Schönen guten Morgen. Morgen. Simon, es klingt ein bisschen paradox. Du hast eine Nacht drüber geschlafen. Wie unzufrieden bist du mit einem Punkt gegen die Bayern? Ja, sehr. Vom Spielverlauf müssen wir das an sich entscheiden. Wir hatten die Chancen zum 2-0. Deswegen sind wir nicht zufrieden. Wir haben jetzt Arsenal und Bayern gehabt in der Woche. Vielleicht wahrscheinlich die beiden besten Mannschaften in Europa. Und zweimal gehen wir mit dem Gefühl raus, dass ein Unentschieden ein bisschen zu wenig war. Ja, aber es gibt ja noch ein Rückspiel bei Arsenal. Die Bayern kommen im Pokal. Da könnte er vielleicht wieder ein bisschen etwas noch positiver gestalten, weil negativ ist ja momentan gar nichts. Wir reden über viele Szenen aus eurem Spiel. Was war für dich die strittigste Szene?

Die strittigste Szene, wenn wir auf Schiedsrichter beziehen, gab es zwei Situationen mit Luis Diaz. Einmal den Treffer bei Alex Garcia und natürlich die Schwalbe-Situation. Oder Schwalbe oder nicht Schwalbe, das war eine strittige Situation. Ansonsten sind meiner Meinung nach die Szenen richtig vom Videoschiedsrichter bewertet worden und aufgelöst worden. Wir machen trotzdem ganz lange und Piano über diese Szenen, einen großen Talk über dieses Spiel, Topspiel Bayern gegen Bayern und ganz, ganz viele strittige Szenen mit folgender Runde.

Ja, und Sie zu Hause natürlich auch einen wunderschönen guten Morgen. Da wir Simon Rolfes heute da haben, wollen wir natürlich bei unserer Frage der Woche uns auch um die Werkself kümmern. Und da vor allem auch noch mal eine Aussage des Werkself-Bosses rausholen, Fernando Caro, dem das nämlich gar nicht gefällt, dass die Bayern die Liga so extrem dominieren in dieser Saison. Er hat dann noch mal in der vergangenen Woche eine Meisterschaftsansage gemacht und gesagt, hey, die Meisterschale, die soll spätestens 28, 29 dann auch wieder zu uns kommen. Und wir haben dann noch mal eine Aussage, das ist schon ein bisschen länger her, dass er die getätigt hat, aus einem Podcast rausgezogen, die so ein bisschen beschreibt, was ihn eigentlich antreibt. Der Mensch Caro will immer die Nummer eins sein in Deutschland und in Europa. Wir wollen heute darüber mit Ihnen diskutieren, wie Sie das jetzt eigentlich sehen. Hat Leverkusen in den nächsten drei Jahren das Zeug zum deutschen Meister? Dazu haben wir zwei Antwortmöglichkeiten. Entweder Sie sagen, ja, Leverkusen hat uns schon mal überrascht oder Sie sagen, nein, Leverkusen wird das nicht gelingen. Das ist die Telefonnummer, die 01379 011 011 ist da, die Telefonnummer. Danke Katharina und wir diskutieren die Frage natürlich gleich auch mit Simon Rolfes. Bin gespannt, was du dazu sagst, aber wir schauen natürlich erstmal auf das Spiel, denn da gibt es jede Menge aufzuarbeiten.

Dieses Spiel war nichts für schwache Nerven und Verursacher der chronischen Aufregung waren die Entscheidungen von Schiedsrichter Christian Dingert und des VAR. Es gibt viele knifflige, viele enge Szenen. Von daher ist es manchmal so, dass man die Entscheidungen treffen muss. Ob man es will oder nicht, ist man im Mittelpunkt, obwohl man das Spiel nur regeltechnisch begleiten möchte. Die klarste Entscheidung war noch die rote Karte in der 42. Minute nach diesem groben Foul.

Jacksons Platzverweis geht komplett in Ordnung. Genau wie das aberkannte Bayern-Tor nach Handspiel von Jonathan Thal. Problematisch wird es in Halbzeit 2. Blaswig schießt Kane aus drei Metern an. Der Ball berührt Kanes Ellenbogen. Eigentlich keine Absicht im Spiel und keine direkte Torerzielung. Die Entstehung des Tores ist ein strafbares Handspiel von Spieler Gmadeut. VAR hat mich dann herausgeschickt, hat mir die Hintertoreinstellung gezeigt. Da haben wir dann gesehen, dass es eine leichte Bewegung, aber dann doch eine Evidente, weil dadurch in München ein Ballbesitz kam und dadurch war es für uns strafbar. Aufreger Nummer zwei aus Bayern-Sicht, die gelb-rote Karte gegen Diaz wegen angeblicher Schwalbe. In der gesamten Saison gibt es diese Szene öfters. Und da gibt es öfters Elfmeter als Schwalbe und Gelb. Doch der Kontakt zwischen Dias und Blaswig wird nicht bewertet, auch weil der VAR stumm bleibt. Den anschließenden Kontakt mit dem Torwart, den habe ich aus dem Spiel raus nicht gesehen. Also im Endeffekt ist es kein Elfmeter. Allerdings, wenn ich jetzt die Bilder anschaue, ist die gelb-rote Karte sehr hart. Und ich würde sie jetzt mit den Bildern nicht mehr geben.

Kompliment für dieses Eingeständnis. Zu dieser Szene wäre es womöglich aber gar nicht gekommen, wenn Dingert dieses hohe Bein von Diaz mit glattrot statt mit gelb bestraft hätte. Insgesamt sehr viele Zentimeterentscheidungen und es stellt sich die Frage, wie das Spiel eigentlich ohne VAR ausgegangen wäre. Aber das weiß ich nicht. Ich glaube, wir hätten gute Chancen gehabt, die Spielleute zu gewinnen unter dem VRR. 3-2 für uns. Da wären einige Tore passiert und dann hätten wir die Diskussion dann aber auch im Nachgang anders. Gut möglich. Deshalb nochmal die gleiche Frage an die Runde im Doppelpass. Wie wäre dieses Spiel ohne den Kölner Keller ausgegangen?

Und dafür haben wir ja einen Experten. Stefan, wie wäre es ausgegangen ohne VAR? Ich gebe Joe Kimmich recht, 3-2 für die Bayern. Marco, wie siehst du es? Du hast es für das Zone in der Konferenz kommentiert. Könnte sein, dass es so ausgegangen wäre, 3-2. Auf jeden Fall hätten wir dann die Bayern in der Schlussphase in der Unterzahl auf jeden Fall gesehen. Jackson hätte weiterspielen können, weil Christa Dinger das auf dem Feld anders interpretiert hat, anders gesehen hat. Es wäre auf jeden Fall trotzdem schwungvoll gewesen, glaube ich, ohne Vorwahl. Und wir hätten auch wieder diskutiert nach dem Spiel, auch ohne den Kölner Keller. Du hast jetzt Kimmich zitiert, den Schiedsrichter. Für dich nachvollziehbar, dass die Leverkusener Spieler nach Schlusspfiff den Eindruck hatten, sie hätten gewinnen müssen und die Bayern sehen es genau andersrum? Ja, das bringt der Sport so mit sich, dass man immer erst mal auch auf die eigene Performance guckt und das dann entsprechend oftmals positiver bewertet. Deswegen kann ich das schon verstehen. Ich glaube, das ist ein bisschen eine Milchmädchenrechnung, wenn man den VRR herausrechnet. Weil ich glaube, das hat eben auch einen hohen Einfluss auf das Schiedsrichterverhalten auf dem Feld der Unparteiischen, dass die ein VRR gibt. Und vielleicht hätten sie anders oder souveräner in manchen Situationen reagiert, wenn es den VRR nicht gäbe. Deswegen würde ich mich auf dem Unentschieden festlegen. Simon, wie hast du dich denn direkt nach Schlusspfiff gefühlt?

Verärgert oder verärgert, aber natürlich enttäuscht, weil wir schon das Gefühl hatten oder vom Verlauf auch mit dem 1-0, eigentlich fast mehr nicht in der letzten Phase des Spiels, wo du natürlich nochmal drückst, die Bayern sich hinten reinstellen, da vielleicht die eine oder andere Situation hatten, die wir machen können. Aber wir müssen eigentlich in der Phase, wo wir die Chance, Malik Tillmann, Patrick Schick, da müssen wir das zweite Tor machen. Und dann, glaube ich, können wir es auch bis zum Ende kontrollieren. Und dann kommen auch diese Szenen nachher nicht, weil es gab ja die Phase, wo das Tor aberkannt wurde von Bayern, wo sie das dann gemacht haben. Wo noch ein, zwei Situationen waren, wo wir sie zu Kontern eingeladen haben. Ich glaube, dass sie dann nicht entsteht. Und deswegen, das war für mich die ärgerlichste Phase des Spiels für uns, dass wir da nicht das zweite machen. Wir haben alle Szenen natürlich vorbereitet. Ich möchte nur noch abschließen in dieser Einführungsrunde dich, Christian, fragen, der die Bayern-Mannschaft aktuell wahrscheinlich am besten einschätzen kann. Wenn man mit 9 gegen 11 unentschieden bei Leverkusen spielt, ist man da happy über den Punkt oder traurig in der Kabine, wenn man zwei verloren hat? Ich muss sagen, happy ist bei Bayern niemand. Man hat es ja mitbekommen, die Bosse sind auf Temperatur. Uli Hoeneß hat sich, wir waren im Austausch gestern schon, der hat es am Tegernsee auf der Couch gesehen und war auf 180. Heute noch Herbert Heiner gesprochen, der hat es im Flieger noch diskutiert mit allen. Also die fühlen sich schon benachteiligt, aber ich finde, das macht halt den FC Bayern aus. Also wenn du mit neun Spielern zum Schluss noch auf Sieg spielst, das war schon sehr, sehr beeindruckend. Und ich glaube, wir alle haben davon profitiert. Das war ein super Spiel. Und eben, weil sie sich nicht reingestellt haben, ging es nochmal hin und her. Und ich glaube, das macht es aus.

Reingestellt hat sich Harry Kane in der Luft in einen Ball, der ein sehr großer Aufreger war. Wir haben die Szene natürlich vorbereitet. So ist es zugegangen. kane blockt dann gibt es einen zweikampf simon über den wir gleich sprechen und dann diaz und harry kane simon was hat dich am meisten geärgert erstmal bei dieser szene.

Man kann den Ball auch woanders hinschießen, zu sagen. Von daher muss man nicht gegen den Stürmer. Und dann natürlich, klar, Joel reagiert da nicht schnell genug, das dann auch zu lösen. Ich finde bei der Diskussion, mich hätte interessiert, wenn ein Abwehrspieler von uns im eigenen Sechzehner so reingesprungen wäre und ein Bayern-Spieler hätte geschossen, wie dann die Perspektive auf die Situation gewesen wäre. Wahrscheinlich genau gleich?

Ja, Handspiel. Also das ist ja völlig egal, ob der Stürmer vorne ist, von drei Metern angeschossen wird oder zwei Metern oder im eigenen Sechzehner. Das passiert und dann zum Elfmeter führt. Das ist eben die Regel sozusagen aus kurzer Distanz. Ich finde es manchmal komisch, aber die Abwehrspieler müssen das machen. Die stehen ja mit den Armen nur noch hinter dem Körper, auch wenn sie verteidigen. Aber selbst wenn sie von zwei Metern angeschossen werden, ist es Elfmeter häufig, wenn sie die Körperfläche vergrößern. Also von daher hätte ich die Diskussion gerne mal andersrum auch erlebt. Christian Knautsch. Ich sehe es ein bisschen anders. Ich finde, bei Tarr ist halt die Regelauslegung völlig klar. Komm mal gleich dazu lassen. Weil es halt zum direkten Tor führt. Bei Kane eben nicht. Also Kane macht den Ball weder mit der Hand rein, noch ist direkt das Tor, er spielt noch mal ab. Deshalb ist die Regelauslegung, glaube ich, da ein bisschen anders. Klar, er kommt mit angelegten Arm da rein, geht ein bisschen nach vorne. Aber da sehe ich es ein bisschen, da Hand zu geben, war schon ein bisschen hart. Also die Unmittelbarkeit, es gibt ja auch immer wieder ein Streitgespräch darüber, unmittelbar in einer Situation, wenn ein Spieler dann ein Tor erzielt. Die Unmittelbarkeit gilt in dem Fall nicht, weil der Ball von Kane nochmal rüberprallt, Leverkusen nochmal eine Klärung haben könnte, Luis Diaz dazwischen geht. Unmittelbar spielt hier keine Rolle. Aber ist es denn für dich, dieses Vergehen Canes, Stefan, ist es Handspiel oder nicht?

Für mich nicht, weil ich sehe da keine Verbreiterung der Körperfläche durch den Arm. Der geht wieder raus, er springt seitlich mit angelegten Armen, er wird angeschossen. Also für mich hätte das Tor eigentlich zählen können. Hier aber in dieser Szene muss man zwei Dinge ja auch mit betrachten. Einmal die Ballannahme von Blaswig, die schon schlecht war mit der Sohle, weil er gar keine Chance mehr hat, zur Seite wegzugehen. Er hätte ihn mit zur Seite wegnehmen müssen. So hätte der eine ganz andere Spieleröffnung machen können. und das Verhalten von Quanca in dieser Situation, der viel zu spät schaltet, komplett abschaltet. Er hat total den Vorsprung von 5 m zum Ball, den er nicht nimmt. Und das sind eigentlich die 2 Dinge, die mich mehr ärgern würden. Also zurück zu dem Elfmeter, nicht zu dem Elfmeter, zu dem Handspiel. Ich hätte weiterlaufen lassen. Wir haben Schieds...

Wir haben natürlich mit Schiedsrichter Dinger nach dem Schlusspfiff lange und mit vielen Fragen sprechen können und er hat diese Szene nochmal bewertet und wenn er sie bewertet hat, gucken wir sie nochmal an, weil er eine Bewegung von Kane Richtung Ball gesehen hat. Aus dem Spiel heraus habe ich überhaupt nichts wahrgenommen, weil das entsprechend die abgewandte Seite von mir war. VAR hat mich dann rausgeschickt, hat mir die Hintertoreinstellung gezeigt. Und da haben wir dann gesehen, dass quasi eine leichte Bewegung, aber dann doch eine evidente, weil dadurch München in Ballbesitz kam. Und dadurch war es für uns strafbar, weil genau die Hand in die Schussbahn des Balles kam. Also die Bewegung, so sehe ich das und so würde ich das einschätzen, kommt durch den Kontakt des Balles, also nicht vorher, bevor der Ball kommt, sondern durch den Kontakt des Balles, so würde ich das beurteilen. Aber ich bin ja schon auf die zwei Punkte eingegangen. Sie hätten den Ball ja danach auch noch ruhig klären können durch Quanca, der eben da schläft in dieser Sekunde. Jetzt sehen wir auch bei dem Standbild diesen Vorsprung, den er hat.

Das sind immer so Dinge, die wir hier diskutieren, Sonntag für Sonntag. Manchmal war echt schwierig. Aber man muss den Einsatz von Harry Kane auch nochmal, der war 60 Sekunden auf dem Platz. Ich meine, das ist ja wirklich das, was es ausmacht. Die sind da wirklich in Unterzahl, die wollen da noch wirklich was reißen und der kommt da rein. Und schade, dass es nicht belohnt wurde, also nicht schade für euch, aber man muss sagen, der kommt da rein und macht direkt Hand. Macht direkt Hand. Nein, aber wäre natürlich auch eine super Story gewesen, der kommt rein und macht das Tor. Also du hast davon gefragt, die Bayern, also ich finde, das macht sie in der Saison so aus, dass sie wirklich unbedingt wollen und wenn die mit elf Punkten Vorsprung in das Spiel gehen, trotzdem da unbedingt was reißen wollen. Also fand ich beeindruckend. Marco, du hast schon Luft geholt bei dieser Bewegung von Kane. Was wolltest du sagen? Ja, also ich traue ja Profifußballern immer eine Menge zu und ich glaube auch, ihr wisst oder du wusstest das ja auch sehr häufig, was du tust im Spiel.

Sie sind ja sehr clever in vielen Situationen, aber bei Harry Kane, bei dieser Nummer, also da in diesen Bruchteilen von Sekunden, da wirklich noch den Arm in Richtung des Balles irgendwie versuchen noch hinzustrecken. Also ich habe mal auch in Regelschulungen, es gibt ja viele Unterpunkte in manchen Regelauslegungen, aber gerade bei Handspiel soll ja erstmal die Absicht ja auch erkennbar sein. Und aus dieser kurzen Distanz, also bei dieser rasanten Spielweise, fehlt mir da schon so ein bisschen die Sicht auf die Absicht. Also ich sehe da jetzt nicht so wirklich so einen Absichtsgrund von Harry Kane, der sich auch noch wegdreht, den Ball wirklich noch aktiv quasi, dann auch am besten noch zum Mannschaftskollegen zu blocken. Also das finde ich schon sehr schwierig an dieser Entscheidung dort laut Reglement auf Handspiel zu entscheiden. Deswegen finde ich den Eingriff des VRRs, ob der dann so klar sein muss, es muss eine klare Fehlentscheidung sein, so klar habe ich es nicht gesehen tatsächlich. Du hast schon genickt, Cedric, deswegen frage ich dich was anderes, weil du würdest ja nur zustimmen. Zur nächsten Szene, Gelb-Rot für Dias. Hast du es mit Sicherheit auch schon hundertmal gesehen, das hat jeder, aber hier kommt die Szene nochmal.

Erstmal die Reel-Einstellung, also einer normalen Geschwindigkeit, wie hast du es gesehen? Ach ja, das ist immer so eine schöne Szene, da kann ich mich immer schön dran reiben, weil ich es eine absolute Unart finde, dass man versucht, Strafstöße zu ziehen oder zu schinden oder rauszuholen. Allein dieses Vokabular in anderen Sportarten würde man sich dafür schämen. Woran machst du es fest, dass er schinden oder rausholen will? Er will doch ganz klar hier den, wenn er den Elfmeter nicht haben möchte. Ja, aber ganz kurz, in dieser Szene eben sieht man es sehr gut, dass er sich eigentlich zuerst ein bisschen selber foult.

Dadurch das Gleichgewicht verliert und dann kommt der Kontakt Blaswig. Also in dieser Szene hätte ich ganz klar entschieden auf Abstoß für Leverkusen. Keine gelb-rote Karte und der Spiel läuft weiter. Gut, das habe ich so jetzt nicht gesehen, dass er selber noch ins Stolzfall kommt. Wir spielen es ja deswegen nochmal ein. Deswegen sage ich es. Er trifft jetzt gleich. Da unten ist der Kontakt. Ja, stimmt. Da hat er sich selber nochmal berührt. Also das hat nichts mit Schinden zu tun. Nee, okay, weil er sich selber noch praktisch ein Beinchen gestellt hat. Hast du absolut recht. Gebe ich dir recht. Dankeschön. Und dann kommt der Kontakt Blaswig. 1-0 für Effe. Und deswegen müssen wir weggehen von dem Wort Schwalbe, weil das war definitiv keine Schwalbe. Das wollte er nicht. Und dementsprechend ist die gelb-rote Karte. Stefan, er steht ja danach direkt auf. Er macht jetzt da kein Drama. Ich finde, das ist völlig unerheblich, ob dann einer sofort wieder aufsteht. Ich finde, er macht jetzt da kein Drama draus. Nee, aber warum muss dann ein Spieler immer erst liegen bleiben, bevor man dann pfeift oder nicht pfeift? Ich glaube, das ist jetzt keine Grundlage. Ich möchte Christian Dingert so ein bisschen zur Seite springen. Erst mal ehrt es ihn, dass er sich nachher hinstellt und sagt, wenn ich mir jetzt so die Bilder angucke, dann hätte ich nicht diese gelb-rote Karte gegeben. Das finde ich schon mal positiv an der Aussage von Dingert, dass er sich generell... Wir haben den O-Ton da, weil darauf basiert auch deine Aussage. Wir hören ihn kurz ganz an. Aber ich habe noch was hinzuzufügen. Selbstverständlich.

Wir hören erst rein. Aus dem Spiel raus war das für mich klar. Sonst hätte ich das nicht so entschieden, wie ich es entschieden habe. Ja, das war für mich so, dass der Spieler abhebt. Den anschließenden Kontakt mit dem Torwart, den habe ich aus dem Spiel heraus nicht gesehen. Also im Endeffekt ist es kein Elfmeter, weil vorher schon irgendwo der Kontakt eingefädelt oder gesucht wurde. Allerdings, wenn ich jetzt die Bilder anschaue, ist die gelb-rote Karte sehr hart. Und ich würde sie jetzt mit den Bildern nicht mehr geben. Ich sage mal, VAR kann im Moment da nicht eingreifen. Das soll ab Sommer kommen, da können wir im Moment noch nichts tun.

Und genau diese Wahrnehmung, die Christian Dingert in der realen Geschwindigkeit, und das sollten wir bei all den Bildern, die zugespielt werden können, immer nicht vergessen. Ich habe das Spiel ja kommentiert in der Konferenz für The Zone und meine Wahrnehmung war genau dieselbe. Ich habe sofort unserem Leiter der Sendung einen Hinweis gegeben, kommt sofort rüber, es gibt einen Platzverweis. Und ich kann das verstehen aus Sicht von Christian Dingert, weil du es dir ja so ein bisschen nach vorne schon kippst, vielleicht auch hier und da mal den Kontakt sucht. Und nochmal, es gibt erst die Möglichkeit, am nächsten Saison dann da reinzugehen, wenn es auch da eine klare Fehlentscheidung ist. Aber warum er so entschieden hat, in der realen Geschwindigkeit, kann ich vollkommen nachvollziehen tatsächlich. Das ist wichtig, dass wir die... Also da diesen Fehler menschlich so einzugestehen, finde ich ganz groß. Ist auch wichtig, einerseits das, ja.

Und andererseits natürlich auch wichtig, wie du einordnest, dass man eben erst in der kommenden Saison diese zweite gelbe Karte, die zu gelb-rot führt, dann über den VAR einkassieren kann. Er hätte jetzt nur in dem Fall, wenn ich es richtig verstehe, korrigiere mich Simon, wenn es dann doch ein Elfmeter gewesen wäre und der VAR gesagt hätte, prüft nochmal auf Elfmeter und der Schiedsrichter hätte seine Meinung geändert, dann hätte er die gelbe zurückgenommen werden können, korrekt? Hört sich logisch an, ja. Ich merke schon, man konnte mir wahrscheinlich nicht folgen. Wie hast du? Ich bin ein bisschen zu viel, Ich bin ein bisschen zu viel. Übrigens, Elfmeter ist es natürlich nicht. Ich glaube, da sind wir uns hoffentlich alle einig. Wie hast du in der Phase die Bayern wahrgenommen? Wie ging es euch dabei?

Ja, das ist natürlich klar. Gegen neun nochmal, ich glaube, das war 86. Minute plus Nachspielzeit. Ja, 84. war das. 84. Ja, dass du dann natürlich nochmal zehn, zwölf Minuten vielleicht hast, wo du richtig aufs Tempo drücken musst und Chancen haben. Klar, in dem Moment war ja, davor war ja so eine wissende Phase, was ich vorhin schon sagte, wo wir es nicht immer clever gemacht haben, auch im Ballbesitz und Situationen für die Bayern manchmal ein bisschen kreiert haben. Aber natürlich gegen neun ist dann schon klar, dass wir nochmal eine Phase haben, wo wir sehr drücken und vielleicht drei, vier Situationen bekommen, wo wir ein Tor machen müssen. Und es gibt eine Szene, die du vorhin zur Begrüßung angesprochen hast, die der vorausgegangen war in der 74. Dias, in der sich die erste gelbe Karte abgeholt hat. Du hast gesagt, die ist strittig. Wie hättest du da eigentlich oder den Schiedsrichter gerne reagieren sehen? Nein, ich muss ehrlich sagen, dass sie im Spiel, und der vierte Offizielle hat mit mir auch noch kurz gesprochen, habe ich auch gelb gesehen. Wenn man das nachher sieht, dann kann man darüber diskutieren, ist es nur noch ein gefährliches Spiel oder mehr. Aber in der Spielsituation fand ich...

Von der Wahrnehmung das auch gelb. Aber so wie vorhin vielleicht können wir auch diskutieren bei der Situation, ob das nicht auch mehr gewesen wäre. Also ich finde schon, ich habe es eben, glaube ich, mal im Vorgespräch auch gesagt, es gab mal eine Situation, Thomas Müller in der Champions League gegen Ajax Amsterdam, liegt schon ein paar Jahre zurück, ich meine so acht Jahre. Da versucht er auch, den Ball zu klären mit einem sehr hohen, gestreckten Bein und er ist damit rot runtergeflogen. Und ich finde, Luis Diaz wird den Augenwinkel Alic Garcia gesehen haben. Das ist natürlich schon in der Höhe und er bleibt da ein bisschen drauf. Also er unterbricht seine Handlung ja nicht. Also da kann man es übrigens auch nicht beschweren, wenn es dafür Rot geben würde. Also das hatte auch ein bisschen Glück. Es sieht so aus, als hätte er den Fuß sehr lange in dieser Position. Gelb oder Rot für dich?

Ja, es ist alles schon gesagt worden. Da kommen die Stollen nicht hin an den Kopf und dann eben auch diese Unterbrechung der Situation so ein Stück weit. Die Tatsache, dass er den Spieler hat kommen sehen, alles ist nur Gemengelage, die am Ende ja immer noch ein bisschen dafür entscheidend ist, was macht sie jetzt als Schiedsrichter. Und ich finde, da hätte er Rot geben können. Ob es ein Muss-Rote ist, weiß ich nicht, aber es ist auf jeden Fall eine starke Kann-Rote. Ich weiß nicht, ob er den Gegner sieht, weil er ist total fokussiert auf seine Aktion, auf seine Bewegung und auf den Ball. Dann geht er zum Ball. Für mich ist das eine gelbe Karte und keine rote Karte.

Es gab eine Szene, bei der wir uns mit Sicherheit alle einig sind. Wer eine andere Meinung vertritt, bitte Arm hoch und dann argumentieren, warum das von Jackson hier gegen Terrier rot. Warum da rot zu hart war, wäre die Frage. Jemand anderer Meinung? Was ich also problematisch an der Szene finde, dass Christian Dingert erstmal gelb zieht. Also er sieht ja diese Situation, deswegen gibt es ja auch die persönliche Strafe mit gelb. Und ich finde, in der Situation muss der Hauptschiedsrichter sofort dieses grobe V-Spiel erkennen und sofort die rote Karte ziehen und nicht erst dann rausgehen müssen zum TV-Bild und sich das einspielen lassen. Das begrittel ich gerade so ein bisschen daran an dem Strafmaß, an dem ersten Strafmaß von Christian Dingert. Wir können ja nochmal die Szene einspielen und schauen, wo der Schiedsrichter stand, weil es gibt ja immer Momente, wo irgendein Spielerkreuz oder die Sicht nicht so klar war in dem Fall.

Er hat ja den klaren Blick, also er hat den klaren Blick und ich erwarte von einem Top-Schiedsrichter auch in dieser Situation, dass er das nicht beurteilt mit einer gelben Karte, sondern sofort mit einer roten Karte. Die Frage, die sich natürlich hier, also völlig berechtigt, die rote Karte. Die Frage aber auch, warum Jackson im Mittelkreis so dumm, übermotiviert dahin geht und die Leverkusener wollten noch einen Rückpass spielen, da bleibe ich weg. Das ist halt die Frage, wenn ich Trainer wäre, das würde mich verdammt ärgern. Es ist ja so, dass Jackson keine einfache Situation hat bei den Bayern. Inwiefern? Du kennst seinen Charakter besser. Spielt das mit rein? Ja, auf jeden Fall spielt es mit rein. Du hast den Trainer angesprochen, Stefan. Ich glaube, Wansar Kompagnier hat es von der Seitenauslinie gesehen, dass es rot ist. Der ging ja gleich hoch, wie dumm das war. Und Niklas Jackson steht natürlich unter Druck. Also eine sehr, sehr unglückliche Saison bis jetzt. Ich sage einmal, so wie der spielt, schießt der wahrscheinlich im Champions-League-Finale das entscheidende Tor.

Müssen Sie aber erst mal hinkommen. Ja, mal schauen. Aber das ist ja nicht ein Einzelfall. Er ist bei der Klub-WM vom Platz geflogen. Er ist in der Premier League vom Platz geflogen. Alles innerhalb von neun Monaten. Also es ist schon sehr, sehr unglücklich. Und ich glaube, er macht es nicht einfach, Spielminuten zu kriegen, wenn der so weiterspielt. Aber er merkt natürlich, der Wechsel hat nicht geklappt. Er hat es sich anders vorgestellt. Und ich glaube, wir werden ihn vielleicht ein bisschen jetzt weniger sehen. Wie geht Kompany mit dem Spieler dann um? Ja, ich glaube, er kann viel akzeptieren, aber wie gesagt, so eine dumme Aktion, eine übermotivierte Aktion, ich glaube, das ist halt, was Vansor Company dann nicht gutiert. Er ist immer einer, der im Sinne der Mannschaft entscheidet und Jackson entscheidet.

Und wie gesagt, er hilft der Mannschaft momentan nicht. Also selbst auch in Bergamo hat er zumindest ein Tor erzielt. Aber er wirkt nach wie vor wie ein Fremdkörper. Wir dürfen nicht vergessen, 16,5 Millionen Laie. Das ist Rekord, das gab es noch nie. Und ist auch aus einer Drucksituation heraus entstanden, weil Bayern einfach dann sehr, sehr spät dran war. Sie wollten ja eigentlich einen anderen Spieler. Und er fügt sich nicht ein. Und wenn jemand natürlich so übermotiviert ist, ich meine, der spielt um einen neuen Vertrag, dann ist es dann wirklich so eine Sache, Wenn man sagt, jetzt geht es in die Crunch-Shine, jetzt geht es in die Entscheidungen und wenn dann ein Spieler so egoistisch agiert, dann glaube ich, hat er bei Vincenzo Compagnie ganz schlechte Karten. Wir haben noch eine Situation aus der Nachspielzeit, Tor für Leverkusen. Simon, tut mir leid, wenn ich dir schon wieder die gleiche Frage stelle, aber wie ging es dir in dem Moment? Erst beim Tor und dann, dass es noch tat, das wollten wir später einspielen.

Aber wir können auch, dann machen wir es schnell, wenn es schon da ist. Jonathan Tah, ihm springt der Ball an den Ellbogen, geht von da. Da sprechen wir übrigens von der Unmittelbarkeit. Und dass da der Schiedsrichter, wenn wir jetzt beim Schiri bleiben in dem Thema, es nicht gesehen hat, ist nachvollziehbar, Marco? Vollkommen, ja. Die kann man ja gut oder schlecht finden, die Regel ist immer da.

Unmittelbarkeit ist gegeben, deswegen muss der VAR da reingehen. Und das Tor einkassieren. Das kann man natürlich auch so sagen, dass für den Sport, für das Spiel ist es jetzt, sagen wir mal, auch nicht gerade wirklich erquickend, dass so etwas dann auch zurückgenommen wird. Weil ich finde, was soll Jonathan Tader machen? Also der dreht sich weg und macht sich so klein wie möglich und versucht den Arm wirklich ja noch so nah anzulegen, wie es irgendwie geht, aus dem Reflex heraus. Aber es ist total regelkonform. Ich finde auch in der Situation weiß ein Spieler sofort, Gott, der war an meinem Arm. Und dann ist es eben die Regel, die auch in dem Fall irgendwo nachvollziehbar ist. Und dann muss man es, glaube ich, runterschlucken und akzeptieren. So, Simon, jetzt kommen wir zu 90 plus 3, Hofmanns Tor. Es war ja insgesamt ein Wechselbad. Wie ging es dir in den Momenten? Erst als er drin war und dann als die Entscheidung kam? Große Freude natürlich. Aber wir haben sofort auf der Bank geguckt, ob der Pass, ob er da am Abseits ist oder nicht. Und dass es eng wird, das konnten wir dann auf dem kleinen iPad sehen. Aber klar, haben wir gehofft natürlich, dass die paar Zentimeter in unsere Richtung. Hier sieht es nach gleicher Höhe aus, Fynn.

Ja, ich meine, es war ja wahnsinnig eng. Von daher ist die Perspektive dann sehr entscheidend, die paar Zentimeter, die es dann vielleicht ausgemacht hat. Ja, es ist abseits oder nicht abseits. Ist der Ball hinter der Linie oder nicht hinter der Linie, können wir diskutieren, ob wir das grundsätzlich gut finden. Aber wenn wir diese Technologie haben, dann ist es eben abseits. Ich hätte gerne das Tor gehabt, aber... Ist das so leicht zu akzeptieren? Ist so leicht zu akzeptieren, dass die Technologie halt so ist? Ja, darüber rege ich mich am Ende nicht auf, dass die Technologie gut zu dem Ergebnis gekommen ist, dass er im Abseits war. Aber in England gibt es einen Ermessensspielraum, würdest du das vielleicht wünschen? Ich meine, er hat ja jetzt keinen Vorteil, weil er mit der Schulter so ein bisschen drin ist. Und dann sieht man es und sagt, okay, es ist halt einfach kein Vorteil. Ja, darüber können wir diskutieren. Aber irgendwo gibt es ja trotzdem den Punkt vom Ermessensspielraum zum, ist dann kein, also irgendwo gibt es diese Grenze. Früher war es natürlich ein bisschen breiter gefasst, sozusagen im Zweifel dann für den Angreifer.

Aber das ist keine Situation, wo ich mich über aufregen kann. Das ist ärgerlich, dass es da drei Zentimeter oder fünf Zentimeter... Man ärgert sich, aber man regt sich nicht auf. Ja, aber das ist der Job des VARs und der Technologie, das festzustellen. Und dann ist es leider so. Wir haben jetzt festgestellt, in einigen Szenen lag das Schiedsrichtergespann um Christian Dingert richtig. Bei Jackson ist es eine Situation, die er zuerst falsch bewertet hat, bei Luis Diaz genauso. Und sonst, haben wir eigentlich gesagt, hat der Schiedsrichter einen guten Job gemacht. Eine wichtige Fußballpersönlichkeit war komplett anderer Meinung. Uli Hoeneß nämlich sagte...

Im Topspiel Leverkusen gegen die Bayern, da war so viel dabei. Die Tore haben wir noch gar nicht besprochen, müssen aber jetzt über den großen Mann vom Tegernsee sprechen und fangen mit Katharina Kleinfeldt an an dieser Position. Beim Ehrenpräsidenten, da hat das nicht gerade für Freudensprünge gesorgt, was er da gesehen hat. Ganz im Gegenteil, er hat sich folgendermaßen dazu geäußert, hat gesagt, das ist die schlechteste Leistung eines Schiedsrichterteams, die ich je bei einem Bundesligaspiel erlebt habe. Wir haben hier mal auf Social Media, auf Instagram diesen Post, den wir da abgesetzt haben, auch nochmal aufgemacht und geguckt. Da hat sich natürlich sehr viel getummelt darunter, sehr viele Kommentare. Sehr heiß wurde das Ganze diskutiert. Und da gab es dann jemanden, der nochmal gesagt hat, morgen Dopa-Anruf. Also mal schauen, vielleicht bekommen wir ja noch den Anruf von Uli Hoeneß an dieser Stelle.

Also wir nehmen ihn natürlich gerne an, wenn das so wäre. sind aber auch daran erinnert worden, Moment mal, vor 25 Jahren, da gab es doch auch ein Spiel. Ein gewisses am 7. April 2001, als ein reines Kartenfestival sozusagen losgetreten wurde. Hartmut Schramper zückte damals sage und schreibe 15 Karten. Das ist Bundesliga-Rekord. Allein die Bayern haben 12 bekommen. In der ersten Halbzeit schon 7 gelbe Karten. Lisa Rasu hat damals die gelb-rote Karte bekommen. Und dann hatten wir auch ein paar Minuten später, also das war in der 35. und dann in der 55. Noch einen Herren, den wir hier bei uns in der Runde natürlich sehr, sehr gerne auch sehen. Der hat dort ebenfalls gelb-rot gesehen. Also wie gesagt, da wurde eine Karte nach der anderen gezogen. Stefan Effenberg, genau, genau, den erkennen Sie dort. Das Ergebnis damals übrigens ebenfalls ein 1 zu 1. Und auch damals war ein gewisser Uli Hoeneß extrem erzürnt. Wir hören mal rein, was er in den Katakomben dann von sich gegeben hat. Der DFB muss ja mal darüber nachdenken, ob er den Hans Strampel nicht eine Zeit lang aus dem Verkehr zieht. Alles der Schiedsrichter heute? Absolut. Der hat von der ersten bis zur letzten Minute an das Spiel nicht im Griff gehabt und dadurch kam diese Unruhe rein. Die Spieler haben natürlich gemerkt, mit dem kannst du das machen und dann haben sie es auch gemacht.

Wir haben gerne noch mal die Erinnerungen aufgespischt an dieser Stelle und gerne natürlich auch noch mal die Bilder gesehen von Stefan Elfenberg. Wir müssen an der Stelle erst mal festhalten, er war ja natürlich niemals gelb-rot für dich, oder? Klar, Ball gespielt. Ja gut, den Ball habe ich jetzt nicht gespielt. Ich sage mal, das war die schlechteste Schiedsrichterleistung. Also nicht die von gestern. Ich glaube, da hat der Uli auch ein Stück weit überzogen. Aber ich habe solche Spiele geliebt. Also da war Feuer drin. Wunderbar. Geht in die Geschichte ein. Und am Ende der Saison seid ihr auch durch diesen Punkt Meister geworden. Das war das Herzschlagfinale gegen Schalke 04. Also der Punkt war schon wichtig. Insofern haben wir das mal abgerundert. Da war der Punkt in Hamburg wichtiger als der Punkt damals in Dortmund. Ja, okay. Hast du natürlich recht. Ja. Wie immer. Das wundert mich nicht.

Wie kommt Uli Hoeneß, du hattest Kontakt zu ihm, Christian, wie kommt Uli Hoeneß auf diese Aussage, schlechteste Schiedsrichterleistung, die er in der Bundesliga je gesehen hat? Also ich war da nicht beteiligt, da waren wir in unserem Austausch gestern schon, aber er sitzt da am Tegernsee, hat die TV-Bilder, hat natürlich einen Vorteil dem Schiedsrichter gegenüber, muss man sagen, und es muss da wirklich sehr, sehr hitzig gewesen sein, dass er auch gestern dann schon direkt sich dann meldet, heute nochmal bei euch. Also ich kann es natürlich verstehen, wenn du es im Fernsehen siehst, ist es natürlich schon aus Bayerns Sicht, waren es harte Entscheidungen, wenn man es ein bisschen diskutiert, wir diskutieren es hier, sieht man.

Der Schiedsrichter ist natürlich, wenn man sagen darf, eine arme Sau, er kriegt es dann immer nachher über den Videoschiedsrichter, der nochmal serviert, kann das dann wirklich ausdiskutieren. Aber natürlich die Bayern, die sehen jetzt nur wieder natürlich auch das nächste Spiel. Luis Diaz wird fehlen Jetzt gegen Union Berlin, er ist wichtig für die Mannschaft. Und da kann man den Frust tatsächlich verstehen. Sie haben immer noch neun Punkte Vorsprung. Aber ich glaube, das macht ja Uli Hoeneß aus. Und deshalb lieben ihn die Leute selbst neun Punkte Vorsprung. Und die Bayern, Simon ist ja ganz cool, der hätte die zwei Punkte mehr auch gebrauchen können im Kampf um die Champions League. Und die Bayern enteilen allen und trotzdem sind sie heiß. Deshalb schimpfen sie noch. Herbert Heiner meldet sich. Diskussion im Flugzeug, Diskussion auf der Couch. Und deshalb ist der FC Bayern ebenso gut, weil sie selbst diese zwei Punkte gerne gehabt hätten. Aber ich glaube, das ist genau der springende Punkt, was du schon sagtest. Wenn sie sich ungerecht behandelt fühlen, dann werden sie laut und wehren sie. Und so wie Simon zu Beginn gesagt hat, wenn das jetzt ein Bayern-Spieler gemacht hätte mit dem Handspiel, würde man es wahrscheinlich anders einordnen. Welches Gesamtbild, Cedric, hat für dich der Schiedsrichter abgegeben im Spiel und auch jetzt mit den Aussagen danach?

Ja gut, also die eine Situation, wo wir hinterher auch alle gesagt haben, naja gut, da hat er daneben gelegen, das hat er selber eingeräumt. Das ist Größe, das ist Sportmanship, das macht man so und alle anderen Entscheidungen, finde ich, kann man schon auch so treffen, wie er es getan hat. Und insofern war es jetzt keine verkehrte Leistung vom Schiedsrichter. Da bin ich auch bei Marco, der gesagt hat, ja, den muss man da vielleicht mal ein bisschen auch in Schutz nehmen, weil er auch schon auch sehr gerade von Bayern-Seite auf ihn eingedroschen wurde. Und ich finde, genau das ist so ein Punkt, der stört mich aus zwei Gründen. Zum einen finde ich, klar, Christian, du sagst, der FC Bayern, großer Klub, das ist ein Selbstverständnis, was man hat, ist alles völlig richtig. Ich verstehe auch, dass man frustriert sein kann und dass man natürlich auch auf die eigenen Dinge guckt und sich daran reiben und daran stören kann. Aber es gehört auch zu der Größe eines Klubs, wenn du Führungspersönlichkeiten hast, die da auch mal drüber stehen. Die respektvoll und auf Augenhöhe sich mit dieser Sache im Diskurs auseinandersetzen. Mit dem Schiedsrichter dann vielleicht ein konstruktives Gespräch gehen oder eben auch mit der Presse oder die Situation eben aufarbeiten. Aber nicht dieses von oben drauf. Ich finde, das macht man nicht. Das ist eher klein als groß. Das gehört sich nicht. Entspricht nicht meinem Verständnis von Hochleistungssport. Fußball ist Emotion. Das muss erlaubt sein.

Ich kann aber auch auf Augenhöhe emotional sein. Also Emotion 100%. Aber das kann ich auch auf Augenhöhe machen, respektvoll. Und dann kann ich eben auch Größe zeigen. Und auch mal wer es drüber steht. Und das ist die eine Sache. Und die andere Sache ist eben, dass das fast schon so ein Mechanismus führt vielleicht ein bisschen weiter. Aber es gibt schon Situationen, auch wenn man die letzten Jahre mal immer sieht, Wenn die Bayern Spiele haben, wo sie sich benachteiligt fühlen, dann wird von allen Seiten so laut geschrien.

Dass das immer natürlich auch eine taktische Maßnahme ist, zumindest liegt die Vermutung da nahe, zu sagen, wir machen das jetzt so laut, die nächsten 20 Partien, da wagen die Schiedsrichter nicht, solche Entscheidungen gegen uns zu treffen. Und ich finde, das ist auch eine Richtung, das ist ein taktisches Kalkül, finde ich, gehört auch nicht in den Sport. Ein bisschen Methode.

Ja, Jürgen. Ja, sogar zwei. Ich möchte einen Satz noch zu Christian Dingert sagen. Sogar zwei. Zu einem Satz noch zu Christian Dingert. Jetzt mal fernab der Entscheidung, die da getroffen worden sind oder nicht getroffen worden sind. Darüber haben wir, glaube ich, jetzt ausführlich gesprochen. Es war ja alles sehr aufgeheizt. Und ich habe das Spiel ja 90 Minuten begleitet, wie viel diskutiert wurde, auch von den Kapitänen. Robert Andrich, Joshua Kimmich, was von außen auch kam. gab es ja die Provokation von Vincent Compagny nach dem regulären Treffer von Luis Diaz mit der Geste, von wegen, wolltest du es nicht auch nochmal anschauen, dafür hat er Geld bekommen. Und Christian Dingert hat es aber auch geschafft, nicht die Kartenflut loszutreten und nach jedem Meckern noch Geld zu wedeln, also wie glaube ich damals bei eurem Spiel in Dortmund. Also da hat er natürlich in der Art der Kommunikation mit den Spielern, ich weiß nicht, wie ihr das Ich glaube, dass ich da draußen schon einiges wieder hinbiegen kann. Das muss man auch mal fairer sagen.

Noch mal wichtiger gemacht hat, was wir schon auch erlebt haben. Kannst ruhig reagieren, wie habt ihr es erlebt? Ja, also natürlich gab es durch die WAA-Unterbrechung immer Szenen, wo das Spiel unterbrochen wurde, aber ansonsten ist es ein Fußballspiel geblieben, auch trotz der Emotionen. Da gibt es ja auch manchmal Spiele, da wird dann wirklich nur noch gelbe Karten verteilt, alles wird gepfiffen und es kommt überhaupt gar kein Spiel mehr zustande oder Szenen. Es gab aber weitere Torraumszenen oder Torchancen etc. Es war ein Spiel manchmal hin und her. Also ich fand, das hat er definitiv geschafft, trotz dieser Unterbrechung, dass es einen Spielfluss weitergab. Wir werden sportlich. Wir schauen auf das 1-0 von Bayer Leverkusen, das ein frühes Tor war.

Erst haben die Bayern den Ball, verlieren ihn dann. Stefan, fair oder faul? Nein, ich sehe da kein Foul. Faires Spiel, überhaupt kein Foul. Und hier natürlich ein bisschen glücklich, dass Tardar dann noch unglücklich abfällt, dementsprechend nicht haltbar. Aber das Zweikampfverhalten hier von Giers in dieser Szene, da muss er robuster sein, da muss er seinen Körper mehr reinstellen. Dann verliert er den Ball nicht, dann bleibt er auch noch stehen. Gut gemacht von Cool Breeze, muss ich sagen, dass er da wirklich auch dran blieb. Balleroberung und dann dieser Abschluss. Also eigentlich ein perfekter Start für Leverkusen. Ich glaube nach sechs Minuten 1-0. Machen nicht so viele Mannschaften, aber unter dem Strich muss Leverkusen eigentlich wütend sein über den nur einen Punkt. Sondern sie hatten wirklich, und Simon hat es ja schon angesprochen, zweifach die Möglichkeit, mit hundertprozentigen Möglichkeiten, das Spiel auf 2 zu 0 zu stellen. Wie haben Sie da, die Szenen? Also früh ist der Bayern-Rückstand, hast du recht in dieser Saison. Und dann kommen eben die Szenen, wo Leverkusen noch hätte viel mehr rausholen können.

Das ist natürlich für einen Spieler immer ein unfassbar langer Weg. Du musst jetzt 40, 50 Meter ziehen. Vielleicht hätte er ein bisschen zentraler reinziehen können müssen eigentlich mit dem Start. Das hat er nicht gemacht. Bleibt eher außen. Und dann kommt Ta. Jetzt kann er gar nicht mehr nach innen gehen. Also muss außen bleiben. Und dann mit dem linken Fuß. Ja, man muss ihn nicht machen. Also es war jetzt keine hundertprozentige, aber es war eine große Möglichkeit. Ich finde die Chance von Schick eigentlich, das war eine hundertprozentige. Wir schieben sie gleich hinterher. Ich weiß nicht, warum er da den Abschluss eigentlich sucht direkt. Sondern eigentlich muss er den nur mit dem linken Fuß rechts vorbeilegen und dann mit der rechten Innenseite reinschieben. Hier darf er nicht abschließen. Er muss ihn mitnehmen, umkurven oder umlaufen und dann mit dem rechten Fuß. Euer Maskottchen sieht es genauso wie du. Ich habe dich beobachtet. Du hast die Lippen aufeinander gepresst.

Wie sehr leidest du, wenn du die Chancen nochmals siehst, die vergebenen? Ja, da leide ich. Ihr habt ja vorhin gefragt, bei dem 3-2 mit dem Videoschiedsrichter, das muss man hinnehmen, mit der Abseitslinie. Aber da leide ich, weil es ein super Pass auf den Malik war, vergibt die Chance, aber ein super Pass auf den Patrick. Und an sich, das ist eine Situation, das ist eine große Qualität, da entweder, was Stefan sagt, einen Torwart rumzukurven oder einmal drüber zu heben. Und die macht er. Und deswegen, das tut richtig weh. Was fehlt da? Ja, das Tor, das ist klar die letzte Situation. Das kostet fast schon 3 Euro. Das ist kein Problem, ja. Das ist kein Problem. Ich halte dir das Schweinchen hin.

Letztlich ist ja schick erfahren, Tillmann, vielleicht nicht so, aber was wünschst du dir in dem Moment von einem Angreifer in dieser Chance? Ja, da zu sein natürlich. Manchmal gibt es ja Spiele, oder häufiger Spiele, wo Torjäger nicht so im Spiel, wo wir jetzt noch nicht so viele Situationen haben, weil sie wissen, die müssen auf die eine Situation warten. Und gerade ein Spiel gegen Bayern München kannst du jetzt nicht davon ausgehen, dass du sechs, sieben Hochkaräter kriegst und da musst du eiskalt sein.

Aber deswegen ist es so ärgerlich, weil ich weiß, dass Patrick das kann und diese Qualität hat. Manchmal hat man ja andere Spieler stehen da, wenn da ein Abwehrspieler steht, weiß man, da ist jetzt die Chance doch deutlich geringer, aber Patrick, der hat diese Qualität. Gibt es einen Unterschied zur Haltung im Vergleich zu eurer Meistersaison? Da hattet ihr ja sehr häufig ein Last-Minute-Tor, einen Erfolg, den ihr erzwungen habt und im Gefühl hatte jeder im Stadion den Eindruck, wir machen noch eins. Das war eine andere Haltung. Nimmst du die wahr? Ist da was anders? Ja gut, klar, wir hatten eine unglaubliche Dominanz im Spiel, das muss man auch sagen, dass wir natürlich die Schlinge für den Gegner immer weiter zugezogen haben, das Tempo immer weiter erhöht haben und ich glaube nicht nur wir das Gefühl hatten, dass es irgendwann gleich klingelt, sondern auch der Gegner häufig gemerkt hat, boah, es wird immer schwieriger. Diese Dominanz haben wir in diesem Jahr nicht, sondern es kommen Situationen, aber es kommen jetzt nicht, wie es vor zwei Jahren war, dass es an sich spürbar war, dass es nur noch ein paar Fragen von Minuten ist, bis wir die nächste Großchance haben. Und deswegen ist es natürlich eine andere Situation auch für Spieler, ob du es schon merkst, es kommt jetzt gleich, gleich kommt die Flanke, gleich kommt die Situation.

Oder du bist im Spiel und musst immer bereit sein, dass vielleicht eine kommt. Wir sprechen gleich noch über die anderen Szenen eures Spiels und über die Ansage deines Bosses, dass ihr in den nächsten drei Jahren wieder Meister werden wollt. Und wir müssen auch auf Bayern-Seite über Sven Ulreich sprechen, der ein großartiges Spiel gemacht hat. Wir tun das gleich nach einer kurzen Unterbrechung. Ein Spot. Wie versprochen sind wir zurück nach nur einem Spot mit dem nächsten Thema. Immer noch dieses Spiel Leverkusen gegen die Bayern. Aber wir sprechen über den Münchner Torhüter, angefangen bei Katharina Kleinstell. Trotz dieser vielen Ärgerlichkeiten gab es auch etwas zu feiern für die Bayern. Sven Ulreich hat sein Comeback gegeben nach 539 Tagen. Im September 2024 hat er sein letztes Pflichtspiel absolviert. Nachdem Neuer und Urbig jetzt ausfallen, er also wieder zwischen den Pfosten. Und hat ein richtig gutes Spiel gemacht bei diesem Comeback. Da sehen wir nochmal, wie er die Bayern gerettet hat. Kurz vor Spielende, 90. Plus 7 gegen Masa. Da hat er sich noch auf den Ball raufgeworfen. Und das hat natürlich allen eigentlich sehr viel Respekt abgezollt und vor allem auch einem Mitspieler, der das folgendermaßen geäußert hat.

Einen muss man trotzdem hervorheben heute, und das ist Ulle. Jeder, der seine Geschichte kennt, was er im vergangenen Jahr durchmachen musste, und jeder, der selbst Kinder hat, weiß, was das bedeutet. Er hat es nicht immer einfach gehabt, auch sportlich, und hält uns trotzdem immer den Rücken frei. Und jetzt, wo er gebraucht wurde, war er nicht nur sehr gut da, sondern wirklich ein überragendes Spiel gemacht und auch den Punkt festgehalten. Und deswegen Chapeau und schwer da Worte zu finden für den Menschen oder nicht nur für den Spieler. Ja, statistisch gesehen übrigens, das ist gerne auch noch hinterher geschoben. Selbst von sieben Bällen hat er da pariert, die auf seinen Kasten gekommen sind. Und wenn wir schon jetzt bei den Bayern sind, dann können wir auch an dieser Stelle noch auf den Fantalk hinweisen. Ich glaube, das ist auch ganz in Jochens Sinne. Denn am Mittwoch ist es dann soweit. 20 auf 15 legen wir los, wenn die Bayern gegen Bergamo spielen. Peter Neurohrer wird mit am Start sein, Mike Franz ebenfalls. Also wieder eine illustre Runde. Gerne einschalten dazu. Es wird gute Unterhaltung geboten. Mit Jochen. Ja, vielen Dank.

Und natürlich ist dann eine Frage, ob da Ulreich wieder im Tor steht oder ob Urbig vielleicht schon wieder kann und fit ist. Aber wenn wir beim Thema Ulreich und die Torhüter der Bayern mal bleiben wollen.

Auch da wieder, wie die Situation für ihn ist, wir haben es gerade beschrieben, bekommen in den O-Tönen, dass er so lange raus war und dann wieder zurück zwischen den Pfosten und dann diese Leistung. Wie gefällt dir das persönlich und den Bayern-Verantwortlichen? Also man muss sagen, Sven Ulreich ist ja nicht nur ein sehr, sehr guter Torhüter, sondern ein sehr, sehr guter Mensch. Also sehr in der Mannschaft verwurzelt, hat er wirklich ein ganz, ganz großes Standing. Und ich meine, der kommt da rein und die Geschichte ist von Stani ja angesprochen worden, hat er wirklich privat wirklich Probleme. Aber das zeichnet auch den FC Bayern aus, haben immer zu ihm gehalten, haben ihm alle Zeit der Welt gegeben und immer gesagt, auch was die Zukunft betrifft, was dem Vertrag, er hat sich ja lange nicht entschieden, ob er überhaupt die Kraft hat, weiterzumachen. Dann hat Bayern gesagt, hey, nimm dir die Zeit.

Du kannst, wenn du willst, unterschreiben. Wir sind da, wir zahlen ein Gehalt weiter. Und jetzt, man sieht, man macht ihm wieder Spaß. Es war auch gestern schon ein bisschen angesprochen worden. Also die Bayern würde ihm nochmal ein Ja geben. Und ich sage, wenn du so einen Torhüter hast, musst du das machen, weil er ist wirklich auf dem Punkt da. Er macht keine schlechte Stimmung. Er macht sogar noch gute Stimmung für den Urbic. Wir wissen ja immer noch nicht, wie Manu sich entscheiden wird. Kann sein, dass er aufhört. Dass dann so ein Torhüter da ist mit der Erfahrung und ja, wir bekamen es gestern ein bisschen zu kurz, auch bei der Sohn, er hat ja dann selber angesprochen, es gingen nur Fragen über Schiedsrichter Entscheidungen, aber dass der wirklich sehr, sehr gut gehalten hat, da musst du dann selber sagen, ich habe übrigens auch ein paar gehalten und so, war schon eine sehr, sehr gute Leistung von ihm. Ich habe nur kommentiert, kein Interview.

Aber dafür bist du ja auch bei uns jetzt, um das nochmal klarzustellen, es zeichnet natürlich den FC Bayern und auch andere Vereine aus, wenn es dann so einen heftigen Schicksalsschlag gibt in der Familie, dass man diesem Spieler dann vielleicht auch eine Sonderrolle, was den Vertrag angeht, einfach zuschiebt. Wie wäre es denn für dich die ideale Torhüter-Konstellation beim FC Bayern mit Ulreich, Urbig, Neuer? Wie soll es da im Sinne des Vereins am besten in die Zukunft gehen? Mit Manuel Neuer noch mal verlängern ein Jahr, Urbich aber im nächsten Jahr dann noch mehr Spielzeiten zu geben.

Und Ulreich auf jeden Fall als dritten Torwart, als Backup noch mal, wenn irgendwas sein sollte, dass du ihn auch noch in der Hinterhand hast. So würde ich versuchen, in die neue Saison zu gehen. Macht der Manu das? Du hast ihn gerade gesagt, der Manu. Stellt er sich dann hinten an und sagt, komm Urbe, ich spiele mal ein bisschen häufiger, ich bin dein großer Pate? Er hat ja diesen Sprung, der ihm wirklich sehr, sehr schwer gefallen ist und schon einige Ersatzdorhüter beim FC Bayern gekostet hat. Denkt mir an Nübel, da gab es ja auch schon eine Vereinbarung. Das hat er schon gemacht, er gibt ihm Spielzeit, er merkt auch, dass es ihm selber gut tut, dass er ein paar Pausen macht. Hat er jetzt die ein oder andere Verletzung aktuell auch wieder. Also ich glaube, das geht. Und was ich wirklich erstaunlich finde, ist auch Urbik. Das ist jetzt keiner, ich kann mich noch an Rennsing erinnern, da hat Oliver Kahn zu mir gesagt, wenn ich jetzt nicht aufgehört hätte, hätte mir da wahrscheinlich ein Messer in den Rücken gerammt.

Aber der sagt sogar, ich kann da profitieren, ich mache das gerne. Vielleicht tut es mir sogar noch ein bisschen gut, hinter ihm noch ein bisschen die Einsatzzeiten zu bekommen. Weil es ist ja klar, es ist schon ein Unterschied, ob du ab und zu mal jetzt im Tor stehst und Neuer vertrittst oder ob dann wirklich der Fokus extrem auf dir ist. Also ich würde es mir wünschen, dass wir nochmal diese Konstellation sehen würden, weil ich glaube, alle Seiten würden davon profitieren. Aber letztendlich, mal schauen wir mal, Bayern spielt eine hervorragende Saison. Ich könnte auch mal Anu Neuer verstehen, wenn das in ein paar Titeln endet, dass er dann irgendwann mal sagt, jetzt merkt schon, es waren jetzt ein bisschen mehr Verletzungen in letzter Zeit. Vielleicht hört er auf. Und dann ginge der Vergleich mit Neuer für Urbich auch von vorne wieder los, weil er dann in der neuen Saison immer wieder verglichen werden würde. Ein Thema noch, Simon, mit dir. Ihr seid ja mal aneinandergeeckt, Sven Ulreich und du, vor zwei Jahren. Also es kam aus einer Seite, war eine Einbahnstraße. Habt ihr euch jetzt am Wochenende getroffen? Habt ihr euch gestern gesehen? Gab es dann Wiedersehen, Handshake oder End? Nee, haben wir nicht gesehen, aber er hat sich damals entschuldigt. Und dann ist das für mich auch in Ordnung. Also jetzt wird ja alles gefilmt, aber früher auf dem Platz wurde ja auch, ich glaube, Effe wurde auch nicht immer alles jugendfrei gesprochen. Oder auch bei uns gab es auch mal, gibt es Auseinandersetzungen. Von daher, im Rahmen eines Spiels passieren auch mal solche Sachen. Der hat sich danach entschuldigt und von daher ist es für mich auch überhaupt gar kein Problem. Was war denn da? Weiß ich auch nicht mehr ganz genau. Ich glaube, das ist eh mitgekriegt.

Ich glaube, die Bayern-Fans haben es nach dem Spiel noch ein bisschen intoniert, wie die Spieler von der Kurve waren, oder? Ich weiß es nicht. Freunde der Sonne, wir schauen aufs 1 zu 1 von gestern. Und zwar hat sich das so gestaltet. Ähnliche Situation übrigens wie bei Schick. Nur, dass eben diesmal der Ball im Netz landet.

Ja, ich meine, Diaz ist da natürlich eiskalt, das wissen wir aus vielen Spielen, dass wenn er diese Möglichkeit bekommt, dass er die dann auch reinmacht. Ich verstehe hier diesen Blick von Andrich nicht und diesen Pass auch nicht. Hier natürlich Glück mit dem Tunnel von Ulisse, mit der Vorarbeit zu Diaz. Das fängt natürlich an mit diesem katastrophalen Fehlpass von Andrich. Und sowas darfst du dir eben im Spiel vor allen Dingen gegen die Bayern nicht erlauben, weil dann killen sie dich. War nicht das erste Mal, dass Andrich so ein Fehler unterlaufen ist. Ich will jetzt nicht drauf fahren, also gefällt mir nicht. Aber wie geht man mit ihm um?

Kapitän, gravierender Fehler? Ja, das weiß er ja selbst, dass das kein guter Pass war. Also von daher, manchmal ist es ja, deswegen, er war da im Achmspiel gestern ja auch enttäuscht darüber. Er hat ja auch die Möglichkeit, nach vorne weiter zu spielen, vielleicht auf Maser durchzustecken und was zu initiieren. Wollte versuchen, Spielkontrolle vielleicht zu haben. hat er vielleicht aus dem Augenwinkel Alex Garcia gesehen. Aber natürlich, klar, gegen Top-Mannschaften dürfen dir wenig Fehler passieren. Das ist ja klar. Ob es jetzt Arsenal in London ist oder Bayern München, die beiden besten Mannschaften für mich in Europa im Moment. Da darfst du dir nicht viel anbieten. Und das haben wir gestern leider gemacht damit. Du hast auch eine schöne Überleitung gefunden zu Fernando Carro, der ja gesagt hat, er will immer der Beste sein in Deutschland und auch in Europa. Die Meisterschaft wieder in den Mund genommen, hat sogar einen Zeitraum genannt. Und darüber sprechen wir.

Bayer Leverkusen jetzt unser großes Thema, auch weil Simon Rolfes neben mir sitzt. Wir fragen uns, wo gehört Bayer hin? Erfolge gehabt, Erfolge sollen wieder kommen. Und in dieser Saison, wie sieht es da so aus? Bayer tanzt immer noch auf drei Hochzeiten. Und das, obwohl die Mannschaft oft ziemlich wankelmütig auftritt. Letzten Mittwoch hat Leverkusen den FC Arsenal, das vielleicht aktuell stärkste Team Europas, am Rande einer Niederlage gehabt. Auf der anderen Seite hat man nur eines der letzten fünf Bundesligaspiele gewonnen. Bayer kann deutlich überperformen und extrem unterperformen. So läuft es schon die ganze Saison. Sieg in Frankfurt, Sieg im Pokal in Dortmund. Aber Niederlage gegen Union. Die Konstanz des Meisterjahres fehlt, aber auch der Meisterkader. Viele schmerzhafte Abgänge wie Thar, Wirz und natürlich auch Xavi Alonso verhinderten bislang weitere Titel. Aber damit will man sich in Leverkusen offensichtlich nicht mehr abfinden. Fernando Caro jedenfalls nicht.

Der Mensch Karo will immer die Nummer 1 sein. In Deutschland und in Europa. Endlich mal kein Angsthase, der sich hinter der vermeintlichen Unbesiegbarkeit der Bayern versteckt. 2028 oder 2029 soll es soweit sein. Zumindest mit der Meisterschaft. Ein ambitioniertes Ziel. Aktuell ist Bayern noch nicht mal in der Lage, gegen neuen Bayern zu gewinnen. Aber Caro hat früher schon mal hohe Ziele verkündet. Die Schale an Bayer Leverkusen, das wäre mein Wunsch. Das war 2020. Damals war der FC Bayern amtierender Trippelsieger. Doch vier Jahre später wird Leverkusen tatsächlich Dubelsieger. Jetzt soll es also schneller gehen. Simon Rolfes hätte sicher nichts dagegen. Er sollte allerdings relativ zügig den Kader verstärken. Die Rückkehr von Havertz nach Leverkusen bleibt wahrscheinlich ein Traum. Eine Rückkehr von Brandt wäre leichter finanzierbar, aber selbst mit Havertz und Brandt bleibt Karos Zeitplan ziemlich. Wir fragen daher, wie wollen Sie denn bis 2028 oder 2029 Meister werden? Herr Rolfes.

Ich hätte die gleiche Frage gestellt. Ihr wisst ja, wie es geht. Wie wollt ihr es werden? Ja, und wenn man guckt, wie ist die Geschichte zu diesem Meisterkader, dass wir diese Spieler hatten, ist es, dass wir einen Großteil der Spieler jung bekommen haben und entwickelt haben zu der Qualität von Spielern. Ob es Wirz war, Frimpong war, Hinkapje war, Tabsoba, Palacios, geht immer so weiter. Oder waren ganz, ganz viele. Die haben wir jung geholt, 2019, 2020, 2021. Und dann haben sie die Entwicklung gemacht. Und deswegen, das haben wir in diesem Sommer versucht.

Ähnlich jüngere Spieler, aber mit zum Beispiel Gerald Kwanza schon einer, der vielleicht ein bisschen Schritt weiter ist, als Tapsu Ba es 2020 war, aber trotzdem Spieler zu holen, wo wir glauben, dass es nicht ihr Limit in ihrer Qualität ist, sondern dass die in zwei Jahren besser sind, auch noch deutlich besser und auch im internationalen Spitzenfußball sozusagen eine Relevanz haben. Und Ibo Maser zum Beispiel aus der zweiten Liga gekommen, sieht man im ersten Jahr, der hat schon.

Top-Spiele in Manchester City gemacht. Aber der kann noch nicht die Konstanz haben wie in seiner vierten Bundesliga-Saison. Und deswegen ist der Weg und die Ambition, die teile ich hundertprozentig mit Fernando, dass wir da hinkommen wollen und diesen Ehrgeiz haben, wieder so eine Mannschaft zu entwickeln. Aber es geht über Entwicklung und wir werden sie nicht zusammenkaufen können. Wir können keine Meistermannschaft wie 2024 zusammenkaufen. Wir können uns keinen Florian Wierz kaufen. Den müssen wir dann entwickeln, aber nicht in der Qualität seiner Weltklasse können wir nicht dazuholen. Du bist ja nah dran an Bayer Leverkusen. Ist dieser Umbruch aus dem vergangenen Sommer der Grundstein für einen Titelgewinn in zwei, drei Jahren? Ja, das wird man sehen. Aber ich finde, es zeigt sich schon, dass vieles schon relativ früh greift. Ich glaube, es gab auch nach dem zweiten Spieltag oder auch vor der Saison viele Experten, die gesagt haben, Im All-Leverkusen wird es richtig, richtig schwer haben. Aber de facto spielen die Champions League mit. Sind oder in den besten Fähien im Pokal, in der Champions League, jetzt das Rückspiel gegen Arsenal. Mal schauen, was da noch geht. Ich finde, man ist voll im Soll, wenn man bedenkt, wie groß der Umbruch wirklich war auf der Trainerposition. Die komplette Achse ist weggebrochen. Simon hat es gerade gesagt. Und dafür ist die Entwicklung schon vielleicht ein Stück weit weiter als von außen, man das hier vielleicht auch mal eingeschätzt hat. Ich glaube, intern weiß man sehr wohl um die Qualität des Kaders.

Und insofern, der Weg ist da. Und ich... Ja, es geht ja alles mit dem Anspruchsdenken, da geht es ja mit los. Und das zu äußern, klar sich zu bekennen und das eben auch in die Köpfe reinzubekommen, das war ja auch damals ein bisschen das Erfolgsgeheimnis von Bayer Leverkusen, als sie dann diese Double-Saison hatten. Das ging ja los, Fernando kam und hat direkt klare Ziele formuliert, was in Leverkusen bis dato völlig gefehlt hat. Also vor der Zeit, Caro, hat keiner gesagt, wir wollen jetzt Meister werden. Er ist gekommen, er hat sich mit dem Verein Titel geholt. Und dann ist das daraus entstanden und man hat die Meisterschaft geholt, mit dem Pokal geholt, eben aus diesem Anspruchsdenken, aus dieser akibischen Arbeit, aus diesem, wir sind mal nicht zufrieden mit einem Punkt gegen die Bayern. Und genauso dieses immer gierig sein, dieses immer hungrig sein, hat eben Leverkusen dahin geführt. Und das hat man ja nicht verloren, auch wenn die Spiele jetzt eine andere sind. Und deswegen glaube ich schon auch, dass Leverkusen das bis 2028, 2029 wieder schaffen kann. Marco, was fehlt dir noch bei Bayer Leverkusen, um wieder um den Titel in der Bundesliga mitspielen zu können? Na, erstmal finde ich schon, dass Bayer Leverkusen einen sehr spannenden Kader hat. Und Kofane ist ja auch das erste Mal wirklich in einer Top-Liga, dann bei einer Top-Mannschaft. Ich glaube, das gilt ähnlich wie für Maser, dass da die Konstanz noch nicht da ist. Völlig nachvollziehbar.

Es fängt schon so langsam an, das, was mir noch fehlt. Tabsoba beispielsweise, der jetzt so aus dem Schatten von Jonathan Tah heraustreten musste und das auch immer besser auch tut, auch in der in Sachen Führungspersönlichkeit. Vielleicht muss er ein bisschen lauter werden, das ist auch immer Charakterfrage, aber ich glaube, dass er da noch wachsen kann einfach auch als Leader. Alex Garcia stand ja auch lange im Schatten von Granit Xhaka, den dürfen wir auch nicht vergessen, der absolute Leader war ja auch bei euch. Auch der wächst immer mehr. Ich glaube, dass ich da in Punkto Leadership.

Noch mehr Führungsansprüche, Führungsqualitäten herauskristallisieren müssen, wachsen müssen. Und dafür haben sie, wenn sie denn auch dann die entsprechenden Spieler halten können. Tabsoba wird, glaube ich, auch seinen Markt natürlich auch haben. Das ist natürlich immer eine Frage, ob man dann die Spieler über 20, 27 hinaus dann auch halten kann. Aber wenn dieser Kern zusammenbleibt und weiter wächst, individuell und auch mannschaftstaktisch, dann ist das schon spannend. Oder auch ein Grimaldo, der sich jetzt nochmal weiterentwickelt hat, jetzt wo er so ein bisschen, will nicht sagen von der Leine gelassen wurde, aber wo er automatisch auch so ein Stück weit die Möglichkeit hat, in die Führungsposition, in die Führungsrolle reinzuwachsen, hat er angenommen, hat sich entwickelt, ist nochmal reifer geworden, nochmal cleverer, übernimmt mehr Verantwortung, hat auch Lust darauf, Verantwortung zu übernehmen. Das ist eben auch so ein Positivbeispiel dafür, wie sich Charaktere unterm Bayerkreuz entwickeln können. Wir müssen ja sehr kleinlich und genau sein. Und ich habe gerade aufs Ohr bekommen, von der Leine gelassen könnte kosten. Das ist absolut richtig. Wie viel sind es?

Drei. Aber du kannst alles da lassen. Kannst du auch noch aufsparen für später. Ich möchte gleich noch zu Simon kommen. Aber ein interessanter, ein Anstoß, den Marco geliefert hat. Granit Xhaka, der absolute Leader in dieser Meistermannschaft. Stefan, du kannst es, glaube ich, sehr nachempfinden, wie wichtig ein solcher Leader ist. Wie ist Leverkusen da in deinen Augen aufgestellt, aktuell nach Xhaka?

Also grundsätzlich gab es ja einen großen Aderlass bei Bayer 04 Leverkusen. Wenn du so eine wirklich herausragende Achse hattest, wie in der Vergangenheit, vor allen Dingen mit Schaka als erfahrener zentraler Spieler, dann ist das unfassbar schwierig, das aufzufangen. Masa ist jetzt auf dem Weg dorthin, vielleicht die Rolle mal so auszufühlen. Dafür braucht man aber Zeit. Ich finde den Anspruch, den ihr habt, völlig richtig. Ihr habt junge, hungrige Spieler, die eine hohe Qualität haben, aber bei weitem noch nicht am Ende sind der Entwicklung. Deswegen braucht man da ein bisschen Geduld. Und ich verstehe auch das, was Caro gesagt hat in zwei oder drei Jahren mit dem Hintergedanke. Wie wird denn die Bayern-Mannschaft aussehen in zwei oder drei Jahren? Wird Harry Kane noch da sein? Wird Ulisse noch da sein? Wird Diaz noch da sein? Und dadurch ergibt sich vielleicht die Möglichkeit, in dem Kampf um eine Meisterschaft vielleicht einzugreifen. Also nicht nur auf sich zu schauen, sondern auch vielleicht nach München zu schauen und sagen, ich bin mal gespannt, wie der Kader in zwei, drei Jahren aussieht. Das Timing ist eine interessante Geschichte. Und dann kommen die Spieler ins Rennen, die wir gerade schon aufgezählt haben. Lass uns anfangen bei dem Spieler, über den du so geschwärmt hast, der beim Gegner in der Champions League spielt, bei Kai Havertz. Wie realistisch ist es, dass er irgendwann mal wieder, jetzt nicht in absehbarer Zeit, dass er irgendwann mal wieder zu euch zurückkommt? Wenn sich ein Fenster öffnet, wirst du ja dastehen.

Ja, das habe ich ja schon sozusagen recht öffentlich verkündet. Nein, keine Frage, wir haben ja immer einen engen Kontakt zum Kai, kommt aus unserer Region. Und deswegen, wenn es die Situation gibt, ich glaube, dass er im Moment jetzt noch eine andere Karrierephase sich befindet und andere Ziele hat. Auch mit Arsenal London jetzt sich da sehr wohl fühlt. Aber klar, dann ist Kai immer ein besonderer Spieler, mit dem wir uns auch als ehemaligen Spieler beschäftigen müssen. Weil sonst bin ich an sich kein wirklicher Freund von Rückholaktionen. Aber Kai ist damals gegangen, um in die Weltspitze zu gehen, um die Champions League zu gewinnen. Die hat er gewonnen. Die hat er gewonnen. Und vielleicht gewinnt er sie dieses Jahr, darf er sie nicht gewinnen. Aber vielleicht im nächsten Jahr.

Und dann, der zehn Jahre bei uns der Jugend gespielt hat, das wird immer eine Situation sein, wo wir gesprächsbereit mit Kai sind. Vertrag bis 2028 hat er. Wann wäre es eine Idee? Das liegt mehr an Kai. Passt ja zur Meisterschaft 29. Ja, 28. Ich vermute, dass er dann immer noch ein bisschen sich teuer wird. Ja, das auch. Okay, wir haben einen anderen Spieler. Das wäre auch so eine ähnliche Rückholgeschichte. Und da hat Fernando Caro uns wieder einen Gefallen getan. Wurde darauf angesprochen und hat Folgendes gesagt, ist hinten eingeblendet. So sieht das Ganze aus. Denn er sagt, Julian Brandt ist sensationell. Wenn Simon den will, werde ich ihn auf jeden Fall unterstützen. Und er wurde ja angesprochen und hat gesagt, dann müssen Sie den Simon fragen. Schön, dass du da bist. So schnell geht es. Ich habe das Gefühl, ich bin...

Bei Julian ist... Ich habe ja gesagt, dass ich grundsätzlich bei ehemaligen Spielern oder Ruckhollaktionen skeptisch bin. Und Kai, wie vielleicht Florian Wirz, wirklich für mich Ausnahmen sind. Und Julian hat damals sozusagen das Gefühl gehabt, dass er vielleicht nicht mit uns in der Lage ist, Titel zu gewinnen. Ist dann zu Borussia Dortmund gegangen vor sieben Jahren, wo wir ihn gern behalten hätten. Er hatte ein super letztes halbes Jahr, was Fernandos erste Saison war. Von daher, ich habe ja mit Julian noch sogar zusammengespielt, einige Zeit. Und wir haben auf der Position mit Ibo Maser einen Superspieler, der sich in den nächsten Jahren hervorragend entwickeln wird. Von daher wird Julian kein Thema bei uns sein. Bei euch läuft im anstehenden Sommer kein Vertrag aus, bis auf Omlin, glaube ich. Das ist der einzige. Das heißt, du hast schon mal vorgebaut. Im Sommer werden dann eigentlich nur Transfers getätigt, die euch noch verstärken. Ist das korrekt? Wir versuchen immer, Transfers zu tätigen, die uns stärken.

Auch von der Kadergröße müssen wir trotzdem schauen. Wir haben immer darauf bedacht, einen relativ kleinen Kader zu haben. Dass wirklich auch jeder eine Rolle im Kader spielen kann. Dass jeder sich involviert fühlt. Jeder eine Chance hat zu spielen. Und nicht einfach nachher die letzten zwei, drei, vier wissen, dass egal was sie machen, so nicht Teil vom Erfolg oder Misserfolg sind. Und deswegen müssen wir dann schauen, ob wir auch den einen oder anderen abgeben. Klar, um Kaderplätze zu schaffen oder Freiraum zu schaffen, um welche zu holen. Den großen Umbruch, den gab es im letzten Sommer, den wird es in diesem Sommer nicht geben. Eine Justierung. Und auch, es ist nicht mit einer oder zwei Transferperioden getan, um am Ende den Kader in allen Positionen rund zu haben. Je nach Vertragslaufzeit manchmal, Alter, Entwicklungsstand des Spielers in seiner Karriere. Also von daher, wir werden versuchen, den weiter zu justieren, weiter zu verbessern. Aber wir müssen auch Verbesserungen aus uns selbst heraus erzeugen. Einfach durch zukaufen werden wir nicht irgendwann unser Ziel, was wir formuliert haben, erreichen können, sondern auch durch Entwicklung der Spieler, die wir schon haben. Um Meister zu werden, braucht man auch einen Meistertrainer. Du kennst Jülmen von uns wahrscheinlich am besten. Was hat er, was ihn dazu macht oder was fehlt ihm vielleicht?

Also seine Vita spricht für sich, zum Beispiel auch als Trainer der dänischen Nationalmannschaft. Da gab es viele, die unter ihm gespielt haben, die gesagt haben, das ist einer, dem folge ich gerne, dem hört man gerne zu, die Ideen geht man gerne mit, der nimmt auch alle mit ins Boot, Er schafft es eben auch eine Energie zu entwickeln, die die Mannschaft folgen lässt und macht eben auch individuell auch gerade junge Spieler besser. Und ich glaube, das sind die Qualitäten, die du als Meistertrainer brauchst. Insofern, ja und er hat eben auch so dieses, dass er sagt, ich stehe für eine Art Fußball, die ich spielen lassen will. Und da bin ich auch sehr konsequent, was ich auch immer sehr gut finde.

Nicht, dass man es übers Knie bricht, aber eben, dass man eine ganz klare Vorstellung hat, wie man es machen will. Damals in Mainz ist ihm das, glaube ich, so ein bisschen auf die Füße gefallen, weil er von dieser Art Fußball nicht loslassen wollte. Das ist dann nicht sofort in Erfolg umgeschlagen, dann hat man sich getrennt. Hier in Leverkusen kann er aber diese Art Offensivfußball eben auch spielen lassen. Und weil er eben dieser schlimmes Wort, aber ich nutze es trotzdem, jeder weiß, was ich meine, Menschenfänger ist, der eine gute Gruppe, eine gute Dynamik, eine gute Energie erzeugen kann und vielleicht auch für den einen oder anderen jungen Spieler so ein bisschen dieses Väterliche noch ausstrahlt, glaube ich eben auch, dass er der Richtige ist. Und was ich natürlich auch beeindruckend finde, ist, dass er ja auch ein Wunschtrainer war. Er wurde zu einem Zeitpunkt geholt nach dem zweiten Spieltag, als eine schnelle Entscheidung her musste, habt ihr schnell reagiert, aber man weiß ja auch, es war glaube ich, der, korrigiere mich gerne, dritte oder vierte Versuch, ihn nach Leverkusen zu holen. Es war ja nicht das erste Mal, dass man es versucht hat. Und das fände ich eben auch so toll, dass man in einer sportlich schwierigen Situation nicht in Aktionismus verfällt, irgendjemand holt, der sich gerade anbietet, der vielleicht auch ein Renommee hat, sondern sagt, nein, wir arbeiten noch mal daran, dass wir den, den wir immer haben wollten, hier haben. Und er hat es dann eben geschafft, die Mannschaft auf einen guten Kurs zu führen. Nach diesem großen Umbruch ist das, glaube ich, ein sehr achtbarer Erfolg.

Bei Borussia Dortmund ist es so, das ist jetzt vielleicht ein kruder Vergleich, aber bei Borussia Dortmund ist es so, dass alle schwarz-gelben Fans und auch im Verein gefühlt alle noch der Zeit unter Jürgen Klopp hinterher hecheln und immer alle Vergleiche mit jedem Trainer ziehen zu der Zeit damals. Ist das bei euch anders oder wird noch sehr viel daran gemessen, was Xabi Alonso bei euch erreicht hat?

Gemessen, aber dass natürlich eine prägende Zeit war, eine dominante Zeit in vielen Aspekten, die erfolgreichste Zeit in der Geschichte von Bayern 04. Dass die präsent ist, ist ja keine Frage. Und ich glaube, dass wir daraus viel ziehen können oder auch was möglich ist. Das hat ja vorhin gezeigt, dass Fernando 2020 gesagt hat, wir wollen deutscher Meister werden. Haben vielleicht nicht immer alle so viele geglaubt, dass Bayer Leverkusen es wird, aber was dann innerhalb eines Klubs auch möglich ist. Und deswegen sehe ich das nicht als negativ an, sondern diese Vizemeisterschaften, die haben ja schon auf den Klub auch ein bisschen gelastet.

Ja, bist du nicht in der Lage, sozusagen dieses große Ziel zu erreichen? Und ich glaube, dass das durchbrochen wurde, ist ein viel größerer Effekt, als vielleicht nachher einen Vergleich zu haben, wie war das früher oder in dieser Saison dann zu dem Vergleich des Status Quotes in der Situation. Wir werden gleich noch über die Champions League gegen Arsenal sprechen und eure Ambitionen auch in der Bundesliga, die Champions League zu erreichen. Haben aber auch noch viele andere Themen für Sie, unter anderem Borussia Dortmund und ein gewisser Luca Ricciani. Das ist echte Liebe und echte Freude. Erstes Dortmunder Tor für ihn, erstes Bundesliga-Tor und er steht ein bisschen für die Zukunft bei Borussia Dortmund.

Wir haben gerade von Simon Holfes gehört, dass Bayer Leverkusen nach dem Umbruch natürlich einen neuen Weg beschreitet, etwas aufbauen möchte, was in Zukunft dann erfolgreich wird. Und möglicherweise ist der Weg gar nicht so unterschiedlich beim schwarz-gelben Klub aus dem Westen. Katharina Kleinfeld. Ja, wir kümmern uns um Dortmund zu Beginn, aber da möchte ich noch gerne einen Sendehinweis machen. Denn morgen geht es wieder mit der Alken League los und die sehen Sie auch bei uns auf Sport1. Also 16. März ist jetzt wieder der Startzeitpunkt für die neue Saison. Das Ganze im Free-TV bei uns und auf allen digitalen Plattformen. Also wenn Sie da interessiert sind, gerne einschalten. Wenn noch nicht, dann gerne einfach mal ausprobieren. Und jetzt, wie gesagt, der Blick auf Schwarz-Gelb. Also man macht aktuell Nägel mit Köpfen, zumindest auch was die Kommunikation nach außen anbelangt. Es geht beispielsweise um Felix Metzscher, der jetzt vorzeitig verlängert hat bis 2030. Dann wissen wir, dass Oetschan und Süle im Sommer gehen werden, den BVB verlassen werden. Julian Brandt, der wird auch seinen Abschied feiern nach sieben Jahren. Und dieser Abschied, der fällt nicht besonders leicht. Vor allem bei einigen Fans sind da möglicherweise schon Tränen gerollt. Man konnte das sehr gut am Trainingsgelände jetzt auch mitverfolgen. Da war eine Mama von einem kleinen Fan mit dabei, die sehr, sehr süße Worte gefunden hat. Ich würde sagen, das ist echte Liebe in Dortmund. Schauen Sie mal.

Ich finde, dass du dir immer ganz, ganz, ganz toll viel Zeit für die Kinder genommen hast, was wirklich bei den Kindern echt im Herzen hängen bleibt. Mehr als jedes Tor, was du hättest schießen können und das macht dich als Menschen sehr aus und das finde ich ganz, ganz toll. Und ich wünsche dir alles, alles, alles Gute, auch wenn wir unfassbar traurig sind, dass du gehst. Aber wir wünschen dir alles, alles Glück der Welt. Danke, danke. Wünsche ich auch. Danke, danke. Du bist einfach so der Beste, ne? Dankeschön. Oh, das ist ja lieb. Hier ist dein Schuss. Ciao, Kakao.

Ciao, Kakao, sagt Borussia Dortmund auch zu Julian Brandt, zu Özcan und auch zu Niklas Süle. Katharina hat es gesagt, es wird auch klar kommuniziert, wird früh kommuniziert. Ist das der notwendige Schritt bei Borussia Dortmund oder auch so ein Schnitt, um den Kader zu verjüngern und dann auch zu verbessern, Stefan? Schon auf jeden Fall. Und ich finde es auch richtig und wichtig, dass man das klar und frühzeitig auch kommuniziert. Auf der einen Seite wichtig für den Verein, wichtig für den Spielern, dass er sich orientieren kann. Die Entscheidung, die Dortmund bis jetzt getroffen hat mit Süle, mit Oetschan oder auch mit Brandt, ist auch vollkommen richtig. Sie schlagen da ein bisschen einen anderen Weg ein in der neuen Saison. Ich finde es auch gut und klar, dass Simon Rolfes eben gerade gesagt hat, Julian Brandt spielt bei uns keine Rolle in der Planung für das nächste Jahr. Ich habe da wirklich auch meine Gedanken gehabt, Ich glaube, das würde passen, könnte passen. Aber klare Ansagen sind immer ganz, ganz wichtig für die Spieler. Und auch für den Verein. Und für die Vereine, um zu planen logischerweise. Aber auch für die Spieler, um weiter zu planen. Aktuell ist Borussia Dortmund ohnehin recht klar unterwegs. Hat auch gute Ergebnisse. Gestern war es so, dass sie früh durch Adeyemi in Führung gegangen sind. Gar kein einfaches Spiel gegen Augsburg, das ja auch auf einer Erfolgswelle reitet.

Stefan, was fällt dir auf bei dem Tor? Ja, nicht nur bei dem Tor. Also erstmal hat Adeyemi hier so ein Stück weit Glück, weil Schlotterbeck eigentlich für ihn den Ball so abfälscht, dass er ihn reinmachen kann. Aber sie kombinieren. Sie haben immer die Spielkontrolle gestern gehabt gegen Augsburg. Augsburg ist in einer guten Verfassung, das Spiel so zu dominieren und völlig verdient zu gewinnen. Aber man muss Dortmund, finde ich, die ganze Saison sehen. Was für eine Saison sie sich spielen. Sie spielen eine herausragende Saison. Bayern ist halt zu stark. Aber Dortmund spielt wirklich in der Bundesliga richtig, richtig guten Fußball und erfolgreichen Fußball. Was vielleicht wehtut, war die Niederlage gegen Leverkusen im Pokal. Was unnötig war, war das Ausscheiden gegen Atalanta. Aber wenn wir nur über die Bundesliga reden, muss ich wirklich sagen, Hut ab, Borussia Dortmund. Marco, du hast auch dauerhaft genickt bei Stefans Aussage. Was fehlt dir in der Wahrnehmung bei Borussia Dortmund? Oder kommen sie dir zu schlecht weg? Sie haben ja in der Bundesliga-Saison nicht immer guten Fußball, aber wirklich dann auch erfolgreichen Fußball, wenn man einen über Zweierschnitt hat. Das ist schon wirklich herausragend. Es ist halt dann eine Mannschaft, die halt noch besser da punktet.

Deswegen kommt mir das in der Betrachtung manchmal ein bisschen zu kurz weg. Es wurde ja sehr viel auch kritisch diskutiert über Borussia Dortmund. Und ich versuche immer so den großen Bogen zu spannen. Was wollte man eigentlich erreichen nach der vergangenen Saison, als man auf den letzten Drücker noch die Champions League erreicht hat. Ich erinnere mich an Aussagen wie eine etwas vernünftigere Hinrunde spielen, vernünftig punkten und frühzeitig sich für die Champions League qualifizieren. Sie haben eine bessere Hinrunde gespielt von den Resultaten her, haben fleißig gepunktet, sind auf dem besten Wege, sich dann doch vor dem 34. Spieltag für die Champions League zu qualifizieren. Also was will man denn? Diese Ziele sind doch erreicht. Es geht um Erwartungshaltung.

Das, was ins Kontor so richtig beißt, ist das Pokal aus, trotz guter Leistung. Ich glaube, eine bessere Leistung als beim Sieg in Leverkusen.

Und natürlich das Champions-League. Man dachte schon, Bergamo, da gehen wir ins Achtelfinale, dann treffen wir auf die Bayern.

Das schlägt schon rein. aber Bundesliga ja, also man kann natürlich dann jammern auf ganz hohem Niveau zu sagen, wir müssen eine höhere Attraktivität noch zeigen, das kommt mir dann ein bisschen zu kurz, weil ich finde die Ziele, die du ausgerufen hast in der Bundesliga, da bist du auf einem richtig guten Weg Wie seht ihr denn Borussia Dortmund oder wo ordnet ihr sie ein? Jetzt in der Tabelle sind sie natürlich ein bisschen vor euch, aber von der grundsätzlichen Haltung her sind die auf Augenhöhe, sind die euch voraus oder vielleicht hinter euch? Vom Budget her sind sie uns voraus, von daher, da haben sie mehr Möglichkeiten, aber wir versuchen sie natürlich sportlich herauszufordern. In diesem Jahr spielen sie eine hervorragende Bundesligasaison, im Pokal konnten wir sie ärgern. In den letzten Jahren waren wir in der Bundesliga davor, in den letzten zwei Jahren davor. Also deswegen ist es natürlich eine deutsche Spitzenmannschaft und auch Atalanta Bergamo, das war schade natürlich, das auch für den deutschen Fußball, Punkte sammeln, weiterer Champions League Platz. Ich glaube, da haben viele Verantwortliche und viele Fans Borussia Dortmund auch die Daumen gedrückt, da weiterzukommen. Aber insgesamt spielen in der Bundesliga eine unglaublich konstante Saison. Müsst ihr halt Arsenal schlagen und dann wird das wieder gut gemacht. Das 2 zu 0 von Borussia Dortmund durch Reggiani war ein besonderes Tor aufgrund des besonderen Jubels. Und da rede ich nur von der Atmosphäre und vom Ausdruck, gar nicht von der Art und Weise, wie das Tor gefallen ist. Cedric, was siehst du in seinem Gesicht?

Grenzenlose Freude, das ist ja das, wofür die Leute Eintrittsgelder zahlen und ins Stadion gehen, weil das willst du ja sehen, pure Emotion, eine märchenhafte Story, 18 Jahre vor der Süd auch noch, nicht aufs andere Tor, also da fällt ja wirklich Weihnachten und Ostern für den jungen Mann zusammen und da freut man sich einfach mit, auch wenn man jetzt vielleicht kein BVB-Fan ist, ja ich zahl gleich gerne, ja da freut man sich einfach, auch wenn man nicht schwarz-gelber ist, das ist sehr schön, das ist eine schöne Story.

Aber vielleicht noch mal grundsätzlich zu Borussia Dortmund, also sportliche Situation wurde ja schon mehrfach eingeordnet. Natürlich schlägt das brutal schwer ins Kontor, dass sie im Pokal ausgeschieden sind, in der Champions League, weil in der Champions League 2-0 vorgelegt und im Pokal zuvor auch die Ansage gemacht. Ein DFB-Pokal ist so das leichteste, was du gewinnen kannst. Und das war irgendwie zwei, drei Tage vor dem Spiel gegen Bayern und für Leverkusen. Und wir würden schon auch gerne am Borsigplatz nochmal vorfahren und mit dem Pokal und so weiter und so fort. Und dann 48 Stunden später Platz, der Traum. Also das waren schon so richtige Stimmungskiller. Das Problem an der Sache ist, dass man manchmal vielleicht so ein bisschen die Neutralität beim Blick auf den Trainer verliert. Weil ich finde, Niko Kovac macht einen überragenden Job. Der wurde damals geholt, um noch das Champions-League-Ziel zu erreichen. Das war gar nicht so wahrscheinlich, hat er aber geschafft mit einem Kraftakt. Jetzt ist er Tabellenzweiter in der Bundesliga, wird immer wieder dafür kritisiert, dass er nicht den schönsten Fußball spielen lässt. Aber ich finde, er spielt einen sehr ergebnisorientierten und sehr seriösen Fußball. Auch das ist gut.

Nur was ich mir bei Dortmund noch so ein bisschen wünschen würde, ist, dass sie vielleicht, wie jetzt Bayer Leverkusen das macht, eine klare Ansage macht. Wofür wollen wir stehen? Was wollen wir erreichen, wenn nicht diese Saison in der nächsten und sich klar positionieren? Zum Beispiel auch gerne zusammen mit Bayern 04 als Bayern Jäger Nummer 1. Dass man einfach mehr breite Brust, mehr Anspruchsdenken in diesen ganzen Verein nochmal reinbekommt. Aber haben Sie ja gemacht. Vor zwei, drei Wochen war Schlotterweg da. Ja, aber er wird ja immer wieder zurück. Wir wollen jetzt Deutsche Meister werden. Gab es auch schon mal bei den neun Punkten Vorsprung im Winter? Ja, die Ansage kam schon. Ja, aber vom Spieler, aber wenn der ganze Verein das trägt und sagt und nicht vom Trainer, der sagt das manchmal in seinem Jugendlichen leicht, na ja gut, gucken wir mal, sondern natürlich wollen wir das. Dafür steht der BVB. Das wäre meine breite Brust. Also ich glaube, dass der BVB dafür steht, dass sie 28, 29 vielleicht um die Meisterschaft jetzt spielen. Jetzt hast du das als BVB-Gesandter gesagt, das ist doch gut. Das habe ich gesagt.

Es gibt ja schon mal einen Dreikampf. Ja, da haben wir einen Dreikampf. Sehr gut. 2,15 Punkte im Schnitt. Niko Kovac ist der beste Dortmunder Trainer in der Bundesliga. Christian, warum reicht das manchen noch?

Was ist deine Einschätzung? Der Abstand in der Liga ist natürlich groß. Wir haben ja wirklich ein Spitzenspiel gesehen bei Bayern gegen Dortmund. Aber es ist halt so ein bisschen, da sind wir jetzt auch wieder bei Leverkusen, was vielleicht jetzt in dieser Saison so ein bisschen fehlt. Es ist halt einfach dieser Glaube, dass man es wirklich packen kann. Und das fehlt halt in dieser Dortmunder Mannschaft wirklich jetzt über Jahre. Ich glaube, ganz, ganz wichtig, dass man jetzt mit dem Match verlängert hat. Ich glaube, das ist wirklich so ein Schlüssel, dass du jetzt wirklich sagst, wir bauen da jetzt was, wir festigen das. Aber wir dürfen jetzt nicht vergessen, wir haben gerade über Nico Schlotterbeck geredet. Der hat sich ja immer noch nicht entschieden. Also wir wissen heute, sein Bruder ist in Dortmund geblieben. Das ist ja so sein wichtiger Ratgeber, was die Zukunft betrifft. Da muss halt mal eine Entscheidung her. Und man muss halt auch so einen Nico Schlotterbeck überzeugen und sagen, wir wollen Meister werden. Und wenn man den nicht hält, geht man halt wieder einen Schritt zurück. Dann haben wir, das Tor hat Adjemi gemacht. Der hat auch eine offene Vertragssituation. Wir wissen momentan, Ruth da alles, der Berater, der Ex-Ronaldo-Berater Mendes meldet sich nicht. Auch diese Schlüsselposition ist jetzt nicht besetzt. Und selbst der junge Verteidiger, den man gerade gesehen hat, hat einen Vertragsangebot, hat bis 2030 vorliegen und hat es noch nicht unterschrieben. Ich glaube, das sind jetzt die Sachen, die passieren müssen. Und das geht nur, wenn du auch die Spieler überzeugst. Wir wollen hier was erreichen. Wir wollen hier um die Meisterschaft mitspielen. Weil wenn du das nicht vorlebst, dann sagen die, dann gehen wir halt zum nächsten Verein, weil so einen Platz zwei bis vier mitspielen.

Das kann es auch nicht sein. Und das müssen sie jetzt hinkriegen. Und ich glaube, mit Metscher ist da wirklich ein ganz wichtiger Punkt. Wir werden ihn bei der Nationalmannschaft, glaube ich, jetzt noch intensiver sehen. Er hat wirklich gute Chancen auf dem Stammplatz. Und da muss Dortmund jetzt wieder hinkommen. Wir sind die zweitstärkste Kraft in Deutschland. Und das müssen wir auch ausleben. Ein Matcher, also in der Nationalmannschaft, da gibt es einen anderen Dortmunder, der da auch sehr, sehr gute Karten hat. Und der ist auch ein Mann für klare Worte oder klare Messages, Katharina.

Also Nico Schlotterbeck haben wir ja gerade gehört, da lässt es noch auf sich warten, was die Vertragsverlängerung eine mögliche anbelangt. Aber es gab zumindest gestern richtig schöne Szenen rund um ihn und seinen Bruder. Wir schauen noch mal auf die Bilder, die er selbst mit Kevin zusammengestellt hat. Und zweieinhalb Jahre ist er ja älter, also Kevin. Und die beiden, die standen gestern zum ersten Mal beide als Kapitäne einander gegenüber. Also das war eine Bundesliga-Premiere. Und das haben sie dann entsprechend hier auch noch mal social media technisch gefeiert. Und Nico Schlotterbeck hat da folgende Worte gefunden. Ganz besonderer Moment in meiner und Kevin seiner Karriere. Danke an alle, die uns bis zu diesem Moment unterstützt haben. Und den größten Dank an unsere Eltern, Marc und Susanne. Ihr seid die Besten. Also da kann man aber auch wirklich nur gratulieren. Meine Güte, was haben diese Eltern geleistet? Stark. Und damit ist dieses Thema Borussia Dortmund für uns abgeschlossen. Wir sind uns einig, es braucht Schlüsselspieler, es braucht Entscheidungsspieler, es braucht Typen. Und so einen hat auch der 1. FC Köln.

Kölns Unterschiedsspieler sichert das Unentschieden und damit einen Punkt in Hamburg und für Quasniok mindestens eine weitere Woche an der Seitenlinie. Das Thema gibt es intern eigentlich auch gar nicht. Ich habe das Gefühl, dass der Verein schon auch trotz all der Stürme, die in Köln von außen reingetragen werden, ruhig, besonnen, analytisch unterwegs ist. Zum ersten Mal in der Bundesliga trifft der Kölner Shootingstar Per Kopf. Seine neuen Saisontore brachten dem FC schon acht Punkte, also ein Drittel der Kölner Saisonausbeute. Der FC wird nur mit El Mala den Klassenerhalt schaffen. Und dennoch stand er in dieser Saison nur zwölfmal in der Startelf, zuletzt aber immerhin zweimal in Folge. Die ganze Woche ist El Mala in der Domstadt das Thema. Spielt er oder spielt er nicht? Häufig kommt El Mala dann nur von der Bank als Joker. Kwasnjok schafft so zusätzliche Unruhe im vom Haus aus unruhigen Kölner Umfeld. Und das auch noch in der aktuell sportlichen Lage. Deswegen wird man auch Trainer.

Man geht nicht nur in den Sonnenschein oder wenn die Sonne scheint nach draußen, sondern wenn es regnet oder stürmt, dann zieht man sich eine Regenjacke an, nimmt einen Regenschirm raus und bleibt ja deswegen nicht zu Hause. Das Hinspiel gegen den HSV im November hatte Köln noch mit 4 zu 1 gewonnen und grüßte von Platz 7. Doch danach holte Köln nur noch zwei Siege und elf Punkte. Nur Tabellen schlusslich Teidenheim war in diesem Zeitraum schlechter. Zaid El Mala kann gegen die nächsten Gegner wieder für den Unterschied sorgen. Vorausgesetzt Quasniok lässt ihn von Anfang an spielen. Wir finden er muss, denn El Mala ist Quasnioks Lebensversicherung.

Mit dieser Aussage haben wir Cedric Pick zumindest schon ins Wanken gebracht. Du bist nicht dieser Meinung?

Nein, nicht unbedingt. Es wird ja immer wieder diskutiert darum, warum bringt er ihn nicht von Anfang an. Ich bin beim Training des 1. FC Köln nicht dabei, aber ich traue Lukas Kwasnjok schon zu, dass er einen sehr genauen Blick auf den Spieler auch als Ganzes hat. Und vielleicht ist es ja oftmals so, dass für seine Spielidee, wo er zum Beispiel auch Fußball verteidigen lassen möchte, sagt, da bringt mir jetzt in diesem Spiel der Seid Elmala nichts von Anfang an. Also es geht ja nicht nur um die individuelle Qualität nach vorne, die er hat im 1 gegen 1, die Abschlüsse. Er hat natürlich viele tolle Qualitäten, das ist ja unstrittig. Aber er ist eben auch noch ein sehr junger Spieler, ist jetzt aus der dritten Liga zum 1. FC Köln gewechselt, darf man alles nicht vergessen, befindet sich auch noch in seiner Entwicklung und hat vielleicht auch noch nicht so dieses, was es eben auch braucht, jetzt gerade im Abstiegskampf mit nach hinten Arbeit, den Extrameter gehen, Und vielleicht auch die Zweikämpfe im eigenen Drittel führen, die du brauchst. Und das wird der im Training sehen. Und wenn der sieht, der kann mir das für mein Spiel nicht geben, den brauche ich vielleicht, wenn der Gegner so ein bisschen müder geworden ist, so ab der 60. 70., da kann ich ihn bringen. Da ist er nochmal ein Pulsgeber, da macht er nochmal den Unterschied. Ja, dann bringe ich ihn auch nicht als Trainer von Anfang an. Also ich kann der Quasenjog schon auch verstehen, dass er das nicht immer macht. Aber er hat natürlich schon sehr, sehr viele Unruhe da reingebracht. Und ich glaube, das ist ein Spiel, wenn Kompanie mit Lena Kahl wieder umgeht. Das ist einfach souverän. Er hat, glaube ich, wahrscheinlich ähnliche Spielzeiten. haben vielleicht sogar mehr Spielzeit im FC Bayern, wo es wirklich sehr, sehr viel schwerer ist, einen Platz sich zu erkämpfen, als beim 1. FC Köln. Und wenn man merkt, dass der Spieler halt auch sehr, sehr unzufrieden ist, die Medien diskutieren darüber, er zeigt es ja.

Da, glaube ich, war ein bisschen zu stur, wollte ein bisschen seine Linie durchsetzen, seine Argumente. Und ich glaube, das hat ihm und der Mannschaft sehr, sehr geschadet. Und natürlich, wenn man sagt, das ist die Zukunft des Vereins, also wenn wir jetzt über Sommer reden, die Rolle, die er da hat. Also wenn der Kölner sagt, wir hätten dich gerne, werden sie eh nicht schaffen, noch ein bisschen länger. Aber dann sagt der Spieler, ihr habt nie auf mich bedingungslos gesetzt. Ich habe nicht die Spielzeit bekommen. Dann ist es natürlich auch schwierig. Ich gehe zu Leverkusen. Das weiß ich gar nicht. Ich habe noch letztens ein langes Gespräch gehabt mit Olaf Janssen, seinen Ausbilder bei Viktoria Köln. Und der sagte eben, dass der Spieler nicht so tickt, dass er schon auch eine hohe Reflexionsfähigkeit hat und eben auch weiß, dass er in der Entwicklung ist und da nicht abhebt oder direkt ein falsches Anspruch denken dann an den Tag legt. Das glaube ich gar nicht. Und Olaf Janssen kennt ihn, wie gesagt, sehr gut. Er möchte nicht lieber von Anfang an spielen? Will er vielleicht schon, aber er kennt eben auch, glaube ich, schon mit ein bisschen Reflexion und den gewissen Gesprächen, dass es hier und da vielleicht dann nicht die richtige Maßnahme gewesen wäre, ihn von Anfang an zu bringen. Denn die Punkte, die du genannt hast, das sind ja die Dinge, die von außen kommen. Aber ich und auch du nicht. Und wahrscheinlich viele andere auch, die es kritisieren. Die sind beim 1. FC Köln nicht bei der Trainingsarbeit dabei und in den Gesprächen und in den Vier-Augen-Spielen. Aber der Spieler ist jetzt über die Situation nicht wirklich... Also ich möchte Lukas Quasin nicht die Fähigkeit absprechen, dass er genau weiß, bringt dieser Spieler mir von Anfang an was, ja oder nein. Ich glaube nicht, dass es da nur um alte Leihen geht. Das könnte er sich in der Situation gar nicht leisten. Ich glaube, es hat Köln zuletzt nicht sehr, sehr gut getan, die Diskussion, wenn man jetzt die letzte Bilanz sieht von den Spielen.

Stefan, wie weit ist El Mala in deinen Augen, wenn wir gleich mal sein Tor einspielen, sein 1 zu 1 gegen den HSV? Ja, noch am Anfang in der Entwicklung vielleicht einer großen Karriere. Ich glaube, wir sollten hier gar nicht die Vergleiche einstellen mit Karl bei Bayern München oder El Mala beim FC Köln. Er ist natürlich unfassbar wichtig. Er ist ein individuell unglaublicher Spieler, der wirklich auch in Spielen entscheiden kann. Das hat er gezeigt mit den acht Punkten, die er mehr oder weniger durch seine Aktion den Kölnern gerettet hat. Die Frage von Anfang an oder nicht. Wir haben auch Bundesligaspieler gehabt, wo er von Anfang an gespielt hat und nicht gut gespielt hat. Allerdings muss ich sagen, brauchen junger Spieler immer auch dieses Vertrauen eines Trainers. Da steuerst du bei Bayern München natürlich anders und musst es auch anders steuern als beim FC Köln. Den Anspruch von ihm zu haben, ich möchte immer von Anfang an spielen, ist vollkommen richtig. Ich sehe die Trainingswoche in Köln nicht. Das muss man natürlich auch immer berücksichtigen, um zu entscheiden, stelle ich ihn am Samstag oder am Sonntag von Anfang an oder ich bringe ihn hinten nochmal, um eventuell das Spiel zu drehen oder zu entscheiden.

Das muss man alles berücksichtigen. Er ist ein toller Spieler. Ich glaube, dass die Situation und die Diskussion für den FC Köln nicht gut ist. Weil bei jeder PK nach jedem Spiel wird die Frage gestellt, El Mala, warum nicht, wieso dieses, jenes, welches. Wenn du das so nur beziehst und fokussierst auf einen Spieler, tut das auch der Mannschaft nicht gut. Und das macht Kwasnjok nicht immer schlau, weil er zum Teil auch selber so ein Fass aufmacht und selber darüber spricht, das sollte er lieber sein lassen. Und das macht natürlich Kompanie mit Karl bei Bayern München komplett anders. Das wird nie eine Diskussion sein bei einer PK. Und das ist in Köln, glaube ich, auch bei den Fans kommt das nicht gut an. Und wenn du dann Unruhe reinkriegst, dann ist es im Endeffekt auch schwer, die Leistung auf den Platz zu bringen. Du sagst jetzt, man kann jetzt El Mala nicht mit Karl vergleichen, sollte man nicht. Marco, wie ist es denn mit dem Vergleich El Mala-Podolski, der in Köln aufgrund der Figur? Jetzt nicht, was das Fußballspiel angeht, sondern was die Wichtigkeit und was die Figur angeht. Ist ja im Kölner Volksmund mal schnell so ein Vergleich gezogen. Wie siehst du das? Wahrscheinlich, wenn sie es könnten, würden sie der Lukas Podolski mit einer Rückholaktion machen. Dankend aufnehmen. In Köln.

Ein bisschen überspitzt formuliert natürlich. Ich möchte mal so einen anderen Blickwinkel reinsetzen. Ich finde, wir sollten erstmal auch, Man muss auch die Medien ein bisschen reinnehmen. Lukas Kwasnjok macht seine erste Bundesliga-Saison. Auch mal Fehler. Er ist mit einer sehr bildlichen Sprache häufig unterwegs. Im Vergleich mit Tennis-Matches mit Fußballspielen.

Wenn es regnet, ziehen wir uns einen Regenmantel an. Wir haben gleich noch einen. Aber auch im Medien müssen wir ein bisschen aufpassen. Bei all den wunderbaren Talenten, die wir auch haben. Wir haben über Lennart Kahl gesprochen, El Mala, schon vor zwei, drei Jahren über Jamal Musiala beispielsweise. Wir sind ja auch immer sehr schnell in der Beurteilung. Die müssen sofort mit zur Fußball-Weltmeisterschaft und die müssen den Verein XY am besten zum Klassenerhalt schießen, zum Meisterschaft schießen in die Champions League. Können wir nicht auch einfach mal diesen jungen Spielern ein bisschen Zeit auch gönnen in der spielerischen Entwicklung und vor allen Dingen in der Persönlichkeitsentwicklung? Also die reifen ja auch noch. Da würde ich gerne bei uns mal ein bisschen mit anfangen und auch hier und da einige Berater, die manchmal auch sehr schnell da sind. Ich erinnere mich an Sian Usum bei Eintracht Frankfurt. Der kommt aus der zweiten Liga vom 1. FC Nürnberg, natürlich für viel Geld. Und dann spielt er ein bisschen weniger in den ersten vier Monaten und schon stehen Berater vor der Tür bei Eintracht Frankfurt und sagen, wann spielt er denn eigentlich? Man ein bisschen behutsamer auch mit echt jungen Menschen, die 18, 19, 20 sind, umgehen. Ich glaube, das hilft Ihnen in Ihrer allen voran spielerischen Entwicklung, weil wir wollen Sie spielen sehen. Im besten Fall auch für die deutsche Nationalmannschaft dann perspektivisch. Gebt Ihnen ein bisschen Zeit, also ein bisschen Gemach hier und da.

Insofern das Verhalten von Lukas Kwasnjok bezüglich El Mala, dass er ihn nicht ständig und dauerhaft spielen lässt, sondern dass er ihm Zeit gibt, nachvollziehbar. Und Lukas Kwasnjok wurde natürlich wieder einmal auf El Mala und sein Tor angesprochen. Das hat er geantwortet. Zu dem Tor heute? Ja. Das war ein Co-Trainer-Tor. Die ausübende Gewalt war dann Said, dass er auf dem zweiten Pfosten durchgelaufen ist. Aber hinten am zweiten wird es Geld verdient, vor allem bei Ecken. Das sind einfache Tore. Ich habe mal einen Spieler gehabt, ich weiß, interessiert gar keinen. Aber ich erzähle natürlich auch manchmal zu viel. Schipnos geht ins am Rücken, das war seine beste Zeit. Die Hälfte seiner Tore hat er gemacht am zweiten Pfosten, immer lang durchgelaufen. Er hat einen Vertrag in Düsseldorf gebracht. Lieber Grüße gehen raus an Schippi, jetzt spiele er in Freiberg. Ich hoffe, dass er noch durchläuft. Einfache Tore und Saeed hat einfach das zu 100 Prozent umgesetzt und das ist ein Entwicklungsstep, sich nicht nur auf sich selbst zu verlassen, sondern eben auch auf einen Co-Trainer, der sagt, lauf durch, das sind einfache Tore. Am zweiten Pfosten wird das Geld verdient, lieber Lukas Quasniok. Und mit solchen Aussagen verdient man natürlich auch Geld. Also wir zumindest im Rasenstreit. 3 Euro aus meiner Kasse, die hole ich mir vielleicht zurück.

Das Tor von El Mala war das 1 zu 1 im Spiel gegen den HSV im Topspiel. Das 1 zu 0 von Fabio Vieira sehen wir hier. Stefan, was für ein Tor war das? Ein schönes Tor auf jeden Fall. Dass er technisch hochversiert ist, das weiß jeder. Das macht er natürlich auch mit Auge. Die Frage ist jetzt, der Torwart hätte da rankommen können. Ich glaube, dass wenn du rückwärts oder seitlich läufst für einen Torwart, dann kannst du nicht mehr so abspringen. Das wurde ja diskutiert nach dem Spiel. Ich glaube, dass das nicht einfach ist. Aber Vieira, unfassbar wichtiger Spieler für das Kreative in der Offensive beim HSV. Tolles Tor. Simon, Vieira, Lokonga, Huskovic, Remberg, HSV mit sehr guten Transfers als Aufsteiger, stabilisiert. Wie bewertest du die Transfers bei denen? Es sind ja Spieler, also Jonathan Thay ist glaube ich auch mal von Hamburg nach Leverkusen gegangen. Spieler, die aus so einem Verein dann rauswachsen und sich in der Bundesliga schon präsentiert haben. Interessant auch für dich. Ja, absolut. Freut mich. Wir haben jetzt vor zwei, drei Wochen in Hamburg gespielt, nach vielen Jahren wieder.

Es ist natürlich ein super, super Stadion, tolle Stimmung und dass sie sich auch gut etablieren, freut mich. Ein wunderbarer Fußballer, den sie da haben in den eigenen Reihen.

Vielleicht auch ein bisschen als Verbindungsspieler innerhalb der Mannschaft, auch mit Erfahrung. Also von daher eine gute Hamburger Mannschaft. Wie realistisch ist es denn, dass man so viele neue holt und die dann direkt funktionieren? Also beim HSV ist es ja gelungen. Es kommt ein bisschen auf die, ich glaube, manchmal auch Erwartungshaltung, Situationen im Kader an, wenn du viel Luft hast, sage ich jetzt mal, das auch zu überraschen, wenn vielleicht noch nicht die Hierarchie in der Mannschaft so steht, sondern neue Spieler reinkommen, was gestalten können, um eine Dynamik zu erzeugen. Deswegen, ich finde, es kommt immer sehr auf die Kadersituation und Erwartungshaltung an. Bei uns zum Beispiel letzten Sommer war die Erwartungshaltung ja grundsätzlich total hoch. Es ist nicht so einfach, wenn junge Spieler kommen, sozusagen direkt das Zipter zu übernehmen. Und was früher der Florian Wirth geschwungen hat, das ist nicht so einfach, weil die Messlatte so hoch liegt. Ich glaube, bei Hamburg, das haben sie gut gemacht, dass sie einfach nach den vielen Jahren, wo es am Anfang, glaube ich, in der zweiten Liga schwieriger war, die Erwartungshaltung war ja immer, wir sind ein großer Erstligist, dass der Realismus in den letzten Jahren doch deutlich klarer war und auch so die Verantwortlichen in die Saison gegangen sind. Und ich glaube, dass sie das sehr gut genutzt haben, dass sie jetzt in einer wunderbaren Position stehen.

Aber nicht, weil sie sagen, der HSV ist ja immer schon gewesen, sondern weil sie sagen, okay, wir sind jetzt Aufsteiger und versuchen eine richtig gute Rolle in der Bundesliga zu spielen. Und das haben sie mit dem Kader und mit dem Ganzen geschafft. Und relativ viel Ruhe reingekriegt. Uns fällt gerade auf, dass wir schon lange nicht mehr über Schiedsrichterentscheidungen gesprochen haben. Deswegen folgende Szene mit der Bitte, Stefan. Wie siehst du diese Szene? Mikkel-Bronzis gegen Lund. Aber wir haben doch am Anfang der Sendung nur über den Schiedsrichter. Ja, aber jetzt eine Pause in der Weile nicht mehr. Wie ich das sehe?

Er steht halt hinten schon drauf mit der Sohle, ganz klar. Aber warum fragt ihr mich immer zu den Schiedsrichtern? Also er gibt ja keine rote Karte. Die Frage wäre ja von dir gewesen, hätte man dort rot geben können, vielleicht müssen. Ich habe es ja offen gefragt. Ja, dann antworte ich durchaus. Hätte man das machen können. Aber damit hätte ich es dir ja einfach gemacht. Manchmal sind aber die Situationen unfassbar schwierig zu erklären. Grundsätzlich muss das Strafmaß gleich sein, egal in welcher Position der Spieler ist. Geht er direkt aufs Tor und du machst das, gibt das klar Elfmeter. Und die rote Karte. Jetzt läuft er aber ins Tor aus. Die Situation ist dieselbe mit der Sohle hinten drauf. und auch relativ lange. Im Umkehrschluss hätte es wahrscheinlich dort rot geben müssen. Unglücklich, er wollte das nicht, aber das spielt bei einer Beurteilung ja keine Rolle. War das eine logische Erklärung? Es ist zumindest nachvollziehbar. Ja, mein Gott. Danke.

Allerdings sieht es Lukas Quasnyok, der Kölner Trainer, ein bisschen anders als Stefan Effenberg. Geht mir alles auf den Sack. So einfach ist es. Ich will es genau so klar ausdrücken. Denn ich will weder vergangene Woche beim Jamai, dass es eine rote Karte ist, noch diese Woche. Aber ich verstehe es nicht, dass es so unterschiedlich gehandhabt wird. Dann wird irgendwas von Schrittfolge und Weiß der Geier erzählt. Auf der anderen Seite ist aber Trefferbild. Es ist halt immer unterschiedlich. Und das ist für mich weder bei Jamai eine rote, noch heute bei Michael Bronzis, nach meinen Maßstäben. Aber nach den Maßstäben, die uns so mitgeteilt werden, ist es halt vergangene Woche rot. Und ich kann es nicht nachvollziehen, warum es heute keine rote Karte ist. Ich kann es nicht nachvollziehen und ich will es auch mittlerweile nicht mehr. Die Situation, die Lukas Bastert angesprochen hat, war aus dem Spiel seiner Kölner bei Borussia Dortmund. Und es geht um Simpson Piusay, der, wir haben die Szene vorbereitet, eben anders bewertet wurde.

Marco, wie siehst du das Thema Vergleichbarkeit? Ist das ein Problem, gerade wenn man die beiden Szenen hernimmt? Oder ist da was völlig anders? Nee, also das wurde ja auch nicht der Kölner. Er geht mit seinem Gegenspieler mit, dass er ihn natürlich dann hinten fies erwischt. In der Achilles-Szene, genauso wie Mikkel Bronzies eben den Kölner. Das haben wir alle gesehen. Also ich kann da Lukas Kvasniuk schon folgen.

Ich finde das super schwer. Also die Bewertungsgrundlage, die muss ja schon irgendwie so einer Linie folgen. Und der Kölner steigt den Dortmunder dann nicht mit voller Absicht hinten rein und sagt, so, deine Achilleszene haue ich jetzt durch, genauso wie gestern Mikkel Brons hieß nicht. Und wenn das unterschiedlich bewertet wird, dann haben wir die Diskussionen ja. Und dann wissen wir ja gar nicht mehr, an was wir uns entblankhangeln können und welches Regelwerkbuch wir aufschlagen sollen. Das ist dann echt schwierig, muss ich ganz ehrlich sagen. Da geht es eben um die Vergleichbarkeit dieser beiden Szenen, die wir jetzt gerade gesehen haben. Wir hatten vorhin das Rot-Foul von Jackson aus dem Spiel gestern. Es gab aber auch die Schlotterbeck-Szene, Dortmund gegen Bayern, wo Schlotterbeck eben gelb gesehen hat. Das war auch nachvollziehbar. Wie ist es denn als Verantwortlicher eines Vereins? Ist es für euch tatsächlich so, dass ihr die Vergleichbarkeit gar nicht mehr fühlen könnt und dass es euch so vorkommt, dass die Schiedsrichter halt ein anderes Argument auf der einen Seite gelten lassen wie auf der anderen? oder sind die Szenen einfach häufiger geworden?

Ob die Szenen häufiger geworden sind, weiß ich gar nicht, aber die Konsistenz in der Entscheidung, die Klarheit in der Linie, das ist ja häufig das, was zu unseren Diskussionen auch führt, auch an der Bank, dass du dann sagst, ja, wieso ist das denn jetzt nicht keine rote Karte und letzte Woche war es eine. Also ich glaube, das ist das Allerwichtigste. Für mich sind es beide rote Karten, wenn das, was propagiert wird, auch vor der Saison, vom Trefferbild her, wenn du es durchziehst.

Aber die Konsistenz ist das größte Ärgernis, dass wir dann darüber diskutieren können, wo ist die Eingriffsschwelle. Aber erstmal eine Linie hinzubekommen, das wäre sehr wohltuend. Aber es scheint dir nicht einfach zu sein oder hast du eine Idee, einen Ansatz? Ich bin jetzt nicht der Schiedsrichter-Experte, wie wir die Schiedsrichter hinkriegen, dass sie die gleichen Entscheidungen treffen, obwohl so viele unterschiedliche Schiedsrichter eben auch unterwegs sind jede Woche. Also diese Frage muss dann der Knut Kircher beantworten. Aber das ist, wenn ich sage Anspruchshaltung, Erwartungshaltung von uns als Klub, ja Konsistenz und Klarheit in der Entscheidung und in der Umsetzung der Regel. Also was auf jeden Fall nicht sein darf, es gibt ja viele Szenen, die vergleichbar sind, aber unterschiedlich von den Schiedsrichtern bewertet werden. Und das darf ja nicht sein, sondern das muss ja dann eine Linie sein. Und das ist oft zu krass, zu unterschiedlich. und wo sie auch weggehen müssen, sind die Standbilder zu beurteilen. Weil Standbilder darfst du und kannst du eigentlich nicht nehmen, als Ansatz dafür, gelb, gelb, rot oder rot zu gehen. Das darf nicht sein. Du musst immer die flüssige Bewegung sehen und daraufhin dann beurteilen. Damit, glaube ich, das Thema gut abgeründet.

Wir bleiben aber bei Köln und Lukas Krasnjok, der ja gerne mal so ein bisschen Headlines produziert. Er hatte einen weiteren besonderen Moment auf der Pressekonferenz nach dem Spiel gestern gegen den HSV. Und den Moment schauen wir uns an, nach einem Spot.

Zurück in unserer Doppelpass-Runde. Wir haben gerade noch weiter heftig diskutiert und wollen das auch mit Ihnen machen in unserer Runde. Zum Beispiel über Lukas Krasnjok und Merlin Polzin, der besondere Moment auf der Pressekonferenz gestern. Merlin, eigentlich müsste man die auch heute gratulieren, tue ich dann auch. Es war dein 50. Spiel in Folge als HSV-Trainer. Ist das für dich ein Grund, heute Abend vielleicht doch noch ein Kaltgetränk aufzumachen? Ganz kurz, wir können vielleicht mal alle applaudieren, oder? Also wirklich. Nein, nein, nein. Wir können doch auch mal eine PK ein bisschen anders gestalten. Menschen und Kinder, 50 Spiele in einem Traditionsverein, das schafft nicht jeder. Da bin ich noch weit weg.

Das Schöne ist bei uns, wenn einer klatscht, klatschen alle mit. Das war irgendwie ein besonderer Moment. Wie hat es sich für dich angefühlt, Cedric? Ein bisschen befremdlich, weil ich das eben auch so ein Stück weit aus Sicht eines sportlich Verantwortlichen sehen möchte. Und denke, der Trainer macht oftmals den einen oder anderen auch verbalen Alleingang, den ich vielleicht als Verein auch gar nicht gut finden kann. Auf der anderen Seite für uns Journalisten oder auch für die Fans oder für das Publikum, das sich eben den Fußball und die Protagonisten anschaut, ist es natürlich wunderbar. Wir wollen ja Typen, wir wollen eben auch mal was außer der Reihe. Jemand, der mal einen Spruch raushaut. Und wer Lukas Quasenjok kennt, der weiß, der ist schon immer so. Der hat sich überhaupt nicht verstellt. Der war in Jena, dann war er in Saarbrücken, dann war er in Paderborn. Alles so kleine Vereine unter dem Radar. Da kommt so eine Aussage natürlich nicht groß zum Tragen. Jetzt kommt er zu einem Riesenklub mit den 1. FC Köln, einer Riesenstrahlkraft mit zigtausend Mitgliedern.

Und ist aber eben noch der Lukas Quasenjok von früher. Und das wirkt manchmal so ein bisschen befremdlich, aber es ist, auf der einen Seite will sie ihn jetzt gerade biegen, vielleicht ein bisschen besser geführt vom Verein, da könnte man ansetzen, aber wir wollen ja diese Typen und ein Typ ist er auf jeden Fall, ich glaube, da sind wir uns alle einig. Aber es schafft natürlich auch diese Unruhe, es ist ja ein Scherz auf seine Kosten, er sagt ja, wer weiß, ob ich die 50 Spiele überhaupt erleben werde und schon hast du schon wieder diese Diskussion. Und da sind wir bei Vinson Company, der das natürlich, wenn du das mit Tuchel vergleichst, was hatten wir da für Unruhe, was hatten wir für eine Diskussion und der macht das in diesem Verein, der wirklich da der schwierigste ist, so cool, lässt alles abprallen, antwortet nicht und gibt eben nicht diese Bühne. Da habe ich gesagt, ich als Medien, ich schätze das natürlich auch, ist natürlich schön, wenn wir so einen Spruch haben, aber ich glaube, die Verantwortlichen, die würden sich lieber so eine Kompanie... Absolut, deswegen sage ich ja so ein bisschen schlecht geführt, aus Sicht eines sportlich Verantwortlichen, der kriegt ja Bauchschmerzen. Ich weiß nicht, Pressesprecher oder so, der kneift ja so die Augen zusammen oder die Hände. Wir haben ja durchaus einen in der Runde, glaube ich. Der ist sportlich verantwortlich bei einem kleinen Verein. Wie würde es bei dir ankommen, wenn Kaspar Jöhmann dann zum Mann in Paul Zinn sagt, herzlichen Glückwunsch, 50. Spiel?

Eine Gratulation zum Kollegen ist jetzt erstmal nicht so schlimm. Kommt ein bisschen auf den Typ, du musst ja wissen, was du als Trainer hast. Du musst ja wissen, dass du einen Typ, wo du Trainer hast und dementsprechend verhält er sich mit Sicherheit auch öffentlich. Dass du natürlich auch einen Trainer ein bisschen versuchst zu lenken oder zu unterstützen, in welcher Form auch immer. Aber du weißt ja schon noch vorher, was für einen Typ du hast. Und dementsprechend agieren die auch und sollen die auch. Die sollen ja auch authentisch agieren und nicht irgendwie komplett anders sein. Aber dann muss ich dir jetzt mal eine Frage stellen. Wie war denn Tin Haag so als Typ? Das weiß man ja auch vorher, oder? Ja, absolut. Das weiß man auch.

Der kam schnell zurück, der Bumerang. Kein Problem, das muss ich aushalten. Trotzdem kamen auch noch überraschende Sachen, kann ich dir sagen. Gut geantwortet. Aber einerseits zu Merlin Polzin, ich glaube, das darf nicht untergehen. Du hast eben davon gesprochen, Simon, diese Vizemeisterschaften, die ja so wirklich schwer auf eurem Klub lagen, das mal zu durchbrechen, dann eben mit der Meisterschaft, mit dem Double-Erfolg, das kann man ja über den HSV ja auf einer anderen Ebene sehen, so lange in der zweiten Liga gewesen. Und Merlin Polzin durchbricht das natürlich mit seinem Trainerteam diese Schwere. Also ich glaube, die war wirklich sehr, sehr schwer da in Hamburg. Und macht einen tollen Job, das muss man wirklich mal sagen, als sehr, sehr junger Trainer, Abstiegskampf, wie er den Klub, wie er die Mannschaft weiterentwickelt. Also da ein großes Kompliment. Und das, was Merlin Pulzin beim HSV geschafft hat, ist nicht den Aufstieg, sondern Ähnliches, erfolgreich werden und den freien Fall stoppen. Diesen Auftrag hat Dieter Hecking beim VfL Wolfsburg auf sein Spiel Nummer 1 als Wölfe-Coach. Schauen wir gleich nach einer kurzen Unterbrechung.

VfL Wolfsburg, akut abstiegsgefährdet, aber es gibt eine neue Zeitrechnung, eine neue Hoffnung und Hecking heißt diese Hoffnung. Dieter Hecking, schwierige Rettungsmission in Wolfsburg, startet zumindest mit einem Remis beim Champions League Aspiranten in Hoffenheim. Der erste Wolfsburger Punkt, nach zuletzt drei Niederlagen. Wenn wir vorher gesagt hätten, wir nehmen einen Punkt aus Hoffenheim mit, die richtig gut unterwegs sind dieses Jahr, dann hätten wir das gerne unterschrieben. So ärgern wir uns natürlich auch, dass das Spiel gerne 1-0 gewonnen hätten. Vergangene Woche bei der Heimniederlage gegen den HSV war Feuer beim VfL, nur nach Abpfiff auf den Rängen zu finden. Jetzt ist sogar wieder auf dem Platz etwas entflammt.

Dieter Hecking hat den VfL Wolfsburg wiederbelebt. Als Hecking 2012 zum ersten Mal in Wolfsburg anheuerte, war der Verein auf Platz 15 ebenfalls in Abstiegsgefahr. Am Ende führte er das Team zum Klassenerhalt und anschließend in die Spitzengruppe der Bundesliga. Hecking wurde in Wolfsburg zum King. König Dieter führte den Verein mit Stars wie Naldo Ivan Perisic und Kevin De Bruyne zum DFB-Pokalsieg und zur Vizemeisterschaft. Wolfsburg spielte unter Hecking attraktiven und erfolgreichen Fußball. Dieser Verein, er ist für mich was Besonderes. Ich will einfach nur was zurückgeben. Von Hecking wird nichts anderes als der Klassenerhalt erwartet. Und das bleibt eine schwierige Aufgabe. Der Tabellendritte Hoffenheim hat deutlich mehr Torschüsse und Chancen. Unter Vorgänger Daniel Bauer war Wolfsburg gemeinsam mit Heidenheim die Schießbude der Liga. Unter Dieter Hecking schafft es der VfL bis zur 83. Minute sogar die Null zu halten. Bis Grischa Prömel dann doch noch ausgleicht. Zum elften Mal in dieser Saison bringt der VfL eine Führung nicht über die Ziellinie. Nächste Woche kommt Abstiegskonkurrent Bremen nach Wolfsburg. Das Spiel ist dafür da, dass es gewonnen wird. Ist Hecking genau das, was Wolfsburg gebraucht hat?

Soll ich für Dieter, weil der Spiel ist dafür da und damit es gewonnen wird, dann kommt die Zahl für Dieter. Parallel stelle ich die Frage, ist Hacking der oder das, was Wolfsburg gebraucht hat? Er ist ein extrem erfahrener Trainer, er kennt das ganze Umfeld, hat dort lange sehr erfolgreich gearbeitet. Jetzt natürlich eine komplett andere Situation, aber er kann das schon hinkriegen. Die Garantie hast du jetzt nicht. Sie können glücklich sein mit dem Punkt gestern in Hoffenheim. Aber ich glaube, das nächste Spiel, nächstes Wochenende gegen Werder Bremen, dieses Spiel, das musst du gewinnen. Da ist so viel Druck jetzt drauf. Aber wenn es einer richten kann, dann ist es tatsächlich Dieter Hacking, glaube ich. Das Leben ist ja immer eine Frage der Alternativen. Und wen hättest du jetzt sonst noch holen? Ja, gleich, aber erst. Jetzt hast du mich langt.

Lass mich doch erst mal den Satz zu Ende sprechen. Vielleicht kommt ja noch mal. Lass mich doch erst mal den Satz zu Ende sprechen. Nein, weil das muss man sich ja auch immer angucken. Wer in der jetzigen Situation ist, A, bereit nach Wolfsburg zu gehen, ist verfügbar, ist, wie ist es umsetzbar? Also das ist ja nicht ganz so einfach. Und da hast du jetzt mit Dieter Hecking zumindest jemand, der erst mal im ersten Moment das Wolfsburger Umland beruhigt, weil mit ihm verbinden die Menschen was Positives, eben die Erfolge im Pokal, in der Meisterschaft und so weiter und so fort. Und das, glaube ich, ist erstmal so ein bisschen ein Balsam auch für die geschundene VfL-Fanseele und gibt zumindest erstmal ein gutes Gefühl. Jetzt müssen natürlich Taten folgen. Der Punkt war ein Anfang. Ich traue es dem VfL immer noch zu, aber boah, wird eng. Deine Taten folgen. Brauchst du Geld? Und jetzt ist ihm das Geld ausgegangen. Komm, ich leide was. Also das Umfeld, das Umland in Wolfsburg ist zumindest geografisch nicht besonders groß. Wenn ich das zu Hause aufstellen würde, wäre ich schon pleite. Das ist ja Wahnsinn. Ja, aber weißt du mal, warum das passiert, wenn man so viel redet?

Also über das Umfeld von Wolfsburg ist relativ überschaubar, aber tatsächlich gibt es eine große Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit, Katharina. Mal zusammen die Fakten an, die alle für sich sprechen. Also Rang 17 ist es aktuell in der Tabelle. Aber wenn wir uns mal die Kaderwerte anschauen in der Bundesliga, da kommt man relativ weit vorne, nämlich auf Rang 7. Außerdem ist es die zweitschlechteste Defensive mit 56 Gegentoren. Es wäre wesentlich mehr drin gewesen, zeigt dann natürlich auch die Heimtabelle. Klar, da hat man einen anderen Anspruch. Aber es wäre mehr drin gewesen aufgrund dessen, dass man häufig in Führung gegangen ist. So war es ja jetzt auch zuletzt der Fall. Und wenn man aber aus diesen Führungen dann auch immer noch die Punkte geholt hätte, wären nämlich 28 Punkte gewesen, elfmal hat man diese Führungen verspielt, dann wäre man auf einem Champions-League-Platz. Also nur, um mal ein bisschen das Verhältnis auch aufzuzeigen. Also dieses Thema mit zwischen Anspruch und Wirklichkeit, das ist eben wirklich eines. Und Stefan hat es gerade schon gesagt, jetzt kommt eben, auch wenn man gerade einen glücklichen Punkt geholt hat, dieses ultra wichtige Spiel dann gegen Werder Bremen.

Und danach Freier Leverkusen, nächster Gegner für den VfL Wolfsburg. Wir wollen uns dieses 1-0 der Wolfsburger in Hoffenheim anschauen. Kulia Rakes hat es gemacht. Nach einer Ecke, übliches Tor, Marco? Ja klar, einstudiert. Eriksen, der ja auch jetzt Kapitän ist, das ist ja auch schon mal eine erste Änderung gewesen von Dieter Hecking. Ich finde so generell, das zeigt auch dann der Torjubel, da ist schon eine ganz andere Haltung da, eine ganz andere Körpersprache bei den Wolfsburgern. Also da scheint Dieter Hecking mit seinem Team schon was bewirkt zu haben in der Woche, mit vielen Gesprächen, aber noch eins zu Dieter Hecking. Es ist ja nicht nur der sportliche Druck, der da wirklich richtig drauf liegt, sondern generell, das darf insgesamt nicht so schief gehen, weil wir wissen, was in der Automobilbranche los ist, gerade bei Volkswagen, die ja durchaus einen Anteil haben an diesem Klub.

Also da hast du natürlich noch eine größere Gemengelage, für die Dieter Hecking natürlich jetzt alles ist, um diesen Klub wirklich vor nicht nur dem Gang in die zweite Liga zu bewahren, sondern ich glaube sogar dann, wenn das schief geht, noch viel mehr. Der VfL ist ja eine Tochter von Volkswagen und du hast es gesagt, es war Weltuntergangsstimmung, gefühlt schon abgestiegen nach dem Spiel gegen den HSV. Jetzt hat Hacking wieder so ein bisschen Feuer entfacht. Ja, man tut ihm, finde ich, ein bisschen unrecht, wenn man jetzt nur so tut, als wenn es nur so ein Feuerwehrmann wäre. Also ich war vor kurzem beim VfL Bochum zu Gast und da spricht man immer noch in höchsten Tönen von ihm. Also der Mann hat wirklich so eine klare Ansprache, wie der mit den Spielern umgeht. Das hat man ja auch gehört nach dem Spiel. Die waren wirklich sowas von fast ehrfürchtig. Ja, der hat uns so viel Vertrauen gegeben, der hat uns klare Anweisungen gegeben. Also das ist jetzt, glaube ich, nicht nur so eine Lösung, wo man sagt, der muss jetzt funktionieren und dann darf er wieder gehen. Also ich glaube.

Wirklich sehr, sehr gute Arbeit. Das hat man jetzt schon gesehen und die Zahlen von Wolfsburg haben ja gezeigt, die Mannschaft hat ja Qualität. Dass die jetzt so weit unten drin stehen, ist mit dem Kader eigentlich fast unmöglich. Und ich glaube, das, was da gefehlt hat und auch mit diesen Führungen, das ist einfach diese Ansprache. Und ich glaube, Dieter Hecking, ich glaube, da wird man sich jetzt wenig Sorgen machen müssen im Vorfeld. Da bin ich gespannt. Den O-Ton behalten wir erst mal. Aber das hat gestern auch nicht gereicht zum Sieg, dieses 1-0. Das 1-1 ist gefallen. Katharina hat es gesagt, 28 20 Punkte nach Führungen hergegeben. Das ist jetzt nicht Dieter Heckings Schuld. Aber gestern ist es eben wieder passiert. Die Frage ist, Simon, ist sowas physisch oder dann psychisch, wenn man Führungen nicht verwalten kann und dann noch unentschieden spielt oder auch öfter mal verliert?

Kann beides sein. Kann aber auch sein, dass du nicht in der Lage bist, wenn du führst, das Spiel zu kontrollieren oder den Deckel drauf zu machen, vielleicht das zweite Tor zu machen. Deswegen bin ich bei VfL Wolfsburg wirklich zu weit weg, um das zu beurteilen, woran das liegt. Aber es kann unterschiedliche Komponenten haben. Aber wenn du eine hohe Dominanz hast, dann gibst du häufig auch jetzt nicht so häufig Führungen her. Eine hohe Dominanz hatte Hoffenheim in den letzten Wochen und Monaten, jetzt in den letzten vier Spielen nur eines gewonnen. Christian Ilze ist dort der Trainer und er hat natürlich auch über die Situation beim VfL und die Arbeit von Dieter Hecking, diese kurzfristige Arbeit gesprochen. Stichwort blumige Aussprache beziehungsweise Begriffe.

Dieter Hecking hat da schon seine ganze Erfahrung, die er da mitbringt, das ist schon gelungen, einfach aus diesen Jungs auch was rauszukitzeln, sich da zu schärfen für diese Aufgabe, die ich da heute und da. Aber jetzt das Spektrum, das gesamte Spektrum von Leidenschaft bis Tempo nehmen, Zeit zu nehmen, ist ja alles legitim. Wir waren vor acht Monaten genauso in so einer Phase. Jetzt gehen wir eher wohin. Es wartet auf uns was, aber in der Regel schwimmst du schneller, wenn der Hai nachschwimmt, als wenn du auf eine Meerjungfrau zuschwimmst.

Das wissen wir alle. Da hat er natürlich recht. Christian Ilter. Dieter Hecking sagte noch, es ist ein guter Punkt bei Hoffenheim, Champions League, Aspirant und da kommt ihr wieder ins Spiel, Bayer Leverkusen. Wie seht ihr Hoffenheim jetzt mit einer kleinen Durststrecke als direkten Gegner im Kampf um die Champions League? Ihr wollt ja unter die Top 4. Das ist unser Ziel. Von daher hätte ich dem Detail, das ist ja auch ein ehemaliger Trainer von mir, auch den Sieg gestern gewünscht. Aber Hoffenheim spielt eine starke Saison, wirklich hervorragenden Fußball auch. Und auch Angriffsfußball stehen zu Recht da oben. Haben, glaube ich, nach Dortmund und Bayern, die es ja sicher schaffen werden, größten Erwartungsdruck, dass man an sich erwartet, bei so einer Saison des Hoffenheims es schaffen muss. Mal gucken, ob wir noch andere Mannschaften ihnen das Leben schwer machen können. Stuttgart und Leipzig spielen heute noch gegeneinander. Da schaust du natürlich im besten Fall auf den Unentschieden. Ja, so ein 0-0 könnte ich mit leben.

Wir wissen alle, dass die Champions League, also das Erreichen der Champions League geht ja auch über andere Wege. Wir haben ja vorhin kurz drüber gesprochen, kann ja auch fünf, im besten Fall sogar sechs Champions League Plätze für die Bundesliga geben. Aber wenn es jetzt nur die vier sind und ihr nicht in die Champions League kommt, inwieweit würde euch das beeinflussen in der Kaderplanung im Hinblick auf die Meisterschaft 2028, 2029, wenn da das Geld fehlte? Das müsste ja eingepreist sein. Ja, also natürlich sollten wir nicht jedes Jahr die Champions League verpassen, Aber wir haben durchaus auch aus dem letzten Sommer einen Puffer, um sowas mal abpuffern zu kommen. Es kommt ja noch ein bisschen Geld rein, glaube ich. Es wird noch ein bisschen reinkommen. Man hört, dass vielleicht der Hinkapp hier wirklich zu Arsenal geht und nicht nur ausgeliehen ist. Verhandlungen nächste Woche. Verhandlungen, ja genau, nächste Woche vielleicht. Von daher, nein, ich glaube, dass wir trotzdem Möglichkeiten haben werden, den Sommer unabhängig des internationalen Wettbewerbs den Kader gut zu gestalten.

Und was man dann nur immer macht, also Europa League oder Champions League sind natürlich schon auch in der Belastung des Kaders eine unterschiedliche Situation. Deswegen hast du manchmal in der Europa League auch die Möglichkeit, bei jungen Spielern denen mehr Raum zu geben als in der Champions League Saison. Das muss man dann gucken, aber einen guten Kader werden wir nächstes Jahr haben. Nach diesem Hinspiel, Leverkusen gegen Arsenal in der Champions League, war ein 1-1 ein Unglückliches aus eurer Sicht. Wie siehst du die Chancen für Leverkusen, gegen Arsenal zu bestehen und weiterzukommen? Gut. Also vor dem ersten Spiel hätte ich gedacht, das wird verdammt schwer. Aber so wie sie gespielt haben im Hinspiel, wirklich sehr überzeugend auch von sich, an sich geglaubt. Und sie hätten ja den Sieg verdient. Warum sollen sie das in London nicht schaffen? Warum nicht? Also ich drücke ja grundsätzlich, wenn deutsche Mannschaften im internationalen Wettbewerb unterwegs sind, geben die Daumen, vor allen Dingen auch dann Leverkusen, aber das ist nicht unmöglich. Es wird schwer, ihr werdet leiden müssen mit Sicherheit, vielleicht auch über 120 Minuten, aber die Möglichkeit ist da. Und so müsst ihr auch da hinfahren. Wir haben uns noch für den Schluss gleich etwas aufgespannt, weil Stefan Helfenberg so gerne über Schiedsrichterentscheidungen und Regelkunde spricht. Da haben wir noch eine kleine Szene aus einem anderen Spiel und besprechen das nach genau 19 Sekunden. Sie können mitstoppen.

Es waren 19 Sekunden, wie versprochen. Und Stefan, die Szene, da müssen wir Regelkunde betreiben und das den Zuschauern erklären, weil es wahrscheinlich nicht jeder weiß, Es gab eine Szene, Ramay gegen Amay Muni bei Frankfurt gegen Heidenheim. Der Keeper zieht den Frankfurter um. Warum gab es da keinen Elfmeter?

Ja, weil der Ball noch nicht im Spiel war. Deswegen, nein, das ist so. Wäre der Ball im Spiel gewesen, hätte es Elfmeter gegeben. Der Ball war noch nicht im Spiel. Aber er hätte ihm Gelb geben müssen, meiner Meinung nach. Weil das ist unsportlich. Das hat er nicht getan. Aber laut Regelwerk keine Fehlentscheidung. Sehr gute VAR darf eben nicht eingreifen bei gelben Sachen. Wenn jetzt der Ball im Spiel gewesen wäre, wie Stefan erklärt hat, hätte es Elfmeter gegeben. Katharina ist bei uns in der Runde mit der Auflösung des Dopaphons, korrekt? Kommt gleich. Wir haben an der Stelle noch ein paar Hinweise. Erst mal geht der Dopa wieder on Tour. Wir haben da jetzt in Kürze Darmstadt, Mannheim und Kaiserslautern, falls es jetzt schon mal interessiert, als Stationen. Also gerne mal online schauen bei sport1.de, wo wir da unter anderem dann noch Stationen machen. Also Thomas Helmer, der freut sich da auf jeden Fall auf Sie mit seinen Gästen. Und dann sind einige Spenden reingekommen. Da bedanken wir uns bei der Fahrschule Stefan Eggert, unter anderem Freunde Hasser sind mit dabei gewesen, Nagi Friends, Sportstudio Hümme, Florian Joachim, Die Kekselmacher haben gespendet von Lale und Volker vom Fanclub Innenhafen MSV Duisburg und Tino Tischler GmbH aus Magdeburg. Vielen Dank dafür schon mal.

Und dann schauen wir natürlich auch noch auf die Frage der Woche. Wir haben es eben gerade von Jochen nochmal gehört. Sie lautete zu Beginn der Sendung, hat Bayer in den nächsten drei Jahren das Zeug zum Meister? Ich bin sehr gespannt, ob man hier genauso überrascht ist wie ich. Also ich bin sehr überrascht über die Deutlichkeit, wie es online zumindest war. Denn 84 Prozent sagen, nein, das wird Bayer nicht gelingen. Ich bin mir sicher, ein Mann hier in der Runde, mindestens einer hat was dagegen. Und ich bin sehr gespannt, so wie wir natürlich auch, auf das, was Sie am Dopafon dazu gesagt haben. Leverkusen wird so schnell nie wieder Nummer 1 in Deutschland. Die haben weder Quantität noch Qualität. Und wenn man gestern Bayern und Dortmund gesehen hat, maximal Platz 2 in den nächsten 10 Jahren. Budget und Geld ist bei Bayer Leverkusen vorhanden. Und deshalb glaube ich auch, dass Leverkusen noch mal innerhalb der nächsten 3 Jahre Deutscher Meister werden kann. Also ich bin der Meinung, Leverkusen wird die nächsten Jahre kein Meister werden. Das ist so ein Tagswege wie Wolfsburg war. Das ist meine persönliche Meinung. Zwei Spiele gegen Arsenal und Bayern und beide glücklich am Ende, machen Leverkusen noch nicht zu einem Anwärter für die Meisterschaft. Es ist relativ einfach. Es kann nur eine andere Mannschaft als Bayern München Meister werden, wenn die Bayern ihre Hausaufgaben nicht machen oder eine riesen Verletzungsmisere haben.

Relativ deutlich. Settrich Bick hat mich angepikst. Einen Satz, wolltest du noch loswerden? Ja, weil was die vielen Bayern-Fans natürlich vergessen, Es gibt nur einen ungeschlagenen Meister in der Bundesliga, und der hat das Kreuz am Rhein. Wollte noch kurz losgehen. Simon, wahrscheinlich war vor eurer Meisterschaft damals die Wahrscheinlichkeit noch geringer, dass ihr es werdet. Wahrscheinlich wäre die Abstimmung bei über 90 Prozent gelandet. Ich habe noch eine abschließende Frage an dich. Nachdem ihr jetzt kommende Woche Arsenal aus der Champions League rauswerft, welchen Schiedsrichter wünschst du dir.

Auf jeden Fall. Darf man Bestellungen aufgeben? Nein, ach Quatsch, nein. Ich glaube, das wird es auch nicht sein, weil natürlich gerade solche Sachen immer verhindert werden, auch zu Recht. Von daher schauen wir mal, wer es ist. Schauen wir mal. Wir bedanken uns bei Simon Rolfes, bei allen.