Heute ist Mittwoch, der 25. März. Herzlich willkommen zur Opening Bell, featured bei Handelsblatt mit mir, Patrick DeWayne. An der Wall Street geht es deutlich nach oben, nachdem der Iran signalisiert hat, befreundete Öltanker durch die Straße von Hormuz zu lassen, eben nur nicht die Feindlichen. Und Donald Trump gestern nach Börsenschluss betont hat, dass man dem Iran die Gespräche weiterführen möchte. Er hat einen 15-Punkte-Plan und der Vorschlag für ein einmoniär Waffenruhr ist ebenfalls als Gegenstand im Raum. Das hat der Iran momentan dementiert, aber die Aktien steigen trotzdem. Was sonst noch wichtig ist, darüber spreche ich jetzt.

Guys, guys, guys, guys. Heute ist wieder einer dieser Tage, an denen man sehr genau hinschauen muss, weil der Markt auf den ersten Blick jetzt erstmal vorbörsliche Entspannung signalisiert hatte, aber unter der Oberfläche weiter hochgradig nervös bleibt. Und das liegt vor allen Dingen daran, dass gerade als der Markt begann, auf die Waffenruhe zu setzen, kommt aus Teheran der Dämpfer. Nämlich der Iran lehnt ein US-Angebot für eine Feuerpause laut Staatsmedien ab. Damit bleibt die Hoffnung auf Deeskalon zwar im Markt, aber sie ist weiterhin auf sehr, sehr dünnem Eis. Und genau dafür ist dieses Format da. Nicht für Überschriften, nicht für Schlagzeilen, sondern für die Einordnung, nämlich von Lärm. und damit es hier relevant bleibt. Kompakt, präzise und auf den Punkt. Da seid ihr doch hoffentlich mit dabei. Das machen wir heute und entsprechend gucken wir uns die Wall Street an. Gestern gab es den Flash Crash nach Börsenschluss beim Öl, nachdem Trump medial eine einmonatige Waffenruhe in Aussicht gestellt hat und die Märkte extrem anverdient natürlich für solches Schlagzeilenrisiko und seinen 15-Punkte-Plan vorgestellt hatte. Das war erstmal der Aufreger überhaupt. Dann haben wir heute vorbörslich gesehen.

Die sehr heiß ausgefallenen Import- und Exportpreise plus 1,3 Prozent, so hoch wie seit Mai 2022 nicht mehr. Das ist der unfassbar stärkste Anstieg. Auch die Exportpreise ebenfalls heiß, plus 1,5, der höchste Wert seit September 2022. Der Markt feiert zwar gerade ein bisschen Deeskalation, aber die Inflationsdaten sagen etwas anderes. Und Guys, die sind vom Februar. Da ist ja der Energiepreisschock abseits noch gar nicht mit im System reingerechnet. Anders gesagt, die Börse handelt gerade ziemlich realitätsfern, muss man fast schon sagen, im Wunschkonzert. Was hätte ich denn gerne? Die Daten liefern definitiv ein anderes Bild. Und das, wie gesagt, bevor diese ganzen kriegerischen Auseinandersetzungen und das, was wir jetzt sehen und was den Tagesablauf hier bestimmt von euch, von uns, allen, die hier an der Wall Street unterwegs sind, so signifikant beeinträchtigt.

Dieser Widerspruch aus Volatilität und diesem Handeln basierend auf der Hoffnung ist genau dieser Widerspruch, diese Spannung, die es auf der anderen Seite so ein bisschen reizvoll macht. Aber es gibt auch viele andere Themen, die wir ganz wichtig behandeln müssen, denn es geht ja nicht nur um Geopolitik, um den Ölpreis und um die Inflation, sondern auch darum, was das Weiße Haus will und Donald Trump. Und da sieht es ganz klar danach aus, diese 15 Punkte sind so ein bisschen wie auf dem Thumbnail, so seine Art. Und so sieht das, glaube ich, Donald Trump, wie Moses, der vom Berg runterkommt und sagt, ja, ich habe jetzt 15 Punkte mitgebracht und jetzt wird es ganz wichtig. Übrigens wichtig ist auch die Rolle, die J.D. Vance in diesen Gesprächen, die man da sucht, einnehmen soll. Das klingt alles erstmal nach diplomatischem Korridor, aber die andere Seite der Geschichte ist meines Erachtens genauso wichtig. Die ist nämlich, dass während der Markt auf der einen Seite auf die Diplomatie schon fast setzt und die einpreist, verlegt das Pentagon weiter Truppen und Ausrüstung in die Region, die 82. Luftlandedivision, falsche Mega, 3.000 bis 4.000 Mann. Und die Kämpfe laufen weiter. Also Raketen und Drohnen fliegen. Und der Iran ist logischerweise skeptisch, vor allen Dingen, weil zwischen Israel und den Vereinigten Staaten die Kriegsziele, so möchte ich es mal nennen, unklar sein. Israel betont, man möchte im Südlibanon, wo man ebenfalls kämpft, möchte man.

Und eine Pufferzone einrichten, um vor der Hezbollah sozusagen im Norden Israels eine Zone zu haben, die sicher ist, damit man genug Zeit hat, im Fall von Übergriffen die eigene Bevölkerung zu schützen. Konkret bedeutet das, die Märkte spielen zwar auf die Waffenruhe, aber die Realität ist immer noch eigentlich, wenn man ernst ist, Kriegsmodus. Ja, der Iran hat gesagt, man wird natürlich und dementsprechend der Ölpreis auch weiter im Fall Schiffe durchlassen durch die Straße von Hormuz von nicht befeindeten Staaten, also Indien, China, die können vermeintlich alle aufatmen.

Trump will raus, spätestens seit den Angriffen letzten Mittwoch auf South Pass und das, was da als Folge die Konsequenz war, dass auch die Kataris es heftig erwischt hat in Sachen Energieinfrastruktion. Dass Trump raus will, ist völlig klar, denn das geopolitische Risiko, das kann Trump gar nicht tragen und das haben wir gesehen an den Börsen, an den Kapitalmärkten, an den Verwerfungen. Also es ist eigentlich eine Nummer zu groß für ihn. Aber Deeskalation ist eben nicht linear. Die Energiemärkte gehen nicht einfach zurück auf Los und schön alles vergessen. Und nicht nur, dass wir das in der Tanksäule spüren, es ist wirklich zum Greifen nah. Die Schäden der letzten Woche verschwinden nicht. Einfach, weil plötzlich das Wort Waffenruhe durch den Äther geistert oder wir es hier diskutieren. Und die letzten Wochen dürften bereits spürbare wirtschaftliche Schäden hinterlassen haben. Wir haben das gesehen bei BASF in Europa, die gesagt haben, sie heben die Preise an. Wir haben das bei Düngerproduktion gesehen. You name it. Also die Beispiele sind wirklich, wirklich greifbar. Und die Preise, die angehoben werden, ja sowieso. Dementsprechend auch höhere Inflationserwartungen, Renditen und Finanzierungskosten, die damit einhergehen.

Beim Blick auf den Iran konkret, ich meine diese Berichte gestern nach Börsenschutz, ich war hier fast fertig mit der Closing Bell und dann habt ihr ja netterweise in der Community mich darauf hingewiesen ey, da passiert gerade irgendwas dann haben wir gemeinsam gesucht und dann kam eben dieser, einmonatige Waffenstillstand über die Ticke, aber es war schwierig das herauszufinden weil selbst Al Jazeera, thementechnisch da so ein bisschen am Thema vorbei war auch Truth Social, da hat Trump nichts gepostet, aber die BBC hat er darüber berichtet. Und ja, ich bleibe nur bei Trump. Natürlich in der Gemengelage braucht die Deeskalation. Ihm schadet und der Weltwirtschaft schadet diese Eskalation im Iran am meisten. Und die Frage wird sein, ob er die Kurve kriegt. Wir drücken aus unterschiedlichsten Gründen die Daumen. Aber es ist kein leichtes. Und da fangen gerade nicht mit dem Demandie, was man jetzt kurz bevor wir angefangen haben, uns zu treffen und zu quatschen, noch mal, Also der Iran lehnt es ab. Man ist immer die Frage, wer ist denn da eigentlich in Iran am Ruder? Mit wem wird denn da eigentlich gesprochen?

Da kriegt man keine Information. Und ich meine ganz ehrlich, dass die die nicht feindlichen Schiffe durchlassen wollen, ist schön, aber so richtig Normalität sieht anders aus. Und dementsprechend ist das nach wie vor der größte Sorgenbereiter in dieser aktuellen Situation, vor allen Dingen für die Weltwirtschaft. Das darf man nicht unterschätzen, vor allen Dingen für Länder, die auf Energie angewiesen sind. Europa auf der einen Seite und gleichzeitig aber auch die Länder natürlich wie Japan beispielsweise oder auch Taiwan, die abhängig sind von Energielieferung.

Es ist keine Situation, die man auf die leichte Schulter nehmen sollte. Diplomatie ist natürlich immer der Ausweg, aber wenn sie nur einseitig gefahren wird, dann ist das ganze Thema sehr brandgefährlich und die Märkte müssen aufpassen, dass sie das jetzt nicht falsch lesen, weil so sehr man sich freut, geht es dann nach oben, aber dann kommt die Ernüchterung und dann geht es nach unten. Ja. So. FED ist auch wichtig, meine lieben Freunde. Warum? Weil man natürlich neben diesen Entwicklungen in der Geopolitik, die unmittelbare Auswirkungen und Einfluss haben auf die Zinspolitik, natürlich auch das gucken muss, was in der FED besonders gespielt wird. Und da gibt es einen Rückschlag für Donald Trump, denn die Staatsanwaltschaft räumt ein, so Medienberichte heute Morgen, dass es keine Beweise für ein Fehlverhalten von Jerome Powell, dem Chef, der FED gegeben hat. Kein Fehlverhalten. Es gibt weder einen klaren Betrugsnachweis noch konkret Falschaussagen, so Richter Boesberg, der dementsprechend die Vorladung aufgehoben hat. Es gibt also praktisch keine Belege für eine Straftat. Stellt euch das mal vor. Damit wird Donald Trumps kriminelle Machenschaften vorgeworfen.

Im Kontext von der FED-Renovierung, die angeblich 2,5 Milliarden Dollar gekostet hat, statt der erwarteten 1,2 Milliarden. Ist das, was da jetzt von dem Richter kommt, ein klarer, nee, wir müssen jetzt mal hier wieder normal werden und auch von dem Denunziantentum. Klar, das Justizministerium, aber das ist natürlich auch ein bisschen, wenn ihr mich fragt, dieser Tage voreingenommen, um es vorsichtig zu sagen, will trotzdem Berufung einlegen, aber die Verteidigung der Fed sagt ganz klar, Kostenexplosionen bei Großprojekten seien unerquicklich, aber nicht kriminell marktpolitisch und damit ist das Druckmittel gegen Paul für Zinssenkungen oder möglicherweise sogar einen vorzeitigen Rückzug erstmal weg. Rums! Die Bestätigung von Kevin Walsh als möglichen neuen Fed-Chef stockt also wegen dieses Streits Und wenn Donald Trump, so wie das Fedchef Powell auch gesagt hat im Rahmen der Zinssitzung letzte Woche, wenn Trump nicht vom Baum runterkommt und diesen politisch motivierten Fall, der auf juristisch extrem dünnem Eis steht, nicht absegnet, dann herzlichen Glückwunsch. Dann ist es nicht nur viel Theater und wenig Substanz, sondern dann ist auch Donald Trump in vielen anderen Dingen beschäftigt. Also da wäre ein Taco-Behaviour sehr gut. Ja?

Oh Mann, oh Mann, oh Mann. Naja, es ist wieder viel. Ich meine, nicht jede politische Eskalation ist automatisch marktbewegen, keine Frage. Aber wenn das Weiße Haus parallel Krieg führt, das Öl inflationär unterwegs ist preislich und die Unabhängigkeit der Notenbank berührt ist, dann muss man eigentlich nur die Fäden zusammenführen im Geiste. Und genau... Das machen wir hier gemeinsam. Zahlen und News vorbörslich aus dem Automobilsektor kamen, unter anderem von Dana. Der US-Zulieferer für die Auto- und Nutzfahrzeugindustrie hat auf seinem Analystentreffen sehr, sehr ambitionierte 2030er-Ziele vorgestellt. Auf der einen Seite sieht man sich beim Umsatz in Richtung 10 Milliarden Dollar deutlich über den Konsens Erwartungen. Auch die EBITDA-Marge mit 14 bis 15 Prozent schlägt die Erwartungen deutlich. Free-Cash-Flow-Marge von rund 6% und die kumulierte Aktienrückkäufe von rund 2 Milliarden US-Dollar tun ihr Übriges. Das bedeutet konkret.

Bei aktueller Marktkapitalisierung von etwa 3,6 Milliarden Dollar. Ungefähr. Also. Derner verkauft den Investoren heute eine klare Rerating-Story. Mehr Marge, mehr Cashflow, mehr Shareholder-Value und mehr Return. Der Markt wird aber Beweise sehen wollen, denn Ambition ist nicht billig und Execution kann teuer sein. Ebenso bei Winnebergo, dem Hersteller von Wohnimmobilien und Freizeitfahrzeugen. Da gab es ebenfalls Zahlen. Man schlägt die erwarteten 24 Cent etwas mit 27 pro Aktie. Beim Umsatz liegt man auch mit 657 Millionen Dollar über den erwarteten 627 Millionen. Auch die Bruttomarge ist etwa 30 Basispunkte, aber die Bruttomarge ist leider unter den Erwartungen ungefähr 30 Basispunkte. Der Umsatz, um es kurz zu machen, etwas besser, die Marge etwas schwächer. Kein Crash, aber auch kein Befreiungsschlag. Das Bild bleibt zyklisch und empfindlich gegenüber Wetter, Konsumlaune und Finanzierungskosten. Das kann man nicht anders sagen. Aus dem Verbraucherlager gab es Zahlen von Chewy, der US-Online-Händler, für den Tierbedarf. 20% auf alles außer Tiernahrung. Hat beim EBITDA 162,3 Millionen Dollar umgesetzt. Das war mehr als die Konsensschätzungen.

Die Marge lag bei 6,7%. Die Umsatzguidance bei 3,60 bis 3,75 Euro auch leicht über den Erwartungen.

Ehrlicherweise, man macht daraus nicht ganz spektakulär, aber ein guter Beet, Und eine leicht bessere Prognose sollte der Aktie möglicherweise helfen. Bei PDD, der Mutter von Pindu Du und Temu, gab es einen Umsatz von 123 Milliarden RMB. Das war auch leicht über den Erwartungen. Das Wachstum rund 12 Prozent. Insgesamt bei der Brottomarge ist man unter den Konsensschätzungen geblieben. Man will als Seiten des Managements aber weiter investieren. Das bedeutet, im Grunde passt der Umsatz, die Marge allerdings ist ein bisschen enttäuschend. Wachstum ja, aber das kostet viel zu viel Geld und das mag der Markt derzeit überhaupt nicht. Dementsprechend sind die Perspektiven eher mal begrenzt, wenn ihr mich fragt. Bei Terns Pharmaceuticals, die werden von Merck übernommen. Man bietet 53 Dollar je Aktie in bar. Die Transaktion hat einen Gesamtwert von 6,7 Milliarden US-Dollar. Gestern war die Aktie schon bei 50 Dollar gewesen, aber im Oktober letzten Jahres noch unter 10 Dollar zu haben. Also wer da so ein bisschen gewusst hat, wo der Hase im Pfeffer liegt, ihr wisst schon, was ich sagen will.

Der hätte möglicherweise da dabei sein können und sich von Oktober bis jetzt seinen Sommerurlaub möglicherweise finanzieren können. Aber sei es drum, strategisch macht das Ganze Sinn. Man ist im Bereich Homöopathie unterwegs. Es wird mehr Wachstum geben, dass man intern nicht erzeugen kann, dementsprechend die Akquisition.

GameStop, da gab es mal auch Zahlen, gute Zahlen. 49 Cent, erwartet waren nur 29 Cent beim Gewinn je Aktie. Auch der Umsatz deutlich über den Erwartungen. Die Bruttomarge, 500 Basispunkte besser als erwartet. Bei Vertriebs- und Verwaltungskosten konnte man auch sich besser entwickeln. Die Kryptowährungen, die man im Bespand hat, sind 368 Millionen Dollar und die langfristigen Verbindlichkeiten mit rund 4,1 Milliarden Dollar bei einer Marktkapitalisierung von 10,22 Milliarden Dollar schon nicht unüppig. GameStop, kann man sagen, gewinnt nicht über Wachstum, sondern über das Aushungern der Kostenbasis. Das kann an der Börse schon funktionieren, aber es bleibt ein dünnes Fundament und ist natürlich anfällig für Bewegungen in die eine oder andere Richtung.

Bei Robinhood gab es ebenfalls News, man kündigt ein Aktienrückkaufprogramm über 1,5 Milliarden Dollar an. Verteilt allerdings, muss man dazu sagen, auf drei Jahre. Klingt erstmal groß, pro Jahr 500 Millionen Dollar, aber im Verhältnis zur Bewertung eher überschaubar, wenn ihr mich fragt. Das Signal, mehr Signal als wirklich im Wucht. So, KB Home. KB Home, Country Roads. EPS 52 Cent, erwartet 55 Cent. Umsatz 1,08 Milliarden Dollar erwartet 1,1 Milliarde. Also ihr seht, man verliert. Der Umsatz im Jahresvergleich 23 Prozent nach unten, die Bruttomarge ebenfalls 500 Basispunkte schwächer. Dementsprechend nicht verwunderlich, dass man die Guidance aufs Jahr gesenkt hat. 4,8 bis jetzt nur noch 5,5 Milliarden, zuvor 5,1 bis 6,1 Milliarden. Und dazu hat sich das Management geäußert mit dem Tönen der Konflikte im Nahen Osten.

Ohnehin die schwierige Lage, die wir sehen bei den Verbrauchern, weiter diese verunsichert und die Lage verschärft. Und dann noch die Situation am Hypothekenmarkt. Die Hypothekenanträge sind um 10,5% zur Vorwoche bei 30-jährigen Hypotheken Mortgages gefallen.

Die Hypothekenzinsen sind von 6,3% auf 6,43% gestiegen. Das ist der höchste Stand seit Oktober 2025. Die Refinanzierungen sind um 15% zurückgegangen. Der Anteil nur noch bei 49,6 Prozent. Im Januar noch 60 Prozent, als die Lage etwas besser aussah. Kaufaufträge um 5 Prozent rückläufig. Der Anteil variabler Hypotheken steigt auf 8,1 Prozent, weil man eben hofft, dass im Immobilienmarkt möglicherweise die Zinssituation so ist, dass die sich entspannt. Oh mein Gott. Nahrirable Zinsengeist, das kenne ich doch von 2007, 2008, oder? Naja.

Barclays senkt auf jeden Fall das Kursziel auf 56 Dollar, bleibt bei Übergewichten, sagt, naja, der März war schwach, die Aufträge unter den internen Erwartungen, aber man hat Hoffnung auf bessere Margen im zweiten Halbjahr. Ja, die Hoffnung stirbt zuletzt. Die Bank of America mit einem Kursziel ebenfalls von 56 Dollar unterwegs. Zur Begründung heißt es, schwacher Jahresausblick, auch die Schätzungen um 16 Prozent gesenkt, das kann nicht gut sein. Goldman Sachs ebenfalls 56 Dollar, von zuvor 65 Dollar, mehr Build to Buy. Und damit ihr das mal seht und ich das euch nicht nur hier vortrage, habe ich das hier mal mitgebracht. Truist, Kursziel 54 Dollar von 65 Dollar. Die Profitabilität auch für 2027 wird nicht überzeugen. Und auch Wells Fargo sieht ein schwaches erstes Quartal und eben einen noch schwächeren Ausblick. Und damit der Tenor ist klar. Kurzfristig schwach, Hoffnung hier und da ganz vorsichtig auf die zweite Jahreshälfte, aber überhaupt kein Vertrauen, dass da wirklich was geht. Und provokant könnte man sagen, der Markt soll hier an ein schönes Morgen glauben, während das heute ziemlich bröselt und pröckelt. Und naja, ihr wisst schon.

Bei Arm Holdings, gestern nachbörslich gerannt wie die Luzi, hat man neue CPUs vorgestellt. Zum ersten Mal. Überhaupt will das Unternehmen eigene CPUs verkaufen, einen eigenständigen Chip statt nur IP zu lizenzieren. Und dazu und dann noch die Finanzziele, die man formuliert hat. Rund 15 Milliarden Dollar Umsatz aus dem neuen Geschäftsbereich. In fünf Jahren rund 25 Milliarden Dollar. Boah, das ist ein Gesamtumsatz für das Unternehmen und ein Gewinn, der mit roundabout 9 Dollar je Aktie zu Buche schlagen soll. Und das liegt ganz klar über den aktuellen Konsensschätzungen.

Strategisch ein ziemlich dickes Brett, was man gebohrt hat, aber es birgt auch gewisse Risiken, denn man verlässt damit den bequemen Lizenzmodus und geht stärker in Richtung eigenes Produktionsgeschäft. Das bedeutet zwar mehr Potenzial, aber auch eben mehr operative Fallhöhe. OpenAI Sora. Die Einstellung von Sora ist bemerkenswert. Ihr habt es wahrscheinlich mitbekommen, der Videodienst soll abgeschafft werden. OpenAI zieht sich aus dem extrem rechenintensiven Produktbereich zurück. zur Einordnung. Positiv erstmal der Cashflow und die Profitabilität werden natürlich damit etwas verbessert. Das kann man nicht anders sagen, weil diese Rechenpower natürlich krass gewesen ist. Nicht jeder KI-Dienst kann einfach, weiter blind skalieren. Das ist keine Frage. Außerdem diese enormen Rechenkapazitäten, die man verschlungen hat. Und damit wird das Narrativ der letzten Tage nochmal unterstrichen. Man konzentriert sich mehr auf Business, man ist kostenbewusster, man will erwachsen werden und an Tropic die Konkurrenz aufnehmen und wirklich da in den, ja wie soll ich sagen, Konkurrenzkampf eintreten. Wir wechseln ein bisschen die Fronten. Wir kommen zu... Oh wow, hört ihr das? Es donnert und glitzt gerade bei mir. Typisch, ja? Sorry. Genau, ich wollte eigentlich zu Christine Lagarde kommen.

Und zur EZB. Weil Christine Lagarde wurde im Rahmen eines Interviews gefragt, wie sie zu der Situation im Nahen und Mittleren Osten steht. Und sie hat gesagt, naja, die Energiepreise kann die Geldpolitik nicht senken. Und sie sagt, entscheidend ist vor allen Dingen, ob der Schock in der Kerninflation ankommt oder ob es sich um kurze Einmaleffekte handelt, die natürlich, das hat sie auch gesagt, die EZB nicht ignorieren kann.

Der Handlungsbedarf wird natürlich dann steigen, wenn wir in der Kerninflation nachhaltige Zweitrundeneffekte sehen. Und aus Deutschland kommen heute auch schwache IFO-Daten, der Erwartungsindex bei 86 Punkten. Das entspricht dem Niveau vom Februar ist, aber was zumindest mit dem Blick nach vorne gemeint ist, dann doch deutlich schwächer und eingetrübt. Und ja, wir reden hier und da immer mal auch über Deutschland und wie schwach die Situation ist, sich anfühlt und dass die Politik auch durch ein Superwahljahr mit sechs Landtagswahlen oder fünf oder sechs Landtagswahlen natürlich auch nicht zur Ruhe kommt und man sich fragt, ob die alle, die da an den entscheidenden Posten sitzen, eigentlich wissen, was sie da tun. Vor allen Dingen im Hinblick auf Monopole an Tankstellen. Aber auch in Asien, Hat man gute Zahlen gesehen in Südkorea bei den Einzelhandelsumsätzen plus 7,9. Wenn einer mich fragen würde, wo ich hin auswandern, ich glaube in dieser Region, die sprechen glaube ich alle Englisch. Also Fazit. Asien, Europa schaut nervös auf die Energie, die Kerninflation. Deutschland schwächelt, Großbritannien bleibt zäh bei der Teuerung, vor allem bei der Kerninflation. Und Asien liefert punktuell im Konsum eine strukturell substanziell gute Nachfrage und gute Signale. Kommen wir in den Finanzbereich zur Circle Internet Group und zu Coinbase. Denn beide Aktien standen gestern massiv unter Druck, weil im Kongress offenbar diskutiert wird, Zinszahlungen auf Stablecoin-Einlagen regulatorisch zu verbieten.

Da gibt es auch einen Begriff, auf den ich gerade nicht komme, wie man das nennt. Da habe ich mit Leuten aus der Branche gesprochen, deswegen sorry an euch, dass das gerade da drüben so in die Grütze geht. Aber das ist das Spannende, dass man tatsächlich da eine zusätzliche Gewinnoptimierung haben konnte, wenn man an der entsprechenden Plattform die Stablecoins hat liegen lassen können. Das alles lässt natürlich Stablecoins unattraktiver werden. Die Fantasie bei den Geschäftsmodellen, die wird natürlich damit wie so ein feuchter Traum in der Luft zerrofft, könnte man sagen, wenn man es ein bisschen flapsig formulieren wollen würde. Aus dem Bereich TMT Medien gab es noch eine Meldung zu Walt Disney. Der Rückschlag bei OpenAI, Sora ist natürlich, man hätte ja eine Milliarde investieren wollen, er ist natürlich ein gravierender, weil jetzt wird es keine Disney-Figuren in Sora-Videos geben.

Ich hatte mich so schon darauf gefreut. Bei Meta-Plattform hat sich das Management über einen neuen Vergütungsplan auf ein Marktkapitalisierungsziel von über 9 Billionen US-Dollar verständigt, was bis 2031 erreicht werden soll. Gleichzeitig kam gestern Abend auch noch die Meldung über die Ticker, dass man 375 Millionen Dollar zahlen muss in Mexiko aufgrund eines juristischen Streits. Eine Anlage in Texas ist von Microsoft, die ursprünglich von OpenAI und Oracle gebaut wurde, in Betrieb genommen. Das bedeutet unter dem Strich, also ihr seht es, TMT, AI, das bleibt gefragt als Thema. Gleichzeitig gibt es einen gewissen Druck auf die Geschäftsmodelle. Zwar auf der einen Seite viel Fantasie, aber im Moment zumindest wenig robuste Monetarisierungsmodelle. Und das Thema Private Credit ist ja fast wie so ein Unkenruf.

Das Thema ist weitaus größer für Softwareaktien und absolut relevant. Ich fasse nochmal so ein bisschen zusammen. Also Private Credit steht unter Druck, weil drei Dinge gleichzeitig passieren, Guys. Zum einen sehen wir diese Mittelabflüsse. Zum zweiten schlechtere Kreditqualität und eben steigende Ausfallrisiken. Und Anbieter wie Ares Management und Apollo Global Management bremsen zusätzlich die Rücknahmen. Also langsam, langsam, langsam, ihr könnt nicht raus. Deswegen warnt Morgan Stanley vor Ausfallraten von historischen 2 bis 2,5 Prozent, die bis auf 8 Prozent steigen können. Das wäre schmerzhaft, aber laut Morgan Stanley nicht automatisch systemisch wie 2008. Aber allein, dass wir darüber diskutieren, finde ich schon, vor allen Dingen der Blick auf Softwareunternehmen ist dabei einer, der dem einen oder anderen die Tränen in die Augen drückt. Es wurde viel mit Fremdkapital finanziert. Viele leben von diesen hohen Multiples und der Hoffnung auf dauerhaft starkes Wachstum. Und jetzt kommt eben dieser zusätzliche Druck durch die KI-Disruption. Die Auswirkungen auf die Softwareaktien haben wir ja in den letzten Wochen wirklich mit traurigen Blicken bemerken können.

Das Funding wird schwieriger, der stärkere Fokus in der Branche auf Cashflow wird ein ganz entscheidender und die Spreizung zwischen robusten und fragilen Namen, die Spreizung, die wird größer. Die Illusion vom risikolosen Ertrag endet so ein bisschen und für Software gilt, Qualität wird belohnt, Schwäche wird härter bestraft. Finally, wow, kommen wir zu den Analysten außer der Reihe. BMO Capital senkt das Kurs hier für Halle Burton von 42 auf jetzt 39 Dollar. Die Geschäftseinschätzung trotz des Nordkonflikts bislang zumindest robust in Nordamerika, der Ausblick verbessert und man ist konstruktiv vorsichtig, was die Aktie betrifft. Bei Amazon gibt es ein Kursziel, ein neues von der Citigroup, Kursziel 285 Dollar, zuvor 265. JP Morgan hat ebenfalls Angruppen auf 280 und als Treiber wird klar AWS und die KI-Nachfrage nach dem AWS-Wachstum von 28 beziehungsweise 29 Prozent zu JP Morgan als Grund aufgeführt. Der Markt will weiter Infrastruktur. Technisch funktioniert alles. Und Amazon liefert eben genau das. So, meine Freunde. Und bei Brace hat Goldman Sachs das Kursziel von 45 auf 40 Dollar gesenkt. BTIG von 30 auf 25 Dollar. Kernaccord von 43 auf 40. Und Mizu von 50 auf 40 Dollar.

Operativ waren die Zahlen zwar stark, die man gesehen hat. Die Kursziele teils aber runter wegen der Multiple Compression. Also die Berechtigung für so hohe Multiples ist eben nicht mehr gegeben wegen der etwas schwächeren Ausblicke. So kann man es zusammenfassen. Also heute mal wieder, damit kommen wir jetzt zum Schluss, einen Blick nochmal auf den aktuellen Markt, was er macht, damit ich noch ein gutes Ende finden kann.

Nämlich die Börsen in Amerika zeigen sich aktuell live immer noch mit grünen Vorzeichen, stark grünen Vorzeichen. Der Wix kommt runter, also der Dow plus 1,1 S&P ebenfalls und die Technologiebörse Nasdaq plus 1,5 Prozent. Und damit ganz wichtig, bevor ich zum Closing Bell überleite, ganz wichtig. Es ist so wichtig, dass wir diese 200-Tage-Linien überschreiten. Im Moment ignoriert noch der Markt, dass es da ein sogenanntes Dementi gibt, weil er eben im Moment nicht weiß.

Was mit wem wie besprochen wird. Aber man feiert im Grunde, die Börse feiert, einen ganz wichtigen, entscheidenden Faktor, dass Donald Trump wohl raus will aus der Nummer. Dass er eben er persönlich nicht weiter eskalieren möchte, sondern dass er zumindest die Lesart im Moment alles versucht, die Ärmel hochkrempelt, die Tafel hochhält, um diese 15 Punkte und die Verhandlungen aufrecht zu erhalten. Und ja, spannende Geschichte. Neverending Story für den Moment. Jetzt für die Opening Bell ist sie zu Ende. Ich wünsche euch einen guten Handelstag. Lasst einen Daumen hoch und einen Like da. Kommentiert fleißig und lasst uns im Austausch bleiben. und für die, die Lust haben, wenn ich nicht weggeblitzt und gedonnert werde, weil draußen die jetzt richtig abgrade, dann sehen wir uns nachher zur Closing-Bell wieder. Ich freue mich drauf. Macht's gut. Bis dann, meine Lieben. Ciao. Tschüss. Und jetzt der obligatorische und barfinsichere Risikohinweis von Mr. Markus Koch.

Meine Damen und Herren, liebe Aufsichtsbehörden, ich darf Sie darauf hinweisen, dass die Inhalte in diesem Video ausschließlich der allgemeinen Information dienen und keiner Empfehlungen zum Erwerb oder der Veräußerung bestimmter Finanzinstrumente und somit keiner Anlageberatung darstellen. Insbesondere können Wall Street Correspondents und der Vortragende nicht einschätzen, inwiefern die im Video gemachten Empfehlungen ihren Anlage zielen, ihrer Risikobereitschaft und Verlusttragfähigkeit entsprechen. Wer also auf Basis von Informationen in diesem Video etwaige Anlageentscheidungen trifft, trifft diese ausschließlich auf eigene Verantwortung und eigene Gefahr. Das wiederum bedeutet, dass weder Wall Street Correspondents noch der Vortragende, das ist immer noch dieser Mann hier, für Verluste haften, die sie dadurch erleiden, dass sie Anlageentscheidungen aufgrund von Informationen oder Kommentaren in diesem Video getroffen haben. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und weiterhin einen erfolgreichen Handelstag.