Angstgegner? Das war einmal. Nach sechs Spielen ohne Sieg schlägt der BVB endlich mal wieder den VfB Stuttgart. In einem Topspiel, das eigentlich keines war. Am Ende ist es Karim Adeyemi, der Dortmund erlöst und mit seinem Jubel polarisiert. Legitim oder völlig drüber? Und Nico Schlotterbeck kommentiert die Hängepartie um seine Person erneut. Fakt ist, in dieser Personalie gibt es nur Verlierer. Ab in eine neue Folge, die Dortmund-Woche.

Hallo zusammen, hier ist die Dortmund-Woche und wir wünschen, frohe Ostern gehabt zu haben. Wir nehmen auf am Ostermontag, kurz nach 13 Uhr. Also Ostern biegt so langsam auf die Zielgeraden ein. Und naja, ich meine, Manni Seelbauer, hallo erst mal. Hi Olli, hallo an euch da draußen. Ostern ist ja, sagen wir mal, auch wenn es ein sehr bedeutendes Fest im Kalenderjahr ist, für uns Sportreporter eigentlich immer so, was soll ich sagen, work in progress. Also die Bundesliga pausiert nicht. Sie hatte ja diese kurze Pause vor Ostern eingelegt. Der Spieltag fand dann ja am Osterwochenende statt, der 28.

Und wenn ich mich so zurückentsinne und durch die letzten Jahre denke, dann muss ich sagen, allzu viel habe ich persönlich von Ostern in der Regel nicht gehabt. Ich habe meistens immer irgendwie gearbeitet. Nichtsdestotrotz, Manni, ich hoffe, du hast trotzdem ein bisschen, was soll ich sagen, Osterfeeling, Ostervibes gespürt. Ja, absolut. Dass ich das gespürt habe, hing aber auch damit zusammen, dass der BVB in Stuttgart gespielt hat. Und wie wir natürlich alle wissen, Oster, ein Familienfest. Ich bin dann direkt nach dem Spiel mit dem Zug in die Heimat gefahren, also in die Münchner Ecke. Knapp zwei Stunden dann im Zug noch gearbeitet und dann sozusagen spätabends angekommen. Und dann konnte ich am Sonntag noch den Osterbrunch und alles mitnehmen mit der Familie. Und ja, dann kamen natürlich Ostergefühle auf, wobei sich auch viele Freunde jetzt in Köln, also ich bin schon wieder zurück, gewundert haben, dass man am Ostermontag arbeiten muss, Olli, aber das kennst du natürlich auch. Sämtliche Freunde und Verwandte von mir sagen immer, wenn sie fragen, was machst du denn Ostern? Ja, ich sage, ich muss mal gucken. Ich muss natürlich arbeiten. Ach wie, du musst arbeiten. Ja, ist halt so.

Aber trotzdem, bei mir war es diesmal ähnlich. Der Samstag, logischerweise der K-Samstag, wie es ja offiziell heißt. Viele sagen ja fälschlicherweise immer Oster, Samstag. Nee, ist nicht wahr. Der K-Samstag stand ganz im Zeichen. Ja, genau. Wusste ich auch schon wieder nicht. Guck. Da siehste, ein bisschen was kannst du immer noch lernen von mir. Nee, wieso heißt das so? Ja, weil das sozusagen das Ende der Fastenzeit ist. Also der Karfreitag ist der große...

Das letzte, ich glaube auch, ist der höchste kirchliche Feiertag im Kalenderjahr. Und dann gibt es aber noch den Karsamstag. Und Ostern ist dann tatsächlich erst am Sonntag mit der Auferstehung. Jetzt will ich nicht zu weit gehen. Wir wollen ja über Fußball sprechen. Aber ich bin beeindruckt, Olli.

Aber nicht, dass wir wieder sowas abbekommen, wie mit dieser Länderspielpause. Nein, auf keinen Fall. Auf keinen Fall. Deshalb, wie gesagt, lass uns besser da keine Angriffsflächen bieten. Nur bei mir war es ähnlich, der Samstag ganz im Zeichen der Bundesliga, aber ich habe es dann tatsächlich geschafft, gestern am Ostersonntag noch, das mache ich immer sehr gerne, das verbreitet eine sehr schöne Stimmung, in meiner alten ostwestfälischen Heimat einem Osterfeuer beizuwohnen. Das war sehr schön, es hat allerdings geregnet zwischendurch, hätte man sich etwas besseres Wetter gewünscht. Aber bis hierhin und nicht weiter. Lass uns über den BVB reden, weil es ist unglaublich. Wir haben ja in dieser Bundesliga-Pause einmal ausgesetzt mit der Dortmund-Woche. Und ich habe das Gefühl, umso mehr hat sich jetzt auch wieder angesammelt, über das wir reden sollen. Da sind ein paar neue Dinge dabei. Logischerweise das Spiel beim VfB Stuttgart, dieser 2-0-Sieg. Es sind ein paar Dinge dabei, über die wir schon häufig gesprochen haben, wo aber gerade in den letzten Wochen man das Gefühl hatte, ja was soll ich sagen, nochmal richtig Feuer reingekommen ist in diese Causa Nico Schlotterbeck. Das wird einen nicht unerheblichen Teil dieser Folge sicherlich einnehmen.

Trotzdem, Manni, lass uns zunächst mal über das sprechen, was es da in Stuttgart gegeben hat. Ich bemühe mich mal darum, eine provokante Frage in deine Richtung zu formulieren. Du gewinnst bei einem Angstgegner, wo es in den vergangenen Jahren häufig Klatschen gegeben hat mit 2 zu 0. Du stehst jetzt nach 28 Bundesligaspielen mit 64 Punkten da, plus 32 Tore. Du hast einen direkten Konkurrenten im Kampf um die Champions-League-Qualifikation.

Auf 11 Punkte distanziert mit den Stuttgartern. Und du hast sogar 14 Punkte Vorsprung auf Platz 5, also den ersten Nicht-Champions-League-Qualifikationsplatz. Ja, ist doch alles super, oder? Ja, alles super. Können wir weitermachen. Nein, ganz so leicht ist es natürlich nicht. Also erstmal, du hast ja schon vieles gesagt. Seit sechs Spielen gegen die Stuttgarter ohne Sieg. Jetzt dann endlich mal das Erfolgserlebnis. Ich glaube, alle, und ich weiß, wir haben ja durchaus, wenn man an diese letzten Spiele gegen die Stuttgarter denkt, hatten wir eigentlich immer gute, sehenswerte Spiele vor Augen. Also ich fand, da ging es oftmals hin und her, hat ja auch schon mit den Stuttgartern zu tun, die einfach so von der Veranlagung her einfach, wie ich finde, durchaus attraktiven Fußball unter Sebastian Hoeneß spielen. Also das kann man nicht wegdiskutieren. Und da hat sich dann der BVB dann schon auch ein Stück weit immer anstecken lassen in den letzten Spielen und durchaus sehr, sehr schön mitgespielt, auch wenn es eben zuletzt nicht geklappt hat. So, jetzt fährst du nach Stuttgart. Niko Kovac hat es davor gesagt, das ist ein absolutes Topspiel. Man freut sich darauf.

Ein Topspiel war es aber tatsächlich nur auf dem Papier, also Tabellenzweiter gegen Tabellendritter. Und dass das dann bei rauskommt, ja, das war schon etwas alarmierend. Also in der 94. Gab es dann den Treffer von Adeyemi, kommen wir gleich später ausführlicher zu sprechen, die große Erlösung. Und das war tatsächlich der erste Torschuss des BVB in diesem Spiel, in der 94. Minute. Also das ist schon absoluter Wahnsinn. Man kann sich da ein Stück weit vorstellen, wie das Spiel davor abgelaufen sein muss. Weil auch die Stuttgarter, so ehrlich muss man auch sein, die hatten deutlich mehr vom Spiel. Ich glaube in der ersten Halbzeit hatte der BVB, Ich gucke gleich direkt nach. 28 Prozent Ballbesitz. 28 Prozent, also das war schon sehr, sehr mau. Da gab es einen Einwurf von Niko Schlotterbeck, den dann Alex Nübel abgefangen hat. Das wurde tatsächlich als Torschuss gewertet. Aber sonst war da eben nichts. Und das ist schon alles andere als ein Augenschmaus gewesen in Stuttgart. Aber, und jetzt mache ich vielleicht so eine kleine Klammer, Niko Kovac wird das Ganze sowas von egal gewesen sein. Der hat dann sogar danach noch die Mentalität gelobt, mit der die Mannschaft dagegen gehalten hat, das Defensivarbeiten.

Aber auch viele von euch da draußen haben sich schon ein Stück weit über die Art und Weise aufgeregt. Und man kann es schon nachvollziehen. Also das war schon hart. Wie hast du es denn gesehen, Olli? Ähnlich, ähnlich. Also klar, logischerweise, Fußball ist ein Ergebnissport. Drei Euro ins Phrasenschwein. Es wird letztendlich immer natürlich von dem Resultat heraus analysiert. Aber wir sollten uns wirklich mal die Mühe machen, dieses Spiel mal aufzubröseln. Und tatsächlich mal versuchen, der Frage auf den Grund zu gehen, ist diese Spielweise, die Borussia Dortmund dort, du hast die statistischen Daten eben schon angerissen, mit diesem geringen Ballbesitz, mit dem überhaupt nicht erkennbaren Anzeichen, etwas dominanter, etwas besser ins Offensivspiel zu kommen. Ist das tatsächlich eine Strategie? Und da muss ich tatsächlich sagen, das glaube ich in der Form eher nicht.

Man muss auf der anderen Seite sagen, und deshalb bin ich mir jetzt auch gar nicht so sicher, ob man, auch wenn der VfB Stuttgart eine klare Feldüberlegenheit gehabt hat, auch wenn der VfB Stuttgart deutlich mehr vom Spiel hat, ob man daraus dann allein ableiten darf, ja, dann hätten sie es doch gewinnen müssen. Fakt ist, und ich glaube, Dennis Underv hat das hinten raus ja auch gesagt, Die Stuttgarter hatten so gut wie gar keine klare Tormöglichkeit. Das spricht zum einen dafür, dass gerade die Offensivabteilung des VfB an sich kümmern. Das Prunkstück, was Sebastian Hoeneß zur Verfügung hat, innerhalb seiner Mannschaft nicht ihren besten Tag gehabt hat. Zum anderen aber auch, dass defensiv beim BVB durchaus gut gearbeitet worden ist.

Speziell, auch das fand ich interessant, das hatte Underv hinten raus dann ja nochmal angesprochen. Stuttgart wird ja meistens dann richtig torgefährlich, wenn es ihnen gelingt, die gegnerische Abwehrreihe über die Flügel zu knacken. Dazu sind sie überhaupt nicht gekommen, weil ich fand schon, dass es eine sehr, sehr gute Abstimmung gegeben hat bei den Dortmundern zwischen der Dreierabwehrkette, diesen drei Innenverteidigern, plus den beiden Schienenspieler außen, Rias von rechts, Wins von links, die beide ihre Sache defensiv sehr, sehr gut gemacht hat. Also da war kaum ein Durchkommen, sodass die Stuttgarter immer wieder versuchen mussten, dann irgendwie aus dem Halbfeld eine Flanke reinzubringen, die dann in der Regel von den Dortmunder Innenverteidigern auch mühelos entschärft werden konnte. Also man hat denen schon auch durch ein sehr gutes Defensivverhalten den Zahn gezogen, den Stuttgartern. Und das muss man schon dann positiv auch rausstellen. Und weil du eben auch schon den Namen des Trainers hier reingeworfen hast, Niko Kovac. Niko Kovac ist natürlich bekannt für, sagen wir mal.

Einen eher kontrollierten Stil. Er steht nicht unbedingt, um es mal vorsichtig auszudrücken, für Hurra-Fußball. Ja, auch wenn er das immer wieder bestreitet, logischerweise. Aber was ganz interessant ist, diejenigen, die dann hinten heraus das Spiel entschieden haben, sind Einwechselspieler gewesen. Und das sind Einwechselspieler gewesen mit Adeyemi und mit Brandt, die...

Im Vergleich jetzt mal zu einem Maxi Bayer, von dem man ja wirklich offensiv gar nichts gesehen hat in dieser Partie, die im Vergleich zu einem Maxi Bayer beispielsweise immer mal wieder Defizite im Defensivverhalten aufweisen. Das heißt, ich glaube schon, dass Kovac gesagt hat, mein Gott, der BVB hat gegen die Stuttgarter Ewigkeiten nichts mehr gerissen. Wir müssen die doch endlich mal knacken. Und dass er sich deshalb tatsächlich einen, wie soll ich sagen, besonders defensiven Matchplan zurechtgelegt hat.

Er hat nicht nur das Risiko, was er immer macht, versucht zu minimieren, sondern er hat es diesmal wirklich versucht komplett auszumerzen, indem er, was Defensivverhalten angeht, jeden Offensivspieler, der auch nur mal ansatzweise Defizite in der Rückwärtsbewegung aufweist, wie Brandt, wie Adeyemi es spät gebracht hat, nachdem die Stuttgarter aufgrund ihrer Dominanz auch ein bisschen müde geworden sind. Also insofern schon glaube ich, dass es ein Matchplan war, der da aufgegangen ist am Samstag in Stuttgart. Ich glaube allerdings auch, dass es, ein anderes Spiel gewesen wäre und nicht mit einem Dortmunder Sieg geendet wäre, wenn der VfB Stuttgart irgendwie ein bisschen cleverer agiert hätte und ein bisschen spritziger gewesen wäre in der Offensive. Ja, das auf jeden Fall. Also ich finde, man hat schon gemerkt, der Druck lag ganz klar auf der Seite der Stuttgarter. Die mussten ja eigentlich fast gewinnen. Die sind ja nach dieser 0-2-Niederlage sogar noch von Platz 2 dann auf Platz 4 gerutscht. Also für die geht es, würde ich jetzt einfach mal sagen, um deutlich mehr noch in der Spielzeit. Ich weiß, man muss das immer mit Vorsicht betrachten, aber ich glaube, du hast den Punkt Vorsprung davor schon angesprochen.

Die direkte Champions-League-Quali und auch die Vizemeisterschaft wird in Dortmund dann nicht mehr zu nehmen sein. Da lege ich mich jetzt mal fest und die hätten auch tatsächlich dieses 0-0 mit nach Dortmund genommen. Da bin ich mir auch sicher, wäre auch tatsächlich nicht so schlecht gewesen. Jetzt stehst du halt dann doch mit einem sehr, sehr schmeichelhaften 2-0-Sieg da. Aber ja, es musste ich und ich gehe wirklich davon aus, dass es auch gerade mit Ole Bog sich definitiv ändern wird. Auch mit Niko Kovac. Ich glaube, dass man dann vielleicht auch nach der Saison dann sich nochmal intensiver zusammensetzt und das auch nochmal betont, dass man dahin zurückkehren möchte zu diesem ja doch deutlich begeisternden Offensivfußball Und Ole Boog hat sich ja im Ganzen ja schon so ein Stück weit verschwinden, hat ja auch bei seiner Ansatz-PK dann gesagt, naja, also normalerweise steht er schon für mutigen und offensiven Fußball und daran wird auch der neue Sportdirektor des BVB dann gemessen werden. Von daher, ich glaube, das nimmt man jetzt in der Saison einfach so hin, dass es einfach spielerisch aktuell zu nicht mehr reicht, trotzdem.

Ist diese fast schon so gut wie sichere Vizemeisterschaft ja doch auch Erfolg. Und auch mit diesem Fußball, aber dass viele von euch da draußen einen anderen Fußball sehen möchten, das ist, glaube ich, an der Stelle nichts Neues, Olli. Und du hast die Einwechselspieler schon angesprochen. Auf Harno-Silver muss man da natürlich erwähnen. Direkt nach der Einwechslung hat man von denen ja genauso wenig gesehen. Also die haben sich ja 1 zu 1 eingefügt. Und dann tatsächlich erst in der Nachspielzeit mit eben genau diesen zwei Aktionen dann das Spiel zugunsten des BVB entschieden. Einmal hat Julian Band ja vorgelegt, beim anderen war es dann Fabio Silva beim zweiten Treffer.

Olli, gerade das erste Tor. Ich war tatsächlich schon auf dem Weg in den Interviewbereich, habe sozusagen dann dieses erste Tor von Adjemi nur am Fernseher angeguckt und ja, alle, die dort rumstanden, die haben wirklich auch nur mit dem Kopf geschüttelt. Die haben dann gesagt, das kann ja nicht sein, dass das Spiel jetzt noch zugunsten der Dortmunder kippt. Also da war wirklich jeder fassungslos, auch Sebastian Hoeneß dann im Interview, der wusste auch nicht, wie das jetzt noch zustande kommen konnte. Aber, ja, so war es eben. Und Adeyemi war eben auch der Hauptprotagonist mit seinem ersten Treffer. Und da gab es, Oli, im Anschluss Szenen, über die ich gerne mit dir sprechen würde. Also, Adeyemi macht das in der Situation sensationell, wahnsinnig überlegt. Legt ihn dann perfekt ins Eck. 90. plus 4, der BVB geht in Führung. Jeden ist klar, das wird es gewesen sein. Julian Bann trifft ja dann sogar auch noch. Aber jeder wusste zu dem Zeitpunkt, der BVB wird dieses Spiel mal wieder in der Nachspielzeit. Ziehen. Das ist ja auch so eine kleine neue Qualität der Dortmunder. Ich glaube jetzt mittlerweile schon das siebte Spiel in der.

Saison, was sie dann in der Nachspielzeit entscheiden. Und dann läuft Adjemi jubelnd an der Cannstatter Kurve vorbei, legt sich den Finger auf die Lippen, so nach dem Motto ihr seid jetzt mal ganz ruhig ähnlich. Und so ehrlich muss man ja dann auch sein wie Dennis Undap. Im letzten Spiel, meine ich, in Dortmund muss das gewesen sein. als er ähnlich gefeiert hat. Und dann gab es kein Halten mehr. Dann sind einige Fans der Stuttgart da in den Innenraum des Stadions über den Zaun gesprungen, standen da an der Werbebande und man hatte für einen kurzen Moment das Gefühl, da springt jetzt echt gleich einer drüber und dann wird es nicht der Einzige sein. Ein Stuhl kam geflogen. Ja. Ja, Olli, wer ist daran jetzt schuld? Adyemi mit seinem Jubel, den er so nicht machen darf? Oder sagst du, das gehört zum Fußball dazu und die Schuld liegt ganz klar bei den Fans. Also ich finde in diesem Zusammenhang, ich weiß gar nicht, wie ich sagen soll, ich finde es fast schon falsch, wenn wir jetzt darüber diskutieren würden, ob dieser Jubel von Adeyemi mit dem Finger vor dem Mund in irgendeiner Form eine Rechtfertigung für das sein soll, was die Stuttgarter Ultras danach veranstaltet haben. Also ich finde, das ist, und da sind wir eigentlich auch bei einem grundsätzlichen Problem.

Ich hole jetzt mal ein bisschen weiter aus. Am gleichen Abend in Dresden, bei dem Zweitligaspiel Dynamo Dresden gegen Hertha BSC, wo wir unfassbare, fürchterliche Jagdszenen erlebt haben. Wo wir erlebt haben, wie Pyrotechnik auf gefährliche Art und Weise in Zuschauerblöcke geschossen worden ist, wo vermummte Gestalten da über den Rasen gerannt sind. Da hieß es auch an irgendeiner Stelle, ja, aber die haben uns eine Fahne geklaut. Leute, es ist vollkommen wurscht, ob irgendein Spieler sich beim Jubeln einen Finger vor den Mund nimmt oder ob irgendeiner irgendeine Fahne geklaut hat. Das ist keine Rechtfertigung, das ist keine Entschuldigung. Und ich finde tatsächlich, dass die Vereine...

Klare Kante zeigen müssen, sagen müssen, so in der Form geht es nicht. Egal, wie bitter vielleicht auch dieser Spielausgang, diese späte Niederlage für den VfB Stuttgart gewesen ist. Und von mir aus kann man auch sagen, ja, es ist nicht gerade Gentleman-like, was Karim Ali-Jemi da gemacht hat. Aber all das darf in dem Zusammenhang keine Rolle spielen. Weil es geht einzig und allein um das Fehlverhalten der Stuttgarter Ultras in dieser Situation.

Und ich habe mich schon gefragt, wie kann das sein, dass die da auf einmal in dieser großen Anzahl in den Innenraum kommen können. Wo ist denn da der Ordnungsdienst gewesen in dieser Situation? Ich meine, da standen ja vorher Ordner und wenn ich das richtig gesehen habe, haben die sich, nachdem die gemerkt haben, was da passiert ist, genauso wie einige Kammerleute, die übrigens, das muss man ja auch mal vergessen, das sind Kollegen von uns, Manni, die darum ihre Sicherheit fürchten in diesem Augenblick, die sich da ganz schnell versucht haben, vom Acker zu machen. Und die Ordner haben das Gleiche gemacht. Also da stimmt auch was mit dem Sicherheitskonzept dieser Vereine nicht. Und es kann auch nicht sein, dass dann wie in Dresden beispielsweise immer wieder die Polizei dann da ran muss, um da Schlimmstes zu verhindern. Also der Fußball muss wirklich seine Hausaufgaben machen. In diesem Sport, wir sprechen nachher über das Thema Schlotterbeck nochmal, in diesem Sport nehmen die Vereine extrem viel Geld in die Hand, um ihre Spieler zu bezahlen, um sie Spieler zu kaufen, um irgendwelche Prämien für irgendwelche Titel oder Platzierungen auszuschütten.

Nehmt endlich mal ausreichend Geld in die Hand, erarbeitet ein Sicherheitskonzept, und redet verdammt nochmal mit euren Ultras Klartext.

Dass so etwas nicht geht. Das war vor diesem Hintergrund, und ich meine, das, was in Dresden passiert ist, war natürlich ungleich schlimmer als das, was in Stuttgart passiert ist. Aber dieses Wochenende hat, ich glaube, uns allen mal wieder vor Augen geführt, wo einfach ein Problem im deutschen Fußball liegt, nämlich, dass es, und ich möchte jetzt auch nicht alle Ultras da über einen Kamm scheren. Sie sorgen für gute Stimmung, tolle Choreografien, ja, das ist alles richtig und sie vertreten tatsächlich auch einige Punkte, indem sie immer wieder darauf hinweisen, den Finger auf die Wunde legen und die zunehmende Kommerzialisierung im Fußball, Profisport kritisieren. Das ist alles gut und schön, aber das darf es nicht mehr geben. Ich finde, das kannst du doch auch niemandem, der jetzt, sagen wir mal, kein Fußballanhänger ist, verständlich machen, dass man sagt, ja gut, okay, passiert halt mal. Nein, es darf nicht passieren. Sowas passiert nicht bei Rockkonzerten, bei anderen Massenveranstaltungen. Sowas passiert leider Gottes immer wieder beim Fußball. Und ich finde das einfach, sorry, ich mache mich jetzt vielleicht nicht beliebt bei den organisierten Fans, aber ich finde es einfach indiskutabel.

Ja, deutlich Worte, wie ich finde, auch absolut berechtigt, Olli. Also ich kann das, was du gesagt hast, voll unterschreiben bei einem Punkt. Ja, glaube ich, hätte ich aber auch so gehandelt, wenn ich jetzt einer der Sicherheitsordner gewesen wäre. Und man muss ja auch ehrlich sein, ich kenne mich nicht so genau aus, was das dann für Leute sind, die in diesen bunten Westen dann am Spielfeld dran, meistens ja mit Blick auf die Tribüne, stehen. Ich meine, das sind jetzt auch keine perfekt ...

Ausgebildeten Sicherheitskräfte. Das ist ja das Problem. Genau, also gerne Feedback, wenn ihr euch da ein bisschen auskennt, vielleicht täusche ich mich auch, aber ich glaube, das ist ja immer ein Subunternehmen, das dann vielleicht irgendwelche Jobs ausschreibt, aber ich glaube nicht, dass man da eine mehrjährige, Ausbildung durchlaufen muss, um das zu machen und in dem Fall wäre ich auch ganz schnell als Ordner weg gewesen, wenn da ein paar vermummte Fans über den Zaun springen. Ich mache auch niemandem da einen Vorwurf, dass er so gehandelt hat. Im Gegenteil, da muss man zusehen, dass man sich in Sicherheit bringen kann. Nur, der Punkt ist natürlich ein anderer. Der Punkt ist, und das hast du ja auch gesagt, die Jungs, und das sind ja dann fast schon arme Schweine, die werden, Mädels, Jungs und Mädels, die werden halt nicht gut bezahlt.

Die werden möglicherweise auch nicht so ausgebildet, wie du eigentlich ausgebildet sein müsstest, um diesen Job da zu erledigen. Und da, finde ich, ist die deutsche Fußballliga in der Verantwortung und da, finde ich, sind auch die Vereine in der Verantwortung. Denn nochmal, es ist ja nicht so, dass Fußball-Bundesligisten wenig Geld ausgeben für ihre Mannschaft, sondern im Gegenteil, da wird dann ruhig auch mal geklotzt. Und wenn ich merke, ich habe da ein Sicherheitsproblem, es passiert immer mal wieder was, dann muss ich auch verdammt noch mal mehr Geld in die Hand nehmen, um ein Sicherheitskonzept zu erstellen, was dann anschließend dazu führt, dass ich ausreichend gut ausgebildete Ordnungskräfte vor Ort habe in den Stadien. Das ist meine Meinung dazu. Ja, absolut. Also kann ich nur eins zu eins unterschreiben, was du gesagt hast, Olli. Lass uns trotzdem einen kleinen Haken hinter machen. Für mich auch absolut indiskutabel, das Verhalten der Fans. Ja, bis zum nächsten Mal wieder. Dann reden wir wieder darüber. Ja, wahrscheinlich. Es ist nicht das letzte Mal, dass es passiert, wenn da die Vereine selbst nicht dafür sorgen, dass sowas dann eben nicht mehr passiert.

Olli, lass uns aber trotzdem bei Karel Maliemi bleiben. Ich habe ihn nach dem Spiel nämlich dann eben darauf angesprochen, auf seinen Jubel. Ich hatte auch das Gefühl, er wollte unbedingt das nochmal bekräftigen, was er sich bei dem Jubel gedacht hat. Und wir hören jetzt mal rein. Und ich frage ihn dann auch, hörte gleich selber, ob es denn eine Retourkutsche war. Und ja, das war seine Antwort. Normalerweise bin ich nicht der Spieler, der in der Kurve oder generell zu den Fans etwas zeigt oder sonst was. Aber ich bin schon jetzt fast vier Jahre bei dem Verein und ich vergesse nicht die Spiele, wo Stuttgart bei uns gespielt hat und vielleicht das Gleiche gemacht haben oder, im Heimspielen gegen uns, sag ich mal, gegübelt haben bei jedem Pass im Pokalspiel. Ja, sowas ist stecken geblieben bei mir und deswegen gab es heute so einen Jubel. Soll auch nichts Persönliches sein oder sonst was, nur ein Reminder sein, dass ich, das nicht vergessen. Also war es schon ein Stück weit auch eine kleine Retour-Kutsche? Ja, ich meine, wir spielen am Schluss noch immer noch Fußball.

Ja, Männersport bei uns und manchmal passieren solche Sachen. Ja, das war also die Erklärung für diesen Schweigefinger, so nenne ich es mal. Jubel, den Karim Adjemi da gemacht hat. Kleine Retour-Kutsche in Bezug auf das, was Dennis Undaf nach dem Spiel in Dortmund gemacht hat. Ich kann mich erinnern, Und auch Dennis Undorff tatsächlich mit einem ähnlichen Jubel. Ich glaube allerdings, Manni, korrigiere mich, wenn ich falsch liege, der Jubel war jetzt allerdings nicht vor der Südtribüne damals, sondern der war eher im Norden, im Dortmunder Sparland. Ja, genau. Aber nochmal, ist eine Stilfrage, ob man sowas macht oder ob man sowas nicht macht. Es ist aber in keinster Weise irgendeine Begründung dafür, derartig auszurasten, wie es die VfB-Ultras getan haben. Dabei wollen wir es dann auch wirklich bewenden lassen, die Geschichte. Ich finde sogar, bei allen Emotionen und so, finde ich es eigentlich okay. Da merkst du natürlich, dass da auch echt mal Druck abgefallen ist. Seit sechs Spielen gewinnst du nicht mehr gegen Stuttgart. Das sind immer hitzige Duelle und dann erziehst du da in der 94. Dieses Tor, brichst sozusagen diesen Fluch gegen den VfB und dann, ja, ich finde, ein bisschen was gehört dazu und das ist auch schön, dass da dann Emotionen ins Spiel kommen, dass das, was die Fans gemacht haben, wir haben es gerade besprochen, viel zu viel ist auch klar.

Ich finde, man darf es ihm zugestehen, trotzdem Adeyemi, dass er der Auslöser war, überrascht jetzt auch nie so wirklich, Olli.

Es gibt ja durchaus wieder viele Spekulationen natürlich auch mit ihm, wie geht es weiter, auch im Sommer. Wir hatten es auch schon im Winter, wir hatten es im letzten Sommer schon. Italienische Vereine waren an ihm, finden ihn äußerst spannend. Er hat noch Vertrag bis 2027, es gibt Gespräche und die Frage ist, wie geht es mit ihm weiter? Und genau das habe ich ihn dann auch noch schnell gefragt und auch da hören wir mal schon rein. Wie gesagt, mein Fokus ist, jedes Spiel gut zu spielen, der Mann auch zu helfen und was danach passiert, wird man dann sehen. Und man weiß nie, was die Zukunft kommt. Aber sie fühlen sich wohl. Ich fühle mich immer wohl, wie man. Jaa! Ihr hörtet Karim Adeyemi, der sich überall wohlfühlt. Das ist erstmal schön, wenn man das über sich so behaupten kann. Gute Laune, Mensch. Ja, na definitiv, definitiv. Die Frage, die sich daraus ableitet, ist natürlich, wird er sich am wohlsten fühlen, wenn er noch längere Zeit beim BVB bleiben sollte? Und die zweite Frage ist dann natürlich auch, würde der BVB sich besonders wohlfühlen langfristig mit Karim Adeyemi zu arbeiten. Im Grunde genommen ist es ja genauso, wie es so häufig war in Bezug auf die Einschätzung des Wert dieses Spielers. Ich glaube, über seine Fähigkeiten, über seine Schnelligkeit.

Seine Skills im Eins-gegen-Eins, seine Kopfballstärke darf man ja nicht vergessen. Glaubt man ja manchmal gar nicht. Kommt ja auch noch dazu. Da gibt es ja gar keine zwei Meinungen. Ich glaube, das ist schwer werden würde für Borussia Dortmund, sich ein ähnliches Spielerprofil, ich sag mal, kostengünstig auf dem Markt zu besorgen. Und dann kommt natürlich gleichzeitig auch immer der Einschub von den Leuten, die ihn so ein bisschen kritischer sehen. Ja, aber es gibt nach wie vor diese Leistungsschwankungen. Ich persönlich bin tatsächlich der Meinung, dass er...

Sagen wir mal, nicht so wie vielleicht bei anderen Spielern, wenn du jetzt zum Beispiel den Maxi Bayer über diese Saison gesehen hinweg dir einmal vor Augen führst, der es ja schon geschafft hat, was die taktischen Vorgaben angeht, wirklich in jedem Spiel mehr oder weniger diszipliniert zu arbeiten. Das gelingt Adeyemi immer noch nicht, aber es gelingt ihm relativ häufig. Er hat einen schlimmen Ausreißer gehabt in dieser Saison, fand ich. Das war das Rückspiel in Bergamo, wo er mal wieder dieser Karim-sorglos-Adeyemi gewesen ist, wo er nach hinten gar nichts gemacht hat. Und damit natürlich leider Gottes nicht unerheblichen Anteil, wie Julian Brandt in dem Spiel auch hatte, daran hatte, dass Bergamo tatsächlich nochmal an diese Chance geglaubt hat. Das sind halt so diese Dinge, diese Verhaltensweisen, mit denen er sich selber immer wieder im Weg steht.

Die ihn beispielsweise auch davon abhalten, jetzt eine bessere, tragendere Rolle auch in der Nationalmannschaft zu spielen. Und das sind vielleicht auch die Dinge, könnte ich mir vorstellen, Manni, interessiert mich mal deine Einschätzung, die den BVB auch so ein bisschen überlegen lassen. Was soll man jetzt eigentlich machen mit ihm? Ja, ich meine, sein Start in die Saison war ja sehr, sehr vielversprechend. Also da hatte man ja, fand ich, über Wochen tatsächlich das Gefühl, ey, der kann es sogar auch konstant machen. Er war einer der Besten, hat auch dann defensiv viel mitgearbeitet und so und hat dann eben ein Stück weit auch, glaube ich, schon durch diese kleinen Skandälchen, die er sich geleistet hat, ich sage nur Mysterybox und Co., Ja, das hat ihn dann schon auch ein Stück weit beschäftigt, dann hat er seinen Platz an Maxi Bayer verloren, der es dann eben auch sehr, sehr gut gemacht hat.

Der Adeyemi ist halt jetzt eben dieses große Problem, der BVB wollte erst immer mit ihm verlängern, dann hat die Adeyemi-Seite BVB so ein bisschen zappeln lassen, jetzt ist es ein Stück weit eigentlich genau andersrum. Jetzt würde eigentlich die Adyemi-Seite gerne sagen, naja, komm, lass uns da mal Nägel mit Köpfen machen. Die Gespräche laufen ja schon länger und jetzt ist der BVB sich eben nicht ganz sicher. Und ich finde aus gutem Grund, weil die Verantwortlichen müssen sich meiner Meinung nach fragen, ist das ein Spieler, der uns noch über die nächsten Jahre weiterbringt oder ist die Geschichte, so hart wie es klingt, vielleicht auch ein Stück weit auserzählt bei Borussia Dortmund. Und tut man sich vielleicht ähnlich wie bei Julian Brandt auch einen Gefallen. Adeyemi immer noch super jung, aber eben auch schon seit vier Jahren beim BVB, zu sagen, ey Junge, danke für deinen Einsatz, such du dir mal was Neues, geh du den nächsten Schritt, dann entwickelst du dich vielleicht auch nochmal anderswo ein Stück weiter und wir läuten sozusagen auch ein neues Kapitel ein. Und wenn man sich das anguckt, seine Situation, er ist immer noch der Spieler mit, ich würde mal sagen, zweit oder dritt höchsten Marktwert bei Borussia Dortmund. Ich meine, das schwankt ja auch sehr schnell, wahrscheinlich kommt da Schlotterbeck und Matcher und Adeyemi dann auf einer ähnlichen Stufe. Sein Vertrag läuft noch bis 27. Wenn du ihn also gewinnbringend weiterverkaufen möchtest, und das ist ja für den BVB immer nicht ganz uninteressant, dann muss es eigentlich in diesem Sommer passieren. Weil, wie gesagt, Vertrag bis 27.

Im letzten Vertragsjahr wirst du nicht mehr allzu viel bekommen. Im nächsten Jahr ist er dann eben ablösefrei. Also wenn, muss es eigentlich in diesem Sommer passieren. Und da würde ich sagen, mein Gefühl, dass der BVB genau das sich auch jetzt genau überlegt und ich mir dann auch sehr, sehr gut vorstellen könnte, wenn wieder einige Interessenten anklopfen, dass man ihn dann vielleicht ziehen lässt. Wie siehst du es? Ich glaube, dass du mit dieser Vermutung da richtig liegst, denn auffällig ist schon, dass man jetzt beispielsweise im Gegensatz zum Thema Schlotterbeck vom BVB auch relativ wenig hört. Also das heißt, diese großen Erklärungen.

Ganz, ganz wichtiger Mann, um ihn herum wollen wir auch zukünftig ein Team aufbauen können, die hörst du nicht in Bezug auf Karim Adeyemi, deshalb glaube ich schon, dass in diese Richtung derzeit gedacht wird. Und ja, tatsächlich ist das ja auch etwas, wo dann der neue Sportdirektor Ole Bog, dem ja ein gewisser Ruf vorauseilt, sagen wir mal ein gutes Händchen für die Verpflichtung von jungen Spielern zu haben, der da möglicherweise jetzt gerade auch den Markt sondiert, wer denn eventuell als Alternative in Frage kommen würde. Andere Frage ist natürlich dann immer, wie sieht es auf der Angebotsseite für Karim Adehemi aus?

Es hat diesen großen Hype gegeben, nachdem er tatsächlich mal gute Champions-League-Spiele gemacht hatte, wo, ich glaube, mehrere italienische Klubs an ihm interessiert waren. Ich sehe ihn jetzt nicht unbedingt als absoluten Hot-Seller in Bezug auf Premier-League-Spitzenvereine. Und dann ist halt die Frage, wie geht der Spieler selber damit um? Was will er dann tatsächlich? Ist er auch bereit? Darüber werden wir gleich auch im Zusammenhang mit Schlotterbeck sprechen. Ist er dann auch bereit, beispielsweise diese Einsicht zu zeigen, zu sagen, ja gut, wenn das so gewünscht wird, dann... Ziehe ich jetzt schon für diesen Sommer einen Wechsel ins Auge. Er könnte ja auch sagen, dann bleibe ich halt bis 2027 und habe dann die freie Auswahl und kassiere ein fettes Handgeld, ein Signing-Fee.

Schauen wir mal. Ja, auch das wird spannend. Also ich sehe immer noch den Sommer als sehr passenden Zeitpunkt eigentlich dann vielleicht auch einen Cut zu machen. Und jetzt sind es eigentlich 50 Millionen Euro, wenn das jemand auf den Tisch legt. Und ich glaube, da gibt es tatsächlich, Oder gab es im Winter zumindest Klubs, die bereit gewesen wären. Ja, könnte dieses Geld der BVB durchaus gut gebrauchen. Und trotzdem, ja, hat man auch schon jetzt wieder gegen Stuttgart gesehen. Der kann halt auch dann den Unterschied machen. Und genau deshalb ist er ja eben auch interessant für andere Klubs. Ja, dann wären in dem Zusammenhang, sei auch nochmal erwähnt, die Spieler, die dir dann das Spiel in Stuttgart ziehen, einer ist sicher nicht mehr da in der kommenden Saison mit Julian Brandt. Auch das sei an dieser Stelle nochmal erwähnt, denn der Mann, der jetzt aus dem aktuellen Kader eigentlich in dieser Saison schon, sagen wir mal, ihm den Rang ablaufen sollte, Karne Cukbomueka beispielsweise, das ist sehr, sehr enttäuschend, was da bislang kam. Gerade auch, was in Stuttgart da kam. Und Karim Adegemi ist halt auch ein Unterschiedspieler. Und wenn die beide nicht mehr da sind, dann muss der Herr Bog allerdings auch schon einen richtig geilen Job machen.

Wenn das dann ohne Substanzverlust abgehen soll. Absolut. Und ich bin mir aber sicher, der sitzt jetzt schon viele, viele Stunden am Schreibtisch und wandiert den Markt. Was wir, glaube ich, sagen können, Karamadiemi, dieses Tor wird ihm vermutlich auch nicht dazu verhelfen, noch auf diesen WM-Zug aufzuspringen, auch wenn ich seine Chancen gar nicht so schlecht sehe. Er leistet sich da ja so einen kleinen Konkurrenzkampf eben mit, ausgerechnet Maxi Bayer, auch mit Kevin Schade, der in England spielt, aber Nagelsmann, der hat da schon auch ein Gefühl für Adyemi und seine Situation ein Stück weit, gerade eben, weil er eben jemand ist und das wäre natürlich auch seine Rolle, darüber spricht Julian Nagelsmann ja auch sehr, sehr gerne, der dann eben wie in Stuttgart von der Bank kommt, Und dann eben nochmal, wenn du vielleicht schnelle Umschaltbewegungen brauchst, prädestiniert ist für diese Rolle. Und dann eben auch durchaus einen ganz guten Abschluss hat, wie man in Stuttgart gesehen hat. Also ich sehe es nicht ausgeschlossen, aber natürlich braucht er in den nächsten Wochen mehr Spielminuten. Und da bin ich wirklich mal gespannt, ob er die beim BVB bekommt. Olli, jetzt ist es natürlich, du hast es angesprochen, es war Länderspielpause. Also auch Felix Metscher ist ja nicht dabei. Für den könnte es auch richtig eng werden. Also Außenband, Doste im Knie.

Das ist schon sehr, sehr bitter. Und ich finde, sein Fehlen hat man tatsächlich auch in Stuttgart gemerkt. Also der hätte dem Spiel, glaube ich, auch nochmal sehr, sehr gut getan. Auch einfach spielerische Elemente reinzubringen, dass er jetzt eben noch länger ausfällt und vielleicht tatsächlich nicht zur WM mitfahren kann. Ist wirklich sehr, sehr bitter. Aber wir drücken da natürlich die Daumen, dass er schnell wieder auf dem Platz steht. Zwei Spiele hatte die Nationalmannschaft, gegen die Schweiz, gegen Gregor Kobel und dann auch noch gegen Ghana. Gegen Otto Addo. Gegen Otto Addo, der dann gehen musste nach seinem Geburtstagsständchen. Hast du das eigentlich gut bekommen? Ja, das habe ich mitbekommen. Fand ich sehr schön. Otto ist ein ganz toller Typ. Und ja, ich werde das nie vergessen, wie er quasi international, das war ein Spiel gegen Austria Wien, was Borussia Dortmund im, das war glaube ich tatsächlich noch UEFA Cup Trainer, war Matthias Sammer da gemacht hat.

Wie er quasi mit einem Kreuzbandriss aufgelaufen ist und sich dann direkt noch eine weitere schwere Verletzung zugezogen hat. Also jemand, der auch viel gegeben hat für den BVB, aber krass, dass er dann quasi unmittelbar nach dem Spiel da gefeuert wird. Übrigens völlig skurril bei dieser Passe-Confidence, da waren die Kollegen, und man weiß ja in anderen Ländern funktioniert Journalismus auch vielleicht ein Stück weit anders. Ich glaube, da war die Hälfte der ghanaischen Kollegen im Ghana-Trikot im Pössl-Konferenz-Saal gesessen und haben dann eben auch emotionale Vorwürfe gemacht an Otto Addo, dass man so nicht spielen könne und so. Also das ist schon nochmal eine sehr interessante, wenn auch andere Stufe, also die sitzen auch auf der Medientribüne und freuen sich wirklich über eine gelungene Aktion, jubeln damit. Das ist schon sehr, sehr interessant. Ich finde es irgendwie sehr witzig, aber bei uns, das wäre ja unvorstellbar. Stell dir mal vor... Ich hätte jetzt bei dem Tor von Adeyemi wäre ich aufgesprungen und hätte gejubelt und so. Hast du nicht gemacht?

Aber auch nur, weil ich ja schon unten war, Olli. Sonst hätte ich das da schon gemacht, wenn ich noch auf der Tribüne gesessen wäre. Hast gejubelt mit dem Zeigefinger vor dem Mund, Richtung Stuttgarter Kollegen, ne? Ja, genau, genau. Das war ich, das war ich. Also das ist sehr, sehr unterhaltsam und da musste er da noch ein Lied singen, ein Geburtstagsständchen und dann würde er darauf hinlassen. Ja, ganz, ganz wild. Trotzdem, Olli, nach diesem letzten der beiden Spiele gab es ja dann aus BVB-Sicht natürlich auch zu dem großen Aufreger und wenn ihr jetzt sagt, was war das denn eigentlich genau, wir hören es uns nochmal an, was Nico Schlotterbeck in der Mixzone nach dem Spiel gesagt hat und ich fand es ganz interessant, weil Nico Schlotterbeck ist natürlich jetzt nicht einer, der immer hier schreit, wenn es heißt, der geht eigentlich in die Mixzone, da wollte er es und man hat wirklich gemerkt in diesen zwei, drei Minuten, als er über das Spiel und seine Entwicklung bei der DFB-Elf gesprochen hat, Er hat auf eine Frage von einem Kollegen über seine Zukunft, die ja logischerweise noch kommen musste. Da hat er sich sehr gefreut und hat gesagt, Mensch, bin ich froh, dass du diese Frage stellst. Und wir hören mal rein, wie Nico Schlotterbeck darauf geantwortet hat. Ja, gut, dass du das fragst, weil ich natürlich auch heute das von euch gelesen habe.

Und ich sage dir ganz ehrlich, ich muss das auch klar dementieren. So weit sind wir leider nicht. Ich habe lange mit Sebastian verhandelt. Sebastian ist jetzt nicht mehr da, natürlich hat mich Ole auch schon angerufen, deswegen bin ich sehr verwundert über die Berichterstattung auch. Über welche genau? Ja, über eure von heute, dass die Unterschrift kurz davor steht. So weit sind wir leider noch nicht, deswegen muss ich das auch mal ansprechen, weil ich das jetzt nicht so oft angesprochen habe, aber wie gesagt, so weit sind wir nicht, dass da irgendwas kurz davor steht. Ich habe lange mit Sebastian verhandelt, der ist jetzt nicht mehr da, jetzt wird Ole mein Ansprechpartner wahrscheinlich sein mit Lars.

Deswegen habe ich mich gerade auf die Frage gefreut, weil wie gesagt, das, was ihr, was du gesagt hast, das stimmt leider nicht. Ich habe heute nicht über dich gesprochen, aber ich werde es auf jeden Fall checken. Aber trotzdem steht die Verlängerung, läuft der BVB Gefahr, dass du nicht verlängerst? Was heißt die Gefahr? Wie gesagt, Sebastian ist gar nicht mehr da. Ich habe lange mit Sebastian verhandelt.

Ich hätte jetzt auch wahrscheinlich eine Entscheidung in den nächsten Wochen getroffen. Jetzt hat sich die Situation schon ein bisschen verändert. Das muss ich jetzt einfach schauen. Ich werde jetzt mit Ole die Gespräche führen, aber es ist jetzt auf jeden Fall nicht so weit, dass wir da irgendwie über kurz vor Verlängerung schreiben. Deswegen muss ich da auch mal dazu was sagen. Ist jetzt blöd, auch für BVB-Fans, aber wie gesagt, das ist jetzt auch keine einfache Situation für mich, weil im letzten Moment dann auch Sebastian eingang ist. Ja, Niko Schlotterbeck wollte unbedingt was sagen und das hat er auch gesagt, wenn auch vielleicht etwas zu ausführlich dann schon. Ich bin gleich mal auf deine Meinung gespannt, Olli. Also erst verteidigt er natürlich sich selbst und diese Berichterstattung über ihn. Sagt er, da ist noch gar nichts, kurz vor Abschluss, das ist ein Fehler bei euch. Und dann sagt er eben auch, dass sich seine Situation durch das Aus von Sebastian Kehl sich ein bisschen verändert hat. Olli, als du das gehört hast, und ich bin mir sicher, später, am nächsten Morgen nach früh, hast du davon mitbekommen. Was war dein Eindruck auf seine Worte? Also ich finde, hier gibt es zwei Ebenen, die bei diesen Aussagen zu berücksichtigen sind.

Es ist vollkommen legitim, dass er darauf hinweist, dass diese Meldung, wir können es ja offen sagen, Sky hat sie ja verbreitet, dass er sich mit den Dortmundern bereits geeinigt habe und dass er quasi kurz vor einer Vertragsunterschrift stehe, dass dieser Hinweis, den er da gegeben hat, dass dem eben nicht so sei, das halte ich für richtig, das halte ich wirklich für legitim. Problematisch wird Weil er natürlich auch doof dasteht, ne? Natürlich, absolut. Weil dann verlängert er eben nicht und dann ist er wieder der Buhmann, der dem BVB hinbekommt. So ist es. Also machen wir uns mal nichts vor.

Man muss immer fragen, wer hat Interesse an bestimmten Veröffentlichungen. Das Interesse ist ja völlig klar. Das Interesse hätte Borussia Dortmund daran, dass es tatsächlich so kommt, dass Nico Schlotterbeck, wenn jetzt tatsächlich Meldungen kursieren wollen, der eine Einigung mit dem BVB erzielt hat, dann ist es natürlich schwer für den Spieler, da wieder rauszukommen. Und so wie er es gemacht hat, wenn er dann darauf hinweist, Moment, das stimmt so überhaupt nicht, dann bekommst du natürlich einen Shitstorm ab. Fakt ist, nochmal, es hat keine Einigung gegeben. Diese Meldung von Sky war falsch und deshalb ist es richtig, dass Nico Schlotterbeck, und das muss man sagen, auch den Mut aufbringt zu sagen, Moment mal Leute, so ist das aber nicht richtig. So und jetzt kommt aber die zweite Ebene und die ist in der Tat problematisch, weil er das ja mit dem Hinweis verbindet, dass bei Borussia Dortmund durch den Wechsel im Amt des Sportdirektors eine neue Situation entstanden ist, wo er dann halt sagt, er hätte ja lange mit Sebastian Kehl verhandelt und der sei jetzt nicht mehr da und dadurch hat sich die Situation verändert. Also das ist etwas, das hätte er sich wirklich kneifen müssen, diesen Zusatz, weil das, ja, was soll ich sagen, das klingt zum einen so ein bisschen nach Alibi, nach, nach, nach...

Dem Versuch, eine Begründung herbeizuführen, um halt nicht zu sagen, mein Gott, es ist für mich noch zu früh, ich würde gerne warten, ob nicht vielleicht doch noch Angebote reinkommen. Und zum anderen ist das einfach eine Sache, die ihn nichts angeht. Er ist Angestellter von Borussia Dortmund.

Wer da jetzt ein Vorgesetzter ist, das hat ihn natürlich zu interessieren, aber das hat er nicht öffentlich zu kommentieren. Das hätte er nicht machen sollen. Und ich glaube, dass er sich dadurch auch ein bisschen geschadet hat selbst. Trotzdem, diese Reaktionen, die es dann anschließend gegeben hat, und das war ja wirklich, Shitstorm ist ja fast zu milde ausgedrückt. Also was es da auch an Verunglimpfung gegeben hat, in seine Richtung.

Da muss ich auch sagen, ey Leute, macht mal bitte ein bisschen halblang, denn man darf ja eins nicht vergessen, Nico Schlotterbeck hat noch einen gültigen Vertrag bis 2027 mit dem BVB. Es ist im Interesse des Vereins in erster Linie, diesen Vertrag vorzeitig bereits zum jetzigen Zeitpunkt zu verlängern, um einen wirtschaftlichen Verlust zu vermeiden. Das ist doch der Hintergrund der Geschichte. Weil wenn es nämlich nicht passiert, haben wir ja eben auch in Sachen Adeyemi besprochen, ja dann könnte es sein, dass er theoretisch bei Vertragsabläuf ablösefrei geht und das möchte Borussia Dortmund natürlich verhindern. Und deshalb drängt der Verein zum jetzigen Zeitpunkt auf eine Vertragsverlängerung. Also, es ist richtig, der Spieler zockt im Hinblick auf seine Zukunft. Er versucht auszuloten, ob es nicht vielleicht was, ich sage mal finanziell auch oder von mir aus auch sportlich, wenn englischer oder spanischer Spitzenverein kommen sollte, ein Besseres für ihn geben sollte. Darüber kann man denken, wie man will. Ist Profifußball. Aber der Verein Borussia Dortmund zockt natürlich auch. Und der Verein hat den Druck ausgeübt auf Nico Schlotterbeck, sich jetzt zu committen, sich jetzt zu erklären, um für sich daraus auch einen wirtschaftlichen Vorteil zu ziehen. Ich finde wirklich, das sollte man sich immer wieder vor Augen führen.

Bevor man, sagen wir mal, dann vielleicht auch ein bisschen vorschnell, sagen wir mal, so ein moralisches Urteil über diese Geschichte fällen will. Es ist nun mal Profifußball, ob uns das gefällt oder nicht. Und es geht da immer um mehrere Parteien, in dem Fall um den Spieler, aber auch um den Verein, um den BVB. Ja, wobei natürlich die Schlotterbeck-Seite schon auch interessant an der Verlängerung, Stichwort oder Gehaltsverdopplung und so weiter. Also das spielt denen natürlich finanziell auch in den Karten und diese Gespräche gab es ja tatsächlich davor, also vor seiner langen Verletzung da, vor knapp einem Jahr gab es die ja schon und da haben ja beide Seiten signalisiert, ey wir würden das gerne machen. Dann hat sich eben die Situation ein bisschen geändert und jetzt ist es eben eine Hängepartie, in der es, Olli, und da glaube ich gebe ich auch vor allem deine Meinung wieder, in der es eigentlich nur Verlierer gibt. Das ist ja das große Problem, weil sein Ruf hat jetzt natürlich gelitten und ich glaube nicht, dass er bei vielen BVB-Fans jetzt noch so wahrgenommen wird, dass er, sagen wir mal, eine Symbolfigur für die Zukunft ist, eine Identifikationsfigur, sowas wie ein Emotional Leader sein kann, um den herum eine zukünftige Mannschaft aufgebaut werden soll. Das hat man sich so ein bisschen kaputt gemacht und ich glaube schon, dass die Schlotterbeck-Seite ihren Teil dazu beigetragen hat.

Unter anderem dieser Hinweis auf Sebastian Kehl, der war mehr als unglücklich, um es mal vorsichtig auszudrücken. Das hätte er sich sparen müssen. Das hätte er sich wirklich sparen müssen. Aber auf der anderen Seite wollen wir auch nicht vergessen, dass Borussia Dortmund schon auch reichlich Druck auf den Spieler ausgeübt hat. Also beispielsweise, ich habe es extra noch mal nachgeschlagen, Matthias Sammer hat schon Mitte Dezember gefordert, Schlotterbeck eine Deadline zu setzen. Also wir reden hier über einen Spieler, dessen Vertrag noch bis Juni 2027 läuft. Bei Sammer habe ich auch keine Worte mehr, ehrlich gesagt. Nein. Und dadurch wird natürlich eine Erwartungshaltung bei den Fans geschürt. Das heißt, von da an war es ja auch wirklich so, dass keine Woche vergangen ist, in der nicht irgendwie, sei es in den Medien oder sei es in den Fanforen von Schlotterbeck, sofort eine schnelle Entscheidung verlangt werden sollte. Und jeder, der ein bisschen... Was vom Profifußball versteht und 1 zu 1 zusammenzählen kann, der weiß doch, dass diese Entscheidung nicht kommt. Und die logische Konsequenz ist dann natürlich daraus, je mehr Zeit ins Land geht, umso mehr leidet der Ruf von Nico Schlotterbeck bei Borussia Dortmund. Und sollte es jetzt tatsächlich noch zu einer Verlängerung kommen, halte ich ja nach wie vor nicht für völlig ausgeschlossen, ja, dann würden die Leute sagen, ja gut.

Der hat jetzt nochmal unterschrieben, weil er nichts anderes gefunden hat. Aber eigentlich hat der gar keinen Bock mehr. Und das ist toxisch, das ist tödlich. Und ich finde, dass da beide Seiten Fehler gemacht haben. Ja, kommen auf jeden Fall beide Seiten nicht gut weg. Wer allerdings, finde ich, ganz gut wegkommt in der Sache, war tatsächlich Ole Bog. Auch er hat sich nach dem Spiel bei uns ans Mikro gestellt. Ich war ein bisschen überrascht tatsächlich, weil ich dachte, man wolle ihn erst mal ein bisschen einarbeiten lassen, bevor er dann sozusagen in der Öffentlichkeit auftritt.

Und er hat das. Ich habe ihn natürlich auch auf die Sache angesprochen, das ist sehr klar und natürlich war das auch zu erwarten. Aber ich finde so diese Art und Weise und mit welcher Ruhe, mit welcher Sachlichkeit er mir das dann versucht hat zu erklären oder einen Einblick zu geben, wie das Ganze war, das fand ich schon stark. Für uns natürlich leider nicht so erfreulich, wenn einer nicht ordentlich auf die Kacke haut, aber so wie er das gemacht hat in der Art und Weise für den BVB, wahnsinnig positiv. und da wollen wir jetzt mal reinhören. Und dann bin ich gespannt, Olli, wie du seine Worte interpretierst und wie du sie fandest. Und jetzt war es natürlich eine der ersten Sachen, die ich gemacht habe, mich bei Nico zu melden. Schon in der Länderspielpause haben wir telefoniert. Sobald er da war, jetzt haben Lars und ich uns auf dem zusammen gesetzt, haben uns bemüht. Und auch ich habe mich bemüht, ein bisschen die Ideen aufzuzeigen, die wir sportlich, inhaltlich haben. Ich glaube, das war dann in dem Rahmen ganz, ganz wichtig. Ich hatte auch das Gefühl, dass Nico sich da sehr viel interessiert, dass er es auch ganz gut und spannend fand. Das war erstmal so der erste Ansatz. Und dann schauen wir weiter. Aber auf jeden Fall sehr, sehr positiv gestimmt. Haben Sie denn für sich auch? Weil ich meine, Sie brauchen ja auch irgendwann Planungssicherheit. Gibt es irgendeine Deadline, bis man sich entscheiden sollte? Eine Deadline gibt es jetzt nicht. Ich bin jetzt relativ neu da und habe wirklich mit Nico in einem Raum gesessen, am Mittwoch wirklich das erste Mal. Deswegen wäre es jetzt da, glaube ich, falsch, eine Deadline zu setzen. Da habe ich sehr bemüht und wir haben uns sehr bemüht, mit Lars auch zusammenzusetzen.

Ein bisschen zu zeigen, ob es ein guter Platz ist, auch nächstes Jahr bei Borussia Dortmund zu spielen. Davon bin ich total überzeugt und das ist unser Ansatz und das versuchen wir jetzt weiter. Ja, gut gesprochen, Ole Burg, würde ich sagen, ruhig, sachlich, bemüht darum auch.

Was glaube ich auch relativ wichtig ist in dieser Situation, jetzt eher Emotionen rauszunehmen aus dieser Causa und gleichzeitig auch, das darf man ja nicht vergessen, jetzt nicht so den Eindruck zu vermitteln, so, hoppla, jetzt komm ich.

Also, nochmal, der hat einen tollen Job gemacht in Elversberg. Ist großartig. Der ist jetzt beim BVB. Das ist eine ganz andere Hausnummer. Das schiebt eine ganz andere Bugwelle vor sich her. Und ich finde sowieso, dass er, ja, eine Bugwelle medial gesehen. Das heißt, du musst natürlich jede Äußerung schon auf... Nee, das war ein schlechter Witz, nur von meiner Seite. Ich hab gesagt, eine Bugwelle. Ach, eine Bugwelle. Immer schlecht, wenn man seine Witsche erklären muss. Naja, aber jetzt stand ich tatsächlich auf dem Schlauch. Tut mir leid, Manni. Aber der war nicht schlecht, muss ich sagen. Danke. Also, er scheint sich bewusst zu sein, dass er jetzt auch eine Bogwelle oder Bugwelle auslösen kann, sozusagen mit Äußerungen. Und deshalb finde ich gut, dass er sich eher, zumindest geschickt, dass er sich eher diplomatisch äußert, so ein bisschen zurückhaltend äußert. Und ich meine, ich finde sowieso, also den Mann sollte man jetzt mal arbeiten lassen, dass diese Schlotterbeck-Causa so verfahren ist, haben mehrere Leute Schuld daran, überhaupt keine Frage, haben wir ja drüber gesprochen, einer garantiert nicht, nämlich Ole Bug. So ist es. Ja, wir sind gespannt. Also, mich macht er wirklich einen sehr, sehr guten Eindruck, auch kommunikativ. Und ich glaube, da darf jeder BVB-Fan mit ihm positiv in die Zukunft blicken.

Auch eine Überleitung, die ich mir jetzt selber geschaffen habe. Positiv dürfen auch die BVB-Fans in Richtung BVB-Frauen blicken, Olli. Auch das wollen wir ja im Blick behalten, haben wir euch ja versprochen. Und da haben wir durchaus auch positives Feedback bekommen, dass der ein oder andere von euch gesagt hat, Aber hey, ja, hatte ich so gar nicht auf dem Schirm. Ist eigentlich cool, wenn ihr auch über diese Themen sprecht. Deshalb, kurzer Zwischenstand, nämlich Köln 2, die bislang Tabellenführer waren und immer noch sind, haben nämlich am vorletzten Spieltag gepatzt gegen Bielefeld. Müsste das gewesen sein. Das heißt, die BVB-Frauen haben den Aufstieg und die Meisterschaft wieder in eigener Hand, haben jetzt noch ein Spiel Rückstand, ein deutlich besseres Torverhältnis und eben drei Punkte weniger als die Kölnerinnen. Also die könnten dann tatsächlich wieder einmal den Aufstieg schaffen. Wie viel ist es jetzt, Olli? Der Fünfte in sechs Jahren oder so? Muss ich nochmal nachgucken. Auf jeden Fall sind sie ziemlich durchmarschiert bis in diese Regionalliga West. Und wir wissen ja dann alle, ab Sommer kommt dann Alex Popp auch noch dazu. Und wenn sie dann natürlich in der zweiten Liga schon spielen, wäre das natürlich sensationell. Da drücken wir natürlich ein Stück weit auch weiter in die Daumen. Auch wenn wir natürlich nicht im BVB-Trikot irgendwo rumsitzen. Das muss ja auch gesagt werden.

Und Olli, eine Sache, die habe ich dir vor der Aufnahme noch geschickt und auch das wollen wir natürlich lobend herausstellen. Mathis Albert, der 16-Jährige, ihr kennt ihn natürlich, war oft genug jetzt auch schon im Kader der ersten Mannschaft dabei, hat sein erstes Profitor erzielt und was für eins, oder Olli? Hat er einfach eingenickt. Ja, war ein krasses, krasses Tor. Müsst ihr euch angucken. Ja, wirklich. Es ist eine dringende Empfehlung, sich das mal anzuschauen. Und auch da täten mich mal interessieren, wie wir es einschätzen. Ich meine, der wird aus, ich mache es kurz mit der Beschreibung, ich muss ja ein bisschen spoilern, ihr müsst ja wissen, worüber wir hier reden. Also er wird wirklich aus kürzester Distanz mit voller Wucht angeschossen, bekommt den Ball gegen den Kopf und versenkt das Ding. Und die Frage, die ich mir stelle, Manni, bin mir da nicht ganz sicher. Ich gebe es mal an dich weiter.

Hatte das noch irgendwas mit einer, sagen wir mal, großartig bewussten Entscheidung zu tun? Oder war es einfach nur sozusagen Flipper-Modus? Dass der Ball vom Fuß des Gegenspielers, von seinem Kopf, dann da reingeht. Ja, er hat seinen Kopf einfach nicht mal schnell genug wegbekommen. Ich glaube, sein Gegenspieler, sie haben gegen wen, Wie war es denn? Fortuna Köln müsste es gewesen sein, glaube ich. Ja, genau. Eben gespielt und dann hat eben der Abwehrspieler auf der 5-Meter-Linie sozusagen den Ball klären wollen. Und ein Meter weiter stand eben Mathis Albert und der hat den volle Kanne ins Gesicht bekommen. Und von da ging der Ball dann eben ins Tor und alle haben sich total natürlich für ihn gefreut. Der erste Profitour hätte er natürlich wahrscheinlich gerne ein schöneres gemacht. Aber im Endeffekt, ja, war das eben sein erstes Profitour. Glückwunsch dafür. und ja, wie gesagt, kleine Empfehlung, guckt es euch mal an, ich glaube, auf YouTube und so müsste das Ganze zu sehen sein, war wirklich sehr, sehr kurios und ja. Glückwunsch dazu. Ich hätte auf jeden Fall auch versucht, meinen Kopf so schnell wie möglich wegzuziehen. Er hat es eben dann nicht mehr ganz geschafft. Übrigens, Mathis Tell muss man an der Stelle nochmal sagen. Mathis Albert? Ja, im Grunde nur. Sorry für den freudschem Versprecher da jetzt.

Mathis Albert, ein richtig cooler Typ. Auch jemand, der, das sei an der Stelle mal erwählt, mutig ist. Er hat es als US-amerikanischer junger Sportler, ist das sicherlich nicht so ohne, tatsächlich gewagt auch Donald Trump öffentlich zu kritisieren in einem Post, damals als diese übergriffige Eistruppe da in Minneapolis ihr Unwesen getrieben hat, also das muss man sich erstmal trauen, also es scheint ein junger Mann zu sein, der mit offenen Ohren und Augen durchs Leben geht. Nicht selbstverständlich für einen Fußballer, gerade wenn er 16 Jahre jung ist. Absolut. Aber ich bin mir sicher, von dem werden wir noch einiges sehen. Und zum Abschluss dieser Folge, Olli, soll ich dir noch schöne Grüße ausrichten. Ich war nämlich am Samstag vor einer Woche.

In Köln hier bei einem Musical abends. Bin dann tatsächlich nach dem ersten Länderspiel noch kurz nach Köln gefahren, hab mir dort eins angeguckt und wurde angesprochen. Und jetzt hab ich ein kleines Problem, weil ich mich leider, leider, und das tut mir leid, ich entschuldige mich dafür natürlich, den Namen nicht mehr genau weiß. Ich meine, es war Thomas oder Christian. Aus Dresden kam er extra nach Köln für dieses Musical und hatte mich dann tatsächlich, was unter uns jetzt auch nicht so oft vorkommt, mich darauf angesprochen, ob ich es nicht sei. Und dann hat er noch weitergegeben, ja, auch Grüße an Olli und ihr macht das super im Podcast und ich höre euch immer und da habe ich mich sehr, sehr gefreut und deshalb würde ich gerne ganz liebe Grüße ausrichten, freut mich, dass ihr uns so gerne hört und ja, wenn ihr Feedback habt, ja, ich ja auch ein Stück weit, also wie gesagt, war mit seiner Frau dort, ich glaube, es war ein Weihnachtsgeschenk, Musical war auch sehr, sehr gut übrigens, und ja, hatten dann einen schönen Abend und jetzt steht aber wieder Fußball an, da geht es nicht abends noch ins Musical an einem Samstag. Und zwar gegen Leverkusen kommendes Wochenende. Und auch da sind wir natürlich vor Ort. Geiles Spiel. Absolut. Auch morgen übrigens Real Bayern. Werde ich mir natürlich auch mal angucken. Ich glaube, das muss ein Fußballfan tun, oder?

Ja, natürlich. Mit ein bisschen Herzblut. Das muss ich ganz ehrlich sagen. Also die Champions-League-Spiele mit Borussia Dortmund im vollen Signal Iduna Park unter Flutlicht. Das ist was ganz, ganz Besonderes.

Vermisse ich so ein bisschen.

Wäre auch mehr möglich gewesen für den BVB in dieser Saison. Aber gut, so ist das halt.

Euch eine schöne Woche. Ja, schönen Ostermontag noch. Ja, schönen Rest-Ostermontag. Und ja, kommt gut durch die Woche. Und von jetzt an gibt es die Dortmund-Woche. Logischerweise auf jeden Fall. Bis Saisonende immer im Wochenrhythmus wieder. Jawohl. Bis dann, macht's gut. Ciao. Ciao. Bis zum nächsten Mal.