Die ganzen Emotionen, die aus ihm herauskamen, waren wunderschön. Und ich hoffe, er wird zumindest mal irgendwas ausgeben. Ein paar Krapfen oder was weiß ich, was jetzt so ansteht.
Hallo zusammen, hier ist die Dortmund-Woche und wir haben ja schon das ein oder andere Mal, der Manni Sedlbauer und ich, eine Episode für die Dortmund-Woche an ungewöhnlichen Orten aufgenommen. Ich kann mich noch gut erinnern an unsere erste gemeinsame Aufnahme im Trainingslager in Marbella. Ja, ja, Manni hatte damals das etwas schönere und größere Zimmer als ich. Dann haben wir es auch schon häufiger im Signal Iduna Park gemacht, nach BVB-Spielen. Da müssten wir uns dann immer in irgendwelche Räumlichkeiten abseits des Presseraumes zurückziehen. Und dann gab es auch mal ein paar Störgeräusche, wenn so ein paar Kelder vorbeikamen und Bierkästen da durch den Raum geschleppt haben. Heute mal eine neue Variante. Ich sitze ganz gemütlich, wie eigentlich fast jeden Montag, wenn wir aufzeichnen. Wir zeichnen am frühen Montagnachmittag auf in meinem Büro. Und Manni Seelbauer, du bist an irgendeinem Ort, wo es, habe ich eben schon festgestellt, gelegentlich irgendwelche Durchsagen gibt. Du willst mir doch wohl nicht sagen, du fliegst, ich tippe mal auf Flughafen, du fliegst jetzt mitten in der Saison schon in Urlaub, oder? Ja, knapp daneben, knapp daneben, Olli. Erstmal hallo an euch da draußen und natürlich auch an dich, Olli. Nein, ich sitze aber tatsächlich, hast du richtig bemerkt, am Flughafen Köln-Bonn und warte auf die Werkself. Denn es geht nach London, Bayer 04 Leverkusen spielt am Dienstagabend ja das Rückspiel gegen Arsenal.
Und ja, ich als West-Reporter darf sozusagen jetzt, wo der BVB raus ist, Leverkusen begleiten. Und ja, aufgrund unseres fast schon ungewöhnlichen Zeitstresses zu Beginn der Woche haben wir es nicht früher geschafft und deshalb die ungewöhnliche Örtlichkeit für mich zumindest. Aber ich hoffe, ihr könnt mich verstehen. Vielleicht entschuldigt ihr die ein oder anderen technischen beziehungsweise auditiven Probleme, die es vielleicht gibt. Ein paar Störgeräusche wird es vielleicht auch geben.
Auditive Probleme. Ja, ist das korrekt, Olli? Kann ich das so sagen? Hörst du mich denn klar und deutlich? Ich höre dich perfekt. Ich höre dich sehr gut. Auditive Probleme. Ich bin über diese Begrifflichkeit gestolpert. Hast mich ein bisschen auf dem falschen Fuß erwischt. Ich weiß nicht, ob man das tatsächlich so sagt. Aber ich glaube, ich verstehe, was du meinst. Ja, so ein bisschen... Du fliegst mit Bayer Leverkusen nach London, Champions-League-Playoff-Rückspiel, so ein bisschen blutet einem als jemand, der natürlich bei aller gebotenen journalistischen Objektivität eine gewisse Sympathie für Borussia Dortmund hat, das nehme ich mal für mich in Anspruch, ein klein wenig das Herz, denn ja, für Borussia Dortmund ist das ja leider Gottes Geschichte.
Champions-League-Achtelfinale ist es natürlich schon. In den Playoffs musste der BVB ja die Segel streichen. Ja, ich hätte nichts dagegen einzuwenden. Gegen ein deutsch-deutsches Duell Borussia Dortmund gegen Bayern München im Champions-League-Achtelfinale oder der BVB von mir aus auch gegen Arsenal London im Champions-League-Achtelfinale. All das ist den Borussen nicht vergönnt. Es läuft allerdings noch die Saison in der Fußball-Bundesliga. Es geht darum, Platz zwei zu verteidigen und auf dem Weg dahin ist man einen Schritt vorangekommen durch ein, ich sag mal, wenn man das reine Ergebnis sieht, pflichtgemäß 2 zu 0 gegen den FC Augsburg mit einer allerdings sehr ordentlichen Leistung. Manni, bevor wir darauf zu sprechen kommen, es war ja ungewöhnlich, es wurde.
Im Stadion in Dortmund schon vor dem Spiel die Welle gemacht. Allerdings nicht für einen BVB-Profi oder nicht für die BVB-Bundesliga-Mannschaft, die Männer-Bundesliga-Mannschaft, sondern für eine Lady. Und zwar eine recht berühmte Fußball-Lady, die wahrscheinlich erfolgreichste deutsche Fußballerin, die es derzeit gibt, Alex Popp. Die kommt zum BVB. Da können wir doch endlich mal was Handfestes vermelden in Sachen Transfers. Ja, absolut, absolut. Das können wir auf jeden Fall machen. Und das ist schon ein sensationeller Transfer-Cool, den die Dortmunder da landen konnten. Also wenn man sich allein ihre Vita durchliest, Olympiasiegerin, dreifache Champions-League-Siegerin, siebenfache deutsche Meisterin, Pokalsiegerin, dreimal Fußballerin des Jahres, Kapitän der Nationalmannschaft und, und, und. Das ist schon ziemlich prominent, vor allem wenn man bedenkt, dass sie jetzt in die dritte Liga wechselt vom VfL Wolfsburg. Also das ist schon eine richtig starke Nummer. Das wäre wahrscheinlich so, wie wenn der BVB jetzt Harry Kane verpflichten würde. Oder ist das so die Größenordnung, in der du diesen Transfer so stecken würdest? Kann man definitiv, wenn man es jetzt auf den Frauenfußball bezieht, so sagen. Überhaupt keine Frage. Also Alex Bob hat 14 Jahre jetzt zuletzt für den VfL Wolfsburg gespielt. Also das ist ja auch im Prinzip...
Ja, nicht mehr. Mittlerweile wird das ja im Frauenfußball auch fast schon so eine One-Club-Show. Der FC Bayern dominiert die Liga, aber der VfL Wolfsburg war natürlich einer der erfolgreichsten deutschen Frauenvereine in den letzten Jahren. Und die Tatsache, dass sie jetzt zum BVB wechselt, zu einer Mannschaft, die ja momentan noch in der Dritten Liga, in der Regionalliga spielt, Ja, das unterstreicht nochmal die Ambitionen, die Borussia Dortmund in Bezug auf den Frauenfußball hat. Absolut. Überhaupt keine Frage. Und ja, ich glaube, es zeigt auch, dass es tatsächlich nicht gespielt war, was Alex Popp da vor der Südtribüne veranstaltet hat. Sie hat ja dann auch die La-Ola-Welle angestimmt, hat nochmal betont, sie kommt ja aus Witten, wie stolz sie ist, jetzt schwarz-gelb zu tragen. Also das ist auch eine Geschichte, sie geht möglicherweise, vielleicht steigt die BVM-Mannschaft ja noch auf in die zweite Liga, aber sie geht möglicherweise runter in die dritte Liga, in die Regionalliga mit der Historie. Das musst du erst mal machen.
Und gleichzeitig finde ich es schon hochinteressant, auch für viele Leute, die den Frauenfußball in den vergangenen Jahren trotz der starken Entwicklung, die der da schon genommen hat, immer noch nicht so richtig auf dem Schirm haben. Ich glaube, jetzt dämmert es mittlerweile auch dem Letzten, dass Borussia Dortmund da aber mal so richtig in die Vollen gehen will. Und ich bin ganz ehrlich sehr gespannt, ob das tatsächlich auch so gelingt. Ich finde es auch irgendwo bemerkenswert, dass man... Als Borussia Dortmund dann etwas anderen Weg geht als andere Vereine. Wenn man das Beispiel Eintracht Frankfurt hat ja einfach quasi diesen traditionsreichen Frauenfußballverein, den ersten FFC Frankfurt, übernommen, konnte also schon direkt auf einer höheren Ebene da einsteigen. Und der BVB hat ganz unten angefangen.
Natürlich, das muss man auch sagen, mit deutlich mehr Mitteln, die der BVB da seiner Mannschaft zur Verfügung gestellt hat. Im Vergleich zu den allermeisten Konkurrenten, mit denen man es zum Beispiel jetzt aktuell auch in der Regionalliga zu tun hat. Ja, auf jeden Fall. Wir können ja mal so einen kleinen Blick auf die Tabelle werfen. Also dieser Aufstieg in die zweite Liga war natürlich das auserkorene Ziel, auch wenn man natürlich sagen muss, nach diesem Durchmarsch in den letzten Jahren war das schon auch ein bisschen eingeplant, dass es vielleicht nicht jedes Jahr eine Spielklasse nach oben geht. Aktuell sind sie zweiter Tabellenführer, ist die O21 des 1. FC Köln. Man hat sechs Punkte Rückstand, bei einem Spiel weniger. Also man könnte sozusagen auf drei Punkte herankommen auf die Kölnerinnen, hat auch das beste Torverhältnis. Also da ist noch alles möglich für die letzten zehn Spieltage in dieser Regionalliga. So, jetzt ist natürlich eine Durchsage. Ich werde auf jeden Fall nicht aufgerufen. Bei mir passt alles soweit. Vielleicht hört ihr es im Hintergrund. Nein, aber sie soll natürlich helfen. Das war auditiv in Ordnung. Ja, das kann ich mir jetzt noch öfter anhören.
Jetzt soll sie natürlich helfen, die Dortmunderinnen da hochzuschießen. Und es war ja für sie, sie hätte ja nie einen Heelt ausgemacht, dass es ihr großer Traum ist. Sie hat ja schon vor Wochen, Monaten immer mal wieder so durchblicken lassen, hey, der BVB wäre eigentlich so für ihr Karriereende nochmal so ein Highlight. Und eine lustige, ja, oder eine witzige Geschichte kann ich euch vielleicht erzählen. Ich habe am Wochenende, als dieses Aus beim VfL Wolfsburg dann beschlossene Sache war, Da habe ich Svenja Schlenker, also die Geschäftsführerin des BVB, habe ich dann auch nur so zum Spaß geschrieben. Ja, dann ist ja jetzt alles klar. Darf ich dann jetzt schon gratulieren?
Und dann hat der BVB tatsächlich eineinhalb Stunden später oder so den Transfer verkündet. Also für mich war das gar nicht so überraschend, dass sie jetzt tatsächlich zum BVB wechselt. Wenn jemand das schon so offensiv immer betont, dass das der Traum war, ja, mussten sie sie eigentlich holen. Und das ist für den BVB, für den Frauenfußball auch echt eine tolle Sache. Das denke ich auch. Also wir sind sehr, sehr gespannt, wie sich das dann mit der Hilfe von Alex Popp in den kommenden Jahren entwickelt wird. Welchen Weg Borussia Dortmund in diesem braunen Fußball noch gehen kann. War ganz interessant, war ein sehr volles Vorprogramm, was Nobby Dickel da am Samstag präsentiert hatte. Es gab ja dann auch eine Ehrung für zum Beispiel Laura Nolte und Deborah Lewy, die Zweierbob-Olympiasiegerinnen. Das Ganze eingebettet. Laura Nolte, die aus Unna kommt, also das liegt ja vor den Toren Dortmunds, großer BVB-Fan.
Eingebettet in eine Kampagne, dass sich insgesamt, glaube ich, 17 Städte aus Nordrhein-Westfalen, Wahlen, also speziell von Rhein und Rühr, für die Ausrichtung der olympischen und paralympischen Spiele bewerben. Allerdings erst in ferner Zukunft. Also man will sich bewerben für 2036, wenn man es dann nicht wird für 2040 und wenn man es dann immer noch nicht werden sollte für 2044. Bin sehr, sehr gespannt, ob das diesmal klappt. Das ist ja nicht das erste Mal, dass gerade das Ruhrgebiet sich auch um Ausrichtungen von olympischen Spielen bemüht Und bislang war das IOC immer sehr skeptisch, was so mehr Städtebewerbungen angeht. Aber ich denke mal, und danach kommen wir dann auch wirklich auf die BVB-Männer-Profi-Mannschaft zu sprechen. Ich denke mal, dass das Ruhrgebiet das verdient hätte. Ich glaube, dass diese Region mit ihrer Sportbegeisterung ein richtig, richtig cooler Gastgeber für Olympia sein könnte. So, jetzt aber sprechen wir über den BVB. 2 zu 0 Manni gegen den FC Augsburg und, Man hätte das Spiel höher gewinnen können. Es war, fand ich, eine sehr konzentrierte Leistung. Man könnte fast sagen, das ist so ein bisschen Niko Kovac-Fußball at its best gewesen. Das heißt, wenn die Mannschaft von A bis Z konzentriert ist, dann gibt das souveräne Leistungen.
Diesmal hat man nicht viel anbrennen lassen. Es gab, fand ich, eigentlich in keiner Phase des Spiels so eine Gefahrensituation, wo man gesagt hat, oh, jetzt könnte es vielleicht in die andere Richtung kippen. Insofern, ohne jetzt der FC Augsburg sicherlich nicht der größte Gohlgad in der Fußball-Bundesliga, ist aber bekannt durchaus als unangenehmer Gegner. Also die Hürde hat man sehr souverän gemeistert. Würdest du mir dazu stimmen? Ja, absolut. Das war ja so ein kleiner Angstgegner in den vergangenen Jahren. Also jetzt übrigens hier ein kurzes Update. Hier gibt es gerade das durchgängig Durchsagen, glaube ich, am Flughafen. Entschuldige das bitte. Nein, ich fand die Leistung auch sensationell für Kovac-Fußballverhältnisse für den BVB in der aktuellen Saison.
Also perfekt. Sie haben das wirklich durchgezogen von Anfang bis Ende. Und ich fand sogar Olli, und da würde ich sagen, setzte dieses Spiel sich vielleicht noch ein Stück weit von den anderen ab, dass es schon auch durchaus Ansätze gab und Spielzüge, die sehr, sehr ansehnlich waren. Ich erinnere da an diesen Lattenschuss von Karim Adeyemi, als davor zweimal Hacke gespielt wurde. Das konnte sich schon auch ganz gut sehen lassen, phasenweise, oder? Also das war vielleicht doch ein kleiner Unterschied zu den Auftritten zuvor und gerade, wenn du eben dieses Spiel mit dem Köln-Spiel vergleichst. Ja, definitiv. Es gab dann auch noch weitere Möglichkeiten, Aluminiumtreffer auch nochmal von Maxi Bayer, der erneut eine sehr starke Leistung gezeigt hat. Also es war, fand ich, diesmal auch ein guter Mix aus Kombinationsspielen, also Spielsituationen, wo man sich bis in den Strafraum hinein kombiniert hat und aber auch eine gewisse Gefährlichkeit, was Borussia Dortmund ja häufiger schon in der laufenden Saison gezeigt hat, eine gewisse Gefährlichkeit nach Flanken von außen in den 16-Meter-Raum. Man sieht, dass die Trainingsinhalte umgesetzt worden sind. Und Kovac ist ja auch ein Trainer, der immer wieder diesen Mix fordert, der auch sagt beispielsweise, dass den Spielaufbau von hinten herausgeht.
Klar, Kombinationsspiel ist das eine, gelegentlich aber dann auch mal, Und das ist dann häufig eine Aufgabe auch für die Innenverteidiger, speziell für Nico Schlotterbeck mit langen Bällen, dann mal einen Seitenwechsel zu vollziehen, um gerade einen Gegner, der etwas tiefer steht, so wie Augsburg, den mal durchzubewegen. Ich fand, das hat eigentlich sehr, sehr gut geklappt. Das war solide bis gut, was Borussia Dortmund da gezeigt hat. Und vor allen Dingen, was mir gut gefallen hat, und das ist ja auch möglicherweise auf eine kleine taktische Änderung, die Kovac diesmal vorgenommen hat, auch wenn er nicht zum ersten Mal so hat spielen lassen, aber dennoch, in den letzten Wochen war es anders. Er hat diesmal mit zwei Spitzen vorne gespielt.
Bedingt dadurch, dass, sagen wir mal, der klassische Stoßstürmer zentral, Zeru Girassi, ja immer noch so ein bisschen, ja, ich sag mal, Probleme hat aktuell wegen, ja, der... Nahrungsaufnahme, wir befinden uns noch im Fastenmonat Ramadan und Muslime dürfen dann ja erst gemäß ihrer Vorschriften mit Sonnenuntergang Nahrung, also Essen zu sich nehmen und das geht natürlich irgendwann an die Substanz, jedenfalls er hat diesmal mit Adeyemi und mit Bayer gespielt. Es ist fast schon eine rhetorische Frage jetzt an dich. Beide Namen sind ja jetzt auch schon mal angeklungen. Wie haben sie dir im Zusammenspiel gefallen?
Sehr, sehr gut. Sehr, sehr gut tatsächlich. Ich fand, dass das sehr dynamisch war. Ich fand es auch irgendwie mal ganz schön zu sehen, dass der BVB nicht wie sonst immer diesen einen Zielspieler vorne hatte, sondern dass du da ein bisschen variabler warst, ein bisschen unberechenbarer, häufiger eben die Tiefe in deinem Spiel auch gesucht hast. Und ich fand, das konnte man sich schon sehr, sehr gut angucken. Wie hat es dir gefallen? Ja, definitiv. Und genau den Eindruck hatte ich auch. Ich glaube, dass es für die Augsburger Hintermannschaft nicht so einfach auszurechnen war diesmal. Also das heißt, wenn du so wie Borussia Dortmund häufig in den vergangenen Wochen agiert hat, mit einem Stoßstürmer Gerasi vorne drin, plus wenn du dann versucht hast, über die Außenriason oder auch Svensson Flanken aus dem Halbfeld reinzuschlagen.
Dann weißt du natürlich, dass Borussia Dortmund, weil beides sehr gute Flankengeber da spezielle Waffen hat, aber du kannst dich gut drauf einstellen. Diesmal weißt du nie so hundertprozentig, gerade was Adeyemi angeht, was macht er denn jetzt? Geht er ins Eins gegen Eins? Geht er ins Dribbling? Versucht er es auf eigene Faust? Sucht er den Doppelpass oder legt er doch nochmal ab auf eine Flügelposition, dass dann doch noch eine Flanke kommt? Und auf der anderen Seite Maxi Bayer, das fand ich schon in den letzten Wochen, da war er für mich eigentlich... Fast schon konstant der beste Offensivspieler bei Borussia Dortmund. Weil Maxi Bayer halt jemand ist, und das schätze ich bei ihm wirklich außerordentlich, der fast instinktiv weiß, was jetzt in dem Augenblick gut für das Spiel ist. Das hat er auch perfektioniert. Er hatte so ein bisschen das Problem noch zu Saisonbeginn, dass er häufig auch mal abgelegt hat, wo er vielleicht selber auf eigene Faust was hätte versuchen können. Mittlerweile hat er ein gutes Gespür dafür, für wann mache ich was auf eigene Faust, wann lege ich nochmal ab und kreiere damit vielleicht eine neue Spielsituation, die die gegnerische Abwehr dann wirklich vor eine Lage stellt, mit der sie nicht gerechnet hätte. Also gutes Mittel, was Kovac da eingesetzt hat mit dieser Doppelspitze.
Insofern Lob an den Trainer, aber in erster Linie Lob an die beiden Spieler wegen der guten Umsetzung. Ja, absolut. Also unterschreibe ich, was du gesagt hast, auch bei Maxi Bayer, die Entwicklung in den letzten Wochen, die ist wirklich sehr, sehr positiv und deshalb könnte ich mir auch wirklich gut vorstellen, dass Julian Nagelsmann ihn am Donnerstag in den Kader der Nationalmannschaft für die beiden.
Länderspiele beruft, weil er das einfach wirklich mit seiner Leistung sich auch verdient hat und zur Doppelspitze hat sich Niko Kovac dann auch nach dem Spiel nochmal durchaus positiv geäußert. Wir hören mal rein. Ich sehe es genauso, die beiden haben das richtig gut gemacht, die sind ja auch Big Bodies, Die machen alles zusammen von früh bis spät. Deswegen habe ich mir schon erhofft, heute gegen den FCA mit zwei Stürmern zu spielen. Wir wollten schon die Tiefe attackieren. Wir wollten nicht alles in den Fuß. Wenn du mit drei Stürmern spielst, zwei Flügel und einem Stürmer, dann passt das sehr viel besser für die Augsburger. Dann können sie uns dementsprechend besser stellen. Dann laufen sie fünf gegen fünf an, können es besser verteidigen. Wir wollten das ein bisschen schwieriger konzipieren. Dadurch haben wir die Dreierkette.
Ja, irgendwo fokussiert auf die beiden und dadurch kannst du ein bisschen andere Räume bespielen, hast sehr viel mehr Platz. Das war die Intention und hat geklappt, Gott sei Dank. Ja, und ich finde, das hat man eben am Samstag dann auch auf dem Spielfeld gemerkt, dass sich die beiden echt richtig gut verstehen, dass sie einander auch einiges gönnen, auch Erfolgserlebnisse gönnen. Und ja, das macht dann schon auch so eine mannschaftliche Geschlossenheit dann auch aus, wenn sich eben die Spieler sehr, sehr gut verstehen. Und das war wirklich sehr, sehr positiv. Olli, ich würde ganz gern, wir haben jetzt kurz über Maxi Bayer gesprochen, nochmal ein bisschen gezielter über Adi Jemi widerspreche. Wir wissen, er hat immer diese Auf und Abs. Ich fand, gerade zu Beginn der Spielzeit war er eigentlich mit einer der besten Borussen. Hatte auf einem sehr, sehr hohen Niveau gespielt. Und ich wäre fast schon soweit gewesen zu sagen, ich glaube, das könnte er auch mal über längere Zeit durchziehen. Dann gab es diese kleinen Skandälchen rund um seine Person. Dann hat ihn Niko Kovac eigentlich in der Phase den Rücken gestärkt, alle Verantwortlichen. Er ist dann auch weiterhin zu viel Spielzeit gekommen. Und dann hat ihn aber Maxi Bayer, also sein Big Buddy sozusagen, stückweise abgelöst.
Jetzt wissen wir, Karin Adeyemi ist ein spezieller Typ. Und deshalb braucht er auch das ein oder andere Mal eine spezielle Behandlung. Bevor du vielleicht deine Eindrücke mal wiedergibst, wie du ihn so siehst und wie du vielleicht auch seine Zukunft siehst, lass uns mal zusammen reinhören, was Niko Kovac nach dem Spiel zu Karim Madhimi gesagt hat.
Das soll so sein. Also wäre ja schlimm, wenn das nicht so wäre, denn dann würde er hier nicht spielen. Karim hat Ansprüche, wie jeder andere auch, hier in dieser Mannschaft auch von Beginn an zu spielen. Manchmal muss man als Trainer gewisse Methoden, damit einer wirklich richtig Gas gibt. Und in dem Fall hat es geklappt. Für die nächste Woche hat er sich zumindest alle empfohlen. Ja, soweit Niko Kovac über, ich weiß nicht, ob das der richtige Begriff ist, sein Lieblingsschüler Karim Adegemi zumindest. Das hat er ja an anderer Stelle früher schon mal gesagt. Es ist wahrscheinlich der Spieler im Aufgebot von Borussia Dortmund, mit dem er am meisten redet, bedeutet, auch wohl am meisten zu reden hat. Und das lässt schon durchblicken, dass er sich vielleicht, wie soll ich sagen, einen Tick mehr intrinsische Motivation, einen Tick mehr Selbstdisziplin bei Karim Adeyemi wünschen würde.
Wir besprechen das ja nicht zum ersten Mal hier. Adeyemi ist ein Spieler, dem man immer wieder an die Basics erinnern muss. Also dem man immer wieder nahelegen muss. Pass auf, Junge, du musst auch mit nach hinten arbeiten. Du hast eine Verpflichtung der Defensive gegenüber.
Du musst, wenn der Pressing-Alarm vorne ausgelöst wird, dich daran auf jeden Fall beteiligen. Weil wenn da auch nur einer schläft oder zu spät reagiert, dann kann man mit ein, zwei Pässen das komplette Mittelfeld aus Sicht des Gegners überbrücken. Und das ist immer so ein bisschen das Problem, das Kovac hat. Und das weiß er auch. Ich finde nach wie vor, dass Niko Kovac der Trainer ist in der Historie von Borussia Dortmund, zumindest von denen, die mit Karim Adeghimi zusammengearbeitet haben, dem es am besten gelingt, eine Gesprächsebene hinzukriegen. Ich glaube, es hängt so ein bisschen damit zusammen, dass Kovac selbst auch, wenn wir mal etwas tiefer in seine Biografie eintauchen wollen, eigentlich ein Straßenfußballer ist, der da in Berlin im Wedding groß geworden ist. Ja, und jeder, der so ein paar Straßenfußballer-Roots noch in sich trägt, der weiß, wenn du da auf irgendeinem Bolzplatz, in irgendeinem Käfig bist, in der Mannschaft spielst und du hast da einen dabei, der herausragende Fähigkeiten hast, der aber zwischendurch seine Aufgaben vernachlässigt, ja, muss er mit klarkommen. Dem musst du dann eben Bescheid stoßen, ihn daran erinnern, dass er das macht und ich glaube, dass das bei Karim Adeyemi immer so sein wird, dass er immer wieder seine Erinnerungen braucht.
Die Hoffnung, die wir ja gerne mit ihm verbinden, ist die, dass das irgendwann nicht mehr nötig ist, Sondern, dass er dann von ganz alleine alles wie automatisch auch die für ihn vielleicht eher unangenehmen Aufgaben erledigt. Ich weiß nicht, ob man das tatsächlich hinbekommt, Manni. Ich weiß aber, dass Karl Marejemi ein Spieler ist mit herausragenden Fähigkeiten. Und, darüber werden wir ja später auch noch sprechen, dass solche Spieler, die immer wieder was machen, ja, was die Veranlagung, um etwas Besonderes zu tun, in sich tragen, dass die für die Zukunft von Borussia Dortmund einfach sehr wichtig sind. Deshalb, ich finde, er hat sich in diesem Jahr.
Rechne mal wirklich mal, von März bis März, das ist ja fast genau die Kovac-Zeit, er hat sich für seine Verhältnisse auch gut in Richtung, sagen wir mal, Beständigkeit entwickelt. Und die Tatsache, dass er zuletzt häufiger dann mal von der Bank kam, Ich glaube, das hing eher damit zusammen, dass Maxi Bayer ihm in einigen Bereichen durch noch bessere Leistungen den Rang abgelaufen hat. Ja, vor allem durch Fleiß, glaube ich. Also ich glaube, das ist eben das, was Niko Kovac auch ein Stück weit, ja was heißt, nervt an ihm. Aber klar, erinnert er ihn auch gerne, um eben so das Maximale rauszukitzeln. Aber die Frage ist halt, wie lange ist er noch so geduldig mit ihm? Jetzt müssen wir auch mal sagen, Karim Adeyemi ist jetzt auch kein 18 oder 19 mehr. Der ist 24, der ist schon ein paar Jährchen dabei und irgendwann muss er das halt auch mal verstanden haben, dass er auch mal.
Defensiv Arbeit leistet, dann muss er auch vielleicht mal einsehen, dass er im Hoffußball immer wirklich richtig Gas geben muss und ja, ich weiß nicht oder ich bezweifle, dass Niko Kovac das, so gerne noch ewig mitmacht. Also das finde ich echt schwierig. Das ist halt eine Frage der Alternative, ja, aber du musst überlegen. Jetzt stell dir mal vor, Karim Adeyemi wäre gerade auch, was diese Sekundärtugenden, was die Disziplin angeht, perfekt. Er wäre ein Musterprofi. Zusätzlich zu seinen bekannten, individuellen Fähigkeiten im Offensivspiel. Da sage ich dir mal eins, Manni, dann wird er nicht mehr bei Borussia Dortmund spielen. Dann wird er bei Paris Saint-Germain spielen, dann wird er, was weiß ich, schlimmstenfalls beim FC Chelsea spielen, aber dann wäre er in dieser Größenordnung irgendwo. Also du meinst nur, weil er sich nicht immer mustergültig behandelt, kann er überhaupt bei BVB spielen? Ja, sonst wäre er aufgrund der herausragenden Fähigkeiten, die in ihm schlummern, wenn der das in jedem Spiel abrufen würde oder zumindest in jedem zweiten Spiel abrufen würde, dann wäre er für Borussia Dortmund wahrscheinlich nicht mehr bezahlbar. Das hört sich komisch an, Aber ich glaube, dass da wirklich was dran ist vor dem Hintergrund. Solange du ihn so hinkriffst, dass er in zumindest schöner Regelmäßigkeit dann wirklich alles abliefert.
Wie jetzt beispielsweise am Samstag, wenn du ihn so hinkriffst, dass er jetzt aufgrund, sagen wir mal, ausbleibender Verhaltensauffälligkeiten, jetzt nicht eine Belastung für das Betriebsklima innerhalb des Kaders, innerhalb der Kabine wird, dann ist das okay. So muss man es einfach sehen. Das darfst du ihm natürlich nie sagen. Also ich hoffe, er hört jetzt auch nicht zu. Dann sagt er, oh, da kann er ja vielleicht noch ein bisschen Gas rausnehmen. Nein, sollte er nicht. Aber ich glaube, das ist tatsächlich eine realistische Betrachtungsweise. Ja, was meinst du denn? Er hat ja noch Vertrag bis 2027.
Man wollte ja zuerst frühzeitig mit ihm verlängern. erst mal, Zu Beginn der Verhandlungen bzw. der Gespräche hat, glaube ich, die Adeyemi-Seite nicht ganz mitgemacht, wollte da vielleicht noch ein bisschen mehr rausschlagen, so beim Antasten an eine mögliche Vertragsverlängerung. Und dann war der BVB nicht mehr hundertprozentig überzeugt, haben erstmal andere Verträge, wie beispielsweise von Felix Metzscher eine höhere Priorität eingeräumt, hat ja dann auch erfolgreich geklappt. Und jetzt ist halt die Frage, gehst du mit ihm in sein letztes Vertragsjahr, wie stellst du das an? Oder glaubst du, dass er auch aufgrund dieses kleinen Umbruchs, den wir ja alle so ein Stück weit kommen sehen, mit Ötzschern weg, Süle weg, Schlotterbeck vielleicht weg, weiß man noch nicht, gibt es auch immer noch keinen neuen Stand und eben so eine neue Achse mit Matcher und so weiter, dass man da vielleicht dann auch nutzt, dass er einen hohen Marktwert hat und vielleicht auch noch die ein oder andere Millionchen generieren kann? Naja, grundsätzlich ist alles eine Frage der jeweiligen Alternative. Und da stelle ich mir die Frage, ist es für Borussia Dortmund möglich.
Die Fähigkeiten, die Adeyemi hat, zu ersetzen durch Transfers aus den eigenen Reihen? Wenn du den Kader durchgehst, würde ich sagen eher nein. Was Transfers angeht, da müsstest du aber wirklich auch schon gutes Glück haben, dass du da einen vielleicht etwas jüngeren Spieler findest, der über ähnliche Fähigkeiten verfügt und den du dann auch kriegen kannst. Weil wenn es einen Spieler gibt mit vergleichbaren Fähigkeiten und der ist noch jünger, das heißt, die Fantasie ist dann noch da, dass der vielleicht noch etwas stabiler in den Leistungen ist als Karim Adegemi, dann dürfte der BVB sicherlich nicht der einzige Interessent sein. und, Mit auslaufendem Vertrag in einer Saison einen Spieler, einen werthaltigen Spieler, und das ist er, gehen zu lassen, das hielte ich für die schlechtesten aller Möglichkeiten. Also ich würde ihn binden. Ich würde mir natürlich immer nach Marktsichtung die Möglichkeit offen halten, da vielleicht dann nochmal was anderes zu probieren auf der Position. Aber solange ich das nicht sehe, würde ich gucken, um ihn zu halten. In erster Linie auch, um diesen Marktwert für mich hochzuhalten. Denn je mehr der an sein Vertragsende kommt, desto geringer wird sein Wert. Ja, auf jeden Fall. Olli, wenn wir vielleicht bei dem Thema sind.
Kurz und knapp vielleicht, weil hier machen sich schon die Ersten auf dem Weg Richtung Boarding, nicht ganz optimal. Wo siehst du denn so diese Kaderbaustellen, wenn du jetzt mal so die Positionen durchgehst? Ja. Also ich glaube, Innenverteidiger müssen wir uns nicht streiten, unabhängig von Nico Schlotterbeck. Das wird auf jeden Fall der Fall sein.
Wo siehst du noch auf jeden Fall Potenzial, wo der BVB auf jeden Fall was machen muss? Ja, also wenn wir uns mal die Situation anschauen, es sind ja jetzt schon einige Entscheidungen in Bezug auf die Zukunft getroffen worden. Die sicheren Abgänge Brandt, Süle und Ötchan. Dann gibt es diese Absichtserklärung in Sachen Emre Can, der wahrscheinlich, wenn auch einen etwas leistungsbezogeneren Vertrag, aber der einen neuen Kontrakt bekommen soll. Es gibt den nach wie vor offenen Fall Schlotterbeck. Und es hat eine ganz wichtige Personalie. Du hast es ja eben schon gesagt, gegeben die Verlängerung mit Felix Metscher. Das ist ein ganz, ganz wichtiger Baustein. So, dann kommen wir mal auf die noch offenen Fragen. Ich glaube, du brauchst... Auf jeden Fall noch einen klaren Sechser. Aufgrund der Tatsache, dass du diese Geschichte mit Özcan jetzt nach vier Jahren endgültig beendet hast. Und aufgrund der Tatsache, dass Emre Can noch sehr lange Zeit ausfallen wird. Da hast du einen Bedarf. Du hast mit Joe Bellingham, ich glaube nur einen Spieler im Kader, der das spielen kann. Auch wenn das derzeit jetzt vielleicht nicht so klar von der Aufteilung her spielt. Aber das wäre für mich sehr, sehr dünn. Und dann gibt es für mich noch eine zweite große Baustelle.
Innenverteidigung, die Baustelle hast du ja eben schon benannt. Und dann gibt es noch eine weitere große Baustelle, nämlich die Frage, wie willst du die Lücke schließen, die Julian Brandt hinterlassen hat? Und dann kannst du da natürlich auf Kani Tchukpomueka setzen, aber wenn du dir Tchukpomueka in dieser Saison anschaust, also der kommt gerade mal auf 179 Pflichtspielminuten, drei Tore, drei Torbeteiligungen, oh das ist schon sehr enttäuschend und das ist nicht gerade eine Empfehlung dafür, jetzt klar auf ihn zu setzen. Also da sehe ich so die Baustellen. Und vielleicht auch tatsächlich, was ich auch sehen würde, Felix Metscher, vielleicht ein bisschen offensiver zu sehen, vielleicht auf so einer 10er-Position, um dann eben noch auf der 6er-Position diesen langen, ersehnten Holding-6-Spieler einfach mal zu verpflichten. Auch das könnte ich mir sehr gut vorstellen, weil Felix Metscher, ich sehe ihn eigentlich fast schon ein Stück offensiver als auf einer 6er-Position.
Ja, das ist, ich glaube, tatsächlich auch eine Überlegung, die intern angestellt wird. Zumal du natürlich auch weißt, gerade was diese, also Niko Kovac spielt ja jetzt nicht mit einer klassischen Zehn. Das kann sich auch irgendwie ändern. Also du hast dann einen Spieler, du hast einen Sabitzer im zentralen Mittelfeld, du hast Joe Bellingham und du hast dann Felix Metzscher. Und von diesen drei Spielern ist natürlich Felix Metzscher, der im Hinblick auf die Offensive das mit Abstand größte Potenzial hat. Mir würde allerdings trotzdem noch ein Spieler vorschweben, der ähnlich wie Brandt oder auch Csukwu Moeka, wenn er denn mal gut drauf ist.
Es versteht sowohl, sagen wir mal, eine zentraloffensive Mittelfeldposition zu bekleiden, als auch beispielsweise über die Flügel nach vorne zu stoßen. Wenn du mit einem klaren Stoßstürmer mit der Rassi vorne spielst. Also da würde ich mir noch jemanden wünschen, einen Spieler, der eine entsprechende Stammplatzqualität mit sich bringt, wohl wissend, dass dieser Spieler wahrscheinlich nicht besonders günstig sein wird. Ja, Jadon Sancho, glaube ich, ist nicht so teuer im Sommer, Oli. Och Gott, ja. Also, ja, nochmal. Jadon Sancho, es ist unglaublich. Es kommt immer wieder auf dieses Thema und es wird kurioserweise immer wieder von Leuten aufgebracht, die sagen, wir brauchen einen Neuanfang, wir müssen irgendwie frischen Wind in den Garda reinkriegen. Und dann fällt ihnen nichts Besseres ein, als einen Namen zu spielen, der eigentlich für die Vergangenheit von Borussia Dortmund steht. Und klar, ich weiß, weil der danach nie wieder auf seine Füße gefallen ist, gibt es natürlich immer wieder diese Option zu überlegen. Ja, du könntest eine günstige Lösung da vielleicht finden. Was vergibst du dir denn dabei? Aber man muss sich immer wieder vergegenwärtigen. Was würde das denn für ein Signal ausstrahlen? Zurück in die Zukunft, eher zurück in die Vergangenheit. Ich glaube, das ist nicht das, was Borussia Dortmund braucht derzeit. Nein, glaube ich auch nicht.
Trotzdem ist es ein Namen. Ich bin mir sicher, er wird uns auch im Sommer noch beschäftigen. Auch weil Sebastian Kiel es ein bisschen ausgelassen hat, kein ganz klares Dementy abzugeben. Da kochen die Gerüchte in der Woche noch höher. Da kannst du sowas von sicher sein.
Olli, lass uns mal zu dem vielleicht emotionalsten Moment dieses Spiels gehen. Das stimmt. Es ist wirklich ein Moment, der kommt glaube ich so nicht häufig vor, da waren sich alle einig und das hat man tatsächlich auch in der Reaktion aller nach diesem Tor gesehen und vor allem natürlich von ihm selbst und deshalb kommt hier unser Spieler der Woche.
Spieler der Woche Ja, ich bin sehr glücklich, nicht nur ich, sondern ich denke alle, die hier im Raum sitzen, beziehungsweise all die Dortmund-Fans, die im Stadion saßen. Ein 18-Jähriger spielt sein zweites, drittes Bundesligaspiel, macht sein erstes Tor, freut sich dermaßen, dass er gar nicht weiß, wohin, was soll er zuerst machen.
Die ganzen Emotionen, die aus ihm herauskamen, waren wunderschön und das ist das, was man braucht. Ich weiß nicht, was die Jungs da sich einfallen lassen. Ich hoffe, er wird zumindest mal irgendwas ausgeben. Ein paar Krapfen oder was weiß ich, was jetzt so ansteht. Ja, und das war natürlich ein Moment, den er und mit Sicherheit auch kein Dortmunder Fan sich hätte besser vorstellen können. Da spielt der BVB auf die Süd-Zur und dann steigt Luca Ricciani nach einer Ecke von Julian Riersson hoch in der 59. Minute und köpft zu seinem ersten Bundesliga-Tor, zu seinem ersten Profi-Tor ein, zum 2-0. Und er wusste ja gar nicht, wohin mit seinen Emotionen. Er greift sich da an den Kopf, wusste gar nicht, was los ist. Und das war einfach so grundsympathisch. Da kann jeder Fußballfan eigentlich nur Gänsehaut haben. Und das war wirklich sehr, sehr schön zu sehen. Samuele Inacio war ja dann auch einer der Gratulanten, der den fast gar nicht mehr losgelassen. Also das war schon wirklich sehr, sehr emotional, Olli. Wie hast du denn den Moment im Stadion erlebt? Ja, ja.
Wie hast du es erlebt? Es war großartig, weil du wusstest natürlich, was ihm das bedeutet. Und dann hast du noch diesen Jubellauf von ihm gesehen, wie er mit weit aufgerissenem Mund Richtung Eckfahne abdrehte, sich dabei an den Kopf fasste und wirklich über das ganze Licht strahlte. Also was für ein herrliches, charmantes, offenes Lächeln. Und ich glaube, jeder Fußballfan, nicht nur ein BVB-Fan, kann in dem Augenblick nachfühlen, was in dem Jungen vorgegangen ist. Und ich meine, das ist ja auch wirklich eine tolle Erfolgsgeschichte. Er kam rein, er war ein Luckenbüßer in der Zeit, als Borussia Dortmund große Probleme in der Innenverteidigung hatte. Er hat auch mal ein bisschen gewackelt, aber er hat seine Aufgaben gut erfüllt und ist sich treu geblieben. Und ja, er sagte dann hinterher auch, das fand ich auch sehr charmant, er hat vorher schon überlegt dann, Mensch, was machst du denn eigentlich, wenn dir dieses Tor gelingen würde, vor der Süd-, vor der gelben Wand und in dem Augenblick, wo es ihm dann gelungen ist, übrigens ein sehr schöner Kopfball noch gegen die Laufrichtung des Keepers von Finn Dahmen gesetzt, das zeigt auch eine gewisse Qualität, also er sagte dann in dem Augenblick, wo es mir gelungen ist, da wusste ich gar nicht, was ich machen soll, ich war einfach so von meinen Gefühlen überwältigt, es ist einfach nur toll sowas.
Ganz sympathisch, fand ich auch. So Olli, ich muss jetzt tatsächlich los. Es tut mir leid, das ist das erste Mal, dass ich mich hier früh aus dem Podcast verabschiede. Ja, so kenne ich es.
Am Ende fliegt Leverkusen hier noch ohne mich nach London. Trotzdem gibt es natürlich noch von Olli ein kleines Schmankerl. Ich darf mich schon mal verabschieden, Olli. Vielen Dank für dein Verständnis. Vielen Dank für euer Verständnis. Ich hoffe mit dem Ton oder wie habe ich es nochmal genannt, Olli? Auditiv war alles in Ordnung, Mann. Ja, Auditiv, Gott sei Dank. Ja, jetzt rette die Ehre des deutschen Fußballs und nicht, dass die Werkzeug wegen dir zu spät nach London kommt. So ist es. Und ihr dürft euch jetzt noch freuen auf Ollis Flashback der Woche. Tschüss zusammen. So ist es. Ja, Manni, mach's gut. Ja, alles klar. Mach das. Ja, Manni Seedlbauer. Hoffentlich hat er alles dabei. Bordkarte nicht verlegt. Reisepasst dabei. Nach England sind die Bestimmungen ja ein bisschen härter geworden. Aber Manni hat schon recht gehabt. Zum Schluss gibt es noch einen kleinen Alleingang von mir. Kleine Zeitreise. Die Älteren werden sich erinnern. Ist eine Rubrik bei uns. Und hier kommt sie, unser Flashback der Woche.
Flashback der Woche. Ja, und hier ist er tatsächlich, der Flashback der Woche. Und diesmal wollte ich an ein eigentlich sehr erfreuliches Ereignis in der Historie von Borussia Dortmund erinnern, was so ein bisschen untergeht manchmal in den Rückblicken. Und ich könnte mir vorstellen, das hängt damit zusammen, dass diesem sehr erfreulichen Ereignis ein mehr als unerfreuliches Ereignis vorangegangen war. Ich würde gerne heute sprechen über den Wiederaufstieg in die Fußball-Bundesliga von Borussia Dortmund im Jahr 1976.
Das sind bald genau 50 Jahre her und wie gesagt, das unerfreuliche Ereignis. War der Abstieg von Borussia Dortmund aus der Erstklassigkeit 1972.
Die Situation damals war so, ja, die große Mannschaft, die 1966 den Europapokal der Pokalsieger gewonnen hatte, als erste deutsche Vereinsmannschaft überhaupt einen Europapokal gewinnen konnte, die war in die Jahre gekommen. Mit den Umbrüchen hat es nicht so richtig funktioniert in der Mannschaft. So die Gewichte in der Bundesliga hatten sich verschoben. Um neue Vereine, die auch deutlich professioneller geführt worden sind damals, muss man sagen, strebten nach oben, wie beispielsweise der FC Bayern, wie aber auch Borussia Mönchengladbach. Der BVB lief der Musik so ziemlich hinterher. 72 ging es runter. Zunächst in ein unterklassiges System, was ziemlich amateurhaft war. Da gab es nämlich Regionalligen, dann wurde eine zunächst zweiteilige zweite Bundesliga eingeführt, gab es eine Nord- und eine Südstaffel, Borussia Dortmund spielte logischerweise in der Nordstaffel und erst in der Saison 1975-76 hatte man so das Gefühl, ja, jetzt könnte es tatsächlich klappen, auch mit der Rückkehr in die Bundesliga wieder. Borussia Dortmund lag in der Winterpause 75-76 auf dem ersten Tabellenplatz, ist Herbstmeister in der 2. Liga Nord geworden, startete dann aber relativ schwach in das Kalenderjahr 1976.
Gab eine 1-2-Niederlage bei Westfalia Herne, enttäuschtes 2-2 gegen Arminia Bielefeld. Es gab Theater im Verein, wie so häufig in der BVB-Historie, zwischen dem damaligen Cheftrainer Otto Knefler und dem sehr, was soll ich sagen...
Allmächtigen Präsidenten Heinz Günther. Ende Januar wurde Otto Knefler dann gefeuert. Es hieß, es hätte in der Mannschaft Strömung gegen den Trainer gegeben und als Nachfolger holte man sich dann Anfang Februar einen ausgewiesenen Aufstiegsspezialisten, Horst Butz hieß der, dem alte der Verruf voraus, also Mannschaften sicher zum Aufstieg zu führen. Das hat er tatsächlich auch vorher zweimal geschafft mit Borussia Neunkirchen und dem Wuppertaler SV. Aber es blieb ein bisschen knifflig, auch unter dem neuen Trainer. Die Mannschaft war instabil, wollte teilweise zu viel, verlor einige Spiele dann auch relativ spät. Es dauerte tatsächlich, bis man sich dann einigermaßen wiedergefunden hatte, bis man dann den zweiten Platz zumindest, nachdem man die Tabellenführung verloren hatte, den zweiten Platz zumindest zurückerobern konnte. Aber es gab trotzdem weiterhin Theater im Verein. Horst Butz hätte gerne einen Vertrag auch für die kommende Saison bekommen. Aber der Präsident Heinz Günther wollte ihm diesen Vertrag nicht geben. Es gab also wieder Zwist.
Gleichzeitig brodelte die Gerüchteküche. Wer denn in der kommenden Saison, unabhängig dann, ob Borussia Dortmund aufsteigt oder nicht, neuer BVB-Trainer wird. Hennes Weisweiler, der Gladbacher Meistertrainer, wurde gehandelt. Naja, aber man kam nicht weiter zu Potte. Schließlich holte man dann einen neuen Trainer für die darauffolgende Spielzeit. Aber es stellte sich ein besonderes Problem, denn als man dann tatsächlich am...
Pfingst Samstag 2 zu 0 bei Bayer Leverkusen gewinnen konnte und man anschließend dann auch noch am letzten Spieltag zu Hause 3 zu 0 gegen Schwarz-Weiß-Essen erfolgreich war und sich den zweiten Platz in der Endtabelle gesichert hat, da stellte man fest, dass es jetzt zu Entscheidungsspielen kommt mit Hin- und Rückspiel über den Aufstieg gegen den zweiten der Südstaffel in der zweiten Liga. Das war der 1. FC Nürnberg und das war ausgerechnet der Verein, bei dem Horst Butz, der BVB-Trainer für die kommende Saison, weil der BVB ihn so lange hat mit einer Vertragsverlängerung hingehalten, unterschrieben hatte. Also es war klar, man konnte nicht mit diesem Trainer in diese Entscheidungsspiele gegen den 1. FC Nürnberg gehen und so schlug dann ein Trainer in Dortmund auf, der ja eigentlich erst etwas später über einen großen Namen verfügen sollte, nämlich Otto Rehagel. Den hatte Präsident Günther schon für die kommende Saison verpflichtet und er musste jetzt seinen Dienst vorher antreten und so ging man dann tatsächlich am 17. Juni 1976, Feiertag, damals Tag der Deutschen Einheit, in das Hinspiel in Nürnberg und.
Borussia Dortmund stand da sehr kompakt, es war eigentlich eine Abwehrschlacht, aber die konterten auch gefährlich und fünf Minuten vor Schluss hat Eckwin, genannt Ede Wolf, dann das 1 zu 0 für den BVB erzielt. Also man hatte das Hinspiel in Nürnberg schon gewonnen und dann kam es am 23. Juni 1976 dann zu dem Rückspiel und das muss ein Gänsehauterlebnis gewesen sein. Westfalenstadion ausverkauft, 54.000 Zuschauern, die gekommen sind, um endlich diese Rückkehr von Borussia Dortmund nach vier langen Jahren in die Erstklassigkeit mitzuerleben. Es wurde dann nochmal ein relativ harter Fight, der erst spät entschieden wurde. In der 86. Spielminute konnte Lothar Huber dieses erlösende 3 zu 2 erzielen und danach explodierte das Stadion. Es gab, muss wohl das erste Mal gewesen sein in der Historie, einen Plattsturm. Also die Spieler sind rübergekommen, Bräudentränen flossen und es folgte dann eine ausgiebige und sehr erlösende Feierei in Dortmund.
Am Borsigplatz kam zu spontanen Festivitäten, ganz lange Nacht in Dortmund. Und Borussia Dortmund war dann tatsächlich wieder erstklassig nach vier langen Jahren. Und wie gesagt, es sind nur noch drei Monate hin, bis dieses Jubiläum, ich denke, dann auch etwas größer gefeiert wird. Wie gesagt, die Rückkehr von Borussia Dortmund in die Fußball-Bundesliga vor genau 50 Jahren. So, das war ein kleiner Alleingang jetzt von mir. Mani sitzt jetzt hoffentlich schon gepflegt und entspannt im Flieger. Das war unsere Dortmund-Woche. Ich hoffe, es hat euch Freude gemacht. Und was soll ich sagen? Ich wünsche euch eine schöne Woche und in einer Woche, dann hören wir uns hoffentlich alle wieder. Bis dahin, macht's gut, passt auf euch auf.