Sebastian Kehl ist weg, sein Nachfolger keine 24 Stunden später gefunden. Jens Ole Bog ist neuer Sportdirektor beim BVB. Alle Hintergründe zum Kehl aus und wer der neue Mann genau ist, was sich die BVB-Bosse von ihm erwarten und wie ihn die Dortmunder überhaupt zu diesem Zeitpunkt in der Saison bekommen konnten. Stichwort pikante Klausel, jetzt in einer neuen Folge von Die Dortmund-Woche.
Hallo zusammen, liebe Leute. Hier ist die Dortmund-Woche und hinter uns liegen turbulente Tage, beziehungsweise in jedem Fall ein recht turbulenter Sonntag. Die meisten von euch werden es mitbekommen haben. Es hat sich was getan beim BVB, was durchaus gravierende Auswirkungen hat. Der Sportdirektor Sebastian Kehl ist nicht mehr Sportdirektor von Borussia Dortmund und es gibt schon, und das ging dann relativ schnell, einen Nachfolger. Manni Seedlbauer und ich, wir sitzen diesmal wieder, darüber freue ich mich besonders, zusammen, nebeneinander in Dortmund. Zur Recherchitzbecken sind wir da unterwegs, also zurzeit darf man überhaupt nicht schlafen, denn beim BVB passiert sehr, sehr viel. Manni, schön, wie gesagt, dass wir nebeneinander setzen. Ich würde gerne einsteigen mit diesem turbulenten Sonntag, was ganz interessant war. Aber wir hatten beide eigentlich andere Sachen auf der Agenda. Denn bei einem anderen Traditionsverein hier im Westen, in Nordrhein-Westfalen, da hat sich ja, auch das dürften die meisten von euch mitbekommen, haben einiges getan beim 1. FC Köln. Du hast vom Geißbock heimgestanden, hast in den Doppelpass geschaltet und dann irgendwann... Ich saß gerade auch an einem Text, zugegebenerweise, ging auch fremd über den 1. FC Köln. Und ich habe mit einem Ohr den Doppelpass gehört.
Und dann höre ich auf einmal, ach so, übrigens, Sebastian Kehl soll nicht mehr Sportdirektor beim BVB sein. Kommt man schön als Rotieren als Sportjournalist dann, ne? Ja, absolut. Hi Olli, hallo an euch da draußen erstmal. Ja, ich finde, es sind irgendwie so genau diese Tage, die dann auch so ein Stück weit immer in Erinnerung bleiben. Olli, jetzt hast du wahrscheinlich schon mehr dieser Tage in deiner beruflichen Laufbahn erlebt. Oh, so ein paar, ja. Aber ich weiß nicht, wie es dir ging, so auch in deinem persönlichen Ranking, aber ich fand das schon sehr, sehr turbulent, wie du gesagt hast. Ich bin am Samstag, war ich noch abends sehr ausnahmsweise nicht im Signal in Gruner Park, sondern war eben beim Rheinderby, weil da eine gewisse Brisanz eben drauf war. Dann hat man schon nach dem Spiel gemerkt, ja, da könnte auf jeden Fall was passieren. Dann bin ich frühmorgens am Sonntag zum Geisbockheim, hab da die Entwicklungen abgewartet und dann, wie du schon sagst, noch irgendwie fleißig rumtelefoniert, wer wird es denn jetzt beim FC, wer wird der Nachfolger von Lukas Quassenjog und so weiter. Du beschäftigst dich komplett damit und normalerweise ist es doch schon immer so.
Du hörst mal aus irgendeiner Ecke was, hey, da könnte was passieren. Aber bei Kehl kam das einfach von jetzt auf gleich. Und wenn du da 24 Stunden eingeschlafen bist, hast du jetzt auf einmal einen Namen beim BVB, mit dem du ja davor auch gar nicht gerechnet hast. Nein, definitiv nicht. Also da ist einiges passiert. Wie ging es dir denn? Und hast du am Samstag, du warst ja in Dortmund, hast du schon irgend so was gespürt, dass da was in der Luft liegt? Nein, habe ich nicht. Das muss ich ehrlicherweise sagen. Manchmal hat man auch durch die Erfahrung ein gewisses Gespür dafür, dass ich was tun könnte. Und ja, ich meine, wenn man die Vorgeschichte jetzt der letzten Jahre von Sebastian Kehl als Sportdirektor beim BVB kennt, ist er bekannt, hatte sich Hoffnung gemacht, in die Geschäftsführung aufzusteigen. Dann wurde ihm Lars Ricken sozusagen vor die Nase gesetzt. Dann wurde auch noch Sven Mislintat, ich will jetzt nicht sagen sein Intimfeind auf jeden Fall, aber jemand, mit dem er nie harmoniert hat, zurückgeholt, da wusste man schon, okay.
Das kann sein, dass es in dieser Personalkonstellation nicht weitergehen wird. Aber man rechnet nicht damit, dass es dann so schnell geht und dass es gerade zu diesem Zeitpunkt jetzt passiert. Er hat ja auch noch bei euch gesprochen. Er hat tatsächlich gesprochen am Samstag nach diesem Spiel gegen den HSV, was ja an sich schon viel, viel hergegeben hätte, auch unter normalen Umständen für diese Podcast-Folge. Da würden wir sehr viel darüber sprechen würden. 0 zu 2 zurück zur Pause, dann Spiel gedreht, 3 zu 2 am Ende, 3 Elfmeter für Borussia Dortmund, einer von Matcha auch noch verschossen. Wie auch immer, es gab ein Happy End, es war ein recht, recht unterhaltsames Spiel.
Und als wir dann nach Schlusspfiff in der Mixzone vor den Kabinen standen, da kam Sebastian Kehl. Und das war dann ja, wie wir dann keine 24 Stunden später erfahren haben, sein letzter öffentlicher Auftritt im Dienste von Borussia Dortmund. Und das war ihm da ja schon klar, ne? Da ist es ihm klar gewesen und es war ein sehr kämpferischer. Also er hat einige Dinge gesagt, wo er quasi so ein bisschen vom aktuellen Spielgeschehen auch inhaltlich weggegangen ist und wo es ihm darum ging, mal generell die Situation von Borussia Dortmund einzuordnen. Also wörtlich hat er gesagt beispielsweise, wir haben jetzt einen Punkteschnitt von 2,3 pro Spiel, das ist sehr ordentlich und in unseren Meisterjahren 2011 und 2012 hatten wir zu diesem Zeitpunkt 62 Punkte, aktuell stehen wir bei 61 Punkten. Sein Fazit, das zeigt, dass die Mannschaft einen richtig guten Job macht, dass sie funktioniert. Und ja, das bedeutet für mich mit dem Wissen, was ich dann, nachdem die Meldung, dass er nicht mehr Sportdirektor bei Borussia Dortmund ist, dann einen Tag später.
Das bedeutet für mich eindeutig, er wollte da diese Botschaft noch mal platziert wissen. Die Botschaft, dass er als Sportdirektor ein bestelltes Feld hinterlässt. Und wenn man sich die sportliche Situation anschaut, speziell die in der Bundesliga. In diesem Jahr. Ja, in diesem Jahr der BVB ist Tabellenzweiter, elf Punkte Vorsprung auf diese drei Verfolger. Leipzig, Stuttgart und Hoffenheim. Also die Mannschaft ist aus dem besten Weg, sich erneut für die Champions League zu qualifizieren. Und das lässt natürlich schon auch den Rückschluss zu, dass er, der ja den Hut auf hatte, dann in Bezug auf die Kaderplanung in den letzten knapp vier Jahren nicht alles verkehrt gemacht haben kann. Und darum ging es ihm an diesem Samstagabend in seinem Statement, das noch mal zu sagen.
Klarzumachen, das noch mal rauszustellen. Zu dem Zeitpunkt wird er gewusst haben, es geht zu Ende. Und wie wir dann mittlerweile ja auch erfahren haben, es hat dann durchaus einvernehmliche Gespräche gegeben. Ganz wichtig zu betonen, glaube ich. Genau, also es hat keine Schlammschlacht gegeben, obwohl es ja Differenzen gegeben hatte in dieser etwas schwierigen Personalkonstellation mit Lars Ricken als Vorgesetzter, als Geschäftsführer, der halt auf dem Posten saß, auf dem sich Sebastian Kehl lange berechtigte Hoffnungen gemacht hatte. Und auch mit Carsten Kramer, der dann ja im November aufgestiegen ist zum Sprecher der Geschäftsführung, der jetzt intern auch nicht unbedingt zu den größten, ich sag mal, Fürsprechern von Sebastian Kehl gezählt hatte. Man ist sauber auseinandergegangen, es hat einen klaren Schnitt gegeben. Und ich glaube, das ist extrem wichtig, vor allen Dingen auch, um der Biografie von Sebastian Kehl gerecht zu werden. Da sind ja nicht nur diese knapp vier Jahre als Sportdirektor.
Sondern da ist eine insgesamt 24-jährige Vereinszugehörigkeit mit seiner Zeit als Spieler. Er ist an wesentlichen Erfolgen schon als Spieler beteiligt gewesen. Und ich finde auch, das geht so ein bisschen unter, wenn man seine Sportdirektorenzeit ansieht. Und in der Tat, die Mannschaft hat sich jedes Mal für die Champions League qualifiziert. Und es hätte ja auch die Möglichkeit auf zwei wirklich ganz, ganz große Erfolge gegeben. Zum Beispiel die Meisterschaft 2023 oder aber möglicherweise ein Champions League Gewinn 2024 mit dieser Finalniederlage abzugeben.
Gegen Real Madrid, wer weiß, wie die Geschichte auch für ihn persönlich ausgegangen oder möglicherweise weitergegangen wäre bei Borussia Dortmund, wenn es zumindest einen dieser großen Titel gegeben hätte. Aber gut, so ist das. Ja, du hast gestern, als wir gestern kurz telefoniert hatten, Olli, hast du eine ganz schöne Bezeichnung für ihn gefunden. Du meintest, er wäre dann der Architekt des Champions League Titels gewesen. Also das hätte sein können. Die Chance war zum Greifen nah, zweimal, du hast es angesprochen.
Und dann, glaube ich, wäre diese Geschichte ganz anders vielleicht auch ausgegangen oder würde man sich jetzt im Nachhinein auch erzählen. So bleibt, finde ich, immer so ein Beigeschmack bei Sebastian Kehl, der nicht bei allen gut ankam. Im Verein hast du schon ein bisschen aufgedöselt, da gab es viele Kritiker, viele, die ihm skeptisch gegenüberstanden und auch die Fans, habe ich das Gefühl, denen konnte er es, sehr, sehr lange Zeit nie so wirklich recht machen. Da wurde er kritisiert für Transfers, für Nicht-Transfers, für ein Gehaltsgefüge, was mit Sicherheit auch so ein Stück weit den Rahmen gesprengt hat. Da hatte ich das Gefühl, so richtig positiv wurde er da nicht gesehen, obwohl er ja, du hast es gesagt, diese lange BVB-Vergangenheit hat und zweifelsohne auch nach wie vor immer in sich zeigt. Also seine Kinder sind in Dortmund geboren. Der ist immer Tag ein, Tag aus in Dortmund-Bakel gegangen. Der war wirklich mit Herz und Leidenschaft, ist er nach wie vor bei diesem Verein. Und für den muss das ja schon auch schwierig gewesen sein. Definitiv, das glaube ich auch. Ich meine, man muss sich einfach nur mal fair gewährten.
Als Sportdirektor, er ist in der Nachfolge von Michael Zorc gewesen. Er wurde von Zorc ja dann auch eingearbeitet und dann war er ja seit Sommer 2022 in der alleinigen Verantwortung und er hatte, als er angefangen hat beim BVB als Sportdirektor.
Kann ich mich noch gut daran erinnern, den Kopf voller Ideen. Also er wollte auch einige Sachen anders machen, als sie Michael Zorc vorher gemacht hat. Er wollte offener sein in der Kommunikation. Und er wollte in erster Linie auch.
Der Mannschaft das austreiben, was damals schon ein relativ großes Thema war, nämlich diese Debatten über Unbeständigkeit, diese Debatten um Mentalität. Und ich glaube, ein Teil dessen, was ihm zum späteren Zeitpunkt dann auch durchaus kritisch vorgeworfen ist, hat da seinen Ursprung gefunden. Das heißt, Kehl war der Meinung, und ich finde auch nicht ganz so unrecht, Versetzen wir uns mal zurück in die Zeit rund um das Jahr 2022.
Damals hat der BVB viele junge Talente verpflichtet, herangezogen, sie versucht zu entwickeln, dann häufig aber das Problem gehabt, dass sie natürlich dann.
Früher oder später die Aufmerksamkeit von größeren Vereinen erregt haben und dann schon überlegt haben, ich verlasse den Verein vielleicht wieder. Was dann dazu geführt hat, dass die Mannschaft nicht unbedingt homogen war. Sprich, damals, und man muss sich das immer wieder vergegenwärtigen, wenn man jetzt das Tätigkeitsfeld von Sebastian Kehl analysieren will. Hat der es gut gemacht, hat der es schlecht gemacht? Ist sowieso schwierig bei Sportdirektoren, weil die werden in erster Linie an Transfers gemessen. Du kannst immer mal ein glückliches Händchen haben. Waren ja auch einige dabei. Definitiv. Kannst auch immer mal daneben liegen. Aber die Prämisse damals ist gewesen, wir wollen den BVB stabil machen. Das heißt, wir wollen nicht mehr nur auf Talente setzen, sondern wir wollen auch auf Erfahrung setzen. Und vor diesem Hintergrund, finde ich, hat man schon sehen können, dass das auch einen Effekt gezeitigt hat. Also wenn man beispielsweise, ich werde jetzt nicht, das sind unheimlich viele Transferbewegungen gewesen, aber wenn wir jetzt mal durchgehen, wen Sebastian Kehl da alles verpflichtet hat, also das ist schon gewaltig gewesen. Und klar, du hast sicherlich auch mal eine überschaubare Anzahl von Flops da durchgehabt, Niklas Süle beispielsweise. War aber auch nicht zu erwarten, da hätte wahrscheinlich jeder andere gesagt, ey, wenn du den bekommst, super. Er war ablösefrei zu kriegen beispielsweise.
Das sah ja im Prinzip auch alles sehr, sehr vielversprechend und gut aus, was sie da vorgehabt haben. Und es sind schon auch einige Transfers gewesen, die Borussia Dortmund sehr gut getan haben. Die auch zu einer Stabilisierung herbeigeführt haben. Und er hat auch tatsächlich ...
Einzelne Verkäufe getätigt, die dem BVB richtig gutes Geld angebracht haben. Also Haaland für 60 Millionen, dann zu Man City, Jude Bellingham, Rekordtransfer 127 Millionen Euro, Real Madrid, Füllkrug, den hatte er ja auch geholt. Gute Dienste beim BVB geleistet. So viel, glaube ich, hat er angenommen. Und hat dann ihn, glaube ich, für 27 Millionen Euro zu West Ham verkauft, wo der schon im gesetzten Alter war. Jamie Gittens 56 Millionen Euro Ablöse zum FC Chelsea. Also diese Einnahmen haben natürlich auch nicht unerheblich dazu beigetragen, dass der BVB wirtschaftlich stabil gewesen ist. Trotzdem, und diese Kritik hat es beim BVB auch intern immer gegeben, viele wünschten sich eine etwas mutigere, etwas innovativere Transferpolitik. Du meinst nicht nur zum FC Chelsea zu gucken, oder was? Genau, nicht nur zum FC Chelsea zu gucken, sondern wieder dieses Profil als Ausbildungsverein für Talente zu schärfen, was man ja in früheren Jahren auch gewesen ist. Also zum Beispiel...
Anfang des Jahres mit Carsten Kramer gesprochen. Der hat natürlich auch, glaube ich, schon eine wichtige Rolle gespielt, jetzt auch bei der Entscheidung. Kein großer Kehl-Fan gewesen. Genau, er hat das letzten Endes ja mit Lastrick dann auch mitgetragen.
Definitiv. Und naja, er hat halt eben auch gesagt, wir müssen wieder mutiger werden, wir müssen wieder innovativer werden. Und da Da ist es so gewesen, dass man deutlich gespürt hat, es gibt da Vorbehalte gegenüber Sebastian Kehl. Und ich glaube, dass es letztendlich dann diese Gesamtgemengelage gewesen ist. Einerseits diese Vorbehalte gegenüber seiner vielleicht in Teilen etwas vorsichtigen Transferpolitik. Andererseits aber auch, und ich glaube, das war das Entscheidende, die Schwierigkeiten, die in dieser personellen Konstellation einfach begründet waren. Also das war von Anfang an schwierig mit Ricken, mit Missling. Gut, den hat man dann nach neun eher, sagen wir mal, konfliktreichen Monaten wieder entsorgt, in Anführungsstrichen. Nur es blieb nach wie vor sehr, sehr kontrovers. Matthias Sammer ist ein wichtiger Faktor. Auch jemand, der Sebastian Kiel sehr skeptisch gesehen hat. Und ich glaube, vor diesem Hintergrund war es für beide Seiten eine richtige Entscheidung, jetzt zu diesem Zeitpunkt da einen Strich zu ziehen und zu sagen, okay, wir fangen was Neues an.
Das ging ja beim BVB relativ schnell, da kommen wir gleich drauf zu sprechen. Aber ich glaube, dass es auch für Sebastian Kehl eine richtige Entscheidung war. Absolut. Also erstmal glaube ich, dass er natürlich diese Stürmungen da ein Stück weit, wenn man das so betiteln kann, die gegen ihn geflossen sind, ja auch erkannt hat. Der hat das auch gemerkt, dass er alleine mit seiner Meinung dastand, dass sein Wort vielleicht nicht so gewichtig war wie von anderen Personen im Verein, dass er immer viel mehr kämpfen musste für seine Ideen und Ansichten wie vielleicht andere.
Und ja, Timing, ja, absolut das richtige Timing, Olli, weil der BVB muss natürlich jetzt auch anfangen, den Sommer zu planen. Und das kannst du natürlich nicht jetzt mit einem Sportdirektor machen, der dann im Sommer vielleicht entlassen wird und dann kommt ein anderer und der hat ganz andere Vorstellungen. Also das ist, glaube ich, ganz, ganz wichtig. Und für ihn ist es, glaube ich, auch der richtige Zeitpunkt. Und ich glaube immer, wie ich es davor schon ein Stück weit erwähnt habe, es war mit Sicherheit nicht alles gut, was Sebastian Kiel gemacht hat. Und ich glaube, genau diese Sachen, die du jetzt aufgezählt hast, dass er oft zu mutlos war, vielleicht auch zu unentschlossen, zu zögerlich. Ich glaube, das kann man ihm schon auch ankreiden. Aber er hat trotzdem auch sehr viele Sachen sehr, sehr gut gemacht. Und ich glaube, am Ende konnte das einfach niemand mehr so richtig recht machen. Deshalb ist es, glaube ich, für ihn jetzt auch gut, Und das, was er vielleicht sich angeeignet hat, über die letzten Jahre als Sportdirektor woanders unter Beweis stellen zu können, auch mal dazu zeigen, ich kann auch losgelöst vom BVB durchaus Sachen voranbringen und bekomme da vielleicht auch ein Stück weit mehr Dankbarkeit und Vertrauen und auch vielleicht Befugnisse, als ich sie beim BVB bekommen habe. Definitiv. Und ich meine, wenn wir jetzt tatsächlich die Arbeit von Sebastian Kehl noch mal würdigen wollen, ich werfe jetzt ohne Anspruch auf Vollständigkeit einfach mal ein paar Namen rein. Ciro Girassi, Marcel Sabitzer ...
Nico Schlotterbeck, Waldemar, Anton, Felix Metzscher, Adeyemi, Riazon. War aber Schlotterbeck auch schon beteiligt? Oder hat das noch Zorc eingetütet? Nee, nee, da war er auch beteiligt. Das ist in der Übergangsphase tatsächlich passiert. Das war der gleiche Sommer, als auch Niklas Süle zum BVB gekommen ist. Also das sind schon, sagen wir mal, sehr prägende Figuren gewesen, die in der Zeit von Kehl da geholt worden sind.
Klar, impliziert auch, das sind natürlich fast alles Namen gewesen, die zum damaligen Zeitpunkt schon relativ hoch gehandelt worden sind. Das heißt, man musste jetzt nicht unbedingt ein Perlentaucher oder ein Diamantenauge sein, um auf diese Namen zu kommen. Aber es ist damals einfach auch die Philosophie von Borussia Dortmund gewesen, es ist Konsens gewesen, in diese Richtung zu gehen. Also insofern finde ich, unterm Strich muss man sagen, hat er einen guten job gemacht ja ja glaube ich da können wir fast einen strich drunter mache ich bin tatsächlich gespannt oli wann und wo er vielleicht bald wieder aufschlagen wird ich schätze das ein stück weit so ein als hätte schon wieder bock zeit nach was zu machen glaubst du im sommer schon sehen wir ihn irgendwo anders wieder auf der tribüne ja glaube ich schon also wir.
Es gibt ja so ein paar Spuren, die auch während der Saison immer mal wieder hochgekocht sind. Hamburger SV, VfL Wolfsburg, da kann ich mich noch erinnern, da haben wir ihn einmal darauf angesprochen. Auf den VfL Wolfsburg, da hat er sich dann tatsächlich in der Mixzone so leicht geschmeichelt gefühlt. Da hat er endlich auch mal so was erfahren wie, woanders interessieren sich auch Leute für mich so ein Stück weit. Was glaube ich beim BVB, war halt oft dann schon auch der Buhmann. Und da hat er gemerkt, da draußen gibt es vielleicht andere, wo ich ein bisschen mehr zurückbekomme. Es ist ein öffentlichkeitswirksames Geschäft und wenn natürlich, was ja jeder wusste, Sebastian Kehl intern auch kritisch gesehen wird beim BVB.
Jeder wusste, dass beispielsweise auch auf der Hierarchieleiter es für ihn nicht hätte weiter nach oben gehen können in Dortmund, dann tut sowas natürlich auch gut. Nicht nur, weil es das Ego ein bisschen kitzelt, sondern weil es auch irgendwo unterstreicht, dass es innerhalb der Branche eine große Wertschätzung für ihn gibt. Spannende Frage. Also du hast Wolfsburg genannt. Wolfsburg wäre natürlich, sagen wir mal, ein Verein, wenn man ihn so nennen will, diesen VW-Ableger da. Wie würdest du es denn nennen? Es ist ja ein Fußballklub in einer ganz speziellen Konstellation. Schön ausgedrückt. Positiv zu sehen, du hast bessere Möglichkeiten als bei manch anderen Vereinen wegen der Zuwendung durch Volkswagen. Das ist das eine. Das andere ist die Emotionalität, die Strahlkraft. Standort. Standort, sagen wir mal so. Da wäre da ein bisschen Luft nach oben. Gegenteil davon wäre der Hamburger Sportverein. Coole Stadt auf jeden Fall. Gerade zurückgekehrt in die Fußball-Bundesliga, deshalb noch nicht gesettelt, ist auf einem relativ guten Weg.
Geschäftsführer-Posten, Stefan Kunz ist verwaist. Also schauen wir mal, was die Zukunft für ihn bringen wird. Ich könnte mir vorstellen, dass er, so wie ich ihn kenne, und ich kenne ihn ja einige Jahre, ich habe ihn als Spieler hier schon über ihn berichtet, dass er sich Zeit nehmen wird, bevor er eine Entscheidung über seine Zukunft treffen wird. Also es würde mich überraschen, wenn er jetzt beispielsweise schon, ich sage mal, in den nächsten Tagen, nächsten Wochen irgendwo einsteigen wird. Wie ist es denn, Olli, grundsätzlich? Hat der jetzt schon Laptop, alles weiter abgegeben, Schlüssel? Wie schätzt das einen? Oder gibt es da noch einen Gebührenabschied? Ja, ja. Ja, oder? Also davon gehe ich ganz stark aus. Ich meine, Sebastian Kehl ist ja als Spieler mit Borussia Dortmund Meister geworden. Er steht für, ja, sagen wir mal, im Grunde genommen als Spieler schon allein für zwei sehr erfolgreiche Ehren. Sagt man das eigentlich? Plural von Ehren? Ehren. Ehren.
Für zwei Eras, steht er, als Spieler schon. Also er ist ja tatsächlich 2002 mit dem BVB-Meister geworden. Damals hätte man sogar tatsächlich auch UEFA-Pokalsieger werden können. Das Finale ging verloren. Und dann war er natürlich auch noch Teil, wenn auch schon als etwas gesetzterer Profi, Teil dieser Ära Jürgen Klopp mit den zwei Meistertiteln, ein Dubeljahr 2012 beispielsweise.
Also allein dafür gebührt ihm ein vernünftiger Abschiedsrahmen und also es würde mich sehr überraschen, wenn Borussia Dortmund ihm den nicht geben würde. Und ich glaube auch nicht, dass man bei so einem langjährigen, verdienstvollen Mitarbeiter mit derartiger Historie sagt, hier sofort ihr Laptop, Tankkarte abgeben. Wäre ein bisschen Stilos. Würde nicht zum BVB passen. Es gab jetzt auch keinen Auflösungsvertrag, den er sofort unterschrieben hat und alles ist abgekänzelt. Dafür kennt man sich zu lange zu gut. Genau, man hat gesagt, dass man das beenden würde. Und diese letzten Details werden jetzt wahrscheinlich auch in den letzten Tagen erst noch finalisiert. Also wann gibt er dann wirklich seine Arbeitsmaterialien ab? Das ist ja so wie in jedem anderen Job auch. Wann macht man dann einen klaren Cut? Wie verbleibt man da? Aber ich glaube, man war sehr bedacht darauf, das möglichst wertschätzend zu tun. Und ich glaube, das ist wirklich unter diesen Umständen Ich bin so gut gelungen, wie es nur irgendwie gehen kann. Ja. Lass uns mal zu dem nächsten Namen gucken, weil, ja, was waren das jetzt? 15 Stunden, 20 Stunden? Das ging Ihnen dann sehr, sehr schnell. Und schon hatte der BVB einen Nachfolger parat. Der Name wurde relativ schnell gespielt. Nils Ole Wagner, ehemaliger Sportvorstand der SV Elversberg, tritt.
Was habe ich gesagt? Wagner. Guck, das habe ich jetzt mit dem Köln und so weiter. Ja, ja, ja. Auf einmal vermischt sich es nach so den Tagen. Lange Tage übrigens. Natürlich. Gut, dass du dabei sitzt, Olli. Natürlich. Ich habe für einen Moment gedacht, ich hätte irgendwas nicht mitbekommen. Oliver hatte schon wieder einen anderen Namen. Ich habe mein Scheiß-Handy raus, erst mal googelt. Wer ist denn jetzt noch? Ich hoffe, er wird es mir verzeihen am Mittwoch, wenn er sich dann offiziell auch vorstellen darf bei der Vorstellungs-PK. Also ich sage es nochmal. mal. Nils-Ole-Bog natürlich. So ist es. So. Ehemaliger Sportverstand der SV Elversberg. Das ist ja, was du mich gerade so mit großen Augen angeguckt hast. Ich habe es gar nicht gehört. Erst dann danach.
Der wird der Nachfolger von Sebastian Kehl und trotzdem glaube ich, ist der BVB auch bedacht, dass man in ihm nicht so diesen 1 zu 1 Nachfolger sieht, dass man sagt, so einer raus, der nächste kommt, sondern man möchte mit ihm auch was komplett Neues mal wagen. Ja, also man hat da, man muss ein bisschen vorsichtig sein jetzt mit der richtigen Begrifflichkeit. Aber das geht für mich schon so ein bisschen in Richtung Paradigmenwechsel. Also das heißt, von einem hoch angesehenen, sehr respektierten früheren Spieler, Nationalspieler sogar, wie Sebastian Kehl, hin zu einem, Jungen, aufstrebenden Manager, der tatsächlich, das muss man sagen, auch wenn er jetzt nicht gerade auf eine schillernde Spielerkarriere zurückblicken kann, da in Elversberg im Saarland Beachtliches auf den Weg gestellt hat. Mit wenig Mitteln, ne? Mit extrem wenig Mitteln. Also Elversberg, viel provinzieller geht es ja eigentlich nicht. Im Saarland in der Nähe von Saarbrücken.
Sicherlich auch ein Verein, der eine gewisse Anschubfinanzierung durch, sagen wir mal, die Familie Holzer, die sind sehr groß in der Pharmaindustrie, da erhalten haben. Aber der Weg, den er da gegangen ist, seitdem er dort angefangen hatte in Elversberg, Also den Klub quasi ...
2017 ist Ole Bog da aufgeschlagen. 2017 war die SVE noch in der Regionalliga. Dann ging es über die dritte Liga in die zweite Liga. Und wer weiß.
Wohin der Weg noch führen wird von Elversberg. Sehr aussichtsreich im Rennen, im Kampf um den Aufstieg in die erste Fußball.
Tabellenzweiter, aktuell. Und ... Wenn man mal die Transferhistorie durchgeht, die es in der Zeit von Ole Bog dort in Elbersberg gegeben hat, dann stellt man fest, der hat schon ein gutes Händchen bei Spielerverpflichtungen gehabt. Der scheint über sehr gute Kontakte, gerade auch zu größeren Vereinen, zu verfügen. Weil die sich bei ihm gemeldet haben? Die melden sich teilweise bei ihm, weil sie wissen, dort sind ihre Jungs gut aufgehoben. Also nennen wir doch mal ein paar Namen. Nick Woltemade, allen voran. Dem einen oder anderen sicherlich bekannt. Fisnik, Aslani, Younes, Abnoutalib, Robin Fellhauer, Paul Wanner. Also das ist eine regelrechte Talentschmiede. Und das zeigt einfach, dass die Menschen, allen voran natürlich Ole Bog, der da den Hut auf hat in der sportlichen Leitung, dass sie da nicht auf dem Baum schlafen, sondern dass die sehr innovativ sind dass die auch eine gute idee davon haben wie man eine mannschaft weiterentwickeln kann zusammenstellen kann und ich glaube dass das in erster linie das ist was den bvb hat aufmerksam werden lassen er hat es natürlich geschafft durch seine transfers.
Dass der Marktwert dieser Mannschaft, der SV Elversberg, sich ja vor drei, vor vier, vor fünffacht hat in dieser Zeit. Und da will man natürlich auch wieder hin. Also ein bisschen weg davon, nur auf schon bekannte etablierte Spieler zu setzen, tatsächlich auch mal wieder jüngere Talente für sich gewinnen, die entwickeln, die weiterentwickeln, um dann möglicherweise später auch mal wieder so fette Deals machen zu können, die man dann verkauft, wie beispielsweise, keine Ahnung, früher, wenn wir es jetzt auf den internationalen Markt beziehen, Ousmane Dembélé oder Jude Bellingham, aber auch irgendwie Spieler wie Jamie Gittens beispielsweise oder Pulisic, die man hier schon sehr früh ausgebildet hat und dann in die Profimannschaft geführt hat und dann mit viel Gewinn verkauft hat. Da will man wieder hin.
Man will auch wieder ein bisschen sexy werden. Also das heißt, man möchte auch mal wieder so einen Spieler haben, den vorher keiner auf der Rechnung hatte, wo man hinterher sagt, wow, was ist das denn für ein wahnsinniges Talent? Wie geil ist das denn? Allein wegen dem komme ich ins Stadion und gucke mir den BVB an. Das ist ja auch das Ziel, das ist ja klar, da so ein Stück weit zurückzukehren. Olli, ich halte jetzt trotzdem mal ein Stück weit dagegen. Also ich unterschreibe das alles, was du erzählt hast. er hat einen sensationellen job dort in elversberg gemacht gar keine frage jetzt kannst du natürlich in elversberg deutlich ruhiger arbeiten du kannst oder er konnte da natürlich frei entscheiden ja hast du natürlich beim bvb so in dem fall ja gar nicht du hast ein hands-joachim watzke im verein du hast einen dritten im verein die ja über alles züber gucken die dann man hier sammer Matthias Sammer, der dann auch noch sehr meinungsstark daherkommt. Das ist natürlich ein ganz anderes Umfeld. Du fischst natürlich auch in anderen Gewässern, weil du jetzt dich nicht in der Regionalliga beispielsweise umguckst, um Spieler für den BVB zu gewinnen. Trotz oder meinst du diese Erfahrung bei einem ganz großen Verein, da so eine Position zu haben, die fehlt ihm ein Stück weit oder sagst du?
Also ist das ein Risiko? Ja, sicher ist das ein Risiko. Aber no risk, no fun. Also es ist natürlich richtig, dass du sagst, das wird für ihn eine gewaltige Umstellung werden, wenn du jetzt für einen Verein wie Borussia Dortmund tätig bist. Also schau dir doch mal an, wo Borussia Dortmund sich in den letzten Jahren bedient hat. Da hattest du es, keine Ahnung, mit dem FC Chelsea zu tun, mit denen zu verhandeln.
Ist sicherlich ein bisschen schwieriger, als wenn du, sagen wir mal, bei der TSG Hoffenheim anrufst und fragst, ob du ein Spieler aus der zweiten Mannschaft ausleihen kannst. Also du bedienst dich als Borussia Dortmund, selbst wenn es um Talente geht, in einem ganz, ganz anderen Regal. Und sobald jemand mit der Visitenkarte Borussia Dortmund sich irgendwo blicken lässt, kriegen natürlich die potenziell abgebenden Vereine... Oh, alles Telefonklingel, das kostet, ne? Ich weiß, normalerweise kostet das. Dann kriegen die abgehenden Vereine natürlich auch sofort die Dollarzeichen in den Augen. Das ist doch klar. Also da wird man sehen müssen, ob er sich da reinfindet. Es gibt eine große Überzeugung, glaube ich, bei Lars Ricken und auch bei Carsten Kramer, dass ihm das gelingen wird. Und du musst natürlich auch sagen, wie wirst du denn ein richtig großer Manager Ja, bei einem großen Verein, in der Regel, da ist ja der Weg, den Sebastian Kehl da gegangen ist, ein anderer. Aber dann vielleicht eher die Ausnahme, in der Regel läuft es ja auch so, dass du dich hocharbeitest von einem kleineren Verein zu einem größeren Verein.
Aber wie gesagt, das weiß kein Mensch, ob das so funktionieren wird. Du hast es natürlich auch mit einer ganz anderen Kategorie von Spielerberatern zu tun. Ja.
Und das wird sicherlich für ihn auch, ohne ihm da zu nahe treten zu wollen, herausfordern. Also die Befürchtung, wenn man es als Befürchtung jetzt bezeichnen will, die du da geäußert hast, finde ich, hat durchaus ihre Berechtigung. Und trotzdem ist er natürlich jetzt auch nicht der Alles-Allein-Entscheider. Du hast immer noch einen Lars Rinken, der drüber ist, selbst den Karsten Kramer. Die tragen ja alle auch die Entscheidungen mit, die er vielleicht anstößt oder anstößen möchte.
Und da wird er jetzt nicht der alleinige Entscheider auf einmal werden, sondern eher wahrscheinlich der, der gerade zu Beginn eher im Hintergrund seiner Arbeit macht. Und ja, übrigens interessant ist, was ja auch spekuliert wurde, er kommt alleine, er nimmt niemanden noch mit aus Elversberg, auch wenn es da einen Namen gibt, der durchaus interessant ist aus der Scouting-Abteilung. Aber ja, da können wir auf jeden Fall sagen, ist derzeit nichts in Planung, dass er jetzt sofort dazu stößt. Trotzdem bleibt das natürlich ein zersandter Kandidat, Olli. Und man darf natürlich auch eins nicht vergessen. Borussia Dortmund verfügt über eine sehr breit aufgestellte, funktionierende Scouting-Abteilung. Also ich glaube, wenn das, und du hast es gesagt, so ist es ja auch nicht, er kommt alleine. Aber wenn der jetzt hier mit einem Stab anrücken würde, ich glaube, das wäre ein strategisch großer Fehler, weil damit würdest du hier dein Entree nicht unbedingt leichter machen. Ja, so ist es. Olli, was in den letzten Jahren ja immer wieder bemängelt wurde, wo beispielsweise ja auch Lars Ricken ein Profiteur war, war ja das.
Wie hat man das immer genannt, dass der BVB so ein Stück weit im eigenen Saft schmort. Jetzt hast du natürlich mit einem, der woanders seine Erfahrungen gemacht hat. Du holst dir ein bisschen externen Input, was, glaube ich, sehr wichtig ist. Und trotzdem hat er ja ein Stück weit ein schwarz-gelbes Herz. Das ist so, ja. Er ist Westfale. Und es gibt schlechtere Menschenschläge in Deutschland als in Westfalen. Entschuldigung, ich will jetzt auch den Bayern nicht zu nahe treten. Alles gut. Nein, er kommt aus Beckum. Und ja, nach dem, was wir gehört haben, soll es tatsächlich so gewesen sein, dass diese Entscheidung für Borussia Dortmund, die Ole Bogta getroffen hat.
Für ihn jetzt nicht nur unter, natürlich ist das entscheidender Aspekt, aber jetzt nicht nur unter karrieretechnischen Gesichtspunkten betroffen worden ist, sondern dass es für ihn auch eine sehr emotionale Angelegenheit ist, für den BVB arbeiten zu dürfen. Da gibt es ja schlechtere Voraussetzungen. Das auf jeden Fall. Und ich glaube, das können wir auch an der Stelle sagen. Ich meine, das ist natürlich schon auch ungewöhnlich, zu dem Zeitpunkt einen Sportvorstand aus einem anderen Verein überhaupt verpflichten zu können. Andere Vereine haben sich an ihm schon so ein Stück weit die Zähne ausgebissen, beim BVB gibt es aber, oder gab es eine Sonderregelung, die hat er sich vor einiger Zeit extra in seinem Vertrag verankern lassen, das heißt eine sogenannte Ausstiegsklausel.
Die beinhaltet hat, wenn der BVB anruft, dann... Alles geil, dass da jetzt explizit ein Verein da drin steht. Ja, also das ist schon krass und die Dortmunder wussten auch darüber und auch die Elversberger Elversberger waren sich der Gefahr, nenne ich es jetzt mal, bewusst, dass wenn der BVB irgendwann sagt, ey, da ist einer, den hätten wir gerne, dass er dann gehen muss und deshalb war diese Kommunikation, das kann man ja auch nochmal herausstellen, was glaube ich auch in dem Geschäft nicht üblich war, so positiv von allen Seiten. Auch die Elversberger, die haben da jetzt nicht versucht, alles zu verhindern, sondern das war von Anfang an ein Miteinander. Und auch das kommt ja nicht allzu häufig vor, gerade wenn dann so eine Person geht, die, ja da haben wir wieder, die ein Architekt des Erfolgs war in Elversberg. Ja, definitiv. Also ich glaube auch, und das ist übrigens an der Stelle, erinnere mich, wenn wir nachher zum Schluss kommen, werfen wir nochmal das Stichwort Ausstiegsklausel zu. Hast du auch eine? Nein, ich selber nicht. Für die Dortmund-Woche. Damit könnte man eine sehr schöne Klammer um diese Folge machen. Hängt mit Sebastian Kehl zusammen. Es wird gerade wieder in den Sieben gekommen. Aber dazu später mehr. Ich glaube auch, dass für ...
Für die SVE, dass ja auch irgendwie ein, was soll ich sagen, die Würdigung dieser tollen Arbeit gewesen ist, die Sie da im Saarland gemacht haben. Dass jetzt wirklich einer der ganz Großen auf Oleburg zugekommen ist. Und insofern denke ich, wahrscheinlich sind Sie realistisch genug gewesen zu wissen, auf Dauer hätten Sie ihn, wenn dieser Erfolgsweg so weitergegangen wäre, und ich hin nicht halten können. Dann ist es natürlich immer noch besser, als wenn du jetzt, könnte ich mir vorstellen.
Deinen Sportdirektor verlierst an einen der Branchenführer, den du jetzt auch nicht als unmittelbare Konkurrenz für dich betrachten musst. Also wenn jetzt, ich bin mal rumgesponnen, der jetzt zum 1. FC Kaiserslautern gehen würde oder vielleicht zu einem Verein, mit dem sich Elversberg, wir drücken die Daumen, dass es vielleicht mit dem Bundesliga-Aufstieg knapp dann in der kommenden Saison in Konkurrenzsituationen im Kampf um den Klassenerhalt befindet. Also ich denke schon, dass, sonst wäre es ja auch gar nicht so weit gekommen, dass da ein gutes Einvernehmen zwischen abgebenden und aufnehmenden Vereinen herrscht. Ja, absolut.
Kehl weg, Bog da. Meinst du, im Hinblick auf den Sommer passiert auf der verantwortlichen Ebene noch was? Stichwort Lars Ricken. Auch er war ja nicht immer unangefochten oder ist nicht immer unantastbar im Verein. Hast du das Gefühl, der BVB ist mit diesem Umbruch auch auf dieser Ebene durch? Haken dahinter oder könnte Lars Rücken vielleicht auch noch so eine Stellschraube sein, an die der BVB nochmal rangeht? Halte ich gut für möglich. Aber ich glaube nicht, dass das jetzt bis zum kommenden Sommer passieren wird. Ich glaube auch nicht, dass es noch in diesem Jahr passieren wird. Wir müssen uns ganz kurz die Situation nochmal vor Augen führen. Das ist ein bisschen anders als jetzt in Bezug auf die Position des Sportdirektors.
Direktorenebene ist unterhalb der Geschäftsführung angesiedelt. Das heißt beispielsweise, wenn die Geschäftsführung, namentlich jetzt mal genannt, Lars Ricken, Sportgeschäftsführer, Direktor, Vorgesetzter des Sportdirektors oder aber der Sprecher der Geschäftsführung, Carsten Kramer, der Meinung sind, wir wollen in Bezug auf diese Sportdirektorenposition einen neuen Weg einschlagen, dann haben Sie dazu das Recht. Dann müssen Sie die Gremien informieren darüber. Die müssen das absegnen, die müssen eine Freigabe erteilen. Aber initiativ ist diese Geschichte von Kramer und von Ricken ausgegangen. Thomas Tress, haben wir noch Svenja Schlenker auch. Dann haben wir die Geschäftsführung jetzt auch komplett. Aber ich glaube, man ist jetzt nicht zu sehr in der Glaskugel, wenn man sagt, dass die Initiativen von Ricken und von Kramer ausgegangen sind. Wenn es um einen Geschäftsführer geht, dann ist der Präsidialausschuss entscheidend. Der Präsidialausschuss ist ein Gremium, was sozusagen vom eingetragenen Verein bestückt wird. Und in diesem Präsidialausschuss ist natürlich auch der Präsident des eingetragenen Vereins, Hans-Joachim Watzke. Und das heißt, Hans-Joachim Watzke und der Präsidialausschuss hat ab dem 01.07.
Das Recht zu entscheiden, ob beispielsweise der Vertrag von Lars Ricken als Geschäftsführer, der noch bis zum 30.06.2027 geht, verlängert wird oder nicht.
Und ich könnte mir vorstellen, dass, so wie ich Hans-Joachim Watzke kenne, er sich die weitere Entwicklung genau anschauen wird. Sehen wird, ob jetzt beispielsweise auch das in dieser neuen Konstellation mit Ole Bog als Sportdirektor, Ricken als Sportgeschäftsführer aufgehen wird und dann seine Entscheidung treffen wird. Also ich würde, sagen wir mal, mich nicht festlegen wollen, Und zu sagen, Lars Ricken wird auch über sein Vertragsende 2027 ganz sicher Sportgeschäftsführer bleiben. Das kann so sein, aber das kann genauso gut offen sein. Ja.
War ja jetzt auch dieses Wochenende beim aktuellen Sportstudio, Markus Krösche, wieder ein großes Thema. Wieder diese Spekulationen in Bezug auf Borussia Dortmund. Da haben viele jetzt gedacht, dadurch, dass jetzt Ole Bog beispielsweise Sportdirektor ist, sei dieses Thema ein für allemal erledigt. Auch da bin ich mir nicht ganz so sicher, weil Krösche ist Sportvorstand bei Eintracht Frankfurt. wurde. Das heißt, wenn der kommen würde, dann würde der natürlich auf Ebene der Geschäftsführung kommen. Aber wie gesagt... Also ein Kandidat unter Lars Trinken wäre er auf keinen Fall gewesen. Nein, nein, das nicht. Aber wie gesagt, das ist für mich tatsächlich noch eine spannende Frage. Und da würde ich mich zum jetzigen Zeitpunkt nicht festlegen wollen. Musst du auch noch nicht, Olli. Danke.
So, Olli, mach mal so einen Mini-Hak mal dahinter. Am Mittwoch lernen wir ihn ja dann ein bisschen näher kennen. Genau. Da gibt es dann eine Vorstellungspicka am Mittag, ich glaube, mit dem Signal Iduna Park, richtig?
Wo man ihn dann auch löchern kann, bestimmt mit seinen Vorstellungen und Plänen und Transferlisten, die er vielleicht schon ausgearbeitet hat für den Sommer. Er wird natürlich auch einige Gespräche übergeben bekommen, Vertragsgespräche, auch über mögliche Neuzugänge für den Sommer, das ist ja auch klar. Der fängt jetzt nicht komplett bei Null an, aber hat natürlich auch seine eigenen Vorstellungen und die sollen durchaus auch frische, motivierte Ideen beinhalten. Und dann gucken wir mal, ja, wie er sich da am Mittwoch schlägt, ist ja immer gar nicht so uninteressant, so eine Vorstellungs-PK. Ich kann mich zurückerinnern, auch Niko Kovac, als er angefangen hat, da fallen ja dann doch auch, Sätze und so, die einem dann Monate später, vielleicht sogar Jahre später nochmal vorgelegt werden und so nach dem Motto, naja, Status Quo, wie sieht es denn damit jetzt eigentlich aus? Also daran wird man ja auch ein Stück weit gemessen, aber ja, wir warten das ab, freuen uns darauf und ja, dann könnt ihr ihn ja auch so ein Stück weit näher kennenlernen, weil ich glaube in Elversberg stand er jetzt nicht so im Rampenlicht, wie er das dann mit Sicherheit auch hier machen würde, auch wenn er wahrscheinlich jetzt zu Beginn nicht immer so oft vor den Kameras an Mikrofon sprechen würde. Aber auch das kann sich ja alles noch entwickeln. Olli, sprechen wir ein bisschen, vielleicht sportlich noch ein bisschen, über das Spiel am Wochenende, beziehungsweise du warst ja vor Ort.
Vielleicht die direkte Frage, müssen wir überhaupt über die erste Halbzeit sprechen oder fangen wir direkt bei der zweiten an? Also, sagen wir mal so, wenn man sich quälen will, spricht man auch noch mal kurz über die erste Halbzeit. Nein, man muss einfach mal sagen, in der ersten Halbzeit war es tatsächlich so, sodass du, gerade was Zweikampfverhalten angeht, schon große Defizite offenbart hast. Also beispielsweise Entstehung der beiden Tore. Das sind typische HSV-Treffer gewesen, das 1 zu 0, langer Ball. Okay, dann individuelle Fehler von Svensson. Luca Reggiani sieht dann auch nicht gut aus. Zahlte da auch so ein bisschen Lehrgeld.
Der seinen Verzag verlängert hat. Ja, genau. Ist auch so ein bisschen erlöst worden dann von Niko Kovac, das war absolut nicht sein Tag, deshalb möchte ich gar nicht zu sehr auf ihm herumhacken, aber das zweite Tor, das fand ich eigentlich fast noch krasser, weil du hast den Ball zweimal schon sicher gewonnen. Dann machst du den zweimal wieder scharf, Metzger, Reggiani. So was darf dir als Borussia Dortmund nicht passieren. Und ich muss ganz ehrlich sagen, als dann kurz vor der Pause Felix Metzger diesen Elfmeter ja nicht nur verschossen hat, sondern neben das Tor gesetzt hat, habe ich gedacht, okay, diesmal wird es nichts mehr mit einem Happy End für Borussia Dortmund. Aber klar, umso bemerkenswerter dann schon diese deutliche Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte. Kovac muss richtig laut gewesen sein in der Halbzeitpause. Und sie kam dann wirklich sehr stark, sehr entschlossen raus. Und da fielen mir dann auch zwei Sachen auf beispielsweise.
Also Sinnbild für diese Entschlossenheit ist dieses Tor gewesen, wo es erst diese zwei Versuche von Girassi gegeben hat, wo Heuer-Fernandes Klasse pariert. Fabio Silva noch mal nachsetzt, war dann letztendlich ein Girassi-Tor. Das ist die Gier, das ist die Entschlossenheit, die du einfach von Borussia Dortmund sehen willst und sehen musst. Auch Metzschar, rahmenschwarze erste Hälfte mit einer deutlichen Leistungssteigerung. Naja, und dann, wie soll man ihn nennen? Mr. Ice, Rami Benzebaini. Und deshalb, glaube ich, können wir ihn auch küren. Genau. Wenn wir auch heute eine etwas andere Folge haben, wo wir vielleicht nicht ganz so viele Töne haben, weil es einfach besondere Umstände heute sind, können wir ihn trotzdem. Hier kommt unser Spieler der Woche.
Spieler der Woche. Ja, Ehre, wem Ehre gebührt. Rami Benzebaini, also unseren kleinen Award hat er sich wirklich verdient. Mr. Ice. Ja, weil, also da musst du schon. Hast du den Spitznamen erfunden eigentlich?
Kann sein. Copyright. Copyright. War jetzt eine spontane Eingabe von mir. Aber ich finde tatsächlich, es passt auch. In so einem hektischen Spiel kommst du von der Bank noch dazu. Deine Mannschaft hat schon einen Elfmeter verschossen, ist hinten dran, wird zur Pause ausgefiffen, kommst von draußen rein in das Spiel und hast dann gleich zweimal die Coolness, das Ding zu versenken. Dazu gehört, finde ich, eine große mentale Stärke, das so hinzubekommen. Er hat ja, glaube ich, ich habe sie jetzt leider nicht parat, aber er muss eine 1a Elfmeter-Statistik haben. Ich glaube, er hat jeden getroffen in der Bundesliga. Sowohl für Mönchengladbach als auch für den BVB. Und hat darüber hinaus unabhängig von den Elfern auch ein richtig, richtig starkes Spiel gemacht. Also das war schon gut, wie ich ohnehin fand, in diesem Spiel, dass du einfach gesehen hast, wie wichtig auch eine gut besetzte Bank ist. auch auf Fabio Silva. Ich weiß, ich habe ihn häufig auch kritisch gesehen, hängt in erster Linie mit seiner Quote zusammen. Jetzt ist ihm wieder kein Treffer vergönnt gewesen. Aber er bringt einfach neue Dynamik. Er bringt frischen Wind herein. Das brauchst du in solchen Situationen, um dann auch, sagen wir mal, diesen Turnaround hinzubekommen. Einer, der, fand ich, auch sehr, sehr stark gespielt hat, wieder einmal, muss ich ja fast schon sagen, war Maxi Bayer.
Wahnsinnig engagiert. Zu Beginn ja in der Doppelspitze, erst seit wie gesagt, haben wir so ein bisschen ausgeklammert, aber auch ein überragendes Spiel gemacht. Und Olli, da direkt die Frage an dich, ganz zu verstehen, Maxi Bayer, der seit Wochen wahrscheinlich so der stabilste Maxi Bayer ist, überhaupt beim BVB, jetzt wieder nicht für die Nationalmannschaft nominiert? Nee, um ehrlich zu sein, nicht. Und wobei ich ein bisschen aufpassen muss, ich bin da auch, gebe ich ganz ehrlich zu, sollte man nicht sein, unbedingt als Sportjournalist, sind ja dazu angehalten, alles sehr, sehr objektiv zu beurteilen. Aber ich bin da emotional auch ein bisschen befangen. Also ich finde, er hätte es einfach verdient. Wie du gesagt hast, seit Wochen in der Offensive für mich der formstabilste. Und zudem finde ich einfach auch ein sehr sympathischer Typ, was ihm manchmal vielleicht auch ein bisschen zum Nachteil gereicht. Ja, glaube ich auch. Also wir hatten ja schon mal dieses Thema. Auffällig fand ich, dass er, wo er vielleicht schon früher hätte entschlossen, auch mal in den Torabschluss gehen können, gehen sollen. Dann noch mal ablegt, dann noch Serugirasi sucht beispielsweise, weil er sich, reime ich mir zumindest so zusammen, wenn man mal auch diese Hackordnung in der Mannschaft vielleicht zu stark bewusst ist. Aber das ist ja grundsätzlich erst mal ein sehr, sehr feiner Charakterzug. Und er ist richtig gut in Form ausgewählt.
Julian Nagelsmann hat ja jetzt zuletzt auch viel darüber geredet, dass es halt jetzt nicht nur um die Qualität von Spielern geht, sondern dass es auch darum geht, im Hinblick auf eine Fußball-Weltmeisterschaft, wo du in der Vorbereitungszeit relativ lange zusammen bist, dass jeder Spieler dann auch, ich sag mal so, seine Rolle innerhalb der Gruppe kennen muss. Und da, glaube ich, gibt es kaum einen loyaleren Charakter als den von Maxi Bayer. Also wenn du den mit zur WM nehmen würdest, du kannst die Hand dafür ins Feuer legen, der macht keinen Ärger, ob er spielt oder nicht. Ich glaube auch, manchmal habe ich das Gefühl, er ist so ein bisschen zu lieb. Ja. Wenn ich das so ganz plump ausdrücken soll. Ja, und das ist ja auch der Punkt. Wenn du als Bundestrainer bestimmte Spieler nicht nominierst.
Dann weißt du, erzeugst du ein riesiges Echo. Sei es medial oder von mir aus auch der Berater der Spieler, der Spieler selbst. Oder aber, also UNDAF beispielsweise daran erinnern wie der für sich getrommelt hat bis er seine nominierung bekommen das würde er natürlich nicht machen und manchmal wer weiß ob sich trainer im unterbewusstsein vielleicht ein bisschen davon auch leiten lassen so nach dem motto ja gut wenn ich den jetzt nicht nominieren dann macht keinen fass auf aber mani dann hat ja doch einer was gesagt und ich muss sagen das fand ich gut dass er das getan hat nämlich nico, Genau, auch er hat gesagt, dass er es nicht ganz verstehen kann und da hast du mal wieder dieselbe Meinung wie Niko Kovac. Ja, aber in vielen Dingen hat er ja einfach recht. Finde ich dann auch gut, dass er sich zumindest ein bisschen für seinen Spieler einsetzt, der ja schon so von dem, wie er sich reinhängt, wie er oft schon so auch zu seinen Lieblingen gehört und deshalb auch jetzt einen festen Platz in der Mannschaft hat. Hat da ja immer so mit Adeyemi ein Stück weit konkurriert, hat sich da dann auch durchgesetzt, auch wenn es jetzt eben diese Doppelspitze gab. Dass Adeyemi nicht dabei ist, ist dann finde ich auch nur nachvollziehbar, weil er eben jetzt auch nie so oft gespielt hat für die beiden Länderspiele gegen Ghana und gegen die Schweiz. Nico Schlotterbeck ist dabei, Waldem Anton bei der deutschen Fußballnationalmannschaft für diese Abstellungsperiode. Felix ein Matcher leider nicht.
Außenbandverletzung im Knie, mehrere Wochen Pause, ein bisschen bitter. Und umso unverständlicher, um da vielleicht noch mal kurz zurückzukehren, für Niestern ja auch, dass Ancelo Schiller nachnominiert wird auf der 6. Total verständlich. Chris Führig vor Maxi Bayer, auch da sind wir wieder wahrscheinlich bei total subjektiven Meinungen.
Vielleicht sagen die in Stuckert, ja doch, der war gut. Ich kann es jetzt noch weniger verstehen. Weil zumindest als Nachrücker hätte er es sich eigentlich verdient gehabt. Meiner Meinung nach. Allein von der Quote. Ja, also wie gesagt, verstehe ich auch nicht so ganz. Ich meine, andererseits muss man jetzt sagen, ich glaube, dass Nagelsmann derzeit auch mit dieser Nominierungspolitik ein bisschen taktiert. Möglicherweise geht es eben auch darum, so ein paar Spieler... Zu kitzeln oder was? Ja, zu kitzeln oder sie nochmal bei sich zu haben, um noch weitere Eindrücke zu gewinnen, weil das ist ja jetzt nicht die finale WM-Nominierung. Und auch da nochmal, Niko Kovac zitiert, der ja gesagt hat, er sei sich sicher, dass Maxi Bayer mit zur WM fährt. Wollen wir hoffen, im Sinne von Maxi Bayer, dass er damit recht behält. Wir gucken uns das an. Trotzdem für euch der Hinweis, ich weiß nicht, gibt ja bestimmt den einen oder anderen Fan auch der Nationalmannschaft. Freitagländerspiel dann erst gegen Ghana und dann gibt es das Spiel, nein, halt, sei es verwechselt, Freitag gibt es erst das Spiel in der Schweiz gegen die Schweiz logischerweise in Basel und dann am Montag darauf in Stuttgart gegen Ghana.
Olli, und jetzt bin ich total gespannt auf deine Klammer mit der Ausstiegsklausel. Ja, genau. Das ist mir eben tatsächlich spontan eingefangen. Es geht um ... Ich glaube, ich hab auch mal ... Das war in der Anfangszeit unserer Podcast-Reihe ein Flashback der Woche daraus gemacht. Es geht auch mal um Sebastian Kier. Sebastian Kehl ist ja vom Sportclub Freiburg zu Borussia Dortmund gekommen.
Und eigentlich stand er damals kurz vor einem Wechsel zum FC Bayern München. Das galt quasi schon als sicher. Und er hatte ja sogar schon eine Handgeldzahlung in Form eines Schecks. War damals noch üblich. Gab es noch kein PayPal erhalten. Und dann passierte Folgendes.
Damals befreundet mit einem Rechtsanwalt aus Essen. Und Peter hieß er. Und er wusste ja, dass ich Sportreporter bin und sagte irgendwann zu mir, du Olli, pass mal auf, meine Eltern, die machen immer Urlaub in der Rhön. Und zwar in dem Landgasthaus Kehl, was von den Eltern von Sebastian Kehl geführt wurde. Und die waren auch jetzt wieder da. Und da habe ich sie natürlich weil es schon in den Medien war, dass Sebastian Kehl vor einem Wechsel vom SC Freiburg zu Bayern München stehen würde, habe ich Sie auf Ihren Sohn angesprochen. Und da hatte man dann ihm gesagt, beziehungsweise dem Vater von dem Peter, dem Freund von mir, ja.
Also es sieht wohl so aus, aber so ganz klar ist das noch nicht, denn er hat eine Ausstiegsklausel, das der BVB hatte vorher abgewunken, weil man davon ausgegangen ist, dass die Ablösesummenzahlung zu hoch wäre. Aber es gibt eine Ausstiegsklausel, dass er beim SC Freiburg aus dem Vertrag rauskäme gegen eine bestimmte Summe. Ich weiß nicht mehr, wie hoch diese Summe gewesen ist. Es war relativ überschaubar. Ich meine, wir sprechen hier von einer Million oder so. Und der Vater offenbarte zudem noch, er sei großer BVB-Fan. Und mit dieser Information, die ich da bekommen habe, bin ich dann zu Michael Zorc, damals relativ junger Sportdirektor von Borussia Dortmund gewesen gegangen. Ich sage so und so und so und so.
Und Zorc ist ja jemand, der wird dann nicht so, oh, danke, danke, das ist ja ein geiler Hild. Aha, aha, aha. Und sagt dann irgendwann, melde mich. Und dann, irgendwann vergisst du das dann auch, ein paar Wochen später.
Ja, ich so, was gibt's? Ich wollte nur sagen, könnte was werden. Quatsch, ey. Ja, und dann sind die noch mal rangegangen an Sebastian Kehl. Und dann kam es tatsächlich zu diesem Wechsel zu Borussia Dortmund. Die Freiburger waren ein bisschen sauer, dass der BVB auf einmal von dieser Ausstiegsklausel was wusste. Weil wenn er tatsächlich zu den Bayern gegangen wäre, hätte es wohl deutlich mehr Geld gegeben. Okay, verstehe. Das ist ja eine geile Geschichte. Da wollte ich an dieser Stelle doch noch dran erinnern. Hast du ihn eigentlich zum BVB geholt? Nein, natürlich nicht. Wobei, könnte ich eigentlich auch noch irgendwie. Wie viel kriegt man als Berater? 10% oder so. Ja, bestimmt. Und was war das, eine Million? Da es mir so spontan eingefangen ist, habe ich jetzt nicht gegoogelt. Aber ich meine, es hätte ungefähr im Bereich von, das war ja die Phase, gerade Umstellung von Euro auf D-Mark. Deshalb bin ich mir nicht ganz sicher. Ich meine, es wären entweder 2 Millionen D-Mark oder 1 Million Euro so in dem Bereich gewesen. Okay, ja, durchaus eine beachtliche Sache. Summe. Haben oder nicht haben, Olli. So ist es. Tja. Zehn Prozent. Wenn ich die gekriegt hätte, würde ich jetzt gleich noch zum Essen einladen, Manni. Ja, aber deshalb kochen wir jetzt dann doch Dosen Ravioli. So ist es.
Ja, Olli, vielen lieben Dank für diese Ausgabe. Ich hoffe, euch da draußen hat es auch gefallen. Olli hat zum Glück keine Ausstiegsklausel, wir machen aber trotzdem eine Woche Pause. Ja, genau. Die hast du dir verdient, Olli. Die gönne ich dir natürlich und dann hören wir uns wieder am 6. April. Und ich bin mir sicher, vielleicht reden wir dann tatsächlich über noch viele gute andere Themen. Beispielsweise ein Thema, was uns ja auch schon seit Wochen und Monaten begleitet. Wir gucken mal, wie es bei Nico schon passiert. Ja, also dürfte sie es auch nicht mehr ziehen. Möglicherweise. Jetzt, glaube ich, wird eher nichts passieren. Lars Ricken hat auch noch kurz gesprochen. Am Samstag nach dem HSV-Spiel hat er gedacht, mit Verweis auf die Länderspielpause, dass jetzt wahrscheinlich nichts passieren wird. Aber wir sind jetzt schon Ende März.
Und nach der Länderspielpause, so langsam wird es Zeit für Klarheit. Wenn ich ihn beim DFB erwische, wo ich dann ab morgen bin, Werde ich auf jeden Fall nachbohren. Da freut er sich mit Sicherheit. Ja, glaube ich auch. So, und dann mit euch eine schöne Länderspiel-Woche und dann hören wir uns am, was habe ich gesagt, 6. April wieder. Mensch, die Zeit verfliegt. Absolut. Bis dann. Macht's gut. Ciao.