Guten Morgen, meine Damen und Herren. Sonntag, 11 Uhr, 24. Spieltag. Nicht irgendein Spieltag, sondern der Spieltag nach dem Klassiker. Und was war das?

Hat es dir auch so gut gefallen gestern das Spiel wie mir? Ja, die zweite Halbzeit war sehr ereignungsreich und war, glaube ich, für die Zuschauer ein tolles Spiel gestern. Meisterschaft durch, oder? Nö, es sind ja noch zehn Spiele zu spielen. Ach, du bist auch so einer, ja. Klar kann man noch 30 Punkte holen. Ich glaube, VfB Stuttgart hat eine ähnliche Situation mal gehabt. Und dann haben sie unter Marvin Vede, ich glaube, die letzten zehn Spiele alle gewonnen. Die anderen haben einen Punkt abgegeben. VfB Stuttgart ist zu Recht damals Deutscher Meister geworden. Also schauen wir mal, ob es so kommt. Das war ein großer Schritt für die Bayern gestern. Durch diesen späten Sieg in Dortmund. Wir sprechen darüber mit folgender Runde.

Unser Experte Stefan Eppenberg. Also das ist die Runde und sie gehört natürlich auch dazu. Katharina Kleinfeld, guten Morgen. Die Frage der Woche kommt von dir. Schönen guten Morgen.

Ja, schön, dass Sie dabei sind an diesem Sonntag, an dem sich natürlich sehr, sehr viel hier bei dieser Sendung um den Klassiker dreht. Und bei uns bei der Frage der Woche, um den Mann, der extrem im Zentrum dieses Spiels stand. Und das ist Nico Schlotterbeck, den man hier hinter mir sieht. Nicht nur, weil er den Führungstreffer in der 26. Spielminute erzielte, sondern auch, weil er zuvor in einer Szene mit Stanisic relativ heftig zu Gange war. Wir gucken uns das nochmal zusammen an hier. Also er ging in die Grätsche, traf ein bisschen den Ball, aber vor allem sehr viel Knöchel.

Und ja, im Anschluss war er sich dann selbst auch relativ sicher, ja, okay, also ich bin da, glaube ich, ganz gut weggekommen mit der gelben Karte. Wir sehen das hier jetzt auch nochmal, Jablonski verzichtete nämlich in diesem Fall auf Rot und Schlotterbeck sagte dann im Anschluss, ich habe das Gefühl, dass ich erst am Ball war, ihn dann aber ertreffe. Es ist sauunglücklich gewesen, beziehungsweise sah so aus. Ich glaube, man kann schon Rot geben, da habe ich Glück gehabt. Also wir wollen das Ganze nochmal mit Ihnen zusammen diskutieren. Was Sie dazu sagen? Sagen Sie, hartes Einsteigen von Schlotterbeck gegen Stunisic hätte es für dieses Foul Rot geben sollen oder müssen sogar? Die Antwortmöglichkeiten sind relativ deutlich. Entweder ja, das ist eine rote Karte oder nein, die gelbe Karte ist die richtige Strafe. Gerne durchrufen unter der 01379 011 011, dann sind Sie mit dabei am Doper. Also wir interessieren uns für das Meinungsbild in Deutschland. Die Schwarmintelligenz ist gefragt, wie ist da die Verteilung rot oder richtige Entscheidung? Gelbe Karte für Schlotterbeck. Jetzt schauen wir auf das Spiel gestern. 3 zu 2 gewinnen die Bayern und Nico Schlotterbeck stand mehrfach im Mittelpunkt. Norman Soledda.

Der Mann des Spiels steht am Ende mit leeren Händen da. Nico Schlotterbeck bewegt sich 90 Minuten lang auf dem schmalen Grat zwischen Matchwinner und Matchloser. Und in der 18. Minute hätte das Spiel für ihn nach diesem Foul schon zu Ende sein können. Gelb statt Rot.

Wahrscheinlich kann man da schon rot geben. Hatte ich da ein bisschen Glück. Zum Glück hat der Schere gelb gegeben. Der Schiedsrichter lässt hier Gnade vor Recht ergehen. Schlotterbeck nutzt die zweite Chance, die ihm der Unparteiische gewährt und wäre tatsächlich Matchwinner gewesen, wenn das Spiel nach 45 Minuten zu Ende gewesen wäre. Und überhaupt. Der BVB spielt in der ersten Hälfte so, wie man ihn gerne in Bergamo gesehen hätte. Und wenn der Gegner nicht Bayern gewesen wäre und bei Bayern nicht Kane spielen würde, hätte Dortmund eine gute Chance gehabt. Doch ausgerechnet Schlotterbeck wird für den BVB mit diesem Foul zum zwischenzeitlichen Match-Loser. Ein knappes Ding. War jetzt nicht viel, aber er hat dann ein F-Meter gegeben, dann musste ich es akzeptieren. Schlotterbeck hatte beim Schiri keinen Kredit mehr. Aber Dortmund schaffte das bemerkenswerte Kunststück, noch einmal zurückzukommen. Und niemand hätte protestiert, wenn der BVB das Unentschieden gehalten hätte. Niemand außer Joshua Kimmich und dem unersättlichen Rekordmeister aus München. Die gute Nachricht für Schlotterbeck, er durfte das Spiel auf dem Platz beenden. Die schlechte Anzahl.

Mit der Meisterschaft hat Schlotterbeck nichts mehr zu tun.

Unserer Meinung nach.

Stefan, konntest du dem folgen, was Jürgen vorhin sagte, dass es noch nicht entschieden ist? Nein, ich bin mir ziemlich sicher, dass es entschieden ist. Also 11 Punkte Vorsprung, 10 Spiele noch zu spielen. Das lässt sich bei München, auch wenn sie noch schwierige Wochen haben werden, Die haben ja jetzt kommen mit Antalanta. Und dann hoffentlich noch weiter in der Champions League. Pokal ja auch noch. Ich glaube, sie müssen es ja gar nicht retten. Das werden sie so spielen, dass sie Deutscher Meister werden. Gehst du da mit, Valentina? Ja, ich muss da irgendwie widersprechen. Ich glaube, man hat gestern auch gesehen, dass das 3-2 dann noch klappt. Dass der Qualitätsunterschied da ist zwischen Dortmund und Bayern. Und die Meisterschaft, die verdiente, dann auch dementsprechend durch ist.

Das war nicht so groß, oder was? Ich war gerade auf dem falschen Namen, weil ich hatte groß verstanden.

Groß spielt da jetzt gar keine Rolle. Der Qualitätsunterschied gestern war insofern sehr groß. Aus meiner Sicht, als dass die Bayern schon gefestigter sind. Sie haben eine andere Qualität, die Sie gestern in dieses Spiel mit reingebracht haben. Auch wenn Borussia Dortmund das gestern sehr gut gemacht hat bis dahin. Das verfolgt die Bayern ja für uns sehr, sehr hautnah.

Wie viel bedeutet dieser Sieg? Jetzt nicht nur, weil man jetzt elf Punkte vorne ist, sondern weil man das Ding spät gezogen hat, weil man gegengehalten hat, Widerstände überwunden hat und einfach die Oberhand behalten hat gegen den größten Konkurrenten in Deutschland. Also die Bayern haben ja immer das Ziel, von Spiel zu Spiel zu denken und jedes Spiel ist wichtig und alles wollen wir gewinnen. Aber man merkt schon, es gibt gewisse Spiele, da nehmen sie nochmal ein paar Prozentpunkte mit für die Psyche. Also auch das Spiel in Paris, als sie da durch Luis Diaz in Unterzahl geraten sind und trotzdem noch hervorragend gespielt haben. Da haben sie mitgenommen, wir können kämpfen. Gestern haben sie auch mitgenommen, wir können kämpfen. Sie haben auch ein paar Spiele gehabt, wie beim HSV, wo sie gesagt haben, okay, wir können uns auch mal retten. Also die Bayern lernen sich von Spiel zu Spiel immer mehr selber kennen und das führt dann auch unweigerlich zum Erfolg. Trotzdem, wenn wir jetzt mal kurz auf den BVB schauen, Stefan, Nach der Champions League unter der Woche, hat dich das überrascht, dass sie sich so stark wieder präsentiert haben, dass sie diese Riesenenttäuschung von Bergamo aus den Klamotten offensichtlich raus hatten? Es ist nicht einfach, das in so kurzer Zeit hinzukriegen, aber sie haben ja auch eine gewisse Qualität, die haben sie ja gestern in dem Spiel auch gezeigt.

Nein, gewundert hat mich das nicht, weil das ist dieser Klassiker, Dortmund gegen Bayern München. Du musst keinen Spieler wirklich motivieren und darauf hinweisen, was da jetzt am Samstagabend für ein Spiel auf dich zukommt oder Gegenspieler. Das ist eigentlich das einfachste Spiel für beide Trainer gewesen, die Mannschaft darauf vorzubereiten. Natürlich tut so eine Niederlage gegen Bergamo weh, aber sie hatten ja nochmal die Möglichkeit, in diesen 90 Minuten vielleicht die Meisterschaft spannend zu machen. Von daher ist eine riesen Eigenmotivation da bei den Spielern. Und ich finde schon, dass sie auch ordentlich gespielt haben. Was mich, oder wo der Unterschied gestern eigentlich lag in dem Spiel, weil wir haben gerade den Vergleich Bayern München Dortmund angepeilt, würde ich sagen, dass Bayern München nach dem 2-2 nicht gesagt hat, wir können auch mit dem einleben und halten auf acht, sondern wir versuchen das Dritte noch zu machen. Das ist vielleicht der Unterschied zwischen einer guten Qualität und einer absoluten Top-Qualität. Und diese Gier, merkt man dem FC Bayern zumindest, zumindest ist das mein Gefühl, in der ganzen Saison schon an, dass sie immer noch Gas geben, auch bei Spielen, wo sie mal hoch gewinnen, wo sie auch schon hoch führen, dass sie nicht Gas rausnehmen, sondern Lust haben, weiterzuspielen und weiterzumachen und dafür auch zu arbeiten. Sie laufen total viel.

Was fällt dir auf bei diesem FC Bayern in dieser Saison? Dass sie natürlich gerade auf dem Weg sehr, sehr gut sind. Sie sind eben nicht zufrieden mit dem 2-1 oder 3-1, sondern wollen dann noch das 4-5-6-1 machen. Das spricht eigentlich dann schon für eine Riesenqualität für eine Mannschaft. Auf der anderen Seite glaube ich aber auch schon, dass die Bayern trotzdem noch ein paar Defizite haben. Und das hat man auch an den Gegentoren gesehen, obwohl das in der Bundesliga natürlich mit weiten Abstand, glaube ich, die beste Abwehr haben. Aber man sieht trotz allem auf dem internationalen Niveau ist das auch nochmal eine ganz andere Geschichte. Da musst du in jedem Spiel.

Da sein und das zählt dann eben nicht nur für den Angriff, sondern das zählt für die gesamte Mannschaft, für die Verteidigung, Mittelfeld, Angriff und all diese Themen müssen dann optimal ineinander passen und zueinander finden. Dann hast du auch eine gute Chance, international eben deine Ziele zu erreichen. Gestern, dieser Klassiker hatte echt eine Größe, also hat ja immer, aber das hat jetzt eben auch mit der Qualität zusammengepasst.

Fanmarsch am Nachmittag schon sehr, sehr beeindruckende Bilder, wenn man das so sieht. Was da für eine Wucht kommt, das ist schon immer wieder schön. Ja, ich glaube, das ist auch schon einzigartig in Dortmund. Das haben nicht viele Vereine so, und auch wenn du mit Ex-Spielern oder aktuellen Spielern sprichst, die das wirklich hautnah erleben, die sagen, dass das selten irgendwo anders bei einer anderen Station der Freiburg war. Und ich glaube, davon hat Dortmund gestern auch gelebt. Schade ist für die Dortmunder generell, für die Fans, für den Klub, dass sie immer wieder gute Halbzeiten haben, weil wir ja den Vergleich auch angepeilt haben. Aber leider ist nicht konstant über 90 Minuten in einem Spiel oder konstant über mehrere Spiele abrufen können. Und das ist dann, glaube ich, halt das, was fehlt, um eine internationale Spitzenmannschaft zu sein. Sie sind gut, sie sind solide, sie haben ein gutes Bundesliga-Niveau, aber sie kriegen es halt nicht konstant über 90 Minuten und mehrere Spiele auf die Bahn. Und das fehlt ihnen, glaube ich, noch zur absoluten Spitzenmannschaft. Nun was? Ja, ich glaube, es wäre wichtig für Dortmund jetzt die gute Stimmung, die man gestern vor dem Spiel hatte, aber auch nach dem Spiel hatte, dieses Selbstvergewissern, wir sind dann doch näher an den Bayern dran, als viele denken, dass man das mitnimmt, weil ich schon in Dortmund aus der Ferne immer so ein Stimmungsproblem wahrgenommen habe. Also klar, das Aus gegen Bergamo war bitter, aber du bist mit dem zweitbesten Kader, bist du Zweiter mit einer Punkteausbeute in der Bundesliga, der normalerweise für eine Tabellenführung reicht.

Also mir als Niko Kovac wäre das ziemlich auf den Wecker gegangen in den letzten Wochen, wenn mir immer eingeredet wird, ihr spielt so schlechten Fußball. Krisisch. Aber man steht auf Platz 2 und gewinnt fast alles, verliert kaum vor allem. Ich hoffe, dass die Dortmunder diese Prisestimmung ein bisschen mitnehmen können, positiver Art. Stefan, ist das nicht trotzdem auch frustrierend, dieses, jetzt kriegt man irgendwie Lob, ja, weil man mitgehalten hat, weil man es offen gehalten hat und so, aber kaufen kannst du dir davon irgendwie nix und eigentlich musst du ja gewinnen wollen. Wir haben ja im Hinspiel auch schon die zweite Halbzeit sehr gut gespielt, das war ja auch kein Klassenunterschied, sondern das waren beide Spiele, waren sehr, sehr eng, Bayern gegen Dortmund, Dortmund gegen Bayern.

Ja, also ich glaube, wir sind ja auch verpflichtet, das mal ins rechte Licht zu rücken. Du hast das ja gerade angedeutet, dass Dortmund sehr wohl eine sehr gute, finde ich, Bundesliga-Saison spielt. Sie hatten halt diese kleinen Spiele, wo sie gegen Pauli 3-1 führen, noch 3-3 und nehmen nur einen Punkt mit. Dann in Hamburg, wo du führst, nimmst auch nur einen Punkt mit. Das sind eher die Punkte, die dir dann vielleicht hinten raus fehlen. Aber unterm Strich, was ist der Anspruch von Borussia Dortmund? Irgendwie versuchen Bayern München mal wehzutun, aber das ist ein langer Weg in der Meisterschaft. Und den Pokal zu holen, das muss ja so, glaube ich, der primäre Anspruch sein beim BVB. Aber du hast halt in der Bundesliga den Gegner mit Bayern München, der einfach zu gut ist, um irgendwie einzugreifen im Meisterschaftsrennen. Und es muss natürlich schon auch, wenn du in der Champions League mit einem 2-0 zu Hause gegen Bergamo in das Rückspiel gehst, muss die Zielsetzung sein, da nicht auszuscheiden. Total, also nochmal bezogen auf das Spiel gestern. Ich war vor Ort, habe mir das Spiel im Westfalenstadion angeschaut, am Signal Iduna Park.

Da war eine beeindruckende Kulisse. Also die Südtribüne war so dynamisch dabei. Es hatte schon fast so eine leichte positive Aggressivität, wie es dort abging. Und ich glaube schon, dass Borussia Dortmund dieses Spiel sehr positiv werten kann, auch wenn es eine Niederlage war am Ende, weil es einfach gezeigt hat, dieser Verein steht zusammen, die Mannschaft kann kämpfen, wenn sie möchte. Und sie ist durchaus in der Lage, gestern wäre es ja auch möglich gewesen, da zumindest einen Punkt zu holen. Und das sind schon sehr, sehr positive Aspekte, insbesondere auch nach diesem Bergamot-Spiel, wo du einfach natürlich...

Aber eine Qualität spielt natürlich auch noch eine Frage, eben gerade in engen Spielen, wenn du das gewohnt bist, jedes Wochenende dich immer wieder zu beweisen, jedes Wochenende Gas zu geben, so wie das bei Bayern ist, egal ob die zu Hause oder auswärts spielen, die stehen eigentlich immer unter Druck.

Und mit dieser Qualität, die sie eben in der Breite in diesem Kader haben, das macht natürlich auch nochmal was mit einer Mannschaft. Und das ist natürlich bei Borussia Dortmund eben nicht so gegeben, weil man einfach auch ein anderes Modell hat als Bayern München. Bayern München versucht, seine besten Spieler langfristig an den Verein zu binden. Dortmund ist eben aufgrund ihrer Situation darauf angewiesen, natürlich auch eben Geld zu machen. Das darf man halt auch nicht vergessen. Und das macht eben diese Schwierigkeit aus. und man findet nicht immer, sag ich mal, die Spieler, die eben dann eben auch in diesen Spielen, engen Spielen, auch den Unterschied machen können. Und das ist auch ein Riesenproblem für Borussia Dortmund. Aber trotzdem spielen sie eine super Saison in der Meisterschaft. Einer, der da gestern sehr gut war, in der Hinsicht war, Nico Schlotterbeck, der da echt ein überragendes Spiel gemacht hat und für mich auch neben Kimmich und Kane so ein bisschen der Mann des Spiels war. Und auf den schauen wir jetzt sukzessive. Gucken erst mal auf dieses Fouls. Was letztlich dann von Jablonski mit Gelb nur, sage ich jetzt, nur geahndet wurde. Jürgen, du bist ja auch von der robusteren Art gewesen als Verteidiger.

Du findest, Verwarnung hätte gereicht, oder? Nein, also in der heutigen Zeit ist das natürlich schon ganz nah eben an der roten Karte. Ich sage mal, vielleicht zu unserer Zeit, da wäre das vielleicht noch ein bisschen schneller oder hätte man noch ein bisschen mehr darüber hinweg gesehen. In der heutigen Zeit ist es natürlich so und auch richtig, dass eben die Spieler auch da geschützt werden. Und für mich war das eigentlich, wenn man es genau hinschaut, war das für mich eine rote Karte. Also ohne Wenn und Aber.

Es gab gestern, weit nach Abpfiff, gab es im Stadion noch eine schöne Szene. Da stand Sven Jablonski vorm Mannschaftsbus der Bayern. Nico Schlotterbeck kam dazu, Lothar Matthäus kam dazu. Es war plötzlich wie so ein kleiner, gefühlter Doppelpass, nur ohne Kameras. Und Nico Schlotterbeck ging zu Sven Jablonski, zum Schiedsrichter, und sagte, da hättest du mir rot geben können, ne? Und der Sven schaute und sagte, ja, wenn du das Standbild siehst.

Dann sieht es sehr nach einer roten Karte aus. Wenn du es aber in der flüssigen Bewegung siehst, dann ist es für ihn klar gelb. Und er hat eines dann noch erwähnt, und das fand ich sehr schön, weil er sagte, hey, das ist...

Für mich eine gelbe Karte, ich habe es im Spiel so entschieden und wollte auch an der Stelle gar nicht jemanden mit Rot vom Platz nehmen, weil wir sprechen hier über das große Spiel, es ist keine glasklare rote Karte und wenn ich dieses Spiel nach 20 Minuten zerstöre, dann hat am Ende keiner was davon. Wobei das kein Argument eigentlich ist. Den Punkt gebe ich keinen Sofern mit, als dass man das so empathisch rechtfertigen kann. Ich glaube aber, da gibt es nicht mal ein Eigentliches, sondern es ist eine glasklare, rote Karte für mich. Er geht mit offener Sohle aufs Bein. Ich glaube nicht, dass er das mit Absicht gemacht hat. Das will ich ihm gar nicht unterstellen. Aber das sind dann vielleicht die zwei, drei Wochen, die ihm jetzt fehlen, Spielrhythmus. Er spielt den Ball vorher noch? Ja, trotzdem, aber er geht wirklich mit der offenen. Schau mal, das ist eine offene Sohle auf Schienbeinhöhe. Da gibt es eigentlich keine zwei Meinungen. Und ich glaube, das ist der fehlende Rhythmus, der ihm fehlt. Der war zwei, drei Wochen verletzt. Und das ist ja bei solchen Rätschen, das Timing muss so genau passen, dass du das Bein nicht erwischst. Und ich glaube, dieses Timing hat mir jetzt gefehlt. Schau dir die Szene in der flüssigen Bewegung an. Bin ich total beim Schiedsrichter, der ja auch gestern noch auf dem Platz gecheckt hat. Wie verletzt ist der Spieler? Also ich sage mal so, ich konnte früher auch faul spielen, erst mal den Ball zu spielen und dann noch mal irgendwie irgendwo drauf zu gehen. Und du konntest das, das gibt es auch. Das war deine herausragende Fähigkeit. Das ist doch logisch. Dann zu Ball spielen und danach irgendjemanden noch verletzen. Also ich bin total bei dir, natürlich. Hier müssen wir auch klar unterscheiden zwischen Standbild unflüssiger Bewegung.

Er trifft ihn ja definitiv, das ist ja Fakt. Und ich glaube, wenn ein Spieler selber sagt, ich hätte eigentlich Rot kriegen müssen. Komm, wir hören mal, was wir machen können.

Ich schätze Jablonski und ich habe auch sehr seine Spielführung geschätzt. Dieses großzügige, mal laufen zu lassen, das, was wir geliebt haben. Da kommen wir auch noch zu später. Auch in der Champions League, da konntest du auch mal dazwischen wichsen. So, aber der kann mir jetzt nicht... Darf man das sagen im Fernsehen? Es ist noch nicht mal mittags. Es ist Sonntag 11 Uhr, Elfe. Das ist eine rote Karte. Das ist eine rote Karte. Aber Jablonski, finde ich, der Zeitpunkt spielt auch keine Rolle. Ob das jetzt die 20., zweite oder erste Minute ist. Um das klar zu sagen, für ihn war dieses Bild, die flüssige Bewegung ist der Punkt, den er bewertet. Und da sagt er, er ist eine gelbe Karte. Ich finde, es ist nicht gut. Ich finde, es ist nicht gut. Lass uns mal ganz kurz einmal Nico Schlotterbeck hören.

Ja, schon ein bisschen gesagt, er hat für mich erst den Ball gespielt, dann über den Ball gerutscht. Ich treffe ihn dann sau unglücklich am Schienbein. Wahrscheinlich kann man da schon Rot geben, da hatte ich dann ein bisschen Glück. Zum Glück hat er Schiri gelb gegeben. Daniel? Vom Gefühl her hätte er sonst auch wahrscheinlich das Spiel früh entschieden, das wollte er wahrscheinlich nicht machen. Deswegen kann man vielleicht noch sagen, dunkel Geld, aber natürlich hatte ich da schon Glück. Also Glück hat er da gehabt, Nico Schlotterbeck. Und bevor du dran bist, Stefan, wollte ich ganz kurz noch ein Interview einspielen, was du gestern geführt hast, nämlich mit Stanisic, dem Mann, der gefoult wurde. Und der sieht es natürlich logischerweise noch ein bisschen anders als Nico Schlotterbeck, nämlich deutlich muss rot.

Es war ein wahnsinnig intensives Spiel. Wenn wir uns mal Ihren Fuß, Ihr Bein anschauen. Ich greife jetzt mal die Szene raus mit Nico Schlotterbeck. Wie haben Sie das erlebt? Ja, also ich habe schon in der Szene erlebt, dass es für mich mehr als nur gelb ist. Ich weiß auch nicht genau, wieso der Schiedsrichter da sagt, dass es kein Rot ist. Ich finde, natürlich spielt er ein bisschen im Ball, aber die rote Karte ist dazu da, um Spieler zu schützen. Und wenn ich jetzt auf Schienbeinhöhe mit der offenen Sohle davor den Ball spiele und dann noch weiter rutsche, ist das für mich ganz klar Rot. Und ich habe den Schiedsler auch gesagt, wir hatten mal eine ähnliche Szene, ich glaube vor zwei Jahren, wo Joao Polinja gegen Bochum ganz klar einen Pass spielt und danach den Gegner noch berührt mit der Sohle und dann kriegt er glatt rot. Und dann haben wir das Spiel noch verloren. Also ich glaube, Schlotterbeck hat heute mehr als Glück, dann noch auf dem Platz stehen zu dürfen.

Das hat er gehabt, glaube ich auch. Viel Glück. Du wolltest dich gerade noch mal einbringen. Es ist Gott sei Dank hier angeklungen. Ich glaube, man darf nicht den Fehler machen, Standbilder anzuschauen. Bei Social Media fliegen da die Standbilder rum. Und dann sieht es natürlich brutal aus. Aber in der Bewegung, über den Ball, drüber. Wenn man jetzt Pluspunkte für Schlotterberg suchen wollte, dann zieht er sogar den Fuß noch ein bisschen an der Seite vorbei. Also man hat schon gemerkt, er will es nicht. Und ich würde dem Schiedsrichter schon, das habt ihr beide jetzt gerade kritisch gesehen, schon zugestehen, dass man einen Klassiker anders pfeifen muss als Bayern gegen Mainz oder Sportbund Rosenheim gegen SV Pang oder irgendwie sowas. So ist doch Bundesligaspiel. Zählt das dann für andere Mannschaften nicht? Das kann ich nicht nachvollziehen. Bin ich ganz ehrlich. Ich verstehe den Punkt.

Aber trotzdem darf ein Schiedsrichter für nicht bei glaskranken, roten Karten nicht die Empathie walten lassen, weil es ein Klassiker ist. Erstens können wir festhalten, es ist nicht glasklar. Dafür haben wir hier schon unterschiedliche Meinungen. Und zweitens, wenn du gestern in diesem Stadion gewesen bist und die Stimmung dann mitbekommen hast und auch mitbekommen hast, wie sich das Ganze aufgebaut hat, die Dynamik im Spiel, dann finde ich schon, dass du an der Stelle einmal die Situation vorstellst, ganz glasklar so bewerten kannst, wie du es möchtest als Schiedsrichter. Und dann aber immer wieder, und das hat er gestern hervorragend gemacht, wenn der alles gepfiffen hätte, wo er auch hinterher drauf angesprochen wurde, beziehungsweise auch dann in den Interviews drauf eingegangen wurde, beispielsweise der Torjubel von Schlotterbeck, als er dann über die Bande springt, und es dann heißt, ja, dafür muss er eigentlich gelb-rot sehen, dann hätten wir heute hier über ein Spiel gesprochen, das wäre wahrscheinlich irgendwie, keine Ahnung. Aber da verletzt ja keinen anderen Spieler. Ich finde, das ist auch was anderes. Also darum geht es nach dem Tor, Jubel dann und wenn du dann Richtung Tribüne gehst, dann kannst du oder sollst du, sind die Schiedsrichter angehalten, gelb zu zeigen, er hatte schon Gelb und dann ist es Gelb-Rot. Ja, das ist schon klar.

Trotzdem ist es ja so, Schlotterbeck macht nach diesem Foul, nach dieser gelben Karte dann das 1-0. Jetzt stellt ihr vor, Dortmund gewinnt das Spiel 1-0. Da stehen die Bayern ja auch und sagen, der hätte da ja gar nicht mehr spielen dürfen zu dem Zeitpunkt. Und also deswegen, wir können das ja jetzt immer im Retrospektiv, nachdem wir wissen, die Bayern haben das Ding gewonnen, die haben 3-2 gewonnen, so ist das Spiel ausgegangen, können wir es natürlich einfacher bewerten als der Schiedsrichter. Der muss ja in dieser 20. Minute eine Entscheidung für diese Szene treffen, unabhängig davon, was in den 70 Minuten, die noch kommen, noch folgen könnte. Ja, das ist ja nun mal so. Er ist ja da in dieser 20. Minute gefordert. Also Fakt ist ja, er hat nur eine gelbe Karte gegeben in 90 Minuten. Das wird zu unserer Zeit nicht passieren. Das stimmt. Weil die eine, die hattest du immer schon. Ja, aber direkt nach zwei Minuten. Und dann wäre es losgegangen. Wundert mich wirklich in so einem Spiel, wo so viel ja auch auf dem Spiel steht, nur eine gelbe Karte. Da zeigt sich die Spielführung. Hat viel laufen lassen, hat viel drüber weggeschaut. Ich bin der Meinung, in einer Situation musst du richtig entscheiden. Das hat er in meinen Augen nicht gemacht. Das heißt aber nicht, dass er ein schlechter Schiedsrichter ist.

Ja, unterm Strich hat Schlotterbeck halt Glück gehabt. Genau. Und hat dann ein schönes... Das ist vielleicht eine Frage für die Ex-Profis. Wichtig ist doch eine gewisse Verlässlichkeit, dass man weiß, der Schiedsrichter pfeift von der ersten bis zur 95. Minute... Ja, und seine Linie hat er durchgehalten. Die Linie hat er durchgehalten gestern. Ja, das stimmt schon. Aber man könnte natürlich jetzt wiederkommen... Das ist ja, glaube ich, für Spieler schon wichtig. Komm, wir machen das noch kurz. Wir haben eine Szene von Schlotterbeck gegen St. Pauli. Das ist noch gar nicht so lange her, war im Januar. Auchenfaul mit der offenen Sohle. Auch da gab es keine rote Karte. Und da hat hinterher Knut Kircher, Schiri-Chef, gesagt, da hätte man Rot geben müssen. Ob die Szenen jetzt vergleichbar sind, ja oder nein, das würde jetzt eine extra Diskussion aufmachen. Aber wir haben eben immer wieder Szenen, wo man bei so Geschichten wie jetzt Nico Schlotterbeck gegen die Bayern eben auch Rot gegeben hat. Und das soll eigentlich auch die Linie sein. So verstehe ich zumindest die Schiris. Jetzt gucken wir aber auf das Tor von Nico Schlotterbeck.

Das ist ein guter Kopfball. Das ist ein guter Kopfball. Das ist ein guter Kopfball. Das ist ein guter Kopfball. Perfekter Kopfball. Dass er da eine große Stärke hat, das sollten auch die Bayern wissen. Du kannst aber nicht alles verhindern. Perfekt geschossen. Er bewegt sich genau zwischen Upamecano und Thar. Genau da fällt der Ball rein. Was er ihn macht, da hat er die Qualität in der Luft. Aber er sucht auch diesen Slot, er bewegt sich da, man sieht das hier so nach vorne. Ja, er sucht ihn, aber schwieriger ist für den Schützen, den Ball eben genau dahin. Also du hast ja nur Zentimeter, wo der Ball genau rein muss. Entweder macht ihn dann vorne, wie gesagt, Harry Kane oder dann Tah, wenn er zu weit kommt, weg. Perfekt geschossen. Damit fängt das an, den dann einzunicken, muss ich sagen. Ein Spieler der Qualität ist jetzt nicht so schwierig. Ist aber nicht überragend auch verteidigt von dem Bayern-Effekt, oder? Und da sind glaube ich diese Schwachpunkte, die Jürgen auch genannt hat. Das hat man auch in der Champions League gegen Arsenal gesehen. Wenn Gegner Standards gut schießen, haben die Bayern hinten Probleme. Das stimmt. Bayern haben schon zehn Gegentore nach Standards. Ist eigentlich zu viel und gerade in so Topspielen entscheiden ja solche Szenen dann über Wohl und Wehe, wie die Saison weitergeht. Jetzt trotzdem nochmal zu Nico Schlotterbeck. Wir haben ja die Szene gesehen, wie er da auf die Bande springt, dann Richtung Zaun geht, das Herz zeigt, auf seinen beeindruckenden Bizeps auch nochmal zeigt.

So ein Mann, der sich so zeigt, so verbunden mit seinem Verein, mit den Anhängern, kann man sich vorstellen, dass der bald trotzdem sagt, ich gehe? Vorstellbar ist es aus meiner Sicht, weil er natürlich auch weiß, wie weit kann es mit Borussia Dortmund gehen, wie sieht nächstes Jahr der Meisterkampf aus, wie weit kannst du in der Champions League kommen oder eben auch nicht. Und zeitgleich wünsche ich es mir für den Verein und auch für Nico Schlotterbeck persönlich, dass es da irgendwie eine Einigung geben kann. Weil das, was er für den BVB ist, Carsten Kramer hat ihn bezeichnet als den Parade-Borussen. Das ist das, was Jürgen Kohler Ende der 90er, Anfang der 2000er für den BVB war. Ich habe mir noch mal im Hinblick auf die Sendung damals dieses Spiel BVB Manchester in Manchester angeschaut, wo du 15, 20 Rettungstaten hast. Aber das war mein schlechtes Spiel eigentlich. Das ist die andere bestimmt nicht gewesen.

Ich glaube auch, dass diese Art und Weise, wie Nico Schlotterbeck gestern Fußball gespielt hat, dieses extrem körperlich betonte, dieses voll draufgehen, der hat wirklich gestern als Mentalitätsmonster agiert. Das ist etwas, was du in Dortmund brauchst. Und dann kannst du auch diese ganze Diskussion, Zauberfußball, Powerfußball, ist das gut genug oder nicht, kannst du komplett hinten anstellen, weil das ist ein Arbeiterverein und dann haben sie auch Erfolg. Kurz mal Handzeichen, wer glaubt an eine Vertragsverlängerung von Nico Schlotterbeck?

Okay, also warum bist du pessimistisch? Ich glaube, Dortmund könnte am Ende Glück haben, weil Schlotterbeck nicht das findet, was er gerne hätte. Du glaubst nicht an Real? Ja, nicht ganz, ich weiß es nicht, aber ich glaube, er hat die Ansprüche, Titel zu gewinnen, das auf jeden Fall. Also so schätze ich ihn ein, er ist hungrig, er ist ehrgeizig, so gibt es sich auch in Interviews, er hat ja auch das Thema Meisterschaft selber offensiv angesprochen bei Dortmund, das Thema ist durch.

Ich glaube schon, dass er den Anspruch hat, Titel zu holen. Die Frage ist, wer kann dir das liefern? Bayern ist kein Kandidat mehr für Schlotterbeck wahrscheinlich, seit der Upamecano-Verlängerung. Real vielleicht, aber glaube ich auch nicht dran. Barcelona kannst du dir vielleicht noch anbieten. Arsenal glaube ich nicht dran. City glaube ich auch nicht dran. Da bleibt dann vielleicht Inter Mailand vielleicht. Oder ein italienischer Klub, der Titelambitionen hat, könnte eventuell noch, falls sie Bedarf haben, es hier aufmachen. Hast du dich jetzt selbst überzeugt, dass er doch bleibt in Dortmund? Genau, das meine ich. Also er bleibt dann notgedrungen quasi. Das könnte das große Glück von Dortmund sein. Aber ich glaube, er selber würde gerne für einen Klub spielen, der große Titelambitionen und realistische Titelambitionen hat. Ich glaube, Nico Schlotterberg steht jetzt vor der Entscheidung, will ich eine Dortmunder Legende ohne Titel werden oder will ich einen Titel... Was heißt ohne Titel? Warum soll Dortmund nicht den DFB-Pokal mal gewinnen oder vielleicht auch mal... Champions League. Gab es auch schon mal. Im Finale ist gar nicht so lange her, zwei Jahre her. Weil Bayern München zu dominant ist. Aber Fakt ist doch, wenn er verlängern sollte, was ihr beide ja glaubt, dann müsste er das doch in dieser Woche jetzt machen. Nach diesen Spielen gegen Bergamo, nach dieser Niederlande gegen München, müsste er eigentlich, wenn er das macht, jetzt das Zeichen geben und sagen.

Schwierige Phase, wir gehen ohne Titel oder sind ohne Titel in diesem Jahr, aber ich werde den Vertrag verlängern und den Weg mitgehen. Dann wäre es genau jetzt der richtige Zeitpunkt für mich. Bin ich bei dir. Natürlich dürfen in so einem Vertrag dann auch die Zahlen stimmen. Und da kann ich mir gut vorstellen, dass da noch ein bisschen gepokert wird in beide Richtungen. Das war ein guter Zeitpunkt. Gleich machen wir so weiter mit interessanten Einblicken Gleich machen wir so weiter mit interessanten Einblicken von der Ref-Camp des Schiedsrichters, des Klassikers. Er hat nicht alles.

Das war ein Traumhaft ausgespieltes Tor. Ja, genial gespielt. Erst mal ein Fehler von Waldemar Anton. Den hätte er natürlich besser klären können. Aber dann das Auge von Gnabry. Erst mal der Schiffball von Waldemar Anton. Von Joe Kimmich und von Gnabry, der dann Kane sieht, dass er dann allerdings so blank, blank ist im Zentrum jetzt. So blank sollte ein Harry Kane nicht stehen. Also macht ja auch viel außerhalb vom Strafraum, aber da ist er dann eiskalt. Absolut. Also den macht er dann ganz, ganz überlegt mit dem Linken in dem Fall. Und dann vier Minuten später gibt es dann, nee, Quatsch, 15 Minuten später gibt es dann das Foul von Schlotterbeck, was zum Elfmeter führt. Und Jürgen, wir haben vorhin schon ein bisschen drüber geredet. Das ist nicht viel, glaube ich, diese Berührung gegen Stanisic. Aber es ist eine. Aber du sagst, er verhält sich da nicht optimal, Nico Schlotterbeck. Warum? Ja, weil Nico hat eigentlich die bessere Position. Der Spieler läuft ja erst nach außen weg. Dann muss ich mich nach innen stellen, dass er außen bleibt, dass er nicht mehr die Innenbahn nehmen kann. Dann dränge ich den automatisch an die Außenlinie. Ich muss meinen Körper reindrehen zum Spielfeld. Und dann läuft jetzt zum Beispiel, da fängt es schon an.

Der Niko geht eigentlich verkehrt zum Ball. Das sollte einem richtig guten Abwehrspieler nicht so oft passieren. Aber da ist es halt passiert. Und dadurch hat der Stürmer oder der Spieler, der den Ball hat, der hat natürlich dann eben einen kleinen Vorteil. Er kann nach innen ziehen. Und dann hat er wieder das ganze Spielfeld vor sich. Und so wird das Stück dann einfach kleiner. Der Raum wird kleiner. Und damit wird es auch umso schwieriger für den Spieler, den Ball richtig reinzuspielen. Ist das etwas, was dir bei Nico öfter auffällt oder war das jetzt eine Ausnahme? Ja, er hat natürlich da schon, es ist schon wesentlich besser geworden, aber er hat schon, trotz allem hat er immer noch ein Muster, übrigens wie Uppamecano auch, Vita auch. Da sind einfach ein paar Muster drin, die sind aus meiner Sicht noch nicht ideal gelöst. Und das kannst du eben nur über Training Themen bearbeiten. Und das sind gute Abwehrspieler, aber um Top-Abwehrspieler zu werden, glaube ich, da fehlt noch ein Stück weit was. Siehst du das auch so? Das sagt Jürgen Kohler. Ja, und dann ist es Gesetz, sozusagen. Aber trotzdem.

Es sind ja Top-Verteidiger, alle genannten. Es geht ja immer um das alleroberste Regal, sozusagen um den Vergleich mit der Spitze in der Champions League, mit der Weltspitze. Und da könnte er schon recht haben, dass da noch ein paar Kleinigkeiten fehlen. Fehler sind menschlich. Ah, endlich. Das ist okay. Aber das war Absicht. Das war Absicht, aber ist ja nun mal so. Wir haben uns vor der Sendung darüber unterhalten, über diese Situation. Du musst ihn zur Grundlinie ... Du darfst den Raum klein machen. Ja, absolut. Den machst du ja nicht klein, wenn er nach innen geht. Das musst du zustellen. Da musst du gar nichts machen. Und er ist zu schnell draufgegangen. Genau. Und du musst die Bewegung dann mitmachen. Aber das ist doch was, das lernst du doch ganz früh wahrscheinlich. Das ist ja irgendwie drin, oder? Langsam, langsam hört man doch ständig. Nein, das lernst du in jedem Training, in jedem Spiel. Nimmst du Themen mit. Und dann musst du eben schauen, was funktioniert bei dir ganz gut, welche Qualität hast du.

Diese Qualität bleibt ja bestehen, aber die anderen Themen musst du einfach bearbeiten. Und wenn du das dann eben im Trainingsbetrieb dann nicht so häufig machen kannst, weil ich meine natürlich gerade bei Bayern München oder für die Mannschaften, die eben international sehr häufig spielen, ist das natürlich sehr schwierig, weil da brauchst du natürlich auch für die Mannschaft und auch für den einzelnen Spieler manchmal Regenerationsphasen. Aber es gibt ja auch eine Vorbereitung. Es gibt auch, wie bei Bayern jetzt, da haben die zwei Wochen Zeit gehabt. Und dann können die natürlich bestimmte Themen einfach bearbeiten. Und dieses Individualtraining, das braucht jeder Spieler. Egal, ob das ein Stürmer, egal, ob der Abschlüsse macht oder nicht Abschlüsse macht. Ob das ein Abwehrspieler ist, der Zweikämpfe macht oder keine Zweikämpfe macht. Und der, der keine Zweikämpfe macht im Training, der wird einfach schwächer werden, weil das ganz normal ist. Also ich weiß das noch. Ich habe, als ich angefangen habe, als junger Spieler unter Klaus Schlappner damals, Waldhof Mannheim. Waldhof, ja klar. Klavi. Da habe ich Stammspieler, habe trotzdem Montag trainiert, Dienstag trainiert, Mittwoch trainiert. Und zwar intensive Einheiten, Zweikämpfe, Abläufe, wenn der Gegenspieler da reinfällt. Wir waren da nicht in der Champions League damals. Ja, wir waren ganz nah dran, aber ist egal.

Ja, da gibt es einfach bestimmte Abläufe und die braucht man. Du brauchst das, um Situationen auch besser einschätzen zu können innerhalb des Strafraums. Und was man nicht vergessen darf, er war ja gestern auch offensichtlich sehr motiviert. Ja, war sehr motiviert. Und dann kommen ja solche Dinge auch zustande. Ich glaube schon, dass Nico Schlotterbeck in einem Training weiß, wie er sich zu stellen hat und wann er reingeht. Ein Stück weit ist es auch Intuition, dass man dieses Timing als Verteidiger richtig trifft. Ist ein Teil. Der Spieler ist ein Teil. Aber der andere ist Torwart dabei, die anderen Abwehrspieler, was machen die? Aber jetzt in der Situation gerade auch oder bei der vermeintlichen roten Karte, die eine gelbe war, kam er ja auch. Nicht perfektes Timing, auch da nicht perfektes Timing. Ich glaube, das kommt dann durch so Motivation, Adrenalin etc. Zustande, dass man dann das Timing nicht perfekt trifft, weil man halt sehr motiviert ist. Wir schauen auf diesen Elfer von Harry Kane. Einer der Schlechteren, oder? Von ihm. Ich habe in dieser Saison einige Elfmeter von Harry Kane live im Stadion gesehen und gestern war ich fast schon erschüttert. Der war ja für seine Begriffe, war der schlecht geschossen. Es gab ja den in Wiesbaden, den er verschossen hat. Und in der Vorbereitung gegen Tottenham gab es einen, den er auch verschossen hat. Aber ansonsten ohne Fehl und Tadel. Aber es reicht ja dann trotzdem. Hauptsache drin, oder? Ja, ja, absolut. Da merkst du ja, wie hoch die Latte liegt.

Du merkst, wie hoch die Latte liegt. Dass das schon besorgniserregend ist. So hoch liegt die Latte mittlerweile bei Harry Kane. Ja, ja, total. War ja auch nicht ernst gemeint. Muss man jetzt für Hauptsache drin eigentlich noch einsteigen. Aber ich mach das für Stefan. Was? Hauptsache, drin.

Beim Elmer ist das Wichtigste, dass der Ball drin ist.

Wir haben ja noch ein bisschen. Er marschiert von Rekord zu Rekord mal wieder. Katharina ist diejenige, die das ordentlich mitnotiert hat, was er da in welchen Kategorien schon wieder so außergewöhnlich gut macht in dieser Saison. Da muss man auch wirklich sehr viel mitschreiben. Also so ist es auch einfach. Wir schauen mal zusammen auf die Zahlen, die er da hinlegt. Also es war jetzt sein 45. Treffer im 37. Pflichtspiel. Das ist Spitze in Europa. Und damit hat er übrigens seinen eigenen Torrekord bei den Bayern pulverisiert. Dann in der vergangenen Saison, da hat er 45 Spiele gebraucht für 44 Tore. Also so wie Stefan gerade gesagt hat, wir sind ja noch lange nicht am Ende. Das geht ja auch noch immer weiter. Also nicht nur hier in der Sendung, sondern auch in dieser Saison für Harry Kane. Außerdem war es dann sein vierter Doppelpack in Folge. Auch damit hat er einen Rekord eingestellt. Denn das ist ein historischer von Lothar Emmerich in der Saison, beziehungsweise im Jahr 67, damals für Dortmund. Und Tomislav Maric 2001 für Wolfsburg hat er den erzielt. Und dann die Elfmeter-Kumbi, die hast du gerade auch noch mal angesprochen. Es war jetzt schon sein 10. Treffer vom Punkt. Und auch damit hat er einen Rekord eingestellt. 10 Strafstöße verwandelte in einer Saison zuvor, nämlich nur Paul Breitner. Also wenn man auf der Suche ist nach einer Begrifflichkeit für Harry Kane, nach einer Superlative, man wird langsam nicht mehr so richtig fündig. Aber eins fand ich ganz interessant, der BR hat jetzt geschrieben, dass Alien auf Rekord jagt. Nehmen wir, oder?

Das ist schon ziemlich außerirdisch, was er nach wie vor da leistet. Auch wenn er nicht in jedem Spiel großartig ist. Gestern hat er wieder zweimal getroffen und hat jetzt 30 Bundesliga-Tore. Und er hat gestern so viel nach hinten gearbeitet. Der hat Wege gemacht, er hat Bälle geholt. Das war beeindruckend. Wenn du das machst am Fließband, dann ist das herausragend gut. Du siehst, wie er sich den Ball hinlegt.

Einmal visualisiert, einatmet, ausatmet. Das Ding da oben reinnagelt. Hobel war gut, aber auch der nicht ganz perfekte geschossene Elber von Kane war besser. Für Kane-Verhältnisse. Ich bin ja auch immer überrascht, wenn der Torhüter irgendwie die Hände rankriegt oder sowas. Oder wenn der Ball nicht in das seitliche Netz geht. Große Kane-Krise. Was aber auch beeindruckend war, Stefan, zumindest für mich als Beobachter von außen, dass der BVB nochmal zurückgekommen ist. Weil man dachte, das ist so ein Nackenschlag, 2-1, jetzt vielleicht. Das haben sie gut gemacht. Das mussten sie ja auch. Das klappt nicht immer. Sie haben sie aber hier belohnt mit dem Tor von Svensson. Eigentlich ein Linksfuß. Das macht das wirklich hervorragend mit dem rechten Fuß. Sie mussten fast all in gehen. Das haben sie getan. Sie haben sich dann belohnt. Sie kriegen dann aber noch mal den Nackenschlag kurz vor Schluss. Da ist auch eine Lücke in der Bayern-Abwehr. Wahrscheinlich hat die Kommunikation nicht so, wie sie eigentlich vonstatten gehen sollte. Also da hat eigentlich keinen Gegenspieler hinten dran, sonst steht dann blank. Das kann man natürlich auch verteidigen, aber man muss auch ganz ehrlicherweise auch manchmal sagen.

Da ist so viel Stress in einem Spiel, da nimmst du auch nicht alles wahr. Das muss man auch mal ganz offen sagen. Also alles kannst du nicht immer wegverteidigen, aber das sind halt auch immer wieder Fehler, die gerade bei Bayern München häufiger mal auftreten. Flanken oder Standards oder, oder, oder. Und da fällt das bei Bayern. Und Fußball ist ja auch ein Fehlersport. Oh, drei Euro. Aber jetzt mal die eigene wieder.

Okay, wir machen das so. Das ist eine große Herausforderung. Wenn du die absichtlich vorlegst, dann zahle ich immer. Ist das eigentlich dein Geld da? Ich habe das Glück, dass mir Sport1 das Geld dahin legt. Dir auch? Mir nicht. Das finde ich auch ein Fehler. Dann zahle ich noch mal für FW 2 ein. Wirklich? Es geht doch vorwärts.

Jonas Urbig ohne Chance. Auch bei dem Tor. Überhaupt, dass Neuer nicht gespielt hat im Klassiker, spielt die jetzt letztlich keine Rolle. Das ist das größte Kompliment für Jonas Urbig, dass, wenn Manuel Neuer ausfällt, gar nicht mehr der Untergang des Abendlands heraufbeschworen wird. Und ganz Bayern in Angst lebt. Sondern dann sagt man einfach, okay, dann steht der Jonas Urbig im Tor. Die Bayern haben natürlich an diesem Blitz-Comeback gearbeitet, aber letzten Endes ist die Situation in der Tabelle so komfortabel gewesen und das Vertrauen in Jonas Urwig so groß, dass man gesagt hat, okay, dann ein Klassiker weniger für Manuel Neuer. Jetzt muss er eigentlich fast verlängern in München, damit er nochmal einen Klassiker erleben darf.

Das stimmt. Ich frage ihn nächste Woche. Sagst du uns dann Bescheid? Ich denke, das wird hier dann gesendet. Genau, dann werden wir es hören. Wir gucken auf das 3 zu 2. Kimmich, den macht er technisch natürlich mit dem linken Fuß richtig stark. Nein, brillant. Wir wissen ja, Kimmich ist ein Rechtsfuß, den trifft er. Der kann dir auch mal abrutschen, wirklich. Weil er geht da schon ein extrem hohes Risiko. Er will ihn da reinmachen und trifft ihn perfekt. Deswegen geht er auch da oben rein. Aber das ist eine Situation, mit dem falschen Fuß, den kannst du nur wischen. Dann fliegt er auf die Tribüne. Ein tolles Tor. Das Kimmichenspiel kommt nicht so oft vor. Das ist so schwierig, den so zu treffen.

Das ist wirklich herausragend.

Der Trainer schaut aus der Entfernung ein bisschen zu. Er läuft da ein bisschen hin, guckt, was da los ist. Normalerweise geht er immer schnell rein. Das wollte er mal erleben. Aber es ist auch wieder sinnbildlich für diesen Mann. Der Trainer schaut aus der Entfernung ein bisschen zu.

Vincent Kompany hat die ganze Stimmung beim FC Bayern verändert. Wir erinnern uns alle an den Abschied von Thomas Tuchel. Viele Leute haben gesagt, der Verein liegt fast schon in Trümmern. Uli Hoeneß hat gesagt, er hätte uns den Verein kaputt gemacht. Und Vincent Kompany hat das alles aufgebaut. Und weil wir vorher über Stimmung gesprochen haben, Joshua Kimmich hat, als er nach München gekommen ist, mal ein Interview gesagt, er hat sich gewundert, was in der Bayern-Kabine immer los ist. Man gewinnt 3-0 und in der Kabine ist aber kein Jubel, sondern alle sind erstmal nur platt und kaputt und froh, dass sie wieder eine Woche hinter sich gebracht haben, ohne medialen Druck, ohne Druck der Fans und so weiter. Und den Eindruck hat man bei der aktuellen Bayern-Mannschaft überhaupt nicht. Die kommen vom Platz, die sind wie elf Freunde, so wie man es sich vorstellt, gehen die miteinander um, jeder gönnt dem anderen den Erfolg und dementsprechend erfolgreich sind sie. Weil die Bayern hatten auch schon bessere Kader in den letzten 15 Jahren, finde ich, individuell. Aber diese mannschaftliche Geschlossenheit macht den Unterschied. Wir wollen auch in dieser Sendung ein bisschen später noch darüber sprechen, warum der FC Bayern in dieser Saison so gut ist. Viel wird da Club-WM auch herangeführt, weil da offensichtlich eine Gruppe entstanden ist. Da werden wir gleich noch ein bisschen genauer drauf eingehen. Aber ich wollte gerne noch, dass wir uns gemeinsam anhören, was eben Kompanie sagt zu diesem Moment, warum er dann entschieden hat, doch mal draußen zu bleiben und sich das anzuschauen.

Ich wollte nur einmal spüren, was die Jungs mitmachen. Ich gehe immer die Fans begrüßen, auf jeden Fall, aus Respekt. Aber dann bin ich eigentlich ganz schnell rein und ich lasse diesen Moment für unsere Spieler. Und dann hatte ich einmal das Gefühl, ich will einmal sehen, wie das ist für den. Und wenn, dann heute in Dortmund. Ich nehme das mit und versuche nochmal, solche Momente zu haben. Ja, ich finde das sehr beeindruckend, wie du auch als Mentaltrainer tätiger Mensch, der viel mit Spitzensportlern, Menschen aus dem Sport auch arbeitet.

Wie wertest du diese Worte, dass er sich diesen Moment nimmt und den für sich auch irgendwie speichern will? Kompanie ist für mich eine Sensation. Er macht derzeit alles richtig, sowohl sportlich als auch in der Aufstellung, als auch medial. Wir alle haben die Pressekonferenz letzte Woche gesehen, wo er dieses wichtige Statement gegen Rassismus klar formuliert hat. Nicht in seiner Muttersprache, sondern für ihn ja auch in einer Fremdsprache, die er sehr, sehr gut spricht. Er trifft immer die richtigen Wörter. Auch da beschreibt er diesen Moment, nimmt uns quasi mit in sein Inneres und erklärt uns so ein bisschen seine Sichtweise des Fußballs, seine Emotionen. Und er ist so eine Bereicherung für den FC Bayern. Man hat so ein bisschen den Eindruck, finde ich, dass er den FC Bayern von innen heraus erzieht und auch den Oberen, also auch dem Präsidium und auch dem CEO so ein bisschen aufzeigt. So könnt ihr einen Verein wie den FC Bayern auch weltweit präsentieren. Das hat es in der Form beim FC Bayern, glaube ich, korrigiere mich Stefan.

Wahrscheinlich noch nie gegeben. So der Letzte, der mir einfällt, ist so ein bisschen Pep, der mal so ähnliche Züge hatte. Ach, jetzt fällt, hat der auch schon diese menschliche Qualität? Ja, aber das war so, in der Außendarstellung, finde ich, das, was er macht, wie er es sagt, wie er es formuliert, es ist immer auch, er geht über mehrere Ebenen spazieren, so wie letzte Woche bei dieser Pressekonferenz. Er schafft es, immer wieder verschiedene Blickwinkel mit einzubringen. Und auch den FC Bayern von innen heraus zu erklären. Stefan, den Spielern diesen Moment zu lassen, wie schlau ist das vom Trainer? 100% richtig. Das zu tun. Aber ich finde, das, was er gestern gemacht hat, ist total menschlich und verdient. Du hast in Dortmund gespielt. Du hast wahrscheinlich die Meisterschaft eingetütet, einmal nochmal so ein bisschen in den Genuss kommen. Er steht ja nicht in vorderster Linie, sondern eher so im Rücken der Spieler. Aber warum denn nicht? Aber er weiß auch, dass Stand heute reden wir über einen sehr starken Bayern München.

Aber es kommen ja noch die Spiele, die entscheidend sind. Und Jimmy Compagnie hat mal im Oktober, November gesagt, wir sind in einer sehr guten Phase Wir haben den absoluten Flow gerade, aber dafür können wir uns nichts kaufen. Entscheidend ist nachher im April und im Mai, da müssen wir vorne stehen und jubeln. Aber ich glaube, das war gestern schon eine Genugtuung in Dortmund, auch mit dieser Atmosphäre. Und ich glaube, es hat geholfen, dass sie die Playoffs nicht spielen mussten in der Champions League, dass sie jetzt einfach diese Trainingswochen auch hatten, auch ein bisschen die Aktus wieder vollgekriegt haben. 78 Sekunden Hinweise von unserem Sportbettpartner und dann geht es gleich weiter hier im Doppelpass. Wir kommen zurück beim Doppelfass am heutigen Sonntag. Nach dem 24. Spieltag. Nach dem Klassiker.

Eine Personalie interessiert uns natürlich. Emre Can, verletzt raus. Ging auf Krücken aus dem Stadion. Katharina, weiß man schon mehr? Noch nicht so richtig. Wir gucken uns noch mal zusammen die Szene an, wie das Ganze zustande gekommen ist. Also Embrycan im Laufduell in der 38. Spielminute mit Conny Leimer bekommt da einen kleinen Stoß, geht zu Boden, hält sich sofort das linke Knie und zeigt an, er hat extreme Schmerzen.

Also ich glaube, da konnte man auf jeden Fall schon sehen, dass es sich hier nicht um eine Kleinigkeit handelt. Musste dann auch behandelt werden, dann auch rausgegangen. Ja, ich höre es hier gerade schon im Zuschauerraum. Sind da auch erschüttert ob dieser Szene hier. Wie gesagt, er musste dann erstmal rausgehen, hat es aber dann nochmal versucht und wurde dann erst in der Nachspielzeit der ersten 45 Minuten ausgewechselt, wenn sie bei Inni kam dann rein. Und dann, du hast es gerade schon angerissen, haben wir im Nachgang des Spiels Szenen gesehen, wo er dann mit Krücken aus dem Stadion gehen musste. Also ich glaube, auch dazu haben wir dann nochmal hier die Fotos entsprechend. Das lässt natürlich nichts Gutes vermuten und vor allem auch die Aussagen der Verantwortlichen. Niko Kovac beispielsweise, der gesagt hat, wenn sich unsere Vermutung bestätigt, ist es eine Hiobsbotschaft. Da werde ich sentimental, muss ich sagen. Was heute passiert ist, es werden Untersuchungen durchgeführt, auch ein MRT darunter. Und dann wird es eine Diagnose geben. Und wie gesagt, das, was wir bislang haben, sind eben nur die Vermutungen, die Aussagen, die Bilder. Mehr ist es leider noch nicht. Sobald es da was gibt, sport1.de oder während der Sendung sind wir es dann natürlich ja auch noch für Sie. Wir drücken die Daumen, dass es natürlich nicht so schlimm ausfällt. Allerdings lässt das, was wir sehen, nichts Gutes vermuten.

Wir hoffen, dass das Kreuzband nicht durch ist. Das ist das, was ich in dem ersten Moment, als er da lag. Und vor allem als Spieler weißt du ja selber, wenn da was knackt oder wenn du was hörst, wie du aufgekommen bist und so weiter, da ist was kaputt. Im ersten Moment dachte ich, scheiße Kreuzband. Dann hat er aber weitergemacht. Da dachte ich, Gott sei Dank ist doch nicht so schlimm. Jetzt aber die Bilder auf den Krücken danach und die Nachricht von Niko Kovac. Ich hoffe es nicht, aber... Ja, wir alle drücken da die Daumen, dass die Diagnose dann doch nicht so schwerwiegend ist. Sobald wir Informationen dazu kriegen, gibt es die natürlich hier bei uns. Oder Katharina hat es gesagt, sonst auch immer auf sport1.de. Jetzt wollen wir noch mal auf den Schiedsrichter kommen. Sven Jablonski, wir haben ja vorhin schon ein paar einzelne Szenen besprochen. Auch seine generelle Spielleitung haben wir durchaus schon bewertet. Aber er hat diese wunderbare Ref-Camp drin. Und wir haben tolle Bilder bekommen, die immer wieder eindrucksvoll sind. Weil man sieht, wie er dann mit Harry Kane redet, wie mit einem kleinen Jungen oder Jo Kimmich von sich wegwimmeln. Aber was erzähle ich Ihnen das eigentlich? Gucken wir doch mal rein. Die Best-of-Ref-Cam Sven Jablonski gestern beim Klassiker. Super, viel Erfolg. Viel Spaß.

Ich spiel. Ey, ich mach. Er spielt den Ball und dann trifft er ihn. Nein, nein, der spielt den Ball und dann Foul.

Ja, aber dann ist Foul, genau, dann ist Foul, dann ist Foul. Hey, wo ist Foul, du gehst, wo gehst. Okay, okay, du hast zu gehen, du hast zu gehen. Nein, das Foul ist so unstrittig, aber er spielt den Ball und er foule dich, genau. Genau, nein, nein, ist klar, ist Foul, genau, perfekt. Ne, ist ein klares Foul, genau, klares Foul, genau. Alles okay, hey, hey, wir wollen nicht diskutieren. Soll ich Geld machen oder ohne? Nicht bei jeder Entscheidung, kleiner Kontakt, nicht, nicht, komm. Go! Go, go, go, go, go! Hey, stop, stop, stop, game, game, game, game. This is my job. Hey, und du, das letzte Mal.

Ja, lass ich kommen. Anton! Alles gut, alles gut. Nein, nein, ich meine ihn nicht. Ich meine ihn, normales Faul. Hey, Anton, lass mich meinen Job machen. Geh nicht zu ihm, geh nicht zu ihm. Kürz, komm. Ah! Es ist bestätigt, es ist bestätigt. Du kannst gehen. Nein, nein, nein, nein, niemals. Ey, Josch, Josch, nicht Geld fordern. Ich habe alles im Griff. Okay. Tor, Tor, Tor.

Schön, oder? Ja, und da sieht man auch mal, wie schwierig der Job ist.

Ich finde auch, einfach so zu merken, wie viele Einflüsse kommen. Und trotzdem, er hat ja gerade am Anfang gesagt, er spielt erst den Ball, dann faul. Ist alles klar. Und den beruhigen und Kane. Also das ist schon, das nötigt mir großen Respekt. Wie schnell die Einflüsse kommen. Also er pfeift und er hat noch gar nichts entschieden. Und dann hat er schon drei Leute, die ihm einflüstern, was er zu sagen hat. So als würdest du moderieren und holst Luft. Also der Stefan da und dann hier den Knopf im Rohr. Okay, siehst du dann. Bist ja du der Jablonski von Sport1. Ich habe auch noch eine Ruffcamp hier dran. Aber ich glaube, man muss da wirklich mal, weil wir ja oftmals auch die Schiedrichterleistung kritisieren, oft auch zu Recht, wenn falsche Entscheidungen getroffen werden. Aber da muss man wirklich mal eine Lanze auch für die Leistung brechen, weil man sieht, wie schwierig das ist, diese 22 Mann auf dem Platz zu handeln, wenn die da aggressiv auf einen zurennen. Jeder fordert eine Entscheidung, die wirklich gut zu justieren und dann auch klarzumachen, hey, ich bin hier der Entscheider. Das ist nicht einfach. Das ist mein Job. In solchen Situationen sind manche Männer ja auch keine Männer mehr, sondern eher kleine Kinder. Das kommt dann auch nochmal dazu. Und es gab dann weit nach Abpfiff auch Szenen, wo Spieler beider Vereine zu Svenja Blonski gegangen sind und haben sich für diese Form der Spielführung bedankt. Also sowohl die Bayern als auch die Dortmunder waren damit sehr zufrieden. Wir haben noch ein Interview mit Niko Kovac, dem Trainer des BVB, der das auch nochmal genauso für sich bewertet. dass die Spielführung aus seiner Sicht sehr gut gewesen sei.

Ich möchte auch einfach mal eine Lanze für den Schiedsrichter brechen. Der hat heute ein richtig gutes Spiel gemacht, meines Erachtens. Und da will ich jetzt nicht irgendwie irgendwo etwas in Frage stellen. So stelle ich mir eine Schiedsrichterleistung vor, der auch mal was laufen lässt. Wir spielen schließlich Fußball, das ist ein Kontaktsport. Und da kann man nicht immer richtig liegen. Aber man kann auch nicht immer alles abpfeifen, weil dann gibt es keinen Spielfluss. Dann ist es langweilig und dann schaut sich keiner Fußball an.

Ja, und gestern haben wir es gerne geguckt. Das lag unter anderem auch am Schiedsrichter. Und da muss man ja vielleicht, das ist aber meine Sicht der Dinge, auch wenn man sagen kann, okay, eine gelbe Karte nur, da waren ja durchaus noch ein paar Fouls, wo man noch gelb geben kann. Und auch nicht alles 100% richtig. Für mich ist es trotzdem wichtig, dass ich das Gefühl habe, da leitet jemand das Spiel. Der hat eine gute Kommunikation mit den Spielern. und er zerpfeift nicht ein Entertainment-Erlebnis von so einem Klassiker. Wie siehst du das denn? Nein, du hast eben genau den richtigen Ausdruck genannt. Er hat geleitet, er hat nicht entschieden. Und das ist im Fußball ganz wichtig. Und wir haben eben in letzter Zeit sehr viele Spiele gehabt, wo Schiedsrichter schon einen ganz großen Anteil hatten, dass die Spiele entweder in die eine oder in die andere Richtung gefallen sind. Und er hat da eine großzügige Linie gehabt, so wie der Nico auch gesagt hat. Fußball ist und bleibt ein Kontaktsport und wenn man dann natürlich das richtige Maß hat für sich als Schiedsrichter und dann auch das großzügig leitet, dann entstehen dann natürlich dann solche Spiele wie in der zweiten Halbzeit, wo dann der Zuschauer nach Hause geht und sagt, hey, das war ein tolles Fußballspiel und deshalb gehen die Leute ins Stadion. Punkt. Stefan, wenn du Ihnen jetzt nochmal, ich habe hier ein großes Gelächter und auch großen Applaus während dieser Mats.

Wenn du ihn in seiner Kommunikation mit den Spielern erlebst, wie hättest du ihn empfunden? Ist das die Art und Weise, wie man mit euch Spielern sprechen muss auf dem Feld? Genau so, genau so. Das ist das, was man mit euch spielen muss. Kurz, knapp, aber klar. Und jede Anweisung, die er im Endeffekt in den Szenen gegeben hat, war verständlich für jeden Spieler. Man darf nicht das Adrenalin vergessen. Man darf auch nicht das Publikum vergessen, die dann irgendwie 60.000 dagegen pfeifen. Und die anderen feiern das. Ich glaube, diese Partie muss eigentlich, bis auf die eine Ausnahme mit Schlotterbeck, muss der Ansatz sein für Knutkircher, dass genauso Bundesliga und zwar im Durchschnitt geleitet werden. Genauso, genauso, nicht anders. Wir haben zu viele Schwankungen drin, zu viele Extreme. Zu viel wird der Video-Assistent reingeholt oder er meldet sich gar nicht. Zu viele Probleme nach wie vor. Genau so musst du die Bundesliga leiten. Und ich glaube, dann sind alle Spieler happy. Die Trainer sind happy, die Fans sind happy. Du zerpfalst kein Spiel, du lässt es laufen. Du hast einen Spielfluss drin und das wollen doch die Zuschauer aussehen. Absolut. Nicht leiten und nicht entscheiden. Das ist ja eigentlich der... Ja gut, entscheiden müssen sie ja schon.

Ja, aber... Aber ich weiß, was du meinst. Ein bisschen großzügiger. Wir haben uns früher, als wir gespielt haben, ich habe mich immer so gefreut auf die Champions League. Weil da konntest du wirklich dazwischen hauen. Ja. Das habe ich gesagt, hauen. Das macht dir ja besonders viel Spaß. Aber du durftest nicht meckern mit den Schiedsrichtern oder groß mit den Reden. Und dann bist du zurück in die Bundesliga, wo du dann genau das andersrum. Du konntest zwar mit den Reden, aber durftest... Das ist ja tatsächlich so. Auch heutzutage. Aber du musst eine Linie haben. Wenn du Premier League oder Champions League siehst, es wird teilweise mehr laufen gelassen als in der Bundesliga, wo teilweise mit dem kleinen Karo eher man unterwegs ist. Und Kai, halt den Gedanken kurz, weil jetzt die Katharina steht da hinten schon die ganze Zeit und wartet drauf, dass sie jetzt die Auflösung der Frage der Woche uns mal verkünden darf. Darf ich einen Tipp abgeben? Ja, immer. Ich würde sagen, wir sind über 80% rot. Oh, das ist ein sehr guter Tipp. Echt? Das ist hervorragend. Wir sind bei 90%. 90% sogar? Ja, also ich glaube, selten hatten wir so große Einigkeit unter den Zuschauenden. Es ging ja darum, bei dem Schlotterbeck-Foul, Was Sie dazu sagen, ob das ein rotwürdiges Foul war, ja oder nein.

Und eben 90 Prozent sagen online, das ist eine rote Karte, nur 10. Nein, die gelbe Karte ist die richtige Strafe. Wir haben das ja gerade auch hier schön in der Runde eingeordnet, dass das natürlich nicht die einzige Entscheidung war von Sven Jablonski, die er getroffen hat. Wir gucken trotzdem auch noch mal auf ein paar Kommentare. Übrigens wurde auch im Netz seine Leistung positiv grundsätzlich hervorgehoben. Aber wenn man sich, wie gesagt, diese Kommentare rund um das Schlotterbeck-Foul anschaut, Und dann gehen die auch alle in eine Richtung. Ich gebe mal einen Tipp ab, Flo. Ich glaube, am Dopafond wird es nicht anders sein.

Also ich denke mal ganz einfach, dass er den Ball getroffen hat, das war Zufall. Dieses mit der Sohle vorgehen ist für mich glattrot. Gelb ist natürlich vollvertretlich und hätte er rot bekommen, hätte man sich nicht beschweren können. Er ist eindeutig eher am Ball und rutscht nur über den Ball und trifft dann den Spieler. Für mich eine klare rote Karte, egal wer es ist, egal zu welcher Spielzeit, wenn jemand so reingeht, sofort rot. Da gibt es nichts anderes. Ganz klare rote Karte, weil man sieht in der einen Einstellung, wie er mit gestrecktem Bein und Stollen voraus in den Ball geht. Und da ist es unerheblich, ob er dann noch über den Ball rutscht oder nicht. Die Absicht ist eindeutig zu erkennen.

Soweit also Ihre Aussagen am Dopafon. Vielen Dank wie immer für die Teilnahme, meine Damen und Herren. Immer wieder bereichernd, die Kommentare von zu Hause zu hören. Und gleich machen wir hier weiter im Doppelpass mit dem Abstiegskampf. Wir gucken ganz nach unten in die Tabelle.

Wir haben die Spitzenbegegnung des deutschen Fußballs. Wir verlassen Dortmund gegen die Bayern und gucken auf den Abstiegskampf. Katharina, das spitzt sich zusehends zu. Absolut, vor allem, wenn man auf den Nachmittag geschaut hat. Wir hatten ja nur vier Bundesliga-Partien. Aber alle waren irgendwie betroffen von diesem Abstiegskampf. Irgendwo hatten wir immer mindestens eine Mannschaft. Zwischen Bremen und Heidenheim, Wir haben ja dann gleich sogar die zwei absoluten Tabellenkellerkinder im Einsatz gegeneinander. Und da sehen wir auch schon, da wurde natürlich gejubelt. Es gab viele Emotionen, die da drin stecken. Das mutete schon ein bisschen vom 34.

Spieltag an, wenn man so möchte. Also irgendwie kennt man das ja fast nur von da. Aber gestern war auch das schon geboten. Übrigens für die neutralen Zuschauer zumindest wahrscheinlich auch ganz interessant. Für diejenigen, die es mit den betroffenen Teams halten, eher weniger. Also wir hatten ja unter anderem Mainz mit dem Punkt gegen Leverkusen. Bremen-Heidenheim mit dem 2 zu 0 von Werder, dann Gladbach gegen Union mit einem 1 zu 0 und St. Pauli hat gegen den Champions-League-Aspiranten Hoffenheim auch nochmal drei Punkte geholt, 1 zu 0 auswärts. Das macht dann in der Tabelle folgende Konstellation, die Augsburger, die waren ja am Freitagabend schon im Einsatz gegen Köln und sind dadurch, durch diesen Erfolg, durch dieses 2 zu 0 in die erste Tabellenhälfte hochgerutscht. Manuel Baum, der hat es einfach auch geschafft, aus dieser Mannschaft dann doch nochmal mehr rauszuholen und sich mit ihnen zu mausern. Also es läuft, es läuft, es läuft unter ihm und übrigens auch bei den Mainzern, da läuft es richtig gut. Wir sehen Sie hier auf Tabellenrang 14, also Urs Fischer, der hat es auch geschafft, da aus dieser Mannschaft nochmal ein bisschen was anderes rauszuholen. Wenn man übrigens den Abstand zwischen Rang 12 und 17 nimmt, dann sind das nur fünf Punkte.

Nach 24 Spieltagen war dieser Abstand zuletzt vor elf Jahren so eng. Also das ist vielleicht auch nochmal etwas, was das so ein bisschen widerspiegelt, warum es da momentan so eng ist, so spannend ist dann möglicherweise oder auch für den einen oder anderen Fan so nervenaufreibend.

So dramatisch, ganz genau. Und Stefan, ich habe dich beobachtet. Du hast hier hinten auf der großen Wand auch nochmal ganz genau auf die Tabelle geguckt. Ja, unfassbar. Das ist schon eine Konstellation, wo du dir überhaupt nicht sicher sein kannst, auch wenn du 11. oder 12. oder 13. bist. Nein, das sowieso nicht. Also es ist unfassbar eng. Jetzt ist natürlich mega Druck drauf beim VfL Wolfsburg, die heute in Stuttgart spielen. Und wie du auf einmal mit so einer kleinen Serie, sage ich jetzt mal, St. Pauli. Wir haben im Februar drei Siege gegen Stuttgart, gegen Werder Bremen. Und jetzt in Hoffenheim, wo viele, die unten drinstehen, sagen, da holen die nichts. Die gewinnen auf einmal 1-0.

So verrückt ist denn der Abstiegskampf? Also Momentum sind jetzt so ein bisschen auf der Seite von Pauli oder vielleicht Werder Bremen jetzt, die nach 13 sieglosen Spielen den ersten Sieg eingefangen haben. Aber wie unfassbar schwierig ist dieses Spiel heute wirklich für Wolfsburg in Stuttgart. Total, aber wenn wir noch bei St. Pauli bleiben. Und geiler Spielzug, perfekte Flanke, schön durchgelaufen. Oli Baumann kann nur hinterher schauen, da ist nichts zu machen. Und St. Pauli gewinnt dann bei der TSG Hoffenheim. Und Alex Blessin, der war ja auch schon angezählt. Und das war jetzt nicht unbedingt abzusehen, dass da so eine, du hast diese Serie im Februar genannt, Ich habe gestern auch nie damit gerechnet, dass sie das packen. Gegen Hoffenheim muss ich gestehen. Die letzten Wochen habe ich nicht erwartet, dass das so umsetzbar ist. Aber offensichtlich hat der Trainer den richtigen Schalter gefunden, den er umgelegt hat. Anders als bei Bremen oder Wolfsburg zum Beispiel. Ein Schalter umlegen. Ach so. Ja. Das ist eine gute Sache. Ist das schon? Es geht doch um die gute Sache. Daik weiß, dass es an Effe geht, damit er sich 2 warme Mahlzeiten leisten kann. Es geht nicht an Effe.

Offensichtlich hat der Trainer die richtigen Worte gefunden. Muss man da jetzt auch noch mal zeigen? Nein, nein, nein. Keine Flatrate. Du weißt, was ich meine. Ich sage jetzt nichts mehr. Nein, nein, bitte. Das wollte ich überhaupt nicht erzeugen. Das ist sehr beeindruckend, was St. Pauli da macht. Blessin, das ist ja auch nichts Ungewöhnliches mehr, diesen Kreis nach dem Spiel. Aber trotzdem, ich habe das Gefühl, er erreicht seine Mannschaft gerade richtig gut. Ich finde, er hat sie immer erreicht. Sie sind unfassbar gut in die Saison gekommen. Sie haben gegen den HSV gewonnen. In den ersten drei Spielen sieben Punkte wurde gesagt, wow, dann haben sie so ein bisschen, waren sie ein bisschen am Wackeln, einen längeren Zeitraum. Aber ich finde, die sind ja nie auseinandergeflogen oder haben mal fünf oder sieben oder acht Stück gekriegt. Sondern es waren immer echt enge Spiele, die sie dann nicht ziehen konnten. Aber jetzt werden sie belohnt durch den Aufwand, den sie betreiben. Und ich glaube, als Team und auch gestern im Spiel gegen Hoffenheim nach dem 1-0, die sind ja weitergegangen. Also sie wollten das Zweite schießen und haben sie nicht eingeigelt. Und das spricht für den Trainer und für ein funktionierendes Team. Willst du meine Prognose wissen? Ja, gerne. Heidenheim und Wolfsburg gehen runter. Werder Bremen rettet sich in die Relegation. Mainz und Augsburg und St. Pauli haben nichts mit Abstieg zu tun. Okay, Sie haben zu Hause mitgeschrieben, meine Damen und Herren, hoffe ich.

Das wäre meine Prognose jetzt, wenn du sie wissen willst. Aber wie kommst du da drauf? Das klingt jetzt nicht unwahrscheinlich. Einfach mal so, wie du da drauf kommst. Also bei Wolfsburg sehe ich nichts, was mir für Wolfsburg Hoffnung machen könnte. Auch nicht die Qualität im Kader? Nein, weil die ist, glaube ich, auch nicht so da, wie man sich das erzählt. Und ich finde, in diesem Verein stimmt einfach vieles nicht. Also ich sehe da keinerlei ... Keinerlei roten Faden, keinerlei Handschrift, keinerlei Struktur, keinerlei Basis. Also wirklich, da fehlt mir fast alles. Bei Werder Bremen, glaube ich, die können sich in die Relegation retten. Mit ein bisschen Glück, dass auf ihrer Seite stehen muss. Und ich finde, die Trainerwechsel bei Augsburg und Mainz haben gut funktioniert. Und die bringen genau den gewünschten Effekt und den gewünschten Erfolg. Und Pauli, die Serie, wie du sagst, Elfe, glaube ich, die wird weiter anhalten. Oder die werden sich da gut durchschlagen. Aber Wolfsburg kann auch noch einen Trainer tauschen. Ich kann auch noch mal tauschen. Noch mal, ja. Kann ja auch eine Möglichkeit sein. Ist denkbar, natürlich. Aber jetzt gucken wir erst mal auf Werder Bremen, die du in der Relegation siehst, die aber endlich mal wieder einen Dreier gelandet haben. Gegen Heidenheim. Philipp Reichelt zeigt uns das.

So sieht der Jubel eines Vereins aus, der seit 13 Spielen nicht mehr gewonnen hat. Werder Brehm siegt gegen das Tabellenschlusslicht Heidenheim mit 2 zu 0. Für uns als Verein war es sehr, sehr wichtig, weil es wichtig war, dieses Gefühl des Siegens wieder erleben zu dürfen, weil nichts ersetzt Siege. Das ist einfach so im Fußball. Dieser Sieg war ein Erfolg für die Tabelle, aber noch mehr für die Stimmung.

Damit die aktuelle Situation auch wirklich jeder versteht, greifen die Fans zu einer ungewöhnlichen Maßnahme. Ein Kapo der Ultras versucht mit seiner Ansprache vor dem Spiel, das ganze Stadion anzuzünden. Bilder, die zeigen, wo Werder gerade steht. Tief im Tabellenkeller.

Und dieser Druck ist den Spielern auf dem Platz auch anzumerken. Es geht nichts von selbst. Werder bemüht, aber glücklos. Als der Ball das erste Mal im Netz zappelt, wird der Treffer aberkannt. Doppelt zurecht. Es war abseits und offensiv faul. Noch vor der Pause hätte Werder 2 zu 0 führen müssen. Milosevic kretscht den Ball am leeren Tor vorbei. Und auch Romano Schmid trifft nicht den leeren Kasten, sondern nur den Pfosten und das Außennetz. Als ob Abstiegskampf nicht schon nervenzerrend genug wäre. Keine Leistungssportler können das nicht nachvollziehen, wie das manchmal ist, weil das einfach brutal mit dem Kopf zusammenhängt. wenn man dann auch immer eine drüber bekommt. Doch im Vergleich zu den Vorwochen zerbricht Werder heute nicht daran. Denn die beiden Pechvögel der ersten Hälfte machen ihre Fehler wieder gut. In der 57. Minute findet Schmiedsflanke den Kopf von Milosevic. Werder muss noch lange zittern, sieben Minuten Nachspielzeit. Doch in der ist noch mal ganz zum Schluss Bremen erfolgreich. Ein Eigentor der Heidenheimer besiegelt den ersten Werder-Sieg seit fast vier Monaten. Ich habe viel von dieser Werder-Familie immer gehört und heute durfte ich es erleben. Und ich glaube, wenn jemand am Boden liegt, dann gibt es die Möglichkeit, wir treten weiter rein oder wir heben denjenigen auf. Und dieses Stadion hat uns heute unfassbar getragen. Werder sendet zwar ein Lebenszeichen im Abstiegskampf, aber Bremen liegt noch immer auf der Intensivstadt.

Wir haben das Spiel mit den Anhängern. 13 Spiele sieglos, jetzt mal wieder gewonnen.

Extrem wichtig, dass jetzt in diesem Spiel der Schulterschluss mit den Anhängern da war. Wenn man trotz dieser Schwierigkeiten überhaupt ein Tor zu schießen, das war ja teilweise kaum noch mit anzuschauen, irgendwie das Ding zieht. Erst mal eine Riesenerlösung für die Spieler. Ja, er lauft 13 Mal in der Bundesliga auf und du kannst nie einen Sieg ziehen. Das war natürlich jetzt unter diesem Druck gegen Heidenheim extrem wichtig, extrem wichtig aber auch für die Fans und für das Umfeld. Und ich glaube, dass die Ansprache auch von den Kapus oder Ultras, wie auch immer vor dem Spiel, kommen wir auch noch zu, dieses Fünkchen nochmal gegeben hat, dass die Mannschaft dann gewonnen hat.

Es ist eine Erlösung, natürlich noch nicht die Rettung. Aber sowas tut gut und kann dich jetzt auch in den nächsten Wochen auch tragen. Kai, du bist ja Bremer. Bist du direkt aus Bremen oder aus der Ecke? Ich komme aus dem Bremer Umland und mache aber kein Hehl draus. Ich habe ein riesengroßes Werder Herz, das in den letzten Wochen sehr geblutet hat. Und hast du, als das so schwierig war, wir können dir mal diese Chancen anschauen. Kerzen angezündet in der Kirche. Was? Ich sage Kerzen angezündet in der Kirche. Das war ein Tor, das war ein Tor. Du bist der Verzweiflung nahe. Guck mal, wenn du den am leeren Tor vorbei grätschst. Oder nachher sehen wir noch Romano Schmid, der das leere Tor nicht trifft, sondern nur den Pfosten. Da verzweifelst du doch irgendwann als Werder-Fan. Total. Dann hast du ja auch noch ein Tor dabei, was noch mal wieder abgefiffen wird. Ich saß gestern in Dortmund in dem Presseraum vor dem großen Spiel Dortmund-Bayern. Ich war der Typ, der in der Ecke saß am Rechner, hatte mein Rechner aufgeklappt, hatte das Handy in der Hand. Auf dem einen habe ich der Sohn geguckt, auf dem anderen Sky und habe im Weserstadio... Sport 1 hast du nicht geguckt? Sport 1 hatte ich auf der Uhr. Also ja genau, da hat er den Live-Ticker verfolgt. Du weißt schon, wie wir im Presseraum auf dich geschaut haben. Es war schon sehr seltsam, wie du dich da bekommen hast. Eigenbrödler. Ich war auch dann sehr laut, als die Tore gefallen sind. Man hört es vielleicht noch ein bisschen an meiner Stimme.

Spaß beiseite. Das, was bei Werder passiert ist, sucht ein bisschen seinesgleichen. Wenn wir da irgendwie auf die Führung schauen.

Da ist sehr viel unrund gelaufen. Wir haben da diese Geschichte mit der Leihproblematik, wo Werder gedacht hat, wir dürfen nichts mehr leihen. Dann stellte sich heraus, doch, ihr dürft noch mal leihen. Das war natürlich...

Kannst du den nicht erlauben in der Bundesliga, wenn du dann aber auch schaust, wie der Verein aktuell aufgestellt ist. Da gibt es unter anderem einen Kaderplaner, der eigentlich einen Kader plant und auch wissen sollte, wie viele Spieler ich leihen darf. Da muss, glaube ich, einfach mal vereinsintern großräumig ein bisschen aufgeräumt werden. Es geht mir nicht darum, dass Leute den Verein verlassen müssen, sondern es muss einfach mal geschaut werden, okay, wie wollen wir denn in die neue Saison gehen? Wie wollen wir denn verhindern, dass sowas nochmal passiert? Aber da musst du erst mal drinbleiben und da musst du erst mal jetzt weiter... Genau, aber da war gestern vielleicht zum Abschluss dieser Zusammenschluss im Stadion, das ist etwas, was Werder halt auszeichnet. Die ganze Region, das ist in anderen Städten, Köln, Dortmund, Schalke, ist ja da nicht anders, fiebert mit diesem Verein. Was aber anders ist im Abstiegskampf, ist, dass da ein Stadion geschlossen steht, während ein paar hundert Kilometer weiter in Wolfsburg das halbe Stadion leer bleibt im Abstiegskampf. Das ist sicherlich ein Standortnachteil, den der VfL Wolfsburg dann hat. Letztlich, ja, also was heißt, es ist ja irgendwie selbst verursacht, aber wenn du halt nicht so viele Fans hast, wenn du nicht so viele Fans ziehst. Absolut, aber das Stadion in Wolfsburg war auch schon mal voll und diejenigen, die dann kommen, wenn es in der Champions League zur Sache geht, die könnten jetzt auch kommen.

Ich gönne niemanden den Abstieg. Klar ist, in Bremen hast du diese Werder-Familie, in die auch Daniel Thun mit reingenommen wurde. Ich bin da optimistisch, dass es reicht. Wenn du ein volles Stadion hinter dir hast, ist ein Pfund im Abstiegskampf. Jetzt gucken wir auf die Tore schnell. 57. Minute, es hat eine Weile gedauert. Dann macht Milosevic sein drittes Tor für Werder. Und den macht er richtig gut, finde ich zumindest, Stefan. Ja, vor allen Dingen die beiden in der Kombination. Romano Schmid, der ja die hundertprozentige hat, den Milosevic ja auch. Und eine perfekte Flanke. Also ich bin mir ziemlich sicher, dass der ihn genau dahin haben wollte. Und Milosevic, dass er in der Luft gut ist, wissen wir. Und hier belohnen sich im Endeffekt beide für die Fehler oder für die Möglichkeiten, die sie haben liegen lassen. Und das war die Erlösung. Ja, und dann musst du einfach nur gucken, dass du die Uhr runtergespielt bekommst. und dann machen sie sogar noch das Zweite. Aber es freut mich vor allen Dingen für die beiden, weil wäre das Spiel 0-0 ausgegangen, wären genau die beiden, die das Tor gemacht haben oder mitgemacht haben, wäre die nächste Woche nicht einfach. Daniel Thun hat sich ganz kurz zu Milosevic, zum Torschützen geäußert. Und zwar so.

Das ist ein Stürmer, ein Stürmer wird an Toren gemessen. Wenn er Tore schießt, dann freut sich jeder darüber. Aber das ist ja auch für mich als Trainer, dann wäre mir zu einfach. Da gehören noch ein paar mehr Momente dazu. Aber ich glaube, es ist wie bei mir, er ist nicht 13 Spiele vorbelastet, sondern nur wenige Spiele. Er hat jetzt auch schon das dritte Mal wieder getroffen und ist das vielleicht jetzt ein Stück weit aufgegangen, was wir uns als Verein von ihm versprochen haben. Und da kriegt er Unterstützung und darf gerne so weitermachen. Stürmer wird an Toren gemessen, zahle ich mal eben für... Ja, wenn du für deinen Trainer zahlst.

Wir gucken schnell noch auf das 2-0. Das passt dann zur Situation von Heidenheim. Ja, da kommt dann alles zusammen. Der Junge tut mir natürlich in der Sekunde extrem leid, dass es passiert. Weil Batz eben den Ball gegen den Rücken kriegt. Und du kommst dann als Spieler auch nicht mehr weg. Das geht dann so schnell. Du bist in der Situation, du bist in der Aktion. Das ist ein Tor. Das ist ein Tor. 2-0 am Ende für Werder Bremen. Wenn wir jetzt mal schauen auf das Programm. Werder im März.

Leicht? Ist das schwer? Ist das unmöglich? Ich wusste gar nicht, dass es leicht ist, in der Bundesliga zu bestehen. Nein, aber da sind ja zumindest mal zwei sogenannte Sechs-Punkte-Spiele drin. Oder würdest du Union auch noch mit reinzählen? Nein, Union würde ich jetzt nicht mehr mit reinzählen. Die haben immer so zwei Gesichter. Einmal das Gute gegen Leverkusen, gestern gegen Gladbach. Überhaupt kaum anwesend gewesen. Ich glaube, du musst das Heimspiel gegen Mainz auf jeden Fall wieder gewinnen. Und dann musst du irgendwie gucken, dass du in Wolfsburg einen Punkt oder die drei holst. Ich glaube, dass das Programm jetzt machbar ist für Bremen, aber auch ein Stück weit unangenehm, weil die anderen auch noch unfassbaren Druck drauf haben. Es ist ein März, wo sie viel selbst in der Hand haben. Und das ist ja schon mal was Gutes. Aber wir sind uns einig, dass im März die Meisterschaft, also Meisterschaft schon, aber der Abstieg noch nicht Adapter gelegt ist. Weil du musst schon gucken, die spielen auch noch gegen der HSV, die spielen gegen Leipzig, die spielen gegen VfB Stuttgart. Also da sind schon noch ein paar Themen drin.

Ich würde es der Werder-Familie natürlich gönnen, weil ich finde es ein sehr sympathischer Verein. Aber ich muss trotzdem auch mal eine Lanze für Heidenheim brechen, die mit dem kleinsten Etat wahrscheinlich in der Liga für einige Jahre jetzt hier Aufsehen erregt haben. Auch bei denen ist die Saison noch nicht zu Ende, aber den Anschein hat es ja schon, dass das schwierig werden wird. Wir haben eine gute Arbeit gemacht und ein großes Kompliment an Heidenheim. Die Aussagen werden wir auch noch hören. Von Frank Schmidt, der da durchaus realistisch ist und sagt, es sieht alles ziemlich nach dem Gang in die 2. Liga aus. Aber wir wissen in Heidenheim, die hören erst auf zu kämpfen, wenn es wirklich dann vorbei ist. Wir machen eine kurze Pause, liebe Zuschauer, sprechen dann noch ein bisschen über den SV Werder. Da gab es nämlich, wir haben das ja schon so gesagt, Der Kapo der Ultras kriegte das Mikrofon vor dem Spiel und hat da vier Minuten alle eingeschworen. Warum das vielleicht dann doch sehr wichtig war und auch noch wichtig werden wird für den Rest der Saison, das gleich hier im Doppelfall.

Ich bin mit Werder Bremen und ich habe gerade, bevor wir in die Pause gegangen sind, gesagt, da gab es eine ungewöhnliche Aktion. Da gab es eine ungewöhnliche Aktion, nämlich der Capo, der in Famous Youth, so heißt die Ultragruppierung, kriegte das Stadionmikrofon und hatte dann vier Minuten Zeit, wirklich alle einzuschwören auf Rückhalt für die Mannschaft. Wir können das jetzt nicht komplett zeigen, aber die wichtigsten Aussagen haben wir mal zusammengestellt und sie haben offensichtlich ihre Wirkung nicht verfehlt. Es gibt jetzt diesen Riss nicht. Die Mannschaft wurde vor allem weggeschickt, weil die Reaktion im Gästeblock, so ehrlich muss man sagen, nicht schön gewesen wäre. Und bei aller Wut, die verständlich ist, bei aller Wut, die wir verstehen, die es berechtigt und die verstehen es, lasst ihn aber.

Alles du, lass sie lassen, lass sie sehen, scheiß drauf. Jede Wut, die wir haben und die Fassungslosigkeit, die wir haben, die ist berechtigt, keine Frage. Aber es war wichtig, Kontrolle reinzubringen und Ruhe, denn es bringt uns gar nichts. Gar nichts, werder Fans, werden wir uns jetzt selbst verfleischen. Werden wir auf die Mannschaft, die eh schon verunsichert ist, weiter einbrechen. Es bringt uns nichts, die Mannschaft zu beleidigen oder bei der nächsten Niederlage, die auch wieder kommen wird, machen wir uns nichts vor. Wir werden jetzt nicht jedes Spiel gewinnen, aber wir dürfen jetzt die Mannschaft nicht auspfeifen. Wir haben uns auch, so ehrlich ist es, mit der Mannschaft getroffen. Keine Sorge, die bösen Ultras sitzen nicht dort und erzählen den Profis, wie sie Fußball zu spielen haben. Das wäre anmaßend, das tun wir nicht. Aber das, was jeder Fan hier im Stadion erwarten darf und muss, ist, dass die Mannschaft, das haben wir der Mannschaft gesagt, sich jetzt reinhängen muss, dass vor allem die Führungsspieler jetzt auf dem Platz stehen und alles gehen.

Also soweit diese Ausschnitte. Jetzt ist das ja so, Stefan, das ist nicht jedermanns Sache. Ich glaube, dass das Ultras da das Wort führen und sozusagen auf die Mannschaft Einfluss nehmen. Ich weiß aber, weil wir uns das vorhin in der Besprechung auch schon in Gänze angeguckt haben, dass du es gut findest, was sie da gemacht haben. Warum? Weil er die richtigen Worte gewählt hat. Ganz einfach. Wir müssen zusammenstehen, wir müssen zusammenhalten. Und nur so können wir den Abstieg entkommen. So habe ich das verstanden. Wenn das so abläuft, überhaupt kein Problem. Wenn man sich auch unter der Woche mal trifft mit den Spielern und der Austausch gut ist und vernünftig, dann hätte ich da auch kein Problem mit. Das ist eine schwierige Situation. Aber die Message war ja klar und deutlich. Nur wir zusammen können diesen Abstieg verhindern. Darum geht es. Von daher fand ich die Worte richtig gut. Ich fande, das war wirklich exemplarisch, wie deutsche Fankultur aussehen sollte, was das Wort Fanszene bedeuten kann in der Bundesliga. Keine Gewalt, keine Aggressivität, nicht gegen die Mannschaft gehen, sondern wirklich unterstützend als der zwölfte Mann für die Mannschaft mitarbeiten und genauso auch kommunizieren. Und ich glaube, das ist das, wofür deutsche Fankultur und Fanszene stehen sollte. Wenn wir jetzt die Mannschaft dann sehen, in dem Spiel.

Vielleicht so einfach, aber so einfach gedacht. Noch vor ein paar Wochen wären sie vielleicht nach den vergebenen Chancen irgendwie dann zusammengebrochen. Jetzt waren sie stark genug, das Spiel zu ziehen. Glaubst du, das hat einen Effekt? Auch für die 11 bis 15, je nachdem, wie viele eingewechselt werden, oder 16 mit dem grünen Trikot oder mit der Raute auf der Brust? der Bremen.

Ein Hardcore-Fan hat ja auch gesagt, man kann nicht davon ausgehen, dass jetzt Werder Bremen alle Spiele gewinnt. Einfach mal so. Ich glaube, dass dieser Austausch eben untereinander wichtig war, dass man sich auch vielleicht mal die Meinung gesagt hat, das ist alles in Ordnung. Aber genauso werden das natürlich die anderen Vereine auch machen. Also das wird ein heißer Abstiegskampf bleiben und wer am Schluss dann die nötigen Punkte dann eben einfährt, der wird dann die Klasse erhalten. Das wird auch ein Nervenspiel werden, weil ich habe noch keinen Spieler gesehen, egal ob er jetzt ganz oben oder ganz unten mitwirkt, der auf den Platz geht und sagt, ich will schlecht spielen. Also die wollen ja eigentlich immer das Beste und manchmal kommt man dann einfach in die Situation, wo es negativ läuft und dann ist es natürlich dann immer ganz einfach zu sagen, ja, oh, die Spieler. Sondern das ist das Entscheidende, dass man zusammensteht und ab Vollgas gibt und das wird Werder Bremen machen bis zum Schluss. So eine Aktion kannst du jetzt auch nicht beliebig oft wiederholen, sondern das ist dann eine einmalige Geschichte. Wie siehst du das aus der Entfernung? Ja, erstens das. Es ist natürlich schon ein schmaler Grad. Diese Traditionsvereine haben immer diese Wucht, diese Fans, dieses Umfeld. Und bei manchen Traditionsvereinen geht es dann in die Richtung.

Wie es der Kapo gesagt hat, zerfleisch in sich selbst. Hamburg, Köln, Schalke haben wir alles schon erlebt, teilweise sogar mehrmals. Und es darf jetzt natürlich kein Lippenbekenntnis bleiben. Also es hilft nichts, wenn natürlich in drei Wochen, vier Wochen die Mannschaft gnadenlos ausgepfiffen wird. Und es gab schon einige Vereine, die nach außen den Zusammenhalt beschworen haben. Und am 34. Spieltag sind die Spieler dann doch um den Arena-Ring gejagt worden. Also solche Auswüchse gab es dann eben auch. Aber ich finde, das war die richtige Tonlage, das richtige Setting, die richtige Maßnahme. Aber sowas kannst du nicht alle zwei Wochen bei jedem Heimspiel machen. Und am Ende müssen es natürlich die Spieler regeln. Also das ist auch ganz klar. Die Spieler stehen in der Verantwortung, sind in der Pflicht, eben über Leistungen abzurufen und dann eben das Klassenziel erhalten zu können. Für Daniel Thun war es der Moment, wo er zum ersten Mal die Werder-Familie gespürt hat. Hier sehen wir das Ganze nochmal in ausführlicher Form, was wir in dem Beitrag gerade als Ausschnitt schon mal hatten.

Ich glaube, wie es so oft im Leben ist, manche Dinge gehen halt auch nur gemeinsam und ich habe das jetzt gerade auch schon den Kollegen gesagt, viel von dieser Werder-Familie immer gehört und heute durfte ich es erleben und ich glaube, wenn jemand am Boden liegt, dann gibt es die Möglichkeit, wir treten weiter rein oder wir heben denjenigen auf und dieses Stadion hat uns heute unfassbar getragen, auch durch das Spiel und ist auch sehr sensibel mit diesen beiden schwierigen Momenten in der ersten Halbzeit umgegangen und das ist ein Stück weit, ja, dann glaube ich, dann dieser Schulterschluss, den man einfach braucht in diesen anspruchsvollen Momenten, die man vielleicht dann jetzt im Abstiegskampf hat. Und von diesen anspruchsvollen Momenten werden noch eine Menge kommen, das antizipiert er da völlig richtig. Ja, der Gegner, der 1. FC Heidenheim, Katharina, über den haben wir auch schon ein bisschen gesprochen. Viele haben Sympathien natürlich für diesen Weg, mit wenig Geld viel erreicht. Aber in dieser Saison könnte der Weg wieder Richtung zweite Liga gehen. Ja, auf der einen Seite für die Bremer war es jetzt die große Erlösung und auf der anderen Seite für die Heidenheimer und die Fans natürlich genau das nicht. Die Serie setzt sich fort, die Negativ-Serie. Elf sieglose Spiele in Folge, das gab es für Sie in der Bundesliga noch nie. Drei Remis, acht Niederlagen waren das dann zusammengerechnet. Und Frank Schmitz, derjenige, der natürlich da alles zusammenhalten muss, der geht das in seiner Analyse dann recht pragmatisch an.

Dass ich eher Realist bin als Optimist, ich glaube, das möchte niemand verarschen. Unsere Situation hat sich deutlich verschlechtert. Wir müssten jetzt mehr Punkte im Schnitt holen, als wir bisher in 24 Spiele geholt haben in den letzten zehn Spielen. Und so wie wir spielen, sieht man ja auch, es ist schwer, Spiele zu gewinnen. Wir haben heute gegen den Tabellen 17. klar und deutlich verloren. Deswegen war das nicht bundesligatauglich. So ehrlich müssen wir zu uns selber sein. Schade nach den letzten Spielen, da haben wir uns deutlich gesteigert und waren viel besser in den Spielen, dass wir gerade heute dann am Ende chancenlos sind. Ja, sagt dann viel aus über die bisherige Saison. Die Statistiken, die machen leider auch nicht so richtig Mut, denn diese 14 Punkte nach 24 Spieltagen, die besagen, dass seit Einführung der Drei-Punkte-Regel es noch keine Mannschaft geschafft hat, da tatsächlich noch die Klasse zu halten. Also vielleicht strafft uns die Statistik Lügen, vielleicht schafft es Frank Schmidt noch mit seiner Mannschaft. Aber wenn ich hier vorhin richtig aufgepasst habe in der Runde, ist die Hoffnung auch nicht ganz so groß. Wobei, du kennst die Heidenheimer ja auch gut. Ich habe es vorhin mal gesagt, dass sie aufgeben werden, die sicher nicht. Aufgeben sicherlich nicht, aber es ist insgesamt schade. Sie sind natürlich auf einer Welle des Erfolgs geritten in den letzten Monaten und Jahren.

Das ist ein schönes Bild. Ich fühle mich in Richtung Sommerurlaub. Das war die beste Phrase in dieser Saison. Das war eine wunderschöne Metapher. Das war nur eine Münze. Ich habe sie übereinandergelegt. Hast du zwei übereinander? Das war jetzt 6 Euro. Ich nehme es zurück. 6 Euro, weil die Betracht so schön war. Aber das gefällt dir, ne? Ja, voll. Jede Welle. Dass so eine Welle an den Strand ankommt. Du bist so direkt im Sommerurlaub, ne? Ich wusste es gar nicht. Und dann muss man aufstehen und gehen.

Entschuldigung. Das steht leider den Heidenheimern bevor. Frank Schmidt hat den Vorteil, er muss sich keine Gedanken um seinen Job machen. Der darf Trainer bleiben, bis er 100 ist. Ich habe immer, wenn ich ein Spiel in Heidenheim gesehen habe, das immer sehr genossen. weil es ist Identität, es ist Atmosphäre. Die Fans, die dort sind. Ich finde diese Ehrlichkeit von ihm auch so gut. Mir gefällt es, dass da nicht einer rumschwadroniert, solange es rechnerisch ist, sondern ich kann mich doch nicht selbst verarschen. Ich finde das gut. Und damit können Sie jetzt mal den Rucksack abnehmen. Ich habe es ja vor zwei, drei Wochen schon mal gesagt. Die Situation ist ja klar. Jetzt lasst Sie einfach noch Fußball spielen mit Spaß und Freude. Und vielleicht kommt dann mal so ein Erfolgserlebnis. Ich glaube, Heidenheim hat uns begeistert, sind in die Bundesliga aufgestiegen, direkt Konferenzlieg. Letztes Jahr war es schon eng und knapp mit der Relegation. Dieses Jahr wird das sie packen. Aber das sind offene, ehrliche Worte. Und wie gesagt, jetzt ist der Rucksack ab und vielleicht passiert dir noch was. Ja, das Programm im März, auch das haben wir mal vorbereitet von Heidenheim. Glaubst du denn, Valentina, dass er weitermachen wird? Also, dass er weitermachen darf, ist klar, zwischen ihm und Holger Sandwald so besprochen. Verfolgt hat. Da wird es keine vorzeitige Trennung geben. Aber vielleicht ist er ja irgendwann mal, wie Christian Streich.

Seit seiner Energie angekommen. Wie siehst du es? Ich glaube nicht. Ich glaube, er identifiziert sich so sehr mit dem Verein. Ich glaube, dass er da den Wiederaufstieg nochmal perfekt machen will. Ich finde auch, dass man Heidenheim, anders als anderen Klubs, bei den Mitteln, die sie haben, gar keinen Vorwurf machen darf und kann. Wie Stefan schon gesagt hat, man muss echt den Hut davor ziehen, was sie mit diesen Mitteln alles geschafft haben. Und ich glaube, das ist auch Verdienst des Trainers. Das weiß er auch. Ich glaube, er identifiziert sich zu 100 Prozent mit dem Verein. Und ich glaube, er wird das eine Jahr auf jeden Fall den Wiederaufstieg nochmal versuchen. Und dann, wenn es nicht klappt, mal schauen. Und ehrlicherweise, Sie kriegen ja auch nicht dauernd irgendwie den Arsch voll, sondern das sind alles enge Spiele, wo Sie am Ende jetzt zusehends den Kürzeren ziehen. Wir gucken mal auf Gladbach, Stefan. Auch die machen sich langsam Sorgen. Und da gab es auch so eine Szene, 45. plus 2. Da wurden die Sorgen noch ein bisschen größer. In dem Moment ist es ja dann im Endeffekt besser geendet.

Aber da merkst du schon auch, dass Nerven im Abstiegskampf irgendwie eine Rolle spielen, oder? Wenn du so ein Ding da drüber köpfst, oder wie würdest du das einordnen? Was ist da der Grund für das Dix, der nicht mag? Innerhalb von einem Minimoment musst du da reagieren, hochspringen, eigentlich musst du ihn runterdrücken. Aber wenn du in so einer Situation bist, das ist halt psychologisch auch extrem schwierig, dann manchmal die richtigen Entscheidungen zu treffen. Wichtig war das Gladbach, die haben ja das 1-0 gemacht, wurde ja zurückgenommen wegen Abseits. Und dann musst du erst mal die Nerven haben, in 90 plus zum Elfmeter anzutreten und das Spiel zu entscheiden mit dem 1-0, was enorm wichtig war. Weil Pauli hat gewonnen, das kriegst du ja als Spieler auch mit auf dem Feld, du weißt, das wird immer enger. Und deswegen war das so ein kleiner Brustlöser, noch nicht die große Erlösung, aber zumindest mal ein bisschen Sicherheit vielleicht für die nächsten Wochen. Schauen wir mal drauf auf die Entstehung. Da war ja die Frage innerhalb, außerhalb und da gucken wir mal drauf.

Ich glaube, das ist die perfekte Auflösung. Der Ball dreht sich rein, ist auf der Linie. Die Linie gehört mit zum Strafraum. Dementsprechend ist er richtig entschieden. Das ist für mich ein klarer Elber. Und das ist der Fall. Und so ist es dann ja am Ende auch entschieden worden. Und dann eben 90. Plus 4, Dix. Und da hast du gesagt, ja, musst du auch erst mal. Und den macht er richtig gut, richtig souverän, gut geschossen. Musst du erst mal die Nerven haben. Es gibt nicht so viele Innenverteidiger, die Elfmeter schießen überhaupt. Und die dann auch in so einer Situation 90 plus 4 dann antreten. Und so eiskalt, muss ich sagen, Respekt. Mal sein Vierter, den er verwandelt in dieser Saison. Hast du eigentlich Elfer geschossen? Ja, im Training. Und so schlecht, dass du dann im Spiel nie ran durftest, oder? Doch, da habe ich eigentlich gut verwandelt. Eigentlich, du hättest doch so die Bälle immer ins Tor grätschen müssen. Nein, das ist ein Trugschluss. Ich bin nur dann gegrätscht, wenn es auch wirklich sein musste. Meistens habe ich die Dinge abgelaufen. Oder ich habe da gestanden, wo die anderen hingelaufen sind. Und das habe ich dann auch manchmal gemacht. Aber so zum Elfmeterschießen hat es dich nicht gedrängt, so richtig, ehrlicherweise, oder?

Nein, das war... Also wenn es sein musste, hast du ihn nicht weggedrückt. Nein, es war ja immer so, dass vorher schon die Schützen in der Regel festgelegt wurden. Und wir haben sichere Elfmeterschützen gehabt, damals mit Michael Zorc oder bei Bayern weiß ich es gar nicht mehr. Klaus Augenthaler war zu unserer Zeit, glaube ich, der ein sicherer Elfmeterschütze war. Und dadurch hat sich das einfach nie ergeben. Wir machen noch mal 78 Sekunden Hinweise von unserem Sportwettpartner. Dann machen wir weiter mit dem Abstiegskampf in der Fußball-Bundesliga. Also ein Moment Geduld. Wie gesagt, lang ist es nicht. Anderthalb Minuten, dann sind wir wieder da. Bis gleich. Willkommen zurück beim Doppelfass. Nach dieser kurzen Unterbrechung durch unseren Sportwettpartner. Jetzt kommen wir Katharina zu Mainz. Die haben in Leverkusen gespielt. Und da gibt es auch ein paar Personalprobleme bei Leverkusen, vor allem auf der rechten Seite. Die verschärfen sich? Absolut, bei der Werkself. Wir schauen nochmal drauf. Also nicht nur bitter aus Sicht von Bayer, dass sie da dieses 1 zu 1 hinnehmen mussten, sondern auch, dass sie Arthur verloren haben, sozusagen durch diese Szene hier. Ja, schwer anzuschauen für sehr viele.

Auch bei den Kollegen haben wir vorhin festgestellt, man muss leider teilweise weggucken. Das sieht richtig übel aus und lässt natürlich nichts Gutes vermuten. Wir haben aktuell nur die Information, dass Untersuchungen durchgeführt werden. Wir wissen noch nicht, welche Diagnose das ist. Aber so wie das hier aussieht, so wie er runtergetragen werden musste vom Platz, lässt das natürlich nichts Gutes vermuten. Das Problem ist, und das hat Flo ja gerade schon angesprochen, dass die rechte Seite sowieso schon gebeutelt ist. Dadurch, dass Vazquez sich in der Champions League gegen Piraeus eine Wadenverletzung zugezogen hatte, dadurch jetzt wochenlang ausfallen wird. Axel Tapé, der 18-Jährige, der nominell ein Innenverteidiger ist, aber auch auf der rechten Schiene eingesetzt werden kann, der kam jetzt dann erstmals wieder zu einem Profi-Einsatz seit Dezember. Also zumindest ein bisschen Licht, aber grundsätzlich ist das natürlich ein großes Problem. Aber im Vordergrund steht natürlich auch da, wir drücken die Daumen bei Arthur, dass es nicht zu schwer ausfällt, dass es ihm bald wieder besser geht. Machen wir, ja, danke dir für die Informationen. Das ist eine große Herausforderung. Stefan, ganz generell Leverkusen gerade. Was für eine Phase aus deiner Sicht? Schwierige. Absolut schwierig. Wir haben mit Sicherheit höhere Ansprüche. Aber diese Verletzten, die Katharina gerade genannt hat, musst du immer verschieben. Andrich mal auf die rechte Position.

So viele Alternativen hat er nicht. Sie sind auch nicht so gefestigt, wie wir sie eigentlich kennen aus der Vergangenheit. Sie sind da eher so ein bisschen am Wackeln, vor allen Dingen mit Start der Rückrunde. Es hat gereicht für die Qualifikation Achtelfinale Champions League. Der Kampf für die Champions League Plätze in der Bundesliga, das werden sie glaube ich nicht erreichen. Da sind andere gefestigt da. Also eine gewisse Stabilität fehlt. Ja, es ist ein schwieriges Jahr für Leverkusen. In der 67. Minute gehen sie in Rückstand. Geraldo Becker macht das Tor für Mainz und macht das Tor richtig gut. Aber wir sehen hier auch davor diese Situation, aus der der Konter dann entsteht. Stefan, zunächst mal sprechen wir über diesen Abschluss. Das war ein perfektes Spiel. Erst mal sprechen wir über den Torwart. Dass der den Konter einleitet. Den Abschlag punktgenau auf Nebel. Und Geraldo Becker in der Mitte. Normalerweise bin ich mir ziemlich sicher. Ich bin kein Stürmer gewesen. Aber normal nimmt ein Stürmer den Ball an. Und geht dann zum Abschluss. Das ist eher untypisch, dass er den direkt nimmt. Das Risiko ist groß. Das Risiko ist extrem groß.

Das war ein perfekt gespielter Konter. Das ist ein Konter aus dem Bilderbuch. Total. Führung für Mainz. Wir haben diese Entstehung gerade gesehen. Ein bisschen genauer wollen wir noch hinschauen. Da gab es Diskussionen. Was ist deine Sicht der Dinge?

Ja, Fernando Caro hat sich aufgeregt, dass es ein klarer Elfmeter ist hier in dieser Situation schick. Ich bin eher der Meinung, oder die richtige Entscheidung gewesen, da weiterlaufen zu lassen. Weil sie beide klammern und wenn beide gleichzeitig klammern und zu Boden geht, dann lässt du weiterlaufen. Herr Jürgen springt dir zur Seite, ne? Ja, auf jeden Fall. Ich glaube, dass das aus meiner Sicht kein Elfmeter war und dass das die richtige Entscheidung da weiterlaufen. Sind ja beide, eigentlich machen die einen Tänzchen. So sieht das aus. Nein, und er scheidet sich eben weiterlaufen zu lassen und dann dieser Konter genial gespielt. Dass der emotionale Fernando Caro, den wir hier ja, wenn er hier bei uns ist, auch immer sehr mögen, weil er eben seine Emotionen nicht verbergen will und auch nicht kann, dass er dann da unten rumläuft und den Schiri sucht mit ein paar deutlichen Worten. Ist okay oder wie seht ihr das? Ist halt der Fernando, ich mag ihn. Die Art, er trägt sein Herz auf der Zunge, rutscht mal was raus. Ich glaube, der hat das nicht so. Also das meint er jetzt nicht so, wie es geschickt wurde. Kommt immer auf die Worte an am Ende. Ja, ja, aber es war noch von den Schimpfworten wirklich harmlos, würde ich sagen. Also aus meiner Sicht zumindest. Wenn er mich so genannt hätte, hätte ich mich nicht beleidigt. Was hat er gesagt? Was hat er genau gesagt? Der Blöden hat er gesagt. Der Spieler, der Blödmann. Wo ist der Blödmann? Aber das ist, finde ich, noch handelsüblich. Wir haben ja in den letzten Wochen anderes schon gehört, in Kabinengängen der Bundesliga.

Das ist schon okay. 1 zu 1 gucken wir noch. 88. Minute macht Leverkusen dann zumindest noch einen Punkt, den sie mitnehmen. Kwanza am Ende. Gar nicht so einfach, den zu machen.

Die Weiterleitung von Schick war schon sehr, sehr geil. Und aus total gewollt, hier dieser Pass jetzt. Den eben noch mal tief zu stecken. Waren nur noch ein paar Sekunden mehr oder weniger zu spielen. Wie er sich auch durchsetzt. Andere gehen auch runter. Er bleibt stabil. Oder macht er ihn. Ist das jetzt genug für Leverkusen? Punkt zu Hause gegen Mainz? Eigentlich nicht. Nee. Und das kann auch nicht der Anspruch sein. Aber... Ich glaube, die Saison läuft nicht so, wie Sie sich das alle vorstellen. Ich glaube aber, damit war ja auch zu rechnen bei Leverkusen. Nach diesem Riesenumbruch und dann auch mit der falschen Trainerentscheidung. Ja, aber es sah doch teilweise schon besser aus unter Jelmünder. Dann kriegst du es vielleicht, genau, kriegst du es teilweise vielleicht hin. Aber grundsätzlich, glaube ich, haben Sie schon damit gerechnet, dass es jetzt nicht die beste Saison ist. Und auch bei Mainz, wo alle sagen, Mensch, und wenn man auf die Urs Fischer-Tabelle schaut, ja, das ist richtig beeindruckend. Trotzdem, punktemäßig sind die auch noch nicht weg. Die marschieren auch noch nicht nach oben weg. Und auch der 1. FC Köln ist jetzt wieder richtig dabei nach der Niederlage am Freitag in Augsburg. Auch darüber sprechen wir nach einer kurzen Pause. Und auch nochmal ein Blick auf den FC Bayern.

Zurück beim Doppelpass, meine Damen und Herren. Schön, dass Sie weiter dabei sind. Hajo von Hagen und Fans unterhalten uns wunderbar. Und wir sprechen über Augsburg und Köln. Stefan, Freitag, das war schon der Klassenerhalt für Augsburg? Der 2-0-Sieg gegen den 1. FC? Oder ist das dir noch zu früh? Nein, da würde ich mich auch festlegen. Aber nicht nur das Spiel, sondern die letzten Wochen und die Entwicklung. Die letzten Spiele haben sie auch wirklich hervorragend. Auch der Sieg hier in München haben vielleicht schon einige verdrängt. Aber das war eigentlich das entscheidende Spiel für mich, wo ich mich festgelegt habe, dass Augsburg nicht absteigt. Und jetzt natürlich, wenn du gegen so einen Konkurrent Köln spielst, ist das immer enorm wichtig. Es war ein verdienter Sieg. Jetzt sind sie befreit im Mittelfeld. Warum passt das so gut mit Manuel Baum?

Weil er die FCA-DNA in sich trägt. Das kann doch nicht alles sein, oder? Doch. Also ich glaube, er ist keiner, der ein Zauberer sein möchte oder Wunderwerke vollbringen kann und verkopft in jedes Spiel reingeht. Sondern er kennt seinen Kader, er weiß, was er kann. Da ist ja auch viel Bewegung jetzt reingekommen in der Winterpause und verlangt von jedem das ab, was er kann. Und wenn jeder 100 Prozent gibt, dann reicht das beim FC Augsburg. Also die sind ja eh unabsteigbar. Also dass Manuel Baum in Augsburg erfolgreich ist, hat mich ehrlicherweise nicht überrascht. Und dass Lukas Quasniok mit dem FC so sukzessive immer weiter unten reinrutscht, überrascht dich das?

Ja, schon ein Stück weit hat mich das überrascht, weil der Anfang der Saison war doch erstaunlich gut und jetzt in der Rückrunde haben sie doch größere Schwierigkeiten, nicht nur ergebnistechnisch, sondern auch eben dann immer wieder mit Verletzungen und das ist, glaube ich, ein Riesenproblem, was diese Mannschaft hat. Und dann natürlich auch das leidige Thema, gerade in Köln, wir zwei wissen das ganz gut, mit Saeed El Mala, den die Fans natürlich auch gerne öfters in der Anfangsformation sehen würden. Und ich bin übrigens auch der Meinung, weil das Alter spielt keine Rolle, sondern es ist entscheidend, ob ein Spieler gut oder schlecht ist und dieser Spieler ist außergewöhnlich. Aber er hat jetzt, und da glaube ich, bist du auch der Meinung, dass Lukas das richtig gemacht hat, vor dem Spiel zweimal nicht trainiert, hat Muskelverhärtung. Und dann hat er gesagt, da muss man nicht zu viel Risiko eingehen, auch wenn natürlich viele in Köln rund um den Verein seit El Mala immer 90 Minuten sehen wollen. Stefan, wir gucken mal auf die beiden Tore.

Ribeiro, auch ein richtig feines Tor, mit der Hacke ganz gepflegt.

Aber der FC stellt sich natürlich auch bei diesem Lauf jetzt nicht gerade super gut an. Nee, nicht wirklich. Das sind vielleicht die Kleinigkeiten, die dann eben fehlen, eine gewisse Aggressivität. Aber wie sie das Tor machen mit Ribeiro, ist außergewöhnlich, weil er den macht auch unter Druck aus einem schwierigen Winkel auch. Aber da siehst du einfach, dass die Augsburger auch mittlerweile sich so ein bisschen befreit haben. Also sie denken nicht mehr zu viel nach, sondern haben auch ein bisschen Spaß am Fußball. Und so ein Tor machst du wirklich nur, wenn du befreit bist. Und das sind sie. Das war das 1 zu 0, 55. Minute und das 2 zu 0, Claude Maurice, dann in der Nachspielzeit, sehen wir auch noch. Ist das eigentlich ein Albtraum für einen Spieler, dann auf so ein leeres Tor letztlich zuzulaufen und dann die Sorge, dass du den dann vorbeischiebst? Oder ist das für alle Bundesligaspieler, Stefan, überhaupt kein Problem, den leeren Kasten zu treffen? Ein Problem, kein Problem. Einfach nicht denken. In dem Moment, wenn du anfängst zu denken, hast du verloren. einfach nicht denken, weil das kann im besten Fall jeder, aber wenn man dann anfängt irgendwie zu denken und dann wird man unsicher, das ist der größte Fehler, den man macht. Da ist eher die Gefahr da, dass du einen ungestümen Gegenspieler hast, der noch irgendwas probieren will und dir in die Wade reintritt oder sowas. Und dann hast du zwar die rote Karte beim Gegner, aber hast nichts davon. Also 2 zu 0 am Ende und Lukas Quasinjog, der Trainer, der Kölner hat die Situation so zusammengefasst.

Als der Verein mich kontaktiert hatte, war ich mir darüber im Klaren, dass es um den Klassenerhalt gehen wird. Und wir haben zu Beginn natürlich überperformt, haben Spieler gewonnen, die uns jetzt eben nach wie vor die Möglichkeit geben, über den Strich zu stehen. Aber wir sind jetzt keine Menschen, die mit geschlossenen Augen durchs Leben laufen, sondern wir haben die Augen schon offen und wissen, dass wir Spieler gewinnen müssen in der Zukunft. Und die nächste Zukunft, die sieht dann so aus für den 1. FC Köln. Also da hat man den BVB zu Hause und dann auswärts in Hamburg und dann das Derby gegen Gladbach. Also einfach ist anders, oder? Komplett. Also für den FC drei richtig herausfordernde Spiele.

Ich bin gespannt, was das wird. Also Dortmund machte gestern nicht den Eindruck, als würden die Jetzt aufhören zu spielen nach Bergamo und in Hamburg ist es extrem schwer. Und dann hast du das Derby, wo du natürlich nach dem, was in der Hinrunde passiert ist, diesmal dann halt gewinnen musst. Du musst punkten. Allein schon der Ehehaler. Ich lebe ja in Köln und kriege da so ein bisschen auch die Stimmung so mit. Mich würde es nicht überraschen, wenn es auch für Lukas Quasenjok in der Saison noch mal eng werden würde. Möglicherweise. Es kommt natürlich jetzt auf die Ergebnisse dieser nächsten Spiele ganz bestimmt an. Gehst du da mit? Würde ich mitgehen, ja. Ich glaube auch, dass eins bis drei Punkte in diesen drei Spielen realistisch für Köln wären. Und dann je nachdem, wie die Mannschaft auftritt, die Frage ist halt, wer ist auf dem Markt? Wer könnte das übernehmen und wer würde ähnlich wie Augsburg oder Mainz diesen Trainereffekt auch hinbekommen? Und dann muss man halt als Verein abwägen. Macht es Sinn mit Quasenjog, das zu Ende zu machen, das Ding? Oder haben wir eine bessere Alternative, an die wir glauben? Und dann bei der wir glauben, dass sie das Ruder noch rumreißen kann. Wie wichtig ist es, Jürgen, da die Kurve, das Stadion in Köln, die Fanszene, die große hinter sich zu haben? Da gibt es auch schon so ein paar Risse Richtung Lukas Kwasniuk. Ich glaube, für die Mannschaft ist das überhaupt gar kein Problem, weil die FC-Fans den FC einfach immer unterstützen. Ja, sowieso, ja. Das machen die 100 Prozent.

Es ist natürlich die Frage, was passiert jetzt mit Said El Mala, weil er einfach das zentrale Thema da ist. Und da haben die Fans, ob jetzt zu Recht oder auch unberechtigt, weil wir wissen ja alle nicht ganz genau immer, was im Trainingsalltag immer passiert und wie so ein Spieler dann einfach auch im Training performt. Sondern man sieht ja dann nur, wenn er eingewechselt wird, er schießt Tore, was er auch machen soll. Tore, Assists, ja. Richtig. Aber du siehst natürlich nicht, wie ist der Spieler körperlich über eine ganze Woche zum Beispiel. Aber ich glaube, dass er ein Spieler ist, der muss einfach spielen, weil er einfach die beste Qualität hat. Gerade im Offensivbereich bei allen Spielern, die da momentan vorhanden sind. Und da spielt für mich das Alter auch keine Rolle, wenn er gesund und wenn er verletzungsfrei ist. Jetzt vor dem Spiel war es die richtige Maßnahme. Wenn er zwei Tage nicht trainiert hat, dann kannst du ihn auch nicht aufstellen. Das halte ich absolut für legitim und auch absolut für richtig. Für mich steht in Köln einfach zu sehr der Trainer im Fokus. Also alles wird nur über die Personalie Trainer diskutiert, ob es um El Mala geht, um seine Außendarstellung auf der Pressekonferenz, wo er auf die Kompanieworte Bezug genommen hat.

Was die Fans über ihn denken, haben sie ja auch schon gezeigt. Also wenn sich zu viel im negativen Sinne auf den Trainer konzentriert, dann wird es halt echt schwer, erfolgreich zu sein. Er hat ja dann auch mal das Trikot der Mannschaft angehabt. Das kam wahnsinnig positiv gut an. Jetzt fliegt es ihm nachträglich um die Ohren, weil die Leute gesagt haben, was ist er für ein Selbstdarsteller und so weiter. Und wenn der Trainer immer so im Fokus steht, gerade in einer Medienstadt wie Köln.

Dann wird es schwierig. Er hat einen Punkt, ja. Ich glaube, dass das richtig ist. Und auch mit diesem, man hat das Gefühl, er versucht, El Mala zu erziehen, was ja auch okay ist. Aber wenn ich in so einer Situation stecke wie Köln, dann muss ich einfach die besten Spieler auflaufen lassen, die mir die Punkte holen können. Und da muss man vielleicht manchmal auch auf diese Erziehungsmaßnahmen verzichten, weil der Spieler einfach die Leistung bringt. Und das kannst du dann ja im Nachgang auch noch machen. Aber erstmal ist es wichtig, die Spiele und die Punkte zu holen. Auf jeden Fall ist es eine prekäre Situation für den 1. FC Köln. Für alle neutralen Fans ist diese Abstiegszone in dieser Saison sicherlich echt cool zu beobachten, weil sie total viel Spannung beinhaltet. Ich habe es Ihnen gesagt, wir wollten noch mal ein bisschen auf den FC Bayern schauen, auf die Frage, warum sind die so stark in dieser Saison, noch mal stärker geworden, liegt sicher auch am Trainer.

Natürlich hat die Leistungssteigerung der Bayern maßgeblich mit Vincent Kompagny zu tun. Doch bei genauerer Betrachtung fällt auf, Kompagny spielt gar nicht mit. Aber er hat natürlich die Spieler besser gemacht. Sogar Harry Kane, der letzte Saison 26 Bundesliga-Tore erzielt hat und jetzt bereits 30 hat. Kompagnie lässt außerdem Kane manchmal auch als Zehner und Vorbereiter spielen, was das Offensivspiel der Bayern noch variabler macht. Der Ligarekord von 101 Toren wird diese Saison fallen. Auch dank Luis Diaz. Der Kolumbianer war nach den gescheiterten Transfers von Wirz und Woltemade vermeintlich nur dritte Wahl. Von wegen.

Diaz entpuppt sich als Super-Jackpot. Genau wie Jonathan Tah in der Defensive. Dank seiner Ruhe und körperlichen Stabilität ist jetzt auch Upamecano endlich auf einem Top-Level, das Bayern hinten braucht. Und überhaupt stimmt in diesem Kader die Chemie wie noch nie. Und ausgerechnet eine Zusatzbelastung in den USA soll der Grund dafür gewesen sein. Die Klub-WM hat die Bayern zu einem verschworenen Haufen geschweißt, der womöglich zu höheren Berufen ist als nur zur Titelverteidigung in der Liga. Viele Spieler sind auf dem Zenit ihres Könnens, man tanzt noch auf allen Hochzeiten. Das heißt aber auch, in dieser Saison ist mehr als nur ein Titel Pflicht.

Aber es heißt auch, in dieser Saison ist auch mehr als ein Titel möglich, nämlich immer noch drei. Stefan, du warst selber mit bei der Club-WM. Was ist da passiert?

Die Bayern lebten in einem wunderschönen Hotel. Das machen sie immer. Ja, aber das Wetter hat auch gepasst. Disneyland war daneben. Die Familien durften teilweise dabei sein. Aber insgesamt weiß man jetzt, dass das keine zusätzliche Belastung war. Sondern es war Spaß, es war Teambuilding. Man hat sich aufeinander eingeschworen. Man hat viel Zeit miteinander verbracht. Und das führt ja manchmal zu einem Lagerkoller. Zu wem sage ich es? Ihr habt ja auch schon genügend Turniere gespielt. Aber beim FC Bayern keineswegs. Und das merkt man wirklich, ich habe es vorher schon angesprochen, dieses Bild der elf Freunde, da sind es 23 Freunde, die sich wirklich gegenseitig den Erfolg gönnen. Das ist ja eigentlich erstaunlich, weil diese Klub-WM wurde nicht nur bei uns, sondern überall eigentlich ja so als des Teufels beschrieben. Dass die Mannschaften, was die Physis angehen, was die Verletzten angehen werden, dass sie da den Preis zahlen. Bisher ist weder das der Fall und wenn das stimmt, was Stefan sagt, sogar so, dass da jetzt eine Einheit entstanden ist und dass diese Einheit eben dazu führt, dass man noch eine bessere Leistung zeigen kann. Hast du das erwartet, dass gerade diese Klub-WM so einen Einfluss haben wird auf den FC Bayern?

Ich bin nicht zu 100 % dabei, dass man sagt, wegen der Klub-WM stehen die Bayern da, wo sie stehen. Das glaube ich nicht. Das ist vielleicht ein kleiner Teil. Die Kompanie hat das gut gesteuert. Die Gründe sind, dass die Sprache der Spieler spricht. Dass er empathisch ist.

Er hört gar nicht auf. Ich werfe für dich rein. Das ist eine große Herausforderung. Aber ist die Sprache der Spieler schon ein Einsatz? Das merkst du auch bei den Pressekonferenzen. Du hast absolute individuelle Klasse in deinem Kader, in der Offensive vor allen Dingen. Die Tore in der Bundesliga, ich glaube, 84, 88 stehen für sich. Da siehst du, was für eine hohe Qualität sie haben. Aber ich möchte hier auch klar und deutlich sagen, Warum sagen wir heute, das ist eine herausragende Saison des FC Bayern? Bei Bayern München wirst du immer eine herausragende Saison haben, am Ende einer Saison, wenn du mit dem, dem oder dem oder und dem Titel auf Marienplatz stehst. Darum geht es. Absolut. Das ist ja klar, aber wir müssen immer Momentaufnahmen. Natürlich jetzt Status Quo-Beschreibung. Es gibt dir ja ein gutes Gefühl für die letzten Wochen, Vielleicht für die nächsten zwei, drei Monate. Das gibt dir ein gutes Gefühl. Die Frage ist ja, was macht die Klub-WM mit dir? Vielleicht hinten raus noch mal so eine Delle? Glaube ich jetzt auch nicht. Den Eindruck habe ich auch nicht. Aber ich sage dir eins. Und das musst du dir merken. Abgerechnet wird zum Schluss.

Ich dachte, jetzt kommt der Nikolaus ist kein Osterhase oder irgendwas in die Richtung. Oder die Welle kommt zum Strand. Die Welle kommt zum Strand, aber das war die schönste Phase. Unser Beach Boy, weißt du? Ja, ist heute Beach Boy. Den schreibe ich dir ins Poesierabend. Aber jetzt, wir reden immer über die Kompanie, seine Menschenführung, seine Kommunikationstalente. Aber wenn wir uns das Spiel des FC Bayern anschauen, auch da hat er ja ein paar Anpassungen gemacht. Die laufen mehr denn je, die stehen fast noch höher im Pressing. Also das muss man ja auch sagen. Es geht ja nicht nur darum, dass da einer steht, der irgendwie gut sprechen kann und ein netter Kerl ist, sondern der hat auch was sportlich verändert. Also ich oute mich jetzt einfach mal, ich weiß nicht, ob ich das darf oder nicht, Aber ich bin ein riesen Company-Fan von ihm als Trainer, weil man merkt einfach auch noch, er ist noch nicht so weit weg von seiner Zeit als Spieler. Und als Spieler war er ja auch herausragend. Er war ein Anführer, er war ein Leader, er hat Titel gewonnen. Er hat all das, was die Spieler beim FC Bayern jetzt auch brauchen und wollen. Und hinzu kommt jetzt noch die Softskills, die er als Menschenführer, als wirklich Leader, auch als Trainer an der Seite. Plus er weiß halt ganz genau auch, welcher Spieler was braucht, finde ich. Er weiß, welchem Spieler muss ich Freiheiten geben. Er weiß.

Welchen Spieler kann ich auch mal auf anderen Positionen einsetzen? Wie muss ich die Spieler anfassen? Welche Skills muss ich ihnen mit an die Hand geben? Auch was fehlt ihnen? Das weiß er, weil er das als Spieler auch selber und das ist noch nicht so weit weg, bemerkt hat. Also beispielsweise Gnabry ist für mich ein gutes Beispiel. Der hat den ja auch wieder super hinbekommen. Der hat viele Freiheiten, der hat seine Position verändert. Und der blüht da auch. Wir haben es auch gesehen mit der Vorlage für Kane. Wir sehen, Kane hat super viele Freiheiten. Der holt sich manchmal die Bälle fast schon am eigenen 16er. Der läuft sehr viel generell. Die Mannschaft läuft sehr viel. Er hat Upamecano sehr stabil hinbekommen. Thar funktioniert gut. Also ich glaube, er weiß wirklich ganz genau, welche Stellschrauben er drehen muss. Und weil du gerade Upamecano und Thar am Ende angesprochen hast, Jürgen, das ist ja auch ein Faktor, dass da jetzt wirklich ein IV-Duo, Innenverteidiger-Duo echt funktioniert beim FC Bayern. Das war mit Minze nicht so stabil. Ja, es macht den Anschein, aber da bin ich genauso wie der Stefan. Wir haben noch ein paar Spiele zu spielen, die Bayern haben noch bisher keinen Titel gewonnen, aber sie werden natürlich.

Alle voraussichtlich nach deutscher Meister werden. Und auch eine Erklärung ist natürlich dafür, dass das so gut funktioniert, weil die sind das Gewinnen gewöhnt. Also das macht ja was. Die laufen mehr, da hast du mehr Zweikämpfe, weil du einfach erfolgreich bist. Das kommt dann ganz automatisch. Natürlich hat Vincent seinen Teil dazu beigetragen. Das ist auch ein Aspekt. Vielleicht auch die Club-WM hat auch. Genauso hat aber auch, glaube ich, damals, als der Uli da belächelt wurde, dass er gesagt hat, so jetzt ist man fertig mit kaufen jetzt holen wir mal spieler aus der eigenen jugend weil das schaffst du damit in den kader was schaffst du damit identität und was zeichnet bayern aus die mir saniert mentalität und deshalb glaube ich das war ein großer und wichtiger schritt dass die mannschaft gemerkt hat dass eben die mannschaft gemerkt hat wir sind stark genug auch aus dem eigenen nachwuchs leute zu rekrutieren ich glaube wenn wir beim personal sind dann sollten wir Max Eberl an der Stelle nicht vergessen, der da einen herausragenden Job macht durch die Spieler, die er hat gehen lassen, aber insbesondere durch die Transfers, die er getätigt hat. Also das ist von der Kaderplanung her, von der Struktur her, ist das schon das Beste, was wir derzeit in der Bundesliga vorfinden können. Und was da aus meiner Sicht auch noch eine Rolle spielt, ist, dass du beim FC Bayern seit sehr, sehr langer Zeit, hast du keine internen Kriege mehr. Da ist einfach Ruhe drin.

Der FC Bayern kann sich auf Sportliche konzentrieren. Ich gucke nur Kumbi gerade an, ob es auch stimmt. Keine Kriege derzeit bekannt. Durch Kompanie, durch Max Eberl. Und daran tun sie auch gut. Also wenn sie jetzt einfach mal den Sport in den Vordergrund stellen und nicht wieder aus dem Hinterhalt, dann kommen mit Interviews, mit Aussagen. Da wäre es ganz gut, wenn der FC Bayern Kompanie und Eberl einfach mal machen lässt jetzt in dieser Phase. Also beim Lob für Max Eberl gehe ich mit. Am 5. September saß ja hier Uli Hoeneß und hat so ein paar Thesen rausgehauen, die nicht jeder lustig fand und nicht jeder richtig fand. Aber seitdem ist alles besser geworden. Ja, und er hat sich vieles von dem, was er gesagt hat, bewahrheitet. Genau, es hat sich vieles bewahrheitet. Er hat ja damals gesagt, mit dem kleinen Kader zwingen wir jetzt den Trainer dazu, junge Spieler einzusetzen. Und das ist auch aufgegangen, wenn man an Lennart Kahl denkt. Was ich bei Vincent Kompany bemerkenswert finde, er ist jemand, der... Lernt und lernwillig ist, obwohl er Cheftrainer ist, eines der größten Vereine der Welt. Weil er ist Weltmeister gewesen, sondern er ist Deutscher Meister geworden.

Und trotzdem hat er den Willen, sich immer wieder zu verändern. Er lässt nicht mehr ganz so hoch pressen wie in der vergangenen Saison. Er hat gemerkt, dass Upamecano jemanden wie TAR braucht. Er lässt nicht mehr wahnsinnig irre nach vorne pressen und so weiter. Also er hat schon sein Spiel angepasst und macht das auch weiterhin. Und das ist eine wahnsinnige Qualität, wenn er nicht meint, ich bin schon fertig, sondern wenn er sich immer noch verbessern möchte. Wir haben ja auch hier teilweise gesagt, er braucht noch seinen Plan B. Das war in der letzten Saison, als sie dann doch auch gerade international ein paar blöde Gegentore bekommen haben. Und scheinbar hat er den gefunden. Jetzt schauen wir mal, während ihr ja, weil ihr ja sagt, abgerechnet wird ja immer erst zum Schluss. Wir haben 3 Euro in dem Fall von mir noch mal. Wir brauchen das alles. Schauen wir mal auf den Champions-League-Baum.

Das verästelt sich so ein bisschen. Wir müssen das gleich ins Vollbild nehmen. Aber das macht unser Regisseur Thorsten Singelmann. Natürlich sofort. Bayern, Bergamo. Dann käme als Nächstes Real oder Main-City.

Seite von den Bayern, Stefan, ist das eigentlich die schwerere Seite? Wenn man da drauf schaut, ja, aber auf der anderen Seite, wenn du das Ding da in der Mitte gewinnen willst, dann ist es egal, wo du stehst, dann musst du sie alle aus dem Weg räumen. Wir haben 2001 auch Man United und Real Madrid gehabt auf dem Weg zum Finale und haben vier Spiele gewonnen, sind somit ins Finale eingezogen. Ich glaube, wichtig für den FC Bayern ist hier, und das hast du gerade angedeutet, dieses Spiel gegen Arsenal in der Gruppenphase, wo sie verloren haben, verdient verloren haben, durch zwei Dinge. Einmal durch dieses zu hohe extreme Pressing, was sie da noch ausgeführt und gespielt haben. Und durch die Standardsituation, die sie nach wie vor nicht gut verteidigen. Und das sind die zwei Kleinigkeiten, wo Kompanie daraus lernen muss. Weil das sind die Gegner, die bestrafen das Gnar, Denlos sowie Arsenal in der Gruppenphase.

Es ist ein schwieriger Weg. Aber hilft das, dass man jetzt nochmal gesehen hat, dass Bergamo gefährlich ist? Also ist das vielleicht gar nicht schlecht, dass Sie die Spiele gegen Dortmund gesehen haben? Oder ist für dich Bergamo kein Gegner für die Bayern? Na doch, ein Gegner schon. Ich glaube, das wussten sie aber auch vorher schon. Die haben gerade einen Lauf, die sind nicht umsonst Europa-League-Sieger geworden vor zwei Jahren. Die funktionieren gut in der Bundesliga. Die haben jetzt auch einen Trainer gefunden, der die Mannschaft wieder zu einer Identität geführt hat, die sie zwischenzeitlich mal verloren hatten. Also ich glaube, das wussten sie ganz unabhängig von dem Dortmund-Spiel. Ich habe die dritte, die ich nicht verfolge. Ich habe die dritte, die ich nicht verfolge. Ich habe die dritte, die ich nicht verfolge. Und weil ich meine 3 Euro noch loswerden will, wollte ich noch zu Stefan hinzufügen. Wenn man Titel gewinnen will, muss man die Besten schlagen.

Wir haben noch mal 3. Da wird es auch ordentlich akzeptiert. Das fällt mir leicht von der Hand. 18 Sekunden, dann sind wir wieder zurück. Für den Schlussakkord des heutigen Doppelpasses. Moment Geduld. Da sind wir schon wieder. Katharina prüft noch mal bequem der Sessel. Dann schieß los. Wir haben auch wieder den Blick über See gerichtet zu Thomas Müller. Der darf hier nicht zu kurz kommen im Doppelpass. Wir haben unsere kleine Rubrik. Wie hieß sie denn noch mal? Neues aus Vancouver. Jetzt ist mir die noch entfallen. Aber mir ist nicht entfallen, was er gemacht hat. Er steht doch da. Ein Glück haben wir Stefan Effenberg dabei. Wir wollen zusammen drauf schauen, was er gemacht hat. Der 1. Der hat einen Doppelpack geschnürt heute Nacht gegen Toronto.

Die Whitecaps haben gewonnen. Das ist aber auch eine Perspektive. Die muss man sich gewöhnen. Mit 3 zu 0 gegen Toronto. Wir sind sehr gut unterwegs. Das war der Elfmeter, den wir gesehen haben. In der 25. Wir haben auch noch mal einen nachgeschoben. Also läuft bei Thomas Müller. Der kriegt seinen Applaus natürlich auch noch mal. Damit haben wir ein neues aus Vancouver auch noch mal drin gehabt. Und wir wollen natürlich auch noch gerne darauf hinweisen, dass Sie bei unserem Dopa on Tour mit dabei sein können. Wir haben wieder zahlreiche Städte bei Ihnen vor Ort. Unter anderem jetzt Ende März mit Mannheim, mit Darmstadt, Kaiserslautern. Also da ist bestimmt auch noch was für Sie dabei.

Wir haben Spenden erhalten von Hochkabau Eichenzell. Vielen Dank. Außerdem Rolf und Gerlinde Weinhardt vom SV Avstett. Vom Hamburger Geburtstagstisch ist was gekommen. Brettl und Huygens.