Was wird es denn sonst noch, wenn wir jetzt mal über diesen Trainer-Typ mal mal sprechen, Rangnick oder auch Jesse March?

00:09:06.900 --> 00:09:11.180
Speaker 1: Was müssen solche menschen noch mitbringen dass sie das ausstrahlen?

00:09:11.220 --> 00:09:17.000
Speaker 1: also was nimmst du war bei diesen Liedern bei diesen menschen also ich höre gerade so eine ganz große offenheit raus.

00:09:17.060 --> 00:09:18.340
Speaker 1: was hast du noch so wahrgenommen?

00:09:18.380 --> 00:09:26.980
Speaker 1: also wenn man jetzt vielleicht von muster spricht oder oder was für eigenschaften haben denn diese diese trainer mitgebracht?

00:09:27.420 --> 00:09:33.300
Speaker 0: also du merkst halt sofort wenn wenn diejenigen den raum betreten dass dort eine ganz andere positive stimmung herrscht.

00:09:33.520 --> 00:09:34.320
Speaker 0: das ist halt einfach.

00:09:35.580 --> 00:09:43.640
Speaker 0: Das sind grundsätzlich Dinge, aus meiner Sicht sicherlich kannst du gewisse Aspekte auch im Liederschepp lernen, aber es ist schon eher eine Persönlichkeit und eine Charakterfrage.

00:09:44.160 --> 00:09:45.680
Speaker 0: Jürgen Klopp ist ja ein ähnliches Beispiel.

00:09:46.720 --> 00:09:58.880
Speaker 0: Der Jürgen Klopp, der ist wie er ist, hat natürlich dazu eine extrem hohe Fachkompetenz, aber er bringt halt einfach diese Softskills, diese Empathie, diese sozialen Komponenten mit.

00:09:59.720 --> 00:10:09.540
Speaker 0: Und aus meiner Sicht hast du die im Laufe deiner Jahre die angeeignet über die Erziehung deiner Eltern, über dein soziales Umfeld und über deine eigene Persönlichkeit.

00:10:10.420 --> 00:10:11.280
Speaker 0: Oder du hast sie nicht.

00:10:11.320 --> 00:10:17.140
Speaker 0: Es gibt, glaube ich, Leute, die sind erstmal fachlich richtig gute Lieder, weil sie extrem hohe Fachkompetenz mitbringen.

00:10:17.460 --> 00:10:19.420
Speaker 0: Den fehlt aber dieser empathische Teil.

00:10:19.500 --> 00:10:22.100
Speaker 0: Und der wird, glaube ich, gerade in der heutigen Zeit immer wichtiger.

00:10:22.580 --> 00:10:26.280
Speaker 0: Und das ist erstmal losgelöst von der Nationalität und von dem Land, in dem du arbeitest.

00:10:26.340 --> 00:10:27.460
Speaker 0: Zumindest habe ich das mitbekommen.

00:10:27.860 --> 00:11:20.140
Speaker 0: Und wenn du einfach offen auf die Menschen zugehst, manche sind dort erstmal ein Stück weit... verwundert, weil sie es vielleicht nicht kennen, das habe ich jetzt auch in Belgien und in den Niederlanden kennengelernt, ist wieder ein bisschen eine andere Mentalität, wenn dort jemand kommt und einfach versucht, offen zu kommunizieren, ein offenes Ort zu haben, auch teilweise für Thematiken, die neben dem Arbeitsfeld stattfinden, auch das finde ich persönlich als Lieder extrem wichtig, deinen Mitarbeitern und deinen Kollegen und deinem Team einfach nicht nur das Gefühl zu geben, sondern auch wirklich da zu sein und sie auch mal in der persönlichen Ebene abzuholen, weil wir wissen alle selbst aus eigener Erfahrung, dass du oftmals im beruflichen nicht so performen kannst, weil dich vielleicht private Themen belasten, sei es vielleicht dein Kind, dein Kind was krank ist oder vielleicht ein Krankheitsfall in der Familie.

00:11:21.960 --> 00:11:42.700
Speaker 0: Was es auch immer ist und du musst natürlich schon versuchen dafür ein sensibles Verständnis zu haben, um... ... dort auch denjenigen dann nicht irgendwie in einer gewissen Form ... ... unrecht zu tun, ... ... wenn er vielleicht ... ... im Arbeitsfeld nicht perfekt performen kann ... ... oder vielleicht eine Deadline verpasst, ... ... was es dann auch immer ist am Ende des Tages.

00:11:43.520 --> 00:11:50.000
Speaker 0: Und dafür, glaube ich, ... ... brauchst du einfach so einen ... ... komplexen Radar, ... ... der dieses Social Skills einfach abbildet.

00:11:51.480 --> 00:11:55.160
Speaker 0: Und zumindest die Persönlichkeiten, ... ... von denen ich gerade schon gesprochen habe, ... ... die haben das halt einfach.

00:11:55.300 --> 00:12:01.260
Speaker 0: Und du merkst es, wenn die den Raum betreten, ... ... dort ist halt eine ganz andere ... Stimmung, weil sie es einfach ausstrahlen.

00:12:01.740 --> 00:12:04.660
Speaker 0: Das ist einfach eine positive Herangehensweise.

00:12:06.520 --> 00:12:11.620
Speaker 0: Und das hilft natürlich extrem, dann dort auch für Glaubwürdigkeit zu sorgen.

00:12:12.140 --> 00:12:20.500
Speaker 1: Ja, Benny, jetzt bist du ja in Leipzig sozusagen reingestarrt und ich will nochmal auf deine Wider zurückkommen.

00:12:20.660 --> 00:12:24.460
Speaker 1: Und man, du sagst, das war eine glückliche Fügung, Stunde null.

00:12:24.820 --> 00:12:30.240
Speaker 1: Und trotzdem... gibt es vielleicht eine Konstellation, die es braucht, damit man überhaupt den Eintritt schafft.

00:12:30.380 --> 00:12:44.480
Speaker 1: Also was braucht es denn auf beiden Seiten vielleicht, also auf deiner Seite damals und dann auch grundsätzlich, was muss jemand mitbringen um in so einem Gebilde, in so einem Hochprofessionellen, der sich konstruktes dann entwickelt hat?

00:12:44.560 --> 00:12:52.760
Speaker 1: zwar, aber was muss man da mitbringen und was braucht es auch auf der anderen Seite, dass man einfach dann auch die Leute ranzieht, fördert.

00:12:53.340 --> 00:12:54.520
Speaker 1: dass die sich entwickeln können.

00:12:54.620 --> 00:12:55.860
Speaker 1: Da braucht es ja zwei Seiten.

00:12:56.580 --> 00:13:02.480
Speaker 0: Ja, also du brauchst natürlich erstmal jemanden, der bereit ist, gerade in jungen Jahren erstmal zu investieren.

00:13:02.840 --> 00:13:07.040
Speaker 0: Da geht es jetzt nicht darum, schon den ersten Vertrag zu unterschreiben.

00:13:07.300 --> 00:13:13.940
Speaker 0: Gerade als Sportstudent fängst du natürlich, du bist erstmal Fußballaffin, Sportaffin sowieso.

00:13:15.620 --> 00:13:18.900
Speaker 0: Und suchst natürlich trotz allem dann irgendwo den Einstieg.

00:13:19.380 --> 00:13:27.440
Speaker 0: Für mich war es halt der Fußball, weil ich selber Fußballer war und irgendwo immer bin und bleibe, wenn noch nicht auf professioneller Ebene als Spieler.

00:13:28.140 --> 00:13:32.560
Speaker 0: Aber natürlich versuchst du dann dort irgendwo einzusteigen.

00:13:32.660 --> 00:13:46.660
Speaker 0: So, da war natürlich gerade die Konstellation Sportstudium und RB Leipzig, die natürlich am Anfang händeringt nach Sportstudenten gesucht haben, die in die Trainerlaufbahn einsteigen wollen, erst mal im Jugendbereich und Kleinfeldbereich.

00:13:47.560 --> 00:13:48.500
Speaker 0: Das war so der Eintritt.

00:13:48.800 --> 00:13:51.180
Speaker 0: Und der Rest ist dann oftmals, ja.

00:13:51.740 --> 00:13:54.280
Speaker 0: Es gibt ja nicht die klassische Ausbildung zum Sportdirektor.

00:13:54.380 --> 00:14:00.360
Speaker 0: Es gibt doch nicht die klassische Ausbildung zum Chef-Trainer jetzt mittlerweile schon durch die Pro-Lizenzen.

00:14:00.420 --> 00:14:05.820
Speaker 0: Aber du arbeitest dich, und das hat ja am Ende das SEDA-Trainer, der heute selbst auf der höchsten Ebene arbeitet.

00:14:06.300 --> 00:14:11.300
Speaker 0: Du fängst halt nach deiner Karriere, wann die auch immer endet, an deiner Leidenschaft nachzugehen.

00:14:11.480 --> 00:14:12.960
Speaker 0: Du machst nach und nach deine Lizenzen.

00:14:14.820 --> 00:14:20.840
Speaker 0: Du investierst halt extrem viel Zeit, Arbeit und Energie und Leidenschaft, um erstmal dein Hobby nachzugehen.

00:14:20.900 --> 00:14:28.940
Speaker 0: und aus dem Hobby wird vielleicht dann irgendwann mehr ein Punkt der Wirtschaftlichkeit, weil wenn du davon leben kannst, ist es sicherlich dann irgendwann noch mehr als dein Hobby.

00:14:29.740 --> 00:14:37.660
Speaker 0: Aber ich glaube, der Grund, warum man Trainer wird, ist am Ende des Tages bei allen Männern, also Frauen heutzutage der Gleiche.

00:14:37.720 --> 00:14:39.780
Speaker 0: Das ist einfach die Leidenschaft zum Sport.

00:14:40.720 --> 00:14:59.460
Speaker 0: Und natürlich dann alles zu geben und dann brauchst du natürlich immer Förderer auf der Gegenseite, die das Talent auch erkennen, ähnlich wie bei Spielern, geht es darum dann auch Talent bei Trainern, bei Scouts, bei Videonalisten, bei Funktionären zu erkennen, um sie dann natürlich auch weiterhin zu fördern und nach oben zu pushen im Rahmen der Möglichkeiten.

00:14:59.620 --> 00:15:10.400
Speaker 0: Und das war bei mir dann unter anderem Ralph Rangnick extrem in den ersten Jahren, der mich dann von einem Scout der Jugendabteilung zum Scout der ersten Mannschaft oder der Profimannschaft gemacht hat.

00:15:11.320 --> 00:15:23.100
Speaker 0: Und dann irgendwann, nachdem ich dort, denke ich, bewiesen habe, dass ich recht seriös gut und hart arbeiten kann, mir dann auch die Möglichkeit geben, in jungen Jahren dann mehr Verantwortung zu übernehmen.

00:15:23.180 --> 00:15:29.460
Speaker 0: Also es ist ja immer ein dynamischer Prozess, aber du brauchst halt auf der Gegenseite natürlich immer Förderer.

00:15:30.020 --> 00:15:37.020
Speaker 0: Und wenn es die nicht gibt, Und es gibt genügend Talente, sowohl Spieler als auch von mir aus Trainer in dem Fall oder Scouts.

00:15:38.180 --> 00:15:39.100
Speaker 0: Die werden aber nicht erkannt.

00:15:40.100 --> 00:15:45.180
Speaker 0: Das ist dann oftmals das Gegenstück, was du ansprachst, dass man schon braucht.

00:15:45.220 --> 00:15:49.260
Speaker 0: Und dann reden ja viele immer von Mentoren oder Förderern in ihrer Karriere.

00:15:50.140 --> 00:15:52.980
Speaker 0: Nicht nur im Fußball, sondern generell im Arbeitsleben.

00:15:53.980 --> 00:15:55.140
Speaker 0: Und die brauchst du definitiv.

00:15:55.480 --> 00:15:57.060
Speaker 0: Und das ist dann schon die glückliche Fügung.

00:15:57.260 --> 00:16:02.920
Speaker 0: Da muss halt auch der richtige... Förderer zu dem Zeitpunkt nicht nur da sein, sondern auch deinen Talent erkennt.

00:16:02.980 --> 00:16:04.380
Speaker 0: Du musst die Chance natürlich wahrnehmen.

00:16:04.940 --> 00:16:07.240
Speaker 0: Geschenkt wird dir ja nichts, schon gar nicht im Fußballbusiness.

00:16:08.000 --> 00:16:13.380
Speaker 0: Weil die Anzahl von Leuten, die dort arbeiten wollen, ist natürlich exorbitant lang.

00:16:15.000 --> 00:16:17.600
Speaker 0: Und Vereine können sich grundsätzlich Mitarbeiter aussuchen.

00:16:18.400 --> 00:16:21.360
Speaker 0: Deswegen musst du dann deine Chance auf wahrnehmen, wenn sie dir dann gegeben wird.

00:16:21.960 --> 00:16:23.080
Speaker 0: Und da musst du dich freischwimmen.

00:16:23.140 --> 00:16:25.940
Speaker 0: Und das ist halt... Ja, da brauchst du Ausdauer und Zeit.

00:16:26.400 --> 00:16:31.280
Speaker 0: Und das sehe ich halt schon, das ist ein Unterschied zu der heutigen Generation.

00:16:32.760 --> 00:16:36.980
Speaker 0: Da ist die erste Frage immer fast die erste Frage bei vielen, was kann ich verdienen?

00:16:37.740 --> 00:16:52.660
Speaker 0: Ich habe die ersten vier Jahre ein kleines Studentengehalt bekommen, weil mir ging es nicht darum, Geld zu verdienen, in dem Moment, sondern die Chance wahrzunehmen, überhaupt das Privileg zu haben, in einem wachsenden Profiverein zu arbeiten.

00:16:53.260 --> 00:17:02.000
Speaker 0: Dass es dann halt so eine Erfolgsstory wird wie bei RB Leipzig, das hatten wir alle erhofft, konnte natürlich trotzdem niemand so vorhersehen, vor allem nicht in der Kürze der Zeit.

00:17:03.260 --> 00:17:13.839
Speaker 0: Aber Ralf hat es dann halt auch geschafft, die richtigen Leute auf allen Ebenen sowohl in der Nachwuchsabteilung als auch bei den Profis zusammenzuführen, die das ganze Projekt dann natürlich noch schneller haben, wachsen lassen und erfolgreich werden lassen.

00:17:13.900 --> 00:17:17.700
Speaker 0: Und das ist dann wiederum seine Riesenqualität, die ich vorhin schon erwähnt hatte.

00:17:18.460 --> 00:17:21.020
Speaker 0: Einfach nicht nur zu schauen, was kann ich selbst extrem gut?

00:17:21.079 --> 00:17:25.599
Speaker 0: Und er hat natürlich Wahnsinnsfähigkeiten als Lieder, als Chef-Trainer, als Sportdirektor, als Funktionär.

00:17:26.339 --> 00:17:31.140
Speaker 0: Aber eine seiner größten Qualitäten ist schon, best man for the job zu finden.

00:17:31.240 --> 00:17:35.100
Speaker 0: Also wirklich den absoluten Experten in dem jeweiligen Arbeitsfeld.

00:17:35.840 --> 00:17:41.140
Speaker 0: Und demjenigen dann, wie vorhin schon erwähnt, die Verantwortung, aber noch wichtiger auch den Freiraum zu geben.

00:17:42.320 --> 00:17:44.540
Speaker 0: Einfach die Arbeit abzuliefern.

00:17:45.160 --> 00:17:46.920
Speaker 0: Im besten Sinne.

00:17:47.480 --> 00:17:52.860
Speaker 0: Und das funktioniert, denke ich, bis heute in dem Arbeitsfeld, in dem er sich bewegt.

00:17:53.320 --> 00:17:56.040
Speaker 0: Und das habe ich natürlich auch extrem von ihm gelernt und mitgenommen.

00:17:56.860 --> 00:18:05.560
Speaker 1: Ja, total schön, dass du es nochmal ansprichst, weil ich hatte Ralf ja auch hier im Podcast und da hat er das genauso beschrieben, wie du es gerade auch gesagt hast.

00:18:05.600 --> 00:18:09.440
Speaker 1: Und er hat ja da auch nochmal betont, selbst beim Busfahrerschouter.

00:18:09.640 --> 00:18:11.620
Speaker 1: Wer fährt den Bus am besten?

00:18:11.820 --> 00:18:12.860
Speaker 1: Ja, also hört sich jetzt.

00:18:13.380 --> 00:18:15.020
Speaker 1: lustig an, aber das meint der Ernst.

00:18:15.100 --> 00:18:16.960
Speaker 1: Also wer ist da der beste?

00:18:17.020 --> 00:18:25.020
Speaker 1: und nicht irgendwie der Onkel von irgendeinem Ehrenvorsitzenden, der das dann macht, sondern der schaut dann schon auch da genauer hin.

00:18:25.800 --> 00:18:31.740
Speaker 1: Und das ist tatsächlich eine tolle Eigenschaft von ihm, dass er wirklich überall die besten haben will.

00:18:32.340 --> 00:18:43.300
Speaker 1: Und das andere, was mir gerade eben auch noch in den Sinn kam, wenn wir auch immer sagen, egal in welchem Bereich es fehlen Talente, dann kann man immer auf der einen Seite schauen, ja Mensch, Da ist vielleicht nicht viel da.

00:18:43.760 --> 00:18:46.360
Speaker 1: Aber die Frage ist immer so, wer erkennt die Talente?

00:18:46.540 --> 00:18:47.540
Speaker 1: Wer gibt denen den Raum?

00:18:47.660 --> 00:18:48.800
Speaker 1: Wer gibt denen die Verantwortung?

00:18:49.180 --> 00:18:52.180
Speaker 1: Wer gibt denen den Space und die Möglichkeit, sich zu entfalten?

00:18:52.240 --> 00:18:55.300
Speaker 1: Und da braucht es immer diese zwei Seiten.

00:18:55.360 --> 00:19:03.700
Speaker 1: Deswegen ist natürlich die Frage legitim, was gibt es für Talente oder für junge Leute, die Jobs ausfüllen können?

00:19:03.740 --> 00:19:09.380
Speaker 1: Aber die Frage ist auch immer, gibt es auch genügend Möglichkeiten für diejenigen, sich zu entfalten?

00:19:09.780 --> 00:19:11.260
Speaker 1: Und da muss sich jeder hinterfragen.

00:19:11.300 --> 00:19:30.760
Speaker 1: Und ich glaube, dass eine gute Führungskraft, so wie es auch Ralph lebt, genau dafür geeignet sein muss, nämlich zu erkennen, die ranzuholen, die ihn dann unterstützen können und da auch durchaus den Mut zu haben, zu sagen, ich kenne mich in dem Bereich nicht aus, deswegen hole ich mir dort jemanden, der perfekt dazu passt.

00:19:31.660 --> 00:19:31.980
Speaker 0: Absolut.

00:19:32.720 --> 00:19:35.780
Speaker 0: Gerade das gilt ja dann auch für die Talenterkennung bei Spielern.

00:19:37.340 --> 00:19:41.320
Speaker 0: Wir hatten einen Beispiel, den nenne ich jetzt einfach mal bei Ihnen.

00:19:42.220 --> 00:19:45.680
Speaker 0: Deutschlandweit, natürlich europaweit, eigentlich jeder kennt Josua Kimmich.

00:19:46.940 --> 00:19:50.520
Speaker 0: Josua hatten wir damals aus der U-IX vom VfB Stuttgart verpflichtet.

00:19:52.140 --> 00:20:02.480
Speaker 0: Nicht weil wir eben den Geldsack vor die Tür gestellt haben, sondern weil wir eben eine Plattform geboten haben im Profifußball in jungen Jahren, die ihm zu dem Zeitpunkt der VfB Stuttgart nicht gegeben hat.

00:20:02.580 --> 00:20:07.300
Speaker 0: Das war ja genau der gleiche Spieler, den Stuttgart sogar in den Haus hatte.

00:20:08.300 --> 00:20:11.000
Speaker 0: Wir haben ihm aber die Plattform Profifußball, damals dritte Liga.

00:20:11.660 --> 00:20:12.200
Speaker 0: geben können.

00:20:12.720 --> 00:20:24.640
Speaker 0: Und da sind wir genau bei dem Punkt, wo wir gesagt haben, okay, das ist ein Spieler, der sicherlich zu dem Zeitpunkt ein sehr großes Talent war, aber noch nicht der Joshua Kimmich, den man heute kennt, also wohl bei Bayern als auch in der Nationalmannschaft.

00:20:25.080 --> 00:20:32.160
Speaker 0: Aber er hatte schon extrem viele Eigenschaften, die er mitgebracht hat, war aber natürlich bis dato komplett unterfahren im Profifußball oder im Männerfußball generell.

00:20:33.460 --> 00:20:35.620
Speaker 0: Wir haben ihm aber die Plattform und die Möglichkeit gegeben.

00:20:35.820 --> 00:20:36.960
Speaker 0: Er hat die Chance dann genutzt.

00:20:37.560 --> 00:20:45.040
Speaker 0: Aber wir haben ihm sowohl in der Verpflichtung als dann auch damals Chef-Trainer Alexander ihm einfach die Plattform gegeben.

00:20:45.860 --> 00:20:52.520
Speaker 0: Im Männerbereich mit achtzehn, neunzehn Jahren in der dritten Liga, dann auch in der zweiten Liga, zum Stammspieler zu reifen.

00:20:52.980 --> 00:21:02.080
Speaker 0: Der gleiche Spieler, vielleicht bei einem anderen Club, hätte weiterhin noch U-IX gespielt oder vielleicht zweite Mannschaft, Regionalliga oder vielleicht wo auch immer.

00:21:03.240 --> 00:21:07.680
Speaker 0: Und das zeigt eigentlich, wie entscheidend es einfach ist, beide Seiten immer zusammenzuführen.

00:21:08.260 --> 00:21:15.720
Speaker 0: Talent, gewisse Lernwilligkeit, Arbeitsmentalität.

00:21:16.080 --> 00:21:17.360
Speaker 0: Das zählt natürlich immer dazu.

00:21:17.580 --> 00:21:20.140
Speaker 0: Das braucht die eine Seite und die Gegenseite muss halt die Plattform

00:21:20.540 --> 00:21:20.680
Speaker 1: bieten.

00:21:20.720 --> 00:21:20.880
Speaker 1: Genau.

00:21:21.480 --> 00:21:27.680
Speaker 0: So, und wenn das zusammenkommt, sowohl wie schon erwähnt bei Spielern als auch bei Mitarbeitern, dann kann das Ganze sich entwickeln.

00:21:28.200 --> 00:21:29.300
Speaker 1: Dann steigerst du die Chance.

00:21:30.420 --> 00:21:30.620
Speaker 0: Genau.

00:21:31.140 --> 00:21:38.940
Speaker 0: Nicht jeder funktioniert dann auch oder nicht jeder nimmt die Chance wahr oder aus unterschiedlichsten Gründen klappt es dann vielleicht doch mal nicht.

00:21:39.980 --> 00:21:45.700
Speaker 0: Aber es geht ja immer darum, die Chancen abzuwägen und die Chancen zu erhöhen und das Risiko zu minimieren.

00:21:45.760 --> 00:21:56.040
Speaker 0: Und ich glaube, da ist gerade RB, aber mittlerweile auch recht viele Clubs im innen und im Ausland ja schon fokussiert auf junge, entwicklungsfähige Talente.

00:21:56.900 --> 00:22:05.960
Speaker 0: Und das Wort Development, Entwicklung sagt sie eigentlich schon, es muss sich auch was entwickeln und dafür brauchst du halt eine Plattform, die du demjenigen geben musst.

00:22:06.000 --> 00:22:10.220
Speaker 0: Wenn die da ist, dann ist die Chance zumindest größer, auch was zu entwickeln.

00:22:11.360 --> 00:22:17.940
Speaker 1: Jetzt hast du die ersten Schritte als Scout gemacht, also hast du sich da innerhalb von wenigen Jahren eben zum Chef Scout entwickelt.

00:22:19.220 --> 00:22:20.700
Speaker 1: Was macht einen guten Scout aus?

00:22:20.840 --> 00:22:24.340
Speaker 1: Also woran, also... Tolle Transfers, ja.

00:22:25.420 --> 00:22:36.600
Speaker 1: Klar, aber man muss ja Eigenschaften mitbringen und nicht jeder... ist sofort ein guter Scout, weil ich glaube, es gehört einiges dazu, in dem Bereich gut arbeiten zu können.

00:22:36.980 --> 00:22:38.140
Speaker 1: Deswegen nochmal die Frage an dich.

00:22:39.340 --> 00:22:42.220
Speaker 1: A, vielleicht was hat dich ausgezeichnet?

00:22:42.280 --> 00:22:49.040
Speaker 1: und wenn das vielleicht eine zu schwierige Frage ist, weil man nicht gerne über sich selbst redet, was macht denn dann den guten Scout aus?

00:22:49.100 --> 00:22:50.200
Speaker 1: Also was braucht ein guter Scout?

00:22:50.260 --> 00:22:54.100
Speaker 1: Auch wenn du heute schaust in einer anderen verantwortlichen Position, wenn du da hin holst.

00:22:54.900 --> 00:23:00.000
Speaker 0: Also wo ist jetzt sich erstmal ein... Riesen-Netzwerk, Netzwerk heutzutage.

00:23:00.060 --> 00:23:02.460
Speaker 0: Es gibt ja keinen Spieler mehr, der unentdeckt ist in der heutigen Zeit.

00:23:02.620 --> 00:23:11.920
Speaker 0: Dafür ist sowohl die Technologie so weit fortgeschritten, dass ich innerhalb von wenigen Mausklicks mir ein U-Achzehn-Spiel in Chile anschauen kann, wenn ich möchte.

00:23:12.560 --> 00:23:22.320
Speaker 0: Also es geht nicht mehr ausschließlich darum, einfach nur unterwegs zu sein und versuchen, den nicht entdeckten Spieler zu entdecken.

00:23:22.840 --> 00:23:30.260
Speaker 0: Es geht ja darum erstmal, gewisse Parameter eines Spielers auf der jeweiligen Position oder Positionsgruppe.

00:23:30.340 --> 00:23:32.560
Speaker 0: Je jünger Spieler ist, sprechen wir über Positionsgruppen.

00:23:34.040 --> 00:23:55.980
Speaker 0: zu erkennen, welche Fähigkeiten bringt ja schon mal mit, was ist ein Grundtalent, sei es eine Football IQ, also eine schnellere Wahrnehmung auf dem Platz, sei es eine atletische Komponente, die darf man aber auch nicht zu überbewerten, weil gerade das Thema Pubertät, wenn wir jetzt in dem Altersbereich, Dreizehn, Vierzehn, Fünfzehn bis Sechzehn reden, dann gibt es oftmals einfach früh entwickelte Spieler.

00:23:57.540 --> 00:24:02.500
Speaker 0: Deswegen ist das Athletikthema erst, kommt eher so ein Punkt EU-seventeen und neunzehn dann zum Tragen.

00:24:03.940 --> 00:24:06.840
Speaker 0: Technischer Voraussetzungen sind natürlich immer enorm wichtig.

00:24:07.960 --> 00:24:13.120
Speaker 0: Aber noch wichtiger ist es, dass du als Verein erst mal ein gewisses Grundprofil vorgibst.

00:24:13.740 --> 00:24:16.300
Speaker 0: Anforderungsprofile auf der jeweiligen Position.

00:24:16.700 --> 00:24:23.080
Speaker 0: Wie würdest du Fußball spielen und welches Spielerprofil auf der jeweiligen Position passt im Idealfall?

00:24:23.620 --> 00:24:45.020
Speaker 0: Perfekt zu deiner Spielidee, weil es gibt sicherlich Spieler, die auch wir bei RB abgelehnt haben, nicht weil sie schlechte Fußballer waren, sondern weil sie einfach von ihrer Grundkarasscharakteristik als Fußballer auf der überlegen Position nicht zu dem gepasst haben, was wir als Anforderungsprofil definiert haben, aufgrund unserer Spielweise.

00:24:45.680 --> 00:24:53.120
Speaker 0: So demzufolge musst du erstmal definieren, was, wonach suchst du, Dann macht sich, gestaltet sich natürlich die Suche auch deutlich leichter.

00:24:53.480 --> 00:24:58.640
Speaker 0: Daran scheitern schon nicht viele Scouts, weil die Scouts machen eigentlich nur das, was vorgegeben wird von den Vereinen im Normalfall.

00:24:59.060 --> 00:25:05.760
Speaker 0: Sondern viele Vereine haben bis heute keine klare Identität in der Art und Weise, wie sie rekrutieren wollen.

00:25:07.060 --> 00:25:11.020
Speaker 0: Und daran scheitern oft schon viele Transfers oder klappen vielleicht dann nicht.

00:25:11.460 --> 00:25:13.400
Speaker 0: Dann gehst du ohne Einkaufsliste in Supermarkt.

00:25:13.860 --> 00:25:17.380
Speaker 0: Bist du auch ein bisschen verloren in dem ganzen Überangebot.

00:25:17.660 --> 00:25:27.540
Speaker 0: und es gibt auch ein Überangebot an Spielern, weil du halt mittlerweile weltweit Zugriff hast auf Talente ab sechzehn in Europa oder ab achtzend an non EU, wenn wir jetzt mal vom deutschen Markt reden.

00:25:28.140 --> 00:25:40.960
Speaker 0: So demzufolge musst du erstmal klar definieren und filtern anhand deiner Anforderungsprofile und dann natürlich auch mutig sein, einfach Vorschläge zu bringen, wo du eine Vision als Scout hast zu sagen, okay, Das ist das, was er jetzt aktuell kann.

00:25:41.100 --> 00:25:43.800
Speaker 0: Das reicht vielleicht noch nicht, um vielleicht schon Champions League zu spielen.

00:25:44.380 --> 00:25:46.120
Speaker 0: Aber was braucht er noch?

00:25:46.440 --> 00:25:51.820
Speaker 0: Über Spielzeit, über Coaching, über mentales Training, über atletisches Training, um dort hinzukommen.

00:25:52.500 --> 00:25:59.340
Speaker 0: Bei Scouting ist er nicht am Ende des Tages ein Spieler zu entdecken, der schon zehn Jahre in der Premier League spielt und dann vielleicht nochmal nach Deutschland zu holen.

00:25:59.640 --> 00:26:01.340
Speaker 0: Das ist dann am Ende des Tages der Vertrags.

00:26:01.880 --> 00:26:02.340
Speaker 0: Thematik.

00:26:02.920 --> 00:26:03.840
Speaker 0: Hast du es wirtschaftlich?

00:26:04.300 --> 00:26:07.720
Speaker 0: Sind die Interessen gleichgeschaltet und kann man den Spieler verpflichten?

00:26:08.180 --> 00:26:14.700
Speaker 0: Scouting und rekrutieren heißt ja eigentlich, einem Spieler den nächsten Schritt zuzutrauen, ohne dass er den schon gegangen ist.

00:26:14.740 --> 00:26:24.220
Speaker 0: Denn er sollte ja im besten Fall bei dir gehen, um dann einen wirtschaftlichen und einen sportlichen Wert für deinen Verein, in dem Fall war es RB, Leipzig zu generieren.

00:26:25.220 --> 00:26:33.280
Speaker 0: Und all die Spieler, die wir zu dem Zeitpunkt verpflichtet haben, die hatten entweder keine oder nur sehr wenig Profi-Erfahrung zu dem Zeitpunkt.

00:26:34.980 --> 00:26:37.560
Speaker 0: Und bei uns sind sie dann gewachsen, wo wir wieder beim Thema Plattform sind.

00:26:37.740 --> 00:26:39.060
Speaker 0: Jo, so ein kümliches Einbeispiel.

00:26:39.160 --> 00:26:46.860
Speaker 0: Dajo, Upa Mikano, Ibrahima Konate, Dominic Schuboschleid, den wir nach Salzburg gewohnt haben, mit sechzehn aus Ungarn.

00:26:47.920 --> 00:26:58.620
Speaker 0: Das sind alle Spieler, auch Naby Cater, Sadio Mané in den ersten Jahren, die hatten schon in Frankreich ein bisschen Spielerfahrung auf Profi-Niveau sammeln dürfen, waren aber weiter von den fern Champions League-Spielern zu

00:26:58.740 --> 00:26:58.940
Speaker 1: sein.

00:26:59.440 --> 00:27:00.420
Speaker 0: Die wurden sie dann bei uns.

00:27:02.240 --> 00:27:13.020
Speaker 0: Und das ist halt ein bisschen der Mut und die Vision, einen Talent zu erkennen, aber dann auch mutig zu sein den Spieler vorzuschlagen, wohlwissend, dass er noch nicht fertig ausgebildet ist.

00:27:13.540 --> 00:27:17.100
Speaker 1: Ich kann mir vorstellen, dass es da ganz natürlich massive Diskussionen gibt.

00:27:17.160 --> 00:27:18.020
Speaker 1: Es geht um Invest.

00:27:18.300 --> 00:27:22.140
Speaker 1: Es gibt auch in so einem System einer Scouting-Abteilung, in so einem Verein.

00:27:23.400 --> 00:27:29.580
Speaker 1: ist man ja auch geprägt von Einflüssen, wer gibt den Ton an, welchen Vorschlag lässt man zu?

00:27:30.160 --> 00:27:49.420
Speaker 1: Und so wie du es jetzt auch beschreibst, wie der schnell deutlich ist, geht am Ende ja auch um die Persönlichkeit des Scouts, also der Brauchpersönlichkeit, der braucht den Wumms, sich da hinzustellen, hinzusetzen, wenn Sportvorstand, Sportdirektor alle sitzen an einem Tisch und du sagst, viele hast das Gefühl, dass vielleicht ein Vorschlag nicht so gesehen wurde und dann musst du nochmal aufstehen und sagen, hey Leute, nochmal.

00:27:49.960 --> 00:27:53.560
Speaker 1: Das ist in meinen Augen der Spieler, der in drei Jahren uns zu Titeln schießen

00:27:53.600 --> 00:27:53.700
Speaker 0: wird,

00:27:53.760 --> 00:27:53.920
Speaker 1: oder?

00:27:55.880 --> 00:27:56.980
Speaker 1: Da braucht's diesen Mumm.

00:27:57.480 --> 00:28:01.000
Speaker 1: Und es braucht auch diesen Raum, diese psychologische Sicherheit, wie man so schön sagt.

00:28:01.420 --> 00:28:03.520
Speaker 1: Und das ist dann wiederum die Aufgabe der Verantwortlichen.

00:28:03.600 --> 00:28:11.680
Speaker 1: Aber so wie du es auch beschreibst, ja, es ist am Ende, hat's auch einfach viel mit Potenzialerkennung zu tun, aber das dann auch rüberzubringen.

00:28:11.960 --> 00:28:15.840
Speaker 1: Und viele sagen dann vielleicht, ach nee, komm, die haben sie jetzt für einen anderen entschieden.

00:28:15.880 --> 00:28:17.580
Speaker 1: Na ja, komm, mein Vorschlag war auch nicht so gut.

00:28:17.660 --> 00:28:17.780
Speaker 1: Nee.

00:28:18.200 --> 00:28:21.340
Speaker 1: Dann stehst du noch mal auf und sagst, Leute, ich will es noch mal auf den Punkt bringen, oder?

00:28:21.480 --> 00:28:22.000
Speaker 0: Absolutlich.

00:28:22.200 --> 00:28:22.500
Speaker 0: Absolut.

00:28:22.640 --> 00:28:24.760
Speaker 0: Baharlichkeit ist da das absolute Schlüsselwort.

00:28:25.320 --> 00:28:25.720
Speaker 0: Und Mut.

00:28:25.920 --> 00:28:26.340
Speaker 0: Und Mut.

00:28:27.280 --> 00:28:34.020
Speaker 0: Klar, es gibt Leute, die würden das so oder so machen, egal in welchem Raum sie sitzen, aber es gibt halt auch viele, die lassen sich dann abschrecken, wie du es schon richtig sagst.

00:28:34.060 --> 00:28:34.140
Speaker 0: Genau.

00:28:34.180 --> 00:28:40.300
Speaker 0: Und deswegen habe ich halt auch gerade die Mentalität und die Persönlichkeit von Ralf und von Jesse oder Ernst Tanner ist ein ähnlicher.

00:28:41.000 --> 00:28:44.800
Speaker 0: Ein ähnliches Beispiel, mit dem ich in Philadelphia zusammenarbeiten

00:28:44.840 --> 00:28:45.180
Speaker 1: durfte, aber

00:28:45.220 --> 00:28:49.880
Speaker 0: auch bei RB, der war zur der im Zeitraum Akademieleiter bei RB Salzburg.

00:28:50.840 --> 00:28:56.680
Speaker 0: Das sind alles Persönlichkeiten, die geben dem Ganzen erstmal Raum und jeder darf erstmal seine Meinung äußern.

00:28:56.900 --> 00:29:06.880
Speaker 0: Er muss ihn natürlich gut begründen können, logischerweise, wenn man jetzt irgendwie sinnloserweise irgendeine Idee reinschmeißt und danach nichts mehr kommt, dann ist das natürlich auch verschenkte Zeit und Energie für alle Beteiligten.

00:29:07.760 --> 00:29:12.880
Speaker 0: Aber wer seine Vorschläge einbringt und die auch gut argumentieren kann, der wird erst mal gehört.

00:29:13.480 --> 00:29:27.000
Speaker 0: Und wenn das dann auch noch plausibel klingt und man das auch noch belegen kann mit Bildmaterial, mit Live-Eindrücken, mit persönlichen Meetings, die das Ganze noch mal untermauern, dann steigt auch da wieder die Wahrscheinlichkeit, dass man vielleicht doch den größten Zweifler überzeugt.

00:29:27.760 --> 00:29:31.020
Speaker 0: Aber man braucht wie immer im Leben gute Argumente natürlich dafür.

00:29:32.960 --> 00:29:39.120
Speaker 0: Aber der Resonanzraum, der muss halt erstmal da sein, dass man sagt, hey, ich kann mich hier trauen, einfach meine Meinung preiszugeben.

00:29:39.160 --> 00:29:52.240
Speaker 0: Und selbst wenn es mal einen Nein gibt, dann ist es kein persönlicher Affront, sondern es ist halt einfach, okay, mal eine konträre Meinung, die ja vollkommen legitim ist und muss ja auch da sein.

00:29:52.320 --> 00:29:55.360
Speaker 0: Ja, momentan ist das natürlich mehr Spiele abgelehnt, als wir verpflichtet haben.

00:29:55.880 --> 00:29:58.600
Speaker 0: Also Scouting ist ja auch wieder, um bei dem Thema zu bleiben.

00:30:00.600 --> 00:30:02.460
Speaker 0: Um den einen zu finden, musste die anderen ablehnen.

00:30:02.700 --> 00:30:06.660
Speaker 0: Also die Herausforderung ist eher, nicht die falschen Spieler zu holen.

00:30:07.420 --> 00:30:07.780
Speaker 1: Natürlich

00:30:07.840 --> 00:30:08.980
Speaker 0: dann irgendwann auf den richtigen.

00:30:09.480 --> 00:30:15.840
Speaker 0: Aber das Problem ist halt oftmals, dass sowohl wirtschaftlich als auch sportlich zu schnelle Entscheidungen getroffen werden.

00:30:15.900 --> 00:30:20.940
Speaker 0: im punto, wir haben nicht genug Detailarbeit in der Tiefe investiert.

00:30:21.820 --> 00:30:26.700
Speaker 0: um die schlechten rauszufiltern oder die nicht passenden Spieler rauszufiltern, um auf die guten zu kommen.

00:30:26.920 --> 00:30:27.820
Speaker 0: Also das ist dann eher so.

00:30:27.920 --> 00:30:38.000
Speaker 0: die Kunst, aber du hast es vollkommen richtig gesagt, es ist halt auch einfach der Mut und die Persönlichkeit aller Beteiligten, die Entscheidung zu treffen.

00:30:38.040 --> 00:30:43.960
Speaker 0: Und deswegen habe ich vorhin erwähnt, Spieler sind heutzutage, egal wie jung sie sind, und talentiert selten unerkannt.

00:30:44.180 --> 00:30:47.820
Speaker 0: Also jede gut organisierte und gut strukturierte Scouting-Abteilung.

00:30:48.560 --> 00:30:56.660
Speaker 0: hat im Normalfall alle Spieler in einer gewissen Form, die irgendwo überbeformen, zumindest in der Plattform, in der Datenbank.

00:30:57.680 --> 00:31:06.940
Speaker 0: Die Kunst ist es natürlich auch, die Entscheidung selber zu treffen und mutig zu sein, den Spieler zu holen, bevor andere vielleicht auf die Idee kommen oder wo andere noch zweifeln.

00:31:07.000 --> 00:31:16.380
Speaker 0: Und durch das haben wir, glaube ich, in den vergangenen Jahren recht erfolgreich gemacht, weil die Spieler waren jetzt nicht die einzigen Profispieler, die wir kannten, die wir verpflichtet haben.

00:31:17.060 --> 00:31:20.020
Speaker 0: Die kannten sicherlich auch genügend andere Clubs weltweit.

00:31:20.540 --> 00:31:27.140
Speaker 0: Nur wir waren mutig, hatten gute Argumente und die richtige Plattform und waren schneller vielleicht dran als andere.

00:31:28.240 --> 00:31:44.560
Speaker 0: Und dafür brauchst du halt einfach diese Möglichkeiten, solche Transfers oder mögliche Spielertransfers offen und konstruktiv besprechen und diskutieren zu können, um dann in der Endkonsequenz schnellstmöglich handen zu dürfen und den Spieler zu verpflichten.

00:31:45.060 --> 00:31:48.240
Speaker 0: Und am Ende des Sages weißt du immer erst in der Nachbetrachtung, ob es funktioniert hat.

00:31:49.720 --> 00:31:57.880
Speaker 1: Ja, trotzdem ist es spannend, der Satz, also Fokus auch darauf zu haben oder nicht die falschen Spieler zu holen.

00:31:57.940 --> 00:32:02.900
Speaker 1: Also das ist nochmal eine ganz andere Blick auf die Arbeit auch.

00:32:03.320 --> 00:32:05.080
Speaker 1: Und es ist ja auch im Leben manchmal so.

00:32:05.200 --> 00:32:06.880
Speaker 1: Also zu wissen, was ich nicht will.

00:32:07.180 --> 00:32:16.460
Speaker 1: Also zu wissen, was ich nicht machen möchte, ist auch... eine total legitime Frage und auch manchmal die die erst mal viel spannende und wichtigere Frage.

00:32:16.920 --> 00:32:19.980
Speaker 1: und dann kann man sich so langsam dem nehmen ja was will ich denn dann eigentlich?

00:32:20.020 --> 00:32:21.360
Speaker 1: und dann wird es auch vielleicht klarer.

00:32:22.260 --> 00:32:35.620
Speaker 1: von daher ist es ja auch so mit Sicherheit das habe ich auch früher im Job des Journalisten erlebt wir waren gut darin aufzuziehen oder zu erfahren welche Spiel in den letzten fünf Jahren vielleicht mal abgelehnt wurden.

00:32:35.680 --> 00:32:40.060
Speaker 1: ja also klar das das hat es dann deutlich einfacher für unseren Job dann auch gemacht.

00:32:40.120 --> 00:32:46.560
Speaker 1: Mensch, Verein X hat keine Ahnung, Jadon Sancho irgendwann mal gesagt, ich glaube, der passt nicht zu uns oder sowas.

00:32:48.520 --> 00:33:01.960
Speaker 1: Gibt es bei dir so einen Spieler, wo du bis heute sagst, Mensch, dass ich den damals nicht durchbrachte oder nicht das Potenzial erkannt habe oder ich immer noch hinterher traure, dass wir das nicht geschafft haben, ihn zu verpflichten?

00:33:02.000 --> 00:33:03.940
Speaker 1: Gibt es da einen bekannten Namen?

00:33:04.200 --> 00:33:06.900
Speaker 1: Wir werden uns gleich den auch nochmal widmen, wo es geklappt hat.

00:33:07.600 --> 00:33:09.720
Speaker 0: Ja, aber das ist eine sehr gute Frage.

00:33:12.600 --> 00:33:18.800
Speaker 0: Direkt nachher habe ich jetzt nicht parat, weil muss ich zählerweise dazu sagen, wir haben schon, einer fällt mir ein.

00:33:20.040 --> 00:33:22.100
Speaker 0: Wir haben schon recht viele Jungs bekommen, die wir wirklich wollten.

00:33:22.980 --> 00:33:23.020
Speaker 0: Das

00:33:23.060 --> 00:33:23.920
Speaker 1: spricht für euch, ja.

00:33:24.560 --> 00:33:36.740
Speaker 0: Aber Kylian Mbappé, als er noch bei Monaco war, in der U-Achzehn damals, Ralf ist sogar rübergeflogen nach Monaco, hatte sich mit Vater und Spieler getroffen.

00:33:38.420 --> 00:33:39.340
Speaker 0: Aber den haben wir nicht bekommen.

00:33:39.380 --> 00:33:45.680
Speaker 0: Den wollten wir nach Salzburg holen und dann logischerweise im besten Fall danach nach Leipzig.

00:33:46.720 --> 00:33:55.420
Speaker 0: Ist ja kein Geheimnis, dass da schon auch eine logische Brücke geschlagen wurde, die auch einfach so, wo Sport die ja so wirtschaftlich Sinn gemacht hat bis zum gewissen Zeitpunkt.

00:33:56.780 --> 00:34:14.699
Speaker 0: Aber das ist ein Spieler, der damals schon auch damals noch extrem, ich sag mal, roh war, ein rohr Diamant, wild roh, aber hat auch einfach schon Viele Aspekte gezeigt punktuell, die man bis heute bei ihm sieht, die auch ganz klar seine Waffen sind, über ein offensives eins gegen eins.

00:34:14.739 --> 00:34:21.080
Speaker 0: Eine Athletik, ein Wahnsinns-Tempo in Kombination mit einer Ballbehandlung und einer extremen Teugefährlichkeit.

00:34:21.219 --> 00:34:23.600
Speaker 0: Also diese Kombination findet man ganz selten.

00:34:23.639 --> 00:34:26.940
Speaker 0: Wir hatten sie damals bei Sadio Mané gesehen.

00:34:27.040 --> 00:34:32.120
Speaker 0: Auch da war er noch extrem in den Anfangsschuhen seiner Entwicklung.

00:34:32.139 --> 00:34:38.320
Speaker 0: ... aber hat sich ja dann auch ausgezahlt ... ... aufgrund seiner Fähigkeiten, ... ... die perfekt in unsere Spielidee gepasst haben.

00:34:39.280 --> 00:34:50.840
Speaker 0: Und Kilian Mbappé ... ... war definitiv einer, an dem wir ... ... früh dran waren, ... ... aber auch viele andere, ... ... den wir dann aber nicht final ... ... aus welchem Grund auch immer überzeugen konnten.

00:34:51.480 --> 00:34:59.480
Speaker 0: Ich glaube, wer der bei uns gelandet, ... ... hätte jetzt auch seine Entwicklung nicht geschadet, ... ... aber die hat sich ja trotzdem ... ... in die richtige Richtung entwickelt.

00:34:59.520 --> 00:35:01.020
Speaker 0: Also daran hat sie es nicht gelegen, aber ... Aber

00:35:01.120 --> 00:35:07.100
Speaker 1: immerhin ... Also ihr habt das große Potenzial gesehen, ihr habt euch bemüht und hättet ihn gerne gehabt.

00:35:07.880 --> 00:35:14.300
Speaker 1: Ich meine, insofern ist es jetzt auch keiner gewesen, der euch quasi durch den Radar geschlüpft ist.

00:35:14.520 --> 00:35:16.640
Speaker 1: Jetzt hast du ja schon so ein paar Namen auch gesagt.

00:35:17.300 --> 00:35:24.280
Speaker 1: Also eine grandiose Sportler, tolle Fußballer, Sadio Mané, Konaté, Jo Kimmich.

00:35:26.500 --> 00:35:29.140
Speaker 1: Das ist ja... Immer auch eine Teamarbeit.

00:35:30.780 --> 00:35:31.640
Speaker 1: So muss man's ausdrücken.

00:35:31.680 --> 00:35:34.680
Speaker 1: Es müssen ja viele Räge neinandergreifen, dass solche Transfers passen.

00:35:35.280 --> 00:35:38.840
Speaker 1: Kannst du das nochmal auch für die Arbeit mit einem Scouting Team?

00:35:38.880 --> 00:35:42.320
Speaker 1: Du hast ja dann an etlichen Stellen auch Scouting Teams geleitet.

00:35:43.640 --> 00:35:44.860
Speaker 1: Was aus der Rolle heraus?

00:35:44.940 --> 00:35:46.360
Speaker 1: Was ist dann auch wichtig?

00:35:46.480 --> 00:35:48.420
Speaker 1: Also, dass dann auch solche Transfers klappen?

00:35:50.560 --> 00:35:53.300
Speaker 1: Wahrscheinlich wird es mir das bestätigen, nie ein Einzeljob.

00:35:53.420 --> 00:35:56.220
Speaker 1: Also, dass einer sagt, ich habe das irgendwie ganz alleine über die Bühne gekriegt.

00:35:56.460 --> 00:35:58.180
Speaker 1: Das geht ja auch in so einem System gar nicht.

00:35:58.540 --> 00:36:00.160
Speaker 1: Deswegen nochmal die Frage an dich.

00:36:00.820 --> 00:36:04.200
Speaker 1: Worauf kommt es bei der Scouting-Arbeit im Team auch an?

00:36:04.740 --> 00:36:09.780
Speaker 1: Worauf musst du da achten als Scout, aber auch dann als Leiter einer solchen Abteilung?

00:36:10.320 --> 00:36:13.380
Speaker 0: Also du hast natürlich die unterschiedlichen Abteilungen in der Abteilung.

00:36:13.580 --> 00:36:17.380
Speaker 0: Das fängt bei einem Datenanalysten an, der heutzutage wahrscheinlich so wichtig ist wie noch nie.

00:36:18.340 --> 00:36:43.640
Speaker 0: Du hast Video und Online Scouts, die machen die komplette Online-Recherche, die machen das Video-Scouting über die entsprechenden Plattformen, weil auch dort... rein, was den Effizienzfaktor angeht, muss natürlich erst mal heute nicht jeder Scout sich in den Flieger setzen und viel Geld und Zeit investieren, um Spieler live zu sehen, sondern es geht erst mal über den Datenfilter, dann geht es über den Videofilter und dann geht es in Kombination mit der Livesichtung.

00:36:44.780 --> 00:36:56.300
Speaker 0: Nicht nur bei Spielen, ganz enorm wichtig, Trainingseinheiten und wirklich auch zu schauen, wie verhält sich der Spieler in Situationen, die jetzt vielleicht mit dem normalen Spielbetrieb nicht ganz so viel zu tun haben.

00:36:56.340 --> 00:37:01.840
Speaker 0: Das geht doch darum, wie verhält er sich gegenüber Mitspielern, wie verhält er sich gegenüber vielleicht dem Kidman, dem Teammanager.

00:37:02.560 --> 00:37:03.120
Speaker 0: Das sind alles so.

00:37:03.360 --> 00:37:13.120
Speaker 0: Aspekte, gerade Mentalität und Charakter wird aus meiner Sicht bis heute oftmals noch zu stiefmütterlich behandelt in dem Rekrutierungsprozess.

00:37:13.820 --> 00:37:23.220
Speaker 0: Talent gibt es visant am Meer, aber man sieht auch immer wieder Spieler, die leider scheitern nicht anhand ihrer Tal- oder aufgrund ihres Talents, sondern aufgrund ihrer fehlenden Mentalität.

00:37:23.300 --> 00:37:31.740
Speaker 0: und zur Mentalität gehört mehr als nur, einen Ball hinterher zu rennen und sich den wieder zu holen, sondern es ist halt einfach, wer eine Persönlichkeitskomponente, ne?

00:37:32.540 --> 00:37:39.000
Speaker 0: Gewissere Respekt, ein Teamplayer-Gedanke, Werte, die auch neben dem Platz stattfinden müssen.

00:37:39.660 --> 00:37:55.360
Speaker 0: und da haben wir ja immer wieder Beispiele, ... auch in der Nationalmannschaft, ... ... die dort absolut vorangehen, ... ... Joshua Kümmich, ... ... um ihn nochmal zu nennen, ... ... das sind natürlich auch schon einfach ... ... Persönlichkeiten neben dem Platz, ... ... wo man sagt, okay, ... ... mit den Werten ... ... könnte ich mich auch persönlich identifizieren.

00:37:57.400 --> 00:38:04.480
Speaker 0: Ganz enorm wichtig, ... ... aber um die Scouting-Abteilungen ... ... bestmöglich zusammenzuführen, ... ... musst du halt immer schauen, ... ... dass ein Rad ins nächste greift.

00:38:04.540 --> 00:38:25.460
Speaker 0: Also die drei Säulen, ... ... Video Scouting, Live Scouting, ... ... Datenanalysen, ... ... die müssen erstmal zusammenpassen, ... ... dann ist es auch extrem wichtig, ... dass die Mitarbeiter im Scouting-Team diese übergeordnete Club-Philosophie, wo nach sich dann auch die Scouting-Philosophie definiert, auch komplett überzeugend vertreten.

00:38:25.860 --> 00:38:34.280
Speaker 0: Also es ist schon noch wichtig, dass deine Mitarbeiter am Ende, das heißt, genauso in die Philosophie passen, wie die Spieler, die du daraus rekrutieren möchtest.

00:38:34.880 --> 00:38:37.980
Speaker 0: Und da gibt es auch persönliche Befindlichkeiten, da ist noch nichts falsch dagegen.

00:38:39.180 --> 00:38:53.580
Speaker 0: oder nichts einzufenden, aber dann ist vielleicht doch nicht zwangsläufig der richtige Mitarbeiter, wenn er vielleicht den Fußball aus einem anderen Blickwinge betrachtet, der nicht wiederum deckungsgleich ist mit dem, was du als Verein als endresultat dann sehen willst.

00:38:53.640 --> 00:38:56.940
Speaker 0: Sowohl bei Spielern als ja dann auch im Mannschaftserfolg, das muss ja alles zusammenspielen.

00:38:57.760 --> 00:38:58.460
Speaker 0: Da habe ich mal eine

00:38:58.640 --> 00:38:58.880
Speaker 1: Frage.

00:38:59.820 --> 00:39:10.960
Speaker 1: Genau an der Stelle, Benny, habe ich mal eine Frage, weil ich auch immer wieder höre, dass es Genau das Wichtig ist, dass du jemanden in dem Kreis hast, der genau das Gegenteil vertritt.

00:39:11.380 --> 00:39:39.380
Speaker 1: Ist es an der Stelle für ein Fußballverein aber nicht gängig oder auch schwer umsetzbar, dass man sich sozusagen jemanden oder ein, zwei Leute auch hat, die vielleicht eine ganz gegensätzliche Meinung zu dem haben, was vielleicht grundsätzlich auch im Club vertreten wird, dass man einfach auch immer das mit so einer gegenteiligen Meinung mal abgleichen kann, weil in vielen anderen Kontexten in Unternehmen holt man sich genau die Leute, die quasi die eigenen Ideen auch immer wieder hinterfragen.

00:39:39.420 --> 00:39:42.360
Speaker 1: Aber in der Stelle kann sich das ein Verein wahrscheinlich nicht leisten, oder?

00:39:43.140 --> 00:39:48.360
Speaker 0: Naja, also man muss schon unterscheiden, ob natürlich eine eigene Meinung kann auch konträr sein.

00:39:48.500 --> 00:39:49.760
Speaker 0: zur der Grundphilosophie.

00:39:50.080 --> 00:39:53.840
Speaker 0: Aber du hast gewisse Leitplanken und dazwischen kannst du dich bewegen.

00:39:54.440 --> 00:39:56.420
Speaker 0: Das ist vollkommen legitim und muss auch so sein.

00:39:56.900 --> 00:40:06.660
Speaker 0: Das heißt auch nicht, dass man nicht trotzdem zu einem Spieler X, Y eine unterschiedliche Meinung hat, obwohl man die Grunddenkweise und die Grundausrichtung dieselbe ist.

00:40:07.380 --> 00:40:08.020
Speaker 0: Die Philosophie.

00:40:08.200 --> 00:40:09.120
Speaker 0: Das ist ähnlich bei Trainer.

00:40:09.820 --> 00:40:16.900
Speaker 0: Als Verein gibst du eine Grundphilosophie vor, aber du gibst dem Trainer nicht vor, in welcher Systematik er spielen soll und welchen Spieler er aufstellt.

00:40:17.480 --> 00:40:21.460
Speaker 0: Er hat schon Freiräume, aber gewisse Grundprinzipien.

00:40:21.920 --> 00:40:28.820
Speaker 0: Leitplanken, wie wir sie auch gerne nennen, die sollten schon einheitlich sein, weil das sind auch die Grundpfeiler der Unternehmenskultur.

00:40:29.720 --> 00:40:38.800
Speaker 0: Und die kann man in dem System, da muss man sogar kritisch hinterfragen, weil dazwischen gibt es halt auch extrem viele Grauzonen, da gibt es ja auch nicht schwarz und weiß.

00:40:38.840 --> 00:40:43.300
Speaker 0: Da gibt es nicht der Spieler, der passt perfekt und der andere passt gar nicht, sondern auch da kann man darüber diskutieren.

00:40:43.960 --> 00:40:47.240
Speaker 0: Und da gibt es ja auch immer wieder herum gewisse Grenzen, die man verschieben kann.

00:40:47.680 --> 00:41:05.720
Speaker 0: Aber ich finde es immer extrem wichtig, wenn man von der Unternehmenskultur spricht und fünschbar fein ist ja nichts anderes als ein Unternehmen heutzutage, sowohl was die Größe als auch die Wirtschaftlichkeit angeht, dass man gewisse Grundpfeiler hat, Grundprinzipien, die man klar definieren muss, die man dann auch vorleben muss, als CEO, als Sportdirektor, als Vorstand.

00:41:06.780 --> 00:41:24.620
Speaker 0: und danach richten sich dann alle Mitarbeiter und dazwischen Da darf natürlich diskutiert werden und konträr und Meinung ausgetauscht werden, das ist sogar extrem wichtig, um diese Unternehmenskultur wirklich zu leben und da dann wiederum den Freiraum zu geben, dann auch kritisch zu hinterfragen.

00:41:26.740 --> 00:41:34.700
Speaker 0: Aber wie sagt diese Grundpfeiler, die sollten schon bestehen bleiben und dazwischen muss man sich dann halt bewegen, weil das erhöht halt einfach die Wahrscheinlichkeit auf Erfolg und Scouting.

00:41:34.740 --> 00:41:38.180
Speaker 0: Erfolg ist halt auch schon den richtigen Spieler fürs richtige System zu finden.

00:41:38.640 --> 00:41:46.300
Speaker 0: Ich kann dir oder wahrscheinlich auch dein persönliches Umfeld könnte dir zickinteressante Spieler nennen, die vielleicht sogar Weltklasse-Niveau haben.

00:41:46.640 --> 00:41:50.460
Speaker 0: Die würden aber zusammen in einem Team vielleicht gar nicht funktionieren.

00:41:51.040 --> 00:41:56.100
Speaker 0: Nicht weil sie individuell nicht gut genug sind, sondern weil das eine Puzzlestück nicht ins nächste passt.

00:41:57.140 --> 00:42:01.360
Speaker 0: Und deswegen ist es schon wichtig an gewissen Prinzipien festzuhalten.

00:42:01.940 --> 00:42:18.780
Speaker 0: Daran sich dann lang zu hangeln, auch in der Identifikation von Spielerprofilen oder auf den Mitarbeitern, die die Grundvision vertreten und dazwischen komplett frei sind in ihrer Meinung, in ihrem Ausdruck diese dann auch preiszugeben und vor allen Dingen auch kritisch zu hinterfragen.

00:42:19.280 --> 00:42:29.700
Speaker 0: Und wenn wir was gemacht haben bei Spieletransfers, dann bei RW zumindest, dann die extrem kritisch zu hinterfragen, weil natürlich dann nach und nach auch das wirtschaftliche Paket immer größer wurde.

00:42:30.580 --> 00:42:45.940
Speaker 0: Und da war es noch wichtiger, zu hundert Prozent, die Hundert wird man nicht ganz erreichen, aber knapp an die hundert Prozent, wann zu kommen, um mit vollster Überzeugung zu sagen, das ist jetzt der Spieler, den wir für diese Transferphase auf der Position verpflichten wollen und müssen.

00:42:47.640 --> 00:42:50.120
Speaker 0: Aber da wurde natürlich absolut kontrovers diskutiert.

00:42:50.860 --> 00:42:52.600
Speaker 0: Und ich gehe davon aus, das wird bis heute so sein.

00:42:52.740 --> 00:42:55.560
Speaker 0: Und der nicht nur BRW, das betrifft ja auch andere Profivereine.

00:42:56.160 --> 00:43:19.840
Speaker 1: Die letzte Frage vielleicht zu diesem Komplex, ich stelle mir das total krass vor, wenn ich jetzt mal so mir vorstelle, du hast die Jobboschlei mit fünfzehn, sechzehn da Spielen sehen in Ungarn, in seiner Heimat, so als junger Kerl springt da rum und dann siehst du, wie er funktioniert, dass es genauso kommt, wie man sich es vorgestellt hat, dass er heute zu den ganz großen Spieler in Europa gehört, in Liverpool.

00:43:20.760 --> 00:43:21.800
Speaker 1: herausragende Rolle nimmt.

00:43:21.860 --> 00:43:33.980
Speaker 1: Ich meine, das musste auch irgendwie, wenn man sich daran zurück erinnert an solche Momente oder man hat vielleicht Maneh ein Stück weit gescoutet und dafür gesorgt, dass er dann in diesen jungen Jahren nach Salzburg gegangen ist.

00:43:34.240 --> 00:43:39.460
Speaker 1: Das sind doch wahrscheinlich Erinnerungen, die der A keiner nehmen kann und auch keiner so erlebt hat wie du.

00:43:40.760 --> 00:43:43.200
Speaker 0: Die bleiben natürlich und da ist man natürlich stolz drauf.

00:43:43.540 --> 00:43:46.540
Speaker 0: Du hast es ja vorhin schon erwähnt, das ist natürlich nie eine Arbeit eines Einzelnen.

00:43:47.500 --> 00:43:52.880
Speaker 0: sondern auch immer eine Teamarbeit ohne Frage, aber natürlich dort federführend mitverantwortlich gewesen zu sein.

00:43:53.460 --> 00:44:01.240
Speaker 0: Bei all diesen Transfers und dazu gehöre ich natürlich auch sportliche Erfolge über Aufstiege von der Oberliga am Ende des Hauses bis hin zur Champions League Qualifikation.

00:44:01.800 --> 00:44:12.840
Speaker 0: Und das in fast Rekordzeit bis auf die Ehrenrunde in der zweiten Bundesliga sind wir ja von der Regionalliga dann durchmarschiert bis direkt zur Champions League Qualifikation.

00:44:13.500 --> 00:44:23.380
Speaker 1: Du startest so da rein als Scout und bist dann Vorstandsmittel in Den Bosch oder bist bei Bearscott in der Rolle des Sportdirektors.

00:44:24.060 --> 00:44:25.400
Speaker 1: Wie hat sich das entwickelt?

00:44:25.680 --> 00:44:37.120
Speaker 1: und was sagt auch diese Vita mit diesen Stationen auch über dich aus als Mensch und was dich auch auszeichnet vielleicht?

00:44:38.340 --> 00:44:38.380
Speaker 1: Ja,

00:44:39.020 --> 00:44:39.980
Speaker 0: das wäre immer gut.

00:44:40.520 --> 00:44:41.100
Speaker 0: Andere darüber.

00:44:41.120 --> 00:44:44.040
Speaker 0: ... entscheiden zu lassen, was mich auszeichnet.

00:44:44.120 --> 00:44:51.600
Speaker 0: Ich persönlich für mich bin halt extrem wissbegierig und ... ... mag es nicht ... ... mich in meiner Komfortzone zu bewegen.

00:44:51.940 --> 00:44:55.860
Speaker 0: Deswegen habe ich mich damals entschieden, auch ins Ausland zu gehen, ... ... in dem Fall in die USA.

00:44:57.380 --> 00:44:59.080
Speaker 0: Es war erst mal eine Riesenchance.

00:44:59.380 --> 00:45:03.840
Speaker 0: Sicherlich auch ... ... ihr wisse Risiken oder Fragezeichen, die ich persönlich hatte, ... ... aber auch beruflich.

00:45:04.260 --> 00:45:09.680
Speaker 0: Auf der anderen Seite war das halt eine Möglichkeit, ... ... wo ich sagte, okay ... ... wenn ich das jetzt nicht mache, kriege ich die Chance vielleicht nie wieder.

00:45:09.960 --> 00:45:14.600
Speaker 0: Erstens und zweitens ... war ich schon immer ein Fender von halt mich weiter zu entwickeln.

00:45:15.100 --> 00:45:19.680
Speaker 0: Neben dem Platz oder auf dem Platz in meinen jeweiligen Funktionen.

00:45:20.140 --> 00:45:31.100
Speaker 0: Und das war für mich dann eine Chance, in die USA zu gehen, Sprache, Land, Leute, andere Liga mit anderen Strukturen kennenzulernen, auf dort den Horizont zu erweitern.

00:45:32.600 --> 00:45:37.040
Speaker 0: Klar war das noch ein RB-Club und je wisse Dinge waren natürlich auch ähnlich.

00:45:37.080 --> 00:45:42.680
Speaker 0: Und man kannte natürlich den ein oder anderen Mitarbeiter durch Schulungen, die wir vorher schon hatten oder diverse Reisen.

00:45:43.620 --> 00:45:58.200
Speaker 0: Aber natürlich ist es schon nochmal was anderes, wenn du dort komplett rüber gehst und dort eine fixe Position innehast, eine führende Position dann auch Mitarbeiter führen musst und ein Team aufbauen musst und das im Ausland, ohne dass du Muttersprachler bist.

00:45:58.660 --> 00:46:03.820
Speaker 0: Auch das holte ich erst mal aus der Komfortzone raus und challenged dich in einer gewissen Form.

00:46:04.560 --> 00:46:14.080
Speaker 0: Und genau das, was ich eigentlich bis heute versuche anzustreben, mich nicht zu lange in meiner Komfortzone zu bewegen, sondern mich irgendwie da weiterzuentwickelt.

00:46:14.120 --> 00:46:19.320
Speaker 0: So ein innerer Antrieb, den habe ich jetzt nicht nur beim Arbeiten, das ist auf teilweise zu Hause der Fall.

00:46:19.840 --> 00:46:26.500
Speaker 0: Der ein oder andere ist da vielleicht manchmal ein bisschen genervt worden, aber das ist, glaube ich, schon eine Grundcharakteristik von mir.

00:46:29.160 --> 00:46:33.560
Speaker 1: Das fördert natürlich auch die Neugierde oder das über den Tellerrand schauen.

00:46:34.200 --> 00:46:35.840
Speaker 1: Du sagst aus der Komfortzone raus.

00:46:35.880 --> 00:46:37.500
Speaker 1: Das heißt, du kommst in die Stresszone.

00:46:38.020 --> 00:46:39.640
Speaker 1: Was hast du denn dann so erlebt?

00:46:39.700 --> 00:46:46.840
Speaker 1: Also Stresszone meint, dass du natürlich mit neuen Dingen konfrontiert bist, wo du keine Routine hast, wo neue Einflüsse auf dich einpresseln.

00:46:46.920 --> 00:46:50.500
Speaker 1: Deswegen das der Oberbegriff dafür, also Stresszone.

00:46:51.080 --> 00:46:51.880
Speaker 1: Was hast du da erlebt?

00:46:52.480 --> 00:46:53.960
Speaker 1: in den Bosch und in Berskott.

00:46:54.320 --> 00:46:57.320
Speaker 0: Das waren natürlich dann schon nochmal andere Vereine auch Eigentümer geführt.

00:46:57.580 --> 00:47:02.040
Speaker 0: Das waren auch Multi Club oder MCOs, MCO Strukturen mit mehreren Vereinen.

00:47:02.200 --> 00:47:07.940
Speaker 0: Deswegen hatte ich da auch mehrere Verantwortlichkeiten in der Ownership-Gruppe.

00:47:08.980 --> 00:47:12.240
Speaker 0: Aber dadurch kriegste natürlich in der Komplexität nochmal deutlich mehr mit.

00:47:13.740 --> 00:47:19.940
Speaker 0: Auch was... Die Performance Strategie, die in den meisten Fällen halt leider nicht vorhanden ist.

00:47:19.980 --> 00:47:27.980
Speaker 0: Im Fußball gibt es dann doch sowohl im positiven als auch im negativen viele interessante Erfahrungen, die man machen kann, gerade wenn man mal das eigene Land verlässt.

00:47:28.500 --> 00:47:34.200
Speaker 0: Und dadurch halt sowohl das Privileg, zehn Jahre bei einem der best organisiertesten Strukturen zu arbeiten.

00:47:35.100 --> 00:47:39.040
Speaker 0: Darüber hinaus dann mit Philadelphia in einer kleineren Form, aber auch Eigentümer geführt.

00:47:39.100 --> 00:47:42.760
Speaker 0: in der MLS, ist auch ein Franchise auch komplett seriös geführt.

00:47:43.100 --> 00:47:46.220
Speaker 0: ohne die größten wirtschaftlichen Mittel zu haben, aber mit einer klaren Strategie.

00:47:46.420 --> 00:47:59.440
Speaker 0: Ernst Tanner, den ich vorhin schon erwähnt hatte, ist da bis heute Sportdirektor und holt das absolute Optimum aus diesem Verein raus mit Mitteln, die jetzt weiter von den Fernsehen bei Intermajemi oder LAFC zu liegen.

00:47:59.860 --> 00:48:14.900
Speaker 0: Trotzdem sportlich immer im absolut oberen Drittel zu beformen und darüber hinaus auch noch wirtschaftliche Erfolge zu generieren über Transfers, die dann im besten Fall nach Europa für für gutes Geld schon eingetreten sind.

00:48:15.840 --> 00:48:31.580
Speaker 0: Aber es gibt natürlich auch viele ausländische Investoren, unter anderem war es auch bei Den Bosch der Fall, die erstmal sich versuchen, Vereine oder Vereine zu übernehmen, Mehrheitsanteile zu erkaufen.

00:48:32.720 --> 00:48:46.680
Speaker 0: ohne dann zu wissen, wie komplex eigentlich ein Fußballverein funktioniert, was Investments angeht, über Infrastruktur, über Personal, über Kaderkosten, das sind ja alles auch laufende Kosten oder Investments, die aber erst mal ganz klar im Millionenbereich stattfinden.

00:48:48.040 --> 00:48:58.980
Speaker 0: Und diese Mittel bis Langfristigkeit, diesen strategischen Ansatz, den sehen diese Investoren oftmals nicht, die kommen selten aus dem Sport, was per se jetzt nicht vom Nachteil sein muss.

00:48:59.860 --> 00:49:23.440
Speaker 0: Aber sie verstehen dann halt nicht, wenn sie entsprechend beraten werden, dass diese Investments trotz allem notwendig sind, um den Verein nicht nur kurzfristig, sondern im besten Fall auch langfristig, stabil, wirtschaftlich und sportlich aufzustellen und dann im besten Fall dafür zu sorgen, dass der Verein ohne neue Investments sogar überleben kann, sondern sich quasi selbst trägt über wirtschaftliche Erfolge.

00:49:23.980 --> 00:49:27.980
Speaker 0: und ja, wirtschaftliche Einnahmen im täglichen Fußballgeschäft.

00:49:28.540 --> 00:49:36.140
Speaker 0: Aber dafür bedarf es halt erst mal ein Grundinvestment und einer strategischen Planung, die halt oftmals fehlt bei diesen Multiklub-Gruppen.

00:49:36.860 --> 00:49:45.080
Speaker 0: Es gibt natürlich auch gute Beispiele, aber es gibt auch viele, wo ich sage, da ist definitiv noch Nachholbedarf und viel Potenzial und Luft nach oben.

00:49:45.320 --> 00:49:48.620
Speaker 1: Benny, letzte Frage jetzt schon an dich.

00:49:48.720 --> 00:50:00.180
Speaker 1: Die Frage, was würdest du denn, jungen Menschen mit an die Hand geben, die ja auch von so einem Weg träumen vielleicht in dieser Fußballwelt.

00:50:02.880 --> 00:50:07.300
Speaker 1: Auch diesen Weg so zu gehen, wie du ihn bislang gegangen bist, der ist ja noch lange nicht zu Ende.

00:50:08.120 --> 00:50:18.660
Speaker 1: Was würdest du jungen Menschen mit an die Hand geben, die sagen, ich habe auch Lust in diesem Fußballkosmos irgendwie so spannende Aufgaben zu machen, wie du sie auch schon gemacht hast?

00:50:19.220 --> 00:50:29.160
Speaker 0: Also mit Beharrlichkeit einfach an seinem Traum, wie der da noch immer ist, ob es vielleicht der Trainer-Job ist, der Scout oder irgendwann dann vielleicht der Sportfunktionär.

00:50:29.280 --> 00:50:30.880
Speaker 0: Auch das entwickelt sich ja dann oftmals.

00:50:31.700 --> 00:50:50.080
Speaker 0: Ich persönlich habe mich ja dann noch irgendwann entschieden, nicht in die Trainerrichtung zu gehen, sondern eher in die Scouting-Funktionärsrichtung, also ein bisschen außerhalb des Platzes zu arbeiten, aber trotzdem einen extremen Einfluss zu haben, weil ich mich da persönlich mit meinem Profil mit meinen Stärken deutlich besser drin wiederfinde.

00:50:50.600 --> 00:51:01.860
Speaker 0: Also erstmal für sich herauszufinden, in welchem Arbeitsfeld man sich im Fußball in dem Fall bewegen möchte und dann hart daran arbeiten, beharlig zu sein, nicht aufgeben, Rückschläge wird es immer wieder geben.

00:51:02.540 --> 00:51:06.820
Speaker 0: Auch viele Absagen oder Ablehnung, wenn man sich bewirbt oder wenn man Anfragen stellt.

00:51:07.280 --> 00:51:07.880
Speaker 0: Weil wie gesagt, die...

00:51:09.080 --> 00:51:10.160
Speaker 1: Das hast du alles erlebt auch?

00:51:10.520 --> 00:51:10.580
Speaker 1: Ja.

00:51:10.900 --> 00:51:11.460
Speaker 1: Ein Stück weit?

00:51:11.500 --> 00:51:11.640
Speaker 1: Ein

00:51:11.720 --> 00:51:12.180
Speaker 0: Stück weit.

00:51:12.400 --> 00:51:24.480
Speaker 0: Zum Glück war der Eintritt oder der Einstieg bei RB Jetzt nicht von riesen Hürden begleitet, konnte ich zum Glück sagen, aber auch da gibt es wieder Rückschläge.

00:51:24.520 --> 00:51:27.440
Speaker 0: Manchmal wird es auch schneller, gerade als junger Ambitionierter.

00:51:27.540 --> 00:51:27.920
Speaker 1: Manchmal

00:51:27.960 --> 00:51:30.460
Speaker 0: wird es den zweiten vor dem ersten Schritt machen.

00:51:30.540 --> 00:51:32.780
Speaker 0: Das ist dann auch einfache normal.

00:51:32.880 --> 00:51:33.540
Speaker 0: Auf der anderen Seite.

00:51:34.080 --> 00:51:38.240
Speaker 0: funktioniert halt dann so das Geschäft nicht oder generell der Entwicklungsplan nicht.

00:51:38.300 --> 00:51:42.280
Speaker 0: Das braucht halt einfach Zeit und Geduld, aber sich davon nicht abbringen zu lassen.

00:51:42.340 --> 00:51:49.280
Speaker 0: Aber wenn man wirklich dahinter steht und sagt, das ist das, was ich machen möchte mit vollster Überzeugung und Leidenschaft, dann behalte ich dran bleiben.

00:51:49.540 --> 00:51:53.380
Speaker 0: Und das ist ja ein genereller Hinweis oder ein genereller Rat.

00:51:53.440 --> 00:51:59.300
Speaker 0: Das hat jetzt wenig was mit Fußball zu tun, sondern ich glaube, wenn man Wünsche hat oder Träume und Ziele,

00:52:00.360 --> 00:52:00.440
Speaker 1: dann

00:52:00.500 --> 00:52:02.140
Speaker 0: muss man beharrlich dranbleiben.

00:52:02.360 --> 00:52:07.660
Speaker 0: Und das sagt hier, glaube ich, jeder, der irgendwann etwas erreicht hat, das hat da selten gleich beim ersten Mal erreicht.

00:52:08.380 --> 00:52:10.660
Speaker 0: Man fällt hin, man steht wieder auf, man probiert es weiter.

00:52:11.320 --> 00:52:14.900
Speaker 0: Aufgeben ist halt das, womit ich persönlich gar nicht umgehen kann.

00:52:14.980 --> 00:52:17.980
Speaker 0: Weder bei mir, noch bei Leuten in meinem engeren Umfeld.

00:52:18.020 --> 00:52:21.980
Speaker 0: Es gibt auch wenige von zum Glück, aber man sucht sich ja seinen Umfeld ein Stück weit aus.

00:52:23.060 --> 00:52:30.200
Speaker 0: Aber einfach behaulich sein und dranbleiben und alles für seine Leidenschaft zu tun mit vollster Energie und Leidenschaft.

00:52:30.260 --> 00:52:38.920
Speaker 0: Und auch das ist genau diese Leidenschaft sehe ich bis heute bei Leuten wie Ralph Rangnick oder bei Jesse March oder bei Ernst Tanner.

00:52:39.680 --> 00:52:48.100
Speaker 0: die ja schon, ohne den jetzt zu nahe zu treten zu wollen, ein bisschen im fortgeschrittenen Alter sind, aber die brennen halt bis heute für ihre Leidenschaft.

00:52:48.360 --> 00:52:54.120
Speaker 0: Und ich glaube, wenn man sich das bewahren kann bis ins hohe Alter, dann hat man, glaube ich, sehr viel richtig gemacht.

00:52:55.860 --> 00:53:02.240
Speaker 1: Kannst du in einem Satz beantworten, der nächste Job von Benjamin Aresmann ist?

00:53:04.260 --> 00:53:04.580
Speaker 1: Geht das?

00:53:04.860 --> 00:53:10.580
Speaker 0: Sportdirektor in einem Verein in... Europa, Schrägstrich, vielleicht USA.

00:53:11.820 --> 00:53:13.480
Speaker 1: Wow, guck mal, super.

00:53:14.520 --> 00:53:23.340
Speaker 1: Also, wir freuen uns, darauf zu hören, wo es dich hinverschlägt, wo du deine Zelte aufschlagen wirst.

00:53:23.400 --> 00:53:31.120
Speaker 1: Hat mir großen Spaß gemacht, das mal aus so einem, ja, aus dieser Experten-Sicht mal auch dieses ganze Feld des Scoutingsmats beleuchten.

00:53:31.160 --> 00:53:33.480
Speaker 1: Das kam jetzt in meinen Podcast so jetzt.

00:53:33.960 --> 00:53:45.580
Speaker 1: Auch noch nicht vor, deswegen vielen Dank für diese Einblicke und auch dieser Move und dieser Switch jetzt in ein Bereich, der ganz woanders liegt, sehr, sehr spannend und von daher alles Gute.

00:53:46.140 --> 00:53:53.320
Speaker 1: Benjamin, vielen Dank, dass du dir Zeit genommen hast für mich, für diesen Podcast und dir eine gute Zeit und wir hören voneinander.

00:53:53.520 --> 00:53:55.220
Speaker 0: Ganz lieben Dank, hat viel Spaß gemacht.

00:53:55.320 --> 00:53:56.760
Speaker 1: Ja, danke dir.

00:53:56.960 --> 00:53:57.520
Speaker 1: Also bis dann.

00:53:57.780 --> 00:53:58.540
Speaker 1: Tschüss.

00:54:02.620 --> 00:54:07.540
Speaker 1: Ciao.