Heute ist Montag, der 30. März. Herzlich Willkommen zur Opening Bell, featured bei Handelsblatt. Ihr hört es schon, ich kämpfe mit einer Erkältung und damit keine Stimme zu haben. An der Wall Street geht es heute zumindest im Opening bergauf. Wir sehen seit Wochen das gleiche Strickmuster. Donnerstag und Freitag runter. Montag eine leichte Erholung. Die Nachrichtenlage um den Iran bleibt, nicht zuletzt dank Donald Trump, sehr uneinheitlich. Seine Kommunikation, ja, es regnet, ach doch nicht, es schneit, nee, die Sonne scheint, alles ist gut oder eben doch nicht. Auch heute wieder sehr viele Social Media Posts von ihm, die extrem widersprüchlich sind. Einerseits droht man dem Iran, andererseits spricht man von einem Regime, das zunehmend einlenkt. Die Wall Street ignoriert es, man will Fakten sehen. Technisch sehen wir mittlerweile allerdings sehr viele Indikatoren, die darauf deuten, dass extreme Niveaus erreicht sind. Eine Gegenbewegung in den nächsten Tagen müsste bevorstehen. Die Karten im April für die Wall Street könnten sich bessern.
So, einen schönen guten Morgen aus New York mit einer sehr tiefen und laut meiner Frau attraktiven Stimme. Jawohl, ja, wenn es nicht mehr Börse wird, dann werde ich wohl demnächst bald in andere Bereiche rüber wechseln. Ja, ich habe immer noch mit meiner Erkältung zu kämpfen und leider Gottes ist die Stimme ein bisschen angeschlagen. Nichtsdestotrotz einen Blick auf die Wall Street heute und fangen wir mal wieder mit dem Mann an. Die die Wall Street jetzt zunehmend ignoriert mit Donald Trump. Wir werden heute Morgen wieder mal mit einer Flut von Social-Media-Posts überschwemmt, um es mal so zusammenzufassen. Wir sprechen mit dem Iran. Wir sprechen doch nicht mit dem Iran. Das Regime ist jetzt wesentlich vertretbarer in der Argumentation, Wir werden den Iran zerstören. Also es ist absolut wild. Und eigentlich braucht man sich diese Statements tiefergehend kaum noch anschauen. Letzte Woche hieß es dann erst, Freitag vor letzter Woche, der Iran wird 48 Stunden Dabblein und dann kommt der große Angriff auf die Stromanlagen.
Wir vertagen das jetzt um fünf Tage, also doch keine großen Schläge. Jetzt heißt es konstruktive Gespräch mit einem neuen Regime. Was heißt denn neues Regime? Was ist damit genau gemeint? Und wenn nicht gespurt wird, dann könne man die Stromanlagen, die Entsalzungsanlagen, die Energie in Binnenminuten zerstören. Also extrem viele Widersprüche. Und so gesehen ist es eigentlich ganz gut, dass die Wall Street trotzdem heute Morgen freundlich tendiert. Ich gehe gleich nochmal auf das Thema ein, aber ich möchte erstmal die Marktlage kurz technisch etwas näher beleuchten. Wir sehen nun in der Tat in den letzten Tagen, nicht bei allen Indikatoren, aber doch bei einigen zunehmende Zeichen von Panik. Wenn man sich zum Beispiel mal die Hedgefonds anschaut.
Dann hatten wir jetzt hier laut Goldman Sachs in den letzten sechs Wochen die meisten US-Aktien-Netto-Verkäufe seit April letzten Jahres und die drei stärksten der letzten drei Dekaden. Also wir erreichen hier... Bei den Verkäufen der Hedgefonds fast die extremen Niveaus im Umfeld der Covid-Pandemie. Gleichzeitig auch die systemischen Investoren, also quantitative Trendfolgemodelle, die mittlerweile extrem bearish positioniert sind. 30 Handelstage wurden jetzt zusammen rund 85 Milliarden Dollar an US-Aktien verkauft. Die sogenannten CTAs, Trendfolgemodelle, sind mittlerweile knapp 37 Milliarden Dollar netto short. Das bedeutet auch hier, dass die Positionierung bei weitem nicht mehr bullish ist, sondern dass mittlerweile sehr negative Positionen eingegangen werden. Und wir sehen das in vielen anderen Bereichen auch. Also der Volatilitätspanikindex von Goldman Sachs ist jetzt auch auf sehr extremen Niveaus angelangt. Wenn man sich jetzt den Nasdaq mal anschaut, hier eine Grafik von Bespoke Investment.
Der Nasdaq tendierte jetzt in zehn der letzten elf Wochen schwächer. Das ist historisch betrachtet ausgesprochen selten. Diese rote Punkte hier zeigen mal vergangene Phasen, in denen es so lange bergab ging, bis Anfang der 70er Jahre zurückgehend. Und im Jahr 73, 74, da ging es dann danach auch noch weiter bergab. Es war das Umfeld der damaligen Energiekrise, der Arabische Krieg, damals in 73, 74. Bei den anderen drei Fällen markierte das aber jedes Mal eine...
Nicht eine Fortsetzung des Verkaufsdrucks, sondern letztendlich gesehen auch eine Gegenbewegung. Der Nasdaq 100 ist jetzt mehr als 11 Prozent vom Allzeithoch und es sind jetzt nur noch weniger als 15 Prozent der Indexmitglieder über der 50-Tageslinie. Wenn man sich das historisch betrachtet anschaut, spricht auch das dafür, dass wir im April eher eine Gegenbewegung sehen sollten. Die saisonalen Trends, die im März versagt haben, das muss man ganz klar sagen, ist eben doch oftmals eher der Wetterbericht als das eigentliche Wetter. Aber der April ist historisch betrachtet auch normalerweise eher auf der bullischen Seite. Und wenn man sich jetzt die Optionsmärkte mal anschaut, dann wird Ende März die sogenannte Gamma-Positionierung jetzt von den Büchern rollen. Das ist ein bisschen komplexer, aber auch das ist mittlerweile, was wir dort sehen, ausgesprochen extrem und deutet eher darauf, dass wir eine Gegenbewegung sehen könnten.
Und wir sehen, und darüber hatte ich letzte Woche noch gesprochen, während meines Aufenthalts in Deutschland bei mir auf Instagram und bei mir auf dem Discord-Kanal, bei dem ich trotz meiner Abwesenheit auf YouTube natürlich täglich noch quasi kommuniziere und auch unterwegs bin. Auch wenn ich viel reise, poste ich da immer auch meine eigenen Transaktionen. Und wir hatten am Donnerstag und Freitag erneut eine schwache Tendenz. Das ist ein Strickmuster, das wir jetzt kontinuierlich sehen seit Beginn des Iran-Kriegs. Schauen wir hierzu nochmal eine Grafik von Bespoke Investment an.
Der S&P ist jetzt neun Donnerstage in Folge gefallen. Das ist eine neue Rekordserie, die bis ins Jahr 1998 zurückreicht. Fünf Wochen in Folge ging es jetzt an der Wall Street am Freitag bergab. Donnerstag und Freitag, also sind seit Beginn des Iran-Kriegs überwiegend schwache Handelstage. Klar, das Wochenende ist vor den Toren und da bleiben viele am sicheren Ufer. Vorsicht, Risikoabbau, fehlende Kaufbereitschaft, das belastet diese Handelstage. Wir sehen aber auch, dass in den letzten Wochen der Montag immer ein Bounce-Tag war. Da ging es dann an der Wall Street also technisch meistens bergauf und heute scheint hier letztendlich gesehen keine Ausnahme zu sein.
Ich muss zugeben, auch mein Portfolio wird in diesem Jahr jetzt keinen Preis gewinnen. Ich bin mit meinem Fidelity-Depot jetzt rund 5,4 Prozent im Plus in diesem Jahr. Und das ist nicht gewaltig, aber es ist immerhin noch besser als ein Minus von jetzt knapp 10 Prozent im Nasdaq. Nach unten habe ich also nicht so viel verloren wie der Markt. Und mein Strickmuster für mich persönlich jedenfalls, und das muss jeder für sich entscheiden, welche Strategie man hier verfährt.
Ist immer noch auf deutliche Schwäche hinein ausbauen und bei Rallys hinein letztendlich gesehen abbauen. Denn selbst wenn wir im April eine Rallye bekommen sollten, eine technische Gegenbewegung, steht immer noch die Frage im Raum, ob wir nicht seit Januar eventuell schon den Beginn eines Bärenmarktes erlebt haben. Denn selbst wenn Ruhe einkehrt im Iran und in der Region, der Schaden ist angerichtet und die Ölpreise, Selbst wenn wir eine gewisse Entspannung sehen sollten, dürften schon allein wegen der angerichteten Schäden auf einem insgesamt höheren Niveau verharren. So, jetzt schauen wir uns mal die Headlines an, an diesem Montag. Ich habe die Posts von Donald Trump schon angesprochen. Wir hatten gestern Abend positive Signale, auch von unserem Orange Man in Washington. Da betonte er noch, dass der Iran sich also im Wesentlichen auf die meisten der 15 von den USA geforderten Punkte eingelassen habe, dass die neue Führung des Iran very reasonable, also sehr, wie sagt man, reasonable, also sehr vertretbar, sehr einsichtig, was eigentlich wirklich erstaunlich ist. Also, was für ein Level an Bullshit. Also, es ist wirklich unfassbar. Man weiß gar nicht mehr, was man, also, man weiß schon, was man davon halten kann. Ich musste heute Morgen schon.
Schmunzeln kann man darüber leider nicht, aber wenn man auf die Kommentare des Iran mehr hört als auf die Kommentare des amerikanischen Präsidenten, dann lässt das schon tief blicken. Auf jeden Fall am Sonntag noch die Worte der Zuversicht von Donald Trump. Es wurde auch betont, dass der Iran 20 weitere Schiffe durch die Straße von Hormuz durchlassen wird. Das hat Donald Trump auch als einen Schritt in die richtige Richtung gefeiert. Auch Saudi-Arabiens entscheidende Pipeline, die Janbu-Pipeline, ist jetzt wieder bei voller Kapazität mit sieben Millionen Barrel pro Tag. Also das klingt erst mal ganz gut. Wie dem auch sei, wenn man sich allein die Nachrichtenlage anschaut, was dort in der Region auf dem Boden passiert, hat man einen sehr anderen Eindruck.
Die Angriffe durchführen. In Saudi-Arabien, wir haben Angriffe des Iran auf Aluminiumproduktion. Deshalb werden heute unter anderem auch die Aktien von Alcoa anziehen, weil das die Preise von Aluminium letztendlich gesehen mit hochtreiben wird. Wir haben das erste Mal jetzt auch die Houthi-Rebellen, die sich in dem Krieg einmischen. Man hat Israel beschossen, wo gemerkt verschont man bisher noch das Rote Meer. Ja, was natürlich dann auch nochmal zeigt, wenn Iran die Lage erschweren will, dann kann das der Iran immer noch auch tun. Und es bleibt zu hoffen, dass sich die Lage nicht desto trotz entspannen wird, trotz der ganzen Rhetorik. Gleichzeitig lesen wir, dass der Pentagon wesentlich mehr Truppen in die Region verlegt. Also letztendlich gesehen wieder ein Zeichen einer Zuspitzung. Aber wenn man das Ganze jetzt mal im historischen Vergleich sieht, so die New York Times, die USA haben also rund 50.000 Truppen im Nahen Osten, das sind etwa 10.000 mehr als sonst.
Aber wenn man das jetzt mal vergleicht im Umfeld des Irakkriegs, dann sprechen wir hier von eher 150.000 Truppen und der Irak ist wesentlich kleiner. Der Schaden in Iran wäre für die USA vermutlich wesentlich größer. Und das wird für die USA nach wie vor sehr, sehr schwer sein, dort militärisch vor allen Dingen auf dem Boden voranzukommen. Und die Midterm Elections in den USA, ihr habt ja selber die Demonstrationen am Wochenende mitbekommen, die No-King-Demonstrationen hier in den Vereinigten Staaten, die neue Rekorde erreicht haben. Das Umfeld wird hier also letztendlich gesehen für Donald Trump zunehmend schwieriger. Und man merkt es ihm ja auch an, diese ganzen Tweets und Posts, dieses vergebene Greifen der Hoffnung, wie kann ich den Markt beruhigen und schau mal hier.
Die natürlich vom Markt nicht mehr so zur Kenntnis genommen werden, man will keinen Bullshit mehr haben, man will Fakten sehen, glaubhafte Fakten von dem Präsidenten der Vereinigten Staaten. Das ist eben das Problem der Lüge. Um eine Lüge zu widerlegen, bedarf es wesentlich mehr Arbeit und Recherche, als letztendlich gesehen irgendeine Lüge rauszuhauen. Aber der Iran zieht Trump hier regelmäßig die Hosen runter und betont, naja, wir verhandeln gar nicht oder wir sprechen gar nicht. Ob das dann stimmt, bleibt auch wiederum dahingestellt, aber wie bitter, dass dieses Land, dass die Vereinigten Staaten einen Präsident haben, der zugegebenermaßen aus gutem Grund das Gesicht hier vollends verloren hat. Ja, es regnet. Ach nee, es scheint. Nun regnet es. Also lassen wir das. Machen wir weiter mit dem Markt insgesamt. Wir haben.
Da auffällig viele Kommentare heute zum Bereich der Private Credit Funds und zum Bereich Private Credit insgesamt und man merkt, dass hier gegengelenkt wird sozusagen. Das Wall Street Journal betont, dass die Private Credit Märkte wesentlich mehr abhängig sind und Exposure haben zur Softwareindustrie, mehr als letztendlich gesehen die Öffentlichkeit zu wahrnehmen mag. Aber Bloomberg zum Beispiel betont, dass in der Tat Private Credit Funds zwar Rücknahmeanträge sehen, also mehr Gegenwind.
Die Financial Times schreibt, dass der Private Credit Markt eine der größten und besten Opportunitäten seien im Bereich der Distressed Fund seit 2008. Das klingt dann schon wieder eher positiv. Und Barron schreibt, dass Private Credit kein systemisches Risiko darstellt für die Konjunktur in den USA, weil man keine weitreichende Verschlechterung der Kreditqualität insgesamt zieht und weil unter anderem auch die Großbanken das Exposure in diesem Segment relativ limitiert haben. Also großes Thema bei uns nach wie vor. Und ihr seht selber auch sehr gemischte Meinungen. Aber man sieht, dass vereinzelt hier auch die Perspektive etwas zurechtgerückt wird, dass man nicht zu früh in Panik verfallen sollte. Wir hatten die Spekulation, dass die Citigroup laut Bloomberg den Zukauf eines regionalen amerikanischen Kreditinstituts in Erwägung zieht.
Um hier in den USA eine größere, dominantere Rolle zu spielen. Die Citigroup selber dementiert das. Das seien grundlose Spekulationen. Man fokussiert sich vor allen Dingen auf organisches Wachstum. Berkshire Hathaway wird heute bei dem Anleger-Magazin Barons positiv hervorgehoben. Hier betont man, dass die Bilanz ausgesprochen stark sei, der Cashflow ebenfalls. Man sei in sehr defensiven Geschäftssparten unterwegs und gleichzeitig ist man im Energiesektor platziert mit Chevron und Exxon und insofern gekoppelt mit den Aktienrückkäufen, die jetzt dort wieder stattfinden, könnte die Aktie interessant sein. In UPS, der Paketdienst, wird auch bei Barons positiv hervorgehoben. Die Stimmung zu dem Wert sei ausgesprochen negativ. Klar, wenn die Konjunktur abkühlt, werden natürlich auch wenige Pakete versandt. Die Stimmung sei aber zu negativ. Die Bewertung sei sehr günstig. Die Dividendenrendite sei hoch und attraktiv. Und vor allen Dingen könne die Dividendenrendite auch gehalten werden. Hier drohen also keine Kürzungen aus Sicht des Anlegermagazins. Und die Margen von UPS dürften jetzt im ersten Quartal den Boden erreicht haben. Also auch hier überwiegend positive Kommentare.
So, wir haben, damit blicke ich erst nochmal auf die Woche, einige Highlights in dieser Woche. Wir haben heute ab 16.30 Uhr eurer Zeit eine Diskussionsrunde bei der Harvard University, an der unter anderem auch US-Notenbankchef Jerome Powell teilnehmen wird. Viel Neues im Vergleich zur Notenbanktagung dürfte es da im Grunde nicht geben. Aber die Wall Street wird natürlich gut hinhören, was er zu sagen hat. Das ist übrigens auch ein schönes Beispiel, wie viele Niederlagen die Trump-Administration mittlerweile einstecken muss. Der Reziprokenzölle, das ist ja nun schon seit geraumer Zeit bekannt, aber ein Gerichtshof hat nun auch entschieden, dass die US-Notenbank, dass Jerome Powell, was die Umbauarbeiten der Notenbank betrifft, der Zentrale.
Nichts hinterm Vorhang gehalten hätte. Und wen überrascht das, dass Jerome Powell hier letztendlich gesehen nicht gelogen hat. Auf jeden Fall ist das auch wieder eine weitere Niete für den US-Notenbank-Chef. Wir haben in dieser Woche dann die Verbraucherpreise für den März in den Euro-Ländern. Wir haben in den USA die Industriedaten des Einkaufsmanager-Index für den März. Die sollen ein bisschen abgekühlt sein. Das wird natürlich jetzt spannend. Die ersten März-Daten beinhalten dann stückweit auch schon die Ereignisse in Sachen Iran. Und an diesem Freitag soll auch der US-Arbeitsmarktbericht geweldet werden mit 50.000 geschaffenen Jobs. Im Februar sind noch 92.000 Jobs verloren gegangen.
Arbeitsmarktdaten werden hier natürlich auch extrem wichtig sein. Was Ergebnisse betrifft, gibt es nicht allzu viele Highlights. Wir haben Dienstagabend, morgen Abend die Quartalszahlen von Nike. Da war in der letzten Zeit eher Optimismus zu spüren, dass die Aktie angeblich jetzt einmal bewertungstechnisch günstig sei, einen Boden erreicht habe. Bin ich sehr gespannt. Das hört man eigentlich bei Nike schon seit sechs Monaten und im Prinzip muss jetzt erstmal geliefert werden. Die Messlatte also hängt auch niedrig, wenn man sich den Aktienkurs anschaut. Am Mittwochmorgen wird auch Conerga dann noch Quartalszahlen melden und wir haben diese Woche dann auch noch die Auslieferungsdaten von Tesla für das erste Quartal. Es sollen insgesamt 15 Prozent Wachstum bei den Auslieferungen verbucht worden sein mit 392.000 Fahrzeugen. So, jetzt werfen wir nochmal kurz einen Blick auf die...
Analysten-Kommentare, die heute relativ dünn ausfallen mit wenigen wirklich großen Highlights. Eine Aktie steht hier im Fokus. Das sind die Aktien von Meta Platforms, die am Freitag sehr schwach waren. Ein Kursverlust von 8 Prozent. Die Aktie wird heute von Morgan Stanley verteidigt. Meta, das Kursziel, sinkt zwar von 825 auf 775 Dollar, was immer noch deutlich über dem aktuellen Kursniveau liegt. Die Aktie wird mit Kaufen empfohlen. Da lag allerdings die Kaufempfehlung von Morgan Stanley auch schon letzte Woche. In anderen Worten, die Aktie lief gegen die Empfehlung des dortigen Analysten. Und man betont, dass Meta, das ist zumindest die Meinung von Morgan Stanley, schneller wachsen wird und zwar auf längere Zeit schneller wachsen wird, also grow faster for longer. Man sieht das Potenzial, dass die vor allen Dingen Agentic AI sich für Meta auszahlen wird. Auch im Bereich der Werbeplatzierung ist da Meta sehr gut positioniert. Und man bezeichnet die aktuell sehr niedrigen KGVs, sehr depressed multiples, wie Morgan Stanley sagt, als eine Einstiegsgelegenheit.
Piper Sandler empfiehlt JP Morgan, wohlgemerkt sinkt das Kursziel auch hier auf 325 Dollar. So richtig überzeugend ist die Kaufempfehlung nicht, wenn man sich anschaut, dass Piper Sandler parallel die Gewinnschätzungen für das Jahr 2026 senkt und auch für das Jahr 2027. Von daher also vielleicht keine so überzeugende Empfehlung. Die Aktie heute also bei Piper Sandler im Fokus. Uber war in den letzten Tagen auch unter Druck. Freitag ebenfalls. Wells Fargo bleibt bei einer Kaufempfehlung, senkt das Kursziel auf 95 Dollar. Das muss man eigentlich sagen. Wenn man sich die Aktie mal anschaut, wo die aktuell notiert, schauen wir uns das ganz kurz mal an. 95 Dollar jetzt also das neue Kursziel von Wells Fargo. Die Aktie ist bei 69 Dollar. Übergewicht, man betont, was autonomes Fahren betrifft, dass das letztendlich das Narrativ aktuell dominiert. Uber war in dem Zusammenhang ja unlängst auch Teil der NVIDIA-GTS-Konferenz.
Fundamental dürfte sich das Umfeld für Uber dadurch bis ins Jahr 2027 nicht verändern. Und abgesehen von gelegentlichen wetterbedingten Unterbrechungen, wir hatten ja sehr viel Schnee auch in New York, scheinen die Trends insgesamt bei Uber immer noch eher vorteilhaft zu sein. So Qualcomm bei Goldman Sachs, nur mit neutral eingestuft Kursziel 135 Dollar. Schauen wir nochmal, ob ich irgendwas vergessen habe. Vielleicht nochmal ganz kurz ein paar Einzelwerte abseits der Analystenkommentare. Alcoa, wie gesagt, profitiert davon, dass im Nahen Osten Aluminium-Produktionsstandorte getroffen wurden. Das bedeutet, dass die Aluminiumpreise vermutlich auch zugunsten von Alcoa steigen werden. Anvilia steht mit im Fokus, weil Frankreichs KI-Startup Mistral AI ein Datenzentrum bauen will mit 13.800 Blackwell-Grafikprozessoren von NVIDIA. Wir haben Coinbase, Robinhood und Strategy mit im Fokus, weil wir eine Erholung sehen bei Bitcoin heute Morgen. CrowdStrike, auch solide auf der Gewinnerseite. Die Cybersecurity-Werte hatten in den letzten Tagen auch nicht gerade einfach.
Die Aktie wird heute Morgen von Wolf Research verteidigt mit einem Kursziel von 450 Dollar. Und Palo Alto Networks, auch ganz interessant. Da wurde bekannt gegeben, dass der CEO Nikesh Arora in einer Spanne von 146,46 bis 147,48 Dollar selbst Aktien im Wert von 10 Millionen Dollar erworben hat. Das soll also ein Signal sein, dass er persönlich die Aktie für attraktiv hält auf den aktuellen Niveaus. Und Leidos wird auch mit dem Fokus stehen heute nach einer Übernahme im Energiesektor. Also, es wird nicht langweilig bei uns an der Wall Street. Ich bin jetzt wieder am Start hier an der Wall Street, dann auch dementsprechend mit der Closing Bell. Danke nochmal an der Stelle an Patrick DeWayne für die tollen Sendungen in den letzten zwei Wochen. Das ist für mich eine große Entlastung, jemanden an Bord zu haben, der die Märkte so gut zusammenfassen kann. Auch wenn der Duane Bullish Indikator dieses Mal nicht funktioniert hat. Mal schauen, ob es mir jetzt diese Woche mal gelingt mit etwas freundlicheren Märkten. Also in dem Sinne einen frohen Handelstag bis heute Abend und ciao. Und jetzt der obligatorische und barfinsichere Risikohinweis von Mr. Markus Koch.
Meine Damen und Herren, liebe Aufsichtsbehörden, ich darf Sie darauf hinweisen, dass die Inhalte in diesem Video ausschließlich der allgemeinen Information dienen und keine Empfehlungen zum Erwerb oder der Veräußerung bestimmter Finanzinstrumente und somit keine Anlageberatung darstellen. Insbesondere können Wall Street Correspondents und der Vortragende nicht einschätzen, inwiefern die im Video gemachten Empfehlungen ihren Anlagezielen, ihrer Risikobereitschaft und Verlusttragfähigkeit entsprechen. Wer also auf Basis von Informationen in diesem Video etwaige Anlageentscheidungen trifft, trifft diese ausschließlich auf eigene Verantwortung und eigene Gefahr. Das wiederum bedeutet, dass weder Wall Street Correspondents noch der Vortragende, Das ist immer noch dieser Mann hier für Verluste haften, die sie dadurch erleiden, dass sie Anlageentscheidungen aufgrund von Informationen oder Kommentaren in diesem Video getroffen haben. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und weiterhin einen erfolgreichen Handelstag.