Heute ist Donnerstag, der 9. April. Herzlich willkommen zur Opening Bell, featuret bei Handelsblatt mit mir, Patrick Duane. Obwohl die Straße von Hormuz offiziell geöffnet sein soll, ist sie de facto doch geschlossen. Die Ölpreise steigen und die Wall Street ist mit Gewinnmitnahmen konfrontiert. Aber sie zeigt sich trotzdem sehr resilient, wenn man überlegt, wie viel Gegenwind es auch von den Inflationsdaten, PCE gab. Sowohl die Kernrate als auch der PCE-Datensatz war alles andere als wirklich zum Freudestrahlen. Was sonst noch wichtig ist, über all das spreche ich jetzt. Donnerstag, der 9. April, Guys, und wir kommen schon wieder zusammen zu einer Opening Bell, die es in sich hat. Warum? Weil viel auf dem Tableau liegt und die Ratlosigkeit der Leute, die an der Wall Street handeln, sie könnte auch nicht größer sein. Wir haben Daten gesehen, Makrodaten, ganz wichtig, die ersten ein Trigger auf Arbeitslosenhilfe, die PCE-Daten, wir haben Daten zum BIT gesehen, schlussendlich die dritte Veröffentlichung mit einer kleinen Überraschung und Revidierung nach unten, auch das ein wichtiger Faktor, wir sehen Ölpreise, die nicht runterkommen wollen, um. Gedeih und verderb nicht, könnte man sagen. Und wir sehen eine Wall Street, die aber trotz alledem nach ihren sieben Gewinntagen, was den S&P betrifft, zumindest zwar vorbörslich, was die Future betrifft, im Minus ist, aber so richtig nicht nach unten will. Obwohl ich finde, der Gegenwind ist nicht von der Hand zu weisen. Und damit ein herzliches Hallo für die, die mich noch nicht kennen. Mein Name ist Patrick DeWayne, 30 Jahre an der Börse als Banker, Portfolio Manager, Aktienhändler und als Journalist seit 2015 an der Börse in Frankfurt für Welt und seit September 2024 für NTV. Und seit April von vor zwei Jahren, genau, bin ich ja auch hier. Und damit herzlich willkommen zur heutigen Opening Bell. Spannend, spannend, spannend, all das, was passiert. Der Markt zeigt heute Morgen nämlich etwas, das man eigentlich nicht oft genug betonen kann. Resilienz, denn die Nachrichtenlage ist eigentlich alles andere als freundlich. Öl zieht wieder deutlich an, die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran wirkt brüchig, die USA-Konjunkturdaten sind nicht richtig proper, die Preiskomponente im Güterbereich zeigt bereits Zolldruck und auch das Wachstum in den USA fällt schwächer aus als gedacht mit plus 0,5 Prozent und trotzdem. Die Wall Street knickt nicht ein und das ist eigentlich, wenn ihr mich fragt, die eigentliche Geschichte, denn der Markt sagt im Kern, ja, die Schlagzeilen sind schwieriger geworden, aber... Nach dem massiven De-Risking der letzten Woche vor Ostern ist immer noch viel zu wenig Risiko im System. Deshalb genau diese Rücksetzer werden bislang eher mal gekauft, als dass sie gefürchtet werden. Ob das die richtige Strategie ist, I don't know. Der Fokus liegt heute, kann man sagen, auf drei Blöcken. Erstens die Makrodaten, die habe ich ganz kurz schon angerissen. Da kommen wir drauf zu sprechen. Die möchte ich mit euch ein bisschen vertiefen. Also die ersten Anträge auf Arbeitslosenhilfe, die PCE-Daten und die BIP-Schätzung für das vierte Quartal, beziehungsweise die dritte Veröffentlichung, muss ich ehrlicherweise sagen. Zweitens dann Iran und Öl, denn die Waffenruhe lebt formal weiter, aber sie knirscht und knarzt. Und politisch ist es problematisch, da werden viele unterschiedliche Szenarien besprochen. Gucken wir drauf. Und drittens KI und Tech. Vor allem Amazon mit Andy Jassy und seinem Jahresbrief, dazu CoreWeave, Datadog, Texas Instrument und so weiter und so weiter. Der komplette KI-Komplex in Sachen Infrastruktur, Chips und Rechenzentren, all das ist heute Thema. Kommen wir jetzt zunächst einmal zu den Makrozahlen, denn beim Blick auf die US-Daten stelle ich fest, eigentlich sollte das jetzt nicht zu einem wirklich euphorischen Markt führen und das ist auch das, was wir sehen. Denn die privaten Einkommen und Ausgaben im Februar fallen mit minus 0,1 Prozent deutlich schwächer aus, erwartet waren ein Plus von 0,3 Prozent. Die ersten Anträge lagen bei 219.000, 210.000 erwartet. Die fortlaufenden Anträge fielen unter die 1,8 Millionen auf 1,794. Bei den PCE-Daten lag der Kern im Jahresvergleich bei 3% und trifft damit genau die Erwartungen. Die PCE ist mit 2,8 ebenfalls auf Monatsbasis steigt es jeweils um 0,4%. Und genau hier liegt das Problem. Die Preiskomponente im Gütersektor steigt nämlich um 0,7%. Man sieht also hier den Einfluss der Trumpschen Zölle. Die Zahlen waren, wie gesagt, vom Februar dementsprechend nicht wundern. Da ist das grobe, der grobe Mist des Krieges noch gar nicht drin. Die dritte Schätzung des Bruttoinlandsproduktes im vierten Quartal 2025 lag bei revidierten 0,5 Prozent. Vorher hieß es noch 0,7. Und das heißt übersetzt nichts anderes. Der Konsument wird vorsichtiger, das Wachstum ist schwächer. Aber im Güterbereich bleibt der Preisdruck unangenehm hoch. Und genau diese Mischung ist heikel, weil sie Richtung Stagflation riecht. Als schwächeres Wachstum bei gleichzeitig höherem Preisdruck keine gute Mischung. Deshalb ist es, finde ich, auch so bemerkenswert, dass der Markt darauf nicht stärker reagiert. Ich meine, klar, man muss nicht in Panik ausbrechen, aber die Daten sind mal eher Gegenwind und die Marktstruktur zeigt sich trotzdem widerstandsfähig. Findet ihr nicht auch? Offengestanden, der Markt, ich habe so den Eindruck, der Markt würde gerne nach oben, jedes kleine Strohhelmchen von irgendeiner guten Nachricht, wie gestern beispielsweise diese Relief Rally, würde eigentlich genutzt werden. Es gibt heute keine guten Nachrichten. Das kann man nüchtern ganz einfach festhalten. Und trotzdem hält sich der Markt vergleichsweise okay. Man spielt teilweise auch wieder mehr, Die AI-Story. Und wir gucken uns den Ölpreis an. Guys, damit ihr mal seht, weiter am Steigen. Ich meine, plus 5,4 Prozent knapp. Das ist jetzt auch nicht irgendwas. Ich habe euch hier den Monatschart mal beigemischt. Da seht ihr auch den Abschwung gestern. Gestern sind wir deutlich gefallen, 18 Prozent, 15, 18 Prozent, je nachdem, Brand, WTI und so weiter. Und heute steigen wir aber auch schon wieder ganz schön gehörig. Und die Renditen der zehnjährigen Staatsanleihen, das ist die gute Nachricht, bleiben auch im Rahmen von 4,3 Prozent. Ihr seht es, auch da eine Seitwärtsbewegung. Gestern kam die nicht deutlicher genug runter, sodass man dadurch eigentlich ablesen kann von dem Sentiment, von der Positionierung. Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste. Und das, obwohl in Sachen Diplomatie und Iran ja eigentlich eine Menge laufen soll. Morgen soll es dann ein Treffen geben mit J.D. Vance unter anderem. In Pakistan ist das geplant, soll dann die kommenden Tage laufen. Und die Delegation ist schon unterwegs. Das ist erstmal positiv. Aber mehr als eine Waffenruhe ist es im Moment nicht. Es ist kein Frieden, es ist kein Abkommen. Und am Mittwoch gab es neue Reibungen. Und Teheran hat nämlich den USA vorgeworfen, dass man gegen die Waffenruhe verstoßen hätte. Andersrum hat man das auch gemacht. Gleichzeitig sieht es so aus, dass es überhaupt keine einheitliche iranische Führung gibt. Man verteilt sich formal mit irgendwelchen Raketen. Der Krieg in Libanon läuft weiter. Und Donald Trump macht gleichzeitig klar, die US-Militärressourcen, also die Soldaten, die dort sind, am Anfang waren es 3.000 bis 4.000, dann hat man nochmal 10.000 nachgeschickt. Die bleiben erstmal vor Ort, damit man noch ein Druckmittel hat, falls man zu keiner weiterreichenden Einigung kommen sollte jetzt in Islamabad. Dann könnten, wenn das nicht passiert, die Kämpfe auch weiter aufflammen. Diplomatie ja, Entwarnung nein, heißt das für mich. Und das Weiße hau-warnt ebenfalls voreilig, einen Sieg auszurufen. Gleichzeitig macht das Donald Trump, weil Donald Trump, das kennt ihr ja schon so ein bisschen, dick aufträgt gerne. Und sagt jetzt, wir haben alles gewonnen, wir haben alle signifikanten Ziele besiegt etc. Fest steht für die normalen Leute da draußen, zu denen zähle ich mich jetzt auch mal. Die Straße of Hormuz ist nach wie vor geschlossen. Das sieht man auch daran, dass kein einziger Öltanker, nur vereinzelt Frachtschiffe die Straße passiert haben. Die Iran muss nur eine Drohne auf irgendeinen Tanker schießen und schon ist, sage ich jetzt mal, der Drops schon wieder gelutscht, um es mal ein bisschen vorsichtig zu formulieren. Und das ist ja kein Szenario, auf dem die Weltwirtschaft und 20% des Ölexports läuft, nämlich die Straße von Nommus, irgendwie ein Szenario bauen kann. Die Reetablierung der Straße von Nommus auch aufgrund der Tatsache, dass da um die 1000 Schiffe mittlerweile rumliegen, ist etwas, das wird selbst dann, wenn man sich einigen sollte, so sieht es im Moment auch leider nicht aus, noch Wochen dauern. Ja, außerdem verfügt der Iran trotz aller Angaben aus den USA weiterhin über erhebliche Raketen, ein Raketenarsenal. All das macht die Märkte echt angreifbar, denn der Nahe Osten ist nicht, naja, nicht im Krieg, aber die Verhandlungen funktionieren immer noch nicht so richtig, wenn ihr mich fragt. Ja, und de facto haben auch die Versicherungsunternehmen, die das Ganze versichern sollen, also die Schiffe, gesagt, ey, nein, machen wir nicht. Und auch der Chef der Reederei, Hapag Lloyd, deutsche Reederei, hat auch gesagt, also Leute, unter den Umständen schicken wir da keinen Öltanker durch. Man will eine Maut haben, das habt ihr sicher mitbekommen, ein Dollar pro Barrel auf Transporte durch die Straße von Hormuz. Das war im Rahmen dessen, was der Iran wollte. Zahlbar, Inhalte durch fest, Bitcoin. Ja, coole Idee. Ob das genauso kommt? Ich wage es zu bezweifeln. Ich glaube nicht daran, Donald Trump winkt ab. Aber die Lage ist dadurch natürlich nicht einfacher. Deswegen unter dem Strich Iran. Diplomatie lebt, aber der Markt sollte sich nicht täuschen. Hormuz bleibt ein strukturelles Risiko, auch perspektivisch, weil wir sehen ja, welchen Einfluss der Iran hat, obwohl er nicht so krasse Waffen hat wie die USA. Was bedeutet das für den Markt? Deshalb sehen wir heute Morgen auch den Unterschied eigentlich zu gestern. Am Mittwoch hatten wir den massiven Risiko, Reset, so könnte man es nennen, Öl runter, Aktien rauf. Heute kommt ein Teil dieses Ölrückgangs wieder zurück mit steigenden Ölpreisen und wir sehen eine gewisse Sektor-Rotation. Ölwerte steigen wieder, Airlines und Kreuzfahrtsachwerte stehen wieder unter Druck, nachdem sie gestern gewonnen haben. Das ist die klassische Kostenlogik, wer nämlich fragt. Aber der Gesamtmarkt, wie gesagt, hält sich trotzdem relativ ordentlich, wenn ich mir das mal angucke. Das ist wichtig, denn wenn Öl steigt, die Daten schwächer ausfallen und die Geopolitik wieder knirscht und trotzdem der Markt nur leicht nachgibt, dann ist das doch ein deutliches Zeichen von Resilienzwiderstandskraft und der Markt will eigentlich nach oben. Die Market Mover vor dem Opening, das ist eine neue Rubrik, die ich euch präsentieren möchte, welche Aktien bewegten sich. Da war unter anderem a Datadog zu sehen, die sind vorbörslich leicht gestiegen. Treiber war hier ein Upgrade von Guggenheim auf Buy von Neutral mit Kurs den 175 Dollar. Zur Begründung heißt es, Datadog gilt als Profiteur des KI-getriebenen Wachstums bei Datenvolumen und IT-Komplexität. Oder anders gesagt, je mehr KI gerechnet wird, gespeichert, überwacht und skaliert werden muss, naja, desto wertvoller werden Plattformen eben wie genau Datadog. Bei CoreWeave gab es auch eine Meldung, die die Aktie vorbörslich bewegt hat. Die Aktie war in der Spitze, das ist ein bisschen zurückgekommen, um mehr als 5% gestiegen. Grund war ein ausgeweiterer 21 Milliarden Dollar Infrastruktur-Deal mit Meta-Plattforms. Geliefert werden soll unter anderem Kapazität mit der neuen Nvidia Vera Rubin Plattform. Das ist ein klassischer KI-Infrastruktur-Trade. Nicht unbedingt sexy jetzt für den Endkunden, aber eben extrem wichtig für die, die Wertschöpfungskette. Die ist ja nicht... Zu vernachlässigen. Constellation Brands, nicht Energy, Brands verliert vorbörslich nach den gestrigen Zahlen, die auf den ersten Blick zwar ganz gut aussahen mit dem Gewinn je Aktie von 1,90 Dollar, über den Erwartungen auch mal im Umsatz, der besser war als die Konsentschätzung. Aber das Problem ist eben, wie so oft, der Ausblick. Wenn man zu viel trinkt, ist der schon ein bisschen vernebelt. Nein, Spaß beiseite. Die Guidance bleibt schwächer als erhofft. Das Management zieht die Guidance für 2028 zurück und spricht von verhaltener Nachfrage. Also, gutes Quartal, aber enttäuschender Blick nach vorn. Bei den Ölwerten, ich habe es gerade angesprochen, ist ja logisch, dass in der gesamten Gemengelage die Aktien von Occidental Petroleum, APA und ConocoPhillips, Chevron und BP zulegen können, alle so zwischen 1 und 2%. Bei den Airlines ist es logisch, dass die verlieren in dieser Gemengelage und einen Teil ihrer Gewinne des gestrigen Tages logischerweise auch wieder abgeben. Also Alaska Airlines, American Airlines, Delta Airlines, die gestern ja auch Zahlen, vorgestern schon Zahlen geliefert hatten. Ebenso auf der Verliererseite Kreuzfahrtwerte stehen unter Druck, ist ja klar, Royal Caribbean unter anderem und Norwegian Cruise Line. Jeweils knapp 2%. Ich denke, die könnten möglicherweise, wenn der Ölpreis weiter steigt, ihre Verluste auch noch weiter ausweiten. Bei Applied Digital, da hat er dir gestern gefragt, die Zahlen kamen erst später. Man ist vorbörslich etwas schwächer unterwegs, obwohl die Zahlen stark waren. Der Umsatz im dritten Quartal 126,6 Millionen Dollar, deutlich über den 76 Millionen, ein Plus von 139 Prozent. Auch der Gewinn vor Zinsensteuer und Abschreibung deutlich fester. Operativ also stark, aber der Free Cash Flow ist brutal. Minus 720 Millionen Dollar, die Investition bei 775 Millionen Dollar und das zeigt einmal mehr das Grundproblem im KI-Infrastruktur-Boom. Die Nachfrage ist riesig, aber der Kapitalverschaff ist noch riesiger. Bei Texas Instruments... Gab es eine, die Aktie steigt vorbörslich deswegen, weil Stifle, not Stifle, Stifle, die Aktie von Hold-Off bei Hochstufkurs, die läuft auf 250 Dollar. Die Story dahinter ist, der lange CapEx-Zyklus läuft aus, die Free Cash Flow Story wird besser und das Datencenter-Geschäft könnte einen Push geben. Kurz Fazit also zu den Movers. Vor dem Opening stehen vor allem die KI-Infrastrukturwerte, CoreWeave, DataDoc und Texas Instrument auf der positiven Seite, im Fokus, während die Airlines und die Cruise Lines natürlich aufgrund der aktuellen Gemengelage und des festen Ölpreises leiden. Breaking News heute war Amazon, die im KI-Rennen deutlich aggressiver werden. Das war eigentlich ein ziemlich spannendes Thema und ihr wollt ja auch immer einen Einzelwert, den habe ich mir heute mal rausgepickt, denn Andy Jassy, der CEO, sitzt in seinem Jahresbrief voll auf AI, vor allem auf Amazon Web Services und das eigene Chip-Geschäft. Und die zentrale Aussage von Jassy ist stark, denn er sagt, Wenn Amazons Chip-Geschäft ein eigenständiges Unternehmen wäre, würde es mit der diesjährigen Produktion auf rund 50 Milliarden Dollar Jahresumsatz kommen. Das ist kein Nebensatz, nein, das ist eine ganz klare Ansage. Denn Amazon sieht sich nicht nur als Cloud-Anbieter, sondern zunehmend mehr als ernsthafter AI-Chip-Player neben eben den großen wie NVIDIA. Ein paar Zahlen mal dazu, um das einzuordnen. Also der AI-Umsatz von AWS liegt im ersten Quartal bei über 15 Milliarden Dollar. AWS hat 2025 rund 3,9 Gigawatt Stromkapazität aufgebaut. Bis Ende 2027 soll die Gesamtkapazität sich verdoppeln. Und trotzdem bleibt die Nachfrage immer noch höher als das Angebot. Das Chipgeschäft mit Graviton, Tranium und Nitro liegt bereits laut Jesse bei über 20 Milliarden annualisiertem Umsatz. Das Wachstum dort dreistellig. 30% bei Tranium 2 soll bereits verkauft worden sein. Für Tranium 2, 3, Entschuldigung, hat man enorm viele Vorbestellungen. Also auch hier heißt das für mich, Amazon baut sich heimlich, still und leise ein zweites Gleis. Und das heißt KI. Nicht nur Cloud, sondern auch eben die Chips. Und genau deshalb ist dieser Brief von Jesse mehr als nur Management-Rhetorik. Es ist ein ganz klarer Versuch, Amazon im KI-Narrativ höher zu verankern. So, wichtige Meldung. In Sachen FED gibt es einen kleinen Zusatz zum Protokoll vom Mittwoch, nämlich die Notenbänker neigen eher dazu, weiter die Zinssenkung zu spielen. So die erste Aussage, es gab horgische Untertöne, aber wenn ihr mich fragt, die aktuellen Risiken werden noch nicht ausreichend thematisiert. Und Fedchef Paul, der ja im Mai voraussichtlich geht, wir wissen es nicht so genau, mal gucken, ob das Gerichtsverfahren eingestellt wird und dann Walsh einfach übernehmen kann und Paul dann vielleicht noch im Board bleibt oder geht. Mal gucken, spannende Causa jedenfalls, finde ich, und das haben wir jetzt an den Zahlen gesehen, besser als die jetzigen Inflationszahlen, die PCI-Daten, die wir gesehen haben, wird es nicht. Es wird eher schlechter und das liegt an der aktuellen Situation, vor allen Dingen aufgrund der Energiepreise und des Schocks und des Krieges im Iran. Was bedeutet das? Ich glaube, was die Fed betrifft, ich weiß nicht, ob ihr diese Einschätzung teilt, man wird für eine gewisse Dauer höhere Inflationsraten tolerieren, ohne die Zinsen anzuheben. Also im Mai gibt es keine Zinsanhebung, beziehungsweise Ende April gibt es keine Zinsanhebung. Aber was im Juni und Juli passiert, who knows? Ich bin mir sicher, dass wenn die Zahlen, Daten, Fakten brutal explodieren sollten, und das kommt natürlich auf den Mix an, wie viel die Energiepreise, sprich auch Gas, Gasoline und alle Zweitrundeneffekte in Lebensmitteln, andere Bereiche sich auswirkt, diese steigende Inflation und eben diese Situation. Die wird dazu führen dass ich glaube, dass die Inflation sprunghaft ansteigen kann und dann wird die Frage nur sein, wie lange guckt sich die FED das an und gleichzeitig wird wichtig sein, was macht der Arbeitsmarkt die ersten Träger auf Arbeitslosenhilfe geschenkt. Aber ist im Grunde im Rahmen der Erwartung ausgefallen, ist mal besser, mal schlechter, darauf guckt man nicht. Aber man wird sich natürlich angucken, und das hat auch was mit der Einwanderungspolitik zu tun, künftig seitens der FED, wie die Situation ist, wie viel Labor Workforce man denn hat, also wie viele Arbeitskräfte dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Weil nämlich die Einwanderungspolitik von Donald Trump führt ja auch dazu, dass dem Arbeitsmarkt weniger Arbeitskräfte zur Verfügung stehen. Und das bedeutet nichts anderes, dass die Preise, also die Lohnkosten tendenziell auch steigen werden. Zumal, und das haben wir heute gesehen, an den privaten Einkommen für den Moment, wenn die sinken, dann kann man nicht so viel konsumieren. Und wenn die Inflation weiter so hoch ist, dann haben die Amerikanerinnen und Amerikaner de facto eine geringere Kaufkraft. Dieser Zusammenhang, den muss man kennen. Das bedeutet, die Amerikanerinnen sind einfach gezwungen, um ihre Galone zu bezahlen, Benzin, die Lebensmittel, Shelter, also Miete und Wohnkosten etc. Um die zu bewältigen, müssen sie einfach an der Lohnschraube drehen. Und dann sehen wir das, was wir, sage ich mal, an anderen Inflationsnachholeffekten schon gesehen haben. Dann wird die Inflation sticky bleiben und dann wird die Fed keine Chance haben. Aber sie muss dann dieses Jahr, obwohl noch ein Break-Even sozusagen eingepreist wird vom Markt, aber dann hat die Fed keine Chance, dann muss sie die Zinsen eher anheben. Was bedeutet das? Das bedeutet für mich nichts anderes, als dass der Markt versucht, das gerade einzupreisen. Donald Trump im Blick auf die Midterms natürlich das Problem hat, Und das hat die Magerbewegung auch ihm sozusagen rückgespiegelt. Marga hatte kein Problem mit seinem Wording, Marga hat kein Problem mit Zöllen, Marga hat kein Problem mit you name it. Aber womit Marga ein Problem hat, und das zeigen Studien und Statistiken, ist, wenn es an der Zappsäule teurer wird. Das ist sozusagen die Achillesferse des amerikanischen Konsumenten aus makroökonomischer Sicht etc. Etc., aber auch aus gesellschaftspolitischer Sicht. Und die ist ganz wichtig, weil ja die Frage am Ende sein wird, wie wird Donald Trump sich positionieren, innenpolitisch. Er hat versucht, auf die Fett Druck zu machen. Mit Walsh kommt wahrscheinlich jemand dann ins Amt, der eher mal Trump-freundlich ist. Der ist aber auch kein Vollidiot. Das bedeutet, wenn die Daten es nicht hergeben, dass man die Zinsen eben nicht senkt, dann wird auch er die Zinsen nicht senken. Dafür gebe ich Brief und Siegel. Das bedeutet, Donald Trump braucht, um das abzuschließen, unbedingt einen Erfolg in der Straße von Hormuz. Er braucht nicht nur das, er braucht einen validen Punkt, dass man diese Meerenge irgendwie, möglicherweise mit alternativen Infrastrukturprojekten, weiteren Pipelines etc. Stabilisiert, Abkommen schließt, um dafür Sorge zu tragen, dass eben nicht nochmal diese Wunde aufgerissen wird, diese Narbe für die Weltwirtschaft. Das wäre ein ganz wichtiger Faktor. So, gucken wir uns zum Schluss noch ein paar der Termine an, die auf der, ah ja, ein nicht unwichtiger Faktor bezüglich, warum auch die Wall Street resilient ist. Sie guckt auf einen Faktor und das sind die PEs. Also die Grafik hier zeigt euch mal die Entwicklungen auf der blauen Linie, die Fünfjahresdurchschnitte und auf der roten Linie die zehnjährigen Durchschnitte, was die Gewinnerwartungen betrifft. Und wir sind ja jetzt kurz vor der Berichtssaison und ihr seht es am unteren Ende der Grafik, man ist deutlich unter den durchschnittlichen, unter den Medianen unterwegs und deswegen sagt man, naja, ja, die geopolitische Situation ist blöd, aber... Und politische Börsen haben kurze Beine, darauf hofft man so ein bisschen. Ob das am Ende passiert, I don't know, ich bin mir da nicht so sicher. Das wird aber im Moment gespielt, weshalb der Markt auch so resilient ist. Das wollte ich euch noch nachreichen, weil die Frage ist natürlich, warum Patrick ist denn der Markt resilient? Ja, weil er ganz günstig bewertet ist. Gerade auch eine NVIDIA und die Max7-Aktien sind nicht wirklich, wirklich, wirklich teuer. Dementsprechend könnte man im historischen Vergleich geneigt sein, da mal zuzugreifen, wenngleich es natürlich insgesamt nicht leicht ist, in der Gemengelage sich zu entscheiden, welche Aktie nehme ich. Wir sehen auch hier, Cash ist, ja, nicht King, aber zumindest Cash ist nicht schlecht in der Tash, könnte man sagen, wenn man mal wartet und das Geld erstmal kurzfristig parkt, overnight, bis man noch mehr Klarheit hat, weil solange diese geopolitische Situation so brüchig und unklar ist, warum soll man unnötig ins Risiko gehen? Wie gestern schon gesagt, nur wenn eine deutliche Bewegung ist, sowas wie Geld, Massimale Eskalation, dann kommt sie nicht. Und es war fünf nach, zwölf Geist. Dann kauft man natürlich. Aber dann werden im Grunde die Shorts gedeckt. Das ist kein, jetzt gehe ich mal long, bis der Arzt kommt. Gucken wir auf die Termine und auf die Analystenkommentare. Genau, da waren ein paar wichtige dabei. Die möchte ich euch nicht vorenthalten. Ich blende sie mal ein. In kompakter Form so ein bisschen zusammengefasst. Marvell Technologies. Barclays hebt die Aktie auf Overweight von Equalweight. Kurslich jetzt 150. Da ist der Analyst fast schon ein bisschen spät dran. Als Kommentar starkes Optik-Play, hohe AI-Nachfrage, oh wen wundert's. Bei Datadog, man hebt die Aktie auf Kaufen, 175 Dollar Kursziel, Texas Instrument, haben wir ja am Anfang schon drüber gesprochen, haben einen positiven View. Also all das als Grund, warum die Aktien heute steigen bei Micron, das habt ihr eben gerade vielleicht auch noch gesehen, die UBS hat das Kursziel auf 535 Dollar angehoben. Man hält am Superspeicherzyklus weiter fest. JP Morgan ist bei Coherent mit einem Kurs von 300 Dollar unterwegs und Übergewichten. Die Nachfrage nach Optik und AI treibt natürlich auch hier. Das ist ein ganz wichtiger Faktor. Den Rest habt ihr gesehen, den möchte ich jetzt nicht nochmal für euch wiederholen. Morgen noch ein paar Daten. Wie gesagt, das Treffen beginnt in Islamabad zwischen den USA und dem Iran, also hoffentlich. Mal gucken, wer wen wie schickt. Dann sehen wir noch das Michigan Sentiment im April und den Factory Order Flow und die CPIs, die werden auch ganz, ganz wichtig sein. Und dann nächste Woche, wir gucken schon mal nach vorne, ein bisschen größerer Blick, weil da gibt es ja dann Berichtssaison. Und da sehen wir natürlich vor allen Dingen die Aktien im Banksektor, die da den ersten Aufschlag machen. Goldman Sachs am Montag, dann die City, JP Morgan und BlackRock unter anderem, die Bank of America, Monk Stanley folgen dann zur Mitte der Woche und so weiter und so weiter. Das war es jetzt hier für die Opening Bell von meiner Seite. Ich wünsche euch einen super guten Handelstag. Viel Erfolg mit euren Strategien, Überlegungen. Kommentiert gerne, wenn ihr was vermisst habt. Ich versuche das so gut ich kann, A zu lesen, B aufzugreifen und die Kommentare, die konstruktiv in der Sache unterwegs sind, natürlich auch umzusetzen. Weil wir sind ja hier eine Community. Wir sind ja hier zusammen in the game, im Boot, haben dasselbe Ziel, nämlich wunderbare Berichterstattung zum Thema Wall Street. Und damit ihr das nicht verpasst und ihr euch nicht irgendwie einsam und alleine fühlt, sage ich einfach, ihr seid herzlich eingeladen zur Closing Bell. Heute Abend, da sehen wir uns dann wieder. Würde mich freuen. Bis dahin, lasst ihr ein Like da, abonniert den Kanal, empfiehlt uns weiter, denn wir brauchen noch 300 Leute heute und morgen. Es zählt also jetzt. Bis dann, macht's gut, meine Freunde. Wir sehen uns später wieder. Und jetzt der obligatorische und barfinsichere Risikohinweis von Mr. Markus Koch. Meine Damen und Herren, liebe Aufsichtsbehörden, ich darf Sie darauf hinweisen, dass die Inhalte in diesem Video ausschließlich der allgemeinen Information dienen und keiner Empfehlungen zum Erwerb oder der Veräußerung bestimmter Finanzinstrumente und somit keiner Anlageberatung darstellen. Insbesondere können Wall Street Correspondents und der Vortragende nicht einschätzen, inwiefern die im Video gemachten Empfehlungen ihren Anlagezielen, ihre Risikobereitschaft und Verlusttragfähigkeit entsprechen. Wer also auf Basis von Informationen in diesem Video etwaige Anlageentscheidungen trifft, trifft diese ausschließlich auf eigene Verantwortung und eigene Gefahr. Das wiederum bedeutet, dass weder Wall Street Correspondents noch der Vortragende, das ist immer noch dieser Mann hier, für Verluste haften, die sie dadurch erleiden, dass sie Anlageentscheidungen aufgrund von Informationen oder Kommentaren in diesem Video getroffen haben. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und weiterhin einen erfolgreichen Handelstag.