Heute ist Freitag, der 10. April. Herzlich willkommen zur Opening Bell, featuret bei Handelsblatt mit mir, Patrick DeWayne. Die CPIs sind im Rahmen der Erwartungen ausgefallen. Die Kernrate mit plus 2,6 Prozent, Year over Year sogar etwas hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Dementsprechend ist die Wall Street zumindest behauptet, Der S&P und der Nasdaq sogar versuchen, sich weiter an ihre Gewinnstrecke dieser Woche anzuknüpfen. Ansonsten haben wir Schwäche bei Software gesehen, warum das so ist und was sonst noch die Themen am heutigen Tag sind. Darüber sprechen wir jetzt. Einen wunderschönen Freutag. Ich hoffe, ihr hört und seht mich gut. Alles ist gut bei euch. Es ist Freitag, das Ende der Woche. und nach wirklich turbulenten kurzen Tagen hatte man doch eigentlich den Eindruck. Es könnte nicht schlimmer kommen und dann kam es besser. Zumindest ein bisschen insgesamt, wenn Softwareaktien das Maß der Dinge wären, dann allerdings ein klares Wow nach unten. Gestern der IGV, das ist der wichtigste ETF, der das Ganze ein bisschen bemisst, mit knapp 5% im Minus und damit sind wir quasi schon bei der Story des Tages, Denn die Software-Aktien, die haben tatsächlich ein riesengroßes Problem durch AI. Die Story ist nicht neu, das Problem in seiner Dimension, wenn man sich den IGV anguckt, aber irgendwie schon. Das war aber nicht das Einzige, was heute wichtig ist. Es gab heute die wichtigen CPI, also den Consumer Price Index, die Verbraucherpreisdaten. Die gucken wir uns an. Dann gibt es einen sehr coolen Artikel. Wer hat eigentlich den Bitcoin erfunden? Da gab es ja in den letzten zwei Tagen auch bei der New York Times Berichte. Ich werde da nur ein bisschen drauf eingehen und gerne in den Kommentaren später euch das dann verlinken. Und wir werden am Schluss ein kleines Wochenfazit ziehen über das, was wir insgesamt gesehen haben. Dafür mal so als kleines Intro, was wir machen am heutigen 10. April. Und der Hinweis an der Stelle sei erlaubt. Markus Koch hat heute seinen 55. Geburtstag. Wer mag, kann gerne gratulieren. Ja, und damit ein Offizielles Hallo und herzliches Willkommen zur heutigen Opening Bell mit mir, ein letztes Mal Patrick DeWayne. Die Wall Street geht in den Freitag mit im Grunde zwei unterschiedlichen Gesichtern. Auf der einen Seite eine gewisse Stabilisierung und die Hoffnung auf Deeskalation. Gleichbedeutend mit starken Halbleitern und neue Rekorde bei wichtigen Frühindikatoren. Auf der anderen Seite ein Technologiesektor, der innerlich auseinanderdriftet, denn ausgerechnet die von mir angesprochenen Softwareaktien stehen so unter Druck, dass der Markt ihnen quasi sprichwörtlich den Stuhl unter dem weggezogen hat. Und genau das ist heute auch der Kern. Die Börse wirkt zwar insgesamt robuster, aber sie steigt nicht mehr im Gleichschritt. Sie wird schmaler, selektiver, anspruchsvoller. Und heute um 14.30 Uhr gab es zudem noch wichtige Makrodaten, die US-Verbraucherpreise für den März, mit Hochspannung von uns hervorragend. Und gemeldet mit plus 0,9 Prozent im Monatsvergleich, die Kernrate plus 0,2, hier waren sogar 0,3 Prozent erwartet. Year over year plus 3,3, bei der Kerninflation nur 2,6, erwartet 2,7. Beim Blick auf die Einzelkomponenten Energiepreise plus 10,9 Prozent, allerdings die Lebensmittelpreise noch unverändert. Hintergrund da, ich habe es ja gesagt, die Woche über auch zweite Rundeneffekte, erst steigt Energie und dann Lebensmittel und Konsorten. Was verwunderlich ist, die Gebrauchtwagen-Komponente, die hatten wir ja letzte Woche an anderer Stelle gesehen, in einer Meldung, ist mit minus 0,4 Prozent deutlicher hinter dem Anstieg von einem Prozent zurückgeblieben. Dementsprechend insgesamt das Bild logischerweise jetzt vorbörslich zumindest mal behauptet, wie wir früher gesagt haben. Später im Laufe des Tages kommt noch das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan, 16 Uhr unserer Zeit. Und das Bild ist damit für mich zumindest relativ klar. Die Inflation explodiert nicht, aber sie ist auch nicht verschwunden. Sie bleibt sticky, um mal die Worte der Fed-Banker zu benutzen. Und die Frage wird sein, ist es nur transitory? Und ich entschuldige diesen Anglizismus, aber das ist dieses typische Wording. Also wird es vorübergehend sein, um das mal zu übersetzen. Es ist ein insgesamt ungemütliches Zimmer, in dem man sich befindet, um beim Stuhlbild mal ein bisschen zu bleiben. Und die Frage bleibt offen, reicht die ganze Gesamtgemengelage für mehr Risikoappetit oder sehen wir mehr nur eine kurze Atempause? Für den Hintergrund der S&P 500 müsste in Richtung, naja, 7000 Punkte wieder zu sich bewegen. Wir haben diese Woche gesehen, wir sind sozusagen auf das Level rein charttechnisch gekommen, wo wir zu Beginn des Krieges gewesen sind. Und jetzt am Ende, muss man ehrlicherweise sagen, sind wir so schlau wie vorher, könnte man fast sagen. Es hat sich möglicherweise vieles beruhigt, aber noch nicht alles eingepreist. Die Straße von Neumus bleibt auch nach wie vor das Nadelöhr. So, und jetzt komme ich mal zu der Breaking News und dem etwas genaueren Blick auf die Softwareaktien. Das wolltet ihr ja. Das ist tatsächlich diese Woche nach wie vor der Brennpunkt im Tech-Sektor. Denn der Softwarebereich sieht aktuell aus wie ein Hochhaus, bei dem plötzlich mehrere tragende Wände überprüft werden. Nicht alles fällt gleich ein, aber jeder schaut ziemlich nervös auf die Statik. Der iShares Expanded Tech Software ETF, der IGV, wie ich eben gerade gezeigt hatte, ich blende ihn gerne nochmal ein, Verliert deutlich. Es ist der stärkste Tagesverlust seit Februar. Besonders schwach, wenn wir uns mal Einzelaktien angucken, waren Okta, minus 10,9 Prozent, Snowflake, Palantir ServiceNow und auch eben eine Microsoft, die deutlich im Rückwärtsgang in der Gesamtschau befindlich ist und nur davon profitiert, wenn ihr mich fragt, dass sie zu dem Next7 gehört und man an ihr einfach nicht vorbeikommt. Dementsprechend ist das gemischt, das Bild. Bei Okta könnte man sagen, naja, die Aktie hält sich noch einigermaßen gut. Snowflake zeigt sich heute Morgen auch leicht erholt. Aber Palantir, da ist der Druck drauf und ServiceNow profitiert zumindest für den Moment nicht so wirklich von der Analystenmeldung, die von BTIG kam. Nämlich zum siebten Mal in diesem Jahr ist die wichtige Unterstützung von 77 Dollar im IGV mal wieder das Maß der Dinge und nach unten durchbrochen. Eine Unterstützung ist wie eigentlich Eis auf einem See. Beim ersten Mal trägt sie oft noch, beim siebten Mal hört man es schon knacken und krachen. Ganz klar, fällt diese Marke, könnte der ETF in Richtung 70 oder sogar 65 Dollar nach unten krachen. Woran liegt das? Man spricht seitens Evercore ISI von einem Käuferstrike im Softwarebereich, von einem Buyerstrike. Das bedeutet, Anleger verkaufen nicht nur einzelne Namen, sie halten gleich den ganzen Sektor mal deutlich auf Abstand. Software ist aktuell nicht mehr das gemütliche Ledersofa, der Wachstum in West, sondern eher so der wackelige Stuhl, auf dem man vorsichtig Platz nimmt. Ihr kennt ja Barhocker, die sind, wenn man da oben sitzt, auch manchmal ziemlich angsteinflößend. KI ist das Angstthema und der wichtigste Punkt. Der Markt fragt sich nicht mehr, wer KI gewinnt, sondern der Markt fragt sich, wer von KI ersetzt möglicherweise und greift an im Bereich Software. Also neue Modelle von OpenAI, Entropic. Alle sie sorgen dafür, dass die Investoren etablierte Softwarehäuser in Deutschland, SAP unter anderem, mit anderen Augen nochmal betrachten. Die Geschäftsmodelle sind nicht mehr so stabil wie einst gedacht. Wie haltbar sind in dem Kontext die Margen und wie hoch bleiben Eintrittsbarrieren? Wer kassiert am Ende die eigentliche Werkschöpfung im Softwarebereich? Sind es die KI-Firmen oder eben die Softwarebetreiber? Ich weiß noch genau bei ServiceNow, gutes Beispiel. Da sprachen wir darüber, das war eines der ersten Softwareunternehmen, die ganz offensiv ein Statement abgegeben haben mit dem CEO, der gesagt hat, wir implementieren AI in unsere Software. Das bedeutet eigentlich, finde ich, als man es damals gehört hat, okay, die haben den Zahn der Zeit erkannt, die entwickeln sich weiter und AI ist nur eine Fortschreibung der Wertschöpfungskette auf Seiten von Softwareunternehmen. Aber ganz so einfach ist es nicht und Apollo formuliert es recht nüchtern. Man sieht, dass der Sektor erst am Anfang einer größeren Neubewertung steht, wenngleich manche Bewertungen der Aktien schon, oh mein Gott, Duolingo zum Beispiel. Also Erlösmodelle, Bruttomargen, Bewertung, der neue Wettbewerb durch KI, all das ist das, was die Lage aktuell so heikel macht. Grundlegend zweifelt der Markt nicht nur an einzelnen Aktien, er zweifelt gerade am gesamten Selbstverständnis dieses sogenannten Software-Sektors. Auch in Europa sichtbar. Hierzulande zeigt sich das in Nervosität unter anderem bei SAP, die auch ziemlich in die Grütze gegangen sind. Erholt zeigen sich hingegen Infineon Technologies und auch eine Art der Software, Bechtle im Plus. Das heißt, nicht alles ist schwach, aber Software wird gerade sehr viel kritischer sortiert als noch vor einigen Monaten. Das ist die Entwicklung. Das Gegenstück zum Software-Druck sind Rekorde bei Transport und Semiconductors. Und jetzt wird es eigentlich sogar richtig spannend. Ich habe da mal einen Chart vorbereitet, wenn ihr euch den mal angucken wollt. Jetzt, wo Software wackelt, senden andere Teile des Marktes ein ganz klar anderes Signal. Der Dow Jones Transportation und der Philadelphia Semiconductor Index, den habe ich euch hier mal mitgebracht, markieren gleichzeitig nämlich neue Allzeithochs. Das ist der Philly-Semikondaktor-Index und hier der Dow Jones Transport. Warum erzähle ich das? Naja, früher war das Narrativ und die Erzählung, wenn die Transporte laufen, dann läuft die Wirtschaft. Heute gilt, immer stärker, wenn ich ehrlich bin. Wenn Halbleiter laufen, läuft die digitale Wirtschaft. Semisch sind im Grunde die neuen Transports des 21. Jahrhunderts. Ohne Chips kein Rechenzentrum, kein Auto, kein Smartphone, keine KI-Infrastruktur. Und das Interessante dabei ist, der S&P 500 hat diesen Ausbruch in Gänze noch gar nicht vollständig bestätigt und liegt noch rund zweieinhalb Prozent unter seinem Allzeithoch. Warum das wichtig ist? Naja, diese Frühindikatoren wie der Dow Jones Transport laufen oft voran. Mit anderen Worten, während Software gerade hustet, marschiert Transport und Halbleiter schon weiter den Berg hinauf und die Frage wird sein, ob sie den anderen Markt hinter sich herziehen können, ob sie das stemmen. Das bullische Bild lautet, die Marktbreite ist aktuell nicht perfekt, aber die Marktführung bleibt konstruktiv. Auf der Makroseite zum Thema Washington Fed und China gab es noch ein paar Meldungen, denn politisch bleibt es relativ unruhig. Die Anhörung zur Bestätigung von Kevin Walsh wurde verschoben. Gleichzeitig will das Weiße Haus daran festhalten, dass Walsh im Mai die Fed-Führung übernehmen soll. Das bedeutet zusätzliche Unsicherheit rund um diesen Führungswechsel an der Spitze der Notenbank. Auch kein guter Indikator. Dazu kommt in Washington noch ein klar strategischer Dreiklang. Auf der einen Seite mehr Unsicherheit bei der Fed, eine harte Linie gegenüber China und mehr Druck auf Europa. Warum? Washington signalisiert keine echte Lockerung bei chinesischer Technologie in Autos und prüft zudem zusätzlich schärfere Maßnahmen gegen chinesische Telekommunikationsunternehmen. Donald Trump denkt laut über einen Teilabzug von US-Troppen aus Europa nach. Das müsst ihr euch mal reinziehen. Das sind alles erstmal keine unmittelbaren Schock wählen für heute oder morgen. Das E-Wochenende. Aber hier zeigen sich doch deutlich politische Risse im Untergrund, über die möglicherweise morgen die Märkte stolpern können. Und damit sind wir politisch beim Bild des Iran, denn auch hier ist das Bild zweigeteilt. Die gute Nachricht vorneweg, die Waffenruhe zwischen den USA, Israel und dem Iran hat im Großen und Ganzen gehalten. Trump zeigt sich ziemlich optimistisch, dass ein Abkommen möglich ist. Gleichzeitig die schlechte Nachricht, die Lage ist und bleibt fragil. Vor allen Dingen zwei Punkte sind nach wie vor wirklich heikel. Der Libanon und eben die Straße von Hormuz. Im Libanon könnte sich die Lage zwar entspannen, nachdem Benjamin Netanyahu betont hat, dass es dort zwar keinen Waffenstillstand gibt, man weitere Spoiler angreifen werde, aber grundlegend in eine Art Verhandlungsposition kommen will. In der Straße von Nermuz ist der Schiffsverkehr aber weiter schwach. Dieses Thema mit der Mautgebühr wird geprüft, um wieder mehr Schiffe durch die Meerenge zu lassen. Aber warum das wirtschaftlich nicht sinnvoll ist, habe ich gestern bereits erzählt. Das ist übrigens für den Markt entscheidend, denn selbst wenn die Schlagzeilen kurzfristig etwas ruhiger klingen, die Energieinfrastruktur bleibt angeschlagen. Das haben wir bei den CPIs auch gesehen. Das Risiko bleibt hoch und genau deshalb bleibt auch der Stagflationsdruck. Schatten am Horizont verweilend. Ich weiß, ihr mögt das Wort nicht, aber was soll ich sagen? Das ist halt eine Definition. Kommen wir zu internationalen Makrodaten. In China ist der CPI plus 1% etwas schwächer als gedacht ausgefallen. Die prozentualen Entwicklungen bezüglich der Verbraucherpreise sind damit nicht ganz so dynamisch verhalten. In Japan, da steigen die Erzeugerpreise etwas stärker als erwartet und wir sehen in Südkorea unveränderte Leitzinsen 2,5%. In Taiwan die Exporte im März plus 61,8%. Massiv über den Erwartungen. Was sagt uns das? Naja, Asien liefert weiter robuste Signale in Sachen Export- und KI-Lieferkette. Und warum ist das wichtig? Wir besprechen hier manchmal auf dem Kanal auch, dass möglicherweise die Chinesen zwar keinen militärischen Angriff auf Taiwan sich überlegen könnten, aber möglicherweise eine Art Seeblockade machen können. Erinnert mich so ein bisschen an Napoleon, an die Blockade Englands. Grottenlegend gescheitert, aber sei es drum. Das könnte möglicherweise, sollte es soweit kommen, zwar keine unmittelbare militärische Konfrontation im heißen Sinne bedeuten, aber Lieferketten massiv stören und die Auswirkungen werden viel verheerender als das, was bei der Straße von Hormuz gerade passiert. Wenn wir mal überlegen, 20 Prozent die Straße von Hormuz, was Öl und Co. Betrifft. Für manche Regionen mehr, aber iranische Tanke können ja durch. Übrigens habe ich auch gehört, spanische Tanker, weil die den Amerikanern keine Landeplätze zur Verfügung gestellt haben. Und die Iraner hätten das angeblich gemerkt. Wie gesagt, auf solche Infos muss man immer ein bisschen fäustig reagieren, aber das habe ich gehört. Lange Rede gar keinen Sinn. Das könnte in Taiwan, und deswegen wird zu viel exportiert, die produzieren nämlich wieder, bis der Arzt kommt und exportieren vor allen Dingen Chips, weil man nicht weiß, wie lange die Nummer noch gut geht. Und ich finde das, weil wir über Frühindikatoren hier sprechen, einen Fakt, über den man sich mal Gedanken machen kann. Was gibt es Neues in der Wirtschaft und wie geht es weiter an der Börse und wie steht es um die Finanzen? Mit dem Handelsblatt seid ihr immer bestens informiert und deshalb ein kleiner Hinweis an euch alle. Ihr könnt euch das Handelsblatt jetzt gedruckt oder digital für zwölf Monate mit 30% Rabatt sichern. Dieses Angebot richtet sich vor allem an diejenigen, die das Handelsblatt schon kennen. Und direkt zum rabattierten Jahresabo greifen möchten. Wo findet ihr das Schnäppchen? Unter handelsbad.com-wallstreet30 mit dem Link, wie immer, auch in den Shownotes. TNT. KI bleibt der Treiber, aber natürlich nicht mehr ganz ohne Gegenwind, denn auch technologisch bleibt das dominierende Thema künstliche Intelligenz, auch wenn ihr es nicht mehr hören könnt. Gestern, wie gesagt, Amazon und Andy Jesses Brief, sehr offensiv, was auch gleichzeitig Entropic bedient und die Chips von Alibaba. Man verschiebt im Moment so ein bisschen den Fokus von Open Source stärker in Richtung Monetarisierung. Selbst OpenAI will die massive Recheninfrastruktur dazu jetzt auch nutzen, immer mehr Werbeeinnahmen zu generieren. Politisch gibt es eine Menge Gegenwind, Investoren feiern das Ganze im Gesamten, aber die Politik beäugt OpenAI kritisch. Heißt übersetzt, der Markt liebt natürlich das Wachstum, aber die Politik schaut inzwischen genauer auf die Nebenwirkungen. Kommen wir jetzt zum Ende zu ein paar Analysteneinschätzungen. Am auffälligsten heute die Schwäche bei Application Software. Wundert ja keinen. Autodesk von der City auf neutral gesenkt von 331 auf 246 Dollar. DocuSign ebenfalls von der City, nur noch neutral. Kursziel halbiert auf 50 Dollar. ServiceNow von der UBS von 170 auf 100 Dollar. Das passt haargenau ins Bild des Morgens, was ich gerade eben schon so ein bisschen auch euch versucht habe näher zu bringen. Nicht panisch, aber doch deutlich härter und viel ist auch schon gelaufen. Positiv hingegen Constellation Brands mit mehreren konstruktiven Stimmen. Shake Shack von Mizu hochgestuft auf Outperform. Deer ebenfalls mit höherem Kursziel. Die Dutch Bros weiter freundlich bewertet. Kommen wir mal, weil heute Freitag ist, zu so einer Art Wochenfazit. Das Makro ist etwas ruhiger geworden, der Markt wollte nach oben, das haben wir gesehen. Entspannung sieht anders aus, denn PCE und CPI bleiben Leitplanken. Also Inflation, Energie und Geopolitik setzen dem Markt zumindest für den Moment gewisse Grenzen. Die Zahlen von Delta Airlines, Levi Strauss, RPM International, die wir jetzt diese Woche unter anderem gesehen haben, haben gezeigt, dass es wieder inzwischen stärker um das geht, was früher einmal normal war. Marge, Ausblick, Nachfrage und Pricing Power. Der Markt steigt also weiter, aber auf einem etwas schmaleren Pfad. Nicht alles wird mitgenommen, nicht alles bekommt den gleichen Applaus. Halbleiter, Infrastruktur und KI-Nahe Themen wirken robust. Software, Teile des Konsums und klassische Wachstumssegmente stehen deutlich unter Beweiszwang und müssen erst liefern. So, ob das gelingt? I don't know. We will see. Zum Schluss eine kleine Freitagsrandnotiz zur Bitcoin-Welt. Das sei mir an der Stelle erlaubt. Vielleicht ist das größte Geheimnis rund um Satoshi Nakamoto gar nicht mehr ist, sondern wie man mit 1,1 Millionen Bitcoin, die besitzen kann, ohne seit Jahren auf nur aus Versehen einmal auf die Verkaufen-Taste geklickt zu haben. Und ich werde den Beitrag verlinken, aber es ist sehr spannend. Dieser Mann mit Namen Adam Beck wurde gefragt im Interview von CNBC, ob er nicht möglicherweise... Satoshi ist. Und er hat gesagt, sinngemäß, nee, ich bin es nicht, aber ich habe ihm ein paar E-Mails geschrieben. Ein Investigativjournalist der New York Times hat sich auf den Weg gemacht und Dinge gefunden, recherchiert, die darauf hindeuten, dass Adam Beck möglicherweise, aber nochmal, wenn man das ist, also wenn ich jetzt 77 Milliarden Dollar in Bitcoin schwer wäre und ich würde gerne ein normales Leben führen. Ich bräuchte nicht mal 77 Milliarden, selbst wenn ich heute, beschweige denn, ich würde mal Lotto spielen, im Lotto gewinnen würde und es wären nur 3, 4, 5, 10 Millionen, was auch immer da so die Gewinne sind. Würde ich es dann irgendjemandem verraten? Ich glaube nicht. Ich glaube nicht. Und nicht jeder ist so drauf, ich weiß nicht, ob ihr diese Einschätzung teilt, wie Elon Musk oder andere schillernde Personen aus der Welt von US-Tech, die Zuckerbergs, die Bezos und wie die alle heißen. Dementsprechend finde ich das an der Stelle, Deswegen erzähle ich es euch zum Schluss. Eigentlich eine ganz schöne Anekdote, die so ein bisschen zeigt, selbst wenn der Mann, der gute Adam, derjenige sein soll, der den Bitcoin erfunden hat, das White Paper geschrieben hat, dann lassen wir ihm doch seine Ruhe und seine Zurückgezogenheit und sein normales, beschauliches Leben. Daran gibt es absolut nichts zu finden und nichts herabzuwürdigen oder sonst irgendwas, sondern das Ganze irgendwie nur zu respektieren. So, ich will aber jetzt nicht zu kirchlich klingen. Mein Papa ist Pfarrer, daher kommt das dann manchmal, dass ich so anfange zu predigen. Amen. Euch eine gute Zeit. Ich wünsche euch ein tolles Wochenende. Danke, dass ihr dabei wart. Danke für eure Begleitung in den letzten Wochen und für euer Engagement, eure vielen Kommentare. Es war mir eine Freude. Euer Patrick Dowey. Und jetzt der obligatorische und barfinsichere Risikohinweis von Mr. Markus Koch. Meine Damen und Herren, liebe Aufsichtsbehörden, ich darf Sie darauf hinweisen, dass die Inhalte in diesem Video ausschließlich der allgemeinen Information dienen und keiner Empfehlungen zum Erwerb oder der Veräußerung bestimmter Finanzinstrumente und somit keiner Anlageberatung darstellen. Insbesondere können Wall Street Correspondents und der Vortragende nicht einschätzen, inwiefern die im Video gemachten Empfehlungen ihren Anlagezielen, ihrer Risikobereitschaft und Verlusttragfähigkeit entsprechen. Wer also auf Basis von Informationen in diesem Video etwaige Anlageentscheidungen trifft, trifft diese ausschließlich auf eigene Verantwortung und eigene Gefahr. Und das wiederum bedeutet, dass weder Wall Street Correspondents noch der Vortragende, Das ist immer noch dieser Mann hier für Verluste haften, die sie dadurch erleiden, dass sie Anlageentscheidungen aufgrund von Informationen oder Kommentaren in diesem Video getroffen haben. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und weiterhin einen erfolgreichen Handelstag.