Heute ist Freitag, der 27. März. Herzlich willkommen zur Opening Bell, featuret bei Handelsblatt mit mir, Patrick Dwayne. Die Wohler steigt, die Märkte fallen und das, obwohl die Kanonen nicht knallen, könnte man sagen, denn Donald Trump hat das Ganze bis zum 6. April aufgeschoben, also dem Iran mehr Zeit gegeben. Trotzdem legt der S&P die fünfte Verlustwoche in Folge hin, weil Donald Trump einfach erratisch ist. Man könnte fast sagen, der Kaiser ist ohne Kleider völlig nackt, hat keine Ahnung, irrt herum. Wir gehen in diesen Freitag mit einem Markt, liebe Freunde, der nach außen noch halbwegs stabil, zumindest zu Beginn der Woche aussieht, aber unter der Oberfläche deutlich schwächer sich anfühlt. Der S&P 500 ist zum Wochenbeginn, erinnert euch nochmal, kaum vom Fleck gekommen. Wir haben so ein bisschen Montag, Dienstag versucht, die Verluste der vergangenen Woche zu kompensieren, aber die Realität momentan nach dem gestrigen schwachen Tag und heute auch wieder vorbörslich, alles ist schlecht, ist schlecht. Die Schlagzeile einfach zu hoch. Zu viel Iran, zu viel Trump.
Zu viel politische Unsicherheit und damit herzlich willkommen zur Opening Bell hier auf dem Kanal von Markus Koch. Mein Name ist Patrick DeWayne, immer im Einsatz, wenn Markus unterwegs ist. Und es ist eine Menge auf dem Zettel, es ist eine Menge passiert. Gestern Abend noch gab es den D-Day, das D-Day Announcement von Donald Trump und dass jetzt der 6. April der Tag ist, bis dahin man dem Iran Zeit gibt. Und eine kleine Koinzidenz, ich mache heute die letzte Sendung, ab Montag ist Markus da, aber am 6. April, guess what, genau, da sind wir dann wieder hier schön zusammen und dürfen uns angucken, was für ein Scherbenhaufen Donald Trump möglicherweise hinterlassen hat. Vielleicht wird es aber auch ganz anders und wir können uns händeschaukelnd irgendwie gratulieren und sagen, ach, es ist doch alles besser gekommen als gedacht. Aber blicken wir nochmal auf die Woche zurück, denn Montag diese Woche war so ein klassischer Bounce-Tag.
Freitag und Donnerstag zeigen halt wieder, die Erholung ist keine richtige Erholung, sondern es war so eine Hoffnung. Und die letzten vier Wochen insgesamt waren zäh, das Vertrauen dünn und die Börse im Rückwärtsgang. Und im Grunde kann man sagen, dass einfache Botschaften an Washington, die man liefern möchte, nicht mehr ausreichen. Nicht reden, kein Bullshit-Bingo, zu viele Drohungen, zu viele Wendungen, wie so ein Flaschenhals versucht Donald Trump, irgendwie über die Schlagzeilkomponente am Ende doch noch irgendwas zu erreichen. Aber der Markt merkt, wenn politische Kommunikation vor allen Dingen aus Nebelkerzen besteht und das ist aktuell ein ganz, ganz wesentlicher Punkt, warum die Märkte so reagieren, wie sie reagieren. Der Kaiser trägt keine Kleider, aber er merkt es selber noch nicht, könnte man hart formuliert möglicherweise das aktuelle Börsengefühl skizzieren. Und ein Indikator dafür ist auf jeden Fall auch die zweijährige US-Staatsanleihe, die deutlich nach oben läuft. Heute waren wir über der 4% Renditemark, ihr seht das am rechten Rand des Zipfels. Und auch die 10-Jährigen mit über 4,4% Rendite, ein deutliches Zeichen. Cash is King, das haben wir gestern als Thema gehabt. Und ja, ich mache es gleich vorneweg, das FedWatch-Tool signalisiert natürlich für die zweite Jahreshälfte etwas später, aber im Moment die Erwartung, dass die Fed genötigt sein wird, wenn dieser Krieg noch lange anhält, die Zinsen.
Die wirtschaftlichen, ja wie soll ich sagen, Versprechen, die wurden bislang einfach von Donald Trump nicht eingelöst. Also mal ganz grundlegend, keine überzeugende Jobdynamik, keine Entlastung bei der Bezahlbarkeit, das Stichwort Affordability im Alltag, keine, keine klare wirkliche Linie in der Energiepolitik und dann noch dieser Krieg. Und genau deshalb bleibt das Umfeld insgesamt schwierig und die Ölpreise sind in der Golfregion wieder zuletzt weiter gestiegen. Gestern, als wir hier saßen in der Closing-Bell und die Meldung über die Ticker lief, Trump gibt dem Iran mehr Zeit, ging es zwar bis auf 92 Dollar nach unten, aber dann waren wir wieder zum Schluss in Richtung 94 unterwegs. Der Markt ist angeschlagen, vor allen Dingen der Technologiesektor. Meta-Plattforms allein deutlich unter Druck, knapp 8% im Minus. Nvidia ebenfalls, da ist das noch ein bisschen was anderes, denn bei Nvidia muss man ehrlicherweise sagen, da gibt es halt eben keine Präzedenzfälle in Sachen juristischer Streitigkeiten.
Und es ist ganz spannend, weil die Amerikaner grundlegend, wenn es um ihre Kinder geht, vor allen Dingen die christlichen Mageranhänger von Trump, die sind da sehr knauserig. Also das bedeutet, wenn es um die Kinder geht mit Parental Advisory, also diese ganzen Hinweisen, was wir hier so in Deutschland als FSK haben, dann muss man wirklich genau hingucken. Da ist nicht gut Kirschen essen. Und gestern sprachen wir davon, es könnte für Meta möglicherweise so ein Big Tobacco Moment sein. Also so ein bisschen der Auftakt in Richtung, wie das ist mit Rauchen. Ihr erinnert euch, Rauchen, Dopaminsystem und so weiter, Suchten, Wischen und irgendwelche Videos, die da eingeblendet werden. Da gibt es von Seiten von Psychologen gewisse Korrelationen. Und obwohl Meta, so wurde gestern auch ein Anwalt zitiert, der Klägerseite, die besten Anwälte konsultiert hat, man hat Recht bekommen. Das bedeutet, der Verbraucher muss geschützt werden vor all dem. Und das kann natürlich für Meta, wir haben das an dem Aktienkurs gestern gesehen, ganz schön blöde enden.
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Hält man sich eher mal zurück und das Geld im Trocknen. Im Extremfall könnte nämlich Öl, und das haben wir hier die Woche hoch und runter diskutiert, deutlich höher ausfallen. Die Citigroup hat es gesagt, das Weiße Haus hat diverse Szenarien mit Ölpreisen bei 200 Dollar pro Barrel durchgespielt. Also alles das sind tatsächlich ziemliche Störfaktoren in Sachen Inflation. Gleichzeitig bleibt China ein großer Gegenspieler. Zum einen bei den Zöllen, da wurde maximal erst aufgedreht im letzten Jahr, ihr erinnert euch. Dann wurde ziemlich wieder zurückgerudert. Keine Frage, das war auch dringend nötig. Ihr erinnert euch noch, wo China irgendwann gesagt hat, das werde ich nie vergessen letztes Jahr. Die Zölle sind jetzt so hoch, dass es keinen Sinn mehr macht, dass wir in irgendeinen weiteren Anhebungswettbewerb mit einsteigen. Aus Investorensicht ist diese ganze Gemengelage pures Gift. Was bedeutet das jetzt für euch, für mich? Ganz einfach. Hier muss niemand ein Held sein und der muss auch nicht so tun, als ob er das wäre oder sich aufmachen. Wer nicht weiß, was kommt, verpasst im Zweifel auch nichts. Deswegen seid hoch in Cash und die wichtigste Lehre aus dem Gesamtmarkt ist aktuell eigentlich Risiken minimieren. Nicht alles mitmachen, buy the dip, vielleicht eher but sell the hype. Sprich, wenn die Kurse nach oben laufen, ihr liegt ein bisschen vorne und ihr könnt es euch leisten, weil die Kosten euch nicht zerfressen im Depot, immer mal Gewinne mitnehmen. Ist noch keiner dran, ihr wisst schon.
Also das ist das Marktumfeld, in dem wir sind. Ansonsten auf der Makroseite nicht viel. Wir sind zwar die dritte Veröffentlichung vom BIP, aber das ist nicht wirklich der Rede wert. Da ist nichts, was uns positiv überraschen könnte. Auch nicht auf der Einkommen- und Ausgabenseite. Was wichtig sein könnte, dann um 15 Uhr sind die endgültigen Verbrauchervertrauendaten der Uni Michigan. Die werden nach dieser Sendung erfolgen. Die könntet ihr noch ein bisschen im Blick behalten, um dann möglicherweise Richtung Nachmittag euch noch einmal neu zu kalibrieren. Aber ganz ehrlich, die Nadel wird millimeterweise nur ausschlagen. Kommen wir zu dem, was gestern Abend passiert ist und was heute Morgen den Ton gesetzt hat, nochmal etwas genauer. Donald Trump hat die Frist für Angriffe auf iranische Energieanlagen um 10 Tage bis zum 6. April verlängert. so weit, so bekannt. Er sagt, und das ist die interessante Begründung, die Gespräche würden weiter liefen und sie würden total super laufen. Für den Markt ist das aber wirklich kurzfristig zwar so ein Mühpositiv gewesen, aber kein Grund, jetzt das grundlegende Mindset zu ändern. Ganz im Gegenteil, es steht eine mögliche Eskalation sogar noch bevor. Warum? Weil es Berichte gab, dass möglicherweise nicht nur die 3.000 bis 4.000 Soldaten, die schon auf dem Weg sein sollen, in die Region unterwegs sind, sondern es könnte möglicherweise auch Überlegungen geben, dass man sogar 10.000 weitere Soldaten in die Region schickt. Deswegen auch die Verlängerung bis zum 6. April, weil man warten muss, bis die da sind. Weil Donald Trump sich gesagt hat, diese 3.000, 4.000, die werden nicht viel ausreichen.
Die Iraner, so liest man hier und da, haben eine Million zusätzliche Menschen an die Waffen gerufen und mobilisiert. Da sind wir mit unseren 3.000, 4.000, kommen wir nicht weit.
Und deswegen brauchen wir zumindest nochmal 10.000. Es wird hoch und runter diskutiert, ob es so eine Art Golfkrieg 1 geben könnte, wo man versucht, Uran zu sichern, was angereichert ist. Ob man möglicherweise den Iran unter Druck setzen könnte, indem man Teile von Inseln besetzt, Energieproduktion besetzt. Aber ganz ehrlich, eine Bodenoffensive in den Machtverhältnissen, egal wie toll die Marines ausgebildet sind, neben diesem Luftkrieg, den man schon führt, das wäre teuer, das wäre langwierig, das wäre personell aufwendig. Und das Risiko, das wirtschaftliche und dass Donald Trump weiter in seinen Beliebtheitswerten abkackt, Entschuldigung diese Ausdrucksweise, aber die ist massiv.
Ich meine, you never know, aber ich kann es mir einfach irgendwie nicht vorstellen. Ich weiß nicht, ob ihr damit geht. Es ist einfach sehr, sehr gefährlich. Und diese Fristverlängerung, ich meine, wir sehen das ja gerade bei den Aktien. Crowdstrike, Palo Alto Networks, International Flavors, Robinhood, alle Aktien vorbörslich deutlich unter Druck. Und ja, solange der Iran das nicht gelöst ist, Es hat das Weiße Haus wirklich ein Off-Ramp-Problem mit maximaler Eskalationsmöglichkeit. Und deswegen rate ich dringend, sofern ich das hier kann, aus meinem guten Deutschland, schön warm sitzend, der Frühling kommt, Donald Trump und alle, setzt euch an einen Tisch, versucht eine Lösung hinzubekommen, damit man, ich sage es jetzt mal in Anführungszeichen, zu einer gewissen Normalität kommen kann. Wie gesagt, Normalität wäre schön, gibt es im Moment nicht und kein Durchbruch ergo. Ja, also bleibt folgendes. Die Marktlogik ist defensiv in dieser Konstellation. Kein Wunder. Berichte, wonach das Pentagon möglicherweise zusätzliche 10.000 Soldaten schicken könnte, haben mich heute Morgen ziemlich puzzled zurückgelassen, wie der Amerikaner sagt. Also ziemlich verstört und kopfschüttelnd, weil man sich so denkt, bitte Deeskalation bis zum 6. April, das ist doch eigentlich die ganz andere Richtung.
Ach Gott, man weiß immer nicht, was man daraus machen soll, um ehrlich zu sein. Um nochmal ein bisschen uns die Sektoren anzugucken, die diese Woche verloren haben. Seht ihr hier eingeblendet von mir, habe ich mir mal kopiert von den Kollegen von CNBC, fand ich eigentlich ganz kurz. Also Financials minus 13 Prozent, auch Consumer Discretionaries deutlich im Rückwärtsgang, noch schwächer Communication Services und IT mit minus 16 Prozent und dementsprechend von den Höhen, die wir gesehen haben, absolut der Rückwärtsgang angesagt. Das kann man nicht anders sagen für den Moment. Es ist keine gute Nachricht, es macht nicht Spaß und es ist nichts, was wir irgendwie feiern. Das ist ganz klar, weil natürlich auch das ein deutliches Zeichen setzt in Richtung, wie es möglicherweise weitergehen könnte in den jeweiligen Sektoren. Sie sind in der Breite unter Druck. Ja, ich habe zwar gesagt, kein Washout in dem Sinne, aber es ist schon ein Zeichen, dass es anders irgendwie besser wäre. Ja.
So, also, dann haben wir noch, was haben wir denn noch? Genau, das sind die Termine, die kommen aber später. Die kommen später, die Termine. Wir machen jetzt erstmal weiter. Wir haben Iran als Thema, Glaubwürdigkeitsprobleme bei Trump. Wir haben Verhandlungsprozess, der wirklich schwierig ist und wir sehen zudem, ja, seit gestern auch Belastung im Tech-Sektor und bei AI. Der Technologiesektor schwächelt jetzt nicht nur wegen dieser Gesamtgemengelage, das kann man nicht sagen, nicht nur wegen der Geopolitik, sondern es gibt inzwischen ein ziemlich großes zweites Problem, das ziemlich genauso wichtig ist. Das KI-Ner-Radarativ wird anspruchsvoller. Microsoft belastet das Sentiment mit Berichten über einen Einstellungsstopp in wichtigen Cloud- und Vertriebsbereichen. Und das ist vor allem deswegen nicht ganz vom Tisch zu wischen, weil es psychologisch relevant ist. Wenn nämlich ein Gigant wie Microsoft kostendisziplinierter steuert, dann fragt sich der Markt automatisch, im Moment, gestern OpenAI, man will sich fokussieren, wie belastbar ist denn diese AI-Infrastruktureuphorie wirklich noch? Und auch bei OpenAI, nach den gestrigen Meldungen, glasklar belegtes strategischer Rückzug, kann man nicht einfach so sauber zur Tagesordnung gehen und sagen, ach, alles wird gut, Fokus wird noch ein bisschen enger, wenig breit, stärkerer Fokus auf Misseslösung. Aber hey, das wird schon super.
Ja, ich meine, ganz ehrlich, wenn Produkte eingestellt werden oder verschoben, dann reicht es für den Markt an der Stelle schon, um nervös zu werden. Das haben wir gestern Abend schon gesehen. Denn bisher galt das Credo, OpenAI ist einer der aggressivsten Taktgeber im AI-Boom. Und wenn die Tonlage hier wirklich bedeutend vorsichtiger wird, strahlt es auf den ganzen Sektor aus. Das haben wir gesehen. Dazu kommt noch, und das ist ein anderer wichtiger Faktor, dieser IPO-Druck. Ein ganz zentraler Punkt, wenn ihr mich fragt. Denn der Technologiesektor bekommt es mit einer massiven IPO-Pipeline zu tun. SpaceX, haben wir gestern schon drüber geredet, ich habe es euch gezeigt, 30% soll möglicherweise an die Retailer fließen. Und dann könnte möglicherweise auch noch ein Tropic im Herbst dazukommen. Im Herbst schon? Oh. Das sind zwei Big Shifts. Möglicherweise Entropic nochmal mit 60 Milliarden Dollar, die man aufnehmen möchte am Kapitalmarkt, schließt sich erstmal gut, aber die Liquidität wird natürlich entzogen, die muss ja irgendwo herkommen. Und die Frage ist, woher kommt hier denn eigentlich die Liquidität? Antwort, aus dem Sekundärmarkt. Und das bedeutet, wenn man auf der einen Seite gleichzeitig Tech-Aktien, wenn die korrigieren und das Makro im Feld so unsicher ist und diese riesigen IPOs bevorstehen, dann ist klar, warum der Sektor keine wirkliche Ruhe aktuell sehen kann. Ich meine, sehr logisch. Also die große TMT-Erzählung, die kippt ein Stück weit weg von der KI-Euphorie, weg hin zu mehr Disziplin, mehr Regulierung, mehr Finanzierungsdruck. Ganz klar.
In dem Sektor gibt es noch andere Nachrichten, die nicht ganz unwichtig sind. Gestern Apple, eine der Mac7-Aktien, die ein bisschen freundlicher waren. Möglicherweise könnte man Siri für externe KI-Chatboards öffnen. Das wäre strategisch interessant, weil Apple damit ein Stück Kontrolle abgibt auf der einen Seite, gleichzeitig aber an Relevanz gewinnt. Warum? Apple zahlt Boni, ein iPhone-Hardware-Designer, auf der einen Seite, um Abwerbung durch KI-Startups abzuwehren. Das ist eine gute Nachricht. Bei Alphabet will man den Wechsel von konkurrierenden Chatbots hin zu Gemini möglicherweise etwas erleichtern. Und bei Entropic könnte, wie gesagt, im vierten Quartal der Börsengang anstehen, 60 Milliarden mit einer insgesamten Bewertung von 380 Milliarden Dollar, die da im Raum steht. Bei Amazon verliert man mit JD Hart einen wichtigen Manager im Bereich von kundenspezifischen Chips. Der neue KI-Chip von Huawei gleichzeitig schneidet in Tests offenbar wirklich sehr gut ab und chinesische Tech-Konzerne zeigen bereits Interesse.
Ein Unternehmen, das auch in den letzten 14 Tagen, wie wir hier zusammen waren, ordentlich Schlagzeilen gemacht hat, war Supermicro wegen der Exportrestriktionen. Und jetzt kommt gleich das nächste Problem in dem Sektor Heliumangel und lokaler Widerstand gegen Rechenzentren. Äh, Heliummangel? Naja, auch das kann den Ausbau, das Tempo beim Ausbau der gesamten AI-Infrastruktur bremsen. Deswegen, TMT-Fazit für den Moment, der Markt merkt, dass die nächste Phase im KI-Zyklus nicht mehr nur über eine Story-Nachfrage getragen ist, sondern dass es wirklich mehr um die Aspekte Finanzierung, Regulierung, Lieferketten, Kapitaldisziplin und eben all das geht und die Tech-Story wird fragiler.
So, die Futures, wie gesagt, und die aktuelle Entwicklung sehen nicht gut aus an der Wall Street. Es ist einfach zu viel. Es ist einfach zu viel, wenn ihr mich fragt. Ich meine, der Markt, wie soll er das verkraften? Öl steigt, da gab es in letzter Zeit eine gewisse Korrelation. Öl steigt, Aktien fallen. So einfach war das. Gold und Silber haben sich so ein bisschen beruhigt, aber die waren diese Woche auch alles andere als souverän unterwegs. Das liegt natürlich auch daran, dass bei Gold und Silber, also vor allem beim Gold, dass man das Problem hatte, dass man über ETFs, die da viel getradet wurden, Margin Calls bekommen hat. Dann musste man, weil man bei Aktien irgendwie möglicherweise ein bisschen auf der Fresse lag, dann Gold liquidieren, Liquidität herbeiführen, um dann die Margin Calls zu bedienen. Und dann hat sich sowas auch ein bisschen verselbstständigt und selber befüttert, muss man ehrlicherweise sagen. Und wir haben ja gesehen, also wir sind dieses Jahr, ist ein Performance-mäßig, egal ob Aktien, oder auch jetzt Gold in den letzten zwei Wochen, einfach bescheidenst.
Ganz bescheidenst. Und ich hatte es eben ja kurz eingeblendet. Wenn die Erwartung des Marktes ist, dass die Zinsen steigen, weil die Reinflation steigt, dann ist das Gift für Aktien. Wir haben es beim US-Dollar gesehen, der ist wirklich bombenfest. Und das ist ein Zeichen dafür, dass die Leute in Tagesgelder gehen, in kurzlaufende T-Bills, alles so drei Monate. Und jetzt erstmal, wie ich eingangs sagte, schon abwarten und Tee trinken, weil man weiß es ja nicht. Und das ist übrigens der was, grundlegend Geist, Wenn die Börse nicht weiß, wohin die Reise geht, dann hält man sich zurück. Und ich meine, auch die Notenbänke äußern sich immer nervöser wegen dieser ganzen Iran-Geschichte. Lisa Cook beispielsweise sagt, das Inflationsrisiko habe sich insgesamt klar nach oben verschoben. Und der Arbeitsmarkt sei zwar immer noch im Gleichgewicht, aber gleichzeitig auf prekärem Niveau. Wie gesagt, der letzte Arbeitsmarktbericht war schauderlich.
Ich meine, er ist nicht kollabiert, aber es gibt auch keinen Puffer mehr gegen die Schocks. und dann noch Eis und die Einwanderung und nicht Wachstum, sondern die Bevölkerung schrumpft, das ist auch nicht besonders gut. Michael Barr klingt etwas neutraler, etwas taubenhafter. Er sagt, man muss sich jetzt nicht beeilen, mit dem Zinsen anheben. Aber er sieht natürlich auch die Gefahr durch die Zölle auf der einen Seite und die Inflation auf der anderen Seite. Und ein weiterer Preisschock für die Verbraucherinnen und Verbraucher ist, auch nicht einfach zu verkraften. Also, klassisches Dilemma. Okay, der Arbeitsmarkt performt nicht richtig. Ja, wir haben die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gesehen. Die waren jetzt nicht so bescheiden. 210.000, die monatlich nur minus 30.000 sogar ganz okay. Aber okay, wenn jetzt die Inflation wirklich kommt, wir hatten gestern in der Closing-Belle, erinnert euch, diese Grafik mit die realen Zinsen versus Goldpreis, das zeigt ein ganz deutliches Bild. Es wird immer enger, es läuft immer mehr zusammen.
Gleichzeitig sieht es so aus, als wenn der Bilanzabbau der FED noch Jahre dauern könnte. Also da gibt es auch keinen richtigen Acceleration, also keine Beschleunigung, dass man das Tempo da irgendwie deutlich erhöhen möchte. Einfach, weil man mal abwartet. Ja, für die FED ist klar, der Iran-Krieg ist nicht nur ein geopolitisches Risiko, sondern zunehmend auch ein Inflationsproblem und zwar ein reales. Das sehen wir an den Tankstellen und das ist ein erster wichtiger Indikator und für die Amerikaner total wichtig, weil die machen alles mit dem Auto. Die fahren sogar zum Briefkasten mit dem Auto.
Ich meine, gut, wenn der so weit weg ist von da, wo ich wohne, ist ja klar. Gleichzeitig hat der Senat in Sachen DHS-Finanzierung jetzt versucht, was durchzuwinken. Eben gerade lief es als Breaking News über die Ticker sozusagen. Man versucht damit im Grunde die Problematiken an den Flughäfen zu entschärfen. Und teilweise, das hatte ich diese Woche auch berichtigt, mit ICE-Agents zu behelfen. Gleichzeitig will man die unteren Lohngrenzen anheben. Und ich meine, Teil-Shutdown, das ist einfach Mist. Ich bin froh, dass wir das hier in Deutschland nicht haben. Also das wäre gruselig. Stellt euch doch mal vor, ihr wollt irgendwo hin und dann sind die Leute nicht bezahlt, weil sie vom Staat bezahlt werden und der kann sich, weil zwischen den beiden Parteien oder zwischen den in Deutschland ist es ein bisschen anders, keine Frage, aber man sich da irgendwie nicht einigt und da Dinge noch miteinander verquickt und verknüpft werden und dann könnt ihr nicht fliegen deswegen. Das ist ja noch schlimmer, wie wenn die Deutsche Bahn sagt, ja der Zug fällt aus. Also weil wenn die Deutsche Bahn es sagt, dann ist es operativer Nonsens, aber wenn die Politik auch noch Einfluss hat, unmittelbar auf sowas, oh Gott, ich möchte es mir gar nicht ausdenken. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber das möchte ich mir überhaupt nicht vorstellen. Also, Ähm...
Was sehen wir noch? Wir sehen noch im Unternehmenssektor ein paar Analysten, die konstruktiv bleiben, wenn es um die Bewertung geht von einzelner Unternehmen. Beispielsweise bei TripAdvisor, da hat die Bank of America die Aktie von neutral auf kaufen hochgestuft, mit einem Kursziel von 15 Dollar ausgestattet. Treiber ist laut Analyst der zunehmende Aktivistendruck durch Starboard Value. Bei EQT Corporation bekommt man von BMO Capital ein höheres Kursziel verpasst. 76 Dollar statt vorher 68. Weiter outperformt die Einstufung. Bei Brown Forman wird man von der City von Zell auf neutral hochgestuft. Einer hat es im Kommentar geschrieben von euch, dass er die Aktie hat, dass ihn das gefreut hat. Kursziel jetzt 28 Dollar. Man ist in Gesprächen mit Ricard Pernod. Bei Netflix gibt es eine Preiserhöhung. Deswegen hat die City die Aktie zum Kauf empfohlen. Bleibt mit dem Kursziel 115 Dollar. Das ist die jüngere Preiserhöhung jetzt schon die zweite.
Also auch kein unwichtiger Faktor. Ich weiß auch nicht, was die Kunden dazu sagen und ob sie sich damit nicht ein böses Eigentor schießen, die Geist von Netflix. Weil wenn nicht nur Benzin teurer ist, sondern du, wir hatten das ja an anderen Stellen immer wieder, k-förmiger Konsumer, die reichen 10% machen, 50% Konsum. Und wenn du dann für die, die gucken sollen und die sich wegballern sollen, dann die Preise erhöhst, dann sagen die, dann gucke ich dich halt nicht. Dann gucke ich halt woanders. Also mir geht es so, ich weiß nicht, wie es euch geht, ich habe schon ewig keinen Film mehr auf Netflix geguckt. Oder überhaupt beim Stream. Ich werde heute mal, weil heute Ferien sind, dann fangen hier bei uns in Hessen die Osterferien an. Wir werden mal als komplette Familie den Astronaut gucken. Weiß nicht, ob das Disney irgendwie hilft, wenn wir hier fünf Tickets verkaufen oder so. Naja, das nur so am Rande.
Genau, Carnival, die kam ja noch mit Zahlen, da hat Mizuho das Kursziel leicht erhöht auf 39 Dollar. Bei Lee Auto hat Morgan Stanley ein niedriges Kursziel von 26 ist mit auf 22 Dollar gegangen, rausgehauen. Man bleibt allerdings bei Overweight. Bei Walt Disney, das sind die mit der Astronaut, glaube ich, oder? Da bleibt Wells Fargo auf Overweight Kursziel leicht runter auf 148 Dollar. Fazit für all diese ganzen Analysten, die wir gesehen haben in dieser Woche. Positiv Netflix, aber ob das so trägt? Hm, nachtig, ich höre die Trapsen, ich weiß nicht ganz genau. TripAdvisor hat mich echt offengestanden, ziemlich überrascht über Unity Software.
Da sind die Analystenmeldungen, wenn man das mal so across the board sich anguckt, etwas kritischer. Aber gestern Unity Software bombenmäßig gelaufen. So, wenn wir uns jetzt mal zwei Schritte zurück machen und uns mal die letzten Wochen angucken. Ich bin seit dem 16. März hier für euch im Einsatz. Dann finde ich, ergibt sich ein relativ klares Bild. Die Wall Street ist schwächer geworden. So weit, so gut. Der S&P steuert auf die fünfte Verlustwoche in Folge zu. Auch der Nasdaq Composite ist in einem gewissen Korrekturmodus, natürlich wegen Iranöl und dem, was alles dominiert. Gold und Energie gingen nach oben zumindest teilweise. Wie gesagt, Gold nicht, habe ich gerade ausführlich gesagt, nicht nur. Hat sich aber so ein bisschen stabil entwickelt jetzt zum Schluss. Die Volatilität ist deutlich gestiegen, der Markt ist nervöser. Mein Fazit, der Markt bekommt trotz Trumps Fristverlängerung, D-Day 6. April statt 6. Juni, beim Iran keine echte Entwarnung, vor allem weil der Iran sich nicht bewegt. Dementsprechend Renditen hoch in gefährliches Terrain. Tech bleibt unter Druck. Geopolitische Unsicherheit dominiert weiter und gleichzeitig kommt man bei der Fed an die Liquiditätsfrage. To be or not to be, könnte man fragen, ist da das Thema. IPO, das könnte dem Markt nochmal Liquidität entziehen.
Also, mein Rat an der Stelle, es ist kein Tag für Heldentaten. Man muss sich nicht in unnötiges Terrain begeben, Risiken eingehen. Das lohnt sich, glaube ich, nicht. Ja, wir haben in den letzten vier Wochen gesehen, dass Donnerstag, Freitag schwach sind. Dann hat der ein oder andere freitags mutig zugegriffen und Montag, Dienstag hat sich das so ein bisschen ausgezahlt. Aber ich sage es mal so, wenn ihr keine Zocker und keine Daytrader seid, dann macht das so nicht.
Lasst den Ball flach, kommt vom Baum runter, verfallt nicht in Aktionismus. Das hilft an der Stelle, glaube ich nicht. Die Risiken, sich zu verbrennen, sind zu groß. So, meine lieben Freunde, das war die Opening Bell. Heute Abend keine Closing Bell. Wie immer am Freutag, am Freitag, am Montag kocht der Chef wieder. Persönlich, Markus, weil so viele gefragt haben, wo ist Markus? Wo er genau gerade steckt, kann ich nicht sagen. Vielleicht im Flugzeug, vielleicht guckt er uns noch irgendwie zu am Gate und denkt sich, Mann, der Patrick, der macht's heute aber auch wieder ganz schön lang, 25 Minuten. Und damit es nicht noch länger wird, freue ich mich über einen Daumen hoch, bedanke mich für zwei super konstruktive Wochen mit unfassbaren E-Mails. Klaus, und Feedback auch in den Kommentaren. Ihr seid super konstruktiv. Die, die meckern wollen, meckert einfach. Ist ja auch nicht so wichtig, wenn es sich danach besser geht. Auch nicht schlimm. Mich stört's nicht. Ich mach mir jetzt ein schönes Wochenende mit meiner Familie. Und wir sehen uns wieder am 6. April. Das ist der D-Day. Bis dahin. Macht's gut, tschüss, euer Patrick. Und jetzt der obligatorische und barfinsichere Risikohinweis von Mr. Markus Koch.
Meine Damen und Herren, liebe Aufsichtsbehörden, ich darf Sie darauf hinweisen, dass die Inhalte in diesem Video ausschließlich der allgemeinen Information dienen und keiner Empfehlungen zum Erwerb oder der Veräußerung bestimmter Finanzinstrumente und somit keiner Anlage beraten. darstellen. Insbesondere können Wall Street Correspondents und der Vortragende nicht einschätzen, inwiefern die im Video gemachten Empfehlungen ihren Anlagezielen, ihrer Risikobereitschaft und Verlusttragfähigkeit entsprechen. Wer also auf Basis von Informationen in diesem Video etwaige Anlageentscheidungen trifft, trifft diese ausschließlich auf eigene Verantwortung und eigene Gefahr. Und das wiederum bedeutet, dass weder Wall Street Correspondents noch der Vortragende, das ist immer noch dieser Mann hier, für Verluste haften, die sie dadurch erleiden, dass sie Anlageentscheidungen aufgrund von Informationen oder Kommentaren in diesem Video getroffen haben. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und weiterhin einen erfolgreichen Handelstag. WDR mediagroup GmbH im Auftrag des WDR.