Heute ist Montag, der 4. Mai. Herzlich willkommen zur Opening Bell, featuret bei Handelsblatt mit mir, Patrick DeWayne. Nach einem wirklich sensationellen Monat April startet der Mai uneinheitlich, könnte man sagen. Der Dauf verliert ein halbes Prozent, der S&P tritt auf der Stelle und die Technologiebörse Nasdaq versucht weiter an die Rekorde anzuknüpfen, die wir in der letzten Woche gesehen haben. Denn auch die letzte Woche war die 5. Gewinnwoche in Folge für den Nasdaq. Vorwürstlich gab es unter anderem Zahlen von Norwegian Cruise Line und Tyson Food und ein Update in Sachen USA, Iran gibt es auch. All das bei mir jetzt. Wow. May the force be with you. Genau am heutigen 4. Mai ist es, was man in Amerika gut tun kann, diesen Satz sagen. Denn, das machen die Amerikaner Social Media rauf und runter, sie freuen sich, dass man diesen Star Wars-Bekannten und durch die Saga-Bekannten-Satz hoch und runter deklinieren kann. Ob die Macht heute mit uns ist in der Opening Bell und später noch in der Closing Bell, guys, vermag ich an dieser Stelle nichts zu sagen, aber ich freue mich natürlich wieder hier zu sein. etwas akustisch beeinträchtigt, Ich hatte am Samstag ein kleines Problem, ein Malheur mit dem Ohr, musste ins Krankenhaus, war heute Morgen nochmal beim HNO-Arzt. Grüße gehen raus an Dr. Rapp. Danke, dass Sie mich wieder fit gemacht haben. Die gute Nachricht, ich höre grundlegend gut, aber irgendwie ist alles verstopft und die Gesichtshälfte. Naja, aber lassen wir das. Wichtig ist, dass die Märkte nicht verstopft sind, sondern nur der kleine Patrick. Und ja, was soll ich sagen? Ein krasser Monat, den wir gesehen haben im April. Darauf werde ich auf jeden Fall zu sprechen kommen. Und die Frage wird sein, ob der Start in die Woche an der Wall Street genauso freundlich verlaufen wird und ob es einfach wie geschnitten Brot, wie ein heißes Eisen durch die Butter weiter nach oben geht. Denn es stehen wichtige Termine an in Sachen Konjunktur. Der Arbeitsmarktbericht am Freitag, der große Jobbericht wird genau beobachtet werden. Und er dürfte entscheidend dafür sein, wie die Fed weiter auf die Gesamtgemengelage guckt zwischen starken Earnings auf der einen Seite, Inflationssorgen auf der anderen und eben dem Jobmarkt. Renditen, Inflation und die Fetterwartung, all das auf den schweren Schultern der Wall Street, könnte man sagen. Naja, wir haben ja genügend Hilfe und genügend Beine auf dessen Basis das sozusagen steht. Aber die Ausgangslage an den Aktienmärkten, man lauert auf Rekordniveau. Die Berichtssaison liefert bisher ab, Tech und KI treiben und im Hintergrund steigen weiter die Ölpreise, die Benzinpreise auf Rekordhochs in den USA und die geopolitischen Risiken und der Preisdruck in der Konjunkturdaten sind deutlich sichtbar, Geist. Kann man nicht anders sagen, deswegen möchte ich ganz kurz mal hier den Hinweis geben an der Stelle. Wo wir denn aktuell sind mit den Ölpreisen? Wir sind beim WTI über der 103-Dollar-Marke. Tendenz weiter steigend. Man will seitens der Trump-Administration ja Schiffe geleiten, aber so richtig schaffen tut man das nicht für den Moment. Man ist sich nicht einig, die Geopolitik aber auch in den letzten Tagen in den Hintergrund gerückt. Allerdings, die zehnjährigen US-Staatsanleihen, die sind natürlich besorgniserregend bei 4,4 Prozent und als kleine Fieberkurve natürlich auch ein wichtiger Indikator dafür, dass da möglicherweise weiter Ungemach drohen könnte. Ja, vorbörslich haben wir Zahlen gesehen von Norwegian Cruise Line und Tyson Food. Heute Abend sehen wir da noch Palantir, Duolingo und andere. Da werden wir natürlich in der Closing-Bel genauer drauf schauen. Doch im Moment ist es wichtig, dass wir durch diese ganze Gemengelage einfach geopolitisch ein bisschen durchgucken. So nach dem Motto, solange die Gewinne stimmen, bleibt die Musik an und keiner macht das Licht an. Genau diese Haltung ist gleichzeitig aber auch, wenn ihr mich fragt, so ein bisschen das Risiko. Bevor wir genau auf die heutige Situation an der Wall Street blicken, kurz nochmal der Fahrplan für diesen Montag für euch. Vorbörslich waren im Fokus, wie gesagt, Norwegian Cruise Line Holdings. Ich kann es gleich vorwegnehmen. Vor allen Dingen der Ausblick war das Salz in der Suppe. Die Aktion ein bisschen abgestürzt. Tyson Food besser, wenig spektakulär, aber besser. Wie genau, sage ich gleich. Bei Eli Lilly sehen wir noch die Hauptversammlung um 16 Uhr unserer Zeit. Dann noch die Hauptversammlung der Bank of America, ebenfalls um 16 Uhr. Und später kommen dann noch Daten, Konjunktur, Makrodaten, die Industrieeingänge für März nochmal, zweite Veröffentlichung und die langlebigen Güter, die werden vermerkt werden. Und dann, wie gesagt, nachbörslich Palantir, Duolingo unter anderem, das sind die, auf die wir gucken, vor allen Dingen bemerkenswert deshalb, finde ich, weil die Softwareaktien ja einen schönen Rebound gesehen hatten in der Vergangenheit. Ich muss ehrlicherweise sagen, also Intel Jungs, das nur mal so am Rande, wer mir erzählt hätte, Intel, das würde passieren. Mal gucken, was Paramount's Guidance sagen in Sachen Übernahme und so weiter. Das wird ja auch spannend. Und der wichtigste Indikator für das Thema KI wird natürlich und Software, glaube ich, Palantir werden. Aber wie gesagt, das kaspern wir alles zusammen in der Closing Bell später durch. Schauen wir zuerst mal auf den Rückspiegel, denn ich finde bemerkenswert, was der April abgeliefert hat. Ich hatte es eben gerade schon angedeutet. Die Wall Street ist sehr, sehr fest ins Wochenende gegangen, trotz der hohen Ölpreise und trotz des Iran-Konflikts, den man nahezu ausblendet. Und was ich daran bemerkenswert finde, ist tatsächlich ausblenden, dass der Fear and Greed Index konstant auf Greed steht. Also Greed heißt nicht, wir sind entspannt und gechillt, sondern das bedeutet, wir sind gierig. Und das, obwohl die Benzinpreise und weniger Zinssenkungsfantasie im Markt ist. Zinssenkungsfantasie reiche ich gleich mal nach. Haben wir hier, meine lieben Freunde, im Fatwatch-Tool. Das ist vom Datum her, weil das manchmal so klein ist, ich lese es euch gerne vor. Das ist sozusagen die Erwartungen für den Oktober. Für den Oktober gibt es immer noch Leute, die denken, die Zinsen bleiben gleich, das sind 86%. Möglicherweise eine Zinsanhebung, das sind 4% und eine Zinssenkung, da ist die Quote, die Erwartung gerade so bei knapp 9%. Die Monate davor, wenn man die anklickt beim FedWatch-Tool, sehen die Teilnehmer keine Zinserhöhung. Das liegt vor allen Dingen daran natürlich, dass die Inflationserwartungen an den Markt zwar, wenn sie auch leicht erhöht sind, aber nicht steil durch die Decke gehen. Wenn ihr mich fragt, sehr optimistisch. Der S&P und der Nasdaq, um beim Rückspiegel etwas zu bleiben, markierten in der letzten Woche neue Allzeithoachs. Beide Indizes steigen die fünfte Woche in Folge und die Frage ist natürlich, ob das noch weiter so geht. Vorher, allerdings muss man ehrlicherweise sagen, waren sie auch vorher fünf Wochen hintereinander gefallen. Also insofern sind das Serien, die wir da sehen. Die Frage ist einfach, mit wie viel Kraft kann der Markt nach oben laufen, nachdem wir jetzt neue Rekorde gesehen haben. Denn die Big Tech Unternehmen sind letzte Woche durchgelaufen, das hat Markus hier gecovert. Und die Frage wird konkret heißen, nach den 0,9% auf Wochensicht plus beim S&P, beim Dauer ein halbes Prozent der Technologiebörse 1,1%. Wie viel geht noch nach oben? Der Blick auf den April, um das mal abzuschließen, ist enorm. Der S&P mit 10,4 Prozent im Plus im Monat April. Das ist der stärkste Monatsgewinn seit November 2020. Der Nasdaq sprang um satte 15,3 Prozent nach oben. Das war der stärkste Monat seit April 2020. Und der Dow mit plus 7,14 Prozent ebenfalls stärkster Monatsgewinn, allerdings seit November 2024. Der Russell gewann mehr als 12 Prozent. Also auch da läuft es, weil ihr auch mich immer mal wieder fragt, wie sieht es denn eigentlich mit der Marktbreite aus? Bester Monat auch beim Technologiesektor, beim Softwaresektor und auch der Semicontakte-Halbleiterindex explodiert im April um sage und schreibe 38 Prozent. Das ist keine normale Erholung. Das ist ein Markt, der aus Unsicherheit Kapital akkumuliert hat. Also die Allokation ist ganz klar in diese Tech. Die Frage ist jetzt nur, ist das der Beginn einer neuen nachhaltigen Aufwärtsphase? Das sagt der ein oder andere mit der Begründung. Makro, wir haben einen neuen Superzyklus. KI ist nicht irgendwie Blase. KI zeigt, und das haben wir an den Daten gesehen und Markus hat auch darauf hingewiesen, dass da fundamental was ist. Also die Quartalszahlen sind stark, die robusten Tech-Ergebnisse, hohe KI-CapEx-Ausgaben und eine Berichtssaison, die bislang deutlich besser läuft, als man das erwartet hatte. Und um das mal in Zahlen zu gießen, 86% der Unternehmen, die Zahlen vermeldet haben in S&P 500, 86% haben die Gewinne gesteigert, 24%. Oder das Übertreffen lag bei 24%, die Misses waren bei minus 6% und die zugrunde liegenden Erwartungen lagen bei plus 13%. Also es läuft deutlich, deutlich besser. Und ein Indikator und ein Unternehmen, das da eine Rolle spielt, war Apple. Man hat bessere Zahlen als erwartet. Geliefert der Umsatz, nur nochmal für die, die es nicht mitbekommen haben, 111 Milliarden Dollar erwartet, 109 Milliarden Dollar roundabout. Der Gewinn je Aktie lag bei über 2,195 Dollar, waren erwartet. Und der iPhone-Umsatz sprang um 22 Prozent dann auf 57 Milliarden Dollar. Und das hatten wir alles hier auch schon im Laufe der letzten Wochen, hatte ich immer wieder gesagt. Gute Meldungen aus China, wo das iPhone weggeht wie warme Semmeln. Man ist wieder die Nummer 1 und so weiter. Dann die Bruttomarge, 49,3 Prozent. Gleichzeitig bei Apple die Personalien, um den guten neuen designierten CEO dann ab September. Ich hatte das auf NTV gecovert. Ja und noch wichtiger natürlich, die Guidance mit 14 bis 17 Prozent Wachstum lag klar über den Konsensschätzungen, die bei roundabout 10 Prozent waren. Das bedeutet, Apple hat also abgeliefert, die Aktie bis zwischendrin auf 287 hoch, dann wieder ein bisschen zurückgekommen und die Aktie ist natürlich träge, aber sie hat ein starkes Fundament. Man muss jetzt eben beweisen, ob man seitens Apple Hardware weitermacht, man hat alle Geräte, ob man ein Foldable bringt oder ob man irgendein KI-Unternehmen kauft, was dann künstlich alles, was zum Thema KI bedeutet, macht. 100 Milliarden Dollar Aktienrückkaufprogramm, grundlegend ein wirklich beeindruckendes Paket, das man da geschnürt hat. 317 von 500 S&P-Unternehmen sind jetzt durch. Das ist sozusagen die gute Nachricht. Wir haben also die Halbzeit hinter uns gebracht und die Zahlen waren wirklich gut, die wir gesehen haben, was ein ganz spannender Faktor ist, zahlenmäßig, was sonst noch die Woche kommt, blende ich mal für euch hier ein. Und da sehen wir heute, wie gesagt, vorbörslich haben wir die Zahlen gesehen von Norwegian Cruisland. Ich komme gleich in Detail darauf zu sprechen. Am Dienstag sehen wir die ISM Services. Die sind auch ganz wichtig. Vor allen Dingen die Inflationskomponente muss man dabei beachten. Und ja, der wichtige Jobmarkt, den haben wir dann auch noch, der am Freitag ansteht. Ganz wichtig. Nie nur, dass die Zahlen besser sind, die wir gesehen haben in der vergangenen Woche. Auch verglichen mit dem Vorjahresquartal hat der Markt deutlich besser performt. Klar, die Mischung ist, wir hatten gesenkte Erwartungshaltungen und wir haben jetzt deutlich bessere Ergebnisse. Und man könnte im Grunde sagen, Earnings schlagen im Moment die Makrosorgen. Also Gewinne schlagen Schlagzeilen. Heute Morgen auch wieder, dass möglicherweise ein Schiff angegriffen wird in der Straße vor. Und muss trotzdem der Markt zumindest behauptet, sage ich jetzt mal. Damit kommen wir auch jetzt zu dem Thema Iran-USA-Konflikt, denn das ist nach wie vor ein Schatten über dem Markt. Dieser Schatten wird derzeit von hellen Scheinwerfern, kann man sagen, der Berichtssaison ein bisschen ausgeblendet und überstrahlt. Aber Trump hat am Sonntag noch gesagt, er möchte das Project Freedom umsetzen. Was ist das? Es ist eine US-geführte Initiative, um feststeckende Schiffe aus der Straße von Hormuz zu befreien. 20.000 Schiffs, also Matrosen sozusagen, rund 2.000 Schiffe, die in, und das darf man nicht vergessen, die Straße von Hormuz, es sind internationale Gewässer. Also der Iran hat jetzt nicht irgendwie seine Gewässer da vermient, sondern auch internationale Gewässer und schießt in internationalen Gewässern. Insofern kann ich Trump schon verstehen, wenn er sagt, naja, andere Länder müssen sich auch beteiligen, vor allen Dingen die, die vom Öl abhängig sind. Das Problem ist halt, was die Europäer sich wünschen. Ist, dass der Krieg sozusagen offiziell endet, es einen Waffenstillstand gibt und es dann Nachverhandlungen gibt, weil dann können die Europäer Gesichtswaren da da rein. Wenn ihr mich fragt, die Europäer müssten da auch mehr rein, sie müssten zumindest auf der Tonspur Donald Trump mehr anbieten. Der Iran gleichzeitig droht weiter mit Angriffen auf ausländische Streitkräfte, die sich der Straße von Humus nähern sollten oder sie betreten. Ich meine, das ist natürlich eine blöde Situation, um es mal sehr diplomatisch zu formulieren. Die Lage ist einfach extrem binär. Wenn der Iran auf einmal diese 14 Punkte, die er vorgelegt hat, ihr habt das bestimmt mitbekommen, sagt, okay, wir wollen verhandeln. Die innenpolitische Situation im Iran ist auch relativ unklar, sage ich jetzt mal, was man so hört. Gleichzeitig Donald Trump, der irgendwie versucht, eine Exit-Strategie zu bekommen, militärisch zu deeskalieren, gleichzeitig aber immer mehr Truppen darunter schickt, offiziell als Friedensmission, ist das natürlich eine Situation, die nicht so richtig eskalierend wirkt zwar, aber so richtig in Spannung finde ich das auch nicht. Und ein Deal, auf den man wartet, der möglicherweise, wenn er denn kommt, nochmal eine Rallye auslösen könnte, also das hatten wir ja schon gesehen, dass in der Vergangenheit, wenn die Tonalität da besser wird, dass das eine kleine Rallye auslöst, ob die dann nochmal so groß ausfällt. Das Risiko jedenfalls ist asymmetrisch und eher mal so ein Schlag auf der negativen Seite. Also plus wir haben natürlich jetzt Ergebnisse gesehen am Markt. Es müssen weitere perfekte Ergebnisse kommen und eine wirtschaftliche Situation, die ein Steigen der Märkte weiter unabhängig vom Konflikt möglich machen. Wenn die Ölmärkte weiter steigen, wenn die Kriegsfolgen nicht absehbar sind, ich weiß nur 20 Prozent, aber Düngemittel, Helium, all diese ganzen wichtigen Dinge, die man auch im KI-Universum braucht, auch wenn das alles nicht alternativ irgendwo angeboten wird. Und es gibt schon Alternativen mit LKWs und über den Suezkanal und so weiter und so weiter. Aber wenn es da keine wirklichen verlässlichen Alternativen gibt, dann wird es wirklich etwas, etwas schwieriger. So, das zum USA-Iran zur Gemengelage aktuell. Das ist, was passiert. Gleichzeitig die Situation der Airlines. Schwierig, denn man streicht weltweit rund zwei Millionen Sitzplätze im Mai wegen höherer Öl- und Kerosinpreise. Die USA nehmen gleichzeitig chinesische Teekann-Raffinerien ins Visier. Das klingt jetzt erstmal wie ein schlechter Witz, aber sie sind vor allem der Käufer iranischen Öls. Gleichzeitig will China seine Raffinerien schützen, was ein zusätzlicher Konfliktpunkt zwischen Washington und Peking ist. Da ist die Situation alles andere als gut und besonders wichtig für die Lieferketten, Guys. MSC Mediterranean Shipping baut eine Umgehungsroute vor Humus über den Suezkanal und mit anschließendem LKW-Transport in den Nahen Osten auf. Das ist zwar gut, aber das ist nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Nein, gleichzeitig die Vereinigten Arabischen Emirate, die ihre Werke voll ausschöpfen wollen und die auch gleichzeitig Düngemittel über einen ähnlichen Weg transportieren wollen. Wichtig in dem Zusammenhang, wir haben den Ölpreis gerade gesehen, die OPEC-Plus-Staaten wollen die tägliche Förderung um 188.000 Barrel ausbauen, ist nicht der Rede wert. Was aber ganz spannend ist, die Vereinigten Arabischen Emirate könnten aus der OPEC-Plus ausscheiden. Und was gut zu wissen ist, Die Vereinigten Arabischen Emirate haben einen Break-Even-Preis bei Öl von 55 Dollar. Ab da fangen sie an Geld zu verdienen. Saudi-Arabien 85 Dollar. Dementsprechend nicht verwunderlich, dass die Vereinigten Arabischen Emirate immerhin drittgrößter Produzent sagen, okay, wir wollen aus der OPEC Plus raus, um mehr Geld zu verdienen, weil das Ganze für uns sich schon früher anfängt zu rechnen und wir können nicht Rücksicht nehmen. Man will Bewegung da reinbringen, man hat mehr Kapazitäten und die will man nutzen, um natürlich in diese Lücke hineinzuspringen. Wäre für uns alle und die Zapfsäule gut. Ich weiß nicht, wie eure Erfahrungen sind mit den 17 Cent an der Zapfsäule sozusagen. Das ist ja nicht die einzige Hiobsbotschaft. Auch die 25 Prozent, die Donald Trump auf EU-Autos mal wieder verhängen möchte, sind ein Belastungsfaktor in Sachen Handel. Aber, was ich gehört habe, unser Bundeskanzler war gestern mit Karin Miosga. Ich habe das zufällig geguckt und er hat gesagt, Friedrich Merz, Zitat, ja, die EU hat tatsächlich im Gegensatz zu Donald Trump und der US-Administration auch noch nicht den Vertrag mit den 15 Prozent ratifiziert, durchgewunken durchs Parlament. Moment, ich meine, da ist ja klar, dass die USA dann irgendwann sagen, Ehe braucht zu lange, wir sind seit August in den Startlöchern, was ist hier los? Dann machen wir halt 25 Prozent, um den Druck zu erhöhen. Sehe ich jetzt kurzfristig, dass die Zölle auf die Autos konkret drücken? Nein, das ist alles im Flow, das ist Schlagzeile, das ist Schlagzeile, aber der Druck auf die EU wird natürlich größer und ich muss aber ehrlich sagen, an der Stelle zu Recht, weil man muss halt schnell mal sowas ratifizieren. Das ist sowieso das Problem, was ich jetzt während meiner Vortragsreihe mitbekommen habe, Guys. In der EU geht es einfach viel zu langsam. Schnarchnasentempo. Wir haben kein Erkenntnisproblem, wir haben ein Umsetzungsproblem. Blöd. Was soll ich sagen? Ich würde ja gern irgendwie lobend Worte finden, aber naja. Gucken wir wieder nach Washington, denn in einer Umfrage von Ipsos sind Trumps Zustimmungswerte nur noch bei 37 Prozent, die Ablehnung bei 62 Prozent. Das ist der höchste Ablehnungswert. Aller Präsidenten zusammen. 66 Prozent der Amerikanerinnen billigen den Umgang, missbilligen mit dem Iran. Sogar seine Wirtschaftspolitik wird schlecht gesehen. Die Zustimmung liegt in Sachen Lebenshaltungskosten, also Affordability, nur noch bei 23 Prozent. Und daraus leitet sich natürlich ab für die Midterms, dass die Demokraten bei registrierten Wählern logischerweise fünf Punkte vorne liegen, bei sicheren Wählern sogar neun Punkte. Also die, die sich registrieren schon als dementsprechend neutral oder demokrat. Gleichzeitig sind die Inflationswerte natürlich der wichtigste Faktor der Trumps vermeintliche Stärke, die Wirtschaftskompetenz, nämlich demoliert, ramponiert und in Grund und Boden haut. Deshalb wird der Markt in den kommenden Wochen, da bin ich mir sehr sicher, stärker darauf achten, ob Washington es tatsächlich schafft, in Iran-Konflikte zu deeskalieren, völlig unabhängig, was wir in Europa wollen oder so, sondern weil es innenpolitisch sonst weiter die Schwäche von Trump zementieren würde. So, kommen wir jetzt mal zu den Unternehmenszahlen. Norwegian Cruise Line, ich hatte das angekündigt, hat die Bücher aufgemacht und verliert vorbörslich doch deutlich. Warum? Ja, schlicht und ergreifend. Die Zahlen operativ auf den ersten Blick war das erste Partei besser als erwartet. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen lag bei 533 Millionen Dollar. Erwartet waren nur 502 Millionen Dollar. Allerdings hat der Markt sehr verhalten reagiert auf die Forward Guidance. Und die Jahresprognose, die ist alles andere als gut. Die wurde nämlich deutlich gesenkt vom Board auf der Pressekonferenz. Und das Unternehmen erwartet nun nur noch einen Gewinn vor Zinsen und Steuern. Und Abschreibung von 2,5 bis 2,65 Milliarden Dollar. Vorher knapp 3 Milliarden Dollar, die man in Aussicht gestellt hatte. Also das ist wirklich ein anderes Wort. Der Gewinn nur noch bei 1,45 je Aktie statt 1,79 Dollar. Zuvor hatte man noch bei 2,38 Dollar gelegt. Belastend sind nicht nur die höheren Treibstoffkosten, das ist ja klar, sondern was schon schwierig genug ist. Nein, hinzu kommen auch noch die Störungen durch den Nahostkonflikt Und die Zurückhaltung bei den Amerikanerinnen und Amerikanern, die Nachfrage ist einfach deutlich schwächer. Das kann man nicht anders sagen. Und das Fazit dazu kann man sagen, ja, die Cruise Line hat zwar ein Beat hingelegt, aber die Guidance-Kürzung überlagert das Ganze doch sehr, sehr deutlich. Besonders aufgrund der Nachfragerhetorik, die das Unternehmen kritisch sieht, ist man vorsichtiger und dementsprechend auch im gesamten Reisesektor ein deutliches Warnsignal, dass möglicherweise auch Teile des diskretionären Konsums betroffen sein können. Bei Tyson Foods hat man dagegen ein leichtes Plus vermelden können. Das zweite Quartal war echt solide. Der Gewinn je Aktie lag bei 87 Cent. Erwartet waren 79 Cent. Der Umsatz lag mit 13,65 Milliarden Dollar. Etwas über den Erwartungen. Die operative Marge lag mit 3,64 Prozent. Über den erwarteten 3,4 Prozent. Jaja, das ist halt Food. Das sind solche Margen. Nix wie KI und so. Operativ die Marge bei 12,2 Prozent. Die Fertiggerichte überzeugt mit 14 Prozent Marge. Die Amerikaner sparen, da kaufen sie Fertiggerichte. Und die Jahresprognose für das operative Ergebnis wurde leicht angehoben. 2,2 bis 2,4 Milliarden Dollar. Das Fazit logischerweise dann in so einem Kontext. Kein Wachstumsfeuerwerk, aber eben saubere operative Disziplin plus leicht angehobene Margen und Umsätze. Daraus wird natürlich, dass die Aktie sich positiv entwickeln kann. Jetzt wird es natürlich spannend, bei dem Unternehmen zu sehen, wie die Inflation funktioniert. Sich bemerkbar wird. Ein paar Worte zu Berkshire Hathaway. Operativ die Zahlen, die man vermeldet hatte, am Wochenende solide. Der Gewinn stieg um knapp 18% auf 11,3 Milliarden. Der Gewinn der B-Aktie bei 5,26 Dollar. 5,19 Dollar waren erwartet. Umsatz 93 Milliarden gut. Das ist ein Plus von 4,4% auch über den Konsensschätzungen. Stark war vor allen Dingen, Entschuldigung, das Versicherungsgeschäft. Das Underwriting Income stieg um 29%. Ein Lichtblick war auch im Grunde Der Transport, hier ist der Gewinn auch um gute 13,4 Prozent gestiegen. Im Gegensatz dazu, der Energiesektor war etwas hinter den Erwartungen zurück. Das größte Thema allerdings, und das wisst ihr auch, ist der große Cash-Berg. Knapp 400 Milliarden Dollar Cash, die man hält mittlerweile immer mehr, noch mehr als Ende 2025. Und die Frage ist, was macht man denn damit? Ich meine, es gibt Nettoaktienverkäufe von 8,15 Milliarden Dollar und nur 235 Millionen. Investitionen, Aktienrückkäufe? Finde ich nicht so ein gutes Verhältnis. Und deswegen ist mein Fazit, was Berkshire betrifft, operativ zwar solide und bilanziell extrem stark, aber aus Investorensicht wirkt die Kapitalallokation eher zu defensiv. Ich meine, fast 400 Milliarden Dollar Cash, Sicherheit, klar. Aber irgendwann ist ja auch die Frage, wie kriegen wir denn Rendite in die ganze Nummer? Und bei KI, Infrastruktur und Halbleitern bleibt die Dynamik eben enorm, aber eben nicht bei Berkshire Hathaway. Naja, das Pentagon hat Vereinbarungen mit SpaceX, OpenAI, Alphabet, NVIDIA, auf Reflection, Microsoft und Amazon Web Services unter Dach und Fach gebracht. Das Ziel ist natürlich, man will vor allen Dingen die US-Streitkräfte stärker auf KI ausrichten. Das ist deswegen wichtig, weil KI nicht nur mehr ein Softwarethema ist. Es ist Infrastruktur, es ist Sicherheitspolitik, es ist Industriepolitik. Dementsprechend wird ja auch die ganze Infrastruktur so geschützt. SanDisk lieferte einen massiven Beat letzte Woche bei den Zahlen. Deutliches Plus. Überhaupt die ganze Branche, das habe ich ja eingangs schon gesagt, ist brutal gelaufen. Auch Western Digital, die beim Umsatz und Gewinn je Aktie deutlich über den Erwartungen lagen. Auch die Guidance nach oben, die Marge nach oben. Also da läuft es wie geschnitten Brot. Und man kann im Grunde sagen, dass die KI-Cuppings-Boom nicht nur die großen Tech-Plattformen trägt. Er zieht Speicher, Chips, Komponenten, Infrastruktur, Energie, Teile und Industrie mit. Und das ist gleichzeitig auch leider, so gerne ich eure gute Laune von den Gewinnen der letzten fünf Wochen teile, das ist auch ein bisschen das Problem. Warum? Warum? Weil schlicht und ergreifend, wenn im Grunde die ganze amerikanische Wertschöpfungskette vor allen Dingen an AI hängt, das habe ich ja gerade erklärt, dann hat man ein Klumpenrisikoproblem. Weil sollte möglicherweise irgendwie, warum, you don't know, einer, dem das Geld ausgehen, die Finanzierung teurer werden, die Produktideen ausgehen, dann hat man natürlich so ein Durchziehen der roten Linie durch alle anderen Industrien, die profitieren momentan. Ich meine, guckt euch mal eine Caterpillar-Aktie an. Sensationell. Auch in Deutschland, ja. Infineon, eine ixtron. Die profitieren alle, bis der Arzt kommt. Auch eine Intel. Wie gesagt, ach Gott, Intel, ich darf nicht dran denken. 1897 war das 52 Wochen low. Und das ist noch nicht so lange her. Ach Gott, diese ausgelassenen Chancen. Aber die gute Nachricht ist, jeden Tag gibt es neue Chancen. Jeden Tag gibt es neue Chancen. Ja, genau. Aber das Problem nochmal, das Problem, dass diese Marktbreite zunehmen sollte, aber es ist vor allem die Abhängigkeit. So, finally noch ein paar Analysten-Calls. Global Foundries wird bei Cantor Fitzgerald auf Overweight hochgestuft. Kursziel 80 Dollar, nach zuvor 50 Dollar. Begründung, Silicon Photonics und Physical AI, da läuft's. Bei der Packaging Corporation auf Amerika wird die Deutsche Bank auch aktiv. Man erhöht das Kursziel von 225 auf 256 Dollar deutlich nach oben. Da läuft es einfach. Bei AMD, da hat die HSBC die Aktie auf holt runtergestuft, von zu verkaufen. Kursziel aber immer noch 340 Dollar. Aber die Begründung ist, nach 77% Kursplus seit Anfang April fehlt einfach die Fantasie für weiteres Upside. Und da seid ihr nicht alleine. Kleine Strategie, die ich gestern auch mit dem lieben Fritz aus Rosenheim besprochen habe. Ihr könnt natürlich eine Bear-Call-Spread-Strategie fahren. Das bedeutet, ihr verkauft einen Call am Geld und ihr kauft, um euch abzusichern, einen Call, der weit aus dem Geld ist oder relativ weit aus dem Geld und sackt die Prämie ein. Und wenn ihr, wie gesagt, erwartet, dass so eine Aktie wie AMD seitwärts, abwärts laufen könnte, dann könntet ihr da ein bisschen Kohle machen. Wenn ihr noch bearischer seid, put long. Aber ich will jetzt keine Empfehlung geben für Optionsgeschäfte. Es fiel mir nur gerade ein. Das war ganz nett, gestern mit Fritz darüber zu reden. Grüße gehen raus an dich. So, was haben wir noch auf der Analystenseite? Wir haben... Wir waren bei AMD, genau. Wir kommen zu den Analysten, zu dem Unternehmen Affiliate Managers, denn bei Goldman Sachs ist man mit Kaufen unterwegs, hebt das Kursziel von 367 auf 405 Dollar an. Bei Alley Financial bleibt ebenfalls der Goldman Sachs Analyst bei Kaufen. Kursziel 56 Dollar nach 50. Luftfahrt und Technologie L3 Harris Bernstein nimmt die Aktie auf Outperform, hat das Kursziel von 405 auf 435 Dollar angehoben und nach Zahlen letzte Woche bei Electric Wind 185 Dollar nach 140 Dollar. Deswegen habe ich die Aktie mal mitgebracht. Finde ich ein ganz schön heißes Eisen und relativ spannend. So, was bleibt mein Fazit für den heutigen Tag für die Opening Bellen? Der Markt kommt aus einem starken April, die Berichtssaison läuft besser als erwartet, die Tech-Dynamik ist intakt, KI bleibt der strukturelle Treiber, der Wichs ist niedrig, die Indizes stehen auf Rekordniveaus, so weit, so gut. Das ist die bullische Seite. Die andere Seite, Öl bleibt hoch, Benzinpreise steigen massiv, die ISMN-Preiskomponente zieht deutlich an und die Fed bekommt keinen klaren Grund für Zinssenkung. Der Iran-Konflikt? Nicht gelöst. Hormuz? Weiter in Nadelöhe. Washington? Gleichzeitig Zolldruck auf Europa, den man erhöht. Man dreht an den Daumenschrauben. Es ist also ein schmaler Grad. Vorne glänzen die Rekorde, hinten knirscht die Makro- und Geopolitik, wenn ihr mich fragt. Das ist wie so ein Lastenkran, der versucht nach vorne zu rennen und hinten ist irgendwie der, naja, ihr wisst schon was, zu dick und zu träge. So, zum Schluss. Noch ein Blick auf die Saisonalität. Die habe ich euch mitgebracht, nämlich nach einem starken April bleibt der Markt historisch betrachtet häufig unterstützt. Ich habe das mal grafisch unterlegt. So sieht das aus. Danke nochmal an Fritz dafür. Hier sehen wir sozusagen die Saisonalität in unterschiedlichen Zeitzyklen von zwei Jahren. In grün, fünf Jahre in blau, zehn Jahre lila, 15 Jahre und 20 Jahre für den S&P 500. Und das sind die jeweiligen E-Mail. Die wir sehen. Die Längsstriche sind der Monat Mai und der Tag heute. Und ja, das ist die vorweggenommene Entwicklung, wie sie es entwickelt hat, kurzfristig. Natürlich darf man nicht außer Acht lassen, dass die letzten zwei Jahre natürlich auch gut gelaufen sind. Und dann die Saisonalität. Ihr seht es von 0 in Richtung 800 geht bei der zweijährigen Annahme. Das ist etwas, das man da unbedingt auf dem Schirm haben muss. Und eine weitere Grafik, die euch das mal so ein bisschen zeigt, das sind kleine Zahlen. Der Mai ist im Schnitt leicht bis moderat positiv, aber eben auch kein Selbstläufer. Es gibt ja diesen Spruch, Salome and go away. Auffällig bleibt allerdings, der September ist über viele Zeiträume, das sieht man hier an der Grafik hinweg, der schwächste Monat. Dann Richtung Jahresende hält sich das saisonale Bild eigentlich, wenn man ehrlich ist, auch deutlicher auf. November und Dezember, das wisst ihr, zählen historisch zu den stärksten Phasen. Wichtig ist, die sehr starken 2- und 5-Jahres-Daten, die wir gerade gesehen haben, sind durch die jüngste Rallye natürlich ein bisschen verzerrt. Aber die Kernaussage bleibt trotzdem. Saisonal gibt es nach einem starken April Rückenwind, aber eben nicht ohne gewissen Risiken. Deshalb mein Fazit für jetzt. Die Wall Street bleibt im Rallye-Modus. Starke Unternehmensgewinne, TechDynamic, KI, CapEx und solide Guidance sind auf jeden Fall das, was zurzeit Inflation, Ölpreis und Zinsrisiken und Iran-USA-Konflikt überlagert. Aber der Markt muss es auch richten und beweisen. Einen weiteren Beweis sehen wir hoffentlich heute Abend dann mit den Zahlen von Palantir, Duolingo und Co. Vor allem bei Duolingo bin ich nicht ganz unpersönlich interessiert. Ich hoffe, es war ein guter Einstieg in die Woche und wir sehen eine Rallye bis heute Abend oder ein Bestätigen des Ausbruchs. Würde mich auf jeden Fall freuen. Danke euch fürs Zuschauen. Bis nachher, euer Patrick DeWayne. Und jetzt der obligatorische und barfinsichere Risikohinweis von Mr. Markus Koch. Meine Damen und Herren, liebe Aufsichtsbehörden, ich darf Sie darauf hinweisen, dass die Inhalte in diesem Video ausschließlich der allgemeinen Information dienen und keiner Empfehlungen zum Erwerb oder der Veräußerung bestimmter Finanzinstrumente und somit keiner Anlageberatung darstellen. Insbesondere können Wall Street Correspondents und der Vortragende nicht einschätzen, inwiefern die im Video gemachten Empfehlungen ihren Anlage zielen, ihrer Risikobereitschaft und Verlusttragfähigkeit entsprechen. Wer also auf Basis von Informationen in diesem Video etwaige Anlageentscheidungen trifft, trifft diese ausschließlich auf eigene Verantwortung und eigene Gefahr. Und das wiederum bedeutet, dass weder Wall Street Correspondents noch der Vortragende, das ist immer noch dieser Mann hier, für Verluste haften, die sie dadurch erleiden, dass sie Anlageentscheidungen aufgrund von Informationen oder Kommentaren in diesem Video getroffen haben. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und weiterhin einen erfolgreichen Handelstag.