Heute ist Montag, der 13. April. Herzlich willkommen zur Opening Bell, featuret bei Handelsblatt Bier. Staaten schwächer in den Tag, aber deutlich über den Tagestiefs. Und das, obwohl der Ölpreis im New Yorker Handel etwa 7 Prozent im Plus notiert in den ersten Handelsminuten. Der Aktienmarkt notiert auch deutlich über den Tagestiefs, die wir vorbörslich vor Handelsstart gesehen haben. Was den Dow Jones belastet, sind vor allen Dingen die Aktien von Goldman Sachs. Hier sehen wir nach Bekanntgabe der Ertragszahlen Abgabedruck. Die Aktie verliert etwa 4 Prozent und in der Tat stehen in dieser Woche die Finanzwerte im Fokus. Im weiteren Wochenverlauf melden die Citigroup, JP Morgan, Wells Fargo, Morgan Stanley. Die Liste der Zahlen ist lang. So, einen wunderschönen guten Morgen. Welcome back. Jawohl, ja, letzte Woche noch Geburtstag gefeiert am 10. April, jetzt wieder am Start und man mag es kaum glauben sogar, meine Stimme ist endlich wieder da nach drei Wochen, genau rechtzeitig, vor der Invest am Freitag und am Samstag in Stuttgart. Starten wir gleich durch, werfen wir einen Blick auf die Märkte und eines vorab, wenn ich Headlines lese, dass die Gespräche zwischen den USA und dem Iran gescheitert seien, dann glaube ich muss man hier doch ein bisschen stärker differenzieren, auch wenn der Ölpreis insgesamt anzieht heute Morgen, wir sehen weiterhin, Eine ziemlich starke Emanzipation des Aktienmarktes im Vergleich zu dem steigenden Ölpreis, das der Dow Jones so schwach notiert. Das hängt vor allen Dingen mit Goldman Sachs zusammen. Die Aktie verliert vorbörslich nach den Ertragszahlen etwa 5 Prozent, ist allerdings auch im Vorfeld der Ertragszahlen stark nach oben gelaufen. Ich schaue mir gleich nochmal Goldman Sachs im Detail an. Aber die Gespräche als insgesamt gescheitert zu beschreiben, halte ich für ein bisschen verfrüht. Und man muss sich hier die Schlagzeilen anschauen und letztendlich gesehen dann auch das, was zwischen den Zeilen geschrieben wird. Es ist vollkommen richtig, dass die Gespräche am Wochenende nicht zufriedenstellend waren. Enttäuschend ist auch, dass man zu keinem Ergebnis gekommen ist. Und dann muss man aber, wie gesagt, ein bisschen unterscheiden zwischen Schlagzeile und dem, was letztendlich unterschwellig stattfindet. Also zunächst musste ich ein bisschen schmunzeln nach dem Motto, wie schwäche ich den Gegner, die Blockade des Gegners. Man macht eine eigene Blockade, um die andere Blockade wieder zu entkräftigen. Natürlich sitzt der Iran an dieser Stelle immer noch auch am längeren Hebel. Aber das ist nicht der Punkt. Schauen wir uns die Schlagzeilen mal im Detail an. Donald Trump hatte am Wochenende also zunächst einmal gepostet, dass nun ab diesem Montag die Straße von Hormuz von den Vereinigten Staaten blockiert wird. Und wie so oft werden seine Aussagen dann im Nachhinein. Nennen wir es freundlich präzisiert und zwar in diesem Fall vom Pentagon. Und nun klingt das Ganze schon etwas weniger dramatisch, was also vorher nach einer vollständigen Blockade geklungen hat, ist jetzt vor allen Dingen eine Blockade der Schiffe, die Häfen im Iran anlaufen oder verlassen. Dann hatten wir gestern Abend gegen 18 Uhr meiner Zeit, Mitternacht bei euch, eine Schlagzeile im Wall Street Journal. Wenn man die liest, dann klingt das in der Tat zunächst einmal überwiegend negativ. Trump erwägt limitierte Angriffe gegen Iran nach dem Kollaps der Gespräche. Also wieder Bombardierungen des Iran? Wenn man sich dann aber die Story mal genau durchliest, also abseits der Schlagzeile, dann werden hier zwei, drei Punkte sichtbar. Zum einen heißt es auch heute Morgen in den Medien, Washington ziehte begrenzte militärische Aktionen in Erwägung. Das ist mit den sehr umfangreichen Luftangriffen der letzten Wochen nicht mehr zu vergleichen und wirkt zunächst einmal auch nach einer gewissen Entschleunigung der Situation. Auch die Washington Post schreibt, dass man das Ganze nicht als ein Scheitern beschreiben sollte. Letztendlich bleiben die Tore für Gespräche jetzt weiterhin offen. Und die Chance, dass diese Waffenruhe halten wird, ist durchaus gegeben. Das mag einer der Gründe sein, weshalb der S&P jetzt nicht so viel deutlicher Schwächer notiert. Und ihr müsst euch mal die Tiefs vor Handelsstart anschauen. Der S&P war über Nacht bei etwa 6.760 Punkten. Wir sind schwächer, das ist richtig. Das liegt allerdings auch an der Berichtssaison, die jetzt langsam anfängt. Aber auffällig ist, wie gesagt, vor allen Dingen, dass der Ölpreis wesentlich stärker anzieht, als der Aktienmarkt letztendlich gesehen negativ reagiert. Und wenn man sich jetzt die Historie mal anschaut, die Deutsche Bank hatte schon vor einigen Wochen dazu eine sehr schöne Grafik. Da hat man sich mal die externen Schocks seit 1939 angeschaut, immerhin über 30 Stück. Man hat oft... Vor dem Zenit dieser Schocks bereits eine Erholung am Aktienmarkt gesehen. Und wenn man sich das Timing mal anschaut, den Median nimmt, dann bei dieser Bounceback, den wir jetzt gesehen haben, durchaus im Rahmen vergangener externer Schocks. Und ich weiß genau, was jetzt der ein oder andere sagt. Ja, aber der eigentliche Schock kommt ja erst noch, wenn man sich anschaut, wie die Lagerbestände für Öl global bereits runterlaufen. Und vor allen Dingen Asien exklusive China und Indien wird besonders schwer getroffen. Indien natürlich auch zu einem etwas geringeren Ausmaß. Und wenn die USA jetzt Schiffe aus dem Iran abfangen, dann trifft das natürlich indirekt auch schon wieder China. Wie gesagt, über 80 bis fast 90 Prozent des iranischen Öls landeten im Vorbeginn des Kriegs in China. Parallel gab es Medienberichte, dass China in Vorbereitung ist, Luftabwehrwaffen an Iran zu liefern in den kommenden Wochen. Donald Trump droht heute Morgen mit 50 Prozent Zöllen. Gegen China sollte man das letztendlich gesehen tatsächlich machen. Also wir sind immer noch in diesem Nebel des Krieges, keine Frage. Und zu guter Letzt bleiben auch Risiken im Markt, auch das Risiko von Angebotsengpässen. Zu guter Letzt, also ein Angebotsschock, wenn man sich jetzt Treibstoff anschaut bei Fluggesellschaften global, da kann es durchaus, wenn sich diese Situation fortsetzt, zu Engpässen kommen. Und das darf man auch nicht unterschätzen, das Risiko, keine Frage. Aber jetzt rein bezogen auf das abgelaufene Wochenende muss man, glaube ich, durchaus unterscheiden zwischen dem, was die Schlagzeilen sagen und was zu guter Letzt tatsächlich dann auch, wenn man sich das im Detail anschaut, wie das Fazit dann tatsächlich ausfällt. So ist es sehr wahrscheinlich, dass wir in dieser Woche. Ab dieser Woche eine Verlagerung sehen, das Fokus der Wall Street natürlich immer noch auch auf die Entwicklung Nahost, keine Frage, aber eben auch auf die Berichtssaison, die jetzt an der Wall Street in dieser Woche beginnt. Schauen wir uns mal ganz kurz die Schätzungen an. Ihr kennt diese Grafik, die ich schon vor meinem Urlaub eingeblendet hatte. Hier sehen wir mal von Goldman Sachs und FactSet die Gewinnschätzungen für die Unternehmen im S&P 500. Und ich möchte mal mit dem vierten Quartal anfangen. Die Schätzungen für das vierte Quartal, hier lag das Ertragswachstum, das angepeilt wurde, Ertrag pro Aktie, bei sieben Prozent. Das waren die Schätzungen der Analysten. Tatsächlich wurden es dann 13 Prozent. In anderen Worten, die Schätzungen wurden um eine sehr weite Spanne geschlagen. Das Umfeld hat sich aber in dem Punkt massiv geändert. Die Schätzungen für das erste Quartal, das Ertragswachstum soll, 12% erreichen. Wie gesagt, im vierten Quartal wurden 13% tatsächlich dann gemeldet. Die Lücke also, das Potenzial zu schlagen, ist hier relativ dünn. Abgesehen davon ist auffällig, dass während die Inflationsdaten nun anziehen. Gleichzeitig das Verbrauchervertrauen der Universität von Michigan auf das niedrigste Niveau seit Beginn der Datensammlung eingebrochen ist im April, sind die Gewinnschätzungen an der Wall Street für die Unternehmen im S&P 500 aber gestiegen. Die Messlatte hängt dieses Mal also sehr hoch. 12% Ertragswachstum angepeilt für das erste Quartal. Und. 18% Ertragswachstum für das zweite Quartal, 20% Ertragswachstum für das dritte Quartal, 19% für das vierte Quartal. Guys, wenn das erreicht wird, dann müssten wir mit Leichtigkeit die alten Hochs im S&P überwinden. Die Frage wird nur sein, ob mit einer so hoch hängenden Messlatte nicht im Prinzip schon Enttäuschung mit vorbereitet ist. Interessant ist auch, dass man die Statistik mal runterbrechen muss. Insgesamt sieht das natürlich sehr gut aus, aber brechen wir das mal runter auf die Tech-Werte, dann sehen wir, dass alleine Nvidia und Micron, nur diese beiden Werte. Machen 49% des Ertragswachstums im S&P 500 aus, nur diese zwei Werte. Wenn man jetzt Nvidia, Micron, Microsoft, Broadcom, Amazon, Meta und Alphabet zusammenfasst, dann machen allein diese Werte knapp 60% des angepeilten Ertragswachstums, Ertrag pro Aktie im S&P 500 aus. Es wird also wieder ein sehr stark verwischtes Bild sein und wir hatten ja vor einigen Wochen schon mal über die sogenannte Dispersion gesprochen, also die Spanne zwischen besonders stark steigenden und besonders stark sinkenden Aktien. Die Dispersion war extrem hoch vor Beginn des Rücklaufs, hat sich jetzt normalisiert und wird sich mit einer hohen Wahrscheinlichkeit jetzt wieder auseinander entwickeln, weil wie gesagt die Spanne zwischen guten Zahlen, bombastischen Zahlen und schwachen Zahlen, diese Spanne wird sehr stark auseinanderlaufen. Es wird letztendlich gesehen ein Stock-Pickers-Markt bleiben. Also man muss genau hinschauen, wem man zu guter Letzt im Portfolio hat. Und damit fange ich mal mit Goldman Sachs heute Morgen an. Die Zahlen waren insgesamt, würde ich sagen, eigentlich ganz gut. Der Ertrag pro Aktie 17,55 Dollar, 16,34 Dollar wurden erwartet. Der Umsatz mit 17,2 Milliarden auch solide über den Schätzungen, die lagen bei 16,9 Milliarden Dollar. Und auch wenn man ein bisschen Abstand nimmt und man schaut sich die einzelnen Bereiche an, Sieht das Bild insgesamt, zumindest mal auf den ersten Blick, ganz gut aus. Investmentbanking-Einnahmen, fast 50% im Plus über den Erwartungen. Wir haben den Aktienhandel besser als erwartet. Auch das läuft. Asset Management, Vermögensmanagement enttäuscht leicht. Und jetzt kommt es eben doch, der ein oder anderen Bereiche ziehen die Aktien mit runter. Einmal der Rentenhandel, hier sind die Umsätze um 10% gesunken, verfehlen die Ziele. Im Wealth Management waren die Umsätze auch etwas unter den Erwartungen des Marktes. Und jetzt kommen die nächsten zwei Punkte. Der Backlog, also der Auftragsbestand sozusagen im Investmentbanking, signalisiert eine Abkühlung. Und Goldman Sachs hat das abgelaufene Quartal durch ungewöhnlich niedrige Steuersätze aufgehübscht. Und zwar hat man im letzten Jahr, im gleichen Quartal, noch über 21 Prozent Steuern bezahlt. Und jetzt hat man knapp über 13 Prozent Steuern bezahlt. Ein Ertrag pro Aktie aufgehübscht durch vor allen Dingen Steuerthemen ist ein sogenannter Low-Quality-Beat. Also zeugt jetzt nicht unbedingt von Qualität. Gleichzeitig waren auch die Rückstellungen für mögliche Kreditausfälle mit 315 Millionen Dollar etwa doppelt so hoch, wie die Wall Street erwartet hatte. So die Aktie ist auf der Verliererseite heute Morgen, wie gesagt, eine der Hauptgründe für den Abgabedruck heute im Dow Jones. Und der Finanzsektor wird jetzt natürlich mit diesem sehr verhaltenen Startschuss von Goldman Sachs im Fokus bleiben. Wie immer beginnt die Berichtssaison mit den Banken und den Finanzhäusern. Goldman Sachs steht also unter Druck. Morgen von dem Opening meldet die Citigroup, JP Morgan, Wells Fargo. Am Mittwochmorgen die Bank America und dann auch Morgan Stanley. Die Aktie ist im Schlepptau mit Goldman heute auch auf der Verliererseite. Im weiteren Wochenverlauf haben wir dann die US-Bancorp und Schwab. Abseits der Finanzwerte, Haben wir noch einige andere Highlights. Wir haben Netflix am Donnerstag nach dem Closing der Wall Street. Das wird sicherlich viel Beachtung finden. Das wird auch viel Aussagen über den Zustand des Werbemarktes. Nicht vergessen, im letzten Quartal oder im vorhergehenden Quartal, also viertes Quartal, waren die Werbebuchungen bei Netflix, bei den werbeunterstützten Formaten, eher enttäuschend. Bei YouTube auch. Das heißt, sehen wir das dieses Mal auch. Auch Netflix könnte hier also eine Art Vorbote sein für das, was in diesem Segment noch auf uns zukommt. Und wir haben ansonsten im Luxusgüterbereich auch einige spannende Highlights heute Abend nach dem Closing der europäischen Börsen. Die Zahlen von Louis Vuitton, wir haben morgen Abend Caring und dann am Mittwoch in Europa Hermes und ASML. ASML wird natürlich auch für die AI-Werte hier eine sehr stark übergeordnete Rolle spielen. Also die Berichtssaison bleibt hier im Fahrersitz. Persönlich muss ich sagen, bei einem S&P zwischen 6.900 und 7.000 müsste der Widerstand eigentlich zunehmen. Und wir haben diese Woche, oh Freude, auch noch die Steuer-Deadline. Am 15. April müssen wir hier in den USA unsere Einkommenssteuererklärung abgeben, werden also zur Kasse gebeten. Die eigentliche Steuererklärung kann dann bis Oktober eingereicht werden, aber die Kohle muss jetzt gelatzt werden. Das kann auch dazu führen, dass der ein oder andere erst mal Aktien verkaufen muss, um Cash aufzutreiben. Wenn man sich jetzt allerdings Goldman Sachs mal durchliest, die sogenannten CTAs, das sind Trendfolgemodelle, quantitative Trendfolgemodelle, dann müsste diese Woche eigentlich ganz gut aussehen. Wir haben laut Goldmans Schätzungen etwa 40 bis 45 Milliarden Dollar auf der Kaufseite der CTAs, könnte den Markt also letztendlich gesehen stützen. Was mich immer noch ein bisschen stützig macht, sind zwei Faktoren. Ich habe die Charts jetzt leider nicht dabei. Aber Nummer eins, wir hatten vom 7. auf den 8. April etwas sehr Ungewöhnliches. Am 7. April schloss der S&P 500 unter der 50- und 200-Tage-Linie. Am 8. April mit einem gewaltigen Gap-Up schloss der Index dann über beiden Tageslinien, 50- und 200-Tageslinien. Das ist historisch betrachtet eine echte Seltenheit und gab es seit 2003 nur etwa drei bis vier Mal. Jedes Mal tendierte der S&P etwa drei, vier Wochen später auf einem niedrigeren Niveau und die Korrektur hat sich fortgesetzt. Und das ist so ein bisschen der Punkt, der ja hier immer noch den einen oder anderen ausbremst, auch mit Blick letztendlich auf die reziproken Zölle, den Liberation Day im März letzten Jahres, März, April nochmal ein kleiner Backflash zurück. Wie lief das damals ab? Es ging im Vorfeld die reziproken Zölle schon bergab. Wir hatten dann einen Bounce, einen relativ starken Bounce, wie dieses Mal ja auch. Und dann folgte erst der eigentliche Abverkauf, nochmal eine Korrektur von etwa 5 bis 10 Prozent um den Dreh. So und das bremst den ein oder anderen aus. Wie gesagt, Widerstände bei 6.000 bis 7.000 im S&P sind groß und das sind die Niveaus auch vor Beginn des Iran-Kriegs und dass der Gegenwind zugenommen hat, natürlich auch durch die Ölpreise, durch die Inflation, die anzieht. Selbst Donald Trump betont ja, Verbraucher müssen sich längere Zeit auf höhere Energiepreise einstellen. All das müsste eigentlich das Potenzial des S&P deckeln. Das wird also sehr spannend sein, ob letztendlich gesehen diese Niveaus hier übertroffen werden. Und ich muss sagen, als Börsianer, der ja nun wirklich schon seit Jahrzehnten an der Börse rumrennt. Man muss aufpassen, dass rein psychologisch betrachtet, du kriegst, ich sag es mal vulgär, du kriegst ordentlich eins auf die Fresse. Dann denkst du dir, wunderbar, bounce back, möglichst schnell wieder alles rückverdienen. FOMO, the fear of missing out. Dann wird man wieder reingesaugt und dann in der nächsten Welle kann es nochmals schmerzhaft sein. So und ich muss sagen, ich persönlich, so trade ich letztendlich für mich auch. Ich liebe extreme Phasen. Wir hatten vor gut eineinhalb Wochen extreme Angst. Wir hatten sehr defensive Positionierungen bei Investoren und auch die Optionsmärkte haben signalisiert, Puttkäufe, Absicherungen bis zum Abwinken. Das heißt, das Gummiband war extrem gespannt. Wenn das dann losgelassen wird, schnallt das sehr schnell zurück im ersten Schwung. Da kann man dann also richtig Geld verdienen, aber danach wird es dann wieder, okay, also jetzt ist die Spannung runter vom Gummi, wie geht es denn jetzt danach weiter und ich vermute nach wie vor, dass wir eine sehr volatile Phase vor uns haben, zumal die Midterms im Vorfeld ja meistens auch besonders volatil ausfallen. Und wenn wir eine Refokussierung bekommen auf die Earnings und letztendlich gesehen dann auch auf die Wirtschaftsdaten und wir sehen dann die Zweitrundeneffekte dieser Angebotsschocks. Ich glaube, dass insofern die Freude an der Wall Street, die wir jetzt erstmal hatten, so nicht unbedingt, zumindest mal über der Marke von 7000 im S&P anhalten wird. So, jetzt kommen wir mal zu den Makromeldungen abseits vom Thema Iran. Wir sehen übrigens, ich gehöre nicht dazu, dass Steuerbetrug immer mehr zunimmt in den USA. Liegt übrigens auch daran, dass Donald Trump oder die Trump-Administration ein Drittel der IRS Enforcer entlassen hat. Also im Prinzip die Leute beim Finanzamt, die quasi Steuerbetrügern hinterherjagen, ein Drittel der Mitarbeiter dort wurden entlassen. So das Wall Street Journal und dementsprechend, naja, einige, wenn sie nicht andauernd überwacht werden, die werden dann sehr kreativ. Das hat also zugenommen, nur am Rande bemerkt. So das Thema der reziproken Zölle. Und auch da muss man sagen, kassiert Donald Trump immer mehr Niederlagen. Seine Amtszeit ist nicht gerade von besonders großen Erfolgen gekrönt, wenn man das nur nüchtern betrachtet. Also bitte greift mich jetzt nicht an, die großen Trump-Fans, die es immer noch gibt. Aber zu guter Letzt haben wir weniger Wirtschaftswachstum als in den letzten Jahren unter Biden. Wir haben letztendlich gesehen, eine Inflation, die an Dynamik gewonnen hat, nicht verloren hat. Also so rosig ist das Umfeld für ihn aktuell nicht. Das zeigen auch die Wahlumfragen. Orban hat in Ungarn verloren. Da muss ich ehrlich sagen, tut mir wirklich leid für die, die anderer Meinung sind. Sei euch gegönnt. Ich bin froh, dass Orban verloren hat. Das ist für Europa ein gewaltiger Schritt in die richtige Richtung, ist meine persönliche Meinung. Und ich bin sehr gespannt, ob wir nicht ein ähnliches Phänomen in den USA erleben werden, dass die Republikaner hier massiv abgestraft werden. So und das bringt mich nochmal zurück zu den Reziprokenzöllen und den Zöllen insgesamt. Die Reziprokenzölle wurden ja im Prinzip vom Supreme Court für illegal erklärt. Danach kam Trump gleich um die Ecke. Okay, jetzt machen wir 10 Prozent Zoll, basierend auf Sektion 122 und eventuell 15 Prozent. Well, jetzt haben wir also wieder eine Gerichtsentscheidung, beziehungsweise die Entscheidung steht noch aus, aber das internationale Handelsgericht der Vereinigten Staaten signalisiert, dass man sich gegen diese 10% Zölle unter Sektion an 122 stellen wird. Der effektive Zollsatz in den USA ist übrigens aktuell 11,1 Prozent, schon deutlich weniger als noch vor einigen Monaten und natürlich vor allen Dingen im Umfeld der reziproken Zölle. Im Vorfeld der Trump-Administration Phase 2, also der ersten Amtszeit in der zweiten Phase, lagen die Zölle insgesamt unter 5 Prozent. Also trotzdem noch eine ziemliche Verteuerung, werden aber eine zunehmend weniger wichtige Rolle spielen. So, dann kommen wir nochmal zurück. Zu den Meldungen außerhalb der Ergebnisse, Goldman hatte ich schon angesprochen, Fasdenal übrigens im Industriesektor, im Rahmen der Erwartungen, die Zahlen, der Trag und Umsatz, wie dem auch sei, mahnt das Management im März, haben die täglichen Verkaufsaktivitäten an Dynamik verloren, die Aktie ist auch auf der Verliererseite. Also im Tech-Sektor hatten wir die letzten Tage eine sehr brutale Rotation. Die Hyperscaler bergauf, die ganzen Infrastrukturunternehmen im AI-Sektor deutlich auf der Siegerseite. Software wurde senkrecht in den Boden gerammt. Eine ServiceNow, eine Salesforce, eine SAP, you name it, alles was nach Software riecht, wurde ausradiert, also ausradiert ist ein bisschen überzogen, wurde sehr stark abgestraft in den letzten Wochen. Wir haben mittlerweile bei ServiceNow von dem Rekordhoch ausgehend einen Einbruch von über 60 Prozent. Und das, obwohl eigentlich das Ertragswachstum und das Umsatzwachstum vieler dieser Unternehmen sogar parallel an Dynamik gewinnt. Ich muss zugeben, dass ich persönlich am Freitag mal ein bisschen zugegriffen habe bei diesen Werten, weil mir das mittlerweile doch sehr übertrieben scheint. Selbst wenn jetzt auf Sicht von fünf oder sechs Jahren sich das Umfeld ändert, werden wir immer wieder auch mal Bärenmarktrellys in diesem Segment sehen. Das Ganze wurde mit ausgelöst durch Mythos. Das ist dieses neue Modell von Anthropic, das erst mal nicht veröffentlicht wird aufgrund der Cyber Security Risiken. Das System sei so gut, dass man in Kürze im Prinzip jegliche Schwäche in Software erkennen kann und von Hackern auch ausgenutzt werden kann. Und das hat Cyber Security Software-Werte also dementsprechend unter Druck gesetzt. Es gab dann dieses Emergency-Treffen zwischen Finanzminister Bassent und Jerome Powell, dem Chef der US-Notenbank. Auch das hat natürlich am Freitag nochmal für Panik gesorgt. Die wollen von den Banken wissen, wie steht es denn um eure Absicherung in Sachen Cyber Securities. So, jetzt heute Morgen schreibt, ich muss ehrlich sagen, Tom's Hardware habe ich noch nie gehört, aber es wird hier und da zitiert, dass das Projekt Glasswing für Mythos, das von Anthropikans Leben gerufen würde, mehr oder weniger ein Sales Pitch sei als alles andere und es sei jetzt kein Sentient, also kein Befähiger für sogenannte Super Hacker. Alright, da wird also ein bisschen zurückgerudert und gleichzeitig berichtet die Financial Times, dass Anthropic gegenüber OpenAI im Firmenkundenbereich erheblich an Dynamik gewonnen hat und vor allen Dingen der Kampf mit dem Pentagon, dass Anthropic also hier einen Rückzieher gemacht hat aus ethischen Gründen und OpenAI ist dann sofort in die Presche gesprungen und hat gesagt, wir sind aber gern dabei. Das hat sich für OpenAI belastend ausgewirkt. Sam Altman hat übrigens schon wieder einen Anschlagsversuch heute Morgen oder gestern Abend gesehen auf seinem Haus. Das ist natürlich auch bedenklich, muss man sagen. Aber gut, bleiben wir beim Business OpenAI und Anthropic. Da hat Anthropic weiterhin die besseren Karten. Insgesamt hat die KI-Industrie ein Problem. Sie hat einen immensen Angebotsengpass im Computing-Bereich und das würde vor allen Dingen bei Anthropic sehr große Limitierungen notwendig machen für die Nutzer für bestimmte Produkte. So, jetzt kommen wir nochmal zu einem Wert, der vermutlich heute steigen wird, SanDisk. Und zwar wird SanDisk am 20. April im Nasdaq 100 aufgenommen und man wird Atlassian ersetzen. Atlassian könnte also dementsprechend unter Abgabedruck stehen und ihr seht schon, dass ich hier parallel am Blättern bin, weil es nämlich parallel auch Analystenkommentare heute Morgen gibt. Jetzt habe ich den Kommentar nicht hier, aber insgesamt, also ihr wisst, wenn so ein Wert im Nasdaq 100 aufgenommen wird, satteln die ETFs auch auf diese Produkte um, auf diese Aktie um, die dann quasi mitgekauft werden muss und im Index in den ETFs quasi aufgenommen werden muss. So, was haben wir ansonsten? Ja, Nike könnte schon wieder unter Druck stehen und zwar ist bei Nike der Chief Innovation Officer, also der Mann, der die Innovation bei Nike vorantreiben soll, der verlässt das Unternehmen schon wieder und zwar war der weniger als ein Jahr im Job, so das Wall Street Journal. Das heißt, die Sorge, dass der Turnaround-Plan bei Nike weiterhin Schwierigkeiten haben wird, wird dadurch angefacht. Nike müsste darunter leiden. Die HSBC stuft die Aktie heute. Da muss ich mir immer sagen, Leute, wo war die Aktie in den letzten Monaten? Heute wird die Aktie von kaufen auf halten abgestuft. Das Kursziel sinkt. Gott, von 90 Dollar jetzt auf 48 Dollar. Sehr, sehr interessant. Also der Turnaround sei jetzt eine Show-Me-Story. Also man muss sich jetzt erstmal abwarten, bis der Turnaround gelingt. Man sieht vor allen Dingen Schwäche bei Converse in China, in Europa, in der Ost- und Afrika. Bei Converse gab es ja immer wieder die Hoffnung, dass Nike den Bereich verkaufen würde. Immer wieder wurde dann betarnt, nein, man will den Bereich nicht verkaufen. Also wie dem auch sei, hier gibt es heute schon wieder negative Analystenkommentare, wenn auch zugegebenermaßen ein bisschen spät. So, ansonsten haben wir bei Analystenkommentaren Adobe. Die Aktie wird bei BTIG mit Neutral eingestuft. Man sorgt sich über die Zukunft des Unternehmens. Aber da muss ich auch wieder sagen, das Ding hat so, so zu wissen. Jetzt kommt man also auf die Idee, naja, also wir machen uns jetzt Sorgen um die Zukunft. Really? Ich meine, hast du dir den Aktienkurs schon mal angeschaut oder bist du blind? Also es ist wirklich erstaunlich, dass dieses Hinterherrennen in diesem Sektor und letzte Woche war es ja letztendlich bei zum Beispiel einer ServiceNow oder einer Salesforce in mancherlei Hinsicht nicht anders. Goldman Sachs äußert sich negativ zu Best Buy, einer der großen Elektro-Einzelhändler in den USA. Die Aktie wird von Kaufen auf eine glatte Sell, auf Verkaufen abgestuft. Das Kurs rasiert von 76 auf 59 Dollar. Man befürchtet, Margendruck bei dem Unternehmen, dieser Margendruck könnte im Zuge der Quartalszahlen sichtbar werden. So, Blackstone, sehr stark runtergezogen durch diese ganzen Private Credit Schlagzeilen. Das Broker aus Oppenheimer sagt, qualitativ sehr hochwertiges Unternehmen. Die Aktie sei vergleichsweise günstig basierend auf den Ertragsschätzungen für 2027. Daher wird diese Aktie hier zum Kauf empfohlen. So, bei Starbucks bleibt es spannend. Wir haben heute die Meldung, dass McDonalds jetzt anfangen will, auch Energydrinks mit anzubieten. Und zwar will man jetzt in diese Sonderdrink-Sparte reingehen und zwar günstiger als der Wettbewerb. So und heute Morgen wird die Aktie bei Jefferies zwar von Verkaufen auf Halten aufgestuft mit einem Kursziel von 92 Dollar. Man sagt, man sieht eine Stabilisierung des US-Geschäfts. Aber die Tatsache, dass jetzt McDonald's in diesen Bereich reingehen will, Dutch Brothers werden hier mit erwähnt, Starbucks wird erwähnt als möglicher Konkurrent für Specialty Sodas und Energy Drinks, um Wachstum voranzutreiben. Und McDonalds ist da ziemlich ernstzunehmender Konkurrenz, muss man sagen. Seagate wird bei der Citigroup heute zum Kauf empfohlen. Das Kurssteam steigt auf 595 Dollar. Angebot und Nachfrage nach wie vor sehr große Engpässe. Gutes Preis umfällt das Spiel. Seagate weiterhin in die Karten. Spotify bei Wells Fargo wird das Kurssteam minimal gesenkt auf 640 Dollar. Die Aktie wird allerdings weiterhin zum Kauf empfohlen. So guys, das war es für heute. Ich bin heute Abend natürlich auch am Start mit der Closing-Bell. Bis dann und macht's gut. Und jetzt der obligatorische und barfinsichere Risikohinweis von Mr. Markus Koch. Meine Damen und Herren, liebe Aufsichtsbehörden, ich darf Sie darauf hinweisen, dass die Inhalte in diesem Video ausschließlich der allgemeinen Information dienen und keiner Empfehlungen zum Erwerb oder der Veräußerung bestimmter Finanzinstrumente Instrumente und somit keine Anlageberatung darstellen. Insbesondere können Wall Street Correspondents und der Vortragende nicht einschätzen, inwiefern die im Video gemachten Empfehlungen ihren Anlagezielen, ihrer Risikobereitschaft und Verlusttragfähigkeit entsprechen. Wer also auf Basis von Informationen in diesem Video etwaige Anlageentscheidungen trifft, trifft diese ausschließlich auf eigene Verantwortung und eigene Gefahr. Und das wiederum bedeutet, dass weder Wall Street Correspondents noch der Vortragende, Das ist immer noch dieser Mann hier für Verluste haften, die sie dadurch erleiden, dass sie Anlageentscheidungen aufgrund von Informationen oder Kommentaren in diesem Video getroffen haben. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und weiterhin einen erfolgreichen Handelstag.