Auf WM-Kurs, Nagelsmanns Gerüst steht. Auf Rettungskurs, Big Points für Werder. Das alles live im Doppelpass mit Florian König.

Schön war es nicht gestern, aber drei Punkte in so einem Spiel. Wie viel Erleichterung spürst du und spürt ganz Werder Bremen? Enorme Erleichterung, muss man ehrlicherweise sagen. Ich denke, dass das gestern nichts für Fußballfeindschmerker war. Davon war im Vorfeld schon auszugehen. Trotz alldem im Abstiegskampf geht es um Punkte. Und die haben wir gestern geholt und für uns natürlich enorm wichtig. Im Abstiegskampf geht es um Punkte, sind die ersten drei Euro. Ich hoffe, du hast ordentlich eingesteckt.

Wir werden die Situation bei Werder natürlich besprechen und in diesem Abstiegskampf, in dem es nicht nur um Punkte geht, sondern es auch sehr, sehr eng ist und noch viel, viel passieren kann. Wie gesagt, bei Köln ist auch große Sorge, die können heute schon auf den Relegationsplatz zurückrutschen, wenn St. Pauli gegen Freiburg noch was holt. Das besprechen wir gleich und zwar mit folgender Runde. Wir sind noch nicht ganz vollständig, aber sie ist da. Sportschau-Reporterin und auch bei The Zone tätig, Lisa Teller. Schönen guten Morgen.

Ja, Julian Nagelsmann hat seinen Kader für die anstehenden Länderspiele bekannt gegeben gegen die Schweiz und Ghana und hat damit natürlich auch schon mal so ein bisschen abgesteckt, auf wen er bei der WM im Sommer setzen will. Klar, so ein paar Stellschrauben wird er noch drehen, aber Experimente macht da keiner mehr. Das heißt, er hat wirklich schon so seine Stammformation gefunden. Diese 26 hat er ausgewählt, da sind die Debutanten Jonas Urbig und Lennart Kahl mit dabei. Diverse Rückkehrer, aber vor allem auch schon so ein Stammgerüst, das es dann für uns richten soll im Sommer, wenn es dann in den USA wirklich rangeht. Im Juni geht es ja für uns los gegen Kuraçao. Aber wir wollen von Ihnen wissen, was halten Sie denn von diesem Aufgebot? Ist das wirklich WM-titelreif? Sagen Sie ja, mit diesem Aufgebot können wir es packen oder glauben Sie eher nicht, dass das erfolgreich wird im Sommer mit dieser Auswahl? Unsere Frage der Woche. Dankeschön. Also rufen Sie an, 01379 011 011. Dann ist vielleicht gerade Ihre Meinung im Dopafon zu hören. Und bevor wir mit der Runde beginnen zu diskutieren, wollen wir gleich mal nach Köln schalten zu meinem Kollegen Manfred Siedelbauer, der da am Geisbockheim für uns parat ist. Schönen guten Morgen, Manni.

Wunderschönen guten Morgen nach München. Sonnig in Köln, wie hier in München auch. Die Stimmung beim FC ist ein bisschen anders. Was läuft gerade ab und was sind deine Informationen zur Zukunft von Lukas Kwasniok? Ja, ein paar Fans sind hier ans Geisburgheim gekommen, weil sie natürlich wissen wollen, wie geht es weiter mit dem Verein, mit Lukas Quasniok. Und was ich sagen kann, hinter mir in einem dieser Räume wird gerade über die Zukunft von Lukas Quasniok entschieden. Um kurz vor neun ist Thomas Kessler, der Sportgeschäftsführer, vorgefahren. Lukas Berg, der technische Direktor, ist dabei. Und auch René Wagner, der bisherige Co-Trainer, dem man die größten Chancen auf die Nachfolge von Lukas Quasniok eindäumt, wenn es denn zu einem Trainerwechsel kommt. Pikant ist, dass Lukas Quasniok nicht mit dabei ist bei dieser umfassenden Analyse und das lässt natürlich Raum für große Spekulationen. Wie ist denn die Stimmung in Köln ganz generell? Ist das unter den Anhängern irgendwie klar verteilt, wer pro und wer kontra Quasenjog ist? Und vor allem, wie groß schätzt du diese Anteile ein?

Ja, direkt nach dem Spiel würde ich echt tatsächlich sagen, es war 50-50 bei den Anhängern. Es gibt die, die sagen, ey, der passt eigentlich perfekt hier in die Stadt. Köln passt perfekt zu diesem Verein. Und dann gibt es eben die, die sagen, hey, zwei Siege aus den letzten 18 Spielen, das reicht hinten und vorne nicht. Es braucht einen Trainerwechsel, es braucht neuen Schwung. Und wenn man die Aussagen von Thomas Kessler nach dem Spiel deutet, dann spricht schon sehr, sehr viel tatsächlich für einen Trainerwechsel heute am Kreisbockern. Manni, danke erstmal für den Moment. Du hörst dich weiter um und wir werden später nochmal zu dir schalten, wenn wir in dieser Sendung auch auf dieses doch so hochemissionale Derby zwischen Köln und Gladbach schauen. Und jetzt ist er aus der Maschine ausgestiegen. Unter anderem Deutscher Meister, Vize-Europameister Marcel Janssen.

Immer ein blödes Gefühl, wenn du in der Maschine sitzt und nicht raus darfst. Ja, ist so eine große Sache, so ein Inlandsflug. Ganz genau. Ja, schön, dass wir jetzt vollständig sind. Dann schauen wir uns jetzt mal an, was das für ein Spiel war. Du hast gesagt, nichts für Feinschmecker. Aber es war eben am Ende ein ganz, ganz wichtiger Dreier für den SV Werder-Präsident.

Abstiegskampf kann eine schmerzhafte Angelegenheit sein. Und sogenannte Sechs-Punkte-Spiele sind gerne mal doppelt so umkämpft wie normale Partien. Und kosten die Trainer auch doppelt so viele Nerven. Und oft gilt auch noch eine andere Regel. Wie wer das erste Torschieß gewinnt. Wolfsburg war diesem ersten Tor tatsächlich sogar näher. Aber Backhaus und die Latte verhindern, dass sich das Spiel zugunsten der Wolfsburger entwickelt. Eine spielentscheidende Situation. Aber in Abstiegsnot hat sich Wolfsburg lange vorhergebracht.

Nein, ich glaube, man kann nicht so gut sein, wenn man da steht, wo man steht. Dass nicht alles gut gelaufen ist in dieser Saison. Das trifft im Prinzip auch auf Werder Bremen zu. Der Unterschied, Bremen schießt das Tor des Tages und schafft dann etwas, was sonst ganz selten klappt. Sie spielen zu Null. Noch entscheidender, Bremen gewinnt drei der letzten vier Spiele. Heute war natürlich sehr viel Druck auf diesem Spiel. Wir hatten die Riesenchance, auf sieben Punkte wegzuziehen vom VfL. Und wenn man eine Chance hat, dann sollte man eine Chance nutzen und nicht das Risiko sehen. Fazit, die Wölfe sind jetzt seit zehn Spielen sieglos. Weil im Abstiegskampf aber meist nur Dreier wirklich Luft verschaffen, ist der VfL jetzt im Tal der Tränen. Und Bremen hat zwar noch lange keinen Grund abzuheben. Wir fragen aber, war das schon der entscheidende Schritt zur Rettung? Herr Fritz?

Könnte schon sich im Nachhinein als extrem wichtig herausstellen, der Dreier, ne? Nein, definitiv. Es war... Ein sehr, sehr wichtiger Schritt für uns. Wir haben im Vorfeld auch viel darüber gesprochen, dass wir auch gesagt haben, was Daniel gerade auch angesprochen hat, dass es eine Chance ist, auch die Wolfsburger auf Abstand zu halten und dementsprechend natürlich auch alles reinzuhauen. Und sicherlich war es ein sehr, sehr wichtiger, trotz alledem dürfen wir nicht nachlassen. Wir haben das in der vergangenen Woche auch gesehen gegen die Mainzer, nach zuvor zwei Siegen. Wenn du einen Schritt weniger machst, wird es dann noch schwierig, die nötigen Punkte eben auch zu holen. Von daher war es für uns enorm wichtig, aber wir wissen auch, dass wir noch viele Schritte gehen müssen. Hast du eigentlich die drei Euro schon reingeworfen? Habe ich gerade getan, als Marcel in die Runde gekommen ist. Ja, ganz bezogen. Ich habe etwas weiter aufgepasst. Kassen warten, dann ist es so. Okay, wunderbar. Wie erlebst du solche Spiele, wo so viel Druck drauf ist? Auch auf deiner Person wahrscheinlich. Also ganz logisch, weil du ja den Erfolg für Werder willst, aber weil natürlich auch über dich gesprochen wird, über deine Zukunft. Ich meine, ich bin seit 20 Jahren bei Werder. Ja, das ist natürlich für mich auch eine besondere Situation mit sehr viel Herz und Leidenschaft auch dabei. Und klar, ich sitze natürlich sehr angespannt auf der Tribüne, hoffe, dass es natürlich auch gut geht. Wobei ich muss auch sagen, ich habe ein totales Vertrauen auch in unsere Mannschaft, in unser Kader, in unserem Trainerteam und bin auch überzeugt, dass wir am Ende die Klasse halten werden.

Stefan, reicht der Abstand, den Sie jetzt haben, runter auf Wolfsburg schon oder ist das immer noch? Sehr gefährlich. Eine gewisse Gefahr besteht nach wie vor. Und sie dürfen natürlich logischerweise nicht nachlassen, sondern müssen weiter hart dafür arbeiten. Also dieses Punktepolster von sieben Punkten reicht definitiv noch nicht. Aber sie haben ja in dem einen oder anderen Heimspiel mit Sicherheit auch noch die Möglichkeit nachzulegen. Und das müssen sie auch, um die Klasse zu halten. Wie siehst du die Situation von Werder? Ja, ich habe ihn heute Morgen beim Frühstück gesehen.

Das war schon mal sehr interessant. Sie haben zwei Spiele gewonnen, verlieren dann zu Hause gegen Mainz, wo eigentlich alle dachten, jetzt können sie nachlegen. Das ist ja immer dieses, wenn du was erreicht hast und dann durchatmest und dann nachlässt, das ist die Gefahr im Abstiegskampf. Gestern, ich weiß nicht, ein Sechs-Punkte-Spiel habe ich gerade gehört, das war wahrscheinlich ein 18-Punkte-Spiel gegen Wolfsburg. Weil Wolfsburg ja auch nicht jetzt alle Spiele einfach mal direkt aus der Lameng gewinnt. Die haben noch die Bayern, die haben Leverkusen, Dortmund, also das ist schon noch ein schwieriges Restprogramm. Und zwar nichts für Fußballfeinschmecker, aber mit, glaube ich, zehn verletzten potenziellen Stammspielern gestern. Und was ich imponierend finde mit einem Backhaus, der in einer ähnlichen Situation auf St. Pauli die zwei Gegentore beteiligt war. Gestern so eine Leistung, also das nötigt mir schon Respekt ab. War eine starke Leistung, das muss man sagen. Ja, Werder, ist damit für dich schon raus aus der Verlosung? Nein, raus noch nicht. Das wurde ja auch gerade schon gut eingeordnet. Aber man darf bei Mainz eben auch nicht vergessen, dass es kein Zufall ist, dass Mainz seit Monaten gut spielt, seit dem Trainerwechsel. Also es war auch ein Gegner, wo man nicht mal eben so zu Hause gewinnt. Da kann man halt auch mal verlieren. Und wenn du dann mit so vielen Verletzten dann trotzdem in der Lage bist, so ein Druckspiel, was ja wirklich brutal war, dann für dich zu entscheiden, dann zeigt das ein bisschen natürlich aber auch die Ruhe, die zumindest intern herrscht. Clemens hat totale Rückendeckung bekommen. Und da gibt es andere Klubs, über die haben wir eben diskutiert. Da merkt man eigentlich schon seit Wochen, Monaten, dass das da nicht so klar ist, wie es weitergeht. Und deshalb hat Bremen eine gute Chance, meiner Meinung nach, die Liga zu halten. Wie siehst du, Lisa, den.

Noch neuen Trainer Daniel Thieu. Ja, wir reden ja über den Nicht-Abstiegsplatz. Ich glaube, den Relegationsplatz sollte man auch nicht außer Acht lassen, weil der wird hart umkämpft sein. Und ich glaube, niemand von diesen Vereinen will auch in die Relegation. Deswegen muss man da aufpassen. Wenn St. Pauli heute noch gewinnt, dann wird es da auch wieder alles ein bisschen enger. Also da Vorsicht.

Ich finde, Daniel Thieu war auf jeden Fall Wagnis. Also Mut bewiesen, weil ein Zweitligatrainer, der vorher noch nie in der Bundesliga trainiert hat, ist immer natürlich auch Wagnis. Aber Daniel Thieu, das hat man auch bei Fortuna gesehen, Der hat halt so eine Autorität, der hat eine Ausstrahlung, der kann so eine Mannschaft auch wachrütteln. Und ich glaube, das hat sich dann gestern auch gezeigt. Das, was man gehört hat, ist dann, glaube ich, auch laut geworden. Und ich habe gehört, die schlechteste erste Hälfte, die wir je gespielt haben. Und ich glaube, da sind dann auch mal ein paar Fetzen geflogen. Und genau dafür ist Daniel Thun, glaube ich, der Richtige. Und deswegen mutig, aber Stand jetzt ist es wichtig. Lass uns doch mal teilhaben an der Arbeitsweise von Daniel Thun, den wir von außen ja immer hauptsächlich in seinen Interviews sehen. Aber wenn Lisa sagt, da wurde es mal laut, wie führt er, was ist er?

Als Typ vielleicht im Unterschied zu Horst Schäffen. Es war tatsächlich so, nach der ersten Halbzeit konntest du nicht weitergehen. Und man merkt aber auch, dass die Mannschaft lebt. Also die Mannschaft auch untereinander in der Halbzeitpause. Und Daniel geht dann natürlich auch rein und hat eine sehr, sehr gute Ansprache. Also die Jungs, die folgen ihm. Und was er wirklich auch gut macht, er ist inhaltlich sehr, sehr gut. Er gibt Lösungsansätze im Vorfeld natürlich mit. Und er ist auch sehr im Detail drin, gerade auch in der Trainingsarbeit unter der Woche. Und das ist das, was unsere Jungs auch einfordern. Zum einen Führung natürlich auch, aber auch Inhalte. Und da muss ich sagen, das macht er wirklich hervorragend. Schauen wir mal gemeinsam auf die untere Hälfte der Bundesliga-Tabelle. Da ist noch richtig Musik drin, ne? Ja, vor allen Dingen, wenn du schaust, gut Heidenheim. Ich glaube, das hat sich dann in diesem Jahr erledigt. Wolfsburg haben wir gerade gesehen mit 21 Punkten. Pauli spielt heute. Genau, und zu Hause gegen Freiburg, die zuletzt nach Europapokal spielen, sich auch mal ein bisschen schwer getan haben. Dann würde ich schon sagen, ab Platz 10 sind alle noch in der Verlosung. Ich glaube, du brauchst für die Rettung, also für die direkte, 4 oder 35 Punkte. Das war ja in den letzten Jahren auch schon mal weniger, weil Vereine wie Werder jetzt aus den letzten vier Spielen drei Siege geholt haben, ähnliche Serie hatte St. Pauli.

Ich denke, für Wolfsburg wird es sehr, sehr schwierig. Aber gerade ist es angeklungen, Relegation, stell dir mal vor, du spielst Relegation gegen Schalke. Ich glaube auch nicht, dass das irgendjemand möchte. Auch nicht so richtig lustig und vor allem ist es nicht klar, dass du dich da durchsetzt natürlich.

Schauen wir mal auf ein paar Szenen aus dem Spiel, Stefan. Wir haben von dieser schwachen ersten Hälfte von Bremen schon gehört. Es gab einen Freistoß von Puertas und dann Nachschuss Sugawara, zwölfte Minute. Das war aber fast alles, oder? Ja.

Das war so ziemlich alles. Gabara hält den Ball natürlich dann auch richtig gut. Dass sonst nicht viele Torchancen oder Möglichkeiten hier gibt, ist ja auch klar. Das ist Abstiegskampf pur. Da geht es um Leidenschaft, um die Zweikämpfe. Die wurden geführt und Veggie hat es ja gerade gesagt, zehn Spieler haben gefehlt bei Werder Bremen. Stay war gelb gesperrt. Das sind schon wichtige Spieler, Persönlichkeiten, Führungsspieler. Und dafür hat Werder Bremen das sehr gut verteidigt, dass sie nicht viele Torchancen haben. War auch klar, glaube ich, vor dem Spiel. Dann haben sie ihn glücklich reingemacht und dann haben sie alles wegverteidigt. Darum geht das im Abstiegskampf. Bitter für Wolfsburg, muss ich sagen. Weil du hattest jetzt in wenigen Wochen, du hattest den HSV zu Hause, verlierst. Du hast Werder Bremen zu Hause, verlierst. Also da, muss ich sagen, fehlt mir so ein bisschen die Fantasie, wie die da unten noch rauskommen wollen. Und ich glaube, was entscheidend ist, du hast es eben zu mir auch gesagt. Viele sagen in Interviews auch immer zu mir, wir müssen uns das Glück erarbeiten. Und ich frage mich immer, wie will man sich Glück erarbeiten? Aber gestern hat man ja ein bisschen gesehen. Also ihr trefft den Pfosten, das Ding geht rein. Die treffen zweimal Aluminium und es passiert nichts. Und das sind diese kleinen Nuancen, gerade im Abstiegskampf. Das Glück erarbeiten. Ja, das Glück erarbeiten. Und dazu hat einer beigetragen, nämlich euer Torhüter. Auch das muss man einfach sagen, wenn wir uns die Szene von Lindström anschauen, in der Nachspielzeit der ersten Hälfte, den hält auch nicht jeder dann so.

Ich muss mal ehrlicherweise sagen, Nioh hat ein herausragendes Spiel gemacht gestern. Ich finde aber allgemein, es ist nicht selbstverständlich, was er wirklich Woche für Woche leistet. Er ist ein sehr, sehr junger Torhüter, ist in seiner ersten Bundesliga-Saison, hat einen Fehler gemacht in diesem Jahr gegen St. Pauli. Und ansonsten gibt der uns einfach eine Stabilität. Und das ist ja auch mal wichtig für die Mannschaft, dass du jemanden hast, der dir ein gutes Gefühl gibt, der dir Stabilität gibt. Und wie gesagt, für eine erste Bundesliga-Saison ist das nicht selbstverständlich. Ja, und so gehst du mit einem Unentschieden in die Pause. Und dann kann der Trainer was machen, sonst liegst du hinten. Und dann sieht es schon mal ganz... Also natürlich kannst du dann immer noch drehen, aber es wird halt einfach viel, viel schwieriger. Definitiv, definitiv. Und bei ihm ist es halt auch wirklich so, er kann das alles ganz gut einordnen. Und es ist auch, wenn du in deinem ersten Jahr, gerade nach dem St. Pauli-Spiel, natürlich ist es auch eine schwierige Situation, auch gerade für junge Spieler, die in eine Mannschaft reinkommen, denen es natürlich besser gehen würde, in ein stabiles Gefüge zu kommen. Und wenn du dann natürlich auch Probleme hast, das dann wirklich so zu verpacken, gerade auch wie Mio und darüber hinaus, ist er auch noch ein super Typ. Also wir sind super happy mit ihm. Happy mit dieser Nummer 1. Dann das Tor. Jinmar hat natürlich Doppelglück, oder dreimal. Eigentlich können sich die Wolfsburger besser verhalten. Dass der Ball zu ihm kommt, ist ein bisschen zufällig. Dass der dann noch so abgefälscht wird, dadurch unhaltbar wird, ist auch ein bisschen Zufall. Aber so muss es halt sein.

Ja, so muss es sein, weiß ich jetzt nicht. So muss es sein in der Situation von Werder, dass halt auch mal ein paar Dinge für dich laufen. So meine ich es, weißt du? Also, Myanmar hat ja schon Chancen gehabt, hundertprozentige, die er hat liegen lassen.

Ja, hier hat er den Mut, der wird abgefälscht von Jens. Das war im Endeffekt in dieser Spielszene entscheidend. Aber das Glück musst du denn auch ziehen. Also Glück musst du dir schon erarbeiten. Das hat Jupp Heynckes damals schon immer gesagt. Ihr müsst euch das Glück erarbeiten. Und das haben die Bremer gestern. Also das war kein schönes Spiel. Kurze Frage an den Kassenwart. Glück musst du dir ziehen, Glück musst du dir erarbeiten. Ja, ja. Und an unser Publikum.

Ich habe ja extra rechnen. Wo machen wir so rein? Ich wollte von Stefan das Geld liegen. Aber ich habe es ja auch gesagt. Ich habe ihm ja die Vorlage gegeben. Ich habe es ja nur aufgenommen. Er hat mich ja nur mit dir. Er hat auch so wenig Geld geliehen. Der kommt ja nicht mit hin.

Wie komme ich denn mit hin? Mit 3 Euro für die ganze Sendung? 100%. Okay, ob die Wette gilt. Wir haben jetzt noch genauer drauf. Keine Frage, Flo. Was interessant ist bei dem Tor, eigentlich steht ja Wolfsburg mit 5 gegen 2 in der Überzahl. Also der erste Ball, der schon zu einem Jimmer kommt. Da musst du auf Abseits stellen, wenn er die Linie hält. Er hat eigentlich den Blick zu seiner Linie. Er geht aber mit rein. Das war der erste Fehler. Das zweite kannst du denn nicht verhindern. Den Schuss kannst du jetzt nicht verhindern. Gravara war machtlos in dieser Aktion. Aber sie hätten eigentlich auch Abseits. Er hat Zeit, den Ball anzunehmen, sich den hinzulegen, abzuschließen. Das darf er eigentlich ja nicht so hart machen. Ja, aber hier jetzt der entscheidende Fehler, weil er eben mit reinläuft. Wenn er da, wie gesagt, die Linie hält, ist er zwei Meter am Abseits, damit fängt das an. Aber in solchen Situationen und in solchen Spielen, wo so viel Druck drauf ist, ist das auch verdammt schwierig für die Spieler, das umzusetzen, was der Trainer manchmal vorgibt. Aber was trotzdem auffällt, ist, dass wieder typisch Innenverteidiger alle gucken nur zum Ball und zum anderen. Und keiner guckt, wer ist denn überhaupt der, der ein Tor schießen kann. Das ist etwas im Verteidigen, was ich echt schwierig finde mittlerweile in der Liga generell. Das Defensivverhalten. Und hier wird es, finde ich, aber auch klar, dass er annehmen kann im 16 und schieben kann. Natürlich ist der Druck da, aber alle gucken nur auf den Ball, auf den er den Ball annimmt. Und da steht der Jinmar ganz frei. Das darf nicht passieren. Und wir können den Torschützen ganz kurz hören. Jinmar nach diesem Spiel.

Es ist super befreiend. Es ist wichtig für uns als Mannschaft, gerade vor der Länderspielpause, weil du jetzt auch mit einem viel besseren Gefühl einfach in diese Länderspielpause gehen kannst. Und am Ende sind noch sieben Spiele. Sieben Spiele haben wir noch. Deswegen ist es noch gar nichts entschieden. Aber es war enorm wichtig, dass wir jetzt Salzburg zumindest auf sieben Punkte hinter uns gebracht haben.

Ja, damit hat er recht. Und ich finde sehr, sehr klare und reflektierte Aussagen von ihm. Eine Szene haben wir noch, die uns aufgefallen ist. Musa kam ja dann irgendwann rein, großer, 1,98, großer 20-jähriger Spieler, der hier in einem Duell mit Jens dann letztlich dafür sorgt, dass der Gelb-Rot kriegt, aber sich richtig gut einsetzt. Und was ich toll finde, die Reaktion seiner Mitspieler. Es geht ja im Endeffekt, wir haben ja gerade schon darüber gesprochen, es war ein sehr, sehr fehlerbehaftetes Spiel. Und es geht dann auch darum, bei all den Verletzten, die wir auch hatten oder haben, widerstandsfähig zu sein. Und das ist für mich eigentlich bezeichnend, wie er in dem Moment seinen Körper einsetzt, wie er sich dagegen stemmt und wie er das Foul auch unbedingt ziehen will. Und das ist das, was wir brauchen. Und dann natürlich auch die Reaktion danach von Cam und den anderen Jungs, dieses Pushen, dieses Gemeinsame, dieses Miteinander. Und da sieht man, das Leben in einer Mannschaft ist und das ist auch das, was wir brauchen. Bei 1,98, da fällt einem ja immer gleich Nick Woltemar ein, ist das auch so ein Talent, der Junge? Anderer Spielertyp, aber ja, er ist ein sehr, sehr guter Spieler, hat sich toll entwickelt. Man darf auch nicht vergessen, er ist jetzt gerade aus der U19 auch rausgekommen. Erste Herrenjahr, ja, wir sind sehr froh und zufrieden, dass wir ihn im Kader haben. Nun war es gestern, wie gesagt, kein besonders schönes Spiel, aber es gab schon vor dem Spiel auch ein bisschen Ärger, was die Fans angeht.

Klärt uns Ruth, was genau dahinter steckte und was das dann für Auswirkungen hatte. Weniger Unterstützung für Werder Bremen. Ruth, bitte. Ja, das war natürlich unschön. Also es gab da Auseinandersetzungen von Werder Ultras mit den Ordnern vor dem Stadion. Das hat zu einem Polizeieinsatz geführt. Von Wolfsburger Seite, also von der Polizei, hört man, dass da eben Fans unerlaubte Utensilien mit den Stadion schleusen wollten. Wir hören auch, dass man sich Zugang zum Wolfsburger Block verschaffen wollte. Und dass es demnach dann Angriffe auf die Ordner gegeben haben soll. Das sagt auch der VfL Wolfsburg. Die Fanszene, grün-weiße Fanhilfe, sagt wiederum, dass es einen massiven Angriff von Seiten der Ordner und vor allem der Polizei gab. Also dass das unverhältnismäßig war, mit welcher Härte man da reingegangen ist. Und dass es da eben heißt, dass es nicht zu schwereren Verletzungen gekommen ist, ist lediglich dem Zufall geschuldet. Wir fordern ein Ende überzogener polizeilicher Maßnahmen. Das ist eine große Herausforderung, die wir haben. Wir haben auch im Stadion eine Auswirkung auf die Stimmung. Auch im Stadion haben sie sich solidarisiert.

Wie habt ihr diesen Vorfall eingeschätzt? Also zunächst einmal macht das natürlich auch was mit dir im Vorfeld eines solch wichtigen Spiels. Wenn du dann kurz vor Anpfiff hörst, 600 bis 800 Leute der Fanszene werden nicht im Stadion sein. Wir sind nach wie vor noch in der Aufarbeitung. Es ist natürlich recht komplex, sind auch im Austausch mit den Wolfsburgern, mit der Polizei, mit unserer Fanszene. Das wird noch den einen oder anderen Tag, denke ich, auch dauern, bis wir da zu 100 Prozent sprechfähig sein werden. Was ich weiß, es ging tatsächlich um Materialanmeldungen. Dass 1, 2 Schwenkfahnen zu viel mit ins Stadion genommen wurden und es dann eskaliert ist. Mehr kann ich aber aktuell auch noch nicht sagen, weil ich habe keine Ahnung, von wem der Impuls ausgeht oder ging. Wie gesagt, da sind wir noch in der Aufarbeitung. Und ihr habt das aber der Mannschaft, das haben wir von Marco Friedl unter anderem gehört, ja auch vorher gesagt. Und er hat, euer Kapitän, nach dem Spiel dann so auf die Situation dieser fehlenden Fanunterstützung reagiert.

Unsere Ultras sind eigentlich immer da, sind auch mit die Ersten immer. Dann hat es mich schon gewundert, dann war mir eigentlich klar, dass irgendwas sein soll, weil ich ja wusste, wie es im Vorfeld ist, was die Wolfsburger für ein Ding daraus gemacht haben oder was für Regularien gelten. Dann war es mir eigentlich klar, dass sie mit Absicht irgendwas probieren wollen. Wie gesagt, der Trainer hat es uns kurz vor dem Spiel auch nochmal gesagt, zum Glück haben wir es dafür bestraft. Wer haben Sie dafür bestraft?

Also die Wolfsburger sind schon sehr stringent natürlich auch in ihrer Regelung. Wahrscheinlich nach dem, was sie gegen den HSV erlebt haben. Da waren viele, viele HSV-Fans, die dann noch Clubmitglied wurden bei Wolfsburg, um Karten zu kaufen. Da waren 11.000 letztlich. 15. 15 sogar. Und jetzt hatte man ja dann auch gesagt, das geht jetzt nicht mehr, dass da Bremer jetzt plötzlich Mitglied werden für 30 Euro beim VfL Wolfsburg. Sondern man hat gesagt, Karten nur für die Leute, die schon vor dem 1. Februar Mitglied waren. Also da war wahrscheinlich schon ein bisschen besonderer Druck drauf und dementsprechend hat man genauer hingeschaut. Weil sonst würde ich sagen, ob jetzt da zwei Schwenkfahnen mehr oder weniger sind, macht das jetzt den großen Unterschied. Aber ich halte mich auch zurück, weil wir auch unvollständige Informationen haben, logischerweise. Nein, definitiv. Wir haben eine sehr, sehr vielfältige Fanszene, die uns natürlich auch, ob auswärts oder zu Hause, jede Woche wunderbar unterstützt. Und natürlich tut das dann weh, wenn die da nicht im Stadion sind. Umso schöner ist es natürlich, dass wir das gestern trotzdem mit drei Punkten beenden konnten, das Spiel. Stefan, wenn wir das Programm von Werder gucken, da kommt dann ein Heimspiel gegen, also nach der Länderspielpause gegen Leipzig, dann auswärts Köln, dann zu Hause HSV, auswärts Stuttgart. Wie machbar oder wie schwierig schätzt du das ein, den Weg jetzt, wenn wir davon ausgehen, wenn das Veggie recht hat, dass du so 35 Punkte brauchst. Da musst du ja schon noch ein paar holen in diesen sieben Spielen, die bleiben. Wie schätzt du den Weg ein?

Gegen Leipzig wird schwierig, wenn sie so performen wie gegen Hoffenheim. Definitiv, gegen Stuttgart mit Sicherheit auch. Aber die zwei Spiele in der Mitte, also das Auswärtsspiel in Köln und das Heimspiel dann gegen den HSV, sind, glaube ich, die Spiele, wo du eigentlich sechs oder vier Punkte ziehen musst. Und dann, glaube ich, bist du da auch auf einem sehr guten Weg. Nun ist es ja so, dass ihr vor allem in der Innenverteidigung, aber nicht nur da, große Probleme habt mit Verletzten. Jetzt hat sich Niklas Stark auch noch verletzt in einem Laufduell. Kann man schon sagen, was da genau ist? Also es scheint die Wade zu sein, so sah es zumindest für mich aus. Ja, es ist eine muskuläre Thematik. Ich muss auch sagen, Niklas hat natürlich auch in den letzten Wochen schon ein paar Themen gehabt und er opfert sich für die Mannschaft auf. Eigentlich ist er aktuell nur im Abschlusstraining dabei, spielt Woche für Woche. Und das ist eben genau das, was es dann noch braucht im Abstiegskampf. Wir sind froh, ihn zu haben und ich hoffe, dass er uns dann auch in zwei Wochen wieder zur Verfügung stehen wird. Grundsätzlich tut uns die Länderspielpause jetzt gut. Wir haben schon die Hoffnung, dass wir jetzt den ein oder anderen Spielern dann eben auch nach der Länderspielpause wieder zur Verfügung haben. Okay, dann Koulibaly, den hast du schon erwähnt oder über den wird viel gesprochen in Bremen. Es gibt ja große Gerüchte, dass da große Vereine dran wären. Ist das so?

Ich glaube, es ist kein Geheimnis, wenn man sagt, wir sprechen über einen 18-jährigen Innenverteidiger, linker Fuß, der in der Bundesliga Stammspieler ist. Dass da natürlich Interesse da ist, ist, denke ich, keine große Überraschung. Trotz alledem ist es für uns halt auch wichtig, dass wir uns jetzt auf das Hier und Jetzt konzentrieren im Abstiegskampf. Und da muss ich auch sagen, er ist sehr, sehr klar, sehr, sehr konzentriert, sehr, sehr fokussiert. Das ist das, was wir brauchen. Was dann im Sommer passieren wird, das muss man sehen. Aber das Interesse da ist, da sehe ich, glaube ich, keine Geheimnisse. Ist die Gefahr dann, dass du solche Leute ziehen lassen musst? Backhaus vielleicht auch, weil du Geld generieren musst, weil du Kohle halt brauchst oder Kohle machen musst? Oder glaubst du, dass es Werder gelingen kann, auch solche Spieler zu halten? Ich glaube, erst mal, wenn es so weitergeht, kann Werder da gar nicht verlieren in dem Fall. Der HSV hat ein bisschen verloren, weil das ein super Spieler ist, den ihr bekommen habt, der jetzt in kurzer Zeit so krass sich entwickelt hat. Und wenn du dann dementsprechend ablösen bekommst, eine Riesenchance auch für die Planung in der neuen Saison. Also von daher sowohl für den Spieler als auch für Bremen eine gute Situation. Und von daher kann man da abwarten, was im Sommer passiert.

Wir machen an der Stelle erstmal Schluss mit Werder, kommen später aber nochmal drauf zurück auf den SV Werder. und machen gleich weiter mit dem Derby aus Köln. Wir haben gerade Bilder erhalten. Lukas Quasniok hat das Geistbockheim verlassen in seinem Auto. Was das heißt, werden wir gleich besprechen und vielleicht auch hören von unserem Reporter Manfred Zagel.

Wir wollen uns um den 1. FC Köln kümmern. Da ist die Situation rund um Lukas Quasniok ungeklärt. Viele Diskussionen. Das 3-3 gegen Gladbach war irgendwie zu wenig. Nur einen Punkt. Und die Situation wird immer bedrohlicher. Philipp Reichelt.

Es war so viel drin in diesem 100. rheinischen Derby. Am Ende ein 3 zu 3, mit dem die Gladbacher mehr anfangen können als der 1. FC Köln. Schon der Handshake nach Abpfiff zwischen Trainer und Geschäftsführer sehr sachlich. Sicherlich ist ein Punkt zu wenig und deswegen werden wir uns Gedanken darüber machen, welche Stellschrauben wir jetzt drehen können, um die um die nötigen Punkte zu holen. Dieses Spiel brauchte keine Anlaufzeit. Nach 21 Minuten steht es schon 2 zu 2. Ein Traumtor von Castrop nach 60 Minuten sorgt für das Gladbacher 3 zu 2. Bei diesem Endstand wäre das Aus von Quasnyok wohl mit dem Schlusspfiff besiegelt gewesen. Doch eines kann man dem Team nicht vorwerfen, den Einsatz. Die Kölner zeigen mal wieder Moral und gleichen zum 3 zu 3 aus. Immerhin ein Punkt.

Ein Punkt in der aktuellen Lage ist zu wenig. Denn Woche für Woche ist Köln immer weiter unten reingerutscht. Der FC nur noch zwei Punkte vom Relegationsplatz entfernt. Kein Wunder, dass es in der Domstadt stetig unruhig ist. Quasnjok hat es nicht geschafft, das Kölner Umfeld zu beruhigen. Der FC ist jetzt seit sieben Bundesligaspielen sieglos und hat in diesem Zeitraum nur drei Remis und damit nur drei Punkte geholt. Köln kämpft für den Klassenerhalt und Quasniok für seinen Job. Ich darf Teil des Ganzen sein und solange ich das darf, werde ich Vollgas geben. Reicht so ein Derby, um Quasniok den Job zu retten?

Auf der einen Seite haben wir die Statistik. Die letzten 18 Spiele, zehn Niederlagen, zwei Siege, sechs Unentschieden. Auf der anderen Seite sehe ich aber auch die Spiele, die die Kölner immer spielen. Ich muss sagen, das ist auch eine Mannschaft, die lebt. Also sie sind gestern auch in dem Spiel. Nach einer Minute liegen sie zurück, drehen es. Dann liegen sie wieder zurück, drehen noch auf 3-3. Also eine gewisse Moral ist vorhanden. Die Mannschaft lebt und von daher würde es mich wundern, wenn Kwasnjak jetzt heute oder morgen entlassen werden würde. Ich glaube auch seine PK gestern nach dem Spiel, das war ja nicht nur das eine, was wir gerade gehört haben. Wir werden uns gleich noch in Ruhe anhören. Da gibt er sich kämpferisch und ich glaube schon, dass die Mannschaft harmoniert mit dem Trainer und andersrum der Trainer mit der Mannschaft auch. Ich meine, du hast ja die Zahlen jetzt gerade gesagt, also nach neun Spieltagen war der FC 17.

Dann folgten 18 Spieltage, da wurden nur noch zwei gewonnen, zehn verloren und nur zwölf Punkte geholt. Und da war nur noch Heidenheim in der Phase schlechter. Trotzdem hast du genickt bei Stefans Ausführung. Warum? Ja, weil Köln ist ein Aufsteiger. Und am Ende, klar muss man gucken, was sagt die Statistik, was der Trend, aber was passiert auch auf dem Platz. Und Gladbach hat sich für ein klares Commitment entschieden zu Eugen Polanski, hat eine klare Überzeugung, hat damit erstmal auch alles weggenommen. Während bei Köln seit Wochen und Monaten für mich das schon wabert und ungeklärt ist. Und ich finde es nicht clever im Abstiegskampf, kein klares Commitment zum Trainer oder eben zu einem anderen Weg zu haben. Und ich glaube, das merken auch irgendwie alle, die das so verfolgen. Und deshalb die Mannschaft lebt, sie spielt Tore heraus, kreiert Chancen und dass sie im Abstiegskampf bleiben und sind. Das war ja mit dem Aufstieg klar. Das zählt auch immer noch für den HSV. Wenn Pauli heute gewinnt, sind es auch drei Punkte. Also die Aufsteiger wissen halt, dass es bis zum Ende eng wird. und wenn du jetzt den Trainer entlässt und dann der Effekt nicht einsetzt, Dann wird es, glaube ich, richtig emotional. Ich habe ehrlicherweise in den letzten Wochen schon ein Commitment wahrgenommen. Also ich hatte nicht das Gefühl, dass Kessler nicht hinter dem Trainer steht, sondern ich habe jetzt diesen Bruch wahrgenommen, also in seiner Kommunikation. Das hat mich aufforschen lassen, weil ich schon das Gefühl hatte, dass sie dann einen Strang ziehen. Und wenn man auch sieht, ich habe das Gefühl, der 1. FC Köln will Kontinuität, die wollen eine neue Ära starten, die stellen sich auf allen Positionen gerade neu auf.

Und dann passt es eigentlich nicht, wenn du den Trainer dann direkt in diesen brenzligen Situationen auch kickst. Aber die Kommunikation hat mich in dem Fall jetzt einfach aufforschen lassen. Ich finde es unfassbar vielschichtig, weil ich beiden Effe und Marcel recht gebe. Der FC spielt eigentlich nicht wie ein Absteiger. Das sind attraktive Fußballspiele. Ich habe in Köln wohnhaft schon viel schlimmere Spiele in anderen Spielzeiten gesehen. Aber sie sind die einzige Mannschaft, die von oben, du hast es eben vorgelesen, an neun Spieltagen hatte man glaube ich 15, 16 Punkte, runtergerutscht sind. Die anderen stehen seit Beginn an da. Das Polster ist völlig aufgebraucht. Deshalb, glaube ich, zählt dieses Argument. Als Aufsteiger darfst du auch da unten stehen. Nicht ganz so stark, weil du hattest eigentlich psychologisch eine ganz andere Ausgangsposition.

Zum Zweiten, glaube ich, das Lukas Quasnyok selber. Wir kennen ihn als sehr extrovertierten Typ. Ich finde seinen Spielansatz gut. Die Mannschaft spielt auch nicht gegen ihn, auf gar keinen Fall. Sonst kannst du gestern nicht so eine Leistung bringen. Ich glaube, er hat das ein bisschen unterschätzt, dieses ganze Umfeld. Alle haben ihn gewarnt. Du warst in Jena, Saarbrücken und Paderborn. Köln ist eine andere Hausnummer, eine Medienstadt. Und er sonnt sich auch gern darin, taktische Kniffe zu machen. Er sonnt sich gern, junge Spieler reinzuwerfen. Seine Pressekonferenzen sind manchmal so zwischen puh und ein bisschen verstörend. Gestern die Pressekonferenz fand ich stark. Das war seine beste seit langem.

Von daher, glaube ich, hat er auch ein bisschen unterschätzt, dass dieses ganze Umfeld immer unruhiger wird. Und ich glaube, das macht es so schwierig, weil einerseits der Wunsch nach Kontinuität ist. Es ist Kesslers Trainer. Seine erste große Entscheidung, wenn er den jetzt opfern muss, ist es natürlich eine Kerbe bei ihm drauf. Und deshalb glaube ich, gestern hätte ich gesagt, er wird auf jeden Fall freigestellt. Je länger es dauert, ich weiß nicht, ob du gerade schon was im Ohr hast. Ich habe gerade schon mal gelesen, je länger. Guck ich so? Also ich habe was im Ohr, aber da kam nichts. Vielleicht hast du ja schon was gehört, was jetzt gehandelt wird. Sein Co-Trainer, auch eine schwierige Situation, wenn der es werden sollte, René Wagner. Also möchte gerade jetzt nicht in der Haut von Thomas Kessler stecken. Ja, es ist eine schwierige Situation und weil diese Pressekonferenz, weil wir die jetzt schon ein paar Mal angesprochen haben, vielleicht macht es ja Sinn, wenn wir die uns, bevor wir in die Spielszenen reingehen, jetzt nochmal gemeinsam mit Ihnen zu Hause anhören, was Lukas Quasniok da gesagt hat. Da wirkt er unglaublich kämpferisch und bringt auch diese Kontinuität oder die fehlende Kontinuität bei Köln nochmal ganz gut auf den Punkt. Aber hören Sie doch selber.

Ich muss erstmal einen finden, der mehr Überzeugung in sich trägt. Und das spüre ich bei der Mannschaft. Wir sind ein Team zu 100 Prozent und ich habe das schon vor acht Wochen gesagt, ich werde um diesen verdammten Job hier kämpfen mit allem, was ich habe, weil ich absolute Überzeugung bin. Ich bin der richtige Mann am richtigen Ort, mit der richtigen Mannschaft, im richtigen Verein und eben auch die Tatsache, dass die Ziellinie, die ist in acht Wochen zu gehen, in acht Wochen zu erreichen. und ich bleibe dabei. Abstiegen seit 1997, 1998 und kein Verein in der Bundesliga ist öfter abgestiegen als der 1. FC Köln seit 1997, 1998. Man hat immer den Trainer gewechselt, aber das Ziel nicht erreicht. Und ich glaube, wenn du überzeugt von etwas bist, siehe SC Freiburg, dann gehst du den Weg gemeinsam. Und ich habe die Überzeugung zu 100 Prozent, aber trotzdem gilt es hoch und sachlich, die Dinge zu analysieren. Und das werden wir am morgigen Tage tun.

Das hat mich überzeugt, oder? Nein, total authentisch. Die Situation, in der der FC Köln steckt, ist nicht einfach. Die ist schwierig, da ist Druck drauf. Aber sich so kämpferisch zu geben, ist vorbildlich. So musst du auch vorangehen als Trainer.

Und dann wird die Mannschaft in der Regel auch folgen. Ich würde mir mehr Sorgen machen, hätte er keine Antworten auf Fragen von den Journalisten. Da stimmt mich eher positiv. Ich glaube, das wird Kessler auch berücksichtigen. diese PK in den überlegen. Eines ist vielleicht schon auch schwierig, immer der Reflex zu sagen, wir müssen es machen wie Freiburg. Also Freiburg ist damals mit Streich abgestiegen. Das kannst du dir... Das kann sich Werder Bremen nicht erlauben, deswegen haben sie einen Trainer gewechselt. Genau, das kann sich Köln auch nicht leisten. Und zu sagen, naja, die sind auch mit Trainer wechseln abgestiegen, das ist jetzt, weiß ich nicht, das Argument. Ich finde den Auftritt kämpferig und gut, aber ich glaube, er hat bis vor zwei Wochen auch unterschätzt, wie prekär die Situation ist. Und es gibt ja schon auch ein paar fachliche Dinge, Die kann man hinterfragen. Er wechselt sehr viel. Er wechselt sehr viel. Kaminski hat sieben Positionen gespielt, ist jetzt nicht mehr so stark auf der Position, wie er begonnen hat. Und gestern, der junge Neumann wird dann ins Feuer geworfen, weil Kraus sich beim Warmmachen verletzt. Du hast Thielmann auf der Bank, der kennt diese Derby-Belastung als Kölner, der aus der Jugend rauskommt. Der hat da schon gespielt. Ich finde es immer gut, wenn Trainer mutig sind. Aber wenn es dann nicht aufgeht, oder wie Nian letzte Woche in Hamburg, dann musst du natürlich schon auch hinterfragen, sind das die richtigen Mittel? Und ich glaube, Quasenjok ist jemand, der sich auch gefällt in dieser Rolle. Ich bringe die jungen Spieler, ich ändere permanent mein System. Aber irgendwann fliegt es dir vielleicht um die Ohren, wenn du keine Kontinuität hast. Clemens, du kannst dich sicher reinversetzen in die Rolle deines Kollegen Thomas Kessler.

Welche Gedanken man sich jetzt macht. Macht das Sinn, Kontinuität? Was für einen Impuls kann ich setzen, wenn ich nochmal wechsle? Ihr habt ja das vor wenigen Wochen ebenfalls durchlebt, als ihr euch von Horst Steffen dann getrennt habt. und dann nach einer gewissen Zeit Daniel Thun intronisiert habt als neuen Trainer. Es ist immer schwierig. Wir bei Werder haben unsere Themen, über einen anderen Verein zu sprechen. Sicherlich kann ich mich gut reinversetzen in seine Situation. Man spürt schon eine Energie vom Trainer. Man spürt auch eine Energie auf dem Platz. Aber es gibt sicherlich auch ein paar Punkte, von denen wir jetzt nichts wissen.

Und ich glaube, es ist wichtig, Entscheidungen zu treffen, egal in welche Richtung das jetzt geht, und dann auch klar zu sein und da eben dann auch dahinter zu stellen. Aber ich maße mir jetzt nicht an, da irgendwie dem FC... Nein, aber wie schwierig das in so einer Phase ist, hast du selbst erlebt. Das ist enorm schwierig, weil du natürlich analysierst und keiner wechselt gerne den Trainer. Es gibt eine menschliche Ebene, aber auf der anderen Seite gibt es auch eine sportliche Seite. Es geht um Erfolg und du bist in der Verantwortung, musst dann auch Entscheidungen treffen. Und hinter dieser Entscheidung muss man dann im Endeffekt auch stehen. Es geht ja auch so ein bisschen ums Timing, glaube ich. Also jetzt vor der Länderspielpause kann es natürlich Sinn machen, einen neuen Trainer zu holen, der hat jetzt Zeit. Du kannst aber natürlich auch auf den Effekt Feuerwehrmann Friedhelm Funkel setzen und vier Spieltage vor Schluss dann nochmal diesen Impuls setzen. Da ist jetzt halt die Frage, musst du jetzt wahrscheinlich abwägen, willst du jetzt vielleicht in der Länderspielpause mal was verändern oder ziehst du es vielleicht bis zum Ende durch, drei, vier Spieltage vor Schluss und machst dann nochmal einen Effekt. Komm, wir schauen mal rein in dieses Spiel, weil das hatte ja jede Menge zu bieten. Das war ja hoch unterhaltsam. Die Anfangsphase war ja geradezu spektakulär.

Castrop gleich mit dem Tor und da war schon, Das erste Problem des jungen Neumann, der sonst in der Regionalliga-Mannschaft spielt, Stefan? Ja, ist ein junger Spieler, Druck drauf, spielt von Anfang an, wüsste beim Warmmachen gar nicht, dass er gleich in der Startelf steht. Den Ball kannst du natürlich und musst du eigentlich klären. Er läuft so ein bisschen zickzack, ne? Er läuft ein bisschen zickzack, rechts, links, so, weiß selber nicht, komme ich zum Ball oder lasse ich ihn durch. Und dann war es eh schon zu spät. War natürlich ein Traumstart für die Gladbacher, da direkt Ruhe reinzukriegen. Zu kriegen, aber, und das spricht wieder für die Moral der Kölner, eben nicht den Kopf runter, sondern den Kopf hoch und zu sagen, wir spielen weiterhin unseren Fußball und dann haben sie ja innerhalb kürzester Zeit das Spiel dann gedreht oder gestellt auf 2-1. Der Pass war nur noch, ist aber auch trotz des Stellungsfehlers schon ziemlich... Er sieht den Raum, aber nochmal, den verteidigst du normal, wenn du die gewisse Bundesliga-Erfahrung hast, hast du den Ball am Fuß. Weil auch die Schärfe mit... Vierte Minute, El Mala, dann war schon wieder alles gerade gezogen.

Ja, sieht einschutiert aus, aber natürlich eine perfekte Ballannahme mit einem Kontakt und dann direkt den Abschluss gesucht. Für ihn natürlich enorm wichtig, überhaupt für die Kölner, relativ schnell eben wieder zurückzukommen ins Spiel. Das war schon ganz, ganz wichtig, um auch wieder das Publikum auf die eigene Seite zu ziehen. Tolle Ballannahme. Lukas Klasiok hatte ja vor dem Spiel in der Pressekonferenz auch sehr lange über El Mala und diesen Hype gesprochen und wie schwierig das wäre und Wahnsinn, was man dem Jungen da alles aufbürdet. Dann gab es die Nationalmannschaftsnominierung, wo er nicht dabei war. Tolle Antwort des jungen Spielers auf diese ganzen Nebengeräusche. 2 zu 1, Ragnar Ache in der siebten Minute.

Der Abschluss selbst ist dann nicht mehr so schwer, aber die Vorarbeit von Kaminski, da war es schon stark, oder? Das ist schon super rausgespielt, etwas schwieriger zu verteidigen als das Tor davor. Das finde ich schwach von den Gladbacheren Abwehrverhalten, weil der Ball lange unterwegs war. Hier kommt er überraschend, ich glaube mit einem Kontakt jetzt der lange Ball. Und dann die Direktabnahme in den perfekten Schnittstellen zwischen Torwart und Innenverteidiger. Das ist schon ein schönes Tor. Ja, dann war es 2 zu 1 für den 1. FC Köln und ganz Müngersdorf, bis auf die Gladbacher Fans, war wieder versöhnt und bester Laune. Dann 2 zu 2, 21. Minute, also vier Tore in den ersten 21 Minuten. Sander, auch da verliert Neumann das Duell an der Seite. Aber, ja, Stefan, manche Tore, die passieren halt einfach irgendwie. Oder wie siehst du da jetzt irgendwelche groben Schnitzer? Nein, wir wollen jetzt nicht auf Neumann. Das ist ein junger Spieler, der wird daraus lernen, lernen müssen.

Sander war einfach da, sucht den Abschluss direkt und legt dann aber auch nach in seine Bewegung. War ein wildes Spiel in der ersten Halbzeit, das muss man schon sagen. Manche Tore passieren einfach, habe ich gerade gesagt. Meine Ex-Freunde in der Regie haben mich darauf hingewiesen, dass das 3 Euro wert wäre. Also bitte.

Das schönste Tor für mich ist 2 zu 3. Wieder Kastrop, Ex-Kölner, mit dem rechten. Den trifft er irgendwie so genial.

Das war ein mega Schuss, Stefan, oder? Das war ein absolutes Traumtor. Du siehst ja auch eine Reaktion vom Torwart. Der reagiert ja gar nicht, weil er weiß, da komme ich eh nicht hin. Jetzt muss ich auch nicht fliegen und auf Show machen. Der war unhaltbar, geht in den Knick. Die Perspektive ist so. Streift noch die Latte, hast du keine Chance. So was schießt du vielleicht einmal in fünf, sechs Jahren. Vor allen Dingen für ihn, der ja beim FC ausgebildet wurde. und auch gerne geblieben wäre und hat dann irgendwie keinen neuen Vertrag bekommen, kommt so zurück. Also das ist schon mal eine Visitenkarte, würde ich sagen. Absolut. Aber der FC, und das hast du vorhin schon gelobt, kam ja dann doch nochmal zurück. Wieder in dem Fall dann ein Eckstoß mit direktem Kopfball. Da haben sie auch nicht viele Standardtore in dieser Saison erzielt, sondern viele bekommen. Martl, das war Willen pur, würde ich sagen, da gegen zwei, oder Marcel? Ja, absolut, das haben die Kölner immer wieder im Tank gehabt, aber am Ende ist es natürlich ärgerlich für Gladbach, weil mit den zwei Derbys, mit zwei Siegen, Derbys liegen uns ja, gerade die gegen Köln, aber am Ende gute Moral vom FC, aber vielleicht auch die nötige Spannung für die Gladbacher, die so hoch zu halten, dass du halt noch mittendrin bist. Wir schalten gleich noch mal zu unserem Reporter Manfred Riedelbauer ans Geist-Bockheim. Aber vorher ein Spot, Hinweise von unserem Sportwettpartner. Und dann sind wir gleich wieder zurück hier im Doppelpass.

Willkommen zurück beim Doppelpass, meine Damen und Herren, im Airport Hilton in München. Wir sind in der Aufarbeitung des Derbys, das uns sehr unterhalten hat, des rheinischen Derbys Köln gegen Gladbach. Und natürlich wollen wir gleich auch noch mal ein bisschen aktuelle Informationen einholen vom Geisburgheim, wie es aussieht mit Lukas Quasnioks Zukunft. Aber vorher ruht mit ein paar Reaktionen aus dem Netz. Wie ist da so deiner Meinung nach das Meinungsbild?

Ja, geht in alle Richtungen. Also von Quasniok muss gehen bis hin zu unbedingt halten. Wir haben ja mal so ein paar Aussagen herausgefiltert und da sehen wir eben auch, dass man zum einen sagt, Lukas Kwasniuk muss Trainer bleiben, mit ihm bis zum Ende machen oder aber auch dann, dass man ihm gar nichts mehr zutraut. Hier der längere Text, da geht es eben auch darum, dass er sich vercoacht hätte. Also der Fan hätte auch lieber Thielmann gesehen anstatt Neumann und das geht auf Kwasnius Kappe und sagt, es reicht ihm jetzt, er hat uns damit wichtige Punkte gekostet. Oder der Fan Jury sagt ja, naja, also mangels Alternativen, wenn er sich die möglichen Nachfolger anguckt, da bleibt er dann doch lieber bei Kwasnjog. Also es ist nicht ganz einig, das Fanlager. Da sind wir sehr gespannt, wie sich dann der 1. FC Köln entscheidet. Es ist auf alle Fälle ein Überlebenskampf in der Liga und auch für Kwasnjog und auch bei uns im Programm. Denn wir haben ein neues Abenteuerformat, das ist die Überleitung zu Survivor. Denn ab morgen, 20.15 Uhr, sehen Sie bei uns also ein wirklich Extremformat, also ein soziales Experiment unter extremen Bedingungen. Da werden nämlich zwei Teams auf eine einsame Insel gesetzt und da müssen Sie dann buchstäblich sich selbst durchschlagen, nur mit dem Nötigsten ausgestattet. Moderiert ist das Ganze von Detlef D'Souz und der hat uns eine Nachricht überlassen.

Liebe Doppelquass-Zuschauer, ich gebe zu, ich bin absolut leidenschaftlicher Bayern-München-Fan, aber auch Survivor-Fan. Deswegen viel Spaß bei Survivor. Ja, viel Spaß.

20.15 Uhr in Zukunft hier bei Sport1 immer Survivor. Jetzt aber zum 1. FC Köln zurück und zu Manfred Sedlbauer, der immer noch am Geisburgheim steht. Manni, hast du irgendwelche neuen Informationen in der guten Stunde, seitdem wir miteinander gesprochen haben, sammeln können? Ja, ist tatsächlich einiges passiert in dieser Stunde. Der Trainergipfel ist beendet. Die Beteiligten haben alle das Geißbockheim verlassen und ich hatte auch noch die Möglichkeit, mit Lukas Quasniok direkt hier zu sprechen. Er hat das Gelände in seinem Auto verlassen. Wir haben dann ein bisschen geplauscht. Er ist extra angehalten und dann haben wir uns ein bisschen unterhalten und dann habe ich ihn eben auch gefragt, war es das für dich? Und dann meinte er eben, ja, eigentlich alles bisher ganz normal. Er hätte nur sein Auto holen müssen. Er hätte Wäsche abgeben müssen und jetzt geht es nach Hause und der Ausgang ist völlig offen. Und auch wenn der Trainergipfel jetzt zu Ende ist, dauert das auch noch, bis das, sollte es einen Trainerwechsel geben, dann auch durch alle Gremien geht. Also eine finale Bekanntgabe, ob es weitergeht mit Lukas Kvasniok oder nicht, wird dann tatsächlich erst für den Montag erwartet. Was ist dein Eindruck? Worauf läuft das raus? Man hat ja so ein Gefühl als Reporter, gerade wenn man vor Ort ist.

Also mein Gefühl ist ganz stark in Richtung Trennung. Also da gibt es die Worte von Thomas Kessler direkt nach dem Abpfiff. Es deutet schon sehr, sehr viel auf einen Wechsel hin, weil auch diese umfassende Analyse, die man ja heute zusammen angehen wollte, ohne Lukas Quasniok stattfahren. Also da war der Co-Trainer dabei, der technische Direktor, Sportgeschäftsführer Thomas Kessler und Lukas Quasniok eben nicht. Und das deutet für mich schon sehr darauf hin, dass man sich nach einer anderweitigen Lösung umsucht. Ist deine Vermutung auch, dass es dann, wenn die Zusammensetzung, die du jetzt so geschildert hast, so war bei dieser Runde, auch der Co-Trainer der erste Kandidat ist? Er war ja lange bei Steffen Baumgart bei vielen Stationen, ist jetzt vor der Saison zum FC Köln gekommen, dass er der erste Kandidat ist, zu übernehmen. Sollte man zu der Entscheidung kommen, sich von Lukas Kwasniok zu trennen?

Ja, davon gehe ich ganz stark aus. Er ist wirklich der aussichtsreichste Kandidat. Auch Stefan Rutenberg, der U19-Trainer, wäre ein heißer Kandidat für Wagner, sprich, dass er den Verein eben kennt. Er war zweieinhalb Jahre mit Steffen Baumgart, du hast es angesprochen, langer Begleiter von Baumgart, von dem heutigen Union-Trainer. Er war schon hier und auch da hat es auch schon jeder gesagt, das ist ein richtig guter. Auch damals hätte man ihm schon diese Chefrolle zugetaut zwischen 2021 und 2024, als er am Geisbockheim war. Da hat es dann eben nicht geklappt. Dann ist er mit Steffen Baumgart zum HSV gegangen, zu Union Berlin und ist dann eben im Sommer zum FC gewechselt. Und ihm trauen sie dieses Amt auf jeden Fall zu.

Manni, dann danke ich dir erst mal. Wenn noch was ist im Laufe der Sendung, bitte melde dich. Ansonsten danke für deine Einschätzung und für die Information vom Geisbockheim. Aber wenn ich das richtig verstanden habe, dann ist man jetzt nicht unter so einem großen Zeitdruck, dass man heute unbedingt was entscheiden muss, sondern man kann das jetzt, wenn man in die Länderspielpause geht, auch morgen, übermorgen vielleicht noch machen. Oder würdest du davon ausgehen, dass man heute Klarheit und auch eine Kommunikation nach außen noch machen müsste? Also ich hätte es auf jeden Fall gedacht, dass es heute eine Entscheidung gibt, entweder in die eine oder in die andere Richtung. Weil diese umfassende Analyse, das Spiel gestern hat ja einfach nur all das bestätigt, was wir eben gesagt haben, Dass so viele Facetten auf dem Tisch liegen, dass es eben nicht eindeutig ist.

Und ich glaube, Thomas Kessler hat auch lange gehofft auf diesen Befreiungsschlag. Und gestern das Spiel hat nichts klarer gemacht. Die Variante mit dem Co-Trainer hat sicherlich einiges, weil er den Verein kennt. Auf der anderen Seite fragt man sich immer, die sind zusammengestellt worden zum Beginn der Saison. Ein Trainer und ein Co-Trainer. Ist das dann immer so einfach zu sagen, jetzt übernimmt der Co-Trainer, was sollst du als Quasniok denken? Hat der die ganze Zeit eigentlich mich dann mit 100 Prozent unterstützt? Finde ich, das hat schon auch, wenn ein Verein vorher sagt, wir stellen dich ein, weil du eventuell auch Cheftrainer werden könntest. Alle, mit denen man spricht, sind von ihm überzeugt. Von daher sagst du vielleicht, ich möchte nicht schon wieder die Variante wie im letzten Jahr, dass ich einen ausgewiesenen Feuerwehrmann hole, sondern einen, der vielleicht auch in die Richtung weitergeht. Das ist ja immer das Problem. Ich erinnere dich an Wolfsburg, das hat auch nicht funktioniert, wo man jemanden von unten hochgeholt hat.

Wir haben ja vorhin schon, Lisa, darüber gesprochen, bei Bremen Trainer nur mit Zweitliga-Erfahrung. Jetzt würdest du ja dann jemanden, der gar keine Cheftrainer-Erfahrung hat, nehmen. Das ist ja in so einer Situation schon ein Wagen. Vor allen Dingen auch mit der Kürze der Spiele, finde ich. Bremen hat halt noch früh genug reagieren können. Jetzt hatte Daniel Thun viel mehr Zeit in sieben Spielen. Als unerfahrener Trainer, man hat es auch bei Polanski gesehen, der hat auch gebraucht. Also Trainer, gerade wenn sie eben dieses Umfeld dann auch nicht so kennen oder diese Position, finde ich schwierig, das sich dann nochmal zu trauen. Ich würde da eher auf Erfahrung setzen, tatsächlich auf klassischen Feuerwehrmann und dann im Sommer gucken, mit wem gehen wir perspektivisch in eine neue Saison oder eine neue Ära dann vielleicht auch. Oder vielleicht kommt es doch so, dass Lukas Kwasniuk noch mal eine weitere Chance kriegt. Hier in der Runde werden, glaube ich, viele damit einverstanden. Aber Stefan, wir gucken mal aufs Programm beim 1. FC Köln. Die spielen jetzt dann nach der Länderspielpause in Frankfurt. Dann ein leichtes Heimspiel gegen den SV Werder Bremen. Auswärts Pauli. Leverkusen auch nicht ohne Brisanz. Wieso ist das ein leichtes Heimspiel? Ein Scherz. Ein Versuch eines Scherzes ist natürlich ein schweres Spiel. Ich habe den verstanden. Stefan, ich erklär es ihm nachher in der nächsten Werbepause.

Irritiert mich ein bisschen, dass du lächelst darüber. Ja, das Programm ist Frankfurt, klar. Aber die zwei Spiele gegen Werder Bremen und Pauli, da musst du auch die Punkte ziehen für die Kölner, was schwierig wird. Boah, soll ich jetzt sagen, wie viele Punkte die aus den vier Spielen holen oder wie? Wenn du jetzt so ein bisschen begriffstutzig bist, was jetzt Witze angeht, dann hole ich jetzt nochmal das Archiv zur Hilfe. Und dann gucken wir nochmal ganz kurz auf eine Szene aus eines... Das ist eine Beleidigung. Ja, das ist eine Beleidigung. Kostet die? Nein, die kostet nicht. Das war Gladbach gegen Köln, Effe und Toni Polster. Kannst du dich daran erinnern? Ja. Was war damit los? Keine Ahnung. Dann fragen wir bei Toni Polster noch mal nach. Er hatte das damals so erklärt. Der Hefe wollte eine Eintrittskarte für Kamerun, Österreich, für die WM, aber ich hatte gerade keine dabei und deswegen sind wir da nicht zusammengekommen. Und wird er eine Eintrittskarte bekommen für Kamerun, Österreich? Auf jeden Fall, ich werde meine reservieren.

Und wie war das Spiel, Kamerun? Nee, Kamerun habe ich nicht geguckt, gegen Österreich. Ja, ja, offensichtlich, sonst kann Toni Polster keine Karten. Muss man da schauen? Keine Ahnung. Ich kann mich aber an das Spiel erinnern, wir haben gegen Köln verloren, war auch Abstiegskampf. Der Derby sowieso immer hoch. Holz hat, glaube ich, das Siegtor geschossen für die Kölner, wenn ich das richtig weiß. Ja, schön. 3-2. Wunderbar, 3-2 haben sie gewonnen. Fakt ist, Köln ist abgestiegen, wir sind drin geblieben. So nämlich. Wer weiß, vielleicht eine Parallele zu diesem Jahr. Ja, und wir machen gleich weiter hier im Doppelpass mit den Rekordbayern. Wir haben jetzt schon 97 Tore geschossen in dieser Saison. 101 ist der ewige Torrekord.

Und wir machen jetzt eigentlich gleich weiter mit dem FC Bayern. Aber ich habe gerade wirklich ganz frisch eine Information reinbekommen, dass ganz offensichtlich gleich die Trennung von Sebastian Kehl und dem BVB bekannt gegeben wird. Oh, voll! Die Informationen haben wir gerade erhalten und bleiben da natürlich dran. Und man hat das ja immer mal wieder gehört, dass es da ein bisschen ruckelt und rumpelt. Aber wenn das jetzt käme, das wäre schon ein dickes Ding. Also fände ich es sehr überraschend. Damals war ja so ein bisschen, er hatte sich ja auf die Positionen praktisch intern beworben, die Lars Ricken bekommen hat. Und man hatte ja auch das Gefühl, jetzt bei den Vertragsauflösungen, oder es geht nicht weiter mit Brandt, mit Süle, dass schon Lars Ricken auch so einen Wandel irgendwie durchsetzen will. Ich habe Sebastian Kehl immer geschätzt für seine Expertise, auch wie er aufgetreten ist. Ich finde auch, er hat sich wahrscheinlich nicht immer mit allen Ideen durchsetzen können, aber ich finde, das ist ein Verlust für den BVB. Auf der anderen Seite, wenn man sagt, es geht vielleicht nächstes Jahr nicht weiter, dann ist es vielleicht auch konsequent, dass man das jetzt macht, wegen der Planung der neuen Saison. Man hat ja auch aus Hamburg zumindest ein bisschen Baggern gemerkt. Wir haben ja hier den ehemaligen Präsidenten für die in Hamburg.

Da geht es um einen Sportvorstand, theoretisch. Ob der nachbesetzt wird? In Dortmund weißt du halt, dass er nicht höher kommt. Also er weiß, das ist die Endstation, Sportdirektor. Und dann, also Ricken sitzt auf seinem Posten. Dann ist in Hamburg natürlich das schon reizvoll, wenn du da Vorstand, Geschäftsführer, Sport bist. Wenn das dann eine Option sein kann, das ist, glaube ich, noch überhaupt nicht klar, weil der HSV natürlich auch den Saisonendsport jetzt abwartet. Und ich finde immer mit diesem einen Leiter hoch oder runter, man muss ja auch gucken und sich auch selber einschätzen können, was ist man für ein Profil. Also es muss nicht jeder zwingend ein Vorstand sein, sondern fühlt sich in einer Sportdirektorenwolle total wohl und man braucht das nicht. Der eine ist vielleicht jemand, der gut führen kann und vielleicht auch Menschen mitnehmen kann. Der ist dann sicherlich auch für mehr. Und Kelly hat sicherlich das Zeug dazu. Ich finde auch, dass er das bei Dortmund super gemacht hat, aber ich finde, das ist jetzt sehr spekulativ. Genau, jetzt warten wir erst mal ab, bis diese und ob diese Nachricht bestätigt wird, soll wohl in der nächsten Zeit passieren. Wir werden sie auf dem Laufenden halten und schauen jetzt auf den FC Bayern, der im Vergleich zu vielem, was wir heute hier besprochen haben in der Sendung, einfach gar keine Probleme hat. Auch gegen Union Berlin lief das wieder wie geschmiert.

Es dauert 43 Minuten, bis der Knoten gegen Union Berlin endlich platzt. Michael Olyse mit der schon lange verdienten Führung. Serd Gnabry glänzt mit einem Doppelpack und zeigt sich schon in WM-Form. Harry Kane erzielt sein 31. Saisontor. So viele hat die gesamte Unioner Mannschaft. Am Ende 4 zu 0. Die Bayern schießen sich in der Liga für den Kracher gegen Madrid warm. Dabei lässt der FCB in der ersten Halbzeit sogar viele Chancen liegen. Sonst wäre es für Union noch schlimmer ausgegangen. Shootingstar Lennart Kahl trifft nur den Pfosten. Und Leon Goretzka schiebt den Ball neben das Tor. Gegen Madrid darf der FC Bayern solche Hochkaräter nicht liegen lassen. Im Pokal will der FCB nach sechs Jahren endlich mal wieder ins Finale. Da müssen die Münchner zum Halbfinale nach Leverkusen. Doch der größere Traum, die Champions League. Im April der Viertelfinalkracher gegen Real Madrid. Für Uli Hoeneß ist Real Madrid in diesem Jahr schlagbar. Wir fragen in die Runde. Sind diese Bayern derzeit selbst von Real Madrid nicht zu stoppen? Es gibt ein paar Bayern-Fans hier offensichtlich.

Begegnen die sich Real und Bayern mindestens auf Augenhöhe? Das ist für mich Augenhöhe, ja. Da kommt es dann wirklich auf diese Tagesform an.

Wen stellt Real Madrid, der im Papier kommt jetzt zurück, kann ein Quartoir spielen oder nicht. Das sind schon so kleine Faktoren, die denn so ein Spiel doch entscheiden können. Ich glaube, sechs Spieler von Madrid sind gelb gesperrt im Hinspiel. Das ist auch ein Rucksack, den du drauf hast. Da musst du auch ein bisschen aufpassen. Aber da jetzt zu sagen, Bayern München ist Favorit oder Real Madrid ist Favorit, das sehe ich nicht. Das ist wirklich ein Spiel auf absolutem Top-Niveau und Augenhöhe. Die Bayern haben jetzt, um vielleicht auch über die Bundesliga erstmal ein bisschen zu sprechen, 97 Tore, ich hatte es gerade gesagt, auf dem Konto. Und nach 27 Spieltagen war bisher der Rekord in der Bundesliga 81 Tore. Sie haben 16 mehr als der bisherige Rekord. Das ist schon sehr beeindruckend, was die gerade spielen. Ja, sehr beeindruckend. Man kommt so viel Dampf auch über die Außen. Die haben diese Flügelzange. Im 1 zu 1 brichst du da was auf, wo andere Klubs Probleme haben, eben da was zu kreieren, ein 1 zu 1 aufzulösen. Das ist brutal, was Bayern da geschaffen hat, auch mit den Transfers. Und deshalb, dass auch überhaupt die Augenhöhe wieder zu Räumerit da ist. Es ist ja ein Riesenschritt nach vorne und das ist das Schöne. DFB-Pokal mal ausgenommen, dass Bayern eigentlich gar keine schlechte Saison mehr spielen kann. Mit dem Ziel noch DFB-Pokalfinale. Dann, da sieht man, da geht vieles in die richtige Richtung. Ist es ja so, dass bei Bayern dann auch fast egal ist, wer auf dem Feld steht. Alle sind auf den Positionen irgendwie.

Zu Hause fühlen sich wohl und performen. Ich glaube, das ist auch die große Stärke, dass du gar nicht weißt, gegen wen du da spielst. Sie wechseln so viel untereinander die Positionen und schaffen da so eine Verwirrung und ein Wirrwarr.

Das ist, glaube ich, diese Saison wirklich Spitzenklasse. Ich würde es auch auf ein 50-50-Spiel schätzen. Ich hätte sogar vor dem City-Spiel gesagt, Bayern hat so ein bisschen sogar noch die Nase vorn. Jetzt haben sie aber gegen City gezeigt. Real Madrid in der Champions League ist halt auch einfach nochmal eine andere Mannschaft als in der Liga. Und sie haben, ich finde, auch ein Stück dazugelernt oder auch gewonnen an Qualität. Wir reden immer viel über die Offensive. Du hast gerade angesprochen, 97 Tore, noch vier bis zum Rekord, zum neuen Rekord mit Kane, Ulyse und Gnabry. Oder ob denn jetzt Karl spielt und die Offensive. Ich finde aber, und das geht hier ein Stück weit unter, wenn ich so einen Stunny-Shit sehe, der eine herausragende Saison spielt, ob auf der rechten Seite oder auf der linken Seite, wie Leimer performt. Das sind im Endeffekt die Bausteine, die den FC Bayern eigentlich noch stärker machen. Mit Upamecano und Thar im Verbund auch stabil geworden. Das war in den vergangenen Jahren auf dem Niveau der Champions League nicht immer so. Das waren auch die Gründe des relativ frühen Ausscheidens in der Champions League. Da sind sie stärker geworden. Also nicht nur die Offensive, die Defensive muss funktionieren, um gegen Real Madrid zu bestehen. Zum Beispiel auch Papua Ritz. Wenn ich ganz kurz rein gehen darf, es ist jetzt offiziell die Trennung zwischen Kehl und dem BVB.

Ruth, hast du da schon was auf dem Laptop, was du uns zeigen kannst? Ja, ich bin direkt auf die Seite des BVB und da ist es jetzt offiziell gemacht. Also so sieht das aus mit dem Bild von Sebastian Kehl und eben der Überschrift, man beendet die Zusammenarbeit. Und diese Entscheidung hat man einvernehmlich getroffen. Und da heißt es eben auch, da gibt es einen Szenenapplaus, da heißt es eben auch, dass man sich darauf verständigt hat, das jetzt sofort zu beendigen, um dann eben auch die Möglichkeit zu haben, sich auf diese Veränderung einzustellen und eben dann den richtigen Zeitpunkt zu wählen. Und man bedankt sich gegenseitig für ein sehr erfolgreiches und gutes Zusammenarbeiten. Danke dir, Ruth, für diese Bestätigung jetzt.

Entschuldigung, du wolltest eigentlich überpuffen, aber wir sind in einer Live-Sendung und jetzt kommt diese Breaking News rein. Wichtiger als meine Meinung, das stimmt. Nein, nein, das meine ich nicht. Das deutet schon darauf hin, dass das, was du vorhin sagtest, wenn man sich eh sozusagen trennen will am Saisonende, dass es dann vielleicht Sinn macht zu sagen, komm, dann gehen wir jetzt schon auseinander, oder? Ja, auch wegen der Planung des BVB. Was soll denn jetzt Kehl noch machen als Lame Duck? Das macht ja wenig Sinn. Ich weiß jetzt nicht, ob der BVB direkt jemanden hat, der da in diese Rolle reinschlüpft oder ob es dann Ricken hauptamtlich macht mit Sammer als Berater. Das ist die Frage. Und Sebastian Kehl kann sich sicherlich auch umorientieren. Also wenn man sich schon trennt, dann sicher ein guter Zeitpunkt jetzt. Siehst du auch so? Kann ich nur unterschreiben. Jetzt das zu machen, jetzt ist die Länderspielpause. Dortmund weiß, in der Liga ist das Thema mit dem zweiten Platz gesetzt. Du hast nicht mehr das Risiko, Planungssicherheit brauchst, weil du musst wieder viele Entscheidungen treffen in den nächsten Wochen und Monaten, die wichtig werden. Und dann so eine wichtige Thematik mit anscheinend auch gegenseitigem Respekt und Wertschätzung, finde ich sehr, sehr gut, ja. Trotzdem, Stefan, wir haben hier häufig über den BVB gesprochen, auch über diese teilweise wahrnehmbare Unwucht in der Führungsetage. Ist es richtig, dass man dann irgendwann zu der Erkenntnis kommt, was auch in der Konstellation...

Kann es nicht weitergehen? Ja, ich glaube, das ist dann aber auch wichtig für Sebastian Kehl in dieser Situation, dass er jetzt auch weiß, wo er dran ist. Und ich glaube, dass jeder Verein, der sich jetzt mit Sebastian Kehl beschäftigt, kann sich glücklich schätzen, wenn er ihn im Endeffekt irgendwann in ihrem Team hat. Ob das jetzt der HSV ist oder irgendein anderer Bundesligist, hat er hingestellt. Aber er hat seine Qualität bewiesen, finde ich, beim BVB. Er hat da Großes bewirkt, auch mit dem Transfer oder mit der Entscheidung, Niko Kovac zu holen, auch gegen Widerstände. Da hat Sebastian Kehl-Jaugen ein großes Wort mitgeredet. Das waren alles richtige Entscheidungen. Und wie gesagt, er wird weiterhin seinen Weg gehen. Er war 24 Jahre beim BVB, hat diesen Verein natürlich irgendwie gelebt. Jetzt geht es natürlich sofort drunter und drüber. Ja, okay, in Frankfurt läuft es nicht mehr so rund zwischen Hellmann und Grösche vielleicht. Was passiert da?

Wir haben wieder ein paar Themen für die nächsten Wochen, schändigt es sich mal. Es ist tatsächlich so, im Dortmunder Kreis hat man mich darauf vorgewarnt, also dass es dieses Thema gibt mit Kehl auch und auch mit Krösche. Wobei ich glaube, Markus Krösche würde nicht unter Ricken arbeiten. Also wenn, dann würde er Rickens Position haben wollen, weil er bei Frankfurt genau das gezeigt hat. Aber es ist natürlich schon so, dass Sebastian Kehl, ich will jetzt nicht sagen, unterdrückt worden ist. Das ist zu hart. Aber ich glaube, er schätzt sich da auch so ein, dass er in diese Führungsposition kann, die eben jetzt einen Ricken hat. Und er ist jetzt auch nicht ganz unkritisch gesehen worden in Dortmund. Also er hat schon auch Transfers und große Summen ausgegeben für Cote, für Chuck Wumeka, für Bellingham. Da kommen wir auch fast auf 100 Millionen.

Und wenn wir jetzt sehen, Cote und Bellingham kämpft sich rein, aber Cote und Chuck Wumeka sind keine Stammspieler. Also das wird da schon auch, glaube ich, differenziert gesehen. Also er wird da jetzt nicht nur komplett in den Himmel gelobt. Also auf jeden Fall eine Entwicklung, die man so ein bisschen erahnen konnte, aber eher im Sommer verortet hat. Und dass sie jetzt heute kommt, schon etwas überraschend. Aber wir haben sie da zumindest mal jetzt abgeholt, liebe Zuschauerinnen und Zuschauer. Und springen nochmal zurück zum FC Bayern. Du warst bei Pavlovich. Ja, ich habe alles, was er für gesagt hat, stimmt ja. Den wollte ich jetzt auch noch reinbringen, weil ich finde auch Pavlovichs Entwicklung sehr, sehr stark. Und ich würde schon sagen, weil die Bayern auch in der Bundesliga mehr rotieren als vielleicht im letzten Jahr. Da hat man ja bei Kompany gesagt, als es dann gegen Inter ging, hatten sie viele Verletzte, aber sie hatten auch Spieler, die fast schon so ein bisschen über dem Zenit körperlich wirkten. Jetzt hat er die jungen Talente eingebaut. Und ich würde schon fast denken, weil ich auch viele Spiele von Real gesehen habe, klar der Mythos des Wettbewerbes, Aber ich würde die Bayerns schon leicht in der Vorhand sehen, also wenn es Konkurrenten gibt um den Champions League Sieg, dann würde ich sie eher in Paris oder bei Arsenal sehen. Wir können uns jetzt nicht mehr alle Tore anschauen. Alle 97 oder?

Nein, alle 97 sowieso nicht. Noch nicht mal die vier von Union. Aber wir gucken uns das 31. dieser Saison von Harry Kane noch mal gemeinsam ansteppern. Er hätte noch mehr Tore schießen können gestern. Aber das ist für mich ein typisches Kane-Tor.

Weil der Abschluss unter Druck trotzdem perfekt irgendwie getroffen. Er weiß halt, was er macht oder was er machen will. Er steht ja hier unter Druck, ist mehr oder weniger in so einem Zweikampf, direkt im Zweikampf dran, hat Körperkontakt noch. Aber er weiß genau, wo er die Kugel hin machen will. Bei Kane ist es halt auch so, wir haben ja schon viele Tore von ihm gesehen, 31 an der Zahl, ob jetzt mit rechts oder mit links. Du weißt ja gar nicht, in welche Bewegungen er reingeht. Du kannst diesen Mann eigentlich nicht stoppen, vielleicht die Verteidiger von Real Madrid. Und wir erinnern uns ja immer gerne an Aussagen von Uli Hoeneß, der gesagt hat, 100 Millionen Transfers, das wird es beim FC Bayern nicht geben. Dann hat man für 100 Millionen Harry Kane geholt.

Und Uli Hoeneß hat unter der Woche bei einer Veranstaltung in Frankfurt dann gesagt, heute würde ich für ihn sogar 150 Millionen ausgeben, weil er so viel wert ist. Weil er ein Traum ist für den FC Bayern, ein weltweites Aushängeschild, ein guter Charakter und ein Vorbild für unsere Jugend. Und ich glaube, er hat recht damit, Uli Hoeneß, oder? Ja, er hat natürlich recht, weil Sie jetzt natürlich auch wissen, dass es mehr als aufgegangen ist. Aber ich glaube, wenn man auch mit den Spielern spricht, die gegen Bayern spielen aus der Bundesliga, das muss man noch sagen, ist der größte Unterschied neben den tollen Toren und neben Harry Kane ist einfach, auch was Elfe gesagt hat, dass die anderen Spieler, die man noch gar nicht so auf dem Schirm hatte, mittlerweile auch eine Bühne bekommen und die auch nutzen. Und dann wirst du als Mannschaft eklig. Was bedeutet das, wenn du als Bayern unter Vincent Kompany anpresst, sprintest, dass der Gegner sagt, die gehen ja auch noch vorne richtig rauf, die gehen hin, die haben die Intensität so erhöht im Gegensatz zum Vorgänger. Und dann bist du als Bayern da, wo du hingehörst, nämlich wieder in der Weltspitze, weil die Intensität bei Bayern ist sehr beeindruckend, was dem Ball auch gegen Arbeit, gegen den Ball geht. Total. Und Steffen Baumgart, der mit seinen Unionern echt unterlegen war, hat das gestern auch zugeben müssen. Das war eine Überlegenheit, wie er sie selbst schon lange nicht mehr erlebt hat. Dass wir chancenlos waren, dass wir auf einer Mannschaft getroffen sind, die in allen Belangen überlegen war.

Normalerweise reden wir mal davon, was man selbst nicht gut gemacht hat. Ich glaube, dass ich heute meinen Jungs gerne, wie soll ich sagen, sagen würde, was sie hätten alles besser machen können. Ich glaube, der Gegner hat es gar nicht zugelassen. Ob es mit dem Ball war, ob es gegen den Ball war, muss ganz ehrlich sagen, dass wir heute eine Überlegenheit der Bayern, die selbst ich auch selten erlebt habe.

Ich glaube, damit passt er das Ganze richtig zusammen. Er hat wenig auf den Kasten gekommen, Jonas Urbich, aber hat die Weste weiß gehalten. Und damit kommen wir zur weißen Weste. Damit sind wir in der Rubrik. Ja, also die Dominanz hat dazu geführt, dass Jonas Urbich eigentlich gar nicht viel machen musste. Er ist, wenn man das so mal zusammenfasst, in der 77. Minute zum 1. Mal richtig zum Fliegen gekommen und hat da eben den Kasten dann sauber gehalten mit einer Parade, die wir gerne auch noch mal anschauen. Also Jonas Urbich hat sich ja zu einem wirklich sehr soliden Neuer-Vertreter gemausert bei den Bayern. Ist ja jetzt auch erstmalig für die Nationalmannschaft nominiert, also ist da auf einem sehr, sehr guten Weg. Hier sehen wir nochmal seine Parade, da fliegt er also schön, aber viel mehr hat er nicht machen müssen. Weiße Weste hat er sich geholt, das ist jetzt schon die fünfte bei neun Spielen in dieser Saison. Manuel Neuer steht aktuell bei sieben, also ist gar nicht so weit entfernt, aber wir haben das Ranking gerade schon eingeblendet gehabt. Da steht Gregor Kobel ganz oben vom BVB mit seinen zwölf weißen Westen. Also zu Null Spiele, die sammeln wir hier immer. Dann gibt es pro Spiel 50 Euro ins Frasenschwein von Schöner Wohnen im Polarweiß. Also machen wir die Endabrechnung dann Ende März in der nächsten Sendung. Aber so ist aktuell der Stand. Dankeschön. Ja, danke dir.

Stefan, marschieren die Bayern so weiter durch die Bundesliga? Oder wird es irgendwann? Das ist ja die leichteste Frage, die du hätte stellen können. Ja, weil ich merke, dass du heute... Natürlich, wie wählen sie weiter. Wer soll sie denn in der Bundesliga noch stoppen? Nein, aber ob sie selber dieses, was auch Marcel beschrieben hat, diese Intensität und diesen... Ja, Laufleistung, Sprints, alles intensive Läufe, haben die wirklich zugelegt? Die Frage auf dem Niveau der Champions League ist doch... Wie wird Company taktisch aufstellen? Also geht er mit den vier Offensiven wirklich rein im System, 4-2-3-1? Oder sagt er, ich nehme vorne lieber einen weg und mache ein bisschen mehr Stabilität in Madrid? Das ist ja die Frage. Was glaubst du? Normal musst du so überzeugt sein von dem, was du bis jetzt geleistet hast und das genau so stellen. Aber da ist ja auch wieder die Gefahr, weil Real Madrid hat vorne auch irgendwas Gutes. Also ich muss den Namen jetzt nicht aufzählen, ob es ein Wiener oder ein Papier ist. Das musst du ja auch verteidigen. Also da, wie gesagt, die Balance zu finden, wird eine Herausforderung. Aber ich würde Bayern München genauso stellen wie in den letzten Spielmonaten, wie auch immer. Clemens, wie siehst du diese Aufgabe real? Ist das 50-50 für dich oder sind die Bayern sogar ein bisschen... Ich sehe es genauso.

Das werden zwei Spiele auf absolutem Top-Niveau sein. Und ich denke auch, dass er seinen Weg weitergehen wird, weil ich sehe auch, dass diese absolute Überzeugung in die eigene Spielidee, in das Spielsystem eben auch da ist. Und ich finde es enorm beeindruckend, wie sie auch junge Spieler einbauen in diesem Jahr und wie sie wirklich keinen Qualitätsverlust haben. Das ist schon, finde ich, schon herausragend. Und das ist ja das auch, was Uli Hoeneß gesagt hat, denn Harry Kane dann auch in der Kabine zu haben für die jungen Spieler, die sehen, wie er arbeitet, auf einem absoluten Weltklassen-Niveau, Tag für Tag, diesen Anspruch an sich selber auch zu haben. Das tut jedem jungen Spielern natürlich gut, da ein Teil dieser Mannschaft zu sein. Und Uli Hoeneß hat in diesem Termin in Frankfurt nicht nur zu den 150 Millionen, die er jetzt ausgeben würde für Eric Kane, Stellung genommen, sondern auch eben zu diesem Spiel gegen Real Madrid. Und er meint, spielerisch hatten wir schon lange nicht mehr so gute Aussichten dazu bestehen. Gehst du da mit? Also die Aussagen von Uli Hoeneß gefallen mir deutlich besser, als die er letzte Woche gegen die Schiedsrichter losgetreten hatte. Ich finde, da kann ich bei allem mitgehen. Kane als Aushängeschild. Ich finde von der Intensität, vom Spielerischen, von der Varianz. Es ist ja kein Qualitätsverlust, gerade in der Bundesliga. Kannst du ja Spieler bringen und die marschieren trotzdem weiter. Bin ich dabei. Auf der anderen Seite weiß ich gar nicht, ob das so eine tolle Nachricht für die Bundesliga ist. Weil gefühlt werden die Bayern in den nächsten 20 Jahren 21 Mal Meister. Weil die Schere ja immer weiter auseinander geht.

97 Tore schießen alles kurz und klein. Sie lassen einfach nicht nach. Ich glaube, Kompany ist auch ein Trainer, der jetzt so das gute Maß gefunden hat. Früher, FW, allem Respekt. Die habt auch mal 3-0 geführt und habt dann vielleicht auch irgendwo gesagt, das lassen wir jetzt dabei. Bei denen hat man immer den Eindruck, die gehen aufs 5-6-0. Die wollen noch mehr. Ganz genau. Und deshalb habe ich es ja eben schon gesagt, wenn ich es jetzt auch mit der europäischen Spitze vergleiche, bei Arsenal weißt du nie, wenn die es nachher im Finale sind, die haben, glaube ich, 15 Spiele dann mehr als die Bayern gespielt. Da sehe ich also, außer Paris und Arsenal, wenige, die im Moment den Bayern spielerischen... Aber da können wir mal auf diesen Turnierbaum der Champions League schauen. Der Weg, den die Bayern gehen müssen. Der wäre ja danach. Nach Real wäre es ja Paris oder Liverpool. Einfach ist das alles nicht, aber man hat dieses Jahr irgendwie ein großes Vertrauen in den FC Bayern, dass das möglich ist, Lisa, oder? Vor allen Dingen, weil sie, Eva hat es gesagt, die Kompanie hat sie zum Laufen auch gebracht. Sie sind, glaube ich, sogar die laufstärkste Mannschaft der Bundesliga. Auf jeden Fall ganz oben drin, ja. Und man merkt ja auch, das ist eine Mannschaft wieder. Das erinnert mich so ein bisschen an die Triple-Bayern auch.

Das harmoniert untereinander total gut. Und ich glaube, das ist dann auch der Game-Changer am Ende, dass du nicht nur diese Einzelkönner und Stars hast, sondern dass du am Ende eine Mannschaft hast. Und das ist, finde ich, sehr gut zu beobachten. Und das bringt dich dann auch in so einer Champions League vielleicht ganz nach vorne bis ins Finale, weil das vielleicht der Unterschied dann auch ist zu den anderen. Das spielerische Niveau ist nicht immer entscheiden auf so einem Niveau.

Ich gehe nochmal zurück zu dem Spiel gegen Arsenal, wo eben auch durch Standardsituationen dann eben so ein Spiel gedreht oder entschieden wird. Also es sind nicht immer das, was du taktisch hast oder wie deine Läufe sind. Oft sind eben Kleinigkeiten entscheidend. Wir haben Champions League verloren durch zwei Standardsituationen, weil wir in den 80 Sekunden nicht wach waren. Und die drehen das Spiel. Also oft ist nicht das, was du siehst, auf dem Feld entscheidend, sondern wirklich Kleinigkeiten dann im Fußball. Wird auf jeden Fall hochinteressant, dieses Duell mit Real Madrid im Viertelfinale der diesjährigen Champions League. Wir machen gleich weiter schauen auf die Nationalmannschaft, auf die Nominierung von Julian Nagelsmann, die er sehr, sehr ausführlich erklärt hat.

Außerdem ein hochinteressanter Bundesligaspieltag und dann war ja am Donnerstag auch noch die Nominierung der Nationalmannschaft. Und Julian Nagelsmann hat sich da sehr, sehr ausführlich jeweils geäußert zu einzelnen Spielern, hat glaube ich keine Fragen offengelassen. Wie fandst du diesen Bundeserklärer, wie es auf sport1.de stand, Julian Nagelsmann?

Also er ist ja schon jemand, der neue Wege geht. Das war ja sein spektakuläres Kicker-Interview, wo du ja eigentlich auch schon die Startformation rauslesen kommst. Ja, wobei, da hat er noch über Stach relativ negativ gesprochen. Ja, er hat dann vielleicht nochmal irgendwas zünden wollen für diese Pressekonferenz. Wenn man sich das vorstellt mit früheren Bundestrainer, das gab es so nicht. Er hat dann auch gesagt, er war ein bisschen verwundert über die Reaktionen. Das kann ich mir nicht vorstellen, dass ihn das verwundert hat. Es gab ein paar Sachen, die fand ich schon bemerkenswert, dass er zum Beispiel eigentlich Goretzka eine Stammplatzgarantie gibt. Das hat er jetzt auch wieder so versucht, ein bisschen einzufangen. Und das hat er ausgespart beim Kicker-Interview, obwohl der im Moment der beste Mittelstürmer ist. Es ist jetzt nicht so, dass ich sage, da fehlt mir irgendeiner total für die erste Elf. In Nuancen ist es, aber er geht schon andere Wege, Julian Nagelsmann. Er selbst hat ja vorher auch in diesem Kicker-Interview gesagt, das, was wir jetzt im März nominieren, dann ist das mehr oder weniger dann auch der WM-Kader. Jetzt in der Pressekonferenz klang es noch ein bisschen an.

Das ist ein entscheidender Punkt, das habe ich auch in dem Interview schon gesagt, dass wir schon versuchen, dass der Märzkader viele Parallelen jetzt hat, zu dem wie er dann auch im Mai aussieht oder Ende Mai aussieht. Aber dass es eben heute jetzt noch keine WM-Nominierung ist, sondern eine Nominierung für eine Abstellungsperiode im März. Und das macht ja dann auch irgendwie Sinn, wenn wir zum Beispiel auf die Situation von Musiala schauen, dass man den jetzt noch nicht mitnimmt. Der wird aber natürlich bei der WM eine Rolle spielen. Marcel, du hast zwei Weltmeisterschaften gespielt, 2006. Du bist, glaube ich, der jüngste Spieler im Kader, 2010. Und 2014 warst du in dieser März-Abstellungsperiode noch dabei. Da haben wir die Truppe, du stehst oben in der Mitte ziemlich. Und dann warst du bei der WM, 2014, aber doch nicht dabei. Du kannst dich also reinfühlen in die, die jetzt bangen müssen, ob sie mitgehen in die USA. Wie war das damals für dich? Was sind die Erinnerungen an die Zeit? Ja, generell erst mal positiv, wenn man zwei Weltmeisterschaften spielen darf und eine Europameisterschaft, aber dann im März tatsächlich eine schwere Verletzung bekommen mit OP, dann war das Turnier leider nicht da.

Nichtsdestotrotz ist eben entscheidend, dass diese Achse einfach stimmt. Und das ist das, man kann immer diskutieren, es ist nie einfach bei dem einen oder anderen Spieler, hätte man den vielleicht noch ja oder nein, entscheidend wird sein. Der Fokus musste schon vorher gelegt sein. Wer sind meine zentralen Spieler? Angefangen vom Tor, Innenverteidiger, Sechser, Stürmer. Wer ist meine Achse? Wer sind die Führungsspieler? Das war bei uns damals gegeben. Ich glaube, es war kein Zufall, dass wir dann auch immer mindestens ins Halbfinale gekommen sind. Weil einfach angefangen von Per Mertesacker, hinten von Thorsten Frings, Michael Ballack, im Tor Olli Kahn, vorne Miro Klose.

Das ist eine Achse, die klingt ganz gut. Das ist eine Achse. Und ich finde, da gibt es ja jetzt auch Spieler, die das gezeigt haben. Und das ist das Wichtigste am Ende fürs Turnier, dass die stimmt. Und dann können sich andere dort entwickeln und noch entfalten und dann haben wir eigentlich eine gute Mischung auch von verschiedenen Spielertypen. Aber ja, der März ist noch der März und ich glaube auch, dass man zum Thema auch Leistungsprinzip nochmal abwarten sollte, was dann noch die nächsten zwei Monate passiert, weil im Fußball zwei, drei Monate ist, finde ich, schon dann beachtlich eine Zeit noch vor einem Turnier und deshalb glaube ich, es war es auch smart, dass er das nochmal bewusst nochmal erwähnt hat, dass das jetzt eine Märzabstellung ist oder nicht die finale Entscheidung. Was ja auch immer wichtig ist für so ein Turnier, dass du eine Gruppe hast, die irgendwie funktioniert. Darauf wird er auch schauen, ne? Darauf wird er definitiv schauen. Ich meine, wir reden über einen Zeitraum von sechs Wochen, auch mit Vorbereitung, das Teamgefüge muss stimmen und vor allen Dingen auch eine Rollenklarheit da sein. Wenn du so eine lange Zeit zusammen bist und wenn du was erreichen willst, dann musst du eine gute Teamdynamik haben. Deswegen wird er darauf auch extrem achten. Du hast ja gerade eben gesagt, er geht neue Wege.

Er hat ja auch erzählt, dass er mit Gordon Herbert gesprochen hat, also Basketball, Nationaltrainer. und von ihm sich das mit diesen Rollen auch so ein bisschen abgeschaut hat oder mit ihm im Gespräch eben auch das so erfahren hat. Und das merkst du jetzt bei der Nominierung extrem, zum Beispiel unter anderem an einem Goretzka oder eben auch an einem Groß, da hat er es ja festgemacht, das ist mein verlängerter Arm, das sind Spieler, die weise ich, die mucken nicht auf, die passen sich ein und das ist ihm dann schon auch wichtig, plus Leistungsprinzip, aber man merkt schon, er legt Wert auch auf Rollen und auf Spieler, wo er weiß, da kann ich drauf zählen.

Die sind mein verlängerter Arm, aber die fügen sich auch ein. Und das, finde ich, hat man jetzt schon gesehen.

Und so wie es aussieht jetzt in diesem Kader, so wird es auch bei der WM aussehen. Es wird auf jeden Fall einen großen Bayern-Block geben müssen. Ja, und auch zu Recht, finde ich. Ja, absolut.

Da hat das Leistungsprinzip dann doch funktioniert. Die Frage ist, Musiala wird das noch schaffen, wirklich bei 100 Prozent zu sein vor Beginn des Turniers. Ich glaube, das ist ganz, ganz wichtig. Dann musst du einen rausnehmen im jetzigen 26er-Kader. Das wird man dann sehen und dann wird das ja wahrscheinlich irgendeinen treffen. Aber es kann noch so viel passieren, Marcel hat es gesagt, auch verletzungstechnisch. Du nimmst in der Regel keinen angeschlagenen Spieler mit oder der sich noch im Aufbau befindet oder wenig Spielzeiten hat zu so einem Turnier mit. Muss man nochmal abwarten. Aber grundsätzlich, glaube ich, können wir alle mit diesem Kader plus, minus ein, zwei Spieler dann leben. Ich glaube, Stille hat es hart getroffen. Der performt, der seine Leistung bringt beim VfB Stuttgart. Aber wenn du dieses Überangebot eben im zentralen Mittelfeld hast, dann trifft das den einen oder anderen dann doch hart. Bei dem sagt er bei Stiller, ich sehe den nicht in der ersten Elf und er ist dann ja keiner, der sozusagen von der Bank kommt. Ich glaube, er sagt eher so, das ist keiner für die erste Elf und ob der jetzt sechs Wochen mit dieser Rolle dann leben kann, vielleicht nur die Nummer 16 oder 17 zu sein, das kann ich sogar ein Stück weit nachvollziehen. Aber dann darfst du dir auch die Frage stellen, hinten war ja jetzt so ein bisschen Tar und Schlotterbeck in der Innenverteidigung. Was machst du zum Beispiel mit einem Antonio Rüdiger, der immer gespielt hat.

Der aber jetzt auch lange verletzt war und der ja auch mal seine Themen hatte, so ein bisschen an oder über das Spielfeld kannte? Nimmst du den dann mit? Ist der sechs Wochen der, der vielleicht nur die Nummer drei ist? Ich glaube, da muss der Bundestrainer das einschätzen können, auch aus seiner Erfahrung vom letzten Turnier. Wir machen jetzt an dem Punkt einen Spot. Keine 90 Sekunden, dann geht es hier weiter mit der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Und wir haben noch mehr. Bis gleich.

Willkommen zurück beim Doppelfast, meine Damen und Herren. Wir sind bei der Nationalmannschaft. Und bei Ruth, wir haben die Frage der Woche gestellt. Es gibt ein neues Auswärtstrikot. Was willst du uns alles zeigen? Das neue Auswärts-Riko, wenn du magst, kannst du zeigen. In blau, nicht in pink diesmal. In blau, sehr schön. Das ist das letzte Jahr unter Adidas als Ausstatter. Ich würde euch die Frage der Woche anbieten. Also die ist sehr extrem deutlich ausgefallen. Ich glaube, ihr könnt erahnen, dass ein Großteil sagt, wir sind nicht titelreif. Ich sage deshalb erahnen, weil wir hier schon häufiger diese Frage gestellt haben vor Turnieren. Und ich so ein bisschen das Gefühl habe, dass wir immer recht pessimistisch in ein Turnier reingehen, wenn wir erst mal den Kader angucken und sagen, nee, das wird eh nichts. Also mit den Jungs schaffen wir das nicht. Da heißt dann eben 6 Prozent, mit diesem Aufgebot sind wir titelreif. Ich würde noch ein bisschen abwarten. Ich glaube, in Richtung Turnier wird sich das alles noch ein bisschen verlagert und verändern. Hören wir mal rein ins Dopafon, was Sie da gesagt haben.

Das Potenzial ist da. Aber ein Turnier gewinnt man nicht nur mit schönen Kombinationen, sondern auch mit Killerinstinkt. Und der fehlt. Die Mischung bei der Nationalmannschaft stimmt noch nicht. Zu viel verspielte Talente, zu wenig abgebrühte Führungsspieler. Ich denke, der Kader der deutschen Nationalmannschaft ist durchaus fähig, um den Titel mitzuspielen. Allerdings ist doch die Berücksichtigung von Leroy Sané eine Überraschung für mich. Also ich denke, mit der Mannschaft werden wir vielleicht gerade eben über die Vorrunde hinauskommen. Nagelsmann hat es einfach nicht geschafft, mindestens ein halbes, dreiviertel Jahr vorher in den Mannschaftengerüst zusammenzustellen. Wir sollten endlich aufhören, gleich von dem WM-Titel zu träumen. Vor allem nach den letzten zwei sehr enttäuschenden Weltmeisterschaften sollte es erstmal das Ziel sein, über die Gruppenphase hinauszukommen. Dieser Kader ist einfach nicht stark genug für den WM-Titel, sondern maximal fürs Achtelfinale.

Also ihr habt das gehört, erstmal ist man da sehr nüchtern und auf dem Boden geblieben und denkt sich, da muss vielleicht noch ein bisschen was passieren, dass wir wirklich titelreif sind. Ich will aber jetzt, wenn wir das Auswärtstrikot vielleicht bei dir später zeigen, biete ich noch andere Trikots an, und zwar die weißen, die ihr getragen habt, ihr beiden, Marcel Jansen und Clemens Fritz. Ihr habt ja zwölf Spiele zusammen gemacht, ihr wart auch bei der Euro 2008 gemeinsam im Kader und da wollen wir uns doch nochmal zu Gemüte führen, wie ihr da aussagt. Jetzt machen wir dieses Suchspiel. Wo seid ihr jeweils? Marcel Jansen in der oberen Reihe. Ich weiß nicht, sieht man das von mir oben rechts. Und unten in der Kniebeuge ist Clemens Fritz. Das war damals allerdings das Spiel gegen Dänemark. Ich weiß nicht, warum die Regie das ausgesucht hat. Das habt ihr nämlich verloren. 0 zu 1. Nur das so am Rande. Ja, wundert mich nicht.

Welche Erinnerungen gibt es an gemeinsame Länderspiele, an gemeinsame Zeiten? Also von meiner Seite aus nur gute, positive. Wir haben uns immer gut verstanden. Ich meine, Marseille war auch ein sehr, sehr dynamischer Außenverteidiger, der viel Druck auch in die Offensive mitgebracht hat. Und persönlich haben wir uns öfter auch schon in Hamburg-Bremen getroffen. Also es ist immer wieder angenehm und wir freuen uns auch immer wieder, wenn wir uns sehen. Also wir sind gespannt auf dieses Turnier. Ein Land der Optimisten werden wir wahrscheinlich nicht mehr, Deutschland. Ich bin gespannt, wie es ausgeht. Auswärtstrikot schenken wir uns. Blau mit ein paar kleinen Verzierungen drauf. Werden wir dann sehen bei der WM. Vielleicht jetzt auch schon in den Duellen, die jetzt anstehen im März. Und jetzt schauen wir auf den SV Werder Bremen. Wir haben vorhin ja das aktuelle Spiel besprochen. Jetzt wollen wir das große Ganze nochmal beleuchten. Norman Solida.

Klemens, Fritz und Werder Bremen erleben gerade stressige Zeiten. Der Klub kämpft in der Bundesliga ums sportliche Überleben, der Geschäftsführer um seinen Job. Denn viele Fans machen Fritz für die Bremer Talfahrt persönlich verantwortlich. Vorwurf Nummer 1, zu viele Fehler bei der Kaderzusammenstellung. Viele Gegentreffer hat Werder schon immer kassiert. Neu war, dass man plötzlich kaum noch welche geschossen hat. Nur 30 Tore in 27 Spielen.

So harmlos wie in dieser Saison war Bremen selten. Vorwurf Nummer zwei, der Erstliga-unerfahrene Horst Steffen konnte die Probleme der Mannschaft nicht abstellen. Die Folge? Clemens Fritz musste seine Wunschlösung schon nach 20 Spieltagen entlassen. Und auch die Risikoleihe von Viktor Boniface war leider ein Schuss in den Ofen. Genau wie seinerzeit die von Nabi Keita. Zwei große Namen, die in Bremen komplett gefloppt sind. Und weil Bremen in der Winterpause nicht wusste, wie viele Leihspieler man verpflichten durfte, soll Kaderplaner Johannes Jans bald seinen Job verlieren. Clemens Fritz bestätigt das nicht. Insgesamt aber eine Spielzeit der Irrungen und Wirrungen, selbst wenn Bremen drin bleibt. Wir fragen daher, was muss der Verein aus so einer Saison lernen? Herr Fritz.

Herr Pimmels, welche Lehren müsst ihr ziehen? Jetzt müsst ihr erstmal drinbleiben, jetzt müsst ihr erstmal eure Punkte holen, aber trotzdem, man reflektiert ja, welche Fehler hat man gemacht, was ist gut gelaufen, was ist nicht so gut gelaufen, also welche Lehren könnt ihr ziehen? Also das Entscheidende ist natürlich für uns jetzt, klar, der Fokus auf der aktuellen Situation, auf dem Kampf um den Klassenhalt, aber sicherlich ist es so, wenn du dort stehst, wo wir stehen, Dass auch Fehler gemacht wurden, das will ich nicht abstreiten. Wir sind da auch sehr reflektiert, gehen sehr kritisch mit uns um, analysieren natürlich auch. Wir hatten im Sommer eine Situation, wo wir mutige Entscheidungen treffen wollten, wo wir auch einen anderen Weg eingeschlagen haben. Inwiefern ein anderer Weg? Wir hatten in der Vergangenheit eine Mannschaft, die sehr stabil war und klar von ihren Abläufen auch gelebt hat. Das war zum einen sehr, sehr positiv. Trotz alledem konnten wir in der Zeit den Kader nicht weiterentwickeln. Wir hatten eine sehr alte Mannschaft und wir mussten den Durchschnitt im Alter stark reduzieren. Wir haben gesagt, wir wollen mutig sein, wir wollen auf junge Spieler setzen, wir haben einige junge Spieler verpflichtet. Und sicherlich, es ist jetzt nicht alles direkt so durchgelaufen, dass es dann noch ein bisschen Zeit braucht, das denke ich auch ganz normal. Trotz alldem können wir uns auch nicht vom Fehler frei sprechen.

Das Problem, was man jetzt auch in dem Beitrag ja nochmal thematisiert hat, ist vor allem natürlich die Harmlosigkeit in der Offensive. Müsst ihr euch das ankreiden lassen, dass das Kicketop vielleicht nicht so eingeschlagen hat, wie man sich das gewünscht hat, dass Boniface nicht funktioniert hat? Müssen wir definitiv. Grundsätzlich stelle ich mich absolut vor unseren Kader, weil ich finde schon, dass wir die Qualität für die Bundesliga im Kader haben. Was man sagen kann, wo wir falsch lagen, ist sicherlich im Offensivspiel, was die Chancenverwertung angeht. Ich meine auch statistisch sieht man es ja auch. Bei uns mangelt es wirklich an der Qualität in der Chancenverwertung. Rein nach Expected Goals hätten wir, glaube ich, oder würden wir auf Platz 10, 9 stehen, hätten einige Punkte mehr. Und das sieht man schon, an was es hakt. Und dann muss man natürlich auch sagen, klar, wir wollten, wie gesagt, auch auf junge Spieler setzen und auch einen Keke. Vielleicht haben wir ihn ein Stück weit weiter eingeschätzt, wobei wir trotz alledem auch das Potenzial bei ihm sehen. Ein Viktor Boniface, der Plan war damals auch, sicherlich ein wirtschaftlich überschaubares Risiko, eher auch den Mut zu haben, die Chance zu sehen, die Spielzeit zwischen Keke und Viktor aufzuteilen, zum einen Keke zu entwickeln, aber zum anderen auch die Qualität, die Viktor zweifelsohne hat, für uns zu gewinnen. Das war der Plan.

Nach dem aktuellen Stand muss man schon sagen, dass das in der Form natürlich nicht aufgegangen ist. Torverhältnis von Werder, minus 17, 30 geschossen, 47 bekommen die letzten Jahre, immer so um die 60 Gegentore. Da musste halt vorne schon funktionieren, wenn du hinten so viele Tore, wenn du die Gegner so einlädst. Und das funktioniert in dieser Saison nicht. Wie würdest du Werders Entwicklung sehen? Zu viel Risiko eingegangen? Umso wichtiger ist ja die defensive Stabilität.

Ich meine, wir können bei Füllkrug und Duxch anfangen, die den Unterschied dann vorne ausgemacht haben. Jetzt mit Keke Top, ein junger Spieler, aber auch mit Boniface. Das hat ja nicht funktioniert oder funktioniert noch nicht. Das ist eine Baustelle, aber da einen auf dem Markt auch zu bekommen, ist natürlich auch enorm schwierig. Auch für Werder Bremen finanziell sind ihnen auch die Hände gebunden. Und was gibt der Markt denn her? Da ist die Devise schon nicht verkehrt zu sagen, wir bauen so ein bisschen dann auf jüngere Spieler, in der Hoffnung, dass sie vielleicht im nächsten Jahr einen Schritt weiter sind, wenn ihr die Bundesliga-Klasse haltet, wovon ich ausgehe. Das muss ja dieser Ansatz sein bei Werder Bremen. Also finanziell können sie ja keine großen Sprünge machen. Und was kriegst du denn für kleines Geld an Qualität? Das ist ja auch sehr beschränkt. Also ich finde den Weg eigentlich nicht so verkehrt. Nun haben wir ja den Namen von eurem Chef-Scout Johannes Jahnz schon gehört. Du, Peter Niemeyer, Jörnes, ihr seid dafür verantwortlich, einen Kader zusammenzustellen, der funktioniert. Dann war diese Thematik mit den Laien, wo das auch sehr unglücklich wirkte, dass ihr nicht wusstet, dass man nur sechs aus Deutschland und noch weitere Laien, ihr habt dann ja noch reagiert.

Habt ihr es vermeiden können, das Schwarzes-Peter-Spiel zu machen, sozusagen den von einem zum anderen zu schieben? Weil manche sagen, wenn sie sich von Jans trennen, dann ist der das Bauernopfer. Also was sagst du dazu? Es wird ja immer so, also jeder hat eine Meinung dazu. Jeder legt das so aus, wie er das gerne hätte. Ich habe es gerade gesagt, dass Fehler gemacht wurden, klar. Und es ist natürlich so, dass es auch eine Teamarbeit ist. Und das hätte uns nicht passieren dürfen. Es war zum einen eine interne Fehlkommunikation, aber auch extern, wie wir es dann nach außen hin kommuniziert haben. Auch da haben wir nicht gut darauf reagiert. Aber was war da die Kommunikation? Also Transfermarkt, dieses Portal, hat euch darauf aufmerksam gemacht, mehr oder weniger? Was war dann euer Fehler? Also zunächst einmal würde ich sagen, im Endeffekt ist nichts passiert. Es ist nicht so, dass uns irgendwie im Winter einen Transfer, den wir nicht realisieren konnten. Weil wir natürlich schon in Lösungen, definitiv, so wie das dann natürlich jetzt am Ende da stand, sieht das natürlich doof aus. Trotz allerdem, muss ich auch sagen, ich bin der Verantwortliche und ich werde öffentlich nicht irgendwie jemanden da an dem Pranger stellen. Darum geht es mir nicht. Wichtig ist, dass wir es aufarbeiten, dass wir lösungsorientiert arbeiten und dass wir natürlich auch klar analysieren. Und natürlich steht bei uns auch alles auf dem Prüfstand, weil wir auch nicht zufrieden sind, wie gewisse Dinge gelaufen sind. Das analysieren wir für uns und wenn es dann auch was gibt, was wir nach außen oder wenn es Entscheidungen dann eben auch gibt, dann werden wir die natürlich auch nach außen kommunizieren.

Und ich würde gerne noch mal was dazu sagen. Also Clemens hat zugesagt ja schon wahrscheinlich vor längerer Zeit, wenn man dann in Wolfsburg spielt, mit einem Trainerwechsel auf Wolfsburger Seite, hat das Spiel als Bremen mit zehn Spielern, die fehlen, dann sozusagen sich hier hinzusetzen, so reflektiert zu sein und auch das auszuhalten. Da für mich gehört ganz großer Respekt auch davor, weil das machen auch nicht alle.

Aber ehrlicherweise, so kennen wir dich auch. Ja, ich finde es auch wichtig, dass man sich eben auch stellt, wenn es kritisch ist. Und wir gehen auch mit Kritik um und wir reflektieren uns natürlich aus. Ich meine, das ist ja das Wichtige, die Reflexion. Und du musst eben auch aus den Fehlern lernen, die einfach auch gemacht wurden. Das ist auch ganz klar. Das war ja die Schlusstafel unseres Beitrags. Also was kann man daraus lernen? Ja, Entschuldigung. Ich glaube, das Problem ist natürlich ein bisschen, dass du als Werder einen großen Namen hast. Die Fans haben immer noch die Sehnsucht nach europäischen Nächten. Du hast unter Werner sogar Schritte gemacht. Du warst ja ganz nah dran, auch zweimal am europäischen Geschäft. Dann kommt der Zwang, wie Clemens gerade gesagt hat, du musst irgendwann deinen Kader verjüngen. Dann möchte natürlich vielleicht auch der Trainer, dass du ein paar gestandene Leute holst. Ich kenne jetzt eure Zahlen nicht, aber es ist auch nicht so, dass ihr im Geld schwimmt. So, und dann hast du vielleicht auch mal die Risikoabwägung. Boniface, okay, wenn der nur die Hälfte von dem bringt, was er bei Leverkusen gebracht hat. Oder Naby Keita, wenn der bei uns mal wieder ins Laufen kommt.

Deshalb diese Häme, wenn es dann nicht klappt, ist wahrscheinlich schon auch schwierig, weil du musst ja auch kreativ sein. Und du hast das andere Beispiel der VfB Stuttgart, glaube ich, vor knapp drei Jahren noch in der Relegation. Die haben so viele gute Transferentscheidungen getroffen, dann stehen die als Beispiel, könnte das auch nicht klappen. Aber du siehst es auf der anderen Seite auch Gladbach, die waren in europäischen K.O.-Spielen der Champions League, wie die sich jetzt wieder berappeln müssen. Also ganz so einfach ist der Weg jetzt auch nicht bei der Schere, die wir in der Liga haben. nur weil du einen großen Namen hast, weil du ein beliebter Verein bist, dann zu sagen, wir schaffen diesen Umbruch so einfach. Und wenn du dann noch zehn verletzte Spieler oder gesperrte Spieler wie gestern hast, dann siehst du auch mal, wie eng das Ganze ist. Absolut, aber du hast ja angefangen mit dem Traditionsverein, mit dem großen Namen. Das kennst du ja bestens auch beim HSV. Und da war das ja auch schwierig, wieder in die erste Liga aufzusteigen. Diese Hypothek, die du hast als so ein Verein mit der Geschichte, die ist schon groß. Die ist groß und die dicht ist, die sind halt sehr eng beieinander, die Vereine. Das ist schon richtig. Und die Entscheidungsfindung, ich durfte das ja in der Rolle nicht nur als Spieler, sondern auch als Präsident sehen, was Sportdirektoren, was Sportvorstände, wie viele Puzzleteile, wie viel da zusammenpassen muss mit den Rahmenbedingungen und die eigene Rolle, die man finden muss, die kann man finden und die kann man auch selbstbewusst finden, sollte man auch, weil ich sehe auch viele Chancen in dem Markt, wie er sich gerade auch entwickelt, dass man dann vielleicht für einen Spieler, den man jung geholt hat, dann vielleicht mal eine Riesenablöse bekommt von 20 Millionen.

Aber nichtsdestotrotz können sich ja fast 10, 11 Mannschaften in der 1. Liga gar nicht davon ausgehen. Sagen, dass sie mit dem Abstiegskampf vielleicht nichts zu tun haben. Schon vor der Saison nicht. Also das zeigt ja auch die Komplexität. Und trotzdem genau da muss man natürlich drüber sprechen. Man muss kritisch sein. Man muss dann eben gucken, dass man die Puzzleteile schnell zusammenkriegt. Es sind immens viele Entscheidungen, die zu treffen sind. Ich finde, man merkt ja schon, der Trend geht ja jetzt auch gerade bei diesen Vereinen zu Leihspielern.

Also sieht man beim HSV, finde ich perfekt. Ich glaube, ihr habt die meisten Leihspieler jetzt. Aber der HSV hat halt gute Transfers und gute Leihspieler geholt. Die machen dann in dem Fall Unterschied. Ob das Buscovic ist, ob das ein Vieira ist, ein Lokonga. Also da kann ich ganz viele aufzählen und das muss halt dann sitzen, glaube ich. Und auch bei Gladbach hast du das, mit einem Engelhardt, mit Tabakowitsch. Der Trend geht jetzt zu Leihspielern hin, weil du dir diese Spieler nicht mehr kaufen kannst, weil diese Ablösesummen immer höher werden und diese Unterschiedsspieler du nicht mehr bekommst. Und da glaube ich auch, dass Clemens da auch so selbstkritisch ist, dass die Kaderplanung vielleicht nicht ganz ideal ist, wenn man sie sich jetzt anschaut. Aber diese Leihspieler-Thematik ist ja auch schwierig, weil das sich oft erst ganz, ganz spät entscheidet. Das war beim HSV auch so.

Die kamen alle kurz vor Torschluss oder viele kurz vor Torschluss und das macht es nicht einfach. Nein, wir hatten im Sommer die Situation, ich habe es eingangs gesagt, wir wollten mutige Entscheidungen treffen und haben natürlich auch für unsere Verhältnisse mit dem Transfer von Samuel Bangula, den ich für einen herausragenden Fußballer halte, sind wir ein Stück weit ins Risiko gegangen. Was danach passiert ist, wir sind schon davon ausgegangen, dass wir noch den einen oder anderen Spieler verkaufen. Wer denn? Um das dann halt ein Stück weit zu drehen, um auch wieder investieren zu können. Und das ist eben ausgeblieben. Da hat man gesehen, wir hatten eine hohe sportliche Stabilität in unserem Kader, aber diese Weiterentwicklung, diese Kaderweiterentwicklung Richtung Transfermarkt war eben nicht gegeben. Deswegen haben wir einen neuen Weg eingeschlagen und am Ende ist es dann eben auch so, dass du dann offline gehen musst, dass du schaust, qualitativ das Bestmögliche für dich dann noch in den Kader zu bringen.

Was auch noch ein Thema war, man darf auch nicht vergessen, wir sind im Sommer mit Mitchell Weiser, ist uns ein enorm wichtiger Spieler, direkt zu Beginn der Vorbereitung weggebrochen. Dann hat sich Olli Deman, Außenverteidiger, noch ein Sündes-Moseband-Knöchelverletzung zugezogen, wo wir darauf auch nochmal in der Kaderbreite dann reagieren mussten, wo wir investieren mussten, dann auch wieder im Gehälter, was jetzt auch nicht gerade unbedingt der Plan war. Und das hat es dann im Sommer so schwierig gemacht, sodass wir dann hinten raus auf die Leihspieler gehen mussten. Stefan, ich weiß, dass wir rund um die Entscheidung damals, Horst Steffen zu entlassen und Daniel Thun zu holen, hier oft drüber gesprochen haben und du gesagt hast, ich hätte mir gewünscht, dass Horst Steffen... Noch mehr Zeit kriegt. Wenn du jetzt, Stand jetzt, draufschaust, war die Entscheidung dann von Clemens aus deiner Sicht trotzdem richtig, Daniel Thun zu nehmen? Ja, dann müssen wir in ein paar Wochen noch mal über diese Frage nachdenken oder reden. Wer weiß, wie es ausgeht. Also ich drücke euch natürlich und logischerweise die Daumen. Grundsätzlich hat Werder Bremen auch damals unter Horst Steffen, finde ich, funktioniert. Also auch die haben sich als Einheit gezeigt, im Kollektiv gut gearbeitet, gut gespielt, aber die Ergebnisse nicht erzielt. Deswegen habt ihr ja die Entscheidung getroffen.

Ich glaube, am 34. Spieltag oder am 33. können wir darüber noch mal reden. Ich glaube, nochmal zurück zu den Leihspielern. Das ist immer unfassbar schwierig. Beim HSV hat es jetzt funktioniert, vor allen Dingen mit Vieira oder mit Vuskovic. Aber du weißt ja schon als Verein wieder, dass du dich im November oder im Dezember spätestens wieder um etwas Neues kümmern musst, weil du weißt, dass die den Verein verlassen werden oder müssen oder dass du sie gar nicht bezahlen kannst, so wie beim HSV mit den beiden Spielern. Da bist du ja immer in so einem Hamsterrad drin, was natürlich auch unfassbar schwierig ist, wenn du finanziell eben nicht die Möglichkeiten hast, Spieler zu verpflichten für eine Summe X, sondern wirklich nur zu leihen und dann hoffen, dass es funktioniert. Aber du weißt im Umkehrschluss auch, wenn es funktioniert, werden sie den Verein verlassen müssen.

Und Thomas, man weiß ja auch, wie manche Spieler eben auch ein bisschen Anlaufzeit brauchen, bis sie integriert sind, bis sie sich so wohlfühlen, dass sie wirklich an ihre Leistungsgrenze kommen. Und das ist dann nicht so einfach, wenn du dann im Motelleben irgendwie die ganze Zeit gefangen bist. Genau, es gibt ja auch ein gutes Beispiel, zum Beispiel Woltemade, der bei euch war. Und es war ja jetzt nicht so, dass den alle übersehen haben oder sowas. Oder El Malle, auch das Beispiel, der in Gladbach im Internat war. Und dann hat man irgendwann, glaube ich, mit 14 gesagt, das bringt nichts. Und er hat sich selber bei 13 Nachwuchsleistungszentren beworben und ist nirgendwo geholt worden. Ist dann irgendwo über Meerbusch, ist er dann Viktoria Köln zum FC gekommen. Du kannst ja Entwicklungen noch manchmal nicht sehen. Der VfB hatte, wollte mal, noch nicht mal für den Europapokal zum Beispiel gemeldet. Und dann ist er so durchgestartet. Auf der anderen Seite findest du schon vielleicht noch ein paar. Weil gerade habt ihr richtig gesagt, der HSV hat gute Leichtspieler geholt. Lokonga sogar gekauft für 300.000. Denkst du, das ist ja Wahnsinn für so einen Spieler. Der war aber auch verletzt, der hat vorher kaum gespielt, auch bei Arsenal. Der startet jetzt so durch. Also ich möchte hier keinen verteidigen oder sagen, das ist so schwer und das können wir alle nicht, aber manchmal kannst du es einfach auch nicht voraussehen, wie Spieler sich eben entwickeln. Und F hat was Richtiges gesagt. Dieses Hamsterrad wird ja noch schwieriger. Früher hast du angefangen im Februar, März deinen Kader zu planen. Jetzt weißt du schon im November, die zwei, drei besten Spieler sind gar nicht da. Musst dann schon wieder auf so einen gucken, vielleicht bleibt mal einer bei dir oder wieder ausleihen. Deswegen haben diese.

Sportvorstände, Sportdirektoren, so viele Bälle in der Luft. Und manchmal fallen die dir eben runter. Und dann hast du eben die Situation, dass nicht alles funktioniert. Und manchmal hast du ein bisschen mehr Glück, also nur auf Glück und Pech. Ich würde das natürlich nicht kaprizieren, aber manchmal ist es auch so simpel. Dann verletzt sich jemand und plötzlich ist der ganze Plan, den du dir gemacht hast, über einen Haufen geworfen. Wir machen eine kurze Unterbrechung, sprechen gleich über Borussia Dortmund, die in der ersten Hälfte nicht auf dem Feld waren gegen den HSV. Der HSV 2 zu 0 geführt. Dann drehen sie es aber mit einer mega 2. Hälfte. Tor hier von Ikerasi und gewinnen am Ende 3 zu 2.

Wir freuen uns, dass Sie nach wie vor dabei sind. Wir wollen noch ein bisschen über den BVB sprechen. Auch in dieses auch sehr, sehr spannende Spiel reinschauen. Aber zuvor ruht mit ein paar Reaktionen zur Trennung von Sebastian Kehl und dem BVB. Ja, ich bin da gerade auf der Instagram-Seite von BVB und da ist wirklich einiges los. Also schon über 1000 Kommentare. Da wird viel reagiert auf diese Meldung, dass man sich eben von Sebastian Kehl trennt. Für viele kam es nicht so überraschend. Aber es wird natürlich auch sehr viel Danke gesagt, weil er so lange über mehr als 20 Jahre mit dem Verein fest verbunden war als Identifikationsfigur. Und da heißt es eben als Figur, auf und neben dem Platz standest du für den Verein. Und da wird auch nochmal erwähnt, zuletzt war die Unzufriedenheit etwas größer bezüglich seiner Person und auch seiner Entscheidungen. Also gibt es diverse, die sagen, sie finden diese Entscheidung überfällig. Das ist nicht mehr so glücklich, aber insgesamt habe ich schon den Eindruck, dass sehr wohlwollend mit ihm umgegangen wird in dem Sinne, was er für den Verein bedeutet. Dass man am Ende sich dann vielleicht doch trennen muss, weil es dann nicht mehr so glücklich war. Seine Entscheidungen ist auch nachvollziehbar. Also doch eine Portion Dankbarkeit, ganz offensichtlich, die da rüberkommt bei vielen BVB-Fans. Hat dir die erste Hälfte gefallen vom BVB?

Nee, ich war ein bisschen irritiert, als ich die Aufstellung gesehen habe, aber habe mich sehr gefreut für den HSV. Weil es ist ja jetzt keine Überraschung, dass der HSV ja aus einer Kompaktheit agiert, dass er sehr kompakt steht. Und wenn du dann eigentlich ohne richtigen Stoßstürmer spielst, also eigentlich wie eine Auswärtsmannschaft auftritt als BVB, war ich doch sehr überrascht und habe mir große Chancen dann auch ausgerechnet, für das Spiel vielleicht einen Punkt zu holen. Wir können mal reinschauen in die zwei Tore des HSV in der ersten Hälfte. Das war ein richtig guter Auftritt, ne? War ein richtig guter Auftritt in der ersten Halbzeit, aber man sieht dann halt eben auch, Niko Kovac hat dann auch sehr schnell korrigiert, logischerweise zur Halbzeit. Aber in der ersten Halbzeit genau das, was den HSV diese Saison stark macht, Pressen hoch, wobei auch da das Abwehrfalten, Orientierung zum Ball, ein langer Ball, es passieren schon extrem viele Fehler in der Bundesliga, finde ich, was das Abwehrfalten anbelangt. Aber der HSV war griffig, er war giftig, aber der BVB hat es auch einfach gemacht. Der BVB hat lange Bälle gespielt auf die Kette und dann hat Wuskowitsch das Kopferduell gegen Bayer und Adeyemi dann gehabt. Und somit war der Ball auch wieder schnell hinten aus der Gefahrenzone raus. Der HSV konnte immer wieder Druck erzeugen und hat hochverdient dann auch geführt. Und die zweite Halbzeit ist dann die komplette Kehrseite der Medaille dann. Stefan, wenn Marcel das jetzt zum wiederholten Male anspricht, dass er doch findet, dass sehr viele Abwehrfehler oder Defensivfehler passieren in der Bundesliga, sind wir da nicht mehr so gut oder gehst du da mit? Ich glaube, Tore fallen in der Regel durch Fehler. Oh, da haben wir drei Euro. Jetzt haben wir dich. Das freut mich.

Danke, dass du nochmal an die gute Sache denkst. Komm jetzt mal rum, da muss Stefan nicht extra auf. Das sind auch zum Ende der Sendung echt so Kackfragen.

Also jetzt sind wir aber pari pari mit dem Beleidigung. Wenn wir jedes Tor auseinandernehmen in der Bundesliga, dann ist ja irgendwo immer ein Fehler, ob jetzt im Mittelfeld oder im Abwehrbereich. Aber solche einfachen Fehler, so wie jetzt hier mit Svensson in dem Zweikampf, das darf dir nicht passieren. Vor allem, wenn du für Borussia Dortmund Stammspieler bist, sollte dir das nicht passieren. Und da können wir beim zweiten Tor auch schauen. Auch da ist Borussia eigentlich am Ball und spielen dann, nachdem dieser Schuss abgewehrt wurde. Ja, da fängt es ja schon an mit dem Pass. Ich kann es ja auch nicht so sauber raus. Nein, vertikaler Pass von Bellingham. Damit steht ja der zentrale Sechser schon extrem unter Druck, weil er Druck kriegt, weil die Hamburger hochrutschen. Also du hast ja noch nicht mal eine Sekunde Zeit, dich aufzudrehen oder den Ball weiterzuleiten. Das sind dann so Einladungen und Geschenke. Das hat der HSV aber auch gut gemacht. Das muss man dazu sagen. Sie sind vorne geblieben. Wir sehen hier sechs Hamburger in der Offensive. Ein sehr guter Ball. Die haben es sich wirklich verdient in der ersten Halbzeit. Dortmund war in der ersten Halbzeit vielleicht auch so schlecht, weil der HSV wirklich gut gespielt hat. Thomas, es ist ja kein Geheimnis, dass du durchaus Sympathien hast für den HSV. Ganz große, ja. Ich glaube, bei Stand von 2-0. Da bin ich gestern in den Flieger eingestiegen, um hier hinzukommen. War beseelt und habe gedacht, vielleicht holen wir einen Punkt. Dann bin ich ausgestiegen und da wollte ich eigentlich schon wieder zurückfliegen. Da war ich dann bedient.

Da kommen natürlich mehrere Sachen dazu. Zu A, FH hat es gesagt, dass Borussia Dortmund in der zweiten Hälfte so gespielt hat, wie es Potenzial hergibt. Und interessant finde ich auch, was Marcel sagt, Niko Kovac hat reagiert und die Abwehrfehler. Mikkel Bronzis ist zum Beispiel so ein Beispiel. Nach vorne finde ich den für einen Offensivverteidiger echt, wie der auch das 1-0 vorbereitet. Der ist schnell, der ist giftig, der geht in Zweikämpfe gegen die Bayern, hat er auch ein Tor vorbereitet. Aber die beiden Gegentreffer zum 1-2 und 2-2, dieser Elfmeter, dieser Einwurf vom 2-2, das darf dir dann da nicht passieren. Weil du weißt ja, dass das Stadion auch in jeder Minute dann angezündet werden kann. Bitter, weil ein Punkt wäre für den HSV wichtig gewesen. Aber bei Dortmund siehst du dann auch, dass das Problem im Moment ist, die Bayern sind die Übermannschaft und selbst Platz zwei führt dann schon zu einer Unzufriedenheit. Wobei du klar sagen musst, wenn die Bayern einen Umsatz über eine Milliarde machen und Dortmund bei 500 Millionen, dann ist das halt eine zementierte Tabelle in der Fußball-Bundesliga. Ja, absolut. Also Benzell-Berlin macht einen Elfer rein, dann das 2 zu 2. Gerasi, 79. Minute. Stefan, es ist ja so ein bisschen beim BVB häufig so gewesen, dass sie nicht immer ihre Leistung über 90 Minuten wirklich auf dem gleichen Niveau halten können. Wenn sie so spielen würden.

Regelmäßig über 90 Minuten wie in der zweiten Hälfte gegen den HSV, dann wären die Menschen auch zufrieden in Dortmund, oder? Ja, aber dann wären sie in der Tabelle auch Zweiter in der Bundesliga. Ja, das stimmt, aber trotzdem frage ich mich, woran das liegen kann, dass es nicht immer gelingt, so eine Leistung über eine ganze Spielzeit durchzuziehen beim BVB. Ich glaube, in der Bundesliga ist es grundsätzlich schwierig, auf diesem Niveau 34 Spieltage durchweg zu performen. Das gelingt Bayern München auch nicht. Bayern München hat auch gegen Augsburg verloren in der Bundesliga oder gegen Union Punkt geholt oder gegen Mainz.

Das ist schwierig. Ich finde grundsätzlich, um das mal abzuschließen mit dem BVB, die Spiele herausragend in der Bundesliga-Saison. Ich habe schon vor ein paar Wochen gesagt, enttäuschend. Mit Sicherheit war das Aus in der Champions League gegen Atalanta, was du zu Hause 2-0 gewinnst, dann 4 in Bergamo bekommst. Das darf dir nicht passieren. Und vielleicht auch so ein bisschen das Aus im DFB-Pokal zu Hause gegen Leverkusen. Überkusen, sonst wärst du jetzt im Halbfinale des DFB-Pokals Mitte oder am 20. April. Das tut denen weh. In der Bundesliga spielen sie herausragend, finde ich. Aber Bayern München ist einfach zu weit weg. Du hast gesagt, mit den Umsätzen, mit den Möglichkeiten finanziell, die sie haben, da bist du halt zementierter Zweiter wahrscheinlich auch in den nächsten Jahren. Wir gucken noch ganz schnell auf den entscheidenden Treffer. Das war dann der zweite Elfer, den Ben Sebaini verwandelt hatte, den Matcher ja einen verschossen hat. Wenn sie bei Ihnen eben mit einer guten Quote hat, glaube ich, siebenmal in Gladbach getroffen, zweimal jetzt beim BVB, könnte vielleicht jetzt auch Elfmeterschütze bleiben, oder?

Ich meine, er hat gegen Bayern schon Elfmeter reingemacht, in Gladbacher Zeiten auch im Derby. Also der ist, glaube ich, ein Eisvogel und abgezockt. Ich glaube, sie tun gut daran, ihnen die Dinger schießen zu lassen. Da wissen sie auch, dass sie reingehen in den meisten Fällen tatsächlich. Absolut. Also 3 zu 2 am Ende für den BVB. Adeyemi ganz schön untergetaucht. Der hat keine gute Rolle gespielt in der ersten Hälfte, ist er dann auch rausgekommen. hatte, ich habe es mir aufgeschrieben, nur 14 Ballkontakte, drei Zweikämpfe gewonnen, gelbe Karte. Also ich glaube, dem hat diese Nicht-Nominierung schon auch ein bisschen, oder? Das ist auch menschlich wahrscheinlich, aber wenn du zwei ähnliche Spielertypen nebeneinander hast als deine Sturmspitze, finde ich es auch Taktik schwierig gegen einen defensiven Gegner. Das heißt, das war die Grundvoraussetzung auch an dem Spieltag, in der ersten Halbzeit zumindest auch nicht so gut. Und dann kommt der Kopf natürlich auch dazu. Wir hören noch ganz kurz Niko Kovac zum Spiel seiner Mannschaft. Und zu diesen unterschiedlichen Hälften und vor allem zu den Gegentoren.

Natürlich hätte ich nicht zwei Gegentreffer heute kassieren wollen, das ist auch ganz klar. Ich hätte sicherlich auch noch mehr schießen wollen, aber in der Bundesliga musst du jedes Spiel von der ersten Minute an so angehen, als ob es das letzte wäre. Das haben wir heute, wie gesagt, nicht getan, aber trotzdem möchte ich auch der Mannschaft ein Kompliment aussprechen. Das, was sie dann in der zweiten Halbzeit gezeigt haben, ist das, was sie können. Das ist das, was wir auch als Standard sehen und das ist das, was unsere Fans natürlich auch lieben. Und deswegen, Ende gut, alles gut.

Drei Euro wäre das hier wert gewesen, aber in der Pressekonferenz geht es durch. Das ist das, was wir als Standard eigentlich sehen, das, was Sie in der zweiten Hälfte gespielt haben. Dieser Standard, dem werden Sie nicht immer gerecht, ne? Aber Sie spielen, Stefan hat ja recht, eine herausragende Bundesliga. Wollte ich gerade sagen, ich glaube, das ist, habe ich irgendwo gelesen, der beste oder zweitbeste Zweite aller Zeiten in der Bundesliga. Und selbst in den beiden direkten Duellen gegen die Bayern waren sie ja absolut wettbewerbsfähig oder auf Augenhöhe. Und dann haben die Bayern nochmal eine Mühequalität. Und ich glaube, dass du jetzt auch nicht in jedes Spiel reingehst. Es ist ja auch ein Spannungsabfall da. Die Meisterschaft ist weg, du bist in keinem Pokalwettbewerb mehr. Dann gehst du vielleicht auch mal so rein, denkst, da kommt ein Aufsteiger und dann tust du dich schwer. Der HSV macht es extrem gut in der ersten Hälfte, bist aber dann trotzdem in der Lage zu reagieren. Ich habe jetzt das Gefühl, Lars Ricken sagt, Wir müssen irgendwas machen, damit wir eventuell den Rückstand verkürzen können. Und deshalb auch von Spielern, die über Jahre schon prägende Gesichter waren, trennt man sich wahrscheinlich jetzt und versucht neue Wege zu gehen. Aber mit dem Dominator Bayern München wird das trotzdem schwierig sein. Nach einem Spot, 15 Sekunden, sind wir wieder hier im Doppelpass.

Da sind wir schon wieder. Und Lisa wirft Scheine rein. Das kommt von Effe. Mal schauen. Ist schon drin. Ist vom Gast. Ist von einem Gast, der zugesteckt worden. Genau, vor der Sendung. In unserem Schweinchen gelandet. Gefällt mir sehr, sehr gut.

Maxi Bayer, wie hast du den gesehen in dem Spiel? War sehr aktiv, ne? Ja, sehr bemüht. In den letzten Wochen war er bemüht und effektiv. Hat er auch seine Tore gemacht. Bemüht klingt negativ für mich so ein bisschen. Bemüht reicht für die Bundesliga in der Regel nicht. Das ist so, als wenn du jemanden fragst, wie war die Leistung und du antwortest mit, die war okay, dann ist das nicht gut. Also in meinen Augen. Aber er ist stabiler geworden, hat sich ja auch nach so einem Formtief zurückgekämpft. Ist ja eigentlich so mehr oder weniger die Option Nummer eins jetzt für Kovac im Sturm, ist flexibel auch einsetzbar. Und hat mich jetzt nicht gewundert, warum er Adeyemi rausgenommen hat und Bayer draufgelassen hat. Der spricht schon für sich. Ihm wird diese Nicht-Nominierung vielleicht auch wehtun, der deutschen Nationalmannschaft. Da sagt Niko Kovac was dazu. Das wollen wir uns ganz kurz noch anhören, bevor Ruth dran ist, die ja schon in unserer Runde angekommen ist. Zu Maxi Bayer, ich glaube, seine Leistung spricht für sich. Ich denke, es gibt viele, viele Gründe. Sehr viel mehr Gründe als nicht. Nicht, aber der Trainer bzw. Der Bundestrainer entscheidet. Ich persönlich hätte ihn mitgenommen, aber ich bin nicht der Bundestrainer.

Das ist zweifellos richtig, ja. Aber auf jeden Fall, vielleicht reicht es ja auch noch für ihn, um noch aufzuspringen. Kann ja sein. Also wenn er die Leistung weiter so bringt, haben wir ja schon gehört, dann kann sich durchaus noch was tun. Ruth, hast du Spenden gesammelt und Hinweise? Ich weiß nicht, ob ihr das Schweinchen schon voll gemacht habt. Da passt, glaube ich, noch einiges rein. Ich habe viel dabei. Ja, dann legt los. Ich möchte aber an der Stelle, das mache ich ja sehr gerne noch mal darauf hinweisen, der Dopa geht auch auf Tour. Also falls vielleicht in Ihrer Nähe noch Tickets verfügbar sind, gerne dort mal vorbeischauen. Es gibt ja immer viel zu diskutieren. Und Neues aus Vancouver. Thomas Müller hat mit seinen Vancouver Whitecaps die 1. Niederlage in dieser Saison einstecken müssen. Also 1. In 5 Spielen 0-1 gegen Timo Werner. Die beiden kennen sich auch noch aus der Bundesliga. Der mit seinen San Jose Earthquakes eben gewonnen hat. Und Müller wurde eingewechselt zur 2. Halbzeit. Da sehen wir die beiden. So, jetzt kommen wir zu den Spenden. Vielen Dank wieder an alle, die mitgemacht haben. FC Bayern-Fanclub Kirchweidach. Jürgen und Angela Pfezze aus Unzhorz. Firma Sportrasen IHNS aus Bernau.

Die sind lautstark vertreten. Die sind die Hopfenfreunde. Die sagt Danke an die Kinder für das Wochenende. Grüße an die Verwandten und die Antolz-Truppe. Frank und Stefan aus Mülheim an der Ruhr von der Firma Habecke. Karin und Bernd aus Barin. Steffi und Carsten aus Leste. Max Link und die Jungs vom FSV Bernau. Rudi aus Dortmund und Paul aus Mönchengladbach. Steffi und Heiko aus Hannover. Megi von Giesing Asozial International. Wo sitzen die? Die Herren aus Gumto vom grünen Weg von der rechten Seite. So, Jürgen und André aus dem Sauerland. Urs Schwegler und Christian Steiner aus der Schweiz. Günter Trute aus Usai. großer Effenberg-Fan, das kann ich nachvollziehen. Holger Patrick aus Dettenheim. Und dann habe ich mir aufgehoben zum Schluss Ruth Hofmann-Fanclub. Ich habe nachgefragt, hat zwei Mitglieder. Ich finde es ein guter Mann. Deine Mama, dein Papa.

Dankeschön an alle. Ja, vielen, vielen Dank. Und der eine aus dem Sauerland, jetzt übernehme ich mal kurz die Regie, jetzt muss diese Kamera sich genau um 180 Grad drehen. Ja, bitte. Da hinten sitzt so ein Schalker mit der Sonnenbrille. Der guckt mich schon die ganze Sendung an. Das ist unglaublich. Das war der.

Clemens, ihr seid da unten im Abstiegskampf verhaftet. Wir haben das alles besprochen. Wenn wir mal nach oben schauen. Dein Gefühl. Die Bayern und Dortmund sind sicher in der Champions League dahinter. Ist noch ein sehr offener Kampf. Stuttgart auch noch eine Chance hat. Na gut, wir werden uns das anschauen und sind sehr gespannt. Oh, unser Bier ist schon da, können wir gerne anstoßen. Ab Montag 20.15 Uhr Survivor. Bis ganz bald und noch viel Spaß im Programm von Sport1. Prost und schönen Sonntag noch. Danke.