Heute ist Dienstag, der 5. Mai. Herzlich willkommen zur Opening Bell, featuret bei Handelsblatt mit mir, Patrick DeWayne. Nachdem es gestern zu Monatsbeginn bergab ging, erholt sich die Wall Street dank fallender Ölpreise auf der einen Seite und starke Ergebnisse auf der anderen Seite. Pinterest, Paramount Skydance und Pfizer heute vorbörslich haben die Messlatte nach oben gepusht und bewiesen, dass Corporate Amerika abliefern kann. Welche Stories noch wichtig sind und was es für Updates in Sachen USA-Iran gibt, über all das spreche ich jetzt. Einen wunderschönen guten Tag zur heutigen Opening Bell. Der 5.5.2026, ein Dienstag. Und ich begrüße euch recht herzlich besser, ein bisschen auskurierter als die Tage zuvor hier zur Opening Bell auf dem Kanal von Markus Koch. Seit zwei Jahren darf ich jetzt hier sein. Es war nämlich Anfang Mai 2024, als ich hier zum ersten Mal das Ruder übernommen bin. Und wir sind seitdem im regen Austausch, das freut mich auch, Community Edits Best nenne ich das Ganze, hier auf dem Kanal. Und da muss es mal erlaubt sein, dass wir die guten und die schlechten, die traurigen und die steigenden Fallenbörsen in Kurse miteinander teilen und gemeinsam durchstehen. Wir haben das auch gestern durchgestanden und heute sieht die Welt doch schon besser aus. Drei Headlines, die ich euch nicht vorenthalten möchte, die relativ frisch über die Ticker liefen. Michael Burry, bekannt aus dem Film The Big Short, hat GameStop-Aktien verkauft, nachdem ja bekannt wurde, dass GameStop nach Ebay greift. 125 Dollar je Aktie. Der um ein vielfaches kleinere Unternehmen nimmt einen tiefen Schluck aus der Pulle. Das nimmt Michael Burry zum Anlass, mal Sell in May and Go Away zu sagen. So, in Sachen Coinbase habe ich nachher noch ein paar Zahlen, Daten, Fakten. Aber vorab schon mal, das Unternehmen hat bekannt gegeben, dass man 14% der Belegschaft verabschieden möchte. KI-bedingt braucht man die Leute so nicht mehr. Die Aktie reagiert daraufhin positiv. Ja und zu guter Letzt das Handelsbilanzdefizit der USA ist um 55% gesunken im Vergleich zum Vorjahr. Also eigentlich doch alles gut, könnte man sagen. Und damit ein wunderschönes Hallo hier zu einer Wall Street, die nach dem gestrigen Verlust versucht, heute eine Stabilisierung hinzulegen. Der gestrige Rücksetzer beim Dow 550 Punkte hat so ein bisschen zwei Faktoren gehabt. Oder sagen wir mal der Hochjumper heute, nämlich gute Unternehmenszahlen und sinkende Ölpreise. Ölpreise habe ich mitgebracht, sehen wie folgt aus, zack, pam. Hier der Ölpreis. Wir waren in der Spitze bei über 106 Dollar und sind jetzt doch deutlicher im Rückwärtsgang unterwegs, nachdem sich die Nervosität etwas gelegt hat rund um die Straße von Hormuz. Ihr habt es ja gestern mitbekommen, da gab es Scharmützelversuche, Geschosse, Raketen, Gegenraketen. Naja, sagen wir mal so, der fallende Ölpreis und die guten Unternehmensnachrichten, auf die ich gleich natürlich auch noch eingehen werde, unter anderem von Palatir, von Pinterest und so weiter und so weiter, waren der Grund, warum die Märkte heute vorbörslich ein bisschen anzogen. Die Frage, die man insgesamt stellen muss und das mit guter Recht, wie gut ist eigentlich gut genug, wenn die Erwartungen bereits sehr hoch sind bei den Zahlen? Und die Leute sprechen heute an der Wall Street vor allen Dingen von den Themen, nämlich erstens, welche Faktoren werden zukünftig die Ölpreise noch spielen, nachdem der Ölpreis ja schon gesunken ist. Ist die Frage, wird er die Inflation anheizen? Es kursieren in den USA Zahlen von 5 Prozent möglicherweise. Zweitens, die Berichtssaison ist besser als befürchtet. Ich habe gestern eindrucksvolle Zahlen geliefert. Pfizer, PayPal, Shopify, Global Foundries und Ferrari liefern solide Zahlen. Die Frage will einfach sein und bleiben. Wie geht es da weiter? Drittens, der Markt sortiert so ein bisschen gnadenlos aus. Pinterest springt nach starken Zahlen an. Palantir Technologies fällt trotz ziemlich solider Quartalszahlen. Und Semiconductor liefert gute Zahlen, wird aber ebenfalls leicht abverkauft. Ich habe euch mal eine Grafik mitgebracht. Die das Spektakel so ein bisschen einordnen. Ihr kennt das Ampelprinzip, also nicht politisch, sondern nur unternehmerisch. Wir haben gestern nachbörslich Zahlen gesehen, OnSemi, Pinterest, Palantir, Paramount, Skydance, you name them. Und heute passend dazu habe ich euch mal eine kleine Ampel gebastelt, die Zahlen. Ach, ihr habt da gestern wahrscheinlich selber schon nachgeguckt, die Quartalzahlen in Ausblick und das Fazit. Aber ihr seht diese Ampel auf der rechten Seite. Also OnSemi-Konduktor im Grunde gemischt und nicht gut genug. Das ist das Narrativ momentan an der Börse. Palantir ebenfalls gut und überzeugend waren die Zahlen von Paramount Skydance. Leider Semiconductor, OnSemiconductor hat, wie gesagt, nicht so überzeugt. Pinterest waren super und durchgefallen so ein bisschen, obwohl die Zahlen gar nicht so schlecht waren, aber eben die Revenues per User so ein bisschen enttäuscht hatten. Das war bei Duolingo der Fall. Das ist so ein bisschen der rote Faden, den wir uns heute angucken, nämlich die Zahlen, Zahlen, Zahlen, Zahlen. Also nicht nur die von gestern, sondern auch die von heute, auf die ich gleich noch zu sprechen komme. Wichtig wird an der Wall Street sein, sowohl gestern nachbörslich, dass der Dow Jones, der gestern ja 1,1% verloren hat, der S&P auch und die Nasdaq, wie sehr man jetzt in den Rally-on-Modus wieder schalten kann. Die Features, wie gesagt, sind nach oben gelaufen und es gibt eine gewisse Entspannung. Es gab ein spannendes Interview mit Amazon-Chef Andy Jesse, der gesagt hat, wir sind in einer Transformation, wie es die Welt noch nie gesehen hat. Kann man mal sagen. Und warum sagt er das? Na ja, Amazon hat im Grunde 200 Milliarden US-Dollar an Investitionen in AI, Infrastruktur und Co. Angedeutet und es bedeutet einfach nichts anderes, als dass man sehr stark überzeugt ist. Und er vergleicht die Situation heute mit AI weiterhin damit, dass die Situation beim Unternehmen so ist wie zu Anfang des Jahrtausends und ihr erinnert euch, Amazon lange Zeit, einfach schwarz-rote Zahlen geschrieben, nie auf einen grünen Zweig gekommen und trotzdem, irgendwann hat das Unternehmen geliefert und wurde eben eins dieser erstens Fang- und dann Max-7-Aktien. Gleichzeitig und bevor ich auf die Unternehmensnachrichten komme, noch ein bisschen Makropolitik. Trump, Er soll ja Mitte Mai, 14.15. nach China reisen. Ob das funktioniert, weil er nämlich gleichzeitig sagt, dass der Konflikt mit dem Iran möglicherweise in zwei, drei Wochen noch andauern wird, ist fraglich. Im Moment gibt es bei Polymarkets Wetten darüber, dass seine Reise möglicherweise in Richtung Juni verschoben werden könnte. Man versucht trotzdem, unabhängig davon, ob die Reise stattfindet oder nicht, gewisse Zugeständnisse zu machen zwischen der chinesischen und der amerikanischen Administration in Richtung Kaufzusagen und die Rolle Pekings möglicherweise auch in der Iran-Diplomatie etwas zu verstärken. Aber eine gewisse Zollunsicherheit bleibt natürlich nicht auch zuletzt wegen der gestern angekündigten Zahlen, die Amerika in Richtung EU proklamiert hat. Also diese Makrodaten sind natürlich weiter ein Faktor, der das Ganze möglicherweise noch mal ein bisschen unter Druck belassen könnte. So auch bei der FED, denn die juristische Eskalation im Jean-Paul ist vielleicht auf der einen Seite entschärft. Ich habe es gestern schon ein bisschen ausführlicher berichtet, aber das Thema ist eben noch nicht vom Tisch. Und wichtig für den Bondmarkt in dem Zusammenhang, das Finanzministerium will im zweiten Quartal 189 Milliarden US-Dollar aufnehmen, das sind 79 Milliarden US-Dollar mehr als im Februar erwartet. Mehr Treasury-Angebot kann die Renditen stützen und höhere Renditen belasten möglicherweise dann noch hochbewertete Wachstumsaktien. Das könnte man möglicherweise so als Zwischenfazit ziehen. Also, die Hoffnung auf eine China-Entspannung und Iran-Diplomatie, sie läuft. Das ist das heute beherrschende Thema auf der Makroseite und auf der Geopolitikseite. Fettdruck bleibt im Moment mal als Belastungsfaktor aber weiter bestehen. So, kommen wir zur Situation im Nahen Osten. Die Lage bleibt angespannt. Trotzdem ist Trump, wie ich schon sagte, so ein bisschen auf Verhandlungsrhetorik unterwegs und auf Kuschelkurs. Also für Trumpsche Verhältnisse ist es quasi fast schon ein devotes Anbieter. Denn man versucht sich wegzubewegen von neuen Bombardierungsszenarien. Das ist sozusagen der Bullcase. Denn Trump will den Status Quo stabilisieren und den großen Flächenbrand vermeiden. Deswegen gab es auch gestern keine größere Eskalation außer diese sechs kleinen Schiffe, die man wohl versenkt hat. Im Bearcase-Szenario könnte man aber vermuten, dass der Iran, nachdem man gestern die Vereinigten Arabischen Emigrate angegriffen hat, möglicherweise die strategische Kontrolle über die Straße von Umus nicht verlieren möchte und deswegen weiter am Abzugsknopf bleiben könnte. Das ist die Gefahr, die die Märkte sehen, die offengestanden auch ich so ein bisschen wahrnehme beim Blick auf die ganze Situation. Und da hilft natürlich heute, dass die Gemüter ein bisschen sich beruhigen. Der Ölpreis kommt langsam zurück und das ist die Mengellage. Kommen wir zu den Unternehmensnachrichten vorbörslich. Gab es heute auch eine Menge aus dem Autobereich. Harley-Davidson meldet einen EPS-Miss, aber solide Umsätze. Im Nordamerika-Geschäft plus 14 Prozent bei den Sales, im globalen Handel plus 8 Prozent. Die Händlerbestände sind um 22 Prozent zurückgegangen. Beim EBITDA hat man mit 350 Millionen US-Dollar abgeliefert. Der Gewinn enttäuscht zwar etwas, aber der Absatz des Lagerabbaus sieht besser aus. Natürlich auch wegen der Zollthematik, wer weiß, was da noch kommt. Bei Ferrari liefert man leicht bessere Zahlen, Umsatz und Gewinn sehen besser aus, die Auslieferungen gehen leicht zurück um 4,4 Prozent, aber der bessere Modellmix kompensiert das Jahresgeschäft und die Prognose wurde bestätigt. Also weniger Volumen, besserer Mix, Ferrari bleibt eben genau, Ferrari. Im Bereich Financials und Fintech hat Coinbase, und das hatte ich vorhin schon gesagt, 14 Prozent der Stellen angekündigt zu streichen. Das ist auf der einen Seite natürlich, dass man mit KI mehr Effizienz erzielt, aber auch der schwache Kryptomarkt, der sich jetzt auch ein bisschen erholt. Coinbase bereitet sich auf ein härteres Umfeld vor und die Frage wird sein, wie die Regulaktorik möglicherweise Coinbase noch hilft. Die Aktie ist allerdings auch ziemlich gut gelaufen. Da muss man mal gucken, wie weit die Kursausschläge nach oben weiter nach helfen. Bei Fiserv hat man beim Ergebnis von je Aktie mit 1,79 Dollar die Ergebnisse klargeschlagen und die Erwartungen vor allen Dingen allerdings durch Steuervorteile. Das organische Wachstum und die operative Marge liegen leicht unter den Erwartungen. Trotzdem hat das Unternehmen die Guidance bestätigt. Das bedeutet, Headline gut, Qualität gemischt. Bei KKR meldet man einen bereinigten Gewinn von 1,39 Dollar, 1,26 erwartet. Die Assets under Management liegen mit 758 Milliarden etwas hinter den Erwartungen zurück, aber im Vergleich zum Vorjahr 14 Prozent besser. Fazit, Gewinn besser, verweilt das Vermögen leicht unter Konsens. PayPal liefert ein solides Ergebnis, 1,34 je Aktie der Gewinn, 1,27 erwartet. Der Umsatz mit 8,35 Milliarden auch über den Erwartungen. Das Zahlungsvolumen ist auch höher und man hat die Guidance seitens des Unternehmens bestätigt. Also PayPal stabilisiert sich. Vielleicht mal einen Blick wert. Gesundheit und Pharmaaktien. Da haben wir bei Pfizer einen leicht geschlagenen Gewinn je Aktie gesehen. Der Umsatz ist deutlicher über den Erwartungen. Es entfallen allerdings 430 Millionen US-Dollar auf währungsbereinigten Rückenwind. Die Jahresprognose bleibt trotz aller Daten nicht angehoben. Also das ist so ein bisschen der Pferdefuß. Bei United Health hat man laut Wall Street Journal Vorgabengenehmigungen für Tests, Eingriffe und Leistungen deutlich reduziert. Das bedeutet, das ist zwar keine Zahlen-News, aber operativ und politisch relevant für die Managed Care. Das darf man nicht vergessen. Aus dem Bereich Highglight Attack und E-Commerce kommen Zahlen von Global Foundries. Man schlägt beim Gewinn je Aktie die Erwartungen mit 40 Cent je Aktie deutlich. Die Bruttomarge ist rund 200 Basispunkte über den Plan gelegen. Man hat, was die Aussicht und die Guidance betrifft, auch einen höheren Gewinn je Aktie und einen stärkeren Umsatz angekündigt. Der bessere Ausblick sollte der Aktie heute geben. Helfen. Shopify hat bei den KPIs deutlich zugeschlagen, 110,4, der Umsatz 3,17 Milliarden auch über den Erwartungen, der Free Cashflow mit einer Marge von 15 Prozent ebenfalls zwei Daumen nach oben und was den Umsatzausblick für das zweite Quartal betrifft, ist man im mittelstelligen Zehnerbereich unterwegs. Deswegen sehr gutes erstes Quartal, Ausblick solide, nicht die totale Euphorie, aber wirklich ein sehr ordentliches Ergebnis. ist. Gestern Abend, ich hatte es eben gerade schon gezeigt und will noch ein bisschen die Details mit euch einfangen, ich gehe nochmal auf die Kurse drauf, On Semiconductor, hier nochmal, man hat ein Ergebnis vorgestellt, wo. Das ganz gut gewesen ist, ehrlicherweise. Ihr seht sie ja in den Zahlen nochmal zur Erläuterung. Genau, der Ausblick soweit okay. Konsensschätzungen beim Umsatz okay, aber wie gesagt, die Aktie fällt trotzdem leicht. Der Grund war eben nach Texas Instruments und nach NXP Semiconductors waren die Erwartungen einfach sehr, sehr hoch an die Aktie. Die Analysten bleiben trotzdem konstruktiv. Die Bank of America hat das Kursil auf 115 Dollar nach oben genommen, nach zuvor 85 Dollar. Goldman Sachs ist neutral mit 80 Dollar. JP Morgan neutral mit 100 Dollar. Saskia Hanna auch positiv 120 Dollar nach den Zahlen. Das Fazit operativ, die zahlen also besser, aber eben nicht gut genug für die hohe Erwartungslatte. Der AI-Data-Center und Industrie helfen im Moment die Image-Censors nicht wirklich. Die Ergebnisse dort sind gemischt. Bei Pinterest, das muss man ganz klar sagen, war einer der Gewinner des Abends gestern. Der Umsatz um 18 Prozent gestiegen auf über eine Milliarde Dollar. Erwartet worden waren nur 965 Millionen Dollar. Die monatlich aktiven Nutzer 631 Millionen und auch beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen mit 207 Millionen über den Erwartungen. Und der Quartalsausblick für das zweite Quartal ebenfalls einfach Daumen nach oben. Kein Wunder, dass die Aktie zweistellig angesprungen ist und nachbörslich rund 17 Prozent gestern schon zulegen konnte. Die Analysten, entsprechend nicht verwunderlich, ziehen nach. Barclays Equal Rate 27 Dollar, die Bank of America neutral 28 Dollar, von zuvor 19. Die Citigroup 25 Dollar, Goldman Sachs Kaufempfehlung 28 Dollar Kursziel. JP Morgan bleibt auf neutral mit 25 Dollar Kursziel, Piper Sandler neutral 26 Dollar. Und hier die Kauensach kaufen mit 38 Dollar, die legen sich ganz weit aus dem Fenster. Peter ist stabilisiertes Werbegeschäft und AI hilft bei Anzeigen. Bei Suchmonetarisierung und der Effizienz. Aber viele Häuser bleiben eben neutral. Die Story ist besser, aber noch nicht vollständig rehabilitiert. Bei Palantir Technologies, ihr hattet ja gestern das schon ein bisschen mit mir in der Closing-Bell zusammen geliefert oder gecovert. Palantir liefert gemischte Zahlen beim Gewinn je Aktie 33 Cent, der Umsatz plus 85 Prozent auf über 1,6 Milliarden. Die operative Marge 60 Prozent, also 300 Prozent über den Erwartungen. Fett, Jahresausblick auch angehoben, 7,65 bis 7,66 Milliarden. Operative Ergebnis ebenfalls nach oben angepasst. Jetzt könnte man sich fragen, warum ist denn die Aktie so ein bisschen schwächer unterwegs? Naja, das Kundenwachstum lag nur bei 61 Prozent, nach zuvor 138. Aber Rosenblatt, die Analysten sind bullisch. Die Aktie auf Kaufen gestuft, 225 Dollar Kursziel. Mit der Begründung signifikanter Beat, starke Guidance. Ontologie als Schlüssel für Enterprise AI. Und das Fazit dementsprechend die Zahlen stark. Aktie trotzdem schwächer. Balanced Technologies bei der Bewertung halt eben, da läuft es nicht mehr ganz von alleine, wenn ihr mich fragt. Es geht mehr in Richtung Normalität der Erwartungen und eben nicht so sehr Richtung Perfektion. Bei Duolingo meldet man ein gutes erstes Quartal, aber einen schwächeren Ausblick für das zweite. Die Buchungen sind bei 308,5 Millionen Dollar. Etwas über den Erwartungen, auch das Ergebnis von Zinsen, Steuern, Abschreibungen mit 83 Millionen besser. Die Buchungen sollen allerdings nur 5,8% wachsen. Erwartet waren 7,6%. Und die Jahresbuchungen sollen sich um 10,5% erhöhen. Die Spanne bei der EBITDA-Marge steigt auf 25,7%. Dementsprechend JP Morgan neutral. Kursziel 94 Dollar. Das ist auch das Level, wo die Aktie zuletzt drei, vier Wochen vor den Zahlen bewegt hat. In letzter Zeit irgendwas zwischen 95 und 111. Bei Lattice Semiconductor, Da gab es ebenfalls Zahlen, man liefert ganz klar besser ab. Beim Gewinn je Aktie 41 Cent statt 37 Cent der Umsatz mit 171 Millionen Dollar auch über den Erwartungen der Ausblick fürs zweite Quartal ebenfalls nach oben angepasst, ebenso wie der Gewinn je Aktie. Zusätzlich übernimmt Lattice Semiconductor noch ein Unternehmen und zwar AMI für 1,65 Milliarden Dollar. Und das Ganze soll 26 mehr als 200 Millionen US-Dollar zum Umsatz des gemeinsamen Unternehmens dann beitragen. Also starke Zahlen, starker Ausblick und die strategische Übernahme einer der besseren Halbleiter-Prints, wenn ihr mich fragt. Bei Fabronet gab es ebenfalls solide Zahlen. Ich sehe gerade Micron, Volt Schmiede, plus 5,3 Prozent, neues All-Time-High. In einem Jahr 650 Prozent, Leute. Da ist man mal ordentlich unterwegs. Zeigt mir da gerade mein Kanal. Also Fabronet auch sehr gute Zahlen. Eigentlich die Aktie fällt trotzdem nachbörslich über 10 Prozent, denn die Zahlen waren nicht so schlecht, aber bei optischer Technologie und Datenkommunikation war mehr eingepreist vom Markt. Und nachdem die Aktie gut gelaufen war, geht es erstmal nach unten. Bei Paramount Skydance gab es ebenfalls gestern Zahlen. Ihr merkt eine Latte von Zahlen, die ich hier so runterratere. Der Umsatz bei Paramount plus 2%, das EBTA plus 59% auf 1,16 Milliarden. Der Free Cashflow plus 96 Millionen Dollar erwartet worden. Ein deutliches Minus 350 Millionen nämlich. Und die Streaming-Abos sind im Rahmen der Erwartungen ausgefallen. Das bedeutet unter dem Strich operativ besser, Streaming ganz minimal schwächer und der Free Cash Flow ist der positive Punkt, der die Aktie auch ein bisschen nach oben katapultiert. Kommen wir zu weiteren Unternehmensnachrichten. Ich hatte es gerade schon gesagt, Amazon wichtig, denn Andy Jassy verteidigt aktuell die massiven KI-Investitionen. Rund 200 Milliarden, das hatte ich ja eben gerade schon gesagt, plant man in die US-Dollar-CapEx in diesem Jahr allein für KI-Infrastrukturrechenzentren und das Cloud-Geschäft. Die Botschaft von Andy Jassy ist klar. Keine Kostenexplosion, sondern die zweite AWS-Welle. Die KI-Initiative liegt nach drei Jahren bereits bei über 15 Milliarden US-Dollar Umsatz, weil die Leute sich auch oft fragen, hey, wo kommt denn da mal ein bisschen was wieder rein? Klar, das belastet kurzfristig den Cashflow, aber langfristig verkauft Amazon als nächste Plattform-Chance eben das Thema KI. Wichtiger Punkt. Tesla, ja, Tesla wartet auf die EU-Freigabe für Full Self-Driving, Superweis. Die Niederlande unterstützen das Thema bereits. Allerdings sind Schweden, Finnland, Dänemark und Norwegen ziemlich skeptisch und ihr wisst, das sind Länder, die haben eine hohe Durchdringung von E-Fahrzeugen. Es geht um Tempoüberschreitungen, die das Problem sein sollen bei vereisten Straßen, Handy-Nutzung am Steuer und der Begriff Full-Self-Driving, der nicht so geeignet ist, laut der Skeptiker. Man ist in Europa vorsichtig. Es gibt einen Engpass in Sachen Regulierung, Haftung und eben Vertrauen. An der Stelle möchte ich nochmal erwähnen, dass es eine gute Dokumentation gibt in der Mediathek zu Elon Musk und Tesla, dem Weg sozusagen. ServiceNow will bis 2030 den Umsatz dramatisch steigern auf über 30 Milliarden US-Dollar. Allerdings, und das ist obwohl Barclays bei Overweight bleibt, mit Kursstil 134 Dollar. Nur für den Moment ein kurzer Hebel, den man versucht bei ServiceNow zu ziehen. Die Aktie 40% schwächer. Ja, es ist ein starkes Langfristziel, aber die Enterprise Software braucht eben jetzt Beweise, dass sie funktioniert. Der KI muss Umsatz beschleunigen und KI muss nicht Software disruptieren. Das ist nach wie vor das Thema. Bei Diamond Energy hat Barclays die Aktie mit Übergewichten und 225 Dollar Kursziel aufgenommen. Die CapEx-Erwartungen und die Effizienz sind stark. Zu Ila Lilly äußert sich ebenfalls Barclays 1.400 Dollar Kursziel. Der Wachstumstreiber ist vor allen Dingen die tiermedizinische Sparte. Home Depot, da kommen heute nachher noch ein paar Zahlen aus der amerikanischen Immobilienwirtschaft. Die werde ich, wenn sie spannend und von besonderer Bedeutung sind, nachreichen. Die Bank of America hat auf jeden Fall die Aktien eingestuft. Man sieht gewisse Katalysatoren, nachdem der Immobilienmarkt sich zuletzt schwach entwickelt hatte, also gewisses Aufwärtspotenzial. Zu Norwegian Cruise Line hat sich Barclays gemeldet, Goldman Sachs, Morgan Stanley und Saskia Henner, sie alle nehmen die Kursziele leicht runter. Gründe sind schwächere Yields, der Preisdruck und höhere Treibstoffkosten, wie nach den gestrigen Zahlen die Bilanzsorgen nochmal verstetigen. Also Norwegian Cruise Line Holdings bleibt klar negativ und die erste Quartalszahlen waren zwar nicht das Problem, aber der Ausblick war halt eben das Eingetrübte, was auf die Stimmung drückt. Heute nachbörslich stehen noch ein paar wichtige Zahlen an, nämlich AMD unter anderem. Allerdings, die Aktie ist heiß gelaufen, Guys. Das dürft ihr nicht vergessen. 70%, zuletzt aber rund 6% vom Rekordhoch runtergekommen. Die Optionen preisen etwa 8% Bewegung nach den Zahlen ein. Und es geht bei AMD, wenn ihr mich fragt, nicht nur darum, dass man Gewinn, Jahr Aktien und Umsatz irgendwie gut vorlegt, es geht um die IGPU-Nachfrage, um Margen, um Datacenter-Dynamik und den Abstand eben auch zum größten Konkurrenten zu Nvidia. Wenn AMD abliefert, bekommt der AI-Trade auf jeden Fall noch ein bisschen Rückenwind. Und wenn nicht, wird der Markt dann noch härter zwischen echter Stärke und überzogenen Erwartungen unterscheiden. Und das Bild wird möglicherweise noch so ein bisschen zwiegespaltener werden. Mein Fazit für die heute Open-Mail hat im Grunde drei Botschaften, wenn man es mal zusammenfassen möchte. Erstens, der Ölpreisrückgang hilft, heute den Markt zu unterstützen. Aber Iran und Hormus bleiben weiter das zentrale Marktrisiko, wenn da irgendwie wieder was kracht und bummst. Ihr wisst schon, ne? Die Berichtssaison ist besser als befürchtet, nach wie vor. Aber der Markt wird selektiver. Pinterest wird belohnt, Palantir Technologies, On Semiconductor, Duolingo und wie sie alle heißen, da sind die Marktteilnehmerinnen und Marktteilnehmer etwas vorsichtiger. Das liegt vor allen Dingen an den hohen Erwartungen. Die sind gefährlich. Also, da müsst ihr aufpassen. Drittens. Der nächste große Test kommt heute mit den AMD-Zahlen. Das wird ein Signal für den gesamten KI-Markt werden, der entweder das bestätigt oder die Spreu vom Weizen trennt. So. Damit wünsche ich euch einen sehr guten Handelstag. mit Erholungspotenzial, aber eben ohne die ganz große Entwarnung. Wenngleich unten drunter liegt schon, wenn es runter geht, Buy the Dip ist angesagt, denke ich zumindest. Und damit ihr noch ein bisschen im Bilde seid, was es für Zahlen gibt, habe ich euch nochmal die Kalenderdaten hier eingeblendet. Das sind nämlich die Unternehmensgewinne vor Börsenschluss. Und das für heute Abend nach Börsenschluss. Und neben AMD, ich habe die alphabetisch geordnet, sehen wir natürlich auch noch EA, Electronic Arts. Wir sehen Lucid. Wir sehen Lumentum. Live Nation. Strategy. Wird auch noch spannend. Match Group. Und Super Micro Computer. Also auf all das freuen wir uns in kleineren oder größeren Dosen. Es hängt auch immer ein bisschen davon ab, was die Kollegen von CNBC gerade einblenden, während wir live sind hier in der Closing Bell. Ich danke euch fürs Einschalten. Lasst einen Daumen hoch da für den Kanal von Markus Koch. Wir sind mittlerweile 190.000 Abonnenten. Dafür machen wir einen Applaus auf euch. Es ist immer wieder schön, euch auch live bei Veranstaltungen zu sehen. Wir sind eine tolle Community. Wenn ihr Anregungen und Anmerkungen habt, was inhaltlich möglicherweise für die morgige Opening Bell mit auf das Tableau gehört, droppt gerne eine Nachricht in den Kommentaren. Ich freue mich drüber. Wir sehen uns nachher zur Closing Bell, Guys. Macht's gut, bis dann. Tschüss, tschüss, euer Patrick DeWay. Und jetzt der obligatorische und barfinsichere Risikohinweis von Mr. Markus Koch. Meine Damen und Herren, liebe Aufsichtsbehörden, ich darf Sie darauf hinweisen, dass die Inhalte in diesem Video ausschließlich der allgemeinen Information dienen und keiner Empfehlungen zum Erwerb oder der Veräußerung bestimmter Finanzinstrumente und somit keiner Anlageberatung darstellen. Insbesondere können Wall Street Correspondents und der Vortragende nicht einschätzen, inwiefern die im Video gemachten Empfehlungen ihren Anlage zielen, ihrer Risikobereitschaft und Verlusttragfähigkeit entsprechen. Wer also auf Basis von Informationen in diesem Video etwaige Anlageentscheidungen trifft, trifft diese ausschließlich auf eigene Verantwortung und eigene Gefahr. Und das wiederum bedeutet, dass weder Wall Street Correspondents noch der Vortragende, das ist immer noch dieser Mann hier, für Verluste haften, die sie dadurch erleiden, dass sie Anlageentscheidungen aufgrund von Informationen oder Kommentaren in diesem Video getroffen haben. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und weiterhin einen erfolgreichen Handelstag.