Heute ist Mittwoch, der 8. April. Herzlich willkommen zur Opening Bell, featured bei Handelsblatt mit mir, Patrick DeWayne. Tiefgrüne Vorzeichen an der Wall Street. Dow Jones plus 3%, S&P plus 2,6% und die Nasdaq über 3% fester. Eine zweiwöchige Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran soll es richten. Initiiert vom Premierminister von Pakistan lief es gestern über die Ticker-Rolle. Und dementsprechend war das Ultimatum von Donald Trump obsolet. Was genau mit dem Ölpreis passiert, der deutlich einbricht und mit den Aktien, wer profitiert, wer verliert, über all das spreche ich jetzt. Einen wunderschönen Mittwoch. Draußen scheint die Sonne, die Märkte fliegen durch die Decke. Das Leben könnte doch eigentlich kaum schöner sein. Und damit begrüße ich euch an den Screens, an euren Kopfhörern, wo auch immer ihr uns eingeschaltet habt, uns zuhört zur Opening Bell am heutigen 8. April. Ich habe es gestern in der Closing Bell ja schon ein bisschen angedeutet, dass ein gewisses Short-Squeeze-Potenzial an den Märkten durch die aktuelle Situation. Verkauf, Kauf, Geopolitik, Positionierung der Marktteilnehmer durchaus denkbar ist. Und als hätte man auf mich gehört, hat Donald Trump eben nicht die Eskalationstaste gedrückt und die Märkte weiter verunsichert. Nein, er hat darauf verzichtet. Oder sagen wir mal, der Premierminister von Pakistan hat irgendwann gesagt, ich nehme jetzt mal den Hörer in die Hand und werde Donald sagen, also wir wären eigentlich mit einer zweiwöchigen Waffenruhe ganz happy. Und Iran hat dann gesagt, hey, wir haben ja zehn Punkte vorgelegt. Und all das hat am Ende dazu geführt, dass Donald Trump einen Exit bekommen hat. So oder so ähnlich geht zumindest für den Moment mal meine Schau auf das, was gestern Abend passiert ist oder heute Nacht passiert ist. Und ganz ehrlich, ich habe gestern die Nacht fast zum Tage gemacht, konnte kaum schlafen nach diesem hochspannenden Fußballspiel nach der Closing-Belle und habe mir so gedacht, hoffentlich passiert heute Nacht nicht irgendetwas. Was wir alle am Ende des Tages bereuen werden. Aber, und das sieht man an den Märkten, die Märkte vorbörslich, die Futures, deutlich im Plus, Öl unter Druck. Springen wir schnell rein. Wir haben es gestern schon in der Closing-Bell angedeutet. Das sind die Flows. Was bedeutet das eigentlich? Naja, Das waren die 270 Milliarden Dollar, die CTA, also Trendfolgemodelle, automatisiert in Anführungszeichen verkauft hatten. Und nach der vertikalen Linie dann das, was an Szenarien, an Rückkäufen im Folge einer besser sich entwickelnden Situation an den Märkten passieren könnte. Und wir sind jetzt irgendwo hellblau oder rot unterwegs. Das muss man im Laufe der Tage dann noch sehen. Aber wir sehen auf jeden Fall, der Markt reagiert. Die Relevanz zum Start ist ganz klar. Es geht heute um viel mehr als eine technische Erholungsrallye. Klar, die Märkte feiern eine Atempause im Iran-Konflikt, aber es ist etwas brüchig. Es entscheidet sich, ob wir nun einen kräftigen Bounce sehen oder wie eben ein Beginn einer echteren Risikorotation. Öl bricht ein, die Renditen fallen, der Dollar gibt nach. All das sehen wir gerade mit dem Ölpreis, den blende ich euch hier mal ein. Der Dollar gibt deutlich nach und ich meine, was wir sehen beim Ölpreis ist natürlich auch, bitte nicht, dass ihr mich falsch versteht, ein Preis von 92 Dollar Roundabout pro Barrel ist ja immer noch kein Grund dafür, jetzt inflationstechnisch Jippie Jähschweinebacke zu rufen, sondern es ist ja immer noch sehr, sehr hoch. Aber wir sehen Tech und Konsum ziehen an. Die Frage bleibt, ist diese Gemengelage, ist das schon die Entwarnung oder nur eine Pause im Sturm für zwei Wochen? Puh, also dieses Highlight, diese Waffenruhe ist zumindest für den Moment ein Risiko-Reset. Der Markt bekommt nämlich genau das, worauf er in den letzten Tagen verzweifelt gewartet hat, nachdem Donald Trump ja seine geopolitischen, wie soll ich sagen, Eskalations-Wording nochmal angeheizt hatte. Der Iran signalisiert zudem die Zustimmung, die Straße von Hormuz, und das ist eigentlich der entscheidende Faktor, soll für diese zwei Wochen offen bleiben. Damit ist zumindest kurzfristig positiv und Klarheit. Denn der schlimmste Energie- und Inflationsschock ist zumindest für den Moment mal rausgenommen aus dem Markt, was man an dem Ölpreis sieht. Die Grundlogik ist eigentlich ganz simpel. Weniger Eskalation bedeutet weniger Ölpanik, weniger Inflationsdruck, weniger Druck auf die Notenbanken und möglicherweise etwas mehr Luft für Risikoanlagen. und was der. Was das FedWatch-Tool daraus macht, habe ich euch mal abgetragen. Es gibt jetzt wieder einen minimalen Hauch von der Erwartung, dass wir möglicherweise auf Jahressicht doch noch eine Zinssenkung sehen könnten. 14 Basispunkte Senkung ist jetzt das, was der Markt einpreist, hier abgetragen am FedWatch-Tool. Ja, es ist vor allen Dingen wichtig, sich zu vergegenwärtigen. Deeskalation ohne echten Frieden. Ich sag's mal so, die Schäden der letzten fünf Wochen verschwinden nicht. Vor allen Dingen der wirtschaftliche Druck auf die Lieferketten, auf Margen, auf Inputkosten und Verbraucherstimmung und so weiter und so weiter wird noch monatelang in den Daten sichtbar bleiben. Und noch etwas anderes ist ganz wichtig, Geist. Hormuz wird strategisch nie wieder das sein, was es vorher mal war. Ich meine, allein die Tatsache, dass Iran die Fähigkeit demonstriert hat, diese signifikante Wasserstraße so eklatant zu bedrohen, verankert auf absehbare Zeit einen Risikoaufschlag in Rohstoffen, Energie und Transportkosten, wenn ihr mich fragt. Gleichzeitig, das hatten wir eben schon gesehen, ist dieser Flow-Effekt, der die Rallye möglicherweise aber noch verstärken könnte. Und deswegen ist es so entscheidend zu gucken, was macht der systemische Teil des Marktes, also die CTAs und andere regelbasierte Strategien, die in den letzten Wochen ja massiv verkauft hatten. Denn wenn der Markt jetzt hält oder weiter steigt, ohne geopolitische Verwerfungen, wir haben schon hier und da gesehen, dass möglicherweise wieder der Israel sich nicht so ganz im Libanon an diesen Waffenstillstand hält, dann könnten die Flows, aber wenn das positiv bleibt, das Gesamtbild zu einem, dass Trendtreiber nach oben werden. Also der Umkehrschluss, was die Flows betrifft, der gilt genauso. Wenn die Waffenruhe scheitert oder die Schlagzeilen kippen, dann kann derselbe Mechanismus, der die Abwärtsbewegung erst verursacht hat, jetzt nach oben geht, wieder in die andere Richtung kippen. Ganz wichtig. Das mal so für den Deep Dive. Was an den Märkten sonst noch passiert? Ja, ich meine die Reaktion heftig und eindeutig. Brand haben wir gerade gesehen, fällt. Das ist ein ganz wichtiger Faktor. Aber natürlich profitieren alle Unternehmen insgesamt, die durch die aktuelle Nachrichtenlage in den letzten Wochen auch getroffen wurden. Und wenn wir uns mal den Dow angucken als einen der Indikatoren, hier abgetragen mit seiner 50-Tage-Linie, das ist die rote Linie. Die seht ihr hier, die hat er heute natürlich wieder, was den Future betrifft, den habe ich euch mal hier mitgebracht, übersprungen. Gleichzeitig die gelbe Linie, das ist der Nasdaq Composite mit minus 5 Prozent knapp und der S&P mit minus 2,3 Prozent im sechs Monatsverlauf unterwegs. Also auch da sehen wir tatsächlich, der Dow kann zulegen, springt etwas deutlicher. Die Frage ist aus dieser Gemengelage, ist das jetzt schon eine Sektor-Rotation? Was sehen wir da? Welche Unternehmen werden zurückkommen? Gestern habe ich über die Magnificent Seven gesprochen in der Closing Bell, die mal einen Blick wert sind. Und die natürlich möglicherweise auch stärker profitieren können. Die internationalen Börsen sowieso, angefangen bei Nikkei, aber auch der Copsi, besonders freundlich unterwegs. Die US-Staatsanleihen im Rückwärtsgang mit 4,24 Prozent verliert man elf Basispunkte. Auch die zweijährigen Staatsanleihen notieren deutlich weiter nach unten und der Dollarindex gibt etwa 1,1 Prozent nach. Der Euro-Dollar steigt auf über 1,17. Den habe ich euch auch mitgebracht. Hier seht ihr ihn. Weil eben der Markt trotz der Erleichterung aber nicht völlig entspannt ist, muss man immer so ein bisschen in Habachtstellung sein. Und beim Bitcoin, runden wir das Bild da noch ab, sehen wir natürlich auch eine Erholung. Aber beim Bitcoin wichtige Marke ist die 75.000 Dollar. Da sollte es irgendwie drüber gehen, damit dann wieder möglicherweise eher mal das Ganze von der positiven Seite gespielt werden könnte. Also, wir halten fest, der Markt sagt nicht nur weniger Kreditrisiko, sondern der Markt sagt eben auch weniger Inflationsdruck, zumindest für den Moment. Aber wir sehen natürlich, trotz dieses vermeintlichen kleinen Fensters, das sich für die Fed öffnet, dass die Frage am Ende des Tages sein bleibt. Vorsicht, ist ein guter Ratgeber an der Stelle. Auf vier Punkte kommt es im Wesentlichen an. Erstens. Hält die Waffen Ruhe wirklich? You never know. Zweitens gilt sie nur für die USA und den Iran oder indirekt auch für Israels Aktivitäten im Libanon. Da hat Israel sich noch nicht ganz klar positioniert, das sieht aber nicht so aus. Drittens führt die Pause zu einer dauerhaften Einigung oder eben nur zu einer kurzfristigeren Atempause. Und viertens, wie schnell normalisiert sich der Schiffsverkehr durch Humus tatsächlich? Ja, die Straße ist offen, alle dürfen jetzt fahren. Wahrscheinlich ist es wie wenn Thomas Schlussverkauf ist. Ich zuerst und jetzt wird es nicht gekloppt. Oder geht es halt eben doch, entschuldigt mit diesem kleinen spontanen Ausrutscher, möglicherweise doch gesittet dazu. Und was ist da aufgestaut und wie schnell kann man Dinge verladen? Bei diesen Fragestellungen liegen die Knackpunkte. Logistisch und strategisch ist nämlich eben noch nicht alles gelöst. Und das Szenario in Washington, warum die Waffenruhe eher halten könnte, was spricht dafür, könnte man sich ja an der Stelle fragen. Naja, mehrere Gründe, die USA im Grunde dazu fast schon zwingen könnten, zu sagen, nee, nee, alles bleibt gut. Welche könnten das sein? Also erstens, Trump hat kaum gute Eskalationsoptionen, wie wir gesehen haben. Eine Ausweitung auf die zivile Infrastruktur, eine militärische Wiedereröffnung von Nermuz oder gar das Scheitern und gleichzeitig das Sichern von angereichertem Uranwillen wären militärisch, wirtschaftlich und politisch extrem teuer. Bodentruppen als Stichwort. Zweitens, die USA können bereits jetzt behaupten, und das hat Pete Hexeth auch gemacht, ihre wichtigsten Ziele erreicht zu haben, nämlich eine Schwächung der iranischen Raketen und Nuklearinfrastruktur. Ganz wichtiger Faktor. Dritter Faktor, warum die USA dabei bleiben sollten. Die Wirtschaft hat bereits jetzt in den letzten fünf Wochen starkflationäre Tendenzen gesehen und der Druck auf Konsumunternehmen und Märkte erhöht sich, wenn man weiter eskalieren würde. Zum anderen hat der Iran gezeigt, dass das Land sehr wohl die Fähigkeit hat und den Willen, den wirtschaftlichen Schaden, auch über die kritische Infrastruktur und Lieferketten, weiter zu eskalieren bei seinen Gegnern. Fünftens, das US-Militär ist stark belastet. Munitionsbestände und Abfangraketen sind ein reales Thema, denn beides ist sehr dezimiert nur noch fahnden angeblich. Im Weißen Haus gab es offenbar übrigens intern, mehr internen Widerstand gegen eine lange Kampagne als zunächst bekannt. Rubio beispielsweise hat sich kritisch geäußert. Und siebtens, politisch würde für Trump der Krieg auch zunehmend insofern riskant mit dem Blick auf eben die Midterms. Gestern gab es in Wisconsin bei einer Wahl zum dortigen obersten Gerichtshof, ein Sieg eines Demokraten mit großem Abstand. Und das im Grunde nur 483 Tage, solange es Donald Trump im Amt ist. Roundabout, oder sind es so 490 Tage, glaube ich, wo Donald Trump einen Sieg in Wisconsin, einen Pyrosieg in Wisconsin gefeiert hat. Also auch da dreht es sich um in Richtung der Demokraten und signalisiert ganz klar Midterms, IPIA. Der Widerstand im Kongress ist der letzte Faktor und die gestiegenen Kriegsausgaben, ihr erinnert euch an diese 200 Milliarden, die anderthalb Billionen, die Trump haben möchte. Deshalb, das Vertrauen schafft hier Stabilität gemeinsam mit der Interessenslage der USA. Beide Seiten, sowohl Washington als auch Iran, hätten im Moment mehr zu verlieren, wenn ihr mich fragt, als zu gewinnen. Trotzdem, J.D. Vance mahnt, er nennt die aktuellen Waffenstillstand brüchig. Er sagt zwar, aktuell ist es gut für die Märkte, aber noch nicht politisch so belastbar, wie man das Denken oder Hoffen wünschte. Und das ist ein ganz wichtiger Faktor. Heute um 16 Uhr bin ich gespannt. Gucken wir mal der EIA-Bericht, der Ölbericht und die Frage, wie es um die US-Lagerbestände, die Raffinerieauslastung und die Nachfrage steht. Bin ich gespannt, was da an Daten noch über die Ticker läuft. Am Abend noch die Minutes vom FED-Protokoll und die spannende Frage, wie diskutiert denn die FED Mitte März die Inflation, Wachstum und die Balance im Grunde zwischen diesen geopolitischen Risiken auf der einen Seite und der Inflationsgefahr, um nicht möglicherweise etwas abzuwürgen und nicht zu lange so restriktiv zu bleiben. Und mit Freitag wird es interessant, denn die US-Verbraucherpreisindex für März dürfte laut Schätzungen von 2,4% im Februar auf etwa 3,4% im März hochspringen. Also. Die Kriegsfolgen verschwinden, wie gesagt, nicht sofort aus den Daten. Ganz im Gegenteil, in manchen Daten vom März werden sie erst nochmal hineinlaufen. Und im Grunde muss man das berücksichtigen, auch bei der Einjahresinflationserwartung der New York Fed, die auf 3,42% gestiegen ist. Die Benzinpreise hatte ich euch gestern schon gezeigt, die Dieselpreise, alles massiv nach oben gegangen in den letzten Wochen. Und ich frage mich an der Stelle, aber das ist nur so ein kleiner Einschub, wie sich unsere Benzinpreise basierend auf dem, was wir jetzt sehen, was den Rohölpreis betrifft, an der Tankstelle entwickeln werden. Diese Sache, dass man um 12 Uhr nur noch einmal den Preis erheben sollte, ist nicht ein wirklicher Faktor. Naja, Zahlen gab es gestern noch nachbörsig von Delta Airlines und man hat abgeliefert im ersten Quartal, besser als der Konsens es erwartet hat. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei... Bei 64 Cent nach erwarteten 57 Cent. Der bereinigte Umsatz kommt mit 14,2 Milliarden Dollar auch besser als die Konsensschätzung es waren daher. Der Nettogewinn steigt auf 423 Millionen nach 291 Millionen Dollar im Vorjahresvergleich. Operativ ganz wichtig, die Kapazität lag im ersten Quartal 3 Prozent unter Vorjahr. Allerdings die Premium-Umsätze stiegen um 14 Prozent und für das zweite Quartal stellt der Delta Airlines einen Gewinn je Aktie von 1 bis 1,50 Dollar in Aussicht. Der Konsens lag darüber, nämlich bei 1,52 Dollar. Das Management bleibt also vorsichtig, vor allem eben wegen der explodierenden Kerosinkosten. Alleine die Treibstoffkosten dürfen im laufenden Quartal laut Aussage des Managements rund 2 Milliarden US-Dollar ausmachen, beziehungsweise 2 Milliarden Dollar höher ausfallen, so rum. Obwohl man mit der Refinerie einen Beitrag von 300 Millionen Dollar hat. Der CEO sagt ganz klar, das Kapazitätswachstum wird deutlich zurückgenommen und die Erwartung, die Aktie profitiert aber trotzdem. Dem ist ja klar, wir haben gestern gesehen, die Airlines hatte ich euch mitgebracht, abgeschmiert von den Meldungen, die geopolitisch jetzt momentan durch die Gazetten laufen. Die Entlastung auf der Rohstoffseite, zumindest für den Moment. Sprechen eine deutliche Sprache. Bei RPM International meldet man ein sehr starkes abgelaufenes Quartal. Der Gewinn je Aktie mit 57 Cent über den erwarteten nur 36. Der Umsatz mit 1,61 Milliarden knapp, auch über den Erwartungen ausgefallen. Die Treiber hier vor allen Dingen technische Lösungen für Hochleistungsgebäude, gleichzeitig Zukäufe und positive Währungseffekte. Der Haken bleibt das schwächere Do-it-yourself-Geschäft. Wichtig ist aber auch und richtig, international bestätigt man die Prognose für das vierte Quartal. Das spricht gleichzeitig für Stabilität und Infrastrukturgeschäfts-Upside. Nachbörslich ebenfalls gestern, habe ich in der Closing-Belt schon behandelt, Levi Strauss. Ein klarer Beat and Race, die Aktie mit 42 Cent Gewinn gegenüber den 37 Cent Dollar, 37 Cent über den Erwartungen. Auch der Umsatz höher beim Wachstum liegt man bei 14 Prozent, organisch bei 9 Prozent. Also auch da wirklich gute Ergebnisse und eben kein Rückgang der amerikanischen Konsumlaune, zumindest nicht beim Denim-Konzern. Stark laufen im Grunde Direct-to-Consumer mit einem Plus von 10 Prozent der Wholesale-Bereich, das Asien-Geschäft mit 12 Prozent und Europa mit 10 Prozent im Plus. Einzig die USA sind mit einem Wachstum von 4 Prozent eher etwas schwächer unterwegs und die schwächste Region für das Unternehmen. Gleichzeitig hebt man die Prognose leicht an. Man sieht weiter organisches Umsatzwachstum bei ungefähr 5%. Das ist ungefähr 10% über den Erwartungen. Eine Marge von 12% auch etwas besser. Also Levi Strauss operativ stark. Das Management bleibt vorsichtig in dem Umfeld. Nichts Genaues weiß man nicht, wird der Hessebub sagen. Dazu noch ein CFO-Wechsel. Und unterm Strich steht für den Markt eine gute Botschaft, so würde ich es zusammenfassen. Nämlich eine globale Konsummarke mit besserem Wachstum, besseren Margen und angehobener Prognose. Und die Analysten von UBS heben nach den starken Quartalszahlen ebenfalls das Kursziel für die Aktie an und zwar auf 34 Dollar. Sie bleiben bei ihrer Kaufempfehlung. Die Argumentation, Levi Strauss sei mitten in einer Transformation, das sieht man auch beim CFO-Wechsel, weg vom reinen Jeansnamen hin zu einer globalen, multichannelfähigen Lifestyle-Marke für Männer und Frauen. Letzte Leviathan habe ich mir die eigentlich gekauft. Naja, ist schon eine Weile her, war glaube ich sogar, ah ja, ich glaube sogar in Amerika, als ich im Juni da war. Wann habt ihr euch denn euer letztes gutes Stück gekauft von der Hose, die in unserer Jugend doch der Klassiker war? So, der Call beim Unternehmen war insgesamt auch konstruktiv, also der Aussicht für das Unternehmen alles in allem sehr, sehr freundlich. Die Unternehmensberichte anderer Natur. Alibaba hat in China zusammen mit Telekom China ein neues KI-Rechenzentrum eröffnet mit 10.000 eigenen Chips. Der Ausbau ist bis auf 100.000 insgesamt geplant. Das ist strategisch hochrelevant, weil natürlich China seine eigene KI-Infrastruktur bauen muss. Nicht zuletzt auch deswegen, weil man den Zugang zu der finalen NVIDIA-Technologie und anderen versagt bekommt. China bzw. Alibaba agiert auf drei Ebenen gleichzeitig, nämlich Chips, Rechenzentrum und KI-Modellen. Das stärkt vor allen Dingen die Cloud von Alibaba und da ist es nicht verwunderlich, dass Jeffways das Kursziel angehoben hat und die Kaufempfehlung weiter beibehält. Andere Aktien aus dem TMT-Sektor heute, da wären unter anderem Apple zu nennen. Trotz gewisser Produktionsschwierigkeiten beim Foldable hält man insgesamt seitens des Unternehmens am 2026er Plan fest, das Telefon auf den Markt zu bringen. Im KI-Bereich gibt es ein paar kritischere Stimmen, Stichwort Code-Überlastung und Token, Maxing. Die Frage lautet zunehmend, wie produktiv ist der aktuelle KI-Einsatz wirklich? Weil dahin verschiebt sich natürlich jetzt das Narrativ an der Wall Street wieder. Weg von der Geopolitik hin zur KI. Und da profitiert unter anderem Intel durch die Beteiligung an SpaceX, am Tesla-Projekt. Bei Oracle, die bekommen Rückenwind durch einen Bericht, wonach Pimco rund 14 Milliarden Dollar Fremdkapital für ein riesiges Rechenzentrum in Michigan bereitstellen könnte. Bei CrowdStrike, da haben wir gestern gesehen, gab es News mit Power Alto Networks. Man profitiert vom Start von Anthropics Project Glasswing. Bei Tesla nicht ganz so gut. Da ist eher mal Druck angesagt. Schwache mögliche Auslieferungen im ersten Quartal auf der einen Seite. Fragezeichen hinter der Robotaxi in Optimus-Strategie. Ein schwacher Free Cashflow, Ausblick und zusätzliche Konkurrenz um Anlegergelder. Alles im Rahmen des SpaceX-IPO könnten möglicherweise den Fokus weg von Tesla lenken. Bei TradeDesk gibt es Berichte über den Abgang von drei Top-Managern. Dementsprechend die Aktie unter Druck. Man muss also sagen, zusammenfassend der TMT-Sektor zweigeteilt auf der einen Seite KI-Infrastruktur und Cybersecurity fester, Tesla und Governance-Themen eher mal schwächer. Die wichtigsten Calls und Analysten zum Schluss, die wir gesehen haben, zusätzlich zu denen der Unternehmen, die Zahlen gebracht haben, bei IBM, Dell Technologies sind es vor allen Dingen auch noch Micron gewesen, wo die Analysten sich geäußert hatten. Bei Dell waren es die Analysten der Bank of America, die das Kursziel für Dell deutlich angehoben haben, nämlich auf 205 Dollar, von zuvor 172 Dollar. Man ist mit einer Kaufempfehlung unterwegs. Das ist heute einer der stärkeren Calls des Tages und zur Begründung heißt es, Dell könne im KI-Zyklus Gewinn je Aktie und freien Cashflow nachhaltig als Profiteur unterwegs sein, weil das Unternehmen die besondere Fähigkeit hat, KI-Infrastruktur im großen Maßstab auszuliefern. Wichtig, warum? Weil Dell eben nicht nur als PC-Name, sondern zunehmend auch als Profiteur von Servern, Storage, Enterprise, KI-Infrastruktur gehandelt wird. Man kann sagen, Dell weniger klassischer Hardware-Trade mittlerweile, mehr Infrastruktur-Compounder im KI-Zyklus könnte man sagen. Bei IBM auch hier eine Aufstufung, ein Kaufziel, ein bullisches Momentum-Call seitens von Jeffreys. Gleichzeitig sieht bei IBM auch Stifle mögliche Belastungen für das Wachstum im Software- und Servicebereich, unter anderem wegen des Golf-Konfliktes und eben der früher als erwarteten Schließung der Konfront-Übernahme. Trotzdem bleibt man mit der Einstufung insgesamt positiv, hat aber das Kursziel zuletzt etwas geholfen. Heißt übersetzt, bei IBM kurzfristig etwas Risiko aus dem Modell genommen, aber strukturell glaubt man weiterhin an die Story seitens der Analysten. Was für den Markt an der Stelle recht interessant sein könnte, weil IBM eben nicht zu den differensiveren Tech-Titeln mehr gehört. In diesen unsicheren Phasen könnte man möglicherweise das falsch verstehen und IBM als Qualitätsanker nehmen. Bei Micron hat die UBS das Kursziel auf 535 Dollar angehoben, auch gestern die Aktie unter den Gewinnern zu finden, auch schon trotz dieser aktuellen Nachrichtenlage eine deutliche Kaufempfehlung ausgesprochen, mit dem Argument, dass der Speichermarkt sich in einem aktuellen Superzyklus befindet, trotz der zuletzt, eher mal negativen Stimmung nach den Zahlen beim Unternehmen, was die Bruttomargen und die Guidance betrifft. Allerdings, die jüngsten Washington-Checks sollen zeigen, dass sich die Preise für DRAM und NAND weiter verbessern. Wichtig für die Formulierung der UBS heute sind vor allen Dingen, die Märkte befinden sich in einem Zyklus, der die üblichen Bewertungs- und Denkmodelle vor allen Dingen für Speicheraktien doch deutlich übersteigt und eher mal aus den Fugen gerät. Weitmann ist insofern nicht nur ein kurzfristiger Turnaround möglicherweise, sondern eine Aktie, wo die UBS sagt, da könnte man strukturell einfach mal zugreifen, weil man in Sachen KI und Rechenzentrum-Thematik einer der Gewinner ist. So, wir kommen an der Stelle dann mal zum Ende, damit es nicht hier ausufert. Ich wünsche euch einen guten Handelstag an der Wall Street. Das wird natürlich mit viel Rückenwind losgehen. Wichtig werden die Volumina noch sein, die wir heute im Laufe des Handelstages sehen. Und die Frage, wie nachhaltig das ist, in der Hoffnung natürlich, dass wir nicht von Donald Trump irgendwie möglicherweise dann doch noch irgendwie eine geartete Ausführung sehen oder von Seiten der Israelis möglicherweise eine Eskalation. Hoffen wir mal, summa summarum, dass alle sich an diesem Waffenstillstand, der jetzt für zwei Wochen gelten soll, weitestgehend handeln. Alle besonnen sind, vom Baum runterkommen. Dann klappt es auch mit steigenden Aktienmärkten. Der heutige Tag liegt ja, was das betrifft, ziemlich gut und grün aus. In diesem Sinne wünsche ich euch einen guten Handelstag. Wir sehen uns heute später wieder zur Closing Bell, wenn ihr wollt und wenn ihr könnt. Bis dann, meine lieben Freunde. Tschüss, tschüss, euer Patrick. Und jetzt der obligatorische und barfinsichere Risikohinweis von Mr. Markus Koch. Meine Damen und Herren, liebe Aufsichtsbehörden, ich darf Sie darauf hinweisen, dass die Inhalte in diesem Video ausschließlich der allgemeinen Information dienen und keiner Empfehlungen zum Erwerb oder der Veräußerung bestimmter Finanzinstrumente und somit keiner Anlageberatung darstellen. Insbesondere können Wall Street Correspondents und der Vortragende nicht einschätzen, inwiefern die im Video gemachten Empfehlungen ihren Anlage zielen, ihrer Risikobereitschaft und Verlusttragfähigkeit entsprechen. Wer also auf Basis von Informationen in diesem Video etwaige Anlageentscheidungen trifft, trifft diese ausschließlich auf eigene Verantwortung und eigene Gefahr. Das wiederum bedeutet, dass weder Wall Street Correspondents noch der Vortragende, das ist immer noch dieser Mann hier, für Verluste haften, die sie dadurch erleiden, dass sie Anlageentscheidungen aufgrund von Informationen oder Kommentaren in diesem Video getroffen haben. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und weiterhin einen erfolgreichen Handelstag!