Heute ist Freitag, der 8. Mai. Herzlich willkommen zur Opening Bell, featuret bei Handelsblatt mit mir, Patrick DeWayne. Die grünen Vorzeichen an der Wall Street sind heute zurück, denn der mit Spannung erwartete Arbeitsmarktbericht ist besser ausgefallen. Goldilocks, könnte man sagen, mit plus 115.000 neu geschaffenen Stellen außerhalb der Landwirtschaft. Weiterhin ist die Berichtssaison der Taktgeber für die Wall Street und die Entspannung zwischen den USA und den Iran könnte möglicherweise für weitere Kursgewinne und Rekorde sorgen. Was sonst noch wichtig ist über all das, spreche ich jetzt. Einen wunderschönen guten Tag heute am Freitag mit etwas Verspätung zur Opening Bell auf dem Kanal von Markus Kochgeis. Ach Gott, was für ein Tag, was für ein Leben. Eben gerade noch gelesen, Entropic. Die haben ja den Mythos-Release gemacht bei Claude und der deckt Cyber-Security-Fehler auf den Browsern, 40.000 Fehlermeldungen und Schlupflöcher und man kann reinsneaken und so weiter. Und da ging gerade die Breaking News über die Ticker. Das empfehle ich euch auch als Lesehilfe, wenn ihr bei CNBC oder wo auch immer oder im Internet einfach mal googelt nach den aktuellsten, neuesten Nachrichten. Denn da gibt es gravierende Sicherheitslücken, die man auch bei vorhergehenden Releases, sowohl bei Claude als auch bei OpenAI, also Antropic und OpenAI, bei den dementsprechenden Large Language Models schon an Möglichkeiten gehabt hat, um Sicherheitslücken zu finden. Also das ist kein neues Thema, aber es wird ganz spannend, wenn nämlich Donald Trump nächste Woche nach China reist. Nicht nur, dass man darüber redet, wie man den Iran-Krieg beenden kann, sondern eben auch, wie man das ganz große Thema zwischen den beiden Weltmachtmächten, die die Planeten führen, nämlich den USA und China, wie man das in den Griff kriegen kann. Denn da könnte möglicherweise so ein Artikel heute erschienen in der New York Times. Die nächste, ich zitiere, Atombombe gebaut werden in Sachen KI. Ja, bitte nicht falsch verstehen, auch gestern bei Maybrit Illner, wer öffentlich-rechtlich das Fernsehen noch guckt, eine sehr interessante Diskussion über AI und... Die Frage, sind wir in Europa zurück? Okay, was ist das eigentlich für eine Frage? Und wie wir damit umgehen und wo Risiken sind und wer Ranga Yogeshwar mag, der kann ja da mal reingucken. Kleiner Sendetipp an der Stelle. Zumindest kriegt man da noch mal von einer anderen Perspektive sowas mit. So, ich mache jetzt keine Werbung für Öffis, aber so. Wir gucken hier natürlich auf eine Rekordwoche bei der Wall Street. Wir gucken auf Zahlen, die gestern nachbörslich gemischt ausgefallen sind. Wir gucken auf die jüngste Deadline in Sachen USA-Iran. Marco Rubio hat sich gemeldet, der Außenminister, und hat gesagt, sie erwarten eine Antwort vom Iran heute noch. Bis jetzt ist sie noch nicht da. Sollte da was kommen? Ich gucke auf meine 44 Bildschirme. Sage ich euch während dieser Opening-Bild natürlich Bescheid. Wir gucken aber vor allen Dingen auf den Arbeitsmarkt. Der war ganz wichtig und auf die Zahlen, wie gesagt, auch. Auf alle das werfen wir jetzt einen gemeinsamen Blick. Es ist Freitag und die Wall Street kommt aus einer sehr starken Woche. Die Futures vorbörslich heute wieder ordentlich mit Wumms nach oben. Wir haben drei große Themen. Ich habe es eben schon mal kurz angedeutet. Wir haben den Arbeitsmarkt Iran und die Zölle und die Berichtssaison. Die Frage lautet einfach, läuft der Markt weiter oder wird die Luft auf dem Rekordniveau dünner? Ich kann Folgendes sagen, Grundthese, auch wenn es manchen Bösen da draußen nicht von euch interessiert, aber hey, ich sitze hier nur mal heute. Nein, Spaß beiseite. Also, die These ist, buy the dip, ich habe von der Saisonalität diese Woche gesprochen, wird ein ganz wichtiger Faktor. Warum? Natürlich wird es Momente geben, wo die parabolischen Entwicklungen der Börsen dazu führen und einzelne Aktien, Micron und wie die alle heißen, dass da auch mal Gewinne mitgenommen werden und die Aktien runterkommen. Per se glaube ich aber, ähnlich wie Paul Jones Tudor gestern, der große bekannte Hedgefondsmanager, dass wir eben am Anfang eines Superzykluses stehen sollten, was AI betrifft. Ja, Regulierung ist wichtig. Die EU hat erstmal reguliert, bevor sie irgendwelche, aber anderes Thema. So, jedenfalls Regulierung ist wichtig, damit halt eben nicht Ungemach geschieht. Und da ist es wichtig, dass die beiden größten Mächte, nämlich China und die USA, eine Einigung erzielen und nicht nur Konkurrenzkampf. Weil AI auch nicht nur im Cyberwar, sondern auch im realen Krieg, Drohnen etc. eine immer wichtigere Rolle spielt. Deswegen ganz wichtig. Und deswegen für euch als Investment. Das Thema könnt ihr gar nicht vom Tisch nehmen. In einem diversifizierten Portfolio hat das auf jeden Fall eine Gewichtung. Ihr müsst euch entscheiden, nehmt ihr die Max 7, seid ihr da groß investiert, glaubt ihr noch, dass die Großen, die eh schon groß sind, noch größer werden und die Konzentration weiter anhält und voranschreitet? Vor allen Dingen aufgrund der hohen CapEx-Investitionen, die wir gesehen haben. Das ist so ein bisschen die Frage. Und gleichzeitig guckt man in die zweite Reihe, welche Unternehmen können liefern, welche haben Probleme, was sind die Themen? Das so als ganz globaler, dass ich euch mal hier rausreiche, als kleine Empfehlung die nächsten Wochen und Monate. Wir werden uns ja hier noch begegnen. Aber wenn es nach unten läuft, zurückläuft auf gewisse Marken, guckt ihr euch charttechnisch ein bisschen an. Möglicherweise ergibt sich dieses Jahr, gerade weil eben auch die Midterms sind, nochmal die Situation zu einer Buy-the-Dip-Mentalität zurückzukehren. Und das könnte vielleicht gut sein, wenn man so schlau war, einfach in seinen ETF zu besparen. Mal wieder lag man dann also auf der goldrichtigen Seite. Wall Street. Ja, das ist mehr als nur Kurse und Charts. Es geht um Macht, es geht um Geld und vor allem um Information. Ich berichte jeden Tag aus den USA über die Wall Street. Ordne ein, hinterfrage, filtere das Rauschen. Aber genau das funktioniert nur, wenn Journalismus frei ist. Denn ohne Pressefreiheit gibt es keine echten Einblicke, keine unbequemen Fragen, keine Transparenz. Und genau deshalb ist unabhängiger Journalismus und Meinungsfreiheit keine Selbstverständlichkeit. Zum Tag der Pressefreiheit gibt es deshalb beim Handelsblatt ein ganz besonderes Angebot. Zwölf Monate Zugang mit 50% Rabatt. Alle Infos und den Link findet ihr in den Shownotes unter handelsblatt.com-pressefreiheit. Das allgemein, jetzt die wichtigsten Datenpunkte heute zum US-Arbeitsmarkt für den abgelaufenen April. Und der fällt gut aus, besser als erwartet, denn die Nonfarm-Payrolls sind heute mit plus 115.000 Stellen gemeldet worden, erwartet nur 55.000. Der März wurde zudem leicht nach oben revidiert von 178.000 auf 185.000 Stellen. Die Arbeitslosenquote, wie erwartet, lag bei 4,3%. Das heißt, der Arbeitsmarkt kühlt zwar ein bisschen ab, aber er kippt nicht. Wichtig für die FED, denn die Stundenlöhne stiegen nur um 0,2 Prozent im Monat, 3,6 Prozent auf Jahressicht. Erwartet waren 0,3 beziehungsweise 3,8 Prozent. Der entscheidende Punkt hier, mehr Jobs wurden geschaffen als erwartet, aber es gab keinen Lohndruck. Das ist gut. Unter der Oberfläche gibt es allerdings so ein paar kleine Risse, denn die breite Arbeitslosenquote steigt auf 8,2 Prozent. Die Erwerbsquote fällt auf einen 60,8 Prozent, der niedrigste Stand seit Oktober 2021. Menschen, die unfreiwillig Teilzeit arbeiten, die Zahl derer steigt auf 4,9 Millionen. Der Bereich Information Services verliert 13.000 Jobs und seit November 2022 sind dort laut dem Bureau of Labor Statistics 342.000 Stellen weggebrochen. Das ist ein Minus von 11 Prozent. Das passt insgesamt zur breiten AI-Story, denn... Die Technologie schafft Wachstum auf der einen Seite, ersetzt aber eben auch Arbeitskräfte. Deswegen mein Fazit, klares Goldlöckchen-Szenario für die Wall Street, dieser Arbeitsmarktbericht. Genug Jobwachstum, Konjunkturvertrauen auf jeden Fall, gleichzeitig aber schwächere Löhne und erste Risse unter der Oberfläche. Da müsst ihr so ein bisschen drauf gucken, finde ich. Dieser Markt, wenn ihr mich fragt, braucht aktuell keine schnellen Zinssenkungen, um zu laufen. Er kann aus sich selbst heraus bestehen. Die Berichtssaison reicht als Treibstoff. Ganz wichtig. Die Wall Street und der Stand der Dinge. Gestern leichte Gewinnmitnahmen hatten wir gesehen. Tatsächlich nach den Rekordständen. Der Dow mit einem leichten Minus unterwegs. Der S&P mit minus 0,4 Prozent. Die Nasdaq sogar nur minus 0,1 Prozent. Also alles eher mal Augenwischerei. Die Futures, wie gesagt, fester heute Morgen. Ganz wichtig dafür, dass wir eine gute Woche hinlegen mit guten Zuwächsen. Der Dwayne-Indikator läuft mal wieder am heutigen Freitag. Selektion und selektives Kaufen ist wichtig. Und beim Bigger Picture fällt auf, das größere Bild bleibt ebenfalls spannend. Denn die Berichtssaison dreht den Markt. AI-Software und ausgewählte Halbleiter liefern, haben wir gesehen. Aber die Rallye, sie ist relativ eng. Laut einem Bericht der Financial Times warnt man nämlich, dass die jüngste Rallye nur von einer kleinen Zahl an Aktien seit Beginn der Berichtssaison getragen wird. Die Konzentration im Markt liegt auf Rekordniveau. Das ist kein Crash-Signal, also nicht irgendwie enttäuscht sein. Aber es ist schon ein bisschen ein Bahnschild und könnte auf Rückzug hier und da deuten. In Sachen Iran und Nahe Osten, der US Central Command meldet Selbstverteidigungsschläge gegen die iranische Ziele. Auslöser waren Angriffe aus US Navy Schiffe. Das ist wichtig. Warum? Keine iranischen Angriffe erfolgreich, das ist die gute Nachricht. Washington möchte aber ganz klar weiter, keine Eskalation und die Waffenruhe muss unbedingt eingehalten werden. Trump spricht von einem Love-Tab, der Marki ist das so. Militärisch ist die Situation schon ein bisschen angespannt, politisch aber unter Kontrolle. Bullcase-Szenario, Trump will einen gesichtswahrenden Deal und keine große Eskalation. Die Bären schauen folgendermaßen darauf. Ein Deal bedeutet nicht Normalisierung, die Folgen laufen schon durch die Wirtschaft. Also höhere Energiepreise, Benzinpreise, höhere Transportkosten, höhere Versicherungskosten. Insgesamt Aufwärtsdruck bei der Inflation. Das bleibt der stagflationäre Schatten über diesen Markt. Den darf man auch nicht ausklammern und es wird am Ende spannend werden. Wir haben jetzt parabolische Entwicklungen gesehen. Wenn wirklich die Inflationszahlen für den April, Mai, Juni und so weiter gemeldet werden und da gibt es möglicherweise zu große Überraschungen, zu heiße Daten, dann könnten wir genau dies als Grund sehen, warum der Markt mal ein bisschen konsolidiert. Aber nochmal, selbst wenn er das tut, meine Überzeugung, das sind eher auf Jahresendsicht bei The Dip Mentalität oder Einstiegschancen. Die Zölle, wenn wir uns auf die angucken als Thema mal, etwas Entspannung, aber auch keine Entwarnung. Warum? Denn auch bei den Zöllen gibt es Bewegung. Der US Court of International Trade, also die Handelsorganisation, kippt den Zoll, die Section 122 mit einer 2 zu 1 Entscheidung. Klar, die Wirkung erstmal begrenzt, aber politisch relevant. Denn was bedeutet das? Die Gerichte bremsen Trump erneut aus. Wichtig. Gleichzeitig bekommt Europa Aufschub von Trump bis zum 4. Juli, 25% auf alles, ihr wisst schon, um den Handelsstil umzusetzen. Und die Europäer haben diese Woche auch signalisiert, wir sind halt nicht so schnell, wir sind so alt, wo ist der Stift eigentlich? Das ist wie Europäer, Alter, es ist so ein Schnarchnasenverein. Egal, ich könnte mich da so aufregen, also ruhig bleiben, ganz ruhig bleiben, Tee trinken, wo ist der Tee? Erst nach dem 4. Juli, Zollverschärfung, wenn wir nicht in die Pötte kommen. Dazu zwei wichtige Fettsignale, wenn ihr mich fragt. Einmal, die Dallas-Fed sagt, die Zolleffekte auf die PCI-Preise haben im ersten Quartal wohl ihren Höhepunkt erreicht. Haken dran, gute Nachricht. Die New York-Fed zeigt, langfristige Inflationserwartungen bleiben stabil, eskaliert im Moment nicht. Das erklärt, warum der Markt trotz Iran und Zollrisiken nicht einknickt, sondern weiter die KI-Story spielt. Gucken wir uns vorbörslich noch ein paar Zahlen an. Ich mache es ganz grob bei denen. Heute weniger Big Tech, mehr breite Wirtschaft. Brookfield Asset Management, vielleicht habt ihr die schon mal gehört, solide Zahlen. Distributable Earnings bei der Aktie 43 Cent, etwas besser. Beim Fundraising liegt man mit 21 Milliarden im Quartal. Seit Jahresbeginn mit 67 Milliarden Dollar sauber im Line. Keine große Überraschung, aber ein starker Ausblick auf das Jahr 2026. Bei Fluor ein deutlicher Miss bei IPS und EBITDA. Die Aufträge minus 54 Prozent der operativ hohe Cashflow von 110 Millionen Dollar. Aktienrückkaufe von 516 im ersten Quartal sind weitere Indikatoren. Die Auftragssituation stabilisiert sich. Oshkosh deutlich hinter den Erwartungen zurück. Das Management spricht von schlechtem Timing und schwacher Nachfrage. Würde ich auch sagen, wenn das Ergebnis so enttäuscht. Es ist aber kein grundlegender Nachfragebruch. I don't know. Bei Construction Partners starkes Quartalumsatz 769 Millionen Dollar, erwartet 679, also die gleichen Zahlen. 6, 7, 6, 7. Ganz angehoben. Fazit, Infrastruktur bleibt robust. Und bei Wendy's. Kennt ihr noch die Burger? Wendy's. Besser als erwartet das Quartal. China-Deal für bis zu 1000 Restaurants in 10 Jahren. Same-Store-Sales allerdings minus 6,8%. In den USA sogar minus 7,8%. Also Gewinn besser. China-Fantasie nicht schlecht. Kerngeschäft schwächelt. Gibt den Song. Nachbörslich Zahlen. Tech, AI und Plattform. Airbnb gestern liefert starke Zahlen. Beim EBITDA hat man mit 519 Millionen Dollar ein Beat hingelegt. Ah, warte mal. Ich habe noch wieder so eine schöne Grafik vorbereitet. So, da gibt es auch ein bisschen Grafik dazu, damit das nicht nur hier auf der Tonspur passiert. Die Buchungen, 29,2 Milliarden Dollar auch deutlich über den erwarteten 27,8. Der Ausblick für das zweite Quartal deutlich besser. Man sieht von Seiten der Analysten City Group das Kursziel angehoben auf 175 Dollar bei Kaufen. These, Airbnb erweitert das Produktportfolio und schafft neue Wachstumschancen für 2026. Also, starkes Quartal bei Airbnb. Es wird breiter gedacht, nicht nur Übernachtungsplattformen, das ist das Gute. Bei Affirm haben wir überzeugend operative Zahlen gesehen. Beim Umsatz mit 1,04 Milliarden knapp, über den erwarteten 999 Millionen. Die GMVs mit 11,6 Milliarden und operative Marge plus 27 Prozent ebenfalls deutlich besser. Aber 30 plus Tage Delinquencies nur mit 2,8 Prozent unterwegs. Wachstum stark, Kreditqualität bleibt enthalten. Block profitiert von stärkerer Profitabilität. Der Gross Profit 2,9 Milliarden, erwartet 2,78 Milliarden. Das operative Ergebnis mit 728 Millionen auch besser. Jahresausblick ebenfalls leicht höher. Schwachpunkt allerdings die Swear Gross Profits. Nur plus 9 Prozent unter den Konsensschätzungen. Also Fazit hier, die Margin Story funktioniert. Square bleibt der Kontrollpunkt. Also so gemischt würde ich sagen. Bei Expedia läuft es gut. Man verdient mehr, man hat mehr Buchungen, die wir sehen. und die Aktienrückkäufe mit 700 Millionen im ersten Quartal auch deutlich besser. Die Jahresprognose wird nur bestätigt, dass es so ein bisschen ach. Airbnb hebt an, Expedia aber nicht. Die Analysten der Bank of America heben trotzdem das Kursziel leicht auf 310 Dollar, bleiben bei Kaufen. Und die Bank of America nennt den schwächeren Room Night Wert, einen Makel in einem ansonsten guten Quartal und hebt die 2026er EBTA-Schätzung um 6%. Fazit hier, also auch operativ besser als die Aktie, aber relativ zu Airbnb bei Expedia der Extraschub. Core Weave zeigt enormes Wachstum, aber auch enorme Kapitalintensität. Der Umsatz knapp 2,1 Milliarden, über den Erwartungen Backlog fast 100 Milliarden Dollar, zuvor waren es 67. Ah, aber die Marge beim EBITDA sinkt um 6 Prozent. Cashflow bleibt schwer belastet, die Guidance nur bestätigt. Mein Fazit, die Wachstumsstory ist zwar intakt, aber der Kapitalhunger bleibt das zentrale Risiko. Man verbrennt einfach zu viel Geld, und es gibt bisher Antrativen. Bei Microchip Technology bestätigt man auf Seiten der Halbleiter die Erholung. Der Gewinn ist mit 57 Cent besser ausgefallen. Auch beim Gewinn mit 69 Cent. Bookings und Lagerabbau verbessern sich. Die Analysten von JP Morgan heben das Kurs auf 120 Dollar an. Die Keybank sogar auf 135 Dollar. Beide bleiben für die Aktien positiv. Also, der Analog- und Embedded-Zyklus, entschuldige bitte dieses Denglisch, aber das sind nun mal die Begriffe, zeigt sich vor allem im Vergleich zu OnSemi, NXP, Semi-Kontakte, Infineon und so weiter gut und Microchip kompletiert schön das Bild. Akamai, heute die Aktie doppelstellig nach oben, die Rakete gezündet, die spannendste Neubewertung. Warum? Die Zahlen selbst eigentlich solide, nicht so grottenspektakulär, aber der Umsatz über eine Milliarde Dollar im Cloud-Infrastruktur, das ist ein Plus von 40 Prozent im Bereich Security, plus 11 Prozent, der Umsatz 1,08 bis 1,1 Milliarde. Krasse Auftrag mit 1,8 Milliarden Dollar über sieben Jahre ist der entscheidende Motor für das sogenannte Frontier-Modell. Die Umsatzbeiträge ab dem vierten Quartal ist enorm und die Analysten von Guggenheim heben das Kursziel deutlich alle auf 181 Dollar, die Keybank auf 195 Dollar, Piper Sandler 156 Dollar. Alle sind extrem bullisch nach dieser Nachricht. Denn Akamai wird neu einsortiert. Nicht nur als CDN und Security, sondern als AI-Infrastruktur. Na, ich höre die Trapsen, hörst du was? Bei HubSpot ebenfalls sehr stark die Aktie. In dieser schwierigen Software-Nahme, naja, die Zahlen waren nicht schlecht. Kann man nicht anders sagen. Umsatzmarge, Gewinn besser, Jahresausblick leicht höher. Umsatz jetzt plus 17%, aber die Aktie verliert deutlich. Warum? Naja, der Umsatz für das zweite Quartal ist knapp unter Konsens. Die neuen wiederkehrenden Erträge sind leider hinter den Erwartungen zurück und der Vertrieb baut gerade massiv um auf Agentic First sozusagen. Dementsprechend fällt die Preisgestaltung, die Verpackbarkeit des Vertriebs, dieses ganzen Go-to-Market komplett in eine andere Balance und die Analysten der Bank of America stufen die Aktie doppelt ab von Buy auf Underperform, Kurs hier runter von 300 auf 180 Dollar. Morgan Stanley sieht ebenfalls das Kursziel von 405 Dollar auf 350, bleibt allerdings bei Übergewichten. Das Fazit ist, langfristig kann die AI-Agentenstrategie ja sinnvoll sein. Aber kurzfristig sieht der Markt vor allen Dingen Ausführungsrisiken und die werden heute bestraft. Cloudflare, habt ihr auch gestern gesprochen, habe ich gesehen, ebenfalls unter Druck. Zwar ein leichter Beat und der Jahresausblick etwas höher, aber die wiederkehrenden Umsätze sind etwas schwach und der Umsatz für das zweite Quartal liegt auch leicht unter den Konsensschätzungen. Dazu kommt noch der harte Umbau des Unternehmens. Man will rund 1100 Stellen streichen. In welcher Farbe eigentlich? Etwa 20% der Belegstraf. Das ist für die strategische Ausrichtung, auch hier Agentic AI First, ein entscheidender Faktor. Und der Markt sieht nicht nur die Effizienz, nein, er sieht den Umbau, die Unsicherheit und gleichzeitig die hohe Bewertung. Bei Toast operativ solide, Aktie schwach, ich blende nochmal ein, was haben wir hier, zack, zack, zack, da waren wir. Umsatz, TPVs und die Erwartungen für den Gewinn von Zinsensteuern, Abschreibung in line. Allerdings der Jahresausblick etwas schwächer. Die UBS senkt dementsprechend das Kurs, die von 40 auf 34 Dollar bleibt, aber bei Kaufen. Und zur Begründung sagt man, Standortwachstum, GPVs, Software as a Service, die wiederkehrenden Umsätze je Standort, Payment Take Rates und die Profitabilität entwickeln sich grundlegend weiterhin positiv. Aber man muss ein bisschen neu bewerten. Und das ist ja auch, ich sagte es schon die ganze Woche, ich höre mich sagen wie so ein Papagei, der immer wieder dasselbe sagt. Tut mir total leid, aber so ist es halt. Bei The Trade Desk, einer von den großen Verlierern, Wenn man nicht anders sagen, der Umsatz für das zweite Quartal, 750 Millionen Dollar, deutlich unter den Konsensschätzungen, auch der Gewinn mit 260 Millionen deutlich darunter. Es gibt einfach mehr Belastung. Der Nahostkrieg, Spannungen, Werbeagenturen, struktureller Wettbewerbsdruck, Stellenabbau von rund 24 Prozent und die Analysten wie die Keybankstufen logischerweise die Aktie ab auf Sectorweight hier, Oppenheimer auf nur noch gleichgewichteter Performer. Kursziele werden auch gesenkt und das Fazit könnte man so zusammenfassen. Es ist der größte negative Analystencluster. Wachstum, Vertrauen und Bewertung stehen gleichzeitig unter Druck. Das ist alles andere als besonders positiv. Bei Coinbase, da gab es gestern ja auch Zahlen, man liefert allerdings ziemlich schwache Zahlen. Beim EBITDA 303 Millionen Dollar erwartet 411 Millionen. Schwache Kryptonachfrage, geringe Handelsvolumina, vor allen Dingen bei Retail-Kunden. Klar, wenn der Bitcoin so abschmiert, das Vorquartal war viel besser und die Analysten senken reihenweise die Kursziele. Barclays auf 107 Dollar, die Bank of America auf 218, bleibt allerdings bei Kaufen. Und dementsprechend ist es logisch, dass Coinbase am Kryptozyklus hängt, trotz aller Nachrichtenlage. Ich habe es gestern berichtet, dass man gesagt hat, man würde auch möglicherweise prüfen, ein bisschen flexibler zu sein, indem man auch Bitcoins verkauft. Die Erlösquellen wie Crypto-as-a-Service könnten groß genug sein. Gleichzeitig diese Stable-Coin-Diskussion auf einer regulatorischen Ebene, die möglicherweise auch den gordischen Knoten bei Coinbase noch mal platzen lassen könnte, das müsstet ihr im Auge behalten. Also wenn da in Sachen Regulatorik sich ein bisschen was verändert für Coinbase, könnte möglicherweise das Ganze angeschoben werden. Der Bitcoin tut sich um die 80.000-Dollar-Marke ziemlich schwer. Bei Monster Beverage... Da hat man relativ starke Zahlen gesehen mit einem Gewinn je Aktie von 58 Cent und dem Umsatz von 2,35 Milliarden Dollar. Energydrinks laufen robust. Die Leute können sich die Schwäche nicht erlauben. Nicht überall ist der Konsum schwach, könnte man sagen. Aber DraftKings, naja. Solide Zahlen, Umsatz leicht besser mit 168 Millionen Dollar. Der Jahresausblick bestätigt. Nutzer insgesamt, was die Nutzerzahlen betrifft, etwas schwächer. Dementsprechend das Fazit. Kein perfekter Bericht, aber die Entlastung nach den Sorgen um Prediction Markets. Ihr wisst ja, das ist etwas, dieses ganze, was aus dem Sport ursprünglich kommt, das guckt man sich ein bisschen genauer an und... Da will auch die Regulatorik ordentlich noch eine Rolle mitspielen, weil ihr müsst euch überlegen, man kann da auf Sachen spekulieren und dann hedgt man sich so halb ab oder so. Ich weiß nicht, ob ihr das schon mal gemacht habt, Prediction Markets und Poly Markets und wie die alle heißen, aber es ist natürlich ein heißes Eisen, was man da anfasst und da sollte man auf jeden Fall ein bisschen gucken. McKesson, gemischt bis solide die Zahlen, kann man sagen. Gestern hattet ihr es auch geschrieben. Beim Gewinn je Aktie 11,69 Dollar. Der Umsatz 96,3 Milliarden, etwas schwächer. Die Prognose für das Fiskaljahr 2027 auch im Grunde solide. Kein großes Aha. Jetzt kommen wir zu dem Thema, was wichtig ist. Big Layoffs, also Entlassungen. Ein Thema zieht sich nämlich durch diese Zahlen. Und das habe ich eben schon in Einzelfällen berichtet, dass nach Börseschluss extrem nochmal besprochen wurde. Das ist der Stellenabbau. Also alleine bei Cloudflare, nee, fangen wir an, Bill Holdings, bis zu 30% Stellenabbau, Cloudflare 20% Stellenabbau, Upwork rund 24% Stellenabbau. Das passt alles in dieses große Bild hinein. Weniger Personal, mehr AI, höhere Effizienz, bessere Marge. Kurzfristig gut für die Börse, yippie, könnte man sagen, aber für den Arbeitsmarkt mittelfristig auf jeden Fall mal ein Risiko, Wo willst du arbeiten, wenn du keine Arbeit mehr hast, weil das alles AI macht? Ich meine, der Arbeitsmarktbericht heute zeigt eigentlich so ein bisschen diese Spannung, ich habe es ja gesagt, im Bereich Information Services, ein Minus von 342.000, glaube ich, waren die Zahlen. Insgesamt ist der Arbeitsmarkt bewusst, aber eben diese Zahl in diesem Einzelbereich, die ist was, die sollte man sich angucken, denn AI wird sichtbarer als Konkurrent. Naja, zum Schluss noch ein bisschen was von den Analysten-Resterampe. Absatz der berichtenden Unternehmen bleiben die wichtigsten Call heute Redbush zu Apple als großen KI-Plattform-Gewinner mit Kursziel 400 Dollar. Die Bank of America sieht bei Citigroup weiteres Rating- und Rerating-Potenzial. Datadog nach den explodierenden Kursen bleibt nach starkem Wachstum ein AI-Infrastruktur-Favorit. E-Pump Systems leidet unter den schwachen, diskretionären IT-Ausgaben. Eli Lilly bleibt ein Pharma-Favorit. Und Nike wird wegen langsamer Turnaround-Dynamik abgestuft und denkt ja nicht, dass irgendwie die Fußball-Weltmeisterschaft da ein großes Feuerwerk entfesseln könnte. Daran glaube ich nicht. Mein Wochenfazit, wenn wir nochmal zurückblicken, die letzten Tage. Also auf der Makroseite. Der Arbeitsmarkt ist robuster als erwartet, aber nicht heiß. Löhne entspannen die ganze Situation, gut für Aktien. In Sachen Politik, die Iran-Situation bleibt angespannt, aber kontrolliert. Trump ist um Deeskalation bemüht, der Markt setzt auf Begrenzung statt auf Eskalation. Die Zölle? Naja, die Gerichte bremsen mal wieder Trump aus und Europa bekommt einen Aufschub bis zum 4. Juli. Das bedeutet auf der Zollseite auch weniger Druck. So eine richtige Entwarnung ist das nicht, weil man das Gefühl hat, Trump will dauernd noch irgendwie ein neues Kaninchen aus dem Hut zaubern. Auf der Mikroseite, die Berichtssaison, trägt weiter die Kurse nach oben. AI, Infrastruktur, Software und ausgewählte Halbleiter bleiben stark. Das haben wir diese Woche eindrucksvoll gesehen. Schwächen gab es in den Bereichen Werbung, Krypto, Teile des Konsums und kapitalintensive AI-Stories. Diese zeigen ganz explizit Risse. Deswegen passt bitte auf, weil AI ist nicht alles AI, wo AI draufsteht. Und es ist auch nicht überall dieselbe Qualität drin. Deswegen Rekordstände ja, aber mit einem gewissen Warnschild. Die Gewinne tragen im Moment noch den Markt. Aber die Marktbreite, die Geopolitik und die AI-Desruption und der Kostendruck bleiben für mich ehrlicherweise die Risiken. So, jetzt ein kleiner Hinweis auf die nächste Woche. Was gibt es denn da? Zwei Sachen. Ich bin die komplette nächste Woche immer ab 12.30 Uhr bei NTV live im Fernsehen und bei NTV.de zu sehen. Kleiner Werbeblock an der Stelle in eigener Sache. Und in Sachen Zahlen, Mikro und Makro habe ich euch eine kleine Übersicht mitgebracht, was wir sehen. Es wird jetzt langsam ruhiger. Wir haben ein bisschen gemischte Unternehmensnachrichten. Deutsche und internationale Aktien, Alibaba Group unter anderem. Am Mittwoch kann man mal hingucken, auch die Deutsche Telekom nicht so unwichtig, nachdem die Aktie zuletzt relativ auf die Mütze bekommen hat. Applied Materials kommende Woche Donnerstag und dann ja die Trump-Reise, die wird auch nicht unwichtig. Und wir bekommen Inflationsdaten. Auf der einen Seite am Dienstag natürlich aus den USA die Verbraucherpreise um 14.30 Uhr und die Erzeugerpreise am Mittwoch, also auch da muss man genauer hingucken. Und gleichzeitig dann in der kommenden Woche, was die Einzelhandelsumsätze betrifft, nochmal ein Feedback zum amerikanischen Konsumenten. Heute gibt es später noch ab 16 Uhr dann die Zahlen aus Michigan, vom Brahovertron, von Michigan. Und was habe ich noch? Habe ich noch was? Ah ja, ein kleiner Nachklapp noch, habe ich vergessen. Das ist das Fatwatch-Tool Ende des Jahres. Für die, die es interessiert und sich fragen, was macht eigentlich die FED aus all diesen ganzen Entwicklungen, ähm, Habe ich mal aufgearbeitet hier, zack, pam, unverändert bis zum Ende des Jahres. Die Zinsen, das ist die vorherrschende Meinung, 72,3%. Anhebung allerdings auch, knappe 20%. Und dass wir sinken, sinkende Zinsen sind es am Ende des Jahres, ist eine Minderheitsmeinung. Ihr seht das hier, aufgeführt mit den jeweilig abgetragenen Raten. Fettbrotstuhl, sieht doch cool aus, oder? So, zum Schluss nochmal eine schöne Grafik. So, ich mag ja Grafiken, bin ja voll der Grafik-Fetischist geworden. Also Leute, ich mache es nicht zu lang. Ich bedanke mich für eine tolle Woche, für tolle Interaktion mit euch, tolle Kommentare, tolles Feedback. Danke, dass ihr die Anstrengungen, die wir auf diesem Kanal in Sachen Wall Street, dass ihr die seht, dass ihr das zu schätzen wisst. Lasst gerne positive Kommentare da, auch wenn ihr grundlegend einfach nur stille Genießer seid. Das habt ihr mir an unterschiedlichsten Stellen, wo wir uns live begegnet sind, auch immer wieder gespiegelt. Danke dafür. Aber lasst uns das Ganze mit einem Like, mit einem Abonnement für den Kanal möglicherweise etwas skutieren, sodass wir auch schriftlich sozusagen oder handfest schwarz auf weiß sehen. Ihr seid dabei, ihr findet, was wir hier machen, gut. Wie gesagt, nächste Woche ist der Chefkoch wieder hier, übernimmt das Ruder und die Brücke und berichtet dann wieder von allem, was in der kommenden Woche noch wichtig ist. Und das werden auch, wie eben gerade gesehen, ein paar Unternehmensnachrichten sein. Wir biegen so ein bisschen ab auf die Zielgerade. In der übernächsten Woche dann die Zahlen von Nvidia, dann noch ein ganz großes Highlight. Und wie gesagt, nächste Woche, wenn ihr dabei seid, Analoges Fernsehen auf NTV, da habe ich den Dwayne gesehen. Seid gerne dabei, ich wünsche euch was. Bis dann, macht's gut, schönes Wochenende, heute keine Closing-Bell. Und jetzt der obligatorische und barfinsichere Risikohinweis von Mr. Markus Koch. Meine Damen und Herren, liebe Aufsichtsbehörden, ich darf Sie darauf hinweisen, dass die Inhalte in diesem Video ausschließlich der allgemeinen Information dienen und keiner Empfehlungen zum Erwerb oder der Veräußerung bestimmter Finanzinstrumente und somit keiner Anlageberatung darstellen. Insbesondere können Wall Street Correspondents und der Vortragende nicht einschätzen, inwiefern die im Video gemachten Empfehlungen ihren Anlagezielen, ihrer Risikobereitschaft und Verlusttragfähigkeit entsprechen. Wer also auf Basis von Informationen in diesem Video etwaige Anlageentscheidungen trifft, trifft diese ausschließlich auf eigene Verantwortung und eigene Gefahr. Und das wiederum bedeutet, dass weder Wall Street Correspondents noch der Vortragende, Das ist immer noch dieser Mann hier für Verluste haften, die sie dadurch erleiden, dass sie Anlageentscheidungen aufgrund von Informationen oder Kommentaren in diesem Video getroffen haben. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und weiterhin einen erfolgreichen Handelstag.